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Künstlerwerkstatt
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und T tungen
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u n s e r s l i ve i n
D o w n e m TO P P
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C e n te
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Christiane Middendorf

Spachtel trifft Pinsel


Abstrakte Acrylbilder in der Butterfly- und Helix-Maltechnik

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Christiane Middendorf

Spachtel trifft Pinsel


Abstrakte Acrylbilder in der Butterfly- und Helix-Maltechnik
Mit Online-Videos

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Inhalt
Vorwort 5

Farben 6
Acrylfarben 6
Grundausstattung 6
Stifte mit flüssiger Acrylfarbe 7

Zusatzmittel 8
Spachtelmasse 8

Malgründe 9
Keilrahmen 9
Ausreichende Größe 9

Malwerkzeuge 10
Pinsel 10
Spachtel 10
Palette 11 Techniken 12
Meine Arbeitsweisen 12
Helix- und Butterfly-Maltechnik 12
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Farben festlegen
- 13
Die Helix-Maltechnik 14
Erster Farbauftrag 14
Zusätzliche Farben 14
Die Pinseltechnik 15
Farbflächen erweitern 16
Niemals Wasser 16
Farbergebnis prüfen 17
Die Helix-Maltechnik in Kombination 18
Farbauswahl 18
Handhabung 18
Zeichnerische Möglichkeiten 19
Die Butterfly-Maltechnik 20
Schritt für Schritt 20
Erster Farbauftrag 20
Zusätzliche Farben 21
Sanfte Übergänge 21
Noch mehr Farbe 22
Sanfte Anbindung 22
Alle Farbflächen verbinden 23
Butterfly-Maltechnik und Spachtelmasse 24
Farbe und Spachtelmasse 24
Erste Schlieren 25
Grün auf Blau 26
Eigenständige Farben 26
Flächen verbinden 27
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Kunstwissen 28 Motive 42
Farbenlehre 28
Farben mischen – aber wie? 28 Monsunwind 42
Bewegte Farbflächen 42
Der Farbkreis 28
Grund- und Mischfarben 29 Potpourri 48
Kalte und warme Farben 30 Lebhaftes Farbenspiel 48
Anlegen einer Farbmischtabelle 30
Bildgestaltung – erste Überlegungen 31 Rotationen 54
Farbflächenskizzierung 31 Belebtes Wechselspiel 54
Komposition 32
Der Goldene Schnitt 33 In the Middle 60
Farbspannung mit dem Spachtel 60
Vorübungen 34
Wolkenvielfalt 68
Eingebettet 34 Einheit in der Vielfalt 68
Übung 1: Helix-Maltechnik 34
Enge Verbindung 38 Zusammenspiel 74
Übung 2: Butterfly-Maltechnik 38 Anziehende Gegensätze 74

Galerie 84

Autorin 96
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Impressum 96

ONLINE-VIDEOS
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nach erfolgter Registrierung zum
Anschauen bereit.
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Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser,
in diesem Buch lernen Sie zwei Malarten kennen, die es Ihnen ermögli-
chen werden, Farbverläufe einmal anders und neu zu gestalten. Diese
Maltechniken sind nicht neu erfunden worden, jedoch überzeugt jede
Anwendung in ihrer speziellen Wirkung.
Gemeinsam ist beiden Techniken die Schaffung variationsreicher Farb-
verbindungen und -übergänge. Dennoch zeichnet sich jede auch
durch ihre eigene Besonderheit aus. Mit der Helix-Maltechnik gelingen
besonders zarte Übergänge innerhalb einer oder mehrerer Farbflä-
chen. Es ist eine Pinseltechnik, die auf einem speziellen Bewegungsmu-
ster des Pinsels beruht, das während des gesamten Malprozesses bei-
behalten wird. Es entstehen in sich bewegte, harmonische
Farbverbindungen und -spiele.
Das Besondere an der Butterfly-Maltechnik ist die Handhabung des
Spachtels, der hier ausschließlich zum Einsatz kommt. Das bringt natür-
lich auch andere Ausdrucksformen mit sich.
Lassen Sie sich Schritt für Schritt in die beiden Malweisen einführen,
die durch Zusatzmaterialien wie Stifte und Spachtelmasse noch variiert
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werden können. Auch der theoretische - transid - exl39606676-3735809685
Hintergrund bleibt nicht un- -
erwähnt. Basiswissen zum Farbenmischen und zur Bildkomposition ist
unerlässlich und hilft Ihnen dabei, sich der vorgestellten Bildidee zu
nähern und die Komposition nachzuvollziehen.
Vielleicht mag Ihnen die Vorgehensweise zu Anfang noch ungewöhn-
lich erscheinen. Nur Mut, fordern Sie sich heraus, denn nur so entsteht
Neues! Das bereits Etablierte ist ein Wert an sich, es ist jedoch die Ver-
änderung, die andere Sichtweise, die uns antreibt, uns daran zu rei-
ben. Eine Hilfestellung bietet auch die beiligende CD. Was kann es für
jeden einzelnen Menschen Schöneres geben, als sich immer wieder
neu zu erfinden? Legen Sie los, egal auf welcher Seite!
Ich wünsche Ihnen beim Lesen, Ausprobieren und Malen viel Freude
und hoffe, mit diesem Buch viel Freude und Kreativität freisetzen zu
können.

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Farben
Acrylfarben
Für alle meine Bilder – auch für die hier dargestellten Motivbeispiele – habe ich handelsübliche Acryl-
farben von unterschiedlichen Firmen verwendet. Mit welchen Farben ich arbeite, richtet sich nach deren
Eigenschaften. Mal ist es für mich wichtig, eine eher pastose Farbkonsistenz zu verarbeiten, ein anderes
Mal bevorzuge ich flüssige Farben. Ein weiterer Grund liegt in der jeweiligen Deckkraft der Farben. Mal
ist es erforderlich, Mischfarben mit geringerer Deckkraft zu erzeugen, dann wieder ist es notwendig,
eher plakativ und deckend zu arbeiten. Somit kann ich keine eindeutige Empfehlung für eine bestimmte
Firma geben. Jedes Farbprodukt eines Qualitätanbieters hat seine Berechtigung, je nachdem, für wel-
chen Zweck man die Farben einsetzen will.

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GUT ZU WISSEN Meine persönliche Farbauswahl:


Viele Firmen verwenden dieselben Farbbezeichnungen, Viele meiner bevorzugten Farbtöne kaufe ich,
obwohl der Farbton nicht immer gleich ist. Ein Ultrama- damit ich sie nicht jedes Mal neu anmischen
rinblau kann bei drei verschiedenen Firmen dreimal un- muss. Folgende Lieblingsfarben sind fast immer
terschiedlich aussehen und auch die Farbkonsistenz kann dabei:
sich unterscheidet. Leider sieht man das den Flaschen • Gelb (nicht stark deckend, eignet sich gut zum
nicht an. Da hilft nur selbst ausprobieren. Mischen),
• Orange (deckend),
• Grün (deckend),
• Violett (nicht deckend, ebenfalls gut zum Mi-
schen mit anderen Tönen),
• Braunton (deckend).

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Grundausstattung
Für eine Grundausstattung an Acryl-
farben rate ich zu zwei bis drei Rot-,
zwei bis drei Gelb-, zwei bis drei
Blautönen sowie Schwarz und Weiß.
Bei der Wahl der Farbtöne können Sie
Ihre eigenen Vorlieben spielen las-
sen. Damit haben Sie bereits ein Sor-
timent, mit dem sich viele weitere
Farben anmischen lassen.
Natürlich können Sie auch noch fertig
gemischte Acrylfarben in Ihr Farbsor-
timent aufnehmen. Dazu hören bei-
spielsweise diverse Erd- oder Braun-
töne oder auch Grüntöne.

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Stifte mit flüssiger Acrylfarbe


Um feinere oder auch dickere Linien zu zeichnen, eignen sich Stifte mit flüssigen Farben auf Acrylbasis
sehr gut. Mit diesen Stiften, die im Handel erhältlich sind, lassen sich einzelne Farbflächen hervorragend
akzentuieren und verfeinern.
Sie können natürlich auch farbige Tusche oder verschiedene Farben auf Acrylbasis in Leerstifte einfüllen
und damit arbeiten.

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Zusatzmittel
Spachtelmasse
Für die von mir so genannte Butterfly-Maltechnik (siehe Seite
20ff.) verwende ich Spachtelmasse. Auch sie ist im Künstlerbe-
darfshandel erhältlich. Wichtig ist, darauf zu achten, dass sie die
Bezeichnung „transparent“ trägt. In meiner Malerei dient mir die
Spachtelmasse nicht primär dazu, beispielsweise stark struktu-
rierte Stellen zu erzeugen oder andere Materialien miteinander zu
verbinden. Ich gebrauche sie als eine Art Puffer mit „Sandwich-
funktion“. Damit ist gemeint, dass man für die Bildgestaltung mit
der Butterfly-Maltechnik zunächst Acrylfarbe aufträgt, dann trans-
parente Spachtelmasse darüberlegt und anschließend wieder eine
Schicht Acrylfarbe aufträgt.
Die „Sandwichfunktion“ der Spachtelmasse macht es möglich, dass
im Zusammenspiel mit der Acrylfarbe, die zuletzt aufgebracht
wird, interessante Farbspiele und auf einfache Art weiche Über-
gänge entstehen. Die Zugabe von Spachtelmasse finden Sie aus-
schließlich bei der Butterfly-Maltechnik. Sie wird gleichberechtigt
verwendet wie die Acrylfarbe auch. Sie können Sie wahlweise ent-
weder an bestimmten Stellen einsetzen oder auch ein ganzes Bild
damit gestalten (siehe Seite 60ff.)
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Malgründe
Keilrahmen
Für meine Bilder verwende ich am liebsten Leinwände, die fertig
bespannt und bereits vorgrundiert sind. Sie sind problemlos in Ge-
schäften für Künstlerbedarf erhältlich. Wichtig ist, darauf zu ach-
ten, dass sich die Leinwände bei Bedarf nachspannen lassen. Dazu
benötigt man kleine Keile, die in die Ecken geschlagen werden.
Für meine Maltechniken ist eine gewisse Grundspannung der
Leinwand vonnöten. In aller Regel ist sie gegeben, falls dies ein-
mal nicht so ist und die Leinwand eventuell „durchhängt“, lässt sie
sich mit Hilfe der kleinen Keile leicht nachspannen.

GUT ZU WISSEN
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Achten Sie beim Kauf der bespannten Keilrahmen darauf, dass der Rahmen nicht verzogen ist und die Farbe gut aufgenommen
wird. Wenn das Leinwandtuch zu saugfähig ist, benötigen Sie sehr viel Farbe, um deckend malen zu können. Probieren Sie un-
terschiedliche Qualitäten aus.

Ausreichende Größe
Leinwände gibt es in unterschiedlichen Größen und Beschaffen-
heiten. Da ich sowohl bei der Helix- wie auch bei der Butterfly-
Maltechnik immer mit relativ breiten Borstenpinseln arbeite, wei-
sen auch meine Leinwände meistens eine Mindestgröße von 80 x
80 cm oder 90 × 90 cm auf. Auf diese Weise haben der breite Bors-
tenpinsel sowie auch die Spachtelunterseite genügend Platz, um
sich auf der Leinwand zu bewegen und gestalterisch zu agieren.
Auf kleineren Leinwänden ist die Bewegungsfreiheit dagegen
sehr eingeschränkt.
Alle Leinwände, die größer sind, sind natürlich ebenso geeignet.
Sie müssen hier nur darauf achten, dass große Keilrahmen ein sta-
biles Stützkreuz auf der Rückseite benötigen, damit sie sich nicht
verziehen.

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Malwerkzeuge
Pinsel
Bei den Pinseln wähle ich Borstenpinsel in mittlerer (ca. 6 cm) und breiter (ca. 7 cm) Größe. Achten Sie
bitte darauf, dass die Borsten lang sind, denn nur so kann der Pinsel über die Leinwand „tanzen“. Ich
versuche immer, ein Bild mit nur einem Pinsel zu malen, denn nur so habe ich die Möglichkeit, alle Far-
ben, die sich auf der Leinwand befinden, im Pinsel zu vereinen. Mit stärkerem Druck auf die Leinwand
schenkt der Pinsel so eine Vielzahl von Farbnuancen, die sich harmonisch einarbeiten lassen, weil sie in
ihren Grundanlagen bereits vorhanden sind.
Die Pinsel belade ich immer im trockenen Zustand mit der Acrylfarbe. Da ich auf die Zugabe von Wasser
größtenteils verzichte, ist mir eine gewisse Brillanz stets sicher und die Farben verwässern nicht. Darü-
ber hinaus wasche ich die Pinsel auch während des Malens nicht aus. Jede Wasserzugabe würde die
Farben verfälschen – genau das versuche ich zu vermeiden. Gegebenenfalls nehme ich lieber einen
zweiten Pinsel.

Spachtel
Für meine Art der Malerei benötige ich Spachtel von mittlerer Größe, die so beschaffen sein sollten, dass
sie gut in der Hand liegen. Sie sollten die Möglichkeit bieten, mit einer geringfügigen Wippbewegung
Luft unter den Spachtel zu ziehen. Dieses „Luftanziehen“ ist wichtig, da der Spachtel sonst nicht gleiten
kann. Die vordere Spitze sollte leicht abgerundet sein.
Ich verwende den Spachtel fast wie einen „Pinsel“ zum Farbauftrag. Nebeneinander gelegte Farbflä-
chen werden mit der glatten, unteren Fläche mittels gleitender Bewegungen miteinander verbunden.
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Die so entstehenden, weichen Übergänge und die in sich bewegten Flächen entwickeln ein intensives
Eigenleben, weswegen diese Technik ungemein interessant ist.

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Palette
Da es bei meiner Art des Farbauftrag wichtig ist, sehr viel Farbe aufnehmen zu
können, verwende ich gerne eine Servierplatte, die mit Farbe gefüllt wird. Auf
den ersten Blick erscheint das als pure Verschwendung, aber es gibt einen prak-
tischen Grund dafür. Die breiten Borstenpinsel und auch die Unterseite des
Spachtels muss mit der jeweiligen Breitseite in die Farbe eintauchen können. Der
Spachtel muss seine gesamte untere Fläche mit Farbe bedecken können, da er
ansonsten nicht gleiten kann. Falls Sie während des Malaktes ein Kratzen auf der
Leinwand hören, ist dies oftmals ein Zeichen, dass zu wenig Farbe aufgenommen
wurde. Die Servierplatte bietet darüber hinaus die Möglichkeit, dass sie gut mit
Frischhaltefolie abgedeckt werden kann. Die Farben trocknen somit nicht aus und
stehen, ohne Schaden zu nehmen, auch Tage später noch zur Verfügung.

Darüber hinaus halte ich immer eine Küchenrolle griffbereit. Ihre Papiere leisten
gute Dienste, ob nun ein Zuviel an Spachtelmasse aufgenommen oder die Unter-
seite des Spachtels gesäubert werden muss. Stets wird auf dem Küchenpapier
auch der Pinsel abgestrichen, damit er nur die von mir gewünschte Farbmenge
enthält, mit der gearbeitet werden soll.

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Techniken
Meine Arbeitsweisen
Auf den folgenden Seiten werden Sie nun zwei Arbeitsweisen
kennen lernen, die Ihnen die Möglichkeit eröffnen, in vielfältiger
Weise Spachtel und Pinsel einzusetzen. Sowohl der Pinsel als
auch der Spachtel schaffen weiche und wolkige Übergänge.
Zusätzliche Malmittel wie Spachtelmasse oder der Einsatz von
Stiften mit flüssiger Farbe bieten weitere Varianten, die für spezi-
elle Effekte sorgen.

Helix- und Butterfly-Maltechnik


Meine Technik mit dem Spachtel bezeichne ich als Butterfly-Mal-
technik, die Arbeitsweise mit dem Pinsel lernen Sie als Helix-Mal-
technik kennen. Darüber hinaus lassen sich beide Methoden mit
zusätzlichen Malmitteln kombinieren.
Die Butterfly-Maltechnik zeige ich Ihnen im Zusammenspiel mit
transparenter Spachtelmasse, die Helix-Maltechnik mit zusätz-
lichen Effekten durch den Einsatz von Flüssigfarbstiften. Die Helix-
Maltechnik, die ausschließlich mit dem Pinsel gearbeitet wird,
zeichnet sich durch eine besondere Beweglichkeit des Pinsels aus.
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Diese Bewegungsdynamik wird dann auch im Bild ablesbar.
Natürlich lassen sich auch beide Techniken kombinieren. Auf diese
Weise verbindet sich eine sehr zarte Pinseltechnik mit einer etwas
gröberen Spachteltechnik zu einem reizvollen Bildgefüge (siehe
Motiv „Zusammenspiel“, Seite 74ff.)

GUT ZU WISSEN

Wenn Sie Spachtelmasse zugeben, ist es nicht ratsam, zu-


sätzlich mit dem Pinsel zu arbeiten. Die Pinselspuren
graben sich geradezu in die Farb-/Spachtelmasse ein und
sehen unschön aus. Beim Arbeiten mit der Butterfly-Mal-
technik plus Spachtelmasse verwende ich immer aus-
schließlich den Spachtel.

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Farben festlegen
Gehe ich an ein neues Motiv heran, überlege ich mir zu Beginn Ich verwende Acrylfarben, die sich in ihrer Konsistenz – pastos
eines Arbeitstages, mit welchen Farben ich arbeiten möchte. Bei oder eher flüssig – unterscheiden. Darüber hinaus unterscheide
dieser Auswahl bleibe ich dann auch. Diese Disziplinierung hilft ich zwischen deckenden und nicht so stark deckenden Farben. Der
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mir, den Farbraum zu schaffen, in dem ich mich dann innerhalb jeweilige Einsatz hängt davon ab, ob ich die Farben pur verwen-
meiner gewählten Farbwelt aufhalte. Diese Strategie verfolge ich den oder selbst Farbmischungen erzeugen möchte. Das bedeutet,
auch dann noch, wenn abzusehen ist, dass ein Bild „nichts“ wird. dass ich auf der Servierplatte, meiner Malerpalette, sämtliche Far-
Je mehr ich mich dazu animiere, mich mit den im Vorfeld festge- ben auftrage, die ich für das Bild verwenden möchte, unabhängig
legten Farben auseinanderzusetzen, desto größer ist die Wahr- von ihrer Beschaffenheit. Gemischt wird immer und bei beiden
scheinlichkeit, dass das zweite oder dritte Bild meinen Vorstel- Techniken direkt auf der Leinwand.
lungen entspricht.

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Techniken
Die Helix-Maltechnik Zusätzliche Farben
Die von mir so genannte Helix-Maltechnik setze ich meistens ein, Setzten Sie anschließend eng neben die rote Fläche zwei gelbe
wenn ich einen besonders zarten Übergang innerhalb einer oder Flächen in unterschiedlichen Gelbtönen.
mehrerer Farbflächen erzeugen möchte. Diese Maltechnik zeich-
net sich insbesondere dadurch aus, dass der breitborstige Pinsel
in einer sich drehenden oder auch kreisenden Bewegung aus dem
Handgelenk über die Leinwand geführt wird. Diese Bewegung
wird während des gesamten Malaktes beibehalten. Aus dieser Spi-
ralbewegung, die der Pinsel ständig und in gleicher Weise aus-
führt, ergibt sich eine Ähnlichkeit mit einer Helixstruktur. Sinn und
Zweck dieser besonders schwungvollen Pinselführung liegen da-
rin, dass dadurch alle Elemente eines Bildes – die sich ja, wie bei-
spielsweise durch unterschiedliche Farbgebungen, unterscheiden
können – in ein und derselben Weise miteinander verbunden
werden.

Erster Farbauftrag
Beginnen Sie damit, den Pinsel in einer nach unten laufenden,
schwingenden Bewegung über den Malgrund zu führen.
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Die Pinseltechnik
Der Pinsel wird nun in schwingenden, kreisenden Bewegungen an die jeweils
angrenzende Fläche geführt. Auf diese Weise zieht der Pinsel immer eine kleine
Menge des angrenzenden Farbtons in die Borsten und verteilt ihn sanft in die
neue Farbfläche. Hierdurch entsteht ein zarter, wolkiger Übergang, harte Kanten
werden vermieden. Die Bewegung setzt sich wie eine Spirale nach unten oder zu
den Seiten hin fort, bis eine deckende Fläche entstanden ist.

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Techniken
Farbfläche erweitern
Eine Möglichkeit, die Farbfläche zu erweitern, wäre in diesem Fall
die Zugabe von Schwarz. Das Schwarz – oder auch eine andere
Farbe wie beispielsweise Blau oder Grün – wird genauso wie zu-
vor mit der immer wieder gleichen Bewegung aufgetragen.
Über diese gleichbleibende Bewegung gibt der Pinsel zu Beginn,
wenn er voll beladen ist, eine größere Menge an Farbe ab. Mit
dem Auslaufen der Bewegung werden es zunehmend nur noch
zarte Farbschattierungen.

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Niemals Wasser
Der Pinsel wird nicht mit Wasser angefeuchtet und auch während
des Malaktes kommt kein Wasser zum Einsatz. Der Pinsel saugt
alle Komponenten der Farbpalette auf und bindet sie ein. Somit
GUT ZU WISSEN entstehen auf dem Bild Farbschattierungen, die durch den andau-
ernden Mischvorgang auf der Leinwand zustande kommen. Dies
Achten Sie darauf, dass die verwendeten Pinsel eine mitt- ist jedoch nur dann gewährleistet, wenn nur einer oder zwei Pin-
lere Breite und, ganz wichtig, lange Borsten haben. Es sel zum Einsatz kommen.
sind die Borsten, die über die einheitliche Bewegung
(kreisend, rotierend) sanfte Übergänge hervorbringen.
Seien Sie nicht irritiert, wenn die Leichtigkeit der Farb-
verläufe sich nicht sofort einstellt. Die spiralförmige Be-
wegung mit den langen Pinselhaaren bedarf etwas der
Übung.

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Farbergebnis prüfen
Die Zugabe eines helleren Gelbtons führt zu weiteren Mischfar-
ben. Achten Sie, wenn Sie noch am Anfang stehen, darauf, mit den
Pinselspitzen immer nur leicht an die benachbarte Fläche heran-
zugehen. So können Sie im ersten Schritt testen, ob die Mischfar-
ben zu Ihrem Bildergebnis passen. Mit etwas Übung erhalten Sie
zarte Übergänge, die wie „hingehaucht“ aussehen.

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Techniken
Die Helix-Maltechnik in Kombination
Die Helix-Maltechnik bietet nach Abschluss des Malaktes die Möglichkeit, auf der trockenen Farbfläche
zusätzliche Akzente zu setzen. Da der Untergrund durch die ausschließliche Verwendung des Pinsels kei-
nerlei Unebenheiten aufweist, ist es einfach, auf der glatten Fläche mit einem Stift erneut Farbe zu ver-
teilen. Diese Stifte, gefüllt mit flüssigen Farben auf Acrylbasis, habe ich Ihnen bereits auf Seite 7 vorge-
stellt. Die Farben sind sehr beständig und leuchtend.
Die Stifte ermöglichen es, feine oder auch breitere Linien zu zeichnen. Man kann die Farbe entweder
leicht verwischen oder als Linie stehen lassen. Zu Beginn erfordert es etwas Übung, mit diesen Stiften
umzugehen, da man sich an den Farbaustritt erst gewöhnen muss.
Das nachträgliche Arbeiten am fertigen Bild ist leichter, wenn Sie das Bild auf eine horizontale Arbeits-
fläche legen, da die flüssige Farbe stark läuft. Wünschen Sie Verlaufsspuren, kann das Bild natürlich
auch hochkant gestellt werden.
Die feinen oder auch stärker gezogenen Linien oder Bögen schaffen einen zeichnerischen Ausdruck, der
im Gegensatz zu der malerischen Anmutung der Helix-Maltechnik steht. Dieses ganz eigene Spannungs-
feld bringt eine lebendige Bildwirkung hervor.

Farbauswahl
Was die Farbwahl betrifft, kann der Stiftauftrag in derselben oder
in ähnlichen Farben erfolgen, wie sie der Untergrund zeigt. Es ist
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 - aber auch spannend, mit schwarzer oder weißer Farbe zu arbeiten.

Handhabung
Auf den Fotos sehen Sie, wie die Stifte angesetzt werden und in
unterschiedlichen Bewegungen oder auch Strichführungen über
das gut getrocknete Bild gleiten. Die Farbe fließt, sobald die Spitze
des Stifts in die Senkrechte gestellt wird.

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Zeichnerische Möglichkeiten
Mit den Stiften lassen sich beispielsweise die kreisenden Bewe-
gungen des Pinsels gut nachziehen, um sie stärker zum Ausdruck
zu bringen. Gleiches gilt für die linearen Linien an den Rändern.
Auch diese werden mittels der Stifte (in ähnlichen Farben) nach-
gezeichnet, um ihre Bedeutung hervorzuheben.
Innerhalb der linearen Flächen können Sie auch kleine Figuren,
Kreuze oder andere Symbole zeichnen. Ob diese optischen „eye-
catcher“ nun als rein dekoratives Beiwerk empfunden werden,
bleibt jedem selbst überlassen. Ein Versuch, um sich der Wirkung
bewusst zu werden, lohnt allemal.

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SCHON GEWUSST?

Anstelle von flüssigen Farben auf Acrylbasis oder Air-


brushfarben können Sie auch farbige Tusche verwenden.
Auch diese Stifte gibt es fertig gefüllt zu kaufen.

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Techniken
Die Butterfly-Maltechnik Schritt für Schritt
Den Namen Butterfly-Maltechnik habe ich selbst gewählt. Er be- Die folgenden Schritt-für-Schritt-Fotos zeigen anschaulich, wie
zieht sich vor allem auf die spezielle Bewegung, die mit der Unter- man eine plakative, rote Fläche lebendig werden lässt. In meinen
seite des Spachtels vollführt wird. Es ist eine – dem Schmetterling Bildern male ich selten plakative Flächen. Ich achte sehr darauf,
nachempfundene – Bewegung des Hin- und Herflatterns, eine dass die Farbflächen in sich bewegt sind und so bereits innerhalb
ganz leichte Wippbewegung. Der Spachtel wird auf der Unterseite des jeweiligen Farbtons eine eigene Dynamik entsteht. Die so ge-
mit reichlich Farbe belegt und anschließend mit diesen speziellen malte Fläche bekommt dann einen eigenen Ausdruck, der für sich
Wippbewegungen über die Leinwand geführt. Das „Wippen“ er- genommen schon ein Hingucker sein kann.
möglicht es, Luft unter die Auflagefläche zu ziehen, der Spachtel
gleitet also wie auf einem kleinen „Luftkissen“ über den Malgrund.
Wenn unterschiedliche Farbflächen aufeinandertreffen und mit Erster Farbauftrag
der Unterseite des Spachtels vermischt werden, ergeben sich ganz Im ersten Schritt verteilen Sie großzügig mit dem Spachtel zwei
feine Linien und leichte Mischungen. Rottöne nebeneinander auf dem Malgrund. Achten Sie bitte da-
rauf, dass die Rottöne nebeneinander liegen und sich nicht bereits
beim Auftragen vermischen. Es geht nicht darum, durch das Mi-
schen zweier Rottönen einen dritten zu erzeugen. Beide Töne sol-
len vielmehr eigenständig erhalten bleiben, während der sich da-
raus ergebende, dritte Ton ebenfalls eine eigene Individualität
entwickeln soll.

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Ebenso wie bei der Helix-Maltechnik geht es darum, eine in sich


bewegte Fläche zu gestalten. Allerdings wird hier der Spachtel
zum Pinsel, nur er allein kommt bei dieser Technik zum Einsatz.
Anders als der Pinsel bringt er auch andere Ausdrucksformen mit
sich. Im Gegensatz zum Pinsel ist der Spachtel etwas gröber, so-
wohl in der Anwendung als auch in der Wirkung. Dies erscheint
aber nur auf den ersten Blick so, denn beim genaueren Hinsehen
werden Sie erkennen, dass die einzelnen, farblichen Übergänge
eine ganz besondere Qualität aufweisen.

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Zusätzliche Farben
Ziehen Sie nun mit dem Spachtel einen Gelbton durch die zwei
Rottöne. Auf diese Weise entsteht ein drittes Rot, aber auch eine
zusätzliche Gelbtönung, die eigenständig als Gelb erhalten bleibt.
Hinzu kommt eine kleine Fläche mit Schwarz, die, wie zuvor das
Gelb, mit dem Spachtel durch die Rot- und Gelbflächen gezogen
wird.

Sanfte Übergänge
Sie sehen bereits, wie die einzelnen Farbflächen zart ineinander
übergehen.

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GUT ZU WISSEN

Achten Sie darauf, das der Spachtel gleiten kann. Dazu ist
zum einen eine ausreichende Menge an Farbe erforder-
lich, zum anderen sind die leichten Kippbewegungen in-
nerhalb der Bewegung wichtig, damit die Spachtelunter-
seite Luft ansaugen kann.

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Techniken
Noch mehr Farbe
Tragen Sie nun am Rand noch Grün auf und verfah-
ren Sie in gleicher Weise wie zuvor.

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Sanfte Anbindung
Wenn Sie die Spachtelunterseite sacht über die Farb-
fläche gleiten lassen, entsteht eine Verbindung zu
allen Farbanteilen.

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Alle Farbflächen verbinden


Sie können auch alle Farbflächen miteinander in Verbindung setzen.
Die Spachtelbewegung bleibt dieselbe. Einzige Voraussetzung: Die Far-
ben müssen noch feucht sein. Sie werden feststellen, dass sich nun
auch jede Menge Orangetönungen ergeben.

SCHON GEWUSST?

Die Schlierenbildung ist bei der Butterfly-Maltechnik


ganz entscheidend. Deshalb sollten die Schlieren auch
stehen bleiben und nicht verwischt werden.

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Techniken
Butterfly-Maltechnik und Spachtelmasse

Die Butterfly-Maltechnik lässt sich mit einem Zusatzmittel – transparenter Spachtelmasse – noch erwei-
tern. Die Spachtelmasse ist dabei den Farben gleichwertig und wird genau wie sie auf die Leinwand auf-
getragen. Allerdings liegt die Spachtelmasse meistens wie eine Art Sandwich zwischen zwei Acrylfarb-
schichten. Diese Pufferfunktion bewirkt, dass sich die darüberliegende Farbschicht nicht mit dem
Untergrund vermischt und autonom erhalten bleibt. Wenn also auf eine rote Acrylfarbe Spachtelmasse
aufgetragen wird und darüber eine gelbe Acrylfarbe, entsteht kein Orange, sondern das Gelb bleibt
eigenständig erhalten. Die Spachtelmasse ist transparent und hat die Funktion einer Vermittlerin. Sie
vermittelt zwischen Farben, lässt sie stehen oder transparenter erscheinen.

Farbe und Spachtelmasse


Verteilen Sie einen Blauton mit der Spachtelunterseite auf der
Leinwand. Tragen Sie anschließend die transparente Spachtelmas-
se auf diese blaue Fläche auf. Wundern Sie sich nicht, wenn die
Spachtelmasse zunächst weiß erscheint. Sie wird sich später
transparent verhalten.

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GUT ZU WISSEN

Kaufen Sie „transparente” Spachtelmasse. Wundern Sie


sich nicht, dass die Masse eher weißlich aussieht. Sie
wird auf der Leinwand transparent erscheinen und auch
so auftrocknen. Transparente Spachtelmasse wird auch
manchmal als Gel bezeichnet.

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Erste Schlieren
Nachdem Sie die Spachtelmasse aufgetragen haben, erscheint der
Blauton etwas milchig. Geben Sie auf die transparente Spachtel-
masse nochmals etwas blaue Farbe. Es entsteht die Sandwich-
situation. Die ersten Schlieren zeigen sich, wenn Sie den Spachtel
durch das Farbe-Spachtelmasse-Gemenge hindurchziehen.

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SCHON GEWUSST?

Wenn Sie auf kleinen Flächen arbeiten, um die Spachtelmasse einzuarbeiten, las-
sen Sie den Spachtel in kleinen, kurzen Bewegungen über die Fläche streichen.
Die Bewegung kann in einem Halbkreis erfolgen oder in einem kurzen Strich. Je
nach Bewegung wird sich eine andere Farbverbindung zeigen.

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Techniken
Grün auf Blau
Legen Sie auf die blau getönte Fläche mit der Spachtelunterseite
einen Grünton. Über das Grün streichen Sie anschließend wiede-
rum die transparente Spachtelmasse.

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Eigenständige Farben
Um den Helligkeitsgrad des Bildes zu erhöhen, geben Sie etwas
Weiß hinzu. Sie werden feststellen, dass aufgrund der Pufferfunk-
tion der transparenten Spachtelmasse nun kein Hellgrün entsteht,
sondern das Weiß sich völlig eigenständig als Weißton entfalten
kann.

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Flächen verbinden
Ganz unvorhergesehene und besondere Effekte entstehen, wenn
Sie die ganze Fläche in großzügigen Bewegungen miteinander
verbinden. Auch hier gilt es, sich an den Spachtel mit zusätzlicher
Beigabe von Spachtelmasse zu gewöhnen. Teilweise hat man das
Empfinden, über eine Art Creme zu gleiten. Hat man aber einmal
den Bogen raus, kann man sich an der unendlichen Vielzahl der
zart ineinander gewobenen Farbschlieren erfreuen.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

GUT ZU WISSEN

Falls Sie sich nach dem Auftragen der Spachtelmasse doch dazu entschließen, keine
weiteren Verbindungen von Farbflächen zu gestalten, können Sie dies gerne tun.
Die Spachtelmasse wird genauso abtrocknen, wie sie sich nach dem Auftragen dar-
stellt. Sie muss also nicht zwangsläufig mit Acrylfarbe vermischt werden.
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Kunstwissen
Farbenlehre Farben mischen – aber wie?
Diesen Begriff haben Sie bestimmt schon in vielen Büchern ange- Auch wer von der Theorie nicht so viel wissen will, kommt an den
troffen. Auch wenn es vielleicht sehr nach Theorie klingt, die Far- Punkt, an dem er künstlerisch eigene Ideen und vor allem Wir-
benlehre ist elementar und für jede Art von bildlicher Darstellung kungen verwirklichen will. Dies gilt auch für Werke, die „nur so“
von Nutzen. Es gibt viele Herangehensweisen, die nachfolgende oder „ohne Plan“ oder „intuitiv“ entstehen. Der eigene Wille, der
Interpretation ist nur eine von vielen. Bedenken Sie, dass die un- auch aus dem Bauch kommen kann, braucht die praktische Umset-
terschiedlichen Medien auch unterschiedliche Darstellungsformen zung auf der Basis theoretischen Wissens. Daher ist dieser Ein-
ermöglichen. Ich beschränke mich auf diejenigen, die für meine blick in Mischverhältnisse und Farbwirkungen sehr wichtig.
Acrylmalerei elementar und für mich die Grundlage der Farb- Zwei Fragen werden uns somit beschäftigen:
mischungen direkt auf der Leinwand sind. • Wie mischt man Farben?
Die Kenntnisse über die verwendeten Farben und ihre Eigenschaf- • Welche Farbkombinationen erzeugen welche Wirkung?
ten sind auf Dauer für jeden unverzichtbar, der sich mit Malerei
beschäftigt. Manches lernt man durch die Praxis, aber vieles wird Der Farbkreis
erst durch die Theorie zur eigenen Praxis, weil man die entspre- Mit Hilfe eines Farbkreises kann man sich die Komplementärfar-
chenden Kenntnisse hat. Beides stellt somit eine unverzichtbare ben vergegenwärtigen. Komplementärfarben sind die Farben, die
Basis für das „eigene“ Malergebnis dar. sich im Farbkreis gegenüberliegen: Violett und Gelb, Orange und
Viele verzweifeln beispielsweise regelmäßig daran, dass sich beim Blau, Grün und Rot. Mischt man zwei Komplementärfarben, erhält
Mischen immer diese „Dreckfarben“ einschleichen, die man weder man Braun- und Erdtöne. Mischt man alle Komplementärfarben,
am Pinsel hatte und noch viel weniger auf der Leinwand wieder- erhält man ein malerisches Schwarz.
finden wollte. Hier können Sie zunächst einmal ganz bequem die
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -
Theorie nachlesen.

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Grund- und Mischfarben


Grundsätzlich bestehen alle Farben aus Farbpigmenten, die mit Bindemitteln gebunden oder
in Lösungsmitteln gelöst werden.
Zu den drei Grundfarben zählen Rot, Gelb und Blau. Alle anderen Farben – außer Schwarz
und Weiß – sind Mischfarben, die aus diesen Farben entstehen.
Mischt man die Grundfarben (Primärfarben) untereinander, erhält man die drei Sekundärfar-
ben Grün, Violett und Orange, je nach Farbanteil in unterschiedlichen Tönen.
Alle weiteren Farben ergeben sich aus den jeweiligen Mischverhältnissen und ihren Farban-
teilen. Würde man beispielsweise alle drei Grundfarben zu gleichen Teilen miteinander
mischen, erhielte man ein neutrales Grau.

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Kunstwissen
Kalte und warme Farben Anlegen einer Farbmischtabelle
Man unterscheidet in der Malerei „kalte“ und „warme“ Farben. Zu Je nach Mengenanteil der Farben entstehen beim Mischvorgang
den kalten Farben zählen Blau, Violett und einige Grüntöne. Kalte unterschiedliche Abstufungen. Dieses eigene Anmischen, das bei
Farben werden oft verwendet, um Ferne und Tiefe zu erzeugen. mir stets auf der Leinwand stattfindet, ist eine sehr spannende An-
Warme Farben suggerieren Nähe, zu ihnen zählen Gelb- und Rot- gelegenheit. Ich empfehle, mit den eigenen Farben zuerst eine
töne, aber auch manche Brauntöne mit viel Rotanteil. Innerhalb Farbtabelle zu erstellen. Verwenden Sie dazu dickes Papier oder
der warmen Farben existieren auch kalte Töne, beispielsweise gibt eine Malpappe. Die Farben, die man am häufigsten verwendet,
es auch „kalte“ Rottöne. Gleiches gilt für Blau. Auch hier kommen sollten miteinander kombiniert und gemischt werden. Unter-
innerhalb der kalten Blautöne warme Nuancen vor. Warme Farben schiedliche Abstufungen ergeben sich dann fast von alleine. Für
kommen oft bei malerisch gestalteten Flächen, die im Vordergrund spezielle Effekte kann man auch auf bereits fertig gemischte Far-
stehen, zum Einsatz. Aber auch hier gilt: Jedem das Seine – eine ben zurückgreifen, jedoch sollte man aus seinen „Lieblingsfarben“
grüne Wiese kann man auch blau malen! eigene Mischungen erzeugen. Dies erhöht die Brillanz und Har-
monie im Bild.
Grüntöne sind beispielsweise derart variantenreich, dass man sie
nur in Ausnahmefällen „fertig“ kaufen sollte. Aus unterschied-
lichen Blau- und Gelbtönen lässt sich eine Vielzahl von Grüntönen
erzeugen. Ebenso können Sie Grüntöne aus unterschiedlichen
Gelbtönen und Schwarz mischen.
Schöne Violett-Variationen ergeben sich aus unterschiedlichen
Rot- und Blautönen. Verschiedene Versionen von Braun erreichen
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 - Sie, wenn Sie Grün- mit Rottönen mischen. Alle Farbmischbei-
spiele können natürlich noch mit Weiß aufgehellt oder mit
Schwarz abgedunkelt werden. Der Fantasie sind keine Grenzen
gesetzt!
Aber auch beim Mischen gilt: Weniger ist mehr! Das Problem der
„Dreckfarben“ entsteht, wenn zu viele Farben miteinander ver-
mischt werden.

GUT ZU WISSEN

Ich empfehle, nicht zu viele Töne miteinander zu mi-


schen. Sie können natürlich auch fertig angemischte Far-
ben kaufen. Lassen Sie deren Anteil jedoch nicht zu hoch
werden. Zum einen leidet Ihr Geldbeutel, zum anderen
lässt die Brillanz nach und Ihre Fähigkeit, die Farben mit-
einander zu kombinieren.

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Bildgestaltung – erste Überlegungen Farbflächenskizzierung


Die abstrakte Malerei und insbesondere meine Art der Abstraktion Diese vorab festgelegten Farbflächen sind jetzt mein Spielfeld, auf
beschäftigt sich vorwiegend mit Farbflächen und ihren Wirkun- dem ich mich austoben kann. Nichts schränkt mich ein, nichts
gen. Auf der einen Seite bietet diese Art der Malerei unendlich viel grenzt mich ab. Diese zu Beginn fixierten Flächen schenken mir
Freiheit in der Ausgestaltung der eigenen Bildidee, auf der ande- innerhalb ihrer Grenzen die größtmögliche Freiheit im Malpro-
ren Seite zwingt sie dazu, sich diese Freiheit zu erobern, sprich, zess. So laufe ich nicht Gefahr, mich von meinem Thema zu entfer-
begehbar zu machen. Im Gegensatz zur Abstraktion einer Figur, nen. Unter „Thema“ verstehe ich hier primär die Aussagekraft der
Landschaft oder beispielsweise eines Stilllebens habe ich bei mei- von mir gewählten Farben und ihrer Ausbreitung auf der Lein-
ner Art der abstrakten Malerei keine Möglichkeit der Orientierung. wand. Ich lege gedanklich fest, welche Farbkombination Priorität
Daher ist es wichtig, sich ein paar „Hilfen“ an die Seite zu stellen. erhält, welche im Hintergrund arbeiten und welche meinen Blick
Ich gebe mir beispielsweise zu Beginn eines Maltages vor, mit als erstes fesseln soll, wenn ich das Werk betrachte.
welchen Farben ich arbeiten werde und halte mich dann im Groß- Diese Vorüberlegungen sind auch für mich nie eine Garantie für
en und Ganzen daran. Dieses „Abarbeiten“ an den Farben hilft mir, ein Gelingen, aber ein Weg, der es ermöglichen kann. So lange, bis
bei meiner Bildidee zu bleiben. sich das, was ich im Kopf habe, auf der Leinwand wiederfindet.
Eine grobe Skizze der einzelnen Farbflächen und deren Farbge- Verlieren Sie nicht den Mut und die Lust, das theoretische Farb-
bungen bieten mir weitere Orientierung. wissen in die Praxis umzusetzen. Das Handwerkszeug muss sich
erst festigen, bis der Prozess der eigenen Bildfindung fast spiele-
risch seinen Ausdruck finden kann.
Geben Sie sich Zeit und nehmen Sie sich die Zeit. Es ist Ihr Weg,
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 - Ihre Kreativität lebendig auf einer Leinwand zu verwirklichen.

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Kunstwissen
Komposition
Unter Bildkomposition verstehe ich eine von mir selbst gewählte Anordnung von Farbflä-
chen. Diese Anordnung bestimmt den Bildaufbau. Der Bildaufbau bietet die Möglichkeit,
Farben und Farbwirkungen rhythmisch, spannungsvoll, dynamisch und/oder harmonisch zu
gestalten.
Je nachdem, wie ich ein Bild kompositorisch aufbaue, bietet es mir die Möglichkeit, die Auf-
merksamkeit des Betrachters auf bestimmte Stellen zu lenken.
Am Beispiel des Motivs „In the Middle“ (siehe Seite 67) können Sie etwa sehen, dass die bei-
den seitlichen, farblich mehrfach durchzogenen Farbflächen einen extrem hellen Mittelteil
umschließen. Diese von mir gewählte Bildkomposition zwingt den Betrachter durch die An-
ordnung der Farbflächen geradezu, dorthin zu schauen. Dort strömt das Licht hinein. Wegen
der Halt gebenden – weil bis an den Rand gemalten – Farbkörper links und rechts ist es für
den Betrachter beim ersten Blick gar nicht anders möglich, als ins obere Drittel des Bildes zu
schauen.
Werden Farbflächen bewusst gesetzt und wird der Betrachter dadurch „gezwungen“, zu be-
stimmten Stellen im Bild zu schauen, entsteht eine Art Kommunikation zwischen Betrachter
und Werk. Weist ein fast einfarbiges Bild einen hellen oder auch dunklen Punkt auf, ist es
vorherbestimmt, dass der Betrachter dorthin schauen muss.

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SCHON GEWUSST?

Während des Malprozesses geschieht vieles aus dem Gefühl heraus. Trotzdem sollte
man im Hinterkopf behalten, welche Wirkungen bestimmte Akzentuierungen ha-
ben und sie auch für sich und die Komposition nutzen.

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Der Goldene Schnitt


Sehr viele Kunstwerke orientieren sich in ihrem Bildaufbau an der Methode des „Goldenen
Schnitts“. Der Goldene Schnitt ist das bekannteste Gliederungs- und Teilungssystem in der
Kunst und Architektur und bereits seit der Antike bekannt. Dieser klassische Bildaufbau ist
aber nur eine von vielen Möglichkeiten, wie ein Bildaufbau gestaltet werden kann. Ich möch-
te mich an dieser Stelle auf diese Form der Bildkomposition beschränken, denn es ist eine gut
umsetzbare Möglichkeit, die Ihrem Bild Stabilität, Halt, aber auch Spannung und Harmonie
verleihen kann.

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SCHON GEWUSST?

Dem „Goldenen Schnitt“ liegt die Zahl 0,618 zu Grunde. Vereinfacht ausgedrückt
spricht man von einer Zwei-Drittel-Aufteilung, das bedeutet, dass der Goldene
Schnitt eine Strecke im Verhältnis 2:3 teilt. Diese Aufteilung ist stimmig und ver-
schafft den Eindruck eines harmonisch proportionierten Bildes. Für die Aufteilung
reicht oft das Augenmaß aus.

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Vorübungen
Eingebettet
Bei diesem ersten Motiv versuchen Sie sich in der Helix-Maltechnik. Damit die Farbflächen nicht ungeordnet nebeneinanderstehen, müs-
sen Sie sich bereits im Vorfeld überlegen, wie das Bild an Stabilität gewinnen kann. Damit die relativ große rote Farbfläche nicht einfach
nur mittig auf der Leinwand schwebt, erhält sie an beiden Außenseiten durch die gelb angelegten Flächen eine Begrenzung. Im unteren
Teil übernimmt ein helles Grün die Verankerung zur Bildunterseite.

Übung 1
Material
• Keilrahmen, 100 × 100 cm
• ein bis zwei unterschiedlich breite, langborstige Pinsel,
7 cm breit
• Farbpalette (Servierplatte)
• Küchenrolle
• Wassergefäß (zum leichten Anfeuchten der Pinsel)

Acrylfarben
• warmer Gelbton
• heller Gelbton
• heller Rotton
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 - • dunkler Rotton
• heller Grünton
• Weiß und Schwarz

Skizzieren Sie zunächst in groben Zügen die Farbflächen mit den


von Ihnen ausgewählten Farbtönen.

Danach erfolgt die weitere Ausgestaltung der roten Fläche. Achten Durch die Zugabe von Weiß entsteht ein pastelliger Ton, der einen
Sie darauf, dass Sie mit dem Pinsel eine durchgehende, spiralför- schönen Übergang zwischen den roten und orangefarbigen Flä-
mige Bewegung einhalten. So werden die jeweiligen Farbflächen chen – die durch das Vermalen von Gelb und Rot auf der Leinwand
miteinander verbunden, ohne dass harte Übergänge entstehen. entstanden sind – und der hellen Gelbfläche erzeugt.

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Eine farbige Brechung, die die Spannung in diesem Bereich


erhöht, ist die Zugabe von Schwarz. Tragen Sie wenig
Schwarz mit einer leichten Pinselbewegung auf.

Verbinden Sie nun die Flächen aus Schwarz, Rot und Grün in
gleicher Weise miteinander wie bereits zuvor.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

Wenn Sie die kreisenden und spiralförmigen Bewegungen


konsequent beibehalten, entstehen zarte, luftige Gebilde, die
eine faszinierende Farbvielfalt in sich tragen.

GUT ZU WISSEN

Achten Sie immer darauf, die Spiralbewegung nicht zu unterbrechen. Die gesamte
Bildidee ist darauf aufgebaut und die sanften, gleichbleibenden Bewegungen wer-
den gestört, wenn sich lineare Strichführungen einschleichen.

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Vorübungen
Verbinden Sie nun die helleren Flächen mit weiteren Gelbtö-
nen sowie Weiß miteinander. Wichtig: Unterbrechen Sie die
Bewegung nicht!

Setzen Sie einen weiteren schwarzen Kontrapunkt, um die


Wirkung des Rots, die das Hauptthema der Arbeit ist, weiter
zu steigern. Auch die Abgrenzung zu der helleren Fläche
wird auf diese Weise unterstützt.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

Gehen Sie nun daran, das Werk auch an den Seiten auszuar-
beiten. Die Gelbflächen werden aufgehellt, miteinander ver-
bunden und bilden eine Einheit, ohne das Rot zu unterbre-
chen. Lassen Sie an den Rändern weiße Flächen stehen, das
verschafft zusätzlich Helligkeit, unterstützt die Aussagekraft
der Farbe Rot und hält die visuelle Möglichkeit offen, dass
die Bildidee sich auch über die Ränder hinaus weiter entfal-
ten könnte.

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Vorübungen
Enge Verbindung
Dieses Motiv ist eine gute Übung, um mit der Butterfly-Maltechnik warm zu werden. Eine große, schwere, mit Grün- und Gelbtönen
durchzogene Fläche dominiert das Werk in der oberen Hälfte. Den Gegensatz dazu bildet die helle Fläche im unteren Drittel, die teilweise
mit Farbschlieren durchzogen ist. Durch ihre Leichtigkeit drückt der helle Bereich die schwere, farbgesättigte Fläche förmlich nach oben.
Es entsteht Ausgewogenheit und Harmonie.

Übung 2
• Keilrahmen, 80 × 80 cm
• Spachtel mittlere Breite
• Farbpalette (Servierplatte)
• Küchenrolle
• evtl. ein bis zwei unterschiedlich breite, langborstige Pinsel,
6 bis 7 cm breit (um die Kanten des Keilrahmens farblich zu
gestalten)
• Wassergefäß (nur zum leichten Anfeuchten der Pinsel)

Acrylfarben
• unterschiedliche Grüntöne
• unterschiedliche Gelbtöne
• Weiß
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

Da sich das Bild in einen hellen und einen starkfarbigen Teil


gliedert, müssen Sie es zuerst in seine Farbflächen aufteilen. Die
obere Fläche nimmt etwa zwei Drittel der Leinwandfläche ein, die
untere etwa ein Drittel.

Tragen Sie anschließend die unterschiedlichen Grün- und Gelb-


töne mit dem Spachtel auf die Leinwand auf.

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Setzen Sie die Farben miteinander in Beziehung, indem Sie


die Spachtelunterseite dazu verwenden, Übergänge zu schaf-
fen. Die Übergänge, die der Spachtel erzeugt, sind etwas grö-
ber, aber auch aussagekräftiger.

Nehmen Sie immer genug Farbe auf den Spachtel auf. Falls
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -Sie beim Streichen über die Leinwand ein „Kratzen“ hören,
könnte es an einem Zuwenig an Farbe liegen.

Zu den Grün- und Gelbflächen des oberen Bildbereichs


kommt nun das Weiß hinzu. Es hellt das untere Drittel auf
und setzt einen Kontrapunkt. Auch hier arbeiten Sie bei den
Farbübergängen ausschließlich mit dem Spachtel.

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Vorübungen
Die Detailansicht zeigt Ihnen nochmals genau,
was für faszinierende Farbübergänge mit dem
Spachtel machbar sind.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

Der gesamte untere Teil wird hell gehalten.


Er lebt durch die eingebetteten farbigen
Schlieren, die der Spachtel aufnimmt,
wenn Sie damit in die angrenzenden grü-
nen Flächen gehen.

SCHON GEWUSST?

Sollten Sie die Spuren des Spachtels „stören“, können Sie ihnen ein bisschen zu Leibe rücken. Nehmen Sie einen leicht ange-
feuchteten Pinsel und führen Sie ihn – sobald die gespachtelte Stelle leicht angetrocknet ist – sanft über die Spachtellinien.
Auf diese Weise reduzieren Sie die Spuren, die der Spachtel durch seinen Auftrag hinterlässt.

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Monsunwind
Bewegte Farbflächen
MATERIALIEN
Die Konzeption zu diesem Bild sah vor, dass das Werk im oberen Drittel an beiden Außen-
Materialien seiten eine Stütze erhalten und in der Mitte weiche Farbausläufe entfalten sollte. Die hel-
• Keilrahmen, 80 × 100 cm len Töne im oberen und unteren Bereich lassen den Eindruck entstehen, dass das Motiv
• ein bis zwei unterschiedlich auch noch über die Rahmenbegrenzung hinaus weitergehen könnte. Der Fokus liegt im
breite, langborstige Pinsel, oberen Drittel, wo sehr viel Farbaktivität stattfindet.
6 und 8 cm breit
• Farbpalette (Servierplatte)
• Küchenrolle
• Wassergefäß (ausschließlich
zum leichten Anfeuchten der
Pinsel)

Acrylfarben
• verschiedene Gelbtöne
• dunkler Braunton
• warmer Orangeton
• Hellblau
• Weiß

- orderid
Bildidee - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -
Vertiefen der Helix-Maltechnik
Konzeptionelle Erfassung eines
Bildthemas
Kompositorischer Aufbau mit
hellem Innenraum und stüt-
zenden Randbereichen
1 Legen Sie im ersten Schritt im oberen Drittel des Bildes die breiten Flächen an den
Außenseiten mit einem Pinsel an. Zunächst wird der Braunton auf der rechten Seite und
anschließend auf der linken Seite aufgetragen. Der Strich kann ruhig breit sein und sehr
deckend aufgetragen werden.

GUT ZU WISSEN

Denken Sie daran, zum Malen immer eine relativ große Menge an Acrylfarbe auf die Servierplatte zu bringen, sonst bekommen
Sie mit den breiten Pinseln Probleme bei der Farbaufnahme. Die Servierplatte kann ohne Probleme mit Frischhaltefolie abge-
deckt und die Farben beim nächsten Bild weiterverwendet werden.

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2 Streifen Sie den Pinsel nach jedem Farbauftrag auf Küchen-


papier ab. Nur so ist gewährleistet, dass alle Farben vom
Pinsel aufgesaugt und während des Malvorgangs auch wieder
abgegeben werden können. Nehmen Sie dann die neue Farbe
auf.

3 Legen Sie nun nacheinander Farbaufträgen in Orange,


Gelb und Blau an. Die breiten Farbflächen sind – leicht ver-
setzt – auf beiden Seiten zu finden.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

4 Im nächsten Schritt gehen Sie nun daran, mit Weiß den mittleren
Teil des Bildes zu gestalten. Beginnen Sie auf der rechten Seite des
Bildes. Es entsteht zunächst ein Beigeton, ein sanfter Apricot- und
ein aufgehellter Blauton.
Lassen Sie den Pinsel locker aus dem Handgelenk kreisen und ach-
ten Sie darauf, sich nicht zu verspannen.

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Monsunwind
5 Nehmen Sie einen helleren Gelbton auf. Sie können beob-
achten, dass sich bereits alle Farben des Bildes im Pinsel ge-
sammelt haben. Die unterschiedlichen Farbtöne werden sich
im Laufe des Malprozesses in Mischtönen im Bild wiederfin-
den, ohne dass sie je als eigene Farbe hinzugefügt wurden.
Beginnen Sie im linken Bereich. In Verbindung mit dem an-
grenzenden rechten Blauton entsteht eine Grüntönung, zu-
sammen mit dem dunkleren Gelb der linken Seite und dem
helleren Gelb entsteht wiederum ein neuer Gelbton. Der vor-
handene Orangeton wird mittels des hellen Gelbs aufgehellt
und der oben links gelegene Blauton wird ebenfalls grünlich
abgetönt.

6 Gehen Sie nun mit Weiß und kreisenden Pinselbewe-


gungen an die angrenzenden Flächen schaffen Sie einen
sanften Übergang. Die rotierenden Bewegungen haben den
Vorteil, dass sich die langen Borsten des Pinsels wie „tan-
zend“ über die Farbflächen bewegen.
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

7 Beladen Sie nun den Pinsel mit den Farben Ihrer Palette
und lassen Sie ihn in spiralförmigen Bewegungen über die
mittlere Fläche „tanzen“. Dabei nimmt der Pinsel die an den
Rändern noch feuchte Farbe immer wieder auf. Aus den so
entstandenen Farbmischungen und der im Pinsel ange-
sammelten Farbe entstehen immer wieder neuen Farbkombi-
nationen, die den mittleren Bildteil zunehmend ausdrucks-
stark machen.

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8 Setzen Sie nun mit einer


großen Bewegung zwei Halb-
kreise in dunklem Braun auf
die rechte Bildseite.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -


9 Dieser Blickfang wird im
nächsten Schritt durch Zugabe
der vorhandenen Gelbtöne und
Orange wieder aufgelöst. Er fun-
giert somit als zusätzliche Farb-
schicht, die das Bild nun erhält.
Zudem wird der mittlere Teil
durch neue Farbmischungen
deutlich akzentuierter und aus-
drucksstärker.

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Monsunwind
10 Bringen Sie auch nochmals
Weiß mit ein, um zusätzlich Hel-
ligkeit in den mittleren Teil zu
bringen. Achten Sie darauf, ab-
wechselnd kleine, kreisende und
größere, kreisende Bewegungen
einzusetzen. Auf diese Weise
entsteht eine in sich dynamische
Fläche und die Spannung erhöht
sich.

11 Nun geht das Bild langsam


seiner Vollendung entgegen.
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685
Achten Sie im weiteren Verlauf -
des Malprozesses darauf, die
noch feuchte Farbe mitzunutzen,
um die helleren Passagen im
oberen und unteren Bildteil zu
gestalten. Dazu verwende ich
hauptsächlich Weiß und die
noch feuchte Farbe auf der Lein-
wand. Die kreisenden, spiralför-
mige Pinselbewegungen werden
jetzt etwas fedrig und bilden
zarte Übergänge.

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- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

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Potpourri
Lebhaftes Farbenspiel
MATERIALIEN In dieser Bildkomposition steht die Farbvielfalt im Vordergrund. Daher sollten sich alle
Materialien verwendeten Farben mehrmals auf dem Bild wiederfinden. Blau und Magenta geben dem
• Keilrahmen, 100 × 120 cm Werk seitlich einen starken Halt und sichern seine Stabilität. Eine zusätzliche Blaufläche
im unteren Bereich stützt das Bild nach unten ab. Der obere Bereich bleibt hell, man
• breiter, langborstiger Pinsel,
könnte sich auch vorstellen, dass aus dieser Richtung das Licht einfällt.
6–7 cm breit
• Farbpalette (Servierplatte)
• Küchenrolle
• Wassergefäß (ausschließlich
zum leichten Anfeuchten der
Pinsel)

Farben
• warmer Gelbton
• heller Gelbton
• dunkler Rotton
• helles Violett
• Magenta
• heller Grünton
• Weiß
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -
Bildidee
Vertiefen der Helix-Maltechnik
Kompositorischer Bildaufbau mit
stützender Basis und Randbe-
reichen
Einbringen vieler verschiedener
Farben

1 Verteilen Sie zunächst mit breiten Pinselstrichen sämtliche Farben auf der Leinwand.
Es ist lediglich ein Pinsel im Einsatz, daher ist es wichtig, dass Sie ihn jeweils großzügig
mit Farbe beladen. Der Pinsel sammelt die Farben nacheinander in seinen Borsten – eine
wichtige Voraussetzung für das weitere Vorgehen.

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2 Bei diesem Motiv ist rasches Arbeiten angesagt.


Die Pinselborsten enthalten alle bisher aufgetra-
genen Farben und der Großteil der aufgetragenen
Farben ist noch feucht. Beginnen Sie jetzt damit,
mit dem Pinsel und schnellen, kreisenden Bewe-
gungen die jeweils aneinandergrenzenden Farb-
flächen zu verbinden.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

3 Arbeiten Sie sich rasch und oh-


ne zu zögern über das gesamte
Bild vor, bis alle zuvor aufgetra-
genen Flächen sanft miteinander
verbunden sind.

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Potpourri
4 Hier sehen Sie nochmals die Ausgangsposition für das weitere
Vorgehen. Alle Farbflächen sind nun mit kreisförmigen, sanften
Pinselbewegungen verbunden.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -


5 Nun werden die ineinander übergehenden Farbfelder mit einer
weiteren Farbschicht versehen. Legen Sie abwechselnd die bereits
zuvor verwendete Farbe oder auch eine andersfarbige Schicht auf.
Arbeiten Sie sich spielerisch mit spiralförmigen Pinselbewegungen
über die Leinwand. Sie müssen keine bestimmte Reihenfolge ein-
halten. Verwenden Sie nach wie vor nur einen Pinsel und achten
Sie darauf, dass die Farbmenge des Pinsels immer gleich ist.

6 Die Feuchtigkeit der neuen Farbaufträge führt dazu, dass sich


diese mit den bereits trockenen Farbfeldern verbinden und har-
monische Übergänge schaffen.

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7 Gehen Sie nun daran, die Begrenzungen in Blau und Magenta,


die dem Bild Stabilität verleihen, auszuarbeiten.

8 Achten Sie immer auf gleichbleibende, sanfte Pinselbewe-


gungen und arbeiten Sie ohne Zugabe von Wasser.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

9 Durch die zusätzliche Farbschicht tritt die leuchtende Farbigkeit


schon wesentlich deutlicher hervor. Durch die spiralförmigen Pin-
selbewegungen wirkt dennoch alles duftig und leicht.

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Potpourri
11 Setzen Sie am Schluss noch an einigen Stellen
zusätzliche Farbakzente, die dem Bild noch mehr
Ausdruckskraft verleihen.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

12 Legen Sie diese Akzente mit viel Farbe als dritte Farbschicht auf
der Leinwand an. Es wird immer noch derselbe Pinsel verwendet!

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Rotationen
Belebtes Wechselspiel
MATERIALIEN Dieses Werk lebt von dem Gegensatz zwischen linearen Flächen und wilden, rotierenden
Materialien Bewegungen. Die erste Linie verläuft schmal am oberen Bildrand entlang und ist leicht
• Keilrahmen, 100 × 100 cm unterbrochen. Die zweite lineare Fläche liegt weiter unten, ist breiter und besteht aus den
• ein bis zwei unterschiedlich Farbtönen Schwarz, Violett, Pink und Rot. Sie wird ebenfalls durch rotierende Farbkreise
breite, langborstige Pinsel unterbrochen. Ein violettes Rechteck im unteren Bereich bildet einen Gegensatz zu den
• Farbpalette (Servierplatte) Kreisbewegungen und verleiht der Komposition weiteren Halt. Das ganze Bild ist ein
• Stifte mit flüssiger Farbe auf Wechselspiel zwischen Stabilität und spielerischen Elementen.
Acrylbasis in Weiß, Gelb, Rot
und Schwarz
• Küchenrolle
• Wassergefäß (ausschließlich
zum leichten Anfeuchten)

Acrylfarben
• verschiedene Gelbtöne
• Rosa
• Violett
• Rot
• Pink
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -
• Weiß
• Schwarz

Bildidee
Vertiefen der Helix-Maltechnik
Akzentuierung einzelner Bild-
partien mit Stiften
Kompositorischer Bildaufbau
mit linearen Flächen und Kreis-
formen

1 Teilen Sie im ersten Schritt die Bildfläche ein. Alle linearen Flächen werden groß ange-
legt und erst in einem weiteren Schritt nochmals mit Farbe bearbeitet.

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2 Beginnen Sie nun damit, die ersten Rotationen zu gestalten.

3 Diese weitere Farbschicht deckt die gesamte Fläche zusätzlich


und lässt neue Mischverhältnisse entstehen, die dann wiederum
- inorderid
die Rotationen-eingearbeitet
exl39606676-3735809685
werden können. Die Begren- - transid - exl39606676-3735809685 -
zungen der linearen Flächen lassen Sie stehen.

4 Überziehen Sie nun den gesamten mitt-


leren Bildteil mit spielerischen Elementen
aus Kreisen und größeren Rotationen.
Dadurch erhält dieser Bereich eine starke
einheitliche Bewegung. Außer den Rota-
tionen werden keine weiteren Bewegungs-
elemente eingearbeitet, da dies den Stiften
vorbehalten bleiben soll. Füllen Sie die ge-
samte Leinwand mit Pinselbewegungen in
Helix-Maltechnik. Bei Bedarf oder wenn
die Farbe noch nicht deckt, übermalen Sie
die linearen Flächen nochmals. Lassen Sie
das fertig gestaltete Bild gut trocknen.

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Rotationen

5+6 Bevor die Stifte mit flüssiger Farbe auf Acrylbasis zum Ein-
satz kommen, muss das Bild vollständig trocken sein. Die fili-
granen Linienzeichnungen der Stifte dienen einerseits dazu, die
Pinselbewegungen der Rotationen nachzuempfinden …

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

7 … sie können aber auch Ge-


genbewegungen zeichnen.

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- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -


8+9 Zeichnen Sie auch die linearen Flächen mit den Stiften nach.

GUT ZU WISSEN

Schön ist es, wenn Sie bei den Stiften mehrere Farben zur Auswahl haben. Die Stifte können die vorhandenen Farben unterstüt-
zen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass es Farben auf Acrylbasis sind. Das ist wichtig, denn nur flüssige Acrylfarbe enthält hoch-
wertige Pigmente und trocknet auch farbecht ab. Wenn Sie Ihre Tubenfarbe lediglich mit Wasser verdünnen, leidet die Qualität.
Darüber hinaus können Sie auch Tusche in unterschiedlichen Farben oder Airbrushfarben verwenden.

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Rotationen
10 Sind alle Linien und Striche gesetzt,
werden an einigen ausgewählten Stellen
die Flächen nochmals mit dem Pinsel leicht
verwischt. Sie erzielen damit ganz sanfte,
zarte Übergänge und können Ihr Bild weiter
akzentuieren.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

11 Überprüfen Sie zum Schluss nochmals alle Flächen, sie müssen in das Gesamtbild eingebettet sein.
Verlassen Sie sich bei den letzten Korrekturen auf Ihr Gefühl. Diese eher dekorative Abschlussarbeit
lässt vieles zu, damit neue Elemente ihren Platz finden können.

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Abtönfarben
Dieses in den USA in den 30 Jahren erfundene Malmedium hat die
Welt der Malfarben revolutioniert. Das sie mit Wasser verdünnbar
sind, ist der Umgang mit ihm unkompliziert. Es kann auf fast allen
Untergründen aufgetragen werden, lässt sich auch mit anderen
Farben auf Wasserbasis mischen, wie z. B. Abtönfarben auf Dis-
persionsbasis. Ein weiterer Vorteil ist, dass Acrylfarben schnell
trocknen aber mit Wasser wieder aufgelöst werden können. Die
Trocknungszeit kann jedoch durch die Zugabe von Verzögerungs-
mitteln (Retarder) verlängern.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

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In the Middle
Farbspannung mit dem Spachtel
MATERIALIEN Das Bild hat seinen Schwerpunkt im oberen Drittel. Dort soll es rechts und links eine Stüt-
Materialien ze erfahren und in der Mitte weiche Farbausläufe entfalten. Der obere sowie der untere
• Keilrahmen, 80 × 80 cm Bildbereich bleiben hell, damit der Eindruck entstehen kann, dass das Motiv auch noch
• Spachtel mittlere Breite über seine (Rahmen)Grenzen hinausgehen könnte. Der Fokus im oberen Drittel wird zu-
• unterschiedlich breite, langbors- sätzlich betont, indem dort sehr viel Farbaktivität stattfindet. Bei diesem Werk arbeiten Sie
tige Pinsel, 6–7 cm breit, (um mit kleinen, dicht aneinanderliegenden Farbflächen, die mit dem Spachtel aufgetragen
die Kanten des Keilrahmens und mittels diesem untereinander vermischt werden. Das führt zu ganz speziellen und an-
farblich zu gestalten) sprechenden Bildergebnissen.
• Farbpalette (Servierplatte)
• Küchenrolle
• Wassergefäß (ausschließlich
zum leichten Anfeuchten)

Farben
• zwei unterschiedliche Gelbtöne
• zwei unterschiedliche Rottöne
• dunkles Grün
• dunkles Blau
• etwas Orange
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• Weiß
• Schwarz

Bildidee
Vertiefen der Butterfly-Maltechnik
Farbflächen miteinander verbin-
den
Kompositorischer Aufbau auf
Grundlage des „Goldenen
Schnitts“

1 Bereiten Sie Ihre Farbpalette vor. Tauchen Sie die Unterseite des Spachtels zuerst in die
rote Farbe. Achten Sie darauf, dass die gesamte Fläche der Unterseite mit Rot bedeckt ist.
Das ist deshalb besonders wichtig, da die Farbe über die Leinwand „gleiten“ soll – und das
funktioniert nur, wenn genügend Farbmaterial vorhanden ist. Seien Sie deshalb bitte nicht
zu sparsam.

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2 Tragen Sie den warmen Rotton im oberen Drittel


der Leinwand auf der rechten und auch auf der lin-
ken Seite auf. Es entsteht eine bereits gut deckende,
rote Fläche.

3 Sobald Sie die Farbe aufgetragen haben, müssen Sie den


Spachtel säubern. Streifen Sie dazu die Unterseite am besten
auf Küchenpapier ab. Achten Sie darauf, dass der Spachtel
stets sauber ist, bevor Sie eine neue Farbe aufnehmen. Jeder
kleine Krümel, jede Unebenheit könnte den Gleitprozess be-
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -
hindern oder unangenehme Spuren hinterlassen.

4 Verfahren Sie nun in derselben Weise mit dem


dunkleren Rotton. Der Spachtel gleitet in das be-
reits vorhandene, hellere Rot und grenzt es etwas
ab. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt entsteht
eine in sich bewegte Rotfläche, die keineswegs
plakativ wirkt.

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In the Middle
5 Nun ist Gelb an der Reihe. Tragen Sie es in gewohnter
Weise sowohl auf der linken als auch der rechten Seite auf.

6 Die Spachtelunterseite gleitet über und an der bereits vor-


handenen roten Farbfläche entlang und gibt dabei die aufge-
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid
nommene -gelbe
exl39606676-3735809685
Farbe ab. Damit der Spachtel optimal gleitet, -
bewegen Sie ihn mit einer ganz leicht wippenden Bewegung.
Dadurch saugt der Spachtel jedes Mal etwas Luft zwischen
Unterseite und Leinwand. Das erfordert zunächst etwas
Übung, allerdings ist es das Ergebnis allemal wert.

7 Nach dem Gelbauftrag folgt ein Blau, dem sich eine Grün-
fläche anschließt. Nun liegen alle Farbflächen aneinander, an
manchen Stellen schon leicht vermischt, an anderen Stellen
noch getrennt. Jetzt geht es darum, die Farbflächen sanft zu
verbinden. Auch das bewältigen Sie mit Hilfe des Spachtels,
denn die Eigenart der Butterfly-Maltechnik ermöglicht es
Ihnen, die Übergänge in gleicher Weise zu gestalten wie den
Farbauftrag. Sie nehmen dazu allerdings keine oder nur we-
nig Farbe mit der Unterseite des Spachtels auf. Mit dieser
Spachteltechnik ist es möglich, auf sehr kleinem Raum meh-
rere Farben aneinanderzusetzen und sie in einem Arbeits-
schritt sanft miteinander zu verbinden.

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8 Haben Sie die aneinanderliegenden Farbflächen sowohl


auf der rechten wie auch auf der linken Bildseite mit Hilfe der
Spachtelunterseite sanft verbunden, gehen Sie im nächsten
Schritt an die Ausgestaltung der rechten oberen Bildfläche.
Nehmen Sie etwas Weiß auf den Spachtel auf …

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

9 … und setzen Sie es oben an die gelbe Farbe an. Ziehen Sie nun mit vorsichtigen Bewe-
gungen das überschüssige, angrenzende Gelb in die Weißfläche hinein. Durch die gleitende
Bewegung nimmt der Spachtel nur eine winzige Menge des Gelbtons auf und vermischt es
in einem einzigen Arbeitsschritt mit der weißen Fläche. Auf diese Weise gelingen hier ganz
feine Schlieren und leichte Farbmischungen, ohne dass „Dreckfarben“ entstehen.

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In the Middle
10 Ziehen Sie anschließend innerhalb der rechten oberen
Farbflächen die saubere (!) Spachtelunterseite durch die
leicht angetrockneten Farbfelder. Der Spachtel wird die obere
rote Farbschicht mit der anliegenden Gelb- und/oder Grün-
schicht verbinden.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

11 Im folgenden Schritt widmen Sie sich der kleinen Blaufläche, die auf der rechten Seite liegt.
Nehmen Sie auch hier zunächst etwas Weiß auf die Unterseite des Spachtels auf und gestalten Sie
in gleicher Weise wie zuvor eine von zarten Schlieren in Gelb, Blau und Grün durchzogene Farbflä-
che. Sie zieht sich sowohl in den unteren als auch in den mittleren Bildbereich. Farbspuren, die wie
Fäden wirken, entstehen, wenn Sie den Spachtel in einer kurzen, schwungvollen Bewegung durch
die angrenzenden Bereiche ziehen.

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12 Die weiße Farbe wird nun in derselben Technik auch auf


der linken Seite an die angrenzenden Farbfelder gesetzt. Ver-
gessen Sie nicht, immer genügend Farbe aufzunehmen, da
sonst der Spachtel unangenehm über die Leinwand kratzt.
Die feinen Linien, die sich über die kleine Grünfläche entwi-
ckeln, nehmen lediglich eine kleine Menge des noch feuchten
Grüns auf und der Spachtel zieht sich mit Schwung über die
mittlere Fläche.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

13 Die Fläche, die zwischen den beiden ausgearbeiteten Farbbildern liegt, hat sich nun zu einem
Blickfang entwickelt, der den Fokus bildet. Dieser Fokus bricht die beiden Kraftfelder förmlich aus-
einander und „zwingt“ den Betrachter, dorthin zu schauen.
Beide Farbflächen sollten nun soweit ausgearbeitet sein, dass sie die gleichen Ausprägungen an
Helligkeit und Farbintensität zeigen. Die Bereiche ober- und unterhalb der farbintensiven Flächen
unterstützen die beiden „Kraftfelder“.

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In the Middle

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14 Legen Sie nun letzte Hand an Ihr Bild. Eine zarte, dennoch schwungvolle Linie, nur mit einer
kleinen Menge Schwarz auf der Kante der Spachtelunterseite erzeugt, setzt einen markanten Akzent.
Arbeiten Sie auch nochmals am unteren, hellen Bildbereich. Für die unterstützende Wirkung ist es
wichtig, dass es eine in sich bewegte weiße Fläche ist. Dies erreichen Sie durch die hellen gelben
Linien, die das Weiß unterbrechen. Nehmen Sie abwechselnd Gelb und Weiß auf den Spachtel. Der
Spachtel selbst bleibt in seiner Bewegung immer gleich.

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Wolkenvielfalt
Einheit in der Vielfalt
MATERIALIEN In diesem Werk driften zwei stark in sich strukturierte Flächen aufeinander zu. Sie sind
Materialien kraftvoll gearbeitet und wollen sich entfalten. In der Mitte zwischen ihnen dehnt sich ein
• Keilrahmen, 100 × 100 cm lichtdurchfluteter, heller Bereich aus, der in Form zarter Schlieren alle Farben der angren-
• Spachtel mittlere Breite zenden Flächen enthält und auf diese Weise eine Art Kommunikation aufbaut. Darüber
• Spachtelmasse hinaus fassen verbindende Linien alles miteinander zu einer Einheit zusammen. Die etwas
• unterschiedlich breite, langbors- gröbere Struktur wird durch die Beimischung von Spachtelmasse unterstützt. Sie legt sich
tige Pinsel, 6–7 cm breit (um die wie eine Art Trennschicht zwischen die einzelnen Farbschichten (siehe auch Seite 24).
Kanten des Keilrahmens farblich
zu gestalten)
• Farbpalette (Servierplatte)
• Küchenrolle
• Wassergefäß (ausschließlich
zum leichten Anfeuchten)

Acrylfarben
• unterschiedliche Gelbtöne
• helles Grün
• Blau
• Violett
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -
• Weiß
• Schwarz

Bildidee
Vertiefen der Butterfly-Maltechnik
Zusätzlich mit Spachtelmasse
arbeiten
Flächen stark strukturieren

1 Legen Sie im ersten Schritt die Farbflächen grob mit dem Pinsel an. Diese „Skizze“ bie-
tet Ihnen eine erste Orientierung im Malprozess und hilft, beim Thema zu bleiben und
später nicht bereits vorgegebene Farbflächen zu übermalen. Achten Sie darauf, den hellen
Bereich in der Mitte nicht zuzumalen.

SCHON GEWUSST?

Bitte tragen Sie die Spachtelmasse keinesfalls mit dem


Pinsel auf. Die Borsten graben sich in die Masse ein und
hinterlassen unschöne Spuren.

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2 Tragen Sie nun auf die noch feuchten Farbflächen die transpa-
rente Spachtelmasse auf. Der Spachtel mit der Spachtelmasse wird
ebenso bewegt wie bei der Butterfly-Maltechnik, wenn die Farbe
aufgetragen wird. Verbinden Sie die Spachtelmasse sanft mit der
noch feuchten Farbe und versuchen Sie, weiche Übergänge zu er-
zeugen.

3 Zu Beginn hat die Spachtelmasse ein et-


- was
orderid - exl39606676-3735809685
milchig wirkendes Aussehen. Je mehr - transid - exl39606676-3735809685 -
sie sich aber mit der darunterliegenden Far-
be vereinigt, umso mehr kommt die Transpa-
renz zum Tragen. Verbinden Sie auf diese
Weise die aneinandergrenzenden Flächen
miteinander.

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Wolkenvielfalt
4 Verbinden Sie sanft die einzelnen Farben. Es ist
wichtig, dass die Farbe noch feucht ist, wenn die
Spachtelmasse zum Einsatz kommt. Ist dies nicht
mehr der Fall, müssen Sie die Farbe nochmals neu
auftragen. Feuchten Sie sie nicht mit Wasser an,
sondern malen Sie den Farbton nochmals auf die
Leinwand.

5 Sie können die Spachtelmasse ruhig auch einmal


stehen lassen, da sie ja transparent abtrocknet. Ar-
beiten Sie dann an den Flächen weiter, die Sie mit-
einander verbinden möchten. Bringen Sie im mitt-
leren Bereich des Bildes Weiß als kontrastierende
Farbfläche mit ein.
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

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6 Legen Sie nun eine weitere Farbschicht auf die


aufgetragene Spachtelmasse. Diese darf noch nicht
trocken sein, sonst wird Sie leicht grobkörnig. Die
Farbe wird ebenfalls mit dem Spachtel aufgetragen.
Da die transparente Spachtelmasse wie eine Art
Puffer zwischen den Schichten wirkt, kommt es
nicht zu einer Vermischung der Farbschichten; sie
bleiben eigenständig.

7 Belegen Sie nun die jeweilige Fläche mit der


transparenten Spachtelmasse. Eventuell müssen
Sie zuvor nochmals Farbe auftragen, falls die
Schicht schon abgetrocknet sein sollte. Das Erschei-
nungsbild wird feiner und fließender, wenn der
Farbauftrag noch feucht ist.
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

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Wolkenvielfalt

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

8 Sie haben bei dieser Arbeitswei-


se im Prinzip immer zwei Möglich-
keiten: Entweder lassen Sie die
aufgelegte Spachtelmasse transpa-
rent abtrocknen, dann bleibt das
Erscheinungsbild unverändert er-
halten. Oder Sie legen eine weitere
Farbe darüber, um sie in die Bild-
komposition einzuarbeiten.

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Abtönfarben
Dieses in den USA in den 30 Jahren erfundene Malmedium hat die
Welt der Malfarben revolutioniert. Das sie mit Wasser verdünnbar
sind, ist der Umgang mit ihm unkompliziert. Es kann auf fast allen
Untergründen aufgetragen werden, lässt sich auch mit anderen
Farben auf Wasserbasis mischen, wie z. B. Abtönfarben auf Dis-
persionsbasis. Ein weiterer Vorteil ist, dass Acrylfarben schnell
trocknen aber mit Wasser wieder aufgelöst werden können. Die
Trocknungszeit kann jedoch durch die Zugabe von Verzögerungs-
mitteln (Retarder) verlängern.

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Zusammenspiel
Anziehende Gegensätze
MATERIALIEN In diesem Motiv treffen die Helix- und die Butterfly-Maltechnik aufeinander und ergänzen
Materialien sich zu einer spannenden Komposition. Das Werk wird im oberen Bildteil, unten rechts
• Keilrahmen, 100 × 100 cm und am linken Bildrand durch starkfarbige Flächen begrenzt. Ansonsten ist die Komposi-
• unterschiedlich breite, langbors- tion weitgehend offen gehalten. Zarte, transparente Farbtöne wechseln sich mit kräftigen
tige Pinsel, 6–7 cm breit Farbflächen ab. Dieses Wechselspiel beschäftigt das Auge und verleiht dem Bild eine har-
• Spachtel mittlere Breite monische Ausgewogenheit. Die Butterfly-Maltechnik führt zur Hervorhebung stärkerer
• Farbpalette (Servierplatte) Strukturen, während die Helix-Maltechnik sanft gestaltete Farbflächen ins Spiel bringt.
• Küchenrolle
• Wassergefäß (ausschließlich
zum leichten Anfeuchten)

Acrylfarben
• helles Gelb
• dunkles Gelb
• Orange
• dunkles Weinrot
• helles Blau
• dunkles Grün
• Braun
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• Weiß

Bildidee
Helix- und Butterfly-Maltechnik in
spannungsvolle Beziehung setzen
Transparente und starkfarbige
Töne in einem Bild einsetzen
Wechselspiel von strukturierten
und feineren Farbflächen

1 Die ersten Malschritte bestehen darin, die Bildkonzeption festzulegen. Beginnen Sie
damit, mit Braun und dunklem Weinrot die Konturen vorzuzeichnen.

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2 Nehmen Sie mit dem Pinsel weiße Farbe auf und


lösen Sie im nächsten Schritt an den jeweiligen
Rändern die harten Konturen mittels der Helix-
Maltechnik auf. Durch die ständig kreisenden Be-
wegungen wird ein transparenter Ton erzeugt.
Mischen Sie ein dunkles Gelb dazu, das verhindert,
dass sich ein zu stark ausgeprägter Rosaton aus-
breitet.

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3 Erweitern Sie die braunen Konturen auf der


rechten Seite noch etwas, indem Sie auch hier den
dunklen Gelbton einbringen.

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Zusammenspiel

4 Um Abwechslung und Spannung in den rechten, oberen Be- 5 Nehmen Sie dann wieder den Pinsel zur Hand und tragen Sie
reich zu bringen, arbeiten Sie nun mit der Butterfly-Maltechnik an den Rändern dieser kräftig bewegten Farbfläche Weiß auf,
weiter. Spachteln Sie in den noch feuchten braun-roten Bereich welches Sie wieder mit kreisenden Bewegungen vermalen.
dunkles Rot und dunkles Gelb hinein. Der Spachtel wird mit der
flachen Seite über die noch feuchten Farbflächen geführt. Durch
diese Bewegung vermischen sich die darunterliegenden Schichten
zu einem ausdrucksstarken Farbgewebe.

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SCHON GEWUSST?

Es ist von Vorteil, wenn Sie mit nur einem


Pinsel arbeiten. Nur so ist gewährleistet,
dass sich die pastellfarbigen Nuancen bil-
den können. Der Pinsel gibt nach und nach
die Farben wieder ab, die Sie zuvor mit ihm
aufgetragen haben. Da so die Mischtöne
aus allen Farben bestehen, die das Bild
enthält, entsteht eine ganz besondere Farb-
harmonie.

6 Im nächsten Schritt gesellt sich ein Hellblau da-


zu, das Sie ebenfalls mit dem Pinsel auftragen.

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7 Legen Sie nun mit dem Spachtel Weiß über das


Hellblau und schieben Sie die weiße Farbe mit dem
Spachtel auch zart in den Gelb-Orange-Bereich. Die
Butterfly-Maltechnik bietet hier weitere Möglich-
keiten, diesen Bezirk besonders zu akzentuieren.

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8 Tragen Sie nochmals etwas Hellblau auf, damit die weiße Fläche durchscheinen kann. Auch
hier übernimmt der Spachtel das Verteilen der Farbe auf der Fläche. Nun haben Sie im rechten
oberen Drittel des Bildes mit Hilfe der Butterfly-Maltechnik einen besonderen Akzent gesetzt.

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Zusammenspiel
9 Gehen Sie nun daran, auf der linken Seite des Bildes den grü-
nen Farbton aufzutragen. Nehmen Sie dazu den Pinsel und ziehen
Sie eine kräftige, dunkelgrüne Linie.

10 Tauchen Sie nun den Pinsel in die Farbe Weiß, verteilen Sie
es rund um die grüne Fläche und hellen Sie damit den grünen
- Farbton
orderid auf. Die - exl39606676-3735809685
kreisenden Spiralbewegungen erzeugen fast wol- - transid - exl39606676-3735809685 -
kenartige Gebilde.

11 Legen Sie nun im nächsten Schritt über die


wolkenartigen Strukturen mit dem Spachtel eine
weitere weiße Farbschicht. Dies sorgt für einen hel-
len Akzent, während die leichten Wippbewegungen
des Spachtels die angrenzenden Farbflächen ver-
binden.

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12 Widmen Sie sich nun der linken Seite des Bildes, die in glei-
cher Weise gearbeitet wird wie der obere Bereich. Verteilen Sie
mit dem Spachtel dunkles Rot und dunkles Gelb, vermengen Sie es
auf der Leinwand mit sanften, hin- und hergleitenden Bewe-
gungen und schieben Sie es auch in die grünen und braunen Farb-
bezirke.

13 Fügen Sie Weiß hinzu, diesmal allerdings mit dem Pinsel, da-
mit sich der untere Verlauf zarter darstellt.

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14 Nun haben Sie bereits den gesamten mittle-


ren Bereich des Bildes sowie die rechte Seite ge-
staltet. Die stärkeren, vom Spachtel hervorgeru-
fenen Akzentuierungen, die von den zarten, vom
Pinsel geschaffenen Strukturen durchzogen wer-
den, treten schon deutlich in Erscheinung.

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Zusammenspiel
15 Arbeiten Sie nun das Grün auch auf der
rechten Seite ein. Dadurch erhält das Werk eine
optische Ausgeglichenheit, die dem Betrachter
Harmonie signalisiert. Die Arbeitsweise ist dieselbe
wie in Schritt 9.

16 Abwechselnd wird nun Farbe mit dem Spachtel


- orderid - exl39606676-3735809685 - transid aufgetragen …
- exl39606676-3735809685 -

GUT ZU WISSEN

Es ist die Kombination beider Techniken, die in diesem Fall für Ausdrucksstärke und das gewisse „Etwas“ sorgt. Hier stehen sich
zarte und gröbere Strukturen gegenüber. Bei beiden Techniken wird mit denselben Farben gearbeitet, dennoch ist der jeweilige
Ausdruck ein anderer. Nutzen Sie diese Gleichzeitigkeit, denn beide Techniken ergänzen sich ideal.

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17 … und die angrenzenden Farbflächen mit


gleitenden Bewegungen verbunden.

18 Die Schlierenbildung
ist immer gewollt und bildet
den Gegensatz zu der Ar-
beitsweise mit dem Pinsel,
- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -
die zartere und voluminösere
Strukturen hervorbringt.

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Zusammenspiel
19 Führen Sie nun alle Bereiche des Bildes mit-
tels Spachtel und Pinsel zusammen. Verlassen Sie
sich auf Ihre Intuition, die Ihnen sagt, wo Sie den
Pinsel und an welchen Stellen Sie den Spachtel an-
setzen sollen.

20 Ausdrucksstarke Einzelfelder werden sich am Schluss im


- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685
Zusammenspiel mit zarten Übergängen zu einem beeindru- -
ckenden Gesamtbild ergänzen.

SCHON GEWUSST?

Sie arbeiten immer noch mit demselben Pinsel. Der Spachtel ist im Gegensatz zum Pinsel – da er nach jedem Farbauftrag
gesäubert wird – eindeutiger in der jeweiligen Farbgebung. Der Pinsel sorgt für die Mischverhältnisse.

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Abtönfarben
Dieses in den USA in den 30 Jahren erfundene Malmedium hat die
Welt der Malfarben revolutioniert. Das sie mit Wasser verdünnbar
sind, ist der Umgang mit ihm unkompliziert. Es kann auf fast allen
Untergründen aufgetragen werden, lässt sich auch mit anderen
Farben auf Wasserbasis mischen, wie z. B. Abtönfarben auf Dis-
persionsbasis. Ein weiterer Vorteil ist, dass Acrylfarben schnell
trocknen aber mit Wasser wieder aufgelöst werden können. Die
Trocknungszeit kann jedoch durch die Zugabe von Verzögerungs-
mitteln (Retarder) verlängern.

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Abtönfarben
Dieses in den USA in den 30 Jahren erfundene Malmedium hat die
Welt der Malfarben revolutioniert. Das sie mit Wasser verdünnbar
sind, ist der Umgang mit ihm unkompliziert. Es kann auf fast allen
Untergründen aufgetragen werden, lässt sich auch mit anderen
Farben auf Wasserbasis mischen, wie z. B. Abtönfarben auf Dis-
persionsbasis. Ein weiterer Vorteil ist, dass Acrylfarben schnell
trocknen aber mit Wasser wieder aufgelöst werden können. Die
Trocknungszeit kann jedoch durch die Zugabe von Verzögerungs-
mitteln (Retarder) verlängern.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

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Galerie

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

Monsum, 120 × 100 cm


Auch wenn sich der Blick auf den fedrig-weißen Bereich rechts der Bildmitte fokussiert,
lassen die bewegten Farbflächen dennoch das Auge schweifen. Lineare Strukturen
geben Halt und Orientierung.
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Abtönfarben
Dieses in den USA in den 30 Jahren erfundene Malmedium hat die
Welt der Malfarben revolutioniert. Das sie mit Wasser verdünnbar
sind, ist der Umgang mit ihm unkompliziert. Es kann auf fast allen
Untergründen aufgetragen werden, lässt sich auch mit anderen
Farben auf Wasserbasis mischen, wie z. B. Abtönfarben auf Dis-
persionsbasis. Ein weiterer Vorteil ist, dass Acrylfarben schnell
trocknen aber mit Wasser wieder aufgelöst werden können. Die
Trocknungszeit kann jedoch durch die Zugabe von Verzögerungs-
mitteln (Retarder) verlängern.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

Ohne Titel, 100 × 80 cm


Auf einem Farbband, das sich durch das obere Bilddrittel zieht, korrespndieren Gelb und Grün,
Rot und Blau miteinander, während die Mitte atmosphärisch aufgelöst ist.
Es ergeben sich vielfältige Farbmischungen, die dennoch eigenständig nebeneinander bestehen.
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Galerie

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You are yourself II, 120 × 120 cm


Die Wirkung des Bildes beruht auf einem Miteinander unterschiedlicher Farbkontraste.
Die Blau-, Gelb- und Grautönungen und die Bildaufteilung zentrien den Blick auf die
schwarze Pinselbewegung im mittleren Bereich.

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Abtönfarben
Dieses in den USA in den 30 Jahren erfundene Malmedium hat die
Welt der Malfarben revolutioniert. Das sie mit Wasser verdünnbar
sind, ist der Umgang mit ihm unkompliziert. Es kann auf fast allen
Untergründen aufgetragen werden, lässt sich auch mit anderen
Farben auf Wasserbasis mischen, wie z. B. Abtönfarben auf Dis-
persionsbasis. Ein weiterer Vorteil ist, dass Acrylfarben schnell
trocknen aber mit Wasser wieder aufgelöst werden können. Die
Trocknungszeit kann jedoch durch die Zugabe von Verzögerungs-
mitteln (Retarder) verlängern.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

Hinter der Kulisse, 120 × 120 cm


Der Titel des Bildes beschreibt das Bild hinter der Kulisse der zusätzlich
aufgebrachten Materialien (Seidenpapier). Das Bild ist farblich reduziert und fokussiert den Blick.

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Galerie

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Give me more, 90 × 90 cm
Das Rot dominiert das Bild und grenzt sich gleichzeitig mittels des schwarzen Farbauftrages
von der hellen oberen Fläche ab. Die intensive Farbwirkung fordert den Betrachter heraus,
sich darauf einzulassen.

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Abtönfarben
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Welt der Malfarben revolutioniert. Das sie mit Wasser verdünnbar
sind, ist der Umgang mit ihm unkompliziert. Es kann auf fast allen
Untergründen aufgetragen werden, lässt sich auch mit anderen
Farben auf Wasserbasis mischen, wie z. B. Abtönfarben auf Dis-
persionsbasis. Ein weiterer Vorteil ist, dass Acrylfarben schnell
trocknen aber mit Wasser wieder aufgelöst werden können. Die
Trocknungszeit kann jedoch durch die Zugabe von Verzögerungs-
mitteln (Retarder) verlängern.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

Happiness run I, 100 × 120 cm


Der Dialog mit den unterschiedlichen Farben bestimmt die Wirkung im oberen, sehr hellen Bereich,
der als kleine weiße Fläche seine Wirkung zeigt. Die Mischverhältnisse gehen ineinander über und
behalten trotzdem ihre Eigenständigkeit.
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Samenkörner, 100 × 100 cm


Hier bestimmen Erdtöne das Bild und man taucht in die Tiefe. Die Aufteilung in
unterschiedliche große und auf dem Werk verteilte Braunflächen lässt das Auge wandern.

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Abtönfarben
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Welt der Malfarben revolutioniert. Das sie mit Wasser verdünnbar
sind, ist der Umgang mit ihm unkompliziert. Es kann auf fast allen
Untergründen aufgetragen werden, lässt sich auch mit anderen
Farben auf Wasserbasis mischen, wie z. B. Abtönfarben auf Dis-
persionsbasis. Ein weiterer Vorteil ist, dass Acrylfarben schnell
trocknen aber mit Wasser wieder aufgelöst werden können. Die
Trocknungszeit kann jedoch durch die Zugabe von Verzögerungs-
mitteln (Retarder) verlängern.

- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

Duo II, 120 × 120 cm


Das Werk spielt mit den Brauntönungen und die Raumaufteilung lässt das Bild
harmonisch wirken. Der Betrachter hat an jeder Stelle des Bildes Gelegenheit zu verweilen
und sich auf die Details zu konzentrieren.

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- orderid - exl39606676-3735809685 - transid - exl39606676-3735809685 -

Glücksbringer I, 120 × 140 cm


Die Wirkung des Bildes wird durch die Farbe Grün bestimmt. Der Betrachter taucht förmlich in Grüntöne
und liefert sich ihnen aus. Die Bildkomposition lässt es zu, dass der Blick übers Bild wandern kann,
da die Seitenränder der Bildidee Halt geben.
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Abtönfarben
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Welt der Malfarben revolutioniert. Das sie mit Wasser verdünnbar
sind, ist der Umgang mit ihm unkompliziert. Es kann auf fast allen
Untergründen aufgetragen werden, lässt sich auch mit anderen
Farben auf Wasserbasis mischen, wie z. B. Abtönfarben auf Dis-
persionsbasis. Ein weiterer Vorteil ist, dass Acrylfarben schnell
trocknen aber mit Wasser wieder aufgelöst werden können. Die
Trocknungszeit kann jedoch durch die Zugabe von Verzögerungs-
mitteln (Retarder) verlängern.

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Glücksbringer I, 100 × 120 cm


Wirkung und Ausdrucksstärke sind wieder über die Farbe Grün bestimmt. Schwarz verstärkt
die Abgrenzung. Hier ist es der helle Teil im Bild, der den Fokus auf sich lenkt.

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Autorin
Christiane Mittendorf
Christiane Middendorf malt mit einer expressionistischen Pinselführung
und lebt sich selbst in ihren Bildideen aus. Ihre Bilder leben von den Far-
ben, die sie gleichermaßen gefühls- und kopfgesteuert einsetzt. Daher ist
jede dieser Farbgestiken das Resultat eines persönlichen Erlebens. Genau
das möchte die Künstlerin gerne weitergeben: Für jeden Betrachter soll das
Erleben von Farben und das Erspüren, was sie ausdrücken, ein eigenstän-
diges Erlebnis darstellen. Klarheit, Intensität und Lebendigkeit der Farben
finden sich in vielen ihrer Arbeiten wieder.
Die Künstlerin beteiligt sich an Gruppen- und Einzelausstellungen und ist
Dozentin an Kunstakademien im In- und Ausland.

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Der Code zum Freischalten der Online-Videos lautet: 83166

Hilfestellung zu allen Fragen, die Materialien und Kreativbücher betreffen: Frau Erika Noll berät Sie. Rufen Sie an: 05052/911858*
IMPRESSUM

*normale Telefongebühren

PROJEKTMANAGEMENT UND KONZEPTION: Hannelore Irmer-Romeo


LEKTORAT: Betz Lektorat+Redaktion, Tübingen
DESIGNENTWICKLUNG: Katrin Röhlig
LAYOUT: Steffi Rieck
FOTOS: Middendorf, Essen
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Verwendung im Unterricht und in Kursen ist auf dieses Buch hinzuweisen.

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