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Hausaufgabe zum Text „Musik macht dumm” von W.M.

Stroh

Textarbeit (Absatz „Fazit“):


1. Reproduktion
Der Autor stellt folgende Aspekte dar:
• Ein Musikunterricht, der nur für ein Unterhaltungserlebnis gestaltet ist, fördert die
Intelligenz nicht und hat einen niedrigen Wert.
• Heutzutage wird der Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen in der Tat zur Rolle
einer Werbung für die Schule reduziert. Es wird dafür gesorgt, dass er den Schülern Spaß
macht, anstatt bei Ihnen eine tatsächliche Musikalität und eine praktische Fähigkeit auf
einem hohen Niveu musizieren zu können zu entwickeln.
• Die Musiklehrer sind von den Trends beeinflusst, die durch Programme, die die Musik als
„attraktives Produkt“ verkaufen sollen, diktiert sind und sind damit einverstanden, den
Musikunterricht auf eine Weise zu leiten, an die sie selbst nicht glauben und von welcher sie
wissen, dass sie keine wertvolle Inhälte bietet.
• Der Autor ruft dazu auf, die Einstellung zu ändern und zu einer „handlungsorientiernten und
kritischen“ (statt „erlebnisorientierten“) Pädagogik zurückzukommen; das Lehren auf einem
niedrigen Niveau ist unverantwortlich (kann zur Degradierung der musischen Kultur
führen).

2. Kritische Analyse
• Im Vergleich zu dem Text von O. Nimczik – Musik in der allgemein bildenden Schule
(http://www.miz.org/static_de/themenportale/einfuehrungstexte_pdf/01_BildungAusbildung/
nimczik.pdf ), sind Stroh's Thesen sehr von Pessimismus geprägt.
• Nimczik stellt in seinem Text dar, wie das Programm gestaltet ist. Nach seinem Urteil ist es
vernünftig bedacht und trägt mit sich einein hohen bildenden Wert.

3. Reflexion
• Ich kenne die Problematik der allgemeinbildenden Schulen von eigener Erfahrung nicht (da
ich nicht in Deutschland ausgebildet bin und keinen Kontakt zum Musikunterricht in
Deutschen Schulen hatte). Zu merken ist aber generell ein Trend, dass der Musikunterricht
auf komerziellen Verkauf eingestellt ist, von daher wird das angeboten, was für die
musikalisch-ungebildete Mehrheit der Gesellschaft attraktiv ist – eine einfache Musik die
vor allem zum Spaß und zu der Ablenkung von täglichen Pflichten dienen soll.
• Wichtig zu erwähnen ist aber, das dieses Phenomän tritt auch im Bereich des
Instrumentaleinzelnunterrichts auf. Die Stunden sind sehr teuer und das „wertvolle“
Produkt, dh. eine Ausbildung in Anlehnung an die klassische, „schwierige“ Musik, wird
nicht als solches annerkant, bzw. es wird als unattraktiv betrachtet. Wo das Marktrecht
herrscht, da muss sich das Angebot an die Nachfrage anpassen. Sehr wenige Leute sind
daran interessiert, in die Richtung der klassischen Musik ausgebildet zu werden. Von einer
Seite ist das traurig, von der anderen wird das in der Zukunft den Arbeitsmarkt entlassten, da
weniger professionele Musiker wachsen werden.
• Im Bereich vom privaten Unterricht müssen die Stunden dem Marktrecht unterstehen.
Allerdings, ich persönlich lasse mich dazu nicht herbei, die Musik zu unterrichten, die ich
selbst nicht akzeptiere (was auch nicht heißt dass ich die Pop-Musik völlig meide). Ich
versuche „das Angenehme mit dem Bildendem“ zu verbinden. Ich denke, dass Ausbildung
mit einfacher Musik muss nicht unbedingt ganz künstlerisch wertlos sein. Es hängt zum
großen Teil davon ab, wie man diese Musik vermittelt, zB. auf eine rein reproduktive Weise,
oder auf solche, wo der Schüler danach in der Lage sein wird, die Lieder die er mag selbst
zu erlernen.