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Ägyptische Kunst

4000 v. Chr.

Info
Entstehung Handel und Handwerks,

Malerei
- Idealbild (Frontal: Oberkörper. Im Profil: Kopf, Beine, Füsse)
- Grösse = Stellung in der Gesselschaft
- Taten der Herrscher verherrlicht
- Glauben, verstorbene weiterleben in Wandmalereien – Bilder/Reliefs erzählen von
Geschehnissen im Totenreich.
- Feste Regeln (Farbliche Bedeutung, Art und Weise)

Baukunst
- Profanbau: Weiträumige Paläste in versch. Residenzen, Weltliche Bauten (nicht sehr stabil)
- Sakralbau: Tempel, für Ewigkeit (mit Stein gebaut, Stabil), Religiöse bauten

Plastik
- Abbilder sollen Tote vertreten (ewige Fortdauer)
- Top Zustand, Idealbild (keine Altersmerkmale, keine Mienen), mit Namen versehen (Seele
erkennt im Jenseits)
- Aufrecht (sitzend, kniend, stehend)
- Grösser als andere vom Pharao Statuen
Griechische Kunst
1100-100 v. Chr.

Info
Grossen Einfluss auf spätere Epochen. griech. Antike durch Staatswesen, dichtkunst, philosophie,
bildende Kunst bis heute Einfluss.

Geometrische Kunst
1000-700 v. Chr.
Erzeugnisse vom einfachen Bauernvolk (Vasen mit Muster: Bsp. Meandrum = Fluss)

Archaische Kunst
700 – 480 v. Chr.
Skulpturen: 360* umgeh bar (nicht wie Relief, Ägypten), Nackt = unverwundbar

Klassische Kunst
480-320 v. Chr.
Fundamental neue Auffassung der Figur, Einheit des ganzen = Harmonie
Kontrapost: Körperhaltung mit Standbein und Spielbein
Ponderation: Ausgeglichenes Aufteilen der Massen, Ausgleich von Bewegung und gg. Bewegung
 Perfekte Proportion und harmonie, durch Studium der Anatomie
 Ziel: Volkommenheit, schönheit, Ausgeglichenheit in Körper und Geist darstellen
Idealbilder von Menschen (durchtrainiert,..)

Hellenistische Kunst
320 - 30 v. Chr.
Zeit unter Alexander dem grossen (Hellenistische Zeit)

Klassische Plastik: Einzelfigur, Allg. Simpel, angespannte, einfache Körperhaltung, Ideale Muskulatur,
ruhiger Gesichts Ausdruck, Idealbild
Hellenistische Plastik: Figur Gruppe, Komplex, dynamisch, ungewöhnliche Körperhaltungen,
angespannt, übertriebene Muskulatur, von Gefühlen gezerrter, individuelle Persönlichkeiten

 Mehr dramatik, mehrere Figuren, hohe Komplexität (z.T. Übertreibungen), Künstlerisches


Können wird zur Schau gestellt.
Baukunst
Tempelbau (Wohnhaus für
Gottheit), Ringhallentempel
(Gebäude, Ringsherum
Säulen), Harmonie
Römische Kunst
400 v. Chr. – 400 n. Chr.

Info
Expansion des Stadtstaates Rom, Ganze damals bekannte Welt unterworfen (auch Etrusker und
Griechen), Kunst + Wissen von denen grossen Einfluss, Kunst zu dem politischen Zwecken (Macht)

Malerei
- Mythologische/Alltägliche Szenen
- Illusionistische Wirkungen
- Innenräume geschmückt, durch Ausblicke in Landschaften, raum optisch vergrössert

Baukunst
- Griech. Vorbild (haben die Griechen unterworfen und viel Wissen von Ihnen bekommen)
- Tempel auf hohem Sockel
- Keine Ringhalle, sondern nur vorne Säulen, an den Seiten Halbsäulen
- Grösserer Aufwand an Dekoration (korinthische Ordnung)
- Innenraum: hinten eine Apsis, für Kultbild
- Pragmatische Zwecke/politische stärke eindrucksvoll präsentieren
- Gewaltige Bauten: Amphitheater, Basiliken, Foren, Thermen, Aquaduckte, Triumphbogen
- Billiger bauen (nur mit Marmor bekleiden)

Plastik
- Nicht religiös (griechen schon)
- Menschen möglichst naturgetreu
Romanik
950-1200 n. Chr.

Info
Erster gemeinsamer Stil Westeuropas, Grosser Einfluss der Kirche (stellten Ihre Macht zur Schau),
Kampf zw. Westlicher und kirchlicher Gewalt.

Malerei
- Deutliche, durch Konturen präzisierte Umrisse
- Flächige Farblosigkeit ohne Modellierung durch Licht und Schatten
- Frontale Ansicht bei Einzelfiguren
- Sparsame, aber kräftige Linienführung, mit deutlicher Mimik und Gestik
- Meist Biblische Szenen, selten weltliche Inhalte
- Geringe Raumtiefe, Plastizität
- Künstler Anonym
- Bildteppich/Glasmalerei
- Schmückte sakrale Bauten (Fresken) oder religiöse Bauten

Baukunst
- Grundriss der Basilika wird übernommen und weiterentwickelt, sakral
- Vierungsquadrat, wurde turmartig erhöht
- Runde Bogen mit Pfeilern (Seitenschiff)
- Abwechslung von Säulen und Pfeilern
- Massive Wände, wenig Fenster, schweres gedrungenes Erscheinungsbild, wenig Ornamentik
- Halbsäulen
- Rundbogen, Doppelrundbogenfenster (eingestellte Säulen)
- Innenbau vom Tonnengewölbe zum Kreuzgratgewölbe

Plastik
- Kapitelle, Eingangsportale, Gesimse, Türrahmen wurden mit Skulpturen geschmückt.
- Über der Tür Halbkreis, das Tympanon: heilig dargestellt
- Vollplastiken eher selten (Kruzifix zumeist (Jesus))
- Auf das wesentliche konzentriert
- Skulpturen/Reliefs bei Kirchlichen Bauten und Sakral.

Gotik
1150 – 1500 n. Chr.

Info
Neues Bürgertum, Handelt und handwerklich spezialisiert, Geld als Bezahlmittel, Frei von Einflüssen
römischer Vorbilder, Glauben an Kirche.

Malerei
- Auf Altäre da an der Wand kein Platz war
- Tafelbild, in Werkstatt arbeiten, dann später erst dorthin
- Langsam wurde heilig unwichtiger, trotzdem heilige Personen mit Goldring dargestellt.
- Illusion, Ziel des malerischen Könnens
- Ölfarben, bessere Modellierung Körper, Licht, Schatten
- Freskenmalerei, vor allem in Italien
- Bilder wurden plastisch

Baukunst
- Rundbogen  Spitzbogen
- Handwerker und Architekten gewannen mehr an Einfluss
- Ersetzt schweren, breiten Kirchen, durch senkrechte Kirchen (zum Himmel)
- Kreuzrippengewölbe
- Strebewerk mit Strebepfeilern und Strebebogen
- Seitenschiff nur Pfeiler

Plastik
- Bewegter und lebendiger als bei der Romanik
- Reliefwirkende Figuren von der Wand gelöst
- Wenig nach Körperbau
Renaissance
Früh R.: 1420-1490
Hoch R.: 1490-1530
Spät Renaissance: 1530-1590

Info
Mit Renaissance endet das fast 1000-jährige Mittelalter, es beginnt die Neuzeit. Name stammt aus
dem französischen „Wiedergeburt“ des römisch-antiken Geistes. Neues naturwissenschaftliches
Weltbild entstand (kopernikanische Wende). Malerei eine Art Wissenschaft, die möglichst exakte
Darstellung, der unmittelbaren Sinneswelt wurde zum Ziel der Kunst. Der Handwerker wurde zum
Künstler zum „göttlichen“ Menschen, der Gesellschaft außerordentlich angesehen ist. Florenz.

Malerei
- Keine Symbole mehr verwendet (wie im Mittelalter), wichtig ist das Abbild der Realität.
- Licht-, Schattenmodellierungen lassen die Motive plastisch erscheinen – Illusionen der
Wirklichkeit.
- Zentral-, Luft-, Farbperspektive (Warme Farben näher, kalte weiter weg) (sfumato =
Entfernung verschwommener)
- Die Bildthemen der Renaissance: Darstellungen der Antike, Algerien, Historiengemälde,
Portraits.
- Das Gemälde als Mikrokosmos: Wasser, Erde, Stadt, Land, Mensch, Tier, Pflanze.
- Regeln/Gesetze beim Malen
- Westliche vor Religiöse Inhalte (hoch Renaissance)
- Landschaftsmalerei (hoch R.)
- Manierismus: fliessender Übergang (hoch R.)

Baukunst
- Bauherr angesehen, nicht mehr unbedeutend
- Tempel, Säulen, Kapitelle nach den Massen menschlichen Körper
- Alle Teile eines Baues stehen in einem bestimmten Verhältnis zueinander (Goldene Schnitt)
- Quadrat, Kreis Grundriss
- Einfache Glasfenster
- Gesimse: Stockwerke / Fassade zunehmend mit Säulen, Pilastern, Quadern
- Kuppelbau, Zentralbau mit symmetrischem Grundrisse der Palazzo.
- Dorische / ionische / korinthische Säulen zurück

Plastik
- Individualität des dargstellten naturnah darstellen
- Studium Anatomie: naturnah zu formen
- Natürliche Erscheinung, Bewegungen natürlich
- Freistehende Statue wieder
- Der Nackte Menschliche Körper in seiner Schönheit
- Themen: Antike Mythologie oder damals aktuelle Geschehnisse.
Profanbau:
- Klarheit und Eindeutigkeit, Orientierung an klassischen, antiken Formen = „Barock-
Klassizismus“
- Sinnbild für weltlichen Absolutismus
- Barockschloss: symmetrische Dreiflügelanlage, gesamte Städtebauliches Konzept –
Ausrichtung auf Schloss
- Gartenanlagen sind wichtig (Natur bezwingen und bändigen)
- Schloss mit Riesen Parks, zeigt Macht

Plastik
- Bildhauerei als architektonischer Bestandteil des Gebäudes, abstehend 3D im Gebäude, um
schmückt wie Altar
- Bewegung!  Skulptur in Bewegung eingefroren
- Auflösen des Materialgewichts und Statik
- Ausdruck von Gefühlen durch Mimik und Gestik
- Skulptur als selbständige Gattung
- (Berühmte Skulptur von Bernini: Daphne u. Apollon, in Marmor.)

Malerei
Höfischer Barock (in Italien):
- Hell-Dunkel-Malerei: Bestimmte Elemente werden bewusst mit
einfallendem Licht in der Komposition hervorgehoben.
- Täuschend echte Materialoberflächen
- Religiöse und mythologische Szenen
- Emotionen und Gefühle, in Bewegung
- Inhalt religiös (Italien, Holland nicht, denn reformiert)
- Berühmter Maler: Carragio

Höfischer Barock (in Spanien):


- Auftragsgeber Kirche und königlicher Hof
- Viel tiefen, sehr räumlich (Bsp. Las Meninas, dort malt er den Zuschauer
(bzw. den König))
- Berühmter Maler: Diego Velazquez (Hofmaler von König Phillip IV)

Höfischer Barock (in Flandern, Süd-Holland):


- Flandern, südliche Niederlande (heute in Belgien)
- War im Gegensatz zum Norden immer noch Katholisch
- Adel und Geistlichkeit wichtigste Auftragsgeber
- Überfülle, Diagonale Kompositionsprinzip, Bewegungen
- Leben im Überfluss
- Grossformate
- In allen Arten von Verdrehungen darstellen
- Berühmter Maler: Paul Rubens (Bilder von üppigen Frauen)

Bürgerlicher Barock (in den Niederlanden):


- Künstler war auf Bürgertum als Käufer angewiesen = keine Grossformate
mehr
- Es entstanden neue Bildgattungen: Landschaftsbild, Stillleben,
Gruppenbild, Interieur Bild, Portrait, Genrebild
- Erstmals eine wirtsch. Freiheit auf dem Kunstmarkt, moderne
Kunstproduktion (=kein Auftragsgeber, sondern Künsthändler)  nicht
mehr nur Adel gemalt
- Berühmte Maler:
Rembrandt van Rijn (Viel Dunkel-Hell, aber räumlich viele Menschen)
Jan Vermeer (Landschaftsbilder, dramatisch, Windmühle, oft aus selben
perspektive versch. Szenen, berühmt durch Portrait)

Rokoko
1730-1770

Info
- Verringerte Bedeutung des königlichen Hofs für die französische Kultur, Kunst fand andere
Gönner bei der Aristokratie und dem reichen Bürgertum. Es entstanden kostbare
Gebrauchsgegenstände aus Gold und Silber, Erfindung und Verbreitung des Porzellans.

Malerei
- Erotische Motiv, Aktdarstellung
- Schönheit und Anmut, anstelle von Macht und Grösse
- Kunst sollte gefallen nicht nur mehr imponieren
- Deckenfresken in verbinden mit der Dekoration
- Weltliche Gesellschaftsbild dominant (in FR)
- Lebensfreude, graziöse Leichtfertigkeit

Baukunst
- Kleinere Schlösser
- Neben den Repräsentationsräumen gewannen die Privaträume an Gewicht.
- Dekorationskunst wichtig
- Muschel (Rocaille), in Verbindung mit Blatt- und Rankendekorationen eingesetzt, auf
Möbeln, Täfelungen, Wand

Plastik
- Feinere, zierliche Formen
- Skulptur im Gesamtbild des Raumganzen
- Dekorative Einheit des Baukörpers

Künstler:
- Jean Honore Fragonard, malte sorglose Idyllen der grossbürgerlichen Gesellschaft

Klassizismus
1750-1840

Info
Wachsendes Bedürfnis nach festen Regeln, man fand die Anhäufung der Einzelformen im Barock und
Rokoko als Regellos. Es galt die Tendenz zum klassischen (Römern/Griechen). Wiederkehrende
Kunstströmungen. Proportionen und ästhetische Massgaben. Steht im Gegensatz zum Rokoko.
Puritanisches Lebensideal: gewisse Grundsätze des Lebens werden beachtet.

Malerei
- Übersichtlicher Bildaufbau durch Grundformen (wie Dreieick, Pyramide, Rechteck) und
Vorliebe für Rechte Winkel und die Vertikale
- Anordnung der Figuren wirkt Bühnenhaft
- Kühle Farben (werden grossflächig eingesetzt) sind durch naturnahe Details abgeschwächt.
- Darstellung moralischer Themen und Ideen
- Häufig verwendete Architekturelemente und klassizistische Möbel miteingenommen.
- Portraits

Plastik
- Vorbild antike Plastik (Griechen/Römer)
- Aus weissem Marmor
- Grösse, monumentale Position
- Nackt (wenn nicht dann mit antiken Gewändern)
- Mythen Darstellungen
- Ruhig, elegant, idealschöne Körperhaltungen
Baukunst
- Beziehen sich auf antike Vorbilder (Front der Tempel)
- Symmetrie: klare strenge Formen, klare Grundrisse  Dominanz rechter Formen, klare
Grundrisse
- Dorische Säulen, Dreiecksgiebel
- Keine Farbe
- Dekorationen nur sparsam verwendet, blockhafter Hauptkörper nur wenig gegliedert (durch
Gesimse zb)
- Antike Bauelemente wurden aber jedoch als wirklich praktische Teile benutzt nicht Schmuck
Baustile:
- Revolutionsarchitektur: In Fr. wurden der klassizistische Baustil durch die Revolution Arch.
Eingeleitet: Einfache Geometrische Formen (Kugel, Pyramide) die meisten der Entwürfe
wurden nie ausgeführt.
- Empirestil: nach Napoleons Machtbereich in Europa machte man sich überwiegend an die
Innenausstattung, welche mit Gold, Purpur, ... luxuriöse Räume.

Künstler
Jacques Louis David (FR), Johann Heinrich Tischbein

Romantik
1800-1830

Info
Gefühl von Unsicherheit und Heimatlosigkeit, Flucht aus der Wirklichkeit, Religiösem und
emotionalem Vergangenheit (vor allem Mittelalter), Schrieben Märchen, Sagen, … Weltflucht

Malerei
- Sehnsucht, schweifen in die Ferne als Merkmale (aus der Stadt raus), Flucht aus der
Wirklichkeit, Sehnsucht nach einem besseren Dasein
 Welt wurde durch Industrialisierung als kalt und grau empfunden
- Neues erleben in der Natur, Landschaft Darstellung löste sich vom Antiken Ideallandschaft
- Friedhöfe wurden gemalt, Ruinen, Landschaften (natur)
- Psyche und Ironie
- Mittelalter, Religiös und emotional, Vergangenheit
- Einheit des Menschen mit der Natur, Rolle des Menschen im Kosmos
- Landschaft existiert in der Natur nicht, Künstler hat es aus einzelnen Bestandteilen gemalt
- Historienmalerei: Revolutionäre Ideen, Kriege Napoleons, Aktuelle Tagesgeschehen

Künstler
Caspar David Friedrich, Eugene Delacroix

Realismus
1833-1866

Info
Realität, Tatsächlich vorhanden

Malerei
- Realitätsgetreue Darstellungen, Leben des Volks
- Viele soziale Probleme zurzeit, die Existenz vieler Menschen gefährdet,  Die Malerei war
dazu da die Realität in einer klaren und rauen Form zu zeige
- Hauptthema: Überlebenskampf der niedrigen Klassen
- Der Mensch und Landschaft realistisch darstellen
- Die konservativen Kritiker des Realismus empfanden die Bildmotive als nicht würdig. Die
Darstellung vom Alltag kannte man ohnehin schon, keiner kaufte die Bilder.
- Steht im Gegensatz zum Ideal
- Richten sich nicht mehr nach klassisch-romantischen Schönheitsidealen

Künstler
Gustave Courbet, Jean Baptise Greuze
Impressionismus
1865-1885

Info
Namen durch Claude Monets Bild: «Impression, Soleil levant»

Malerei
- Wird direkt im freien Gemalt und nicht mehr erst im Atelier
- Bunte Werke (es wird versucht das natürliche Licht einzufangen, wobei Schatten und Licht
farbenfroh erscheinen)
im Krassen Unterschied zu anderen Epochen dieser Zeit, welche vor allem dunkle Farbtone
benutzen
- Momentaufnahmen, Darstellung flüchtigen Moments
- Alltägliche Szenen
- Luftperspektive/Farbperspektive (rot/blau)
- Pinselstriche grob und kurz, Punkte
- Nicht interessiert an pol. / soz. Aussage
- Vorzeichnung entfiel, direkter Farbauftrag inklusiv Farbmischung auf der Leinwand

Künstler
Vincent van Gogh, Claude Monet (malte mit ungemischten Farben)
Jugendstil
1890-1914

Info
- Internationale Erneuerungsbewegung, wollte weg von den industriellen
Massenproduktionen,
- Geschmacksverrohung bekämpfen,
- Verbindung von Architektur, Kunsthandwerk, Kunst zu einem stilistisch einheitlichen
Gesamtkunstwerk.
- Dem Leben mehr Schönheit verleihen, Reizvolle Oberflächen, elegante Rahmen, Dekoration
von Flächen, das Ornament.
- Stilisierungen, von der Natur abgeleitete schwungvolle Formen gebrachte Linienführungen.
Naturstudium (manchmal sogar mit dem Mikroskop)
- Verwendung kostbarer Materialien
- Individualität, durch die künstlerische Einheit (Arch., Malerei, Plastik, Einrichtung)

Baukunst
- Aus Kostengründen oft nur äusserlich aufgesetzte Ornamentik zu dekorieren
- Nur wenige haben den Jugendstil konsequent verfolgt (mit Geometrie, klare und schlichte
Gliederungen der Linien)
- Grosse Flächen in Kontrast von umgebenden Schmuckrahmen mit Einzel Ornamenten
- Individualität des Künstlers (Anfänge des Beruf Designer)
- Künstler waren tätig in Goldschmiede, Glasbläserei, Keramik
- Alles gestalterisch aufeinander abgestimmt (Einrichtung, Garten, Haus, Alltagsgegenstände,
Möbel, ...)

Malerei
- Etwas ewiges schaffen, dauerhafte Werte
- Starke Stilisierungen
- Vereinfachen der Form, rhythmische Wiederholungen
- Gegensatz von grossflächigen, schwungvollen Konturen umrissenen Farbfeldern zu
kleinteiligen, ornamental ausgestalteten Bildpartien.

Künstler
Gustav Klimt, Carl Larsson

Expressionismus
Ab 1905

Info
Vom lat. Wort «expressio» = Ausdruck, Vorreiter: Vincent van Gogh, mit seinen stark farbigen,
züngelnden Pinselführung, dynamischer Bewegtheit, welche die Intensität seiner Gefühle bei der
Gestaltung seiner Bilder gut erkennen lässt.
Künstler: Henry Matisse (Fauves), Franz Marc (Blaue Reiter), Ernst Ludwig (Brücke)

Malerei
- Der innere, seelische Ausdruck in der Bildgestaltung einfliesst
- Bildmotiv: Wirklichkeit (sollte nicht bloss imitiert, sondern eine neue Ausdruckskraft
gewinnen)
Les Fauves («Wilden»)
- Verzichten auf plastische Wirkung
- Farben ohne Modellierungen in grossen Flächen nebeneinander
- Kein Schatten/Licht
- Bildkomposition durch zusammentreffen der Farbflächen
- Heitere, Lebensbejahende Motive
- Dekorativer Stil
- Wenig Tiefe
- Wilde Farben, schlechte Übergänge (flächige Farben)
Die Brücke
- Durch Architekturstudenten, 1905 in Dresden gegründet: Abkehr vom Impressionismus,
Realismus, Naturalismus, Akademismus
 gegen die Regeln der Malschulen
- Schroffe Farb-/Formgegensätze, Disharmonien
- Reduzierte Formen, deformierte Körper
- Eckige/harte Formen
- Aperspektivische, aufgelöste Räume
- Leuchtende Farben
- Motive: Tanz, Leben der Grossstadt, Mensch/Natur, Badende
- Auf Fläche bezogen, dynamischer Mal- und Zeichenstil
- Harte Konturen, Breite Pinselstriche
- Landschaften, Portraits
- Düster
- Form, hinter Farbe
Der Blaue Reiter
- 1911 in München gegründet
- Besonders Franz Marc (Gründer) kreierte einen eigenen kubistisch-expressiven Stil mit:
 Malte (wie) mit Musik schlängelnd und eckige Formen, usw.
 Landschaften (sehr weit weg von Realität)
 Schwarz umrandet, farbig
- Interessierten sich an mittelalterlicher/primitiver Kunst
- Sehr abstrakte Werke, wollen Ihre eigene Ausdrucksform
- Eine vom Gegenstand unabhängige Eigengesetzlichkeit des Bildes
Les Fauves

Die Brücke
Der Blaue Reiter

Kubismus
1907-1925

Info
Vorreiter: Paul Cezanne führte die durch Licht und Luft bewirkte Auflösung des Impressionismus
weiter. Indem er die Bildgegenstände auf Ihre wesentlichen Formen reduzierte.

Malerei
- Reduzierung des Objekts auf geometrische Figuren (Kegel, Pyramide, Kugel)
- Proportionen egal, Abkehr Zentralperspektive, Räumlichkeit nicht vorgetäuscht
- Kein Bildmotiv
- Form vor Farbe

Analytischer Kubismus:

- Wenig und blasse Farben, im Vordergrund Formen/Figuren (erst später mit mehr Farben
experimentiert)
- Zerlegen des Objekts als Ziel
- Geometrische Figuren, welche zusammenpassen
- Logische konstruktive Flächenordnung, Gesicht Frontal aber Nase im Profil

Synthetischer Kubismus:
- Verwenden Objekte, die nicht zusammengehören, jedoch ineinanderfliessen
- Collageartig: Stücke Zeitung, echte Objekte an die Leinwand
- Plastische Sichtweise: Materialien treten aus dem Bild heraus

Künstler
Pablo Picasso, Georges Braque

Futurismus
Ab 1910

Info
Begeistert von der Technik der modernen Maschine, Dynamik, Geschwindigkeit, aber mit dem
Fortschritt auch Waffen und Kriegshandlungen. In Bildern versucht Bewegung, Tempo
wiederzugeben. Italienisch

Einfluss: Fotograf, Eadward Maybridge, hat in einem Bild zeitliche Nacheinander folge einer Aktion.

Malerei
- Farbimpulsen
- Simultanen Perspektiven
- Bewegungsphasen
- Zeitliche Nacheinander einer Aktion im Bild durch Überlagerungen und Durchdringungen als
ein Nebeneinander darzustellen.
- Stadt, Masse, Aufruhr

Künstler
Umberto Boccioni
Surrealismus
Ab 1924

Info
Entdeckung des Unbewussten, Relativitätstheorie von Albert Einstein liess den Künstlern eine neue
Haltung zum Leben. Fantasien und Wahnvorstellungen sollten mit dem rationalen und logischen zur
Überwirklichkeit vereint werden.

Malerei
- Unbewusstes und Träume in Beziehung zur Wirklichkeit setzen
- Stilistisch keine Einheit
- Keine gemeinsamen Inhalte
- Gleiche Methode, Bildelemente, Gegenstände, Situationen
- Entstehungsprozess von Träumen und Fantasien nachempfinden
- Zufällig über die Bildfläche verteilten Gegenstands-/Körperandeutungen, durch spontane
Einfälle.
Andere Surrealisten:
- Inhalt wichtiger, nicht Entstehungsprozess von Träumen.
- Äusserster Präzision dargestellte Gegenstände, fast fotografisch
 In der Existenz aber nicht möglich
- Verwandlungen, Deformationen und das Ineinander übergehen von Gegenständen (Bsp.
Hartes wird weich, auf Uhren Insekten)
- Grenzen zw. Realem und Fantastischem aufgehoben
- Traum und Rauscherlebnisse als Quelle

Künstler
Salvador Dali, Joan Miro
Nationalsozialistische Kunst
1933-1945

Info
Kunst des NS dient (Partei)Propaganda zwecken. Viele Künstler erhalten Lehr und Berufsverbot,
Emigration nach USA. Entartete Kunst: Gegenteil des NS Kunst, wurden im Ausland verkauft durch
Regierung.

Malerei
- Konservative gegenständliche Malerei
- Motive: Das harte Leben der Bauern und Arbeiter, ästhetische Frauengestalten/stillende
Mütter, Helden und Führerpersonen, Mythologische Szenen mit Allegorien

Baukunst/Plastik
- Pompös

Künstler
Arno Breker
Abstrakter Expressionismus
Ab 1940

Info
Während und nach dem 2. Weltkrieg enstandene, internationale Kunstströmung, mit grosser
Aufprägung in USA (erstmals relevantes Kunstzentrum, NY)

Malerei
- Orientierungslosigkeit nach dem 2. Weltkrieg, Gegenstandlosigkeit als Neustart und einezige
Möglichkeit für viele Künstler nicht gegenständlich Empfinden und Stimmungen
auszudrücken:
 Malprozess hat Vorrang: Wie man sich fühlt im Moment, Hat wenig mit Können zu tun.
- Kein Weltverändern, sondern die Suche nach individuellen Ausdrucksformen: Emotionale,
dynamische und spontane Malerei in untersch., Techniken und Ausdrucksformen.
- Der eigl. Vorgang des Malens, die Aktion wird zum Bildinhalt
- Actionpainting
- Beeinflusst durch den Surrealismus (das unbewusste)

Künstler
- Willem de Kooning: zeichnet Frauen, Brüste.  Orientierte sich an Kubismus,
Expressionismus
- Franz Kline: extreme, breite, brachiale, schwarze Pinselstriche
- Jackson Pollock: verspielt, ähnlich wie Joan Miro, oder auch Farbe aufs Blatt geklatscht, in
schnellen Bewegungen
- Mark Rothko: grosse einfarbige Flächen  bei langem hinsehen wird man in das Bild
gesogen, Optische Illusion

Pop-Art
1955-1975

Info
«popular Art». Wirtschaftlicher Aufschwung (Konsum), vor allem in USA. Reaktion auf die
Ungegenständlichkeit des abstrakten Expressionismus.

Malerei
- Grenze zw. Kunst/Alltäglichkeit wird aufgehoben.
- Motive: Aus dem Alltag (Werbung, Kino, Massenkonsum, Produktgestaltung, Massenmedien)
- Stilistische Merkmale: Einfache zum Teil Banale Abbildungen des Alltäglichen, klare Linien,
flächige Bilder, knallige Farben, Grafische Darstellungen, Gestaltungsmittel: u.a. Siebdruck,
Collagen, Malen nach Projektion.

Künstler
- Andy Warhol: Machte z.T. Werbeplakate (oft mit Siebdruck), Car crash, Siebdrücke (=Druck
eines Fotos), The two marilyns (Portrait, farbig angemalt), Siebdrucke von Berühmten
Personen
- Roy Lichtenstein: Frauen in Beziehungen, Comics, seine Pop-Art gemalt (kein Siebdruck),
Comic-artig
- Richard Hamilton: Collage, (Bsp. Ideales Zuhause, perfekte Menschen, Fernseher, Mond
(Wettkampf)