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RHETORISCHE MITTELN UND IHRE WIRKUNG

Metapher: Sprachliche Bedeutungsübertragung

Vergleich: Verknüpfung zweier Sachen mit „wie“

Personifikation: Zu den Objekten oder Tieren die Eigenschaften der Menschen geben (Ziel:
den Text lebendig und bildhaft zu machen.)

Verdinglichung: Nichtmenschliche Eigenschaften werden auf Menschen übertragen. (Ziel:


Gefühle besser beschreiben und greifbar machen.) (Bsp: „Mein Herz bricht entzwei.“)
(Doğadan insana aktarım)

Anapher: Gleicher Satzanfang oder gleicher Satzteil. (Funktion: Strukturierung,


Rhythmisierung und Verstärkung des Textes)

Alliteration: Mindestens zwei benachbarte oder aufeinander folgende Wörter beginnen mit
demselben Buchstaben. (Ziel: die entsprechenden Worte besonders zu betonen oder
hervorzuheben; Melodie.)

Tautologie: Ein Sachverhalt doppelt auszudrücken. Eine unnötige Verdopplung, die die
Wichtigkeit des Gesagten in den Vordergrund rückt. (Bsp: Ein kleines Baby (Babys sind schon
klein.))

Allegorie: Eine ausgeführte Metapher. Etwas Abstraktes wird durch etwas Greifbares
ergänzt. (Ziel: Die Metapher zugänglich für den Leser zu machen.) (Bsp: „Ich habe mich
gefühlt wie die Sonne selbst: warm, strahlend, groß und als würde ich alle Menschen auf
dieser Welt erreichen können.“)

Ellipse: Ein grammatisch unvollständiger Satz. Stellt das Wesentliche in den Mittelpunkt, oft
konzentriert sie Gefühle und Sprache.

Interjektion: Ausruf, Gefühlsausdruck (Bsp: „Ach!“)

Enjambement: Fortführung eines Satzes über einen Vers oder eine Zeile hinaus. (Es kann das
Geschehen auseinanderziehen, Pausen setzen oder den Lesefluss bewusst stören)

Paradoxon: Ein scheinbarer Widerspruch. (Bsp: „Ich friere, aber gleichzeitig ist mir auch
warm.“

Repetitio: Eine intendierte Wiederholung. Wird oft in emotionalen Situationen verwendet,


um den Gefühlen Nachdruck zu verleihen.

Parenthese: Ein kurzer Einschub oder Kommentar vom Sprecher.

Sedat Kaan Koyuncu 14.11.2020


Chiasmus: Überkreuzung zweier ähnlicher Satzglieder. Satzglieder sind meist gespiegelt.
Beispiele: "Die Kunst ist lang, und kurz ist unser Leben." Der Chiasmus hebt oft
gegensätzliche Behauptungen hervor.

Parallelismus: Aufeinanderfolgende Sätze haben die gleiche Abfolge von Satzgliedern. (Ziel:
Steigerung der Aussagekraft.)

Neologismus: Eine Wortneuschöpfung.

Hyperbel: eine starke Übertreibung.

Euphemismus: Beschönigend oder mildernd umschreiben. (Bsp: vollschlank statt dick)


(Hüsnütabir, güzel adlandırma)

Rhetorische Frage: Eine Scheinfrage, die die Antwort bereits beinhaltet und daher nicht
beantwortet werden muss. (Ziel: Nachdrückliche Aussage)

Klimax: Aneinanderreihen der Wörter oder Satzteile. Sie steigern sich vom schwachen bis
zum stärksten Ausdruck

Antithese: Gegenüberstellung zweier gegensätzlicher Begriffe.

Akkumulation: eine Anhäufung von ähnlichen Begriffen oder Wörtern.

Onomatopoesie: Lautmalerei; eine Nachahmung von Lauten mit Worten. (Yansıma sözcük)

Diminutiv: Verniedlichungs- oder Verkleinerungsform, häufig mit Endung auf -chen oder
-lein.

Polysyndeton: Mehrfaches Angliedern von Satzgefügen durch ein gleiches Satzglied.


Beispiel: Das Haus war groß und sauber und schön

Synästhesie: Unterschiedliche Sinneseindrücke oder Empfindungen werden miteinander


verbunden. Beispiel: laues Frühlingswetter, herber Duft, kaltes Grün. (Duyular arası aktarım)

Inversion: Umstellung der üblichen Wortfolge. Beispiel: "Schlau bist du" (statt "Du bist
schlau").

Correctio: Korrektur oder Verbesserung einer Aussage. Beispiel: "Die Klausur war toll, nein,
großartig!"

Adynaton: Beschreibung etwas Unmöglichen, um zu verdeutlichen, dass etwas niemals


geschehen wird. Beispiel: "Wenn die Sonne im Westen aufgeht und im Osten versinkt, wenn
die Meere austrocknen und die Berge wie Blätter im Wind verwehen." (George R.R. Martin,
"Das Lied von Eis und Feuer")

Sedat Kaan Koyuncu 14.11.2020


Sedat Kaan Koyuncu 14.11.2020