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Ortsgruppe Tramin

An die Gemeinderäte
der Marktgemeinde Tramin a.d.W.
Mittels E-Mail

Tramin, am 02. November 2020

Stellungnahme der Gemeinderäte der Süd-Tiroler Freiheit


zu den geplanten Arbeiten in der Dr.-Josef-Noldin-Straße und in
der Parkstraße

Umbauarbeiten notwendig!

Die Maßnahmen der vorhergehenden Gemeindeverwaltung in der Dr.-Josef-Noldin-


Straße und in der Parkstraße sorgten wie bekannt für großes Aufsehen im Dorf – nicht
nur zur „Maschgrazeit“. Und das nicht zu Unrecht, zumal die Dr.-Josef-Noldin-Straße
eine wichtige und vielbefahrene Straße im Dorf ist und die Maßnahmen als Fehlplanung
eingeschätzt werden können: u.a. sind die neu errichteten Fahrbahnteiler sehr hoch
und scharfkantig, sie werden regelmäßig von Fahrzeugen gestreift und beschädigt (die
Fahrzeuge natürlich auch); Bussen und LKWs ist die Vorbeifahrt unmöglich gemacht
worden bzw. nur mehr als Geisterfahrer über die andere Straßenseite möglich; die
Barrieren in der Parkstraße gefährden die Fußgänger mehr, als sie sie schützen, da die
Barrieren z.T. auf dem Fußgängerweg gebaut worden sind und die Fußgänger zum
Ausweichen in die Straße zwingen; eine zufriedenstellende Lösung für den
Fußgängerübergang nahe der Kreuzung zur Weinstraße konnte unserer Meinung nach
auch nicht gefunden werden, da u.a. noch immer eine Beleuchtung des Zebrastreifens
fehlt und die Sicht für Fahrzeuge auf den Zebrastreifen eingeschränkt ist.
Außerdem ist festzustellen, dass sich einige Probleme erst noch zeigen werden:
die Schneeräumungsfahrzeuge werden vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt werden,
wobei es dem Laien zudem ein Rätsel ist, wie Autos den „Inselparcours“ bewältigen

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Stefan Zelger | Roenstraße 22 | 39040 Tramin
+39 333 8047322 | stefan.zelger@suedtiroler-freiheit.com
sollen, wenn sich links und rechts der Fahrbahn der Schnee türmt. Da durch die
Corona-Pandemie in diesem Jahr leider keine Feste auf dem Festplatz stattfinden
konnten, stellte sich das Problem mit den Bussen nicht vordringlich. Das Problem wäre
aber schlagend geworden, wenn die ganzen Busse und Zubringer über die Au hätten
fahren müssen, mit allen Schwierigkeiten, die der „Stich“ zwischen der Au und der
Kaltererseestraße für große Fahrzeuge mit sich bringt. Summa summarum:
Fehlkonstruktionen auf ganzer Linie!
Die Gemeinderatsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit begrüßt ausdrücklich, dass
die Gemeindeverwaltung die Fehler aus der Vergangenheit nun beheben will.

Gemeinderat einbinden!

Da wie erläutert die Dr.-Josef-Noldin-Straße eine der wichtigsten Straßen des Dorfes
ist, die bisherigen Maßnahmen sehr umstritten sind und die Verkehrsplanung eine
zentrale Aufgabe einer jeden Gemeindeverwaltung ist, hätten sich die Gemeinderäte
der Süd-Tiroler Freiheit – auch wenn die angegebenen Gründe des Bürgermeisters für
eine schnelle Lösung durchaus ihre Berechtigung haben – einen Einbezug des
Gemeinderates als Vertretung der Bürger Tramins erwartet und gewünscht.
Damit würde der Gemeinderat aufgewertet werden (was zweifelsfrei auch im
Sinne des Gemeindeausschusses und des Bürgermeisters ist bzw. sein sollte), neue
Ideen könnten entstehen, Transparenz – wie auch in der programmatischen Erklärung
des Bürgermeisters versprochen – wäre durch die Öffentlichkeit der
Gemeinderatssitzungen garantiert und die Verantwortung würde der Gemeinderat
tragen. Eine kurze interne Diskussion in einer informellen Gemeinderatssitzung kann
die oben erwähnten Punkte nicht ersetzen!

Maßnahmen Parkstraße

Die geplanten Maßnahmen in der Parkstraße sind aus unserer Sicht unzureichend und
nicht zufriedenstellend. Die oberste Insel an der Kreuzung Noldin-Straße/Parkstraße
hat einen für Autofahrer „falschen“ Winkel, da die Insel relativ weit in die Straße reicht.
Die Abriebspuren an der Insel sprechen eigentlich für sich! Zur Abbremsung der
Fahrzeuge sollte diese Insel bleiben, aber modifiziert werden. Das geplante Abfasen

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der Randsteine ist aus unserer Sicht notwendig und wird begrüßt. Die zweite Barriere
in der Parkstraße (von der Noldin-Straße kommend auf der rechten Seite) ist aus
unserer Sicht ebenso zurückzubauen wie die letzte Barriere (ebenso auf der rechten
Seite). Diese zwei Barrieren sind für die Sicherheit der Fußgänger nicht nur kaum
nützlich, sondern sogar kontraproduktiv, da die Fahrzeuge Richtung Gehweg gelenkt
werden. Durch die Insel auf der linken Seite werden die Fußgänger gleichzeitig
Richtung Straße gelenkt: ein doppelter Nonsens also. Laut Plan sollen beide
Verkehrsinseln auf der rechten Straßenseite unberührt bleiben. Unserer Meinung nach
sollten sie, wie argumentiert, bestenfalls zurückgebaut oder ansonsten zumindest
abgefast werden.
Der geplanten Umwandlung der Barriere auf der linken Seite in eine
„Pflasterinsel“ stehen wir skeptisch gegenüber. Eine Pflasterinsel stellt zwar eine
deutliche Verbesserung im Vergleich zur bisherigen Situation dar (was auch nicht allzu
schwierig ist), bleibt aber eine – wenn auch nicht große – Barriere für Fußgänger mit
Kinderwagen. Eine Randpflasterung entlang der gesamten Parkstraße wie auf der
Weinstraße z.B. würde eine optische Verengung für die Fahrzeuge bringen und wäre
auch ästhetisch ansprechend.

Die zwei linken Barrieren sollten rückgebaut, die oberste Insel modifiziert werden.

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Maßnahmen Dr.-Josef-Noldin-Straße

Auch einige geplante Arbeiten in der Noldin-Straße sind für uns nicht nachvollziehbar.
Die Anrampung nach der Einfahrt „Weinlandstübl“ ist aus unserer Sicht nicht
notwendig und könnte durch das Abbremsen der Fahrzeuge zu zusätzlicher
Lärmbelastung für die Anwohner führen, da die Anrampung genau vor dem
Weinlandstübl geplant ist. Wir würden wennschon vorschlagen, die Anrampung weiter
südlich zu errichten (vor der Einfahrt Weinlandstübl, wo auch kein Haus direkt von
einer möglichen Lärmbelastung betroffen ist) und stattdessen die Fahrbahnteiler von
der Weinstraße kommend zu entfernen. Skeptisch betrachten wir aus den eingangs
genannten Gründen auch die Beibehaltung der Fahrbahnteiler an der Kreuzung Noldin-
Straße / Parkstraße. Ebenso könnte im oberen Bereich der Noldin-Straße eine
Anrampung angedacht und die Verkehrsinseln gleichzeitig entfernt werden.
Einige der geplanten Maßnahmen finden aber auch unsere Zustimmung. Die
Verbesserung der Übersicht am Zebrastreifen durch die nach hinten verschobene
Mauer finden wir sinnvoll. Angedacht werden sollte in diesem Zusammenhang auch
eine Beleuchtung des Zebrastreifens. Ebenso notwendig erachten wir die Abflachung
der Fahrbahnteiler bzw. Verkehrsinseln, wobei uns nicht klar ist, ob eine „weichere
Kante von 4 cm“, wie im Bericht angeführt, ausreicht. Ebenso unsere Zustimmung
findet das Absenken des Bordsteines vor dem Bildstock Kreuzung Noldin-Straße /
Parkstraße.
Generell sollte der Zustand der Noldin-Straße kritisch hinterfragt werden. Der
Belag auf der gesamten Noldin-Straße wurde schon seit geraumer Zeit nicht erneuert
und stellt mittlerweile einen Flickenteppich dar. Eine Erneuerung des Asphalts sollte in
Betrachtung gezogen werden.

Eine Anrampung wie aktuell geplant lehnen wir ab; die Beibehaltung der Fahrbahnteiler an
der Kreuzung Noldin-Straße / Parkstraße sollte in dieser Form überdacht werden.

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Zusammengefasst

- Maßnahmen in der Noldin-Straße und Parkstraße sind notwendig:


Fahrbahnteiler sind hoch und scharfkantig, werden regelmäßig von Fahrzeugen
gestreift und beschädigt, Busse und LKWs kommen nicht mehr durch, Barrieren
in der Parkstraße gefährden die Fußgänger mehr als sie sie zu schützen,
Zebrastreifen sind nicht beleuchtet.
- Bisherige Maßnahmen waren sehr umstritten, Gemeinderat sollte in die
Neugestaltung eingebunden werden.
- Barrieren in der Parkstraße sollten modifiziert (oberste Insel) und rückgebaut
werden (rechte Inseln); Randpflasterung entlang der ganzen Parkstraße könnte
angedacht werden.
- Anrampung direkt vor Weinlandstübl sollte nicht gebaut werden; wennschon
weiter unten anstatt der Fahrbahnteiler.
- Beibehaltung der Fahrbahnteiler an Kreuzung Noldin-Straße / Parkstraße sollte
in dieser Form überdacht werden.
- Begrüßt werden Abflachung der Inseln, verschobene Mauer im unteren Bereich
der Noldin-Straße, Absenken des Bordsteines vor dem Bildstock.
- Noldin-Straße sollte neu geteert werden.

Wir hoffen, einige konstruktive Anregungen gegeben zu haben und verbleiben mit
freundlichen Grüßen.

Die Gemeinderäte,

Stefan Zelger Peter Frank Maria Kofler

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