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EPOCHEN UND IHRE MERKMALE

Barock

Dreißigjähriger Krieg und Absolutismus

Drei Hauptmotive: Carpe Diem (Nutze den Tag), Memento Mori (Bedenke, dass du sterben
musst) und Vanitas (Vergänglichkeit).

Sonette als bevorzugte Form der Lyrik.

Innerer Widerspruch zwischen Schönheit der Form (Sonette) und thematischem Inhalt
(Krieg, Tod und Vergänglichkeit).

Aufklärung

Das Ende der Zeit des Absolutismus

Kritik an Staat und Religion. Die Kirche verliert an Einfluss

Immanuel Kant liefert 1784 mit seinem wichtigen Essay "Was ist Aufklärung?" die
begriffliche Grundlage der Literaturepoche.

Der Mensch selbst gerät in den Mittelpunkt. Die Aufklärer fordern Naturrechte ein

Sturm und Drang

Goethe und Schiller

Im Mittelpunkt steht das Genie, weshalb diese Periode auch als "Geniezeit" bekannt ist

Motive: Natur, Individualismus, Spontanität, Empfindungen und Gefühle

Ablehnung von Traditionen, Autoritäten und Normen, was sich auch in der Form zeigt.

Weimarer Klassik

"Weimarer Viergestirn" (Goethe, Schiller, Wieland, Herder)

Vorbilder der Antike

Motive: Harmonie, Vollkommenheit, Ästhetizismus, Schönheit

Humanität als wichtige Tugend


Romantik

Gegenbewegung zur Weimarer Klassik

Loslösung von klassischen Elementen hin zu subjektiven Empfindungen

Loslösung von klassischen Elementen hin zu subjektiven Empfindungen

Motive: Gefühle, Empfindungen, Romantik, Liebe, Mystik, Sehnsucht, Unendlichkeit und


Schönheit der Natur

Ablehnung gegenüber der zeitgenössischen Politik

Synästhesien, Personifikationen und Metaphern rücken stilistisch in den Vordergrund

Vormärz

Einforderung von Demokratie und Menschenrechten

Politik erstmals Thema in der Literatur

Kritik an den Folgen der Industrialisierung: Pauperismus (Massenarmut), lange Arbeitszeiten,


niedrige Löhne, Ausbeutung

Endet mit der Deutsche Revolution

Realismus

Die Wirklichkeit so realitätsnah wie möglich zu beschreiben. Verzicht von Idealisierung und
beschönigenden Metaphern.

Detailreiche Sprache, distanziert, auktoriale Erzählperspektive

Naturalismus

Der Naturalismus versucht ähnlich wie der Realismus an der Realität anzusetzen. Die Welt
soll so realitätsnah wie möglich dargestellt werden.

Der Mensch wird mit Blick auf seiner sozialen Rolle und seinem sozialen Umfeld beurteilt.
Expressionismus

Der erste Weltkrieg (1914-1918) prägte die literarische Epoche maßgeblich

Die zeitgenössische Lyrik kritisiert oder behandelt inhaltlich häufig die Industrialisierung und
ihre Folgen

Neologismen, Syntaxveränderungen, Metaphern, Symbole und Hyperbeln gehören zu den


bevorzugten Stilmitteln

Großstädte (z.B. Berlin und Wien) rückten in den Mittelpunkt vieler Künstler und Literaten

Verfall, Krieg, Tod, Entfremdung, Apokalypse und Zerstörung als immer wiederkehrende
Motive

Moderne

Die Epoche der Moderne ist im Vergleich zu den vorherigen Literaturepochen stilistisch nicht
mehr einzugrenzen

Umfassende Benutzung von Stilmitteln jeglicher Art. Grenzen werden ausgetestet

Die Freiheit steht im Vordergrund. Kunst & Literatur sind erstmals in der Historie keiner
Zensur mehr unterworfen und jederzeit verfügbar