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Hans Enger Übungen Mathematik I

Aufgaben Mathematik I
Wintersemester 2020/21

Version Bemerkungen
Version 1.0 01. Oktober 2020

grobe Einteilung des Schwierigkeitsgrads:


HII einfach HHI mittel HHH schwierig

grobe Einteilung der Klausurrelevanz:


*++ niedrig **+ mittel *** hoch

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1 Grundlagen

Aufgabe 1.1: (Aussagen) HII **+


Überprüfen Sie jeweils, ob innerhalb der Anführungsstriche eine Aussage vorliegt und gegebenen-
falls ob sie wahr oder falsch ist:

a) Entweder ist 5<3 oder aus 2+3=5 folgt 3 · 4 = 12.


b) Ist dieser Satz eine Aussage?

c) Wenn ich groÿ bin, dann bin ich klein.

d) Dieser Satz ist keine Aussage.

e) Sagen Sie aus!

f ) Sie sagen aus.

Aufgabe 1.2: (Logische Schlussfolgerungen) HII **+


Welche der folgenden Schlüsse sind logisch richtig:

a) Alle Vögel können iegen und Möwen sind Vögel. ⇒ Möwen können iegen.

b) Alle Vögel können iegen und Pinguine sind Vögel. ⇒ Pinguine können iegen.

c) Alle Vögel können iegen und Libellen sind Vögel. ⇒ Libellen können iegen.

d) Alle Vögel können iegen und Libellen können iegen. ⇒ Libellen sind Vögel.

Aufgabe 1.3: (Logische Verknüpfungen) HII *++


Ist es möglich, dass eine der beiden Aussagen wahr und die andere falsch ist?

a) (A ∧ B) ∧ C bzw. A ∧ (B ∧ C) b) (A ∨ B) ∧ C bzw. A ∨ (B ∧ C)
c) (A ∧ B) ∨ C bzw. A ∧ (B ∨ C) d) (A ∨ B) ∨ C bzw. A ∨ (B ∨ C)

Aufgabe 1.4: (Logische Verknüpfungen) HII *++


Gegeben sind zwei Aussagen A und B. A: Julius Cäsar lebt. B: π ist gröÿer als 3.
Welche der folgenden Aussagen is wahr?

a) A∧B b) A∨B c) A⇒B


d) B ∨ (¬A) e) ¬A ⇒ B f) B⇒A

Aufgabe 1.5: (Logische Verknüpfungen) HII *++


Geben Sie die Wahrheitswerte der folgenden Aussagen an.
a) ¬(5 ist eine ganze Zahl) ⇒ 52 > 1
b) ¬(5 ist eine ganze Zahl) ⇒ 52 < 1
c) Ein Quadrat hat drei Seiten. ⇒ Ein Dreieck hat vier Seiten.
d) Elephanten klettern auf Bäume. ⇒ 3 ist eine irrationale Zahl.

Aufgabe 1.6: (Notwendige und hinreichende Bedingungen) HII **+


a) Welche der folgenden Bedingungen ist notwenig oder hinreichend dafür, dass die ganze Zahl
n durch 6 teilbar ist?

i) n ist durch 3 teilbar.

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ii) n ist durch 9 teilbar.

iii) n ist durch 12 teilbar.

iv) n = 24.
v) n2 ist durch 3 teilbar.

vi) n ist gerade und durch 3 teilbar.

b) Die Aussage A laute Der Student hat einen Notendurchschnitt besser als 2, die Aussage
B laute Der Student erhält ein Stipendium. In den Richtlinien der Stipendienvergabestelle
heiÿt es: Ein Notendurchschnitt besser als 2 ist notwendig, aber nicht hinreichend für ein
Stipendium. Drücken Sie diese Aussage auf zwei verschiedene Arten mit Hilfe der Zeichen
⇒ und ¬ durch A und B aus.

c) Die Aussage A laute  m2 = 4, wobei m eine ganze Zahl bezeichnet. Geben Sie jeweils eine
Aussage über m an, die

i) notwendig, aber nicht hinreichend,

ii) hinreichend, aber nicht notwendig,

iii) hinreichend und notwendig,

iv) weder hinreichend noch notwendig

für A ist.

Aufgabe 1.7: (Äquivalenz) HII *++


Seien m, n ganze Zahlen. Zeigen Sie, dass mn genau dann ungerade ist, wenn m undn ungerade
sind.

Aufgabe 1.8: (Logische Schlussfolgerungen) HHI **+


Nach einem Mordfall gibt es drei Verdächtige Anna, Beate und Carmen, von denen zumindest
eine die Täterin sein muss. Nachdem sie und die Zeugen getrennt vernommen wurden, kennen die
Ermittler folgende Fakten:

a) Wenn Anna Täterin ist, müssen Beate oder Carmen ebenfalls Täterinnen sein.

b) Wenn Beate Täterin ist, dann ist Anna unschuldig.

c) Wenn Carmen Täterin ist, dann ist auch Beate Täterin.

Lässt sich damit herausnden, wer von den dreien schuldig bzw. unschuldig ist?

Aufgabe 1.9: (Logische Schlussfolgerungen) HHI *++


An einer Weggabelung in der Wüste leben zwei Brüder, die vollkommen gleich aussehen, zwischen
denen es aber einen gewaltigen Unterschied gibt: Der eine sagt immer die Wahrheit, der andere
lügt immer. Schon halb verdurstet kommt man zu dieser Weggabelung und weiÿ genau: Einer der
beiden Wege führt zu einer Oase, der andere hingegen immer tiefer in die Wüste hinein. Man darf
aber nur einem der Brüder (man weiÿ nicht, welcher es ist) genau eine Frage stellen. Was muss
man fragen, um sicher den Weg zur Oase zu nden?

Aufgabe 1.10: (Logische Schlussfolgerungen) HHI *++


Sie haben vier Karten, jeweils mit einem Buchstaben auf der einen und einer Zahl auf der anderen
Seite. Wie viele und welche der im Folgenden dargestellten Karten müssen Sie mindestens um-
drehen, um die Aussage  wenn auf einer Seite einer Karte ein Vokal ist, dann ist auf der anderen
Seite eine gerade Zahl zu bestätigen.

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Abbildung 1: zu Aufgabe 1.10

Aufgabe 1.11: (National Security Agency - NSA Puzzle ) HHH *++


Die National Security Agency NSA ist der gröÿte Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten.
Die NSA ist für die weltweite Überwachung, Entschlüsselung und Auswertung elektronischer Kom-
munikation zuständig. Regelmäÿig veröentlichen die Mitarbeiter des NSA kniige Aufgaben für
zukünftige Bewerber. Sollten Sie sich für den Job als Spion interessieren, hier eine NSA-Aufgabe
mit dem einleitenden Text für die Puzzles.
Intelligence. It's the ability to think abstractly. Challenge the unknown. Solve the impossible.
NSA employees work on some of the world's most demanding and exhilarating high-tech enginee-
ring challenges. Applying complex algorithms and expressing dicult cryptographic problems in
terms of mathematics is part of the work NSA employees do every day. Try your hand at this
month's problem written by a member of our expert workforce.

After observing Albert and Bernard determine Cheryl's birthday, Charlie decides he wants to play.
He presents a list of 14 possible dates for his birthday to Albert, Bernard and Cheryl.

Apr 14, 1999 Feb 19, 2000 Mar 14, 2000 Mar 15, 2000 Apr 16, 2000
Apr 15, 2000 Feb 15, 2001 Mar 15, 2001 Apr 14, 2001 Apr 16, 2001
May 14, 2001 May 16, 2001 May 17, 2001 Feb 17, 2002

He then announces that he is going to tell Albert the month, Bernard the day, and Cheryl the
year. After he tells them, Albert says, I don't know Charlie's birthday, but neither does Bernard.
Bernard then says, That is true, but Cheryl also does not know Charlie's birthday. Cheryl says,
Yes and Albert still has not gured out Charlie's birthday. Bernard then replies,  Well, now I
know his birthday. At this point, Albert says, Yes, we all know it now.
What is Charlie's birthday?
Quelle: https://www.nsa.gov

Aufgabe 1.12: (Tautologien) HII **+


Eine zusammengesetzte Aussage, die unabhängig vom Wahrheitswert der Teilaussagen, aus denen
sie zusammengesetzt ist, immer wahr ist, heiÿt eine Tautologie. Beispielsweise ist die zusammen-
gesetzte Aussage (¬B ⇒ B) ⇒ B unabhängig vom Wahrheitswert der Teilaussage B immer wahr.
Man kann eine Tautologie auch als ein logisches Gesetz auassen.
Zum Nachweis, dass es sich bei einer zusammengesetzten Aussage um eine Tautologie handelt,
nützt eine mehrspaltige Wahrheitstafel:

B ¬B ¬B ⇒ B (¬B ⇒ B) ⇒ B
w f w w
f w f w

Zeigen Sie mit Hilfe von Wahrheitstafeln, dass die folgenden Aussagen unabhängig vom Wahr-
heitswert der Teilaussagen A, B und C immer wahr und damit Tautologien sind:
a) Kommutativgesetze
A∧B ⇔B∧A
A∨B ⇔B∨A
b) Assoziativgesetze
(A ∧ B) ∧ C ⇔ A ∧ (B ∧ C)

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(A ∨ B) ∨ C ⇔ A ∨ (B ∨ C)
c) Distributivgesetze
(A ∧ B) ∨ C ⇔ (A ∨ C) ∧ (B ∨ C)
(A ∨ B) ∧ C ⇔ (A ∧ C) ∨ (B ∧ C)
d) Negation der Negation
¬(¬A) ⇔ A
e) Regeln von de Morgan
¬(A ∧ B) ⇔ ¬A ∨ ¬B
¬(A ∨ B) ⇔ ¬A ∧ ¬B
f ) Kontraposition der Implikation
(A ⇒ B) ⇔ (¬B ⇒ ¬A)
g) Kontraposition der Äquivalenz
(A ⇔ B) ⇔ (¬A ⇔ ¬B)
h) Syllogismus
(A ⇒ B) ∧ (B ⇒ C) ⇒ (A ⇒ C)
i) Abtrennungsregel (modus poenens)
(A ⇒ B) ∧ A ⇒ B
j) Modus tollens
(A ⇒ B) ∧ ¬B ⇒ ¬A

Aufgabe 1.13: (Tautologien) HHI **+


Zeigen Sie die folgenden Tautologien.
a) ¬(A ⇒ B) ⇔ A ∧ ¬B
b) [A ⇒ (B ∧ C)] ⇔ [(A ⇒ B) ∧ (A ⇒ C)]
c) [(A ∨ B) ⇒ C)] ⇔ [(A ⇒ C) ∧ (B ⇒ C)]

Aufgabe 1.14: (Mathematikerwitz) HII *++


Drei Mathematiker betreten eine Kneipe. Der Wirt fragt: Will jeder von Euch ein Bier?. Der
erste Mathematiker antwortet: Ich weiÿ nicht. Der zweite Mathematiker sagt: Ich weiÿ nicht.
Darauf der dritte: Ja!. Erklären Sie das Verhalten!

Aufgabe 1.15: (Aussageformen) HII **+


Gegeben sind drei Aussageformen mit x, y ∈ Z
P (x) : x ist eine gerade Zahl, Q(x) : x ist eine ungerade Zahl,
R(x, y) : x ist kleiner als y
Diskutieren Sie die Aussagen

a) ∃x P (x) ∧ ∃x Q(x) b) ∃x (P (x) ∧ Q(x))


c) ∀y ∃x R(x, y) d) ∃x ∀y R(x, y)

Aufgabe 1.16: (Normalformen) HHH **+


Jede beliebige Aussage, die durch ihre Wahrheitstafel gegeben ist, kann auf zwei fundamentale
Arten dargestellt werden: In der konjunktiven Normalform als Konjunktion von Disjunktionen der
beteiligten Variablen bzw. ihrer Negationen, und in der disjunktiven Normalform als Disjunktion
von entsprechenden Konjunktionen.
Dies ist in der Digitalelektronik sehr praktisch, weil es eine automatisierbare Möglichkeit dar-
stellt, zu jeder Wahrheitstafel einen äquivalenten logischen Ausdruck und damit eine Schaltung zu
konstruieren.
Wir betrachten nun die beiden Wahrheitstafeln

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A B C H
w w w w
A B G w w f f
w w w w f w f
w f f w f f f
f w w f w w w
f f f f w f f
f f w w
f f f w
Für die Aussage G lautet die disjunktive Normalform

G ⇔ ((A ∧ B) ∨ (¬A ∧ B)) ,

die konjunktive
G ⇔ ((¬A ∨ B) ∧ (A ∨ B)) .

a) Bestimmen Sie nun diese beiden Normalformen für die Aussage H


b) Gibt es ein Kriterium, für welche Art von Wahrheitstafel welche Normalform vorzuziehen
ist, wenn man einen möglichst einfachen Ausdruck erhalten will?

Aufgabe 1.17: (Aufzählende Schreibweise für Mengen) HII *++


Geben Sie jeweils für die Menge A eine aufzählende Schreibweise an.
a) A = {x ∈ N | x ist von 6 verschieden, gerade und kleiner 10}
b) A = {x | x ist eine Potenz mit der Basis 3, deren Exponent eine natürliche Zahl kleiner 5 ist}
c) A = {x | x ist ein natürliches Vielfaches von 2 und kleiner 12}
 2

d) A = x ∈ N | (x + 2x − 8)(x − 8) = 0

Aufgabe 1.18: (Beschreibende Schreibweise für Mengen) HII *++


Geben Sie jeweils für die Menge B eine beschreibende Schreibweise an.

a) B = {1, 2, 3, 4} b) B = {2, 3, 5, 7, 11, 13, 17, 19, 23, 29, 31}


c) B = {2, 4, 8, 16, 32} d) B = {7, 21, 14, 28, 35}

Aufgabe 1.19: (Potenzmengen) HHI **+


Bestimmen Sie jeweils die Potenzmenge P(M )
a) M =∅ b) M = {1} c) M = {a, b} d) M = {4, ∇, 2}

Aufgabe 1.20: (Rechenregeln für Mengenoperationen) HHI **+


Zeigen Sie folgende Rechenregeln für die Mengenoperationen ∩ und ∪
a) Kommutativgesetze
M ∩N =N ∩M
M ∪N =N ∪M
b) Assoziativgesetze
(M ∩ N ) ∩ O = M ∩ (N ∩ O)
(M ∪ N ) ∪ O = M ∪ (N ∪ O)
c) Distributivgesetze
M ∩ (N ∪ O) = (M ∩ N ) ∪ (M ∩ O)
M ∪ (N ∩ O) = (M ∪ N ) ∩ (M ∪ O)

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d) Komplement des Komplements

M =M
e) Regeln von de Morgan
M ∩N =M ∪N
M ∪N =M ∩N
Tipp: Diese Regeln ergeben sich aus entsprechenden Tautologien (vgl. Aufgabe 1.12) durch den en-
gen Zusammenhang zwischen den Mengenoperationen ∩ bzw. ∪ und den logischen Verknüpfungen
∧ bzw. ∨.

Aufgabe 1.21: (Mengenoperationen) HII *++


Die folgenden Intervalle sind Teilmengen der reellen Zahlen R:
I1 = (−3, 2), I2 = [0, ∞), I3 = (−∞, 5] und I4 = [−1, 4]. Bestimmen Sie die folgenden Mengen:

a) I1 ∩ I2 ∩ I3 ∩ I4 b) (I1 \I2 ) ∩ (I3 \I4 ) c) (I1 ∪ I2 )\(I3 ∩ I4 )


d) (I1 \I2 )\(I3 \I4 ) e) (I1 ∩ (I1 ∪ I2 )) ∪ ((I1 ∪ I2 ) ∩ (I1 ∩ I2 ))

Aufgabe 1.22: (Mengenoperationen) HII **+


Gegeben sind die drei Teilmengen A, B und C einer Grundmenge G.
a) Geben Sie die kleinste Menge an, die die Mengen A, B und C enthält.
b) Geben Sie die gröÿte Menge an, die in den Mengen A, B und C enthalten ist.

Aufgabe 1.23: (Vereinigung unendlich vieler Mengen) HHI *++


Gegeben ist die Indexmenge I = {i ∈ Q|0 < i < 1}. Für jedes i∈I ist eine Menge
Mi = {x ∈ R|0 ≤ x < i} deniert. Bestimmen Sie

S T
a) Mi b) Mi
i∈I i∈I
Ändern sich die Ergebnisse, wenn jede Indexmenge überabzählbar ist: I = {i ∈ R|0 < i < 1}?

Aufgabe 1.24: (Relationen) HHI **+


Zeigen Sie, dass für beliebige Mengen A, B, C gilt:
a) (A ∪ B) × C = (A × C) ∪ (B × C) b) A × (B \ C) = (A × B) \ (A × C)

Aufgabe 1.25: (Relationen) HII *++


Für die Menge U = {1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9} ist ein Relation R ⊂ U × U = U2 gegeben. Bestimmen
Sie die Elemente der Relation und stellen Sie diese in einem kartesischen Koordinatensystem dar.
Wie viele Elemente besitzt jede Relation?

a) R1 = {(x, y) ∈ U 2 |x ist Teiler von y} b) R2 = {(x, y) ∈ U 2 |x 6= y}

c) R3 = {(x, y) ∈ U 2 |x > y} d) R4 = {(x, y) ∈ U 2 |x ist nicht Teiler von y}

Aufgabe 1.26: (Relationen) HII *++


In einem kartesischen Koordinatensystem sollen die Punktmengen U × V , V × U und D = (U ×
V ) \ (V × U ) dargestellt werden für die Mengen U = {1, 2, 3, 4} und V = {3, 4, 5}.

Aufgabe 1.27: (Relationen) HHI ***


Untersuchen Sie jeweils, ob die Relation R reexiv, symmetrisch oder transitiv ist. Ist R eine
Äquivalenzrelation?

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a) R = {(g1 , g2 ) ∈ G2 | g1 ist senkrecht zu g2 } mit G = {g | g ist eine Gerade}

b) R = {(g1 , g2 ) ∈ G2 | g1 ist parallel zu g2 } mit G wie in a)

c) R = {(m1 , m2 ) ∈ M 2 | m1 ist Mutter von m2 } mit M = {m | m ist ein Mensch}

d) R = {(m1 , m2 ) ∈ M 2 | m1 ist verheiratet mit m2 } mit M wie in c)

e) R = {(m1 , m2 ) ∈ M 2 | m1 und m2 haben einen gemeinsamen Groÿvater} mit M wie in c)

f) R = {(A, B) ∈ Ω2 | A ⇒ B} mit Ω = {A | A ist eine Aussage}

g) R = {(A, B) ∈ Ω2 | A ⇔ B} mit Ω wie in f )

h) R = {(A, B) ∈ Ω2 | A ∧ B} mit Ω wie in f )

i) R = {(A, B) ∈ Ω2 | A ∨ B} mit Ω wie in f )

j) R = {(U, V ) ∈ M 2 | U ⊂ V } mit einer Grundmenge G und M = {U | U ⊂ G}


k) R = {(U, V ) ∈ M 2 | U = V } mit M wie in j)

l) R = {(x, y) ∈ R2 | x + y ∈ Z}
m) R = {(x, y) ∈ Z2 | x + y ∈ Z}
n) R = {(x, y) ∈ Z2 | xy ≥ 1}
o) R = {(x, y) ∈ (R\{0})2 | x/y ∈ Z}

Aufgabe 1.28: (Häugkeit reexiver und symmetrischer Relationen) HHI *++


Die Menge M habe n Elemente (n ∈ N).
a) Wieviele verschiedene Relationen auf M gibt es?

b) Wieviele verschiedene reexive Relationen auf M gibt es? Welcher prozentuale Anteil aller
Relationen auf M ist für n = 1, 2, 3, 4 reexiv? Wie groÿ ist der Anteil ungefähr für n = 100?
c) Wieviele verschiedene symmetrische Relationen auf M gibt es? Welcher prozentuale Anteil
aller Relationen auf M ist für n = 1, 2, 3, 4 symmetrisch? Wie groÿ ist der Anteil ungefähr
für n = 100?
Tipp: Bei dieser Aufgabe ist es zweckmäÿig, das kartesische Produkt M ×M als quadratisches
Gitter darzustellen. Jede Relation auf M entspricht dann einer bestimmten Teilmenge an Gitter-
punkten. Denken Sie sich die zu einer Relation gehörigen Gitterpunkte rot gefärbt. Dann entspricht
a) der Frage, auf wieviele verschiedene Arten sich die Gitterpunkte rot färben lassen. Hier zum
Beispiel für n=5 zwei verschiedene Relationen bzw. Färbungen der Gitterpunkte:

Abbildung 2: zu Aufgabe 1.28

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Aufgabe 1.29: (Äquivalenzklassen) HHI ***



a) Zeigen Sie, dass die Relation R = (x, y) ∈ Z2 | x2 − y 2 ist durch 3 teilbar eine Äquiva-

lenzrelation ist und geben Sie alle Äquivalenzklassen an.



b) Zeigen Sie, dass die Relation R = (x, y) ∈ R2 | x − y ∈ Z eine Äquivalenzrelation ist und

geben Sie alle Äquivalenzklassen an.

c) Zeigen Sie, dass die Relation


R = (4, 4), (−4, 4), (4, −4), (−4, −4), (17, 17), (−17, 17), (17, −17), (−17, −17)

eine Äquivalenzrelation ist. Auf welcher Menge M? Geben Sie alle Äquivalenzklassen an.

Aufgabe 1.30: (Restklassen modulo m und Restklassenarithmetik) HHI **+

a) Die Relation Rm = {(x, y) ∈ Z2 )| m|(x − y)} ist für jedes m ∈ Z eine Äquivalenzrelation.
Die Schreibweise m|(x − y) bedeutet, dass (x − y) ohne Rest durch m teilbar ist. Geben
Sie für m = 2, m = 3 und m = 4 die Äquivalenzklassen, die auch Restklassen modulo m
genannt werden, explizit an. Überprüfen Sie, ob die Restklassen paarweise disjunkt sind und
ihre Vereinigung Z ergibt.

b) Für die Relation Rm aus a) werden die Restklassen mit [a]m = [a]Rm bezeichnet. Dabei ist
a∈Z ein beliebiger Repräsentant der Restklasse. In der Menge der Restklassen wird eine
Addition ⊕ und eine Multiplikation von Restklassen deniert

[a]m ⊕ [b]m = [a + b]m und [a]m [b]m = [a · b]m .

Sind die beiden Rechenoperationen wohldeniert, also unabhängig von der Wahl der Re-
präsentanten a und b? Geben Sie für die Fälle m = 2, m = 3 und m = 4 die dadurch
entstehenden Additions- und Multiplikationstabellen an.

Aufgabe 1.31: (Geometrische Interpretation von Äquivalenzklassen) HHI ***


Zeigen Sie, dass die folgenden Relationen Äquivalenzrelationen auf M sind. Bestimmen Sie jeweils
die Äquivalenzklassen von (2, 2) und (2, −2) und interpretieren Sie dies geometrisch.

a) M = R , (a, b) ∼ (c, d) ⇔ a2 + b2 = c2 + d2
2

b) M = R2 , (a, b) ∼ (c, d) ⇔ a · b = c · d

c) M = R2 \{(0, 0)}, (a, b) ∼ (c, d) ⇔ a · d = b · c.

Aufgabe 1.32: (Zahl möglicher Abbildungen) HHI **+


Wie viele verschiedene Abbildungen f : M −→ N mit N = {0, 1} existieren?
a) M = {1, 2, 3, 4} b) M = {k ∈ N|k ≤ n}
Gibt es einen Zusammenhang mit der Zahl der Elemente der Potenzmenge P(M )? Falls ja, be-
gründen Sie ihn und drücken Sie P(M ) mit Hilfe der Funktionen f aus.

Aufgabe 1.33: (Abbildungen) HHI ***


Die Menge A4 hat vier Elemente, die Mengen B3 , B4 und B5 haben entsprechend drei, vier und
fünf Elemente. Überlegen Sie jeweils, ob es Abbildungen

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f43 : A4 → B3
f44 : A4 → B4
f45 : A4 → B5

geben kann, die a) injektiv, aber nicht surjektiv, b) surjektiv, aber nicht injektiv, c) bijektiv sind.

Aufgabe 1.34: (injektive und surjektive Abbildungen) HHI **+


Es seien A, B , C Mengen und f : A → B , g : B → C Abbildungen.
a) Zeigen Sie: Ist g ◦ f injektiv, so ist auch f injektiv.
b) Zeigen Sie: Ist g◦f surjektiv, so ist auch g surjektiv.

c) Geben Sie ein Beispiel an, in dem g◦f bijektiv, aber weder g injektiv noch f surjektiv ist.

Aufgabe 1.35: (Bild und Urbild) HHH **+


Es seien M und N Mengen, M1 , M2 ⊂ M , ferner N1 , N2 ⊂ N und f : M −→ N eine Abbildung.
Zeigen Sie:

(a) f (M1 ∪ M2 ) = f (M1 ) ∪ f (M2 ) (b) f −1 (N1 ∪ N2 ) = f −1 (N1 ) ∪ f −1 (N2 )


(c) f −1 (N1 ∩ N2 ) = f −1 (N1 ) ∩ f −1 (N2 ) (d) f (M1 ∩ M2 ) ⊂ f (M1 ) ∩ f (M2 )
Warum gilt im Allgemeinen in d) nicht Gleichheit? Geben Sie ein Gegenbeispiel an.

Aufgabe 1.36: (Relationen und Funktionen) HII *++


Jede Abbildung (Funktion) f : R −→ R deniert durch R = {(x, y) ∈ R2 |y = f (x)} eine Relation
auf R2 . Überprüfen Sie, ob umgekehrt durch folgende Relationen Funktionen deniert sind. Wenn
ja, geben Sie den Denitions- und Wertebereich an. Sind diese Funktionen surjektiv, injektiv oder
bijektiv?

a) R = {(x, y) ∈ R2 |y = x2 } b) R = {(x, y) ∈ R2 |y 2 = x}
c) R = {(x, y) ∈ R2 |y 3 = x} d) R = {(x, y) ∈ R2 |x ∈ [0, π], y ∈ [0, 1], y = sin(x)}

Aufgabe 1.37: (Surjektivität und Injektivität) HHI ***


Untersuchen Sie die angegebenen Abbildung a) - e) auf Surjektivität und Injektivität.

a) p : N × N → N, (x, y) 7→ 2x−1 (2y − 1)


b) f : R3 → R2 , (x, y, z) 7→ (x + y, y + z)

c) f : R2 → R3 , (x, y) 7→ (x, x + y, y)
d) f : R2 → R2 , (x, y) 7→ (x · y, x + y)
e) f : R3 → R3 , (x, y, z) 7→ (x, −z, y)
f ) Gegeben sind die drei Punktmengen M1 , M2 , M3 . Alle drei Mengen haben unendliche viele
Elemente. Konstruieren Sie eine bijektive Abbildung der Punktmenge M1 auf die Punkt-
menge M2 . Geben Sie anschlieÿend eine bijektive Abbildung von M2 auf M3 an. Ist die
Verkettung dieser beiden Abbildungen ebenfalls bijektiv? Geben Sie diese Abbildung expli-
zit an. Können Sie sie anschaulich deuten? Bei welchem Verfahren aus der Vorlesung spielt
diese Abbildung eine Rolle?

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Abbildung 3: zu Aufgabe 1.37

Aufgabe 1.38: (Bijektivität und Umkehrfunktion) HHI **+


Geben Sie jeweils für die Zuordnungsvorschrift x 7→ f (x) die gröÿtmögliche Denitionsmenge
Df ⊂ R an. Bestimmen Sie die Wertemenge Wf der Funktion f : Df → R. Untersuchen Sie f
auf Surjektivität und Injektivität. Wie lautet, falls f bijektiv ist, die Umkehrfunktion f −1 ? Kann,
fallsf nicht bijektiv ist, durch die Wahl einer anderen Zielmenge N 6= R erreicht werden, dass
f : Df → N doch bijektiv ist, und wie lautet dann die Umkehrfunktion f −1 ?
2n 2n+1
a) x 7→ f (x) = 3x + 5 b) x 7→ f (x) = x , n ∈ N ∪ {0} c) x 7→ f (x) = x , n ∈ N ∪ {0}
√ 1
p
d) x 7→ f (x) = 3x e) x 7→ f (x) = f ) x 7→ f (x) = 2
x + 5x + 6, 25
1+x2
2−x x

g) x 7→ f (x) =
3+x h) x 7→ f (x) = √
1+x2
i) x 7→ f (x) = x2 − 6x + 8

Aufgabe 1.39: (Hintereinanderausführungen) HHI *++


Geben Sie jeweils die Hintereinanderausführungen g ◦ f und f ◦√g an, falls diese existieren.
a) f : [0, 1] → [−1, 4], f (x) = 5x − 1 g : [−1, 1] → [0, 1], g(x) = 1 − x2
b)
2
f : R\{3} → R\{0}, f (x) = x − 3 g : R\{0} → R\{−1}, g(x) = 7 −
x
x

c) f : R → R, x 7→ x 3
g : R → R≥0 , x 7→ |x|

Aufgabe 1.40: (Zuverlässigkeit technischer Systeme) HHI *++


Ein technische Gesamtsystem ist in der Regel aus zahlreichen Einzelsystemen zusammengesetzt.
Für die Analyse der Zuverlässigkeit des Gesamtsystems wird untersucht, ob der Ausfall eines
Teilsystems auch zum Ausfall des Gesamtsystems führen wird oder eventuell kompensiert werden
kann. In einem einfachen binären Modell geht man davon aus, dass zu einem Zeitpunkt für jedes
Teilsystem angegeben werden kann, ob es intakt oder defekt ist. Aus diesen Informationen soll
dann der Zustand des Gesamtsystems ermittelt werden.

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Mit Ti , i = 1, . . . , n werden die n Teilsysteme bezeichnet. Die Funktion f : T → {0, 1} mit


T = {T1 , · · · , Tn } legt für jedes Ti ∈ T über f (Ti ) = ti fest, ob es aktuell intakt ti = 1 oder defekt
ti = 0 ist. Die Systemfunktion S berechnet aus den Zuständen der Teilsysteme den Zustand des
n
Gesamtsystems, mit S : {0, 1} → {0, 1}. Das Gesamsystem ist intakt, wenn S(t1 , . . . , tn ) = 1 ist,
andernfalls ist es defekt.

a) Was sagen die beiden Systemfunktionen S über das jeweilige Gesamtsystem aus?
Qn
i) S(t1 , . . . , tn ) = i=1 ti
Qn
ii) S(t1 , . . . , tn ) = 1 − i=1 (1 − ti )
b) Systemfunktionen werden häug durch Zuverlässigkeitsschaltbilder veranschaulicht. Ord-
nen Sie die beiden Systemfunktionen aus a) mit einer Begründung den beiden dargestellten
Zuverlässigkeitsschaltbildern zu.

Abbildung 4: zu Aufgabe 1.40

c) Zeichen Sie die zu den beiden folgenden Systemfunktionen gehörenden Zuverlässigkeitsschalt-


bilder

i) S(t1 , t2 , t3 , t4 ) = (1 − (1 − t1 )(1 − t2 ))(1 − (1 − t3 )(1 − t4 ))


ii) S(t1 , t2 , t3 , t4 ) = 1 − (1 − t1 t3 )(1 − t2 t4 )

d) Begründen Sie die Eigenschaft der Systemfunktion S


S(t1 , t2 , t3 , t4 , t5 ) = t5 S(t1 , t2 , t3 , t4 , 1) + (1 − t5 )S(t1 , t2 , t3 , t4 , 0)

e) Geben Sie für das folgende Zuverlässigkeitsschaltbild die Systemfunktion an. In wie vielen
Fällen, in denen Teilsysteme ausfallen, bleibt das Gesamtsystem intakt?

Abbildung 5: zu Aufgabe 1.40

f ) Schreiben Sie ein C-Programm, das für jede mögliche Kombination der Zustände der Teil-
systeme in e) angibt, ob das Gesamtsystem intakt ist oder nicht.

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2 Zahlen

Aufgabe 2.1: (Summenschreibweise) HII *++


Welche Werte haben die folgenden Summen?
21 24 11 12
1 1
(2k + 1)2 − (2k − 3)2
P P P P
a)
k+2 − k−2 b)
k=1 k=4 k=0 k=1

Aufgabe 2.2: (Teleskopsumme) HII *++


Vereinfachen Sie die Summe und das Produkt für beliebige Werte ak ∈ R und bj ∈ R\{0} mit
n∈N
n−1 n−1
P Q bj+1
a) (ak+1 − ak ) b)
bj
k=1 j=1

Aufgabe 2.3: (Binomialkoeezienten) HII *++


Berechnen Sie für n∈N
n
 n
 (nk) n
 n

a)
2 b)
n−1 c) n d)
k − n−k
(k−1)

Aufgabe 2.4: (Binomialkoeezienten) HII **+


Beweisen Sie die Beziehung für die Binomialkoeezienten

     
n n n+1
+ = .
k k+1 k+1

Aufgabe 2.5: (Binomialkoeezienten) HII **+


Leiten Sie aus dem binomischen Satz Formeln für die beiden Summen ab:
n n
n n
 
(−1)k
P P
a) b)
k k
k=0 k=0

Aufgabe 2.6: (Vollständige Induktion) HHI ***


Beweisen Sie, dass für alle n∈N gilt

n n
1−q n+1
k 2 = 61 n(n + 1)(2n + 1) qk =
P P
a) (n ∈ N) b)
1−q (n ∈ N, q ∈ R \ {1})
k=1 k=0 !2
n n m m
m−1
1−x2
(1 + x2 j3 =
Q P P
c) )= 1−x (n ∈ N, x ∈ R \ {1}) d) j (m ∈ N)
m=1 j=1 j=1
l n
i2i = 2 + 2l+1 (l − 1) (−1)k+1 k 2 = (−1)n+1 n(n+1)
P P
e) (l ∈ N) f)
2 (n ∈ N)
i=1 k=1

g) Schreibt man die beiden Bits 102 n-mal hintereinander, so entsteht eine Binärzahl 1010 . . . 102
mit 2n Stellen. Geben Sie diese Zahl für beliebige n∈N als Dezimalzahl an.

Aufgabe 2.7: (Vollständige Induktion) HHH **+


Bestimmen Sie alle n∈N für die gilt
n−1 n
4n (2n)! n4
k3 < k3
P P
a)
n+1 < (n!)2 b)
4 <
k=1 k=1

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Aufgabe 2.8: (Vollständige Induktion) HHH **+


Beweisen Sie, dass für alle n∈N gilt

a) n3 + 5n ist durch 6 teilbar b) 11n+1 + 122n−1 ist durch 133 teilbar


n
c) 32 − 1 ist durch 2n+2 teilbar

Aufgabe 2.9: (Der Mars ist bewohnt) HHI *++


Finden Sie den Fehler im folgenden  Beweis dafür, dass der Mars bewohnt ist:
Satz: Wenn in einer Menge von n Planeten einer bewohnt ist, dann sind alle bewohnt.
Beweis mittels vollständiger Induktion:
n = 1: trivial
n → n + 1: Laut Annahme sind von einer Menge von n Planeten alle bewohnt, sobald nur einer
bewohnt ist. Nun betrachten wir eine Menge von n+1 P1 bis
Planeten (die wir willkürlich mit
Pn+1 bezeichnen). Von diesen schlieÿen wir vorläug einen aus unsere Betrachtungen aus, z. B.
Pn+1 . Wenn von der übriggebliebenen Menge von n Planeten nur einer bewohnt ist, sind laut
Annahme alle bewohnt. Nun schlieÿen wir von den n bewohnten Planeten einen aus, z. B. P1 , und
nehmen Pn+1 wieder hinzu. Wir erhalten wieder eine Menge von n Planeten, die bis auf Pn+1 alle
bewohnt sind. Auf jeden Fall ist einer bewohnt, demnach alle, also ist auch Pn+1 bewohnt.
Da die Erde ein bewohnter Planet ist, ist also auch der Mars bewohnt.

Aufgabe 2.10: (Abzählbarkeit) HHI *++


a) Ist die Vereinigung zweier abzählbarer Mengen abzählbar oder überabzählbar?
b) Ist die Menge der Abbildungen f : N −→ N mit N = {0, 1} abzählbar oder überabzählbar?

Aufgabe 2.11: (Supremum, Maximum, Inmum und Minimum) HHI **+


Sind die folgenden Mengen beschränkt? Geben Sie Maximum, Minimum, Supremum und Inmum
an, falls diese existieren.
n o n o
a) M = x ∈ R x = n+1
n ,n ∈ N b) M = x ∈ R x = (−1)n+1 n+1
n ,n ∈ N

n o n o
−n 2
c) M = x ∈ R x = n , n ∈ Z \ {0} d) M = x ∈ R x < 1

|x|
n o n o
e) M = y ∈ R y =

, x∈R f) M = y ∈ R y = −
x , x > −1
1 + |x| 1+x
n o

g) M = x ∈ R (x − 1)(x − 2)(x − 3) < 0

h) M = y ∈ R y = x +
1 1
x, 2 ≤ x ≤ 2

Aufgabe 2.12: (Dreiecksungleichung) HHI **+


Die Betragsfunktion |.| : R −→ R ist deniert durch


x für x≥0
|x| =
−x für x<0

Zeigen Sie, dass für alle x, y ∈ R gilt

a) x ≤ |x| b) −|x| ≤ x c) −|x| ≤ x ≤ |x|


d) |x + y| ≤ |x| + |y| e) |x − y| ≤ |x| + |y| f) ||x| − |y|| ≤ |x ± y|

Aufgabe 2.13: (Mengendenition über Beträge) HHI **+


Veranschaulichen Sie die Mengen auf der Zahlengeraden oder in einer Skizze in einem x-y Koor-
dinatensystem in der Ebene

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a) M1 = {x ∈ R| |x − 2| + |x + 1| > 4} b) M2 = {x ∈ R| |x + 1| − |2x − 1| ≤ 4}
c) M3 = {(x, y) ∈ R2 | |x + 1| + |y − 1| ≥ 1} d) M4 = {(x, y) ∈ R2 | |x − 1| − |y + 1| < 1}
e) M5 = {(x, y) ∈ R2 | |2x − 3y| ≤ 6}

Aufgabe 2.14: (Körper) HHI *++


a) Zeigen Sie, dass die Menge M = {0, 1} mit den beiden Verknüpfungen ⊕ und ein Körper ist.

⊕ 0 1 0 1

0 0 1 0 0 0
1 1 0 1 0 1

b) In Aufgabe 1.30 wurden Addition und Multiplikation von Restklassen [a]m für m = 2, m = 3 und
m=4 deniert. Können Sie anhand der Additions- und Multiplikationstabellen sofort erkennen,
dass es sich bei einem der Fälle nicht um einen Körper handeln kann?


Aufgabe 2.15:
√ (Q( 2 ) HHI *++
Die Menge Q( 2 ) ⊂ R ist deniert durch

√ √
Q( 2 ) = {x + 2 y| x, y ∈ Q}

Welche Eigenschaften hat diese Menge, wenn Sie die bekannten Rechenregeln für reelle Zahlen

zugrunde legen? Ist 3 Element der Menge?

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3 Folgen und Reihen

Aufgabe 3.1: (arithmetische und geometrische Folge) HII *++


a) Durcha1 = c und an+1 = an + d, n ∈ N, d ∈ R wird eine arithmetische Folge rekursiv deniert.
Geben Sie das allgemeine Bildungsgesetz für die Folgenglieder han in∈N an.
b) Durch a1 = c und an+1 = qan , n ∈ N, q ∈ R wird eine geometrische Folge rekursiv deniert.
Geben Sie das allgemeine Bildungsgesetz für die Folgenglieder han in∈N an.

Aufgabe 3.2: (Bildungsvorschriften für Folgen) HHI ***


Nachfolgend sind jeweils die ersten Glieder einer Folge han in∈N angegeben. Geben Sie für alle
Glieder der Folge je nach Kennzeichnung entweder eine explizite Bildungsvorschrift (→) oder
eine rekursive Bildungsvorschrift (#) oder beides (→ / #) an. Untersuchen Sie jeweils, ob die
Folge monoton, beschränkt oder alternierend ist. Geben Sie jeweils sup{an }n∈N , max{an }n∈N ,
inf{an }n∈N undmin{an }n∈N an, falls diese existieren. Dabei bezeichnet {an }n∈N die Wertemenge
der Funktion, die die Folge han in∈N deniert.
1 3 5 7 , 9 ,... 1 1
b) −1, , −2, , −3, , −4,
1 1
a)
4 , 9 , 16 , 25q 36 (→)
2 4 8 16 , . . . (→)
√ p √ p √
c) 5, 5 5, 5 5 5, . . . (→/#) d) 0,2 ; 0,04 ; 0,008 ; . . . (→/#)

1 4 9 16
e)
2, 3, 4, 5 , . . . (→) f ) 1, 0, 1, 0, 1, 0, . . . (→)

g) 0,2 ; 0,22 ; 0,222 ; . . .


1
h) 1, , ,
1 1 1
(→/#)
2 6 24 , 120 , . . . (→/#)

2 , 1, 8 , 11 , 14 , 17 , . . . √ √ √
i) (→) j) 2, 7, 10, 13, 4, . . . (→)
3 7 9 11 13
k) 1, 1, −1, 1, 1, −1, 1, 1, −1, . . .
1 1
l) − , , −
1 1 1 1
(→)
2 6 12 , 20 , − 30 , 42 , . . . (→/#)

m) 1, 3, 6, 10, 15, 21, . . . (→/#) n) 1, 4, 9, 16, 25, 36, . . . (→/#)


1 1 1 1 1
o) 1, 1 + 1, 1+ 1+ 11
, 1+ 1+ 1 , 1+ 1+ 1 , 1+ 1+ 1 ,... (#)
1+ 1 1+ 1 1+ 1
1 1+ 1 1+ 1
1 1+ 1
1
p) 1, 1 + 12 , 1 + 1
2+ 21
, 1+ 2+
1
1 , 1+ 2+
1
1 , 1+ 2+
1
1 ,... (#)
2+ 1 2+ 1 2+ 1
2 2+ 1 2+ 1
2 2+ 1
2

Aufgabe 3.3: (Eigenschaften von Folgen) HHI **+


Untersuchen Sie jeweils, ob eine Folge han in∈N existiert, die die angekreuzten Eigenschaften besitzt
und die nicht angekreuzten Eigenschaften nicht besitzt. Geben Sie im Fall der Existenz ein Beispiel
an.

nach oben nach unten monoton monoton


alternierend
beschränkt beschränkt wachsend fallend

a) × × × ×
b) × × ×
c) × ×
d) × × ×
e) × ×
f) ×
g) × ×
h) ×
i) ×
j)

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Aufgabe 3.4: (Verhalten von Folgen) HII *++


Gegeben sind die Folgen han in∈N . Ab welchem Index n0 ∈ N gilt |an | < ε mit ε = 10−1 , 10−3 , 10−5
>0
oder bei beliebigem ε ∈ R .
3 1 n 1 (−1)n
a) h i b) h n−1 i c) h
n 2 2n+1 − 2 i d) h
2n+1 i
3 5 >0
Ab welchem Index n0 ∈ N gilt an > K mit K = 10, 10 , 10 oder bei beliebigem K ∈ R .
2 n
e) h2n − 1i f ) hn − 1i g) h3 + 1i

Aufgabe 3.5: (Konvergenz von Folgen) HII **+


Gegeben ist die Folge han i. Bestimmen Sie den Grenzwert a von han i und zeigen Sie, dass zu
jedem ε>0 ein n0 = n0 (ε) ∈ N existiert, so dass |an − a| < ε für alle n ≥ n0 ist.
D E
2n+1

1
n 1

a) b) c) ((1 + (−1) ))
3n−2 2n n

D E D E
n−1 2n2 +3n
(− 35 )n + 1


d) √ e) f)
n n 4n2 +1

Aufgabe 3.6: (Sierpinski-Dreieck) HHI **+


Vor ungfähr 100 Jahren konstruiert der polnische Mathematiker Wacªaw Sierpi«ski ausgehend
von einem gleichseitigen Dreieck ein geometrisches Objekt mit besonderen Eigenschaften. Es wird
seither Sierpinski-Dreieck genannt. In einem ersten Schritt wird aus dem Dreieck das mittlere
Teildreieck herausgeschnitten. In einem zweiten Schritt wird bei den verbleibenden drei schwar-
zen Dreiecken wiederum jeweils das mittlere herausgeschnitten. Diese Prozedur wird anschlieÿend
rekursiv unendlich oft wiederholt.

Geben Sie für jeden Schritt der Konstruktion die Zahl der schwarzen Dreiecke Nn , die Seitenlänge
eines Dreiecks Ln , die Gröÿe der schwarzen Fläche An und deren Umfang Un an. Konvergieren
die so entstehenden Folgen hNn i, hLn i, hAn i und hUn i?
In einem d-dimensionalen Raum besteht ein Zusammenhang zwischen der Zahl der Teilächen
oder Teilvolumina Nn , die benötigt werden um ein Objekt zu überdecken, und deren Länge Ln
 d
1
Nn = k
Ln
mit einer Konstanten k. Welche Dimension d besitzt das Sierpinski-Dreieck?

Aufgabe 3.7: (Fibonacci-Folge und Goldener Schnitt) HHI **+


Die Fibonacci-Folge hFn in∈N wurde in der Vorlesung gemäÿ

F1 := 1, F2 := 1, Fn := Fn−1 + Fn−2 (n ∈ N, n ≥ 3)
rekursiv deniert. Es sei
√ √
1+ 5 1− 5
Φ := und Ψ := = 1 − Φ.
2 2
Zeigen Sie:

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a) Die Fibonacci-Folge hat die explizite Bildungsvorschrift

1
Fn = √ Φn − Ψn

(n ∈ N).
5
b) Es gilt
Fn+1
lim = Φ.
n→∞ Fn
Hinweis: Für zwei reelle Zahlen a, b ∈ R mit a > b > 0, die der Gleichung
a+b = a genügen, gilt
a b
a = Φ. Φ wird als der Goldene Schnitt bezeichnet.
b

Aufgabe 3.8: (Konvergenz von Folgen) HHI ***


Untersuchen Sie die Folgen aus Aufgabe 3.2 auf Konvergenz. Wie lautet gegebenenfalls der Grenz-
wert?

Tipp zu o): Stellen Sie die Glieder der Folge als gewöhnliche Brüche dar und nutzen Sie Aufgabe
3.7 b).

Tipp zu p): Ersetzen Sie in der rekursiven Bildungsvorschrift der Folge sowohl an als auch an+1
durch den hypothetischen Grenzwert a und lösen Sie die entstehende Gleichung nach a auf. Setzen
Sie dann dn := an − a und zeigen Sie anhand der rekursiven Bildungsvorschrift, dass hdn in∈N eine
Nullfolge ist.

Aufgabe 3.9: (Gesetzmäÿigkeiten für die Konvergenz von Folgen) HHH *++
Zeigen Sie:

a) Der Grenzwert einer konvergenten Folge ist eindeutig.

Tipp: Nehmen Sie an, eine konvergente Folge habe zwei verschiedene Grenzwerte, und führen
Sie diese Annahme zu einem Widerspruch.

b) Ist eine Folge han in∈N monoton wachsend und nach oben beschränkt, so gilt lim an =
n→∞
sup{an }n∈N .
c) Ist eine Folge han in∈N monoton fallend und nach unten beschränkt, so gilt lim an =
n→∞
inf{an }n∈N .
d) Ist eine Folge han in∈N konvergent gegen den Grenzwert −10−7 , so sind unendlich viele Glieder
der Folge negativ.

e) Eine Folge han in∈N konvergiert genau dann gegen den Grenzwert a ∈ R, wenn die Folge
han − ain∈N eine Nullfolge ist.
f ) Die Beschränktheit einer Folge ist nicht hinreichend für ihre Konvergenz.

g) Ist eine Folge han in∈N konvergent gegen den Grenzwert a∈R und gilt an > 0 für unendlich
viele n ∈ N, so ista ≥ 0.
h) Sind han in∈N und hbn in∈N zwei Folgen mit lim an = a ∈ R und lim (bn − an ) = 0, so gilt
n→∞ n→∞
lim bn = a.
n→∞

i) Ist han in∈N eine Folge und hnk ik∈N eine streng monoton wachsende Folgen natürlicher Zahlen,
nk ∈ N, dann nennt man die Folge hxk ik∈N = hank ik∈N eine Teilfolge von han in∈N . Zeigen
Sie, dass sich aus der Konvergenz lim an = a die Konvergenz der Teilfolge gegen denselben
n→∞
Grenzwert ergibt lim xk = a.
k→∞

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Aufgabe 3.10: (Gleitender Mittelwert) HHH *++


Beweisen Sie mit der Denition des Grenzwerts folgende Aussage: Wenn han i gegen a konvergiert,
so konvergiert auch die Folge hbn i der gleitenden Mittelwerte gegen a
n
1X
bn = ak , n ∈ N.
n
k=1

Aufgabe 3.11: (Rechenregeln für Grenzwerte) HII **+


Gegeben sind die Folgen

(n − 1)2
   
1−n
han i = und hbn i = .
2n2 + 1 3n + 1

Bestimmen Sie den Grenzwert der Folgen hcn i mit

a) cn = an + bn b) cn = bn − an c) an · bn
cn = √
a
d) cn = n , n ≥ 2 e) cn = |bn | f) cn = 8an
bn

Aufgabe 3.12: (Grenzwerte von Folgen) HHI ***


Berechnen Sie:

n2 + n + 2 (n + 1)2 − n2 4n4 − n + 2
a) lim b) lim c) lim
n→∞ 4n3 + 1 n→∞ n n→∞ 2n4 + 2n2 + n

n + n3 −4n2 + 3n3 + 7 2n + (−1)n


d) lim e) lim f) lim
n→∞ 1 + n + n2 + 3n3 + 4n4 n→∞ 2n3 + 5n n→∞ n

2n4 − 3n2 + 17  2 − 3n 2 32n − 19


g) lim h) lim i) lim
n→∞ 1000n3 + n2 + n n→∞ 1 + 4n n→∞ 9n + 12

s
4(n + 1)4 3n2 + 4n 3 5 + 5n + 2n2
j) lim k) lim p l) lim
n→∞ 3n4 + 3n + 5 n→∞ 3 n→∞ 16n2 + 12n + 4
n6 + n4 + 1
1 + 2 + ... + n √ √ √
m) lim n) lim ( n + 1 − n) o) lim n
a (a ≥ 1)
n→∞ n2 n→∞ n→∞

r
n−1
1−
p  1  1  1 n
p) lim ( 9n2 + 2n + 1 − 3n) q) lim 1− 1− ··· 1 − r) lim
n→∞ n→∞ 2 3 n n→∞ n−1
1−
2
n
 1 n  1 n n!
s) lim 1+ t) lim 1+ u) lim
n→∞ n2 n→∞ n2 n→∞ nn

Aufgabe 3.13: (Grenzwerte nach Euler) HHH **+


 1 n
Berechnen Sie mit Hilfe des bekannten Grenzwertes lim 1+ = e die folgenden Limites.
n→∞ n
Beachten Sie bei c), d) auch die Aufgabe 3.9 i)
 1 n+1  1 3n−1
a) lim 1+ b) lim 1+
n→∞ n n→∞ n
 n + 2 n  1 2n
c) lim , n>2 d) lim 1+
n→∞ n − 2 n→∞ 3n

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Aufgabe 3.14: (Grenzwerte von Reihen) HHI ***


Berechnen Sie:
∞ ∞  ∞
X (−1)n X n+1 n  X 1
a) b) − c)
n=0
2n n=1
n+2 n+1 n=2
n−1
3
∞  ∞ ∞
X 1 1 X 1 X 3
d) − e) f) n
n=1
n3 + 3n2 + 3n + 1 n3 n=1
n(n + 1) n=1
4

Aufgabe 3.15: (Länge einer Spirale aus Kreissegmenten) HII **+


Eine Spirale entsteht durch Aneinandersetzen von Halbkreisen. Der Radius des ersten Halbkreises
sei a, der Radius des folgenden ist jeweis 3/4 mal so groÿ. Berechnen Sie die Länge der gesamten
Spirale.

Aufgabe 3.16: (Turm aus Ziegelsteinen) HHH **+


Homogene Ziegelsteine der Länge l sollen mit einem Überhang gestapelt werden. Wie groÿ kann der
Überhang T maximal werden, wenn genügend Steine vorhanden sind und ein labiles Gleichgewicht
noch zugelassen wird?

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Aufgabe 3.17: (Konvergenzkriterien) HHI ***


Untersuchen Sie folgende Reihen auf Konvergenz.
1 3 5 7
a)
2 + 4 + 6 + 8 + ··· b) ( 12 )1 + ( 23 )2 + ( 34 )3 + ( 45 )4 + · · · c)
2
3 + 4
9 + 6
27 + 8
81 + ···

∞ ∞ 
1 1 1
X 1 X n 2n
d)
100 + 200 + 300 + ··· e) √ f)
n=1
n
n n=1
n+1
∞ ∞ ∞ 
X n5 X 1 X 1 n
g) h) i)
n=1
n! n=1
arctan n n=1
arctan n
∞ ∞ √ ∞
X 1 X n−1 X 2n−1
j)   k) √ l)
n=1 n ln 1 + 1
n=1 n 5+1
n=1
3n + 1
n
∞ ∞ ∞  n
X √ X n! X 5 n−2
m) ( n n − 1)n n) o)
n=1 n=1
2 · 4 · 6 · · · 2n n=1
6 n+2
∞ √
3 ∞ ∞ √ √
X n2 + 1 X
n+1 n X n+1− n
p) √ q) (−1) r) √
n=1
n2 6 n5 + n − 1 n=1
n2 + 1 n=1
n

Aufgabe 3.18: (Konvergenzradien von Potenzreihen) HHI ***


In Aufgabe 3.17 wurde die Konvergenz von Reihen

X
an
n=1

untersucht. Betrachten Sie die dort gegebenen Reihenglieder an jeweils als Koezienten einer
Potenzreihe ∞
X
an (x − x0 )n
n=1

und bestimmen Sie die zugehörigen Konvergenzradien.

Aufgabe 3.19: (Koch'sche Schneeocke) HHI *++


Unter einer Koch'schen Schneeocke versteht man eine Menge, die von einer Kurve eingeschlossen
wird, die durch den folgenden iterativen Prozess entsteht: Ausgehend von einem gleichseitigen
Dreieck der Kantenlänge 1 wird jede Kante durch den in der Abbildung gezeigten Streckenzug
ersetzt. Die ersten drei Iterationen der enstehenden Kurve sind dargestellt.

Bestimmen Sie den Umfang und den Flächeninhalt der Koch'schen Schneeocke.

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4 Reelle Funktionen

Aufgabe 4.1: (Gesetzmäÿigkeiten für Funktionen) HHI **+


Beweisen Sie:

a) Für alle n ∈ N0 ist x 7→ x2n eine gerade und x 7→ x2n+1 eine ungerade Funktion auf
R.
1

Ist f eine beliebige Funktion auf R, so ist durch g(x) =
b)
2 f (x)+f (−x) eine gerade Funktion
1

g und durch u(x) = 2 f (x) − f (−x) eine ungerade Funktion u auf R gegeben.

c) Jede beliebige Funktion f auf R lässt sich eindeutig als Summe einer geraden und einer
ungeraden Funktion auf R schreiben.

d) Das Produkt zwei gerader Funktionen ist gerade, das Produkt zweier ungerader Funktionen
ist gerade, das Produkt einer geraden und einer ungeraden Funktion ist ungerade.

e) Ist eine Funktion f auf D⊂R streng monoton (wachsend oder fallend), so ist sie injektiv.

f ) Ist eine Funktionf auf D ⊂ R streng monoton (wachsend oder fallend) und schränkt man
f (D) ein, so ist f umkehrbar und die Umkehrfunktion f −1 weist dieselbe
ihre Zielmenge auf
Monotonieeigenschaft wie f auf.

Aufgabe 4.2: (Periodische Funktionen) HII **+


Untersuchen Sie die folgenden Funktionen f : R −→ R auf Periodizität. Dabei ist [x] für reelle x
die gröÿte ganze Zahl kleiner oder gleich x.

a) f1 (x) = x − [x] b)f2 (x) = sin(2πx) c) f3 (x) = sin(πx) + cos(7πx)


(
1
x−[x] x∈
/Z 10
P
d) f4 (x) = e)f5 (x) = cos(nx) f) f6 (x) = sin(x) + sin(πx)
1 x∈Z n=0

g) Gegeben sind zwei periodische Funktionen g1 und g2 mit den primitiven Perioden p1 und p2 .
p1
Zeigen Sie, dass die Funktion g1 + g2 periodisch ist, wenn
p2 ∈ Q.

Aufgabe 4.3: (Grenzwerte von Funktionen) HII **+


Gegeben sind die Funktionen f : R>0 −→ R. Bestimmen Sie die Grenzwerte g = lim f (x) und
x→∞
geben Sie für jedes ε>0 ein M (ε) an, so dass |f (x) − g| < ε für alle x > M (ε).
3x+2 4−3x
a) f (x) = 2x b)f (x) = x+1 c) f (x) = x−1

x |x|
2x2 −1 2x+sin(4x) cos x
d) f (x) = x2 e)f (x) = 3x f) f (x) = √ 2
x+1

Aufgabe 4.4: (Grenzwerte von Funktionen) HII **+


Betrachten Sie die Abbildungsvorschriften a)-e) von Aufgabe 4.3 als Funktionen f : R<0 −→ R.
Bestimmen Sie die Grenzwerte g = lim f (x) und geben Sie für jedes ε>0 ein m(ε) an, so dass
x→−∞
|f (x) − g| < ε für alle x < m(ε).

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Aufgabe 4.5: (Grenzwerte für x → ±∞) HHI ***


Berechnen Sie:

x2 − 3  x4  7 + 13x2 − 6x3
a) lim b) lim − x c) lim
x→±∞ 2x2 + 5 x→±∞ x3 − 1 x→±∞ 3x3 − 5x
2
√ √  x3 − 4x x2 + 2

d) lim x+2− x e) lim f) lim
x→∞ x→±∞ x + 1 x→±∞ 2x3 − 3
s p √
18x2 + 7x x2 + 1 + x |x|
g) lim h) lim p i) lim
x→±∞ 2x2 − 1 x→∞ 4 3
x + x − 21 x x→±∞ x
p
x2 + 1 p x
j) lim k) lim x( x2 + 1 − x) l) lim
x→±∞ x+1 x→∞ x→±∞ 1 + x2
s
x2
  
6x + 2 4 1 (2x − 1)(4x + 7)
m) lim x−5 2 n) lim o) lim 3
x→±∞ 7x2 − 3 3 x x→±∞ (x − 3)2 x→±∞ 1 + x2

Aufgabe 4.6: (Grenzwerte von Funktionen) HHI **+


Für die angegebenen Grenzwerte g soll für ein beliebiges ε > 0 ein δ(ε) angegeben werden, so dass
|f (x) − g| < ε für alle |x − x0 | < δ(ε).

a) lim
x2 − 4 = 4 b) lim 3x + 6 = 1 c) lim x 2
= 12 d) lim x x− x = −1
x→2 x − 2 3
x→−2 x + 8 4 x→1 x + 1 x→0

Aufgabe 4.7: (Grenzwerte von Funktionen) HHI ***


Bestimmen Sie mit Hilfe der Grenzwertsätze die Grenzwerte der Funktionen für x −→ x0
2 2
a) f (x) = x4 − 2 , x0 = 2 b)f (x) = 3x − 4x
2x + 5 , x0 = −1
x −4√ √
(x − 2) 3 − x
c) f (x) = , x0 = 2 d) f (x) = 2 − x4 − x , x0 = 0
x2 + x − 6
  r
e)f (x) =
1 − 3 x2 − x , x = 1
x − 1 1 − x3 , x 0 = 1 f) f (x) =
2x2 − 2
0

sgn(x − 3),
(
x<2
g) f (x) = 4x2 − 4x − 8 , x0 = 2
x>2
12 − 3x2

Die Vorzeichenfunktion oder Signumfunktion ist deniert durch sgn(x) = 1 für x > 0, sgn(x) = 0
für x=0 und sgn(x) = −1 für x<0

Aufgabe 4.8: (Grenzwerte für x → x0 ) HHI ***


Berechnen Sie jeweils den Grenzwert, falls er existiert.

x2 − 1 (x + 3)2 − 9 4−x
a) lim 5x2 b) lim c) lim d) lim √
x→7 x→1 x2 + 1 x→0 x x→4 2− x

x3 − a3 x2 − 5x + 6 3x4 − 4x3 + 1
 
1 11
e) lim (a ∈ R) f ) lim − g) lim h) lim
x→a x − a x→2 2 − x 8 − x3 x→2 x2 − 7x + 10 x→1 (x − 1)2

xn − 1 4x3 − 3x4
 
1 3 1+x−1
i) lim (n ∈ N) j) lim − k) lim l) lim
x→1 x − 1 x→1 1 − x 1 − x3 x→0 x x→0 5x3 − 3x5

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Aufgabe 4.9: (Vermischte Grenzwerte) HHH ***


Berechnen Sie:
sin(sin x)
lim sin
√ x
1
a) lim 2 x−1 b) limπ 3tan 2x c) lim x d)
x↑1 x↓ 4 x→0 x↓0 x3
lim π sin 2x lim 1 − cos x lim 1 + α
 x
e)
x↑ π
2
2 − x tan x f) lim sin
x→0 3x g)
x→0 x2
h)
x→∞ x (α > 0)
 2x+1
i) lim 2x2x + 3 j) lim(1 + tan x)cot x k) lim ln x l) lim lnαx (α > 0)
x→∞ +1 x↓0 x→∞ x x→∞ x
α
m) lim xx n) lim xx (α > 0) o) lim x ln x p) lim xx
x→∞ e x→∞ e x↓0 x↓0

Tipps: lim sin x


x = 1, x→∞
1  x = e.
lim 1 + x
x→0

Aufgabe 4.10: (Stetigkeit über ε-δ-Formalismus) HHI ***


Untersuchen Sie mithilfe des ε-δ -Formalismus, ob die Funktionen f an der Stelle x0 stetig sind.
a) f (x) = 2x − 1, x0 = 1 b) f (x) = x2 , x0 = −1 c)
1 , x = −2
f (x) = x 0

2x2 − 8
(
√ 2 für x 6= 2 , x = 2
d) f (x) = x − 1, x0 = 2 e) f (x) = x x+ 1 , x0 = 0 f) f (x) = x−2 0
8 für x=2
(
1
xm sin x für x 6= 0
g) f (x) = , m ∈ N, x0 = 0
0 für x=0

Aufgabe 4.11: (Stetigkeit von Funktionen) HII **+


Welche der folgenden Funktionen f : x 7→ f (x) sind an der Stelle x0 stetig, welche unstetig? Geben
Sie eine Begründung an!
(
x2 + 2x + 2 für x ∈ (−∞, −1]
a) f (x) = , x0 = −1 b) f (x) = x − [x], x0 = 1
x+2 für x ∈ (−1, ∞)
(
x − |x|
c) f (x) = x für x 6= 0 , x = 0 d) f (x) = 1 , x =π
0 x 0
2 für x=0 tan
r 2
1
f (x) = sin x + 3π x − 1 , x = −1
e)
cos x , x0 = 4 f ) f (x) =
x2 + x − 2
0

|x|(x − 1)2
(
f (x) = (−1)[x] , x0 = 2 h) f (x) = für x 6= 0 , x = 0
g) x 0
0 für x = 0

Aufgabe 4.12: (Linksseitige und rechtsseitige Stetigkeit) HHI **+


Wie sind jeweils die Parameter a, b ∈ R zu wählen, damit f stetig auf ganz R ist?
 
( )  −x − 1 für x < −1 
2
ax + 3 für x>1

 

a) f (x) = b) f (x) = a cos π2 x − π  + b sin πx − π 
2 2 für x ∈ [−1, 1]
x+1 für x≤1 √

 

x+3 für x>1

a für

x ≤ 0
(
1 −

a + b
 )
x +1
 2
x−2 x+2 für x ∈ R \ {−2, 2}
c) f (x) = d) f (x) = x2 − 4
 sin(x/2) für x > 0 0 für x ∈ {−2, 2}
2x

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Aufgabe 4.13: (Grenzwert bei Potenzfunktionen) HHI **+


Bestimmen Sie für die Funktionen f (x) = xn , Df = R, n ∈ N bei festem x unter Zuhilfenahme
f (x + h) − f (x)
des binomischen Satzes den Grenzwert lim
h→0 h

Aufgabe 4.14: (Polynome über einem endlichen Körper) HII *++


In Aufgabe 2.14 wurde gezeigt, dass die Menge M = {0, 1} mit den beiden gegebenen Verknüp-
+,·
fungen ein Körper ist. Ein Polynom vom Grad n über diesem Körper M ist eine Funktion
p:M →M
p(x) = an xn + an−1 xn−1 + · · · + a1 x1 + a0

mit Koezienten ai ∈ M, i = 0, 1, ..., n und an 6= 0. Bestimmen Sie die Nullstellen der Polynome
und geben Sie eine Zerlegung in Linearfaktoren an.

a) f (x) = x2 + 1 b) f (x) = x3 + x c) f (x) = x3 + x2 + x + 1 d) f (x) = x4 + 1

Berechnen Sie für diesen Körper die ersten Zeilen des Pascalschen Dreiecks.

Aufgabe 4.15: (Gebrochen rationale Funktionen) HHI **+


Gesucht sind vier gebrochen rationale Funktionen. Der Graph soll jeweils qualitativ durch eine der
nebenstehenden Abbildungen (I-IV) wiedergegeben werden. Zähler- und Nennerpolynom haben für
alle vier Funktionen einen Grad kleiner oder gleich zwei.

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Aufgabe 4.16: (Ganzrationale Funktionen) HII **+


r
(x − xi )ki h(x) mit paarweise
Q
Gesucht ist die Zerlegung der Polynome f in der Form f (x) =
i=1
verschiedenen reellen Nullstellen xi , Linearfaktoren (x − xi ), den Vielfachheiten ki und einem
Polynom h, das keine reellen Nullstellen besitzt.

a) f (x) = x3 − x2 − x + 1 b) f (x) = 2x3 + 4x2 + 4x + 2 c) f (x) = −x2 + x + 6


4 2
d) f (x) = x − 191x − 980 e) f (x) = 2x2 + 4x + 20 f) f (x) = 4x4 − 1

Aufgabe 4.17: (Bergsteiger) HII *++


Ein Bergsteiger beginnt morgens um 6 Uhr mit dem Aufstieg zum Gipfel. Er erreicht am selben
Tag um 18 Uhr die Bergspitze. Dort übernachtet er und beginnt am nächsten morgen um 6 Uhr
den Abstieg auf demselben Weg. Nach 12 Stunden kommt er an seinen Ausgangspunkt zurück.
Begründen Sie, dass es mindestens einen Punkt seines Weges gibt, an dem er sich beim Aufstieg
und beim Abstieg zur selben Tageszeit befand.

Aufgabe 4.18: (Hyperbelfunktionen und Potenzreihen) HII **+


Schreiben Sie die Exponentialfunktion x 7→ ex , x ∈ R als Summe einer geraden und einer
ungeraden Funktion. Leiten Sie aus der Potenzreihendarstellung der Exponentialfunktion ex =

P 1 xn , x ∈ R die Potenzreihendarstellung der Funktionen sinh(x) und cosh(x) ab.
n=0
n!

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5 Komplexe Zahlen

Aufgabe 5.1: (Rechenregeln für komplexe Zahlen) HHI **+


Zeigen Sie, dass die Addition und die Multiplikation komplexer Zahlen jeweils dem Assoziativgesetz
und dem Kommutativgesetz sowie gemeinsam dem Distributivgesetz genügen.

Aufgabe 5.2: (Rechenregeln für komplexe Konjugation) HII **+


Zeigen Sie, dass für alle z, z1 , z2 ∈ C gilt:

a) z=z

b) Re z = 12 (z + z), Im
1 (z − z)
z = 2j

c) z · z = (Re z)2 + (Im z)2 ≥ 0


d) z1 + z2 = z1 + z2 , z1 · z2 = z1 · z2

e) z=z ⇔ z∈R

Aufgabe 5.3: (Rechenregeln für den Betrag komplexer Zahlen) HHI **+
Zeigen Sie, dass für alle z, z1 , z2 ∈ C gilt:

a) |z| = |−z| = |z| = z · z
b) |Re z| ≤ |z|, |Im z| ≤ |z|
c) |z| = 0 ⇔ z = 0
d) |z1 · z2 | = |z1 | · |z2 |

e) |z1 + z2 | ≤ |z1 | + |z2 | (Dreiecksungleichung)

Aufgabe 5.4: (Kartesische Darstellung komplexer Zahlen) HHI ***


Geben Sie die folgenden komplexen Zahlen jeweils in ihrer kartesischen Darstellung an und zeichnen
Sie sie in die komplexe Ebene ein.

3 + 4j j(2 + j) (1 + j)2 π √ 25π


a)
1 − 2j b) c) 2j 3 − j d) 4ej 6 e) 2ej 4
(1 + j)(2 − j)
11π √ −j π
f) jej 4 g) 3ej4π + 2ej7π h) 2e 4 i) (1 − j)9 j) ej

Aufgabe 5.5: (Exponentielle Darstellung komplexer Zahlen) HHI ***


Geben Sie die folgenden komplexen Zahlen jeweils in ihrer exponentiellen Darstellung an und
zeichnen Sie sie√in die komplexe Ebene ein. √
a) 1+j 3 b) −5 c) −5 − j5 d) (1 − j 3)3 e) (1 + j)5
6
√ 2−j√ √  √ 21
f) ( 3 + j 3 )(1 − j) g)
3 h)
2 i) 3 + j4 j)
1 +j 3
6 7 + j7 2 2
2+j√
3

Aufgabe 5.6: (Elementare Zusammenhänge bei komplexen Zahlen) HHI ***


Es seien w, z ∈ C, r = |z|, ϕ = arg z , α, β ∈ R, n ∈ N. Zeigen Sie unter Verwendung der Eulerschen
Formel:

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a) cos α = 12 (ejα + e−jα ) b)


1 (ejα − e−jα )
sin α = 2j c) cos2 α = 12 (1 + cos 2α)

d) sin(α + β) = sin α cos β + cos α sin β e) cos(α + β) = cos α cos β − sin α sin β

f) |ejα | = 1 g) Re z = 21 (z + z) h) Im
1 (z − z)
z = 2i i) ez = ez

j) z = re−jϕ k) zz = r2 l)
z = e2jϕ m) z n = rn einϕ
z
n) |z| = |z| o) w+z =w+z p) |wz| = |w||z| q) wz = w z

Aufgabe 5.7: (Lösungsmenge komplexer Gleichungen) HHI ***


Wie lautet jeweils zu der angegebenen Gleichung die Lösungsmenge für z ∈ C?
z−1 = 1+j 1 z = 1 − 3j
a)
z−2 2−j b)
z+1 =3−j c)
z−1
1 1 2 6j
d)
z−j − z−1 =1+j e)
z +z =j f) 2j − z − jz = 2z + 1 + 12
z
3 + 4j

g) z(z − 1) = 9 + 3j h) |zz − 5| + zz − 5 = 0 i) z 3 = 125

j) z 4 = −16 k) z 3 = 32(1 + j)2 l) z 3 − z 2 + 4z − 4 = 0


z−j
m) z 4 − 2z 2 − 3 = 0 n) |z| = Re z + 1 o) Im
z−1 =0
z − j

z
p) z + 1 = 2 q) z − 1 = 1 r) (1 + z)5 = (1 − z)5

Aufgabe 5.8: (Lösungsmenge komplexer Ungleichungen) HHI ***


Skizzieren Sie jeweils in der Gauÿschen Zahlenebene die Menge aller komplexen Zahlen z , die die
angegebene Ungleichung erfüllen.
a) |z − (1 + 3j| < 3 b) Im(z) ≥ −2 c) Re(jz) ≤2
d)
− 2| < 1
| zz + e) Im(z) + Re(z) ≤ 3 f) zz > 4
1
g) 0 < Re z + Im z < 2 h) |z − 2| < |2z − 1| i) |z + 1 − 3j| ≥ 2|z + 1|
j) |z − 3| < |z + j|

Aufgabe 5.9: (Geometrische Interpretation) HHI **+


Ein Kreis ist deniert als die Menge aller Punkte, die von einem festen Punkt, dem Mittelpunkt,
den gleichen Abstand haben. Eine Ellipse ist die Menge aller Punkte, für die die Summe der
Abstände von zwei festen Punkten, den Brennpunkten, gleich ist. Eine Parabel ist die Menge aller
Punkte, deren Abstand von einem festen Punkt, dem Brennpunkt, gleich dem Abstand zu einer
speziellen Geraden, der Leitlinie, ist. Eine Hyperbel ist die Menge aller Punkte, für die der Betrag
der Dierenz der Abstände von zwei festen Punkten, den Brennpunkten, gleich ist.
Wie lauten die Gleichungen für z ∈ C, wenn z auf folgender Kurve liegen soll:
a) Ellipse mit den Brennpunkten z1 = −1 + j , z2 = 1 + j und dem Abstand 3
b) Hyperbel mit den Brennpunkten z1 = −3, z2 = 3 und dem Abstand 2
c) Parabel mit Brennpunkt z1 = 1 + j . Die Leitlinie soll eine Parallele zur imaginären Achse
durch den Punkt z2 = −1 sein.

d) Kreis mit dem Mittelpunkt z1 = 2 + 3j und dem Radius 4

Aufgabe 5.10: (Komplexer Logarithmus) HHI ***


Berechnen Sie
a) log(−1) b) log j c) log(1 + j) d) jj

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Lösungen Mathematik I
Wintersemester 2020/21

1 Grundlagen
Lösung zu Aufgabe 1.1:
a) wahre Aussage

b) keine Aussage

c) Aussage; wahr, wenn ich klein bin; falsch, wenn ich groÿ bin

d) falsche Aussage

e) keine Aussage

f ) Aussage; wahr, wenn sie aussagen; falsch, wenn sie nicht aussagen

Lösung zu Aufgabe 1.2:


Die Lösung hängt von der Einschätzung des Wahrheitsgehalts biologischer Aussagen ab. So kann
sein: a) - c) wahr, d) falsch; aber auch a) - d) wahr.

Lösung zu Aufgabe 1.3:


a) nein b) ja c) ja d) nein

Lösung zu Aufgabe 1.4:


a) falsch b) wahr c) wahr d) wahr e) wahr f ) falsch

Lösung zu Aufgabe 1.5:


Alle vier Implikationen sind wahr.

Lösung zu Aufgabe 1.6:


a) i) notwendig ii) weder notwendig noch hinreichend iii) hinreichend iv) hinreichend v) not-
wendig vi) notwendig und hinreichend

b) B⇒A
¬A ⇒ ¬B
c) i) z.B.  m < 17
ii) z.B.  m = 2
iii)  m =2 oder m = −2
iv) z.B.  m = 17

Lösung zu Aufgabe 1.7:


Hinweis: Beachten Sie, dass beide Richtungen gezeigt werden müssen.

Lösung zu Aufgabe 1.8:


Anna ist auf jeden Fall unschuldig. Beate ist als Täterin überführt. Ob Carmen Täterin ist, kann
anhand der Zeugenaussagen nicht entschieden werden.

Lösung zu Aufgabe 1.9:


Beispiel:  Von welchem Weg würde dein Bruder sagen, dass er zur Oase führt?

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Lösung zu Aufgabe 1.10:


Man muss mindestens die Karten A und 7 umdrehen.

Lösung zu Aufgabe 1.11:


Hint: Charlie was born under a lucky star.
Wenn Sie den Lösungsweg haben, bewerben Sie sich hier https://www.nsa.gov/about/contact-us/

Lösung zu Aufgabe 1.12:


Die Tautologien lassen sich über die Wahrheitstafeln oder mit bereits bewiesenen Tautologien
verizieren.

Lösung zu Aufgabe 1.13:


Verwenden Sie die bekannte Tautologie (A ⇒ B) ⇔ (B ∨ ¬A) oder stellen Sie Wahrheitstafeln
auf.

Lösung zu Aufgabe 1.14:


Hinweis: Wie würde der erste Mathematiker antworten, falls er kein Bier möchte?

Lösung zu Aufgabe 1.15:


a) wahr b) falsch c) wahr d) falsch

Lösung zu Aufgabe 1.16:


a) Disjunktive Normalform:
H ⇔ (A ∧ B ∧ C) ∨ (¬A ∧ B ∧ C) ∨ (¬A ∧ ¬B ∧ C) ∨ (¬A ∧ ¬B ∧ ¬C)
Konjunktive Normalform:
H ⇔ (¬A ∨ ¬B ∨ C) ∧ (¬A ∨ B ∨ ¬C) ∧ (¬A ∨ B ∨ C) ∧ (A ∨ ¬B ∨ C)
b) Ja! ;-)

Lösung zu Aufgabe 1.17:


a) A = {2, 4, 8} b) A = {3, 9, 27, 81} c) A = {2, 4, 6, 8, 10} d) A = {2, 8}

Lösung zu Aufgabe 1.18:


a) B ={x ∈ N | x ≤ 4}
b) B ={x | x ist Primzahl und x ≤ 35}
n
c) B ={x | x = 2 mit n ∈ N und n < 6}
d) B ={x | x = 7n mit n ∈ N und n < 6}

Lösung zu Aufgabe 1.19:


a) P(M ) = {∅} b) P(M ) = {∅, {1}} c) P(M ) = {∅, {a}, {b}, {a, b}}
d) P(M ) = {∅, {4}, {∇}, {2}, {4, ∇}, {4, 2}, {∇, 2}, {4, ∇, 2}}

Lösung zu Aufgabe 1.21:


a) [0, 2) b) (−3, −1) c) [0, 4] ∪ (5, ∞) d) (−∞, −1) ∪ [0, ∞) e) (−3, 2)

Lösung zu Aufgabe 1.22:


a) A∪B∪C b) A∩B∩C

Lösung zu Aufgabe 1.23:


a) [0, 1) ⊂ R b) {0}
Nein.

Lösung zu Aufgabe 1.25:


a) |R1 | = 23 b) |R2 | = 72 c )|R3 | = 36 d )|R4 | = 58

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Lösung zu Aufgabe 1.26:


Zur Kontrolle: |D| = 8 mit D = {(1, 3), (1, 4), (1, 5), (2, 3), (2, 4), (2, 5), (3, 5), (4, 5)}.

Lösung zu Aufgabe 1.27:


a) nicht reexiv, symmetrisch, nicht transitiv

b) Äquivalenzrelation

c) nicht reexiv, nicht symmetrisch, nicht transitiv

d) nicht reexiv, symmetrisch, nicht transitiv

e) reexiv, symmetrisch, nicht transitiv

f ) reexiv, nicht symmetrisch, transitiv

g) Äquivalenzrelation

h) nicht reexiv, symmetrisch, transitiv

i) nicht reexiv, symmetrisch, nicht transitiv

j) reexiv, nicht symmetrisch, transitiv

k) Äquivalenzrelation

l) nicht reexiv, symmetrisch, nicht transitiv

m) Äquivalenzrelation

n) nicht reexiv, symmetrisch, transitiv

o) reexiv, nicht symmetrisch, transitiv

Lösung zu Aufgabe 1.28:


2
a) 2n
2
b) 2n −n
50 %; 25 %; 12,5 %; 6,25 % (n = 1; 2; 3; 4)
∼ 8 · 10−29 % (n = 100)
c) 2n(n+1)/2
100 %; 50 %; 12,5 %; 1,5625 % (n = 1; 2; 3; 4)
∼ 8 · 10−1.489 % (n = 100)

Lösung zu Aufgabe 1.29:


a) [0]R = {. . . , −9, −6, −3, 0, 3, 6, 9, . . .}
[1]R = {. . . , −10, −8, −7, −5, −4, −2, −1, 1, 2, 4, 5, 7, 8, 10, . . .} = Z \ [0]R
b) [a]R = {. . . , a − 2, a − 1, a, a + 1, a + 2, . . .} = {x ∈ R | x = a + k, k ∈ Z} =: a + Z für
a ∈ [0, 1[
c) R ist Äquivalenzrelation auf M = {−17, −4, 4, 17}.
[4]R = {−4, 4}, [17]R = {−17, 17}

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Lösung zu Aufgabe 1.30:


a)
[0]2 = {. . . , −4, −2, 0, 2, 4, . . .}, [1]2 = {. . . , −3, −1, 1, 3, 5, . . .}
[0]3 = {. . . , −6, −3, 0, 3, 6, . . .}, [1]3 = {. . . , −5, −2, 1, 4, 7, . . .}, [2]3 = {. . . , −4, −1, 2, 5, 8, . . .}
[0]4 = {. . . , −8, −4, 0, 4, 8, . . .}, [1]4 = {. . . , −7, −3, 1, 5, 9, . . .}, [2]4 = {. . . , −6, −2, 2, 6, 10, . . .},
[3]4 = {. . . , −5, −1, 3, 7, 11, . . .}

b)

⊕ [0]2 [1]2 [0]2 [1]2


[0]2 [0]2 [1]2 [0]2 [0]2 [0]2
[1]2 [1]2 [0]2 [1]2 [0]2 [1]2

⊕ [0]3 [1]3 [2]3 [0]3 [1]3 [2]3


[0]3 [0]3 [1]3 [2]3 [0]3 [0]3 [0]3 [0]3
[1]3 [1]3 [2]3 [0]3 [1]3 [0]3 [1]3 [2]3
[2]3 [2]3 [0]3 [1]3 [2]3 [0]3 [2]3 [1]3

⊕ [0]4 [1]4 [2]4 [3]4 [0]4 [1]4 [2]4 [3]4


[0]4 [0]4 [1]4 [2]4 [3]4 [0]4 [0]4 [0]4 [0]4 [0]4
[1]4 [1]4 [2]4 [3]4 [0]4 [1]4 [0]4 [1]4 [2]4 [3]4
[2]4 [2]4 [3]4 [0]4 [1]4 [2]4 [0]4 [2]4 [0]4 [2]4
[3]4 [3]4 [0]4 [1]4 [2]4 [3]4 [0]4 [3]4 [2]4 [1]4

Lösung zu Aufgabe 1.31:



a) [(2, 2)]R = [(2, −2)]R = {(x, y) ∈ R2 | x2 + y 2 = 8}. Kreis mit dem Radius 8.

b) [(2, 2)]R = {(x, y) ∈ R2 | x · y = 4}. Hyperbel im ersten und dritten Quadranten.


[(2, −2)]R = {(x, y) ∈ R2 | x · y = −4}. Hyperbel im zweiten und vierten Quadranten.
c) [(2, 2)]R = {(x, y) ∈ R2 | y = x}. Winkelhalbierende im ersten und dritten Quadranten ohne
den Ursprung.
[(2, −2)]R = {(x, y) ∈ R2 | y = −x}. Winkelhalbierende im zweiten und vierten Quadranten
ohne den Ursprung .

Lösung zu Aufgabe 1.32:


a) 24 b) 2n
Zu jeder Teilmenge U ⊂ M
existiert genau eine Funktion f , so dass U Urbildmenge von {1}
U = f −1 ({1}). Dies Teilmenge soll mit Uf bezeichnet werden. Die Potenzmenge ist dann die
ist,
Menge der Uf , wenn f alle Abbildungen durchläuft, d.h. P(M ) = {Uf }.

Lösung zu Aufgabe 1.33:

inj., ¬ surj. surj., ¬ inj. bijektiv


f43 nein ja nein
f44 nein nein ja
f45 ja nein nein

Lösung zu Aufgabe 1.34:


c) Hinweis: Wählen Sie Mengen mit |A| = 1,|B| = 2 und |C| = 1.

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Lösung zu Aufgabe 1.36:


a) Funktion, nicht injektiv, nicht surjektiv b) keine Funktion
c) Funktion, bijektiv d) Funktion, nicht injektiv, surjektiv

Lösung zu Aufgabe 1.37:


a) bijektiv b) surjektiv, nicht injektiv c) nicht surjektiv, injektiv d) nicht surjektiv, nicht injektiv
e) bijektiv

Lösung zu Aufgabe 1.38:


a) Df = R, Wf = R, bijektiv, f −1 (y) = 13 y − 53
( )
{1} für n=0
b) Df = R, Wf = , nicht injektiv, nicht surjektiv
R≥0 für n>0
( √ )
2n+1 y für y≥0
−1
c) Df = R, Wf = R, bijektiv, f (y) = √
− 2n+1
−y für y<0

d) Df = R≥0 , Wf = R≥0 , injektiv, nicht surjektiv,


mit der Zielmenge N = Wf bijektiv, dann f
−1
(y) = 13 y 2

e) Df = R, Wf = (0, 1], nicht injektiv, nicht surjektiv

f) Df = R, Wf = R≥0 , nicht injektiv, nicht surjektiv

g) Df = R\{−3}, Wf = R\{−1}, injektiv, nicht surjektiv,


2 − 3y
mit der Zielmenge N = Wf bijektiv, dann f −1 (y) = 1 + y

h) Df = R, Wf = (−1, 1), injektiv, nicht surjektiv,


y
N = Wf bijektiv, dann f −1 (y) = p
mit der Zielmenge
1 − y2
i) Df = R\(2, 4), Wf = R≥0 , nicht injektiv, nicht surjektiv

Lösung zu Aufgabe 1.39:



a) g◦f existiert nicht; f ◦ g : [−1, 1] → [−1, 4], x 7→ 5 1 − x2 − 1

b) g ◦ f : R\{3} → R\{−1}, x 7→ 7x −
2
23 ; f ◦ g existiert nicht

c) g ◦ f : R → R≥0 , x 7→ |x3 |; f ◦ g : R → R, x 7→ |x|3

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2 Zahlen
Lösung zu Aufgabe 2.1:
21
a) − 46 b) 528

Lösung zu Aufgabe 2.2:


bn
a) an − a1 b)
b1

Lösung zu Aufgabe 2.3:


n(n−1) n−k+1
a)
2 b) n c)
k c) 0

Lösung zu Aufgabe 2.5:


a) 2n b) 0

Lösung zu Aufgabe 2.10:


a) abzählbar b) überabzählbar

Lösung zu Aufgabe 2.11:


a) sup M = 2, max M = 2, inf M = 1, kein Minimum
b) sup M = 2, max M = 2, inf M = −3/2, min M = −3/2
c) M ist unbeschränkt
d) sup M = 1, kein Maximum , inf M = −1, kein Minimum
e) sup M = 1, kein Maximum , inf M = 0, min M = 0
f ) kein Supremum, kein Maximum , inf M = −1, kein Minimum
g) sup M = 3, kein Maximum , kein Inmum, kein Minimum
h) sup M = 5/2, max M = 5/2, inf M = 2, min M = 2

Lösung zu Aufgabe 2.13:


Hinweis: Da die Denition der Betragsfunktion eine Fallunterscheidung enthält, sind bei den Tei-
laufgaben jeweils sehr präzise die auftretenden Fälle zu unterscheiden.
M1 = {x ∈ R| x < −1, 5 ∨ x > 2, 5}, M2 = R

Lösung zu Aufgabe 2.14:


a) Hinweis: Überprüfen Sie die Aussage anhand der Denition eines Körpers.
b) m=4

Lösung zu Aufgabe 2.15: √ √


Körper mit abzählbar vielen Elementen; 3∈
/ Q( 2)

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3 Folgen und Reihen


Lösung zu Aufgabe 3.1:
a) han in∈N = hc + d(n − 1)in∈N b) han in∈N = hcq n−1 in∈N

Lösung zu Aufgabe 3.2:


a) an = 2n − 12 , streng monoton fallend ab n = 2, beschränkt, nicht alternierend,
(n + 1)
sup{an }n∈N = max{an }n∈N = 13 , inf{an }n∈N = 0, kein Minimum

n+1
 
 − 2
 für n ungerade 

b) an = ,

 1n für n gerade


22
nicht monoton, nach oben beschränkt, nach unten unbeschränkt, alternierend,
sup{an }n∈N = max{an }n∈N = 21 , kein Inmum
1 √ √
c) an = 5(1− 2n ) oder a1 = 5, an+1 = 5an , streng monoton wachsend, beschränkt, nicht
alternierend,

sup{an }n∈N = 5, kein Maximum, inf{an }n∈N = min{an }n∈N = 5
 n
an = 15 oder a1 =
1, a an
d)
5 n+1 = 5 , streng monoton fallend, beschränkt, nicht alternierend,
sup{an }n∈N = max{an }n∈N = 15 , inf{an }n∈N = 0, kein Minimum
2
e) an = n n+ 1 , streng monoton wachsend, nach oben unbeschränkt, nach unten beschränkt,

nicht alternierend, kein Supremum, inf{an }n∈N = min{an }n∈N = 21

1 + (−1)n+1
f) an = 2 , nicht monoton, beschränkt, nicht alternierend,
sup{an }n∈N = max{an }n∈N = 1, inf{an }n∈N = min{an }n∈N = 0
 
g) an = 92 1 − 1n oder a1 = 15 , an+1 = an +2 n+1 1 , streng monoton wachsend, beschränkt,
10 10
nicht alternierend, sup{an }n∈N =
2 1
9 , kein Maximum, inf{an }n∈N = min{an }n∈N = 5
h) an = 1 oder a1 = 1, an+1 = na+n 1 , streng monoton fallend, beschränkt, nicht alternierend,
n!
sup{an }n∈N = max{an }n∈N = 1, inf{an }n∈N = 0, kein Minimum

i)
3n − 1 ,
an = 2n streng monoton wachsend, beschränkt, nicht alternierend, sup{an }n∈N = 23 ,
+1
kein Maximum, inf{an }n∈N = min{an }n∈N = 32

j) an = 3n + 1, streng monoton wachsend, nach oben unbeschränkt, nach unten beschränkt,
nicht alternierend, kein Supremum, inf{an }n∈N = min{an }n∈N = 2
( )
−1 für n durch 3 teilbar
k) an = , nicht monoton, beschränkt, nicht alternie-
1 für n nicht durch 3 teilbar
rend,
sup{an }n∈N = max{an }n∈N = 1, inf{an }n∈N = min{an }n∈N = −1

l) an = (−1)n 1 oder a1 = − 12 , an+1 = − n +


n a , nicht monoton, beschränkt, alter-
n(n + 1) 2 n
nierend,
sup{an }n∈N = max{an }n∈N = 61 , inf{an }n∈N = min{an }n∈N = − 21

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n(n + 1)
m) an = 2 oder a1 = 1, an+1 = an + n + 1, streng monoton wachsend, nach oben
unbeschränkt, nach unten beschränkt, nicht alternierend, kein Supremum, inf{an }n∈N =
min{an }n∈N = 1
Hinweis: Bei den Gliedern dieser Folge handelt es sich um die Dreieckszahlen. Sie entsprechen
jeweils einer Anzahl an Steinen, die man zum Legen eines gleichseitigen Dreiecks benötigt.

n) an = n2 oder a1 = 1, an+1 = an +2n+1, streng monoton wachsend, nach oben unbeschränkt,


nach unten beschränkt, nicht alternierend, kein Supremum, inf{an }n∈N = min{an }n∈N = 1

Hinweis: Bei den Gliedern dieser Folge handelt es sich um die Quadratzahlen. Sie entsprechen
jeweils einer Anzahl an Steinen, die man zum Legen eines Quadrates benötigt.

o) a1 = 1, an+1 = 1 + a1n , nicht monoton, beschränkt, nicht alternierend,


sup{an }n∈N = max{an }n∈N = 2, inf{an }n∈N = min{an }n∈N = 1

p) a1 = 1, an+1 = 1 + 1 +1 a , nicht monoton, beschränkt, nicht alternierend,


n
sup{an }n∈N = max{an }n∈N = 32 , inf{an }n∈N = min{an }n∈N = 1

Lösung zu Aufgabe 3.3:


a) an = 0 (n ∈ N)
b) existiert nicht

c) existiert nicht

d) existiert nicht

e) an = −n (n ∈ N)
f) an = −n + (−1)n (n ∈ N)

g) an = (−1)n 1 (n ∈ N)
1
1 + − (−1)n
n
h) an = n + (−1)n (n ∈ N)

i) an = (−1)n n (n ∈ N)
( )
n für n nicht durch 3 teilbar
j) an = (n ∈ N)
−n für n durch 3 teilbar

Lösung zu Aufgabe 3.4:


a) n0 = 31, n0 = 3001, n0 = 3 · 105 + 1, n0 = [3/ε] + 1
b) n0 = 5, n0 = 11, n0 = 18, n0 = [1 − lg ε/ lg 2] + 1
1 1
c) n0 = 3, n0 = 250, n0 = 25000, n0 = [ ( − 2)] + 1
4 ε

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d) n0 = 5, n0 = 500, n0 = 5 · 104 , n0 = [ 21 ( 1ε − 1)] + 1


e) n0 = 6, n0 = 501, n0 = 5 · 104 + 1,√n0 = [(K + 1)/2] + 1
f ) n0 = 4, n0 = 32, n0 = 317, n0 = [ K + 1] + 1
g) n0 = 3, n0 = 7, n0 = 11, n0 = [ln(K − 1)/ ln 3] + 1

Lösung zu Aufgabe 3.5:


Wählen Sie jeweils ein n0 ∈ N mit

a)
7
a = 2/3, n0 > 31 ( 3ε + 2) b) a = 0, n0 > −lnln2ε c) a = 0, n0 > 2ε
1 − lg ε 3
d) a = 0, n 0 > ε2 e) a = 1, n0 > lg(5/3) f) a = 1/2, n0 > 4ε

Lösung zu Aufgabe 3.6:


1 n−1 3 n−1 3 n−1 ln 3
 
Nn = 3n−1 , Ln = L0 2 , An = A0 4 , Un = 3L0 2 , d= ln 2

Lösung zu Aufgabe 3.8:

a) lim an = 0
n→∞

b) divergent

c) lim an = 5
n→∞

d) lim an = 0
n→∞

e) divergent, lim an = ∞ (uneigentlicher Grenzwert)


n→∞

f ) divergent

2
g) lim an =
n→∞ 9
h) lim an = 0
n→∞

3
i) lim an =
n→∞ 2
j) divergent, lim an = ∞ (uneigentlicher Grenzwert)
n→∞

k) divergent

l) lim an = 0
n→∞

m) divergent, lim an = ∞ (uneigentlicher Grenzwert)


n→∞

n) divergent, lim an = ∞ (uneigentlicher Grenzwert)


n→∞

1+ 5
o) lim an = = Φ, vgl. Aufgabe 3.7 b)
n→∞ 2

p) lim an = 2
n→∞

Lösung zu Aufgabe 3.10:


Verwenden Sie die Denition des Grenzwerts. Formulieren Sie zunächst die Konvergenz von han i
gegen a. Spalten Sie anschlieÿend beim Beweis die abzuschätzende Summe von hbn i entsprechend
auf.

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Lösung zu Aufgabe 3.11:


1
a)
6 b) − 56 c) − 16 d) − 23 e)
1
3 f) 2

Lösung zu Aufgabe 3.12:


3
a) 0 b) 2 c) 2 d) 0 e) f) 2 g) ∞ (uneigentlicher Grenzwert)
2
9 4 1 1
h) i) 1 j) k) 3 l) m)
2 n) 0
16 3 2
o) 1 p)
1 q) 0 r)
1 s) e t) 1 u) 0
3 2

Lösung zu Aufgabe 3.13: 2


a) e b) e3 c) e4 d) e3

Lösung zu Aufgabe 3.14:


a)
2 b)
1 c)
1 d) −1 e) 1 f) 1
3 2 2
Lösung zu Aufgabe 3.15:
4πa

Lösung zu Aufgabe 3.16:


Hinweis: Anders als beim Stapeln kann man beim Rechnen von oben anfangen.

Lösung zu Aufgabe 3.17:


a) divergent b) divergent c) konvergent
d) divergent e) divergent f ) divergent
g) konvergent h) divergent i) konvergent
j) divergent k) konvergent l) konvergent
m) konvergent n) konvergent o) konvergent
p) konvergent q) konvergent r) divergent

Lösung zu Aufgabe 3.18:


a)1 b) 1 c) 3 d) 1 e) 1 f) 1
g)∞ h) 1 i)π/2 j)1 k) 1 l) 3/2
m) ∞ n) 2 o) 6/5 p) 1 q) 1 r) 1

Lösung zu Aufgabe 3.19:


In jedem Iterationsschritt ist die Zahl der Kanten

Kn = 3 · 4n−1 , die Kantenlänge Ln = 1/3n−1 ,
3 2
die Fläche Fn = K L
n−1 n + Fn−1 und der Umfang Un = Kn Ln Für groÿe n konvergiert der
4 √
Flächeninhalt gegen (2/5) 3, der Umfang divergiert.

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4 Reelle Funktionen
Lösung zu Aufgabe 4.2:
a) p=1 b) p=1 c) p=2
d) p=1 e) p = 2π f) f6 ist nicht periodisch.

Lösung zu Aufgabe 4.3:


a) g = 3/2, M (ε) = 1/ε
√ b) g = −3, M (ε) = 7/ε c) g = 0, M (ε) = max{1, 1/ε2 }
d) g = 2, M (ε) = 1/ ε e) g = 2/3, M (ε) = 1/3ε f) g = 0, M (ε) = 1/ε2

Lösung zu Aufgabe 4.4:


a) g = 3/2, m(ε) = −1/ε
√ b) g = −3, m(ε) = −1 − 7/ε c) g = 0, m(ε) = min{−1, −4/ε2 }
d) g = 2, m(ε) = −1/ ε e) g = 2/3, m(ε) = −1/3ε

Lösung zu Aufgabe 4.5:


a)
1 b) 0 c) −2 d) 0 e)∞ (uneigentlicher Grenzwert) f)0 g) 3 h) −2
2
i) ±1 j) ±1 k)
1 l) 0 m)
8 n) 1 o) 2
2 7

Lösung zu Aufgabe 4.6:



a) δ() =  b) δ() = min{1, 87 ε} c) δ() = min{1, 2ε} d) δ() = 

Lösung zu Aufgabe 4.7:


a) 1/6 b) 7/3 c) 1/5
d) 1/4 e) existiert nicht f) 1/2
g) −1

Lösung zu Aufgabe 4.8:


a) 245 b) 0 c) 6 d) 43a2 g) 13 h) 6 i) n j) −1 k) 21 l) 45
e)
 
1 11
f ) Grenzwert existiert nicht, lim − = ∞ (uneigentlicher Grenzwert),
x↑2  2 − x 8 − x3 
1 11
lim − = −∞ (uneigentlicher Grenzwert)
x↓2 2 − x 8 − x3

Lösung zu Aufgabe 4.9:


a) 0 b) 0 c) 1 d) ∞ e)1 f)
2 g)
1 h) e
α
2
3 2
i) e j) e k) 0 l) 0 m) 0 n) 0 o) 0 p) 1
Hinweis zu l): Dies besagt, dass die Logarithmusfunktion langsamer wächst als jede Potenz.

Hinweis zu n): Dies besagt, dass die Exponentialfunktion schneller wächst als jede Potenz.

Lösung zu Aufgabe 4.10:


a) δ() = 2 b) δ() = min{1, 3ε } c) δ() = min{1, 2ε} d) δ() = 
q √
e) δ() = min{ 12 , 2 } f) δ() =  2 g) δ() =
m


Lösung zu Aufgabe 4.11:


a) stetig, links- und rechtsseitiger Grenzwert stimmen mit Funktionswert überein
b) unstetig, Grenzwert exstiert nicht
c) unstetig, Grenzwert existiert nicht

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d) unstetig, x0 nicht im Denitionsbereich


e) unstetig, x0 nicht im Denitionsbereich
f ) stetig, Grenzwert stimmt mit Funktionswert überein
g) unstetig, Grenzwert existiert nicht
h) unstetig, Grenzwert existiert nicht

Lösung zu Aufgabe 4.12:


a) a = −1 b) a=b=1 c) a = 14 d) a = 14 , b = − 41

Lösung zu Aufgabe 4.13:


nxn−1

Lösung zu Aufgabe 4.14:


a) f (x) = (x + 1)2 b) f (x) = x(x + 1)2 c) f (x) = (x + 1)3 d) f (x) = (x + 1)4
Pascalsches Dreieck
1
1 1
1 0 1
1 1 1 1
1 0 0 0 1

Lösung zu Aufgabe 4.15:


Mögliche Funktionen sind:

I) f (x) = x−1 , Df = R \ {−2, 3} II) f (x) = x2 , Df = R \ {−1, 2}


(x + 2)(x − 3) (x + 1)(x − 2)
III) f (x) = 4 , Df = R \ {−2} IV) f (x) = 2x2 , D = R
f
(x + 2)2 2
x +1

Lösung zu Aufgabe 4.16:


a) f (x) = (x − 1)2 (x + 1) b) f (x) = (x + 1)(2x2 + 2x + 2)
2
c) f (x) = (x + 2)(x − 3)(−1) d) f (x) = (x − 14)(x + 14)(x + 5)
  
e) f (x) = 2x2 + 4x + 20 f ) f (x) = x+ √1 x− √1 (4x2 + 2)
2 2

Lösung zu Aufgabe 4.17:


Skizzieren Sie für den Auf- und den Abstieg die Höhe in Abhängigkeit von der Uhrzeit. Wenden
Sie auf die Dierenz der beiden Kurven den Zwischenwertsatz an.

Lösung zu Aufgabe 4.18:


∞ ∞
ex = cosh(x) + sinh(x) sinh(x) =
P 1 x2k+1 cosh(x) =
P 1 x2k
k=0 (2k + 1)! k=0 (2k)!

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5 Komplexe Zahlen
Lösung zu Aufgabe 5.4:
1 +j 7 √
a) −1 + 2j b) − 10 10 c) − 65 − j 52 d) 2 3 + j2 e) 1+j
f) − √1 − j √1 g) 1 h) 1 − j i) 16 − j16 j) cos 1 + j sin 1
2 2

Lösung zu Aufgabe 5.5:


π √ 5π √ 5π
a) 2ej 3 b) 5ejπ c) 5 2ej 4 d) 8ejπ e) 4 2ej 4
√ 19π j 4π 1 ej 7π 4
f) 2 2ej 12 g) e 3 h)
7
4 i) 5ej arctan 3 j) −1

Lösung zu Aufgabe 5.7:


n o n o
a)
6 − 3j b) − 107 + 1j
n5 5 o 10
1 + 31 j

c) d) 0, 1+j
 
e) 2j, −j f ) 3j, −2j
 
g) − 3j, 1 − 3j h) 2 + j, −2 − j
 k 2π j  ( π +k 2π )j
i) 5e 3 k = 0, 1, 2 j) 2e 4 4 k = 0, 1, 2, 3
 ( π +k 2π )j 
k) 4e 6 3 k = 0, 1, 2 l) 1, −2j, 2j
√ √  2
m) 3, − 3, j, −j n) x + jy y = 2x + 1, x ≥ −1/2, x, y ∈ R
n o

o) x + jy y = 1 − x, x ∈ R\{1}

p) −
4 + 2 ejϕ ϕ ∈ [0, 2π)
n 3 3
j sin ϕ
o

q) x + jy y = x, x ∈ R

r) ϕ = k 2π , k = 0, 1, 2, 3, 4
1 + cos ϕ 5

Lösung zu Aufgabe 5.9:


a) |z + 1 − j| + |z − 1 − j| = 3
b) ||z + 3| − |z − 3|| = 2
c) |z − 1 − j| = Re(z + 1)

d) |z − 2 − 3j| = 4

Lösung zu Aufgabe 5.10:


a) (2k + 1)πj b) (2k + 12 )πj c)
1
2 ln 2 + (2k + 14 )πj d) e−π/2−2πk jeweils k∈Z

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