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1.

Geografische lage
Niedersachsen hat im Norden eine natürliche Begrenzung durch die Nordsee und den Unterlauf und unteren
Mittellauf der Elbe. Ausgenommen von dieser Einordnung sind das Amt Neuhaus, welches nordöstlich des
Flusses liegt, und die südelbischen Teile Hamburgs. Als Enklave vom Landesgebiet umgeben ist das aus den
Städten Bremen und Bremerhaven bestehende Land Bremen, das zusammen mit der Umgebung die
Metropolregion Nordwest bildet. Im Südosten verläuft die Landesgrenze durch das Mittelgebirge des
Harzes. Der Nordosten und der Westen – insgesamt rund drei Viertel der Landesfläche – gehören zur
Norddeutschen Tiefebene, der Süden zum Niedersächsischen Bergland mit dem Weserbergland,
Leinebergland, Schaumburger Land, Braunschweiger Land, Untereichsfeld, Elm und Lappwald. Im
Nordosten Niedersachsens liegen die Lüneburger Heide und das von der Stader Geest dominierte Elbe-
Weser-Dreieck.Während dort ärmere Sandböden der Geest vorherrschen, finden sich im mittleren Osten und
Südosten in der Lössbördenzone ertragreiche Böden mit hoher natürlicher Fruchtbarkeit. Unter diesen
Voraussetzungen (lehm- und sandhaltige Böden) gilt das Land landwirtschaftlich als gut erschlossen. Im
Westen liegen die Grafschaft Bentheim, das Osnabrücker Land, das Emsland, das Oldenburger Land, das
Ammerland, das Oldenburger Münsterland und – an der Küste – Ostfriesland.

2. Geographische charakteristiken
Flüsse

Alle Flüsse in Niedersachsen fließen direkt oder indirekt in die Nordsee. Man unterscheidet die drei
Einzugsgebiete von Ems, Weser und Elbe. Lediglich die Flüsse Vechte, Harle, Jade und Maade sowie einige
weitere Marschengewässer, die direkt in die Nordsee entwässern, gehören keinem der vorgenannten
Einzugsgebiete an.

Flüsse und Kanäle Länge davon schiffbar


Weser 353 km 353 km
Leine 247 km 112 km
Ems 241 km 212 km
Elbe 238 km 238 km
Aller 205 km 117 km
Mittellandkanal 195 km 195 km
Hunte 189 km 189 km
Dortmund-Ems-Kanal 147 km 147 km
Elbe-Seiten-Kanal 115 km 115 km

Seen

Niedersachsen ist reich an natürlichen Seen, die in der Regel nur eine geringe durchschnittliche Tiefe haben.
Der größte See ist das Steinhuder Meer mit einer Fläche von 29,1 km², gefolgt vom Dümmer mit 13,5 km²
und dem Zwischenahner Meer mit 5,5 km². Viertgrößter See ist das Große Meer in Ostfriesland mit 2,89
km².

Talsperren

In Niedersachsen gibt es 86 Talsperren, die vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft,


Küsten- und Naturschutz (NLWKN) überwacht werden. In dieser Gesamtzahl sind gemäß der
Talsperrendefinition auch etwa 30 Oberharzer Stauteiche der Oberharzer Teiche enthalten, die einen
wesentlichen Teil des Oberharzer Wasserregals darstellen. Das Oberharzer Wasserregal gilt als das weltweit
bedeutendste vorindustrielle Wasserwirtschaftssystem des Bergbaus und wurde 2010 zum UNESCO-
Weltkulturerbe erklärt.

Die meisten niedersächsischen Talsperren befinden sich im Harz, der zu den niederschlagsreichsten
Gegenden in Deutschland zählt. 78 Talsperren befinden sich in den Gewässereinzugsgebieten von Oker,
Innerste, Rhume, Leine und Aller. In den Gewässereinzugsgebieten von Ems, Hase und Hunte gibt es fünf
Sperren, im Bereich der Ilmenau liegen zwei Sperren, nur eine Talsperre existiert im niedersächsischen
Gewässereinzugsgebiet der Weser. Die Talsperren werden sowohl für die Trinkwassergewinnung, als auch
für den Hochwasserschutz genutzt.Die größte Talsperre in Niedersachsen ist die Okertalsperre mit einem
Speichervolumen von 47,4 Millionen Kubikmeter. Die älteste Talsperre ist die Thülsfelder Talsperre im
Landkreis Cloppenburg, die von 1924 bis 1927 errichtet wurde.

Berge

Der höchste Berg Niedersachsens ist der Wurmberg im Harz mit 971 m ü. . Die meisten Berge und Hügel
sind im Südosten des Landes zu finden.Der Siedlungs-, Wirtschafts- und infrastrukturelle Schwerpunkt
Niedersachsens befindet sich im Bereich der Städte Stadthagen – Hannover mit Region Hannover – Celle –
Braunschweig – Wolfsburg – Hildesheim – Salzgitter. Sie bilden mit dem in Südniedersachsen liegenden
Göttingen den Kern der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg.

Der tiefste Geländepunkt ist mit rund zweieinhalb Metern unter dem Meeresspiegel eine Senke bei
Freepsum in Ostfriesland.

Klima

Niedersachsen gehört zur gemäßigten Klimazone Mitteleuropas im Bereich der Westwindzone und befindet
sich im Übergangsbereich zwischen dem maritimen Klima in Westeuropa und dem kontinentalen Klima in
Osteuropa. Dieser Übergang macht sich innerhalb des Landes deutlich bemerkbar: Während der Nordwesten
ein atlantisches (Nordseeküste) bis subatlantisches Klima mit im Jahresverlauf vergleichsweise geringer
Temperaturamplitude und einem Wasserbilanzüberschuss aufweist, wird das Klima nach Südosten hin
zunehmend kontinentaler beeinflusst. Dies wird an stärkeren Temperaturunterschieden zwischen Sommer-
und Winterhalbjahr sowie an geringeren und jahreszeitlich ungleich verteilten Niederschlägen deutlich. Am
stärksten ist diese subkontinentale Färbung im Wendland, im Weserbergland (Hameln bis Göttingen) und im
Raum Helmstedt ausgeprägt. Im Harz sind die höchsten Niederschläge zu verzeichnen, da der
niedersächsische Teil die Luvseite dieses Mittelgebirges darstellt, an der sich unter anderem Steigungsregen
entlädt. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei 8 °C (7,5 °C im Alten Land und 8,5 °C im Kreis Cloppenburg).

3.Politik
Staatsrecht

Die Niedersächsische Verfassung stammt vom 19. Mai 1993 und ist am 1. Juni 1993 in Kraft getreten. Die
Geschichte ist – im Unterschied zu derjenigen anderer Landesverfassungen – stark an die Entwicklung
Deutschlands geknüpft.Im Jahre 1951 wurde eine Übergangsverfassung (Vorläufige Niedersächsische
Verfassung) verabschiedet, die die staatlichen Grundlagen in der Zeit bis zur deutschen Wiedervereinigung
regelte. Da sich die Vorläufige Niedersächsische Verfassung auf das Grundgesetz beziehen konnte,
verzichtete man auf einen Grundrechtekatalog. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands entfiel der
Vorbehalt der Vorläufigkeit. Auf der Grundlage der Vorläufigen Niedersächsischen Verfassung wurde die
neue Niedersächsische Verfassung von 1993 aufgebaut.
Landespolitik

Der letzte Regierungswechsel erfolgte am 19. Februar 2013 nach der Landtagswahl am 20. Januar 2013. Die
CDU wurde zwar stärkste Fraktion, zusammen mit den Grünen errang die SPD jedoch eine knappe Mehrheit
von einer Stimme im neugewählten Landtag. SPD und Grüne bildeten daraufhin die neue Landesregierung
mit Stephan Weil als Ministerpräsident, die ebenfalls vom Landtag im Amt bestätigt wurde. Damit war die
Vorgängerregierung unter David McAllister abgewählt. Seit dem 4. August 2017 war die Regierung ohne
parlamentarische Mehrheit, da eine Grünen-Abgeordnete die Regierungsfraktion verlassen hatte und zur
CDU übergetreten war.Daraufhin wurden für den 15. Oktober 2017 Landtagswahlen angesetzt. Da die SPD
als stärkste Fraktion aus der Wahl hervorging, nahm der amtierende Ministerpräsident Stephan Weil
Koalitionsverhandlungen mit der CDU auf.

Die Ministerpräsidenten von Niedersachsen:

1946–1955: Hinrich Wilhelm Kopf SPD


1955–1959: Heinrich Hellwege DP
1959–1961: Hinrich Wilhelm Kopf SPD
1961–1970: Georg Diederichs SPD
1970–1976: Alfred Kubel SPD
1976–1990: Ernst Albrecht CDU
1990–1998: Gerhard Schröder SPD
1998–1999: Gerhard Glogowski SPD
1999–2003: Sigmar Gabriel SPD
2003–2010: Christian Wulff CDU
2010–2013: David McAllister CDU
seit 2013: Stephan Weil SPD
Bundes- und Europapolitik

Im Bundesrat hat Niedersachsen, ebenso wie Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, die
höchstmögliche Anzahl von sechs Stimmen. Vertreten wird Niedersachsen durch den Ministerpräsidenten
Stephan Weil, seinen Stellvertreter, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung Bernd
Althusmann, Justizministerin Barbara Havliza, Finanzminister Reinhold Hilbers, Ministerin für Bundes- und
Europaangelegenheiten Birgit Honé und Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Olaf Lies.
Die Arbeit im Bundesrat wird von der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund koordiniert.

Partnerschaften

Das Land Niedersachsen pflegt einige internationale Partnerschaften. Innerhalb von Europa besteht eine
partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Region Haute-Normandie in Frankreich, den Niederlanden und
den Woiwodschaften Großpolen und Niederschlesien in Polen. Außerhalb Europas bestehen Partnerschaften
in der Provinz Anhui in der Volksrepublik China, der Präfektur Tokushima in Japan, den Regionen Perm
und Tjumen in Russland und der Provinz Eastern Cape in Südafrika.

Die politischen Parteien

Listen-
Direkt-
Partei Spitzenkandidatur kandidature
kandidaturen
n
Christlich Demokratische Union Deutschlands in
Bernd Althusmann 121 87
Niedersachsen (CDU)

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) Stephan Weil 100 87

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE) Anja Piel 49 83

Freie Demokratische Partei (FDP) Stefan Birkner 83 86

DIE LINKE. Niedersachsen (DIE LINKE.) Anja Stoeck 21 87

Alternative für Deutschland (AfD) Niedersachsen (AfD


Dana Guth 23 63
Niedersachsen)

Bündnis C – Christen für Deutschland (Bündnis C) – – 1

Bündnis Grundeinkommen Landesverband


Thomas Rackow 9 0
Niedersachsen – Die Grundeinkommenspartei (BGE)

Deutsche Mitte – Politik geht anders... (DM) Mathias Lenz 5 0

Die Grauen – Für alle Generationen, Landesverband


– – 1
Niedersachsen (Die Grauen)

FREIE WÄHLER Niedersachsen (FREIE WÄHLER) Udo Striess-Grubert 16 15

Liberal-Konservative Reformer Niedersachsen (LKR Bernhard Maria


11 5
Niedersachsen) Vogel

Ökologisch-Demokratische Partei, Landesverband


Martin Dreß 10 1
Niedersachsen (ÖDP)

Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz,


Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die Julian Klippert 34 11
PARTEI)

PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ


Susanne Berghoff 5 0
Landesverband Niedersachsen (Tierschutzpartei)

Piratenpartei Niedersachsen (PIRATEN) Thomas Ganskow 9 7


V-Partei³ – Partei für Veränderung, Vegetarier und
Edmund Treib 9 0
Veganer (V-Partei³)

Einzelbewerber – – 10

Verwaltung

Das Land ist in 158 Städte, 51 Flecken und 762 Gemeinden (davon 684 in Samtgemeinden) sowie 25
gemeindefreie Gebiete unterteilt, die insgesamt 37 Landkreise, eine Region und acht kreisfreie Städte bilden.

Größte Städte

Niedersachsen hat acht Großstädte, von denen die Landeshauptstadt Hannover mit 536.925 deutlich die
meisten Einwohner hat. Die zweitgrößte Stadt Braunschweig hat mit 249.406 weniger als halb so viele
Einwohner. Auf den weiteren Rängen folgen die Städte Oldenburg mit 169.077 Einwohnern, Osnabrück mit
165.251, Wolfsburg mit 124.371, Göttingen mit 118.911, Salzgitter mit 104.291 Einwohnern und
Hildesheim mit 101.693.

4. Ökonomie
Landwirtschaft

Die Landwirtschaft findet in Niedersachsen sehr unterschiedliche Bedingungen vor. Die Böden in der
Hildesheimer Börde und zwischen Harz und Mittellandkanal zeichnen sich durch sehr hohe Bodenzahlen
aus und eignen sich besonders für den Anbau von Zuckerrüben und Getreide. In der Lüneburger Heide ist
der Boden karg; Hauptprodukte sind Kartoffeln und als Spezialität Spargel. In den Marschgebieten an der
Küste dominiert hingegen die Viehzucht.

Neben Getreide werden Raps, Zuckerrüben, Salat (speziell Eisbergsalat), Kohl, Möhren (Mohrrüben,
Karotten) und dank des sandhaltigen Bodens Spargel in Teilen des Landes angebaut. Bekannt ist auch die
niedersächsische Grünkohlkultur (in südöstlichen Regionen auch die Variante Braunkohl). Neben dem
Gemüseanbau und der Viehzucht ist der Obstanbau (speziell im Norden, Altes Land) ein wichtiger
Wirtschaftszweig,Entsprechend ist das Grundwasser mit Pflanzenschutzmitteln belastet. 2015 waren im
ganzen Land 13 Grundwasserkörper in einem „schlechten chemischen Zustand“.

Darüber hinaus ist in Niedersachsen das Agribusiness als der Landwirtschaft vor- und nachgelagerte
Wirtschaftsstufe von großer Bedeutung.

Industrie

Das industrielle Zentrum Niedersachsens befindet sich im Raum Hannover-Braunschweig-Wolfsburg mit


mehreren Automobilwerken – darunter das Stammwerk Wolfsburg der Volkswagen AG, die Werke
Braunschweig und Salzgitter sowie das Nutzfahrzeugwerk Hannover. Hinzu kommt die in Peine und
Salzgitter ansässige Stahlindustrie. Im Maschinen- und Anlagenbau sind ferner insbesondere die Bereiche
Landtechnik, Windenergieanlagen, Biogasanlagen und Offshore-Zulieferung von Bedeutung.Weiterhin ist
Niedersachsen deutschlandweit führend beim Abbau und der Verwertung von Rohstoffen wie Torf, Sand
und Kies.Die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte und Lebensmittelherstellung gehört ebenfalls zu
den großen Industriezweigen in Niedersachsen.

Die Industrie hat eine hohe Bedeutung für die niedersächsische Wirtschaft. Der Anteil des Verarbeitenden
Gewerbes an der Bruttowertschöpfung liegt mit ca. 24 Prozent auf vergleichsweise sehr hohem Niveau,
nämlich über dem aller europäischen Länder und auch dem der USA. Mehr als eine halbe Million Menschen
haben ihren Arbeitsplatz in einem der niedersächsischen Industrieunternehmen. Diese erwirtschaften rund
216 Mrd. Euro Umsatz, davon knapp 48 Prozent im Ausland.Niedersachsen verfügt dabei über eine Vielzahl
hervorragender Unternehmen mit Weltruf. Ob fortschrittliche Entwicklungen der Automobilindustrie,
großartige Kreuzfahrtschiffe, zukunftsweisende regenerative Energien, anregende Duft- und
Geschmacksstoffe oder hochwertige Lebensmittel - Niedersachsen ist der Industriestandort mit Zukunft!
Damit dies so bleibt, setzen wir mit unserer Industriepolitik auf die richtigen Rahmenbedingungen. Wir
unterstützen die Unternehmen hier bei uns in Niedersachsen und haben ein offenes Ohr für berechtigte
Anliegen der Betriebe und ihrer Mitarbeiter.

Die größten Industriebranchen 2018 in Niedersachsen*


Branche Beschäftigte Umsatz in Mio. Euro
Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen / Sonstiger Fahrzeugbau 153.937 94,017,40
Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln 74.668 30.100,50
Maschinenbau 64.768 14.997,30
Herstellung von chemischen Erzeugnissen 24.516 11.302,20
Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren 47.636 9.102,80
Metallerzeugung und -bearbeitung 18.525 8.925,00
Herstellung v. Metallerzeugnissen 44.636 8.589,90
Herstellung v. elektrischen Ausrüstungen 25.567 5.643,10
Herstellung v. Papier, Pappe und Waren daraus 14.994 4.970,40
Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen 19.971 4.471,50
Verarbeitendes Gewerbe insgesamt 568.423 215.747,00

5. Das Schulsystem /Universität

Die in Niedersachsen möglichen Schulformen sind im Niedersächsischen Schulgesetz (NSchG) im


Einzelnen geregelt. Die Schulformen sind durch ihre Zugangsvoraussetzungen, ihren pädagogischen Inhalt
und ggf. ihre Abschlüsse geprägt.

In Niedersachsen gibt es als allgemein bildende Schulen:

 die Grundschule- Die Grundschule dauert in Niedersachsen vier Jahre.Nach der Grundschule
entscheiden die Eltern, auf welche Schule ihr Kind danach geht. Die Schule hilft mit einer
Empfehlung bei der Entscheidung.
 die Hauptschule- Die Hauptschule beginnt in der 5. Klasse und endet mit der 9. oder der 10. Klasse.
Die Hauptschule bereitet Ihr Kind frühzeitig auf die Berufs- und Arbeitswelt vor.
 die Realschule- Die Realschule beginnt in der 5. Klasse und endet mit der 9. bzw. 10. Klasse. Das
Ziel der Realschule ist der Realschulabschluss nach der 10. Klasse. Es gibt aber auch die
Möglichkeit, die Realschule nach der 9. oder 10. Klasse mit dem Hauptschulabschluss zu verlassen.
 die Oberschule- Die Oberschule beginnt mit der 5. Klasse und endet mit der 10. Klasse. Die
Oberschule bereitet die Schüler sowohl auf einen Beruf als auch auf ein Studium vor. Ihr Kind kann
dort den Hauptschulabschluss nach der 9. oder 10. Klasse oder den Realschulabschluss nach der 10.
Klasse erwerben.
 das Gymnasium- Das Gymnasium beginnt in der 5. Klasse und endet mit dem Abitur in der 13.
Klasse. In Gymnasien haben die Schüler viel Unterrichtsstoff.
 die Gesamtschule- Die Gesamtschule beginnt mit der 5. Klasse. Ihr Kind kann dort alle Abschlüsse
erwerben: den Hauptschulabschluss nach der 9. Klasse, den Realschulabschluss nach der 10. Klasse
oder das Abitur nach der 13. Klasse.

In Niedersachsen gibt es insgesamt elf Universitäten, von denen die Universität Göttingen mit rund 33.890
Studierenden (Wintersemester 2019/20) die größte ist. Die 1737 gegründete und damit älteste
niedersächsische Universität Göttingen hat - neben den kaum weniger alten Technischen Universitäten in
Braunschweig und Clausthal-Zellerfeld - den technisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt innerhalb des
niedersächsischen Hochschulprofils entscheidend mitgeprägt. Heute arbeiten dort allein vier Max-Planck-
Institute im Geiste eines ihrer berühmtesten Professoren. In den letzten Jahren sorgt immer häufiger die
Medizinische Hochschule in Hannover für Aufsehen, die zu den weltweit führenden
Transplantationskliniken gehört und die größte Ausbildungsstätte ihrer Art in Deutschland ist.Aber auch die
kleineren und jüngeren Universitäten entwickeln ein ganz eigenes Profil und tragen auf ihre Weise zum
vielfältigen Wissenschaftsprofil Niedersachsens bei. So gibt die Universität Oldenburg die Gesammelten
Werke Kurt Tucholskys und Carl von Ossietzkys heraus. Mit der European Medical School bietet die
Universität Oldenburg eine internationale und zukunftsweisende Medizinerausbildung in Kooperation mit
der Universität Groningen an. Zudem gibt es neben den wissenschaftlichen Hochschulen zwei bedeutende
künstlerische Hochschulen, die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und die Hochschule für
Musik, Theater und Medien Hannover. Im Wintersemester 2019/20 sind an Niedersachsens Universitäten
und künstlerischen Hochschulen insgesamt rund 210.224 Studierende eingeschrieben.Seit dem 1. Januar
2003 sind vier Universitäten (außerdem die Hochschule Osnabrück als Fachhochschule) in die Trägerschaft
öffentlich-rechtlicher Stiftungen überführt worden. Das sind die Universitäten Göttingen, Hildesheim und
Lüneburg sowie die Tierärztliche Hochschule Hannover. Mehr dazu unter "Stiftungshochschule".

Universitäten

 Technische Universität Braunschweig


 Technische Universität Clausthal
 Georg-August-Universität Göttingen
 Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität Hannover
 Universität Hildesheim
 Leuphana-Universität Lüneburg
 Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg
 Universität Osnabrück
 Universität Vechta

6.Kultur,Theater, Sehenswürdigkeiten
Kultur
Die Kulturlandschaft in Niedersachsen ist so vielfältig wie das Land selbst. Kultur im zweitgrößten
Flächenland der Bundesrepublik umfasst neben Theatern, Denkmalpflege, Bibliotheken und Museen auch
die bildende Kunst, Literatur, Musik, Soziokultur, Kunstschulen, kulturelle Jugendbildung, Heimatpflege
und regionale Kulturförderung.Die niedersächsische Landesregierung setzt auf eine aktivierende
Kulturpolitik. In Zeiten einer internationaler werdenden Gesellschaft will sie möglichst vielen Menschen aus
unterschiedlichen Kulturkreisen, Milieus und Generationen den Zugang zu Kunst und Kultur ebnen. Dies
gilt gleichermaßen für städtisch-urbane Regionen wie für ländliche.Kunst, Kultur und kulturelle Bildung
sind wichtig für die Identifikation und das Zugehörigkeitsgefühl der Menschen zu ihrem sozialen Umfeld,
sichern Tradition, sind aber gleichzeitig auch Impulsgeber für die Bildung sowie neue Entwicklungen und
Modernisierungsprozesse. Überdies sind sie Wegbereiter für die Verständigung mit anderen Kulturen, auch
im eigenen Land.Die Kultur- und Kreativwirtschaft leistet einen bedeutenden Beitrag zur Kulturentwicklung
und gleichermaßen zur wirtschaftlichen Entwicklung. Innerhalb der Wertschöpfungsskala bewegt dieser
Bereich sich etwa auf gleichem Niveau wie der Ernährungssektor. Kultur schafft damit auch Arbeitsplätze,
die allein in Niedersachsen auf rund 100.000 geschätzt werden. Ebenso wichtig ist, dass Kunst und Kultur
auch ein Motor für die Innovationsfähigkeit unserer Wirtschaft und Gesellschaft sind.Vor allem die Arbeit
der zahlreichen von Land und Kommunen geförderten Organisationen sowie Verbände leistet ebenso wie
die Förderung von Stiftungen, Kirchen und Religionsgemeinschaften einen bedeutenden Beitrag zum
Kulturerhalt in Niedersachsen. Deshalb stellt das Land für die Förderung von Kunst und Kultur im Haushalt
2019 rund 235 Millionen Euro und für kulturnahe Bereiche wie die Landesbibliotheken und die
Erwachsenenbildung einschließlich der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung noch
einmal rund 74,7 Millionen Euro bereit.Landkreise, Städte und Gemeinden engagieren sich in
Niedersachsen ebenfalls in der Förderung ihres regionalen Kulturangebotes. Darüber hinaus beteiligen sich
neben den großen Stiftungen wie der Stiftung Niedersachsen, der VGH-Stiftung und der Niedersächsischen
Sparkassenstiftung zudem die Klosterkammer Hannover und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
an der Kulturförderung. Außerdem engagieren sich weitere Stiftungen und Organisationen für die Kultur
und vergeben auch Fördermittel.Dem Land ist es wichtig, dass die Förderung der Kultur in Niedersachsen
transparent und einheitlich erfolgt. Den Kulturschaffenden sollen möglichst einfache Wege und Verfahren
offen stehen, um zu einer Förderung zu gelangen.

Theater

Die niedersächsische Theaterlandschaft besteht aus drei Staatstheatern, der Landesbühne in Wilhelmshaven,
fünf kommunalen und rund 90 freien Theatern sowie weitere Amateurtheater, Freilicht- und Niederdeutsche
Bühnen.Das Niedersächsische Staatstheater Hannover in Hannover, das Oldenburgische Staatstheater in
Oldenburg und das Staatstheater Braunschweig in Braunschweig werden mit Hilfe von Landesmitteln
finanziert. Die Staatstheater Hannover GmbH ist eine 100-prozentige Landestochter, das Oldenburgische
Staatstheater wird zu drei Vierteln, das Staatstheater Braunschweig zu zwei Dritteln mit Landesmitteln
unterstützt.Kommunale Theater sind das Schloßtheater Celle in Celle, das Deutsche Theater in Göttingen,
das aus dem Stadttheater Hildesheim und der Landesbühne Hannover fusionierte Theater für Niedersachsen
mit Sitz in Hildesheim, das Theater Lüneburg in Lüneburg, die Städtischen Bühnen in Osnabrück, die
Landesbühne Niedersachsen Nord in Wilhelmshaven sowie das Theater Wolfsburg in Wolfsburg. Sie
erhalten Landesförderungen.

Mit dem Landesverband der Freien Theater in Niedersachsen e. V. wurde 1991 eine Interessenvertretung der
professionellen freien Theater in Niedersachsen gegründet, die durch das Land Niedersachsen regelmäßig
gefördert wird.

Sehenswürdigkeiten
Schloss Bückeburg: Gemeinsam mit den dazugehörigen Bauwerken zählt Schloss Bückeburg zu einer der
wichtigsten Sehenswürdigkeiten.Es ist umgeben von weitläufigen Garten- und Parkanlagen in einer
Größenordnung von mehr als 80 Hektar. Ein eigener Park umgibt das größte private Mausoleum der Welt.
Hier beeindrucken die Farbenpracht der Mosaike und eine strahlende vergoldete Kuppel.

Oldenburger Schlossgarten: Für alle die etwas Erholung brauchen, eignet sich die Parkanlage in
Oldenburg. Grüne Wiesen, dichte Bäume und die eine oder andere Wasserstelle sorgen für die richtige
Atmosphäre. Nicht umsonst finden hier jährlich eine Vielzahl an Hochzeiten statt. Der Oldenburger
Schlossgarten ist eine historische Parkanlage im Stil des englischen Landschaftsgartens. Er wurde im
Auftrag des Herzogs Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg vom damaligen Hofgärtner Julius Friedrich
Wilhelm Bosse angelegt

Heidepark: Für eine große Portion Spaß sind Sie im beliebtesten Freizeitpark Norddeutschlands genau
richtig. Mit über mehr als 40 Attraktionen wird Ihnen und Ihrer Familie hier ganz bestimmt nicht
langweilig.. Das Heide Park Resort in Soltau (Niedersachsen) ist mit 850.000 m² der zweitgrößte deutsche
Freizeit- und Themenpark.Der Park ist Teil der britischen Merlin Entertainments Group, zu der diverse
Freizeiteinrichtungen wie Alton Towers, Gardaland, Legoland, Sea Life oder auch die
Wachsfigurenkabinette Madame Tussauds gehören. Geschäftsführer des Heide Parks sind Sabrina de
Carvalho, Peter Dunn und Matthew Paul Jowett.

Zoo Hannover: Die verschiedenen Gehege der Tiere sind individuell an ihre natürlichen Lebensräume
angepasst. Der Erlebnis-Zoo Hannover ist ein zoologischer Garten im Stadtteil Zoo in Hannover. Er wurde
am 4. Mai 1865 gegründet und umfasst eine Fläche von 22 Hektar. 2020 beherbergte die Anlage etwa 2150
Tiere in 181 Arten.Das Unternehmen beschäftigt in der Hauptsaison knapp über 400 Mitarbeiter, von denen
der Großteil für die Betreuung der Besucher zuständig ist.

Neue Rathaus: Das neue Rathaus wurde zu Beginn des 20.Jahrhunderts in Hannover erbaut zeigt sich auch
heute noch in seiner vollen schlossähnlichen Pracht.Das Neue Rathaus in Hannover ist das Rathaus der
niedersächsischen Landeshauptstadt und Hauptsitz der hannoverschen Stadtverwaltung unter ihrem
Oberbürgermeister.Der wilhelminische, schlossähnliche Prachtbau in eklektizistischem Stil wurde von 1901
bis 1913 errichtet.Das Neue Rathaus ist eingebettet in den zehn Hektar großen Maschpark am Südrand der
Innenstadt, außerhalb des historischen Stadtkerns von Hannover.

Erlebniswald Solling: Wollen Sie einfach einmal eine Pause vom Alltag und mit all Ihren Sinnen in die
Natur abtauchen, so sollten Sie den Erlebniswald in Schönhagen besuchen.Von Aussichtspunkten über den
Bäumen bis hin zu einem Waldschwimmbad ist für jeden Geschmack etwas geboten.

Celle: Die Residenzstadt ist durch die vielen prächtigen Fachwerkhäuser eine wahre Sehenswürdigkeit.

Naturpark Harz: Der Naturpark Harz (Niedersachsen) liegt in Südniedersachsen in den Landkreisen
Goslar und Göttingen (ehemals Osterode am Harz). Der im Harz gelegene Naturpark wurde 1960gegründet
und ist rund 790 km² groß. Träger ist der Regionalverband Harz.

VW Museum: Das Volkswagen-Museum in Wolfsburg bringt die Augen aller Autoliebhaber zum Strahlen.
Mit über mehr als hundert verschiedenen Fahrzeugmodellen der Marke VW aus allen Jahrgängen gibt es
einiges zu erforschen.