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HERAUSGEGEBEN VOM OBERKOMMANDO DER WEHRAAACHT


5. Jahrgong • Nummer' 20 • Berlin, den
Von Kriegsberichter Bruno Waske

Das ist der nördlichste Punkt der Front im Osten: Wachtposten an der Alarm auf der Insel X. Verdächtige Boote sind von den deutschen Wachtposten
Insel X, die sich im Eismeer an der Westküste der Fischerhalbinsel beobachtet worden und nun macht eine finnische Streife sich auf den Weg an
entlangzieht. Ständig wird das Meer von dieser Insel aus durch unsere die Küste. Wie eine Mondlandschaft sieht das Gelände aus. Vor Jahrtausen-
Posten beobachtet. Im Glas kann man auf der Halbinsel B-Sfellen, den haben die Gletscher der letzten Eiszeit dem Boden das Gepräge gegeben.
Baracken usw. der Sowjets deutlich erkennen. Die Wacht an der Eis- Die Felsen sind glattgeschliffen und hier und da tief durchfurcht. In den
meerküste verhindert hier jeden von den Sowjets oder den Briten viel- ehemaligen Gletscherbetten bedecken riesige Geröllhalden den Boden. Es
leicht geplanten Landungsversuch. Oft kann man scheinbar harmlose ist unmöglich, mit genagelten Schuhen vorwärts zu kommen. Vielfach
Fischerboote, gelegentlich auch U-Boote und Treibminen beobachten, tragen daher die finnischen Soldaten Gummischuhe und leichte Leder-
die von der deutschen Insel- und Küstenwacht vertrieben werden schuhe. Auch die deutschen Soldaten bevorzugen nagellose Schnürschuhe
Nirgends ändert sich das Bild
der LandschaiL Nur kärglich
isi der Steinboden bewachsen.
Bergnioos. Kriechbirke, Hei-
delbeere und Moosbeere —
als viia nünhalüge Zusatznah-
rung von unseren Soldaten
stark begehrt — sind die ganze
Flora dieses Frontabschnittes

Die finnische Streife hat die


Küste erreicht Unmittelbar
am Ufer erhebt sich ein wie
eine Tonne rundgeschliffener
Felsen, von wo aus man die
Gewässer im Westen der
Fischerhalbinsel beobachten
kann. Deckung gegen feind-
lichen Beschuß oder feind-
liche Bomben gibt es auf
der ganzen Insel so gut wie
nirgends, da es völlig un-
möglich ist, sich einzugraben
Dicht an den Stein gepreßt, liegen die finnischen Soldaten auf dem
Fels. Es ist eine Treibmine, die von dem Posten gesichtet worden
war. Mit MG- und Gewehrschüssen wird sie unschädlich gemacht

Fliegeralarm! Zuwei-
len überfliegen So-
wjetflieger die Halb-
insel X. Es gibt nur
wenige Baracken auf
der Insel, von denen
bisher noch keine ein-
zige getroffen worden
ist. Die Einschläge
sind trotzdem we-
gen der Steinsplitter-
gefahr wenig ange-
nehm. Die deutsche
Flak ist aber außeror-
dentlich erfolgreich.
Das auf unserer Auf-
nahme abgebildete
Geschütz hat in den
letzten Wochen meh-
rere feindliche Flug-
zeuge abgeschossen.
Die Küstenwacht mit
schwereren Waffen,
wie Flak und Küsten-
geschütze, wird von
deutschen Soldaten
gehalten, während
die Finnen wegen
ihrer besonderen Ge-
ländekenntnis mei-
stens den Küstenstrei-
fendienst versehen

Das nördlichste Geschütz an der Ostfront. Hier wird ein schweres - ■ „* * •» " : fr Sj? * *< ~v*

Geschütz der Küstenartillerie in Stellung gebracht. „Während ich


mich hier aufhielt", schreibt dazu Kriegsberichter Waske, „das heißt, *'■ * ...
während einer guten halben Stunde, konnte das Rohr nur einige ■S .. •» . '
Meter weiter gezogen werden. Der Wagen, auf dem das Rohr be-
fördert wurde, mußte auf Schienen über das Geröll transportiert
werden. Hatten die Räder die nur einige Meter lange Schiene passiert, ■ £ * vv , ,",7"’
so wurde der Wagen mit Hebebäumen angehoben und die Schienen von ;1
Alle Aufnahmen: neuem gelegt, eine außerordentlich mühselige und zeitraubende Arbeit
PK - Bruno Waske %m *

m-,. mm

Die nördlichsten Lotten (finnische


Kriegshelferinnen) der Front. Die
eine, Helga, die unseren Soldaten
wegen ihrer Kenntnis der deut-
schen Sprache als Dolmetscherin
dient, war während des finnisch-
sowjetischen Krieges auf der
Fischerhalbinsel interniert ge-
wesen. Als der Ostfeldzug be-
gann, halte sie sich freiwillig zur
Betreuung der deutschen und fin-
nischen Soldaten auf der Insel X.
zur Verfügung gestellt. Die andere
heißt Briggo. Ihr Bruder hatte sich
schon vor dem Ostfeldzug bei
der deutschen Panzerwaffe frei-
willig gemeldet. Die beiden Lotten
sind unermüdlich um das Wohl
der deutschen und finnischen
Soldaten bemüht. Da hier außer
Beeren nichts wächst, besteht die
Verpflegung aus Konserven und
Eisgemüse und zuweilen aus
dem wohlschmeckenden Renntier-
fleisch ♦ Die Inselbesalzung wird
abgelöst. Auf Fischkuttern geht es
zur Küste des Festlandes. Die Fahrt
ist nicht ganz ungefährlich, da das
Gewässer eine Strecke lang vom
Feinde eingesehen werden kann 4
O Die Brücke brennt i Bei ihrem
Rückzug über den Dnjepr bei R.
haben die Sowjet* keine Zeit mehr
gefunden, die über den Fluß füh-
rende Brücke zu sprengen. Erst
nachträglich versuchen Kanonen-
boote und Bombenflugzeuge des
Feindes, die versäumte Zerstörung
nachzuholen. Die Kanonenboote
sind schnell vertrieben und den
feindlichen Bombern gelingt es nur,
eine einzige leichte Bombe im Ge-
bälk der Brücke zu landen. Dann
drehen die feindlichen Flugzeuge
vor dem Feuer unserer Flak ab

© Der Bohlenbelag der Brücke hat von dem Bomben-


einschlag Feuer gefangen. Hinten auf der Brücke
qualmen die schwelenden Bohlen, so daß man keine
zehn Meter weit sehen kann. Eine Gruppe von
Pionieren ist vorgeeilt, um das Feuer zu löschen.
© Mit Löschgeräten gehen die Pioniere dem
Brand zu Leibe. Pumpen, deren Schläuche in
den Fluß hinabreichen, werden in Betrieb gesetzt,
Q Mit Äxten und Sägen werden die brennenden
Balken entfernt. © Während an der Brandstelle
die Pioniere arbeiten, eilen andere Soldaten einem
Kameraden zu Hilfe, der durch Splitter verletzt
worden ist. Ein Splitter, der den Kopf traf, wurde
vom Stahlhelm abgehalten, ein Bein ist verletzt,
glücklicherweise nur leicht und jetzt schleppen die
Kameraden Bretter herbei, © um den Verwundeten
auf einer improvisierten Trage zurückzubringen
Alle Aufnahmen:
PK-HählefWolfbild)

® Das Feuer ist ge-


löscht, die Motore
springen an, der
Marsch des moto-
risierten Verbandes
nun weiter
Durch hohes Gesträuch gedeckt, geht ein Flammenwerfertrupp gegen den Sowjef-
bunker vor, der bisher dem Angriff durch die Infanterie widerstanden hatte
Vier Mann eines Stoßtrupps haben sich an die Stel-
lung herangearbeitet. Drei von ihnen machen sich
zum Handgranatenwurf bereit. Der erste wirft . , .

Aus den Berichten unserer Kriegsberichter erfährt man immer wieder, mit welcher unmenschlichen
Hartnäckigkeit die Sowjetsoldaten zum Angriff oder zur Verteidigung angetrieben werden, auch Dichter Qualm legt sich wie Nebelschwaden auf das Gelände rings um das feindliche
Befestigungswerk. Immer näher kann sich der Flammenwerfertrupp heranarbeiten
wenn beides auf die Dauer aussichtslos ist. Unsere Aufnahmen schildern den Angriff eines Pionier-
trupps mit Flammenwerfern gegen einen Sowjetbunker. Obwohl der Bunker unter keinen Umständen
mehr zu halten war, ergab sich die Besatzung nicht; sie verließ den Bunker nicht — konnte
ihn nicht verlassen, denn er war von außen von den Sowjet-Kommissaren verschlossen worden

Der Flammenstrahl des Werfers zischt auf nahe Entfernung in die Schießscharten des Bunkers
Der Qualm hat sich
verzogen. Die Bunker-
und während der Arm nach dem Wurf noch aus besatzung schweigt.
schwingt, wirft der zweite . . . Der Beton über den
Schießscharten ist von
dem Flammenstrahl des
Werfers geschwärzt

Die schwere Eingangs-


tür zum Bunker ist von
außen verschlossen.
Als unsere Soldaten
sie öffnen . . .

. . . und schließlich der dritte. Die letzte Hand-


granate detoniert (unten), von der Detonation der
zweiten zeugen noch Qualmschwaden; die zuerst
geworfene hat ihr Vernichtungswerk bereits vollendet
. . . finden sie die
Bunkerbesatzung an die
Tür gekauert tot vor

Alle Aufnahmen: PK-Deutsche


Wochenschau — Holzapfel
*v
Zwei U-Boote liegen in der Werft
von Nikolajew dicht beieinander.
Dem Gegner ist es nicht einmal
gelungen, diese kleinen Einheiten
vor seiner Flucht zu zerstören ♦
Zwei andere U-Boote waren aller-
dings vernichtet worden — doch nicht
von den Sowjets, sondern schon vor
der Beschießung von Nikolajew durch
wohlgezielte deutscheBombenwürfe!

NIKOIÄJEW
Von oben nach unten: Dieses
erbeutete, vollständig unbeschä-
ln Nummer 19 der „Wehrmacht" veröffentlichten wir digte Schwimmdock trägt eine
einen Bericht des Kriegsberichters Dr. Erich Lorenz große Anzahl sofort einsatzfähiger
über Nikolajew. Der Bildbericht enthielt zwei Auf- Lokomotiven ♦ Der 10000 Tonnen
nahmen, aus denen hervorging, daß die Behaup- große Sowjetkreuzer zeigt keiner-
tung der Sowjets, die große Staatswerft wäre mit lei Spuren irgendwelcher Sabotage-
allen auf Stapel liegenden Schiffen restlos zerstört akte oder Kriegseinwirkungen ♦
worden, in keiner Weise der Wirklichkeit entsprach. Ein Gigant ist dieses 35000-Tonnen-
Schlachtschiff in der Werft. Der Schiffs-
Trotzdem sind die Sowjets und ihre Verbündeten, jV
die Briten, bei ihrer ursprünglichen Behauptung — rumpf und die Krananlagen sind
geblieben, obwohl inzwischen zahlreiche weitere “ wohlerhalten in deutsche Hand ge-
Foto-Dokumente vorliegen, die genau das Gegen- fallen ♦ Auf dem Vorschiff des Rie-
teil beweisen. Wir bringen auf diesen Seiten sen waren bereits die Fundament-
ein paar Aufnahmen, aus denen eindeutig her- Vv, anlagen für die schweren Geschütz-
vorgeht, wie sehr das 35000 - Tonnen - Schlacht- türme montiert. Jäh wurde die Arbeit
schiff, wie „restlos" der 10000 - Tonnen - Kreuzer an der Vollendung unterbrochen —
und die zahlreichen auf einem Schwimmdock Vor- alle diese Kriegsschiffe werden die
gefundenen Lokomotiven „zerstört" worden sind! Sowjets nie mehr zu ihren imperialistischen
■y Unternehmungen mißbrauchen können
10
m D@(ü)M
NACH TATSACHEN ERZÄHLT
VON KRIEGSBERICHTER CLEMENS LAAR
Die letzte Fortsetzung schloß: Vieles war sonst so, wie man es einmal ge- wahres Gesicht zeigte. Atzels wacher Instinkt aber, das einmalige Ahnungsver-
lesen hatte und doch wieder anders, ganz anders. Was konnten Worte auch aussagen, wo es um mögen des Wanderers zwischen den Welten Tod und Leben, verstand ohne Frage
die letzten Dinge geht. und Zweifel, daß ein Geschehnis sich entwickelte, daß in seiner inneren Bedeutung
So lag der Unterarzt Atzel Stunde um Stunde und lernte die Ohnmacht des Körpers be- weit hinausreichte über das äußere Bild seines Ablaufs.
greifen und erkannte, daß es wirklich so etwas gab, wie die Grenze aller eigenen Möglichkeiten. Das Artilleriefeuer verstummte auf einen Schlag. Auch das Stakkato der beiden
Man hatte so oft davon gehört, daß es nur Meter waren, die unzählige Male den Kämpfer des Maschinengewehre aus der Flanke schwieg, lebte in einigen kurzen Feuerstößen
großen Krieges vom schließlichen Triumph trennten, daß aber diese Meter ebensogut Tausende noch einmal auf, um dann endgültig von einer unwirklichen Stille verschlungen
von Kilometer hätten sein können. Es erschien grenzenlos übersteigert und phantastisch ver- zu werden. So plötzlich kam dieses Schweigen, daß Atzel sekundenlang nicht zu
zerrt, aber wie sehr war es Wahrheit. Jetzt lag der Unterarzt Atzel keine zwanzig Meter vom atmen wagte. Es kam ihm vor, als müsse sein keuchender Atem kilometerweit
Hauptmann entfernt, aber auch nicht um einen Meter kam er weiter. Sobald er die geringste gehört werden.
Bewegung machte, stäubte es unmittelbar vor ihm auf, gellten und quarrten die MG-Garben Der plötzliche Übergang aus der Raserei des Feuers zur absoluten Ruhe
unmittelbar über ihn hinweg. erschreckte ihn. Was kam jetzt? Auf welche Teufelei sannen die da drüben nun?
Kam jetzt ein Angriff, würden unvermittelt drohende Schatten in wilden Zickzack-
5. Fortsetzung sprüngen aus dem Dunkel vor ihm wachsen, oder kamen . . . Schwarze, dachte er
Es dauerte ziemlich lange, bis er seine Lage völlig begriff. Genau vor ihm stieg fiebernd. Natürlich! Es war ja davon geredet worden, daß drüben neuerdings eine
eine Bodenwelle sanft an, und hätte er sich zu einer knieenden Haltung aufraffen ganze Kolonialdivision lag. Schleichend würde also der Tod kommen . . .
können, so hätte er fünf Meter weiter mitten auf dem Buckel der Welle die regungs- Er mußte sich auf den Rücken wälzen, um die Pistolentasche am Koppel nach
lose Gestalt des Hauptmanns sehen können. Aus einer etwas naiven Vorstellung vorn zu schieben. Fast schämte er sich dabei. Hätte man auch gleich tun können.
heraus hatte er geglaubt, daß nur von vorn das feindliche Feuer kommen könne, Man hatte noch viel zu lernen.. .
und daß er infolgedessen hier am Hang und, seiner Ansicht nach, außerhalb des Während er die Pistole aus dem Futteral zog und wütend über sich selbst fest-
Blickfeldes der gegnerischen Stellung, nicht beschossen werden könne. Erst langsam stellen mußte, daß er noch ganz friedensmäßig mit entferntem Magazin nach vorne
fiel ihm ein, daß er hier am Hinterhang der Welle eigentlich stärker im Streufeld gegangen war, schoß ihm ein anderer Gedanke durch den Kopf. Nur nicht so
der indirekt schießenden französischen Maschinengewehre lag, als direkt auf der kriegerisch tun! Unzählige Male hatte er Frontoffiziere über die unbegreifliche
Höhe. Auch war es ja keineswegs so, daß die Welle nun genau parallel zu dem Systemlosigkeit der französischen Feuertaktik sprechen hören. Der Eindruck war
lockeren französischen Stellungssystem lag, sondern eher in einem spitzen Winkel, allgemein, daß die Franzosen völlig plan- und sinnlos schossen. Man wußte nie,
und daß offenbar von rechts her flankierende Gewehre und auch Granatwerfer warum sie begannen, und warum sie ebenso unvermittelt wieder aufhörten.
nach ihm tasteten. Unverständlich blieb nur, warum man selbst im Dunkeln jede So würde es auch jetzt sein. Trotzdem klang eine unerhörte Beruhigung aus
Bewegung von ihm sah und sofort mit Feuer beantwortete. dem leichten metallischen Einschnappen des Magazins im Pistolengriff auf. Nichts
Schließlich fand er auch dafür die Erklärung. Das Gelände mußte nach rechts geht über eine Waffe!
ebenfalls ein wenig abfallen, so daß man ihn, sofern er sich bewegte, einigermaßen „Ein Licht, ein Schwert und ein Arzney . ..“ schoß ihm durch den Kopf. Er
genau gegen den etwas helleren Himmel oder den fleckigen Schnee zur Linken lächelte sogar dabei.
erkennen konnte. Da aber erstarrte das Lächeln. Etwas Ungewöhnliches geschah keine hundert
Einmal faßte er den Entschuß, einfach aufzustehen und stur auf den Hauptmann Schritt von ihm entfernt in der Front des Feindes. Er hörte einen unterdrückten
zuzurasen. Es konnte gelingen. Es gehörte Glück dazu, eine unglaubliche Gunst Kommandoruf, einen leichten Mündungsknall. Auch ein scharfes Pfeifen glaubte
des Schicksals, aber . .. er zu vernehmen. Ein gelbrötlicher Stern flammte hoch über ihm auf. Ein zweiter,
Ganz fest war der Entschluß gefaßt, und jetzt begriff der Unterarzt Atzel ein ein dritter ... Gleich darauf zerschmolzen die Sterne zu einer fahlgelben zucken-
Weiteres vom Wesen soldatischer Tat. Wie leicht war es, einen Willen zu haben, den und stetig wachsenden Helligkeit. In fast feierlicher Ruhe fiel das Licht vom
und wie verflucht schwer, ihn zur Tat zu zwingen. Fünfmal, sechsmal befahl er Himmel.
sich mit zusammengebissenen Zähnen „Auf!“ Und jedesmal versagten Muskeln und Unsinnig genug, dachte er zunächst: Es schneit ja! Im gleichen Blutschlag aber
Sehnen die Gefolgschaft. begriff er, daß die Franzosen Leuchtkugeln schossen, die nun, von sachtem Wind
Anders ist es, ganz anders! getrieben, an ihren unsichtbaren Seidenschirmchen nach rechts davonglitten. Dafür
Es war ihm nicht bewußt, daß kaum fünf, bestimmt aber keine zehn Sekunden sprühten neue Sterne auf.
darüber vergingen. Er war nur ausgefüllt von einer rasenden Wut gegen das eigene Er entdeckte sich dabei, daß er sich auf den Armen aufgerichtet hatte und
widerspenstige Fleisch, gegen diesen dreimal verfluchten, elenden Körper, der mehr preßte sich gewaltsam in den Schnee. Jetzt mußte es kommen. Jetzt mußten sie
dem kreaturhaften Instinkt als dem Willen folgen wollte. ihn gesehen haben. Wie quälend lang war die Spanne zwischen Leben und Ver-
Auf einmal hatte das rechte Knie den Körper hochgefedert und nach vorn nichtung!
geschleudert. Ein wilder Jubel flammte in ihm hoch. Also doch, also doch .. . Warum schossen sie denn nicht, warum denn nicht?
Da hieb es gegen die Gasmaske, schlurrte am rechten Stiefel vorbei, schlug den Da wurde ihm klar, daß er tatsächlich nicht entdeckt worden war. Entweder
linken Sporen ab. Ein unsichtbarer Axthieb glitt am Nackenschluß des Stahlhelms mußten die französischen MG-Bedienungen ihn an ganz anderer Stelle suchen, oder
entlang. Sengendheiß fühlte er den Atem des Todes am Nacken, spürte den Kopf aber, sie hatten fahrlässig ihre Aufmerksamkeit ablenken lassen. Irgend etwas
herumgerissen, taumelte und fiel. Noch im Fallen wußte er, daß ihm nichts anderes mußte Vorgehen!
geschehen war, aber ebenso klar begriff er gleichzeitig, daß es kein Weiterkommen Auf einmal kniete er. Glühend heiß war ihm die Erkenntnis gekommen, daß
gab. Auch der Wille endete hier. die Leuchtfallschirme natürlich nicht ihm galten. Um den Hauptmann ging es.
Nein, es war gar nicht so, daß die Tollkühnheit allein triumphierte, daß der Irgendeine Schweinerei mußte im Gange sein!
Wille auf Anhieb gewann, und das Geschick sich demütig dem heißen Wollen unter- So gebannt war er von der Gewißheit dieses Gedankens, daß er alles vergaß, was
warf. Ach nein, auch das war anders, ganz anders. Es gehörte mehr dazu, unend- ihn an Überlegungen der Umsicht noch Sekunden vorher ausgefüllt hatte. Erst viel
lich viel mehr. Eisige Vernunft mußte sich zu allem paaren, scharfes schnelles später kam ihm zum Bewußtsein, welchen absonderlichen Anblick er geboten haben
Denken, die große Summe von Logik, Beobachtung und Phantasie, die sich Umsicht mußte. Ein deutscher Sanitätsoffizier mit dem Genfer Kreuz am Ärmel, halb auf-
nannte. Kaltblütigkeit, die männliche Geduld der Selbstzucht und schließlich die gerichtet, dreckverschmiert von oben bis unten, und die Pistole in der Linken halb
Konzentration all dieser Dinge. Trotz zitternder Wut und fast verzweifelter Ohn- erhoben. Doch niemand sah ihn. Die Augen, die noch vor kurzem nach ihm aus-
macht stieg langsam unbändiger Stolz in dem kleinen, blutjungen Unterarzt Atzel gespäht hatten, waren von einem anderen Schauspiel gefesselt. Unvorstellbar auf
auf. Ja, es ist schon eine gewaltige Sache, Soldat, wirklicher Soldat zu sein! deutscher Seite, aber für die gallische Eigenheit, immer vom Augenblick verleitet
Er selbst, er gehörte jetzt auch dazu. Er hatte den eigenen, letzten und höchsten zu werden, ein fast natürlicher Vorgang.
Befehl befolgt und damit das Recht erkämpft, sich Soldat zu nennen. Und zudem spielte sich auf dem schmalen Rücken der Geländewelle tatsächlich
Die beiden Maschinengewehre aus der Flankenstellung rechts tasteten immer ein geheimnisvoller und erregender Vorgang ab. Erst nach einigen Sekunden
noch nach ihm. Seltsam, wie das Denken manchmal auf zwei verschiedenen Bahnen erstarrten Beobachtens verstand Atzel, was vor seinen Augen geschah.
laufen konnte. Die Sinne lauschten nach dem pfeifenden Tod und in irgendeiner Und da mußte er an sich halten, um nicht blindwütig hinauszuknallen gegen
Kammer seines Kopfes stand höhnisch das Wissen: Jetzt haben sie dich verloren! einen Feind, der unsichtbar blieb und nichts zeigte, als für Bruchteile von Sekunden,
weil er deutlich merkte, wie die Garben viel zu hoch lagen und dazu völlig falsch eine tückische Waffe, — mit Wurfgeschossen gingen sie gegen den Hauptmann
in der Richtung. Gleichzeitig aber schnurrte eine andere Gedankenfolge ab, immer vor, versuchten, ihn mit Leinen einzuholen.
noch kreisend um das Hochgefühl der Sekunde, die ihm den Ritterschlag des Sol- Es .. . muß . .. etwas . . . geschehen, ging es hämmernd in seinem Kopf, aber
daten gegeben hatte: Seltsam, wie ein Mensch und eine Tat sich auswirken und immer noch hockte er halbaufgerichtet da und starte dort hinüber, wo der Haupc-
vervielfältigen. Wie eine Kraft sich fortpflanzt und wächst. Der da vorne, von man lag und immer wieder der Schnee aufsteubte. Die zerfressende Wut in ihm,
dem er seit einigen Stunden genau wußte, daß er in der Minute des ersten Feuer- die nach deutschem Artilleriefeuer geschrien hatte, nach vorbrechendem Stoßtrupp,
überfalls gefallen war, der hatte es begonnen. Und auf einmal hatte er mehr und nach atemlos rasselnden MG-Stößen, ebbte langsam ab. Er begann, nüchtern zu
mehr andere Männer hineingerissen in die Tat. Und es würden noch viele werden. . . überlegen. Es bestand schließlich nicht der geringste Grund, warum die deutsche
Der Unterarzt Atzel wußte nichts von den Plänen der Minensperre. Er wußte Artillerie schießen sollte. Man konnte ja nicht wissen, was hier vor sich ging.
nicht, daß es keineswegs die Person des Hauptmanns war, um deretwillen plötzlich Außerdem hatte man sich oft genug über die nervöse Ängstlichkeit der Franzosen
der ruhende Krieg an dieser Stelle das Haupt hob und jählings sein unverhülltes lustig gemacht, die nur allzu häufig zu einer Illumination des Vorfeldes führte. Daß

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es diesmal länger und anhaltender währte, war schließlich noch kein Grund zum
Eingreifen.
Die Herren da drüben müßten sich doch entschließen, noch ein wenig mehr in

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die tödliche Barriere hineinzukriechen, mit der dort ein toter deutscher Offizier
sich verteidigte. Ob ihnen das Opfer den möglichen Gewinn wert war? Was er-
warteten die Brüder eigentlich? Aber dieser Gedanke tauchte nur flüchtig in ihm
auf. Klar war nur das eine: die andere Seite setzte alles daran, den Hauptmann in
die Hand zu bekommen, und noch war es zu verhindern. Irgend etwas . . .
muß . .. geschehen!

tUÜTHim, Wie in einer unvermittelten Wachheit entdeckte er sich plötzlich, wie er in


wilden Sprüngen nach hinten raste.
Jetzt, jetzt mußten sie doch schießen. Jetzt mußte es wieder pfeifend und
jaulend nach ihm greifen, mußte an ihm zupfen, mußte ihn schließlich packen
und .. .
Er hörte und sah nichts. Er wußte nur, daß er mit aller Kraft lief, daß er
stolperte, fiel und sich wieder aufraffte, und daß plötzlich das Wunder geschehen
war, und er vor dem deutschen Draht stand. Irgend jemand schrie ihm zu:
„Hinwerfen! Nach links kriechen! Nach links...“
Er warf sich hin, aber es konnte auch sein, daß er in letzter Erschöpfung fiel.
Er fühlte sich unfähig zu jeder weiteren Bewegung. Jetzt hörte er auch das un-
unterbrochene, hart abgesetzte Tacken französischer Maschinengewehre. Sie
schossen also doch!
Er kroch einige Meter und blieb dann verwirrt liegen. Es erschien ihm un-
möglich, den Durchlaß im eigenen Draht zu finden. Da hörte er sich wieder an-
gerufen. Zwei gebückte Schatten tauchten neben ihm auf.
„Was abgekriegt, Mensch?“
Er konnte nur den Kopf schütteln. Der zweite Schatten sagte zweifelnd: „Na,
na“ und begann, ihn schnell mit sicheren und doch behutsamen Händen abzutasten.
Ein lähmender, bis in die Mitte des Leibes vorstoßender Schmerz vom Bein her
erinnerte Atzel an den- verwundeten Fuß. Die nasse Wärme im Stiefel konnte auch
nicht vom Schneewasser kommen. Er wollte etwas sagen, doch die keuchende
Brust gab noch keinen Laut her. Niemals hätte Atzel es für möglich gehalten, daß
ein Mensch mit wachen Sinnen einen solchen äußersten Grad körperlicher und
seelischer Erschöpfung erreichen konnte. Und noch mehr: daß er sich fast un-
vermittelt vor diese letzte Grenze gestellt sah.
Die beiden Infanteristen waren inzwischen zu einem selbständigen Befund ge-
kommen.
„Der linke Stiefel ist angekratzt. Da hat's ihn gehascht. Nich weiter schlimm . . .“
In lautloser Selbstverständlichkeit entfalteten sie eine Zeltbahn, rollten ihn dar-
auf und begannen ihn fortzuschleppen.
Der Schmerz im Bein, der mit glühendzuckenden Strahlen sich bis zum Herzen
hinaufbiß, ließ jetzt doch den Unterarzt in ein fließendes, kreisendes Dunkel ver-
sinken. Er kam wieder zu sich, als er in einer Art Laufgraben stand und jemand
ihm eine Feldflasche an den Mund setzte.
„Na also“, sagte eine Stimme befriedigt. „Er säuft schon ganz ordentlich.“
„Ich muß zum Kompaniechef, Kameraden. Sofort.“
Der Weg vom PERI-V ersuch bis zum „PERI AN ER“ „Jemacht.“
Ein fahlflackerndes Leuchten in seinem Rücken warf eine ungewisse, gelbrote
war nie sehr weit. Doch das Wichtigste: Wer ein- Helligkeit in den Graben. Die Franzosen waren also immer noch an der Arbeit.
mal „PERIANER“ ist, der bleibt es. Auch heute! „Schnell, Kameraden. Ganz schnell!“
Er fühlte sich aufgehoben und auf gekreuzte Hände gesetzt, aber es war ein
Auch wenn mal vorübergehend das eine oder schlechtes Vorwärtskommen in dem engen, an einigen Stellen auch eingestürzten
Grabenstück. Mit einem unterdrückten Fluch sprang er zur Erde, stürzte sofort
andere PERI-Erzeugnis nicht verfügbar ist. Das hin und verlor jetzt endgültig das Bewußtsein.
Als er wieder zu sich kam, sah er das Gesicht des Leutnant Holberg. Im röt-
Gute bleibt stets unvergessen! Denken Sie daran: lichen, matten Kerzenglast glaubte er, noch draußen zu liegen. Mit einem wilden
Ruck richtete er sich auf:
„Greifen wir an?“
Zur PERI-Pflege gehört Im gleichen Augenblick erkannte er, daß er im Gefechtsstand lag. „Verflucht
noch einmal, ich habe wohl schlapp gemacht..."
Holberg nickte ihm zu. „Ich habe einen schönen Schreck gekriegt, als man Sie
anschleppte. Wie fühlen Sie sich denn jetzt?“
„Wo ist denn Ihr Chef? Ich muß ihn sprechen, Holberg. Da draußen .. .“
Holberg drückte ihn zurück. „Immer ruhig, immer ruhig.“
„Holberg, da draußen geht eine mordsmäßige Schweinerei vor sich. Die
Franzosen . . . “
„Wir wissen schon Bescheid. Die Artilleristen von der B-Stelle haben es schon
durchgegeben.“
„Da muß doch sofort etwas geschehen. Sie haben doch Verbindung zum
Bataillon?“
„Es geschieht schon etwas, Stülpenbrecher ist zum Bataillon befohlen, und
soviel ich gehört habe, ist dort großer Kriegsrat. Es soll sogar jemand vom
Divisionsstab da sein und dei Kommandeur von dem armen Hauptmann da
draußen . . . Wie steht’s überhaupt mit ihm? Eigentlich haben wir ja kaum noch
Hoffnung ..."
„Er muß gleich tot gewesen sein“, sagte Atzel und bemühte sich um Härte in
der Stimme. „Die Leute, die noch Lebenszeichen gesehen haben, die haben ... Es
waren wohl die Einschläge von neuen Geschossen. Es hat den Körper natürlich
etwas bewegt.“
In die schwer lastende Stille hinein klirrte das Telefon. Ein Telefonist meldete
eine Creme, die hautnährend, hautkräftigend sich und rief dann halblaut:
und hautpflegend wirkt und der Haut Weichheit „Der Herr Oberleutnant verlangt Herrn Leutnant Holberg.“
Holberg war mit einem Satz am Apparat. Atzel richtete sich auf. Er zitterte
und Elastizität verleiht. PERI-Hamamelis-Haut- vor Fieber.
„Ja, hier Holberg . . . Jawohl, Herr Oberleutnant, wird sofort veranlaßt. . .
Creme ist durch ihre besondere Zusammensetzung Jawohl. Ja, der ist hier. Vor zehn Minuten gebracht. . . Nein, nicht weiter
schlimm. Ich glaube jedenfalls nicht. . . Sie können selbst mit ihm sprechen ..."
eine wohltuende Ergänzung zur PERI-Rasur. Er ließ den Hörer sinken und sah zu Atzel: „Könnten Sie mal herkommen?
Der Chef möchte mit Ihnen sprechen. Sonst vermittle ich vielleicht. . .“
„Unsinn, sind bloß die Nerven!“
Trotzdem taumelte er ein wenig, als er Holberg den Hörer aus der Hand nahm.
Der Kenner preist - was PERI heißt! Der Leutnant mußte ihn stützen.
„Ach, nicht der Rede wert, Herr Oberleutnant. . . Nein, leider nichts Gutes. ..
Ja, vielleicht ist es am besten so. Gequält hat er sich bestimmt nicht mehr.
Aber . ..“
Man hörte, wie Stülpenbrecher ihn unterbrach und scharf und akzentuiert
etwas ausführte. Atzels Gesicht spannte sich immer stärker dabei, aber seine Augen
begannen zu leuchten. Er sah beinahe glücklich aus, als er mit einer feierlichen
Gebärde den Hörer auf die Gabel legte. Er wehrte sogar Holberg ab und humpelte
allein zur Pritsche. Holberg rief nach einem Melder:
„Beim ersten Zug halten sich die Pioniere auf, die vorhin gekommen sind. Der
Feldwebel, ich glaube er heißt Wecker, soll sofort herkommen.“
Erklärend wandte er sich an Atzel: „Eine tolle Sache. Da trudelt vorhin ein
Trupp Pioniere ein, geführt von einem Hauptfeldwebel, und der behauptet, er hätte
Befehl, hier einen Krieg auf eigene Faust zu beginnen. Sie müßten ihren Haupt-
Gute 5/41 mann holen und wo denn der ungefähr läge und im übrigen bäten sie nur um
einen Mann, der ihnen den Durchlaß durch unsere Drahtsperre zeigte und alles
andere würden sie allein machen. Sie wollten sofort losziehen, trotzdem gerade in
dem Augenblick der Franzose noch ganz schön in der Gegend herumwuchtete. So-
gar zwei leichte Flammenwerfer hatten die Brüder mitgebracht. .. “
„Na und?“
„Na, daß da irgendwas nicht in Ordnung war, das mußte schließlich auch ein
Kommißbaby merken. Nach vielem Hin- und Hertelefonieren bekam Stülps dann
den Kommandeur der Pioniere, einen Major von Langenheim, an die Strippe, und
was stellte sich heraus? Dieser Feldwebel Wecker — er ist übrigens der Kompanie-
feldwebel von dem toten Hauptmann — hatte den Major so lange gequält, bis
der ihm die Erlaubnis gab, mit einem Stoßtrupp nach vorn zu kommen. Er hatte
natürlich den ausdrücklichen Befehl, sich hier der Kompanie zu unterstellen, um
bei einer eventuellen Unternehmung mit eingesetzt zu werden. . . Na, Sie kennen
ja Stülps. Erst hat er die Leute furchtbar angehaucht und dann jedem die Hand
geschüttelt und einen Schnaps gegeben. Die Kerle hatten direkt Tränen in den
Augen, daß ihr frommer Betrug nicht geglückt war und sie nicht hinaus zu ihrem
Hauptmann durften, um sich auch in Fetzen schießen zu lassen. Großartiges
Material, ganz großartige. . .“
Am Eingang knallten zwei Hacken zusammen. Holberg drehte sich herum. Er
winkte die Meldung des Feldwebels ab:
„Schon gut, schon gut... Kommen Sie einmal her. Ihr Drang zur Tätigkeit
wird sofort befriedigt werden.“
„Wirklich, Herr Leutnant?" Die Stimme des Feldwebel Wecker zitterte ein
wenig.
„Ja. Kommen Sie einmal her zur Karte. . . Übrigens, ist der Kompanietrupp-
führer da?“ Er sah sich um. „Ah, da sind Sie ja Eicken. Kommen Sie auch mal
her, Sie müssen nachher durch Ihre Leute die Pioniere einweisen lassen. Die Sache
ist also folgende: in ein paar Stunden wird eine größere Unternehmung gestartet.
Welcher Art, weiß ich selbst noch nicht. Sicher ist jedenfalls, daß wir uns bei
dieser Gelegenheit den Hauptmann holen. Sie haben ja schon gehört, daß die
Franzosen im Augenblick ganz abenteuerliche Anstrengungen machen. Erfolg
haben sie bisher noch nicht gehabt, jedenfalls hätte uns sonst die Artillerie von
ihrer B-Stelle aus schon etwas mitgeteilt... “
„Es kann aber jeden Augenblick passieren“, sagte Atzel verzweifelt. Seine
Stimme klang so brüchig und schmerzerfüllt, daß plötzlich aus dem Bodendunkel
Ajax auftauchte und schmeichelnd seinen Kopf an ihn drängte. Atzel begann
mechanisch, das Tier zu streicheln.
Holberg schüttelte den Kopf: „Sie sehen zu dunkel, Atzel. Sie sind überhaupt
mit zuviel Seele dabei. Muß man sich heutzutage verkneifen. Aber für Sie ist es
vielleicht richtig. Sie sind ja Arzt. Wer helfen will, muß mitleiden können, hat
mal jemand gesagt. Na ja ..
Atzel nahm den Kopf des Hundes in beide Hände. Er fühlte sich unendlich
müde und ausgelaugt. Aber die etwas harte Bemerkung von Holberg gab ihm
Kraft. Ja, er mußte wohl so sein. Ein Licht, ein Schwert und ein Arzney, dachte
er und' lächelte dabei ein wenig schmerzlich.
Es ist ein gewaltiger und furchtbarer Augenblick, wenn man dem Krieg zum
ersten Male begegnet. Für jeden. Für die Atzels dieses Lebens aber ist es eine Prü-
fung bis zur Grenze des Ich.
„Na ja“, fuhr Holberg fort, „die Sache liegt gar nicht so schwer. Oberleutnant
Stülpenbrecher erklärte mir, nach der Meinung des Majors vom Divisionsstab
würden die Franzosen sich hüten, etwas Wesentliches zu unternehmen. Sie wagen
sich einfach nicht näher heran.“
„Sie könnten anfangen, mit Mineneisen zu arbeiten, und ein einzelner schnei-
diger Mann könnte sich schon an den Hauptmann heranarbeiten“, sagte der Feld-
webel Wecker zweifelnd.
„Könnte!“ Er winkte ab, gleich darauf:
„Ja, und nun zu Ihnen, Hauptfeldwebel. Gegen Morgen wird die Unternehmung
der Division gestartet. Damit nicht zufällig doch bis dahin irgendeine Schweinerei
passim t, sollen Sie mit Ihren Pionieren und vor allen Dingen mit Ihren Flammen-
werfern sofort eingesetzt werden. Sie werden gleich auf der Abschnittskarte sehen,
daß natürlich keine Rede davon ist, besonders nahe an den Hauptmann heran-
zukommen, aber jetzt in der Nacht können wir Sie wenigstens einmal hier, das
ist ein aufgegebener MG-Posten in einer Art Sappenkopf, in Stellung bringen und
dann an diesem Punkt, ungefähr 120 Meter ostwärts der hier eingezeichneten
Kai toffelmiete. Sieht jetzt natürlich nach allem anderen aus... Sie werden ver-
suchen, sich einzugraben und nehmen Ihre beiden Flammenwerfer mit. Alles
andere bleibt Ihnen überlassen. Sehen Sie auch zu, daß Sie einen Mann und zwei
Verbindungsleute als Horchposten auf ungefähr 50 Meter an diese Geländewelle
hier heraubekommen. Unter keinen Umständen weiter, denn dann werden Sie
mit hundertprozentiger Sicherheit entdeckt. Hier ist der Punkt, an dem der Haupt-
mann liegt Der Befehl für Sie lautet, ausschließlich die Sicherung in der vor-
geschrieberie Weise vorzunehmen. Eine eventuelle Aktion der Franzosen wehren
Sie mit den 1 1 .en zur Verfügung stehenden Mitteln ab. Wie. das hängt ganz von
der Lage ab und muß Ihnen überlassen bleiben. Bei einsetzendem schweren
Artilleriefeuer der Franzosen ziehen Sie sich zurück. Vor Beginn unserer eigenen

DURfliumm
Unternehmung geht Ihnen noch ein gesonderter Befehl zu. Sie selbst halten sich
hier an dem Sappenkopf auf. Wiederholen Sie, bitte.“
Atzel mischte sich noch einmal ein. Da waren noch die beiden flankierenden
MG, die ihn vor einer Stunde gehetzt hatten. Er glaubte ziemlich genau zu
wissen, wo sie lagen.
Holberg strahlte:
„Großartig, Atzel. Gebe ich sofort an die B-Stellung weiter. Das ist Futter Es ist sicher, daß die heute allgemein bekannten Vorteile
für unsere Rohre.“ Er maß die Entfernung auf der Karte ab, schüttelte dann be-
kümmert den Kopf. „Schade, für unsere Granatwerfer ist es zu weit. Nicht ein-
mal die schweren von der achten langen hin. Ein Jammer!“ des „Leichtbaues" diesem alle nur denkbaren Gebiete
Es krachte, als ob Äxte n einen Baumstamm schmetterten, als die beiden
Unteroffiziere den Stand verLeßen. Der Hauptfeldwebel Wecker sah aus wie ein erschließen werden.
Mann, dem eine furchtbare, eine schimpfliche Last von der Seele genommen.
Holberg sah ihm nach.
„Mit ’ner Million hätte man den Mann nicht so glücklich machen können. In einem noch nicht übersehbaren Umfange wird hier-
Und trotzdem heult er innerlich wie ein Schloßhund um seinen Hauptmann.
Wird auch noch lange dran zu kauen haben.“ bei das vielfach erprobte Duralumin weiterhin wichtiger
Atzel nickte. „Da ist unsere große Kraft!“
Holberg sah ihn verständnislos an. Der Hund Ajax ließ sich glückselig be- Helfer sein.
friedigt mit einem lauten Plumps auf den Boden fallen. Sein kleines Hundeherz
begriff, daß dieser Mensch da keinen Trost mehr brauchte.
Die Tür flog auf, zwei, drei Lichter erloschen erschrocken. Stülps fegte herein
und stieß einen Wirbel von Tatkraft und Tatenfreude vor sich her.
„Es geht los, meine Herren. Ganz große Sache. Jedenfalls für unsere Ver-
hältnisse . .. Aber zunächst mal, wie geht es Ihnen denn. Sie kriegerischer Medizin-
mann. Man hat Ihnen ein paar Pfund Fleisch abgeschossen?“
Atzel mußte lachen. „Keine Rede davon. Bin auch schon wieder völlig auf
dem Damm. Es lag bloß an der verfluchten Kälte, und dann fiel mir die franzö-
sische Artillerie etwas auf die Nerven. Von den Maschinengewehren ganz zu DURENER METALLWERKE A. G.
schweigen. Sie haben so ein kleines Preisschießen an mir veranstaltet. Im Anfang
nimmt das etwas mit.“ Fortsetzung folgt Hauptverwaltung Berlin-Barsigwalde
15
(ROMAN VON HANS RABL.)
18. Sortierung u n b 6 et) I u ß A Oktober 1938. Schlagzeilen des Tages:
„Das folf heißen — ?* fragt TDßeeler atemlos.
„Daß Sie mit äußerftcr Befcßleunigung granfreieß oerlaffen merben. Kein, „Böififcßer Beobachter", Berlin:
proteftieren 6ie nicht! Das Tonnen 6ie nur gegen eine offi3ielle Busroeifung, unb Der güßrer int befreiten Gubctenlanb.
bie merben mir nicht erroirfen. Sie roiffen ja, mir lieben feine 6fanbale. Aber
roenn 6ie fieß nicht außerorbentlicßen peinlichfeiten ausfeßen mollen, merben 6ie „© i m e 0", £ o n b 0 n :
binnen brei Sagen bas £anb oerlaffen. 6eien 6ie banfbar unb glüdflidj, baß mir 3n beiben Säufern Debatte über bie ftrifis
bie Holle, bie 3ßr TDagen in ber 6acße gefpielt hat, nicht näher unterfueßen. llnb
auch fcas tun mir nicht um 3ßrer fchönen Bugen roillen, fonbern nur, roeil uns an Berteibigung ber Regierung — JItr. Duff ©ooper erflärt feinen Riicf»
tritt — Britifcße 10»Rlillionen«pfunb«Bnleiße an bie STfcßecßen.
einer öffentlichen Berßanblung gegen Sie nidjts liegt. Hoch eines: auch jenfeits
ber ©retije merben 6ie ben Sali Btäberg beffer oermeiben. Sin offijielles unb „präget p r e f f e", präg:
feierliches Dementi unfererfeits. mürbe 3ßren ohnehin leicßf befchäbigten 3ournaIiften« ©ppofitionsaufmarfcß im Unterhaus
ruf oollenbs jugrunbe richten, bas feßen 6ie rooßl ein — gan3 abgefeßen baoon, Bernicßtenbe ßritif an IKündjen
baß fieß mit ßilfe eines Buslieferungsoerfaßrens immer noeß auf 3ßren Blagen
3urü(ffommen ließe." Duff Looper: 3dj allein fann mein ßaupt erheben — flttlee: (Einführung
„Das ift Kötigung, ©rpreffung!" ber ©eroaltmetßoben in bie europäifeße Politik - (Eben: Die ßubeten«
„Bber nein! Das ift ein freunbfcßaftlicßer Hat, roeiter nießts." <£r geßt hinaus beutfeßen roaren niemals unfeebrüdh — ©ßamberlain fünbigt oerftärfte
unb läßt einen Hlann 3urücf, ber fieß noeß nie fo am Boben fühlte mie eben jeßt. gortfeßung ber Rüftungen an.
3m §lur ffeßf, einen rotroeißgeftreiffen Babemantel um bie hageren Beine, „<T e m p s", Paris:
ßtanislas Öurcq. „6ie haben gehört?" fragt ber ®}fi3ier oßne Mißbilligung. (Eine Botfäßaft non Ml. ©ßambcrlain an Ml. Dalabier.
„©eßoreßt niefjt, gehört ja. 6ie ßaben ein berounberungsroürbiges firgan."
Der ©ffiäier lacßt. „3cß roeiß ja nießt, roas 6ie ßier tun. Aber mit bem ba", „Die 3 e i f", R e i cß e n b e r g :
er roeift mit einer fut3en ßopfberoegung nach Bfßeelers gimmer, „brauchen <3ie Der güßrer im 6ubetenlanö
fieß feine Rtüße meßr 311 maeßen. Der ift erlebigt." „Riemais meßr roirb es bem Heieß entriffen!"
„6ie aßnen nießt, mie mich bas freut! Gagen 6ie mir übrigens, ßat man ben
glücßtling feßon roieber gefangen?" granffurt. 3m RJafler bes Main, ber rußig, glatt unb mädjtig feine Baßn 3'ießf,
„Bis jeßt nießt." fpiegeln fieß niebrig 3ießenbe, feßneemeiße ßaufenroolfen, bie nur gan3 langfam
„Bebauerlicß", murmelt ©ureq. JDenn ber öff^ier müßte, roas er roeiß: baß gorm unb ®efi(ßt oeränbern. Das enblos flutenbe Banb, bas fid) non reeßts naeß
3mei ber Jimmer auf bem glur, bie frieblicße öeßläfer beherbergen feilten, leer linfs ßin3ießt, roirb riicfroärts begren3t bureß eine gronf ßeller ßäufer; fie finb
finb! 2Ttit einem fleinen, ßalb läcßelnben unb ßalb troß nießt Flein unb roirfen boeß gering gegen ben mueßtig
allem bebauernben Blicf ftreift er bie beiben Süren. feßroeren £eib bes Doms, ber hinter ißnen aufragt,
„ZDie fpät ift’s übrigens?" fragte er bann. breit ßingelagert bas mächtige ßpißbaeß bes £ang<
„Salb brei." IM NÄCHSTEN HEFT NEUER ROMAN: feßiffs mit bem fofett barauf balan3ierenben Dacßreiter«
„Salb brei? So fpät feßon?" Da müffen fie bie lein, in ben ßimmel geredf unb bennoeß irbifcß ner»
®ren3e paffiert ßaben. (Eine leßte Surcßt fällt oon ißm
ab: baß fie, abgefaßt, ißn nerriefen. „JDirflicß feßr be« DER DOPPELGÄNGER ßaftet ber maffige (Turin. Buf menigen fanften garben
rußt bas nur: lidjfbiau ber ßimmel, grünlich bas Blaffer,
bäuerlich, bas ®an3e", murmelt et, 3ießt ben Babe« von roeiß bie ßäufer, grau bie ©uabern bes Doms. Docß an
mante! enger um bie Senben unb oerfeßminbet in feinem biefem (Tag ift eine neue garbe ba, bie nießt feft im Bilbe
öimmer. 3n ber Brieftafcße liegen 3eßntaujenb Srancs, ALEXANDER LERNET-HOLENIA fteßt, fonbern fieß roabernb beroegt: aus allen genftern
unter bem Sopffiffen bas Säcßeln eines Tßäbcßens. 6att ber ßäufer roeßt, unb in einem roinbgebaufeßten ge«
unb 3ufrieben entfeßlummert Gtanislas öurcq. mäßigen Bogen uom Domturm rinnt bas ftarfe Rot ber

Rn jedes Ulafctibechen gehört


eine Jlafctie ATA! ATA ift
beim fiänöemafchen (allein
oder in Oerbindung mit et*
mas Seife) ein gani ausge-
jeictinetes mittel, Seife ju
fparen.

fiergeftellt in öen perßl - IDtrhen

Diaderma ruckt tmaess&n /


Es ist das erste Hautfunktions-Oel, mit dem die klassische Körperpflege wieder
erweckt wurde — verbessert nach neuzeitlichen Erkenntnissen. Es wirkt nicht
nur auf die Haut, sondern durch die Haut auf den gesamten Organismus

16
M.E.G. GOTTLIEB • HEIDELBERG 19V
as mm nicht schm soll

... aber beobachten wir es nicht doch häufig


d aß eine Frau heimlich unterm Tisch aus ihren Schuhen schlüpft,
weil ihre Füße schmerzen vom vielen Stehen und Gehen im
Beruf und im Haushalt, oder weil sie müde und überanstrengt
sind. Dann ist fast jeder Schritt eine Qual, die Füße brennen
und stechen, sie schwitzen und schwellen an und kein Schuh
will mehr passen. „Schlechte Füße — schlechte Laune“ heißt
es und oft ist es leider so, daß Erholung und Freude verdorben
wird, weil die Füße nicht in Ordnung sind.
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wenig Geld vor Fußbeschwerden schützen und Ihre Füße frisch
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liegen brauchen. Gerade weil der Kopf- kühne Abenteuer, die von der ersten bis rer Beschwerden liegt in den
schmerz aber an seinen verzweigten Wur- zur letzten Seite fesseln, in 5 geschmack- meisten Fällen an einer zu
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herzogs /Oskar Jensen, Und sie tat es nicht/
Schwerla, Wastl in der Wand / Herbert Stein-
starken Absonderung von
Magensäure. Biscrirte Magne- 8 Textbände (Speidt
erschienen (Rest 2 Bände, 1 Regisierband
Ursachen der Kopfschmerzen bekämpft,
und zwar in einer dem Körper verträg-
mann, Der Kurier des Königs /
Rudolf Stratz, Das freie Öeer
sia ist ein seit Jahrzehnten be-
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n. Atlas). L'nenlbehrl. für geistig Regsame:
Meyers Lexikon, 8. AufL das billigste
tust» ftfcceibe
lichen Form. Die guten Erfahrungen mit
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WSKk RWt.20 führt. Zu haben in
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unb fdjauen, lange 3eit. Unb in ber Fraftoollen Kuße, bie bas ailes ausftcömt, im
fanften bes Stromes ocbnen ßdj enblidj bem Uläbdjen bie uenoorrenen
Bilbfeßen bes letjten ffages, oerlieren bamit iljre alpßaft 3ufpringenben ©cßceefen
- mie alles, roas fidj aus bem ©ßaos jum ©ejeß fügt.
3enfeits ber Straße 2Keß—£ongrog fcßon ßat es begonnen. Straucßelnb, Afte
geräufdjODll 3ertretenb, Steine unb ©eröll unter ©epoltec mit fidj reißenb, gleiten
fie in oölliger DunFelßeif bie Böfdjnng jum erften ber beiben Bäcße tjinab, bie
guet in iljrem IDeg liegen. 3eber Scßcitt ift flngft, jeber Sprung roirb ©ual; trotj
aller Bemlißung finb fie felbft fo laut, ba3U raufdjt ber regengefdjroollene Badj fo
ßeftig, baß fie um fidj ßer nictjts 311 unterfdjeiben oermögen. Sinb fie nodj allein?
Sfeßen fdjon mit angelegten ©eroeßren poilus auf bem Jlferßang gegenüber?

MEYERS LEXIKON
Der gorft oon Selomont, ungepflegt, oerroilberf, ßält fie auf. 3ei9er
gcünlidj fiimmernb über leudjtenbe Zifferblätter. Salb roirb man fcljen — unb
gefetjen roerben. Sie tappen oorroärfs, reißen fi<tj burdj fdjmer3enbes Dorn»
gefträudj, ftoßen gegen Stämme, ftolpern, fallen über ßoeßliegenbe 2Dur3eln. Der
lUarfdj roirb 3um Kennen gegen bie 3«>l, gegen öen feinblidj unterm fjoci3ont
lauernben ©ag. gran3 fütjrt immer noetj. Bon 3eit 3U Seit, roenn er atemfdjöpfenö
unb laufdjenb fteßenbleibt, ©laubia neben ißn trjtt, faßt et ißren Arm unb preßt
ecstUeint (eitd uMlicf mu.
ißn. ©s fdjeint, er fudjt einen Sdjmet3 311 betäuben. Kadj ber Dritten, oierten
Srage gibt er 3U, baß er ßdj fdjon beim Bacß ben guß befdjäbigf ßat. ©igenflidj
Fann er nidjt meßr geßen; bennodj beängf er oorroärfs, ßumpelt Feudjcnb, 8. (NEUESTE) AUFLAGE IN 12 BÄNDEN
ffedjenbes, 3ietjenbes Brennen oerbeißenb, roeiter ooraus.
Bor bem 3toeifen, bem ®cen3badj, oerijalten ße; baß fie’s tun, ift Kettung,
©emäcßlicß Fommt, in ber frütjgrauen Dämmerung unbeutüdj erFennbar, eine jjier fönnen toir 3ßncn nur einige groben auS bem 3nßalt biefen umfangs
Patrouille badjabroärts. Sie oertjarren erftarrt, ßintec betfenbes BufdjroerF retefjen -IBerfeS bringen. Zroßbeiu roerben fie 3bnen 9leueb über sBcgriffe
gebucFt. Unter gran3' FranFem guß, ben er nidjt meljr in ber ©eroalt Ijat, 3er» fagen, bie ©ic beute oft b&rcn, beren iBebeutung unb djerfunft @ie oicU
Fnallt froden ein flff. Die Patrouille merFt auf, ljält. Sie felgen bie £eufe fidj Fut3
beraten, 00m fdjmalen, getretenen llferpfab abbiegen, bie Böfdjung erFietfern. feidjt nodj nießt genau fannten. ®enn biefe 2 ©tießmörter 3br SBiffen
5ran3, mit einem unbeutbaren Blidf auf bas Bläbdjen, FalEroeiß bas ©efidjt, ent»
fidjert bie piftolc. 3ofef, oßne ein IDort 311 fpredjen, bannt ißn unb fie mit bereicherten, mie nü^ticb mu§ bann für ©ie biefeö Scrifcit fein, bab mit
befeßlenbem BJinF an ben piatj, fpringt an, raff, praffelnb 21nterßol3 3erftampfenb,
für FuE3e flugenblide fdjemenljaft 3roildjen Stämmen ßdjtbar, badjaufroärts baoon. 300 000 Stichwörtern u.Nachweisen, rd. 20 OOO Bildern
Anrufe gellen, Sdjüffe bonnern Ijinter ißm ßer. Die Patrouille roirft fidj ßerum, ■■■■■■ unb etwa 400, ineiff mehrfarbigen Äarteu baß ®iffcn
tobt ijinter bem glüdjfling brein. ©in paar ßer3fcfjläge fpäter finb gcan3 unb
©laubia allein. 3n ber gerne 3ergetjt ber £ärm ber IRenfdjonjagö. ber ILVlt umfaßt. ÜBer eine rafche unb grunblidje
„fjaf er’s getan", murmelt gran3, „roär’ es UnbanF unb HJaßnßnn, es nidjt Unterrichtung über alfe (Gebiete flicht, finbet in
aus3unußen." 2Tlit ©laubia quält er fidj 3um Bad) Ijinab. Sie roaten tjinburdj,
finb brüben, fmb aus granFreidj (jinaus. £aufen ein paar £uremburger ®ren3ern Y „SRcnerß ?ccifon" bic geeignete Unterlage unb ba$u
gerabe in bie Arme, bie bie Sdjüffe Ijerbeigeljolt Ijaben. Sie finb in Sictjer» c'ne fachliche, oollftanbige foroie lebenbige
jjeit, fie —
21m Klittag erft, nadj Sfunben, beren graue ©nbloßgFeit unb dintönigFeit ße gP Zarftcllung unb Äennjeiehnung ber Zingc. s2lbcr
tropfenroeife 3erffört, roirb 3ofef auf ber ©ren5ftation, 3U ber man ße gebracht fjat, abgefeben baoon troff ber neue „fetter" eine Oieihe
eingeliefert. Das ©efidjt grau unb serrüttet, mit Ijoßlen blutunterlaufenen Bugen,
bie 3U leudjten beginnen, als er bie beiben erblidt. „Das“, fagf er mit einer befonbere irtebtiger Neuerungen auf: 'Bor allem ift er
Stimme, bie not tjollifdjer ©rfdjöpfung Fnacrt, „roar bie gan3e 3«il meine Bngft
— ob nidjt ein paar oon ben Serien geblieben mären, gefudjt Ijätten —" sptof. smt) iMeffctjitmitt das billigste deutsche Großlexikon.
gran3 roill, aus feiner Ijeißen ©rregung Ijeraus, ben anberen mit Ijeftigen Bor«
roürfen überfdjütten. 3ofef roeljrf Fürs ab. „öatfe bodj Feinen Sinn", fagf er, „baß 3cber Banb foftet in .ßunfthalbleber nur \ 5,— N501. 3um erften SWafe bringt
fie uns alle brei fdjnappten. Unb itjr beibe — itjr mußtet bodj Ijeil Ijerüber!"
©laubia begreift, baß es überflüfßg ift, aussufpredjen, roas ße itjm fagen biefeß 3Berf auch bie bunten 2lbb Übungen im Z e r t. ©rofje film:
roollte. ©r roeiß, roeiß längff. Unb ba er fo Ijanbelte, Ijat er ßdj überrounben, Ijat artige Büberfolgeti geben einen gefehloffcnen ©nbruef über größere ffiiffenß:
bejaljt. Biel fpäter erft, als fie fdjon, freie Utenfdjen, auf beutjdjem Bobcn ßnb, gebiete. Neben ben ©njclftichtrörtcrn finben fich umfangreiche ©ammeU
nimmt er einmal, faß roie sufällig, iljre fjanb — in einem Bugenblidf 3roeifamen
fllleinfeins. „3dj freue mictj, für eudj beibe", fagt er. „3dj Ijoffe unb glaube, itjr artifel über ir i ch t i g e Z h e tn e n. §ür bie ^uberlüffigfcit beß fficrfeß bürgt
roerbet miteinanber fefjr glüdlidj fein. 3ljr Ijabt bodj rooßl", feßt er mit refignierter, fein über lOOjahrigeß Grrfd)einen fomie bie Zatfaehe, baß bie 8. 3luflage
aber nidjt bitterer Selbffironie Ijingu, „mefjr ©alent ba3u als einer, ber mit leiben»
[djafilidjer Keugier Ulenfdjen in iljre Beftanbteile jcclegt unb barüber all3uoff oer» oon „Slieperß Serifon" parteiamtlich empfohlen unb in bie N@.sBihlio:
gißt, baß eine un3erfdjniftene ©pibermis natüclidjer unb erfreulidjer ift." — — g r a p h i e aufgenommen mürbe.
©ine Fleine roeißtjäuptige BJelle roifdjt bas leßte ber Bilber aus. ©laubia
ermadjt, unb roieöer ßeßt ße, roas ße, oon beiben ungeftört gelaßen, lange
blidlos anftarrte. „Das ift fdjon", fagf ße Icife, „bas ift rounberfdjön!" Nur zwei Stichwörter:'
Ein Veralten ist ausgeschlossen
„3ft es fdjon?" fragt grans Br3berg surüd, lädjelnb, als Ijabe er bas Bilb
(jingesaubert, eigens für ße aus firaft unb ©illen feiner £iebe. „3dj bin feljr frolj, ßclomaUäge (Eoioniale ©0ulblü0c, ba neueintretenbe Berünbcrungeu in ben
.ffoIonialfi^uIMüöe), bie aut 3ied)t*
baß bu bas fagff —" fertigune Äaubeä bet beutfdjen noch erfchetnenben Biünbcn bei ben ent:
„fjatteft bu gurdjt, idj Ijätfe midj gan3 an bie Seine oerloren. So ift's nidjt, giolouie« entßeeen ben 3ufid)eruiiöen
geroiß nidjt. Sie ift fdjon rounberbar, bie 3sle be grance — aber bies Ijier ift ber 14 ^sun!te burdj bie (£»i- fpreehenben ©ttehtuortem unb in §orm etneß
tente im ’SetfaiHet Siftat botgebradjte
meljr. Biel meljr. 4s ift ja bas Suljaufe!" ^ebaujitune, bafe „SDcutfdjlatib eher foffcnlofen Nadjtragß hcrücFfichfigt roerben.
„lUandjmal badjfe audj idj, bu ßätteft bir bein Juljaufc bort gefdjaffen, nur bie V(u§roitunfl al^ bie (Sntmidlung
bet liingeborenen feiner Kolonien al§
nodj bort", meint 3ofef — feit ber Stunbe, ba, in feinem Berffänbnis unb Ber« (ein Snieteffe" cmge(eben (SBtlfon in
3idjt, ©laubia in iljm ben Bruber geroann, fagen ße bu 3ueinanber. „Unb idj sBerjaiÜe§ 14.2.1919, 'Ifiantelnoie auw
badjfe, roie fdjroer es bir gefallen fein müße, bas auf3ugeben - 3U meiner Silfe." llüiuuituiu Dom 16.6. 1919; unb fid) Ausführliche Lese- und Bildproben mit
unfähig unb unmiitbig erUücfen habe,
„3dj Ijäft es ja bodj irgenbroann einmal aufgeben müßen, 3°Ief- Balb fogar, •Violtmiaibölfer gu beherrfchen. SRU farbiger Abbildung aller 12 Bände
glaube \d}.“ biefer berlogenen ^Behauptung mürbe
ohne Kaufzwang gegen Einsendung des
„Um mit iljm 3U geljen?" lädjclf 3ofef mit einem Fleinen JDinF auf ben Bruber. ber ^olonialbefig 2)eutfdjlanb mtbet*
rcditlidj cntgogen unb „miirbigeren"
Sie fdjüftelf ben Sopf. „Kein. Buf jeben gall. 3cß bin fo fidjer — troß ttnientemaefiten anbertraut, obmoöl untenstehenden Gutscheins. Meyers
Ulündjen — balb roerben mir bodj ben Srieg ßaben. Sie roolien ißn ja, brüben. fidj bie (Eingeborenen für ben Verbleib
Lexikon ist erhältlich gegen kleine Mo-
BJas nüßt ba alle Bemüßung oon unferer Seife?" 6eiSeutfchIanb erflarten. ■t'ie^oronial'
lüge ift ctne§ ber unmürbigft.SBeifpieie
„Aber ben eßrlidjen BJillen 3ur Berffänbigung —" jbftemaiifdi.Serfogenheittn! ainifdien^ natsraten ohne jeden Preisaufschlag
fpredjen ße uns ab, ba ße felbft ißn nießt ßaben. Kie ßaben roerben. Unb ftaatlid)en3jerfehr.. (im§gef.443eUen).
besßalb, fießft bu, ßab' idj bas ßaus in ©roißq oßne oiel Bebauern im Stieß iTTom-ocdef irin (ntenrö -)#am 2.12.1823
gelaßen. ©s roär’ ja bodj fo geEommen, früßer ober fpäter."
„Du ßätfeft es roenigffens oerFaufen, ben U3erf retten Fönnen.“
bout '43räf. bet 'Z>er. ©t. b. 11. tVionroc
abgegebene ©rfläning, bie befagi, baf>,
bcc ®er. 6t. b. $i. fid) bon europ. Singer
FACKELVERLAG
„Das Fann idj rooßl audj jeßt nodj, burdj meine greunbe brüben. Aber ßeßff fegenheiten fernhielten, bafjbaheraber
Abt. Versandbuchhandlung, Stuttgart N 460
amu bie europ. 9Wäd)te Tein iHed)l bat:
bu, oßne bas alles ßätt’ idj’s roaßrfcßefnlidj nidjt getan. Der Ulenfdj ift rounberlidj. len, in Simenfa §u intetbenicten ober
©r ßeßt genau bas Böfe, bas unaufßaltfam Fommt — unb troßbem ßofft ec immer neuc§ Gebiet gu ertoerben, ferner, baf», i
roieber, mit aller Rraft, ffatt beßen bliebe bas ©ute. Unb es Fann nidjt bleiben. bie 35er. 6t. b. 2t. bic Surehfebung I ?ln ben gacfeberlag,
Öinfer ißrem BJall oon Staßl ßßen ße unb benFen, ße Fonnen’s treiben, roie ße biefes 2tniprud)e£ aud) augunfien ber
iüb: unb mlttelamer. Staaten über: j 'Abteilung Berfa»bbudjßanbtung, ©tuilgart N 460
mögen. Aber idj glaube, ße irren. 3dj roeiß nidjt, roie bie Kraft befdjaffen fein nehmen mürben ... 3m ^ntereffe ber
muß, bie biefen JDall 3eebridjt. Aber iitj glaube, es muß fie geben." 95er. 6t. b. 91. mürbe au§ ber ÜW. ba§
„UJir ßnb es!" roieff grati3 Bt3becg ßin. Das ffiod fprei3f ßdj auf bem ©ifd),
bedt bas roeiße ©udj 3U, roie mit bem JDibecfdjein lebenbig roten Blutes, ©laubia
9ied)t für bie Union abgeleitet, oberfter
6d)ieb§rid)ter in allen amer. Streitig:
reiten unb aud) tn Streitfällen gm.
| GUTSCHEIN
erfdjridt. Aufblicfenb fießt ße 3roifdjen ßdj unb ber Sonne bie gaßne, bie audj amer. unb europ. Staaten au fein. I ©enben ©ie mir fofrento« unb umjerbiiibluJ) Uefe; unb
biefe BJirtfcßaft ausgeftedlt ßaf. Das, geroiß nur bas ßat bas Sudj gefärbt —. $ie in ber 9Ji. au§gefbrod)ene 3ufagc
ber 9iid)tinterbention tn ©uropa unb ! 'Bilbproben oon „Nt cp er s Sepifon“ mit farbiger
„2Der fidj oon allem Anfang an barauf eincidjtcf“, faßrt Bc3berg fort, „nur bamtt aud) bie 9Jt. haben bie 95er. 6t. I Slbbilbung aller 12 sBÄnbe unb unterrießten ©ie mich
Amboß 3U fein, unb ßofft, ber ßammec roerbe an ißm secfdjellen — ßaf bec nidjt b. 91. im 2?eltrricg gebrodien, um ba§
auf feiten ber (Entente inbeftierie, bor ! anfcßlicßcnb unaufgeforbert laufenb übet biefeß 2Serf.
fdjon oerloren?" miegenb jüb. Kapital au retten. Sind)
Dann fdjroeigen bie brei. Hießt roißenb, baß fie’s tut, ßält bas Uläbcßen bie bie 6inn*if0ung0berfndje be^ 35röf.
fjanb bes ©eliebfen feft unb ßocdjt auf ben Strom, ber mit leifem einigem ^ranflin %. 2loofebelt in europ. 91«:
gelegenheitenaugunften ber meftcurop.
I Simi— -»->—:—
Kaufdjen bie UferFiefol runb fdjleift. Der Br3t ßat ben ßojjf abgeroenbet unb roenig ..E'emofratien [teilen flagiante 35er: | ©tanb:-----
geneigt; fo blieft er ins fließenbe IDaßer, als feße er barin ben Abglanz ber Hut« Iebunaen beribi.burcft ihre eigenen35ec* i
roort ber einen, bie beftänbig fudjen 3U bürfen unb nie gan3 finben 3U Fönnen, bie fcd)ter bar.öit.: (Ebtngton, .TheMonroc
große ©nabe aller JDißenfdjaft ift.
Doctrine' 1904; 5Lp. fftoofebelt, .Ameri-
can Ideals' 1898.. (inSgef. 36 3eüen).
I 'ßoftert:-——
Unb ber Strom 3ießt nadj Bleft. I ©trage:___,-
19
Der Verbindungsbuchstabe. Ein Zeichen mehr.
Immer tätig.
Reh — Alk — Schenke — Wal -— Arme — Wette — Bau — Ding — Mai — Saal — Waffe — Rega —
Land -— Kent — Pferd — Süden — Erz — Güte. Man tut’s den Schritt, den Dieb, den Edelstein;
Barbar —• Pavia — Kamera. Ihr tut’s das Essen gern, das leuchtet ein!
Den vorstehenden Wörtern ist je eines der nach- Jedem der obenstehenden Wörter ist ein Buchstabe
folgenden alphabetisch geordneten Wörter unter Ver- anzufügen, so daß neue sinnvolle Wörter entstehen. Auflösungen aus Nummer 19:
wendung eines neu zu suchenden Verbindungsbuch- Die angefügten Buchstaben ergeben, fortlaufend ge- Silbenrätsel : Von zwei Streitern siegt der Denkende. —
staben anzufügen, so daß neue Wörter entstehen. lesen, einen Gau der NSDAP. 1- Venus, 2. Okapi, 3. Nektarine, 4. Zentralheizung, 5. Weinrot,
6. Einhard, 7. Ismene, S. Schraubenzieher, 9. Tafelland, 10. Rück-
Ahr — Dorf — Korps — Kraft — Land — Osten — trittbremse, 11. Enzian, 12. Irak, 13. Talsperre, 14. Erdbeben,
Rum — Stein — Ur — Werk — Zar — Zug. Liebe Soldaten: 15. Rhönrad, 16. Nationalhymne.
Es eins Zwei, seht Ihr auf der Bühne Rreuzgitter : Strategie, Bier, Westen, Geometrie, Rudi,
Bei richtiger Lösung ergeben die Verbindungsbuch- Sproß, Gebiß, Salzungen, Ober, Etat, Propeller, Reiher.
staben, aneinandergereiht, eine Waffengattung. Das Käthchen mit dem Ritter kühne. Skat-Aufgabe: H. wagte einen Grand-Hand. Gleichgültig,
Ihr eins Zwei, ist es anbefohlen, welche von den Nieten V. anzog, H. übernahm diesen Stich
und zog seine Däuser (Asse) nach. Zum Beispiel: 1. Stich:
Austauschrätsel. Sei’s in Paris, in Narvik, Polen. V.: Eichel 7 (Kreuz 7), M,: Eichel Ober (Kreuz Dame), H.:
Eichel König (Kreuz König). — 2. Stich: H.: Eichel Daus
Geibel — Anker — Goetze — Spanier — Kartusche — Silbenordnen. (Kreuz As), V.: Eichel 8 (Kreuz 8), M.: Eichel 10 (Kreuz 10).
Barke — Vorgang — Floete — Marat — Kanton — 3. Stich: H.: Rot Daus (Herz As), V.: Rot 7 (Herz 7), M.:
heil, ist, not, uns, uns, was, zum, Rot Ober (Herz Dame). — 4. Stich: H.: Schellen Daus
Mitte — Feier — Stola — Riga — Düren. den, det, ge, grün, tern, vä, von, ward’s, (Karo As), V.: Schellen 7 (Karo 7), M.: Schellen Ober (Karo
Dame). — H. konnte nicht Könige nachziehen, da er be-
In jedem der vorstehenden Wörter ist ein Buchstabe a, ber, das, ist, ser, teil, un, fürchten mußte, daß einer der Gegenspieler nach Übernahme
durch einen anderen zu ersetzen, so daß neue sinnvolle daß, den, die, für, grün, spä, tern, wir. des Königs durch die entsprechende 10 Grün (Pik) bringen
würde. Das hätte bestimmt den Verlust bedeutet.
Wörter entstehen. Die neuen Buchstaben nennen, fort- Die Silben jeder Zeile sind so zu ordnen, daß sie, im Kette aus neun Wörtern: 3. Garnison, 2. Sonnenschein,
laufend gelesen, ein Kriegsschiff. Zusammenhang gelesen, einen Spruch von Geibel ergeben. 3. Scheinwerfer, 4. Ferrara, 5. Radium, 6. Umbrien, 7. Enzian,
8. Angabe, 9. Berengar.

MERKSTOFFE ^DEUTSCHE UUERKMflNN

0 UNL
DEUTSCHE DUNLOP GUMMI COMPAGNIE AG HANAU A/MAIN
§
REIFEN

Wie lief von jeher der Spargedanke im Volk ver-


wurzelt ist, zeigen viele volkstümliche Spartöpfe
und Sparbüchsen aus allen Gauen Deutschlands.
Der rechts abgebildete Spartopf stammt aus Böh-
men. Er ist aus der Bombentopfform (Ostpreußen)
entwickelt worden (Bild links), die eine der
ältesten Formen von Spartöpfen überhaupt ist.
(Aufbewahrt im Staat!. Museum für Volkskunde-Berlin.!

c/paren ist sehr schön. Venn man allerdings

sich dafür mit geringwertigem begnügen muß,


macht es weniger Sfpaß.
9fL man dagegen für eine große Hube Zahn-
pasta nur 4-0 Pf. auszugeben braucht und hat die
ßewißheit, dafür die gufe LVivea -^nhnpasfa
zu bekommen - ja, sehen Wie, das ist eine d^rt
zu sparen, die wirklich Freude macht!

SEIT GENERATIONEN DURCH STIL


UND QUALITÄT WELTBEKANNT

Große Tube 40 Pf
Kleine Tube 25 Pf.
Zahnpasta
20
Z 765 GESPART ist GESPART/
„Mein Wagen brennt"
Von Leutnant Piso
„Mein Wagen brennt“, geilt ein durchdringender Schrei durch
das verlassene russische Dorf . . .
Mit einem Ruck steht der Zug. Alles starrt wie gebannt nach
1 7.Rat:
vorn — man glaubt den eigenen Herzschlag zu hören.
ln einem steilen Hohlweg, den die verkommenen Strohhäuser
eines russischen Dorfes säumen, steht Fahrzeug hinter Fahrzeug,
beladen mit Treibstoff.
Seit Stunden lastet die Sonne mit über 50 auf uns und hat die
UcutcUduMi,
ganze Luft über den Fässern in eine schillernde, tanzende Be-
wegung versetzt. Der Mann am Steuer weiß, was das bedeutet. Er a&ec üfaaULUv!
kennt diese Gefahr.
Ganz dicht vor mir erscholl dieser Ruf. Da — Wessels, der
Fahrer vom 1/9, läuft wie ein gehetztes Wild um seinen Wagen. Es ist zwecklos, Schuhcreme dick
Immer wieder hebt er die Hände hoch, merkt Brandgeruch und
kann nicht feststellen, wo sich der Brandherd befindet. Er weiß aufzutragen. Man erschwert sich
nur eins: dadurch nur die Arbeit. Schuhcreme
„Der Wagen ist mit Benzin beladen.“ Jetzt reißt er die Plane muß hauchdünn und überallhin ver-
auf und da — als feurige Lohe schlägt eine Stichflamme aus dem
Wagen. 10, nein 15 Meter hoch. Wessels ist zurückgefallen. teilt werden; dann springt der Glanz
Ich halte beide Hände schützend vor’s Gesicht. Das Schein-
werferglas meines Wagens splittert. Diese Hitze!
schnell an, und die Bürsten bleiben
„Ich kann ja nicht zurück mit meinem Wagen“, schreie ich viel länger sauber. Voraussetzung
in der Verzweiflung, hinter mir steht Fahrzeug an Fahrzeug. ist natürlich gute Schuhcreme, so
Überall die schwelenden Gase, die jetzt ihre langen Arme nach
vorn strecken, als wollten sie das Unheil noch schneller heran-

Erdal
ziehen, gerade jetzt ihren Teufelstanz im Flammenmeer unserer
brennenden Fahrzeuge tanzen.
Wessels ist wieder aufgesprungen, er taumelt wie ein Betrunke- das
SIDIUSMaMI
ner nach vorn, beide Hände vor’s Gesicht haltend. Sieht er denn
nicht die Flammen, die gegen seinen Körper schlagen und zün-
gelnd hinter ihm hereilen? Jetzt springt er in seinen Wagen. attbzwäLcU mieft- wtih’kfmftud q(afrf
M FACHHANDEL EBHÄlTUCH!

„Herrgott“, geht es mir durch den Sinn, „das ist die letzte Edmund Bergfeld * Sohn. Sollngan-Ofitigi 183
Rettung.“ Zweimal tritt Wessels auf den Starter, dann heult der jUdfa"- Die Schuhe halten länger und bleiben länger schön!
Motor auf, die Flammen aber schlagen noch höher. Den Körper
hat er dicht gegen das Lenkrad gepreßt; denn schon lecken die Müsikinstruineflte, bes. Harmonikas
Flammen ins Führerhaus: sie wollen ihr Opfer nicht freigeben. — Großveisand an Private
Und jetzt, wie von überirdischer Gewalt erfaßt, fliegt dieses
Flammenmeer nach vorn, fliegt Wessels an den vor ihm stehen- MeineUHerdd
den Fahrzeugen vorbei! Vor ihm liegt ein freier Dorfplatz. Klingenthal 416
Wessels steht schon auf dem Trittbrett, sein Drillichrock brennt; \ * Beringe Preise • Garantie
1Wl |\ siehe Hauptkataiog
wie ein Flammenreiter ist er nach vorn geflogen. Sfr y Zusendung umsonst
Ein Ruck geht durch seinen Wagen, ein Kreischen der Bremsen
— das Fahrzeug steht. Und während Fetzen des brennenden Pla-
nes, wie von einem Sog erfaßt, in die Luft gerissen werden, springt
Wessels mit brennenden Kleidern ab. —
Da kommt die erste Explosion. —
Wessels wird zu Boden geschleudert. Eine Stichflamme von

A
30 Meter geht senkrecht in die Höhe, ein gewaltiges Bild, ein
speiender Berg, ein Vulkan. Wir sind vorgelaufen, alles ist in
Bruchteilen von Sekunden geschehen. Jetzt springen zwei Kame-
raden vor — Handtücher vor dem Gesicht — und reißen Wessels
aus der Nähe der Flammen, ihm gleichzeitig den brennenden Rock
vom Körper ziehend.
Wie aus einem Traum erwachend, öffnet Wessels die Augen.
Die Haare angebramu, keine Augenwimpern mehr, so stößt er als
erste Frage hervor: Grüne Freuden auf den Tisch SJcdafjoit fjöt öen öejbnöeren SBortetC,
nicht einfach nur öeit Rehmers 31t betau*
„Brennt nur mein Wagen?“ beti, foitöern auch taffen Urfacfr 3« ta3
Und als wir das bejahen, geht ein Lächeln über sein Gesicht. Eäntpfen, indem c8 regulicrenö auf öen
„Nur Lori, unser Kompaniehund“, sagt er, „ist mitverbrannt, er Die Natur schenkt uns grüne Freuden ... gesundes, <&efäBfomt<3 u. öie Süluijffrfitlation ein*
frisches Dennise. Da/.u nimmt man Milei. au> wirft, darauf beruhen feine rafcljcit unö
anhaltenden (Erfolge bciStopffcfjmersen,
dem Kraftquell Milch gewonnen. Milei an Stelle SdnnctoCJt in fritifetjen tagest, yüjcu*
von Hühnerei Findet alle Speisen. Milei legiert nta, ©idjt, QfdjiaS, £a$n* unö fernen*
jdjmcräcn. Siegen feiner gütender trag*
außerdem Suppen und Tunken, lockert Kuchen liebfeit roirö e£ befonöer» auch non
(Smpfinöltcben benor^ugt. — Ladung
und 1 eingehäck, paniert Heisch und Fisch. Wie 72 3ßfg. unö SüDf 1.89 in Slpotbefert.
einfach läßt sieh Milei in der Küche verarbeiten! (gratis
S^crlaiiflcn Sie unter Seaugttaömc auf

cs®
bieji yuijCHic öie lurcrcjfantc (oftettlofe
Sluffldruiifloj^rifi über i'idabott uwt
SDr.'Jlentfdjlet&iSo., Vauplicim m 101
IC dem Kraftquell Milch

die kräftige Vollkost, auch ein Milei-Erzeugnis


ffleldbon
ntenioc-Kctfctitocici»
ÜDrbeceitungs* unö HödjljHfebüdjec für öie fdjtnädj«-
cen ©djüler aller böb^cen 6<bulen. öilfsniiffel für Sebrer Laut lesen und i ^
weitererzählen *
unö Eltern 311c Durchführung planmäßiger ZDieöerljoiun* Ich helfe Ihnen weiter.

Kurzschrift
,,Plötzlich schlägt aus dem mit Treibstoff beladenen LKW eine hohe gen.Befle« §ocfbilöung»mittel für alle ftcebfamen ©cbüler
Lohe, der W agen steht in hellen Flammen. . Aufnahme: Der Verfasser 235. aiatfremglfg 23b. Deutfä)
I.Redjnen I. Die Gcunb- 26. Deutfcber fluffal}! (Unter-
unö Wittelftufe) (Stenografie) brieflich zu lernen ist wirklich sehr leicht!
hatte sich wegen der Hitze zu tief hinter die Polster verkrochen, cecbenarfen.
24. Rechnen 11. Da* Rechnen 27. DeutfdjecHuffab IlfGber- Herr Joseph Staudigl, Studienrat am alten Gymnasium in
ich konnte ihn nicht mehr fassen.“ mit gemeinen Brüdjen, fitifel Regensburg, schrieb am 13.2.-88: »Ich halte Ihre Unter-
Wir alle reichen ihm die Hand, unserem Wessels. Wenn er sich De3imalbrucbre(bnung. 34. Deutfcbe Red}ffd)reibung. richtsmethode für ausgezeichnet. Wenn jemand sich ge-
43. Rennen III. Dceifa&eedp 35. Deutfdje GrammatiF. nau zn den von Ihnen aufgestellten Übungsplan hält, so
nicht rücksichtslos eingesetzt hätte, dann wäre unser ganzer Zug, muß er, ob er will oder nicht, ein tüchtiger Stenograph
nung. Present- unb jins- gcembc Gpcacfrcn
wären 30 Fahrzeuge — alle mit Treibstoff beladen — verbrannt rechntmg. werden.“ — Der Abiturient Karl Ditsche in Friede-
2. 2a. 3. öransöfifcb I/II walde schrieb am 7. 8.40: „Schon nach 8 Monaten
und wahrscheinlich wäre auch das Dorf mit draufgegangen. 10. 25. Hvittjm.u.AlgebraI/U 45. §ran3öfi{d3 III: Lamina«
An der Front aber warten Kameraden auf Treibstoff, für sie 36. Diopbanfifdj.Gleichungen hatte ich eine Schreibgeschwindigkeit von 120 Silben
toriuni in §rage u.Bntn). pro Minute erreicht.“ Mit der neuen amtlichen
39. Gleichungen öe* 3. unö 4.
bedeutet Treibstoff Tod und Leben; wir müssen also weiter. Grabe«. 5.6. «fnglifdj I/II Deutschen Kurzschrift kann der Geübte so schnell
Zwei Häuser sind mit abgebrannt, das schöne Sonnenblumen- 46. Gnglifcb III: Graminafo- schreiben wie ein Redner spricht! — 600 Berufe sind
41.3infc*3ins* unö Renten- rium in 5mg« u.flntrooct. unter unseren begeisterten Fernschülern vertreten. Sie
feld hat sich verfärbt. Die nächststehenden leuchtenden Sonnen rechnen 11.12. Sateinifch I/II lernen bequem zu Hause unter der sicheren Führung
haben sich erst langsam ehrfurchtsvoll verneigt und jetzt lassen sie 55. BierffelligeSogarithmen« 13.14. Griecbifd) I/II von staatl. geprüft. Lehrern ! Das Arbeitstempo bestimmen
tafeln unö Jablßnfafeln Chemie Sie selbst! Alle Lehrmittel werden Ihr Eigentum! Bitte, sen-
alle traurig die Köpfe hängen. 58. 59. Differential- 11. 3nte- den Siesof. inoff. Unischl, diese Anzeige ein (3 Pf. Porto).
Da schrillt die Signalpfeife des Zugführers. — Seine schneidige graireebnung I/II 28. Grganifcbe £bömie-
7. 7a. Planimetrie I/II 29. Hnorganifcbe Chemie. I Privater Kurzschrift - Fernunterricht
Stimme dringt durch bis zu den letzten Fahrzeugen: 48.49. Bnalqf. Geometrie I/II (Cbeoretifdge <£f3ömic).
„Auftrag geht weiter, wir müssen die Verzögerung wieder ein- 16. 17.47.GrigononietrieI/III 29a. flnorganifdje <£!jentte II E. Spiekormann, Berlin-Pankow Nr. 363 W
holen, Sie wissen, was der Einsatz fordert.“ 18.19. ©tereometrie I/II fRicbtmetalle, 21'ietaile). Bitte senden Sie mir ganz umsonst und unvcrbindl. 5000Worte
Auskunft mit den glänz. Urteilen von Fachleuten u. Schillern!
Alles springt wieder an die Fahrzeuge, nur Wessels bleibt mit 3eöer Banö R2K 1.80
dem Sanitätsunteroffizier, der ihm gerade Tropfen in die Augen Vor- u. Zuname: -—..
Mentor - Verlag, Berlin - Schöneberg Ort und Straßes.*.•.
träufelt, bei dem Wrack, das vor wenigen Minuten noch ein Babnftraße 30 poftfcbed-Fonto 23ec 11n Kr. 115
stolzer Lastwagen war.
21
Q Blitzschnell entschloß sich der Pak-Führer, Uffz. B., sein Geschütz in den linken Straßen-
graben zu rollen und von dort aus das Feuer gegen den Feind zu eröffnen. Der erste aufs
Ziel genommene Panzer blieb sofort liegen. Mehr aber konnte im Augenblick nicht erreicht
werden, da das Geschütz zu tief stand und die Schüsse auf die Straße aufschlugen,
ehe sie den Feind treffen konnten. Zudem gab es plötzlich Flankenfeuer, da die Amphibien-
panzer ausgeschwärmt waren und das Pak-Geschütz zu überflügeln suchten. Drei Panzerschützen
wurden verwundet. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich nach hinten durchzuschlagen.

O Einem im Osten angesetzten Stoßtrupp war zur Unterstützung eine Pak beigegeben worden. Es
galt, eine Straßensperre der Sowjets zu beseitigen und den vermuteten Gegner niederzukämpfen. Als
der Stoßtrupp die Sperre erreicht hatte, brachen plötzlich, über den Fluß setzend, bolschewistische
Amphibien-Panzer — mit Schrauben versehene schwimmfähige Panzerkampfwagen — an das der
Straße nahegelegene Ufer vor. Zehn dieser Amphibien-Panzer schoben sich durch das Schilf an
Land, feuerten mit ihren MGs wild in die Gegend und wollten sich in den Besitz der Straße setzen.

© Mit entsicherter Waffe arbeiteten sich die Panzerjäger in den nahe-


gelegenen Wald zurück. Alle Aufmerksamkeit galt den Bewegungen des
Feindes. Plötzlich stürzte Uffz. B. in ein im Straßengraben ausgeworfenes
sowjetisches Deckungsloch. Ehe er sich’s versah, rollten auch schon vier
Sowjetpanzer über ihn hinweg. Sandmassen stürzten auf Uffz. B. herab.
Bis zur Brust wurde er zugeschüttet. Da hört er russische Laute und verhält
sich ganz ruhig. Ein feindlicher Stoßtrupp, der den Amphibien-Tanks ge-
folgt ist, kommt näher, stößt auf das Deckungsloch und sieht den vom Sand
beinahe völlig verschütteten deutschen Panzerjäger. „Ubityj — tot!", sagt
einer und läßt ihn liegen. Die Sowjets graben sich unmittelbar neben dem
Loch des Uffz. B. mit ihren MG ein. Nun beginnt deutsche Artillerie
die neuen ausgeworfenen Sowjetstellungen unter Feuer zu nehmen. Splitter
sausen durch die Luft, wühlen sich tief in den Sand. Die MG der Sowjets
knattern wie wild, und die Stunden verrinnen. Zehn Uhr war es, als der
Unteroffizier in den Deckungstrichter hineingestolpert ist. Inzwischen wurde
es Mittag, dann 16 Uhr und 18 Uhr. Endlich, nach elf Stunden, um
21 Uhr abends wird es ruhig. Der Unteroffizier wagt einen Blick aus dem
Zeichnungen von Theo Matejko Deckungsloch und merkt, daß sich der Feind zurückgezogen hat. Mühselig
arbeitet er sich mit völlig erstarrten Gliedern aus dem Sand heraus, schleppt
sich zurück und erreicht die deutschen Linien. Sofort nimmt er die Kame-
Text nach einem Rundfunkbericht des Kriegsberichters Dobbratz raden wieder nach vorn, um das zurückgelassene Pak-Geschütz zu holen.
ln unermüdlichem Zusammenwirken mit
den Verbänden des deutschen Heeres
schlägt und trifft die deutsche Luftwaffe
den Feind an seinen empfindlichsten
Punkten. Wo die Sowjets Bunker-
linien oder Feldbefestigungen zu Mittel-
punkten ihres Widerstandes benutzen,
wo Eisenbahnlinien dem Nachschub
dienen, wo endlich die Bolschewisten
zur See oder auf den Flüssen in den
Erdkampf einzugreifen versuchen oder
den Abtransport von Menschen und Ma-
terial vorbereiten, dort gehen deutsche
Bomben nieder, vernichten Bunker,
zerstören Bahnhöfe und Eisenbahn-
knotenpunkte, versenken Transporter
oder schicken Kanonenboote, Moni-
tore, U-Boote und andere Einheiten
der sowjetischen Kriegsmarine auf den
Meeresgrund. Dem Zusammenwirken
von Heer und Luftwaffe verdankt die
deutsche Wehrmacht vor allem die bis-
her gezeitigten Erfolge im Ostfeldzug.

Dieser sowjetische Güterzug versuchte vor den nachdrängenden


deutschen Verbänden über eine Brücke zu entkommen. Deutsche
Kampfmaschinen zerstörten erst die Brücke und brachten dann
durch wohlgezielte Treffer den Eisenbahnzug zum Entgleisen

Das Bahnhofsgebäude und die Lagerhallen eines wichtigen Ver-


kehrsknotenpunktes in der Ukraine sind durch Bombenvolltreffer
völlig vernichtet worden. Das Bild zeigt neben den zerstörten
Bahnanlagen keinen einzigen Bombenkrater — das ist Maßarbeit

Aufnahmen: PK-Schüller — Atlantik |1);


Gayk—Presse-Hoffmann {1 J; PK-Peter—>-Scherl jl)

Eine Stukabombe erledigte den so-


wjetischen Minenkreuzer „Karl Marx",
der sofort nach dem Einschlag in
hellen Flammen stand und dessen
Kommandobrücke, Schornstein und Ge-
schütztürme völlig zerstört wurden

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(K. Wolf!)
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