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Debussy und Symbolismus

Klang-Analyse

Tabelle

(ähnlich wie T.58 zu 60)


Takt 87, 88 zu Takt 89, 90
Grundfarbe Des-Dur Gegenfarbe A-Dur
Vermittlungsfarbe immer deutlicher
(Tritoni der Klarinetten -Ganztönigkeit)

Takt 101 – 110


reine Grundfarbe Fis-Dur mit Tritoni g - cis, e - ais

Takt 111 ff. zu Takt 115 ff.


Grundfarbe H-Dur Gegenfarbe G-Dur
Vermittlung in den Trompeten- und Vokalstimmen
T. 119: reine Ganztönigkeit s. Streicher

Takt 121 ff.


Grundfarbe H-Dur wird von Ganztönigkeit und Chromatik langsam vertrieben

Takt 131 - 142


Chromatik und Ganztönigkeit nimmt Überhand und klingt hauptsächlich
erst ab T. 142 klingt wieder eindeutig die Grundfarbe H-Dur

Klangprozess

Das Vorhandensein der drei aufeinander bezogenen Grundfarben kann man auch die
Farb- bzw. Klangpalette des Stückes nennen. Die reinen Farbwerte kann am Anfang
deutlich erkennen. Die Einleitung beginnt in Fis-Dur (Bereich aus H-Dur) und führt über A-
Dur zur Gegenfarbe C-Dur. Diese reinen Farbwerte ziehen sich durch das gesamte Stück:
Takt 1 aus H-Dur, fortgesetzt durch C-Dur (T.8)
Takt 26 aus H-Dur, fortgesetzt durch G-Dur (T.30)
Takt 58 aus Des-Dur, fortgesetzt durch A-Dur (T.60)
Takt 72 aus As-Dur, fortgesetzt durch D-Dur (T.73)
T. 87 verhält sich zu T. 89 ähnlich wie T. 58 zu T. 60 s. S. 4
T. 111 verhält sich zu T. 115 ähnlich wie T. 26 zu T. 30 s. S. 4
Hinzu kommt die offene Farbe, welche auf Ganztönigkeit und Chromatik basiert und im
Verlauf des Stückes immer stärker in die reinen Farben hineingemischt wird. Die
Farbtupfer des Tritonischen kommen auch immer stärker zum Vorschein, was zum
mysteriösen, unheimlichen Charakter der Sirenen beiträgt. Betrachtet man die Themen

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