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AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE

Landeshauptmannstellvertreterin Vicepresidente della Provincia


Landesrätin für Familie, Senioren, Soziales und Wohnbau Assessora alla Famiglia, Anziani, Sociale e Edilizia abitativa

An die Landtagsabgeordneten
Bozen, 13.11.2020 Sven Knoll
Myriam Atz Tammerle

suedtiroler.freiheit@landtag-bz.org

Zur Kenntnis: An den Präsident des Südtiroler Landtages


Josef Noggler

dokumente@landtag-bz.org

Schriftliche Antwort auf die Aktuelle Fragestunde 49/November/2020 – Kein Anrecht auf
Covid-Kindergeld

1. Warum haben jene Familien, die aufgrund der Corona-Pandemie von einer Aussetzung der
Arbeitstätigkeit im März betroffen waren und bereits vor dem 24.04.2020 wieder arbeiten
gehen durften, kein Anrecht auf das Covid-Kindergeld?
2. Wird die Landesregierung dafür sorgen, dass besagte Familien in Frage 1 auch Anrecht auf
das Covid-Kindergeld bekommen?
3. Falls nein, warum nicht, und wie erklärt dies die Landesregierung den betroffenen
Familien?

Laut Art. 53, Absatz 1 des DLH 30/2000, haben Anrecht auf das Kindergeld jene
Familiengemeinschaften, die im Zeitraum der Gültigkeit der Soforthilfe Covid-19 und des
Sondermietbeitrages Covid-19 die Voraussetzung für diese Leistungen erfüllten. Die Covid-
Leistungen waren vom 24.04.2020 bis zum 20.08.2020 in Kraft, deshalb haben Familien, die eine
Aussetzung der Arbeitstätigkeit innerhalb dieses Zeitraums gehabt haben, Anrecht auf die Leistung
Kindergeld.
Zudem wurde vorgesehen auch Familien zu unterstützen, die im genannten Zeitraum in dieser
Situation waren aber die Leistungen damals nicht beantragt haben. Diese konnten somit auch das
Covid-Kindergeld beziehen.
Jede öffentliche Leistung erfordert naturgemäß eine Regelung. Jede Regelung bringt mit sich,
dass es Personen geben wird, welche knapp nicht in die Kriterien fallen.
Im konkreten Fall geht es um Personen, die vor dem 24.04. eine Unterbrechung der Arbeit hatten,
aber am 24.04. bereits wieder beschäftigt waren und auch danach, für den gesamten Zeitraum,
diese Beschäftigung beibehalten haben (ansonsten hätten sie ja ansuchen können).
Da es die ersten signifikanten Auswirkungen der Corona-Krise auf die Arbeitsverhältnisse Mitte
März gegeben hat, in der Regel mit Möglichkeit eines Lohnausgleiches, dürfte es sich um sehr
kurze Unterbrechungen des Arbeitsverhältnisses gehandelt haben, die nicht längerfristige negative
finanzielle Auswirkungen mit sich gebracht haben.

Mit freundlichen Grüßen

Waltraud Deeg
Landesrätin
(mit digitaler Unterschrift unterzeichnet)

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Prot. Datum | data prot. 16.11.2020 Prot. Nr. | n. prot. LTG_0005310 Prot. Typ | tipo prot. Eingang - entrata