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Montage– und

Wartungsanleitung

Einzelteile

Radblock RB 315

Stahlherstellungs– u.
Verarbeitungs GmbH
Karl-Georg-Straße 3
D – 57612 Ingelbach-Bahnhof

℡ +49 - 26 88 - 95 16 - 0
+49 - 26 88 - 95 16 - 49
Beschreibung
Der KARL GEORG-Radblockkörper besteht aus zwei paßgenau bearbeiteten und
zusammengeschraubten Gehäusehälften.
Dadurch können später das Verschleißteil “Laufrad” und auch die Pendelrollenlager schnell und
einfach mit handelsüblichem Werkzeug ausgetauscht werden.

Allseitig bearbeitete Montageflächen bieten mit den vorhandenen Paßbohrungen


Anschlußmöglichkeiten als Kopf-, Wangen– und Bolzenanschluß. Dafür sind nur wenige
Verbindungselemente erforderlich.

Das Ausrichten der einzelnen Radblöcke zueinander ist problemlos, da die Gehäuse rundum
mechanisch bearbeitet sind.

Für KARL GEORG-Radblöcke sind Antriebswellen mit Zahnwellenprofil nach DIN 5480 oder mit
Paßfedernut nach DIN 6885, passend für Aufsteckgetriebe aller Fabrikate lieferbar.

Die Laufräder der nicht antreibbaren Radblöcke werden mit voller, massiver Nabe
bzw.vorgegossener Bohrung gefertigt.

Der Antrieb von zwei Radblöcken mit einem Aufsteckgetriebe als Zentralantrieb ist mit Kupplungen
und Verbindungswelle möglich.

Radkörper und Gehäuseflächen sind gestrahlt und grundiert. Kunststoffstopfen schützen alle
Anschlußbohrungen.

Werkstoff: Laufrad Sphäroguß GGG - 70


Gehäuse Sphäroguß GGG - 40

Wartung
KARL GEORG-Radblöcke sind aufgrund ihres technischen Aufbaus unter normalen
Betriebsbedingungen weitgehend wartungsfrei.

Verschraubungen
Befestigungsschrauben der Antriebswellen nach 3 - 6 Betriebsstunden bzw. nach ca. 100
Lastwechsel mit Drehmomentschlüssel überprüfen.

Nach weiteren drei Monaten Betriebszeit alle Verschraubungen nachziehen, danach entsprechend
den Einsatzbedingungen und den betrieblichen Verhältnissen nach Bedarf, jährlich jedoch
mindestens einmal (siehe BGV D6 UVV-Krane).

Wälzlager
Die Pendelrollenlager sind lebensdauergeschmiert. Bei erschwerten Umweltbedingungen ist eine
Nachschmierung möglich.

Vor Auslieferung werden die Wälzlager mit folgenden Fetten geschmiert:

a) Serie Produkt: Glissando EP 2


von DEA

b) Höhere Temperaturen < 200 °C Produkt: OKS 424


von OKS

Vergleichbare Schmierstoffe im Fachhandel anfragen.


Verträglichkeit mit dem eingesetzten Schmierstoff überprüfen.

- 02 -
Wälzlager
Serie
Einsetzbar für Temperaturen von - 30°C bis + 90°
C (kurzzeitig bis 130°C) bei erschwerten
Umweltbedingungen (staubiger Betrieb etc.)

Die Abdichtung erfolgt beidseitig durch


Spezialdichtungen aus POM. Die
Pendelrollenlager sind lebensdauergeschmiert. Bei
besonderen Einsatzbedingungen (Staub, Hitze,
Feuchtigkeit, usw.) ist eine Nachschmierung Pendelrollenlager
möglich. 222 18

Spezialabdichtung
Einsetzbar für extreme Umweltbedingungen bei
Temperaturen von - 30°C bis + 140°C.

Die Abdichtung erfolgt beidseitig durch


Metalldichtungen mit zusätzlichen Schutzscheiben
aus Stahl. Die Pendelrollenlager sind
lebensdauergeschmiert. Bei besonderen
Einsatzbedingungen unter extremen Verhältnissen
(Hitze, Feuchtigkeit, usw.) muß eine
Nachschmierung durchgeführt werden.

Höhere Temperaturen
Einsetzbar für Temperaturen von - 25°C bis
+ 200° C bei erschwerten Umweltbedingungen.

Die Abdichtung erfolgt beidseitig durch


Metalldichtungen mit zusätzlichen Schutzscheiben Pendelrollenlager
aus Stahl. 222 18
Die Pendelrollenlager sind mit Hochtemperaturfett
OKS 424 geschmiert.

Eine Nachschmierung erfolgt je nach Temperatur


und Einsatzzeit der Radblöcke.

Nachschmierintervalle und Fettmenge bei Hochtemperaturlagerfett Typ OKS 424

Minderungsfaktoren:

Staub und Feuchtigkeit x 0,4 - 0,7


Vibrationen und Schwingungen x 0,4 - 0,7

Nachschmierung infolge einer Wärmeeinwirkung von

110°C nach 16.000 Stunden


125°C nach 8.000 Stunden
140°C nach 4.000 Stunden
155°C nach 2.000 Stunden
170°C nach 1.000 Stunden
185°C nach 500 Stunden
200°C nach 250 Stunden

Mindestfettmenge je Lager: 40 cm³

- 03 -
Einbaumaße zum Radblock RB 315

Schnitt A-B

Radblock antreibbar Radblock nicht antreibbar

- 04 -
Kopfanschluß KA 315
Direktanschluß als Schraubverbindung (Walzprofil, Schweißkonstruktion usw.)

max. 25
Anschlußkon
struktion

Einzelheit “A“

Sicherungsschraube Anziehdrehmoment
M 16 x 45 330 Nm
1 Satz Befestigungselemente für
Kopfanschluß KA 315 besteht aus:
Spannstift

8 Sicherungsschrauben M 16 x 45, 10.9


8 Spannstiften 18.5 x 1 x 14
Bestellbeispiel:
1 Satz KA 315
Montageablauf

Die Anschlußmöglichkeit 1 erfordert eine genaue Übereinstimmung der Bohrbilder im Radblock und
der Anschlußkonstruktion.
Um Lagefehler und damit vorzeitigen Verschleiß der Laufräder zu vermeiden, müssen die
Anschraubflächen mit den dazugehörigen Bohrungen am System genau ausgerichtet sein.
Ist ein genaues Herstellen der Befestigungsbohrungen am System nicht möglich, kann die
Befestigung nach Anschlußmöglichkeit 2 erfolgen

Anschlußmöglichkeit 1
1. Gebohrte Anschlußkonstruktion auf Radblock legen.
2. Spannstifte 18.5 x 1 x 14 einschlagen.
3. Sicherungsschrauben M 16 x 45 einschrauben.
4. Schrauben mit Drehmomentschlüssel anziehen (Drehmoment 330 Nm).

Anschlußmöglichkeit 2
1. Gebohrte Anschlußkonstruktion auf den Radblock legen.
2. Sicherungsschrauben M 16 x 45 einschrauben.
3. Radblock am System genau ausrichten, um Lagefehler und damit vorzeitigen Verschleiß der
Laufräder zu vermeiden. Das Ausrichten kann über alle bearbeiteten Seitenflächen des
Radblockes erfolgen.
4. Sicherungsschrauben mit Drehmomentschlüssel anziehen (Drehmoment 330 Nm).
5. Spannstifte Ø 8 nach DIN 1481 verbohren und einschlagen, jedoch nicht im Bereich “X” der
Verbindungsschrauben.

- 05 -
Wangenanschluß WA 315
Seitliche Anschlußmöglichkeit für niedrig bauende Konstruktionen

Anschlußmöglichkeit 1:
Anschlußkonstruktion ist von beiden Seiten zugänglich

Anschlußkonstruktion

Bohrung nur bei angetriebenen


Radblöcken RBA erforderlich

Bohrung nur wenn


Nachschmierung erforderlich

Anschlußmöglichkeit 2:
Anschlußkonstruktion bzw. Hohlprofil ist von innen nicht zugänglich

Anschlußkonstruktion

Bohrung nur bei angetriebenen


Radblöcken RBA erforderlich

Bohrung nur wenn


Nachschmierung erforderlich
(Schmier-leitung von innen
anbringen)

Anschlußmöglichkeit 1: Anschlußmöglichkeit 2:
Durchgangsbohrung Ø 40H12 Sacklochbohrung Ø 40H12 x 20 tief
mit Gewinde M 20

Radblock Anschlußkonstruktion

Bundbuchse Scheibe
(Werkseitig im
Radblockgehäuse eingeklebt) Bundbuchse
Wangenanschluß bei antreib- (siehe Anschlußmöglichkeit 1)
barem Radblock RBA auf
Antriebseite WAA oder auf
Nichtantriebseite WAN möglich.
(Bei Bestellung bitte angeben)
Sicherungsschraube M 20 x 80
Anziehdrehmoment 550 Nm

Sicherungsmutter mind. 25
DIN 980 – M 20 – 10
(DIN EN ISO 7042)

- 06 -
1 Satz Befestigungselemente für Bestellbeispiel:
Wangenanschluß WA 315 besteht aus:
1 Satz WAA 315 (Wangenanschluß
4 Bundbuchsen auf Antriebseite)
4 Sicherungsschrauben M 20 x 80, 10.9
4 Sicherungsmuttern M 20 1 Satz WAN 315 (Wangenanschluß
4 Scheiben 21 auf Nichtantriebseite)

1 Satz WA 315 (Wangenanschluß an


nicht antreibbarem Radblock RBN)

Montageablauf

Die Anschlußflächen mit den Bohrungen 40H12 der Anschlußkonstruktion für den Radblock müssen
nach dem Schweißen so eben sein, daß der Radblock mit den bearbeiteten
Flächen sauber anliegt (evtl. bearbeiten).
Um Lagefehler und damit vorzeitigen Verschleiß der Laufräder zu vermeiden, müssen die
Anschlußflächen am System genau ausgerichtet werden.

Anschlußmöglichkeit 1
(Anschlußkonstruktion ist von beiden Seiten zugänglich)

1. Radblock mit den vier vom Hersteller eingeklebten Bundbuchsen in die Zentrierbohrungen
40H12 einsetzen und gegen die Anschlußkonstruktion drücken.
2. Sicherungsschrauben M 20 x 80 mittels Steckschlüssel durch die Bohrungen 40 im
Radblock durchstecken.
3. Scheiben 21 aufstecken und Sicherungsmuttern M 20 aufschrauben.
4. Sicherungsmuttern mit Drehmomentschlüssel anziehen (Drehmoment 550 Nm).

Anschlußmöglichkeit 2
(Anschlußkonstruktion ist nur von vorne zugänglich)

1. Radblock mit den vier vom Hersteller eingeklebten Bundbuchsen in die Zentrierbohrungen
40H12 einsetzen und gegen die Anschlußkonstruktion drücken.
2. Sicherungsschrauben M 20 x 80 mittels Steckschlüssel durch die Bohrungen 40 im Radblock
einschrauben.
3. Sicherungsschrauben mit Drehmomentschlüssel anziehen (Drehmoment 550 Nm).

- 07 -
Bolzenanschluß BA 315
Einbauvariante als Bolzenverbindung (Hohlprofil, Schwingen usw.)

Bohrbild für Drehmomentstütze gemäß


Herstellerangaben

* min. 3
Anschlußkonstruktion

Beidseitige Bohrung nur


bei angetriebenen
Radblöcken RBA

Distanzbolzen

Beidseitige Bohrung nur wenn


Nachschmierung erforderlich

* Bei stirnseitig angeschraubten Zusatzteilen

Obere Aufhängung Untere Abstützung

Distanzbolzen Radblock

Anschlußkonstruktion

Paßscheiben
Sicherungsring Bolzen

1 Satz Befestigungselemente für


Bolzenanschluß BA 315 besteht aus:

2 Bolzen
4 Sicherungsringen 40 x 1.75 DIN 471 Bestellbeispiel:
4 Distanzbolzen
1 Satz BA 315
16 Paßscheiben 40 x 50 x 0.5 DIN 988

Montageablauf

Um Lagefehler und damit vorzeitigen Verschleiß der Laufräder zu vermeiden, müssen die Bohrungen
40D9 zur Befestigung des Radblockes genau zueinander gebohrt und der Radblock in der
Anschlußkonstruktion genau ausgerichtet werden.

Das Einstellen der Spur und das Zentrieren des Radblocks in der Anschlußkonstruktion erfolgt durch
Wechseln der Paßscheiben auf den Distanzbolzen.

1. Paßscheibenstärken festlegen und die Distanzbolzen mit der entsprechenden Anzahl


Paßscheiben in die unteren 4 Bohrungen 40 des Radblockes einsetzen.
2. Radblock so eng wie möglich in die Anschlußkonstruktion einsetzen.
3. Anschlußkonstruktion und Radblock mit 2 Bolzen durch die oberen Bohrungen 40 verbinden.

- 08 -
Montage Zellstoffpuffer

max. 43

Gewindestift mit
PU 130 Innensechskant
Setzmutter M12

Im Lieferumfang sind enthalten: Bestellbeispiel:


1 Zellstoffpuffer Pu 130
1 Zellstoffpuffer, Gewindestift und Setzmutter

Montageablauf

1. Setzmutter M 12 von innen zur entsprechenden Bohrung führen und mit einer Schraube M 12 von
außen ins Radblockgehäuse einziehen.
2. Gewindestift M 12 in Puffer einschrauben.
3. Puffer mit Gewindestift in die Setzmutter im Radblock einschrauben.

- 09 -
Montage der Antriebswelle

Radblock

Kegelsitz

Befestigungs-
schrauben Antriebswelle
M 16 x 80

Im Lieferumfang sind enthalten: Bei Bestellung Getriebetyp, Wellenende


und Hersteller angeben.
1 Antriebswelle
2 Befestigungsschrauben Bestellbeispiel:
1 Sicherungsring bzw. Paßfeder 1 Antriebswelle 315
FV 77 DT/DV – W 50 – SEW

Montageablauf

Zur Verhinderung von Passungsrost ist die Antriebswelle galvanisch verzinkt und der Kegelsitz im
Laufrad mit Gleitlack beschichtet.

Achtung! Beschichtung des Kegelsitzes nicht beschädigen, sonst erneuern


(Molykote D 321 R dünn und gleichmäßig aufsprühen).

1. Antriebswelle ins Laufrad einstecken.


2. Befestigungsschrauben eindrehen.
3. Antriebswelle mit leichten Hammerschlägen (Aluhammer, Kupferbolzen) in Konus eintreiben und
Befestigungsschrauben mit Drehmomentschlüssel (Drehmoment 360 Nm) abwechselnd anziehen
(Vorgang wiederholen).
Bei extremen Antriebsbedingungen können die Befestigungsschrauben mit einem Drehmoment
von 410 Nm angezogen werden.
4. Antriebswelle im Bereich des Aufsteckgetriebes mit Wälzlagerfett beschichten.
5. Aufsteckgetriebe aufschieben und nach Vorschrift des Herstellers befestigen.
6. Befestigungsschrauben nach 3 bis 6 Betriebsstunden bzw. nach ca. 100 Lastwechsel mit
Drehmomentschlüssel nachziehen (Drehmoment 360 Nm).

- 10 -
Demontage der Antriebswelle

Drehmomentstütze

Radblock

Spezialabdrück-
schrauben M20

Aufsteckgetriebe

Antriebswelle

Montageablauf

Zur einfachen Demontage der Antriebswellen ist die Verwendung von zwei Stück
Spezial-Abdrückschrauben M 20 erforderlich.

1. Befestigungsschrauben lösen und entfernen (siehe Abbildung “Montage der Antriebswelle”).


2. Aufsteckgetriebe an der Drehmomentstütze lösen und von der Antriebswelle abziehen.
3. Spezial-Abdrückschrauben M 20 mit einem Innensechskantschlüssel in das Laufrad eindrehen
(Gewinde und Schraubenspitze einfetten). Durch abwechselnd gleichmäßiges Erhöhen des
Drehmoments der beiden Abdrückschrauben wird die Antriebswelle aus dem Konus gedrückt.

- 11 -
Montage und Demontage des Zentralantriebs
Einzelheit “A“ Einzelheit “B“

Spannhülse Ø8 Spannhülse Ø8

“A“ bzw. “B“

Verlängerte Kupplung (5) Verbindungs- Antriebswelle (3)


Antriebswelle (2) welle (4)

Verbindungswelle (4) mit


aufgeschobenen Kupplungen (5)

Im Lieferumfang sind enthalten:


Bei Bestellung Getriebetyp, Zahnwellenprofil,
1 Antriebswelle verlängert Hersteller und Spurmittenmaß L angeben.
1 Antriebswelle
4 Befestigungsschrauben Bestellbeispiel:
2 Kupplungen mit Spannhülsen 1 Zentralantrieb 315
1 Verbindungswelle FV 77 DT/DV – W 50 – SEW – 2000

Montageablauf

1. Antriebswellen (2) und (3) nach Anleitung “Montage der Antriebswelle” einbauen.
2. Antriebswellen und Verbindungswelle im Bereich des Aufsteckgetriebes und der Kupplungen mit
Wälzlagerfett beschichten.
3. Aufsteckgetriebe aufschieben und nach Vorschrift des Herstellers befestigen.
4. Kupplungen (5) beidseitig auf die Verbindungswelle (4) schieben.
5. Verbindungswelle (4) mit den Kupplungen (5) zwischen die Antriebswellen (2) und (3) setzen und
die Kupplungen zur Hälfte auf die Antriebswellen schieben.
6. Kupplungen durch Einschlagen von jeweils einer bzw. zwei Spannhülsen 8 sichern.

- 12 -
Demontage des Radblocks

Kopfseite Montageschrauben
M 16 x 40

Leichte
Hammer-
schläge
(beidseitig)

Verbindungs-
schrauben

Schraubstock

Montageablauf

1.1 Radblock am Radkörper in einen stabilen Schraubstock fest einspannen. (Backenbreite mind.
180 mm).
1.2 Ist kein geeigneter Schraubstock vorhanden oder sind die Räder ohne Spurkranz, Radblock auf
die Kopfseite auflegen.
2. Vier Verbindungsschrauben lösen und entfernen.
3. Vier Schrauben M 16 x 40 stirnseitig in eine Gehäusehälfte ca. 20 mm tief eindrehen.
4. Durch leichte abwechselnde Hammerschläge auf die vier Montageschrauben werden die
Gehäusehälften voneinander getrennt.
Sobald ein Spalt zwischen den beiden Gehäusehälften entsteht, kann das Radblockgehäuse
zusätzlich mit einem großen Schraubendreher oder mit einem Montiereisen auseinander-
gedrückt werden.
5. Gehäusehälften (1) von den Pendelrollenlagern abziehen.
6. Dichtscheiben (11) aus den Gehäusehälften entfernen.
7. Pendelrollenlager (10) mit einem dreiarmigen Abzieher von den Naben des Laufrades (7) bzw.
(8) abziehen. Dabei sollen die Abzughaken des Abziehers zwischen Lager (10) und
Dichtscheibe
(9) eingesetzt werden.

Falls erforderlich, Laufrad, Wälzlager und Dichtscheiben erneuern.

- 13 -
Montage des Radblocks
Montageablauf

1. Laufrad (7) bzw. (8) waagerecht auflegen.


2. Innere Dichtscheibe (9) mit nach oben gewölbtem Außendurchmesser aufsetzen.
3. Pendelrollenlager (10) aufdrücken.
4. Laufrad umdrehen und Montage auf der anderen Nabenseite wie unter 2. und 3..
5. Eine Gehäusehälfte (1.1) auf die Wangenanschlußfläche auflegen.
6. 4 Spannstifte 28 x 50 (2) eindrücken bzw. einschlagen, falls noch nicht montiert.
7. Äußere Dichtscheibe (11.1) mit nach oben gewölbtem Innendurchmesser einlegen.
8. Pendelrollenlager mit Laufrad in die Gehäusebohrung einsetzen.
9. Äußere Dichtscheibe (11.2) mit nach oben gewölbtem Außendurchmesser auf das
Pendelrollenlager legen.
10. Zweite Gehäusehälfte (1.2) auf das Pendelrollenlager schieben, bis die Gehäusehälften die
Spannstifte berühren.
11. Obere Gehäusehälfte (1.2) mit Kunststoff- bzw. Aluhammer durch Schläge im Bereich der
Spannstifte einschlagen oder mit Montagepresse einpressen.
12. 4 Verbindungsschrauben M 16 x 160 montieren (3, 4, 5).
Achtung! Auf richtige Lage der Tellerfeder (4) unter dem Schraubenkopf achten.
13. Sechskantschraube (3) mit Drehmomentschlüssel anziehen (Drehmoment 260 Nm).
14. Beide Pendelrollenlager über die vorhandenen Schmiernippel (6) abschmieren, bis Fett an den
Dichtscheiben austritt.
Laufrad während des Abschmiervorganges drehen.

- 14 -
Die Radblöcke mit Spezialabdichtung bzw. für höhere Temperaturen werden wie vorher beschrieben
montiert, jedoch anstatt der Kunststoffdichtscheiben werden Nilosringe (Metalldichtungen) und
Schutzscheiben aus Stahl (Teil 16 - 19) eingebaut.

Anschließend Wälzlager mit Mehrzweck– bzw. Hochtemperaturfett abschmieren.

- 15 -
RBA 315

RBN 315 Spezialabdichtung


Höhere Temperaturen

10

18

19

- 16 -
Einzelteile RB 315

Teil Nr. Stückzahl Bezeichnung Artikel-Nr.


1 2 Gehäusehälfte RB 315, GGG 40
2 4 Spannstift 28 x 50, DIN 1481, 55 Si 7
3 4 Sechskantschraube M 16 x 160, DIN 931, 10.9
4 4 Tellerfeder 31.5 x 16.3 x 2
5 4 Sicherungsmutter M 16, 10
6 2 Schmiernippel
7 1 Laufrad RBA 315, GGG – 70
8 1 Laufrad RBN 315, GGG – 70
9 2 Dichtscheibe, innen, POM
10 2 Pendelrollenlager 222 18
11 2 Dichtscheibe, außen, POM
12 2 Befestigungsschraube M 16 x 80, 12.9
13 1 Antriebswelle
14 1 Sicherungsring
15 1 Paßfeder
16 2 Schutzscheibe, innen, C 45
17 2 Nilosring 222 18 AV
18 2 Nilosring 222 18 IV
19 2 Schutzscheibe, außen, C 45

- 17 -
Zentralantrieb RB 315

Einzelheit “A“ Einzelheit “B“

“A“ bzw. “B“

Spurmittenmaß L

- 18 -
Einzelteile Zentralantrieb RB 315

Teil Nr. Stückzahl Bezeichnung Artikel-Nr.


1 4 Befestigungsschraube M16 x 80, 12.9
Pos. 2-6 passend für Getriebe:
AF06 / AFM06, Fa. Mannesmann Dematic
2 1 Verlängerte Antriebswelle W45 x 2 x 21
3 1 Antriebswelle W45 x 2 x 21
4 1 Verbindungswelle W45 x 2 x 21
(Spurmittenmaß L angeben)
5 2 Kupplung N45 x 2 x 21
6 2 Spannhülse 8 x 60, DIN 1481

- 19 -
Änderungen im Zuge der technischen Weiterentwicklung vorbehalten!

Aus den Angaben, Abbildungen und Beschreibungen dieser Betriebsanleitung können daher keine
Ansprüche hergeleitet werden.

© 2004 KARL GEORG Stahlherstellungs- u. Verarbeitungs GmbH

Nachdruck, Vervielfältigung oder Übersetzung, auch auszugsweise, ist ohne vorherige schriftliche
Genehmigung der KARL GEORG Stahlherstellungs- u. Verarbeitungs GmbH nicht gestattet. Alle
Rechte nach dem Gesetz über das Urheberrecht bleiben der KARL GEORG Stahlherstellungs- u.
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