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DIN EN 680:2006-03

Nationales Vorwort
Dieses Dokument (EN 680:2005) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 177 „Vorgefertigte bewehrte
Bauteile aus Porenbeton oder haufwerksporigem Leichtbeton“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom DIN
(Deutschland) gehalten wird.

Für die deutsche Mitarbeit ist der Arbeitsausschuss NABau 07.09.00 „Porenbeton und haufwerksporiger
Leichtbeton“ im Normenausschuss Bauwesen (NABau) verantwortlich.

Änderungen
Gegenüber DIN EN 680:1994-02 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a) Austrocknungsbedingungen der Probekörper sind definiert worden;
b) Vor Beginn der Schwindmessung wurde eine Luftlagerung zur Vergleichsmäßigung des Feuchtegehaltes
im Probekörper eingeführt;
c) Der Gesamtwert des Trocknungsschwindens wurde neu aufgenommen.

Frühere Ausgaben
DIN EN 680: 1994-02
DIN 4223: 1958-07

2
EUROPÄISCHE NORM EN 680
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE Dezember 2005

ICS 91.100.30 Ersatz für EN 680:1993

Deutsche Fassung

Bestimmung des Schwindens von dampfgehärtetem Porenbeton

Determination of the drying shrinkage of autoclaved Détermination du retrait de séchage du béton cellulaire
aerated concrete autoclavé

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 26. Oktober 2005 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-
Zentrum mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der
Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2005 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 680:2005 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
EN 680:2005 (D)

Inhalt

Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................3
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................4
2 Normative Verweisungen ......................................................................................................................4
3 Kurzbeschreibung .................................................................................................................................4
4 Geräte......................................................................................................................................................4
5 Probekörper............................................................................................................................................5
5.1 Probe .......................................................................................................................................................5
5.2 Form und Größe der Probekörper........................................................................................................5
5.3 Anzahl der Probekörper ........................................................................................................................5
5.4 Herstellung der Probekörper ................................................................................................................6
5.5 Bestimmung der Maße der Probekörper und Ermittlung ihres Volumens ......................................6
5.6 Konditionierung der Probekörper ........................................................................................................6
6 Durchführung der Prüfung ...................................................................................................................7
6.1 Trocknung bei einem Klima von (20 ± 2) °C und (45 ± 5) % relativer Luftfeuchte und
Bestimmung der Längenänderungen und Änderungen der Masse .................................................7
6.2 Trocknen der Probekörper bei (105 ± 5) °C.........................................................................................7
7 Prüfergebnisse.......................................................................................................................................7
7.1 Berechnung der relativen Längenänderung .......................................................................................7
7.2 Berechnung des Feuchtegehalts .........................................................................................................8
7.3 Bestimmung des konventionellen Referenzwertes des Trocknungsschwindens..........................8
7.4 Bestimmung des Gesamtwertes des Trocknungsschwindens ........................................................8
7.5 Berechnung der Trockenrohdichte......................................................................................................9
8 Prüfbericht..............................................................................................................................................9

2
EN 680:2005 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (EN 680:2005) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 177 „Vorgefertigte bewehrte
Bauteile aus Porenbeton oder haufwerksporigem Leichtbeton“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom DIN
gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Juni 2006, und etwaige entgegenstehende nationale
Normen müssen bis Juni 2006 zurückgezogen werden.

Dieses Dokument ersetzt EN 680:1993.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland,
Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische
Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

3
EN 680:2005 (D)

1 Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm legt ein Verfahren fest zur Messung der relativen Längenänderungen infolge
Austrocknung (Trocknungsschwinden) von dampfgehärtetem Porenbeton, der nach EN 771-4 oder
prEN 12602 hergestellt wird. Die nach diesem Verfahren bestimmten Schwindkennwerte sind die folgenden:
Der konventionelle Referenzwert des Trocknungsschwindens ist die relative Längenänderung zwischen zwei
festgelegten Feuchtegehalten. Der Gesamtwert des Trocknungsschwindens ist die relative Längenänderung
infolge Austrocknung vom wassergesättigten Zustand bis zum Erreichen konstanter Länge unter festgelegten
klimatischen Bedingungen. Um anders festgelegte nationale Anforderungen zu erfüllen, dürfen auch andere
Kennwerte für das Trocknungsschwinden zwischen anderen Parametern bestimmt werden.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieser Europäischen Norm erforderlich. Bei
datierten Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die
letzte Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

EN 678, Bestimmung der Trockenrohdichte von dampfgehärtetem Porenbeton

EN 771-4, Festlegungen für Mauersteine — Teil 4: Porenbetonsteine

prEN 12602, Vorgefertigte bewehrte Bauteile aus dampfgehärtetem Porenbeton

3 Kurzbeschreibung
Prismatische Probekörper werden aus Produkten einer neuen Fertigung herausgeschnitten. Zur
Konditionierung werden sie für eine Dauer von mindestens 72 h in Wasser von (20 ± 2) °C gelegt und dann
für eine Dauer von (24 ± 2) h eingehüllt in Plastikfolie gelagert. Anschließend werden sie an der Luft bei
(20 ± 2) °C und (45 ± 5) % relativer Luftfeuchte gelagert, bis konstante Länge erreicht ist (Trocknungszeit
unter den Referenzbedingungen für die Schwindlagerung).

Am Ende der Konditionierungszeit sowie in geeigneten Zeitabständen während der Trocknungszeit werden
die Längenänderungen und die Masse der Probekörper bestimmt.

Schließlich werden die Probekörper bei (105 ± 5) °C bis zum Erreichen der Massenkonstanz getrocknet, um
die Trockenrohdichte des Porenbetons zu bestimmen und die Berechnung des Feuchtegehalts der
Probekörper bei jedem Messtermin aus der Differenz der Masse im jeweiligen Feuchtezustand und der Masse
im trockenen Zustand zu ermöglichen.

Es wird ein Diagramm aufgezeichnet, das den Zusammenhang zwischen der relativen Längenänderung und
dem Feuchtegehalt darstellt, und an Hand der Linie wird der konventionelle Referenzwert des
Trocknungsschwindens, cs,ref, als die relative Längenänderung zwischen den beiden massenbezogenen
Feuchtegehalten 30 % und 6 % bestimmt.

Wird der Gesamtwert des Trocknungsschwindens benötigt, ist auch die relative Längenänderung der
Probekörper ab dem Ende der Konditionierungszeit bis zum Erreichen konstanter Länge unter den
Referenzbedingungen für die Schwindlagerung bei (20 ± 2) °C und (45 ± 5) % relativer Luftfeuchte zu
bestimmen.

4 Geräte
a) eine Säge mit rotierendem Karborundum- oder diamantbestücktem Blatt oder ein anderes Gerät zum
Herausschneiden der Probekörper;

b) eine Waage, mit der es möglich ist, die Masse der Probekörper auf 0,1 % zu bestimmen;

c) ein Messschieber, mit dem es möglich ist, die Maße der Probekörper auf 0,1 mm zu messen;

4
EN 680:2005 (D)

d) ein Behälter zur Lagerung der Probekörper unter Wasser;

e) ein Raum oder ein Schrank mit Temperatur- und Feuchteregelung, der eine Temperatur von (20 ± 2) °C
und eine relative Luftfeuchte von (45 ± 5) % halten kann, zur Lagerung der Probekörper während der
Trocknungsphase und zur Durchführung der Messungen zur Bestimmung der Längenänderungen (siehe
Anmerkung);

f) ein Messgerät (Komparator) zum Messen der Längenänderungen der Probekörper.

Jedes geeignete Messgerät darf verwendet werden, wenn die folgenden Anforderungen erfüllt sind:

Längenänderungen sind in der Längsachse der Probekörper zu messen.


Ein formschlüssiger Kontakt mit den in der Mitte der Stirnflächen der Probekörper angebrachten
Messmarken muss hergestellt werden.
–5
Messungen sind mit einer Messunsicherheit von L/L ! 10 durchzuführen, wobei L die
Längenänderung der Messstrecke und L die Ausgangslänge der Probekörper zwischen den
Messmarken sind.
Messgerät, das über einen genügend großen Messbereich verfügen muss, um Abweichungen der
Istlänge der verschiedenen Probekörper zuzulassen.
Es muss die Möglichkeit bestehen, das Messgerät an jedem Messtermin mit Hilfe einer invariablen
Referenzstrecke abzugleichen.

g) Messmarken, die an den Stirnflächen der Probekörper anzubringen sind, und die aus korrosions-
beständigem Metall hergestellt und so geformt sind, dass ein zuverlässiger formschlüssiger Kontakt mit
dem verwendeten Messgerät sichergestellt ist;

h) ein belüfteter Trockenschrank, der eine Temperatur von (105 ± 5) °C halten kann.

ANMERKUNG Der Raum nach e) braucht nicht unbedingt Feuchte geregelt zu sein. Die Probekörper dürfen während
der Austrocknungsphase alternativ auch in einem geschlossenen Behälter unter den festgelegten klimatischen
Bedingungen gelagert werden. Für die Referenzbedingungen kann die geforderte relative Luftfeuchte von (45 ± 5) % im
Behälter mit Hilfe gesättigter Pottaschelösung (KCO3) erreicht werden.

5 Probekörper

5.1 Probe

Die Probe für die Herstellung der Probekörper ist so zu entnehmen, dass sie repräsentativ für die zu
untersuchende Produktion ist.

Im Falle vorgefertigter bewehrter Bauteile werden die Probekörper aus den Bauteilen selbst hergestellt.
Alternativ dürfen sie auch aus vorgefertigten unbewehrten Bauteilen aus der gleichen Gießform entnommen
werden.

5.2 Form und Größe der Probekörper

Als Probekörper sind Prismen mit einem Querschnitt von 40 mm × 40 mm und einer zur Länge der
Messeinrichtung passenden Länge, jedoch nicht kürzer als 160 mm, zu verwenden.

5.3 Anzahl der Probekörper

Die entweder aus vorgefertigten bewehrten Bauteilen, aus vorgefertigten unbewehrten Bauteilen aus
derselben Gießform oder aus unbewehrten Mauersteinen entnommene Prüfserie muss aus drei Probekörpern
bestehen.
Wenn irgend möglich, ist jeweils ein Probekörper aus dem oberen Drittel, einer aus dem mittleren und einer
aus dem unteren Drittel des Bauteils oder des Mauersteins, bezogen auf die Treibrichtung der Masse bei der
Fertigung, herzustellen (siehe Bild 1).

5
EN 680:2005 (D)

Legende
1 Treibrichtung

Bild 1 — Entnahmeschema

5.4 Herstellung der Probekörper


Die Probekörper sind mit einem rotierenden Karborundumblatt oder einem anderen Gerät herauszu-
schneiden. Sie dürfen keinerlei Bewehrung enthalten. Alle Flächen müssen eben und sauber sein.

Die Längsachse von Probekörpern, die aus einem bewehrten Bauteil oder aus einem unbewehrten Bauteil
aus derselben Gießform entnommen werden, muss rechtwinklig zur Treibrichtung und vorzugsweise in
Längsrichtung des Bauteils sein. Die Längsachse von Probekörpern, die aus unbewehrten Porenbeton-
Erzeugnissen entnommen werden, muss rechtwinklig zur Treibrichtung und vorzugsweise in vertikaler
Richtung des Elements, die der Höhe des Elements entspricht, sein.

Die Probekörper dürfen auch aus Proben hergestellt werden, die vorher für andere Prüfungen verwendet
worden sind, wenn sie mindestens 150 mm entfernt von Bereichen mit sichtbaren Schäden oder
Abweichungen von der üblichen Struktur oder dem üblichen Erscheinungsbild entnommen werden.

In der Mitte der Stirnflächen der Probekörper sind Messmarken nach 4g) unter Verwendung eines Klebers in
einer solchen Weise fest anzubringen, dass der Kleber das Messergebnis nicht beeinflusst.

ANMERKUNG Zur Bestimmung des Feuchtegehalts des Porenbetons nach 7.2 muss die Masse der Messmarken
und ihrer Befestigung (Kleber) bekannt sein.

5.5 Bestimmung der Maße der Probekörper und Ermittlung ihres Volumens
Die Ausgangsmaße der Probekörper sind auf 0,1 mm mit Hilfe eines Messschiebers zu messen.

Breite und Dicke sind - zwischen den Längsachsen gegenüberliegender Längsseiten - in der Nähe der Enden
und in halber Länge zu messen.

Die Länge L ist entlang der Längsachsen zweier gegenüberliegender Längsseiten zu messen.

Das Volumen V der Probekörper ist durch Multiplikation der Mittelwerte der gemessenen Dicken, Breiten und
Längen zu berechnen.

5.6 Konditionierung der Probekörper


Nach ihrer Herstellung sind die Probekörper durch eine mindestens 72 h dauernde Wasserlagerung bei
(20 ± 2) °C mit Feuchte zu sättigen. Hierzu sind sie während der ersten 24 h mit einem Drittel ihrer Dicke,
während der zweiten 24 h mit zwei Dritteln ihrer Dicke und während der letzten 24 h vollständig unter Wasser
zu lagern. Anschließend sind die Probekörper bei dieser Temperatur 24 h in Plastikfolie eingehüllt zu lagern,
um eine gleichmäßige Feuchteverteilung zu erreichen.

6
EN 680:2005 (D)

6 Durchführung der Prüfung

6.1 Trocknung bei einem Klima von (20 ± 2) °C und (45 ± 5) % relativer Luftfeuchte und
Bestimmung der Längenänderungen und Änderungen der Masse

Um fehlerhafte Ablesungen auf Grund von Verschmutzungen zu vermeiden, sind die Messmarken vor jeder
Messung sorgfältig abzuwischen.

Die erste Ablesung der Messstrecke, Lc0, und der invariablen Referenzstrecke, Linv,0, und die erste
Bestimmung der Masse, m0 der Probekörper ist nach der Konditionierung nach 5.6 durchzuführen.

Anschließend sind die Probekörper durch Lagerung an der Luft bei (20 ± 2) °C und einer relativen Feuchte
von (45 ± 5) % allmählich auszutrocknen. Während dieser Zeit sind sie mit genügend gegenseitigem Abstand
auf einem Rost zu lagern, um eine ausreichende Luftbewegung um die Probekörper herum zu ermöglichen.

Um das Bild 2 graphisch darzustellen sind mindestens fünf Ablesungen der Messstrecke, der invariablen
Referenzstrecke und zugehörige Massenbestimmungen der Probekörper in geeigneten Zeitabständen
vorzunehmen.

Bei Bedarf kann zusätzlich zu dem konventionellen Referenzwert des Trocknungsschwindens das gesamte
Trocknungsschwinden ermittelt werden, indem die Längenänderung vom Anfang bis zum Ende der
Referenzbedingung für die Schwindlagerung und dem Zeitpunkt bestimmt wird, in dem die Probekörper bei
20 °C und 45 % relativer Luftfeuchte konstante Länge erreicht haben.

Die letzten Ablesungen der Messstrecken und die zugehörigen Wägungen sind durchzuführen

nach 21-tägiger Lagerung in dem festgelegten Standardklima und

nach 28-tägiger Lagerung in dem festgelegten Standardklima.

Wenn die relative Längenänderung zwischen 21 und 28 Tagen um mehr als 0,02 mm/m zunimmt, ist die
Schwindlagerung fortzusetzen, und es sind zusätzliche Messungen und Wägungen vorzunehmen, bis die
Zunahme der Längenänderung innerhalb von 7 Tagen diesen Wert nicht mehr überschreitet.

6.2 Trocknen der Probekörper bei (105 ± 5) °C


Zur Bestimmung der Trockenrohdichte und des Feuchtegehalts des Porenbetons sind die Probekörper nach
Beendigung der Schwindprüfung zu trocknen. Hierzu sind sie in einem belüfteten Trockenschrank bei
(105 ± 5) °C bis zum Erreichen der Massenkonstanz zu lagern. Unmittelbar nach dem Herausnehmen aus
dem Trockenschrank ist die Masse der einzelnen Probekörper zu bestimmen. Die Masse der Probekörper
wird als konstant betrachtet, wenn sie sich nach weiterem 24-stündigen Trocknen um nicht mehr als 0,2 %
geändert hat. Anschließend sind die Messmarken abzulösen, und die Masse der einzelnen Probekörper ist
erneut zu bestimmen.

7 Prüfergebnisse
7.1 Berechnung der relativen Längenänderung

Die relative Längenänderung, ! csi , in Millimeter je Meter, zwischen dem Zeitpunkt t0 und dem Zeitpunkt ti wird
wie folgt berechnet:

Lc ( Lc 0 # Lci ) # ( Linv,0 # Linv,i ) (1)


! csi $ " 1 000 " 1 000
Lc Lc

7
EN 680:2005 (D)

Dabei ist

L die Änderung der Messlänge nach 6.1 (erster Messwert am Probekörper am Ende der
Konditionierungszeit, Lc0, minus Messwert am Probekörper, Lci, zum Zeitpunkt ti, minus
Längenänderung des Messgeräts, Linv,0 Linv,i, zwischen dem Zeitpunkt t0 und dem Zeitpunkt ti, in
Millimeter;

Lc die Ausgangslänge des Probekörpers zwischen den Messmarken, in Millimeter (Mittelwert der
beiden Längemessungen nach 5.5);

Lc0 die Messgeräteablesung am Probekörper zum Zeitpunkt t0 (am Ende der Konditionierungszeit);

Lci die Messgeräteablesung am Probekörper zum Zeitpunkt ti;;

Linv,0 die Messgeräteablesung an der invariablen Referenzstrecke zum Zeitpunkt t0;

Linv,i die Messgeräteablesung an der invariablen Referenzstrecke zum Zeitpunkt ti.

Die relative Längenänderung jedes einzelnen Probekörpers und der Mittelwert zu jedem Messzeitpunkt sind
auf 0,01 mm/m anzugeben.

7.2 Berechnung des Feuchtegehalts

Der massenbezogene Feuchtegehalt, !mi, in Prozent, zu jedem Messzeitpunkt ti wird wie folgt berechnet:

mi m d
! mi # " 100 (2)
m d mplug

Dabei ist

mi die Masse des feuchten Probekörpers zum Messzeitpunkt ti, in Kilogramm;

md die Masse des Probekörpers nach Trocknung bei (105 $ 5) °C, in Kilogramm;

mplug die Masse der Messmarken (einschließlich des Klebers), in Kilogramm.

Der massenbezogene Feuchtegehalt jedes einzelnen Probekörpers und der Mittelwert zu jedem
Messzeitpunkt sind auf 0,1 % anzugeben.

7.3 Bestimmung des konventionellen Referenzwertes des Trocknungsschwindens

Die Mittelwerte der relativen Längenänderung, %csi, und des massenbezogenen Feuchtegehalts, !mi, für jeden
Messzeitpunkt ti werden grafisch dargestellt und durch eine Kurve verbunden (siehe Bild 2).

Der konventionelle Referenzwert des Trocknungsschwindens, %cs,ref, wird an Hand der Kurve bestimmt, er
entspricht der Differenz der relativen Längenänderung %s zwischen den massenbezogenen Feuchtegehalten
!m = 30 % und !m = 6 %.

%cs,ref, ist als Mittelwert der drei Probekörper auf 0,01 mm/m anzugeben.

7.4 Bestimmung des Gesamtwertes des Trocknungsschwindens

Wenn der Gesamtwert des Trocknungsschwindens benötigt wird, ist dieser unter Verwendung von Gleichung
(1) als die relative Längenänderung zwischen dem Ende der Konditionierungszeit zum Zeitpunkt t0 und dem
Ende der Schwindlagerung zum Zeitpunkt te zu berechnen.

8
EN 680:2005 (D)

Legende
m massenbezogener Feuchtegehalt
!cs relative Längenänderung

Bild 2 — Prinzip für die Bestimmung von !cs,ref

7.5 Berechnung der Trockenrohdichte


In Analogie zu EN 678 wird die Trockenrohdichte des dampfgehärteten Porenbetons als das Verhältnis
zwischen der Masse der nach 6.2 getrockneten Probekörper (ohne Messmarken) und ihrem nach 5.5
berechneten Volumen berechnet.

8 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss folgende Angaben enthalten:

a) Bezeichnung des Produktes;

b) Datum der Herstellung oder andere Aufschlüsselung;

c) Ort der Prüfung, Prüfstelle und für die Prüfung verantwortliche Person,

d) Nummer und Ausgabedatum dieser Europäischen Norm;

e) Trockenrohdichte jedes einzelnen Probekörpers und Mittelwert;

f) relative Längenänderung, !csi, und massenbezogener Feuchtegehalt, mi , der einzelnen Probekörper und
Mittelwerte für die verschiedenen Messzeitpunkte;

g) Diagramm nach Bild 2, in dem die Mittelwerte !csi als Funktion der Mittelwerte von mi dargestellt sind;

h) konventioneller Referenzwert des Trocknungsschwindens !cs,ref;

i) falls gefordert, der Gesamtwert des Trocknungsschwindens !cs,tot;

j) erforderlichenfalls Beobachtungen bezüglich des Erscheinungsbildes der Probekörper (z. B. ungewöhn-


liche Porengrößenverteilung).