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Therapiefreiheit
Therapiefreiheit bezeichnet einen Grundsatz in der medizinischen Behandlung, nach dem einem Arzt aufgrund seiner
Hauptseite fachlichen Kompetenz grundsätzlich die freie Wahl der Behandlungsmethode zusteht, die er dem Patienten vorschlagen will.
Themenportale Prinzipiell hat der Leistungserbringer einen breiten Ermessensspielraum bei der Wahl derjenigen Therapie, die ihm
Zufälliger Artikel
medizinisch notwendig erscheint. Er muss sich jedoch am jeweils aktuellen naturwissenschaftlichen Erkenntnisstand
Mitmachen orientieren und die gebotene Sorgfalt walten lassen. Wenn für eine (lebensbedrohliche) Krankheit kein allgemein
Artikel verbessern anerkanntes Therapieverfahren existiert, müssen von der gesetzlichen Krankenversicherung sogar Heilmethoden erstattet
Neuen Artikel anlegen werden, deren Wirksamkeit noch nicht nachgewiesen ist, sofern eine gewisse Möglichkeit für einen Erfolg besteht. Diesen
Autorenportal Spielraum hat das Bundesverfassungsgericht in einer Entscheidung aus dem Jahr 2005 bestätigt.[1]
Hilfe
Aus der Sorgfaltspflicht resultiert die Rechtspflicht zur Fortbildung. Ein Arzt kann sich bei Behandlungsfehlern jedenfalls nicht
Letzte Änderungen
Kontakt auf mangelnde Erfahrung oder ungenügende Ausbildung berufen.[2]
Spenden Einschränkungen der Therapiefreiheit bestehen bei der Auswahl zwischen äquivalenten Verfahren und der

Werkzeuge Entscheidungsfreiheit des Patienten. Gegen den Willen eines Patienten dürfen keine Maßnahmen durchgeführt werden. Bei
äquivalenten Verfahren sind der Risikograd und die Erfolgswahrscheinlichkeit zu berücksichtigen. Im Rahmen der
Links auf diese Seite
Änderungen an gesetzlichen Krankenversicherung ist ferner das Wirtschaftlichkeitsgebot zu beachten.
verlinkten Seiten
Bei den neueren Managed-Care-Ansätzen in der Gesundheitsversorgung dient die Therapiefreiheit regelmäßig als Argument
Spezialseiten
Permanenter Link für die skeptische Haltung der Ärzteschaft gegenüber der geforderten leitliniengerechten Behandlung der evidenzbasierten
Seiteninformationen Medizin. Die Leistungserbringer befürchten hier eine unzulässige Einschränkung ihrer Therapiefreiheit zugunsten der so
Artikel zitieren genannten „Kochbuchmedizin“.
Wikidata-Datenobjekt

Drucken/exportieren Literatur [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]

Buch erstellen Klaus Ulsenheimer: Arztstrafrecht in der Praxis, 4. Auflage, C.F.Müller, Heidelberg, 2008, ISBN 978-3-8114-3610-7
Als PDF herunterladen Karsten Fehn: Der ärztliche Behandlungsfehler im Abriss in: Zeitschrift für ärztliche Fortbildung und Qualität im
Druckversion
Gesundheitswesen 95/2001, S. 469–474
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English Anmerkungen [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]


Links bearbeiten
1. ↑ Bundesverfassungsgericht, Beschluss des Ersten Senats vom 6. Dezember 2005 – 1 BvR 347/98 – , BVerfGE
115, 25
2. ↑ Fehn: Behandlungsfehler

Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!

Kategorie: Medizinrecht

Diese Seite wurde zuletzt am 3. Juli 2018 um 22:31 Uhr bearbeitet.

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