Sie sind auf Seite 1von 62

INDISCHE SCHRIFTEN

Band 1

SÄRADÄ

Deskriptiv-synchrone Schriftkunde zur Bearbeitung

kascbmirischer Sanskrit-Manuskripte

Auf der Grundlage von Ku§alas Ghafakharpara-Güqhadipikä

und unter graphischer Mitwirkung von Eva Slaje

von

WALTER SLAJE

Dr. Inge Wezler


Verlag für Orientalistische Fachpublikationen
Reinbek 1993

" :
I n h a l t

Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

A. Handschriftenkundliches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
1. Herkunft, Name und Entwicklung der S äradä-Schrift . . . . . . 15
2. Kaschmirische Handschriften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
2.1. Beschreibstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
2.2. Schreiben, Schreibgerät . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
2.3. Titel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
2.4. Foliierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
2.5. Datierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

B. Schriftkundliches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
1. Schrifttabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
1.1. Initialvokale und 0diphtonge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
1.2. Mätrkäs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
0

1 .3. Visarga etc. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28


1 .4. Vokalisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29

ISBN 3-88587-016-9 1.5. Struktur und Vokalisierung von Ligaturen . . . . . . . . . 35


1.6. Semi-homographe �aras . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Alle Rechte vorbehalten
1. 7. Verschreibungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Ohne ausdrückliche Genehmigung des Verlages ist es nicht gestattet,
Werk oder einzelne Teile daraus nachzudrucken oder auf fotomechanischem Wege 1 .8. Zahlzeichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
(Fotokopie, Mikrokopie etc.) zu vervielfiiltigen.
1.9. Tabelle der Ak�aras des Textes . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
<0 by Dr. Inge Wezler
Verlag für Orientalistische Fachpublikationen, Reinbek
Druck & Kopie, Hamburg 2. Text: Ghatakharpara-Güc;lhadipikä (ÖNB Cod.Sanskr.23 ) . . . 59
Printed in Germany
2.1. Noten zum Text . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
Einleitung 1

Einleitung

Die Untersuchung bzw. die Herausgabe von Sanskrit-Quellen stellt Indolo­


gen sehr häufig vor das Problem, in verschiedenen indischen Schriften hand­
schriftlich überlieferte Texte lesen zu müssen.
Sieht man einmal von den zentralasiatischen Funden indischer Handschrif­
ten ab, die eine ganz bestimmte, etwa im 14. Jh. n. Chr. vor allem durch die
islamische Eroberung gewaltsam beendete schriftliche Tradition bezeugen,
und die uns im Gegensatz zu der bis in die jüngste Zeit lebendig gebliebe­
nen Überlieferung des Subkontinents in einer quantitativ zwar weit geringe­
ren, durch ihr relativ höheres Alter aber sehr wertvollen Anzahl von Frag­
menten erhalten ist, so gibt es von der Zeit von etwa dem 14. Jh. an Sans­
krit-Handschriften in praktisch jeder der zu dieser Epoche bereits entwickel­
ten Regionalschriften Indiens.
Aus der großen Zahl dieser Handschriften1 ragen - gemessen an ihrer Häu­
figkeit - besonders die in Devanagari2, Sarada und Grantha geschriebenen
hervor. Während die Devanagari jedem Indologen durch den Gebrauch ge­
druckter Werke wohlvertraut ist, und es im allgemeinen keiner besonderen
Mühe mehr bedarf, auch in Handschriften entsprechende Silben wiederzuer­
kennen, so gilt dies nur in sehr beschränktem Maße für die Grantha-Schrift,
die sich in den Druckwerken nicht durchsetzen konnte, und die in Europa
daher nur selten begegnet. Die S arada-Schrift dagegen, die zwar �ara für
Ak�ara mit der Devanagari korrespondiert, sich aber in der Form von ihr

1 Im Norden und Westen meist in (Deva-)Nägart bzw. in einer ihrer Varianten oder
in Säradä geschrieben, im Osten auch in Bengali oder Oriyä, im Süden vor allem in
Grantha oder Telugu.

2 Historische Paläographie der Nägari von Singh 1991.


J !$

Einleitung Einleitung 3
2

über die richtige


unterscheidet, blieb ausschließlich dem handschriftlichen Gebrauch vorbe­ gründliche Vertrautheit mit den Zeichen die Entscheidung
dem Textver­
halten. Interpretation bei Mehrdeutigkeit oft schon durch eine aus
Endungen etc.
Die Zielsetzung der vorliegenden Anleitung beschränkt sich nun darauf, ständnis resultierende Erwartungshaltung bezüglich gewisser
dem Sanskritisten ein rasches Einarbeiten in den Umgang mit S äradä-Manu­ gefällt werden kann.
eigabe
skripten zu ermöglichen1• Deshalb war diese Arbeit auch auf eine synchro­ Um ein solches "Einlesen" zu ermöglichen, enthält die auf die Textb
bindun­
ne, deskriptive Schriftkunde einzuschränken. Eine diachrone, historische Pa­ bezogene Schrifttabelle (1.9) alle darin vorko mmenden Zeichenver
Verfah­
läographie der S äradä ist hier nicht intendiert. gen in einer mit der Schreiberhand völlig identischen Form. Dieses
jede
Diesem Anliegen und der Tatsache, daß der allergrößte Teil der erhaltenen ren soll zunächst einmal der Mühe der Abstraktion entheben, denn
en.
Handschriften der Zeit des 15.-19. Jhs. entstammt, wird hier weiters durch neue Schreiberhand erzwingt ja ein Abstrahieren bereits bekannter Zeich
allein
die Beschränkung auf die Beigabe eines solchen Textbeispieles Rechnung Das gewählte methodische Prinzip ist somit ein didaktisches, das sich
an
getragen, das der genannten Periode zuzuordnen ist. Hat man sich mit ihm an der Praxis, aber nicht an historischen Fakten - wie sie beispielsweise
cht
erst einmal vertraut gemacht, wird man auch im Duktus anderer Schreiber­ einer chronologischen Anordnung datierter Handschriften deutl ich gema
hände das betreffende Schriftzeichen rasch erfassen und richtig interpretie­ hätten werden können - orientiert.
ren können. Der zu diesem Zwecke ausgewählte Text, das Ghatakharpara-Kävya1 , liegt
Bedingt durch die Mehrdeutigkeit einiger nahezu oder oft auch tatsächlich bereits mehrfach ediert vor. Der hier photomechanisch reproduzierte Co­
homographer Zeichen der S äradä-Schrift ist der Rückgriff auf Lexikon, dex Sanskrit 28 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien3, von dem
Grammatik oder Satzkonstruktion mitunter eine notwendige Voraussetzung auch eine in der beigefügten Transkription ebenfalls berücksichtigte Devanä-
für die Deutung der Schriftzeichen. Es bedarf daher auf jeden Fall eines
wechselwirkenden Verfahrens von Schriftentzifferung und Textverständnis.
und
Die Einübung dieses Verfahrens läßt sich am besten durch ausreichende 1 Für Literargeschichtliches vgl. Pandey 1963:95-125; Lienhard 1984a: 110-113
1984b; Sternbach 1978:298; Warder 1974: Nr.1078.
Lektüre von S äradä-Handschriften bewerkstelligen, bis schließlich durch die Gedic ht, �rsg.,
2 a) Ghatakarparam oder das zerbrochene Gefäß. Ein sanskritisch�skert Jahrbucher
F.Ru�
übers., nachgeahmt u. erl. v. G.M. Dursch. Berlin 1828 (Rez. von
1 Bislang liegen folgende Hilfsmittel vor: gl. auch 'Aus Rück erts Abha ndlun g uber das Ghata­
f. wiss. Kritik 1829:1, Sp.521-551. V
1921: 275-284). b) Tue
a) Die Reproduktion des "Kashmirian Atharvaveda" [ca. 15. Jh.] (Bloomfield 1901), karpara' in Indische Liebeslyrik, hrsg. v. H.v.Glasenapp, München
Ghatakarpara of Kälidäsa. With the eo�. of Abhinavagupta. Ed.
unter Heranziehung der Transkriptionen von Barret (1906). by Madhusuda� Kaul
b) K Burkhards Tafeln im Anhang zur "Ka�mirer <;akuntalä-Handschrift" (Burk­ . c2 Gh�t��rp�akavyai:1.
hard 1884).
Shastri. [Kashmir Ser. of texts and �tudies.67.] Srinagar 194? _
Manoramä hindiv yäkhy ayä s� al� Vyäkh �äkära l}. Snram � .
apälas�tr�. Ha.i:das
saqislqt granthamälä.291.] Vär�as1 197 �. �� B.�arher:_ La Gha
c) George Griersons Tafeln von der Hand eines kaschmirischen Pa.I}.gits des 19/20. takall?araVIvrt1 d Abhma­
Jhs.(Grierson 1916). ] Pans 1975.
vagupta. [Publications de l'Inst1tut de C1VIhsat1on Indienne.39.
d) L. Sanders h�sto�isch� Untersuchung ?er Tmjanhandschrifte.n (Sander 1968).
e) Kaul Deamb1s h1stonsche Paläographie der Säradä (Deamb1 1982). 3 Manuskriptbeschreibung bei Slaje 1990: Nr.28.
4 Einleitung
Einleitung 5

gari-Abschrift in Bombay existiert\ enthält den bislang unpublizierten Kom­


Der Kommentator Kusala(-misra) nun, der mit seinen Explikationen aller­
mentar Gu<fhadlpika eines Kusala(-misra). Dieser nennt sich (Blatt 124 und
dings nicht immer völlig zu überzeugen vermag, steht in der grammatischen
2324) Sohn des Bälalq�I).a, Enkel des Astronomen Sripati, Urenkel des �e­
Tradition des Särasvata-Vyäkaral).a (SV). Diese Erkenntnis und viele weitere
mankara, und datiert (235--0) die Vollendung seines Kommentars mit (umge­
der Textherstellung dienliche Hinweise, die Eingang in die Annotierung der
rechnet) Montag, 11. September 1690.
Transkription fanden, verdankt der Herausgeber zuallererst der sachkundi­
gen und hilfreichen Unterstützung von Prof.Dr.A.Wezler (Hamburg), so­
Trotz des vergleichsweise geringen zeitlichen Abstandes von höchstens 200
dann aber auch brieflichen Mitteilungen der Herren Prof.Dr.A.Aklujkar
Jahren2 zwischen dem im letzten Jahrzehnt des 17.Jahrhunderts entstande­
(Vancouver), Prof.Dr.G.Cardona (Philadelphia), Prof.Dr.Michael Hahn
nen Kommentar und der vorliegenden Abschrift durch Räjäna Änandaräma
(Marburg)1 und Prof.Dr.Claus Vogel (Bonn). Als für die Textherstellung
(239), ist der überlieferte Text bereits durch eine beträchtliche Anzahl von
außerordentlich nützlich erwies sich die Kritik der Teilnehmer an einer
Korruptelen verderbt, die einen nicht geringen Aufwand an Emendierungs­
komparatistischen Lektüre von Kusalas Güc;lhadipikä und Abhinavaguptas
arbeit erforderlich machen. Gerade deshalb aber eignet er sich besonders
Ghatakarparakävyavivp:i, die von Herrn Prof.Wezler im Wintersemester
für eine an der Praxis orientierte Einführung in die Arbeit mit indischen
1990/91 an der Universität Hamburg mit Hinblick auf die vorliegende Edi­
Handschriften, denn der sorglose, bereits von Al-Biruni (11.Jh.) beobachtete
tion veranstaltet wurde.
und beschriebene3 Umgang indischer Schreiber mit Texten ist so charakteri­
Zu danken ist ferner der Alexander von Humboldt-Stiftung, die einen For­
stisch, daß einst gerade fehlerfreie Kopien Georg Bühlers Verdacht auf
schungsaufenthalt an der Universität Hamburg und das Erscheinen dieser
'Nachbesserung' erregten, als er sich in Kaschmir aufhielt um die Bestände
schriftkundlichen Einführung finanziell unterstützte, sowie der Direktion der
an Handschriften zu erkunden und Abschriften zu erwerben4•
Handschriftensammlung der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien
für die Genehmigung zur Reproduktion des Codex Sanskrit 28.

1 Vgl. Devasthali 1944: Vol.2: No.2168: Ghatakarpara with Gü<;lhadipikä by Kusala­


misra.
. t wurde von MA Stein im Jahre 1894 erworben, vgl. Slaje 1990:19,
2 Das M anuskr1p
FN 21. Die Abschrift müßte demnach zwischen 1690 und 1890 durchgefü··hrt worden sem.
·
·

3 the Indian scribes are careless, and do not take pains to produce correct and
" •••

well-collated copies. In consequence, the highest results of the � uthors mental develop­
ment are lost by their negligence, and his book becom�s already z?. the first or sec� nd copy
so full of faults, that the text appears as something entzrely new (Sachau 1910. 18f).
···

4 Bühler 1877: 33-34. 1 Prof. Hahn mutmaßt {l.4.1992), daß Kusalamisra für seine Zitierungen ein bislang
nicht bekanntes Chanda}J.sästra benutzt haben könnte.
6 Einleitung Literaturverzeichnis 7

Die Eingriffe1 in die Transliteration des Textes: Literaturverzeichnis

1) Fettdruck für Eigennamen, Werktitel und yamakas. Die Abkürzungen folgen dem Verzeichnis der Einführung in die Indologie (Darmstadt
1979), 267-272
2) Kursivdruck für Mülatext, Pratikas, Zitate und metrische Stellen im
Kommentar. ARM (Haläyudha:) Halayudha's Abhidhanaratnamala. A
Sanskrit vocabulary, ed. ... by Th. Aufrecht. London
3) Worttrennung, Markierung syntaktischer Einheiten, Großschreibung 1861.
der Anfangsbuchstaben von Eigennamen. Amarakosa (Amara:) Amarakosa. With the unpublished South
Indian commentaries Amarapadavivrti of Liilgyasü­
4) Hervorhebung symbolischer Laute (anubandha) durch Hochstellung. rin and the Amarapadaparijata of Mallinätha. Crit.
ed. with introd. by A.A. Ramanathan. 1-3. Madras
5) Tilgung< >von Überlieferungsverderbnissen;<< >> = in Über­ 1971-1983. (Tue Adyar Library Series.101.)
einstimmung mit der Bombayer Handschrift ("N")2• Barret (1906) Barret, LeRoy Carr: Tue Kashmirian Atharvaveda,
Book 1. JAOS 26,2 (1906), 197-295.
6) Emendierung [ ] ; [[ ]] = in Übereinstimmung mit der Bombayer Bloomfield (1901) Bloomfield, Maurice: Tue Kashmirian Atharvaveda
Handschrift ("N"). (School of the Paippalädas). Reproduced by chro­
matography from the Ms in the Univ. Library at
7) Identifizierung von Zitaten [ ] . Tübingen. Ed. ... by Maurice Bloomfield and Ri­
chard Garbe. [1-3.] Baltimore 1901.
Buehler (1877) Buehler, Georg: Detailed report of a tour in search
of Sanskrit Mss made in Kasmir, Rajputana, and
1 Bei der Ausführung der Punkte 5-6) ist der naturgemäße Faktor einer gewissen, Central India. Bombay 1877.
bleibenden Unsicherheit zu berücksichtigen; Punkt 7) konnte nicht in allen Fällen befrie- ·

digend gelöst werden. Buehler (1879180) id., Eine Notiz über einige Sanskrit Mss aus Ka�mir
2 Beschrieben bei Devasthali, vgl. oben S.4, FN 1. Wo es sich bei dieser Devanägari­ in der k.k. Hof-Bibliothek zu Wien. (Monatsberich­
Handschrift um tatsächliche Varianten, also nicht um Verschreibungen offenkundigster
Art wie etwa mechanisch gesetzte Anusväras, Visargas oder um die Berücksichtigung te der PAW. Aus dem Jahre 1879.) Berlin 1880,
bzw. Nichtberücksichtigung von Sandhigesetzen etc. handelt, werden solche Lesarten in
den Noten zur Transliteration mitgeteilt. 200-202.
--

8 LiteratwvelZeichnis LiteratwvelZeichnis 9

Buehler (1882) id., Über eine kürzlich für die Wiener Universität Dogra (1986) Dogra, Ramesh Chander: Jammu and Kashmir: A
erworbene Sammlung von Sanskrit- und Prakrit­ select and annotated bibliography of manuscripts,
Handschriften. (Sitzungsberichte derphilosoph.-hist. books and articles ... from Rajatarangini to Modern
Cl. der Kaiserlichen Akademie der Wiss. 29.) Wien Times. London 1986.
1882, 563-579. Dhara1J.ikosa (Dharal).idäsa:) DharalJikosa of Dharal).idäsa. Ed. by
Buehler (1888) id., Two lists of Sanskrit Mss together with some re­ E.D. Kulkarni. Pt 1. Poona 1968.
marks on my connexion with the search of Sanskrit Dreyer (1986) Dreyer, Caren: Das Käthaka-Grhya-Sütra. Krit. Ed.
Mss. ZDMG 42 (1888), 530-559. mit Anm. T.1. Stuttgart 1986. (ANISt 30.)
Buehler (1896) id., Indische Palaeographie von circa 350 a. Chr. - Filliozat (1953a) Filliozat, Jean: Paleographie. In: L'Inde classique.
circa 1300 p. Chr. Straßburg 1896. Grundr. 1,11. T.2. Paris 1953, 665-712.
Buehler (1897) id., [Über Lineale oder "Faulenzer" zur Herstellung Filliozat (1953b) id., Notions de chronologie. In: L'Inde classique.
von Manuskripten des westlichen und nördlichen T.2. Paris 1953, 720-738.
Indien]. (Anzeiger der Kaiserlichen Akademie der Fuehrer (1884) Fuehrer, A.: Über indisches Bibliothekswesen. 1.
Wiss. zu Wien, Philos.-hist. Cl. 34,8.) Wien 1897, 48- Zentralblatt für Bibliothekswesen 1,11 (1884), 430-
52. 442.
Burkhard (1884) Burkhard, Karl: Die Ka�mirer <;akuntalä-Hand­ Gray (1950) Gray, Louis H.: Tue Narrative of Bhoja ... Transl.
schrift. (Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akade­ from Sanskrit by Louis H. Gray. New Haven. (AOS.
mie der Wiss. Philos.-hist. Cl. 107,2.) Wien 1884. 34.)
Burnell (1878) Burnell, A.C.: Elements of South-Indian palaeogra­ Grierson (1904) Grierson, George A.: On the modern Indo-Aryan
phy from the 4. to the 17. century A.D. ... 2.ed. alphabets of North-Western India.JRAS (1904), 67-
London 1878. 73.
Deambi (1982) Deambi, B.K.Kaul: Corpus of Säradä Inscriptions of Grierson (1916) id., On the Sarada Alphabet.JRAS (1916), 677-708.
Kashmir. Delhi 1982. Hahn (1971) Hahn, Michael: Jfiänasrimitras Vrttamälästuti. Eine
0

Devasthali (1944) Devasthali, G.V.: A descriptive Catalogue of the Beispielsammlung zur altindischen Metrik ... Wies-
Sarpslqta and Prälqta manuscripts in the Library of baden. (AF.33.)
the University of Bombay. Vol.1.2. Bombay.
10 Literaturveneichnis Literaturveneichnis 11

Hinüber (1989) Hinüber, Oskar von: Der Beginn der Schrift und Kosambi (1948) Kosambi, D.D.: The Epigrams attributed to Bhartr­
frühe Schriftlichkeit in Indien. Mainz. (AWL 1989, hari. Including the Three Centuries. F or the first ti­
11) me collected and crit. ed . ... Bombay.
Janert (1955) J anert, Klaus Ludwig: Von der Art und den Mitteln Lienhard (1984a) Lienhard, S.: A History of classical poetry. Sanskrit
der indischen Textweitergabe. Bericht über mündli­ - Pali - Prakrit. Wiesbaden. (HIL 3, 1.)
che und schriftliche Tradierungsmethoden sowie die Lienhard (1984b) ·
id., Ghatakarpara und Meghadüta: Einige Bemer­
Schreibmaterialien in Indien. Jahresarbeit dem kungen zum Alter des Botengedichtes. In: Amp:a­
Bibliothekar-Lehrinstitut des Landes Nordrhein­ dhärä. Prof. R.N. Dandekar Felicitation Volume.
Westfalen zur Diplomprüfung für den Höheren Ed. by S.D. Joshi. Delhi, 247-253.
Dienst an Wiss. Bibliotheken vorgelegt. [Köln] Nobel (1925) Nobel, J.: The Foundations of Indian poetry and
1955/56. their historical development. Calcutta. ( Calcutta
Janert (1965) id., An annotated bibliography of the catalogues of Oriental Ser. 16.E.9�)
Indian manuscripts. P.l. Wiesbaden 1965. (VOH Nowotny (1967) Nowotny, Fausta: Schriftsysteme in Indien. Studium
Suppl. 1.) generale 20,9 (1967), 527-547.
Kannaiyan (1960) Kannaiyan, V.: Scripts in and around India. Madras NS (Bhartrhari: Nnisataka) Bhartriharis sententiae et
1960. carmen quod Chauri nomine circumfertur eroticum.
Kaul (1954) Kaul, Jailal: Kashmiri alphabet. Pratap 28,l (1954), ... ed . ... Petrus a Bohlen. Berolini 1833.
50-68. Ojha (1971) Ojha, G .H.: Bhäratiya pracina lipimälä. The Palaeo­
Kaye (1927) Kaye, G.R.: The BakhshälI Manuscript. P.1.2. Cal­ graphy of India. 3.ed. Delhi 1971.
cutta 1927. (ASI 43.) Pandey (1963) Pandey, K.C.: Abhinavagupta. A historical and phi­
Kielhorn (1889) Kielhorn, Franz: Kurze Mitteilungen zur indischen losophical study. 2.ed., rev. and enl. Varanasi.
Chronologie. (NAWG 1889, 431-440. ) [=KZ. Sehr. 1 Roth (1986) Roth, Gustav: Mangala-Symbols in Buddhist Sans­
(1969), 497-506.] krit Manuscripts and Inscriptions. In: Deyadharma.
Kielhorn (1891) id., A note on the Saptarshi Era. JA 20,6 (1891), Studies in memory of Dr. D .C. Sircar. Ed. by G.
149-154. [ = Kl .Schr. 2 (1969), 617-622.] Bhattacharya. Delhi 1986, 239-250. (Sri Garib Dass
_
Oriental Ser. 33.)
pur

12 Literatwverzeichnis Literaturverzeichnis 13

Sachau (1910) Sachau, Edward C.: Alberuni's lndia . ... An English gen Marcus Aurel Stein und Carl Alexander von
ed., with notes and indices. Vol.l . London. Hügel.) Wien 1990. (ÖAW. Philos.-hist. Kl. Sit­
Sander ( 1968) Sander, Lore: Paläographisches zu den Sanskrit­ zungsberichte.546. = VKSKS.23.)
handschriften der Berliner Turfansammlung. Wies­ SN (Har�akirti:) S äradiyäkhya-Nämamälä of Har�akirti.
baden 1968. (VOH Suppl. 8.) Crit. ed. by M.M. Patkar. Poona 1951. (Sources of
Sander ( 1986) id., Orp. or Siddham - remarks on openings of Bud­ Indo-Aryan Lexicography.6.)
dhist Manuscripts and Inscriptions from Gilgit and ST (Rudrakavi:) Spi.gäratilaka. In: Kävyamälä. Pt. 3.
Central Asia. In: Deyadharma. Studies in memory Ed. by Durgäprasäda and K.P.Paraba. Bombay
of Dr. D.C.Sircar. Ed. by G. Bhattacharya. Delhi 1887.
1986, 252-262. (Sri Garib Dass Oriental Ser. 33.) . Sternbach ( 1 978) Sternbach, L.: A descriptive Catalogue of poets
SBh Subhä�itaratnabhäQQägäram. Or, Gems of Sanskrit quoted in Sanskrit anthologies and inscriptions.
poetry. ... Selected and arranged by Käsinatha PäQ­ Vol. l . Wiesbaden.
Quranga Parab. 6.ed. Rev. by Wäsudev LaxmaQ S äs­ SV (Anubhütisvarüpäcärya:) Säraswatavyäkaral).am (Tue
tri PaQsikar. Bombay 1929. three Vrittis) of Anubhütiswarüpächärya with the
Schlingloff (1956) Schlingloff, Dieter: Die Birkenrindenhandschriften comm. (Subodhikä) of Chandrakirti. Ed. by S ivadatt
der Berliner Turfansammlung. MIO 4,1 (1956), 120- Kudäl. Rev. by Väsudev LaxmaQ S ästri Pal).sikar. 4.
127. ed. Bombay 1926.
Schroeder (1891) Schroeder, Leopold von: Die Accentuation der (Puru�ottama:) TrikäQQase�a. (Lithograph. ed. in:)
Wiener Käthaka-Handschrift. ZDMG 45 (1891), Sarp.skftakosa. MumbäI s.1776 [1854/55] .
432-438. TSD (Annarp.bhaga:) Tarkasailgrahadipikä. Tarka-Sarp.­
Sewell ( 1896) Sewell, Robert: The Indian Calendar. With tables graha of Annambhatta. With the author's own Dipi­
for the conversion of Hindu and Muhammadan into kä ... ed. ... by Yashwant Vasudev Athalye ... Rev.
A. D. dates, and vice versa. ... London 1896. and enl. 2.ed. Re-impression. Bombay 1930. (Bom­
Singh (1991) Singh, A.K. Development of NagarI Script. Delhi. bay Sanskrit Ser.55 .)
Sircar (1965) Sircar, D.C.: Indian Epigraphy. Delhi 1965 . Vagbhafalanklira (Vagbhata:) The Vägbhatalaiµkara. With the comm.
Slaje (1990) Slaje, Walter: Katalog der Sanskrit-Handschriften of Sirp.hadevagaQi. Ed. by Pt Sivadatta and Kasinäth
der Österreichischen Nationalbibliothek. ( Sammlun- Päl).Qurang Parab. Bombay 1895. (Kävyamälä.48.)
'"·' �;-!,,:\;.\�-------

14 Literatwve12eichnis Herkunft, Name, Entwicklung der Sarada 15

Vaijayantl (Yädavaprakäsa:) The Vaijayantl of Yädavaprakäsa. A Handschriftenkundliches


For the first time ed. by Gustav Oppert. Madras
1893.
1. HERKUNFf, NAME UND EN1WICKLUNG DER SÄRADÄ-SCHRIFT
VMS (Jfiänasrimitra:) Vfttamälästuti. Vgl. Hahn (1971).
Vogel (1972) Vogel, Claus: On the exact date of Amftänanda's
Mit S äradä wird eine lokale nordindische Schrift bezeichnet, die sich aus ei­
recension of ASvagho�a's Buddhacarita. II! 14
nem ursprünglich aus Kaschmir und Afghanistan stammenden Schrifttypus,
(1972), 210-217.
dem sogenannten "Gilgit-Bamiyan-Typ II" (nach der Herkunft erhaltener
Warder (1974) Warder, A.K.: Indian Kävya Literature. Vol.2: Ori­
Handschriften aus dem 6.-10.Jh. n. Chr. benannt1) vom 8. bis zum 10. Jh.
gins and formation of the classical Kävya. Delhi.
in einer ganz spezifischen Weise weiterentwickelt hatte, so daß man ab etwa
Witze! (1974) Witzel, Michael: Das Katha-Äral).yaka. Textkritische
dem 10. Jh. von einer ausgebildeten S äradä-Schrift zu sprechen pflegt, die
Edition mit Übers. und Komm. (Teildruck). Kath­
ihre Vorläuferin zu dieser Zeit endgültig abgelöst hatte2•
mandu 1974. (Kathmandu Branch.2. )
Aufgrund von Inschriften ist als Verbreitungsgebiet der S äradä das nord­
Witze! (1976) id., On the Reconstruction of the authentic Paippa­
westliche Indien, und zwar das Gebiet von Kaschmir, Jammu, Panjab, La­
läda-Sa:rphitä [2.]. Journal of the Ganganatha Jha
dakh, Chamba, Kangra und Haryana bezeugt3•
Kendriya Sanskrit Vidyapeetha 32 (1976) : 137-169.
Die handschriftliche Verwendung der Säradä ist seit dem 12. Jh. belegt, und
Witze! (1985) id., Die Atharvaveda-Tradition und die Paippaläda­
bis heute - allerdings nur mehr auf Kaschmir beschränkt - noch von älteren
Sa:rphitä. ZDMG Suppl. 6 (1985), 256-271.
Angehörigen der höheren hinduistischen Stände in Gebrauch geblieben4•
Die Bezeichnung dieser Schrift als S äradä könnte durch eine Anspielung auf
ihr eigentliches Herkunftsland, nämlich Kaschmir als Sitz der Göttin Saras­
vati ( Säradä), zustandegekommen sein5, oder infolge einer indirekten Be­
zugnahme auf die Göttin der Rede selbst, als schriftlicher Ausdruck von

1 Sander (1968): 141-161.


2 Sander (1968): 160f.
3 Deambi (1982): 63; Sander (1968): 165.
4 Deambi (1982): 61f.
5 Grierson (1916): 678.
16 Herkunft, Name, Entwicklung der Saradli Herkunft, Name, Entwicklung der Siirada 17

Sprachsilben (saradii�ara )1• Vor dem 1 1. Jh. dürfte dieser Name allerdings Für den hier intendierten Zweck ist aus praktischen Gründen nur die Perio­
noch ungebräuchlich gewesen sein2• de des "Modernen Typus", die der 3. Entwicklungsstufe bei Deambi entsprä­
Eine sichere Beurteilung einzelner Entwicklungsstufen der S äradä ist gegen­ che, von Interesse.
wärtig nicht möglich, da noch zu wenig datiertes bzw. datierbares und regio­ zweifellos ließen sich trotz des konservativen Charakters der S aradä auch
nal sicher einzuordnendes Material zugänglich gemacht wurde, das es er­ innerhalb dieser letzten Phase dann weitere typische, auf regionale oder
laubte, endgültige Feststellungen hinsichtlich typischer Veränderungen für temporäre Sonderentwicklungen hinweisende Merkmale aufzeigen, wenn
bestimmte Zeiten und Regionen zu treffen. man genügend geeignetes Vergleichsmaterial zur Grundlage einer solchen
L. Sander übernimmt jedoch mit J. Ph. Vogel das 13. Jh. als Zeitgrenze für Untersuchung machte1•
eine deutliche Zäsur im Schriftwandel, und schlägt für die Zeit davor die Die zeitliche Einordnung von Handschriften aber nur aufgrund von Schrift­
Bezeichnung "Alter Typus" (Vogel: "Proper S äradä"), und für die Zeit nach vergleichen ist äußerst problematisch2:
dem 13. Jh. die Bezeichnung "Moderner Typus der S arada" (Vogel: "devase­ Es genügt nicht, nur nach für eine bestimmte Epoche als typisch angese­
$ii") vor3. henen Buchstaben in einem Schriftstück zu suchen und es danach in ein
Demgegenüber will Deambi4 drei aufeinanderfolgende Entwicklungsstufen Schriftsystem einzugliedern. Dabei entgehen dem Betrachter oft Abwei­
erkennen: chungen, die etwa für einen bestimmten Lokalstil bezeichnend sind und
1) Eine früheste, nur epigraphisch belegbare Stufe vom 8.-10. Jh.5• damit in eine andere relative oder absolute Chronologie eingeordnet wer­
2) Eine zweite, bereits auch handschriftlich ausgewiesene Phase vom den müssen ... Will man mit Hilfe von Schriftvergleichen zu annähernd
11.-14. Jh.6• präzisen Aussagen hinsichtlich der Herkunft und des Alters paläographi­
3) Als letzte, handschriftlich am reichsten, aber auch epigraphisch scher Zeugnisse gelangen, so sollten nach Möglichkeit nur duktusgleiche
noch bis ins 18. Jh. belegte Stufe, jene ab dem 14. Jh. Manuskripte oder Inschriften, von denen Alter und Herkunft bekannt sind,
zum Vergleich herangezogen werden. Nur wenn alle Buchstaben miteinan­

1 Bühler (1877): 31. der verglichen werden, kann man genügend Abweichungen zwischen dem
zu vergleichenden und dem Vergleichsobjekt erkennen, nach deren Ursa­
2 Deambi (1982): 24f.
chen dann weiter zu forschen ist3.
3 Sander (1968): 166.
4 Deambi (1982): 4.
1 Keines der fünf von Deambi herangezogenen Mss ist datiert! Deambi (1982): 80.
5 Zur ältesten Inschrift (vermutlich 774/75) vgl. Deambi (1982): 24.
2 Zit. bei Sander (1968): 165.
6 Zum bisher ältesten bekannten Ms vgl. Kielhorn (1891): 151 [ =Kl.Schr. 619]; Kaye
( 1927). 3 Sander (1968): 41.
18 Herkunft, Name, Entwicklung der Saradii Kaschmirische Handschriften: Beschreibstoff 19

Als Ursache für den Schriftwandel ist neben den "stilprägenden kultur- und
2. KASCHMIRISCHE HANDSCHRIFfEN
geistesgeschichtlichen Bedingungen einerseits und der sich ändernden Schreib­
technik andererseits" auch die individuelle Schreiberhand anzuse hen1 deren
' 2.1. Beschreibstoff
Schreibwerkzeug, Federführung und Art der Schreibung2 der Grundform
eines Zeichens, die einer Abschrift vorliegt, besondere Akzente verleihen Anders als die meist auf Palmblättern geschriebenen südindischen Hand­
kann, die ihrerseits wieder normativ auf eine folgende Schreibergeneration schriften\ waren Birkenrinde (bhürja) und Papier die eigentlichen Be­
einzuwirken vermögen. So ergibt sich aus dem Zusammenwirken dieser und schreibstoffe Kaschmirs. Die Birkenrinde2 wurde deshalb zum charakteristi­
vielleicht auch weiterer Faktoren eine beständige Modifizierung der Schrift­ schen Beschreibstoff des nördlichen Indien, weil das Himalayagebiet einen
zeichen. reichen Birkenvorrat aufwies. Ein zum Beschreiben präpariertes Rindenblatt
Zu den Derivaten bzw. Parallelentwicklungen der Säradä gehören die vor
besteht aus mehreren sehr dünnen, übereinandergeklebten Schichten von
allem im Panj ab und in Sindh verwendeten Schriften Lahnda Takri und
' . Rinde. Das Material ist empfindlich und neigt besonders bei trockener Hit-
Gurmukhi. Die beiden ersteren sind für nicht-literarische Zwecke verwende­
ze zum Zerfall.
te Verkehrsschriften, letztere dient der Aufzeichnung der heiligen Texte der
Über das 17. Jh.n.Chr. hinaus scheinen Birkenrindencodices jedoch nicht
Sikhs3•
mehr hergestellt worden zu sein. Allein das Niederschreiben von Mantras
auf kleine Rindenstückchen, die dann als Amulette getragen wurden, blieb
länger in Gebrauch3• Die Brüchigkeit der Birkenrinde erzeugt nun aber
Probleme bei der (physischen) Textüberlieferung. Denn beim Abbröckeln
der obersten, hauchdünnen Rindenschicht gehen immer auch Teile der
Schrift selbst verloren. Ferner lösen sich die Klebestellen der einzelnen
Schichten sehr leicht. Beim Blättern kann es geschehen, daß versehentlich
nur die oberste Schicht erfaßt wird, wodurch sie ebenfalls brechen kann.
Daß aber durchaus auch beschädigte Rindenblätter als Beschreibstoff ver-

1 Sander (1968): 39. 1 Vgl. dazu Janert (1955): 55-65.


2 Sander (1968): 42. 2 Filliozat (1953 a): 711; Janert (1955): 65-74.
3 Grierson (1904): 67-69. 3 Bühler (1877): 29f.
20 Kaschmirische Handschriften: Beschreibstoff Kaschmirische Handschriften: Schreiben, Schreibgerät 21

wendet worden waren, ist an jenen Fällen erkenntlich, wo die Schreiber den erkennen - sind prinzipiell als zuverlässiger einzuschätzen als jene von der
Schadstellen beim Schreiben auswichen. Hand eines Angehörigen des Berufsschreiberstandes.
Gegen Ende des 16. Jhs kam es in Kaschmir zu einer Blüte in der Papier­ Kaschmirische Manuskripte in einer für die Region übrigens typischen Aus­
produktion. In ihrem Verlauf wurde die Birkenrinde als Beschreibstoff wäh­ prägung der Devanagari-Schrift treten erst in der 2. Hälfte des 19. Jhs, und
rend des nächsten Jahrhunderts vom Papier endgültig abgelöst. Bei der Al­ da nur zögernd, auf. Sie sind fast immer von professionellen Schreibern an­
tersbestimmung von undatierten Handschriften ist daher im allgemeinen da­ gefertigte Transkriptionen aus der S äradä, und können grundsätzlich weni­
von auszugehen, daß Birkenrindenmanuskripte eher der Zeit des 14. bis ger Vertrauenswürdigkeit als ihre Säradä-Vorlagen beanspruchen1•
zum 17. Jh.n.Chr. angehören werden, Papierhandschriften dagegen doch erst
der Zeit vom 16.-19. Jh. Das Format dieser Handschriften ähnelt - im Ge­ 2.2. Schreiben, Schreibgerät
gensatz zu den querformatigen Palmblatthandschriften - meist dem der
abendländischen Codices. Zum Beschreiben der Birkenrinden- und Papierhandschriften verwendete
man im allgemeinen eine Rohrfeder (kalama, varr;aka)2 • Geschrieben wurde
Das indische Papier1 zeichnet sich dem europäischem gegenüber durch eine meist mit schwarzer Tusche3, und zwar ohne Berücksichtigung der Wort­
bessere Haltbarkeit aus, die dadurch erzielt wurde, daß man dem aus stärke­ trennung, wenngleich so manches Manuskript Markierungen der Wortfugen
haltigen pflanzlichen Produkten hergestellten Leim zum Schutz gegen Pilz­ durch kleine senkrechte Striche unterhalb des betreffenden Ak�ara aufweist.
und Insektenbefall Arsenik hinzufügte. Die auffallend glatte Oberfläche von Randglossen, Kolophone, kommentierte Wörter etc. werden zuweilen durch
so manchen Papierhandschriften wurde durch Bearbeitung mit einer Emul­ Rubrizierung hervorgehoben. Auslassungen im Text können durch kakapa ­

sion der Tamarinde erzielt2• Das vor allem von der britischen Verwaltung das C) markiert und am Rand ergänzt erscheinen. Textverluste, die dem
in Indien eingeführte europäische Papier litt dagegen sehr stark unter den Schreiber e ntweder bereits vorgelegen hatten, oder verderbte Stellen, durch
klimatischen Bedingungen3• die dieser sich zu einer Auslassung gezwungen sah, erscheinen häufig an­
Wie die Birkenrindenmanuskripte, so wurden auch die kaschmirischen Pa­ hand horizontaler Strichlierungen ( - - - ) verdeutlicht.
pierhandschriften häufig von Sanskritgelehrten (Pa:r:i<;lit) geschrieben. Solche
Handschriften - oft an der Selbstnennung im Kolophon des Schreibers zu
1 Bühler (1877): 32f.
'

1 Filliozat (1953 a): 711 f; Jailert (1955): 73-87. 2 Filliozat (1953 a): 712; Janert (1955): 87-96.
2 Janert (1955): 85. 3 Janert (1955): 90 ff. Bühler (1877): 30 teilt folgendes Tintenrezept mit: Man ver­
kohlt Mandeln und kocht das Produkt mit Kuhurin. Das Ergebni s ist eine äußerst wasser­
3 Vgl. den Bericht von Führer (1884): 429 f. beständige Tinte.
F

22 Kaschmirische Handschriften: Titel Kaschmirische Handschriften: Foliierung 23

Gelegentlich finden sich fehlerhafte Silben mit einem ( meist gelben) Farb­ zuweilen sind auch einzelne Abschnitte des Werkes durch die Anfangsbuch­
tupfen abgedeckt, mit darübergeschriebener korrigierter Silbe. staben des betreffenden Zahlwortes am Rand der Verso-Seiten bezeichnet:
Zur Erzeugung eines exakten Schriftspiegels mit regelmäßigen Zeilen be­ pra[thama}, dvi[ttya}, etc.
-
-

diente man sich besonderer Liniergeräte. Anders als das nordturkestanische So kann dann z.B. srl mu fl pra für srlmu[raryanargharaghava]fl[kliyam],
Liniergerät1 bezweckten die indischen Geräte eine unsichtbare Linierung pra[thamo 'izkab} stehen.
von Birkenrinden- und Palmblatthandschriften2• Zusammen mit dem Text ergeben die Titelkürzel jedenfalls eine gute
Grundlage für eine einwandfreie Identifizierung.
2.3. Titel

2.4. Foliierung
Bei vollständigen Handschriften wird der Titel3 im allgemeinen in der
Schlußschrift (Kolophon) zu finden sein. Zuweilen integrieren Verfasser den Wie die Titelkürzel, so ist auch die Blattzählung bei nordindischen Manu­
Titel ihres Werkes aber auch in die Eröffnungs- oder Schlußverse des Textes skripten im allgemeinen am (linken unteren) Rand der Verso-Seiten zu fin­
selbst, so daß sich die gewünschte Information daraus entnehmen läßt. Sehr den. Da es nicht selten vorkommt, daß lückenhaft gewordene Manuskripte
häufig fehlen diese bibliographisch bedeutsamen ersten und letzten Blätter mit Blättern aus anderen Handschriften desselben Textes vervollständigt
jedoch. In solchen Fällen muß der Titel in den Kolophonen zu einzelnen wurden, ist bei plötzlichen Sprüngen der Foliierung, die dann oft mit einem
Kapiteln (prakaraJJa, sarga, etc.), falls vorhanden, aufgespürt werden. Fehlen deutlichen Wechsel der Schreiberhände einhergehen, ganz besonders auf
auch diese, so kann er häufig mit Hilfe der auf den Verso-Seiten der Blätter Textüberschneidungen oder gar -verluste zu achten.
befindlichen Titelkürzel rekonstruiert werden. Diese Titelkürzel, auch Die einzelnen Blätter solcherart ergänzter Handschriften müssen zunächst
Randmarken genannt, geben die Ge) erste(n) Silbe(n) der einzelnen auf ihre Zusammengehörigkeit hin untersucht werden (Foliierung, Schrei­
Bestandteile eines Titel(kompositum)s wieder: z.B. gha kha für ghatakharpa­ berhände ), um sodann die Anzahl dieser fragmentarischen, aber zu einer
rab; ra pa für raghavapaJJefavlyam, etc. einzigen Texthandschrift zusammengebundenen, Manuskripte festzustellen.
Im Falle der Heranziehung zu textkritischen Zwecken sind solche Hand­
schriften unter Berücksichtigung ihres tatsächlichen Charakters - nämlich als
Zusammenstellung mehrerer fragmentarischer Teile - auszuwerten. Bei da­
1 Sander (1968): 36.
tierten Handschriften ist jedoch nur jener Teil als datiert anzusehen, der als
2 Zur Konstruktion dieser Geräte vgl. Bühler (1897).
paläographisch zusammengehörig erkannt wird.
3 Zum Problem einheitlicher Werktitel und zu Verfassersynonymen vgl. Janert
(1965): 12-14.
pu .

24 Kaschmirische Handschriften: Datierung Kaschmirische Handschriften: Datierung 25

25. Datierung Ist das Jahr in der Art eines Chronogramms in Worten ausgedrückt1, so gilt
die Regel alikanarrz vamato gatil/, d.h. man muß von rechts nach links lesen:
Die in Kaschmir für Datierungen vorzugsweise gebrauchte Ära ist die Sapta­ locana-bindu-sapta-sa§abhrt = sa§abhrt (1) + sapta (7) + bindu (0) +
r�i-Ära1, die in den Manuskripten als saptar$i-, laukika-, loka- oder siistrakala locana (2) = 1702 .
bzw. -sarrzvat bezeichnet erscheinen kann. Bei einem Ergebnis wie dem vorliegenden kann kein Saptar�i-J ahr gemeint
In den seltenen Fällen, wo auch das Jahrhundert angegeben ist, errechnet sein, weil die Umrechnung in vorchristliche Jahrtausende führen würde.
man das christliche Jahr durch Subtraktion von 3076:
Laukikasa:rµvat - 3076 = Jahr A.D.2 Nicht selten finden sich in S äradä-Manuskripten auch Datierungen gemäß
Als allgemeine Regel für das Saptar�i-Jahr gilt, daß es das laufende (varta­ der S aka- oder Vikrama-Ära:
mana) Jahr bezeichnet und mit dem Monat Caitra beginnt (caitrlidi). Als S äka + 78/79 = Jahr A.D.
Ende eines Monats wird der Vollmond (pun:zimanta) angesehen. Vikrama - 5 7/56 = Jahr A.D.
Aber selbst wenn eine Handschrift nur das Jahrzehnt angibt, so läßt sich das Je nach Ära ergäbe die Umrechnung bei dem genannten Beispiel (1702)
korrespondierende Jahr der christlichen Zeitrechnung unter Umständen entweder 1780/81 A.D. ( Säka) oder 1645/46 A.D. (Vikrama).
dennoch ermitteln, und zwar dann, wenn Monats- und Wochentag ebenfalls
in der Datierung angeführt sind3• Monatstage werden als Ordinalzahl für eine der beiden Monatshälften aus­
gedrückt. Die Zeit des zunehmenden Mondes ist die "helle Hälfte" (sukla­
pa�a, sitapa�a, sudi, suti), die des abnehmenden Mondes die "dunkle Hälf­
te" (k[$Qa-, asitapa�a, badi, vadi, vati)3, z.B.:
sra suti caturdaSyarrz raviviisare = 14. Tag (caturdaSyarrz) der hellen
Hälfte (suti) des Monats Sräval)a (sra), an einem Sonntag (raviviisare).
1 Dazu Kielhorn (1891); Sewell (1896): 41.
2 Filliozat (1953 b): 736.
3 Durch Addition von 46 errechnet man das Jahrzehnt des abgelaufenen (gata) Saka­
Jahres, durch Addition von 24/25 das Jahrzehnt des laufenden Jahres AD. Indem man
versuchsweise die jeweiligen, für das betreffende Manuskript in Frage kommenden Jahr­
hunderte einsetzt, führt man mehrere Kalkulationen gemäß Sewell (1896): 69 ff ("Me­
thod B") durch. Bis zum Jahre AD. 1752 entsprechen die nach diesen Tabellen gewonne­
1 Die gebräuchlichsten Äquivalente bei Sircar (1965): 228-233; Burnell (1878): 77f.
nen Ergebnisse allerdings dem Julianischen Kalender! Dort, wo der errechnete Wochen­
tag mit dem im Manuskript gegebenen Wochentag [Sewell (1896): 4] übereinstimmt, ist 2 Vogel (1972): 211; Sircar (1965): 230.
auch das Jahrhundert richtig ermittelt. (Nach einer freundlichen Mitteilung von Prof.
Claus Vogel (Bonn).) 3 Filliozat (1953 b): 722; Kielhorn (1889): 436-440 [ =KLSchr. 502-506].
26 Schrifttabellen: Initialvokale Schrifttabellen: Matrkas 27

B. Schriftkundliches 1.2. Matrklis


0

1.SCHRIFITABELLEN

ka kha ga gha na �
1.1. Initialvokale und 0diphtonge

Die Initialvokale und 0diphtonge sowie die Mätfkäs, d.h. jene Konsonanten-
zeichen, die ohne zusätzliche graphische Markierung mit 1 a 1 vokalisierte Sil-
ca cha Ja jha fia
ß
ben bilden, haben folgende Grundformen:

l).a ttN
ta tha 0 cJa cJha

Vokale

ta tha da dha u na
l
-- ,,
1 \.!) i
a ä 7 u
"3
ij r
pa pha ba bha ma >-l

r
0 0 ! I
0
rr

ra la va
ya 7
Diphtonge

sa �a sa ha
-
0
e
p p p au
28 Schrifttabellen: Visarga etc. Schrifttabellen: Vokalisierung 29

1.3. Visarga etc. 1.4. Vokalisierung


Visarga •
> kal). Jeder andere Vokal als das der Matrka inhärente lal muß - wie in der Nä­
uck
gari - durch ein spezifisches an die Matrka gefügtes Zeichen zum Ausdr
gebracht werden:

Jihvämüliya h > hka -ä: Ein kurzer dreiecksförmiger Strich rechts oben neben der Matrka:

Upadhmäniya b. > b.pa Einige Ak�aras verschmelzen mit dem Längenzeichen:


ila � > � ilä
Anusvara > karp

Anunasika > kam

ta 'C' >
Avagraha > 'ja

� >
Viräma > m
30 Schrifttabellen: Vokalisierung Schrifttabellen: Vokalisierung 31

>
- i: Ein vertikaler Strich links von der Mätrkä, mit einem nach rechts darüber
gezogenen Bogen:
0
da
i du

ki
ta 3 > J tu
-i: Ein vertikaler Strich rechts von der Mätrkä, mit einem nach links darüber
0

gezogenen Bogen:
ki bha "J > l} bhu

-u: Ein kleines dreiecksförmiges Zeichen unter der Matrka:


sa t:{ > � su
CU

ra 7 bildet: ru
Eine Anzahl Matrkas nimmt allerdings ein Häkchen analog zur Nägari:

ka > 31 ku -ü: Ein langgezogener, nach links gekrümmter Haken unter der Matrka:

ya O > gyü
ga 1f > � gu

Dieselben Mätrkäs, die ihr 1 u 1 abweichend nehmen, bilden auch mit 1 ü 1


> 1J
0

j ha 'IV jhu spezifische Formen:

ku
]j > l1
fia T7 > fJ fiu

>
gu lJ i; gü
32 Schrifttabellen: Vokalisierung Schrifttabellen: Vokalisierung 33

jhu 1:;J' > Jt, jhü


ta >
� tr
0

na
1 >
1J nr 0

iiu
JJ >
Tb iiü

ka
' bildet:
� kr
0

qu
� >
� qü

tu J' > � tü

r: Ein von unterhalb der Matrka nach rechts hochgezogener Doppelhaken:


1) �
-

bhu > bhü

su
'3 > � su
, ,_

-!: Das Vokalzeichen wird daruntergesetzt:

ru
� > ; rü ta
3 >
d tl.

-r:
0
Ein von unterhalb der Mätrkä nach rechts hochgezogener Haken:
0
-!: Das (veränderte) Vokalzeichen wird daruntergesetzt:

va
{ > ka f > {i k!
34 Schrifttabellen: Vokalisierung Schrifttabellen: Ligaturen 35

-e: E in waagrechter Strich über der Mätrka, oder ein schräger, auf ihr sit­ -au: Kombination des wellenförmigen 1 o 1 mit 1 ä 1 -Vokalisierung:
zender Strich: �

ka 'P > � kau


ka f > ke

-ai: Zwei waagrechte Striche über der Mätfkä, oder zwei schräge, auf ihr sit­ 15. Struktur und Vokalisierung von Ligaturen
zende Striche:

*
Ligaturen, d.h. Konsonantenverbindungen, werden durch Subskription gebil­
ka > kai det, wobei der nachfolgende Konsonant unter den vorangehenden geschrie­
ben wird.

Beisp iele:
-o: 1) Eine in der Mitte gekrümmte wellenförmige Linie über der Matr­
ka:

� (il a) + � (ka) > • ilka
ka > � ko

J!!::. (j a) + � (j a) > � JJa

2) Kombination einer Vokalisierung mit 1 ä 1 und überg esetztem 1 e 1 :

� (jj a) + l{' (va) > � JJVa etc.


l> > .
-

ka ko
36 Schrifttabellen: Ligaturen Schrifttabellen: Ligaturen 37

N achfolgendes t( (ya) nimmt die unterschriebene F orm an: Vorangehendes 7 (ra) nimmt die überschriebene Form 7 1 an:
<:....-
,

JZ G a) + [{ (ya) > � Jya 7 (ra) + � (ka) > � rka

3 (ta) + Q (ya) > � tya 7 (ra) + 1f (ga) > ij rga

� (da) + lI (ya) > � dya etc. 7 (ra) + � G a) > � rJa

7 (ra) + l[ (va) > q rva


Nachfolgendes 7 (ra) nimmt die unterschriebene F orm an:

rf (rva) + t{ (ya) > � rvya


7f 7
(ga) + (ra) >
� gra

3 (ta) + 7 (ra) > � tra Beachtenswert sind folgende Verschmelzungen:

� (bha) + 7 (ra) > � bhra etc. 7 (ra) + � (�a) >

7 (ra) + � (i:i a) >


38 Schrifttabellen: Ligaturen Schrifttabellen: Ligaturen 39

<p (ka) \:l, (�a)


+ q
3i.
> k�a
7 (ra) + tJ (tha) > rtha

� (j a) + J? (fi a) > � jfi a


7 (ra) + Q (ya) > � G rya
'J (ta) + tf (tha) > \ ttha
7 (ra) + � (�a) > � r�a

� (da) + U (dha) > � ddha


7 (ra) + r;:; (ha) /;, "l:, rha

r (na) +Cf (tha) > Ji ntha


Besonderheiten:

Überschriebenes � (ka) bildet i T (na) + U (dha) > � ndha

$t kka

li kta
tl, (�a) +
a} ktva
0 (tha) >
� �tha

\ kpra lt (�a) + � (Qa) >


ll, � Qa
40 Schrifttabellen: Ligaturen Schrifttabellen: Ligaturen 41

� (sa) + ij' (tha) > ' stha (sta) > � stu

Z? (ha) + Q (ya) > � hya (sma) > smr 0

Vokalisierung der Ligaturen (rtra) >


.{ rtra

Obwohl bei Silben mit mehreren Konsonanten im Anlaut der letzte Konso- Jedoch bilden:
nant den Vokal bei der phonetischen Realisierung trägt, erhält bei einigen >

Graphemen (ila, ja, ta und J.13) jedoch der übergeschriebene Konsonant das
(tika)
$ tikä

Längenzeichen 1 a 1 :

(1.1c;la) >
T I.lQU
(titia) >
� titiä

(tsa) >
\ tsu
Gja)
� >
� jja

>
Gna)
� >
� jfia
(nta)
J ntu

Gya)
� >

.-
JYa
(rta) J >
� rtr
0

(rya) >
� ryü
(tka) >
$ tkä

1.1sa
(1.1sa)
Xf
>
!l°
42 Schrifttabellen: Ligaturen r
!
1
Schrifttabellen: Semi-homographe A/qaras 43

Konsonant + 0ru wird durch einen von rechts nach unten gezogenen
1.6. Semi-homographe Alqaras1:
Schrägstrich gebildet:

(kra) > kru a-/ yu

(dra) -u (ju)/ -va (j va) :

(bhra) � > � bhru u- / ta 3

(sra) > � Sru etc. ku / kta

n-(ka)/ t-(ka) : i �
Konsonant + 0rü: Wie oben, der Schrägstrich erhält ein Aufwärtshäkchen:

(dru) > drü ca/ da/ sa

(Sru) � > � Srii etc. cya / dya / mya/ sya / sya

<;Ia / ta / ru 3

1Vgl. Dreyer (1986):XXVII.


44 Schrifttabellen: Semi-homographe A"fcyaras Schrifttabellen: Semi-homographe A"fcyaras 45

t-(ya) / tt-(ya) / n-(ya)


� ba/ rdha / rva / va 4 Ö

tu / tta / nta / rta bdha / bva

tya / dya / bhya bya / bva : i

tya / tr bra / vra �


tva / dva a ma / sa

tha / �a ya/ �a

dya/ dhya / pya / yya / �ya rü / rtha :

dhva / sva hr / hya

pha / ha
46 Schrifttabellen: Verschreibungen, Zahlzeichen Schrifttabellen: Die Alcyaras des Textes 47

1.7. Verschreibungen 1.9. Tabelle der Alcyaras des Textes (Original)

Der Gefahr des Verlesens von ähnlichen S äradä-Schriftzeichen (s.o. sub 1.6)
waren auch die indischen Schreiber ausgesetzt. Dazu kommen noch jene
„ ••
Möglichkeiten des Verschreibens, die bei Transkriptionen aus anderen indi- 1
a � ä � i T u �
sehen Schriften entweder auf Fehlinterpretation beruhen können (etwa bei
einer Pr�thamatra-Vorlage), oder die aufgrund einer Verwechslung eines
z.B. Devanägari-Zeichens, das bei anderem Lautwert formal einem Säradä- -
r e ai 0
0
P' � fJ
Zeichen ähnelt, zustandekommen. Ferner haben auch kaschmirische Aus-
sprachebesonderheiten die Orthographie maßgeblich beeinflußt1•
om
\:1
«
1.8. Zahlzeichen ka ' kä � ki " ki "1 ku il kü �
(0 - 10):

* -�
-

0 •
kr 0

� ke � kai ko

1 � 2 9 3 � 4 � 5
'
kha N
6 � 7 � 8 ! 9 � 10 O •

ga '1 gu Q

Zu diesen bereits die Textkritik tangierenden Problemen vgl. Dreye! (1986): XXIII­
1
gha "'/ ghu �
XXIX. Methodisches zur Aufdeckung von durch Fehlinterpretation bei Ubertragung aus
anderen Schriftkreisen oder durch lokale Aussprachebesonderheiten zustandegekommene
Verschreibungen bei Witzel (1976):141-156 und Witzel (1985). nu �
48 Schrifttabellen: Die Ak$aras des Textes Schrifttabellen: Die Ak$aras des Textes 49

ca 1J cu 'l ta r tu l tr � t! �

cha � tha tf

da 14 du � dü 5 dr
0 IG d!

Ja � ja
� JU �
dha u dhu 'J dhü 9
fia 11i

na ; nu � nr
0 �
ta l" ta T!>

pa 'l
tha 0

pha 6
c;la '

ba �
c;lha .to c;lhu 'i

_, � Q.U �
bha bhu § bhü
i bhr 0
t
Q.a Q.ä
50 Schrifttabellen: Die Ak$aras des Textes Schrifttabellen: Die Ak$aras des Textes, Ligaturen 51

ma � mu 'J mü !/ Ligaturen :

k-
ya yu � yü �
kta
ii ktva
f) kpra l) kya l\ kra �
ra ru ' rü
:\
kru � kla ·� kva � �a
� k�J).ä �
la � lu
�myä �k�ya �
va vr �
ff 0

kh-

sa ir su khya �

g-

gjfiä i gna !/ gbha � gra �


sa '4 su sr
0
$()

gh-
ha hu hr fii
'
0

ghna � ghya � ghra


52 Schrifttabellen: Die Alqaras des Tex.tes, Ligaturen
Schrifttabellen: Die Alqaras des Textes, Ligaturen 53

fi-
n-

fica � fija � fijä �


ilka ; Iikä � Iikta � ilga 1;

ilgha
� t-

tkä ; tma �
ililä �

Q-
c-

qbha
l qya �
cca
ll ccha IJ

cchra � cchla
i cpra �

Q-
J-

Qtha ;J( 1).Qa V 1).QU 'j Qpra
� 1).ya �
jja
� JJVa
f jfia � jfiä � jya r

.- t-
jyä
� 1 ra

tka
' tkra
� tta 1 ttr
0

t ttra

ttva J ttha � tna - tpa � tpra �


54 Schrifttabellen: Die Alcyaras des Textes, Ligaturen Schrifttabellen: Die A/cyaras des Textes, Ligaturen

tya l tyu i tra (._ tva � tsa ' n-

nta j ntu J ntya � ntra � ntha J,


tsu t tsva J
nda � ndra � ndha � ndhya i- nna
th-

thna � thya !_ npa � nma i; nmu � nya ä nva i

d- nsa �

dga fj dgu � dgü � dda � ddra \,_


p-

ddha � ddhya l- dbha i dbhu j dya l p tya � pna '!l pya l pra '(. psa �

dyu � dra � dru ' drü � dva f b-

bja � bda t; brü �


dhya � dhva �

bh-

bhya € bhyu � bhra �


56 Schrifttabellen: Die Alcyaras des Textes, Ligaturen Schrifttabellen: Die Alcyaras des Textes, Ligaturen 57

rmu � rya ? ryü � rva q rsa if


m-

mpra \._ mba fJ mbu Y mbya }l mbha �

mbhü i mra � 1-

lta � lpa � lya ä lla � llya �


r-

V-

rk�a
� rga it rgha � rghr � rca �
vya 1: vra �
. � fl 1
rJ a � f]ya � rc;la n:ia rta
,
s-

rtya l rträ '( rtu J rtr


0
i rtha 3l sca 1 scu ij sna tl sya 't! sra "

rda ?; rdva 1J rdha � rdhva � rna � sru "' sla fjf sva lJ

rpa ( rba 1 rbra l_ rbha i rma �


58 Schrifttabellen: Die Alqaras des Textes, Ligaturen

�-

KUSALA M I SRAS G Ü :P H Ä R T H A D I P I K Ä

zum

�ya � �va 'j


GHATAKHARPARAKÄVYA

s-

sku � skr � skra � sta fJ sti fV


REPRODUKTION DER HANDSCHRIFT COD.SANSKRIT 23

stu , stü i stra � stva � stha � DER ÖSTERREICHISCHEN NATIONALBIBLIOTHEK IN WIEN

nebst
sthü ; spr 't sma � smr � sya �
VOLLSTÄNDIG TRANSKRIBIERTEM UND KRITISCH BEARBEITETEM TEXT

sva f/ sstha ' ssya 'l_

h-

h�a .$ hma � hya !) hvä �


60 Gha{akharpara-Gü<f,hadlpikii
Gha{akharpara-Gü<f,hadipikii 61

1.
1.

1 orp. svasti II II srigal).esäya namal}. II II orp.1 i�tadevarp. nama[ = ]


2 slqtya pral).avarp. ca vinäyakam II �matikaraiµ tathaivädyarp. kurve
3 [']harp. Ghatakharpart[[m]] II 1 II �ematikaraprapautrel).a Bälalq�J.la[ = ]
4 sutena ca II Kl1Saläkhyena pkeyarp. tanyate Gücjhadipikä II 2 II
5 ekadä Sribhojarajasünur desäntararp. gatal}. kutascid dhe[ = ]
6 tave (?). tato [']nantararp Srikälidäsas tatpatnim avalokitavän2 II
7 etadantare var�artur apy3 ägatal}. II tadä sä ca pro�itapreya[ = ]
8 si meghän vik�ya väkyäni sakhirp. prati nijagäda II
9 mahäkavil}. Srikälidäsas tam4 eva prastävarp. nirüpya
10 var�arturp. varl). < I > [i]tukämal}.5 yamakair mahäkävyarp Ghatakha[ = ]
11 rparäkhyarp. nibabandha I tävat pro�itapreyasilak�al).a[ = ]
12 m aha II kutciScit kiirar;ad yasyal:z patir desantararrz gatal:z II
13 dattvavadhirrz, krtasa sa pro$itapreyasl mata [ ST 81] II 1 II sä ca
14 meghän vik�ya, �ac;lbhil}. slokail}. prathamarp. sakhirp. praty avädit6 II
15 nanu vrttlnarrz sargabandho7 hi mahakiivyasya lalqar;am i[ = ]
16 ty uktatvät8, katharp. Ghatakharparasyä < ' > lpavrttimatrasya mahä[ = ]
17 kävyatvarp. II
r
62 Ghafakharpara-Güqhadipika 1 Ghafakharpara-Gücfhadipika 63

2.
2.

1 taträha 11 mahäkavilqtatväd, güc;lhärthatvät, sloke sloke nütana[ = ]


2 chandobhir nirmitatväc ca, mahäkävyatvarp. II nanu granthädau grantha­
ma[ = ]
3 dhye granthänte mailgalam < ' > äcaral).iyam iti si�täcäral:i9• atal:i
4 mailgaläcaral).arp. vihäya prathamam eva kimartharp. nicitarrz10 kha [ = ]
5 m upetyety[GhKh.l]ädi11 var�artuvarl).anam II taträha12 II nanu mailgala­
karal).arp. ki[ = ]
6 martham iti siddhäntiprasnarp. srutvä, vädi vadati 1 mailgalakaral).arp.
7 vighnavinäsapürvakagranthaparisamäptyartharp. 1 tatal:i siddhä[ = ]
8 nti vadati II kirp. mailgaläd eva vighnavinäsapürva[[ka]]granthapari[ = ]
9 samäptir, anyasmäd uta vä II yady ädyal:i pa�as, tarhi kirp. yatra
10 yatra mailgalarp., tatra [[tatra]] vighnavinäsapürvakagranthasamäptil:i,
11 kirp. vä yatra yatra vighnavinäsapürvakagranthasamäptis, tatra
12 tatra mailgalam iti II tatra nädyal:i pramäl).arp. II 13Kira.Q.ävallyädau
13 mailgale saty api aparisamäptidarsanät II tadanupapa[ = ]
14 nne na dvitiyal:i II Kädambaryädau vighnavinäsapürvakagrantha[ = ]
15 samäptau satyäm api tatprärambhe matigalasyänä < ' > vi�kärät. *14
16 ato na matigalasya tatsamäptau nirQiyatvät II 15 yat tävat tvayoktarp.
17 granthädau granthamadhye [ [granthänte]] mailgalam eva käryarp. [22-3],
kimartham [24] ityädi,
r
1
1
64 Ghafakharpara-Gü4hadlpika
Ghafakharpara-Garj,hadipika 65

3.
3.

1 tad etat samastaqi taväprämäQ.ikatvam 16 eva pramäQ.ayämi II na


2 khalu pramäQ.ikibhüya kascid vipascic chästraprärambha[ = ]
3 sambhävitaqi ma.tigalaqi tiraskuryät, sästraprärambhe vidvadbhi[ ] =

4 s tasyaiva präklqtatvät II ma.tigalaqi trividhaqi17 1 namaskriyävastu[ = ]


s nirdesä < ' > s1rupaqi18 11 tebhyo meghair < ' > äkäSäcchädanarupavastu[ = ]
6 nirdesakaqi ma.tigalaqi lqtam eväto na do�aQ. II 19kiqi väpy anyasmäd a[ ] =

7 piti [21 pa�asya kavibhir upek�itatvät II sarvavyäpini[ ] =

8 yamena tadupapatter eva vilokyamänatvät II Kirat;tävallyä[ = ]


9 dau tu vighnabähulyena ma.tigalälpatvena ca granthasamäptyabhävaQ. II
10 yävan ma.tigalaqi, tävad vighnäbhäva iti nyäyät II Kädambaryä[ ] =

11 dau ca granthäd bahir ma.tigalalqtatvena vighnälpatvena ca samäptiQ. 11


12 ato 'dü�aQ.am eva jätaqi II adhunä prakaraQ.am eva punar vadati II
13 pro�itapreyasi meghän20 vik�ya �a<;lbhiQ. slokaiQ. prathamaqi
14 sakhiqi praty avädid ity [114] uktaqi21 II tadväkyäni kaviQ. kula[ka = ]
15 tilakena prakatayati II pro$itapramadaya idarrz vacaQ.
16 udyate ity uttareQ.a �a�tha < < ma > > slokena sambandhaQ.. idarrz kiqi - he
17 kumudasamanadanti22 iti dvitiyena sambandhaQ. iti prastävaQ. II
66 Ghafakharpara-Gu<f.hadlpikii
Ghatakharpara-Güef,hadlpika 67

4.
4.

1 oqi23 nicitarrz kham upetya nuadai.l:z priyahlnahrdayavanuadaflJ. [ 1 ]


2 salilair nihatarrz24 rajab lqitau, ravicandrav api nopalalqi[ = ]
3 tau II 1 II pro#tapramadaya idarrz vaca udyate 1 iti �a�thenä[ = ]
4 nvaya}J. II idarrz kiqi - he kumudasamanadanti iti dvitiyät ( ? ) sa[ = ]
5 mbaddhyate25 II salilair jalai}J., lqitau pfthivyäqi, rajo dhuli}J.,
6 nihatarrz 26 santikftarp. 11 trnyäntakartftvät prathamäntakarma prati[ = ]
7 päditaqi [vgl. SV 150,1 ], kfdantakriyä 1 lqitau vi�ayärthe saptami 1 rajo ra­
jo[ = ]
8 gw:ze dhul < o >[[au]] parage strlrajasy api iti V:iSv� 11 kiqi kftvä sänti[ = ]
9 kftaqi kham äkäsam, upetya präpya 1 kham akasam udahrtam ity E[ = ]
-

10 k�aryälp [ ? ] 27 II meghair äkäsarp. präpyate yadä, jalaqi tadä raja}J.[ = ]


11 säntyai samarthaqi bhavati 1 atah28 kham upetyety uktarp. II yad vä - kfti
yoga}J.
12 kvacif9 karmaTJ,i paficamlti Bh�akäravacanat3° paftcamyarthe

13 dvitiyä. kidrsarp. khaqi - niraqi dad < a > [[ä]]titi nlradlis, tair nicita[ = ]
14 m < ' > äcchäditarp. 1 kidrsair nlradai"/:l 1 priyena hlna yä stri, tasyä
15 hrdayam eva < ' > vanl mahi, täqi rada < <ya > > nti pic;layanti - tai}J. 1 rada
16 vilekhane31 [SV 229,8] 1 aplti niscayena32 1 33 ravis ca candras ca, tau
ravi[ = ]
17 candrau34 nopalalqitau 1 adarsanaqi gatau ity artha}J. 1 he priye. I [ = ]
18 drse samaye sa mäqi prati kathaqi na samägacchatiti bhavab. II
68 Ghafakharpara-Gu<fhadzpika
Ghafakharpara-Gu<Jhadl.pikli 69

5.
5.

1 asya slokasya trayodasapadäni jfteyäni35 1 kävyarüpän na


2 cheditäni 1 e�äQl rüpä vä36 1 mohanamantras37 chandah 1 tallaksanam 1
. . .

3 sasajä gurur ädike [']grime38 1 sabharä mohanamantrakaQl la < gh > [g] u II


4 asyaiva vaitäliyam api vadanti 11 - 11 1 11 - 11 harrzsa nada[ = ]
5 nmeghabhaylid dravanti nisamukhliny adya na candravanti II navä[ = ]
6 mbumatta/:l sikhino nadanti meghagame kundasamanadanti 11 2 11
7 he kundasamlinadanti 1 kundänäQl mukuleneti se�al), samänä
8 dantä yasyä}), sä. tasyal) sambodhana:rp. adya meghagame harrzsal:z

9 dravant1 gacchanti39 . dru gatau [SV 216,10] . kasmät - nadanmeghabhaylit
.

i:iada
10 vai:ia40 vyaktävyaktasabde [SV 229,29]41 1 nadantlti nadantal). avyaktasab­
daQ142 kurva[ = ]
11 nto ye meghäs, te nadanmeghäs. tebhyo yad bhayaQl - tasmäd, bhayahe­
t < u > [[au]] paqlcami.
12 haqisä hi meghägamena43 samprati gacchantiti prasiddhaQl II na ke[ = ]
13 valaql haqlsä dravanti II api tu adya nisamukhany api sandhyä[ = ]
14 prabhrtini, na candravanti 1 candro vidyate ye�äQl, ye�u vä [vgl. SV 189,21-
190, 19], täni etä[ = ]
15 drsani, nety arthal) II 44 punar adya samaye, sikhinal:z mayürä, nadanti 1
16 vyaktasabdaQl kurvantiti 11 kathaQlbhütäb sikhinab - navambumatta/:l 1
17 navaql yad ambu, tena mattä}) 1 mattän äqi svabhava eva vyaktasabdal).
mattäl)
18 santo vyaktasabda:rp kurvantiti bhaval) II ayaQl bhävaQ. - haqlsasadrsyä[ = ]
70 Ghafakharpara-Gil<;f,hadlpikii.
Ghafakharpara-Gucjhadlpika 71

6.
6.

1 n nadanmeghäd aham api katharp na bibh < i > [[e]]mi 1 i�tasarp.yogavatyaQ


2 mayürasadrsyät katharp. na45 har�itä bhaveyuQ 1 ha:rp.sänäm ani�ta[ = ]
3 sarp.yogaQ II mayüräl)äm i�tasarp.yogaQ 1 uktarp. ca46 II i$fa47 pravn
4 mayurar;a,1ri harrzsanam anyatha mata iti 1 asya dvädasapadäni
5 santi 1 indravajrä chandaQ 1 talla�al)am 1 sä cendravajrä tatajäs48, tato
6 gü II - II 2 II - II meghavrtarri nisi na bhati nabho vitararri ni[ = ]
7 drabhyupaiti ca harirrz sukhasevitararrz49 II sendrayudhaS ca jalado
8
[ ]dya rasann ihhiiniüri sarrzrambham avahati bhüdharasannibhiiniim I 3 I
'

9 he priye. nisi rätrau, nabha äkäsarp 1 nabho [']ntarifcyarrz gaganam ity A[ = ]


10 mar� [1.2.1]. na bhäti na sobhate. bhä diptau [SV 272,8] . atra nisi vi­
�ayärthe
11 saptami 1 bhatlti vartamäne. akarmakatvät < II > napurp.sakaväci
12 prathamänta eva kartä pratipäditaQ 1 akarmakäs coktä lajjä[ = ]
13 di [SV 388, 7-8] 1 diptyarthäd [SV 388,8] akarma[[ka]]dhätuQ 1 kirp.visi�ta:rp.
nabho dyaur5° - avrta[ = ]
14 m äcchädita:rp. 1 punaQ k1drsa:rp. - vitararrz vigatä tärä yatra, yasmä[ = ]
15 d vä, tat 1 ca punaQ 1 adya meghägame 1 nidra harirrz srikf�I)am a[ = ]
16 bhyupaiti 1 präpnoti 1 il) gatau [SV 276,30] 1 abhi-upopasargäbhyärp. [SV
123,23-25] präptya[ = ]
17 rtharp. dhätur asau51 1 yad vä - ye gatyarthäs, te prasnärthäQ52 kvacit. ki­
dr[ = ]
18
sarp. harirp. - sukharrz seviturrz sila:rp. yasya, sas - ta:rp. 1 silety53 < a > [[tr]]n-
pratyayaQ [SV 434,6].
72 Ghatakharpara-Gfl4hadlpikli
Ghatakharpara-Gü<jhadlpika 73

7.
7.

1
sukham anubhavantam ity arthaJ.:i 1 ca punaJ.:i 1 adya meghagame, jala [ = ]
2 do megha, ibhanarrz hastina111, sarrzrambharrz kopam, avahati utpa[ = ]
3 dayati. a.nupasargäd utpadane54 [']rthe. ki111 kurvan - rasan sabdarp.
4 kurvan san. rasa sabde [SV ? ; DhP 1 745] . kathambhütänäm ibhänärp. - bhu­
varp. dharanti55
5 bhudhariis, te�arp. sannibhiis tulyäs - te�ärp.. kidrso meghaJ.:i - sendra[ = ]
6
yudhal:z. indräyudhena saha vartamänaJ.:i. indrayudharrz sakradhanu [ = ]
7 r ity Amaral;t [1.2.11] 1 vi111satipadäny asya. vasantatilaka vrtt < a > [[i]]J.:i56 1 57
va[ = ]
8 santatilakä tabhajä jagau gaJ.:i58 11 - 11 3 11 - 11 sata<jijjala [ = ]
9 därpitarrz nageyu svanadambhodharabhltapannageyu II paridhlraravarrz
10 jalarrz datifu prapataty59 adbhutarüpasundatifu II 4 II ca punaJ.:i 1
11
adyasmin samaye60• ja/af!Z darl$U kandaräsu prapatati. patl patane [SV
250,15] 1
12 aträpi mayä akarmakatvät kartr[[kri]]ye ca pratipädite, kartä
13 ca kriyä, [[te]] < t > [[d]]ve nirüpite II akarmakäS ca vidvadbhir uktäJ.:i san­ -

tape
14
lqarar:ze caiva SO$e ca61 patane tathetyädi62 bahava uktäl:i, mayalpä
15 darsitä vistärabhayät. k1drsa111 jalarp. -nage$u parvate�u, ta[ = ]
16
<jita vidyutä saha vartamäno yo jaladas, tenarpitarrz dattarp..
17 katharp.bhüte�u nage�u svaneti 1 svana [SV 25 1,13] dhvana [DhP 1 854;
-

881] sabde 1 svanantiti svanantaJ.:i 1


18 sabdarp. kurvanto ye 'mbhodharä meghäs63, tebhyo bhitäl:z pannagal:z bhogi­
no64 '

19 ye�u, te�u 1 ambho dharantiti ambhodharal:z 1 uragal; pannago bhoglty65


Amaral}. [l.7.8] II
74 Gha{akharpara-Gü<fhadipikii
Gha{akharpara-Gücjhadipika 75

8.
8.

1 puna]J. kidrsaqi pari samantäd, dhlro gambhiro, raval:z sabdo yasya -


-

2 tat 1 kathaqibhütäsu dari�u II adbhutarrz yad66 rüparrz, tena sundaryo ma­


no[ = ]
3 haräs - täsu II atha vä < ' > dbhutaqi rüpaqi yäsäm, Idrsya]J.67 sundaryo
4 yäsu, täsu 1 adbhutarüpasunda�u 1 a�tapado 'yaqi68 jiieya]J. I - 4 -
I
5 �iprarrz praslidayati samprati ko f]pi tiini kiintamukhani ra [ = ]
6 tivibhramakopitiini II utka1J{hayanti jaladal:z pathikii [ = ]
7 n svanantalJ. soka"f:t samudbhavati tadvanitasv anantalJ. II 5 II punal;t
8 tasyägamanaqi vya < kt > [[rth]]am Ik�ya grhasthänäqi käminäm anyatäqi ka­
tha[ = ]
9 yati II ardhena meghapak�apätaqi ca II aplti niscayena, ka'!:_ kämi
10 puru�al;t 1 sampratldäniqi var�äkäle, tani klintamukhani,
11 �iprarrz sighrarp., praslidayati 1 änandam utpädayati 1 �adl69 vi[ = ]
12 sara:r:i.agatyavasadane�u [SV 246,18] II upasargäd anyarthe sakarmakadhä­
tu]J. [SV 389,26-29] .
13 kathaqibhütäni mukhäni 1 ratlti ratau ratisamaye, vibhramo
14 viläsas, tasminn ativa kopitani vakribhütäni 1 vise�e[ = ]
15 Qa bhramayati7° cittam iti vibhrama"f:t 11 vibhramalJ,71 sarrzsaye bhrantau
16 sobhayarrz ceti Vaijayanti [2.2(puqi0).69] 1 jaladal:z meghal;t, svanantal:z sa[ = ]
17 bdaqi kurvantal;t santal;t 1 pathiklin pathikam iti pätho vä,
18 utkafJ{hayanti [[anaqidayaqiti]] 1 meghagame pänthä yatra tatraiva ti�than­
ti 1 ato
19 margagamanädidul;tkhaniväraQe nä < ' > nandayantiti bhaval;t.
76 Ghafakharpara-Gü<f,hadlpika
Ghafakharpara-Gü<f,hadlpika

9.
9.

1 atha vä - utka!Jfhayanti 1 utkaIJ.th < a > [ [ä]]vatal). kurvanti 1 märge gama­


nä[ = ]
2 divyäpäre:Q.ä < ' > nutka:Q.tha eva, punar meghägame sthititvät
3 vyäpärabhäväc ca 1 pänthänärp. gJ"he�ütkaIJ.thä jäyate II tadä
4 tadvanitiisu 1 te�ärp. pathikanärp. vanitäs - täsv, ananto 'päral). sokaf:i 1
5 samudbhavati 1 sam-ud-upasargäbhyäm anyärthe bhü < < D. > > [Vgl.SV 389,
26-29] II asya �oc;lasapa[ = ]
6 däni jfieyäni72 1 aträpi vasantatilakä73 cchandal). 11 - 11 5 11 - 11
7 chiidite dinakarasya bhlivane khaj jale patati sokabhlivane 11
8 manmathe h[di ca hantum74 udyate pro$itapramadayedam udyate II 6 II
9 atha vä - sundarI75 priyaviyogenä < ' > nurägakätarä satI76 meghä[ = ]
10 game ghanän upalabhya, sandesan vak�yati 1 pro$itapramadaya
11 pro�itasya pathikasya pramadä II prakar�eIJ.a madyate puru�o [']naye[ = ]
12 ti pramada. tayä idarrz pürvadarsitarp. vacal). [GhKh 1-5], udyate kathyate II
13 kulakatvät paunarukter na do�al).. kva sati vaca udyate - < < sati > > di­
na[ = ]
14 karasya dinarp. karotiti, tasya bhavane dyutisamühe, bhanarrz dyutinä:rp
15 vanarrz samüharp. - tasmin. syu!J, prabha ruk rucis tvi<f, bha bhas chavi dyuti
16 dlptaya77 ity Amaral;l [1.2.35] 1 chadite sati channe satity arthal) 1 tathä
kha[ = ]
17 d äkäsät 1 kharrz khagendriyanake$V iti Dhara�78 1 jale
18 patati sati 1 kirp.visi�te jale - sokabhavane. sokarp. santäparp.,
19 bhävayati värayati iti 1 yad vä - sokarp. bhävaya < < n > > ti prakäsa­
ya < < n > > ti < II >
78 Ghafakharpara-Gü<f,hadlpika
Ghafakharpara-Gü<f,hadlpika 79

10.
10.
1 pro�itabhartrkanäqi iti sokabhavanal:z 1 ul)ädikatväd yul)pratyayal)..
2 tasmin sokotpädane ity arthal). 1 yamakatväd79 va < ca> [[ba] ]yor na bhe­
dal). 1 baka[ = ]
3 rasthän < a > [e] vakära eva pathaniyal). 1 ity arthal). 1 uktaqi ca Vägbhatä­
la[ = ]
4 Iikäre [1.20ab] 1 yamaka <slokavyaizge$U > {0sle$acitre$U} bavayor <f,alayor na
< s > [[bh}}it 1 punal). kva
5 sati 1 h[di antal)., manmathe kämadeve80, hanturrz ghätayitum udyate I
6 sati 1 mathnätiti mathal). II manomathal). manmathal:z äkftigal).a[ = ]
7 tvät81 sädhul). 1 tasmin. madano manmatho mlira ity Amaral;l [1.1.25] l 82
kalapakarrz
8 caturbhis syat, tadürdhvarrz kulakarrz smrtam83 II saptasu rathoddhatä
cchaqi[[da}).]] - 6 -

9 sarvakiilam avalambya toyadii. ligatlis stha dayito gato yadii. [ 1 ]


10 nirghp:zena paradesasevinii. mlirayi$Jatha hi tena marrz vina 7
1 1 tävan meghaqi prati pro�itapramadopälambhaqi prakatayann84 aha 1
12 bho toyadal:z. yada dayital:z mama priyal). desäntaraqi gatal:z, tadä
13 pürvaqi sarvakalarrz vasantagri�mädikam, avalambya sighraqi tyaktvä,
14 ligatlis stha 1 as< < a > > bhuvi [SV 278,29] 1 madhyamapuru�asya bahuvaca­
näntal).85 yüya[ = ]
15 m iti kartä < 1 > pratyayäd angikftal). 1 akarmakatvät karmäbhäval). H
16 hi niscayena 1 pürvaqi tena priyel).a vinä mäf!l märayfyyatha
17 ghätayi�yatha II vinlidiyoge trtlyäpaiicamyäv api kva[ = ]
1 8 cid vaktavyliv iti kathanäd [vgl. SV 142,22-23] vinäyoge tftiyä H kidfSena
19 priyel).a nirghp:zena nirgatä ghfl).ä < ' > nukampä yasmät, sa - tena.
-
80 Ghafakharpara-Gü4hadlpika
Ghafakharpara-Gacjhadlpikli 81

11.
11.

1 k[pli daylinukampli sylit karuf}yaf!l karu!Jli gh[fJli ity Amara]}. [1.6.18] II


2 gh[fJli krpa86 jugupsli ceti Dharal)il;t [627] II punaD. kathaQlbhüte[ = ]
3 na - parasyänyajanasya desal). paradesalJ, taql. seviturp silarp
4 yasya, sa - tena 1 asyäpi paftcadasäni padäni jfteyäni - 7 -
5 brüta tarrz pathikaplif!lSUlaiz ghanii yüyam eva pathi slghra [ = ]
6 laizghaniilJ, II anyadesaratir adya mucyatiiqz slitha vli tava vadhah ki[ = ]
7 m ucyatiim II 8 II atha sandesän aha II bho ghanli meghä87•
8 yayam eva tarrz priyaQl, brüta katha[[ya]]ta. kidrsaQl - pathikaplif!lsufaf!l
9 p < a > [[ä]]nthän uddharp 1 yad vä 1 pathibhaval). pathikal). 1 samäse kvacid
vi[ = ]
10 bhakt < i > [[ e ]]r aluk II pathikas cäsau päQ1.surei:i.us ca, taQl lati gr[ = ]
11 h:t;i.äti - tarrz88 II atha vä 1 pathikänäql. pärpsuql. lätiti - tarrz 1 rer;ur dvayolJ
12 striylif!l dhali{[/:l plif!lsur nli na dvayo raja/:l]}] ity Amara]}. [2.8.100] II atha
vä 1 p athikanirdayaQl. parrzsulo
13 nirdaye ['}dhame iti Dharal)il;t89 II nanu priyäyä bhartäraql. prati
14 etad väkyam akathaniyaQl. satyarp 1 kopoktitvän na do�aQ. kutra90 ya­ -

yarrz
15 tatra gatäQ santaQ pärpsuniväraQ.aQl, matsandesail). taccittäka[ = ]
16 r�aQ. a:qi ca, kari�yatha ity upakäre kfte bhavatkäyal). prakäsal).
17 kämoddipana:qi91 ca bhavi�yatiti bhävaQ II ukta:qi ca II vibhliti
18 92
kliyalJ karufJliparli!Jlif!l paropakareJJa, na candanenetl [NS 63cd] �

.

19 kathaql.bhütä yayarrz - pathi märge, slghrarrz lalighayanta/:l sighragämina93


20 ity arthal). II
82 Ghatakharpara-Guqhadlpikii
Ghatakharpara-Guqhadlpika 83

12.
12.

1 kvacid atislghralalighana94 ity api samicinal) 1 kirp. brüma[l)] .


2 tad aha - bho pathika 1 adya var�äkäle II tvaya < '> nyadese rati(l, a[ = ]
3 tha va < ' > nyadesaJ?l prati ratir, mucyatli.J?Z tyajyatärp. 1 atha va pak�äntare 1
no
4 cen muflcasi, tarhi sa tava vadhu(l tvayä vä < ' > smäbhil) kiJ?Z puru�ä[ = ]
5 ntaraqi väkyaqi ucyatli.J?Z kathyatäqi iti bhäval) 1 asyä�tädasapadäni - 8 -
6 haJ?lsapanktir api natha samprati prasthita viyati manasa[ = ]
7 m prati II catako [']pi f[$itO [']mbu yiicate du(lkhita pathika
8 sapi yii ca te II 9 II he natha. sampratldänirp. var�äkäle.
9 etarhi sampratldlinlm adhuna samprataJ?Z tatha ity Amaral}. [3.4.24]. haJ?Z­
sa[ = ]
1 0 naJ?l panktir api srer:iy api, viyati äkäse, manasaJ?l mänasä[ = ]
11 khyaqi saral) prati, prasthita pracalitä 1 viyad vi$r;upadaJ?Z va tv95 i[ = ]
12 ty Amaral}. [l.2.2] 1 nanu pfthivyäqi haqisäh kathaqi na kri<;lanti96• tad uk­
taq1 asti
-

13 yady api sarvatra nlraJ?l nlraja[[mar;qitam / ramate na]] maralasya manasaJ?l


[[manasaJ?Z]] vina [SBh 231,4] . cata[ = ]
14 ko [']pi l[$ita(l san. tr�a jätä < ' > syeti tr#ta}J. [[aJ?Zbu jalarp. yacate prärthyate
ca punal). he pathika. sa priyä du(lkhita sati te tava yäcate. vayaqi kathaqi
dadäma < 1) > . atha vä sa te priyä du(lkhitasti]]. ekonavirp.[ = ]
15 satipado [']yaqi - 9 - nllaSü$pam atibhati komaJarri
16
vari vindati hi catako f]malam 1 ambudaiJ:i sikhigar;o
17 viniidyate ka rati}J priya vina mayiidya97 te II 10 II he priya.
1 8 nllas�paJ?l bälatrr:iaqi, atibhati atisobhate98 II nilarp. ca
19 tac cha�paqi ca II tan99 nUüS�paJ?l II karmadhäraya uktal) ubhayapada[ = ]
20 pradhänatvät [SV 152,3] .

[Randglosse:] unmädanas täpanas ca < � > [s]o�ar:ias [s]tamb[h]anas tathä


sammohanas ca kämasya paficabäi:tä}) me snqt < a > [a]I}.
[vgl. TKS 1.1.40]
84 Ghatakharpara-Güqhadipikii
Ghatakharpara-Güqhadipikii 85

1 3.
13.

1 ki:qibhüta:qi sa�paqi - komalarrz mrdu 1 hi niscita:qi. catakas [s}tokaka/;100


2 sam <a > [a} ity Amaral}.101 [2.5.17] 1 amalarrz malavarjita:qi, vari jala:qi, vin­
dati
3 präpnoti 11 vrn ävarai:ie [DhP X 271]102 1 vri:ioty äcchädayati bhümim iti
4 vari II tathä ambudail; meghai}J., sikhigalJ,o mayürasamüha}J.,
5 vinadyate vise�ei:ia sabdäyate 11 i:iada sabde [SV 229,29]1°3 11 he priya.
6 adya (*var�ä-)käle, maya vina, te104 tava, ratil; ka I na käpity105 artha}J. II
7 ratil; kiim a < l; >striyarrz rag < o > [[e}] <sunrte > 106[surate 7pi107 ratil; smr­
t < a > [a} iti DharaJ}il;t [869] II
8 asyä�tädasapadäni108 jfieyäni 11 - 11 10 11 - 11 megha[ = ]
9 sabdamudital; kaliipiflllQ pro#tahrdayüSokaliipiflllQ 11
10 toyadligamakrsa ca siidya te durdh < u > [[a}jrelJ-a madanena siidyate I 1 1 II
11 kaläpo varha:qi 109 vidyate ye�äm iti kalapinal; 1 yad vä karrz -

12 sukha:qi, lapitUl]'l paribhä�ituqi silaqi110 ye�äqi, te [SV 419,5] 1 ka < /; > sab­
da i�tä[ = ]
13 rthaväcakas111 cokta}J. [ ? ]112 1 mayürä meghanlif!l sabdena mudita asan 1
14 yady api kutracic chloke säk�ät kriyä nästi II tathäpi kartu}J.
15 sakäsät kriyä < II > yojya mani�ibhil:i 1 kidrsaI:i kalapina}J. -
16 pro$itanlif!l pathikavanitänäqi hrdaye, sokarrz santäpaqi113, lapi[ = ]
17 tul]'l paribhä�ituqi silaqi114 ye�äqi, te 1 atha vä pro[fitanlil]'l hrdaye
-

18 sokliya lapiturrz silaqi ye�äqi, te 1 yad vä pro$itänäl]'l [[pathikavanitänä:rp)]


-

hrdayarrz
19 sokliya lapitul]'l silaqi ye�äqi, te < 1 > tathoktä}J. 1 ca punar, adya (*asmin)
samaye
86 Ghafakharpara-Gruf.hadlpikii
Ghafakharpara-Gücf,hadlpika 87

14.
14.

1 sa te priyä, madanena kämena, slidyate pic,lyate 1 �adl avasä[ = ]


2 dane [SV 246, 18] 1 karmaQ.i ya1Jratyayät tftiyäntakartä < ' > tra [SV 388,
21] 1 kirpvisi[ = ]
3 �tena madanena durdh < u > [[a]]rer;a soc,lhum asakyena, toyadi:inlirrt me­
-

ghä[ = ]
4 närµ agamal:z, tena krsa durbalä 1 asyaikädasapadäni jfteyani -
5 kirrt krpapi na tavasti115 kiintaya par;cf,ugar;cf,apatitalakii[ = ]
6 ntaya116 11 sokasagarajale ['Jdya piititlürz tvadgur;asmarar;am eva
7 piiti tiim II 12 II punar yüyaqi prabodhayata II he pathika. a[ = ]
8 plti niscaye, tava kirrt krpa, klintaya hetunä, nasti II
9 klintaya117 saha (*kirrt)1 18 nastlti vä 1 n <a > [[a}}dliv [SV 1 19,29] atrlidi­
sabdäd väkyädäv a[ = ]
10 pi t < i > [e]-vas-ädayo119 [SV 118,6-7] na bhavanti [SV 120,6] ity anena120
tavaiva syät.
11 kathaqibhütayä käntaya.121 - par;cj,ugar;cf, <ayo!:z > [[au]] pitakapo-
1 < ayo)) > [[au, tayo))]]
12 patita vilagnä, alakanam antal:z kuntalänäm agraqi yasyä}),
13 sä - tathä II gar;cf, <a > {[au}} kapolav ity Amara]J. [2.6.90] . same kuntalalake
i[ = ]
14 ty Amara1.t122 II na ca kuryat sarrtskrtangan123 ekaver;ldhara yatal) H eka­
va[ = ]
15 sa ve$ahlna haropantavilokinl124 H vratadevlidipujarha
16 vyagra taccintan <lid > [at]anu[l)J H nasanlidisprharrt dhatte pro$ita näyi[ = ]
17 kakrtir125 iti II anyac ca II devatapujanarrt kuryad, deylid bali[ = ]
18 bhuje balim H likhet klintapratikrtln, pafhayec chuka < m > [[s]]ar< a > [i)[ = ]
19 kli/:z 126 H gar;ayed avadhidinarrt12� gltarrt gäyeta d < a > [a]ntikam128 I
evarrtvi [ = ]
88 Ghatakharpara-Gü4hadipikii
Ghatakharpara-Gü<jhadlpika 89

15.
15.

1 dhena nodena nayet kii/af!l viyoginl II adya var�äkäle 1 tava gu [ = ]


2 IJ-iiniif!l smara1J,am eva, tiif!l äturärµ, pati rak�ati 1 kidrsirµ - soka
3 eva sagaral;, tasya ja/af!l [[asrupätarµ]], tasmin patitarrz k� < i > [ e]pitärµ129•
4 130 paftcadasapadäny asya 1 rathoddhatä vrttil;l. 1 ro narau laghugurü
5 rathoddhatä131 iti lak�a1,1arµ 11 - 11 12 11 - 11 punar dinam idarµ
6 väkyarµ prakatayati II - II kusumitakufaje$U kiinaneyu
7 priyarahite$U samutsukiinaneyu II vahati ca kalu$af!l ja/af!l
8 nadiniirrz kim iti ca miif!l samavelqase na dinarrz I 13 I a < < dyä' > > [ = ]
9 smin meghägame, kalu$am äbilarµ. kalU$O [']naccha a < b > [v]ila ity Amaral;l.
[l.9.14] 11
10 jalaf!l päniyarµ nadlniif!l, vahati präpayati132 1 ca punas. t < ärµ > [[varµ]]
miif!l,
11 na samavelqase na 133 vilokayasi iti kif!l. mahadäscaryam134 ity arthal;l. II
12 yady api jalarµ kalu�arµ, tathäpi nadinärµ präpnoti 1 tvam ujjvalo135
13 [']pi mattal;l.136 paränmukha iti bhäval;l. 1 kidrsirµ märµ - dinarrz dul;l.khi-
tärµ,
14 virahavidhurärµ vä. ke�u satsv api na samave/qase II vane�u ku [ = ]
15 sumit[[akufaj]]e$U satsu 1 gahanarrz kiinanam137 ity Amaral;l. [2.4.1] 1 ku­
sumitani saftjä[ = ]
16 takusumäni praphultäni138, kufajani saktäkhyavrk�avise [ = ]
17 �ä1,1i ye�u, te�u. kufajal; sak < t > [rjo vatsako girimall <a > [i]k < al; > [[li]]
18 ity Amaral;l. [2.4.66] II punal;l. priyarahite$u - priyäbhil). rahitä hinä
90 Ghafakharpara-Gü4hadlpika
Ghafakharpara-Gü<jhadlpikä 91

16.
16.

1 ye puru�äs, te�u [[samutsujjkanane$U satsu II samutsukä änanebhyal).139


samutsu [ = ]
2 kananas, te�u. kvacid ämädyarrztasya140 paratvarrz vaktavyam iti [SV 158,21]
11 13 11
3 märge$U meghasafi/ena viniiSitqu kßmo dhanul:z sp[Sati
4 tena vinä siteyu 11 gambhlramegharasitavyathita kadiihaJrz
5 jahyärrz sakhe priyaviyogajüSokadiiham II 14 II kamal:z
6 paficasaral).141, tena bharträ vinä. vinädiyoge tftiyä [SV 142,22-23] 1 dha­
nul:z cäpa111
7 sprsati 1 adhiropa[ya]ti 1 ke�u satsu - märge$u, meghänärrz sali [ = ]
8 lena payodakamalena 1 salilarrz142 kamalarrz jalam ity Amaral;t [ 1.9.3] II
9 vinäSite$U nivrtte�u143, bhagne�u vä, satsu144 1 k1drsa111145 dhanul). - si[ = ]
10 t < l > {{ejj$U / sitiiS tik�l).ä, i$aVal:z pafica bäl).äQ 1 utsädanamadana[ = ]
11 mohanatäqana-ucc < a > [[ä]]tanä yasya, tat [vgl. TKS 1.1.40] II sprsa sparsa­
ne [SV 332, 12], tudäde[ = ]
12 r146 a<c> [t:ilpratyayal). [SV 326,32] . he sakhe. priya[l:z] sakhä mitra < l:z > [rrz]
sahacara iti Dharai;ill}.147•
13 priyasya viyogal;, tasmäj jäto yal). sokas, tasya dähal:z santäpa[ = ]
14 s, ta111 1 gambhirarrz yan megharasitarrz meghagarjitaqi, tena vyathitaharri
15 kadä jahyärrz tyajeya111 1 °häk tyäge < 1 > hvädigal).e sädhyate148 [SV 297,
30] II
16 stanitarrz garjitarrz meghanirgho$e rasitädi cety Amaral;t [1.2.9] II paficada[ = ]
17 sap < ä > [[ a] ]do [']ya111 . vasantatilakä149 vrttil).. aträp i pädäntastharri vika[ = ]
18 Zpenety uktatvät150 dvip < a > [ä]dayo < ' > r antasya � < a > [u]kära[sya]151
na h < y > [[r]] asvatvam 11 - 11 14 -
92 Ghatakharpara-Gü<f,hadlpikii.
Ghatakharpara-Gü<f,hadlpika 93

17.
17.

1 kokillisv anavakokaküjite manmathena sakale [']pi kü jite [ 1 ]


2 nirgato ['}si satha masi miidhave nopayasi sayite ['}dya miidhave 11 15 11
3 he satha / priyarrz vakti puro, [']nyatra152 vipriyarrz kumte bhrsarrz U yuk­
t[[y}}apa[ = ]
4 riidhaCe$fas tu satho [']sau kathito budhaflJ [vgl . ST 27] 1 tvaqi miidhave mii­
si, vaisa[ = ]
5 khe miidhavo riidha153 ity Amaral;l. [1.3.16] 1 nirgato [']si154 1 akarmaka­
tvät karmäbhäva}).155 II
6 kva sati manmathena kämena, sakale sampun:ie [']pi janair156 iti se�al). II
-

7 kü iti pädapüral).e, 'vadhäral).e vä, jite sati. kühakii.ra[ = ]


8 cakii.riidyalJ piidapun:ze prakirtital:z iti Dharal,Ül;l.157• evarp. kü [ = ]
9 s ca tathii nunarrz hi syiid avadharar:ze khalu iti Vaijayanti [?] . saka[ = ]
10 le 158 jane jite ity api pätho 'do�al). II katharp.bhüte mädhave koki[ = ] -

11 leti159 kokilasu [[ sati�u]] anyabhrtasu sati�u, anavamarp. släghyaqi, jirl).arp.


12 vä, kokii.niirrz cakraväkänäqi, küjita < l:z > lrrzl sabdo yatra, tat - tasmin.
13 atha vä kokiliibhil:z hetubhil;l., su [[su]]taräm < ' > anavamas l äghyakoka[ = ]
-

14 küjite160 yatreti. kokilas < c > [v} anava < v > [m}eti161 päthe kokilabhi[ = ]
15 r asu sighraqi, anavamakokaküjitarrz yatreti, tasmin 1 adya meghä [ = ]
16 game, miidhave kr�IJ.e, sayite sati 1 tvarp. nopayasi nägacchasi162 II
17 mäyä la�myä163, dhaval). patil). miidhaval:ztasmin. indirä loka [ = ]
-

18 mäta ma ity Am.aral;l. [1.1.28] . �oqasapado [']yarp.164• aträpi rathoddha­


tä165 cchandal). II 15 II
19 susugandhitaya vane [']jitliniif!l svanadambhodharavätavljiliiniim [ 1 ]
94 Ghatakharpara-Gütf,hadlp ika
Ghatakharpara-Gülf-hadlpika 95
1
18.
18.

1 madanasya krte niketaniiniiJ!l pratibharrzty adya vanani ketaniinim i 16


2 adya var�artau, ketananarrz 166 keta < ka > [[ na]]vr�avise�äJ).ärµ, vanani samü­
hani,
3 pratibhanti atisobhante. bhä diptau [SV 272,8] pra ati upasargau167 [SV
123,23-25] pra agre ati.
4 ha < s > [l]äder ity [SV 21,10] akäralopal), svarahlnarrz [pare!Ja sarrzyojyarri]
[SV 16,24], yad vä yasya lopal:z [SV 127,29; 128, 7;16-22]. atha vä keci[ = ]
5 t praty upasarga eva vadanti. katharµbhütänärµ ketananarri - vane käna­
.
ne168 '1itanam
' .

6 präptänärµ. aja gatau [SV 234,1 ]. vanaväsinäm ity arthal). svanantiti svanan-
tal;, sabdarµ
7 kurvantal) ye 'mbhodhara meghäs, tadvatena vljitah kampitäs, te�ärµ. tathä
8 madanasya kämadevasya, krte nimitte, nimittat kariiia <sarrz >yoge [ca sapta­
ml vaktavya] [SV 148,5]]. nike[ = ]
9 tananarrz grhäJ).ärµ. kayä - su su�thu, sugandho yasyasau susugandhis, tasya
10 bhäval}. [vgl. SV 187,12-25] - taya. asya slokasyaikädasapadäni - 16 tat -

sadhu
11 yat tvarrz sutararri sasarja prajapatil:z kamanivasa sarja [ 1 ] tvarri maiijarl[ = ]
12
bhil:z pravaro vaniiniiJ!l netrotsavciS169 clisi sayauvaniiniim 17 atha
13 kämärtä sutarün aha II he kamanivlisa. kämasya niväso yasmin, sa.
14 tasya sambodhanarµ. punal) - he sarja sälataro < < 1) > > . < s > [s]ale170
< n > [[t]]u sarjak[arfyasvakan:zak]ety AmaraJ;i [2.4.44] II
15 prajapatir brahmä yat tvarrz sutararrz atisayena, sasarja sr.jati171 sma, tat sa­
dhu
16 hitarµ. sutarum iti vä172 päthal). atra [[dvitiya]]vise�al).arp - tvarrz maiijarl­
bhil:z kftvä,
17 vananarrz samühänärµ, känanänärµ173 vä madhye, pravaro f1si. ca punal}.,
sayauva[ = ]
18 nanarri purµsärµ, stril).ärµ vä, netrotsaval:z netränandadäyakaJ:.i asi174 1 asya
19 slokasya sapt < ä > [[ a]]dasapadäni. indravajrä vrttil}. - 17 - nava [ = ]
20 kadamba siro[']vanatlismi te vasati te madanal; kusumasmite [ 1 ] ku/aja
96 Ghatakharpara-Gü4hadlpikä
Ghatakharpara-Gucfhadlpikä 97
1!

19.
19.

1 kirrz kusumair upahiisyate pra1:i < a > [i] <y > [p]atami sudusprasahasya
. 175 te
18 11
11
2 ,
176 he n�vakadamba. navas casau kadambas ca, tatsambodhanam. pratya - ·

gro [ ,']bhmavo177 navyo


3 �avl?o nutano naval:z ity Amaral;t [3.1.78] . aha:rµ te tubhya:rµ, siro[']vanatas­
.
mz118 sirasä < ' > [ = ]
� vanatä namribhütä. vinateti päthe vise�el)a natäsmity arthal_i179• hetum
a ha -
5 n:zadanal:z kämal_i, te tava, kusumasmite180 kusuma eva i�addhäsya:rµ - tas­
m1n, va[ = ]
6 s tl•181 mvasa:rµ k aroti.. he kutaja. te kusumail:z kim upahäsyate, sapuspaih
• -


7 ki:rµ prahasyate, häsa:rµ kriyate. has<a>[eJ hasane [Dh I 757; SV?]. �ha� te ·

tubhya:rµ, praQayatami ( ! )
8 pral)äma:qi karomi. katha:rµbhütasya te [[tava]] - sudu$prasahasya. kämälaya­
tvät
:0 p�iya�a�itatv�t sutarä:qi durdd?aras�eti navakadambavise�al)am I
vzrahzQam atzdu$prasahasya te 1ty ap1 pätho • [']sti 1 kutaio
'J ['l.1ni
r
. . . 2
11 kada"!bake 111 kec1t18 [?]. asya slokasya paiicadasapadäni. drutavi[ = ]
.

12 lamb1tas chandal_i. drutavilambitam äha nabhau bharäv iti Iaksanam . . . 183


1 18 1
t l natasmz·184 te sadiiham hrdayam me prakarosi kim sadli-
13 taruvara v < a > [Fjj -

• 0 • • •

harri II
14 tava kusumam udllcyya185 capade {']ham visrieyam
oJ ·
sahasaiva nlna
r•
deham
1 19 1
15 h e taruvara, taru�u varal_i, tatsambodhana:qi. yad vä - tarünäm. madhye va-
.

ral:z sre�thal.i [[tatsa:qibodhana:rµ]] .


16 varah. sre$t
, h e186 tn$U, kl-b

z < e > [[arrzjj manakpriya 187 ity Amarah [3.3.173]. ·

aharrz sada vinatasmi


.
17 VIse�el)a namrasmi. tva:qi me mama, hr,dayam sadaham dähayuktam kim

, -

· · · · ·

ka[ = ]
18 smät, prakaro$i. cittarrz tu ceto hrdayam ity Amaral;t [ l .3.31]. yad vä - mama
hrdayarrz
19 sadaharrz prakaro$i iti kürz. mahadäscaryam188 ity arthal.i 1 he nlpa, he
ka[ = ]
20 damba 1 kadambam ahu/:z189 siddhyarthe nlpe caiva kadamabake iti V:iS­
va1}190 I
21 aharrz sahasaiva sighram eva, deharrz visrjey
arrz j ahyä:rµ. ki:qi lqtvä -
98 Ghatakharpara-Gürjhadlpika
Ghatakharpara-Gürjhadipika 99
1
20.
20.

1 te tava, kusumarrz pu�paqi, ca apade191 äpannimittäya utthitaqi, vllcyya


2 dr�tvä, pu�pajaqi tväqi vik�ya, mamä < ' > nyapuru�ecchä192 bhavi�yatiti
bhäval.i 1
3 uktaqi ca II pu$paib kamo hi padyate iti. [kusuma][[m udllcya tapadeham
iti päthe tava kusumaqi udik�ya täpasaqiyuktadehaqi visrjeyam ity arthalJ.]] .
dvä�qisatip < ä > [[a]]do [']sau 11 19 II
4 kusumair upC1Sobhitarrz sitai"/;l ghanamuktambulavaprabhasitai"/;l [ 1 ] ma[ = ]
5 dhunab samav < l > [[e]]lcya kiilatiirrz bhramara5 cumbatiyüth < a > [i]kii1atiim
11 20 II
6 bhramu calane [SV 250,21 ] . 5atrpratyaya1J., numägamalJ., bhraman san [SV
430,26-29] atisayena
7 rauti iti, nämni ca [SV 406,30], svarahlnarrz [parer:ia sarrzyojyarrz] [SV 16,24].
atra van:iasya nakärasya näsalJ., bhra[ = ]
8 mara"f:t. yüth < a > [i)kalatarrz193 - yütha(!)ka194 vrk�avalli, cumbati195 ji­
ghrati II
9 kiqi kftvä - madhunab vasantasya, caittrasya vä. madhu madye, madhu
�audre, madhu
10 pu$parase vidub / madhu caittre196, madhuS caittre, madhuko [']pi madhu
smrta"f:t191 11
11 kalatärrz näsatäqi samavelcya 1 samaye ca nase kalab klnase
12 käla ity api Amaral;l198• samavelcya samyag jifätvä. kidfsiqi latiirrz - ku[ = ]
13 sumaib pu�pair, upC1Sobhitarrz rama1:liyäqi 1 kidrsail.i kusumaib - sitai"I;
14 svetai]J. I punal.i kidrsailJ. 1 ghanair meghair, mukta ye [')mbulavii jalaka[ = ]
15 i.:ias199, tai]J., prabhasitäni sobhitäni, tai]J.. dasapadäny asya. aträpi
16 mohanamantras chanda]J. II 20 II etan nisamya virahänala [ = ]
17 pü!ftiiyiis tasya vacab khalu dayalur apü!ftiiyiil;i200 [ 1 ] sä[ = ]
18 dhvlbhir evam uditarrz jaladair amoghai."/;l pratyayayau sadanam üna[ = ]
19 dinair amoghai."/;l 21 khalu niscayena dayalur api sa puru[ = ]
20 �o pi,
100 Ghafakharpara-Gü<f,hadlpika
Gha(akharpara-Gü<f,hadlpika 101

21.
21.

1 amoghail:z saphalai < lJ > r ünadinair < ' > alpadinai}J, sadanarrz grhaqi, prat­
ya < ' > [ = ]
2 yayau 201 äjagämety artha}J 1 kiqi lqtvä tasya]:z priyäyä}J, etat pü[ = ]
-

3 rvoktaqi vaco, nisamyailgilqtya202 1 srutvety artha}J 1 kiqibhütaqi amo­ -

ghais saphalai}J,
4 jaladair meghai}J, slidhvlbhis sakhibhis ca lqtvä203, evam uditarrz vadi[ = ]
5 tarn ity artha}J II kiqivisi�täyä}J viraheti. virahäd utpanno yo
6 [']nala]:z 204 pävaka}J, krsa < fJ > [n]ul:z pavako ['}nala ity Amaral;l [l.1.55], te­
na pl4i[ = ]
7 taya]:z du}J.khitäyä}J.. yad vä - viraha ev < ' > analas205, tena pl4itiiya]:z.
8 puna}J. kidrsyä}J. l4itaya]:z. Ic;lyate stüyate bhartä aneneti206, tasyä}J..
-

9 �apratyay < e > [a i]t < a > ca207 [vgl. SV 286,19-20]. ekonaviqisatipado
[']yam 1 etan nisamyetyäditri�u
10 vasantatilakä cchanda}J208 II 21 II tasam rtu/:l saphala eva
11 hi ya dineyu.209 sendriiyudhambudharagarjitadurdineyu [ 1 ] ratyutsavarrz pri[ = ]
12 yatamail:z saha miinayanti meghagame priyasakhls ca samiinayanti210 II 22 II
13 hi niscayena. ya]:z striya}J.211, sendriiyudhambudharagarjitadurdine$U
14 indräyudhena saha vartate sendriiyudha, etadrso 'mbudharas, tasya garjitena
15 durdine$U. priyatamai/:l saha ratyutsavarrz manayanti212 kurvanti. tasarri stri-
1,1äqi,
16 rtul:z var�äkäla}J. saphala eva iti. [[cakärät meghagame ye puqisa}J. priyasakhz/:l
samanayarrzti anubhavaqiti, te�äm api rtul:z saphala eva iti se�a}J.]] . �oc;lasapado
[']yam 11 22 11
17 alabhya cambu l[$ita/:l karakoiapeyQTfl bhavanuraktavanitasu [ = ]
18 rataiJ:z213 sapeyam [ 1 ] jl)'eya yena kavina yamakail:z parel)tl
19 tasmai vaheyam udakarrz gha(akharpare�14 II 23 I atha kavi}J.
20 kävyakäthinyäd ätmagarvaqi215 prakatayan sapathayati yena parefJa [ = ]
-

21 nyena kavina,
102 Ghatakharpara-Gucf,hadipikii
Ghatakharpara-Gucf,hadlpikii 103

22.
22.

1 madadhikenety arthal,1 1 aha:rp yamakai/:l slokail,1 lqtvä, jiyeya slokä[ = ]


2 rthavyäkhyänenaiva216 jital,1. ji jaye [SV 240,21] lini uttamapuru�aika[ = ]
3 vacana iyavibhaktis217 cagre, karmaQ.i yak dirghas ca, k < i > [a]tväd218
gu[ = ]
4 Q.aprati�edhal,1 [SV 388,2-3], akär < ai > [[e]]kärayor < ai > [[e]]tva:rp, jlyeyeti
siddham219 • aharp.
5 na kevalarp. jita, api tu aharp tasmai kavaye, udakarrz jalarp, va[ = ]
6 heyarrz220 upaqhaukayämity arthal,1 11 vaha prapaQ.e [SV 228,31] 1 yiim iyarrz
[SV 211,21] etvarp.221 ca.
7 kena ghatakharparer;a kumbhärdhabhägena 1 kirp. lqtvä 1 tf$itas san II
-

8 ambu < 'ä > [[ a]]mbhal,1 [ [iilabhya]] präpyety arthal,1 II t[$ito [']pi, ghatakhar­
parer;a tasmai < II >
9 jalam < ' > ädäya, pascät svayarp222 pibämiti käthinyarp 1 alpamätra:rp < 1 >
10 jalarp. dravai:iavase�arp.223 änayi�yasiti cet224, taträha II kirpbhütarp. < 1 >
11 ambu225 - karakosapeyarrz. karakosena hastapätrel).a. kosas tu ku <t > f41-
ma[ = ]
12 le226 piitre (!) iti Yädaval}.227 1 peyarrz piyate iti [peyam], l[c] ciita[J:z] [SV
45 1,32], anena ya[ = ]
13 pratyaya[s] syäd, iikiirasya c <o > [[e}}kiiral:z [SV 45 1,32]. aftjalirp. pürya228
j alarp. pibet229 II
14 idrsam230 < ' > änayeyarp., na tv alpam iti bhäval,1 II yadi no < ' > paqhauka­
yä[ = ]
15 mi < II > tadäharp., bhaveniinuraktii231 yä vanitii yo�it, tasyäl,1 sura [ = ]
16 tani sambhogani - tail,1, sapeyarrz sapatharp. kuryärp. 11 sapanarrz sapathaJ:z
1 1 puman ity Amaral}. [1.5 .9] 11 i�tasya hi sapathal,1 kriyate. atal,1 Sri[ = 1
18 kälidäsasya bhiivanuraktavanitiisuratam eve�tam iti jftäyate232 II 23 �
19 ätmabuddhyanusärel).a pkeyarp kalpitä mayä II kavi233Srikä[ = 1
20 1 < a > [[i]]däsasyäSay < arp. > [o] 234 naiva prakasyate II pätharp vinä. mayä
pkä padyänärp.
104 Ghatakharpara-Gülf,hadlpika
Ghafakharpara-Gücj,hadlpika 105

23.
23.

1 dvisatäni ca235 II nirmitä bhümidevänäqi vrndaqi natvä gurün236 api II


2 �mailkaraprapautrel)a Paii.ktovarp.Sodbhavena237 ca 1 Bäl�.Q.asya pu­
treJ).a 1
3 Ku8aläkhyena dhimatä II 3 II yugmaqi II Sripatir jyoti�äqi madhye yo
4 [']bhüc chre�tho hi sarmabhäk 11 tasya pautre1fa tikeyaqi lqtä sre�thäti[ = ]
5 bhävadä II 4 atibhavada < ' > tijfiänadä II bhädrake vä238 sitä�tamyä[ = ]
6 m indurk�e cädyayogake II nägavedäcaläbje [1748] tu cäbde239 [']bhüd Gü­
Qhadipikä 11 5 I
7 iti Srimacchrimahäkavikälidäsalqtaghatakharparopari
8 Ku8alamiSraviracitä Güghadipikä samäptä II saqivat 72240 1
9 241a�ä9ha vati 12 päriteyaqi mayä Räjänänandaräme.Q.eti subham
oqi II - II
Noten zum Text 107

2.1. Noten zum Text

1. Fehl t b e i N .

2. Die Legende von Kälidäsas Aufenthalt am Hofe König Bhoj as in Ballälas


Bhojaprabandha. Vgl. Gray 1950: 28ff.
3. N athä0•
4. N täm.
5. N varl)ayatu0•
6. N prati abravit.
7. N °sa:qibandho.

8. Vgl. Da1)9in, Kävyädarsa 1.14ab: sargabandho mahliklivyam ucyate tasya


la/cya!Jam 1 . Vgl. ferner Nobel 1925: 140ff.
9. N °äcäräQ. Vgl. MBhä� (ad Päl).1.3.1) K. 1 :253,5-6: mangallidlni mangala­
madhyani mangallintlini hi slistrli!Ji prathante.
10. N °cite.
11. N upetyädi.
12. Ausführung fehlt.
13. Zur gleichen Diskussion vgl. TSD 1,12-15.
14. Ergänzung nicht ausgeführt.

15. N gibt den Abschnitt 36-8 unserer Handschrift an dieser Stelle modifiziert
wieder: näpy anyasmäd api iti [29] pa�asya kavibhir upe� < a > [i] tatvät sar­
vaträpi niyatena tadanupapatter eva vilokyamänatvät.

16. N tac cä0•


17. N vivi0 •

18. Vgl. Da1)9in, Kävyädarsa 1.14cd: aslr namaskriyli vastunirdeso vlipi tanmu­
kham 1 1 .
108 Noten zum Text Noten zum Text 109

1 9. N: Vgl. Note zu 2 16• 37. Dies Versmaß nur unter anderen Namen bekannt, vgl. zu diesen Hahn
1971: 216 ad VMS 131.
20. N meghä.
38. N ädime grame.
21. N uktä.
39. Fehlt bei N.
22. N kunda0•
40. Fehlt bei N.
23. Fehlt bei N.
41. IJ,ad avyakte sabde.
24. N nihita:rµ.
25. N kunda0 dvitiya sa:rpbadhyate. 42. N nadantititi nadantäl). aprakäsasabda:rp.
43. N meghägame tu.
26. N nihita:rµ.
44. N na kevalam < a > ca:rµdrava:rpti punar ...
27. Vgl. Har�akirti, S N 59: likliSam ... 1 kham ... 1 1
45. Fehlt bei N.
28. N °rthya:rµ bhavaty ato.
46. Fehlt bei N.
29. N yoge ki[Ql]cit.
47. N i�tal)..
30. Vgl. Mbh ad Päl). 2.3.28 (Värtt.1): paficamividhane ycflope karma1J,y upa­
saf{lkhyanam ... prlisadam aruhya prelcyate [ =] priislidiit pre/cyate. 48. N tatäjäs.
Vgl. auch SV 147,32-33: "yct'lope karma1Jy adhikara1Je ca paficamt vaktavya 1 1
harmylit pre�ate [ = ] harmyam aruhya prelcyata ity arthafl. 49. N °sevitära:rp arddhal)..

31. Fehlt bei N. 50. N nabho meghair.

32. N api niscaye. 5 1 . Zur Bedeutungsmodifizierung von Wurzeln durch Präverbien vgl. SV
389,26-29.
33. N ravicandrau ravis ca ...
52. N präpty0•
34. Fehlt bei N, vgl. vorangehende FN.
53. N sile.
35. Die Zählung der Wörter dient vermutlich dazu, die bei Yamakas durch­
zuführende, richtige Worttrennung am Ende der Pädas sicherzustellen. 54. N atpädite.

36. Unklar. Gemäß der von Kusala befolgten Praxis der Wortzählung dürfte 55. N dharantiti.
g�meint sein, daß in einem Kunstgedicht die Wörter eines Kompositums
rucht getrennt zu zählen sind. Kusala zählt stets ein Kompositum als ein 56. Vgl. 1 15 und 154, wo vrtti in der Bedeutung von vrtta auftritt.
'Y.Rrt. N kävyaliip ä ca cheditäni Iryyärüpä vä (?). 57. N tallak�al).a:rp vasanta0•••
1 10 Noten zum Text Noten zum Text 111

58. N tabhajäs tato gü. Mit Kedärabhatta ist für die ersten zwei fehlenden 80. N manmathena kämadevena.
Silben wohl ukta zu ergänzen (Brieft. Mitteilung M.Hahn, 1.4. 1992).
81. Vgl. Padacandrikä des Räyamukuta ad Amara 1.1.20 (Ed. K.K.Dutta,
59. N praty. Calcutta 1966) : mano mathnati iti manmatha/:l / P[$Odaradil:z / /. Der gal).a
pf$Odaradi wird bereits im Mbhä� ad PäIJ. 6.3.109 als äkftigal).a angesehen
60. N sayeja. (G.Cardona an A.Wezler, 15 .9.1991).
61. Fehlt bei N. 82. N kulakatp. käläpaka1p..
62. N °adayo. 83. Vgl. dazu Lienhard 1984:66-67 (dort irrtümlich stets kapäla0!).
63. Fehlt bei N. 84. N prakatann.
64. N bhogino yogino. 85. N ätp.ttatä.
65. N bhoti ity. 86. N kfpä ghfIJ.ä.
66. N tad. 87. Fehlt bei N.
67. N tadrsyaQ.. 88. Fehlt bei N.
68. Fehlt bei N. 89. Dharal).ikosa 2374: parrzsulo harakha{Vange.
69. N kha0 • 90. N ki1p. tu.
70. N vise�e na bhrayati. 91. N kämo dipana1p..
71. Fehlt bei N. 92. = Kosambi 1948, NS 54cd.
72. Fehlt bei N. 93. N °yanta iti sighrakälagäminaQ..
73. N °tilaka. 94. N iti sighra0•
74. N manmathena hrdi hantum.
0 95 . N nabha.
75. N °dari�u. 96. N °qayanti.
76. N sati. 97. N mayä vinädya.
77 . N °tayä. 98. N sobhate.
78. D haraIJ.ikosa 251: kharrz vyomendriyaloke$u. 99. Fehlt bei N.
79. N yamakala0• 100. N sto rasaQ..
112 Noten zum Text Noten zum Text 1 13

101. Amarakosa 2.5.17: stokakaS ciitakal:z samii/:z. 123. N °äilkän.

102. SV 216,9-10: sa111°; SV 443,23: acchadane. 124. N °opäntivi0•

103. Vgl. oben 59• 125 . N pro�itänäm api kä0 •

104. Fehlt bei N. 126. N chubhakasärakäl}..

105. N na 'pity. 127. N avadhi111 dina.

106. N sunrte. 0
128. N gayetta dankita111 .

107. N ca. 129. N patito �ipita111 .

108. N °pädani. 130. N padäti 15.

109. N kalapo varho. 131. N °oddhitta.

1 10. N sala111 . 132. N präpadyati.

111. N drstärtha0•
0 • •
133. Fehlt bei N.

1 12. Vgl. Haläyudha: kaSabdal:z sukhaviiyvambubrahmamastakaviicakal:z (ARM 134. N °carye.


5.61cd).
135 . N ujjalo.
1 13. N satapa111. 1 13.
136. N matal}..
1 14. N sala111 .
137. N kananam vana111 vä.
1 15. N tava nästi.
138. N °taQ. ku0 praphulta täni.
1 16. N °gai:i.c;lapatijala0•
139. N ananebhyal}. samutsukäl}..
117. hetuna bis käntaya fehlt bei N.
140. N amädy etasya.
1 18. Fehlt bei N.
141 . N °saral}..
119. N anadäv api vasadayo.
142. N °lile.
120. Ms Raum ausgespart für ca. 8 Ak�aras. N keine Aussparung.
143. N °vrtesu.
l.
0 •

N °bhütäyä käntäyä.
144. N satsu va.
'.l\marakosa 2.6.96: alakä.S cü17Jakuntaliil:z.
145 . N k1drsya.
1 14 Noten zum Text Noten zum Text 1 15

146. N tutäder. 167. N °rgo.


147. Dharal).ikosa 247: sakha mitrarrz sahaye ca pramukha5 ciidimukhyayol:z. 168. Fehlt bei N.

148. N °yati. 169. N vanäno tetrot0•

149. N °ka. 170. N sale.


150. = Srutabodha 2, nach der Ausgabe: Srutabodha-Vp:taratnäkarau 171. N °jiti.
granthau srikälidäsa-sribhattakedäraviracitau. Publ. with Skt. com1:11 .s.
. 172. Fehlt bei N.
Bombay s.1947 (Briefl. Mitteilung A.Aklujkar, 8. 1 1.1991; mir mcht
zugänglich).
173. N känanärp..
151. N �akäsya. 174. Fehlt bei N.
152. N nyan na. 175. N °häsya.
153. N vaisäkho ... radha. 176. N tra he.
154. Fehlt bei N. 177. N 'bhinavyo navino ...
155. N °tväd akarmakabhäval). 178. N 'vanatä.
156. N jane. 179. N natäsmi.
157. Dharal).ikosa 2985 : ha syat sarrzbodhane padapüra1Je 'navyayarrz sive.
180. N kusumä0•
158. N jale jane. 181. N sati.
159. Fehlt bei N. 182. N karp.cit.
160. N °kokaka0• 183. N bharau. Gemäß brieft. Mitteilung von M.Hahn (1.4. 1992) findet sich
161. N cänava0• diese Definition als offensichtliches Allgemeingut der Verfasser von
Chandal)sästras gleichlautend auch bei Jayadeva (6.30), Jayakirti (2.123, mit
162. N na gaküsi. atra statt aha), Ratnäkarasänti (2.35), Kedärabhaga (3.48) und Gangädäsa
(2.12. 10). Vgl. zu diesen Autoren Hahn 1971: 67-72.
163. N la�mä.
184. N °nitä0•
164. Fehlt bei N.
185. N udik�a.
165. N °oddhato.
186. N sre�thal).
166 . N ketamäno.
187. N °priyam.
r

1 16 Noten zum Text Noten zum Text 117

188. N °carya. 207. N tac.

189. N °dambatä0• 208. N °ndäl)..


190. Visvaprakasakosa (lithographierte) Ausiabe im Satkosasarp.graha (Käsi, 209. N di�u.
sarp.vat 1930), S.62, sowie die Ausgabe von Silaskandha Sthavira und Ratna
Gopäla Bhaga [Chowkhamba Sanskrit Ser.160 & 168], Benares 191 1, lesen 210. N saimä0•
dagegen: kadambam ahuJ:i siddharthe nlpe 'pi nikurambake 1 (XXII 7 ab).
(Brieft. Mitteilung C.Vogel, 3.5.1991). 211. N °yäQ..
212. N °yati.
191. N apa0•
213. N °vatitäsara0
192. N °ecchayä.
214. N udake varava-parel).a.
193. N °lato.
215. N °vargarp..
194. N °käla.
216. N °vyäkhyänaiva.
195. N °vallirp. irp.darp.vati.
217. Zur Optativbildung vgl. SV 210,29-21 1,24.
196. N mai0•
197. DharaJ)ikosa 1300: madhu madye ca k$audre ca madhu pU,$parase jale / 218. N krtvä.
0

madhu5 caitre madhuke tu madhur daityavasantayoJ:i U 219. N jiyeya siddham.


198. Amara}).: Fehlt bei N. Vgl. zum Zitat Vaijayanti 1.1.35ab: kalaJ:i krtantaS 220. N vaheye.
samanaJ:i kinaso dak$b:ziidhipal; 1 DharaJ)ikosa 2449: kalo yame mahakale
mrtyau samayak[$1JayoJ:i 1 221. N °tve.

199. N °mas. 222. N °ye.

200. N °tayäQ.. 223. N sravaJ)ävise0•

201. N prati ä.0• 224. N änayi�yasi cet.

202. N nisasyä.0• 225. N arp.�u.


203. Fehlt bei N. 226. N kudäle.
204. N 'nilal).. 227. Vaijayanti 2. l(nänälinga0).15: koso 'strl kucf.male divye siistre 'rthaughe
grhe tanau.
205. N eva nalas.
228. N °rja.
lö6. N anayeti.
118 Noten zum Te.xt

229. N pi�ed.

230. N 1drsyam.
231. N bhävanä0•
232. N sayate.

233. N °vel)..

234. N °asaya.

235. N °satä.

236. N ca tadgurünn.

237. N parp.lqvarp.0•

238. N bhädreka vau.

239. N °acastätve nu cäcche.

240. N 19.11.
241 . Fehlt bei N.