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Europäisches Patentamt | | | | | 1 1| | | | | | | | | || || |||| | | || 1 1|

(19) European Patent Office


Office europeen des brevets (11) EP 0 81 8 6 4 3 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
igstag: (51) int. Cl.6: F16H 4 7 / 0 4
14.01 .1 998 Patentblatt 1998/03

(21) Anmeldenummer: 97110718.0

(22) Anmeldetag: 01.07.1997

(84) Benannte Vertragsstaaten: (71) Anmelder: CLAAS KGaA


AT BE CH DE DK ES Fl FR GB GR IE IT LI LU MC 33428 Harsewinkel (DE)
NL PT SE
(72) Erflnder: Brockschmidt, Detlev
(30) Prlorltat: 13.07.1996 DE 19628330 33428 Harsewinkel (DE)

(54) Hydrostatisch-mechanisch leistungsverzweigtes Lastschaltgetriebe

(57) Die Erfindung betrifft ein stufenloses leistungs- das Wendegetriebe dem Planetengetriebe nachzuord-
verzweigtes Lastschaltgetriebe. Um die Dauer eines nen.
Reversiervorganges zu verkürzen, wird vorgeschlagen,

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2.15.8/3.4
1 EP 0 818 643 A2 2

Beschreibung sondere deshalb möglich, weil für das Anfahren - egal,


in welche Richtung - nur eine Extremlage des Hydrosta-
Die Erfindung betrifft ein stufenloses hydrostatisch- ten erforderlich ist. Legt man das Planetengetriebe so
mechanisch leistungsverzweigtes Lastschaltgetriebe, aus, daß das Anfahren im hydrostatisch-mechanisch
bestehend aus einem Wendegetriebe, einem hydrosta- 5 leistungsverzweigten Bereich erfolgt, so ist mit dem vor-
tischen Stellgetriebe, zumindest einem Planetenge- geschlagenen Getriebe beim Anfahren aus der Fahrge-
triebe, und nachgeschalteten Gangstufen, wobei die schwindigkeit "Null" heraus ein hohes Drehmoment
Eingangswelle, die den mechanischen Leistungsanteil verfügbar, was der Zugkraft des Fahrzeugs zugute
überträgt und die Ausgangswelle des hydrostatischen kommt. Diese Eigenschaft ist beispielsweise bei land-
Stellgetriebes in ständiger Wirkverbindung mit einem 10 wirtschaftlichen Traktoren von besonderer Wichtigkeit.
Planetengetriebe stehen und wobei der vom hydrostati- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die
schen Stellgetriebe übertragene Leistungsanteil und verlängerte Eingangswelle beispielsweise in einem
die Drehzahl variabel ist. Ein solches Getriebe findet in landwirtschaftlichen Traktor als Zapfwelle verwendet
Arbeitsmaschinen und Fahrzeugen Verwendung. werden Über ein gemeinsames getriebeeingangsseitig
Ein solches Getriebe ist beispielsweise aus der DE 15 angeordnetes Zahnrad kann gleichzeitig das hydrostati-
43 23 358 bekannt. Dort ist ein gattungsgemäßes sche Stellgetriebe als auch die mechanische Eingangs-
Getriebe in Form eines 5-welligen Umlaufgetriebes mit welle des Planetengetriebes angetrieben werden. Die
drei Planetensätzen gezeigt, in dem der Anfahrgang Ölversorgung des Hydrostaten und die Schmierung des
hydrostatisch-mechanisch leistungsverzweigt ist. Nach- Getriebes kann einfacherweise mit einer von einer
teilig ist hier, daß beim Reversieren, also Umschalten 20 Welle des Getriebes angetriebenen Ölpumpe erfolgen.
vom Vorwärts- in den Rückwärtsgang oder anders- Die Standübersetzung des Planetensatzes "0" wird vor-
herum, die Verstelleinheit im Stillstand in die entgegen- zugsweise so gewählt, daß bei einer bestimmten Dreh-
gesetzte Extremlage verstellt werden muß, wodurch zahl von der den mechanischen Leistungsanteil in das
eine deutlich wahrnehmbare Verzögerung des Rever- Planetengetriebe übertragenden Welle und einer ent-
siervorgangs eintritt. In der EP 0 716 248 ist eine 25 gegengesetzt gleich großen Drehzahl von der den
Lösung gezeigt, wie die Schaltzeit beim Reversieren hydrostatischen Leistungsanteil in das Planetenge-
beschleunigt werden könnte. Bei der dort gezeigten triebe übertragenden Welle die Drehzahl der Anfahr-
Lösung ergibt sich jedoch der Nachteil, daß beim welle zu 0 wird. Auch sollten die Gangstufen so gewählt
Anfahren oder Fahren mit niedrigen Geschwindigkeiten sein, daß zur Erzielung von Drehzahlgleichheit an den
die Anfahrlamellenkupplung schleift, was bei Arbeits- 30 Schaltstellen der Hydrostat nominal etwa 80 % ausge-
maschinen, die häufiger Anfahren müssen und sich schwenkt werden muß. Weitere vorteilhafte Ausgestal-
auch häufig mit nur geringer Geschwindigkeit bewegen, tungen ergeben sich aus den Merkmalen der
zu einem schnellen Verschleiß der Lammellenkupplung Unteransprüche sowie der folgenden gegenständlichen
führen kann. Außerdem verursacht eine Lamellenkupp- Beschreibung.
lung vergleichsweise hohe Leerlaufverluste. Dieses 35 Die Erfindung ist im folgenden anhand zweier Aus-
Problem stellt sich in gleicher Weise bei anderen Aus- führungsbeispiele erläutert. Es zeigen:
führungsformen eines gattungsgemäßen Getriebes.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Figur 1 ein hydrostatisch-mechanisches Lastschalt-
Schaltzeit eines gattungsgemäßen Getriebes beim getriebe als Einbaugetriebe mit drei Plane-
Reversieren zu verkürzen, wobei nach Möglichkeit auch 40 tensätzen,
eine volle Reversierbarkeit, das heißt, in beiden Fahrt-
richtungen gleich große Geschwindigkeiten bei glei- Figur 2 eine Variante des in Figur 1 gezeigten
chen Wirkungsgraden und gleich großen Blind- und Getriebes,
additiven Leistungseinflüssen zu schaffen, gegeben
sein soll. 45 Figur 3 eine Skizze, die die erreichbaren Geschwin-
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst, indem digkeiten in einzelnen Fahrbereichen des in
das Wendegetriebe einem Plantetengetriebe, das die Figur 2 gezeigten 6-Gang-Getriebes bei-
mechanischen und hydrostatischen Leistungsanteile spielhaft darstellt,
summiert, nachgeordnet ist. Das Wendegetriebe kann
zusätzlich einer oder mehreren Gangstufen nachgeord- so Figur 4 ein hydrostatisch-mechanisches Lastschalt-
net sein. Das Anfahren kann dabei hydrostatisch- getriebe als Blockbaugetriebe mit drei Pla-
mechanisch leistungsverzweigt erfolgen. netensätzen.
Mit der vorgeschlagenen Anordnung ist es möglich,
sehr schnell in Bruchteilen von Sekunden zwischen In Figur 1 ist ein Einbaugetriebe 2 zu sehen, das
Vorwärts- und Rückwärtsantrieb hin- und herzuschal- 55 ohne tragende Funktionen in ein Fahrzeug eingebaut
ten, ohne daß dabei noch eine für den Bediener des werden kann. Die Antriebskraft eines Motors wird von
Fahrzeugs, in dem das Getriebe eingebaut ist, noch der Eingangswelle 4 in das Getriebe 2 übertragen. Die
wahrnehmbare Zeitverzögerung ergäbe. Das ist insbe- Eingangswelle 4 weist eine Verlängerung 5 auf, die als

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3 EP 0 818 643 A2 4

Zapfwelle für den Antrieb von nachgeordneten Maschi- im geregelten Stillstand der Kupplungswelle 38 die
nen dienen kann. Im Getriebe verzweigt sich die auf das Kupplungsmuffe der Kupplung 50 aus einer Position KV
Zahnrad 6 wirkende Antriebskraft über das mit dem oder KR in die jeweils andere Position KV oder KR zu
hydrostatischen Verstellgetriebe 8 antriebsverbunde- verschieben, was in Bruchteilen von Sekunden möglich
nen Zahnrad 10 in einen hydrostatischen und über das 5 ist. Eine Umschaltung kann so schnell erfolgen, daß sie
Zahnrad 12 in einen mechanischen Leistungsanteil. Im für den Bediener des Fahrzeugs, in dem sich das
hydrostatischen Verstellgetriebe 8 symbolisiert der Pfeil Getriebe 2 befindet, nicht mehr als Zeitverzögerung
9 eine Verschwenkstellung des Hydrostaten. Über die wahrgenommen werden kann.
den hydrostatischen Leistungsanteil übermittelnde Aus- Figur 2 zeigt eine Abwandlung des vorgeschlage-
gangswelle 14 und dem damit drehfest verbundenen 10 nen Getriebes. In der Funktion und dem Aufbau ist das
Zahnrad 16 steht das hydrostatische Verstellgetriebe 8 in Figur 2 gezeigte Getriebe mit demjenigen aus Figur 1
in ständiger Wirkverbindung mit der Sonnenradwelle 18 vergleichbar; der wesentliche Unterschied besteht
des Planetengetriebes 20, hier bestehend aus den Pla- darin, daß auf der Welle 24 und auf der Welle 34 je ein
netensätzen 0, I und II. Der mechanische Leistungsan- zusätzliches Zahnrad 64, 66 angebracht und eine
teil wird über die Stegradwelle II bzw. Hohlradwelle I 22 15 zusätzliche Doppelkupplung vorgesehen ist, wodurch
in das Planetengetriebe 20 eingebracht. Beispielhaft ist sich anstelle des in Figur 1 gezeigten 4-Gang-Schaltge-
die Ölpumpe 13 mit der Welle 22 antriebsverbunden. triebes ein 6-Gang-Schaltgetriebe ergibt.
Der Abtrieb vom Planetengetriebe 20 erfolgt über die Im in Figur 3 gezeigten Koordinatensystem ist auf
drehfest mit der Hohlradwelle 24 verbundenen Zahnrä- der Abszisse die Abtriebsdrehzahl der Sonnenradwelle
der 26 und 28, über das drehfest mit dem Steg I 30 ver- 20 18 und auf der Ordinate die erreichbare Geschwindig-
bundene Zahnrad 32 und über das drehfest mit der keit in km/h dargestellt. Ausgehend vom Punkt 0.0 muß
Sonnenradwelle "0" 34 verbundene Zahnrad 36. Die zunächst entschieden werden, ob sich das Fahrzeug
Zahnräder 26, 28, 32 und 36 stehen mit drehbar auf vorwärts (V) oder rückwärts (R) bewegen soll. Der Vor-
einer Kupplungswelle 38 gelagerten Zahnrädern 40, 42, gabe entsprechend wird die Antriebskraft von der Kupp-
44 und 46 eines 4-gängigen Schaltgetriebes in Wirkver- 25 lung 50 auf die Vorwärts- oder Rückwärts-
bindung. Die Standübersetzung des Planetensatzes "0" Zahnradgruppe gekuppelt. Entsprechend der vorge-
ist dabei so gewählt, daß sich bei einer bestimmten wählten Fahrtrichtung nimmt das mit dem erfindungsge-
Drehzahl der Wellen 22, 18 eine Drehzahl = 0 der mäßen Getriebe ausgestattete Fahrzeug dann durch
Anfahrwelle 34 ergibt. Über die beiden Doppelkupplun- Verschwenken des hydrostratischen Stellgetriebes 8 in
gen K1/K3 und K2/K4 können die Antriebskräfte auf die 30 Richtung + im ersten Fahrbereich, der bis zu einer
Kupplungswelle 38 durchgeschaltet werden. Die Kupp- Geschwindigkeit von 3,5 km/h reicht, Fahrt auf. Erreicht
lungen des Getriebes 2 können als kraft- oder form- das hydrostatische Stellgetriebe 8 seinen maximalen +-
schlüssige Schaltkupplungen ausgebildet sein. An Wert, wird von der Doppelkupplung K0/K2 der erste
einem Ende der Kupplungswelle 38, die aus einem oder Gang aus- und von der Doppelkupplung K1/K4 der
mehreren drehfest miteinander verbundenen Stücken 35 zweite Gang eingelegt. Aufgrund der Summierung des
bestehen kann, ist dann das Wendegetriebe 48 ange- mechanischen mit dem hydrostatischen Leistungsan-
ordnet, bei dem durch Betätigen der Kupplung 50 zwi- teils im Planetengetriebe 20 drehen sich die entspre-
schen Vorwärts- und Rückwärtsgang hin- und chenden Zahnräder der beiden Gänge mit gleicher
hergeschaltet werden kann. Um eine möglichst hohe Drehzahl, wodurch ein Gangwechsel mit kostengünsti-
volle Reversibilität zu erhalten, sollten die Stufen 47/52 ge gen Formschluß-Kupplungen möglich ist. Ein solcher
und 49/54 mit Zwischenrad 51 eine gleiche oder ähnli- Effekt ist erreichbar, wenn die Standübersetzungen bei-
che Übersetzung haben. Ist eine volle Reversibilität spielsweise von i| = -4, von iN = -3 und von i0 = +2,67
nicht gewünscht, können natürlich auch erheblich von- (Anfahrwelle) beträgt. Ist der neue Gang eingelegt,
einander differierende Übersetzungen gewählt werden. schwenkt die Verstelleinheit des hydrostatischen Stell-
Je nach Schaltung des Wendegetriebes wird die as getriebes 8 zurück in Richtung -, wobei das Fahrzeug
Antriebskraft auf die Zahnräder 52 oder 54 gelenkt, die weiter beschleunigt. Erreicht das Fahrzeug eine
drehfest auf der Hohlwelle 36 befestigt sind und die Geschwindigkeit von 5,8 km/h, so ist die Verstelleinheit
Antriebsenergie über das Längsdifferentialgetriebe 58 voll zurückgeschwenkt, und der nächsthöhere Gang
auf die Hinterachswelle 60 zur Hinterachse HA und die muß eingelegt werden, wenn die Beschleunigung fort-
Vorderachswelle 62 zur Vorderachse VA eines Fahr- 50 gesetzt werden soll. So kann schließlich die gezeigte
zeugs überträgt. Das Längsdifferential kann im gezeig- Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h erreicht werden. Ist
ten Beispiel noch durch eine Kupplung K8 wahlweise eine Verringerung der Geschwindigkeit gewünscht, so
gesperrt werden. Statt des Längsdifferentials kann eine wird das Getriebe in entgegengesetzter Richtung ent-
glatte Welle, die Vorder- und Hinterachse drehfest mit- lang der gezeigten Kennlinie geregelt. Andere
einander verbindet, verwendet werden. Zum Reversie- 55 Geschwindigkeitswerte ergeben sich, wenn ein insge-
ren des Getriebes muß im Ausführungsbeispiel das samt anderes Übersetzungsverhältnis gewählt wird
hydrostatische Verstellgetriebe 8 nicht mehr in eine und/oder die einzelnen Sätze des Planetengetriebes 20
andere Extremstellung verschwenkt werden, es genügt, einander in unterschiedlicher Weise zugeordnet wer-

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5 EP 0 818 643 A2 6

den. Ein Fachman ist ohne Schwierigkeiten dazu in der 3. Lastschaltgetriebe nach Anspruch 1 oder 2,
Lage, das vorgeschlagene Konzept den Rahmenbedin- dadurch gekennzeichnet,
gungen einer bestimmten Verwendung entsprechend daß der Anfahrgang hydrostatisch-mechanisch lei-
anzupassen. Die Verstelleinheit des hydrostatische Ver- stungsverzweigt ist.
stellgetriebes 8 kann beispielsweise ein Volumen von 5
75 cm3 und die Konstanteinheit ein Volumen von 55 4. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der
cm3 mit einem maximal zulässigen Höchstdruck von p = Ansprüche 1 bis 3,
480 bar aufweisen, auch können je nach Anwendungs- dadurch gekennzeichnet,
fall davon abweichende Werte gewählt werden. Die in daß das hydrostatische Stellgetriebe 8 für das
Figur 3 gezeigte Kennlinie für ein 6-Gang-Getriebe 10 Anfahren nach Vorwärts oder Rückwärts in dersel-
kann natürlich variiert werden und für andere Gangzah- ben Extremstellung steht.
len den Anforderungen entsprechend ausgelegt wer-
den. 5. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der
In Figur 4 ist ein erfindungsgemäßes Getriebe als Ansprüche 1 bis 4,
sogenanntes Blockbaugetriebe gezeigt. Als Blockbau- 15 dadurch gekennzeichnet,
getriebe kann das Getriebe zwischen Motor und Achse daß die verlängerte Eingangswelle 4 als Zapfwelle
angeordnet tragende Eigenschaften übernehmen. Auch verwendet werden kann.
dieses Getriebe ist in seinem Aufbau und seiner Funk-
tion noch mit dem in Figur 1 gezeigten Getriebe ver- 6. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der
gleichbar. Unterschiede ergeben sich hier, indem die 20 Ansprüche 1 bis 5,
Abtriebswelle 68 zur Hinterachse auf die Sonnenrad- dadurch gekennzeichnet,
welle 18 aufgesteckt ist, sie damit über dasselbe Dreh- daß über das Zahnrad 6 sowohl das hydrostatische
zentrum verfügen und so eine flachere Bauweise des Stellgetriebe 8 als auch die mechanische Welle 22
Getriebes ermöglicht. Insbesondere sind durch die des Planetengetriebes 20 gleichzeitig angetrieben
gewählte Anordnung übliche Achsabstände zwischen 25 werden.
Eingangswelle 4 und Ausgangswelle 68 problemlos
möglich, wie sie von verschiedenen Traktorherstellern 7. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der
vorgegeben werden. Der Antrieb zur Vorderachse wird Ansprüche 1 bis 6,
über eine beliebige Zahnradstufe von der Abtriebswelle dadurch gekennzeichnet,
68 abgeleitet und ist über eine Lamellenkupplung 70 zu- 30 daß die Ölversorgung des Hydrostaten 8 und die
oder abschaltbar. Die Vorderachsendrehzahlen VA kön- Schmierung des Getriebes 2 mit einer von einer
nen über die Stufe 71/72 angepaßt werden. Welle des Getriebes 2 angetriebenen Ölpumpe
erfolgt.
Patentansprüche
35 8. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der
1. Stufenloses hydrostatisch-mechanisch leistungs- Ansprüche 1 bis 7,
verzweigtes Lastschaltgetriebe, bestehend aus dadurch gekennzeichnet,
einem Wendegetriebe, einem hydrostatischen daß die Standübersetzung des Planetensatzes "0"
Stellgetriebe, zumindest einem Planetengetriebe so gewählt wird, daß bei einer bestimmten Dreh-
und nachgeschalteten Gangstufen, wobei die Ein- 40 zahl von der den mechanischen Leistungsanteil
gangswelle, die den mechanischen Leistungsanteil übertragenden Welle 22 und einer entgegengesetzt
überträgt, und die Ausgangswelle des hydrostati- gleich großen Drehzahl von der den hydrostati-
schen Stellgetriebes in ständiger Wirkverbindung schen Leistungsanteil übertragenden Welle 18 die
mit einem Planetengetriebe stehen, und wobei der Drehzahl der Anfahrwelle 34 zu 0 wird.
vom hydrostatischen Stellgetriebe übertragene Lei- 45
stungsanteil und die Drehzahl variabel ist, 9. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der
dadurch gekennzeichnet, Ansprüche 1 bis 8,
daß das Wendegetriebe 48 einem Planetenge- dadurch gekennzeichnet,
triebe 20 nachgeordnet ist, das den mechanischen daß die Gangstufen so gewählt sind, daß zur Erzie-
und hydrostatischen Leistungsanteil summiert. 50 lung von Drehzahlgleichheit an den Schaltstellen
der Hydrostat nominal etwa 80 % ausgeschwenkt
2. Lastschaltgetriebe nach Anspruch 1, sein muß.
dadurch gekennzeichnet,
daß das Wendegetriebe 48 einem Planetenge- 10. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der
triebe 20 und einer oder mehreren Gangstufen 55 Ansprüche 1 bis 9,
36/46, 32/44, 28,42 und/oder 26/40 nachgeordnet dadurch gekennzeichnet,
ist. daß die Gangstufen 36,46 und 28,42 einerseits
sowie 32,44 und 26,40 andererseits jeweils die-

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7 EP 0 818 643 A2 8

selbe Ubersetzung aufweisen. "0" eine und dem Planetensatz "II" zwei Gangstufen
nachgeordnet sind.
11. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 10, 20. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der
dadurch gekennzeichnet, 5 Ansprüche 1 bis 19,
daß die Schaltstellen KWr, K1/3, K2/4 kraft- oder dadurch gekennzeichnet,
formschlüssige Schaltkupplungen aufweisen. daß dem Planetensatz "I" zwei, dem Planetensatz
"0" eine und dem Planetensatz "II" zwei Gangstufen
12. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der nachgeordnet sind.
Ansprüche 1 bis 11, 10
dadurch gekennzeichnet, 21. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der
daß die Kupplungswelle 38 aus einem Stück oder Ansprüche 1 bis 20,
aus mehreren drehfest miteinander verbundenen dadurch gekennzeichnet,
Teilstücken besteht. daß dem Planetensatz "I" zwei, dem Planetensatz
15 "0" eine und dem Planetensatz "II" drei Gangstufen
13. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der nachgeordnet sind.
Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplung V/R so ausgebildet ist, daß je
nach Schaltstellung entweder Rad 47 mit Welle 38 20
oder Rad 49 mit Welle 38 verbunden ist.

14. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der


Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, 25
daß die Stufen 47/52 und 49/54 mit Zwischenrad 51
des Wendegetriebes 48 gleiche oder ähnliche
Übersetzungen haben.

15. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der 30


Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß Vorderachse und Hinterachse miteinander
über ein sperrbares Längsdifferential 58 koppelbar
sind. 35

16. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der


Ansprüche 1 bsi 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle 68 zur Hinterachse dasselbe Dreh- 40
Zentrum aufweist wie Welle 18.

17. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der


Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, 45
daß beim Blockbaugetriebe die VA-Drehzahl über
die Stufe 71/72 anpaßbar ist.

18. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der


Ansprüche 1 bis 17, so
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorderachse VA über eine Lamellenkupp-
lung zuschaltbar ist.

19. Lastschaltgetriebe nach einem oder mehreren der ss


Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Planetensatz "I" eine, dem Planetensatz

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EP 0 81 8 643 A2

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