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Prof. Dr.

Michael Grimm
Lehrstuhl für Development Economics

Übungsblock 0: Mathematische Grundlagen

0.1 Gegeben sei die Funktion: 𝑓(𝑥) = 𝑥 2


a) Zeichnen Sie die Tangente der Funktion in 𝑥 = 1 und vergleichen Sie den Wert mit der 1.
Ableitung der Funktion für 𝑥 = 1.
b) Wie interpretiert man die 2. Ableitung der Funktion?
c) Ist die Funktion streng monoton steigend?

0.2 Leiten Sie ab!


1
a) 𝑓(𝑥) = 𝑥

b) 𝑓(𝑥) = 𝑒 𝑥
c) 𝑓(𝑥) = 𝑙𝑛⁡(𝑥)
1
d) 𝑓(𝑥) = 𝑎 𝑥𝑙𝑛(𝑥)

e) 𝑓(𝑥) = (√𝑥)−1
𝑝(𝑥)
f) 𝑓(𝑥) = 𝑥
𝑑𝑦
g) 𝑦 = 𝑈(𝑥)2 , mit 𝑈(𝑥) = √𝑥 → Bestimmen Sie 𝑑𝑥 !

h) 𝑓(𝑥1 , 𝑥2 ) = 𝑥1𝑎 𝑥2𝑏


i) 𝑓(𝑥1 , 𝑥2 ) = 𝑒 2𝑥1 𝑥2
j) 𝑓(𝑥1 , 𝑥2 ) = 𝑙𝑛(𝑥1 ) + 𝑥2
𝜎−1 𝜎−1
𝜎 𝜎 𝜎
k) 𝑓(𝑥1 , 𝑥2 , 𝑥3 ) = 𝜎−1 𝑎 (𝑥1 + 𝑥2 ) + 𝑥3

0.3 Die Funktion 𝑇(𝑥) beschreibt den Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Arbeitskräften in der
Weinernte 𝑥 (in Arbeitsstunden) und der geernteten Traubenmenge 𝑇 (in Kilogramm). Erläutern
Sie zunächst allgemein und dann für folgende Funktionen 𝑇(𝑥) die Bedeutung der 1. und 2.
Ableitung. In welchen Einheiten wird die Ableitung interpretiert? Wie kann man die Ableitung
modifizieren, damit sie eine prozentuale Veränderung angibt?
a) 𝑇(𝑥) = 2𝑥
b) 𝑇(𝑥) = √𝑥
c) 𝑇(𝑥) = 𝑥 2

Mikroökononomik Übung WiSe 2020/2021


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0.4 Betrachten Sie die folgende Funktion: 𝐶(𝑥) = 0,04𝑥 3 − 0,9𝑥 2 + 5𝑥


a) Führen Sie eine Kurvendiskussion durch. Ermitteln Sie lokale Maxima bzw. Minima und
Wendepunkte der Funktion.
𝐶(𝑥)
b) Ermitteln Sie . Wo schneidet dieser Ausdruck die 1. Ableitung der Funktion 𝐶(𝑥)? Ermitteln
𝑥

Sie den Punkt bzw. die Punkte.

0.5 Lösen Sie folgende Gleichungssysteme nach 𝑥1 und 𝑥2 , wobei für die übrigen, exogen gegebenen
Parameter gilt: 𝛼, 𝛽, 𝑌 > 0 bzw. 𝑎, 𝑏, 𝑐, 𝑑 > 0 und 𝑐 > 𝑎.
a) (𝐼): 𝑥2 = 𝑎 + 𝑏𝑥1 , (𝐼𝐼): 𝑐 = 𝑥2 + 𝑑𝑥1
𝑌𝑥1 𝑌𝑥2
b) (𝐼): 𝛼 = (𝑥 2
⁡, (𝐼𝐼): 𝛽 = 2
1 +𝑥2 ) (𝑥 1 +𝑥2 )

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Übungsblock 1: Grundlagen des Marktes

1.1 Markt und wettbewerbliches Angebot


a) Was versteht man unter einem Markt?
b) Charakterisieren Sie, was man unter einem wettbewerblichen Angebot versteht. Denken Sie über
ein Beispiel nach.

1.2 Was ist ein Reservationspreis und eine Nachfragekurve? Erläutern Sie den Zusammenhang
zwischen den beiden Konzepten und warum die Nachfragekurve fallend verläuft.

1.3 In der Vorlesung wurde der Markt für Studentenzimmer als einführendes Beispiel einer
mikroökonomischen Analyse betrachtet:
a) Wie bildet sich der Mietpreis für Studentenzimmer, die nahe der Uni (im inneren Ring) liegen?
Was geschieht im Marktgleichgewicht?
b) Wer wird in diesen Zimmern wohnen?

1.4 Nun verändert sich ein wesentlicher Aspekt des betrachteten Marktes: Ein Investor baut einige der
bisherigen Studentenzimmer in Eigentumswohnungen um.[Komparativ-statistische Analyse: Wie
verändert sich ein Gleichgewicht, wenn sich einzelne Aspekte des Marktes ändern (exogener
Schock)?]
a) Die Käufer von Eigentumswohnungen sind Bewohner des inneren Rings, welche ursprünglich
Nachfrager von Studentenzimmern waren, d.h. jedes Studentenzimmer, das in eine Eigentums-
wohnung umgewandelt wird, wird an genau einen ehemaligen Mieter verkauft. Was passiert
mit dem Mietpreis der Studentenzimmer des inneren Rings? Ziehen Sie eine Grafik zur
Veranschaulichung heran.
b) Gehen Sie nun davon aus, dass jede Eigentumswohnung aus zwei Studentenzimmern gebaut
wird. Das heißt, die Eigentumswohnung wird von einem der beiden Studenten gekauft. Was
geschieht mit dem Preis der Studentenzimmer im inneren Ring? Ziehen Sie eine Grafik zur
Veranschaulichung heran.
c) Was würde mit dem Mietpreis der Studentenzimmer geschehen, wenn alle Käufer von
Eigentumswohnungen Bewohner des äußeren Rings wären, also Personen, die derzeit keine
Studentenzimmer im inneren Ring mieten? Ziehen Sie eine Grafik zur Veranschaulichung heran.
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1.5 Ein Markt für Studentenzimmer ist durch die Marktnachfragefunktion 𝐷(𝑝) = 𝛼 − 𝛽𝑝 gegeben,
mit 𝐷(𝑝)⁡als nachgefragte Menge, 𝑝 als Preis des Gutes und 𝛼 = 10.000, 𝛽 = 10 konstante
Parameter sind. Es gebe 𝑁 = 6.000 Anbieter in diesem Markt, die jeweils ein Studentenzimmer
anbieten.
a) Berechnen und erläutern Sie das Marktgleichgewicht, d.h. den gleichgewichtigen Preis und die
gleichgewichtige Menge! Veranschaulichen Sie Ihre Ergebnisse grafisch.
b) Der Stadtrat beschließt nun eine Steuer von 𝑡 = 10⁡auf Studentenzimmer zu erheben. Ermitteln
Sie das Marktgleichgewicht und die Einnahmen der Stadt! Veranschaulichen Sie dieses
Gleichgewicht grafisch! Spielt es für das Gleichgewicht eine Rolle, ob die Steuer bei den
Studierenden oder bei den Anbietern der Zimmer erhoben wird?
c) Inwiefern handelt es sich bei der hier betrachteten Situation um ein „kurzfristiges
Gleichgewicht“? Welche Änderungen sind in der „langen Frist“ zu erwarten? Erläutern Sie (ggf.
mithilfe einer Grafik)!

1.6 Charakterisieren Sie, was man unter einem (gewöhnlichen) Monopolisten und einem
diskriminierenden Monopolisten versteht. Nennen Sie jeweils Beispiele für diese
unterschiedlichen Arten des Angebotsverhaltens!

1.7 Berechnen Sie den erlösmaximierenden Preis eines gewöhnlichen Monopolisten, wenn die
Nachfragekurve nach Studentenzimmern durch 𝐷(𝑝) = 100 − 2𝑝 gegeben ist. Wie viele
Wohnungen würden zu diesem Preis vermietet, wenn der Monopolist über 60 Zimmer bzw. 40
Zimmer verfügt? Veranschaulichen Sie Ihre Ergebnisse.

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Übungsblock 2: Grundlagen und Methodik

2.1 Betrachten Sie im Folgenden den Markt für Studierendenzimmer in Passau und gehen Sie davon
aus, dass es in Passau einen homogenen Typ von Studentenzimmern gibt, der von einer Vielzahl an
Vermietern angeboten wird.
a) Erläutern Sie die Wirkung einer Mietpreiskontrolle in Passau. Veranschaulichen Sie Ihre
Überlegungen anhand einer Grafik!
b) Welche Allokation würde resultieren, wenn die Angebotsseite in Passau in der Hand eines
(perfekt) diskriminierenden Monopolisten wäre? Erläutern Sie präzise!
c) Analysieren Sie verbal und grafisch in Analogie zum Konzept eines Höchstpreises (d.h.
Mietpreiskontrolle) das Konzept und die Wirkungsweise eines (staatlich garantierten)
Mindestpreises! Welche Probleme bringt ein solcher staatlicher Eingriff mit sich? Geben Sie ein
Beispiel!

2.2 Pareto-Effizienz
a) Definieren Sie das Konzept der Pareto-Effizienz!
b) Führen folgende Allokationsmechanismen zu Pareto-Effizienz? Erläutern Sie präzise indem Sie
auf den Markt für Studentenzimmer Bezug nehmen!
i) Vollkommender Wettbewerb
ii) Mietpreiskontrolle
iii) Diskriminierender Monopolist
iv) Gewöhnlicher Monopolist

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Übungsblock 3: Budgetrestriktion

3.1 Gegeben sei das Konsumeinkommen m⁡ = ⁡100, das zum Kauf zweier Güter verwendet werden
soll, deren Preise p1 = 1 und⁡p2 = 1 betragen.
a) Ermitteln Sie die Budgetrestriktion. Berechnen und skizzieren Sie die Budgetgerade.
b) Berechnen und skizzieren Sie die Budgetgerade, wenn im Vergleich zu a) …
i) der Preis des Gutes 1 sich verdoppelt.
ii) der Preis des Gutes 2 achtmal größer wird.
iii) das Einkommen viermal größer wird.

3.2 Gegeben sei das Konsumeinkommen m⁡ = ⁡160, welches zum Kauf zweier Güter mit den Preisen
p1 = 1 und p2 = 0,5 verwendet werden soll.
a) Ermitteln Sie die Budgetrestriktion. Berechnen und skizzieren Sie die Budgetgerade.
b) Skizzieren Sie die Budgetgerade, wenn
i) von Gut 1 eine Mindestmenge 𝑥1𝑚𝑖𝑛 = 20 gekauft werden muss.
ii) die Höchstmenge von Gut 2 durch 𝑥2𝑚𝑎𝑥 = 30 rationiert ist.

3.3 Nach dem deutschen Sozialhilferecht übernimmt der Staat für einen Sozialhilfeberechtigten
Haushalt die Mietkosten, wenn diese angemessen sind. Angenommen, es werden für einen
bestimmten Haushalt 350€ pro Monat als angemessen angesehen. Wie stellt sich die
Budgetgerade für diesen Haushalt unter Berücksichtigung dieser Zweckbindung dar? Stellen Sie
die Budgetgerade grafisch für die Güter x1 (Größe der Wohnung) und x2 (sonstige Güter) dar.

3.4 Eine Budgetgleichung sei durch p1 ⁡x1 + p2 ⁡x2 = m gegeben. Die Regierung beschließt, eine
Pauschalsteuer von v einzuführen, eine Mengensteuer von t auf Gut 1 zu erheben und Gut 2 mit s
zu subventionieren (Mengensubvention).
a) Wie sieht die Gleichung der neuen Budgetgeraden aus?
b) Zeigen Sie grafisch und verbal, dass eine proportionale Einkommenssteuer in die gleiche
Richtung wirkt, wie eine proportionale Besteuerung des gesamten Konsums mit einem
einheitlichen Steuersatz.
c) Wie müssten die Steuern ausgestaltet sein, damit sich ihre Wirkung nicht entspricht?

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Übungsblock 4: Präferenzen und Nutzen

4.1 Was besagen die Axiome der Vollständigkeit, Reflexivität und Transitivität? Überlegen Sie sich zu
jedem Axiom ein Beispiel zur Veranschaulichung.

4.2 Erläutern Sie, was man unter einer Indifferenzkurve versteht und wie man sie grafisch
konstruieren kann.

4.3 Zeichnen und begründen Sie den Verlauf einer Indifferenzkurve bei Vorliegen von folgenden
Gütern. Nennen Sie jeweils ein Beispiel.
a) Strikt komplementäre Güter (auch: Perfekte Komplemente).
b) Vollkommene Substitute (auch: Perfekte Substitute).

4.4 Skizzieren Sie den Indifferenzkurvenverlauf, wenn eines von zwei Gütern ein diskretes Gut ist.

4.5 Erläutern Sie die Annahme der Monotonie von Präferenzen.

4.6 Erläutern Sie die Annahme der strikten Konvexität von Präferenzen. Warum bedeuten konvexe
Präferenzen, dass „Durchschnitte gegenüber Extremen“ bevorzugt werden?

4.7 Beweisen Sie den Satz, dass sich Indifferenzkurven nicht schneiden dürfen (ziehen Sie ggf. eine
Grafik zur Veranschaulichung heran)!

4.8 Wie ist die Grenzrate der Substitution definiert und was bringt sie ökonomisch zum Ausdruck?
Was versteht man ökonomisch intuitiv unter dem „Gesetz der abnehmenden Grenzrate der
Substitution“?

4.9 Charakterisieren (schildern, beschreiben, skizzieren) Sie die Grenzrate der Substitution bei
perfekten Substituten und bei perfekten Komplementen.

4.10 Beweisen Sie, dass eine (positiv) monotone Transformation einer Nutzenfunktion die Grenzrate
der Substitution nicht verändert.
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4.11 Leiten Sie die Indifferenzkurven her und zeichnen Sie diese, wenn die Nutzenfunktion gegeben ist
durch:
a) u(x1 , x2 ) = ax1 + bx2 (Perfekte Substitute)
b) u(x1 , x2 ) = min⁡{ax1 , bx2 } (Perfekte Komplemente)

4.12 Zeichnen und begründen Sie den qualitativen Verlauf der Indifferenzkurven für die
1
Nutzenfunktion 𝑢(𝑥1 , 𝑥2 ) = 𝑥12 + 𝑥2 .

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Übungsblock 5: Optimales Konsumbündel und Nachfrage

5.1 Bestimmen Sie algebraisch und grafisch das Konsumoptimum des Haushalts bei einer durch 𝑢 =
𝑥1 𝑥2 gegebenen Nutzenfunktion und einem für Konsumzwecke zur Verfügung stehenden
Einkommen von 𝑚 = 60, wenn die Güterpreise 𝑝1 = 5 und 𝑝2 = 6 gelten. Erläutern Sie Ihr
Ergebnis.
a) Anhand der Lagrange-Methode (= Standardmethode).
b) Anhand der Tangentialbedingung.
c) Anhand des Einsetzungsverfahren.

5.2 Gegeben sei die Cobb-Douglas-Nutzenfunktion eines Haushalts, der zwei Güter konsumiert und
ein fixes Einkommen hat: 𝑢 = 𝑥1𝛼 ⁡𝑥21−𝛼 , wobei 0 < 𝛼 < 1. Bestimmen Sie analytisch das
Konsumoptimum anhand der Lagrange-Methode. Erläutern Sie Ihr Ergebnis.

5.3 Betrachten Sie einen Konsumenten, der zwei Güter konsumiert und ein fixes Einkommen hat. Der
Staat besteuert den Konsum des ersten Gutes mit einer Mengensteuer 𝑡. Es wird nun der
Vorschlag gemacht, diese Mengensteuer einnahmeneutral durch eine pauschale
Einkommensteuer zu ersetzen. Zeigen Sie grafisch und analytisch, dass der Konsument hierdurch
bessergestellt ist!

5.4 Angenommen die Indifferenzkurven sind Geraden mit einer Steigung von – 𝑏, wie lautet die
optimale Konsumentscheidung für beliebige Preise und Einkommen 𝑝1 , 𝑝2 , 𝑚? Ziehen Sie eine
Grafik zur Veranschaulichung heran.

5.5 Gegeben sei folgende Nutzenfunktion: 𝑢 = 𝑥10,3 𝑥20,7 .


a) Leiten Sie die Marshall-Nachfrage und die indirekte Nutzenfunktion her.
b) Leiten Sie die Hicks-Nachfrage und die Ausgabenfunktion her.

5.6 Leiten Sie die Einkommens-Konsum-Kurve und die Engel-Kurve aus einem Indifferenz-
kurvensystem für ein normales Gut und ein (absolut) einkommensinferiores Gut grafisch her.

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5.7 Elastizitäten
a) Was sagt die Einkommenselastizität aus und inwiefern kann man Güter anhand von ihr
klassifizieren?
b) Was sagt die Preiselastizität aus? Wann ist die Nachfrage unelastisch, vollkommen elastisch,
elastisch und vollkommen unelastisch? Denken Sie über Beispiele nach.

5.8 Die Präferenzen eines Haushaltes sind darstellbar durch folgende Nutzenfunktion: 𝑢(𝑥1 , 𝑥2 , 𝑥3 ) =
𝑒 2𝑥1 𝑥2 𝑥3 .
a) Berechnen Sie anhand des Lagrange-Ansatzes die Nachfragefunktionen (Marshall).
b) Wie groß sind die Einkommenselastizitäten und die Ausgabequoten der drei Güter?
c) Wie groß sind die direkten Preiselastizitäten und die Kreuzpreiselastizitäten?
d) Wie groß ist die Grenzrate der Substitution zwischen den Gütern 1 und 2 im Optimum bei
Preisen 𝑝1 = 1, 𝑝2 = 1, 𝑝3 = 4 und einem Einkommen von 𝑚 = 100?

𝜎−1 𝜎−1
𝜎 𝜎 𝜎
5.9 Die Nutzenfunktion eines Haushaltes ist: 𝑢(𝑥1 , 𝑥2 , 𝑥3 ) = (𝜎−1)𝛼(𝑥1 + 𝑥2 ⁡) + 𝑥3 , wobei 𝑥1 , 𝑥2

und 𝑥3 die Konsummengen der Güter bezeichnen, während 1 > 𝛼 > 0 und 𝜎 > 1 konstante
Parameter sind. Der Haushalt verfügt über ein Einkommen 𝑚, die Preise der Güter sind durch 𝑝1,
𝑝2 und 𝑝3 mit 𝑝3 = 1 gegeben.
a) Berechnen Sie für alle Güter die Marshall-Nachfragefunktionen anhand des Lagrange-Ansatzes!
b) Ermitteln Sie für Gut 1 die Preiselastizität, Kreuzpreiselastizitäten und Einkommenselastizität.
Ermitteln und interpretieren Sie die Einkommenselastizität für Gut 3. Erläutern Sie die
Ergebnisse jeweils kurz.
c) Berechnen Sie die Grenzrate der Substitution zwischen den Gütern 1 und 3 für ein beliebig
vorgegebenes Nutzenniveau 𝑢̅. Interpretieren Sie Ihr Ergebnis.

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Übungsblock 6: Hicks- und Slutsky-Zerlegung

6.1 Die Nachfrageänderung in Folge einer Preisänderung lässt sich in einen Substitutionseffekt und
einen Einkommenseffekt zerlegen. Diskutieren Sie grafisch eine Nachfrageänderung aufgrund
einer Verringerung des Preises des ersten Gutes.
a) Hicks-Zerlegung
b) Slutsky-Zerlegung

6.2 Ein Haushalt gebe sein ganzes Einkommen für zwei Güter aus. Nehmen Sie zu den folgenden
Aussagen Stellung und begründen Sie Ihre Stellungnahme jeweils kurz (ggf. mit Hilfe eines
Diagramms):
a) „Der Substitutionseffekt einer Preiserhöhung von Gut 1 ist stets negativ.“
b) „Der Einkommenseffekt einer Preiserhöhung von Gut 1 ist stets negativ.“

6.3 Die Frühstücks-Präferenzen von Lisa sind gegeben durch: 𝑢(𝑥1 , 𝑥2 ) = 𝑥10,4 𝑥20,6 . Lisa isst zum
Frühstück gerne Brot (Gut 1: 𝑥1 ) mit Käse (Gut 2: 𝑥2 ). Die Angaben von Brot und Käse sind in
Scheiben. Ihr Frühstücksbudget beträgt m. Die Marshallnachfragen für Brot und Käse betragen
jeweils:
2 𝑚 3 𝑚
𝑥1∗ = 5 ⁡ 𝑝 und 𝑥2∗ = 5 ⁡ 𝑝
1 2

a) Lisas Frühstücksbudget für einen Monat beträgt 𝑚 = 120. Welche Mengen fragt Lisa von Brot
und Käse nach, wenn 𝑝1 = 1⁡und 𝑝2 = 2? Stellen Sie die Budgetgerade und das
Konsumoptimum grafisch dar. Nennen Sie die Budgetgerade 𝐵𝐺𝐴 und das Konsumoptimum
Punkt 𝐴. Hinweis: Diese Grafik dient als Vorlage für dir Aufgaben b)ii), b)ii), b)iii) und b)v).
b) Der Preis von Gut 1 steigt auf 𝑝1′ = 2.
i) Welche Mengen an Brot und Käse fragt Lisa jetzt nach? Zeichnen Sie die neue Budget-
gerade und das neue Konsumoptimum in die Grafik von Aufgabe a) ein. Nennen Sie die
neue Budgetgerade 𝐵𝐺𝐶 ⁡und das Konsumoptimum Punkt 𝐶.
ii) Wie hoch müsste das Einkommen (𝑚′) von Lisa sein, damit der alte optimale Konsum aus
Aufgabe a) erschwinglich bleibt? Zeichnen Sie die hypothetische Budgetgerade in die Grafik
von Aufgabe a) ein und nennen Sie diese 𝐵𝐺𝐵 .

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iii) Bleibt Lisa mit dem hypothetischen Einkommen 𝑚′ bei dem ursprünglichen Optimum oder
würde sie zu einem neuen Konsumoptimum wechseln? Wenn ja, zeichnen Sie das neue
Optimum in die Grafik von Aufgabe a) ein und nennen Sie das Konsumoptimum Punkt B.
iv) Welche Zerlegung hat hier stattgefunden und warum? Zeichnen sie den Substitutionseffekt
und den Einkommenseffekt der Preiserhöhung von Brot in die Grafik von Aufgabe a) ein.
Berechnen Sie beide Effekte.

6.4 Die Präferenzen eines Haushalts sind gegeben durch 𝑢(𝑥1 , 𝑥2 ) = 𝑙𝑛⁡(𝑥1 ) + 𝑥2 .
a) Bestimmen Sie die Nachfragefunktionen für die beiden Güter. Berechnen Sie die
Einkommenselastizität der Nachfrage nach jedem der beiden Güter.
b) Der Haushalt habe ein Einkommen von 𝑚 = 10. Welche Mengen fragt der Haushalt von den
1
Gütern nach, wenn 𝑝1 = 2⁡und 𝑝2 = 1?

c) Der Preis von Gut 2 steigt auf 𝑝2′ = 2.


i) Welche Mengen fragt der Haushalt nun nach?
ii) Wie hoch müsste das Einkommen des Haushaltes sein, damit der alte Warenkorb
erschwinglich bleibt?
iii) Wie hoch ist die Nachfrage nach beiden Gütern beim unter ii) errechneten Einkommen und
1
den neuen Preisen 𝑝1 = 2 und 𝑝2′ = 2?

d) Stellen Sie die Ergebnisse der Teilaufgaben b) und c) grafisch dar und kennzeichnen Sie den
Einkommens- und Substitutionseffekt der Preiserhöhung des Gutes 2.

6.5 Wenden Sie die Hicks-Zerlegung und die Slutsky-Zerlegung an,


a) wenn die beiden betrachteten Güter
i) perfekte Komplemente sind.
ii) perfekte Substitute sind.
b) wenn der Haushalt quasi-lineare Präferenzen hat.

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Übungsblock 7: Technologie

𝜇𝛼 𝜇(1−𝛼)
7.1 Die Gleichung 𝑌 = 𝑥1 ⁡𝑥2 mit 0 < 𝛼 < 1 und 𝜇 > 0 stelle sowohl die Nutzenfunktion eines
Haushaltes (𝑌 = Nutzen und 𝑥𝑖 = konsumierte Gütermenge), als auch die Produktionsfunktion
einer Unternehmung (𝑌 = Output und 𝑥𝑖 = Inputmenge zweier Faktoren) dar. Welche Bedeutung
hat der Parameter 𝜇 …
a) für die ordinale Präferenzstruktur des Haushalts?
b) für die Technologie des Unternehmens?

7.2 Bestimmen Sie bei folgenden Produktionsfunktionen ob diese konstante, steigende oder fallende
Skalenerträge aufweisen:
a) 𝑓(𝑥1 , 𝑥2 ) = 𝑥12 𝑥22
1 1
2 3
b) 𝑓(𝑥1 , 𝑥2 ) = 4𝑥1 ⁡𝑥2

7.3 Betrachten Sie einen Produktionsprozess, der durch die Arbeitseinsatzfunktion 𝑥 = 𝛼 + 𝛽𝑦


charakterisiert ist, mit 𝑥 = Einsatz des Faktors Arbeit (einziger Produktionsfaktor), 𝑦 = Output und
𝛼, 𝛽 > 0 als konstante Faktoren.
a) Erläutern Sie die Bedeutung der Parameter α und β und geben Sie hierfür jeweils ein prak-
tisches Beispiel. Stellen Sie die dazu korrespondierende Produktionsfunktion grafisch dar.
b) Gehen Sie davon aus, dass Arbeit pro Einheit mit dem Lohnsatz w entlohnt wird. Berechnen Sie
die Kostenfunktion und erläutern Sie die Bestandteile dieser Funktion.
c) Erläutern Sie präzise, dass hier steigende Skalenerträge vorliegen. Ist es besser eine zweite
Fabrik aufzumachen oder die Fabrikarbeiter zu verdoppeln?

7.4 Die Produktionsfunktion eines Unternehmens lautet 𝑦 = 𝑥1𝛼 ⁡𝑥21−𝛼 , wobei 𝑦 die Produktmenge und
𝑥1 , 𝑥2 ⁡die Einsatzmenge der Faktoren 1 und 2 bezeichnet. Es sei 𝛼 = 1/2 und 𝑥2 = 4. Bestimmen
und skizzieren Sie Produktionsfunktion, Grenz- und Durchschnittsertrag.

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Übungsblock 8: Profitmaximierung

8.1 Nehmen Sie an, dass eine Firma ihren Output y mit der Produktionstechnologie 𝑦 = 𝑓(𝑥1 , 𝑥2 )
produzieren kann, wobei 𝑥1 und 𝑥2 den Einsatz zweier Produktionsfaktoren 1 und 2 bezeichnen.
Beim zweiten Produktionsfaktor handelt es sich um einen fixen Faktor. Der erste Faktor ist ein
variabler Faktor, dessen Grenzprodukt positiv aber abnehmend ist. Der Outputpreis und die
Faktorpreise sind für die betrachtete Firma vorgegeben.
a) Fertigen Sie eine qualitative Skizze der Produktionsfunktion an.
b) Ermitteln Sie den gewinnmaximierenden Faktoreinsatz des ersten Faktors analytisch.
c) Ermitteln Sie das Gewinnmaximum der Firma grafisch unter Zuhilfenahme von Isoprofitkurven.
d) Veranschaulichen Sie grafisch, wie sich das Gewinnmaximum verändert, wenn der Preis des
fixen Faktors sinkt. Erläutern Sie.

8.2 Unterstellen Sie, dass eine Firma ihren Output q mit der Produktionstechnologie 𝑞 = 𝑓(𝑣1 , 𝑣2 ) =
𝑣1𝑑 𝑣21−𝑑 produzieren kann (mit 0 < 𝑑 < 1), wobei 𝑣1 und 𝑣2 den Einsatz zweier Produktions-
faktoren bezeichnet. Ermitteln Sie die kurzfristigen gewinnmaximierenden Faktor-
nachfragefunktionen unter der Annahme, dass der zweite Faktor in der kurzen Frist ein fixer
Faktor ist. Interpretieren Sie Ihr Ergebnis sorgfältig.

8.3 Wenn eine Firma über den gesamten Produktionsbereich mit fallenden Skalenerträgen produziert
und sie sich in zwei kleinere Firmen von gleicher Größe aufteilen würde, was geschähe dann mit
dem Gewinn? D.h. mit Hinblick auf den Gewinn, was ist besser: 1 großes oder 2 halbe
Unternehmen?

8.4 Eine Unternehmung produziert ein Gut mit zwei Produktionsfaktoren mit konstanten Skalen-
erträgen und einer Cobb-Douglas-Produktionsfunktion (𝑦 = 𝑥1𝑎 𝑥2𝑏 ). Ermitteln Sie die langfristigen
konditionalen Faktornachfragefunktionen und die langfristige Kostenfunktion. Interpretieren Sie
Ihre Ergebnisse.

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Übungsblock 9: Kostenminimierung und Angebotsverhalten

𝑦3 𝑏2
9.1 Die kurzfristige Kostenfunktion einer Unternehmung lautet: 𝐶(𝑦) = − 6𝑦 2 + (32 − 𝑏)𝑦 + .
2 2

Die Ausbringungsmenge ist mit 𝑦 und die Betriebsgröße mit 𝑏 bezeichnet.


a) Die Unternehmung operiert anfänglich mit einer Betriebsgröße 𝑏 = 2.
i) Ermitteln Sie analytisch die Kostenfunktion, die Grenzkostenfunktion, die Durchschnitts-
kosten, die variablen Kosten und die durchschnittlichen variablen Kosten. Ermitteln Sie
zudem, bei welcher Ausbringungsmenge die Grenzkosten ihr Minimum erreichen.
ii) Zeigen Sie analytisch, dass sich die Grenzkosten und die durchschnittlichen variablen
Kosten im Ursprung entsprechen.
iii) Berechnen Sie das Minimum der durchschnittlichen variablen Kosten. Zeigen Sie, dass sich
in diesem Minimum Grenzkosten und durchschnittliche variable Kosten entsprechen.
iv) Fertigen Sie unter Rückgriff auf die obigen Ergebnisse eine qualitative Skizze der Grenz-
kosten, der Durchschnittskosten sowie der durchschnittlichen variablen Kosten an.
b) Ermitteln Sie analytisch die optimale Betriebsgröße und die langfristige Kostenfunktion.

9.2 Charakterisieren Sie sorgfältig die Marktform vollkommener Konkurrenz. Nennen Sie die
zugrundeliegenden Annahmen. Erläutern sie ausführlich den Unterschied zwischen der
Marktnachfrage und der Nachfrage eines einzelnen Anbieters.

9.3 Die Kostenfunktion einer Wettbewerbsfirma ist durch 𝐶(𝑦) = 𝑦 2 + 1 gegeben, wobei 𝑦 die
Ausbringungsmenge bezeichnet. Leiten Sie analytisch und grafisch die Angebotskurve her.
Berechnen Sie die Produzentenrente beim gegebenen Marktpreis p und zeichnen Sie diese in die
Grafik ein!

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