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Commentarii de Bello Gallico

De bello Gallico ist der Bericht Julius Cäsars über seinen Feldzug in Gallien. Der Krieg fand von
58 bis 50 vor Christus statt. Jedes Buch entspricht einem Kriegsjahr. Die für das jeweilige Jahr
beschriebenen Ereignisse in Gallien werden mit den gleichzeitigen Ereignissen in Rom
verglichen, soweit sie sich auf Caesars Politik beziehen.
1. Buch (58 v. Chr.)
Caesar verhindert den Zug der Helvetier durch die römische Provinz. Caesar tritt dem nach
Gallien ein dringenden Germanenkönig Ariovist und seinem Volk entgegen, zunächst in
Verhandlungen, dann in einer Entscheidungsschlacht.
2. Buch (57 v. Chr.)
Caesar marschiert gegen die Belger im Norden Galliens. Die Nervier werden vernichtend
geschlagen.
3. Buch (56 v. Chr.)
Caesar gelingt ein Seesieg gegen die Veneter. Aquitanien wird unterworfen.
4. Buch (55 v. Chr.)
Die rechtsrheinischen germanischen Usipeter und Tenceter, die den Rhein überschritten haben,
werden besiegt. Zur Abschreckung überschreitet Caesar den Rhein. In der zweiten Jahreshälfte
erfolgt die erste Überfahrt nach Britannien.
5. Buch (54 v. Chr.)
Caesar unternimmt die zweite Britannienexpedition. Beim Aufstand der Eburonen unter
Ambiorix werden eine Legion und 5 Kohorten vernichtet; eine weitere eingeschlossene Legion
kann Caesar befreien.
6. Buch (53 v. Chr.)
Caesar überquert den Rhein ein zweites Mal, um die Suebes einzuschüchtern, die die Gallier
bedrohen. P. Clodius kommt mit Caesar zu einer Einigung, um den Obdachlosen
Getreideschenkungen zu geben. Der Rückruf von Cicero auf Betreiben von Pompeius findet
statt. Ein Vorschlag der Tribüne P. Rutilius Lupus zur Abschaffung des julianischen
Agrargesetzes, mit dem Caesar die Gunst des Volkes sichern wollte, kommt zustande. Caesar,
Pompeius und Crassus erneuern ihr Triumvirat. Domitius Ahenobarbus kündigte an, dass er,
wenn er zum Konsul gewählt würde, die Provinzen von Cäsar nehmen und die Konsequenzen
tragen würde. Die Verteilung der Provinzverwaltungen erfolgt: Spanien nach Pompeius, Syrien
nach Crassus, Gallien (für weitere 5 Jahre) nach Cäsar. Catos Antrag auf das Prätorat wird
betrogen; im Senat schlägt er vor, Caesar zu fangen und den Germanen zu übergeben. Crassus
greift die Pather in Syrien an, die die gefährlichsten Feinde der Römer im Osten des Reiches
sind. In Rom wird nach einem Diktator gerufen. Der Senat erweitert Caesar das kaiserliche
Prokonsular. Die Römer sind im Krieg gegen die Parther besiegt; Der Tod von Crassus folgt.
Caesar rächt sich an den Eburones für die Angriffe auf die Winterlager.
7. Buch (52 v. Chr.)
Der gesamtgallische Aufstand unter Vercingetorix gefährdet die Erfolge Caesars in Gallien. Der
Eroberung von Avaricum steht der Misserfolg bei der bei der Belagerung von Gergovia
gegenüber. Entscheidungsschlacht bei Alesia, das von den Römern eingeschlossen ist. Die
Römer siegen gegen Vercingetorix und gegen die aus ganz Gallien versammelte Ersatzarmee.

8. Buch (51. v. Chr.)


Die endgültige "Befriedung" Galliens und die Organisation der Provinzverwaltung erfolgt. Es
kam zu innenpolitischen Krisen, weil Pompeius geheime Konsulwahlen verhindern wollte.
Kommunalwahlen wurden durch Bandenkämpfe zwischen Clodius und Milo verhindert. Nach
dem Mord an Clodius herrschte Anarchie. Pompeius wird zum Consul Sine Collega gewählt,
damit er die Ordnung wiederherstellen kann. Die Entfremdung zwischen Pompeius und Cäsar
führt zu einer zunehmenden politischen Isolation des letzteren. Konsul M. Clodius Marcellus bat
um Rückruf von Cäsar: entscheidender Anstoß für Cäsar, sich gegen Rom zu wenden. Caesar hat
ganz Gallien in seinem Prokonsulat unterworfen. In diesem Krieg soll er 800 Städte erobert und
300 Völker mit etwa drei Millionen bewaffneten Menschen besiegt haben, von denen ein Drittel
getötet wurde - ein hoher Blutpreis für die Herrschaft des Landes, in das die römische
Zivilisation dann eindrang (Romanisierung).