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Ausgleichsansprüche bei Beendigung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft

I. [Ehe] § 1378 BGB analog -> (-), keine planwidrige Regelungslücke


II. [Verlöbnis] § 1298 BGB analog -> (-), keine planwidrige Regelungslücke
III. [Darlehensvertrag] § 488 I 2 BGB -> (-), kein Erklärungswille
IV. [Schenkung] §§ 530, 531 II, 812 ff. BGB -> (-), kein Erklärungswille; kein grober Undank
V. [Gesellschaft bürgerlichen Rechts] §§ 730, 731, 733 II BGB -> (-), kein Erklärungswille
VI. [Bereicherungsrecht] § 812 I 2 1. Fall BGB
VII. [Bereicherungsrecht] § 812 I 2 2. Fall BGB -> Zweckfortfall (a. Nichteheliche Lebensgemeinschaft (-),
da nichteheliche Lebensgemeinschaft darauf gerichtet ist, dass man jeder Zeit ohne Folgen auseinander
gehen kann; b. Hausbau (-), da Haus tatsächlich gebaut wurde; c. Wohnrecht (+/-), wenn es über die
Lebensgemeinschaft hinaus ging auf ein Wohnrecht
VIII. [SGG] § 313 BGB iVm. familienrechtlicher Vertrag sui generis (Geschäftsgrundlage = Fortbestand der
Ehe; Ausgleich sei geboten wenn Früchte in Gestalt einer messbaren Vermögensmehrung beim anderen
Ehegatten noch vorhanden sind)

Mitverpflichtung und Mitberechtigung, § 1357 BGB

A. Voraussetzungen
I. Wirksame Ehe, §§ 1303 - 1320 BGB
II. Geschäft zur angemessenen Deckung des Lebensbedarfs (konkret-objektive Betrachtungsweise = ist es
üblich für genau diese Ehe)
III. Keine Offenbarung als Eigengeschäft, § 1357 I 2 BGB
IV. Keine Beschränkung, §§ 1357 II, 1412 BGB
V. Kein Getrenntleben, §§ 1357 III, 1567 BGB
B. Rechtsfolgen
I. Gemeinschaftliche Verpflichtung
II. Gemeinschaftliche Berechtigung
-> Art der Berechtigung (Ehepaar sind Gesamtschuldner, Dritter kann somit mit befreiender Wirkung an
einen der Beiden liefern; Grund: Praktikabilität, Schutz des Schuldners)
-> Dingliche Wirkung des § 1357 BGB (Miteigentumserwerb des Ehegatten, § 929 S.1 BGB)
1. Einigung
a) eA. (+), da Schutz des Ehegatten
b) hM. (-), aber §§ 164 ff. BGB (Geschäft für den, den es angeht, somit dann (+)); Arg.: Wortlaut
2. Übergabe
3. EInigsein
4. Berechtigung

Verfügen über das Vermögen im Ganzen


A. Voraussetzungen
I. Wirksame Ehe, §§ 1303 ff. BGB
II. Zugewinngemeinschaft, §§ 1363 ff. BGB
III. Verfügung über das Vermögen im Ganzen
(P1) Einzelgegenstände die nahezu das gesamte Vermögen ausmachen
Ehe ist schützenswert, aber bei kleineren Gegenständen kommt es auf die Kenntnis des Erwerbers an.
Hat der Erwerber keine Kenntnis, ist er schützenswert
(P2) Berücksichtigung der Gegenleistung bei § 1365 BGB
Eine Ansicht meint, dass die Gegenleistung berücksichtigt werde müssen, da eine Gegenleistung den
Vermögensverlust kompensiere. Die herrschende Meinung argumentiert dagegen mit dem Wortlaut,
Sinn und Zweck des § 1365 BGB. Dieser enthält keine Regelung über eine Gegenleistung und außerdem
gäbe, würde man der ersteren Ansicht folgen, es für den § 1365 keinen über die Schenkung
hinausgehenden Anwendungsbereich.
(P3) Belastung als Verfügung
Eine Belastung des Grundstücks ist gleich einer Verfügung über das gesamte Vermögen, da eine
Grundschuld nach § 1147 BGB eine sofortige Vollstreckung in das Grundstück ermöglicht. Somit die
vorgehende Ereignis vor der Verfügung über das gesamte Vermögen
B. Rechtsfolge
I. Verpflichtungsgeschäft -> Unwirksame, aber beachte: § 1366 BGB
II. Verfügungsgeschäft -> Absolute Verfügungsbeschränkung (kein gutgläubiger Erwerb), aber
beachte § 1366 BGB