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®

MAGMASOFT
Version 4.4

MAGMAwheel Modul
Simulation des Rädergießverfahrens

Handbuch
2 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Dieses Handbuch unterstützt die Version MAGMASOFT® 4.4. Ohne ausdrückliche schriftliche
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INHALTSVERZEICHNIS 3

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung ...................................................................................................................... 5
1.1 MAGMAwheel ..................................................................................................... 5
1.2 Rädergußverfahren ............................................................................................ 5
2 Anwendung von MAGMAwheel..................................................................................... 9
2.1 Geometrie modellieren ...................................................................................... 9
2.2 Parameter für die Simulation definieren ........................................................ 12
2.2.1 Wärmeübergangskoeffizienten festlegen / 'heat transfer definitions' ..... 13
2.2.2 Das Fenster 'cycle definitions'................................................................ 13
2.2.3 Das Fenster 'core open definitions' ........................................................ 17
Öffnung über die Zeit steuern ................................................................ 19
Öffnung über max. Temperatur steuern................................................. 20
Öffnung über lokale Temperatur steuern ............................................... 21
2.2.4 Fenster 'channel definitions'................................................................... 22
Kühlung über die Zeit steuern ................................................................ 26
Kühlung über maximale Temperatur steuern......................................... 27
Kühlung über lokale Temperatur steuern............................................... 28
2.2.5 Parameter für Erstarrungssimulation festlegen...................................... 29
2.3 Wärmebilanz ..................................................................................................... 31
3 MAGMAspray ................................................................................................................ 33
3.1 Einleitung .......................................................................................................... 33
3.2 Das Fenster 'spray definitions' ....................................................................... 35
3.3 Das Fenster 'spray options'............................................................................. 38
4 MAGMAcoat .................................................................................................................. 41
5 MAGMApressurize........................................................................................................ 45
5.1 Einführung ........................................................................................................ 45
5.2 Druck über festgelegte Kurve definieren ....................................................... 48
5.2.1 Druckreduzierung über die Zeit steuern................................................. 48
4 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

5.2.2 Druckreduzierung über maximale Temperatur steuern.......................... 49


5.2.3 Druckreduzierung über lokale Temperatur steuern................................ 50
5.3 Druckverlauf über freie Kurve definieren....................................................... 51
6 Zusammenfassung der Arbeitsschritte ...................................................................... 55
6.1 Projektdefinition ............................................................................................... 55
6.2 Geometriemodellierung ................................................................................... 55
6.3 Vernetzung........................................................................................................ 55
6.4 Simulationssetup ............................................................................................. 55
6.5 Zusätzliche Informationen ............................................................................... 56
7 Abbildungsverzeichnis ................................................................................................ 57
8 Index .............................................................................................................................. 59
KAP. 1: EINFÜHRUNG 5

1 Einführung

1.1 MAGMAwheel

Mit MAGMAwheel können Sie eine umfassende Simulation des Rädergußverfahrens vornehmen.
Alle wesentlichen wärme- und strömungstechnischen Randbedingungen werden berücksichtigt.
MAGMAwheel bietet Ihnen zusätzlich zu MAGMASOFT® folgende Funktionen:

• Simulation einer beliebigen Anzahl von Gießzyklen.

• Steuerung einzelner Kühlkanäle unabhängig voneinander in Abhängigkeit von der Zeit oder
einer Temperatur

• Definition der Öffnung der Formteile (Unterkern, Seitenschieber, Oberkern) unabhängig von-
einander

• Steuerung der Formöffnung, abhängig von der Zeit oder einer Temperatur

• Simulation des Kühleffektes beim Sprühen und Ausblasen der Form

• Simulation des Kühleffektes bei einem Auftrag eines Trennmittels auf die Form

• Simulation der druckunterstützten Erstarrung

• Schließen der Form, abhängig von der Zeit oder einer Temperatur

Dieses Handbuch beschreibt die Benutzung von MAGMAwheel. Die Beschreibung der grundle-
genden Funktionen von MAGMASOFT® finden Sie im MAGMASOFT® Handbuch.

1.2 Rädergußverfahren

Bild 1-1 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer Rädergußanlage. Die Schmelze befindet sich in ei-
nem Druckbehälter. Dort wirkt auf die Oberfläche der Schmelze ein Gasdruck, der die Schmelze
durch ein Steigrohr in die Form drückt. Das Metall fließt senkrecht nach oben.

Der Überdruck bewegt sich im Bereich von 0,2 bis 0,6 bar (20 bis 60kPa). Im Vergleich dazu treten
in Hochdruck-Gießanlagen Drücke von bis zu 1000 bar auf. Der geringe Druck und die niedrige
Fließgeschwindigkeit ermöglichen bei Rädergußanlagen sowohl die Verwendung von Sandfor-
men als auch von Dauerformen.
6 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Bild 1-1: Konventionelle Rädergußanlage

Das Rädergußverfahren umfaßt folgende Phasen:

• Formfüllung

• Erstarrung

• Öffnen der Form, Entnahme des Gußteils

• Vorbereiten der Form (Sprühen, Auftragen einer Schlichte)

• Schließen der Form


KAP. 1: EINFÜHRUNG 7

Bild 1-2 zeigt den grundsätzlichen zeitlichen Ablauf des Verfahrens zusammen mit einigen Para-
metern, die Sie bei der Simulation mit MAGMAwheel berücksichtigen können.

Bild 1-2: Zeitlicher Ablauf des Rädergußverfahrens


8 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH
KAP. 2: ANWENDUNG VON MAGMAWHEEL 9

2 Anwendung von MAGMAwheel

Wenn Sie ein Rädergußverfahren mit MAGMAwheel simulieren, gehen Sie grundsätzlich vor wie
von MAGMASOFT® gewohnt:

Ö Wählen Sie beim Anlegen einer Projektversion den Eintrag 'Wheel Module'.

Ö Modellieren Sie zunächst die Geometrie des Gußteils sowie der festen und beweglichen
Formteile (Kerne) (Î Kap. 2.1, Seite 9).

Ö Vernetzen Sie die Geometrie wie gewohnt. Beachten Sie dazu den Hinweis auf Seite 11.

Ö Definieren Sie die Parameter für die Simulation des Rädergußverfahrens (Î Kap. 2.2, Seite
12).

Ö Definieren Sie gegebenenfalls das Sprühen und Ausblasen der Form (MAGMAspray, Î Kap.
3, Seite 33), das Auftragen eines Trennmittels (MAGMAcoat, Î Kap. 4, Seite 41) und die
druckunterstützte Erstarrung (MAGMApressurize, Î Kap. 5, Seite 45).

Ö Starten und kontrollieren Sie die Simulation wie gewohnt im Fenster 'online job simulation
control'.

Ö Verwenden Sie den von MAGMASOFT® gewohnten Postprocessor, um die Ergebnisse der
Simulation darzustellen und zu analysieren.

2.1 Geometrie modellieren

Für die Modellierung der Geometrie verwenden Sie wie gewohnt den Preprocessor von MAGMA-
SOFT®.

Für die Simulation des Rädergußverfahrens müssen Sie neben der Geometrie des Gußteils zu-
sätzlich den Unterkern, die beweglichen Seitenschieber sowie den beweglichen Oberkern model-
lieren. MAGMAwheel stellt Ihnen hierzu folgende Materialgruppen zur Verfügung:

Nr. Materialgruppe Name im Preprocessor

21 Seitenschieber (beweglich) 'Side Core' / SIDEC


10 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

22 Oberkern (beweglich) 'Top Core' / TOPC

23 Unterkern (fest) 'Bottom Core' / BOTTC

24 Steigrohr STALK

Entsprechend der Funktionen der beteiligten Geometrieelemente im Rädergußverfahren müssen


Sie diese Materialgruppen bei der Geometriemodellierung verwenden.

Die Materialgruppe für Kerne, 'Core', steht in MAGMAwheel nicht zur Verfügung und wird bei der
Simulation nicht berücksichtigt.
KAP. 2: ANWENDUNG VON MAGMAWHEEL 11

Bild 2-1: Zusätzliche Materialgruppen in MAGMAwheel

! Der Schmelzestrom von der Materialgruppe 'Inlet' zur Materialgruppe 'Stalk' muß eindi-
mensional sein. Um dies zu gewährleisten, müssen mindestens drei Netzschichten der
Materialgruppe 'Stalk' den gleichen Querschnitt aufweisen wie die Materialgruppe 'Inlet'.
Erst dann sollte sich der Querschnitt der Materialgruppe 'Stalk' ggf. verringern. Bitte be-
achten Sie dies bei Geometriemodellierung und Vernetzung.
12 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

2.2 Parameter für die Simulation definieren

Nachdem Sie die Geometrie modelliert und vernetzt haben, geben Sie die Parameter für die Si-
mulation des Rädergußverfahrens ein. Gehen Sie wie folgt vor:

Ö Öffnen Sie das Menü 'simulation'. Das Fenster 'wheel casting' erscheint. Wählen Sie die
durchzuführende Berechnungsart.

Ö Das Fenster 'material definitions' erscheint. Dieses Fenster ist so aufgebaut wie in MAGMA-
SOFT® Standard, Sie können jedoch vier weiteren Materialgruppen (Seitenschieber / 'Side
Core', Oberkern / 'Top Core', Unterkern / 'Bottom Core', Steigrohr / 'Stalk') den entsprechen-
den Materialien zuordnen.

Die Materialgruppe für Kerne, 'Core', steht in MAGMAwheel nicht zur Verfügung und wird bei
der Simulation nicht berücksichtigt.

Ö Das Fenster 'heat transfer definitions' erscheint. Definieren Sie die Wärmeübergänge zwi-
schen den verschiedenen Materialgruppen wie von MAGMASOFT® Standard gewohnt (Î
Kap. 2.2.1, Seite 13).

Ö Das Fenster 'cycle definitions' erscheint. Geben Sie die Anzahl der Gießzyklen ein, die Sie
berechnen wollen, und legen Sie fest, ob Sie die Formfüllung simulieren wollen. Das Fenster
unterscheidet sich geringfügig von MAGMASOFT® Standard. Es wird in Kap. 2.2.2, Seite 13
erläutert.

Ö Das Fenster 'core open definitions' erscheint, in dem Sie das Öffnen der Formteile nach der
Erstarrung des Gußteils definieren. Es wird in Kap. 2.2.3, Seite 17 beschrieben.

Ö Das Fenster 'channel definitions' erscheint, in dem Sie die Steuerung der Kühlkanäle festle-
gen (Î Kap. 2.2.4, Seite 22).

Ö Das Fenster 'options' erscheint. Von diesem Fenster aus können Sie die Parameter für das
Auftragen eines Trennmittels ('Die Coating') sowie ggf. eine zusätzliche Druckunterstützung
('Pressurize') während der Erstarrung definieren. Die Parameter werden in Kap. 4, Seite 41
und Kap. 5, Seite 45 erläutert.

Ö Das Fenster 'filling definitions' erscheint. Definieren Sie die Formfüllung wie von MAGMA-
SOFT® Standard gewohnt. Weitere Informationen finden Sie im MAGMASOFT® Handbuch .

Wenn Sie den Druck als Randbedingung für das Einfließen der Schmelze in die Form wählen
('filling depends on' Î 'pressure'), beachten Sie bitte, daß die Füllrichtung immer in Richtung
der z-Achse liegen muß (+z oder -z).
KAP. 2: ANWENDUNG VON MAGMAWHEEL 13

Ö Das Fenster 'solidification definitions' erscheint. (Î Kap. 2.2.5, Seite 29; beachten Sie die
dortigen Angaben zur Nachspeisung). Hier können Sie auch die Parameter für das Sprühen
und Ausblasen der Form festlegen. Dies ist in Kap. 3, Seite 33 beschrieben.

Ö Das Fenster 'online job simulation control' erscheint. Starten und kontrollieren Sie die Simu-
lation wie gewohnt.

2.2.1 Wärmeübergangskoeffizienten festlegen / 'heat transfer definitions'

Nach den Materialdefinitionen definieren Sie die Wärmeübergangskoeffizienten im Fenster 'heat


transfer definitions' wie aus MAGMASOFT® gewohnt.

In der 'MAGMA' Datenbank steht Ihnen ein konstanter Wärmeübergangskoeffizient namens


'MERGEMATERIALS' zur Verfügung. Mit diesem können Sie einen idealen Wärmeübergang zwi-
schen zwei Volumen festlegen, die dieselbe Materialgruppe, aber unterschiedliche MAT IDs ha-
ben. Dies ist bei Materialien sinnvoll, die in der Realität nicht physikalisch getrennt werden (daher
ist 'MERGEMATERIALS' sehr hoch), für die Sie aber unterschiedliche Randbedingungen simulie-
ren wollen. Beispiel: Materialien, die beim Öffnen der Form gesprüht oder mit einer Schlichte ver-
sehen werden. Wenn Sie später die Funktion 'core open definitions' zum Öffnen der Formteile
nutzen (Î Kap. 2.2.3, Seite 17), achten Sie darauf, für die zusammenhängenden Geometrie-
elemente, für die Sie 'MERGEMATERIALS' nutzen, die gleichen Definitionen vorzunehmen.

2.2.2 Das Fenster 'cycle definitions'

Mit MAGMASOFT® können Sie eine Füll- und Erstarrungssimulation über mehrere aufeinander
folgende Gießzyklen durchführen. Auf diese Weise können Sie das Temperaturverhalten des
Gießsystems über mehrere Gießzyklen hinweg berechnen. Die Parameter, die diesen Mehrfach-
Gießzyklus beschreiben, legen Sie im Fenster 'cycle definitions' fest:
14 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Bild 2-2: Parameter für die Simulation mehrerer Gießzyklen definieren

Die Felder im Fenster 'cycle definitions' haben folgende Bedeutung:


Spalte 'number of cycles' Anzahl der zu simulierenden Zyklen
Spalte 'cycle number' Laufende Nummer des Zyklus
Spalte 'do filling' 'yes' Die Füllung der Form wird in diesem Zyklus berechnet.
Die Temperaturverteilung am Ende der Formfüllung
dient als Startwert für die Simulation der Erstarrung.
KAP. 2: ANWENDUNG VON MAGMAWHEEL 15

Solange Sie keine erneute Simulation der Formfüllung


durchführen, dient diese Temperaturverteilung auch
bei allen weiteren Zyklen als Startwert für die Erstar-
rungssimulation.
'no' Es wird in diesem Zyklus keine Formfüllung simuliert.
Spalte 'fill results' 'yes' Die Ergebnisse der Formfüllsimulation werden in die-
sem Zyklus gespeichert.
Nur so gespeicherte Ergebnisse können Sie im Post-
processor betrachten und auswerten.
'no' Die Ergebnisse der Formfüllsimulation werden in die-
sem Zyklus nicht gespeichert.
Spalte 'solid results' 'yes' Die Ergebnisse der Erstarrungssimulation werden in
diesem Zyklus gespeichert.
'no' Die Ergebnisse der Erstarrungssimulation werden in
diesem Zyklus nicht gespeichert.
'consider casting' 'yes' Nach dem Auspacken des Gußteils in diesem Zyklus
werden das Gußteil und die Form in der Simulation be-
rücksichtigt.
'no' Nach dem Auspacken des Gußteils in diesem Zyklus
wird nur die Form in der Simulation berücksichtigt.
Verwenden Sie diese Option, um Rechenzeit zu spa-
ren, wenn Sie nur an Gußteil-Ergebnissen späterer Zy-
klen interessiert sind, wenn der quasistationäre
Zustand erreicht ist.
Um in den vier letztgenannten Spalten zwischen 'yes' und 'no' zu wechseln, klicken Sie einfach
mit der linken Maustaste auf das entsprechende Feld.
'wait time' Leerlaufzeit [s]
Die Leerlaufzeit können Sie zur Simulation einer Produktionsunterbre-
chung oder der Vorbereitung auf den nächsten Prozeß nutzen. Wäh-
rend dieser Zeit ist die Form offen. Der Zeitpunkt der Formschließung
(angegeben im Feld 'die closing') verschiebt sich folglich um die defi-
nierte 'wait time'.
16 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Standardmäßig erscheint hier '0.00'. Die Einheit ist Sekunden. Wenn


Sie eine andere Wartezeit definieren wollen, klicken Sie auf das Feld
des entsprechenden Zyklusses. Ein kleines Fenster namens 'wait time
defines' erscheint. Geben Sie hier die gewünschte Wartezeit ein und
bestätigen Sie mit 'ok'. Das Fenster schließt sich, und die angegebene
Zeit erscheint in der Spalte 'wait time'.
'die opening' Dieser Parameter wird hier nicht benutzt. Die Steuerung der Formöff-
nung erfolgt im Fenster 'core open definitions' (Î Kap. 2.2.3, Seite 17).
'opening parameter' Dieser Parameter wird hier nicht benutzt. Die Steuerung der Formöff-
nung erfolgt im Fenster 'core open definitions' (Î Kap. 2.2.3, Seite 17).
'die closing' Art der Steuerung für das Schließen der Form
Das Schließen der Form kann abhängig von der Zeit oder von der Tem-
peratur erfolgen. Wählen Sie die gewünschte Option. Der zugehörige
Parameter wird im Feld 'closing parameter' definiert.
'closing parameter' Parameter, der das Schließen der Form bestimmt.
Haben Sie unter 'die closing' die Option 'time' (Zeit) gewählt, so geben
Sie den gewünschten Zeitpunkt der Formschließung ein. Beachten Sie,
daß die Zeit vom Öffnen des letzten Formteils an gezählt wird.
Haben Sie unter 'die closing' die Option 'temperature' gewählt, so geben
Sie die maximale Temperatur an, bei deren Unterschreiten die Form
geschlossen werden soll. Für die Mittlung der maximalen Temperatur
werden alle Kerne berücksichtigt.
Wenn der Parameter 'wait time' ungleich '0' ist, verschiebt sich die
Formschließung für den jeweiligen Zyklus um die entsprechende Zeit.
Dies gilt auch, wenn Sie die Option 'temperature' wählen.
'lead time' Zeit [s] vom Schließen der Form bis zum Beginn der nächsten Füllpha-
se.
Sie sollten die Zeit für 'lead time' so wählen, daß das Füllen des Steig-
rohrs mit Schmelze gewährleistet ist.
KAP. 2: ANWENDUNG VON MAGMAWHEEL 17

2.2.3 Das Fenster 'core open definitions'

In diesem Fenster definieren Sie die Öffnung der verschiedenen Formteile (Seitenschieber,
Oberkern etc.) nach dem Abguß. MAGMAwheel stellt Ihnen drei Möglichkeiten für die Steuerung
der Formöffnung zur Verfügung:
'time' Sie können eine Zeit einstellen, die die Öffnung der Form steuert. Die-
ser Zeitpunkt wird vom Beginn eines jeden Zyklus gerechnet.
'temperature' Sie können eine Grenztemperatur als Kriterium für die Formöffnung de-
finieren:
• Sinkt die berechnete maximale Temperatur in einer bestimmten
Materialgruppe unter diese Grenztemperatur, öffnet sich die Form.
'thermocouple' Sie können eine Grenztemperatur in einem bestimmten Punkt Ihres
Gießsystems definieren (Kontrollpunkte, Thermoelemente):
• Fällt die berechnete Temperatur in diesem Punkt unter die definier-
te Grenztemperatur, öffnet sich die Form.
Sie müssen die Kontrollpunkte zuvor im Preprocessor definieren. Dies
ist in Kap. 3.10, Seite 3-104 des MAGMASOFT® 4.4 Handbuchs be-
schrieben.
18 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Bild 2-3: Öffnung der Formteile / Kerne definieren

In der Liste unten im Fenster 'core open definitions' sind die Materialgruppen aufgeführt, für die
Sie einen Öffnungszeitpunkt definieren müssen. Markieren Sie die entsprechende Zeile, um die
Werte von Seitenschieber ('Side-Core'), Unterkern ('Bottom-Core') etc. einzusehen oder zu defi-
nieren. Existieren bereits Definitionen, so werden die entsprechenden Werte im oberen Bereich
des Fensters angezeigt.
'core identifier' Teil des Gießsystems, dessen Öffnungsverhalten dargestellt ist (z.B.
'Bottom-Core – 1').
'controlled by' Art der Steuerung für die Öffnung
Die Öffnung kann basierend auf einer Zeit ('time'), einer maximalen
Temperatur in einer Materialgruppe ('temperature') oder einer lokalen
Temperatur ('thermocouple') erfolgen.
'control value (open)' In diesem Feld wird der erste Parameter angezeigt, der die Öffnung der
Form kontrolliert. Der Parameter hängt von der Art der Steuerung ab,
die Sie im Feld 'controlled by' festgelegt haben:
KAP. 2: ANWENDUNG VON MAGMAWHEEL 19

'time' Zeit [s]


'temperature' Temperatur [°C]
'thermocouple' Temperatur [°C]
'control parameter' Zweiter Parameter, der die Formöffnung steuert. Wie zuvor hängt die-
ser Parameter von der im Feld 'controlled by' definierten Steuerung ab:
'time' (Nicht in Verwendung)
'temperature' Materialgruppe / MAT ID, in der die maximale Tem-
peratur als Kriterium herangezogen wird
'thermocouple' Koordinaten, Nummer des Kontrollpunktes / Ther-
moelementes
Möchten Sie Parameter neu eingeben oder ändern, gehen Sie wie folgt vor:

Ö Wählen Sie das gewünschte Formteil aus der Liste ('Side-Core', 'Bottom-Core' etc.), dessen
Öffnungsverhalten Sie definieren wollen.

Ö Betätigen Sie die mittlere Maustaste oder die Schaltfläche 'options', um das Fenster 'open de-
finitions' zu öffnen.

Ö Positionieren Sie den Mauszeiger auf dem Feld 'controlled by' und betätigen Sie die linke
Maustaste. Wählen Sie mit der linken Maustaste einen der möglichen Typen aus, die hier er-
scheinen ('time', 'temperature', 'thermocouple').

Ö Abhängig von Ihrer Wahl ('time', 'temperature' oder 'thermocouple'), gehen Sie bitte vor wie in
den folgenden drei Kapiteln beschrieben.

Öffnung über die Zeit steuern

Ö Wählen Sie 'controlled by' und die Option 'time'.

Ö Geben Sie die Zeit für die Formöffnung im Feld 'control value (open)' ein. Die Zeit wird vom
Beginn der Formfüllung des jeweiligen Zyklus gerechnet (Î Bild 1-2, Seite 7).
20 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Bild 2-4: Formöffnung über die Zeit steuern

Ö Bestätigen Sie Ihre Wahl mit 'ok'. Die Parameter werden für die ausgewählte Form gespei-
chert.

Öffnung über max. Temperatur steuern

Ö Wählen Sie 'controlled by' und die Option 'temperature'.

Ö Geben Sie im Feld 'control value (open)' die gewünschte Temperaturgrenze an.

Ö Wählen Sie in der Liste unten mit der linken Maustaste eine Materialgruppe aus. Die ausge-
wählte Materialgruppe erscheint im Feld 'control parameter'.

Wenn die berechnete maximale Temperatur in dieser Materialgruppe unter die im Feld 'con-
trol value (open)' definierte Temperaturgrenze fällt, öffnet die ausgewählte Form.
KAP. 2: ANWENDUNG VON MAGMAWHEEL 21

Bild 2-5: Öffnung über maximale Temperatur steuern

Ö Bestätigen Sie Ihre Wahl mit 'ok'. Die neuen Parameter werden für die ausgewählte Form ge-
speichert.

Öffnung über lokale Temperatur steuern

Ö Wählen Sie 'controlled by' und die Option 'thermocouple'.

Ö Geben Sie im Feld 'control value (open)' die gewünschte Temperaturgrenze ein.

Ö Wählen Sie in der Liste unten mit der linken Maustaste einen Kontrollpunkt aus. (Die Koordi-
naten der Kontrollpunkte sind in der Liste dargestellt). Der ausgewählte Kontrollpunkt wird im
Feld 'control parameter' angezeigt.

Wenn die berechnete Temperatur an diesem Kontrollpunkt unter die im Feld 'control value
(open)' definierte Temperaturgrenze fällt, öffnet die ausgewählte Form.
22 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Bild 2-6: Öffnung über lokale Temperatur steuern

Ö Bestätigen Sie Ihre Wahl mit 'ok'. Die neuen Parameter werden für die ausgewählte Form ge-
speichert.

2.2.4 Fenster 'channel definitions'

In diesem Fenster definieren Sie die Steuerung der Kühlkanäle in der Form. Vorausgesetzt, Sie
haben während der Geometriemodellierung Teile Ihrer Geometrie der Materialgruppe 'Cooling'
zugeordnet, finden Sie diese Kühlkanäle am unteren Rand dieses Fensters auf der linken Seite
aufgelistet. Sie haben drei Möglichkeiten zur Steuerung der Kühlkanäle, die Sie jeweils über die
Schaltfläche 'options' festlegen müssen:
'time' Sie können direkt einen Zeitpunkt für den Beginn und das Ende der
Steuerung (Kühlung oder Aufheizung) angeben. Die Zeiten beziehen
sich auf den Beginn des Zyklus.
'temperature' Sie können Temperaturgrenzen als Kriterium für die Steuerung festle-
gen. Sie haben zwei Möglichkeiten, Kühlung und Aufheizung:
KAP. 2: ANWENDUNG VON MAGMAWHEEL 23

Kühlung: Erreicht die höchste berechnete Temperatur in der gewählten


Materialgruppe die Grenztemperatur 'control value (on)', wird die Küh-
lung gestartet. Sinkt die höchste berechnete Temperatur in der gewähl-
ten Materialgruppe unter eine weitere definierte Grenztemperatur
'control value (off)' ab, so stoppt die Kühlung im entsprechenden Kühl-
kanal. Die Temperatur, die Sie für 'control value (on)' definieren, muß
dabei höher sein als die Temperatur, die Sie unter 'control value (off)'
festlegen.
Die Starttemperatur in der gewählten Materialgruppe muß unterhalb
des Temperaturwertes für 'control value (on)' liegen, damit die Kühlung
bei Erreichen des Temperaturwertes 'control value (on)' eingeschaltet
werden kann.
Aufheizung: Sinkt die niedrigste berechnete Temperatur in der gewähl-
ten Materialgruppe unter die Grenztemperatur 'control value (on)', wird
die Aufheizung gestartet. Erreicht die höchste berechnete Temperatur
in der gewählten Materialgruppe eine weitere definierte Grenztempera-
tur 'control value (off)' ab, so stoppt die Aufheizung im entsprechenden
Kühlkanal. Die Temperatur, die Sie für 'control value (on)' definieren,
muß dabei niedriger sein als die Temperatur, die Sie unter 'control value
(off)' festlegen.
Die Starttemperatur in der gewählten Materialgruppe muß oberhalb des
Temperaturwertes für 'control value (on)' liegen, damit die Aufheizung
bei Unterschreiten des Temperaturwertes 'control value (on)' einge-
schaltet werden kann.
'thermocouple' Sie können eine Temperaturgrenze für bestimmte Punkte (Kontroll-
punkte / Thermoelemente) für die Steuerung festlegen. Auch hier kön-
nen Sie zwischen Kühlung und Aufheizung wählen. Die Funktionalität
ist gleich der von 'temperature'. Einziger Unterschied: Es werden die
gewählten Kontrollpunkte als Medium berücksichtigt, nicht die Material-
gruppe(n).
Bitte beachten Sie, daß Sie die Kontrollpunkte in der Geometriemodel-
lierung definieren müssen (Î Kap. 3.10, Seite 3-104 des MAGMA-
SOFT® 4.4 Handbuchs) und daß die für die Kontrollpunkte definierten
Werte wie unter 'temperature' beschrieben außerhalb des Intervalls
"'control value (on)' bis 'control value (off)'" liegen müssen.
24 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Bild 2-7: Das Fenster 'channel definitions'

Alle als Kühlkanal modellierten Geometrieelemente (Bezeichnung hier: 'channel') sind in der Liste
im unteren Teil Fenster aufgeführt (Bild 2-7). Klicken Sie ggf. auf 'expand', um sicherzustellen,
daß Sie alle Kanäle sehen. Neben jedem Kanal steht seine MAT ID, der festgelegte Steuerungs-
parameter sowie die Art der Steuerung ('cooling' für Kühlung, 'heating' für Aufheizung; wenn Sie
'time' als Parameter wählen, ist die letzte Spalte für diesen Kanal leer).

Möchten Sie die Steuerung eines bestimmten Kühlkanals einsehen oder definieren, markieren
Sie dessen Zeile. Die entsprechenden Daten werden im oberen Teil des Fensters angezeigt:
'channel' Dieses Feld weist den Kühlkanal mit seiner MAT ID aus.
'control type' Die Art der Steuerung wird angezeigt ('time', 'temperature' oder 'thermo-
couple').
'control value (on)' Der erste Parameter zur Steuerung der Kühlung. Der Parameter hängt
von der Art der Steuerung ab, die Sie unter 'options' festgelegt haben:
'time' Zeit [s]
'temperature' Temperaturgrenze (Steuerung an)
KAP. 2: ANWENDUNG VON MAGMAWHEEL 25

'thermocouple' Temperaturgrenze (Steuerung an)


'control value (off)' Der zweite Parameter zur Steuerung der Kühlung. Auch dieser ist ab-
hängig von der Art der Steuerung:
'time' Zeit [s]
'temperature' Temperaturgrenze (Steuerung aus)
'thermocouple' Temperaturgrenze (Steuerung aus)
'control parameter' Der dritte Parameter zur Steuerung der Kühlung. Auch dieser ist abhän-
gig von der Art der Steuerung:
'time' nicht verwendet
'temperature' Materialgruppe / MAT ID, in der die Temperatur als
Kriterium herangezogen wird. Die Temperatur muß,
wie oben beschrieben, außerhalb des Intervalls
"'control value (on)' bis 'control value (off)'" liegen.
'thermocouple' Koordinaten und Nummer des Kontrollpunktes /
Thermoelementes. Dieses muß, wie oben beschrie-
ben, außerhalb des Intervalls "'control value (on)'
bis 'control value (off)'" liegen. Die Starttemperatur
des Thermoelements muß bei einer Aufheizung
kleiner, bzw. bei einer Kühlung größer als der jewei-
lige Grenzwert des Steuerungsintervalls sein.
Möchten Sie neue Daten eingeben oder Parameter ändern, gehen Sie wie folgt vor:

Ö Wählen Sie den Kühlkanal aus der Liste, zu dem Sie neue oder geänderte Daten bezüglich
der Steuerung eingeben wollen. Markieren Sie hierzu die entsprechende Zeile mit der linken
Maustaste.

Wenn Sie mehrere Kühlkanäle definiert haben, müssen Sie 'expand' wählen, um jeden ein-
zelnen Kanal bearbeiten zu können (die 'expand'-Schaltfläche wird daraufhin deaktiviert, wie
in Bild 2-7). Wenn Sie allen Kühlkanälen die gleiche Steuerung zuweisen wollen, können Sie
'hide' wählen. In diesem Fall brauchen Sie die Parameter wie im folgenden beschrieben nur
einmal zu definieren; die Definitionen gelten dann automatisch für alle Kanäle.

Ö Wählen Sie 'options', um neue Daten einzugeben oder bestehende zu ändern.

Ö Wählen Sie im daraufhin erscheinenden Fenster 'channel options' die Funktion 'controlled by'.
Die möglichen Typen für die Steuerung erscheinen ('time', 'temperature', 'thermocouple').
Wählen Sie den gewünschten Typ aus.
26 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Ö Abhängig von Ihrer Wahl gehen Sie bitte vor wie in den folgenden drei Kapiteln beschrieben.

Ö Bestätigen Sie im Fenster 'channel definitions' mit 'ok'. Dies führt Sie in das nächste Fenster
des Simulationssetups.

Beispiel für eine Definition: In Bild 2-7 wurde folgende Steuerung für den markierten Kühlkanal
festgelegt: Der Kühlkanal mit der MAT ID 5 fängt dann an, die Form aufzuheizen, wenn die nied-
rigste berechnete Temperatur in der Materialgruppe 'Cast Alloy', MAT ID 1, 100 °C unterschreitet.
Die Aufheizung stoppt, wenn die niedrigste berechnete Temperatur in dieser Materialgruppe wie-
der 250 °C erreicht.

Anmerkungen:

• Obwohl eine Temperierung in beide Richtungen, Kühlung und Aufheizung, möglich ist, wer-
den durchgängig die Begriffe "Kühlkanal" und "Cooling" verwendet.

• In der 'MAGMA' Datenbank befinden sich einige Datensätze, die den speziellen Anforderun-
gen an Kühlkanäle (Materialklasse 'Cooling') angepaßt wurden. Sie sollten beim Zuweisen
der Materialien unter 'material definitions' immer einen dieser Datensätze wählen. Achten Sie
auch darauf, den passenden Datensatz für die gewünschte Steuerung unter Berücksichti-
gung der definierten Temperaturen auszuwählen. Näheres zu diesen Datensätzen finden Sie
in Kap. 8.2.7, Seite 8-52 des MAGMASOFT® 4.4 Handbuchs.

• Zur Temperatur des Kühlmediums (Wärmebilanz) beachten Sie bitte auch Kap. 2.3, Seite 31.

Kühlung über die Zeit steuern

Ö Wählen Sie 'controlled by' im Fenster 'channel options' und die Option 'time'.

Ö Geben Sie im Feld 'control value (on)' die Zeit – vom Beginn des Zyklus gerechnet – ein, nach
der Sie die Steuerung starten wollen.

Ö Geben Sie im Feld 'control value (off)' die Zeit – vom Beginn des Zyklus gerechnet – ein, nach
der Sie die Steuerung beenden wollen.
KAP. 2: ANWENDUNG VON MAGMAWHEEL 27

Bild 2-8: Kühlkanal über die Zeit steuern

Ö Bestätigen Sie Ihre Wahl mit 'ok'. Die Parameter werden für den ausgewählten Kühlkanal ge-
speichert, und Sie kehren zum Fenster 'channel definitions' zurück.

Kühlung über maximale Temperatur steuern

Ö Wählen Sie 'controlled by' im Fenster 'channel options' und die Option 'temperature'.

Ö Geben Sie die erste Grenztemperatur in das Feld 'control value (on)' ein. Wenn die höchste
berechnete Temperatur in einer bestimmten Materialgruppe (die in der unteren Liste ausge-
wählt wird) diesen Wert über- oder unterschreitet, setzt die Kühlung oder Aufheizung ein.

Ö Geben Sie die zweite Grenztemperatur in das Feld 'control value (off)' ein. Wenn die höchste
berechnete Temperatur in der bestimmten Materialgruppe diesen Wert unter- oder über-
schreitet, stoppt die Kühlung oder Aufheizung.

Für eine Steuerung als Kühlung muß die erste Grenztemperatur höher sein als die zweite.
Umgekehrt muß für eine Steuerung als Aufheizung die erste Grenztemperatur niedriger sein
als die zweite, so wie in Bild 2-9.
28 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Ö Wählen Sie aus der Liste unten im Fenster die Materialgruppe aus, dessen Temperatur als
Steuergröße dienen soll. Sie erscheint im Feld 'control parameter'. Zur besseren Kontrolle der
Temperaturen ist hinter jeder Materialgruppe deren Anfangstemperatur aufgeführt.

Bild 2-9: Kühlkanal über maximale Temperatur steuern

Ö Bestätigen Sie Ihre Wahl mit 'ok'. Die Parameter werden für den ausgewählten Kühlkanal ge-
speichert, und Sie kehren zum Fenster 'channel definitions' zurück.

Kühlung über lokale Temperatur steuern

Ö Wählen Sie 'controlled by' im Fenster 'channel options' und die Option 'thermocouple'.

Ö Geben Sie die erste Grenztemperatur in das Feld 'control value (on)' ein. Wenn die höchste
berechnete Temperatur in einem gewählten Thermoelement (das in der unteren Liste ausge-
wählt wird) diesen Wert über- oder unterschreitet, setzt die Kühlung oder Aufheizung ein.

Ö Geben Sie die zweite Grenztemperatur in das Feld 'control value (off)' ein. Wenn die höchste
berechnete Temperatur im gewählten Thermoelement diesen Wert unter- oder überschreitet,
stoppt die Kühlung oder Aufheizung.
KAP. 2: ANWENDUNG VON MAGMAWHEEL 29

Für eine Steuerung als Kühlung muß die erste Grenztemperatur höher sein als die zweite, so
wie in Bild 2-10. Umgekehrt muß für eine Steuerung als Aufheizung die erste Grenztempera-
tur niedriger sein als die zweite.

Ö Wählen Sie in der Liste unten den Kontrollpunkt (Thermoelement) aus, dessen berechnete
Temperatur als Steuergröße dienen soll. Die Koordinaten des Punktes erscheinen anschlie-
ßend im Feld 'control parameter'.

Bild 2-10: Kühlkanal über lokale Temperatur steuern

Ö Bestätigen Sie Ihre Wahl mit 'ok'. Die Parameter werden für den ausgewählten Kühlkanal ge-
speichert, und Sie kehren zum Fenster 'channel definitions' zurück.

2.2.5 Parameter für Erstarrungssimulation festlegen

Definieren Sie die Parameter im Fenster 'solidification definitions' wie von MAGMASOFT® ge-
wohnt. Beachten Sie jedoch folgendes:
30 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

• Wenn Sie das Kriterium zur Nachspeisung ('FEEDING') im Postprocessor darstellen wollen,
müssen Sie den Nachdruck (für druckunterstützte Erstarrung) mit der Option MAGMApressu-
rize berechnen (Î Kap. 5, Seite 45).

• Wenn Sie 'calculate feeding', aber nicht die Option MAGMApressurize aktiviert haben, er-
scheint eine Warnmeldung (Bild 2-11). Wählen Sie hier 'no', kehren Sie in das 'options'-Fen-
ster zurück und aktivieren Sie die Berechnung des Nachdrucks mit MAGMApressurize.

Bild 2-11: Warnmeldung zur Nachspeisung

Falls Sie im Fenster 'material definitions' über die Datenbanken Materialzuordnungen inner-
halb der Materialklasse 'Cast Alloy' geändert haben, erscheint ebenfalls eine Warnmeldung,
die Sie darauf hinweist, daß die Kriteriumstemperaturen und der Wert für den Umfang der
Nachspeisung geprüft und ggf. geändert werden müssen. Näheres dazu finden Sie in Kap.
5.2.7, Seite 5-52 pp (Abschnitt "Weitere Informationen") des MAGMASOFT® 4.4 Handbuchs.
Falls beide Fälle eintreten, erscheinen beide Warnmeldungen zusammen in einem Fenster.

• Wenn Sie das Sprühen und Ausblasen der Form simulieren, müssen Sie die Option MAGMA-
spray über 'spray process' Î 'yes' aktivieren. Näheres finden Sie in Kap. 3, Seite 33.
KAP. 2: ANWENDUNG VON MAGMAWHEEL 31

2.3 Wärmebilanz

Sie können die Wärmeflüsse von Materialien und definierten Teilprozessen, z.B. Sprühen der
Form, sowie von Kühlkanälen darstellen. Auf die entsprechenden Ausgaben des Programms grei-
fen Sie über drei Funktionen des 'info'-Menüs zu. Diese sind in Kap. 9.8, Seite 9-15 des MAGMA-
SOFT® 4.4 Handbuchs beschrieben.
32 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH
KAP. 3: MAGMASPRAY 33

3 MAGMAspray

3.1 Einleitung

Im Serienguß (insbesondere Druckguß) wird zwischen den einzelnen Gießzyklen durch Sprühen
und anschließendes Ausblasen (Bild 3-1) Trennmittel auf die Form aufgetragen. Dabei werden
der Form abhängig von den verwendeten Medien und der Dauer oft erhebliche Wärmemengen
entzogen, was zu einer Verkürzung der Prozeßzyklen führen kann.

Bild 3-1: Kühlen der Form durch Sprühen

Die MAGMASOFT® Option MAGMAspray simuliert die durch das Sprühen und Blasen bedingte
Abkühlung der Form. "Sprühen" simuliert den Auftrag handelsüblicher wasserlöslicher Trennstof-
fe, "Blasen" das anschließende Trocknen der Form mittels Druckluft. Die Kühlung wird für alle Flä-
chen der Form berücksichtigt, die Kontakt mit den Materialgruppen 'Cast Alloy', 'Core', 'Feeder',
'Feederneck', 'Gating', 'Filter' und 'Ingate' haben. Kontaktflächen der Form mit den Materialgrup-
34 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

pen 'Inlet', 'Stalk' und 'Biscuit' werden nicht gekühlt. Tab. 3-1 zeigt, welche Materialgruppen für die
Form abhängig von den verwendeten MAGMASOFT® Modulen zur Verfügung stehen.

Modul Materialgruppe im Preprocessor

Standard MAGMASOFT® Dauerform 'PERMM' / 6

Druckgußverfahren Dauerform 'PERMM' / 6


(MAGMAhpdc) Schieber 'SIDEC' / 21
Bewegliche Formhälfte 'EJECTOR' / 22
Feste Formhälfte 'COVER' / 23

Niederdruckgußverfahren Dauerform 'PERMM' / 6


(MAGMAlpdc) Seitenschieber 'SIDEC' / 21
Oberkern 'TOPC' / 22
Unterkern 'BOTTC' / 23

Rädergußverfahren Dauerform 'PERMM' / 6


(MAGMAwheel) Seitenschieber 'SIDEC' / 21
Oberkern 'TOPC' / 22
Unterkern 'BOTTC' / 23

Tab. 3-1: Verfügbare Formteile in MAGMASOFT® und einigen Modulen

Um MAGMAspray zu starten, gehen Sie wie folgt vor:

Ö Geben Sie die Simulationsparameter wie gewohnt ein.

Ö Im Fenster 'solidification definitions' gibt es einen Eintrag 'spray process'. Wenn Sie auf die
Schaltfläche rechts neben 'spray process' klicken, erscheint ein kleines Untermenü mit den
Einträgen 'yes' und 'no'. Aktivieren Sie 'yes'. Wenn der Eintrag schon 'yes' lautet, müssen Sie
nochmals auf diesen Eintrag klicken.

Ö Das Fenster 'spray definitions' erscheint (Bild 3-2).


KAP. 3: MAGMASPRAY 35

3.2 Das Fenster 'spray definitions'

Bild 3-2: Definition des Sprühvorgangs

Um MAGMAspray anzuwenden, definieren Sie die einzelnen Prozeßschritte wie im folgenden be-
schrieben.

Beachten Sie, daß die Felder im Fenster 'spray definitions' reine Anzeigefelder sind. Um deren
Einträge zu bearbeiten, wählen Sie die Schaltflächen 'options', 'insert', 'add' oder 'delete'. Diese
Schaltflächen werden am Ende dieses Kapitels beschrieben.

Sie können beliebig viele Prozeßschritte für den Sprühvorgang definieren, die alle in der Liste
'step list' angezeigt werden. Wenn Sie einen Prozeßschritt bearbeiten wollen, müssen Sie ihn zu-
36 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

nächst aktivieren. Dazu klicken Sie mit der linken Maustaste auf die entsprechende Zeile in der
Liste. Die Angaben im mit 'selection' überschriebenen Teil des Fensters oberhalb dieser Liste be-
ziehen sich immer auf den gerade aktiven Prozeßschritt. Sie bedeuten im einzelnen folgendes:
'step' Laufende Nummer des Prozeßschritts
'action' Art des Prozeßschritts:
• Sprühen (spray)
• Blasen (blow)
• Warten (wait)
'controlled by' Parameter für die Kontrolle des Prozeßschritts (wie lange der Prozeß-
schritt dauern soll):
• Zeit (time)
• Temperatur (temperature)
• Temperatur am Thermoelement (thermocouple)
'control value' Wert für die Kontrolle des Prozeßschritts (je nach Wahl unter 'controlled
by'):
• Zeit (time)
• Temperatur (temperature)
• Temperatur am Thermoelement (thermocouple)
'control parameter' Einheit für die Kontrolle des Prozeßschritts (je nach Wahl unter 'control-
led by'):
• (Leer)
• Kontrollierende Materialgruppe mit MAT ID
• Kontrollpunkt mit Koordinaten
'materials' Form-Materialgruppen, die am Prozeßschritt beteiligt sind

Näheres zu diesen Funktionen finden Sie in Kap. 3.3, Seite 38.

Wenn Sie das Fenster zum ersten Mal während der Definition einer Simulation aufrufen, ist be-
reits standardmäßig ein Prozeßschritt definiert, den Sie zunächst bearbeiten müssen. Gehen Sie
wie folgt vor, wenn Sie Prozeßschritte löschen, bearbeiten oder hinzufügen wollen:

Ö Markieren Sie den zu bearbeitenden Schritt in der Liste 'step list'.

Ö Wenn Sie einen Schritt mit allen Einträgen löschen wollen, klicken Sie auf 'delete'.
KAP. 3: MAGMASPRAY 37

Ö Wenn Sie den standardmäßig eingestellten ersten Schritt oder später definierte Schritte be-
arbeiten wollen, klicken Sie auf 'options'. Alternativ dazu können Sie den Schritt markieren
und die mittlere Maustaste betätigen.

Ö Wenn Sie einen Schritt hinter einen bereits definierten Schritt einfügen wollen, klicken Sie auf
'add'.

Ö Wenn Sie einen Schritt vor einen bereits definierten Schritt einfügen wollen, klicken Sie auf
'insert'.

Die letzten drei Aktionen führen Sie jeweils in das Fenster 'spray options' (Bild 3-3).

! Wenn der Sprühvorgang nicht unmittelbar nach Trennung des letzten Formteils vom
Gußstück (Auswerfen) einsetzen soll, müssen Sie als ersten Prozeßschritt 'wait' mit der
entsprechenden Zeit definieren. Wenn Sie das Sprühen also z.B. vier Sekunden nach
Lösen des letzten Formteils starten wollen, müssen Sie unter 'action' die Option 'wait',
unter 'controlled by' die Option 'time' und unter 'control value' den Wert '4' definieren.
38 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

3.3 Das Fenster 'spray options'

Bild 3-3: Prozeßschritte editieren

Ö Die im Fenster 'spray definitions' angezeigten Werte können Sie hier editieren. Der oberste
Eintrag, 'step', kann nicht verändert werden. Er zeigt den gerade aktiven Prozeßschritt an, auf
den sich alle folgenden Angaben beziehen:
'action' 'spray': Sprühen der unter 'materials' festgelegten Formteile
(Materialgruppen) wird als Prozeßschritt festgelegt
KAP. 3: MAGMASPRAY 39

'blow': Blasen der unter 'materials' festgelegten Formteile


(Materialgruppen) wird als Prozeßschritt festgelegt.
'wait': Warten auf den nächsten Schritt (Sprühen oder Bla-
sen) wird als Prozeßschritt festgelegt.
'controlled by' 'time': Der Prozeßschritt dauert <n> Sekunden.
'temperature' Der Prozeßschritt wird beendet, wenn die Tempera-
tur der gewählten Materialgruppe (siehe 'control pa-
rameter' und 'parameter list') den angegebenen
Wert unterschreitet.
'thermocouple' Der Prozeßschritt wird beendet, wenn die Tempera-
tur am gewählten Kontrollpunkt (Typ 'THERMO')
den angegebenen Wert unterschreitet.
Beachten Sie zum Thema "Kontrollpunkte" bitte
auch Kap. 3.10, Seite 3-104 des MAGMASOFT®
4.4 Handbuchs.
'control value' '[s]' wenn Sie 'time' gewählt haben.
'[°C]' wenn Sie 'temperature' oder 'thermocouple' gewählt
haben.
'control parameter' (leer) wenn Sie 'time' gewählt haben.
kontrollierende Ma-wenn Sie 'temperature' gewählt haben. Die Liste der
terialgruppe verfügbaren Materialgruppen wird unter 'parameter
list' angezeigt.
Kontrollpunkt-Ko- wenn Sie 'thermocouple' gewählt haben. Die Liste
ordinaten (x,y,z) der verfügbaren Thermoelemente wird unter 'para-
meter list' angezeigt.
'parameter list' (leer) Wenn Sie 'time' gewählt haben, ist die Liste deakti-
viert.
Materialgruppenli- Wenn Sie 'temperature' gewählt haben, erscheinen
ste hier alle Materialgruppen, ggf. mit den einzelnen
MAT IDs. Rechts neben jeder Gruppe ist ihre An-
fangstemperatur aufgelistet (wie in Bild 3-3). Wäh-
len Sie einen Eintrag.
40 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Kontrollpunkt-Ko- Wenn Sie 'thermocouple' gewählt haben, erschei-


ordinaten (x,y,z) nen hier alle im Preprocessor festgelegten Kontroll-
punkt-Koordinaten. Wählen Sie einen Eintrag.
'material list' Hier legen Sie die Form-Materialgruppen fest, die für den gewählten
Prozeßschritt zur Verfügung stehen sollen. Wenn Sie mehrere Materi-
algruppen auswählen wollen, halten Sie während des Klickens mit der
linken Maustaste die SHIFT-Taste gedrückt.
Die Auswahl ist abhängig vom gerade aktiven Modul (siehe obenste-
hende Liste).
Ö Klicken Sie auf 'ok', wenn Sie Ihre Angaben bestätigen wollen. Dies führt Sie zurück in das
Fenster 'spray definitions'. Alle neuen oder geänderten Einträge werden in der Liste 'step list'
aufgeführt. Wenn Sie auf 'cancel' klicken, werden Ihre Angaben nicht gespeichert. Auch in
diesem Fall gelangen Sie in das Fenster 'spray definitions' zurück.

Ö Klicken Sie im Fenster 'spray definitions' auf 'ok', um Ihre Definitionen für MAGMAspray zu
speichern und zu beenden. Wenn Sie auf 'cancel' klicken, brechen Sie die Eingabe ohne
Speicherung ab. In beiden Fällen gelangen Sie zurück in das Fenster 'solidification definiti-
ons'.

In den beiden in Kap. 3.2 und 3.3 beschriebenen Fenstern ist folgendes definiert:

• Vier Prozeßschritte (zeitliche Abfolge: Warten, Sprühen der Form, Warten, Blasen der Form).

• Der erste Prozeßschritt, Warten ('wait'), ist definiert, da das Sprühen erst vier Sekunden nach
Lösen des letzten Formteils einsetzen soll.

• Der zweite Prozeßschritt, Sprühen der Form ('spray'), wird beendet, wenn die Temperatur der
Materialgruppe 'Permanent Mold', MAT ID 1, 350 °C unterschreitet.

• Die Dauer des dritten und des vierten Prozeßschritts (Warten und Blasen der Form) wird
durch den 'controlled by'-Parameter 'time' (Zeit) festgelegt.

! Wenn Sie einen Sprühprozeß definiert und danach neue Materialgruppen hinzugefügt
oder geändert haben, müssen Sie die entsprechenden Parameter beim erneuten
Durchlaufen des Simulationssetups gegebenenfalls (neu) definieren. Sowohl beim Hin-
zufügen als auch beim Entfernen von Materialien müssen Sie das Fenster 'spray defini-
tions' öffnen und mit 'ok' wieder schließen, auch wenn Sie dort keine Änderungen
vornehmen. Ansonsten akzeptiert das Simulationssetup die Änderungen nicht.
KAP. 4: MAGMACOAT 41

4 MAGMAcoat

In Seriengußverfahren können Sie die Formoberfläche durch den Auftrag eines Trennmittels für
den nächsten Gießzyklus vorbereiten. Eine solche Behandlung führt zu einer besseren Oberflä-
che der zu produzierenden Gußteile. Der Trennmittelauftrag erfolgt am Ende eines Produktions-
zyklus, wenn das Gußteil aus der Form entnommen ist und die Form geöffnet ist (Bild 4-1).

Bild 4-1: Auftragen eines Trennmittels auf die Form

Der Auftrag eines Trennmittels auf die Formoberflächen wirkt kühlend und beeinflußt so das ther-
mische Verhalten des Gießsystems. Diesen Effekt können Sie mit der Option MAGMAcoat simu-
lieren. Der Kühleffekt wird für alle Flächen der Form berücksichtigt, die während der Erstarrung
Kontakt haben mit den Materialgruppen 'Cast Alloy', 'Feeder', 'Feederneck', 'Gating', 'Filter' und
'Ingate'. Für die Kontaktflächen zwischen der Form und den Materialgruppen 'Inlet', 'Stalk' sowie
42 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

'Biscuit' nimmt das Programm keinen Kühleffekt an. Tab. 4-1 zeigt die für MAGMAhpdc, MAG-
MAlpdc und MAGMAwheel verfügbaren Materialgruppen der Form.

Modul Materialgruppe im Preprocessor

Standard MAGMASOFT® Dauerform 'PERMM' / 6

Druckgußverfahren Dauerform 'PERMM' / 6


(MAGMAhpdc) Schieber 'SIDEC' / 21
Bewegliche Formhälfte 'EJECTOR' / 22
Feste Formhälfte 'COVER' / 23

Niederdruckgußverfahren Dauerform 'PERMM' / 6


(MAGMAlpdc) Seitenschieber 'SIDEC' / 21
Oberkern 'TOPC' / 22
Unterkern 'BOTTC' / 23

Rädergußverfahren Dauerform 'PERMM' / 6


(MAGMAwheel) Seitenschieber 'SIDEC' / 21
Oberkern 'TOPC' / 22
Unterkern 'BOTTC' / 23

Tab. 4-1: Verfügbare Formteile in MAGMASOFT® und einigen Modulen

Gehen Sie wie folgt vor, um die Abkühlungseffekte, verursacht durch den Auftrag eines Trennmit-
tels, in der Simulation zu berechnen:

Ö Geben Sie die Simulationsparameter in gleicher Weise ein wie bei MAGMASOFT® Standard.

Ö Bevor Sie die Parameter für die Formfüllung und die Erstarrung festlegen, erscheint das Fen-
ster 'options' (Bild 4-2). (Wenn mehr als eine Option installiert ist, erscheinen weitere Optio-
nen in diesem Fenster.) Wählen Sie für 'Die Coating' die Einstellung 'yes'.
KAP. 4: MAGMACOAT 43

Bild 4-2: Option 'Die Coating' aktivieren

Ö Wählen Sie im Fenster 'options' den Schalter 'parameters', um die Zeiten für den Auftrag zu
definieren. Das Fenster 'coating parameters' erscheint (Bild 4-3).

Bild 4-3: Auftragszeiten definieren

! Verwenden Sie 'reset', um alle Einstellungen im Fenster 'coating parameters' auf die Ur-
sprungswerte zurückzusetzen.
'start coating at' Beginn des Trennmittelauftrags [s]
Die Zeitangabe bezieht sich auf den Zeitraum zwischen der vollständi-
gen Entnahme des Gußteils aus der Form und dem Beginn des Auf-
trags. Wenn der Trennmittelauftrag z.B. 60 Sekunden nach Lösen des
letzten Formteils einsetzen soll, geben Sie den Wert '60' ein.
'stop coating at' Ende des Trennmittelauftrags [s]
44 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Die Zeitangabe bezieht sich auf den Zeitraum von der vollständigen
Entnahme des Gußteils aus der Form und dem Ende des Auftrags.
Wenn der Trennmittelauftrag z.B. 60 Sekunden nach der Entnahme des
Gußteils beginnt und 30 Sekunden dauern soll, geben Sie den Wert '90'
ein.
Der durch den Auftrag des Trennmittels veränderte Wärmeübergang wird in MAGMASOFT® si-
muliert unter Verwendung des Datensatzes 'default.coat' (MAGMAdata Î Datentyp 'Boundary').
Beachten Sie, daß der Kühlungseffekt für jeden Zyklus berücksichtigt wird, wenn Sie mehrere Zy-
klen berechnen.
KAP. 5: MAGMAPRESSURIZE 45

5 MAGMApressurize

5.1 Einführung

Während der Erstarrung verringert sich das Volumen der Schmelze. Dieser Volumenschwund
wird bei den meisten Gießvorgängen durch schwerkraftbedingte Nachspeisung kompensiert.
Beim Druckguß wird der Gießkolben mit einem Nachdruck beaufschlagt, um die Nachspeisung
zu ermöglichen (Bild 5-1). Der Nachdruck wird während der Erstarrung auf die Schmelze aufge-
bracht.

Bild 5-1: Druckunterstützte Erstarrung

Mit der Option MAGMApressurize können Sie den Effekt der druckunterstützten Erstarrung in
MAGMASOFT® simulieren. Gehen Sie wie folgt vor:

Ö Geben Sie die Simulationsparameter in gleicher Weise ein wie bei MAGMASOFT® Standard.
46 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Ö Bevor Sie die Parameter für die Formfüllung und die Erstarrung festlegen, erscheint das Fen-
ster 'options' (Bild 5-2). (Wenn weitere Optionen installiert sind, erscheinen die anderen Op-
tionen ebenfalls in diesem Fenster.)

Bild 5-2: Option 'Pressurize' aktivieren

Ö Wählen Sie für 'Pressurize' die Einstellung 'yes', um das Anlegen eines Nachdrucks in der Si-
mulation zu berücksichtigen.

Ö Wählen Sie 'parameters', um die Parameter für den angelegten Druck zu definieren. Das Fen-
ster 'pressurize parameters' erscheint.

Ö Definieren Sie den Druckverlauf als Funktion der Zeit.


KAP. 5: MAGMAPRESSURIZE 47

Bild 5-3: Druckunterstützte Erstarrung über festgelegte Punkte definieren

Sie haben zwei Möglichkeiten:

• Sie können den Druckverlauf über eine Kurve mit festgelegten Punkten und Parametern de-
finieren. In diesem Fall müssen Sie unter 'definition type' die Option 'Ramp' wählen (Bild 5-3;
dies ist auch die Standardeinstellung). Im Fenster 'pressurize parameters' finden Sie dann die
gleichen Notationen wie in Bild 5-1. Dies ist in Kap. 5.2, Seite 48 näher beschrieben.

• Sie können den Druckverlauf über eine freie Kurve definieren, deren Koordinaten Sie selber
festlegen müssen. In diesem Fall müssen Sie unter 'definition type' die Option 'Curve' wählen.
Dies ist in Kap. 5.3, Seite 51 näher beschrieben.

In beiden Fällen müssen Sie 'ok' im Fenster 'pressurize parameters' wählen, um zurück zum 'op-
tions'-Fenster zu gelangen.
48 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

5.2 Druck über festgelegte Kurve definieren

Wenn Sie im Fenster 'pressurize parameters' unter 'definition type' die Option 'Ramp' wählen, kön-
nen Sie den Druckverlauf über die in Bild 5-3 abgebildeten Parameter definieren. Gehen Sie wie
folgt vor:

Ö Der Druck steigt vom Anfangsdruck 'starting pressure' zum Arbeitsdruck 'working pressure'
innerhalb der Zeit 'pressure setup time'. Geben Sie die entsprechenden Werte ein.

Ö Der Arbeitsdruck 'working pressure' bleibt konstant bis zum Erreichen einer von Ihnen festge-
legten Bedingung. Sie müssen diese Bedingung im Feld 'reduction controlled by' definieren.
Sie können die Druckreduzierung steuern über die Zeit, über eine maximale Temperatur in-
nerhalb einer Materialgruppe oder über eine lokale Temperatur ('thermocouple'). Diese Mög-
lichkeiten sind in den folgenden drei Unterkapiteln erläutert.

Ö Wenn die Steuerung für die Druckreduzierung definiert ist, geben Sie im Feld 'pressure reduc-
tion time' den Zeitraum an, über den sich die Druckreduzierung erstrecken soll (Î Bild 5-1,
Seite 45).

Ö Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit 'ok'. Dies führt Sie zurück in das Fenster 'options'.

5.2.1 Druckreduzierung über die Zeit steuern

Ö Führen Sie den Mauszeiger in das Feld 'reduction controlled by' und betätigen Sie die linke
Maustaste. Wählen Sie aus dem Menü, das nun erscheint, die Option 'Time' (Bild 5-4).

Ö Geben Sie im Feld 'start reduction after' die Zeit ein, bei der die Druckreduzierung beginnen
soll. Beachten Sie, daß diese Zeit vom Ende der Druckaufbauphase an gerechnet wird ('pres-
sure setup time', Î Bild 5-1, Seite 45).
KAP. 5: MAGMAPRESSURIZE 49

Bild 5-4: Steuerung über die Zeit

Ö Bestätigen Sie Ihre Wahl mit 'ok'.

5.2.2 Druckreduzierung über maximale Temperatur steuern

Ö Führen Sie den Mauszeiger in das Feld 'reduction controlled by' und betätigen Sie die linke
Maustaste. Wählen Sie aus dem Menü, das nun erscheint, die Option 'Temperature' (Bild
5-5).

Ö Klicken Sie auf die Schaltfläche rechts neben 'controlling material'. Wählen Sie im Fenster,
das nun erscheint, die Materialgruppe für die Steuerung der Druckreduzierung aus und be-
stätigen Sie mit 'ok'.

Ö Geben Sie im Feld 'threshold temperature' die gewünschte Temperaturgrenze ein, die den
Beginn der Druckreduzierung steuern soll.
50 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Bild 5-5: Steuerung über maximale Temperatur

Ö Wenn die berechnete maximale Temperatur der im Feld 'controlling material' ausgewählten
Materialgruppe unter die im Feld 'threshold temperature' definierte Temperatur sinkt, beginnt
die Druckreduzierung.

Ö Bestätigen Sie Ihre Wahl mit 'ok'.

5.2.3 Druckreduzierung über lokale Temperatur steuern

Ö Führen Sie den Mauszeiger in das Feld 'reduction controlled by' und betätigen Sie die linke
Maustaste. Wählen Sie aus dem Menü, das nun erscheint, die Option 'Thermocouple' (Bild
5-6).

Ö Klicken Sie auf die Schaltfläche rechts neben 'controlling thermocouple'. Wählen Sie im Fen-
ster, das nun erscheint, den gewünschten Kontrollpunkt für die Steuerung der Druckreduzie-
rung aus und bestätigen Sie mit 'ok'.
KAP. 5: MAGMAPRESSURIZE 51

Beachten Sie, daß Sie die Kontrollpunkte für die Steuerung schon im Preprocessor definieren
müssen. Weitere Informationen finden Sie in Kap. 3.10, Seite 3-104 des MAGMASOFT® 4.4
Handbuchs.

Ö Geben Sie im Feld 'threshold temperature' die Temperaturgrenze für die Steuerung der
Druckreduzierung ein.

Bild 5-6: Druck über lokale Temperatur steuern

Ö Die Druckreduzierung beginnt, wenn die Temperatur an dem unter 'controlling thermocouple'
ausgewählten Kontrollpunkt unter die Temperatur fällt, die Sie unter 'threshold temperature'
definieren.

Ö Bestätigen Sie Ihre Wahl mit 'ok'.

5.3 Druckverlauf über freie Kurve definieren

Wenn Sie im Fenster 'pressurize parameters' unter 'definition type' die Option 'Curve' wählen, kön-
nen Sie den Druckverlauf frei über eine eigene Kurve definieren. In diesem Fall haben die in Kap.
52 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

5.2, Seite 48 beschriebenen Parameter keine Bedeutung. Es erscheint das folgende Fenster (Bild
5-7).

Bild 5-7: Druckunterstützte Erstarrung als freie Kurve definieren

Gehen Sie wie folgt vor:

Ö Wählen Sie 'edit'. Es erscheint ein Fenster, in dem Sie die einzelnen Koordinaten der Kurve
als Stützstellen definieren können (Bild 5-8).
KAP. 5: MAGMAPRESSURIZE 53

Bild 5-8: Stützstellen für freie Kurve festlegen

Ö Geben Sie die Stützstellen der Kurve als Wertepaare unter 'New value pair' ein (Druck in mbar
/ Zeit in s). Trennen Sie die beiden Werte jeweils durch ein Leerzeichen und wählen Sie dann
'insert'. Daraufhin erscheint das Wertepaar in der Liste rechts oben und die Koordinate er-
scheint im Diagramm links.

Ö Wenn Sie eine Stützstelle löschen wollen, markieren Sie sie in der Liste und wählen 'delete'.
Wenn Sie alle Stützstellen löschen wollen, wählen Sie 'delete all'.

Bestätigen Sie mit 'ok'. Dies führt Sie zurück in das Fenster 'pressurize parameters'. Wenn Sie
dort 'ok' wählen, gelangen Sie zurück in das 'options'-Fenster.
54 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH
KAP. 6: ZUSAMMENFASSUNG DER ARBEITSSCHRITTE 55

6 Zusammenfassung der Arbeitsschritte

6.1 Projektdefinition

• MAGMAwheel Projekte müssen in der Projektverwaltung als 'Wheel Module'-Projekte ange-


legt werden.

6.2 Geometriemodellierung

• Modellieren Sie den Unterkern, die beweglichen Seitenschieber und den beweglichen
Oberkern mit den korrekten, dafür vorgesehenen Materialgruppen.

• Der Schmelzestrom von der Materialgruppe 'Inlet' zur Materialgruppe 'Stalk' muß eindimen-
sional sein. Beachten Sie dies bei der Dimensionierung (siehe auch den Hinweis auf Seite
11).

6.3 Vernetzung

• Da der Schmelzestrom vom 'Inlet' zu 'Stalk' eindimensional sein muß, müssen mindestens
drei Netzschichten der Materialgruppe 'Stalk' den gleichen Querschnitt aufweisen wie die Ma-
terialgruppe 'Inlet'. Erst dann sollte sich der Querschnitt der Materialgruppe 'Stalk' ggf. verrin-
gern (siehe auch den Hinweis auf Seite 11).

6.4 Simulationssetup

• Nutzen Sie den Wärmeübergangskoeffizienten 'MERGEMATERIALS', um einen idealen Wär-


meübergang zwischen zwei Volumen festlegen, die in der Realität nicht physikalisch getrennt
werden, für die Sie aber unterschiedliche Randbedingungen simulieren wollen (siehe auch
Kap. 2.2.1, Seite 13).

• Definieren Sie das Öffnen der verschiedenen Formteile während des Rädergußverfahrens
über 'core open definitions' (also nicht über 'cycle definitions').
56 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

• Definieren Sie die Steuerung der Kühlkanäle in der Form über 'channel definitions', sofern Sie
Kühlkanäle in der Geometrie modelliert haben (Materialgruppe 'COOLING').

• Simulieren Sie ggf. eine Kühlung der Form durch den Auftrag eines Trennmittels auf die
Formoberfläche mit der Option MAGMAcoat ('options' Î 'Die Coating').

• Wenn Sie Nachspeisungsergebnisse im Postprocessor betrachten wollen, müssen Sie die


druckunterstützte Erstarrung mit der Option MAGMApressurize berechnen ('options' Î 'Pres-
surize').

• Wenn Sie den Druck als Randbedingung für das Einfließen der Schmelze in die Form wählen
('filling depends on' Î 'pressure'), muß die Füllrichtung in Richtung der z-Achse liegen (+z
oder -z).

• Simulieren Sie ggf. die durch das Sprühen und Blasen bedingte Abkühlung der Form mit der
Option MAGMAspray ('solidification definitions' Î 'spray process').

6.5 Zusätzliche Informationen

• Listen Sie über drei Funktionen des 'info'-Menüs ggf. die Wärmebilanz von Materialien und
definierten Teilprozessen sowie von Kühlkanälen auf (Î Kap. 9.8, Seite 9-15 des MAGMA-
SOFT® 4.4 Handbuchs).
KAP. 7: ABBILDUNGSVERZEICHNIS 57

7 Abbildungsverzeichnis

Bild 1-1: Konventionelle Rädergußanlage .................................................................................... 6


Bild 1-2: Zeitlicher Ablauf des Rädergußverfahrens ..................................................................... 7
Bild 2-1: Zusätzliche Materialgruppen in MAGMAwheel............................................................. 11
Bild 2-2: Parameter für die Simulation mehrerer Gießzyklen definieren..................................... 14
Bild 2-3: Öffnung der Formteile / Kerne definieren ..................................................................... 18
Bild 2-4: Formöffnung über die Zeit steuern ............................................................................... 20
Bild 2-5: Öffnung über maximale Temperatur steuern................................................................ 21
Bild 2-6: Öffnung über lokale Temperatur steuern...................................................................... 22
Bild 2-7: Das Fenster 'channel definitions' .................................................................................. 24
Bild 2-8: Kühlkanal über die Zeit steuern .................................................................................... 27
Bild 2-9: Kühlkanal über maximale Temperatur steuern............................................................. 28
Bild 2-10: Kühlkanal über lokale Temperatur steuern................................................................. 29
Bild 2-11: Warnmeldung zur Nachspeisung................................................................................ 30
Bild 3-1: Kühlen der Form durch Sprühen .................................................................................. 33
Bild 3-2: Definition des Sprühvorgangs....................................................................................... 35
Bild 3-3: Prozeßschritte editieren................................................................................................ 38
Bild 4-1: Auftragen eines Trennmittels auf die Form................................................................... 41
Bild 4-2: Option 'Die Coating' aktivieren...................................................................................... 43
Bild 4-3: Auftragszeiten definieren .............................................................................................. 43
Bild 5-1: Druckunterstützte Erstarrung........................................................................................ 45
Bild 5-2: Option 'Pressurize' aktivieren ....................................................................................... 46
Bild 5-3: Druckunterstützte Erstarrung über festgelegte Punkte definieren ................................ 47
Bild 5-4: Steuerung über die Zeit ................................................................................................ 49
Bild 5-5: Steuerung über maximale Temperatur ......................................................................... 50
Bild 5-6: Druck über lokale Temperatur steuern ......................................................................... 51
Bild 5-7: Druckunterstützte Erstarrung als freie Kurve definieren ............................................... 52
Bild 5-8: Stützstellen für freie Kurve festlegen ............................................................................ 53
58 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH
KAP. 8: INDEX 59

8 Index

A 'cycle definitions' 12, 13, 14, 55

Anfangsdruck 48
D
Anfangstemperatur 39
Datenbank 30
Arbeitsdruck 48
'MAGMA' 13, 26
Aufheizung der Form 22–29
Dauerform 5, 34, 42
Ausblasen der Form (s.a. "MAGMAspray")
5, 9, 13, 30, 33, 36, 39, 40, 56 'Die Coating' 12, 42, 43, 56

Auspacken 15 Druckbehälter 5

Auswerfen 37 Druckreduzierung 48, 49, 50, 51

druckunterstützte Erstarrung (s.a.


"MAGMApressurize") 5, 9, 12, 30, 45 ff., 56
B
Druckverlauf 46, 47, 48, 51
'Boundary' (Datentyp) 44

E
C
Entnahme des Gußteils 43, 44
'calculate feeding' 30
Erstarrungssimulation 13, 14, 15, 29
'channel definitions' 12, 22, 24, 26, 27, 28,
29, 56

'coating parameters' 43 F

'core open definitions' 12, 13, 16, 17, 18, 'FEEDING' (Kriteriumsergebnis) 30
55
'filling definitions' 12
60 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

'filling depends on' 12, 56 Oberkern 5, 9, 10, 12, 17, 34, 42, 55
Unterkern 5, 9, 10, 12, 18, 34, 42, 55
Fließgeschwindigkeit 5
Kontrollpunkte 17, 21, 23, 25, 36, 39, 40,
Formoberfläche 41, 56
50, 51
Formöffnung 5, 17–22, 41
Kriteriumstemperaturen 30
Formschließen 5, 6, 15, 16
Kühlkanäle 5, 12, 22, 25, 26, 31, 56
Formteile 5, 9, 12, 13, 17, 18, 34, 37, 38, 39,
Kühlung der Form (s.a. "Sprühen der
40, 42, 43, 55
Form") 22–29, 33, 41, 42, 44, 56
Füllrichtung 12, 56

Füllsimulation 12, 13, 15 M

'MAGMA' Datenbank 13, 26


G
MAGMAcoat 9, 41 ff., 56
Geometrieelemente 10, 13, 24
MAGMApressurize 9, 30, 45 ff., 56
Geometriemodellierung 9, 10, 11, 17, 22,
MAGMAspray 9, 30, 33 ff., 56
23, 34, 40, 42, 51, 55
MAT IDs 13, 19, 24, 25, 26, 36, 39, 40
Gießzyklen 5, 12, 13, 14, 15, 33, 44
'material definitions' 12, 26, 30

H Materialgruppen 9, 10, 11, 12, 17, 18, 19,


20, 22, 23, 25, 26, 27, 28, 33, 34, 36, 38, 39,
'heat transfer definitions' 12, 13 40, 41, 42, 48, 49, 50, 55, 56

Materialien 12, 13, 26, 31, 40, 56


I 'MERGEMATERIALS' 13, 55

Inlet 11, 55
N
K Nachdruck (s.a. "MAGMApressurize") 30,
45 ff.
Kerne 9, 10, 12, 16, 18
KAP. 8: INDEX 61

Nachspeisung 13, 30, 45, 56 Simulationssetup 26, 40, 55

'solidification definitions' 13, 29, 34, 40, 56


O
'spray definitions' 34, 35, 38, 40

'options' 42, 43, 46, 47, 48, 53, 56 'spray options' 37, 38

'spray process' 30, 34, 56


P
Sprühen der Form (s.a. "MAGMAspray")
Postprocessor 9, 15, 30, 56 5, 6, 9, 13, 30, 31, 33 ff., 56

Preprocessor siehe "Geometriemodellie- 'start coating at' 43


rung"
Steigrohr 5, 10, 12, 16
'Pressurize' 12, 46, 56
'stop coating at' 43
'pressurize parameters' 46, 47, 48, 51, 53

Produktionsunterbrechung 15 T
Prozeßschritte 35, 36, 38, 40 Temperaturverteilung 14, 15

Thermoelemente 17, 23, 36, 39, 40, 48, 50


R
Trennmittel (s.a. "MAGMAcoat") 5, 9, 12,
Randbedingungen 5, 12, 13, 55, 56 33, 41 ff.

Rechenzeit 15
U

S Überdruck 5

Sandform 5
V
Schieber 5, 9, 12, 17, 18, 34, 42, 55
Vernetzung 11, 55
Schlichte 6, 13
Volumenschwund 45
Simulationsparameter 34, 42, 45
62 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

'wait time' 15, 16

Wärmebilanz 26, 31, 56

Wärmeübergänge 12, 13, 44, 55

Wärmeübergangskoeffizienten 13, 55

Wartezeit 16

'Wheel Module' 9, 55
EIGENE NOTIZEN 63

Eigene Notizen
64 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Eigene Notizen
EIGENE NOTIZEN 65

Eigene Notizen
66 MAGMAWHEEL 4.4 HANDBUCH

Eigene Notizen