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Fachhochschule Mannheim

Hochschule für Technik und Gestaltung


Fachbereich Verfahrens- und Chemietechnik

Skript

zur Vorlesung

Technische Mechanik

Teil 2 Festigkeitslehre

Prof. Dr. Werner Diewald

Stand: März 2002


Inhalt

1 Einleitung ................................................................. 3

2 Zug- und Druckbeanspruchung ............................ 6

3 Biegung .................................................................... 16

4 Torsion ..................................................................... 21

5 Querkraftschub ....................................................... 25

6 Überlagerte Beanspruchung .................................. 26

7 Knickung .................................................................. 29

8 Statisch unbestimmte Systeme ............................. 31

Formelsammlung .................................................... 34

Das vorliegende Skript soll das Verfolgen der Vorlesung erleichtern. Es gibt ein Gerüst
für den Vorlesungsinhalt wieder und erspart einiges an "Kopierarbeit" des Tafel-
anschriebs.

Das Skript ersetzt keine Mitschrift, da individuell notwendige Erläuterungen und Skizzen
fehlen. Es steht auch nicht in Konkurrenz zu den Lehrbüchern der Technischen
Mechanik. Dort finden sich ausführlichere Darstellungen und zahlreichere
Übungsbeispiele zu den einzelnen Themen.

Anregungen zu Inhalt und Gestaltung senden Sie bitte an:


w.diewald@fh-mannheim.de

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 2


1 Einleitung

Aufgaben der Festigkeitslehre

→ Verteilung der Schnittlasten

→ Formänderungen von Bauteilen

→ Bauteilversagen

Beanspruchungsarten

 ) )
=XJ

)

'UXFN

)
) 6FKXE

0 %LHJXQJ

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 3


0
7RUVLRQ

.QLFNXQJ

Schnittlasten

Statik • FN Normalkraft
• FQ Querkraft
• M Biegemoment

&
& ∆F
Festigkeitslehre Spannungsvektor S =
∆A

mit den Komponenten :

• σ Normalspannungen
&
∆) steht senkrecht auf A

• τ Schubspannungen
&
∆) liegt in der Ebene von A

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 4


Formänderungen

• elastisches Verhalten
• plastisches Verhalten
• Knickung

Bauteilversagen

• Werkstoffkennwerte
• Vergleichsspannungen
• Sicherheiten

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 5


2 Zug- und Druckbeanspruchung

) ) =XJVWDE

σ σ
) )
$ $
6SDQQXQJHQ
LP,QQHUQ

F
Zugspannung σ= Vorzeichenregelung:
A
σ>0 Zug
σ<0 Druck

zulässige Spannung σ zul

F
Dimensionierung σ= ≤ σ zul
A

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 6


Zugversuch

In einer hydraulischen Prüfeinrichtung wird ein Probekörper mit Zugkräften belastet.


Dabei werden die Zugkraft und die Längenänderung der Probe gemessen.

Es gibt viele genormte Versuche zur Ermittlung von Materialkennwerten. In der


DIN EN 10002 ist z.B. der Zugversuch für metallische Werkstoffe bei Raumtemperatur
beschrieben.

Prüfbereich l0

Dehnung

) dimensionslose Dehnung

∆l
ε= l0 Ausgangslänge
D l0
∆l Längenänderung
l0
Querdehnung
∆' ∆D
εQ = D Durchmesser
D
∆O ∆D Durchmesser-
änderung

) Zusammenhang

− εQ
ν= Querdehnzahl
ε
ν = 0,3 (Stahl)

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 7


Versuchsergebnis für unlegierten Stahl

Rm
)
σ=
$
Re

σ = ( ⋅ ε
∆O
ε =
O
HODVWLVFKHU SODVWLVFKHU
%HUHLFK %HUHLFK

Rm Zugfestigkeit

Re Elastizitätsgrenze

E Elastizitätsmodul (E-Modul)

Zahlenwerte (Anhaltswerte)

Material Rm in N/mm² Re in N/mm² E in N/mm² ρ in kg/m³


unlegierte Stähle 340 - 570 235 - 335 210.000 7.850
rostfreie Stähle 460 - 730 180 - 210 210.000 7.850
Einsatzstähle 700 - 1100 400 - 800 210.000 8.100
Messing 400 200 100.000 8.500
Kupfer 220 100 120.000 8.740
Aluminiumlegierung 140 - 440 110 - 290 65.000 2.750
Titanlegierung 900 - 1.100 800 - 1.000 110.000 4.430
PP 30 15 1000 1.100
PVC 60 50 3.000 1.400
GFK 90 - 75.000 1.450
CFK 750 - 140.000 1.450
Holz 40 - 240 - 10.000 500
Beton 50 (nur für Druck) - 30.000 2.380
Glas 80 - 80.000 3.000

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 8


Zulässige Beanspruchung

Alle Unsicherheiten werden in einem Faktor für die Sicherheit S berücksichtigt.

5P
Dimensionierung gegen Bruch σ ]XO =
6
S = 2 ... 4

5H
Dimensionierung gegen Verformung σ ]XO =
6
S = 1,3 bis 3

Elastisches Verhalten

σ = (⋅ε HOOKEsches Gesetz

(⋅$
)= ⋅ ∆O Formänderung eines Zugstabes ("Federgesetz")
O

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 9


Beispiel: Längenänderung unter Eigengewicht

dx
l
x

ρ ⋅ g ⋅ l2
∆l =
∆l 2 ⋅E

Beispiel: statisch unbestimmtes System

l l
α

a 1 2 a 1 2
3
α α α α

e e
F F

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 10


Statisches Kräftegleichgewicht:

F
F1 = F2 = = 0,58 F F1 = F2
2 ⋅ sin α
F3 = F – 2 F1 ⋅ sinα

F ⋅ (sin α )
2
F1 = F2 = = 0,33 F
2 ⋅ (sin α ) + 1
3

F
F3 = = 0,43 F
2 ⋅ (sin α ) + 1
3

Verformung:

F⋅a F⋅a
e=
2 ⋅ E ⋅ A ⋅ (sin α )
3 e=
(
E ⋅ A ⋅ 2 ⋅ (sin α ) + 1
3
)

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 11


Wechselfestigkeit

σ Mittelspannung σm

σ o − σu
Spannunsamplitude σa =
σo 2
σm
σu
t

Wöhlerdiagramm σa
σm = const.

Ausschlagfestigkeit σA
σA
N
103 104 105 106 107 108

Dauerfestigkeitsschaubild σD

σA

σA
Dauerfestigkeit σD
σm

σm

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 12


Kerbwirkung

Durch die Geometrie von Bauteilen können die mechanischen Spannungen lokal erhöht
werden.

σK  σK = αK ⋅ σN

 αK Formzahl
σN

Druckbelastung

→ Im elastischen Bereich Analogie zur Zugbelastung


→ Bei schlanken Bauteilen zusätzlich Berechnung auf Knickung erforderlich

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 13


Zugspannungen durch Fliehkräfte

Beispiel rotierender dünner Ring


 Fliehkraft
∆F = ∆m⋅r⋅Ω²
Ω $ $
σ σ
∆ϕ ∆ϕ
U

Zugspannung σ = ρ ⋅ r 2 ⋅ Ω2 unabhängig von der


konstruktiven Gestaltung

Beispiel rotierender Stab

l

1
Zugspannung σ= ⋅ ρ ⋅ l2 ⋅ Ω 2
2

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 14


Wärmespannungen

Wenn sich die Temperatur erhöht, dehnen sich Bauteile aus.

Wird diese Ausdehnung behindert, ergeben sich große Kräfte und sehr hohe
Spannungen.

ε T = α ⋅ ∆T Dehnung infolge einer Temperaturdifferenz ∆T

α Wärmeausdehnungskoeffizient

Zahlenwerte: (Anhaltswerte)

Material α in 10-6 K-1


unlegierter Stahl 12
Edelstahl 16
Aluminium 24
Kupfer 17
Messing 20
PP 180
PVC 70
Glas 5
Quarzglas 0,5
Beton 10
Holz 4

Behinderte Wärmedehnung

∆T

A, E, α

σ = ( ⋅ α ⋅ ∆7 unabhängig von der Bauteilgeometrie

) = $ ⋅ ( ⋅ α ⋅ ∆7 unabhängig von der Länge des Bauteils

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 15


3 Biegung

0 0 %DONHQXQWHU
%LHJHEHODVWXQJ

Spannungsverteilung

QHXWUDOH)DVHU

σ [
0 
$
[


• σ [ = & ⋅ [ Annahme: lineare Verteilung der Spannungen

• ∫ σ ⋅ G$ =  keine axialen Belastungen des Balkens


$

• ∫ σ ⋅ [ ⋅ G$ = 0 resultierendes Biegemoment als Schnittgröße


$

0
→ σ [ = ⋅[ mit Ι = ∫ [  ⋅ G$ Flächenmoment
Ι $

Dimensionierung

0 Ι
σ= ≤ σ ]XO mit := Widerstandsmoment
: [PD[

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 16


Beispiel: Rechteck


] Ι y = ∫ z 2 dA Ι z = ∫ y 2dA
A A

6 \
K

b ⋅ h3 b3 ⋅ h
Ιy = Ιz =
12 12

E b2 ⋅ h
b ⋅ h2
Wy = Wz =
6 6

Beispiel: Dreieck


z Ι y = ∫ z 2 dA Ι z = ∫ y 2 dA
A A

h
6 y
b ⋅ h3 b ⋅ h3
Ιy = Ιz =
36 48

b b ⋅ h2
Wy =
24

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 17


Beispiel: Kreis


] π 4
 Ιy = Ιz = ⋅d 
64
\ 
π 3
 Wy = Wz = ⋅d 
32

G

Verschiebung des Koordinatensystems


]
Ι \ = ∫ ] ⋅ G$ 
$

\ 
∫ (] + D ] )

 Ι\ = ⋅ G$ 
$
az 

y* 


 Ι \ = Ι \ + D ] ⋅ $ 


Verschiebungssatz
QDFK67(,1(5

"Flächenmomente um Schwerpunktsachsen
sind immer Minimalwerte"

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 18


Durchbiegung von Balken

0  σ [ 0
$
x


0
σ [ = ⋅[ Spannungsverteilung
Ι
σ = (⋅ε HOOKEsches Gesetz

ε 0
=
[ (⋅Ι

G Z 0
−  = Differentialgleichung der Biegelinie
G\ (⋅Ι

%HLVSLHOIUHLQH5DQGEHGLQJXQJ

0\0

Z \

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 19


Superposition

Die Gleichungen für die Biegelinien von Balken sind lineare Gleichungen und erlauben
somit die Überlagerung von Lösungen.

F1 F2

F1

 F2

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 20


4 Torsion

Schubspannungsverteilung bei Kreisquerschnitten

τT(r)

MT

• τ U = & ⋅ U Annahme: lineare Verteilung der Spannungen

• ∫ τ ⋅ G$ =  keine Querkräfte in der Welle


$

• ∫ τ ⋅ r ⋅ dA = MT resultierendes Torsionsmoment als Schnittgröße


A

MT
→ τ(r ) = ⋅r
Ιp
mit Ι S = ∫ U  ⋅ G$ polares Flächenmoment
$

Dimensionierung

07
τ= ≤ τ ]XO
:S
ΙS
mit :S = polares Widerstandsmoment
UPD[

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 21


Beispiel: Kreisringquerschnitt

π

ΙS =

(
⋅ '  − G )
\
π '  − G
:S = ⋅
  '

'

Andere Querschnitte

ΙT Torsionsflächenmoment
MT
τ= ≤ τa mit WT Torsionswiderstandsmoment
WT

Beispiel: Rechteckquerschnitt


]
Ι T = c 1 ⋅ h ⋅ b3
0,3
\
h WT = c 2 ⋅ h ⋅ b 2 c2
c1
0,2
für h ≥ b

b 0,1
1 23 4 6 8 10 h/b

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 22


Beispiel: Hohlprofil (kleine Wanddicken)

h ds
MT = ∫ (r ⋅ cos α )⋅ (τ ⋅ h ⋅ ds)
τ
α r
MT

MT = 2⋅τ⋅h⋅A A = ½ ( Aa + A i )

MT
τmax =
2 ⋅ A ⋅ hmin

WT = 2⋅hmin⋅A

4 ⋅ A2
ΙT =
ds
∑h

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 23


Verdrehung bei Torsion

MT
MT

τ
Gϕ G
G[ γ
O
τ τ

τ = *⋅ γ Werkstoffgesetz bei Schubbelastung


G Schubmodul

Zahlenwerte: Stahl G = 80.000 N/mm²


Aluminium G = 30.000 N/mm²
Kupfer G = 50.000 N/mm²

MT ⋅ l
→ ϕ = ϕ Torsionswinkel
G ⋅ ΙT
G ⋅ ΙT Torsionssteifigkeit

ΙT = ΙP bei Kreisringquerschnitten

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 24


5 Querkraftschub

$ τQ

Dimensionierung

)
τ4 = ≤ τ ]XO Annahme: gleichmäßige Verteilung der
$
Schubspannungen über die Fläche A

"Verformungen durch Querkraftschub sind vernachlässigbar"

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 25


6 Überlagerte Beanspruchung

Normalspannungen

σZ
FN
=XJEHODVWXQJ

 σB
0
%LHJHEHODVWXQJ

0 σres
FN EHUODJHUWH
1RUPDOVSDQQXQJHQ

σ res = σ Z + σ B resultierende Normalspannung

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 26


Schubspannungen

τT
7RUVLRQVEHODVWXQJ

MT

 τQ

FQ
4XHUNUDIWEHODVWXQJ

FQ τres
EHUODJHUWH
6FKXEVSDQQXQJHQ

MT

τ res = τ T + τ Q resultierende Schubspannung

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 27


Normal- und Schubspannungen

In der Regel sind Bauteile gleichzeitig durch mehrere Belastungsarten beansprucht. Es


treten in der Summe Normal- und Schubspannungen in unterschiedlichen
Kombinationen auf.

Es ist nicht möglich, für alle diese Belastungen experimentelle Festigkeitskennwerte zu


ermittelt.

Daher werden an dieser Stelle Hypothesen verwendet, um einen kombinierten


Belastungsfall mit dem Zugversuch vergleichen zu können.

Die Hypothesen basieren auf der Annahme von unterschiedlichen


Versagensmechanismen.

Als Ergebnis liefern alle Hypothesen eine Vergleichsspannung σV .


2 Beispiele:

2 2
σ V = σ res + 4 ⋅ τ res Schubspannungshypothese
Das Bauteilversagen wird durch die größte
Schubspannung bestimmt.

2 2
σ V = σres + 3 ⋅ τres Gestaltänderungsenergiehypothese
( GE-Hypothese )
Die Formänderung eines Bauteils bestimmt
das Bauteilversagen.

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 28


7 Knickung

Bei schlanken Bauteilen können Druckkräfte zum plötzlichen Ausknicken führen.

O
\
)
Z \

G Z 0 \
−  = Differentialgleichung der Biegelinie
G\ (⋅Ι

0 \ = ) ⋅ Z \ Biegemoment im geknickten Zustand

Die kleinste mögliche Kraft F , die diese Differentialgleichung erfüllt, wird Knickkraft
genannt.

π ⋅ ( ⋅ Ι
). = Knickkraft
O.
).
gilt nur für den elastischen Bereich: σ. = ≤ 5H
$

Mit der Knicklänge lK werden unterschiedliche Randbedingungen berücksichtigt.

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 29


Knickfälle ( nach EULER )

FK FK FK FK

Knickfall c d e f
Knicklänge lK = 2 · l lK = l lK = 0,7 · l lK = 0,5 · l

Knicksicherheit

).
6. = im Maschinenbau übliche Werte: SK = 3 bis 10
)

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 30


8 Statisch unbestimmte Systeme

Nach den Aussagen der Statik gibt es beim allgemeinen ebenen Kräftesystem 3
Gleichgewichtsbedingungen, mit denen 3 unbekannte Größen ermittelt werden können.

Wenn mehr Unbekannte vorliegen, z.B. 4 Lagerkräfte, liegt ein statisch unbestimmtes
System vor.

Zur Lösung muss die Elastizität des Bauteils mit berücksichtigt werden.

Beispiel statisch unbestimmt gelagerter Balken


Belastung z.B. durch das Eigengewicht

%
$

MA
%
FAx = 0
FA FB

Selbst ohne die Berücksichtigung des horizontalen Kräftegleichgewichts bleiben 2


Gleichungen für 3 Unbekannte.

Damit ist der Balken statisch unbestimmt gelagert.

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 31


Lösungsmöglichkeiten

• Lösung der Differentialgleichung mit den gegebenen Randbedingungen

→ • Überlagerungsmethode

• Energiemethode

Überlagerungsmethode

Durch "Weglassen" einer Lagerkraft wird ein statisch bestimmtes System gewonnen:


T


I

Die in Wirklichkeit nicht vorhandene Auslenkung beträgt:

T ⋅ O
I= ( siehe Formelsammlung )
 ⋅( ⋅ Ι

Die noch unbekannte Lagerkraft FB führt dazu, dass die Auslenkung f verschwindet.

FB

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 32


 ⋅( ⋅ Ι
)% = I ⋅ ( siehe Formelsammlung )
O
⋅ T⋅O
)% =

Jetzt können FA und MA berechnet werden.


T

MA

FA FB

⋅T⋅O
× )$ = T ⋅ O − )% =


T ⋅ O T ⋅ O
0$ = − )% ⋅ O =
 

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre 33


Formelsammlung

FN
Zug / Druck Dimensionierung σ= ≤ σ zul
A
∆O
Werkstoffgesetz σ = (⋅ε ε=
O
E⋅A
Formänderung FN = ⋅ ∆l
l
Wärmedehnung ε 7 = α ⋅ ∆7

MB
Biegung Spannungsverlauf σ( x ) = ⋅x
Ι
0%
Dimensionierung σ PD[ = ≤ σ ]XO
:

 E ⋅ K
Flächenmoment Ι \ = ∫ ] G$ Rechteck Ι=

π
Kreis Ι= ⋅ '

Dreieck siehe Skript

Verschiebungssatz Ι \ = Ι \ + D ] ⋅ $

Ι\ E ⋅ K
Widerstandsmoment :\ = Rechteck :=
]PD[ 
π
Kreis := ⋅ '

Dreieck siehe Skript

G Z 0
Formänderung −  = Lösungen siehe Tabelle
G\ (⋅Ι

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre Formelsammlung 34


MT
Torsion Spannungsverlauf τ(r ) = ⋅r (für Kreisringquerschnitt)
Ιp

MT
Dimensionierung τ max = ≤ τ zul
WT

Flächenmoment für Kreisringquerschnitt


π
Ι T = Ιp = ⋅D4
32
(Rechteck und Hohlprofil siehe Skript)

Widerstandsmoment für Kreisringquerschnitt


π
W T = Wp = ⋅ D3
16
(Rechteck und Hohlprofil siehe Skript)

ϕ MT
Formänderung =
l G ⋅ ΙT

FQ
Schub Dimensionierung τ= ≤ τ zul
A
Vergleichsspannung

GE-Hypothese σY = σ +  ⋅ τ

π ⋅ ( ⋅ Ι
Knickung Knickkraft ). = (Knickfälle siehe Skript)
O.

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre Formelsammlung 35


Biegelinien von Balken

Belastungsfall Gleichung der Biegelinie Durchbiegung Neigung


O
1
\ ) ⋅ O   \   \  

) ⋅ O ) ⋅ O
α
Z \ = ⋅  − ⋅ + ⋅    I= WDQ α =
 ⋅ ( ⋅ Ι   O   O  
Z  ⋅( ⋅ Ι
I  ⋅( ⋅ Ι
)

O
2
\ 0 ⋅ O  \ 

0 ⋅ O 0⋅O
Z
α
Z \ = ⋅  −  I= WDQ α =
I  ⋅( ⋅ Ι  O   ⋅( ⋅ Ι (⋅Ι
0

3 O
) ⋅ O \    \  

O ) ⋅ O ) ⋅ O
O Z \ = ⋅ ⋅ − ⋅   
 für \ ≤ I= WDQ α =
\
Z α  ⋅ ( ⋅ Ι O    O     ⋅ ( ⋅ Ι  ⋅ ( ⋅ Ι
I

)

   
4 ) ⋅ O D  E  \  O \   ) ⋅ O  D   E    O
O Z  \  = ⋅ ⋅   ⋅ ⋅  + −  für \  ≤ D I= ⋅  ⋅  WDQ α  = I ⋅ ⋅  + 
D E  ⋅( ⋅ Ι O  O  O  E D ⋅ E  ⋅( ⋅ Ι  O   O   ⋅ D  E
y1 y2
α1 w1 fm I w2 α2

) ⋅ O E  D  \   O \   l+b l+b   O
Z  \  = ⋅ ⋅  ⋅ ⋅  + −  für \  ≤ E fm = f ⋅ ⋅ WDQ α  = I ⋅ ⋅  + 
)
 ⋅( ⋅ Ι O  O  O  D D ⋅ E 3 ⋅b 3 ⋅a  ⋅ E  D

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre Formelsammlung 36



) ⋅ O D
WDQ α  = ⋅
) ⋅ O  D \    \   

5  ⋅( ⋅ Ι O
O D Z  \  = ⋅ ⋅ ⋅ −   für \  ≤ O 
) ⋅ O  D   D 
 ⋅ ( ⋅ Ι O O   O   I= ⋅   ⋅  + 
α1
w1 α2 y2 w2  ⋅( ⋅ Ι  O   O WDQ α  =  ⋅ WDQ α 
y1 α3 I
) ⋅ O \    ⋅ D  ⋅ D \  \    )O  D  D
Z  \  = ⋅ ⋅  + ⋅ −   WDQ α  = ⋅  +  
)  ⋅( ⋅ Ι O  O O O  O   (Ι O  O
für \  ≤ D
O
6
\ T ⋅ O   \   \  

T ⋅ O T ⋅ O
α
Z \ = ⋅ − ⋅ + ⋅   
 I= WDQ α =
 ⋅ ( ⋅ Ι   O   O  
Z  ⋅( ⋅ Ι
I  ⋅( ⋅ Ι
T

7 O
T ⋅ O \   \

 \ 

 ⋅ T ⋅ O T ⋅ O
O Z \ = ⋅ ⋅  −  ⋅   +    I= WDQ α =
\
Z α  ⋅ ( ⋅ Ι O   O  O   ⋅ ( ⋅ Ι  ⋅ ( ⋅ Ι
I

T

Skript Technische Mechanik Teil 2: Festigkeitslehre Formelsammlung 37