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Dampfzug «Mocanita»: Eisenbahnromantik in Rumänien


Wenn Fremde durch die Straßen des nordrumänischen Ortes Viseu de Sus laufen, kann es aus Sicht der
Einheimischen dafür nur einen Grund geben: Die Besucher wollen eine Ausflugsfahrt mit der «Mocanita» genannten
Schmalspurbahn unternehmen.

Die Dampf- und Diesellokzüge sind das einzige Verkehrsmittel im rauen Tal der Vaser, die durch die Berge im
abgelegenem Bezirk Maramures in Nord-Rumänien fließt. «Ohne die 'Mocanita' wären Hunderte von Menschen vom
Rest der Welt abgeschnitten», sagt Daniel Andreica von der Bahngesellschaft CFF - es sei denn, sie gingen zu Fuß
oder bewegten sich zu Pferde.

Das Vaser-Tal beginnt nahe Viseu de Sus und verläuft in östlicher Richtung etwa 35 Kilometer lang parallel zu
Rumäniens Nordgrenze mit der Ukraine. Steile, dicht bewaldete Hügel erheben sich an beiden Ufern. Es gibt hier
keine Straßen, und Lawinen und Überflutungen blockieren immer wieder die bestehenden Fußwege und
Holzfällerpfade. Auch die Bahnstrecke ist davon manchmal betroffen: Heftiger Regen unterspülte die Gleise im Juli
2008 während einer Ausflugsfahrt, und 220 Touristen mussten zwei Nächte lang im Vaser-Tal bleiben, bevor sie von
Mitarbeitern der Bahngesellschaft gerettet wurden.

Die ersten Gleise für die «Mocanita» wurden 1933 verlegt, als die rumänische Regierung die Maramures-Region
wirtschaftlich entwickeln wollte - das Material für die Strecke stammte zum Teil sogar aus den 1880er Jahren. Zuvor
hatte die Gegend nur wenig Kontakt mit dem Rest des Landes. Bis zur Revolution 1989 wurde das Streckennetz
staatlich betrieben. Als Rumänien 2007 der Europäischen Union beitrat, hätte das Totenglöckchen für die
Schmalspurbahn läuten können, denn die Holzindustrie in den Bergen stand nun in Konkurrenz mit modernen
Betrieben, insbesondere in Skandinavien. Doch die kleine Bahnlinie überlebte - und befährt das ganze Jahr hindurch
noch 42 Kilometer des einst mehr als 1000 Kilometer langen Streckennetzes.

Noch immer sind die Züge vorrangig für die Holzindustrie unterwegs - an sechs Tagen in der Woche und jeweils mit
einem angehängten Passagierwaggon. Im Sommer aber fahren auch reine Passagierzüge, immer gezogen von einer
Dampflok. Die Waggons sind überdacht, aber sonst offen, so dass die Fahrgäste dem Rauch und Ruß der
Lokomotive ausgesetzt sind - Eisenbahnromantik auf eine ganz spezielle Art. Im Schnitt schnaufen die Züge mit 10
Stundenkilometern (km/h) durch das Tal, die offizielle Spitzengeschwindigkeit sind gerade mal 21 km/h. Nach
CFF-Angaben fahren im Hochsommer bis zu 400 Touristen am Tag mit der «Mocanita». Fast alle bleiben für
mindestens eine Nacht am Ort.

Seit einigen Jahren engagiert sich ein Förderverein in der Schweiz für die «Wassertalbahn», wie sie auch genannt
wird. Die Bahnfans wollen, dass es in Nord-Rumänien mit der «Mocanita» weitergeht - mit regelmäßigen Stopps
unterwegs, um Wasser für die Dampflok zu tanken, und sogar regelmäßigen Entgleisungen. Auf die ist das Personal
stets vorbereitet - und bessert die Schäden gleich an Ort und Stelle aus.

(DPA)

02.07.2010 10:59 Uhr

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