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Gesetzgebung

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Für die Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten globaler, allgegenwärtiger Daten im Internet-
Zeitalter konzipiert, sollen die neuen Rechtsvorschriften zum Datenschutz für mehr Rechtssicherheit bei
der Datenverarbeitung sowohl für Einzelpersonen als auch für Organisationen und einen
umfangreicheren Schutz für die Einzelnen ganz allgemein sorgen.

In diesem Abschnitt finden Sie Links zu wichtigen aktuellen und den neuen Rechtsvorschriften zum
Datenschutz.

Die Reform der Datenschutzvorschriften der EU, die im Januar 2012 eingeleitet wurde, hat zwei wichtige
neue Rechtsakte hervorgebracht

die Grundverordnung zum Datenschutz (DSGVO) 6792016, die am 24. Mai 2016 verabschiedet wurde
und ab dem 25. Mai 2018 wirksam wird, und

die spezifische Richtlinie 6802016 zum Datenschutz im Polizei- und Justizbereich, die am 5. Mai 2016
verabschiedet wurde und ab dem 6. Mai 2018 wirksam wird.

Der amtliche Wortlaut der Verordnung und der Richtlinie ist inzwischen in der gesamten EU
rechtsverbindlich. Die Mitgliedstaaten müssen binnen zwei Jahren dafür sorgen, dass in ihrem
Hoheitsgebiet beide Rechtsvorschriften ab Mai 2018 uneingeschränkt umgesetzt werden.

In der Zwischenzeit bleiben die vorhandenen Rechtsvorschriften, die Richtlinie 9546EG für den privaten
und den Großteil des öffentlichen Sektors und der Rahmenbeschluss 2008977Jl des Rates für den
Bereich der Rechtsdurchsetzung, auch weiterhin EU-weit wirksam.

Mehr über diese Entwicklung erfahren Sie aus der DSGVO-Zeitleiste.


Weiter unten finden Sie außerdem einen Link zur ePrivacy-Richtlinie 200258EG, der
Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation, die zusätzliche Datenschutzvorschriften für
Telekommunikationsnetzwerke und Internetdienste enthält. Diese Richtlinie wird demnächst
aufgehoben. Die Europäische Kommission hat am 10. Januar 2017 einen Vorschlag für eine Verordnung
angenommen, über den zurzeit im Europäischen Parlament und im Rat der Europäischen Union beraten
wird.

Sie finden außerdem einen Link zur Verordnung (EG) 452001, in der Vorschriften für den Datenschutz in
den EU-Einrichtungen sowie die Aufgaben des Europäischen Datenschutzbeauftragten festgelegt sind.
Die Europäische Kommission hat am 10. Januar 2017 einen Vorschlag angenommen, der die Aufhebung
der Verordnung (EG) 452001 vorsieht und ihre Bestimmungen in Einklang mit der DSGVO bringt. Über
den Vorschlag wird derzeit im Europäischen Parlament und im Rat der Europäischen Union beraten.

Die Rechtsvorschriften, die sowohl die ePrivacy-Richtlinie als auch die Verordnung Nr. 452001 ablösen
werden, sollten rechtzeitig verabschiedet werden, sodass sie gleichzeitig mit der DSGVO in Kraft treten
können. Mit dieser umfassenden Reform erhält die EU einen modernen Rechtsrahmen für den Schutz
der Privatsphäre und den Datenschutz.