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Trockenbau-Praxis

Trockenbau-Praxis
© Saint-Gobain Rigips GmbH.

1. Auflage, Mai 2013.

Alle Angaben dieser Druckschrift richten sich an geschulte Fachkräfte und entsprechen dem neuesten Stand der Entwicklung. Sie wurden nach bestem Wissen erarbeitet, stellen jedoch keine
Garantien dar. Da wir stets bestrebt sind, Ihnen die bestmöglichen Lösungen anzubieten, sind Änderungen aufgrund anwendungs- oder produktionstechnischer Verbesserungen vorbehalten.
Eventuell enthaltene Abbildungen ausführender Tätigkeiten sind keine Ausführungsanleitungen, es sei denn, sie sind ausdrücklich als solche gekennzeichnet. Bitte beachten Sie, dass die
Angaben eine ggf. erforderliche bauliche Fachplanung nicht ersetzen können. Die fachgerechte Ausführung angrenzender Gewerke setzen wir voraus.

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Bitte beachten Sie auch, dass unseren Geschäftsbeziehungen ausschließlich unsere Allgemeinen Verkaufs-, Lieferungs- und Zahlungsbedingungen (AGBs) in der aktuellen Fassung zugrunde
liegen. Unsere AGBs erhalten Sie auf Anfrage oder im Internet unter www.rigips.de/AGB

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und wünschen Ihnen stets gutes Gelingen mit unseren Systemlösungen.

Alle Rechte vorbehalten.

D/05.13/7.5/PH/BD/Rev.0
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Saint-Gobain Rigips GmbH

Trockenbau-Praxis
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* 14 Ct./Min. im deutschen Festnetz, höchstens 42 Ct./Min. aus Mobilfunknetzen


Achtung!
Änderungen bei Brandschutz-Nachweisen
zum 1. April 2014 können Einfluss auf die
Rigips-Systeme in dieser Druckschrift haben.
Informationen hierzu sowie die aktuellen
Prüfzeugnisse finden Sie unter
www.rigips.de/pruefzeugnisse
Menschen bauen einfach gerne. Und gerne einfach.

Rigips. Der Ausbau-Profi – Innovation und Nachhaltigkeit


Heutige Bauweisen überzeugen durch ein Höchstmaß an Funktionalität und Wirtschaftlichkeit. Wie der trockene
Innenausbau, den Rigips als Pionier und Wegbereiter in Deutschland etabliert hat. Heute steht der Name Rigips
als Synonym für den modernen Trockenbau sowie die hohe Qualität der Marke. Wir haben diese Bauweise durch
vielfältige Innovationen weiterentwickelt und bieten dem professionellen Anwender hochwertige Systemlösungen
inklusive aller benötigten Komponenten. Dabei leitet uns der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen,
menschlichen und wirtschaftlichen Werten und Ressourcen. Die Herstellung besonders umweltverträglicher
Baustoffe aus dem natürlichen Roh­stoff Gips hat bei uns eine lange Tradition. Deshalb fühlen wir uns dem nach­
hal­tigen Bauen in besonderer Weise verpflichtet.

Rigips. Nachhaltig gut.


Einfache und zukunftsorientierte Lösungen
Im Mittelpunkt unserer Entwicklungen stehen zuverlässige, sichere Systeme, die den ständig wachsenden Forde­
rungen aller am Bau Beteiligten gerecht werden. Unser Anspruch ist es, die vielseitigen Wünsche unserer Kunden
nicht nur nach aktuellen An­forderungen zu erfüllen, sondern schon heute an die Herausforde­rungen von morgen
zu denken. Wir entwickeln Lösungen, die auf höchsten Nutzerkomfort ausgerichtet sind, um Gebäude und Räume
zukunftsorientiert gestalten zu können. Dafür steht Multi-Komfort.

Mit Multi-Komfort nachhaltige Werte schaffen


Mit unseren über den geltenden Mindeststandards liegenden Multi-Komfort-Lösungen und mit unseren geprüften
Systemen leisten wir einen wichtigen Beitrag zu höherer Planungs- und Verarbeitungssicherheit sowie Wertschöp-
fung im Trockenbau. Damit verbunden sind auch die nachhaltige Verbesserung von Wohnkomfort und Lebens­
qualität für die Menschen sowie die Werthaltigkeit ihrer Lebensräume. Und zwar von Generation zu Generation.

Komfort mit allen Sinnen erleben: die sechs Multi-Komfort-Dimensionen

Gestaltungs- Nachhaltig-
Raumklima Ruhe freiheit Sicherheit Zeit keit

Weitere Informationen unter www.rigips.de/mkh


Inhaltsverzeichnis

Schnellfinder: Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsbereiche mit Rigips-Produkten 3


Übersicht der Plattenarten 4–5
Bauphysikalische Grundlagen: Brandschutz 6 – 17
Rigips der Brandschutzexperte 6
Begriffe und Anforderungen nach der deutschen Norm DIN 4102, der europäischen Norm DIN EN 13501 und mitgeltenden Normen 8
Wichtiges aus der Musterbauordnung (MBO: Fassung November 2002) 15
Bauphysikalische Grundlagen: Schallschutz 18 – 28
Schallschutzbegriffe in Anlehnung an DIN 4109 und mitgeltende Normen 18
Schalldämmung mit Trennwänden von Rigips 20
Einfluss flankierender Bauteile/Berechnungen 21
Berechnungsschema: Ermittlung des resultierenden Schalldämm-Maßes R’w,R ohne Rechner 22
Erforderliche Schalldämmung Rw,R 24
Anforderungen und Vorschläge nach DIN 4109 26
Schall-Längsdämm-Maße RL,w,R Überblick von Rigips Metall-Ständerwänden 28
Bauphysikalische Angaben für den Dachgeschossausbau 29
Produktanwendung – Rigips „Die Dicken“ RF 30 – 35
Metall-Einfachständerwände 30
Unterdecken und Deckenbekleidungen mit Metall-Unterkonstruktion 32
Unterdecken und Deckenbekleidungen mit Holz-Unterkonstruktion 33
Dachgeschossausbau 34
Produktanwendung – Rigips „Die Leichten“ RB 36 – 37
Metall-Einfachständerwände 36
Produktanwendung – Rigidur H-Gipsfaserplatten 38 – 41
Metall-Einfachständerwände 38
Holz-Einfachständerwände 40
Dachgeschossausbau 42
Produktanwendung – Rigidur Estrichelemente 44 – 47
Trockenestrich – Rigidur Estrichelemente mit und ohne Dämmung 44
Verlegung und Anschlüsse 46
Oberbeläge 47
Produktanwendung – Rigicell 10 48 – 51
Dachgeschossausbau / Dachrenovierung 48
Deckenbekleidungen 50
Wandbekleidungen 51
Produktanwendung – Rigicell 10 und Rigips Bauplatten RB 52 – 53
Trockenputz 52
Produktanwendung – Rigitherm Verbundplatten 54 – 55
Direktbefestigte Vorsatzschalen 54
Produktanwendung – Glasroc F (Riflex) 56 – 59
Geschwungene Wandkonstruktionen 56
Gewölbte Deckenkonstruktionen 58

1
Inhaltsverzeichnis

Produktanwendung – Rigips GK-Form 60 – 61


Geschwungene Wandkonstruktionen 60
Produktanwendung – Rigips Bauplatten RB, Rigips Feuerschutzplatten RF 62 – 71
Metall-Einfachständerwände 62
Holz-Einfachständerwände 64
Abgehängte Unterdecken 66
Direkt befestigte Deckenbekleidungen/Dachgeschossausbau mit Metall-Unterkonstruktion 68
Direkt befestigte Deckenbekleidungen/Dachgeschossausbau mit Holz-Unterkonstruktion 70
Produktanwendung – Rigips Feuerschutzplatten RF 72 – 81
Selbstständige Brandschutz-Unterdecken 72
Brandschutz-Unterdecken in Verbindung mit Rohdecken (Bauart I–III) 74
Unterdecken in Verbindung mit Holzbalkendecken und Metall-Unterkonstruktion 76
Unterdecken in Verbindung mit Holzbalkendecken und Holz-Unterkonstruktion 78
Brandschutz-Unterdecken in Verbindung mit teilweise freiliegenden Holzbalken 80
Produktanwendung – Rigips RBI (imprägniert), Rigips RFI (imprägniert) 82 – 85
Installationswände 82
Ausbau von häuslichen Bädern 84
Konstruktionsübersicht für Montagewände mit Standardsystemen 86 – 91
Einfachständerwände mit Brandschutz 86
Metall-Doppelständerwände mit Brandschutz 88
Holz-Einfach- / Doppelständerwände mit Brandschutz 90
Arbeitstechniken mit Rigips-Platten 92 – 104
Lagerung, Transport und Plattenbearbeitung 92
Fugenverspachtelung und Oberflächenverspachtelung – Oberflächengüten 94
Vor- und Nachspachtelung 97
Verspachtelung von normal beanspruchten Konstruktionen mit Rigips-Produkten 98
Fugenverspachtelung ohne Bewehrungsstreifen für Rigips-Platten mit VARIO-Kante 100
Fugenverspachtelung ohne Bewehrungsstreifen für Rigicell-Ausbauplatten 101
Fugenverspachtelung mit Bewehrungsstreifen für Rigips-Platten mit VARIO-Kante 102
Spachtelfugentechnik und Klebefugentechnik für Rigidur-Gipsfaserplatten 103
Tipps für die Verspachtelung 104
Arbeitstechniken im Trockenbau 105 – 114
Oberflächenbehandlung 105
Anschlüsse Montagewände, Einbauten und gleitender Deckenanschluss 107
Anschlüsse Wandabzweig und Wandecke 109
Türöffnungen 110
Einbau von Türzargen 111
Lasten an Wänden 112
Lasten an Decken 114
RiKS 2.0 – Rigips KalkulationsService 115
Materialbedarf 116 – 123
Rigips-Vertriebsorganisation 124

2
Schnellfinder: Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsbereiche mit Rigips-Produkten

Wände Decken Dachgeschoss Trocken-


estrich

Trenn- Installa- Wand- abgehängt direkt Dächer Kehlbalken


wände in tions- beklei- befestigt
Ständer- wände dungen
bauweise

Rigips „Die Dicken“ RF 30/31 32/33 32/33 34/35 34/35

Rigips „Die Leichten“ RB 36/37

Rigidur H-Gipsfaserplatten 38/39/40/41 42/43 42/43

Rigidur Estrichelemente 44/45/46/47

Rigicell 10 48 51/52/53 50 48/49 48/49

Rigitherm Verbundplatten 54/55

Glasroc F (Riflex) 56/57 58/59

Rigips GK-Form 60/61

Rigips Bauplatten RB / 62/63/64/65 52/53 66/67 68/69/70/71 68/69 68/69/70/71


Rigips Feuerschutzplatten RF

Rigips Bauplatten
RBI (imprägniert) /
82/83/84/85
Rigips Feuerschutzplatten
RFI (imprägniert)

Rigips Feuerschutzplatten RF 72/73/74 68/69/70 68/69 70/71


75/76/77 71/77

3
Übersicht der Plattenarten

Plattenbezeichnung Längskanten Plattendicken

Rigips „Die Dicke“ RF 20 und 25 mm

VARIO-Kante (HRAK)
Rigips „Die Dicke“ RFI 20 mm

VARIO-Kante (HRAK)
Rigips „Die Leichte“ RB 25 mm

VARIO-Kante (HRAK)
Rigips „Die Leichte“ RBI 25 mm

VARIO-Kante (HRAK)
Rigidur H-Gipsfaserplatte 10, 12,5 und 15 mm

scharfe Kante (SK)


Rigidur Estrichelement (Gipsfaserplatte) Rigidur Estrichelement 20/25 = 2 x 10/12,5 mm
Rigidur Estrichelement 30/35 MW/HF = 2 x 10/12,5 mm + MW/HF 1)
Rigidur Estrichelement 45/50 PS = 2 x 10 mm + 20/30 mm PS 2)
Rigicell 10 mm

halbrunde Kante (HRK)


Glasroc F (Riflex) 6 mm

scharfe Kante (SK)


Rigips GK-Form 6 mm

abgeflachte Kante (AK)


Rigips Bauplatte RB 9,5 und 12,5 mm

VARIO-Kante (HRAK)
Rigips Bauplatte RBI 12,5 mm

VARIO-Kante (HRAK)
Rigips „Die Blaue“ RB und RF 12,5 mm

VARIO-Kante (HRAK)
Rigips Feuerschutzplatte RF 12,5 und 15 mm

VARIO-Kante (HRAK)
Rigips Feuerschutzplatte RFI 12,5 mm

VARIO-Kante (HRAK)
Rigitherm Verbundplatte Rigitherm 032 = 12,5 mm + EPS 032
Rigitherm 040 = 9,5/12,5 mm + EPS 040
Rigitherm MW = 12,5 mm + Mineralwolle

1)
MW/HF = Mineralwolle/Holzweichfaser
2)
PS/EPS = Expandierte Polystyrol-Hartschaumplatten

4
Beschaffenheit
Produktausführung Anwendungsbereich
Anwendung

Kartonummantelte Gipsplatten, Einsetzbar als Wohnbau- oder Feuerschutzplatten zur Herstellung


vorgrundiert, faserarmierter Gipskern, von Wand- und Deckensystemen mit und ohne Brandschutz-Anforderungen
geschlossene Oberfläche
Kartonummantelte Gipsplatten, kernimprägniert, Einsetzbar als Wohnbau-, Feuerschutz- und Feuchtraumplatten (z. B. in
verzögerte Wasseraufnahme, faserarmierter Gipskern, häuslichen Bädern und ähnlich genutzten Räumen), zur Herstellung von
geschlossene Oberfläche Wand- und Deckensystemen mit und ohne Brandschutz-Anforderungen
Kartonummantelte Gipsplatten, Wohnbauplatten zur Herstellung von Wand- und Deckensystemen
optimiertes Gewicht, geschlossene Oberfläche

Kartonummantelte Gipsplatten, optimiertes Gewicht, Imprägnierte Wohnbauplatten zur Herstellung von Wandsystemen in
kernimprägniert, verzögerte Wasseraufnahme, häuslichen Bädern und ähnlich genutzten Räumen
geschlossene Oberfläche
Vorgrundierte , homogene Gipsfaserplatten, Einsetzbar zur Herstellung von Wand- und Deckensystemen auch mit
geschlossene Oberfläche, extrem hart Brandschutz- und Schallschutz-Anforderungen sowie in Feuchträumen

Vorgrundierte Gipsfaserplatten, vorgefertigte Elemente Trockenestriche für Fußböden mit Brandschutz-, Trittschall- und
mit Stufenfalz mit/ohne Kaschierung, geschlossene Wärmeschutz-Anforderungen
Oberfläche
Faserarmierte, kartonummantelte Gipsplatten Handliche Ausbauplatten
Rigicell 10 = grundiert

Flexible und trocken biegsame Spezial-Gipsplatten mit Zur Herstellung von geschwungenen Wand- und gewölbten
Vliesarmierung und verringerter Wasseraufnahme- Deckensystemen mit und ohne Brandschutz-Anforderungen
fähigkeit. Glatte und flächenebene Oberseite
Kartonummantelte flexible Gipsplatten, Zur Herstellung von geschwungenen Wand- und gewölbten
geschlossene Oberfläche (auch trocken formbar) Deckensystemen ohne Brandschutz-Anforderungen

Kartonummantelte Gipsplatten, Zur Herstellung von Wand- und Deckensystemen


geschlossene Oberfläche i. d. R. ohne Brandschutz-Anforderungen

Kartonummantelte Gipsplatten, Zur Herstellung von Wand- und Deckensystemen in häuslichen Bädern
kernimprägniert, verzögerte Wasseraufnahme, und ähnlich genutzten Räumen i.d.R. ohne Brandschutz-Anforderungen
geschlossene Oberfläche
RB: Kartonummantelte Gipsplatten, geschlossene Zur Herstellung von Wand- und Deckensystemen mit verbessertem
Oberfläche. RF: Kartonummantelte Gipsplatte, faser- Schallschutz.
armiert und geschlossene Oberfläche RB: ohne Brandschutz-Anforderungen. RF: mit Brandschutz-Anforderungen
Kartonummantelte Gipsplatten, Zur Herstellung von Wand- und Deckensystemen
faserarmierter Gipskern, mit Brandschutz-Anforderungen
geschlossene Oberfläche
Kartonummantelte Gipsplatten, kernimprägniert, Zur Herstellung von Wand- und Deckensystemen in häuslichen Bädern
verzögerte Wasseraufnahme, faserarmierter Gipskern, und ähnlich genutzten Räumen mit Brandschutz-Anforderungen
geschlossene Oberfläche
Kartonummantelte Gipsplatten mit rückseitiger Verbesserung der Wärmedämmung (EPS 032/040 oder MW) bzw.
Kaschierung aus EPS 032/040 oder mit Mineralwolle (MW), Verbesserung der Schalldämmung (MW) von Wänden. Rigitherm 032/040
geschlossene Oberfläche eignen sich für die sichere und wirtschaftliche Innendämmung gegen
Tauwasser und Schimmelbildung (mit geprüfter Sicherheit)

5
Bauphysikalische Grundlagen: Brandschutz

Rigips der Brandschutzexperte

Qualität nach EN ISO 9001 Neue Ideen, intensive Entwicklungs-


Rigips verpflichtet sich zu höchster arbeit und umfangreiche Prüfserien
Qualität. Dies gilt sowohl für die in Brandschutz-Instituten führen
Produkte als auch für unsere Mitar- zu einem ständigen Fortschritt des
beiter, die Ihnen täglich mit Rat und heute technisch Möglichen. Für diese
Tat fachkompetent zur Verfügung geprüfte Sicherheit stehen Ihnen
stehen. Fachkräfte in der Entwicklungs- und
Ein zertifiziertes Qualitätsmanage- Anwendungstechnik zur Verfügung.
mentsystem, das uns verpflichtet Sollte für eine besondere Bausitua-
und bei Ihnen in allen Bereichen, tion kein Verwendbarkeitsnachweis
von der ersten Beratung bis hin zum zutreffen, sind Ihnen unsere Brand-
fertiggestellten System, Vertrauen schutzexperten im Vertrieb und in
schafft. der Objektberatung gerne mit
einem fachkompetenten Konstruk-
Gips – mit eingebauter Feuerwehr tionsvorschlag zur Beantragung von
Für den Brandschutz einzusetzende objektbezogenen Gutachten oder
Rigips-Platten basieren auf dem einer Zustimmung im Einzelfall be-
Naturprodukt Gips. Es enthält kristall- hilflich, der in Anlehnung an beste-
gebundene Wasseranteile, die im hende Verwendbarkeitsnachweise
Brandfall als „Löschwasser“ dienen. entweder mit einem Gutachten
Dieser dann austretende Wasser- einer Materialprüfanstalt bewertet
dampf bewirkt, dass die Temperatur wurde oder direkt der örtlichen
der Oberfläche nicht höher als 100 °C Bauaufsicht vorgelegt werden kann.
ansteigen kann, solange sich Wasser-
dampf bildet. Zulassungen
In z. B. „Der Dicken 20“ sind, aus- Geprüfte Konstruktionen werden
gehend von einem Durchschnitts- einzeln in Allgemein bauaufsichtli-
anteil der Wasserkristalle von 21%, chen Prüfzeugnissen bzw. Allgemein
pro m2 über 4 Liter „Löschwasser“ bauaufsichtlichen Zulassungen in
Rigips … enthalten. Wort und Bild beschrieben. Die zur
ein Pionier von Anfang an jeweiligen Systemlösung aufgeführ-
rund 60 Jahre Brandschutz-Erfahrung, Innovative Systemlösungen ten Materialien sind bindend und
so stellt sich Rigips als Experte mit Rigips bietet eine Vielzahl von System- nicht durch andere oder ähnliche
einem innovativen Programm für lösungen an, die einfachere Konstruk- Materialien austauschbar. Einzelne
den „Baulichen Brandschutz“ dar. tionsaufbauten beinhalten und Komponenten sind evtl. dicker
auch sehr viel schlanker sind als (größer) dimensionierbar. Hierfür
Schon 1949 wurde Rigips das erste vergleichbare Systeme der DIN 4102. ist die Rücksprache mit unserem
Prüfzeugnis vom damaligen Institut Hiermit werden nicht „nur“ Material- Kundenservicezentrum notwendig.
für Baustoffkunde und Material- kosten eingespart, sondern auch Nicht alle notwendigen Details
prüfung der Technischen Hoch- die Bauzeit verkürzt. können hier erläutert werden, des-
schule Braunschweig ausgestellt. So werden Brandschutzsysteme und halb gilt:
Detaillösungen angeboten, die Zur Ausführung jeder der hier im
Sicherheit im Brandfall Ihnen helfen sollen, Ihr Brandschutz- Katalog enthaltenen Konstruktion
Heute bietet Rigips ein breites konzept schlüssig und kostengünstig muss der entsprechende Verwend-
Spektrum an hervorragenden Pro- umzusetzen. barkeitsnachweis beachtet werden!
dukten und Konstruktionen für den Des Weiteren bietet Rigips dort
vorbeugenden baulichen Brand- Systemlösungen an, wo genormte Das Rigips-Labor
schutz, damit sich kein Brandherd Konstruktionen nicht mehr ausrei- Rigips hat sehr früh den Bereich
ausbreiten und verheerende chen, wie z. B. die Rigips Brandwand Forschung und Entwicklung voran-
Schäden an Mensch, Tier oder SB und TB, Installations-/Kabelkanäle getrieben. Ein zentrales Labor wird
Sachgütern hervorrufen kann. sowie Stützen-/Trägerbekleidungen mit qualifizierten Mitarbeitern be-
aus Glasroc F (Ridurit) etc. Das ist trieben. Hier werden mit modern-
Hunderte von Prüfzeugnissen und nur mit absoluten Spitzenerzeug- sten Labor- und Analysegeräten
Zulassungen dokumentieren das nissen möglich, die, aufeinander ab- Gipse und andere Baustoffe auf all
einwandfreie Funktionieren unserer gestimmt, ein Komplettsystem bilden. ihre produkt- und verarbeitungsrele-
Rigips-Konstruktionen nach DIN 4102. vanten Eigenschaften untersucht.

6
Für innovative Entwicklungen und Innovationen und Prüfungen
die Optimierung vorhandener Der ständig steigende Einsatz ins-
Produkte, gerade für den Brand- besondere von Rigips-Brandschutz-
schutz, werden hier neue Rezepturen Konstruktionen in Krankenhäusern,
entwickelt, geprüft und produktions- Schulen, Verwaltungsgebäuden usw.
technisch erprobt. erfordert aufgrund baurechtlicher
Eine wichtige Aufgabe sind aber auch Vorschriften immer mehr Entwick-
qualitätssichernde Untersuchungen. lungen geeigneter Systeme und
Diese beziehen sich sowohl auf die deren Modifikationen.
Rohstoffe, die in den Produktions-
prozess gelangen, als auch auf die Dazu bedarf es umfangreicher Tests,
Fertigprodukte. Neben den klassi- die Rigips regelmäßig in Zusam-
schen Untersuchungsmethoden menarbeit mit führenden Prüfinsti-
werden heute auch modernste elek- tuten durchführt. Somit bietet
tronische Untersuchungsverfahren Rigips dem Planer und Architekten,
und -geräte eingesetzt. dem Trockenbauer und Handel inno-
vative Systeme und Produkte nach
neuestem technischen Stand an.

7
Bauphysikalische Grundlagen: Brandschutz

Begriffe und Anforderungen nach der deutschen Norm DIN 4102,


der europäischen Norm DIN EN 13501 und mitgeltenden Normen

Einleitung

In der nationalen deutschen Norm aus genormten Baustoffen mit ab. So ersetzen z. B. die Teile 1 und 2
DIN 4102 „Brandverhalten von Bau- nachgewiesenen Baustoff- bzw. der DIN EN 13501 keineswegs voll-
stoffen und Bauteilen“ werden Feuerwiderstandsklassen und hat ständig die Teile 1, 2 und 4 der DIN
Baustoffe und Bauteile hinsichtlich damit eine besondere Bedeutung 4102. Ein Bauteilkatalog, ähnlich
ihres Brandverhaltens ausführlich für die Bauausführung. der DIN 4102, Teil 4, mit einer Zu-
charakterisiert sowie Begriffe, sammenstellung klassifizierter Bau-
Anforderungen und Prüfungen Im Zuge der Harmonisierung euro- stoffe, Bauteile und Sonderbauteile
hierfür festgelegt. Als Bauteile im päischer Normen wurde auch der gibt es z. B. auf europäischer Ebene
Sinne dieser Norm gelten Wände, Bauliche Brandschutz erfasst, so nicht. Dies sind u.a. Gründe dafür,
Decken, Stützen, Unterzüge usw. dass es inzwischen mit der DIN EN weshalb für eine noch unbestimmte
Bauteile mit brandschutztechni- 13501 „Klassifizierung von Bau- Zeit, die deutsche und die europäi-
schen Sonderanforderungen, wie produkten und Bauarten zu ihrem sche Klassifizierung gleichberechtigt
Brandwände, Feuerschutzabschlüsse, Brandverhalten“ und diversen Prüf- nebeneinander gültig sein werden.
Abschlüsse in Fahrschachtwänden, normen auch europäische Regelun- Nachfolgende Erläuterungen sollen
Verglasungen der Feuerwiderstands- gen zur Charakterisierung des helfen, sich insbesondere in der
klasse G, Lüftungsleitungen etc., Brandverhaltens von Baustoffen Phase der Koexistenz der deutschen
werden hinsichtlich der Begriffe, (Bauprodukten) und Bauteilen (Bau- und europäischen Brandschutzklassi-
Anforderungen und Prüfungen in arten) sowie zur Festlegung von Be- fizierung, die besondere Ansprüche
DIN 4102, Teil 3 bzw. Teile 5-7 be- griffen und Prüfungen hierfür gibt. an Baustoffhersteller, Planer, Verar-
handelt. Teil 4 der DIN 4102 enthält Allerdings weichen die europäischen beiter und Bauleitung stellt, zurecht
eine Zusammenstellung von Bau- Normen in einigen Punkten von der zufinden.
stoffen, Bauteilen und Konstruktionen deutschen Norm DIN 4102 erheblich

In eigener Sache oder die von technischen Regeln DIN 4102-5 (Feuerschutzab-
wesentlich abweichen, benötigen schlüsse, Abschlüsse
Die hier aufgeführten Begriffser- als Verwendbarkeitsnachweis: in Fahrschacht-
klärungen und Erläuterungen sind - eine allgemeine bauaufsichtliche wänden und gegen
Auszüge für Planer, Architekten Zulassung oder feuerwiderstands-
und Anwender des Trockenbaus
- ein allgemeines bauaufsichtliches fähige Verglasungen)
aus der DIN 4102 und der DIN EN
Prüfzeugnis oder DIN 4102-6 (Lüftungsleitungen)
13501 sowie ggfs. mitgeltender
- eine Zustimmung im Einzelfall. DIN 4102-7 (Bedachungen)
Normen und ersetzen daher nicht
Zur Bestätigung der Übereinstim- DIN 4102-8 (Kleinprüfstand)
die Ausarbeitung mit den Lang-
mung mit den technischen Regeln DIN 4102-9 (Kabelabschottungen)
texten dieser Normen!
bzw. mit der allgemeinen bau- DIN 4102-11 (Rohrummantelungen,
aufsichtlichen Zulassung, dem all- Rohrabschottungen,
Allgemeines gemeinen bauaufsichtlichen Prüf- Installationsschächte
Die europäischen Klassifizierungen zeugnis oder der Zustimmung im und -kanäle sowie
zum Brandverhalten und zum Einzelfall tragen die verwendbaren Abschlüsse ihrer Revi-
Feuerwiderstand, die im übrigen Bauprodukte das Übereinstim- sionsöffnungen)
eine Reihe neuer, bisher in Deutsch- mungszeichen (Ü-Zeichen). DIN 4102-12 (Funktionserhalt von
land nicht bekannter Klassifizierun- elektr. Kabelanlagen)
gen enthalten, sind bereits in den Die deutsche Norm DIN 4102 DIN 4102-13 (Brandschutzvergla-
Anlagen der Bauregelliste A, Teil 1 „Brandverhalten von Baustoffen sungen)
(neueste Ausgabe 2006/1) aufge- und Bauteilen“ DIN 4102-14 (Bodenbeläge und Bo-
nommen. Unabhängig davon blei- DIN 4102-1 (Klassifizierung von denbeschichtungen)
ben aber die Bauordnungen der Baustoffen) DIN 4102-15 (Brandschacht)
Länder unverändert, wonach Bau- DIN 4102-2 (Klassifizierung von DIN 4102-16 (Durchführung
produkte nur verwendet werden Bauteilen) von Brandschacht-
dürfen, wenn sie von den in der DIN 4102-3 (Brandwände und prüfungen)
Bauregelliste des DIBt bekannt ge- nichttragende Außen- DIN 4102-17 (Schmelzpunkt von
machten technischen Regeln nicht wände) Mineralfaser-Dämm-
oder nicht wesentlich abweichen DIN 4102-4 (Zusammenstellung stoffen)
(geregelte Bauprodukte). Baupro- und Anwendung klas- DIN 4102-18 (Feuerschutzab-
dukte, für die es allgemein aner- sifizierter Baustoffe, schlüsse „selbst-
kannte Regeln der Technik nicht Bauteile und Sonder- schließend“)
gibt (nicht geregelte Bauprodukte) bauteile, sog. Bauteil-
8 katalog)
Die europäische Klassifizierungs- DIN EN 1366 „Feuerwider- DIN 18184 (Gipsplatten-
norm DIN EN 13501 standsprüfungen Verbundelemente)
„Klassifizierung von Bauprodukten für Installationen“ DIN EN 13964 in Verbindung mit
und Bauarten zu ihrem Brand- DIN EN 1366-1 (Leitungen) DIN 18168 (Leichte Decken-
verhalten“ DIN EN 1366-2 (Brandschutz- bekleidungen und
klappen) Unterdecken)
DIN EN 13501-1 „Klassifizierung mit DIN EN 1366-3 (Abschottungen) DIN EN 14195 in Verbindung mit
den Ergebnissen DIN EN 1366-4 (Abdichtungs- DIN 18182-1 (Metallprofile)
aus den Prüfungen systeme für Bau- DIN EN 15283-1 Glasroc F (Ridurit)
zum Brandverhal- teilfugen) faserverstärkte
ten von Bauproduk- DIN EN 1366-5 (Installationskanäle Gipsplatten mit
ten“ (Baustoffe/ und -schächte) Vliesarmierung
Bauprodukte) DIN EN 1366-6 (Doppel- und DIN EN 15283-2 Rigidur-Gipsfaser-
DIN EN 13501-2 „Klassifizierung Hohlböden) platten (faserver-
mit den Ergeb- DIN EN 1366-7 (Förderanlagen) stärkte Gipsplatten)
nissen aus den DIN EN 1366-8 (Entrauchungs-
Feuerwiderstands- leitungen) Begriffe aus der DIN 4102 bzw.
prüfungen mit DIN EN 1366-9 (Entrauchungs- der DIN EN 13501
Ausnahme von leitungen für eine Klassen zum Brandverhalten von
Lüftungsanlagen“ Raumeinheit) Baustoffen bzw. Bauprodukten
(Bauteile/Bauarten) DIN EN 1366-10 (Entrauchungs- (Baustoffklassen)
DIN EN 13501-3 „Klassifizierung mit klappen)
den Ergebnissen DIN EN 1634 „Feuerwider- Zur Einteilung von Baustoffen bzw.
aus den Feuer- standsprüfungen Bauprodukten nach ihrem Brand-
widerstands- für Tür- und verhalten in Baustoffklassen
prüfungen an Lüf- Abschlussein- müssen diese entweder nach deut-
tungsanlagen“ richtungen“ scher Norm DIN 4102-1 oder alter-
DIN EN 1634-1 (Feuerschutz- nativ nach der europäischen Norm
Wichtige europäische Prüfnormen abschlüsse) DIN EN 13501-1 geprüft werden.
DIN EN 1363 „Feuerwider- DIN EN 1634-2 (Beschläge) Da das Brandverhalten nicht nur
standsprüfungen“ DIN EN 1634-3 (Rauchschutz- von der Art des Stoffes, sondern
DIN EN 1363-1 (Allgemeine abschlüsse) auch von der Gestalt, der spezifi-
Anforderungen) schen Oberfläche und Masse, dem
DIN EN 1363-2 (Alternative und Weitere wichtige Normen im Verbund mit anderen Stoffen, den
ergänzende Ver- Trockenbau Verbindungsmitteln und der Verar-
fahren) DIN 4103-4 (Nichttragende beitungstechnik beeinflusst wird,
DIN EN 1364 „Feuerwider- innere Trenn- müssen solche Faktoren bei den
standsprüfungen wände) Prüfungsvorbereitungen, bei der
für nichttragende DIN 4108 (Wärmeschutz im Auswahl von Proben, bei der Inter-
Bauteile“ Hochbau) pretation der Prüfergebnisse sowie
DIN EN 1364-1 (Wände) DIN 4109 (Schallschutz im bei der Kennzeichnung von Bau-
DIN EN 1364-2 (Unterdecken) Hochbau) stoffen berücksichtigt werden.
DIN EN 1364-3 (Vorhangfassaden – DIN 18181 (Verarbeitung von
Gesamtausfüh- Gipsplatten) Nach der deutschen Norm DIN
rung) DIN 18182, (Schrauben, 4102-1 werden nichtbrennbare
DIN EN 1364-4 (Vorhangfassaden Teile 2-4 Klammern, Nägel) Baustoffe in die Baustoffklasse A
– Teilausführung) DIN 18183 (Montagewände mit der Unterteilung in die Klassen
DIN EN 1365 „Feuerwiderstands- aus Gipsplatten) A1 und A2 eingeordnet. Brennbare
prüfungen für DIN EN 520 in Verbindung mit Baustoffe gehören zur Baustoffklas-
tragende Bauteile“ DIN 18180 (Gipsplatten) se B mit den Klassen B1, B2 und B3,
DIN EN 1365-1 (Wände) DIN EN 13162 (Faserdämmstoffe wie in Tabelle 1 angegeben. Bei der
DIN EN 1365-2 (Decken und im Bauwesen) Klassifizierung des Brandverhaltens
Dächer) DIN EN 13163 (Schaumkunst- nach europäischer Norm werden
DIN EN 1365-3 (Balken) stoffe als Dämm- dagegen die Baustoffe bzw. Baupro-
DIN EN 1365-4 (Stützen) stoffe im Bau- dukte in sogar 7 Klassen eingeteilt:
DIN EN 1365-5 (Balkone) wesen) A1, A2, B, C, D, E und F. Darüber hin-
DIN EN 1365-6 (Treppen) DIN EN 13950 in Verbindung mit aus werden bei der europäischen

9
Bauphysikalische Grundlagen: Brandschutz

Normung als zusätzliche Prüf- bzw. aufmerksam, dass nämlich die eine Allgemeine Bauaufsichtliche
Klassifizierungskriterien die Rauch- Klassen nach deutscher bzw. euro- Zulassung des Deutschen Instituts
entwicklung (s = smoke) sowie das päischer Norm wegen unterschied- für Bautechnik (DIBt) nachgewiesen.
brennende Abfallen/Abtropfen licher/zusätzlicher Prüfverfahren Baustoffe, die unter den Begriff
(d = droplets) aufgenommen. nicht vollständig vergleichbar sind. Bauprodukt nach den Landesbau-
Beide Kriterien werden in jeweils 3 ordnungen fallen und die zwar die
Abstufungen berücksichtigt: Besonders eindrucksvoll lässt sich allgemeinen Anforderungen an die
Rauchentwicklung s: dies veranschaulichen an der Bau- jeweilige Baustoffklasse erfüllen,
s1 - keine/kaum Rauchentwicklung stoffklasse A2. Ein Bauprodukt, das - für deren Klassifizierung jedoch
s2 - beschränkte Rauchentwicklung nach DIN EN 13501-1 in der euro- die Prüfergebnisse nach obiger
s3 - unbeschränkte Rauch- päischen Klasse A2 eingestuft ist, Norm allein nicht ausreichen
entwicklung ist nur dann ein nichtbrennbarer (siehe DIN 4102-1, Abs. 5.1.2.1 ,
Brennendes Abfallen/Abtropfen d: Baustoff (ähnlich der Klasse A2 nach 5.2.2.1 und 6.1.2.1) oder
d0 - kein Abtropfen DIN 4102-1), wenn gleichzeitig die - bei denen jedoch die Voraus-
d1 - kein fortdauerndes Abtropfen Kriterien „Rauchentwicklung“ und setzungen für die Klassifizierung
d2 - deutliches Abtropfen. „Brennendes Abtropfen“ mit s1 bzw. durch Ergebnisse aus zusätzlichen
d0 klassifiziert sind. Sobald auch Prüfungen nach anderen Prüfver-
Dies hat zur Folge, dass die europäi- nur eines dieser Kriterien mit s2, s3, fahren erfüllt werden sollen, be-
sche Klassifizierung zum Brandver- d1 oder d2 eingestuft ist, handelt dürfen zusätzlicher Beurteilungen
halten von Baustoffen/Bauproduk- es sich nach europäischer Klassifi- bzw. Nachweise (vgl. Allgemeines).
ten deutlich mehr und nach deut- zierung bereits um ein schwerent- Alternativ kann im Rahmen der
scher Norm bisher nicht bekannte flammbares Bauprodukt! europäischen Norm die „Baustoff-
Klassen enthält, wie in Tabelle 1 klasse“ auf der Grundlage von
dargestellt. Ermittlung bzw. Nachweis der Prüfungen nach DIN EN 13501-1
Baustoffklassen ermittelt werden, vorausgesetzt,
In Tabelle 1 sind die Baustoffklassen a) durch Brandversuche dass für das zu prüfende Bau-
nach DIN 4102-1 bzw. nach DIN EN Im Rahmen der deutschen Norm produkt bereits eine europäische
13501-1 direkt gegenüber gestellt. wird die Baustoffklasse auf der Produktnorm existiert. Der Nach-
Diese Gegenüberstellung macht auf Grundlage von Prüfungen nach DIN weis der Klassifizierung wird dann
einen weiteren wichtigen Aspekt 4102-1 ermittelt und z. B. durch üblicherweise durch eine „Konfor-

Tabelle 1: Zuordnung der Klassen zum Brandverhalten von Baustoffen / Bauprodukten (ohne Bodenbeläge)
gemäß DIN 4102-1 bzw. DIN EN 13501-1

Bauaufsichtliche Zusatzanforderungen Europäische Deutsche


Anforderungen keine kein brennendes Baustoffklasse Baustoffklasse
Rauch- Abtropfen/ nach nach
entwicklung Abfallen DIN EN 13501-1 DIN 4102-1
nichtbrennbar ohne Anteile x x A1 A1
von brennbaren Baustoffen
nichtbrennbar mit Anteilen x x A2 - s1 d0 A2
von brennbaren Baustoffen
schwerentflammbar x x B, C - s1 d0 B1
x A2, B, C - s2 d0
x A2, B, C - s3 d0
x A2, B, C - s1 d1
x A2, B, C - s1 d2
A2, B, C - s3 d2
normalentflammbar x x D - s1 d0 B2
x D - s2 d0
x D - s3 d0
x D - s1 d2
D - s2 d2
D - s3 d2
x E
E - d2
F
leichtentflammbar F B3

10
mitätserklärung“ des Bauprodukt- gemäß DIN 4102-4 bzw. Brandschutztechnische Klassifizie-
Herstellers geführt. - Klasse A1 nach DIN EN 13501-1 rung von Bauteilen bzw. Bauarten
b) ohne Brandversuche gemäß Kommissionsentscheidung (Feuerwiderstandsklassen)
Wenn der zu klassifizierende Bau- 96/603/EG
stoff in DIN 4102-4 unter „Klassifi- b) Glasroc F (Ridurit): Deutsche Norm DIN 4102
zierte Baustoffe“ aufgeführt ist, - Baustoffklasse A1 nichtbrennbar Das Brandverhalten von Bauteilen
kann er ohne weitere Brandprüfun- nach DIN 4102-1 bzw. DIN EN wird durch Feuerwiderstands-
gen und Nachweise in die dort 13501-1 klassenbeschrieben, die aus Brand-
angegebene Baustoffklasse einge- c) Gipsplatten: prüfungen der Bauteile, z. B. nach
ordnet werden. - Baustoffklasse A2 nach DIN 4102-1 DIN 4102-2 oder anderen Teilen der
gemäß DIN 4102-4 bzw. Norm DIN 4102, ermittelt werden.
Auf europäischer Ebene gibt es - Klasse A2-s1, d0 (B) nach DIN EN Die Klassifizierung enthält drei
keinen dem Teil 4 der DIN 4102 ent- 13501-1 in Verbindung mit DIN Angaben:
sprechenden Bauprodukt-Katalog. EN 520 und gemäß Kommissions- - einen Buchstaben zur Beschreibung
Allerdings ist eine Reihe von Bau- entscheidung 2006/673/EC der Art des klassifizierten Bauteils,
produkten, z. B. Gipsplatten nach d) Rigidur Gipsfaserplatten: z. B. ein „F“ für tragende und raum-
DIN EN 520, über die betreffende - Baustoffklasse A2-s1, d0 „nicht- abschließende Wände, Decken,
Produktnorm auf Basis der DIN EN brennbar“ nach DIN EN 13501-1 Stützen, Unterzüge u. a. sowie für
13501-1 brandschutztechnisch e) Gipsplatten-Verbundelemente nichttragende Innenwände oder
klassifiziert. Auch in diesen Fällen nach DIN 18184: z. B. ein „S“ für Kabelabschottungen,
können die jeweiligen Produkte - Baustoffklasse E nach DIN EN die zu Sonderbauteilen nach DIN
ohne weitere Brandprüfungen und 13501-1 4102-9 gehören, usw.
Nachweise in die dort angegebenen f) Rigips Anschlussdichtung Filz: - die Feuerwiderstandsdauer in
Klassen eingestuft werden. - Baustoffklasse E nach DIN EN Minuten, d.h. die Mindestdauer in
13501-1 gemäß allgemeinem bau- Minuten, während der das im
Beispiele für Nachweise des aufsichtlichem Prüfzeugnis (AbP) Brandversuch geprüfte Bauteil die
Brandverhaltens einiger aus- z. B. nach DIN 4102-2 gestellten
gewählter Baustoffe/Bauprodukte Anforderungen erfüllt (mindestens
a) Gips, Kalk, Zement, Beton: 30, 60, 90, 120 oder 180 min),
- Baustoffklasse A1 nach DIN 4102-1

Tabelle 2: Feuerwiderstandsklassen von Bauteilen nach DIN 4102-2 und ihre Zuordnung zu den
bauaufsichtlichen Anforderungen*

Bauaufsichtliche Feuerwiderstandsklasse Kurzbezeichnung


Anforderungen nach DIN 4102-2 nach DIN 4102-2
feuerhemmend Feuerwiderstandsklasse F 30 F 30-B
Feuerwiderstandsklasse F 30 und in den wesentlichen F 30-AB
Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen
feuerhemmend und aus Feuerwiderstandsklasse F 30 und F 30-A
nichtbrennbaren Baustoffen aus nichtbrennbaren Baustoffen
hochfeuerhemmend Feuerwiderstandsklasse F 60 und in den wesentlichen F 60-AB
Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen
Feuerwiderstandsklasse F 60 und F 60-A
aus nichtbrennbaren Baustoffen
feuerbeständig Feuerwiderstandsklasse F 90 und in den wesentlichen F 90-AB
Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen
feuerbeständig und aus Feuerwiderstandsklasse F 90 und F 90-A
nichtbrennbaren Baustoffen aus nichtbrennbaren Baustoffen
Feuerwiderstandsklasse F 120 und F 120-A
aus nichtbrennbaren Baustoffen
Feuerwiderstandsklasse F 180 und F 180-A
aus nichtbrennbaren Baustoffen
* (Auszug aus DIN 4102-2, Tabelle 2)

11
Bauphysikalische Grundlagen: Brandschutz

- eine Kennzeichnung zum Brand- Bauteile aufgelistet, die ohne wei- schen Norm DIN 4102-2. Auch hier
verhalten (Baustoffklasse) der im tere Nachweise in die dort angege- bestehen die Klassifizierungen aus
Bauteil enthaltenen „wesentlichen“ benen Feuerwiderstandsklassen Buchstaben und Zahlenangaben,
Baustoffe mit A bzw. AB bzw. B. eingestuft werden können. Bauteile, wobei die Buchstaben die Beurtei-
die auf Basis der DIN 4102 nicht hin- lungskriterienkennzeichnen und die
Aus diesen drei Angaben ergeben reichend beurteilt werden können, Zahlen die Feuerwiderstandsdauer
sich die in DIN 4102-2 definierten bedürfen eines gesonderten Nach- in Minuten angeben.
Feuerwiderstandsklassen für Bau- weises durch
teile bzw. die zugehörigen Kurz- - eine Allgemeine bauaufsichtliche Dabei werden im europäischen
bezeichnungen, die in der hier wie- Zulassung (AbZ) oder Klassifizierungssystem mehr Zeit-
der gegebenen Tabelle 2 aufgeführt - ein Allgemeines bauaufsichtliches intervalle berücksichtigt: 15, 20, 30,
und gleichzeitig den „bauaufsichtli- Prüfzeugnis (AbP) oder- eine 45, 60, 90, 120, 180 und 240 min.
chen Anforderungen“ gegenüber Zustimmung im Einzelfall. Eine zusätzliche Angabe zum Brand-
gestellt sind. Diese bauaufsicht- verhalten der im beurteilten Bauteil
lichen Anforderungen an die Feuer- Europäische Norm enthaltenen Baustoffe/Bauprodukte
widerstandsfähigkeit von Bauteilen DIN EN 13501 ist in den europäischen Klassen
ergeben sich aus den Regelungen Ähnlich wie bei der Klassifizierung nicht vorgesehen. Aussagen hierzu
der Landesbauordnungen zu Wän- des Brandverhaltens von Bau- müssten durch zusätzliche Beur-
den, Decken und Dächern und sind stoffen/Bauprodukten ist auch die teilungen auf Basis der DIN EN
auch in der Bauregelliste A, Teil 1, Klassifizierung des Brandverhaltens 13501-1 erhalten werden. Anderer-
Anlage 0.1.1, Ausgabe 2006/1 auf- von Bauteilen/Bauarten nach euro- seits können die europäischen
genommen. Im Teil 4 der DIN 4102 päischer Norm DIN EN 13501, Teile 2 Feuerwiderstandsklassen aber
sind zahlreiche Konstruktionen bzw. und 3 komplexer als nach der deut- weitere Kürzel enthalten, die

Tabelle 3: Europäische Kassifizierungskriterien zum Feuerwiderstand von Bauteilen bzw. Bauarten nach
DIN EN 13501-2 und DIN EN 13501-3*

Kurzzeichen Kriterium Anwendungsbereich


R (Résistance) Tragfähigkeit zur Beschreibung der
E (Étanchéité) Raumabschluss Feuerwiderstandsfähigkeit
I (Isolation) Wärmedämmung (unter Brandeinwirkung)
W (Radiation) Begrenzung des Strahlungsdurchtritts
M (Mechanical) Mechanische Einwirkung auf Wände
(Stoßbeanspruchung)
Sm (Smokemax. leakage rate) Begrenzung der Rauchdurchlässigkeit Rauchschutztüren (als Zusatzanforde-
(Dichtheit, Leckrate) rung auch bei Feuerschutzabschlüssen),
Lüftungsanlagen einschließlich Klappen
C... (Closing) selbstschließende Eigenschaft (ggf. mit Rauchschutztüren, Feuerschutz-
Anzahl der Lastspiele) einschließlich abschlüsse (einschließlich Abschlüsse
Dauerfunktion für Förderanlagen)
P Aufrechterhaltung der Energieversorgung Elektrische Kabelanlagen allgemein
und/oder Signalübermittlung
G Rußbrandbeständigkeit Schornsteine
K1, K2 Brandschutzvermögen Wand- und Deckenbekleidungen
(Brandschutzbekliedungen)
I1, I2 unterschiedliche Wärmedämmungs- Feuerschutzabschlüsse (einschließlich
kriterien Abschlüsse für Förderanlagen)
i –> o Richtung der klassifizierten Nichttragende Außenwände,
i <– o Feuerwiderstandsdauer Installationsschächte /-kanäle,
i <–> o (in - out) Lüftungsanlagen bzw. -klappen
a <–> b (above - below) Richtung der klassifizierten Unterdecken
Feuerwiderstandsdauer
ve’ ho (vertical, horizontal) für vertikalen / horizontalen Einbau Lüftungsleitungen /-klappen
klassifiziert
* (Auszug aus Tabelle 3 der Anlage 0.1.2 zur Bauregelliste A, Teil 1, Ausgabe 2006/1)
12
Tabelle 4: Feuerwiderstandsklassen ausgewählter Bauteile und Sonderbauteile nach DIN EN 13501-2 und DIN EN 13501-3 und
ihre Zuordnung zu den bauaufsichtlichen Anforderungen*
(Zur Gegenüberstellung sind die Feuerwiderstandsklassen nach der alten DIN 4102 in den eckigen Klammern [x] angegeben)

Bauaufsichtliche Tragende Bauteile Nichttragende Nichttragende Selbständige Feuerschutz- Installations- Elektrische


Anforderungen ohne mit Innenwände Außenwände Unterdecken abschlüsse 1) schächte Leitungs-
Raum- Raum- und -kanäle anlagen mit
abschluss abschluss Funktions-
erhalt
(E-Kanäle)
feuerhemmend R 30 REI 30 EI 30 E 30 (i –> o) EI 30 (a –> b) EI230-C..2) EI 30 P 30
und EI 30 (a <– b) (veho i <–> o)
EI 30-ef (i <– o) EI 30 (a <–> b)
[F 30] [F 30] [F 30] [W 30] [F 30] [T 30] [I 30] [E 30]

hochfeuer- R 60 REI 60 EI 60 E 60 (i –> o) EI 60 (a –> b) EI260-C..2) EI 60 P 60


hemmend und EI 60 (a <– b) (veho i <–> o)
EI 60-ef (i <– o) EI 60 (a <–> b)
[F 60] [F 60] [F 60] [W 60] [F 60] [T 60] [I 60] [E 60]
2)
feuerbeständig R 90 REI 90 EI 90 E 90 (i –> o) EI 90 (a –> b) EI290-C.. EI 90 P 90
und EI 90 (a <– b) (veho i <–> o)
EI 90-ef (i <– o) EI 90 (a <–> b)
[F 90] [F 90] [F 90] [W 90] [F 90] [T 90] [I 90] [E 90]

Feuerwider- R 120 REI 120 – – – – – –


standsfähigkeit
120 Minuten [F 120] [F 120]

Brandwand – REI 90-M EI 90-M – – – – –


* (Auszug aus Tabellen 1 und 2 der Anlage 0.1.2 zur Bauregelliste A, Teil 1, Ausgabe 2006/1)
1)
auch in Förderanlagen, ohne Rauchschutz
2)
Festlegungen zur Lastspielzahl für die Dauerfunktionsprüfungen werden noch getroffen
ef = Außenbrandkurve

zusätzliche Angaben zu den Klassifi- teile mit zugeordneten Feuerwider-


Rigips-Hinweis
zierungskriterien beschreiben. standsklassen nach DIN EN 13501,
Teile 2 und 3 und ihre Zuordnung Bitte beachten Sie, dass eine voll-
Die wichtigsten europäischen Klassi- zu den bauaufsichtlichen Anforde- ständige Vergleichbarkeit der
fizierungskriterien und zusätzlichen rungen, die sich aus den Regelungen Feuerwiderstandsklassen nach
Angaben dazu sowie die zugehöri- der Landesbauordnungen ergeben. europäischer bzw. deutscher Norm
gen Buchstabenkürzel sind in Tab. 3 Gleichzeitig sind zur „vergleichen- wegen unterschiedlicher Prüf-
aufgeführt, die ihrerseits einen Aus- den“ Gegenüberstellung Angaben bzw. Beurteilungskriterien nicht
zug aus der entsprechenden Tabelle zu den Feuerwiderstandsklassen möglich ist! Die in Tabelle 4 vor-
in der Anlage zur Bauregelliste A, nach DIN 4102 mit aufgenommen. genommene Gegenüberstellung
Teil 1 (vgl. Angabe in der Tabellen- dient daher nur zur Orientierung!
Überschrift) darstellt. Außerdem gilt, dass mit den euro-
päischen Prüf- und Klassifizierungs-
Durch Kombination verschiedener normen zum Brandverhalten von
Klassifizierungskriterien miteinander Bauteilen/Bauarten, die gleichbe- arten und ihrer andererseits unter-
sowie mit zusätzlichen Angaben rechtigt neben der deutschen Norm schiedlichen Bedeutung hinsichtlich
und mit den zugehörigen Feuer- DIN 4102 gültig sind, zwar europä- Prüfkriterien, Nachweisführung und
widerstandsdauern ergibt sich eine isch geprüft und klassifiziert werden Verwendbarkeit machen es erfor-
Vielzahl europäischer Feuerwider- kann, die Verwendbarkeit aber nach derlich, dass insbesondere in der
standsklassen, die in dieser Band- wie vor national geregelt ist! Die Koexistenzphase beider Klassifizie-
breite im nationalen Klassifizierungs- einerseits gleichzeitige Gültigkeit rungssysteme Ausschreibungen ein-
system für Bauteile nicht bekannt nationaler und europäischer Normen deutige Formulierungen enthalten
ist. Tabelle 4 enthält eine Reihe aus- zur Klassifizierung und Prüfung des müssen.
gewählter Bauteile und Sonderbau- Brandverhaltens von Bauteilen/Bau-

13
Bauphysikalische Grundlagen: Brandschutz

Vorbeugender Brandschutz Abschnitt 4.2.2:


Der vorbeugende Brandschutz um- Brandwände müssen die Forderun-
fasst Maßnahmen zur Verhinderung gen der Abschnitte 4.2.3 und 4.2.4
eines Brandausbruchs und einer ohne Anordnung von Bekleidungen
Brandausbreitung sowie zur Siche- erfüllen.
rung der Rettungswege und schafft
Voraussetzungen für einen wirkungs- Abschnitt 4.2.3:
vollen abwehrenden Brandschutz. Brandwände müssen bei mittiger
und aus mittiger Belastung die
Brandabschnitt Anforderungen mindestens der
Der Brandabschnitt ist der Teil eines Feuerwiderstandsklasse F 90 nach
Gebäudes oder einer Gebäude- DIN 4102, Teil 2 erfüllen.
gruppe, der durch Wände und/oder
Decken begrenzt ist, für die be- Abschnitt 4.2.4:
stimmte Anforderungen gelten. Brandwände müssen bei den Prü-
fungen nach Abschnitt 4.3.3 unter
Brandwände der dort definierten Stoßbeanspru-
Brandwände sind Wände zur Tren- chung standsicher und raumab-
nung oder Abgrenzung von Brand- schließend im Sinne von DIN 4102,
abschnitten. Sie sind dazu bestimmt, Teil 2 bleiben.
die Ausbreitung von Feuer auf andere
Gebäude oder Gebäudeabschnitte Mitgeltende Richtlinien
zu verhindern. Brandwände werden • Rechtsgrundlagen für die Erteilung
im Teil 3 der DIN 4102 behandelt allgemeiner bauaufsichtlicher
und müssen den in den Abschnitten (baurechtlicher) Zulassungen
4.2.1 bis 4.2.4 dieser Norm genann- • Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie
ten Anforderungen genügen, es sei MLAR (2005)
denn, dass sie gemäß Abschnitt • Muster-Lüftungsanlagen-
4.2.5 eine höhere Feuerwiderstands- Richtlinie MLüAR (2005)
dauer aufgrund besonderer bau- • Muster-Systemböden-Richtlinie
aufsichtlicher Bestimmungen auf- MSysBöR (2005)
weisen müssen.
Zu den Anforderungen an Brand-
wände heißt es (auszugsweise) in
DIN 4102-3:

Abschnitt 4.2.1:
Brandwände müssen aus Baustoffen
der Klasse A nach DIN 4102, Teil 1
bestehen.

14
Wichtiges aus der Musterbauordnung (MBO: Fassung November 2002)

Abs. 1 erfüllt werden; § 17 Abs. 3 haben, jedoch mind. feuerhemmend


Musterbauordnung (MBO)
und § 21 bleiben unberührt. sein. Trennwände nach Abs. 2 Nr. 2
• Die Musterbauordnung war und müssen feuerbeständig sein.
ist das Mittel, um die Einheitlich- (4) Für die Beseitigung von Anlagen
keit des Bauordnungsrechts zu und für die Änderung ihrer Nutzung (4) Die Trennwände nach Abs. 2
wahren; sie ist selbst kein Gesetz. gelten die Absätze 1 und 3 entspre- sind bis zur Rohdecke, im Dach-
(Auszug: Einführung, aus der chend. raum bis unter die Dachhaut zu
MBO November 2002) führen; werden in Dachräumen
• Bitte beachten: (5) Bauprodukte und Bauarten, die Trennwände nur bis zur Rohdecke
Die hier aufgeführten Begriffs- in Vorschriften anderer Vertrags- geführt, ist diese Decke als raumab-
erklärungen sind Auszüge der staaten des Abkommens vom 2. Mai schließendes Bauteil einschließlich
MBO für Planer, Architekten und 1992 über den europäischen Wirt- der sie tragenden und aussteifen-
Anwender des Trockenbaus, die, schaftsraum genannten technischen den Bauteile feuerhemmend herzu-
der Musterbauordnung Juni 1996 Anforderungen entsprechen, dürfen stellen.
entnommen, zu einem besseren verwendet oder angewendet wer-
Verständnis führen sollen. den, wenn das geforderte Schutz- (5) Öffnungen in Trennwänden
Eine Vertiefung der Gesetzmäßig- niveau in Bezug auf Sicherheit, nach Abs. 2 sind nur zulässig, wenn
keiten erfordert ein Nachlesen Gesundheit und Gebrauchstauglich- sie auf die für die Nutzung erforder-
in der jeweiligen Landesbauord- keit gleichermaßen dauerhaft er- liche Zahl und Größe beschränkt
nung (LBO), die sich im allg. reicht wird. sind; sie müssen feuerhemmende,
stark an die MBO anlehnt. dicht- und selbstschließende Ab-
§ 14 Brandschutz schlüsse haben.
Bauliche Anlagen sind so anzuord-
nen, zu errichten, zu ändern und (6) Die Absätze 1 bis 5 gelten nicht
instand zu halten, dass der Ent- für Wohngebäude der Gebäude-
§ 3 Allgemeine Anforderungen stehung eines Brandes und der klassen 1 und 2.
(1) Anlagen sind so anzuordnen, zu Ausbreitung von Feuer und Rauch
errichten, zu ändern und instand zu (Brandausbreitung) vorgebeugt wird § 30 Brandwände
halten, dass die öffentliche Sicher- und bei einem Brand die Rettung von (1) Brandwände müssen als raum-
heit und Ordnung, insbesondere Menschen und Tieren sowie wirk- abschließende Bauteile zum Ab-
Leben, Gesundheit und die natür- same Löscharbeiten möglich sind. schluss von Gebäuden (Gebäudeab-
lichen Lebensgrundlagen, nicht ge- schlusswand) oder zur Unterteilung
fährdet werden. § 29 Trennwände von Gebäuden in Brandabschnitte
(1) Trennwände nach Abs. 2 müssen (innere Brandwand) ausreichend lang
(2) Bauprodukte und Bauarten als raumabschließende Bauteile von die Brandausbreitung auf andere
dürfen nur verwendet werden, wenn Räumen oder Nutzungseinheiten Gebäude oder Brandabschnitte ver-
bei ihrer Verwendung die baul. innerhalb von Geschossen ausrei- hindern.
Anlagen bei ordnungsgemäßer chend lang widerstandsfähig gegen
Instandhaltung während einer dem die Brandausbreitung sein. (2) Brandwände sind erforderlich
Zweck entsprechenden angemesse- 1. als Gebäudeabschlusswand, aus-
nen Zeitdauer die Anforderungen (2) Trennwände sind erforderlich genommen von Gebäuden ohne
dieses Gesetzes oder aufgrund 1. zwischen Nutzungseinheiten so- Aufenthaltsräume und ohne
dieses Gesetzes erfüllen und ge- wie zwischen Nutzungseinheiten Feuerstätten mit nicht mehr als
brauchstauglich sind. und anders genutzten Räumen, 50 m3 Brutto-Rauminhalt, wenn
ausgenommen notwendigen diese Abschlusswände an oder
(3) Die von der obersten Bauauf- Fluren, mit einem Abstand bis zu 2,50 m
sichtsbehörde durch öffentliche 2. zum Abschluss von Räumen mit gegenüber der Grundstücksgrenze
Bekanntmachung als Technische Explosions- oder erhöhter Brand- errichtet werden, es sei denn,
Baubestimmungen eingeführten gefahr, dass ein Abstand von mindestens
technischen Regeln sind zu beach- 3. zwischen Aufenthaltsräumen 5 m zu bestehenden oder nach
ten. Bei der Bekanntmachung kann und anders genutzten Räumen den baurechtlichen Vorschriften
hinsichtlich ihres Inhalts auf die im Kellergeschoss. zulässigen künftigen Gebäuden
Fundstelle verwiesen werden. Von gesichert ist,
den Technischen Baubestimmungen (3) Trennwände nach Abs. 2 Nr. 1 2. als innere Brandwand zur Unter-
kann abgewichen werden, wenn mit und 3 müssen die Feuerwiderstands- teilung ausgedehnter Gebäude
einer anderen Lösung in gleichem fähigkeit der tragenden und aus- in Abständen von nicht mehr als
Maße die allg. Anforderungen des steifenden Bauteile des Geschosses 40 m,

15
Bauphysikalische Grundlagen: Brandschutz

3. als innere Brandwand zur Unter- brennbaren Baustoffen bestehen soweit eingreifen, dass deren Feuer-
teilung landwirtschaftl. genutzter und keine Öffnungen haben, widerstandsfähigkeit nicht beein-
Gebäude in Brandabschnitte von 3. die Bauteile, die diese Wände trächtigt wird; für Leitungen, Lei-
nicht mehr als 10.000 m3 Brutto- und Decken unterstützen, feuer- tungsschlitze und Schornsteine gilt
Rauminhalt, beständig sind und aus nicht- dies entsprechend.
4. als Gebäudeabschlusswand brennbaren Baustoffen bestehen,
zwischen Wohngebäuden und 4. die Außenwände in der Breite (8) Öffnungen in Brandwänden
angebauten landwirtschaftlich des Versatzes in dem Geschoss sind unzulässig. Sie sind in inneren
genutzten Gebäuden sowie als oberhalb oder unterhalb des Ver- Brandwänden nur zulässig, wenn
innere Brandwand zwischen satzes feuerbeständig sind und sie auf die für die Nutzung erforder-
dem Wohnteil und dem land- 5. Öffnungen in den Außenwänden liche Zahl und Größe beschränkt
wirtschaftl. genutzten Teil des im Bereich des Versatzes so ange- sind; die Öffnungen müssen feuer-
Gebäudes. ordnet oder andere Vorkehrungen beständige, dicht- und selbstschlie-
so getroffen sind, dass eine Brand- ßende Abschlüsse haben.
(3) Brandwände müssen auch ausbreitung in andere Brandab-
unter zusätzlicher mechanischer schnitte nicht zu befürchten ist. (9) In inneren Brandwänden sind
Beanspruchung feuerbeständig feuerbeständige Verglasungen nur
sein und aus nichtbrennbaren Bau- (5) Brandwände sind 0,30 m über zulässig, wenn sie auf die für die
stoffen bestehen. Anstelle von die Bedachung zu führen oder in Nutzung erforderliche Zahl und
Brandwänden nach Satz 1 sind zu- der Höhe der Dachhaut mit einer Größe beschränkt sind.
lässig beiderseits 0,50 m auskragenden
1. für Gebäude der Gebäudeklasse feuerbeständigen Platte aus nicht- (10) Absatz 2 Nr. 1 gilt nicht für
4 Wände, die auch unter zusätz- brennbaren Baustoffen abzuschlie- seitliche Wände von Vorbauten im
licher mechanischer Beanspru- ßen; darüber dürfen brennbare Sinne des § 6 Abs. 6, wenn sie vom
chung hochfeuerhemmend sind, Teile des Daches nicht hinwegge- Nachbargebäude oder der Nachbar-
2. für Gebäude der Gebäudeklassen führt werden. Bei Gebäuden der grenze einen Abstand einhalten,
1 bis 3 hochfeuerhemmende Gebäudeklassen 1 bis 3 sind Brand- der ihrer eigenen Ausladung ent-
Wände, wände mindestens bis unter die spricht, mindestens jedoch 1 m be-
3. für Gebäude der Gebäudekl. 1 bis Dachhaut zu führen. Verbleibende trägt.
3 Gebäudeabschlusswände, die Hohlräume sind vollständig mit
jeweils von innen nach außen die nichtbrennbaren Baustoffen aus- (11) Die Abs. 4 bis 10 gelten ent-
Feuerwiderstandsfähigkeit der zufüllen. sprechend auch für Wände, die
tragenden und aussteifenden nach Abs. 3 Satz 2 anstelle von
Teile des Gebäudes, mind. jedoch (6) Müssen Gebäude oder Gebäude- Brandwänden zulässig sind.
feuerhemmende Bauteile, und teile, die über Eck zusammenstoßen,
von außen nach innen die Feuer- durch eine Brandwand getrennt § 31 Decken
widerstandsfähigkeit feuerbe- werden, so muss der Abstand dieser (1) Decken müssen als tragende
ständiger Bauteile haben. Wand von der inneren Ecke minde- und raumabschließende Bauteile
4. in den Fällen des Absatzes 2 Nr. 4 stens 5 m betragen; das gilt nicht, zwischen Geschossen im Brandfall
feuerbeständige Wände, wenn wenn der Winkel der inneren Ecke ausreichend lang standsicher und
der umbaute Raum des landwirt- mehr als 120 Grad beträgt oder widerstandsfähig gegen die Brand-
schaftlich genutzten Gebäudes mindestens eine Außenwand auf ausbreitung sein. Sie müssen
oder Gebäudeteils nicht größer 5 m Länge als öffnungslose feuer- 1. in Gebäuden der Gebäudeklasse
als 2.000 m3 ist. beständige Wand aus nichtbrenn- 5 feuerbeständig,
baren Baustoffen ausgebildet ist. 2. in Gebäuden der Gebäudeklasse
(4) Brandwände müssen bis zur 4 hochfeuerhemmend,
Bedachung durchgehen und in allen (7) Bauteile mit brennbaren Bau- 3. in Gebäuden der Gebäudeklassen
Geschossen übereinander angeord- stoffen dürfen über Brandwände 2 und 3 feuerhemmend sein,
net sein. Abweichend davon dürfen nicht hinweggeführt werden. Außen- Satz 2 gilt:
anstelle innerer Brandwände Wände wandkonstruktionen, die eine seit- 1. für Geschosse im Dachraum nur,
geschossweise versetzt angeordnet liche Brandausbreitung begünstigen wenn darüber Aufenthaltsräume
werden, wenn können wie Doppelfassaden oder möglich sind; § 29 Abs. 4 bleibt
1. die Wände im übrigen Abs. 3 hinterlüftete Außenwandbeklei- unberührt.
Satz 1 entsprechen, dungen, dürfen ohne besondere 2. nicht für Balkone, ausgenommen
2. die Decken, soweit sie in Verbin- Vorkehrungen über Brandwände offene Gänge, die als notwendige
dung mit diesen Wänden stehen, nicht hinweggeführt werden. Bau- Flure dienen.
feuerbeständig sind, aus nicht- teile dürfen in Brandwände nur

16
(2) Im Kellergeschoss müssen und in notwendigen Fluren sind 3. innerhalb derselben Nutzungs-
Decken Leitungsanlagen nur zulässig, wenn einheit mit nicht mehr als
1. in Gebäuden der Gebäudeklassen eine Nutzung als Rettungsweg im 400 m2 in nicht mehr als zwei
3 bis 5 feuerbeständig, Brandfall ausreichend lang möglich Geschossen.
2. in Gebäuden der Gebäudeklassen ist.
1 und 2 feuerhemmend sein. (6) Für raumlufttechnische Anlagen
Decken müssen feuerbeständig (3) Für Installationsschächte und und Warmluftheizungen gelten die
sein -kanäle gelten Absatz 1 sowie § 41 Absätze 1 bis 5 entsprechend.
1. unter und über Räumen mit Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 entspre-
Explosions- oder erhöhter Brand- chend.
gefahr, ausgenommen in Wohn-
gebäuden der Gebäudeklassen 1 § 41 Lüftungsanlagen
und 2, (1) Lüftungsanlagen müssen be-
2. zwischen dem landwirtschaftlich triebssicher und brandsicher sein;
genutzten Teil und dem Wohnteil sie dürfen den ordnungsgemäßen
eines Gebäudes. Betrieb von Feuerungsanlagen
nicht beeinträchtigen.
(3) Der Anschluss der Decken an
die Außenwand ist so herzustellen, (2) Lüftungsleitungen sowie deren
dass er den Anforderungen aus Bekleidungen und Dämmstoffe
Abs. 1 Satz 1 genügt. müssen aus nichtbrennbaren
(4) Öffnungen in Decken, für die Baustoffen bestehen; brennbare
eine Feuerwiderstandsfähigkeit vor- Baustoffe sind zulässig, wenn ein
geschrieben ist, sind nur zulässig Beitrag der Lüftungsleitung zur
1. in Gebäuden der Gebäudeklassen Brandentstehung und Brandweiter-
1 und 2, leitung nicht zu befürchten ist.
2. innerhalb derselben Nutzungs- Lüftungsleitungen dürfen raumab-
einheit mit nicht mehr als inge- schließende Bauteile, für die eine
samt 400 m2 in nicht mehr als Feuerwiderstandsfähigkeit vorge-
zwei Geschossen, schrieben ist, nur überbrücken,
3. im Übrigen, wenn sie auf die für wenn eine Brandausbreitung aus-
die Nutzung erforderliche Zahl reichend lang nicht zu befürchten
und Größe beschränkt sind und ist oder wenn Vorkehrungen hier-
Abschlüsse mit der Feuerwider- gegen getroffen sind.
standsfähigkeit der Decke haben.
(3) Lüftungsanlagen sind so herzu-
§ 40 Leitungsanlagen, Installations- stellen, dass sie Gerüche und Staub
schächte und -kanäle nicht in andere Räume übertragen.
(1) Leitungen dürfen durch raum-
abschließende Bauteile, für die eine (4) Lüftungsanlagen dürfen nicht in
Feuerwiderstandsfähigkeit vorge- Abgasanlagen eingeführt werden;
schrieben ist, nur hindurchgeführt die gemeinsame Nutzung von Lüf-
werden, wenn eine Brandausbrei- tungsleitungen zur Lüftung und zur
tung ausreichend lang und nicht zu Ableitung der Abgase von Feuer-
befürchten ist oder Vorkehrungen stätten ist zulässig, wenn keine
hiergegen getroffen sind; dies gilt Bedenken wegen der Betriebs-
nicht für Decken sicherheit und des Brandschutzes
1. in Gebäuden der Gebäudeklassen bestehen. Die Abluft ist ins Freie
1 und 2, zu führen. Nicht zur Lüftungsanlage
2. innerhalb von Wohnungen. gehörende Einrichtungen sind in
3. innerhalb derselben Nutzungs- Lüftungsleitungen unzulässig.
einheit mit nicht mehr als inge-
samt 400 m2 in nicht mehr als (5) Die Absätze 2 und 3 gelten
zwei Geschossen. nicht
1. für Gebäude der Gebäudeklassen
(2) In notwendigen Treppenräumen, 1 und 2,
in Räumen nach § 35 Abs. 3 Satz 3 2. innerhalb von Wohnungen,

17
Bauphysikalische Grundlagen: Schallschutz

Schallschutzbegriffe in Anlehnung an DIN 4109 und mitgeltende Normen

Schall Vorhaltemaß • Labor-Schalldämm-Maß R


Schall sind mechanische Schwingun- Das Vorhaltemaß (2 dB, gemäß Das Labor-Schalldämm-Maß R wird
gen und Wellen eines elastischen DIN 4109) soll den möglichen verwendet, wenn der Schall aus-
Mediums. Der Frequenzbereich des Unterschied des Schalldämm- schließlich durch das zu prüfende
menschlichen Hörens bewegt sich Maßes am Prüfobjekt im Prüfstand Bauteil übertragen wird, z. B. in
zwischen ca. 16 Hz bis 16.000 Hz. und den tatsächlichen am Bau einem Prüfstand ohne Flanken-
sowie eventuelle Streuungen der übertragung nach DIN EN ISO 140-1.
In DIN 4109 wird unterschieden Eigenschaften der geprüften Kon-
nach: struktionen berücksichtigen.
• Luftschall ist der sich in der Luft
ausbreitende Schall. Flankenübertragung
R
• Körperschall ist der in festen Die Flankenübertragung ist der Teil
Stoffen sich ausbreitende Schall. der Nebenweg-Übertragung, der
• Trittschall ist der Schall, der beim ausschließlich über die angrenzen-
Begehen und bei ähnlicher Anre- den Bauteile erfolgt, d. h. unter
gung einer Decke, Treppe o. ä. als Ausschluss der Übertragung über • Bau-Schalldämm-Maß R’
Körperschall entsteht und teilweise Undichtheiten, Lüftungsanlagen, Das Bau-Schalldämm-Maß R’ wird
als Luftschall in einen darunter- Rohrleitungen und Ähnliches. verwendet bei zusätzlicher Flanken-
liegenden oder anderen Raum ab- oder anderer Nebenweg-Über-
gestrahlt wird. tragung.
Die Prüfungen werden in ausge-
Schallschutz führten Bauten mit der dort vor-
Unter Schallschutz werden einer- handenen Flanken- und Neben-
seits Maßnahmen gegen die Schall- weg-Übertragung vorgenommen.
entstehung (Primär-Maßnahmen)
und andererseits Maßnahmen, die
die Schallübertragung von einer Bezugskurve
Schallquelle zum Hörer vermindern Die Bezugskurve für die Luftschall-
(Sekundär-Maßnahmen), verstanden. dämmung ist die Festlegung von +
Bezugswerten der Schalldämm-
Bei den Sekundär-Maßnahmen für Maße R und R’ in Abhängigkeit von
den Schallschutz muss unterschieden der Frequenz (siehe Diagramm).
werden, ob sich Schallquelle und Bewertetes Schalldämm-Maß Rw
60
Hörer in verschiedenen Räumen und R’w
oder in demselben Raum befinden. Das bewertete Schalldämm-Maß
Im ersten Fall wird Schallschutz 50 Rw und R’w ist die Einzahl-Angabe
hauptsächlich durch Schalldäm- zur Kennzeichnung der Luftschall-
Bezugswert in dB

mung, im zweiten Fall durch Schall- 40 dämmung von Bauteilen.


absorption erreicht. Das bewertete Schalldämm-Maß
33
Bei der Schalldämmung unter- 30 Rw und R’w beruht auf der Be-
scheidet man je nach der Art der 125 250 500 1000 2000 3150 stimmung des Schalldämm-Maßes
Frequenz in Hz
Schwingungsanregung der Bauteile mittels Terzfilter-Analyse.
zwischen Luftschalldämmung und Zahlenmäßig ist Rw und R’w der
Körperschalldämmung. Unter Kör- Wert der entsprechend DIN EN ISO
perschalldämmung versteht man Schalldämm-Maß 717-1 um ganze dB verschobenen
Maßnahmen, die geeignet sind, Das Schalldämm-Maß kennzeichnet Bezugskurve bei 500 Hz.
Schwingungsübertragungen von die Luftschalldämmung von Bau-
einem Bauteil zum anderen zu ver- teilen (z. B. Wände).
mindern. Besonders wichtige Fälle Durch Anfügen besonderer Kenn- Labor-Schall-Längsdämm-Maß R L
der Körperschalldämmung sind der zeichnungen und Indizes wird das Das Labor-Schall-Längsdämm-Maß
Schutz gegen Anregung durch Tritt- Schalldämm-Maß unterschieden: RL ist das auf eine Bezugs-Trennflä-
schall – die Trittschalldämmung – 1. Je nachdem, ob der Schall aus- che und eine Bezugs-Kantenlänge
und die Körperschalldämmung, z. B. schließlich durch das zu prüfende zwischen flankierendem Bauteil und
von Sanitärgegenständen gegen- Bauteil oder Trennwand bzw. Trenndecke bezoge-
über dem Baukörper. 2. … auch über etwaige Nebenwege ne Flankendämm-Maß, wenn die
übertragen wird. Verzweigungsdämmung an der

18
Verbindungsstelle zwischen trennen-
Gliederung von Schalldämm-Maß-Angaben
dem und flankierendem Bauteil ge-
ring ist, siehe Prüfnorm DIN EN ISO Frequenzabhängig
10848 (früher DIN 52210-7).
Labor-Schalldämm-Maß
R
Bewertetes Labor-Schall-Längs-
dämm-Maß RL,w
Das bewertete Labor-Schall-Längs- Bau-Schalldämm-Maß
dämm-Maß RL,w ist die Einzahl- R’ ’ = mit Nebenwegen (Flanken, Undichtheiten)
Angabe zur Kennzeichnung der Luft-
schalldämmung von Bauteilen mit
einem Schall-Längsdämm-Maß RL, Labor-Schall-Längsdämm-Maß
wie vorbeschrieben. RL L = Längsleitung
Das bewertete Schall-Längsdämm-
Maß RL,w beruht auf der Bestimmung
des Schall-Längsdämm-Maßes mit-
tels Terzfilter-Analyse. Zahlenmäßig Bewertete Labor-Schalldämm-Maße
ist RL,w der Wert der entsprechend
DIN EN ISO 717-1 um ganze dB ver-
schobenen Bezugskurve bei 500 Hz. Rw w = bewerteter Einzahlwert

Rw,P P = Prüfstandwert zur Entwicklung von Rw,R

Rw,R R = Rechenwert für das Nachweisverfahren


(Rw,R = Rw,P – 2 dB)

Bewertete Labor-Schall-Längsdamm-Maße

RL,w w = bewerteter Einzahlwert

RL,w,P P = Prüfstandwert zur Entwicklung von Rw,R

RL,w,R R = Rechenwert für das Nachweisverfahren


(RL,w,R = RL,w,P – 2 dB)

19
Bauphysikalische Grundlagen: Schallschutz

Schalldämmung mit Trennwänden von Rigips

„In der Ruhe liegt die Kraft“ Schalldämm-Maße Rw,R von Rigips Die Rechenwerte beziehen sich auf
Um sich zu entspannen und Kraft Metallständerwänden Rigips-Montagewände, die mit
für die Aufgaben des Alltags zu Im Allgemeinen wird für die schall- Rigips-Produkten entsprechend den
sammeln, benötigt der Mensch Ruhe. technische Planung DIN 4109 in Rigips-Verarbeitungsrichtlinien er-
Ein Gut, das in einer hektischen Verbindung mit Beiblatt 1 heran- richtet wurden. Der Anschluss an
Zeit mit permanenten Hintergrund- gezogen, in dem das rechnerische die flankierenden Bauteile erfolgte
geräuschen von Motoren, Mobil- Nachweisverfahren geregelt ist. mittels Rigips Anschlussdichtung.
telefonen, Stereoanlagen usw. Dort sind außerdem Rechenwerte Für die Hohlraumdämpfung wurde
immer seltener und kostbarer wird. für zahlreiche Konstruktionen wie Mineralwolle nach DIN 18165-1
z. B. Metallständerwände und flan- bzw. DIN EN 13162 verwendet.
Hören ist die subjektive Wahrneh- kierende Bauteile angegeben, deren Der längenbezogene Strömungs-
mung von Schall. Zwei unterschied- Ursprung rund 20 Jahre alt ist. widerstand der Mineralwolle muss
liche Geräusche gleicher Schallinten- r ≥ 5 kNs/m4 betragen.
sität können uns sowohl angenehm In der Zwischenzeit sind nicht nur
(z. B. Musik) als auch belästigend die Prüfbedingungen (Prüfstände, Die neuen Werte weichen z.T. deut-
(z. B. Bohrmaschine) erscheinen. Messtechnik) verbessert worden, lich von den Rechenwerten aus Bei-
Auch ein gleichbleibendes Geräusch auch die relevanten Bau-Produkte blatt 1 zu DIN 4109 oder von den
wie laute Musik können wir – je wurden kontinuierlich optimiert. Werten aus älteren Prüfzeugnissen
nach Tageszeit, Stimmung und Mu- Dies betrifft sowohl die Gipsplatten ab. Mehrfache Prüfungen identischer
sikgeschmack – einmal als an- als auch Profile und Dämmstoffe. Konstruktionen zeigten jedoch nur
genehm, dann wiederum als störend Auch die Materialien der flankieren- sehr geringe Abweichungen in den
empfinden. Unangenehme Geräu- den Bauteile haben sich verändert Messergebnissen. Voraussetzung
sche bezeichnen wir als Lärm. und zwingen zu veränderten Be- hierfür ist eine sorgfältige Verarbei-
trachtungsweisen. Im Zuge der tung.
Geschlossene Räume bieten die Harmonisierung der nationalen
Möglichkeit, Lärm aus einem Neben- Normen sind bereits neue europäi- Rechenwerte für Schalldämm-
raum so weit abzudämmen, dass er sche Normen (z. B. DIN EN ISO 140, Maße Rw,R von Rigips Metallständer-
nicht mehr als solcher empfunden DIN EN ISO 717) eingeführt worden. wänden als Trennwände sind diesem
wird. Daraus resultieren Anforde- Dokument bzw. den jeweils aktuellen
rungen an die einzelnen Bauteile Um den Planern und Verarbeitern Herstellerangaben zu entnehmen.
eines Raumes (Wände, Böden, ein Höchstmaß an Sicherheit zu Tabelle 23 aus Beiblatt 1 zu
Decken). geben, überarbeitet Rigips derzeit DIN 4109 wurde durch eine überar-
seine Schalldämm-Maße Rw,R für beitete Fassung in Beiblatt 1/A1 zu
Bei Türen und Fenstern gelten die Metall-Ständerwände komplett. DIN 4109 ersetzt, welche alternativ
Werte für die Schalldämmung bei Die aktuellen Werte werden einer- verwendet werden kann.
alleiniger Übertragung durch Türen seits mit Rigips Bauplatten RB und
und Fenster. andererseits – für verbesserten Die im Regelfall auf der Baustelle
Schallschutz – mit „Der Blauen“ auftretenden Anforderungen
von Rigips (System-Nr. 3.45.01 bis können komplett mit Rigips-
3.47.06) erzielt. Konstruktionen erfüllt werden.

Die Anforderungen an die Schall-


Um dem Planer den Zugang zu den
dämmung von Bauteilen werden
für ihn gewohnten Rechenverfahren
in DIN 4109 beschrieben. Kenn-
zu erleichtern, wird als Schall-
zeichnende Größe für die erforder-
dämm-Maß der Wand ohne Neben- Rw,R
liche Luftschalldämmung von
wege grundsätzlich der Rechenwert
Wänden nach DIN 4109 ist der
Wert erf. R’w. Dieser Wert bein- Rw,R angegeben. Da in Deutschland
haltet neben der reinen Schall- derzeit keine Anforderungen an die
dämmung der Trennwand auch in neuen Prüfzeugnissen angegebe-
die Schallübertragung über die nen Spektrums-Anpassungswerte
flankierenden Bauteile sowie Un- (C, Ctr, usw.) existieren, werden die
dichtigkeiten usw. Werte in dieser Druckschrift nicht
berücksichtigt.

20
Einfluss flankierender Bauteile/Berechnungen

Rechenverfahren nach Beiblatt 1 zu • RL,w,R,i Als Rechenwerte für Schall-Längs-


DIN 4109 Rechenwert des bewerteten dämm-Maße RL,w,R der einzelnen
Für die im Bauwerk zu erreichende Labor-Schall-Längsdämm-Maßes flankierenden Bauteile können Er-
Schalldämmung kommt es nicht in dB des i-ten flankierenden gebnisse von Prüfstandsmessungen
allein auf das Schalldämm-Maß der Bauteils nach DIN 52 217, aus verwendet werden.
Trennwand an, sondern ebenso auf Messungen im Prüfstand oder
das resultierende Schall-Längsdämm- nach den Ausführungsbeispielen Unabhängig davon lassen sich
Maß der flankierenden Bauteile. in Beiblatt 1 zu DIN 4109 Rechenwerte für Schall-Längsdämm-
• ST Maße RL,w,R der einzelnen flankie-
Mit Hilfe der Berechnungsgrundlagen Fläche der Trennwand in m2 renden Bauteile auch Beiblatt 1 zu
aus Beiblatt 1 zu DIN 4109 lassen • S0 DIN 4109 entnehmen:
sich Prognosewerte für die auf der Bezugsfläche in m2
Baustelle zu erwartende Schalldäm- (für Wände S0 = 10 m2) Hinweise zu Rechenwerten
mung R’w,R errechnen: • li für Schall-Längsdämm-Maße nach
gemeinsame Kantenlänge Beiblatt 1 zu DIN 4109
zwischen der Trennwand und dem
flankierenden Bauteil in m • Tabelle 25
• l0 massive flankierende Bauteile
Bezugslänge in m: von Trennwänden
• Rw,R - für Decken, Unterdecken, • Tabelle 26
Rechenwert des bewerteten Fußböden 4,5 m Unterdecken mit einer Abhänge-
Schalldämm-Maßes der Trenn- - für Wände 2,8 m höhe von 400 mm
wand ohne Längsleitung über • Tabelle 27
flankierende Bauteile in dB Für Räume mit einer Raumhöhe Abminderung für Unterdecken
• R’L,w,R,i von etwa 2,5 m bis 3 m und einer mit Absorberauflage, Abhänge-
Rechenwert des bewerteten Bau- Trennwandbreite von etwa 4 m bis höhe über 400 mm
Schall-Längsdämm-Maßes des 5 m werden die logarithmischen • Tabelle 28
i-ten flankierenden Bauteils am Anteile in der Formel sehr klein. Verbesserungsmaße für Unter-
Bau in dB Somit kann die Gleichung wie folgt decken nach Tabelle 26 durch ein
•n vereinfacht werden: Absorberschott
Anzahl der flankierenden • Tabelle 29
Bauteile (im Regelfall n = 4) schwimmende Estriche nach
R’L,w,R,i h RL,w,R,i DIN 18 560
Die Genauigkeit der Rechnung ist • Tabelle 30
im Allgemeinen ausreichend, wenn flankierende Holzbalkendecken
sie mit den Einzahl-Angaben der Im Folgenden gehen wir grundsätz- • Tabelle 31
bewerteten Schalldämm-Maße der lich davon aus, dass das bewertete flankierende, biegesteife Wände
beteiligten Bauteile durchgeführt Labor-Schall-Längsdämm-Maß in mit biegeweicher Vorsatzschale
wird. Eine frequenzabhängige Be- etwa dem Maß auf der Baustelle • Tabelle 32
rechnung von R’w,R kann in Sonder- entspricht. Montagewände aus 12,5 mm
fällen erforderlich sein. dicken Gipsplatten in Ständer-
Rechenwerte für Schalldämm-Maße bauart nach DIN 18 183
Die rechnerische Ermittlung des be- Rw,R von Rigips Metallständer-Wän- • Tabelle 33
werteten Schall-Längsdämm-Maßes den als Trennwände sind diesem Wände in Holzbauart in horizon-
R’L,w,R,i eines flankierenden Bauteils Dokument bzw. den jeweils aktuel- taler Richtung
am Bau nach DIN 52 217 erfolgt len Herstellerangaben zu entneh-
dabei nach folgender Gleichung: men. Tabelle 23 aus Beiblatt 1 zu
DIN 4109 wurde durch eine überar-
beitete Fassung in Beiblatt 1/A1 zu
DIN 4109 ersetzt, welche alternativ
verwendet werden kann.

21
Bauphysikalische Grundlagen: Schallschutz

Berechnungsschema:
Ermittlung des resultierenden Schalldämm-Maßes R’w,R ohne Rechner

Das nachfolgende Beispiel zeigt,


dass die Berechnung des Prognose- Decke
wertes R’w,R bei Verwendung eines R’L,w,R
Formblattes auch ohne Taschen-
rechner erfolgen kann. Dabei wird
der Differenzwert zwischen jeweils Wand 1 Trennwand Wand 2
zwei Eingangswerten ermittelt R’L,w,R Rw,R R’L,w,R
(z. B. Werte-Differenz R’L,w,R Decke/
Boden = 5,0 dB).

Boden
Aus der unten stehenden Zahlen-
R’L,w,R
leiste kann damit der Wert ΔR
(= 1,2 dB) abgelesen werden, der
von dem kleineren der beiden
Eingangswerte abzuziehen ist
(z. B. 55 dB – 1,2 dB = 53,8 dB).

Decke Boden Wand 1 Wand 2 Trennwand


R’L,w,R R’L,w,R R’L,w,R R’L,w,R Rw,R

60 dB
__________ 55 dB
__________ 59 dB
__________ 56 dB
__________ 52 dB
__________

5,0
Diff. = __________ dB 3,0
Diff. = __________ dB
1,2
Δ R = __________ dB 1,8
Δ R = __________ dB

53,8 dB
__________ 54,2 dB
__________

0,4
Diff. = __________ dB
2,8
Δ R = __________ dB

Resultierendes Schall-
Längsdämm-Maß der
flankierenden Bauteile
51,0 dB
__________
1,0
Diff. = __________ dB
2,5 dB
Δ R = __________

Resultierender Schalldämm-
wert R’w,R der Trennwand
unter Berücksichtigung der
48,5 dB ➔ __________
__________ 48 dB
flankierenden Bauteile abgerundet

Werte-Diff. [dB] 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 4,5 5,0 5,5 6,0 6,5 7,0 7,5 8,0 9,0 10,0 11,0 13,0 15,0 ≥ 20,0

ΔR [dB] 3,0 2,8 2,5 2,3 2,1 1,9 1,8 1,6 1,5 1,3 1,2 1,1 1,0 0,9 0,8 0,7 0,6 0,5 0,4 0,3 0,2 0,1 0,0

22
Der maßgebliche Einfluss der flankie- 60 dB erreicht je nach Flankenaus-
renden Bauteile wird noch besser bildung resultierende Werte R’w,R von
ersichtlich, wenn man die Anschluss- 37 dB bis 57 dB. Dabei kann der aus
bedingungen – wie in der nach- allen fünf Bauteilen resultierende
folgenden Tabelle dargestellt – Wert bestenfalls dem schlechtesten
systematisch verändert. Eine Trenn- Einzelwert entsprechen.
wandkonstruktion mit z. B. Rw,R =

Beispiele zum Einfluss der Flankenübertragung (Rechenwerte nach Beiblatt 1 zu DIN 4109 bzw. Prüfzeugnissen).
Trennwand: Doppelständerwand mit beidseitig 2 x 12,5 mm Rigips Bauplatten RB auf 2 x CW 50 und 80 mm Mineralwolle

Rw,R dB dB dB dB dB
60 60 60 60 60

flankierendes Stahlbeton 60 Stahlbeton 60 Stahlbeton 60 Stahlbeton 60 Stahlbeton 60


Bauteil: 160 mm 160 mm 160 mm 160 mm 160 mm
Decke (400 kg/m2) (400 kg/m2) (400 kg/m2) (400 kg/m2) (400 kg/m2
mit abgehängt.
Unterdecke)

flankierendes Stahlbeton, 38 Stahlbeton, 55 Stahlbeton, 60 Stahlbeton, 70 Stahlbeton, 70


Bauteil: durchlaufender schwimmender Verbundestrich Estrich Estrich
Boden schwimmender Anhydritestrich konstruktiv konstruktiv
Anhydritestrich mit Trennfuge getrennt getrennt

flankierendes Mauerwerk 59 Mauerwerk 59 Mauerwerk 59 Mauerwerk 59 Mauerwerk 72


Bauteil: 240 mm 240 mm 240 mm 240 mm 240 mm
Wand 1 KS 1400 KS 1400 KS 1400 KS 1400 KS 1400
mit Vorsatz-
schale

flankierendes Einfach- 56 Einfach- 56 Einfach- 56 Einfach- 66 Einfach- 66


Bauteil: ständerwand, ständerwand, ständerwand, ständerwand, ständerwand,
Wand 2 2-lagig 2-lagig 2-lagig 2-lagig 2-lagig
beplankt beplankt beplankt beplankt beplankt
mit LW-Profil mit LW-Profil

Resultierendes 37 51 52 55 60
Längsdämm-
Maß der vier
flankierenden
Bauteile

R’w,R 37 50 51 54 57

23
Bauphysikalische Grundlagen: Schallschutz

Erforderliche Schalldämmung Rw,R

Die folgende Tabelle zeigt, welchen Rechenwert Rw,R eine Trenn- So muss z. B. eine Trennwand mindestens einen Rechenwert von
wand (bei eindeutig definiertem resultierendem Schall-Längs- Rw,R = 58 dB haben, um bei einer resultierenden Schall-Längs-
dämm-Maß) mindestens haben muss, um den Mindest-Anforde- dämmung von RL,w,R = 55 dB die Anforderungen an eine Woh-
rungen an erf. R’w aus DIN 4109 zu genügen. nungstrennwand von R’w,R = 53 dB zu erfüllen.

Beispiele für erforderliche Schalldämmung Rw,R von Trennwänden zur Erfüllung der Anforderungen erf. R’w

Bauteile DIN 4109 Rw,R


erf. R’w
dB dB dB dB dB dB dB
Bürowand 37 38 38 38 38 38 40
Wand zwischen Wohn- und 40 41 41 41 41 42 –*
Kinderschlafzimmer
Wand zwischen Flur und 42 43 43 43 43 45 –*
Behandlungsraum
Wand zwischen Direktions- 45 46 46 46 47 –* –*
und Vorzimmer
Wand zwischen Unterrichtsräumen 47 48 48 48 50 –* –*
oder Übernachtungsräumen oder
Krankenräumen
Treppenraumwand 52 53 53 55 –* –* –*
Wohnungstrennwand 53 54 54 58 –* –* –*
Wand zwischen Unterrichts- 55 56 57 –* –* –* –*
und Musikraum

R’L,w,R 65 60 55 50 45 40
Resultierendes Schall-Längsdämm-
Maß der vier flankierenden Bauteile
* Anforderung ist durch keine Trennwand zu erfüllen (zu hohe Flankenübertragung)
Hinweis: Zur Berücksichtigung schwankender Baustellenbedingungen empfehlen wir die errechneten Werte R’w,R mit einem zusätzl. Sicherheitszuschlag zu versehen.
Der Sicherheitszuschlag wurde in dieser Tabelle nicht berücksichtigt (siehe hierzu auch Seite 25, Ablaufdiagramm für die Planung).

Diese Beispiele zeigen, dass die im Entscheidend für die Qualität der Durch gute Arbeit in Planungsbüros
Regelfall auf der Baustelle auftre- am Bau erzielten Schalldämmung und auf Baustellen wird dies seit vielen
tenden Anforderungen komplett ist in erster Linie eine konsequente Jahren täglich bestätigt.
mit Rigips-Konstruktionen abge- Planung aller Bauteile samt An-
deckt werden können. schlüssen sowie eine fachgerechte
Ausführung, die nur durch Über-
wachung im Bauablauf gesichert
werden kann.

24
Ablaufdiagramm für die Planung Messergebnisse auf der Baustelle

60 60

Schallpegelfrequenz in dB
Schalldämm-Maß R in dB

50 50

Schalldämm-Maß oder
40 40

33 33
30 30
125 250 500 1000 2000 3150 125 250 500 1000 2000 3150
Frequenz in Hz Frequenz in Hz

Labor-Schalldämm-Maß R Bau-Schalldämm-Maß R’

Berechnung einer Rigips-Wand ohne Flanken Messung (Prüfung) in ausgeführten Bauten

Bewerteter Einzahlwert

Rw,P (MR ) w

– Vorhaltemaß 2 dB

= Rw,R
(Rechenwert für Nachweisverf.
nach Beiblatt 1 zu DIN 4109)

Berechnung mit Flanken


– R’L,w,R,i

= R’w,R
(Prognosewert für Baustelle)

+
Einzahlwert
Rigips-Empfehlung:
Baustellenbedingter Sicherheitszuschlag R’w

≥ erf. R’w
(= Anforderung aus DIN 4109)

25
Bauphysikalische Grundlagen: Schallschutz

Anforderungen und Vorschläge nach DIN 4109

Erforderliche Luftschalldämmung von Wänden und Türen zum Schutz gegen Schallübertragung
aus einem fremden Wohn- oder Arbeitsbereich

Bauteile Mindest- Vorschläge Bemerkungen


anforderungen für erhöhten
Schallschutz
erf. R’w erf. R’w
dB dB
1. Geschosshäuser mit Wohnungen
und Arbeitsräumen
Wohnungstrennwände und Wände 53 ≥ 55 Wohnungstrennwände sind Bauteile, die
zwischen fremden Arbeitsräumen Wohnungen voneinander oder von fremden
Arbeitsräumen trennen.
Treppenraumwände und Wände 52 ≥ 55 Für Wände mit Türen gilt die Anforderung
neben Hausfluren erf. R’w (Wand) = erf. R’w (Tür) + 15 dB.
Darin bedeutet erf. R’w (Tür) die erf.
Schalldämmung der Tür. Wandbreiten ≤ 30 cm
bleiben dabei unberücksichtigt.
Wände neben Durchfahrten, Einfahrten 55 –
von Sammelgaragen u. ä.
Wände von Spiel- oder ähnlichen 55 –
Gemeinschaftsräumen
Türen, die von Hausfluren oder Treppenräu- 27 ≥ 37 Bei Türen gilt erf. R’w
men unmittelbar in Aufenthaltsräume – außer
Flure und Dielen – von Wohnungen führen
Türen, die von Hausfluren oder Treppenräu- 37 – Bei Türen gilt erf. R’w
men unmittelbar in Aufenthaltsräume – außer
Flure und Dielen – von Wohnungen führen
2. Einfamilien-Doppelhäuser und
Einfamilien-Reihenhäuser
Haustrennwände 57 ≥ 67
3. Beherbergungsstätten
Wände zwischen 47 ≥ 52 Das erf. R’w gilt für die Wand allein.
– Übernachtungsräumen,
– Fluren und Übernachtungsräumen
Türen zwischen Fluren und Übernachtungs- 32 ≥ 37 Bei Türen gilt erf. R’w.
räumen

26
Erforderliche Luftschalldämmung von Wänden und Türen zum Schutz gegen Schallübertragung
aus einem fremden Wohn- oder Arbeitsbereich – Fortsetzung

Bauteile Mindest- Vorschläge Bemerkungen


anforderungen für erhöhten
Schallschutz
erforderl. R’w erforderl. R’w
dB dB
4. Krankenanstalten, Sanatorien
Wände zwischen 47 ≥ 52 Das erf. R’w gilt für die Wand allein.
– Krankenräumen,
– Fluren und Krankenräumen,
– Untersuchungs- bzw. Sprechzimmern,
– Fluren und Untersuchungs- bzw.
Sprechzimmern,
– Krankenräumen und Arbeits- und
Pflegeräumen
Wände zwischen 42 –
– Operations- und Behandlungsräumen,
– Fluren und Operations- und
Behandlungsräumen
Wände zwischen 37 –
– Räumen der Intensivpflege, Fluren und
Krankenräumen der Intensivpflege
Türen zwischen 37 – Bei Türen gilt erf. R’w.
– Untersuchungs- bzw. Sprechzimmern,
– Fluren und Untersuchungs-
bzw. Sprechzimmern
Türen zwischen 32 ≥ 37
– Fluren und Krankenräumen,
– Operations- und Behandlungsräumen,
– Fluren und Operations- und
Behandlungsräumen
5. Schulen und vergleichbare
Unterrichtsbauten
Wände zwischen Unterrichtsräumen oder 47 –
ähnlichen Räumen
Wände zwischen Unterrichtsräumen oder 47 –
ähnlichen Räumen und Fluren
Wände zwischen Unterrichtsräumen oder 52 –
ähnlichen Räumen und Treppenhäusern
Wände zwischen Unterrichtsräumen oder 55 –
ähnlichen Räumen und „besonders lauten“
Räumen (z. B. Sporthallen, Musikräumen,
Werkräumen)
Türen zwischen Unterrichtsräumen oder 32 – Bei Türen gilt erf. R’w.
ähnlichen Räumen und Fluren
Mindestanforderungen: Auszug aus DIN 4109, Tabelle 3.
Vorschläge für erhöhten Schallschutz: Auszug aus Beiblatt 2 zu DIN 4109 Tabelle 2.

27
Bauphysikalische Grundlagen: Schallschutz

Schall-Längsdämm-Maße RL,w,R
Überblick von Rigips Metall-Ständerwänden

Schall-Längsdämm-Maße RL,W,R von Rigips Metall-Ständerwänden


RL,w,R
Beplankung Beplankung RL,w,R Beplankung RL,w,R Beplankung RL,w,R
je Wandseite durchlaufend durch Fuge mit LWI-Profil
mm dB getrennt dB ausgespart dB
Einfachständerwände
1 x 12,5 56 62 ≥ 63

2 x 12,5 56 63 ≥ 66

3 x 12,5 56 65 ≥ 68

Doppelständerwände
2 x 12,5 56 63 ≥ 66

RL,w,R = Rechenwert nach DIN 4109/11.89 Abschnitt 6.4 (Vorhaltemaß 2 dB)


Schall-Längsdämm-Maße für Trennwände mit Gipsplatten von Rigips!
Die hier angegebenen Werte sind aktuell geprüft und entsprechen dem heutigen Stand der Technik.
Diese weichen in der Regel von den älteren Werten aus Beiblatt 1 zu DIN 4109 Tabelle 32 ab.
In Anlehnung an Messungen mit Gipsplatten gelten diese Werte auch analog für Wände mit
Gipsfaserplatten (Rigidur H 10 und Rigidur H 12,5) und „Die Blauen“!

28
Bauphysikalische Angaben für den Dachgeschossausbau

Dachgeschossausbau
• Aus bauphysikalischen Gründen ist es
zweckmäßig, die gesamte Dachschräge bis
zur Traufe zu dämmen und zu bekleiden.
Bei Gefahr von Tauwasserausfall kann die
Dämmung auch vom First bis zur Schwelle
verlegt werden.
• An die Beplankung der Abseitenwand werden
hinsichtlich des Brandschutzes in der Regel
keine Anforderungen gestellt, wenn die
Schräge bis zur Schwelle brandschutztech-
nisch bekleidet ist.
• Ausnahmen sind bauaufsichtlich möglich.

Wärme- und Feuchteschutz Schallschutz


• Die Bemessung der Wärmedämmung erfolgt • Bei mit Rigips-Systemen ausgebauten Dach-
nach der gültigen EnEV. konstruktionen können je nach Dachaufbau
• Danach muss für Außendächer ein Wärme- Schalldämmwerte von Rw 40 – 50 dB erzielt
durchgangskoeffizient U = 0,20 W/m2 · K werden.
(Flachdächer, U = 0,20 W/m2 · K) erreicht wer-
den, was je nach Wärmeleitfähigkeitsgruppe Brandschutz
(035 bzw. 040) einer Dämmstoffdicke von • Kehlbalkendecken im Dachgeschoss sind brand-
120 – 140 mm entspricht. schutztechnisch wie Holzbalkendecken zu be-
• Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) handeln. Daher muss oberhalb der Holzbalken
muss bei der Ertüchtigung der obersten Ge- grundsätzlich eine Beplankung aus Holz oder
schossdecke seit 2009 den Wert 0,24 W/m2 · K Holzwerkstoffen sowie ggf. ein entsprechender
einhalten. Estrich gegen Brandbeanspruchung von oben
• Zur Verhinderung von Wasserdampf-Konden- angebracht werden (siehe Seite 76).
sation ist beim Ausbau des Dachgeschosses
eine ausreichende Be- und Entlüftung der
Dachkonstruktion zu gewährleisten. Dazu ist
gemäß DIN 4108 Teil 3, bei Dachneigungen
≥ 10° ein freier Lüftungsquerschnitt von mind.
20 mm innerhalb des Dachbereiches über der
Wärmedämmschicht erforderlich.
• Zur Begrenzung von Tauwasserausfall inner-
halb der Dämmung ist eine Dampfbremse vor-
zusehen. Der Einbau hat entsprechend
DIN 4108-7, EN 13 829 dauerhaft luftdicht inkl.
aller Anschlüsse zu erfolgen.

29
Produktanwendung – Rigips „Die Dicken“ RF

Metall-Einfachständerwände

Rigips „Die Dicken“ RF 20/25:


Gewicht: ca. 17,4/21,5 kg/m2
Dicke: 20 mm
Länge: 2.000 mm 1)
2.600 mm
Breite: 625 mm
Kantenformen: Längsseite: VARIO
Stirnseite: gefast
1)
auch als „grüne“ (kernimprägnierte) Platten erhältlich

Produktvorteile:
• Einsatz für baulichen Brandschutz
• kostengünstig
• sicher
• gutes Handling
• wirtschaftlich
• Ständerabstand 1.000 mm

Beplankung
• Universelle Wohnbau- und Feuerschutzplatten:
Rigips „Die Dicken“ RF 20/25, quer verlegt

Plattenbefestigung
• Rigips Schnellbauschrauben 35 mm in Metall- Tabelle 1: Maximal zulässige Wandhöhen
Unterkonstruktion im Abstand von 250 mm Beplankung Ständerprofil ohne Brandschutz mit Brandschutz
mm mm mm mm
Verspachtelung 1 x 20 CW 50 2.350 1) 2.350 1)
Die Plattenfugen und Befestigungsmittel können CW 75 4.000 4.000
ohne Bewehrungsstreifen mit dem VARIO CW 100 4.050 4.050
Fugenspachtel in mehreren Arbeitsgängen ver- 1 x 25 CW 50 2.750 1) 2.750 1)
spachtelt werden, siehe Fugenverspachtelung CW 75 4.000 4.000
Seite 94 ff. CW 100 4.250 4.250
Nachweis: Prüfzeugnis
Unterkonstruktion 1)
Wert gilt nur für Einbaubereich 1
• Anschlussprofile:
Rigips UW 50/75/100 bzw. CW 50/75/100
für Boden-, Decken- und Wandanschluss, Tabelle 2: Schallschutz nach DIN 4109
befestigt mit Rigips Universal Befestigungs- Beplankung Ständerprofil Wanddicke Mineralwolle Rw,R
elementen oder Schlagdübel. mm mm mm mm dB
• Ständerabstand: ≤ 1.000 mm 25 CW 50 100 40 1) 43
• Ständerprofile: Nachweis: Prüfzeugnis
Rigips CW 50/75/100 Rw,R = Bewertetes Schalldämm-Maß ohne Schall-Längsleitung über flankierende Bauteile.
• Anschlussdichtung: Schalldämm-Maße mit alternativen Dämmstoffen auf Anfrage.
1)
z. B. ISOVER Akustic TF Twin oder ISOVER Akustic TP 1
Rigips Anschlussdichtung Filz

Dämmung Tabelle 3: Brandschutz nach DIN 4102


Nach Anforderung
Beplankung Ständerprofil Mineralwolle Brandschutz
mm mm mm kg/m3
Die Dicke RF 20 ≥ CW 50 – – F 30-A
Die Dicke RF 20 ≥ CW 50 ≥ 50 1) F 90-A3)
Die Dicke RF 25 2) ≥ CW 50 40 40 F 90-A
Nachweis: Prüfzeugnisse
1)
Flächengewicht mindestens 3 kg/m2, z. B. ISOVER Protect BSP 50 bei einer Dicke von 60 mm
2)
Elt.-Dosen sind lt. Prüfzeugnis in Gipsbaustoffe einzubetten.
3)
Ständerabstand maximal 625 mm zulässig

30
Anreißen Beplankung 1. Wandseite
1 4
• Wandverlauf auf dem Fuß- • Die Wohnbau- bzw. Feuer-
boden anzeichnen. schutzplatten Rigips „Die
• Türöffnungen berück- Dicken“ RF 20, Plattenlänge
sichtigen. 2.000 mm, werden quer zu
• Wandverlauf an der Decke den Ständerprofilen mit 3
übertragen. Rigips Schnellbauschrauben
35 mm je Plattenbreite befe-
stigt.

Anschlussprofile Hohlraumdämmung
2 5
• Die UW-Anschlussprofile • Nach der Beplankung der
werden mit einseitig kleben- 1. Wandseite und der Verle-
der Rigips Anschlussdich- gung der erforderlichen Elek-
tung Filz versehen und an tro- und Sanitärinstallation
Boden und Decke mit Rigips im Wandhohlraum wird zur
Universal Befestigungsele- Verbesserung der Schalldäm-
menten oder Schlagdübel im mung bzw. für den Brand-
Abstand von 1.000 mm be- schutz eine Hohlraum-
festigt. dämmung eingebracht.
• Die CW-Anschlussprofile an • Der Hohlraum ist vollflächig zu
den angrenzenden flankieren- dämmen. Der Dämmstoff ist
den Bauteilen sind aus Schall- gegen Abrutschen zu sichern.
schutzgründen dicht mit • Dämmstoff-Anforderungen
Rigips Anschlussdichtungen siehe Tabellen 2 bzw. 3.
Filz anzuschließen.

Ständerprofile Beplankung 2. Wandseite


3 6
Die CW-Ständer mindestens Durch die Beplankung der
15 mm in die Decken- 2. Wandseite erhält die Rigips-
Anschlussprofile einstellen. Montagewand eine weitere
• CW-Ständerprofile auf den Stabilität.
Achsabstand ≤ 1.000 mm • Es wird mit einer halben
ausrichten. Plattenlänge begonnen,
• Die CW-Ständerprofile mit damit ein Fugenversatz um
der offenen Seite in Montage- ein Ständerfeld entsteht.
richtung stellen, damit die • Horizontalfugen dürfen hier
Verschraubung der Beplan- gegenüberliegend angeord-
kung an der stabileren Steg- net werden.
seite beginnt. • Die anschließende Verspach-
telung der Plattenfugen,
Anschlüsse und Schrauben-
köpfe sorgt für die endgültige
Stabilität.

31
Produktanwendung – Rigips „Die Dicken“ RF

Unterdecken und Deckenbekleidungen mit Metall-Unterkonstruktion

Mit den Wohnbau- bzw. Feuer- – z. B. im Altbau, in Heizungs- spruchung von oben einen zu- Näheres siehe „Holzbalken-
schutzplatten Rigips „Die räumen und Garagen – die ge- sätzlichen Fußbodenaufbau. decken“, Seite 76 ff.
Dicken“ RF 20 können kosten- stellten Anforderungen nicht
günstige Unterdecken in feuer- erfüllen. Hierbei übernimmt Aufbau Verspachtelung
hemmender (F30) Ausführung die Rigips-Unterdecke allein die Balkenabdeckung (Holzverscha- VARIO Fugenspachtel, siehe
hergestellt werden. geforderte Brandschutzfunk- lung) aus 16 mm Spanplatten Seite 94 ff.
• Selbständige Brandschutz- tion; ohne Berücksichtigung oder 21 mm gespundeten Bret-
decken können überall dort der Rohdecke. tern. Bei Brandbeanspruchung
eingesetzt werden, wo vor- • Deckenbekleidungen unter von oben ist zusätzlich ein Fuß-
handene Rohdecken aufgrund Holzbalken (F … von unten) bodenaufbau z.B. mit Rigidur
ihrer Bauart und Beschaffenheit erfordern für die Brandbean- Trockenestrich notwendig.

Rigips-Deckenbekleidung F 30-B unter


Holzbalkendecke, direkt befestigt

Beplankung
• Rigips „Die Dicken“ RF 20
900 mm
Plattenbefestigung
• Rigips Schnellbauschrauben 35 mm im
Abstand von 170 mm Tragprofil

Direktabhänger
Dämmstoff-Auflage
• mind. 100 mm dick, mind. B1

Unterkonstruktion direkt befestigt


750 mm
• Deckenprofile CD 60/27 mit Rigips Direkt-
abhänger (mit Schienenläufer nur möglich,
wenn keine Zusatzlasten angebracht werden).

Rigips-Deckenbekleidung F 30-B unter


Holzbalkendecke, abgehängt befestigt
900 mm
Beplankung Noniushänger

• Rigips „Die Dicken“ RF 20

Plattenbefestigung Kreuzschnellverbinder
• Rigips Schnellbauschrauben 35 mm im
Tragprofil
Abstand von 170 mm
Grundprofil
Dämmstoff-Auflage
• mind. 100 mm dick, mind. B1 900 mm

Unterkonstruktion abgehängt befestigt


750 mm
• Deckenprofil CD 60/27 (Grund- und Tragprofile)
Abhänger: Nonius-Abhängesystem.

32
Unterdecken und Deckenbekleidungen mit Holz-Unterkonstruktion

Rigips-Deckenbekleidung F 30-B unter


Holzbalkendecke

Beplankung
• Rigips „Die Dicken“ RF 20
850 mm
Plattenbefestigung
• Rigips Schnellbauschrauben 45 mm mit
Grobgewinde im Abstand von 200 mm Traglatte

Dämmstoff-Auflage
• mind. 100 mm dick, mind. B1

Unterkonstruktion direkt befestigt


750 mm
• Holzlattung 60 x 40 mm (quer zur Platte)

Rigips-Brandschutzdecke F 30-B,
selbstständig

Beplankung 850 mm
• Rigips „Die Dicken“ RF 20

Rohdecke beliebig Grundlatte


• Bei Bekleidungen von Holzbalkendecken kann
auf die Grundlattung verzichtet werden, wenn
Traglatte
der Balkenabstand max. 750 mm beträgt.

Plattenbefestigung
• Rigips Schnellbauschrauben 45 mm mit 750 mm
Grobgewinde im Abstand von 200 mm
500 mm

Unterkonstruktion
• Grundlatten 60 x 40 mm
• Traglatten 50 x 30 mm
• Längsfugen ohne Holzlatten Hinterlegung

Weitere technische Einzelheiten, siehe linke


Seite (Deckenbekleidungen mit Metall-Unter-
konstruktion)

33
Produktanwendung – Rigips „Die Dicken“ RF

Dachgeschossausbau

Rigips „Die Dicken“ RF 20:


Gewicht: ca. 17,4 kg/m2
Dicke: 20 mm
Länge: 2.000 mm 1)
2.600 mm
Breite: 625 mm
Kantenformen: Längsseite: VARIO
Stirnseite: gefast
1)
auch als „grüne“ (kernimprägnierte) Platten erhältlich

Produktvorteile:
• Einsatz für baulichen Brandschutz
• kostengünstig
• sicher
• gutes Handling
• wirtschaftlich durch große Ersparnis von
Unterkonstruktion

Beplankung
Universelle Wohnbau- und Feuerschutzplatten:
• Rigips „Die Dicken“ RF 20

Plattenbefestigung
• Rigips Schnellbauschrauben 35 mm in Metall- Abseitenwände
Unterkonstruktion bzw. 45 mm Grobgewinde Die Montage von Abseitenwänden erfolgt analog 1
in Holz-Unterkonstruktion im Abstand von zu den Hinweisen auf Seite 68.
170 mm.
150 mm
Bei Anforderungen an den Brandschutz F 30
Verspachtelung • Dämmstoff im Zwischendeckenbereich mind. B1.
• Die Plattenfugen und Befestigungsmittel • Dämmstoffdicke mindestens 100 mm.
können ohne Bewehrungsstreifen mit dem • Ausbildung von Kehlbalkendecken – siehe
15
0
m

Fugenspachtelsystem VARIO in mehreren Konstruktionstipps Seite 69 und 71.


m

Arbeitsgängen verspachtelt werden, siehe


Fugenverspachtelung Seite 94 ff.
• Sind starke Bewegungen zu erwarten, empfehlen Der Anschluss der Dachschräge an die Kehl- 2
wir mit Rigips Bewehrungsstreifen zu arbeiten! balkendecke erfolgt mit einem stumpf gestoße-
nen Rigips Glasfaserbewehrungsstreifen (siehe
150 mm
Unterkonstruktion Bild 1) oder mit eingespachteltem Bewegungs-
• Hutdeckenprofile oder Rigips Deckenprofil profil über Eck (siehe Bild 2).
CD 60/27, in Verbindung mit Direktabhänger
oder Schienenläufer
15
0
m

Alternativ:
m

• Holzlatten 50/30 oder 60/40 mm

Dämmung
• Mineralwolle-Matten, Rollenbreite abgestimmt
auf den Sparren- bzw. Kehlbalkenabstand
• Klemmfilz bzw. Dämmkeile
• Dämmstoffdicke: nach Anforderung

34
Dämmung • In der Regel erfüllt die Dampf-
Die Dämmstoffbreite ist so zu bremsebene gleichzeitig die
wählen, dass der Dämmstoff Funktion der Luftdichtigkeit.
press zwischen den Sparren bzw. Besonders wichtig ist dabei,
Kehlbalken sitzt. Hierfür wird dass die Anschlüsse an an-
die Breite ca. 10 mm größer zu- grenzende Giebelwände und
geschnitten als der jeweils lichte Durchdringungen dauerhaft
Sparren- bzw. Balkenabstand dicht angeschlossen werden.
aufweist. Bei der Verlegung ist • Die überlappenden Stöße
darauf zu achten, dass keine müssen mit dafür geeigneten
Hohlräume (Fugen) verbleiben. Klebebändern luftdicht ver-
Um ein übermäßiges Eindringen klebt werden.
von Feuchtigkeit in die Dämm-
stoffschicht zu vermeiden
(Tauwasserausfall), ist eine
Dampfbremse vorzusehen.

Beplankung auf Unter- An diesen querverlegten Profilen


konstruktion werden die Wohnbau/-Feuer-
Bei Sparrenabständen mit schutzplatten Rigips „Die Dicken“
Achsmaß über 750 bis max. RF 20 vertikal angeordnet ange-
850 mm werden für eine maß- schraubt.
genaue Unterkonstruktion
Hutdeckenprofile im Abstand
von 750 mm quer zu den
Sparren befestigt. Ungenauig-
keiten der Balkenflucht sind
mit Holzlatten, die auf Sparren Alternativ kann diese Konstruk-
bzw. Kehlbalken aufgebracht tion auch mit Holzlatten 50/30
werden, auszugleichen. oder 60/40 mm gebaut werden.

Beplankung/Querverlegung Verschraubt wird mit je 4


auf Sparren Schrauben auf 625 mm Platten-
Mit Rigips „Die Dicken“ RF 20 breite (Schnellbauschrauben
können Dachgeschosse mit 45 mm, Grobgewinde). Die
Sparrenabständen bis max. Querfugen sind im Versatz an-
750 mm ohne Latten-Unter- zuordnen. Vor dem Anbringen
konstruktion ausgebaut wer- der Platten werden die scharf-
den. Die Platten werden quer kantig geschnittenen Quer-
zu den Sparren/Kehlbalken an- kanten mit dem VARIO Kanten-
geordnet. Soweit erforderlich, hobel angefast (siehe Seite 92).
ist die Sparrenflucht mit auf- Es ist darauf zu achten, dass
genagelten Latten 50/30 mm die Dampfbremsschicht nicht
auszugleichen. Fugenstöße durch Stoßhinterlegungen
müssen nicht auf den Sparren oder Durchdringungen be-
erfolgen. Im Sparrenfeld sind schädigt wird.
Fugenstöße mit hinterlegter
Latte (Schwebender Stoß) aus-
zuführen.

35
Produktanwendung – Rigips „Die Leichten“ RB

Metall-Einfachständerwände

Rigips „Die Leichten“ RB 25:


Gewicht: ca. 17,5/18,9 kg/m2
Dicke: 25 mm
Länge: 2.000 mm 1)
2.600 mm 1)
Breite: 625 mm
Kantenformen: Längsseite: VARIO
Stirnseite: gefast bei
2.000 mm
1)
auch als „grüne“ (kernimprägnierte) Platten erhältlich

Produktvorteile:
• bis zu 20% geringeres Gewicht
• hohe Stabilität
• hervorragende Verarbeitungseigenschaften
• gutes Handling auch in kleinen, verwinkelten
Räumen (z. B. Bäder)
• Ständerabstand 1.000 mm

Beplankung
• Wohnbauplatten:
Rigips „Die Leichten“ RB 25, quer verlegt

Plattenbefestigung Tabelle 1: Maximal zulässige Wandhöhen


• Rigips Schnellbauschrauben 35 mm in Beplankung Ständerprofil ohne Brandschutz mit Brandschutz
Metall-Unterkonstruktion im Abstand von mm mm mm mm
250 mm. 25 CW 50 2.750 1) 2.750 1)
25 CW 75 4.000 3.750
Verspachtelung 25 CW 100 4.250 4.250
Die Plattenfugen und Befestigungsmittel Nachweis: Prüfzeugnis
können ohne Bewehrungsstreifen mit dem 1)
Wert gilt nur für Einbaubereich 1
VARIO Fugenspachtel in mehreren Arbeits-
gängen verspachtelt werden, siehe Fugen-
verspachtelung Seite 94 ff.
Tabelle 2: Schallschutz nach DIN 4109
Unterkonstruktion Beplankung Ständerprofil Wanddicke Mineralwolle Rw,R
• Anschlussprofile: mm mm mm mm dB
Rigips UW 50/75/100 bzw. CW 50/75/100 25 CW 50 100 – 36
für Boden-, Decken- und Wandanschluss, 25 CW 50 100 40 1) 41
befestigt mit Rigips Universal Befestigungs- Nachweis: Prüfzeugnisse
Rw,R = Bewertetes Schalldämm-Maß ohne Schall-Längsleitung über flankierende Bauteile.
elementen oder Schlagdübel 1)
z. B. ISOVER Akustic TF oder ISOVER Akustic TP 1
• Ständerprofile:
Rigips CW 50/75/100
• Anschlussdichtung:
Rigips Anschlussdichtung Filz Tabelle 3: Brandschutz nach DIN 4102
Beplankung Ständerprofil Mineralwolle Brandschutz
mm mm mm kg/m3
25 ≥ CW 50 – – F 30-A
Nachweis: Prüfzeugnis
Einbau von Elt.-Dosen in Rigips-Montagewände mit Brandschutzanforderungen, siehe Seite 107.

36
Anreißen Beplankung 1. Wandseite
1 4
• Wandverlauf auf dem • Rigips „Die Leichte“ RB 25,
Fußboden anzeichnen. Plattenlänge 2.000 mm, wird
• Türöffnungen berück- quer zu den Ständerprofilen
sichtigen. mit drei 35 mm langen
• Wandverlauf an der Decke Schnellbauschrauben je Plat-
übertragen. tenbreite befestigt.

Anschlussprofile Hohlraumdämmung
2 5
• Die UW-Anschlussprofile wer- • Nach der Beplankung der
den mit einseitig klebender 1. Wandseite und der Verle-
Rigips Anschlussdichtung Filz gung der erforderl. Elektro-
versehen und an Boden und und Sanitärinstallation im
Decke mit Rigips Universal Wandhohlraum wird zur
Befestigungselementen oder Verbesserung der Schall-
Schlagdübel im Abstand von dämmung bzw. für den
1.000 mm befestigt. Brandschutz eine Hohlraum-
• Die CW-Anschlussprofile an dämmung eingebracht.
den angrenzenden flankie- • Der Hohlraum ist vollflächig zu
renden Wänden sind aus dämmen. Der Dämmstoff ist
Schallschutzgründen dicht mit gegen Abrutschen zu sichern.
Rigips Anschlussdichtungen • Dämmstoff-Anforderungen
Filz anzuschließen. siehe Tabellen 2 bzw. 3.

Ständerprofile Beplankung 2. Wandseite


3 6
Die CW-Ständer mindestens Durch die Beplankung der
15 mm mit der offenen Seite 2. Wandseite erhält die Rigips-
in Montagerichtung in die Montagewand eine weitere
Decken-Anschlussprofile ein- Stabilität.
stellen. • Es wird mit einer halben Plat-
• CW-Ständerprofile auf den tenlänge begonnen, damit
Achsabstand ≤ 1.000 mm ein Fugenversatz um
ausrichten. 1 Ständerfeld entsteht.
• Die CW-Ständerprofile mit • Horizontalfugen dürfen hier
der offenen Seite in Montage- gegenüberliegend angeord-
richtung stellen, damit die net werden.
Verschraubung der Beplan- • Die anschließende Verspach-
kung an der stabileren Steg- telung der Plattenfugen,
seite beginnt. Anschlüsse und Schrauben-
köpfe sorgt für die endgültige
Stabilität.

37
Produktanwendung – Rigidur H-Gipsfaserplatten it Luftreini
M

gu
idur H –

ngseffekt
Metall-Einfachständerwände

Rig
Rigidur H 10/12,5 und 15:
Gewichte:
Rigidur H 10/12,5/15 ca. 12/15/18 kg/m2
Dicke: 10/12,5 und 15 mm
Längen 1): 2.000, 2.500, 2.750 und
3.000 mm
Breite: 1.2452) oder 1.249 3) mm
Kantenform: scharfkantig
Sonstiges: werkseitig grundiert
Rigidur H 10, 12 und 15
auch kleinformatig
1.000 x 1.500 mm
erhältlich
1)
andere Abmessungen siehe Rigips-Preisliste
2)
Platten für die Spachtelfugentechnik
3)
Platten für die Klebefugentechnik

Produktvorteile:
• beste Oberflächenebenheit
• werkseitig grundiert Tabelle 1: Maximal zulässige Wandhöhen
• hohe Festigkeit Beplankung Ständer- ohne Brandschutz mit Brandschutz
mm profil mm mm mm
Beplankung 10/12,5/15 CW 50 3.000 1)/3.150 1)/3.300 1) 3.000 1)/3.000 1)/3.300 1)
• Universelle Ausbau-, Feuchtraum- und Feuer- 10/12,5/15 CW 75 4.000/4.000/4.000 4.000/4.000/4.000
schutzplatten Rigidur. 10/12,5/15 CW 100 4.850/5.100/5.300 4.850/5.000/5.000
• Besondere Regel: Plattenverlegung mit gegen-
2 x 10/12,5 + 10/2 x 12,5 CW 50 4.000/4.000/4.000 4.000/4.000/4.000
überliegenden Fugen.
2 x 10/12,5 + 10/2 x 12,5 CW 75 4.550/4.800/5.050 4.550/4.800/5.000
• Bei 2-lagiger Beplankung kann die 1. Lage
2 x 10/12,5 + 10/2 x 12,5 CW 100 6.450/6.800/7.150 5.000/5.000/5.000
ohne Verspachtelung stumpf gestoßen werden.
Nachweis: Prüfzeugnis bzw. analoger Rigips Berechnung
Die 2. Lage wird dann ständerunabhängig auf 1)
Wert gilt nur für Einbaubereich 1
der 1. Lage befestigt, siehe Plattenbefestigung.

Plattenbefestigung Tabelle 2: Schallschutz nach DIN 4109 (Auszug)


• Bei 1-lagiger Beplankung: Beplankung Ständer Wanddicke Mineralwolle Rw,R
Mit Rigidur Fix Schnellbauschrauben 30 mm mm profil mm mm mm dB
im Abstand von 250 mm 10/12,5/15 CW 50 70/75/80 –/40/40 36/43/43
• Bei 2-lagiger Beplankung und Verschraubung 10/12,5/15 CW 75 95/100/105 40/60/60 43/51/52
in den Ständer: 10/12,5/15 CW 100 120/125/130 40/60/60 43/52/52
1. Lage max. 750 mm Schraubenabstand
2 x 10/12,5 + 10/2 x 12,5 CW 50 90/95/100 40/40/40 47/54/54
2. Lage max. 250 mm Schraubenabstand
2 x 10/12,5 + 10/2 x 12,5 CW 75 115/120/125 40/60/60 52/61/61
• Bei 2-lagiger Beplankung und Befestigung der
2 x 10/12,5 + 10/2 x 12,5 CW 100 140/145/150 40/60/60 521)/611)/62
2. Lage in die 1. Lage:
Nachweis: Prüfzeugnis
1. Lage max. 250 mm Rw,R = Bewertetes Schalldämm-Maß ohne Schall-Längsleitung über flankierende Bauteile.
1)
2. Lage max. 250 mm Schraubenabstand bzw. in Anlehnung an System 3.65.05

150 mm Klammerabstand
Die Befestigung der zweiten Plattenlage in die
Tabelle 3: Brandschutz nach DIN 4102
erste erfolgt ringsum und in Plattenmitte.
Beplankung Ständerprofil Mineralwolle Brandschutz
mm mm mm kg/m3
Unterkonstruktion
• Anschlussprofile: Rigips UW bzw. CW 50/ 75/ 10/12,5/15 CW 50/75/100 nicht erforderlich F 30-A
100 für Boden-, Decken- und Wandanschluss, 2 x 10 CW 50/75/100 60 20 1) F 60-A
befestigt mit Rigips Nageldübel. 12,5 + 10 CW 75/100 40 50 F 90-A
• Ständerprofile: Rigips CW 50/ 75/100 2 x 12,5 CW 50/75/100 nicht erforderlich F 90-A
• Anschlussdichtung: Nachweis: Prüfzeugnis
Einbau von Elt.-Dosen in Rigips-Montagewände mit Brandschutzanforderungen, siehe Seite 107.
Rigips Anschlussdichtung Filz 1)
Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C

Verspachtelung
Details über Spachtelfugen- und Klebefugen-
38 technik für Rigidur-Gipsfaserplatten s. Seite 103.
Anreißen Beplankung 1. Wandseite
1 4
• Wandverlauf auf dem Fuß- • Bei 1-lagiger Beplankung
boden anzeichnen. werden hierfür die Gipsfaser-
• Türöffnungen berück- platten (anders als bei Gips-
sichtigen. platten) in Richtung der ge-
• Wandverlauf an der Decke schlossenen Profile und mit
übertragen. gegenüberliegenden Fugen
verlegt. Sind Querfugen erfor-
derlich, so sind diese im Ver-
satz ≥ 400 mm anzuordnen.
• Bei 2-lagiger Beplankung
kann die untere Lage auch
stumpf gestoßen werden
(siehe Plattenbefestigung).

Anschlussprofile Hohlraumdämmung
2 5
• Die UW-Anschlussprofile • Nach der Beplankung der
werden mit einseitig kleben- 1. Wandseite und der Verlegung
der Rigips Anschlussdichtung der erforderlichen Elektro-
Filz versehen und an Boden und Sanitärinstallation im
und Decke mit Rigips Nagel- Wandhohlraum kann zur Ver-
dübeln im Abstand von besserung der Schalldämmung
1.000 mm befestigt. bzw. für den Brandschutz
• Die CW-Anschlussprofile an eine Hohlraumdämmung
den angrenzenden flankieren- eingebracht.
den Bauteilen sind aus Schall- • Der Hohlraum ist vollflächig zu
schutzgründen dicht mit dämmen. Der Dämmstoff ist
Rigips Anschlussdichtungen gegen Abrutschen zu sichern.
Filz anzuschließen. • Dämmstoff-Anforderungen
siehe Tabellen 2 bzw. 3.

Ständerprofile Beplankung 2. Wandseite


3 6
Die CW-Ständer mindestens • Die Beplankung muss mit
15 mm mit der geschlossenen gegenüberliegenden Fugen
Seite in Montagerichtung in die angebracht werden.
Decken-Anschlussprofile ein- • Die anschließende Verspach-
stellen. telung der Plattenfugen,
• CW-Ständerprofile auf den Anschlüsse und Schrauben-
Achsabstand 500 mm für köpfe sorgt für die endgültige
kleinformatige Rigidur-Platten Stabilität.
und für großformatige
Rigidur-Platten ≤ 625 mm
ausrichten.
Rigips-Hinweis
Weitere Informationen zur Verarbeitung entnehmen Sie der
Broschüre „Verarbeitungsrichtlinien Wand, Decke und Dach mit
Rigidur-Gipsfaserplatten“.

39
Produktanwendung – Rigidur H-Gipsfaserplatten it Luftreini
M

gu
idur H –

ngseffekt
Holz-Einfachständerwände

Rig
Rigidur H 10/12,5 und 15:
Gewichte:
Rigidur H 10/12,5/15 ca. 12/15/18 kg/m2
Dicke: 10/12,5 und 15 mm
Längen 1): 2.000, 2.500, 2.750 und
3.000 mm
Breite: 1.2452) oder 1.249 3) mm
Kantenform: scharfkantig
Sonstiges: werkseitig grundiert
Rigidur H 10, 12 und 15
auch kleinformatig
1.000 x 1.500 mm
erhältlich
1)
andere Abmessungen siehe Rigips-Preisliste
2)
Platten für die Spachtelfugentechnik
3)
Platten für die Klebefugentechnik

Produktvorteile:
• beste Oberflächenebenheit
• werkseitig grundiert Tabelle 1: Maximal zulässige Wandhöhen
• hohe Festigkeit Beplankung Holzständer ohne Brandschutz mit Brandschutz
mm mm mm mm
Beplankung 10 ≥ 60/60 3.100 3.100
• Universelle Ausbau-, Feuchtraum- und Feuer- 12,5 ≥ 40/60 3.100 3.100
schutzplatten Rigidur. 2 x 10 ≥ 40/60 3.100 3.100
• Besondere Regel: Plattenverlegung mit gegen-
2 x 10 ≥ 60/80 4.100 4.100
überliegenden Fugen, in Richtung geschlossener
2 x 12,5 ≥ 40/80 4.100 4.100
Profilseite.
• Bei 2-lagiger Beplankung kann die 1. Lage
ohne Verspachtelung stumpf gestoßen werden. Tabelle 2: Schallschutz nach DIN 4109
Die 2. Lage wird dann ständerunabhängig auf
Beplankung Holzständer Wanddicke Mineralwolle Rw,R
der 1. Lage befestigt, siehe Plattenbefestigung.
mm mm mm mm dB
12,5 ≥ 40/60 110 60 43
Plattenbefestigung
• Bei 1-lagiger Beplankung (10/12,5 mm): 2 x 10 ≥ 60/80 120 80 1) 41
Mit Rigidur Fix Schnellbauschrauben 30 mm 2 x 12,5 ≥ 40/80 130 – 48
im Abstand von 250 mm. 2 x 12,5 ≥ 50/80 130 60 51
• Bei 2-lagiger Beplankung und Verschraubung Nachweis: Prüfzeugnisse
1)
Zellulosedämmstoff Isofloc
in den Ständer:
1. Lage max. 750 mm Schraubenabstand
2. Lage max. 250 mm Schraubenabstand Tabelle 3: Brandschutz nach DIN 4102
• Bei 2-lagiger Beplankung und Befestigung Beplankung Holzständer Mineralwolle Brandschutz
der 2. Lage in die 1. Lage: mm mm mm kg/m3
1. Lage max. 250 mm 10 ≥ 60/60 40 nichtbrennbar 1) F 30-B
2. Lage max. 250 mm Schraubenabstand bzw.
12,5 ≥ 40/60 60 normalentflammbar 2) F 30-B
150 mm Klammerabstand
2 x 10 ≥ 40/60 60 normalentflammbar 2) F 60-B
Die Befestigung der zweiten Plattenlage in die
2 x 10 ≥ 60/80 80 normalentflammbar 2) F 60-B
erste erfolgt ringsum und in Plattenmitte.
2 x 10 ≥ 40/60 40 nichtbrennbar 3) F 90-B
Unterkonstruktion 2 x 12,5 ≥ 40/80 80 normalentflammbar 2) F 90-B
• Anschluss: Nachweis: Prüfzeugnisse
1)
Dämmung nach DIN EN 13162 Schmelzpunkt 1.000 °C, Rohdichte ρ ≥ 30 kg/m3
Holz 40 x 60 mm oder 60 x 60 mm für Boden-, 2)
Zellulosedämmstoff Isofloc
Decken- und Wandanschluss, 1)
Dämmung nach DIN EN 13162 Schmelzpunkt 1.000 °C, Rohdichte ρ ≥ 50 kg/m3
befestigt mit Rahmendübel oder Holz 60 x 60
mm für Wandanschlüsse.
• Holzständer: Holz 40 x 60 mm oder 60 x 60 mm Verspachtelung
• Anschlussdichtung: Details über Spachtelfugen- und Klebefugen-
Rigips Anschlussdichtung Filz technik für Rigidur-Gipsfaserplatten s. Seite 103.
40
Anreißen Beplankung 1. Wandseite
1 4
• Wandverlauf auf dem Fuß- • Bei 1-lagiger Beplankung
boden anzeichnen. werden die Gipsfaserplatten
• Türöffnungen berück- (anders als bei Gipsplatten)
sichtigen. mit gegenüberliegenden
• Wandverlauf an der Decke Fugen verlegt. Sind Quer-
übertragen. fugen erforderlich, so sind
diese im Versatz ≥ 400 mm
anzuordnen.
• Bei 2-lagiger Beplankung
kann die untere Lage auch
stumpf gestoßen werden
(siehe Plattenbefestigung).

Anschluss Hohlraumdämmung
2 5
• Die Anschlusshölzer werden • Nach der Beplankung der
mit einseitig klebender Rigips 1. Wandseite und der Verlegung
Anschlussdichtung Filz ver- der erforderlichen Elektro-
sehen und an Boden und und Sanitärinstallation im
Decke mit Rahmendübeln Wandhohlraum wird zur
im Abstand von 1.000 mm Verbesserung der Schall-
befestigt. dämmung eine Hohlraum-
• Die Holzständer an den an- dämmung eingebracht.
grenzenden flankierenden • Der Hohlraum ist vollflächig
Bauteilen sind aus Schall- zu dämmen.
schutzgründen dicht mit • Der Dämmstoff ist gegen
Rigips Anschlussdichtungen Abrutschen (z. B. durch an-
Filz anzuschließen. tackern) zu sichern.
• Dämmstoff-Anforderungen
siehe Tabelle 2.

Holzständer Beplankung 2. Wandseite


3 6
• Je nach Anforderung an die • Die Beplankung der 2. Wand-
Wandhöhe werden 40 x 60 seite wird mit gegenüberlie-
mm bzw. 60 x 60 mm Hölzer genden Fugen ausgebildet.
als Unterkonstruktion einge- • Die anschließende Verspach-
stellt. telung der Plattenfugen,
• Die Holzständer auf den Anschlüsse und Schrauben-
Achsabstand von 500 mm köpfe sorgt für die endgültige
für kleinformatige Rigidur- Stabilität.
Platten und für großformati-
ge Rigidur-Platten ≤ 625 mm
einmessen.
• Die Holzständer sind mit den
entsprechenden Nägeln oder
Schrauben an den Anschluss-
hölzern zu fixieren.
Rigips-Hinweis
Weitere Informationen zur Verarbeitung entnehmen Sie der
Broschüre „Verarbeitungsrichtlinien Wand, Decke und Dach mit
Rigidur-Gipsfaserplatten“.

41
Produktanwendung – Rigidur H-Gipsfaserplatten it Luftreini
M

gu
idur H –

ngseffekt
Dachgeschossausbau

Rig
Rigidur H 10 kleinformatige Platten,
Rigidur H 12,5 kleinformatige Platten:
Gewichte:
Rigidur H 10 ca. 12 kg/m2
Rigidur H 12,5 ca. 15 kg/m2
Dicke: 10 und 12,5 mm
Länge: 1.500 mm
Breite: 1.000 mm
Kantenform: scharfkantig
Sonstiges: werkseitig grundiert

Rigidur H 10, Rigidur H 12,5, Rigidur H 15:


Gewichte:
Rigidur H 10 ca. 12 kg/m2
Rigidur H 12,5 ca. 15 kg/m2
Rigidur H 15 ca. 18 kg/m2
Dicke: 10, 12,5, 15 mm
Längen 1): 2.000, 2.500, 2.750 und
3.000 mm
Breite: 1.2452) oder 1.249 3) mm
Kantenform: scharfkantig
1)
andere Abmessungen siehe Rigips-Preisliste
2)
Platten für die Spachtelfugentechnik
3)
Platten für die Klebefugentechnik

Produktvorteile: Unterkonstruktion
• Hutdeckenprofile oder Rigips Deckenprofil
• beste Oberflächenbeschaffenheit
• hohe Konsollasten CD 60/27, in Verbindung mit Direktabhänger
• hohe Festigkeit oder Schienenläufer.
• Plattenspannweite 500 mm
(mit Brandschutz) ≤ 400 mm
Beplankung • Tragprofile 1.000 (mit Brandschutz) ≤ 900 mm
• Universelle Ausbau-, Feuchtraum- und Feuer- • Alternativ: Holzlatten ≥ 50/30 mm
schutzplatten.
• Rigidur mit Plattenabstand 5 – 7 mm montie- Dämmung
ren, wenn verspachtelt wird. • Mineralwolle-Matten, Rollenbreite abgestimmt
auf den Sparren- bzw. Kehlbalkenabstand.
Plattenbefestigung • Klemmfilz bzw. Dämmkeile
• Rigidur Fix Schnellbauschrauben 30 mm im • Dämmstoffdicke: mind. 120 – 140 mm
Abstand von ≤ 150 mm in Metall-Unter- (siehe auch Seite 29)
konstruktion oder in Holzlatten ≥ 50/30 mm
Abseitenwände
Verspachtelung Die Montage von Abseitenwänden erfolgt analog
Details über Spachtelfugen- und Klebefugen- zu den Hinweisen auf Seite 68.
technik für Rigidur-Gipsfaserplatten s. Seite 103.
Bei Anforderungen an den Brandschutz F 30
• Die zu wählende Mineralwolle muss mindes-
tens der Brandschutzklasse B1 entsprechen.
• Dämmstoffdicke mindestens 100 mm.
• Ausbildung von Kehlbalkendecken – siehe
Konstruktionstipps Seite 69 und 71.

42
Starre Anschlüsse/Details
Hinweis
• In der Regel erfüllt die Anschluss der Dachschräge an
1
Dampfbremsebene gleich- Kehlbalkendecke mit Rigips
zeitig die Funktion der Luft- Glasfaserbewehrungsstreifen.
dichtigkeit. Besonders 150 mm

wichtig ist dabei, dass die


Anschlüsse an angrenzende
Giebelwände und Durch-

15
0
m
dringungen dauerhaft dicht

m
angeschlossen werden
• Die überlappenden Stöße
Dämmung müssen mit dafür geeigne-
Die Dämmstoffbreite ist so zu ten Klebebändern verklebt Hinweis
wählen, dass der Dämmstoff werden
Die Verspachtelung mit Bewehrungsstreifen über Eck birgt die
press zwischen den Sparren bzw.
Gefahr des „Sich-Rundziehens“ der Ecke.
Kehlbalken sitzt. Hierfür wird
die Breite ca. 10 mm größer zu-
geschnitten als der jeweils lichte wird quer zu den Sparren/
Sparren- bzw. Balkenabstand Balken eine Unterkonstruktion 2
Anschluss der Dachschräge
aufweist. Bei der Verlegung ist bestehend aus Hutdecken- an Kehlbalkendecke mit einge-
darauf zu achten, dass keine profilen aufgeschraubt. Der lassenem Bewegungsprofil
150 mm
Hohlräume (Fugen) verbleiben. Abstand dieser Profile beträgt über Eck.
Um ein übermäßiges Eindringen max. 500 mm (Achsmaß). Die
von Feuchtigkeit in die Dämm- Sparrenabstände dürfen bis
stoffschicht zu vermeiden max. 1.000 mm (Achsmaß) be-
15
0
m

(Tauwasserausfall), ist eine tragen. Alternativ können als


m

Dampfbremse vorzusehen. Unterkonstruktion auch Holz-


latten ≥ 50/30 mm verwendet
werden. 3
• Verspachtelung mit VARIO
Fugenspachtel (Fugenabstand
Beplankung 5 mm).
Quer zu den Latten werden • Zwischen die Beplankung der
die Rigidur-Platten mit Rigidur einzelnen Flächen wie Decke
Fix Schnellbauschrauben bzw. und Schräge, Schräge und
Rigidur Schnellbauschrauben Abseitenwand oder Flächen
befestigt. Der Abstand der die an Giebelwände etc. an-
Befestigungsmittel beträgt schließen, sind Trennstreifen
150 mm für Rigidur 10 und einzulegen. Diese können z. B.
200 mm für Rigidur 12,5. aus Malerkrepp oder ähnli-
Zuerst wird die Kehlbalkendecke chen Klebebändern bestehen.
und danach die Dachschräge – (Klebebänder zur Abklebung
ohne Kreuzfugen – bekleidet. von Dampfbremsen sind nicht
Plattenquerstöße müssen immer geeignet!) Die Verspachtelung
im Versatz von mind. 1 Latten- der Fugen erfolgt gegen diese
abstand angeordnet werden. Trennbänder und ermöglicht
Für die folgende Verspachtelung so eine definierte Trennung
müssen die Fugen einen Ab- der Flächen über eine Haar-
stand von 5-7 mm vorweisen. fuge.
Alternativ: Verklebung mit
Rigidur Fugenkleber (Fugenab-
stand 1 mm). Für eine saubere
Unterkonstruktion Kehlausbildung zwischen Decke Rigips-Hinweis
Nachdem Kehlbalkendecke und Dachfläche müssen die
und Dachschräge vollständig Plattenkanten der Dachneigung Weitere Informationen zur Verarbeitung entnehmen Sie der
gedämmt sind und die Dampf- entsprechend angeschrägt Broschüre „Verarbeitungsrichtlinien Wand, Decke und Dach mit
bremse aufgebracht wurde, werden. Rigidur-Gipsfaserplatten“.

43
Produktanwendung – Rigidur Estrichelemente

Trockenestrich – Rigidur Estrichelemente mit und ohne Dämmung

Rigidur Estrichelemente:
Maße: 500 x 1.500 mm
Rigidur Estrichelement 20/25
Gewicht: ca. 24,1/30,1 kg/m2
Aufbau: 2 x 10/12,5 mm
Rigidur Estrichelement 30/35 MW
Gewicht: ca. 25,7/31,7 kg/m2
Aufbau: 2 x 10/12,5 mm
+ 10 mm Mineralwolle
Rigidur Estrichelement 30/35 HF
Gewicht: ca. 26,1/32,1 kg/m2
Aufbau: 2 x 10/12,5 mm
+ 10 mm
Holzweichfaser
Rigidur Estrichelement 40 PS
Gewicht: ca. 24,5 kg/m2
Aufbau: 2 x 10 mm Rigidur
+ 20 mm Polystyrol
Rigidur Estrichelement 50 PS
Gewicht: ca. 24,7 kg/m2
Aufbau: 2 x 10 mm Rigidur
+ 30 mm Polystyrol Ausgleich von Bodenunebenheiten
Bis 5 mm z. B. VARIO Fugenspachtel
Produktvorteile: Bis 10 mm Fließspachtel, z. B. von Saint-Gobain Weber
• ideal für Renovierung Bis 100 mm Rigidur Ausgleichsschüttung, unverdichtet
• abgestimmt auf Trittschall-, Wärme- und Über 100 - 200 mm Ausgleichsschüttung z. B. Fibotherm Trockenschüttung
Brandschutz-Anforderungen leicht (Fibo ExClay)
• vorgefertigte Elemente Über 200 mm gebundene Schüttung
• einfache und schnelle Montage
• wirtschaftliche, saubere und trockene Lösung Verbindungsmittel für Rigidur Estrichelemente
• Rigidur Estrichelemente für Fußboden- Rigidur Spreizklammern
heizungen geeignet Schnellbauschrauben
• stuhlrollengeeignet Elemente mit 3,9 x 19 mm ø 1,4 -1,6 mm
• hohe Oberflächenhärte (35 N/mm2) 2 x 10 mm Rigidur-Platten Länge: 18 -19 mm
Elemente mit 3,9 x 22 mm ø 1,4 -1,6 mm
Verlegung 2 x 12,5 mm Rigidur-Platten Länge: 21- 22 mm
• Rigidur Estrichelemente werden im Längsver- Abstand 250 mm 150 mm
band (Fugenversatz mind. 200 mm) verlegt
Verlegung, Verklebung und Fixierung der Estrichelemente
Rigidur Ausgleichsschüttung • Der Estrichkleber wird auf den nach oben offen liegenden, sauberen Stufenfalz
• Zum Ausgleich von Bodenunebenheiten im Verlauf der Querfuge als Doppelstrang aufgetragen.
≥ 10 mm • Der Rigidur Nature Line Estrichkleber muss satt aufgetragen werden, damit sich
• Bis 100 mm Schütthöhe ohne Verdichtung der gesamte Stufenfalz mit Kleber füllt, sobald das nächste Rigidur Estrichelement
• Zu überschüttende Leitungen mit mind. 10 mm aufgelegt wird. Dadurch wird die optimale Klebeverbindung hergestellt.
Überdeckung vorsehen. Leitungsabstand • Das Fixieren der Estrichelemente erfolgt reihenweise im Verlauf der Verlegung
mind. 20 mm. jeweils im Falzbereich mit Rigidur Schnellbauschrauben oder verzinkten und
geharzten Spreizklammern.
• Die Längen der Befestigungsmittel sind so zu wählen, dass die Rückseite der
Rigidur Estrichelemente nicht durchstoßen wird. (Siehe Tabelle Verbindungsmittel)
• Der im Falzbereich ausgetretene Estrichkleber wird nach ausreichender Austrock-
nung mit einem Spachtel abgestoßen.
• Die Fixierungspunkte werden, wenn erforderlich mit VARIO Fugenspachtel über-
spachtelt.
44
Bauphysikalische Kennwerte
Schallschutz Wärmeschutz Brandschutz
Trittschalldämmung Wärmedurch- Feuerwiderstands-
Verbesserung in dB lasswiderstand klassen 1)
R [m2 K / W] zusätzlich: oder zusätzlich:
Holz- Massiv- Rigidur Lage Rigips Ausgleich-
balken- decke Estrich- Rigidur H schüttung
decke element ≥ 10 mm ≥ 20 mm

Rigidur Estrichelement 20 5 16 0,1 F 30 F 60 F 90


Rigidur Estrichelement 25 5 16 0,125 F 60 2) F 90 3) F 90

Rigidur Estrichelement 30 MW 8 22 0,39 F 90 2) F 120 3) F 120


Rigidur Estrichelement 35 MW 8 22 0,41 F 90 2) F 120 3) F 120

Rigidur Estrichelement 30 HF 6 19 0,35 F 90 2) F 120 3) F 120


Rigidur Estrichelement 35 HF 6 19 0,375 F 90 2) F 120 3) F 120

Rigidur Estrichelement 40 PS 6 16 0,6 F 30 F 60 F 90


Rigidur Estrichelement 50 PS 6 16 0,85 F 30 F 60 F 90
1)
Brandbeanspruchung der Oberseite des Rigidur Estrichelementes lt. Prüfzeugnis
2)
Auf Trapezblechdecken wird die angegebene Feuerwiderstandsklasse durch eine zusätzliche Lage Rigidur H 10 oder durch Rigidur Ausgleichsschüttung ≥ 20 mm erreicht.
3)
Auf Trapezblechdecken wird die angegebene Feuerwiderstandsklasse durch eine weitere zusätzliche Lage Rigidur H 10 erreicht.

Zulässige Punktlasten bzw. Flächenlasten und Einsatzbereiche


Punktlast 1) Flächenlast Einsatzbereiche Punktlast 1 Flächenlast Einsatzbereiche
2 2
in kN in kN/m in kN in kN/m
bei zusätzlicher bei zusätzlicher bei zusätzlicher
Lage Lage Lage
Rigidur H Rigidur H Rigidur H
≥ 10 mm ≥ 10 mm ≥ 10 mm

Rigidur Estrichelement 20 3,0 3,0 1+2 4,0 5,0 1+2+3


Rigidur Estrichelement 25 3,0 3,0 1+2 4,0 5,0 1+2+3

Rigidur Estrichelement 30 MW 2,5 2,0 1 3,0 3,0 1+2


Rigidur Estrichelement 35 MW 2,5 2,0 1 3,0 3,0 1+2

Rigidur Estrichelement 30 HF 2,5 2,0 1 4,0 5,0 1+2+3


Rigidur Estrichelement 35 HF 2,5 2,0 1 4,0 5,0 1+2+3

Rigidur Estrichelement 40 PS 3,0 3,0 1+2 4,0 5,0 1+2+3


Rigidur Estrichelement 50 PS 3,0 3,0 1+2 4,0 5,0 1+2+3
1)
Lastfläche ø 50 mm

Einsatzbereich 1:
Kategorie in Anlehnung an DIN 1055-3: entsprechend max. 2 kN/m2 Flächenlast,
z. B. Wohn- und Aufenthaltsräume, Flure in Bürogebäuden, Büroflächen, Arztpraxen, Aufenthaltsräume, Verkaufsräume bis 50 m2 in Wohn-, Büro- und vergleichbaren Gebäuden

Einsatzbereich 2:
Kategorie in Anlehnung an DIN 1055-3: entsprechend max. 3 kN/m2 Flächenlast,
z. B. Hotels, Altenheime usw., Küchen und Behandlungsräume einschließlich Operationsräume ohne schweres Gerät, Schulräume, Cafés, Restaurants, Speisesäle, Lesesäle

Einsatzbereich 3:
Kategorie in Anlehnung an DIN 1055-3: entsprechend max. 5 kN/m2 Flächenlast,
z. B. Flure in Krankenhäusern, Flure zu Hörsälen und Klassenzimmern, Flächen mit fester Bestuhlung, wie z. B. in Kinos, Kirchen, Hörsälen, Theater, Versammlungsräumen,
Wartesälen, Museumsflächen, Eingangsbereichen öffentlicher Gebäude und Hotels, Flächen in Einzelhandelsgeschäften und Warenhäusern, Flächen in Fabriken und Werkstätten
mit leichtem Betrieb

45
Produktanwendung – Rigidur Estrichelemente

Verlegung und Anschlüsse

Vor der Verlegung Leichte Verlegung


Fußboden auf Tragfähigkeit Die Rigidur Estrichelemente
prüfen und schadhafte Stellen werden im Längsverband, von
ausbessern, evtl. spachteln und der hinteren linken Raumecke
Unebenheiten beseitigen. PE- beginnend im Versatz (mind.
Folie (Betonböden) mit ca. 300 200 mm) verlegt. In schmalen
mm Überlappung verlegen. Räumen sollte, wenn eine vor-
Seitlich ca. 100 mm hochzuzie- herige Schüttung eingebracht
hen. Für Holzbalkendecken sind wurde, generell die Längsan-
als Rieselschutz z. B. Natron- ordnung erfolgen. Am Wand-
kraftpapier oder Bitumenpapier anschluss wird der überstehen-
zu verwenden, die den Wasser- de Stufenfalz abgesägt, damit
dampfdurchgang gewährleisten. keine Hohlräume entstehen.

Zwischen Trockenestrich und Der Rigidur Nature Line Estrich-


Wänden ist eine ca. 10 mm kleber wird im Falzbereich mit
dicke Anschlussdichtung doppelten Klebesträngen auf-
gegen Schallübertragung vor- getragen,die Estrichelemente
zusehen (für Brandschutz A1- werden anschließend mit den
Dichtung verwenden). entsprechenden Verbindungs-
mittel fixiert. Diese werden mit
VARIO Fugenspachtel über-
spachtelt.

Verlegung im Türbereich Alternativ-Verlegung im


Im Türbereich ist die Verlegung Türbereich
ohne Stöße in den nächsten Vom jeweiligen anstoßenden
Raum hinein zu führen. Sind Estrichelement ist von der obe-
jedoch stumpfe Stöße geplant, ren Plattenlage ca. 5 cm zu
sind diese mit einem schwim- entfernen. In die entstandene
mend gelagerten Brett (mit Aussparung ist ein passendes
Filzunterlage, 3 mm) zu unter- Rigidur H-Plattenstück von ca.
füttern, zu verkleben und zu 10 cm einzulegen, zu verkleben
verschrauben. und mit den Rigidur Schnell-
bauschrauben zu fixieren.

Dehnungsfuge Anschluss an Massivboden


Sind bereits im Rohbau Deh- Anschlüsse an einen Massiv-
nungsfugen angeordnet, sind boden sind zu unterfüttern
Kleber diese in den Trockenestrich zu (z. B. Holzbrett). Das Estrich-
übernehmen. Dehnungsfugen element ist mit der Unter-
im Trockenestrich sind minde- fütterung zu verkleben und
stens alle 15 Meter (in Abhän- anschließend mit Schrauben
gigkeit der Raumgeometrie) oder Klammern zu fixieren.
anzuordnen. Verschraubung Die PE-Folie wird wie am Wand-
und Verklebung erfolgen nur bereich auch nach oben geführt.
einseitig (siehe Detail).

Hinweis
Weitere Informationen zur Verarbeitung sowie detaillierte An-
gaben zu Themenbereichen wie z. B. Fußbodenheizung, elektri-
sche Heizsysteme, Stuhlrollenfestigkeit, Höhenausgleich mit
Rigidur Ausgleichsschüttung entnehmen Sie der Broschüre „Ver-
arbeitungsrichtlinien Fußböden mit Rigidur-Gipsfaserplatten“.

46
Oberbeläge

Oberflächenvorbehandlung Elastische Oberbeläge


Sämtliche Rigidur Estrichelemente zeichnen sich durch eine beson- Alle elastischen Beläge wie Textil-, Kork- oder ähnliche Beläge
ders hohe Oberflächenhärte von 35 N/mm2 aus. Wenn eine beson- können im Anschluss an die Verlegung von Rigidur Estrichele-
ders glatte Oberfläche gewünscht wird, kann Fließspachtel auf- menten und falls erforderlich einer Verspachtelung der Fugen
gebracht werden. und Verbindungsmittel direkt aufgebracht werden.
• Bei der Verwendung von PVC oder ähnlich dünnen Belägen ist
Wichtiger Hinweis die Estrichoberfläche mit Fließspachtel zu versehen, um eine
Schreibt ein Hersteller von Oberbelägen eine Grundierung im homogene und durchgehend glatte Oberfläche zu erhalten.
System vor, ist ihre Eignung für gipsgebundene Trockenestriche Zur sicheren Haftung ist eine Vorbehandlung mit einer system-
sicherzustellen. gebundenen Grundierung erforderlich.
• Bei der Verklebung von Oberbelägen, wie Teppichböden, ist ein
System zu verwenden, das eine spätere Entfernung ohne Rück-
Parkett stände und Beschädigungen des Estrichs zulässt.
Prinzipiell kann Parkett auf allen Varianten des Rigidur Trocken-
estrichen verlegt werden, wobei nachfolgende Regeln zu beach- Fliesen und Natursteinplatten
ten sind: Für die Verlegung im Dünnbettverfahren geeignete Bodenfliesen
• Die Baustellenbedingungen sind so auszurichten, dass eine können grundsätzlich auf allen Rigidur Estrichelementen aufge-
Klimatisierung der Estrichelemente stattgefunden hat. bracht werden.
• Grundsätzlich sollten schubarme Holzsorten bei der Parkett- • Die maximale Kantenlänge bei keramischen Materialien und
auswahl zum Einsatz kommen. Natursteinplatten sollte 330 mm nicht überschreiten. Größere
• Parkettsorten und Laminat, die schwimmend verlegt werden, Abmaße der Fliesen gewährleisten aufgrund ihrer Herstellungs-
sind problemlos einzusetzen. Die Holzfaserrichtung ist hierbei methode nicht die notwendige Planebenheit um im Dünnbett
ohne Bedeutung, die Herstellerangaben sind jedoch in jedem verlegt zu werden. Hohlstellen unter den Fliesen und damit
Fall zu beachten. eine erhöhte Bruchgefahr sind die Folge.
• Beim Einsatz von Mosaikparkett sind vollflächige Verleimungen • Die eingesetzten Fliesenkleber und -mörtel müssen für die Ver-
auf dem Estrichelement möglich, wenn das entsprechende Par- wendung auf Gips-Trockenestrichen ausdrücklich geeignet sein.
kettmuster so gestaltet ist, dass der Holzfaserverlauf wechselt. Wenn vom Hersteller des Fliesenklebers eine systemgebundene
Somit werden die Kräfte aus dem Quell- und Schwindverhalten Grundierung vorgeschrieben ist, ist diese trotz der werkseitigen
des Holzes verringert. Vorgrundierung der Estrichelemente einzuhalten. Wir empfehlen
• Massive Parkettkonstruktionen wie z. B. Stabparkett, Holz- kunststoffvergütete elastische Fliesenkleber von Saint-Gobain
pflaster und massive Parkettdielen, dürfen nicht direkt auf Weber.
Rigidur Estrichelemente geklebt werden, da eine Übertragung • Evtl. vorhandene Dehnungsfugen im Trockenestrich und im
der starken Quell- und Schwindkräfte auf das Estrichelement Unterboden sind bei der Fliesenverlegung zu berücksichtigen.
zu erheblichen Schäden führen würde. Hier muss durch eine Für die Dehnungsfugen ist eine geeignete dauerelastische
Entkopplung der Werkstoffe eine Trennung der auftretenden Fugenausbildung vorzusehen.
Kräfte durchgeführt werden Grundsätzlich ist die Freigabe des • Fugen von stumpf gestoßenen Fliesen bieten keinen ausreichen-
Herstellers von Parkettklebstoffen für Trockenestriche auf Gips- den Schutz vor eindringender Feuchtigkeit und sind deshalb
basis einzuholen. nicht zu empfehlen.
• Fischgrät- und Würfelmuster sind hierfür geeignet. • Im Einzelnen sind die Richtlinien der jeweiligen Gewerke und
• Die Verarbeitung hat nach den Richtlinien des Parkett- und die Verarbeitungsanweisungen der Hersteller für Kleber, Mörtel
des Klebstoffherstellers zu erfolgen. und Bodenbelegen aus textilen und keramischen Materialien
• Auf das Verspachteln der Estrichelemente kann beim Einsatz zu beachten.
von Parkett verzichtet werden. • Bei Wannen- und Duschwannenfüßen sind die zulässigen Punkt-
• Ungeeignet sind Kunstharz-Dispersionsklebstoffe auf Wasser- lasten zu beachten. Wir empfehlen die Füße auf dem Rohfuß-
basis, die auf Grund ihres Wasseranteils zu Verformungen in boden zu installieren.
der Konstruktion führen können. • Ein Vorwässern der Fliesen ist nicht zulässig.
• Ein- und Mehrkomponentenkleber auf Lösungsmittelbasis • Bitte beachten Sie das Merkblatt Nr. 5 „Bäder und Feuchträume
sind wegen Bedenken hinsichtlich ökologischer- und arbeits- im Holz- und Trockenbau“ vom Bundesverband der Gipsindus-
technischer Eigenschaften abzulehnen. trie e.V. Industriegruppe Gipsplatten. Im Internet unter
• Die verwendete Grundierung muss auf den eingesetzten www.rigips.de/downloads_tech_dokumente.asp zu finden.
Kleber abgestimmt sein und sollte kein Wasser enthalten.
Wegen fehlender Kleberabstimmung kann Rikombi Grund Rigips-Information
nicht eingesetzt werden. Weitere Informationen zu Oberbelägen entnehmen Sie der
Broschüre „Verarbeitungsrichtlinien Fußböden mit Rigidur-Gips-
faserplatten“.

47
Produktanwendung – Rigicell 10

Dachgeschossausbau/Dachrenovierung

Rigicell 10:
Gewichte:
Rigicell 10 ca. 12,3 kg/Stück
Dicken: 10 mm
Länge: 1.500 mm
Breite: 1.000 mm
Kantenformen: halbrunde Längskanten
Querkanten gefast
Sonstiges: Rigicell 10 = grundiert

Produktvorteile:
• ideal für den Dachgeschossausbau:
- Rigicell 10 für die Renovierung
• leicht zu verarbeiten
• handliches Format
• vielseitig verwendbar

Beplankung
• Ausbauplatten Rigicell 10

Plattenbefestigung
• Rigips Schnellbauschrauben 35 mm
im Abstand von 250 mm

Verspachtelung Der Anschluss der Dachschräge an die Kehlbal- 1


• Die Plattenfugen ohne Bewehrungsstreifen kendecke erfolgt mit einem stumpf gestoßenen
mit VARIO Fugenspachtel verspachteln. Rigips Glasfaserbewehrungsstreifen (siehe Bild 1)
150 mm
oder mit eingelassenem Bewegungsprofil über
Unterkonstruktion Eck (siehe Bild 2).
• Hutdeckenprofile (Sparrenabstand bis 850 mm)
mit Schnellbauschrauben 35 mm befestigen Dämmung
15
0
m

oder Rigips Deckenprofil CD 60/27 (Sparren- • Mineralwolle-Matten, Rollenbreite abgestimmt


m

abstand bis 1.000 mm), in Verbindung mit auf den Sparren- bzw. Kehlbalkenabstand.
Direktabhänger oder Schienenläufer • Klemmfilz bzw. Dämmkeile.
Alternativ: • Dämmstoffdicke: mindestens 120 – 140 mm 2
• Holzlatten (siehe auch Seite 29).
48/24 mm (Sparrenabstand bis 700 mm)
150 mm
50/30 mm (Sparrenabstand bis 850 mm) Abseitenwände
60/40 mm (Sparrenabstand bis 1.000 mm) Die Montage von Abseitenwänden erfolgt analog
mit Holzbauschrauben 55 bzw. 70 mm (60/40) zu den Hinweisen auf Seite 68.
befestigen Schraubenabstand max. 200 mm,
15
0
m

bei Brandschutz max. 170 mm.


m

48
Dämmung • In der Regel erfüllt die Dampf-
Die Dämmstoffbreite ist so zu bremsebene gleichzeitig die
wählen, dass der Dämmstoff Funktion der Luftdichtigkeit.
press zwischen den Sparren bzw. Besonders wichtig ist dabei,
Kehlbalken sitzt. Hierfür wird dass die Anschlüsse an an-
die Breite ca. 10 mm größer zu- grenzende Giebelwände und
geschnitten als der jeweils lichte Durchdringungen dauerhaft
Sparren- bzw. Balkenabstand dicht angeschlossen werden.
aufweist. Bei der Verlegung ist • Die überlappenden Stöße
darauf zu achten, dass keine müssen mit dafür geeigneten
Hohlräume (Fugen) verbleiben. Klebebändern verklebt werden.
Um ein übermäßiges Eindringen
von Feuchtigkeit in die Dämm-
stoffschicht zu vermeiden
(Tauwasserausfall), ist eine
Dampfbremse vorzusehen.

Unterkonstruktion Grobgewinde-Schnellbau-
• Als Unterkonstruktion sollten schrauben befestigt.
Metallprofile oder scharf- • Holzlattung: Die Wahl der
kantige Holzplatten der Güte- Lattenquerschnitte ist ab-
klasse II verwendet werden. hängig vom Sparrenabstand,
• Bei einer Beplankung mit siehe „Unterkonstruktion“.
Rigicell 10 beträgt der Ab- - Die Latten werden mit
stand der Unterkonstruktion 55 mm langen Holzbau-
375 mm. schrauben oder mit Nägeln
• Metallprofile: Für die Beklei- an den Sparren befestigt.
dung von Dachschrägen sind • Bei Brandbeanspruchung F 30:
Hutdeckenprofile (Sparren- - Sparrenabmessungen mind.
abst. ≤ 850 mm) oder Rigips 70 x 140 mm
Deckenprofile CD 60/27 mit - Sparrenabst. max. 870 mm
Schienenläufer (Sparrenabst. • Kehlbalken von oben mit
≤ 1.000 mm) aus Metall 21mm Nut- und Federschalung
bestens geeignet. abdecken
Sie werden mit 35 mm langen

Beplankung • Die Abseitenwand wird sinn-


• Die Rigicell-Ausbauplatten gemäß wie auf Seite 68 be-
werden mit Rigips-Schnell- schrieben erstellt.
ausbauschrauben quer zu
den Latten befestigt: Abstand
der Schrauben 170 mm.
• Das Anbringen der Platten
erfolgt zunächst an der Kehl-
balkendecke und wird an der
Dachschräge fortgesetzt. Da-
bei werden die Ausbauplatten
mit einem Versatz von mind.
einem Lattenabstand im Ver-
band angeordnet. Die Platten
werden dicht gestoßen.

49
Produktanwendung – Rigicell 10

Deckenbekleidungen

Produktvorteile:
• leicht zu verarbeiten
• besonders stabil durch Faserarmierung
• handliches Format
• vielseitig verwendbar

Holzbalkendecke, direkt befestigt

Deckenbekleidung mit Rigicell 10


• Als Unterkonstruktion werden Hutdecken-
profile (Balkenabst. ≤ 850 mm) oder Decken-
profile CD 60/27 mit Schienenläufer oder
Direktabhänger (Balkenabst. ≤ 1.000 mm)
eingesetzt.
• Die Metallprofile sind im Abstand von 375 mm
anzuordnen.
Alternativ können auch Holzlatten wie folgt
verwendet werden:
• Balkenabstand Alternativ: Holzlattung
bis 700 mm = Latten 48/24 mm,
bis 850 mm = Latten 50/30 mm,
bis 1.000 mm = Latten 60/40 mm.

Massivdecke, direkt befestigt

Deckenbekleidung mit Rigicell 10


• Zur Reduzierung von Dübelstellen sowie zum
Ausgleich von Unebenheiten empfiehlt sich bei
Bekleidung von Massivdecken die Verwendung
von Grund- und Tragprofilen CD 60/27. Bei
Holzlatten wird die Grundlattung in Abständen
von max. 1.000 mm mit zugelassenen Dübeln
und Schrauben befestigt.
• Der Achsabstand der Grundlattung richtet
sich nach dem Querschnitt der Traglattung:
bis 700 mm = Latten 48/24 mm, Alternativ: Holzlattung
bis 850 mm = Latten 50/30 mm,
bis 1.000 mm = Latten 60/40 mm.
• Die Traglattung ist im Abstand von 375 mm
anzuordnen.

50
Wandbekleidungen

Vorsatzschale mit • Abstand Justierschwingbügel


Justierschwingbügel ≤ 1.250 mm,
• Wo eine einwandfreie Profilbe- Ständerabstand ≤ 625 mm
festigung möglich ist, können • Verschraubung der Platten:
Rigicell-Ausbauplatten auf Schnellbauschrauben 35 mm,
mit Justierschwingbügel be- Abstand 250 mm in die
festigte UW- oder CW-Profile Ständerprofile.
geschraubt werden.
• Die Justierschwingbügel er-
möglichen den Ausgleich von
Unebenheiten der Massivwand.
Je nach Ausgleichsbedarf
Schenkellängen (30/45/60/
90 mm) .
• Für schmale Hohlräume können
auch Deckenprofile CD 60/27
als Ständer eingesetzt werden.

Freistehende Vorsatzschale • Soll eine Verbesserung der


• Freistehende Vorsatzschalen Wärme- und/oder Schall-
werden überall dort einge- dämmung erreicht werden,
setzt, wo unebenes Mauer- wird Mineralwolle-Dämmstoff
werk auszugleichen ist sowie im Wandhohlraum eingelegt.
Installationen verdeckt im • Ständerabstand: 625 mm.
Wandhohlraum geführt
werden sollen.

51
Produktanwendung – Rigicell 10 und Rigips Bauplatten RB

Trockenputz

Rigicell 10:
Gewichte:
Rigicell 10 ca. 12,3 kg/Stück
Dicken: 10 mm
Länge: 1.500 mm
Breite: 1.000 mm
Kantenformen: halbrunde Längskanten
Querkanten gefast
Sonstiges: Rigicell 10 = grundiert

Rigips Bauplatten RB:


Gewicht: ca. 9,5 kg/m2
Dicke (Platten): 12,5 mm
Längen: 2.000 mm, 2.500 mm,
2.600 mm, 2.750 mm,
3.000 mm
Breite: 1.250 mm
Kantenform: VARIO
(= abgeflachte halb-
runde Längskante)
Sonstiges: auch als „grüne“
(imprägnierte) Platten
erhältlich

Beplankung
• Rigicell 10, Rigips Bauplatten RB

Plattenbefestigung
• Trockenputz:
Rigicell-Platten oder Rigips Bauplatten RB
werden mit Batzen aus Rifix Ansetzbinder
direkt auf der bestehenden Wand angesetzt.
Details siehe auf den Seiten 53.

Verspachtelung
Nach Austrocknung des Ansetzbinders werden
die Plattenfugen (und Befestigungsmittel) ohne
Bewehrungsstreifen mit VARIO Fugenspachtel
geschlossen; siehe VARIO Fugenverspachtelung,
Seite 100 und Rigicell-Ausbauplatten, Seite 101.

Untergrund
Der Untergrund muss
• schalölfrei, trocken, schwindfrei, frostfrei, aus-
reichend tragfähig und gegen aufsteigende
Feuchte geschützt sein.
• Das Mauerwerk muss vollfugig gemauert sein.
• Frischen Beton mindestens 28 Tage austrock-
nen lassen.
• Glatter Untergrund (z. B. Beton): mit Rikombi
Kontakt vorbehandeln
• stark saugender Untergrund (z. B. Porenbeton):
mit Rikombi Grund vorbehandeln

Details von Vorsatzschalen mit Unterkonstruktion siehe Seite 51 ff.


52
Montagevorbereitung
Über- • Vor dem Ansetzen sind alle
stand
Unterputz-Installationen ab-
zuschließen.
• Abzweige und Elt.-Dosen mit
Überstand einsetzen.

Alle Unterputz-Installationen Der Überstand ist gemäß


sind vorher abzuschließen Wandtrockenputz vorzusehen

Rückseite der auf Maß zuge- • Für einen zügigen Arbeits-


schnittenen Platten den nach ablaufs Rigips-Bauplatten
Werkvorschrift (Sackaufdruck) jeweils für eine ganze Wand
angemachten Rifix Ansetzbin- zuschneiden.
der entsprechend nebenste- • Auf die Rückseite der auf
hender Darstellung auftragen. Maß zugeschnittenen Platten
Bei normalen Maßtoleranzen Rifix Ansetzbinder auftragen.
der Rohwand ist mit einem Bei normalen Maßtoleranzen
Materialbedarf von 5 bis der Rohwand ist mit einem
6 kg/m2 Ansetzbinder zu rech- Materialbedarf von 5 bis
nen. Im Bereich von Fenster- 6 kg/m2 Ansetzbinder zu
laibungen, Waschbecken, Kon- rechnen.
Trockenputz Rigicell solen, Schornsteinwandungen Trockenputz Rigips Bauplatten • Im Bereich von Fensterlaibun-
(Platten ohne Kaschierung) (die max. bis 45 °C aufgeheizt (Platten ohne Kaschierung) gen, Waschbecken, Konsolen,
Für den Trockenputz sind werden dürfen) usw. sind die • Vorzugsweise raumhohe Schornsteinwandungen usw.
Rigicell-Platten mit Rifix Ansetz- Platten vollflächig mind. 10 mm Platten mit Rifix Ansetzbin- Platten vollflächig mind.
binder an Massivwände (Roh- dick anzusetzen. der an Massivwände (Roh- 10 mm dick ansetzen.
mauerwerk, Beton) anzusetzen. mauerwerk, Beton) ansetzen.
Zur Gewährleistung eines zügi- Hinweis • Trockenputz ist nicht geeignet
gen Arbeitsablaufes Rigicell- zum Trockenlegen feuchter
Trockenputz ist nicht geeignet
Platten jeweils für eine ganze Wände sowie zur Verbesse-
zum Trockenlegen feuchter
Wand zuschneiden. Auf die rung des Schall- und Wärme-
Wände.
schutzes.

Ansetzen/Ausrichten
Die mit Rifix Ansetzbinder
belegten Platten an die Wand
ansetzen, mit Gummihammer
und Richtscheit (oder geeigne-
tem Kantholz) anklopfen und
dabei die dicht gestoßenen
Platten großflächig unterein-
ander lot- und fluchtrecht aus-
richten.

Details von Vorsatzschalen mit Unterkonstruktion siehe Seite 51 ff.


53
Produktanwendung – Rigitherm Verbundplatten

Direktbefestigte Vorsatzschalen

Rigitherm Verbundplatten:
Gewicht: ca. 7,8-16,4 kg/m2
Rigitherm 032
Aufbau: 12,5 mm Bauplatte
+ 40, 60 bzw. 80 mm
spezieller EPS-
Hartschaum mit IR
Absorber EPS 032
Länge: 2.500 mm
Breite: 625 mm
Rigitherm 040
Aufbau: 9,5 mm Bauplatten
+ 20 bzw. 30 mm speziel-
ler EPS-Hartschaum,
EPS 040

12,5 mm Bauplatten
+ 20, 30, 40 bzw.
50 mm spezieller EPS- Tabelle 1: R in m2 · K/W
Hartschaum, EPS 040
Länge: 2.500 mm Dämmung in mm 20 30 40 50 60 80
Breite: 1.250 mm Rigitherm 040/MW mit
Bauplatte 9,5 mm 0,54 0,79
Rigitherm MW
Rigitherm 040/MW mit
Aufbau: 12,5 mm Bauplatten Bauplatte 12,5 mm 0,55 0,80 1,05 1,30
+ 20 Mineralwolle-
Kaschierung Rigitherm 032 mit
Bauplatte 12,5 mm 1,30 1,93 2,55
Länge: 2.500 mm
Breite: 900 mm
Detaillösungen für Wärmebrücken
Für die Detailbereiche der Wärmebrücken wie z. B. Fensterlaibungen, einbindene
Beplankung Bauteile und Heizkörpernischen ist die neue Rigips ThermoPlatte. Sie besteht aus
• Rigitherm EPS Verbundplatten zur Wärme- einem 032 EPS-Kern mit einer beidseitigen Zement/Gewebekaschierung und ist in
dämmung bzw. MW zur Schall- und Wärme- 20 oder 30 mm erhältlich. Speziell im Bereich der Fensterlaibung gibt es noch das
dämmung. entsprechend abgestimmte Rigips ThermoProfil, das die Dämmung in diesem
Bereich zuverlässig und sicher gewährleistet.
Rückseitenkaschierung für Verbundplatten
• auf Bestellung Alufolie auf Natronkraftpapier
120 g/m2 Plattenanstöße und Verspachtelung

Plattenbefestigung Nach Austrocknung des


• Vorsatzschalen: Ansetzbinders sind die mögli-
Rigitherm Verbundplatten werden mit Punkt- chen Fugen an den Plattenan-
Wulst-Verfahren und dem Spezialkleber Rifix stößen mit demselben Dämm-
ThermoPlus direkt auf der bestehenden Wand stoff zu füllen. Fugen ≤ 10 mm
angesetzt. Bei Außenecken Bei Innenecken können mit einem entspre-
wird die Dämm- sind die Rigips-
schicht ausgespart. Platten entspre- chenden Fugenfüller (z. B.
chend der Darstel-
Verspachtelung lung auszusparen
weber.therm 345) verfüllt wer-
• Die Plattenfugen und Befestigungsmittel den. Abschließend sind alle
werden mit Bewehrungsstreifen mit VARIO Fugen luftdicht mit VARIO Fu-
Fugenspachtel geschlossen, siehe Fugenver- genspachtel zu schließen. Die
spachtelung Seite 94 ff. ThermoPlatte kann – ohne
Vorbehandlung – mit Rigips
ProMix Plus vollflächig ver-
ThermoPlatte ThermoPlatte spachtelt werden.
über Rigitherm gegen Rigitherm
bei Fensterlaibung bei Fensterlaibung

54
2 Untergrund • stark saugender Untergrund
1
Über- Der Untergrund muss (z. B. Porenbeton): mit Rikombi
stand
schalölfrei, trocken, schwind- Grund vorbehandeln
frei, frostfrei, ausreichend trag-
fähig und gegen aufsteigende Montagevorbereitung
und durchschlagende Feuch- • Vor dem Ansetzen sind alle
tigkeit geschützt sein. Das Unterputz-Installationen ab-
Mauerwerk muss vollfugig ge- zuschließen.
mauert sein. • Abzweige und Elt.-Dosen mit
Überstand einsetzen.
Frischer Beton mind. 28 Tage
Alle Unterputz-Installationen Überstand austrocknen lassen.
sind vorher abzuschließen Ca. 20 mm – für Wandtrocken- • Glatter Untergrund (z. B.
putz bzw. je nach Dämmung Beton): mit Rikombi Kontakt
für Verbundplatten vorbehandeln

• Beim Ansetzen von Rigitherm Ansetzen/Ausrichten


3 4
Verbundplatten MW ist der • Vor dem Ansetzen wird zur
Dämmstoff zuvor mit Rifix Schallentkopplung ein
ThermoPlus vorzuspachteln. Dämmstreifen am Boden
Der Kleberauftrag erfolgt im eingelegt.
Dünnbettverfahren und wird • Die mit Rifix ThermoPlus be-
mittels 10 mm-Kammspach- legten Platten an die Wand
tel oder -glätter in einem ansetzen, mit Gummihammer
Winkel von 45° bis 60° gleich- und Richtscheit oder geeigne-
mäßig aufgezogen. tem Kantholz anklopfen und
• Das Ansetzen der Rigitherm dabei die dicht gestoßenen
Vorsatzschalen EPS Verbundplatten erfolgt Platten großflächig unterein-
(Verbundplatten mit vollflächig bei ebenen Unter- ander lot- und fluchtrecht
5
Kaschierung) gründen bzw. im Punkt- ausrichten.
• Zur Verbesserung des Wärme- Wulst-Verfahren bei unebe-
schutzes von Außenwänden nen (bis 20 mm) Unter-
werden Verbundelemente mit gründen mit dem Spezialkle-
expandierte Polystyrol-Hart- ber Rifix ThermoPlus.
schaumplatten (EPS) oder
Mineralwollkaschierung (MW)
eingesetzt.
• Zur Verbesserung des Schall-
schutzes werden mineral-
wollkaschierte Platten (MW)
verwendet.
Verarbeitungs-Tipps
• Plattenzuschnitte mit fein-
zahnigem Fuchsschwanz bzw. Weitere Informationen und Rigitherm 032 – Die sichere und wirtschaftliche Innendämmung

Handkreissäge ausführen. Details zu dem Themenbe- „’Ne sichere Innendämmung?


Können Sie mit rechnen!“
Jens Runge, Hasse & Runge Innenausbau GmbH
aus Görlitz, dämmt mit Rigitherm 032.

• Aussparungen (z. B. Steckdo- reich Wärmebrücken (Fen-


sen) werden mit dem Stichling, sterlaibung, einzubindende
einer Stichsäge oder einem Bauteile, Heizkörpernischen Neu von
Rigips:
eislich
Die nachw g für
sichere Lösun
decken

Dosenschneider hergestellt. Im Bereich der Wär- Im Bereich der Fen- Die Verklebung der und Holzbalkendecken) mit Holzbalken

mebrücken wird die sterlaibung ist das RigipsThermoPlatte Rigitherm 032


• Für Elt.-Leitungen sind Mantel- neu eingeführte neue PVC-Thermo- erfolgt vollflächig der Rigips ThermoPlatte er- Die sichere und wirtschaftliche
Innendämmung

ThermoPlatte ein- Profil von Rigips als mit dem neuen


leitungen (NYM-Kabel) einzu- gesetzt. Diese kann Übergang zum Spezialkleber Rifix
halten Sie in der Broschüre
setzen. problemlos mit Fensterrahmen ein- ThermoPlus. Durch „Rigitherm 032: Die sichere
einem Cutter- zusetzen. Dieses Einschnitte auf der
messer auf die ge- Profil wird auf die Plattenvorderseite und wirtschaftliche Innendämmung“
wünschte Größe ThermoPlatte auf- können hiermit oder unter www.rigips.de
geschnitten werden. gesteckt. auch Fenstergewöl-
be erstellt werden.

Details von Vorsatzschalen mit Unterkonstruktion sinngemäß Seite 51.

55
Produktanwendung – Glasroc F (Riflex)

Geschwungene Wandkonstruktionen

Glasroc F (Riflex):
Gewicht: ca. 6,0 kg/m2
Dicke: 6 mm
Länge: 2.400 mm
Breite: 1.200 mm
Kantenform: 4-seitig scharfkantig
Sonstiges: beidseitig eingelegtes
Glasvlies

Produktvorteile:
• Realisierung anspruchsvoller Architektur
• glatte Oberfläche
• trocken formbar
• Brandschutz Montagewände bis F 90
(4-lagig F 120)
• Schallschutz Rw,R bis 47 dB
• Wandhöhen bis 4,75 m (4-lagig bis 5,25 m)

Beplankung
• Glasroc F (Riflex), querverlegt
• Biegeradien: Die kleinsten Biegeradien für
Glasroc F (Riflex) (nur trocken, lange Seite ge- Tabelle 1: Maximal zulässige Wandhöhen
bogen)
Beplankung Ständerprofil ohne Brandschutz mit Brandschutz
- konkav (innere Krümmung): ≥ 600 mm
mm mm mm mm
- konvex (äußere Krümmung): ≥ 1.000 mm
1x6 CW 50 4.000 3.500
Plattenbefestigung 2x6 CW 50 4.100 4.100
• Die 1. Beplankungslage wird bei Doppelbeplan- 3x6 CW 50 5.050 4.750
kung mit Glasroc F (Riflex) Spezialschrauben Nachweis: Prüfzeugnis bzw. analoger Rigips Berechnung

(Schraubabstand = 550 mm, bei Einfachbeplan-


kung max. 200 mm) und die 2. Beplankungsla- Tabelle 2: Schallschutz nach DIN 4109
ge mit Schnellbauschrauben (Schraubabstand Beplankung Ständerprofil Wanddicke Mineralwolle Rw,R
= 200 mm befestigt). mm mm mm mm dB
1x6 CW 50 62 40 1) 35
Verspachtelung 2x6 CW 50 74 40 1) 41
• Plattenfugen (stumpfer Stoß) und Befestigungs- 3x6 CW 50 86 40 1) 47
mittel der äußeren Beplankung sind in mehreren Nachweis: Prüfzeugnis
Arbeitsgängen mit VARIO Fugenspachtel zu Rw,R = Bewertetes Schalldämm-Maß ohne Schall-Längsleitung über flankierende Bauteile.
1)
z. B. ISOVER Protect BSP 30
verspachteln.
• Glasroc F (Riflex) werden mit Bewehrungs-
streifen verspachtelt. Die Fugen der inneren Tabelle 3: Brandschutz nach DIN 4102
Beplankungslagen können ohne Verspachte- Beplankung Ständerprofil Mineralwolle Brandschutz
lung stumpf gestoßen werden. mm mm mm kg/m3
• Eine vollflächige Verspachtelung ist nur bei be- 1x6 CW 50 40 40 1) F 30-A
sonderen außergewöhnlichen Anforderungen 2x6 CW 50 40 100 2) F 60-A
vorzusehen. Für Lackierungen 2-lagig beplanken. 3x6 CW 50 40 100 2) F 90-A
Nachweis: Prüfzeugnis
Unterkonstruktion 1)
z. B. ISOVER Protect BSP 30
2)
z. B. ISOVER Protect BSP 100
• Anschlussprofile: Rigips UW 50 eingeschnitten
bzw. vorgestanzt für Rundwände, Rigips CW 50 Konvex
für Wandanschlüsse befestigt mit Rigips Nagel-
dübel (Brandschutz Metallspreizdübel oder
Schlagdübel 6 x 35 mm), Abst. max. 1.000 mm.
• Ständerprofile: Rigips CW 50, Abst. ≤ 300 mm
Konkav
• Rigips Anschlussdichtung Filz

56
Anreißen Beplankung 1. Wandseite
1 4
• Wandverlauf auf dem Fuß- • Die Glasroc F (Riflex) werden,
boden anzeichnen. trocken gebogen, direkt auf
• Eventuelle Türöffnungen die C-Wand-profile in Quer-
berücksichtigen. verlegung verschraubt.
• Den Wandverlauf an der • Die 1. Beplankungslage wird bei
Decke übertragen. Doppelbeplankung mit Schnell-
bauschrauben (a = 55 cm,
bei Einfachbeplankung max.
20 cm) und die 2. Beplankungs-
lage mit Schnellbauschrauben
(a = 20 cm befestigt).

Anschlussprofile Hohlraumdämmung
2 5
• Die UW-Anschlussprofile ein- • Nach der Beplankung der
geschnitten oder vorgestanzt 1. Wandseite und der Ver-
für Rundwände, werden mit legung der erforderlichen
einseitig klebender Rigips An- Elektro- und Sanitärinstalla-
schlussdichtung Filz versehen tion im Wandhohlraum wird
und an Boden und Decke mit zur Verbesserung der Schall-
Nageldübel (für Brandschutz: dämmung eine Hohlraum-
Metallspreizdübel oder Schlag- dämmung eingebracht.
dübel 6 x 35 mm) im Abstand • Der gesamte Hohlraum ist
von 500 mm befestigt. vollflächig zu dämmen.
• Die CW-Anschlussprofile an den • Der Dämmstoff ist gegen
angrenzenden flankierenden Abrutschen zu sichern.
Bauteilen sind aus Schallschutz- • Dämmstoff-Anforderungen
gründen dicht mit Anschluss- siehe Tabellen 2 bzw. 3.
dichtungen anzuschließen.

Ständerprofile Beplankung 2. Wandseite


3 6
• Die CW-Ständer mind. 15 mm Durch die Beplankung der
in die Decken-Anschlussprofile 2. Wandseite erhält die Rigips-
einstellen. Montagewand eine weitere
• CW-Ständerprofile auf den Stabilität.
Achsabstand ≤ 300 mm aus- • Es wird vorzugsweise mit
richten. einer halben Plattenlänge in
• CW-Ständerprofile mit der Querverlegung begonnen
offenen Seite in Montage- (Versatz der senkrechten Fugen
richtung stellen, damit die Ver- mind. 2 Ständer = 600 mm).
schraubung der Beplankung an Der Versatz von Horizontal-
stabilerer Stegseite beginnt. fugen beträgt mind. 400 mm
und muss bei 1-lagiger Be-
plankung zur gegenüber-
liegenden Beplankung ein-
gehalten werden.
• Anschließend Verspachtelung
der Plattenfugen, Anschlüsse
und Schraubenköpfe.
• Die Schraubenabstände im Be-
reich von Querstößen sollten
grundsätzlich von 200 mm
auf 100 mm reduziert werden.

57
Produktanwendung – Glasroc F (Riflex)

Gewölbte Deckenkonstruktionen

Glasroc F (Riflex):
Gewicht: ca. 6,0 kg/m2
Dicke: 6 mm
Länge: 2.400 mm
Breite: 1.200 mm
Kantenform: 4-seitig scharfkantig
Sonstiges: beidseitig eingelegtes
Glasvlies

Produktvorteile:
• Realisierung anspruchsvoller Architektur
• glatte Oberfläche
• trocken formbar
• Brandschutz Montagewände F 30

Beplankung
• Glasroc F (Riflex)
• Kleinster Krümmungsradius
Trocken gebogen: 600 mm bis < 1.000 mm
ohne Querfuge) bzw. 1.000 mm (mit Querfuge)

Plattenbefestigung
• Bei einlagiger Beplankung werden die Platten
mit Glasroc F (Riflex) Spezialschrauben 3,9 x
19 mm mit einem Schraubenabstand von Tabelle 1: Übersicht
200 mm befestigt. Glasroc F Abhängerabstand Achsabstand Achsabstand
• Bei zweilagiger Beplankung wird die erste (Riflex) Grundprofile Tragprofile
Beplankungslage mit Glasroc F (Riflex) Spezial- X1 X2 y l
schrauben 3,9 x 19 mm mit einem Schraub- mm mm mm mm
abstand von 400 mm und die zweite Beplan- 1x6 500 900 750 300
kungslage mit Rigips Schnellbauschrauben TN 2x6 500 900 750 300
3,5 x 25 mm mit einem Schraubabstand von Nachweis: Prüfzeugnis
200 mm befestigt.

Verspachtelung Tabelle 2: Brandschutz nach DIN 4102


• Plattenfugen (stumpfer Stoß) und Befestigungs-
Glasroc F Mineralwolle Brandschutz
mittel sind in mehreren Arbeitsgängen mit (Riflex) Dicke Rohdichte
VARIO Fugenspachtel zu verspachteln. mm mm kg/m3
• Glasroc F (Riflex) werden mit Glasfaserbeweh-
1x6 nicht zulässig F 30-A 1) 3)
rungsstreifen verspachtelt.
2x6 40 1) 40 F 30-A 1) 2)
• Die Fugen der inneren Beplankungslagen
Nachweis: Prüfzeugnis
können ohne Verspachtelung stumpf gestoßen in Verbindung mit Holzbalkendecken F 30-B
werden, sonst sind bei Schallschutzanforderung 1)
z. B. ISOVER Protect BSP 40
2)
in Verbindung mit Decken der Bauart I, II, III
die Fugen zu schließen.

Unterkonstruktion
• Tragprofile: Deckenprofil CD 60/27, Abstand
max. 300 mm
120 cm

• Grundprofile: Deckenprofil CD 60/27 gebogen, ä


Krümmungsradius 800 mm, Abstand max.
750 mm
• Profilkreuzverbinder 240 cm
• Abhänger: Nonius-Abhänger

58
Beplankung Anmerkung
Die Glasroc F (Riflex) werden vom Stoß aus in Querverlegung beim Eine vollflächige Verspachtelung ist nicht erforderlich; sie empfiehlt
Verschrauben der Gewölbeform angepaßt. Ein- und mehrlagige sich nur bei besonderen Lichtverhältnissen und außergewöhn-
Beplankung ist möglich. Die Schraubenabstände im Bereich von lichen Anforderungen an die Ebenheit des Untergrundes, z. B. bei
Querstößen sollten grundsätzlich von 200 mm auf 100 mm redu- Lackierungen oder Beschichtungen mit Vinyl-Tapeten. Für Lackie-
ziert werden. rungen ist darüber hinaus generell eine zweite Beplankung vor-
zusehen.
Unterkonstruktion
Die Gewölbeprofile werden über eine Biegelehre entsprechend
dem erforderlichen Radius auf der Baustelle gebogen. Die Monta- Rigips-Information
ge der gebogenen Gewölbeprofile an Wand und Decke erfolgt mit
Mit der neu entwickelten und aktualisierten Kalkulationssoft-
Noniusabhänger und Justierstäben im Abstand von max. 500 mm.
ware RiKS 2.0 von Rigips können Sie Ihren Materialbedarf, die
Der Achsabstand der Gewölbeprofile beträgt max. 1.000 mm.
Materialkosten sowie den Zeitaufwand Ihrer Projekte kalkulie-
Die Gewölbeprofile werden mit den Hutdeckenprofilen (Abstand
ren. Weitere Informationen finden Sie auf Seite 115.
max. 300 mm) an allen Kreuzungspunkten mit je 2 Blechschrau-
ben verschraubt.

Verarbeitungs-Tipps Rigips-Hinweis
Übergang zu geraden Bauteilen Um eine optimale trockene Biegung zu erreichen, sollten die
• Zum Ausgleich des Überganges Glasroc F (Riflex)-Platten vor der Verschraubung auf die Unter-
wird auf den letzten Ständer der konstruktion „aufgeschüttelt“ werden. Dieser Vorgang bewirkt,
geschwungenen Wand ein Streifen dass die Längsfasern in den Platten gebrochen werden und somit
hinterlegt. der Biegevorgang erleich-
• Befestigung erfolgt mit Glasroc F tert wird. Die typischen
(Riflex) Spezialschrauben Knackgeräusche während
• Übergang mit Rigips Glasfaser- des „Aufschüttelns“ und
bewehrungsstreifen großflächig des Biegens sind unbe-
spachteln. denklich.

59
Produktanwendung – Rigips GK-Form

Geschwungene Wandkonstruktionen

Rigips GK-Form:
Gewicht: ca. 5,1 kg/m2
Dicke: 6,0 mm
Länge: 2.400/3.000 mm
Breite: 1.200 mm
Kantenform: abgeflachte Kante (AK)
Brandverhalten: gem. DIN EN 13501-1
A2-s1, d0 (C.2)

Produktvorteile:
• Realisierung anspruchsvoller Architektur
• trocken formbar
• nass formbar
• optimierte Plattenmaße und PLattendicke
von nur 6 mm

Beplankung
• Rigips GK-Form, quer verlegt
• Biegeradien:
Biegeradien für Rigips GK-Form
≥ 300 mm nass
≥ 600 mm trocken
Tabelle 1: Maximal zulässige Wandhöhen
Plattenbefestigung Beplankung Ständerprofil ohne Brandschutz
• Rigips Schnellbauschrauben 25 bzw. 35 mm mm mm mm
für 2. Beplankung im Abstand von 250 mm 1x6 CW 50 4.000
2x6 CW 50 4.100
Verspachtelung 3x6 CW 50 5.050
• Plattenfugen und Befestigungsmittel mit Nachweis: Prüfzeugnis bzw. analoger Rigips Berechnung
Rigips VARIO Fugenspachtel verspachteln.

Unterkonstruktion Biegeradien
• Anschlussprofile:
Rigips UW 50/75/100 eingeschnitten bzw.
vorgestanzte UW-Profile für Rundwände
Rigips CW 50/75/100 für Wandanschlüsse
befestigt mit Rigips Nageldübel im Abstand
von 500 mm.
• Ständerprofile:
Rigips CW 50/75/100
Abstände Ständerprofile:
300 mm (für Biegeradien 3.000 bis 1.200 mm)
400-
250 mm (für Biegeradien 1.200 bis 900 mm) 300 mm

200 mm (für Biegeradien 900 bis 300 mm) ≥ 400 mm

• Anschlussdichtung: 1.000-600 mm

Rigips Anschlussdichtung Filz ≥ 1.000 mm

Konkav – Innere Krümmung Konvex – Äußere Krümmung


Bei innerer Krümmung Bei äußerer Krümmung
muss die Ansichtsseite muss die Rückseite
der Rigips GK-Form der Rigips GK-Form
angefeuchtet werden. angefeuchtet werden.

60
Anreißen Beplankung 1. Wandseite
1 4
• Wandverlauf auf dem Fuß- • Die Rigips GK-Form wird
boden anzeichnen. in Querverlegung auf die
• Eventuelle Türöffnungen C-Wandprofile verschraubt.
berücksichtigen. • Die Fixierung sollte fort-
• Den Wandverlauf an der laufend mit der Rundung
Decke übertragen. erfolgen.
• Schraubabstände bei Ein-
fachbeplankung: ≤ 200 mm
• Schraubabstände bei Mehr-
fachbeplankung:
untere Lagen: ≤ 550 mm
obere Lage: ≤ 200 mm
• Gegebenenfalls sind auch
bei unteren Plattenlagen die
Schraubabstände bei engen
Biegeradien zu verringern.

2
Anschlussprofile 5
Hohlraumdämmung
• Die UW-Anschlussprofile ein- • Nach der Beplankung der
geschnitten oder vorgestanzt 1. Wandseite und der Ver-
für Rundwände, werden mit legung der erforderlichen
einseitig klebender Rigips An- Elektro- und Sanitärinstallati-
schlussdichtung Filz versehen on im Wandhohlraum wird
und an Boden und Decke mit zur Verbesserung der Schall-
Nageldübel im Abstand von dämmung eine Hohlraum-
500 mm befestigt. dämmung eingebracht.
• Die CW-Anschlussprofile an den • Der gesamte Hohlraum ist
angrenzenden flankierenden vollflächig zu dämmen.
Bauteilen sind aus Schallschutz- • Der Dämmstoff ist gegen
gründen dicht mit Anschluss- Abrutschen zu sichern.
dichtungen anzuschließen.

3
Ständerprofile 6
Beplankung 2. Wandseite
• Die CW-Ständerprofile mind. Durch die Beplankung der
15 mm in die Decken-An- 2. Wandseite erhält die Rigips-
schlussprofile einstellen. Montagewand eine weitere
• CW-Ständerprofile auf den Stabilität.
Achsabstand gem. Biege- • Es wird vorzugsweise mit
radien ausrichten. einer halben Plattenlänge in
• CW-Ständerprofile mit der Querverlegung begonnen
offenen Seite in Montage- (Versatz der senkrechten Fugen
richtung stellen, damit die Ver- mind. 2 Ständer = 600 mm).
schraubung der Beplankung an Der Versatz von Horizontal-
stabilerer Stegseite beginnt. fugen beträgt mind. 400 mm
und muss bei 1-lagiger Be-
plankung zur gegenüber-
Verarbeitungs-Tipps liegenden Beplankung einge-
halten werden.
Übergang zu geraden Bauteilen
• Anschließend Verspachtelung
• Zum Ausgleich des Überganges wird auf
der Plattenfugen, Anschlüsse
den letzten Ständer der geschwungenen
und Schraubenköpfe mit
Wand ein Streifen hinterlegt.
VARIO Fugenspachtel.
• Befestigung erfolgt mit Rigips Spezial-
• Die Schraubenabstände im
schrauben
Bereich von Querstößen soll-
• Übergang mit Rigips Glasfaserbeweh-
ten grundsätzlich von 200 mm
rungsstreifen großflächig spachteln.
auf 100 mm reduziert werden.

61
Produktanwendung – Rigips Bauplatten RB, Rigips Feuerschutzplatten RF

Metall-Einfachständerwände

Rigips Bauplatten RB
Rigips Feuerschutzplatten RF:
Gewichte:
Bauplatten ca. 9,5 kg/m2
Feuerschutzplatten ca. 10,1 kg/m2
Dicke: 12,5 mm
Längen: 2.000 mm,
2.500 mm,
2.600 mm*,
2.750 mm,
3.000 mm
Breite: 1.250 mm
Kantenform (Standard): VARIO
(= abgeflachte halb-
runde Längskanten)
Sonstiges: auch als „grüne“
(imprägnierte) Platten
erhältlich und Rigips
„Die Blauen“ für ver-
besserten Schallschutz
* nur Rigips Bauplatten RB

Beplankung
• Rigips Bauplatten RB bzw. Rigips Feuerschutz-
Tabelle 1: Maximal zulässige Wandhöhen
platten RF
Beplankung Ständerprofil ohne Brandschutz mit Brandschutz
mm mm mm mm
Plattenbefestigung
12,5 (2 x 12,5) CW 50 3.150 1) (4.000) 3.000 1) (4.000)
• 1-lagig:
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm im 12,5 (2 x 12,5) CW 75 4.000 (5.050) 4.000 (5.050)
Abstand von 250 mm 12,5 (2 x 12,5) CW 100 5.100 (7.150) 5.000 (6.500)
• 2-lagig: Nachweis: Prüfzeugnis bzw. analoger Rigips Berechnung
1)
Wert gilt nur für Einbaubereich 1
- 1. Lage: Rigips Schnellbauschrauben 25 mm
im Abstand von 750 mm
- 2. Lage: Rigips Schnellbauschrauben 35 mm
Tabelle 2: Schallschutz nach DIN 4109
im Abstand von 250 mm
Beplankung Ständerprofil Wanddicke Mineralwolle 1) Rw,R
mm mm mm mm dB
Verspachtelung
• Plattenfugen und Befestigungsmittel können 12,5 (2 x 12,5) CW 50 75 (100) – 32 (41)
ohne Bewehrungsstreifen mit dem VARIO 12,5 (2 x 12,5) CW 50 75 (100) 40 40 (50)
Fugenspachtel in mehreren Arbeitsgängen ver- 12,5 (2 x 12,5) CW 75 100 (125) 40 42 (51)
spachtelt werden, siehe Fugenverspachtelung 12,5 (2 x 12,5) CW 75 100 (125) 60 43 (52)
Seite 94 ff. 12,5 (2 x 12,5) CW 100 125 (150) 40 42 (51)
12,5 (2 x 12,5) CW 100 125 (150) 80 45 (53)
Unterkonstruktion Nachweis: Prüfzeugnis
• Anschlussprofile: Rw,R = Bewertetes Schalldämm-Maß ohne Schall-Längsleitung über flankierende Bauteile.
1)
z. B. ISOVER Akustic TF bzw. TF Twin oder ISOVER Akustic TP 1
Rigips UW für Boden-, Decken- und Rigips CW
für Wandanschluss, befestigt mit Rigips
Universal Befestigungselementen. Tabelle 3: Brandschutz nach DIN 4102
• Ständerprofile:
Beplankung Ständerprofil Mineralwolle Brandschutz
Rigips CW
mm mm mm kg/m3
• Anschlussdichtung:
12,5 (2 x 12,5) CW 50 – – F 30-A (F 90-A)
Rigips Anschlussdichtung Filz
12,5 (2 x 12,5) CW 75 – – F 30-A (F 90-A)
Dämmung 12,5 (2 x 12,5) CW 100 – – F 30-A (F 90-A)
Nachweis: Prüfzeugnisse
Nach Anforderung. Einbau von Elt.-Dosen in Rigips-Montagewände mit Brandschutzanforderungen, siehe Seite 107.

62
Anreißen Beplankung 1. Wandseite
1 4
• Wandverlauf auf dem Fuß- Die Beplankung der 1. Wand-
boden anzeichnen. seite beginnt mit einer ganzen
• Türöffnungen berück- Plattenbreite (1.250 mm).
sichtigen. Dazu werden die Rigips-Platten
• Wandverlauf an der Decke mit Rigips-Schnellbauschrau-
übertragen. ben unter Verwendung eines
Bauschraubers im Abstand
von 250 mm an den Ständer-
profilen befestigt.
• Bei 2-lagiger Beplankung
beträgt der Schraubabstand
bei der ersten Plattenlage
750 mm. Wegen des erforder-
lichen Fugenversatzes beginnt
die zweite Plattenlage mit
einer halben Plattenbreite
(625 mm).

Anschlussprofile Hohlraumdämmung
2 5
• Die UW-Anschlussprofile • Nach der Beplankung der
werden mit einseitig kleben- 1. Wandseite und der Ver-
der Rigips Anschlussdichtung legung der erforderlichen
Filz versehen und an Boden Elt.- und Sanitärinstallation
und Decke mit Rigips Univer- im Wandhohlraum wird
sal Befestigungselementen zur Verbesserung der Schall-
im Abstand von 1.000 mm dämmung bzw. für den
befestigt. Brandschutz eine Hohlraum-
• Die CW-Anschlussprofile an dämmung eingebracht. Der
den angrenzenden flankie- Hohlraum ist vollflächig zu
renden Bauteilen sind aus dämmen.
Schallschutzgründen dicht • Der Dämmstoff ist gegen
mit Anschlussdichtungen Filz Abrutschen zu sichern.
anzuschließen. • Dämmstoff-Anforderungen
siehe Tabellen 2 bzw. 3.

Ständerprofile Beplankung 2. Wandseite


3 6
• Die CW-Ständer mindestens • Die 2. Wandseite wird mit
15 mm in die Decken-An- einer halben Plattenbreite
schlussprofile einstellen (625 mm) begonnen, so dass
(nicht verschrauben). gegenüber der 1. Wandseite
• CW-Ständerprofile auf den ein Fugenversatz um ein
Achsabstand 625 mm aus- Ständerfeld entsteht.
richten. • Die Rigips-Montagewand ist
• CW-Ständerprofile mit der nun fertig für die Verspachte-
offenen Seite in Montage- lung der Plattenfugen, An-
richtung stellen, damit die schlüsse und Schraubköpfe
Verschraubung der Beplankung und erhält somit ihre end-
an der stabileren Stegseite gültige Stabilität.
beginnt. • Bei 2-lagiger Beplankung ist
grundsätzlich auch die 1. Be-
plankung mit zu verspachteln.

63
Produktanwendung – Rigips Bauplatten RB, Rigips Feuerschutzplatten RF

Holz-Einfachständerwände

Rigips Bauplatten RB
Rigips Feuerschutzplatten RF:
Gewichte:
Bauplatten ca. 9,5 kg/m2
Feuerschutzplatten ca. 10,1 kg/m2
Dicke: 12,5 mm
Längen: 2.000 mm,
2.500 mm,
2.600 mm*,
2.750 mm,
3.000 mm
Breite: 1.250 mm
Kantenform: VARIO
(= abgeflachte halb-
runde Längskanten)
Sonstiges: auch als „grüne“
(imprägnierte) Platten
erhältlich und Rigips
„Die Blauen“ für ver-
besserten Schallschutz
* nur Rigips Bauplatten RB

Beplankung
Tabelle 1: max. zulässige Wandhöhen nach DIN 4103
• Rigips Bauplatten RB bzw. Rigips Feuerschutz-
platten RF Beplankung Holzständer Einbaubereich nach DIN 4103-1
1 2
mm mm mm mm
Plattenbefestigung
12,5 RF ≥ 40/60 3.100 3.100
• 1-lagig:
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm im 2 x 12,5 RB ≥ 40/60 3.100 3.100
Abstand von 250 mm 2 x 12,5 RF ≥ 40/60 3.100 3.100
• 2-lagig: 2 x 12,5 RF ≥ 60/80 4.100 4.100
- 1. Lage: Rigips Schnellbauschrauben 25 mm Nachweis: DIN 4103-4

im Abstand von 750 mm


- 2. Lage: Rigips Schnellbauschrauben 35 mm
im Abstand von 250 mm Tabelle 2: Schallschutz nach DIN 4109
Beplankung Holzständer Wanddicke Mineralwolle Rw,R
Verspachtelung mm mm mm mm dB
• Plattenfugen und Befestigungsmittel können 12,5 ≥ 40/60 85 40 38
ohne Bewehrungsstreifen mit dem VARIO 2 x 12,5 RB ≥ 40/60 110 40 46
Fugenspachtel in mehreren Arbeitsgängen 2 x 12,5 RF ≥ 40/60 110 40 46
verspachtelt werden, siehe Fugenverspachte- Nachweis: Prüfzeugnisse
lung Seite 94 ff.

Unterkonstruktion Tabelle 3: Brandschutz nach DIN 4102


• Anschluss:
Beplankung Ständerprofil Mineralwolle Brandschutz
Holz 40 x 60 mm/40 x 80 mm für Boden-, mm mm mm kg/m3
Decken- und Wandanschluss, befestigt
12,5 RF ≥ 40/60 40 nichtbrennbar 2) F 30-B
mit Rahmendübel
12,5 RF ≥ 40/60 80 nichtbrennbar 1) F 30-B
• Alternativ: Holz 60 x 60 mm /60 x 80 mm
für Wandanschlüsse 2 x 12,5 RB ≥ 40/60 40 nichtbrennbar 2) F 30-B
• Holzständer: 2 x 12,5 RF ≥ 40/60 40 nichtbrennbar 3) F 60-B
Holz 60 x 60 mm oder 60 x 80 mm Nachweis: Prüfzeugnisse
1)
Dämmung nach DIN EN 13162 Schmelzpunkt 1.000 °C, Rohdichte ρ ≥ 15 kg/m3
• Anschlussdichtung: 2)
Dämmung nach DIN EN 13162 Schmelzpunkt 1.000 °C, Rohdichte ρ ≥ 30 kg/m3
Rigips Anschlussdichtung Filz 3)
Dämmung nach DIN EN 13162 Schmelzpunkt 1.000 °C, Rohdichte ρ ≥ 40 kg/m3
Einbau von Elt.-Dosen in Rigips-Montagewände mit Brandschutzanforderungen, siehe Seite 107.

64
Anreißen Beplankung 1. Wandseite
1 4
• Wandverlauf auf dem Fuß- Die Beplankung der 1. Wand-
boden anzeichnen. seite beginnt mit einer ganzen
• Türöffnungen berück- Plattenbreite (1.250 mm).
sichtigen. Dazu werden die Rigips-Platten
• Wandverlauf an der Decke mit Rigips-Schnellbauschrau-
übertragen. ben unter Verwendung eines
Bauschraubers im Abstand
von 250 mm an den Ständer-
profilen befestigt.
• Bei 2-lagiger Beplankung be-
trägt der Schraubabstand bei
der 1. Plattenlage 750 mm.
Wegen des erforderlichen
Fugenversatzes beginnt die
2. Plattenlage mit einer halben
Plattenbreite (625 mm).

Anschluss Hohlraumdämmung
2 5
• Die Anschlusshölzer werden • Nach der Beplankung der
mit einseitig klebender Rigips 1. Wandseite und der Ver-
Anschlussdichtung Filz ver- legung der erforderlichen
sehen und an Boden und Elt.- und Sanitärinstallation
Decke mit Rahmendübel im im Wandhohlraum wird zur
Abstand von 1.000 mm be- Verbesserung der Schall-
festigt. dämmung bzw. für den
• Die Holzständer an den an- Brandschutz eine Hohlraum-
grenzenden flankierenden dämmung eingebracht. Der
Bauteilen sind aus Schall- Hohlraum ist vollflächig zu
schutzgründen dicht mit dämmen.
Anschlussdichtungen Filz • Der Dämmstoff ist gegen Ab-
anzuschließen. rutschen (z. B. mit Klammern)
zu sichern.
• Dämmstoff-Anforderungen
siehe Tabelle 2.

Holzständer Beplankung 2. Wandseite


3 6
Je nach Anforderung an die • Die 2. Wandseite wird mit
Wandhöhe werden 60 x 60 mm einer halben Plattenbreite
bzw. 60 x 80 mm Hölzer als (625 mm) begonnen, so dass
Unterkonstruktion eingestellt. gegenüber der 1. Wandseite
• Die Holzständer auf den ein Fugenversatz um ein
Achsabstand von 625 mm Ständerfeld entsteht.
einmessen. • Die Rigips-Montagewand ist
• Die Holzständer mit den ent- nun fertig für die Verspachte-
sprechenden Nägeln oder lung der Plattenfugen, An-
Schrauben an den Anschluss- schlüsse und Schraubköpfe
hölzern fixieren. und erhält somit ihre end-
gültige Stabilität.
• Bei 2-lagiger Beplankung ist
grundsätzlich auch die 1. Be-
plankung mit zu verspachteln.

65
Produktanwendung – Rigips Bauplatten RB, Rigips Feuerschutzplatten RF

Abgehängte Unterdecken

Rigips Bauplatten RB
Rigips Feuerschutzplatten RF:
Gewichte:
Bauplatten ca. 9,5 kg/m2 Noniushänger
Feuerschutzplatten ca. 10,1 kg/m2
Dicke: 12,5 mm
Längen: 2.000 mm, Kreuz-
2.500 mm, schnellverbinder
2.600 mm*,
Tragprofil
2.750 mm,
3.000 mm Grundprofil
Breite: 1.250 mm
Kantenform: VARIO
(= abgeflachte halb-
runde Längskanten)
Sonstiges: auch als „grüne“
(imprägnierte) Platten
erhältlich
* nur Rigips Bauplatten RB

Beplankung Unterkonstruktion
• Rigips Bauplatten RB bzw. Rigips Feuerschutz- • Deckenprofile CD 60/27 als Grund- bzw. Trag-
platten RF (RBI bzw. RFI). profil in Verbindung mit drucksteifen Abhänge-
systemen:
Plattenbefestigung - Schnellspannhänger oder
• Rigips Schnellbauschrauben 25 mm im Abstand - Nonius-Abhänger
von 170 mm in Metall-Unterkonstruktion. • Profilverbinder:
- Kreuzschnellverbinder (bevorzugt)
Verspachtelung - CD-Sicherheitsquerverbinder (für höhen-
• Plattenfugen und Befestigungsmittel können gleiche Unterkonstruktion)
ohne Bewehrungsstreifen mit dem VARIO
Fugenspachtelsystem in mehreren Arbeits-
gängen verspachtelt werden, siehe Fugen-
verspachtelung Seite 94 ff.

Zulässige Achsabstände der Unterkonstruktion gemäß DIN 18181


Beplankung Stützweiten Profile Spannweite Platten
quer zur längs zur
Platte Platte
x y l l
mm mm mm mm mm
Ohne Zusatzlast
12,5 900 1.000 500 420
2 x 12,5 750 1.000 500 420
Loch- und
Schlitzplatten 900 1.000 320 1) –
Mit Zusatzlast (zulässiges Gesamtgewicht der Konstruktion ≤ 30 kg/m2)
12,5/2 x 12,5 750 1.000 500 420
Mit Zusatzlast (zulässiges Gesamtgewicht der Konstruktion ≤ 50 kg/m2)
12,5/2 x 12,5 600 750 500 420
1)
210 mm für Schlitzkassetten S 21
Unmittelbar an der Beplankung befestigte Einzellasten dürfen 0,06 kN je Plattenspannweite und Meter nicht überschreiten.

66
Unterkonstruktion Beplankung
• Rigips-CD-Deckenprofil als • Auf dem CD-Tragprofil
Grund- und Tragprofil. 12,5 mm dicke Rigips-Bau-
platten mit 25 mm langen
Rigips-Schnellbauschrauben
anschrauben.
• Schraubenabstand = 170 mm.
Profilverbindung Querfugen versetzt (Abstand
• CD-Profilverbinder für um ein Tragprofil) anordnen
Profilstöße. (keine Kreuzfugen).

• CD-Sicherheitsquerverbinder
für höhengleiche bzw. niveau-
gleiche Unterkonstruktion.

Schnellabhänger für CD Abhänger-Befestigung an


zur seitlichen Drahteinführung. Massivdecken
(Drucksteifer Abhänger der • Zunächst Deckenhöhe an um-
Tragfähigkeitsklasse 0,40 kN). laufenden Wänden markieren.
• Befestigungspunkte an der
Rohdecke anreißen und Ab-
hängedraht mit zugelassenen
Dübeln und Schrauben be-
festigen.

Nonius-Abhängesystem Abhänger-Befestigung an
1
für Brandschutzdecken mit Holzbalkendecken
hohen Konstruktionsgewichten. • An Holzbalkendecken Abhän-
• Bestehend aus Rigips Nonius- ger möglichst seitlich
unterteil CD, siehe Abb. 1 mit Rundkopfschraube Ø
(Drucksteifer Abhänger der ca. 5 mm befestigen.
Tragfähigkeitsklasse 0,4 kN). • Befestigungsabstand von Un-
2 • Profilverbindung Grund- und terkante Balken mindestens
Tragprofil mit Kreuzschnell- 50 mm.
verbinder, siehe Abb. 2 (Trag-
fähigkeitsklasse 0,4 kN).

67
Produktanwendung – Rigips Bauplatten RB, Rigips Feuerschutzplatten RF

Direkt befestigte Deckenbekleidungen/Dachgeschossausbau mit Metall-Unterkonstruktion

Rigips Bauplatten RB
Rigips Feuerschutzplatten RF:
Gewichte:
Bauplatten ca. 9,5 kg/m2
Feuerschutzplatten ca. 10,1 kg/m2
Dicke: 12,5 mm
Längen: 2.000 mm,
2.500 mm,
2.600 mm*,
2.750 mm,
3.000 mm
Breite: 1.250 mm
Kantenform: VARIO
(= abgeflachte halb-
runde Längskanten)
Sonstiges: auch als „grüne“
(imprägnierte) Platten
erhältlich
* nur Rigips Bauplatten RB

Beplankung
• Rigips Bauplatten RB bzw. Rigips Feuerschutz-
platten RF. Verarbeitungs-Tipps
Ausführung mit Metall-Unterkonstruktion
Plattenbefestigung • Die Abseitenwand wird erst errichtet, wenn die gesamte
• Rigips Schnellbauschrauben 25 mm im Ab- Dachfläche fertiggestellt ist.
stand von 170 mm in Metall-Unterkonstruktion • Auf die Beplankung der Dachschräge wird für die obere
(bei 1-lagiger Beplankung). Befestigung der Metallständer ein U-Wandprofil mit geeig-
• neten Befestigungsmitteln (z. B. Schnellbauschrauben)
Verspachtelung befestigt, dass mit der Unterkonstruktion der Dachschräge verbunden sein muss.
• Die Plattenfugen und Befestigungsmittel können • Die C-Wandprofile werden in die oberen und unteren U-Wandprofile eingestellt.
ohne Bewehrungsstreifen (im Dachgeschoss • Unter dem U-Wandprofil (Bodenanschluss) ist eine Schlussdichtung – wie bei
generell mit Bewehrungsstreifen) mit dem Montagewänden – vorzusehen. Ständerabstand (Querbefestigung) 625 mm bei
VARIO Fugenspachtel in mehreren Arbeits- 12,5 mm bzw. 750 mm bei 15 mm Platten.
gängen verspachtelt werden, siehe Fugen- • Beträgt die Höhe der Drempelwand mehr als 1.250 mm (Plattenbreite), so
verspachtelung Seite 94 ff. können Rigips-Platten in Längsbefestigung angebracht werden. Dabei darf der
Ständerabstand 625 mm nicht überschreiten.
Unterkonstruktion
• Hutdeckenprofile mit Schnellbauschrauben
35 mm befestigt (weitere Metall-Unter-
konstruktionen, siehe rechte Seite).

68
Zulässige Achsabstände der Unterkonstruktion gemäß DIN 18181
Beplankung Stützweite Profile* Spannweite
Platten
Befestigung
quer zur Platte
an der Decke y l
Hut-Deckenprofil mm mm mm
(Tragprofil)
12,5 1.000 500
2 x 12,5 1.000 500
Angegebene Maße gelten für Deckenbekleidungen ohne Brandschutz-Anforderungen mit max. Zusatzlast
von 30 kg/m2!

Hutdeckenprofil
Direktbefestigung mit
Schrauben an der Rohdecke/
Dachschräge.

Alternativ: Alternativ:
Rigips Direktbefestiger für Rigips Klick-Fix Direktbefestiger
CD-Profile (Schienenläufer) für CD-Profile
Deckenprofile CD 60/27 wer- Für die direkte Montage von
den über Schienenläufer an Deckenprofilen CD an die Roh-
der Rohdecke befestigt decke (Tragfähigkeitsklasse:
(Tragfähigkeitsklasse: 0,15 kN 0,40 kN = 40 kg).
= 15 kg).

Alternativ:
Rigips CD-Direktabhänger
Für die direkte Montage von
CD-Profilen an Rohdecken.

69
Produktanwendung – Rigips Bauplatten RB, Rigips Feuerschutzplatten RF

Direkt befestigte Deckenbekleidungen/Dachgeschossausbau mit Holz-Unterkonstruktion

Rigips Bauplatten RB
Rigips Feuerschutzplatten RF:
Gewichte:
Bauplatten ca. 9,5 kg/m2
Feuerschutzplatten ca. 10,1 kg/m2
Dicke: 12,5 mm
Längen: 2.000 mm,
2.500 mm,
2.600 mm*,
2.750 mm,
3.000 mm
Breite: 1.250 mm
Kantenform: VARIO
(= abgeflachte halb-
runde Längskanten)
Sonstiges: auch als „grüne“
(imprägnierte) Platten
erhältlich
* nur Rigips Bauplatten RB

Beplankung
• Rigips Bauplatten RB bzw. RF
Verarbeitungs-Tipps
Plattenbefestigung Ausführung mit Holz-Unterkonstruktion
• Rigips Schnellbauschrauben 35 mm im Ab- • Die Abseitenwand wird erst errichtet, wenn die gesamte
stand von 170 mm mit Grobgewinde in Holz- Dachfläche fertiggestellt ist.
Unterkonstruktion. • Auf die Beplankung der Dachschräge wird für die obere
Befestigung der Holzständer eine Latte aufgeschraubt, die
Verspachtelung an der Unterkonstruktion der Dachschräge zu befestigen ist.
• Die Plattenfugen und Befestigungsmittel • Die Holzständer werden üblicherweise entsprechend der Dachneigung abge-
können ohne Bewehrungsstreifen (im Dach- schrägt und am oberen und unteren Anschlussholz durch Schrauben oder
geschoss generell mit Bewehrungsstreifen) Stichnägel befestigt.
mit dem VARIO Fugenspachtel in mehreren • Unter der Schwelle ist eine Anschlussdichtung vorzusehen.
Arbeitsgängen verspachtelt werden, siehe • Ständerabstand (Querbefestigung) 625 mm bei 12,5 mm bzw. 750 mm bei
Fugenverspachtelung Seite 94 ff. 15 mm Platten.
• Beträgt die Höhe der Drempelwand mehr als 1.250 mm (Plattenbreite), so
Unterkonstruktion können Rigips-Platten in Längsbefestigung angebracht werden. Dabei darf der
• Holzlatten 48/24, 50/30, 60/40 mm je nach Ständerabstand 625 mm nicht überschreiten.
Konstruktion, siehe Tabellen.

Tabelle 1: Achsabstände ohne Grundlatten


Befestigungsabstände an Rohdecke (Stützweiten) Abstand
bei Traglatten Traglatten
48/24 mm 50/30 mm 60/40 mm (Spannweite)
y y y l
mm mm mm mm
700 850 1.000 5003)
3)
Spannweite quer zur Platte, ohne Zusatzlasten

Tabelle 2: Achsabstände mit Grundlatten (60/40 mm)


Befestigungsabst. Abstand der Grundlatten Abstand
an Rohdecke bei Traglatten Traglatten
(Stützweiten) 48/24 mm 50/30 mm 60/40 mm (Spannweite)
x y y y l
mm mm mm mm mm
1.0001) 700 850 1.000 5002)
1)
ohne Zusatzlasten
2)
Spannweite quer zur Platte, ohne Zusatzlasten
70
Grundlatten-Befestigung an Traglatte
1 4
Massivdecken • Traglattung und Grundlat-
• An Massivdecken Grundlatten tung an den Kreuzungspunk-
mit zugelassenen Dübeln und ten durch 55 mm lange
Schrauben befestigen. Rigips-Schnellbauschrauben
• Zunächst Befestigungspunkte verbinden.
an der Rohdecke anreißen • Achsabstände siehe
und Dübel setzen. Danach Konstruktionsbeschreibung.
entsprechend lange Schraube
durch vorgebohrte Latte ein-
drehen.
• Zulässige Achsabstände
siehe Tabelle auf Seite 70.

Grundlatten-Befestigung an Beplankung
2 5
Holzbalkendecken • Auf der Traglattung 12,5 mm
An Holzbalkendecken Grund- dicke Rigips-Bauplatten RB
latten mit entsprechend langen mit 35 mm langen Rigips-
Holzbauschrauben (Schrauben- Schnellbauschrauben an-
länge = Lattendicke x 2) be- schrauben.
festigen. • Schraubenabstand = 170 mm.
• Querfugen versetzt (um
einen Lattenabstand) anord-
nen (keine Kreuzfugen).

Ausrichten
3
• Grundlattung ausrichten und
mit justierbaren Schrauben
Unebenheiten ausgleichen.
Alternativ: durch Unterlegen
von Distanzstücken Uneben-
heiten ausgleichen.

Rigips U-Direktabhänger
(alternativ)
Für die direkte Montage von
Holzlatten oder U-Wandprofi-
len an Rohdecken.

71
Produktanwendung – Rigips Feuerschutzplatten RF

Selbstständige Brandschutz-Unterdecken

Montagedecken, selbstständig
• Brandschutz
ohne Berücksichtigung der Rohdecke.
Bei Brandbeanspruchung aus dem Zwischen-
deckenbereich: Massivdecke ≥ F 90-A
• Brandbeanspruchung
von der Raumseite, aus dem Zwischendecken-
bereich, sowie von unten und/oder aus dem
Zwischendeckenbereich (unter Einhaltung
der aufgeführten Materialien)
• Anwendung
dort wo die Beschaffenheit der Rohdecke
nicht berücksichtigt werden kann
• Sonstiges
Flurdecken (Fluchtwege) mit hoher Installa-
tionsdichte in z. B. öffentlichen oder gewerb-
lichen Gebäuden für Brandbeanspruchung
aus dem Zwischendeckenbereich stehen
geprüfte freitragende Konstruktionen zur
Verfügung.
• Freitragende Deckensysteme Rigimont 30
und 90, selbstständig, für Brandlast von
unten und/oder oben auf Anfrage!

Beplankung
• Rigips Feuerschutzplatten RF in angegebener
Plattendicke. Schraubenabstand = 170 mm.

Unterkonstruktion
• Die angegebenen maximalen Achsabstände
der Unterkonstruktion sind einzuhalten. Brandlast von unten Brandlast aus dem Zwi- Brandlast von unten
• Abmessungen: schendeckenbereich und/oder aus dem Zwi-
Grund- und Tragprofile CD 60/27. schendeckenbereich

Dämmstoff
• An „im Deckenhohlraum zulässige Mineral-
wolle-Dämmstoffe“ werden bei Brandlast von
unten keine Brandschutz-Anforderungen ge-
stellt.
• Bei Konstruktionen mit erforderlicher Mineral-
wolle sind brandschutzgeeignete Dämmstoffe
(Baustoffklasse A, Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C)
in angegebener Dicke und Rohdichte zu ver-
wenden.

72
Unterkonstruktion, abgehängt befestigt

F 30-A
2-lagige Beplankung, 2 x 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 23 kg/m2
Abhängesystem: Nonius, oder Schnell-
spannhänger möglich.
Als Profilverbinder sind auch Winkelanker
möglich. Brandlast von
unten

Rigips-System-Nr. 4.10.13

Unterkonstruktion, abgehängt befestigt

F 30-A
1-lagige Beplankung, 15 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 18 kg/m2
Mineralwolle zulässig ohne Anforderung
Abhängesystem: Nonius, oder Schnell-
spannhänger möglich.
Als Profilverbinder sind auch Winkelanker Brandlast aus
möglich. dem Zwischen-
Rohdecke: ≥ F 30-A deckenbereich

Rigips-System-Nr. 4.11.11

Unterkonstruktion, abgehängt befestigt

F 30-A
2-lagige Beplankung, 2 x 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 25 kg/m2
Abhängesystem: Nonius, oder Schnell-
spannhänger möglich.
Als Profilverbinder sind auch Winkelanker
möglich. Brandlast von
Rohdecke: ≥ F 30-A unten und/oder
aus dem
Zwischendecken
Rigips-System-Nr. 4.11.12 bereich

F 60 bis F 90-Konstruktionen siehe Gesamtkatalog „Planen und Bauen“!

Aufbau Unterdecken (Achsabstände)


Rigips Stützweiten Profile Abstand der Trag- Mineralwolle im
Feuerschutzplatten RF Grundprofile Tragprofile profile (Spannweite) Zwischendeckenbereich
x y l Dicke Rohdichte
mm mm mm mm mm kg/m3
15 750 850 500 40 40
2 x 12,5 750 850 500 40 40
2 x 12,5 750 1.000 500 zulässig ohne Anforderung

73
Produktanwendung – Rigips Feuerschutzplatten RF

Brandschutz-Unterdecken in Verbindung mit Rohdecken (Bauart I – III)

Montagedecken mit Rohdecken


Bauart I bis III
• Brandschutz
mit Berücksichtigung der Rohdecke
• Brandbeanspruchung
von der Raumseite (unter Einhaltung der
aufgeführten Materialien)
• Anwendung
unter Massivdecken der Bauart I bis III
(nach DIN 4102)

Beplankung
• Rigips Feuerschutzplatten RF bzw. Rigips „Die
Dicke“ in angegebener Plattendicke. Schrau-
benabstand = 170 mm

Unterkonstruktion
• Die angegebenen maximalen Achsabstände
der Unterkonstruktion sind einzuhalten.
• Abmessungen:
Grund- und Tragprofile CD 60/27
Grundlatten 60/40 mm
Traglatten 50/30, 60/40 mm.
Rigips-Information
Dämmstoff
• An „im Deckenhohlraum zulässige Mineral- Bauart I Bauart II Bauart III
wolle-Dämmstoffe“ werden keine Brandschutz-
Anforderungen gestellt.
• Bei Konstruktionen mit Hinweis „Mineralwolle
erforderlich“ sind brandschutzgeeignete
Dämmstoffe (Baustoffklasse A, Schmelzpunkt Hohlkörperdecken Stahlträger mit Stahlbetondecken
≥ 1.000 °C) in angegebener Dicke und Rohdichte Normalbeton-
zu verwenden. abdeckung

Stahlträger Stahlbetonrippen-
mit Leichtbeton- Decken oder Stahlbeton-
abdeckung plattenbalken-Decken

74
Metall-Unterkonstruktion, abgehängt befestigt

F 30-A
bei 1-lagiger Beplankung, 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 13 kg/m2
bei 1-lagiger Beplankung, 15 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 16 kg/m2

Rigips-System-Nr. Brandlast von


Bauart I: 4.20.21/.22 unten
Bauart II: 4.30.20
Bauart III: 4.40.20

Holz-Unterkonstruktion, direkt befestigt

F 30-AB
bei 1-lagiger Beplankung, 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 13 kg/m2
bei 1-lagiger Beplankung, 15 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 17 kg/m2

Rigips-System-Nr. Brandlast von


Bauart I: 4.20.11/.12 unten
Bauart II: 4.30.11
Bauart III: 4.40.11

F 60/F 90-Konstruktionen für Bauart III siehe Gesamtkatalog „Planen und Bauen“!

Aufbau Unterdecken (Achsabstände)


Anwendung Rigips Stützweiten Profile (bzw. Lattung) Abstand Tragprofile* Mineralwollauflage im
Feuerschutz- Grundprofile Tragprofile (bzw. Traglattung*) Zwischendeckenbereich
platten RF (Grundlatten (Traglatten quer längs
60/40) 50/30) zur Platte zur Platte
x y l l
mm mm mm mm mm
Bauart I 15,0 750 (850) 1.000 (750) 500 (500) 420 (420) zul. ohne Anforderung

Bauart II 12,5 900 (1.000) 1.000 (850) 500 (500) 420 (420) nicht zulässig
Bauart II 15,0 750 (850) 1.000 (750) 500 (500) 420 (420) zul. ohne Anforderung

Bauart III 12,5 900 (1.000) 1.000 (850) 500 (500) 420 (420) nicht zulässig
Bauart III 15,0 750 (850) 1.000 (750) 500 (500) 420 (420) zul. ohne Anforderung
* = Spannweite Platten

75
Produktanwendung – Rigips Feuerschutzplatten RF

Unterdecken in Verbindung mit Holzbalkendecken und Metall-Unterkonstruktion

Montagedecken unter Holzbalkendecken

• Brandschutz
in Verbindung mit Holzbalkendecken
• Brandbeanspruchung
von der Raumseite (unter Einhaltung der
aufgeführten Materialien)
• Anwendung
unter Holzbalken (z. B. im Dachgeschoss)
• Erforderliche obere Balkenabdeckung
- Spanplatten, 16 mm dick, sowie gespundete
Bretter 21 mm dick mit entsprechendem
Fußbodenaufbau
- Spanplatten, 19 mm dick,
Rohdichte 600 kg/m3
- Spanplatten 21 mm dick mit zu tragender
Verkehrslast ≤ 1 kN/m2, z. B. Abschlüsse von
Spitzböden

Ausführungsbeispiele des Fußbodenaufbaus


bei Brandlast von oben

• F 30 (von oben)
Alle Rigidur Estrichelementvarianten
Beplankung
• F 60 (von oben)
• Rigips Feuerschutzplatten RF in angegebener
Alle Rigidur Estrichelementvarianten mit
zusätzlicher Lage Rigidur H ≥ 10 mm Plattendicke. Schraubenabstand = 170 mm

• F 90 (von oben)
Unterkonstruktion
Rigidur Estrichelement 30 MW
+ 10 mm Rigidur H • Die angegebenen maximalen Achsabstände
Rigidur Estrichelement 30 HF der Unterkonstruktion sind einzuhalten.
+ 10 mm Rigidur H • Grund- und Tragprofile CD 60/27 für
Alle anderen Rigidur Estrichelementvarianten abgehängte Unterdecken
mit zusätzlicher Rigidur Ausgleichsschüttung • Hutdeckenprofile für Direktbefestigung
≥ 20 mm
• Alternativ: CD 60/27 mit Direktabhänger oder
Schienenläufer
Rigips-Hinweis
Für ausführliche Informationen steht Ihnen Dämmstoff
die Unterlage „Planen und Bauen – Fußboden- • An „im Deckenhohlraum zulässige Mineral-
Systeme“ zur Verfügung. wolle-Dämmstoffe“ werden keine Brandschutz-
Anforderungen gestellt.
• Bei Konstruktionen mit Hinweis „Mineralwolle
erforderlich“ sind brandschutzgeeignete
Dämmstoffe (Baustoffklasse A, Schmelzpunkt
≥ 1.000 °C) in angegebener Dicke und Roh-
dichte zu verwenden.

76
Metall-Unterkonstruktion, direkt/abgehängt befestigt

F 30-B
1-lagige Beplankung, 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 11 kg/m2
1-lagige Beplankung, 15 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 14 kg/m2
2-lagige Beplankung, 2 x 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 22 kg/m2 Brandlast von unten

Rigips-System-Nr. 4.50.21

Metall-Unterkonstruktion, direkt/abgehängt befestigt

F 30-B
1-lagige Beplankung, 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 13 kg/m2
1-lagige Beplankung, 15 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 16 kg/m2
2-lagige Beplankung, 2 x 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 23 kg/m2 Brandlast von unten

Rigips-System-Nr. 4.50.25

F 90-Konstruktionen siehe Gesamtkatalog „Planen und Bauen“!

Aufbau Unterdecken (Achsabstände)


Rigips Stützweiten Profile Abstand Tragprofile* Mineralwolle im
Feuerschutzplatten RF Grundprofile Tragprofile quer längs Zwischendeckenbereich
zur Platte zur Platte
x y l l Dicke Rohdichte
mm mm mm mm mm mm kg/m3
12,5 900 1.000 400 – zulässig ohne Anforderung
15,0 750 1.000 500 420 zulässig ohne Anforderung
12,5 900 1.000 500 420 ≥ 60 ≥ 30
* = Spannweite Platten

77
Produktanwendung – Rigips Feuerschutzplatten RF

Unterdecken in Verbindung mit Holzbalkendecken und Holz-Unterkonstruktion

Montagedecken unter Holzbalkendecken


• Brandschutz
in Verbindung mit Holzbalkendecken
• Brandbeanspruchung
von der Raumseite (unter Einhaltung der
aufgeführten Materialien)
• Anwendung
unter Holzbalken (z. B. im Dachgeschoss)
• Erforderliche obere Balkenabdeckung
- Spanplatten, 16 mm dick, sowie gespundete
Bretter 21 mm dick mit entsprechendem
Fußbodenaufbau
- Spanplatten, 19 mm dick,
Rohdichte 600 kg/m3
- Spanplatten 21 mm dick mit zu tragender
Verkehrslast ≤ 1 kN/m2, z. B. Abschlüsse von
Spitzböden

Ausführungsbeispiele des Fußbodenaufbaus


bei Brandlast von oben
• F 30 (von oben)
Alle Rigidur Estrichelementvarianten
Beplankung
• F 60 (von oben)
• Rigips Feuerschutzplatten RF in angegebener
Alle Rigidur Estrichelementvarianten mit
zusätzlicher Lage Rigidur H ≥ 10 mm Plattendicke. Schraubenabstand = 170 mm

• F 90 (von oben)
Unterkonstruktion
Rigidur Estrichelement 30 MW
+ 10 mm Rigidur H • Die angegebenen maximalen Achsabstände
Rigidur Estrichelement 30 HF der Unterkonstruktion sind einzuhalten.
+ 10 mm Rigidur H • Grundlatten 60/40 mm
Alle anderen Rigidur Estrichelementvarianten • Traglatten 50/30, 60/40 mm
mit zusätzlicher Rigidur Ausgleichsschüttung
≥ 20 mm
Dämmstoff
• An „im Deckenhohlraum zulässige Mineral-
Rigips-Hinweis wolle-Dämmstoffe“ werden keine Brandschutz-
Anforderungen gestellt.
Für ausführliche Informationen steht Ihnen
• Bei Konstruktionen mit Hinweis „Mineralwolle
die Unterlage „Planen und Bauen – Fußboden-
erforderlich“ sind brandschutzgeeignete
Systeme“ zur Verfügung.
Dämmstoffe (Baustoffklasse A, Schmelzpunkt
≥ 1.000 °C) in angegebener Dicke und Rohdichte
zu verwenden.

78
Holz-Unterkonstruktion, direkt befestigt

F 30-B
1-lagige Beplankung, 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 12 kg/m2
1-lagige Beplankung, 15 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 15 kg/m2
2-lagige Beplankung, 2 x 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 22 kg/m2 Brandlast von
Konstruktion ohne Grundlattung unten

Rigips-System-Nr. 4.50.11

Holz-Unterkonstruktion, direkt befestigt

F 30-B
1-lagige Beplankung, 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 13 kg/m2
1-lagige Beplankung, 15 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 17 kg/m2
2-lagige Beplankung, 2 x 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 24 kg/m2 Brandlast von
Konstruktion mit Grundlattung unten

Rigips-System-Nr. 4.50.12

F 60-Konstruktionen siehe Gesamtkatalog „Planen und Bauen“!

Aufbau Unterdecken (Achsabstände)


Rigips Stützweiten Lattung Abstand der Traglatten* Mineralwolle im
Feuerschutz- Grundlatten Traglatten quer längs Zwischendeckenbereich
platten RF 60/40 50/30 60/40 zur Platte zur Platte
x y y l l Dicke Rohdichte
mm mm mm mm mm mm mm kg/m3
12,5 1.000 850 1.000 400 – zulässig ohne Anforderung
15,0 850 750 850 500 420 zulässig ohne Anforderung
12,5 1.000 850 1.000 500 420 ≥ 60 ≥ 30
* = Spannweite Platten

79
Produktanwendung – Rigips Feuerschutzplatten RF

Brandschutz-Unterdecken in Verbindung mit teilweise freiliegenden Holzbalken

Montagedecken unter teilweise freiliegenden


Holzbalken
• Brandschutz
in Verbindung mit Holzbalkendecken
• Brandbeanspruchung
von der Raumseite (unter Einhaltung der
aufgeführten Materialien)
• Anwendung
unter Holzbalken (z. B. im Dachgeschoss)
• Erforderliche obere Balkenabdeckung
- Spanplatten, 16 mm dick, sowie gespundete
Bretter 21 mm dick mit entsprechendem
Fußbodenaufbau
- Spanplatten, 19 mm dick,
Rohdichte 600 kg/m3
- Spanplatten 21 mm dick mit zu tragender
Verkehrslast ≤ 1 kN/m2, z. B. Abschlüsse von
Spitzböden

Ausführungsbeispiele des Fußbodenaufbaus


bei Brandlast von oben
• F 30 (von oben)
Alle Rigidur Estrichelementvarianten Beplankung
• F 60 (von oben) • Rigips Feuerschutzplatten RF in angegebener
Alle Rigidur Estrichelementvarianten mit Plattendicke. Schraubenabstand = 170 mm
zusätzlicher Lage Rigidur H ≥ 10 mm
• F 90 (von oben) Unterkonstruktion
Rigidur Estrichelement 30 MW • Die angegebenen maximalen Achsabstände
+ 10 mm Rigidur H der Unterkonstruktion sind einzuhalten.
Rigidur Estrichelement 30 HF • Grundlatten 30/50, 40/60 mm
+ 10 mm Rigidur H
• Traglatten 50/30, 60/40 mm
Alle anderen Rigidur Estrichelementvarianten
mit zusätzlicher Rigidur Ausgleichsschüttung
≥ 20 mm Dämmstoff
• An „im Deckenhohlraum zulässige Mineral-
wolle-Dämmstoffe“ werden keine Brandschutz-
Rigips-Hinweis Anforderungen gestellt.
Für ausführliche Informationen steht Ihnen • Bei Konstruktionen mit Hinweis „Mineralwolle
die Unterlage „Planen und Bauen – Fußboden- erforderlich“ sind brandschutzgeeignete
Systeme“ zur Verfügung. Dämmstoffe (Baustoffklasse A, Schmelzpunkt
≥ 1.000 °C) in angegebener Dicke und Rohdichte
zu verwenden.
Mindestquerschnittsabmessungen
bei teilweise freiliegenden Holzbalken
Biegespannung Mindestquerschnitts-
abmessungen (Vollholz)
j b/h
N/mm2 cm
= 11 13/15
= 10 12/15
= 7 9/15
≤ 3 8/15

80
Holz-Unterkonstruktion, teilw. freilieg. Holzbalken

F 30-B
1-lagige Beplankung, 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 13 kg/m2
1-lagige Beplankung, 15 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 17 kg/m2
2-lagige Beplankung, 2 x 12,5 mm
Gewicht der Unterdecke: ca. 24 kg/m2 Brandlast von
unten

Rigips-System-Nr. 4.60.10

F 60-Konstruktionen siehe Gesamtkatalog „Planen und Bauen“!

Aufbau Unterdecken (Achsabstände)


Rigips Stützweiten Lattung Abstand der Traglatten* Mineralwolle im
Feuerschutz- Grundlatten Traglatten quer längs Zwischendeckenbereich
platten RF 30/50 40/60 50/30 60/40 zur Platte zur Platte
x x y y l l Dicke Rohdichte
mm mm mm mm mm mm mm mm kg/m3
12,5 1.000 1.200 850 1.000 400 – zulässig ohne Anforderung
15,0 850 1.000 750 850 500 420 zulässig ohne Anforderung
12,5 1.000 1.200 850 1.000 500 420 ≥ 60 ≥ 30
* = Spannweite Platten

81
Produktanwendung – Rigips RBI (imprägniert), Rigips RFI (imprägniert)

Installationswände

Rigips Bauplatten RBI (imprägniert)


Rigips Feuerschutzplatten RFI (imprägniert):
Gewichte:
Bauplatten RBI ca. 10,0 kg/m2
Feuerschutzplatten RFI ca. 10,2 kg/m2
Dicke: 12,5 mm
Längen: 2.000 mm,
2.500 mm,
2.750 mm,
3.000 mm
Breite: 1.250 mm
Kantenform: VARIO
(= abgeflachte halb-
runde Längskanten)
Beplankung mit Rigips „Die Leichte“ RBI 25 (im-
prägniert) auf Anfrage!

Beplankung (beidseitig 2-lagig)


• Rigips Bauplatten RBI (imprägniert) bzw.
Rigips Feuerschutzplatten RFI (imprägniert)

Plattenbefestigung
• 1-lagig:
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm im Ab-
stand von 250 mm
• 2-lagig:
- 1. Lage: Rigips Schnellbauschrauben 25 mm
im Abstand von 750 mm
- 2. Lage: Rigips Schnellbauschrauben 35 mm
Tabelle 1: Wandhöhen nach DIN 18183
im Abstand von 250 mm
Beplankung Ständerprofil Einbaubereich nach DIN 4103-1
1 2
Verspachtelung
mm mm mm mm
• Plattenfugen und Befestigungsmittel können
2 x 12,5 2 x CW 50 4.500 4.000
ohne Bewehrungsstreifen mit dem VARIO
Fugenspachtel in mehreren Arbeitsgängen 2 x 12,5 2 x CW 75 6.000 5.500
verspachtelt werden, siehe Fugenverspachte- 2 x 12,5 2 x CW 100 6.500 6.000
lung Seite 94 ff. Nachweis: DIN 18183

Unterkonstruktion
Tabelle 2: Schallschutz nach DIN 4109
• Anschlussprofile:
Beplankung Ständerprofil Wanddicke Mineralwolle Rw,R
Rigips UW für Boden-, Decken- und Rigips CW
mm mm mm mm dB
für Wandanschluss, befestigt mit Rigips
Universal Befestigungselementen. 2 x 12,5 2 x CW 50 270 40 54 1)
Nachweis: Prüfzeugnis
• Ständerprofile:
Rw,R = Bewertetes Schalldämm-Maß ohne Schall-Längsleitung über flankierende Bauteile.
Rigips CW 1)
Prüfung mit Einbauten (Sanitärtragständer) und einer schweren Mineralwolle, 40 kg/m3.
• Anschlussdichtung: Lichter Raum zwischen den Ständern: 120 mm = geeignet für Verlegung von Abwasserrohren DN 100.

Rigips Anschlussdichtung Filz


• Plattenstücke (ca. 300 mm hoch) als Verbindung
Tabelle 3: Brandschutz
beider Ständer in Wandhöhen-Drittelpunkten
Rigips-Feuer- Ständerprofil Mineralwolle Brandschutz
Dämmung schutzplatten RFI
mm mm kg/m3
nach Anforderung
2 x 12,5 2 x CW 50 – – F 90-A
2 x 12,5 2 x CW 75 – – F 90-A
2 x 12,5 2 x CW 100 – – F 90-A
Nachweis: Prüfzeugnis
Einbau von Elt.-Dosen in Rigips-Montagewände mit Brandschutzanforderungen, siehe Seite 107.

82
Sanitärobjekte.
Sanitärobjekte, die als „schwere Konsollasten“ an-
zusehen sind, werden an vorgefertigten, komplett
verschweißten oder stufenlos verstellbaren Trag-
ständern befestigt. Diese rostgeschützten Trag-
ständer sind im Wandhohlraum zu montieren und
nehmen zusammen mit den CW-Ständerprofilen
sowie der Beplankung die auftretenden Lasten
auf (bei Wandhöhen > 3 m sind hier Ständer als
U-Aussteifungsprofile einzusetzen). Nach Erstellung
der Unterkonstruktion mit Sanitärtragständern
und der Beplankung einer Wandseite (Wandseite
mit Sanitärobjekten) kann vom Installateur die
Sanitärinstallation ausgeführt werden. Die Befesti-
gung erfolgt mit Winkeln bzw. Schellen sowie an
den vorgesehenen Halterungen der Tragständer.
Um Fließgeräusche abzudämmen, werden die
Rohrbefestigungen durch Zwischenlage von
Gummi, Filzen u. ä. von der Wandunterkonstruk-
tion getrennt. Kaltwasserführende Rohre sind
zu ummanteln, um neben der Abdämmung von
Fließgeräuschen eine Kondenswasserbildung
zu verhindern. Gleichfalls empfiehlt es sich, bei
Installationswänden eine Flächendämmung
durch Mineralwolle anzuordnen.

Tragkonstruktionen für Sanitärobjekte. eine weitgehende Anpassung an die baulichen


Zur Montage von Sanitärobjekten an Rigips- Erfordernisse möglich.
Montagewänden gibt es feuerverzinkte Trag- Ebenso variabel sind Universal-Tragständer für
ständer in unterschiedlichen Ausführungen, die wandhängende WC’s mit Halterung für den Ein-
im Wandhohlraum angeordnet werden. Es gibt bauspülkasten. Dadurch wird der Spülkasten bei
Tragständer für Waschtisch-, Urinale- sowie Bidet- Installationswänden platzsparend im Wand-
befestigungen und Tragständer für WC-Becken. hohlraum untergebracht.
Bei Universal-Tragständern können die Halte-
rungen für die Keramik- und Installationsteile
selbst dann noch stufenlos höhen- und
seitenverstellt werden, wenn die Tragständer
fest montiert und eine einseitige Rigips-Wand-
beplankung bereits angebracht ist. Somit ist

Installationsdurchlässe.
1
• Installationsdurchlässe, z. B. für Wasserrohre,
ca. 10 mm größer ausschneiden als Rohrdurch-
messer. Schnittkanten der Rigips-Platten zur
besseren Haftung des Fugenkitts grundieren.
Installationsdurchlässe sowie sämtliche An-
schlüsse und Ecken sind mit plastoelastischem
fungiziden Fugenkitt zu verschließen.
• Werden Duschauslässe mit speziellen Installa-
2
tionsteilen (mit schalldämmender Gummi-
dichtung) befestigt, sind zusätzliche Maßnah-
men nicht erforderlich (siehe Bild 1).
• An Rigips-Traversen können Armaturen in
gleicher Weise montiert und Abflussrohre durch
die Schelle befestigt werden (siehe Bild 2).

83
Produktanwendung – Rigips RBI (imprägniert), Rigips RFI (imprägniert)

Ausbau von häuslichen Bädern

Wannenanschluss *Grundsätzlich ist auf der


• Zur Körperschalldämmung zweiten Beplankung eine
wird zwischen Wannenrand Sperrschicht vorzusehen, die
und durchgehender zweiter auch horizontal, unter der
Beplankung* ein Filzstreifen Wanne, weiterzuführen ist.
eingelegt.
• Die verbleibende Fuge wird
später mit plastoelastischem
fungiziden Fugenkitt ausge-
spritzt.

Fußbodenanschluss mit der Fliesenverklebung


• Zwischen Fußboden und eingebracht werden und den
Plattenunterkante der Be- Eck-Übergang zuverlässig
plankung etwa 10 mm Fuge und dauerhaft abdichten.
lassen. Beim Übergang von • Für die Fliesenverlegung sind
der Wand- zur Fußboden- spezielle Kleber mit wasser-
verfliesung ist besondere abweisender Wirkung (Dicht-
Sorgfalt auf die Dichtung des kleber) zu verwenden, die in
Eckbereiches zu legen. Von 2 Arbeitsgängen aufgebracht
einigen Kleber-Herstellern werden.
(z. B. Saint-Gobain Weber
GmbH) werden spezielle
Dichtbänder angeboten, die

Vorwandinstallation. • Diese Vorwandinstallationen


• Zur Vermeidung von Stemm- werden vorteilhaft mit einer
arbeiten bei Massivwänden freistehenden Rigips-Vorsatz-
können auch Vorwandinstalla- schale – die einer einseitig,
tionen ausgeführt werden. doppelt beplankten Rigips-
Die Montage dieser Installa- Montagewand entspricht –
tionen erfolgt an entsprechen- bekleidet.
den Tragkonstruktionen (z. B.
Tragständer) oder mit vor-
gefertigten Installations-
systemen.

84
Abdichtungsbereiche in Bädern
300 mm • Im Bereich häuslicher Bäder sind grundsätzlich
kernimprägnierte („grüne“) Gipsplatten zu ver-
4 wenden
• Kernimprägnierte („grüne“) Gipsplatten bieten
einen optimalen Schutz gegen Feuchtigkeit in
Bädern.
• Bei Wandflächen, die nicht wasserbeansprucht
1
sind, werden die Fugen mit VARIO Fugenspachtel
3 gespachtelt.
• Diese Wandbereiche können auch tapeziert
150 mm
werden.
2 • Zuvor werden die imprägnierten Platten und
die gespachtelten Fugen mit einem Tiefen-
grund (z. B. Rikombi Grund) behandelt, um die
gleichmäßige Haftung der Tapete zu erhöhen.
Diese Grundierung erleichtert außerdem ein
späteres Entfernen der Tapete.
• Als wasserbeanspruchte Flächen in Bädern
gelten die Wandbereiche um Duschen und
1 Nicht wasserbeanspruchter Bereich Brausen sowie der Fußboden. In diesen Be-
2 Wasserbeanspruchter Bereich reichen wird der Fliesenkleber vollflächig auf-
3 Im Sockelbereich mindestens 150 mm der Wand abdichten gebracht. Hier ist die Flächenabdichtung bis
4 Bei Rohrdurchdringungen mindestens 300 mm der Wand abdichten an die Durchdringungen heranzuführen. Die
VARIO-Kanten der Gipsplatten können dann in
einem Arbeitsgang ebenfalls mit Fliesenkleber
ausgefüllt werden.
• Im nicht wasserbeanspruchten Bereich genügt
es, die Durchdringungen durch die Gipsplatten
(z. B. Rohre, Armaturen, Spülkasten) mit einem
elastoplastischen Material zu schließen.

Auf einen festen Sitz und entsprechende Dichtig-


keit der Armaturenanschlüsse ist zu achten.

85
Konstruktionsübersicht für Montagewände mit Standardsystemen

Einfachständerwände mit Brandschutz

Durch einfache konstruktive Maßnahmen können Rigips-Montage- Die nachfolgend aufgelisteten Rigips-Wandkonstruktionen sind
wände ohne Veränderung des Grundsystems den unterschiedlichs- durch amtliche Prüfungszeugnisse oder Normen nachgewiesen.
ten bauphysikalischen Anforderungen gerecht werden. So werden • Bei Brandschutz-Anforderungen müssen Rigips-Feuerschutz-
z. B. durch Vergrößerung des Wandhohlraumes (Abstand der platten RF verwendet werden. In Ausnahmefällen können bei
Beplankungsschalen) und/oder durch größere Dicke der Hohl- F 60-Anforderungen mit 2-lagiger Beplankung Rigips-Bauplatten
raumdämpfung und/oder durch 1- oder 2-lagige Beplankungen RB Anwendung finden.
Schalldämmwerte Rw,R von 40 dB bis 60 dB erzielt. Mit den unter- • Zusätzlich zu den Standard-Konstruktionen können Brandschutz-
schiedliche Plattendicken werden Feuerwiderstandsklassen von Anforderungen (F 120/F 180) erfüllt werden.
F 30 – F 90 erfüllt. • Wandhöhe bis 9 m mit Einfachbeplankung 25 mm auf Anfrage.

Metall-Einfachständerwände mit Rigips Feuerschutzplatten RF bzw. Rigips Bauplatten RB

System-Skizze Rigips-System-Nr. Konstruktion


Beplankung Unterkonstruktion Wand- Wand-
je Wandseite Ständer Abstand dicke gewicht 1)
mm mm mm mm ca. kg/m2
3.40.01 12,5 CW 50 625 75 23

3.40.02 12,5 CW 75 625 100 23

3.40.03 12,5 CW 100 625 125 23

3.40.04 2 x 12,5 CW 50 625 100 44

3.40.05 2 x 12,5 CW 75 625 125 44

3.40.06 2 x 12,5 CW 100 625 150 44

Metall-Einfachständerwände mit Rigips „Die Blaue“ RF bzw. Rigips „Die Blaue“ RB

System-Skizze Rigips-System-Nr. Konstruktion


Beplankung Unterkonstruktion Wand- Wand-
je Wandseite Ständer Abstand dicke gewicht 1)
mm mm mm mm ca. kg/m2
3.45.01 12,5 CW 50 625 75 24
3.45.02 12,5 CW 75 625 100 25
3.45.03 12,5 CW 100 625 125 25
3.45.04 2 x 12,5 CW 50 625 100 47

3.45.05 2 x 12,5 CW 75 625 125 47

3.45.06 2 x 12,5 CW 100 625 150 48

4)
Erläuterung der Fußnoten Anschluss im Prüfstand mit Acryl (Plastoelastischen
1)
Gewichtsangaben ohne Berücksichtigung Dichtstoffen) abgedichtet
5)
der Dämmschicht Beplankung mit Rigips „Die Blaue“ RB
6)
2)
Wert interpoliert Beplankung mit Rigips Bauplatten RB
7)
3)
Wert extrapoliert Wert gilt nur für Einbaubereich 1
86
Zul. Wandhöhe Schallschutz Brandschutz
ohne Brandschutz mit Brandschutz Mineralwolle Rw,R Mineralwolle Feuerwider-
Dicke Dicke Rohdichte standsklasse
mm mm mm dB mm kg/m2
7) 7)
3.150 3.000 - 32 nicht erforderlich F 30-A
40 40
40 41 3)
4.000 4.000 40 41 nicht erforderlich F 30-A
40 42 3)
60 43
5.100 5.000 - 35 nicht erforderlich F 30-A
40 42
80 45
4.000 4.000 - 41 nicht erforderlich F 60-A 6)
40 50 4) F 90-A
5.050 5.050 40 51 2) nicht erforderlich F 60-A 6)
60 52 F 90-A
7.150 6.500 40 51 2) nicht erforderlich F 60-A 6)
80 53 F 90-A

Zul. Wandhöhe Schallschutz Brandschutz


ohne Brandschutz mit Brandschutz Mineralwolle Rw,R Mineralwolle Feuerwider-
Dicke Dicke Dicke Rohdichte standsklasse
mm mm mm dB mm kg/m2
3.150 7) 3.000 7) 40 45 nicht erforderlich F 30-A
4.000 4.000 60 48 nicht erforderlich F 30-A
5.100 5.000 80 50 nicht erforderlich F 30-A
4.000 4.000 40 54 nicht erforderlich F 60-A 5)
F 90-A
5.050 5.050 60 56 nicht erforderlich F 60-A 5)
F 90-A
7.150 6.500 40 55 nicht erforderlich F 60-A 5)
60 56 F 90-A
80 57 2)
100 59

Nachweis: Prüfzeugnis bzw. analoger Rigips Berechnung


Rw,R = Bewertetes Schalldämm-Maß ohne Schall-Längsleitung über flankierende Bauteile.
Einbau von Elt.-Dosen in Rigips-Montagewände mit Brandschutzanforderungen, siehe Seite 107.

87
Konstruktionsübersicht für Montagewände mit Standardsystemen

Metall-Doppelständerwände mit Brandschutz

Bei den aufgeführten Standard-Wandhöhen ist gemäß DIN 4103-1


zu unterscheiden:
Einbaubereich 1: Wände in Bereichen mit geringer Menschen- Einbaubereich 2: Wände in Bereichen mit großer Menschen-
ansammlung wie z. B. Wohnungen, Hotel-, Büro-, Krankenräume ansammlung wie z. B. größere Versammlungsräume, Schulräume,
und ähnlich genutzte Räume einschließlich der Flure sowie Wände Hörsäle, Ausstellungs- und Verkaufsräume und ähnlich genutzte
zwischen Räumen und/oder Fluren mit Höhenunterschieden des Räume sowie Wände zwischen Räumen und/oder Fluren mit
Fußbodens beiderseits der Wand von < 1,0 m. Höhenunterschieden von ≥ 1,0 m.

Metall-Doppelständerwände mit Rigips Feuerschutzplatten RF bzw. Rigips Bauplatten RB

System-Skizze Rigips-System-Nr. Konstruktion


Beplankung Unterkonstruktion Wand- Wand-
je Wandseite Ständer Abstand dicke gewicht 1)
mm mm mm mm ca. kg/m2
3.41.01 2 x 12,5 2 x CW 50 625 155 46

3 x 12,5 2 x CW 50 625 180 67

3.41.02 2 x 12,5 2 x CW 75 625 205 46

3.41.03 2 x 12,5 2 x CW 100 625 255 47

3.41.04 2 x 12,5 2 x CW 50 625 ≥ 155 47

2 x CW 75 625 ≥ 205 47

2 x CW 100 625 ≥ 255 47

Metall-Doppelständerwände mit Rigips „Die Blauen“ RF bzw. Rigips „Die Blauen“ RB

System-Skizze Rigips-System-Nr. Konstruktion


Beplankung Unterkonstruktion Wand- Wand-
je Wandseite Ständer Abstand dicke gewicht 1)
mm mm mm mm ca. kg/m2
3.45.21 2 x 12,5 2 x CW 50 625 155 49

3.45.22 2 x 12,5 2 x CW 75 625 205 49

3.45.23 2 x 12,5 2 x CW 100 625 255 50

Erläuterung der Fußnoten Rw,R = Bewertetes Schalldämm-Maß ohne Schall-


1) ‘
Gewichtsangaben ohne Berücksichtigung Längsleitung über flankierende Bauteile.
der Dämmschicht Einbau von Elt.-Dosen in Rigips-Montagewände mit
2)
Wert interpoliert Brandschutzanforderungen, siehe Seite 107.
3)
Beplankung mit Rigips „Die Blauen“ RB
4)
Prüfung mit Einbauten (Sanitärträgerständer),
Abstand Profile 120 mm
5)
Beplankung mit Rigips Bauplatten RB

88
Zul. Wandhöhe Schallschutz Brandschutz
Einbaubereich nach DIN 4103-1 Mineralwolle Rw,R Mineralwolle Feuerwider-
1 2 Dicke Dicke Rohdichte standsklasse
mm mm mm dB mm kg/m3
4.500 4.000 40 57 nicht erforderlich F 60-A 5)
2 x 40 60 F 90-A
40 61 nicht erforderlich
2 x 40 63
6.000 5.500 40 57 2) nicht erforderlich F 60-A 5)
60 58 2) F 90-A
2 x 60 61 2)
6.500 6.000 40 58 nicht erforderlich F 60-A 5)
80 60 F 90-A
2 x 80 63
4.500 4.000 40 54 4) nicht erforderlich F 60-A 5)
F 90-A
6.000 5.500 nicht erforderlich F 60-A 5)
F 90-A
6.500 6.000 nicht erforderlich F 60-A 5)
F 90-A

Zul. Wandhöhe Schallschutz Brandschutz


Einbaubereich nach DIN 4103-1 Mineralwolle Rw,R Mineralwolle Feuerwider-
1 2 Dicke Dicke Rohdichte standsklasse
mm mm mm dB mm kg/m3
4.500 4.000 2 x 40 64 nicht erforderlich F 60-A 3)
F 90-A
6.000 5.500 2 x 60 66 nicht erforderlich F 60-A 3)
F 90-A
6.500 6.000 2 x 80 67 nicht erforderlich F 60-A 3)
F 90-A

89
Konstruktionsübersicht für Montagewände mit Standardsystemen

Holz-Einfach- / Doppelständerwände mit Brandschutz

Holz-Einfachständerwände (1-lagig)

System-Skizze Rigips-System-Nr. Konstruktion


Beplankung Holzständer Wand- Wand-
je Wandseite b/d Abstand dicke gewicht 1)
mm mm mm mm ca. kg/m2
3.30.01 12,5 RF ≥ 40/60 625 85 25

Holz-Einfachständerwände (2-lagig)

System-Skizze Rigips-System-Nr. Konstruktion


Beplankung Holzständer Wand- Wand-
je Wandseite b/d Abstand dicke gewicht 1)
mm mm mm mm ca. kg/m2
3.30.01 2 x 12,5 RB ≥ 40/60 625 110 42
3.30.02 2 x 12,5 RF ≥ 40/60 625 110 46
3.30.03 2 x 12,5 RF ≥ 60/80 625 130 48

Holz-Doppelständerwände (2-lagig)

System-Skizze Rigips-System-Nr. Konstruktion


Beplankung Holzständer Wand- Wand-
je Wandseite b/d Abstand dicke gewicht 1)
mm mm mm mm ca. kg/m2
3.31.01 2 x 12,5 RB 2 x ≥ 60/60 625 ≥ 175 49

3.31.02 2 x 12,5 RF 2 x ≥ 60/60 625 ≥ 175 51

3.31.03 2 x 12,5 RF 2 x ≥ 60/60 625 ≥ 175 51

Erläuterung der Fußnoten Nachweis: Prüfzeugnisse


1)
Gewichtsangaben ohne Berücksichtigung Rw,R= Bewertetes Schalldämm-Maß ohne Schall-
der Dämmschicht Längsleitung über flankierende Bauteile.
2)
Dämmung nach DIN EN 13162 Schmelzpunkt Einbau von Elt.-Dosen in Rigips-Montagewände mit
1.000 °C, Rohdichte ρ ≥ 30 kg/m³ Brandschutzanforderungen, siehe Seite 107.
3)
Dämmung nach DIN EN 13162 Schmelzpunkt
1.000 °C, Rohdichte ρ ≥ 40 kg/m³
4)
Dämmung nach DIN EN 13162 Schmelzpunkt
1.000 °C, Rohdichte ρ ≥ 100 kg/m³

90
Zul. Wandhöhe Schallschutz Brandschutz Stat. Kennwerte
Einbaubereich nach DIN 4103-1 Mineralwolle Rw,R Mineralwolle Feuerwider- zul. Spannung zul. Auslastung
1 2 Dicke Dicke Baustoffklasse standsklasse σD α7
mm mm mm dB mm N/mm2
3.100 3.100 40 38 40 nichtbrennbar 2) F 30-B nichttragend

Zul. Wandhöhe Schallschutz Brandschutz Stat. Kennwerte


Einbaubereich nach DIN 4103-1 Mineralwolle Rw,R Mineralwolle Feuerwider- zul. Spannung zul. Auslastung
1 2 Dicke Dicke Baustoffklasse standsklasse σD α7
mm mm mm dB mm N/mm2
3.100 3.100 40 46 40 nichtbrennbar 2) F 30-B nichttragend
3.100 3.100 40 46 40 nichtbrennbar 3) F 60-B nichttragend
4.100 4.100 40 46 80 nichtbrennbar 4) F 90-B nichttragend

Zul. Wandhöhe Schallschutz Brandschutz Stat. Kennwerte


Einbaubereich nach DIN 4103-1 Mineralwolle Rw,R Mineralwolle Feuerwider- zul. Spannung zul. Auslastung
1 2 Dicke Dicke Baustoffklasse standsklasse σD α7
mm mm mm dB mm N/mm2
4.100 4.100 80 62 40 nichtbrennbar 2) F 30-B nichttragend

4.100 4.100 80 62 40 nichtbrennbar 3) F 60-B nichttragend

4.100 4.100 80 62 80 nichtbrennbar 4) F 90-B nichttragend

91
Arbeitstechniken mit Rigips-Platten

Lagerung, Transport und Plattenbearbeitung

Rigips-Platten weisen in der Regel höhere Qualitätsmerkmale Bedingungen erhalten bleiben, um einen hohen Standard beim
auf, als von den anwendbaren technischen Normen gefordert. Trockenausbau zu gewährleisten.
Beschaffenheit und Qualität können bei Beachtung folgender

Lagerung Kantenfasung
• Rigips-Platten müssen auf einer ebenen Unterlage (Palette) • Quer- und Schnittkanten mit dem VARIO Kantenhobel anfasen.
oder auf Kanthölzern im Abstand von max. 350 mm horizontal • Durch die Doppelklinge des VARIO Kantenhobels entsteht eine
gelagert werden. 2-fach gebrochene Kante.
• Bei der Plattenlagerung ist auf die Tragfähigkeit des Untergrundes • Durch den Einsatz des VARIO Kantenhobels wird eine gleich-
zu achten, z. B. 50 Rigips Feuerschutzplatten RF, 12,5 mm, be- mäßige Spachtelfuge (hohe Zugfestigkeit) erzielt.
lasten die tragende Decke mit ca. 5,65 kN/m2 (565 kg/m2 bzw.
0,565 t/m2).
45°
Nähere Informationen entnehmen Sie dem Merkblatt Nr. 1 „Bau-
stellenbedingungen“ des Bundesverbands der Gipsindustrie e.V.
Industriegruppe Gipsplatten. (Stand Nov. 2006)

23°

Quer- und Schnittkanten mit Kantenausbildung mit Doppel-


VARIO Kantenhobel anfasen klinge (23° + 45°)

Hinweis
• Wird nicht angefast, muss in jedem Fall mit Bewehrungs-
streifen verspachtelt werden.
Waagerechte richtige Lage- Rigips-Platten vor Feuchtigkeit
rung von Rigips-Platten und Witterung schützen

Rigips-Tipps Ausschnitte
• Ausschnitte, z. B. für Hohlwanddosen oder Rohrdurchführungen,
• Rigips-Platten und Zubehör sind vor Feuchtigkeit und Witte- einmessen, anzeichnen und mit dem Hohlwanddosenfräser bzw.
rungseinflüssen, wie auch Sonnenbestrahlung zu schützen. Stichling oder der Stichsäge ausschneiden.
• Feucht gewordene Gipsplatten sind vor der Montage auf ebener • Rohre und Leitungen haben nach dem Einbau mind. 10 mm Ab-
Unterlage vollständig zu trocknen. stand von der entsprechend größer auszuführenden Aussparung
• Wir empfehlen, Gipsplatten, Fugenspachtel und Ansetzbinder der Beplankung aufzuweisen.
grundsätzlich innerhalb von Gebäuden trocken aufzubewahren. • Die Zwischenräume sind, gemäß den jeweiligen Hinweisen für
Feuchte-/Schall- und Brandschutz zu schließen.

Transport
• Beim Transport mit Gabelstaplern muss der Gabelabstand min-
destens 1 m betragen.
• Rigips-Platten werden hochkant getragen, oder mit geeigneten
Transportmitteln (Hub- bzw. Plattenwagen) befördert.

Platten aussparen

Plattenträger für leichteres, senkrechtes Tragen

92
Zuschnitt Rigips-Tipp
• Rigips-Platten sind mit einem Gipsplatten- oder Klingenmesser
leicht zu schneiden. Die Platten sollten hierbei auf einer ebenen
Unterlage, auf dem Plattenstapel oder auf einem Zuschnitt-Tisch
flach aufliegen.
• Sichtseitenkarton einschneiden (hierbei eine Richtlatte verwen-
den), Platte umdrehen, Gipskern brechen und Rückseitenkarton
durchtrennen.
• Besonders exakte Zuschnitte sind mit einem feinzahnigen
Fuchsschwanz zu erreichen.
• Die Kante des Sichtseitenkartons im Schnittbereich z. B. mit
Schleifpapier brechen oder anfasen.

Der Rigips BladeRunner ist ein perfektes Schneidewerkzeug für


Gipsplatten. Durch seine ergonomische Form ist er besonders
handlich und einfach zu bedienen. Das Zuschneiden der Gips-
platten erfolgt beidseitig und geht somit schnell und sicher, da
die Klingen innen liegen. Problemlos lassen sich Bögen, Winkel,
Ausklinkungen und weitere Formen professionell aus den
Rigips-Platten bis zu einer Stärke von 12,5 mm schneiden.
Sichtseitenkarton einschneiden Rückseitenkarton durchtrennen Der Rigips BladeRunner ist besonders geeignet für folgende
Gipsplatten:
• Rigips Bauplatte RB 12,5
• Rigips Feuerschutzplatte RF 12,5
• Rigips Bauplatten RBI 12,5 (imprägniert)
• Rigips Feuerschutzplatte RFI 12,5 (imprägniert)
• Rigips „Die Blaue“ 12,5
• Rigicell 10
• Rigips Climafit 10
Informieren Sie sich über den Rigips BladeRunner unter:
www.rigips.de/bladerunner

Sichtseitenkarton mit z.B.


Schleifpapier brechen

93
Arbeitstechniken mit Rigips-Platten

Fugenverspachtelung und Oberflächenverspachtelung – Oberflächengüten

Die Fugenverspachtelung ist ein wichtiges Bewertungskriterium telt werden. Diese Wahlfreiheit vereinfacht und rationalisiert
für die Qualität der Trockenbauarbeiten mit Systemen von Rigips. die Lagerhaltung und die Baustelleneinrichtung.
Neben technischen und optischen Anforderungen, die gelöst
werden müssen, steht wirtschaftliches Arbeiten im Vordergrund. Rigips-Platten mit der Plattenkante AK (abgeflachte karton-
Mit dem von Rigips entwickelten VARIO-System können die ummantelte Längskanten) werden immer mit Bewehrungs-
Fugen mit dem dem VARIO Fugenspachtel nach Wunsch und streifen verspachtelt.
Beanspruchung ohne oder mit Bewehrungsstreifen verspach-

Werden bei der Beurteilung oder Abnahme der gespachtelten


Für die Verarbeitung von Gipsplatten nach DIN EN 520: 2004 +
Oberflächen spezielle Lichtverhältnisse z. B. Streiflicht als natür-
A1: 2009 / DIN 18180: 2007-01 in Verbindung mit DIN 18181:
liches Licht oder künstliche Beleuchtung mit herangezogen, ist
2008-10 mit Ausnahme von Trockenestrich-Systemen.
vom Auftraggeber dafür zu sorgen, dass bereits während der
Ausführung der Spachtelarbeiten vergleichbare Lichtverhältnisse
Oberflächengüte vorhanden sind.
In der Praxis werden häufig unterschiedliche, oft subjektive Maß-
stäbe angesetzt, die sich neben der Ebenheit vor allem an opti- Da die Lichtverhältnisse in der Regel nicht konstant sind, kann
schen Merkmalen, z. B. Markierungen der Kartonoberfläche und eine eindeutige Beurteilung der Trockenbauarbeiten nur für eine
Fugenabzeichnungen, orientieren. vor Ausführung der Spachtelarbeiten definierte Lichtsituation
vorgenommen werden. Die Lichtsituation ist dementsprechend
Dementsprechend sind die zur Verwendung kommenden Bau- vertraglich zu vereinbaren.
stoffe, deren Maßtoleranzen und die handwerklichen Ausführungs-
möglichkeiten bei der Planung zu berücksichtigen.
Qualitätsstufe 1 (Q 1)
Hinsichtlich der Verspachtelung von Gipsplatten müssen ver- Für Oberflächen, an die keine optischen (dekorativen) Anforde-
schiedene Qualitätsstufen unterschieden werden: rungen gestellt werden, ist eine Grundverspachtelung (Q 1) aus-
• Qualitätsstufe 1 (Q 1) reichend.
• Qualitätsstufe 2 (Q 2)
• Qualitätsstufe 3 (Q 3) Qualitätsstufe 1 eignet sich für:
• Qualitätsstufe 4 (Q 4) • Die erste Beplankungslage bei mehrlagiger Beplankung.
• Das Auftragen von Fliesen
• Andere keramische Beläge.

94
Qualitätsstufe 1 umfasst folgende Arbeitsgänge: Qualitätsstufe 2 umfasst folgende Arbeitsgänge:
• Das Füllen der Stoßfugen der Gipsplatten. • Grundverspachtelung (Q 1)
• Das Überziehen der sichtbaren Teile der Befestigungsmittel. • Das Nachspachteln (Feinspachteln, Finish) bis zum Erreichen
• Überstehendes Spachtelmaterial ist abzustoßen. Werkzeug- eines stufenlosen Übergangs zur Plattenoberfläche.
bedingte Markierungen, Riefen und Grate sind zulässig. • Im Gegensatz zu Q 1 dürfen keine Bearbeitungsabdrücke oder
• Die Q 1-Verpachtelung schließt das Einlegen von Fugendeck- Spachtelgrate sichtbar bleiben. Falls erforderlich, sind die ver-
(Bewehrungs-)streifen ein, sofern das gewählte spachtelten Bereiche zu schleifen.
Verspachtelungssystem (Spachtelmaterial, Kantenform der • Bei Q 2 als Grundlage für Wandbekleidungen, Anstriche und
Platten) dies vorsieht. Beschichtungen sind Abzeichnungen, insbesondere bei Einwir-
• Bei mehrlagigen Beplankungen ist bei den unteren Plattenlagen kung von Streiflicht, nicht auszuschließen.
ein Füllen der Stoßfugen ausreichend, allerdings auch notwen- • Eine Verringerung dieser Effekte lässt sich mit Qualitätsstufe 3
dig. Auf das Überspachteln der Befestigungsmittel mit einer erreichen.
Spachtelmasse gem. DIN EN 13963 kann bei den unteren
Plattenlagen verzichtet werden. Empfohlene Rigips-Fugentechnik und Verspachtelung für Q 2
• Bei Flächen, die mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und
Platten versehen werden sollen, ist das Füllen der Fugen aus-
reichend. Glätten ist ebenso zu vermeiden wie das seitliche
Verzielen des Spachtelmaterials über den unmittelbaren Fugen-
bereich hinaus.
• Anstelle der für Gipsplatten üblichen Spachtelmassen können VARIO-Plattenlängs- Scharfe Kante (SK) VARIO Schnittkante
die Fugen unter Beachtung der Verarbeitungshinweise des Kle- kante (HRAK)
berherstellers auch mit den für keramische Bekleidungen ver-
wendeten Klebestoffen (Dispersionsklebstoff oder Epoxydharz- VARIO Fugenspachtel Rigips Papierbewehrungsstreifen
klebstoff oder geeigneten Mörteln (Gipsverträglichkeit SUPER Fugenfüller Rigips Glasfaserbewehrungs-
beachten) geschlossen werden. ProMix Plus streifen

Empfohlene Rigips-Fugentechnik und Verspachtelung für Q 1


Qualitätsstufe 3 (Q 3)
Q 3 ist eine Sonderverspachtelung für erhöhte Anforderungen an
die gespachtelte Oberfläche. Dementsprechend sind neben der
Grund- und Standardverspachtelung noch weitere Arbeitsgänge
notwendig. Für das Erreichen der Qualitätsstufe Q 3 ist es not-
VARIO-Plattenlängs- Rigicell Plattenlängs- VARIO Schnittkante wendig, dass die erforderlichen Trocknungszeiten eingehalten
kante (HRAK) kante (HRAK) werden.

VARIO Fugenspachtel Qualitätsstufe 3 eignet sich für:


• Fein strukturierte Wandbekleidungen.
• Matte nichtstrukturierte Anstriche/Beschichtungen.
Qualitätsstufe 2 (Q 2) • Oberputze, deren Körnung nicht mehr als 1 mm beträgt.
Die Verspachtelung nach Qualitätsstufe 2 entspricht der früheren
Standardverspachtelung. Nach der Grundverspachtelung (Q 1) Qualitätsstufe 3 umfasst folgende Arbeitsgänge:
müssen die Fugen, Befestigungsmittel, Innen- und Außenecken • Die Standardverspachtelung (Q 2)
sowie Anschlüsse zum Erreichen eines stufenlosen Übergangs • Ein breiteres Ausspachteln der Fugen.
zur Plattenoberfläche angeglichen werden. Für das Erreichen der • Ein scharfes Abziehen der restlichen Kartonoberfläche zum
Qualitätsstufe (Q 2) ist es notwendig, dass die erforderlichen Porenverschluss mit Spachtelmaterial.
Trocknungszeiten eingehalten werden. • Im Bedarfsfall sind die gespachtelten Flächen zu schleifen.
• Auch bei der Sonderverspachtelung (Q 3) sind bei Streiflicht
Qualitätsstufe 2 eignet sich für: sichtbar werdende Abzeichnungen nicht völlig auszuschließen
• Mittel und grob strukturierte Wandbekleidungen, z. B. Tapeten und nach VOB/C, DIN 18350, Nr. 3.1.2, zulässig. Grad und
wie Raufasertapeten (Körnung RM oder RG nach DIN 6742), Umfang solcher Abzeichnungen sind jedoch gegenüber der
• Matte füllende Anstriche/Beschichtungen (z. B. Dispersionsan- Standardverspachtelung geringer.
striche), die manuell – mit Lammfell- oder Strukturrolle aufge-
tragen werden,
• Oberputze (Korngröße/Größtkorn über 1 mm) soweit sie vom
Putzhersteller für das jeweilige Gipsplattensystem freigegeben
sind.

95
Arbeitstechniken mit Rigips-Platten

Fugenverspachtelung und Oberflächenverspachtelung – Oberflächengüten

Empfohlene Rigips-Fugentechnik und Verspachtelung für Q 3 • Eine Oberflächenbehandlung, die nach dieser Klassifizierung
die höchsten Anforderungen erfüllt, minimiert die Möglichkeit
von Abzeichnungen der Plattenoberfläche und Fugen. Soweit
Lichteinwirkungen (z. B. Streiflicht) das Erscheinungsbild der
fertigen Oberfläche beeinflussen können, werden unerwünsch-
te Effekte (z. B. wechselnde Schattierungen auf der Oberfläche
VARIO-Plattenlängs- Scharfe Kante (SK) Abgeflachte Platten- oder minimale örtliche Markierungen) weitgehend vermieden.
kante (HRAK) längskante (AK) Sie lassen sich nicht völlig ausschließen, da Lichteinflüsse in
einem weiten Bereich variieren und nicht eindeutig erfasst und
VARIO Fugenspachtel Fugenspachtel VARIO 30 bewertet werden können. Darüber hinaus sind die Grenzen der
SUPER Fugenfüller Rigips Glasfaserbewehrungs- handwerklichen Ausführungsmöglichkeiten zu beachten.
ProMix Plus/ProMix Finish/ streifen • In Einzelfällen kann es erforderlich sein, dass in Verbindung mit
ProMix Airless F Beschichtungs- und Klebearbeiten weitere Maßnahmen zur
Vorbereitung der Oberfläche für die Schlussbeschichtung not-
Qualitätsstufe 4 (Q 4) wendig sind, z. B. für glänzende Beschichtungen, Lackierungen,
Q 4 erfüllt die höchsten Anforderungen an die gespachtelte Lacktapeten.
Oberfläche. Dafür muss die gesamte Oberfläche vollflächig ver-
spachtelt oder abgestuckt werden. Für das Erreichen der Quali- Empfohlene Rigips-Fugentechnik und Verspachtelung für Q 4
tätsstufe Q 4 ist es notwendig, dass die erforderlichen Trock-
nungszeiten eingehalten werden. Eine doppellagige Beplankung
wird empfohlen.

Qualitätsstufe 4 eignet sich für:


• Glatte oder strukturierte Wandbekleidungen mit Glanz, z. B.
Metall- oder Vinyltapeten. VARIO-Plattenlängs- Scharfe Kante (SK) Abgeflachte Platten-
• Lasuren oder Anstriche/Beschichtungen bis zu mittlerem Glanz. kante (HRAK) längskante (AK)
• Stuccolustro oder andere hochwertige Glätt-Techniken.
VARIO Fugenspachtel Fugenspachtel VARIO 30
Qualitätsstufe 4 umfasst folgende Arbeitsgänge: SUPER Fugenfüller Rigips Glasfaserbewehrungs-
• Die Standardverspachtelung (Q 2). ProMix Plus/ProMix Finish/ streifen
• Ein breiteres Ausspachteln der Fuge. ProMix Airless F
• Ein vollflächiges Überziehen und Glätten der gesamten Ober-
fläche bis etwa 3 mm Schichtdicke (z. B. mit ProMix Plus/
ProMix Finish/ProMix Airless F).

Grenzwerte für Winkelabweichungen – Auszug aus DIN 18 202, Tab. 2 (Ausgabe Oktober 2005)
Zeile Bezug Stichmaße als Grenzwert in mm bei Nennmaßen in m
bis 0,5 über 0,5 über 1 über 3 über 6 über 15 über 30 1)
bis 1 bis 3 bis 6 bis 15 bis 30
1 Vertikale, horizontale und 3 6 8 12 16 20 30
geneigte Flächen
1)
Diese Grenzabweichungen können bei Nennmaßen bis etwa 60 m angewendet werden. Bei größeren Abmessungen sind besondere Überlegungen erforderlich.

Grenzwerte für Ebenheitsabweichungen – Auszug aus DIN 18 202, Tab. 3 (Ausgabe Oktober 2005)
Zeile Bezug Stichmaße als Grenzwert in mm bei Messpunktabständen in m bis
0,1 11) 4 1) 10 1) 15 1) 2)
6 Flächenfertige Wände und 3 5 10 20 25
Unterseiten von Decken*
7 wie Zeile 6, jedoch mit 2 3 8 15 20
erhöhten Anforderungen
1)
Zwischenwerte sind auf ganze mm zu runden.
2)
Die Grenzwerte für Ebenheitsabweichungen der Spalte 6 gelten auch für Messpunktabstände über 15 m.
* z. B. geputzte Wände, Wandbekleidungen, untergehängte Decken

96
Vor- und Nachspachtelung

Vorspachtelung Nachspachtelung
• Ausdrücken der Abflachungsbereiche und Querfugen mit • Erst nach Aushärtung der Vorspachtelung darf weitergearbeitet
Spachtel oder Glättkelle. werden. Das Nachspachteln kann mit gleichem Material wie
• Fugenspachtel quer zur Fuge einbringen (= blasenfreies beim Vorspachteln oder mit speziell dafür hergestellten
Verfüllen). Spachtelmassen wie ProMix Plus, ProFin oder Rifino Top er-
• Verspachtelte Fugen und Schraubköpfe abbinden lassen. folgen.
• Etwas dünner angerührte Gips-Spachtelmasse in langen Zügen
Verwendung von Rigips Bewehrungsstreifen über Vorspachtelung mit angewinkelter Glättkelle auftragen
• Rigips Glasfaserbewehrungsstreifen sind geeignet für und nach rechts oder links auf der Kantenoberfläche bis zum
VARIO Fugenspachtel, Fugenspachtel VARIO 30 und SUPER Nullpunkt ausziehen.
Fugenspachtel. • Zum Schluss mit nahezu anliegender Kelle mit einem geraden,
• Rigips Papierbewehrungsstreifen sind geeignet für VARIO schnellen Zug glätten.
Fugenspachtel, ProMix Plus und ProFin. • Die Schraubköpfe und Schadstellen nachspachteln.
• Bewehrungsstreifen werden mit Glättkelle oder Spachtel in • Bei anspruchsvollen Oberflächen werden die ausgetrockneten
die ausgefüllte Fugenmulde eingebettet, bei Wänden oben Verspachtelungen nachgeschliffen.
beginnen, mit angekantetem Spachtel den Rigips Bewehrungs-
streifen halten und abrollen (um Blasenbildung zu vermeiden,
die noch weiche Einbettung nicht mit zusätzlich frischem Wichtiger Hinweis
Fugenspachtel überziehen). Vor jedem neuen Spachtelgang muss die zuletzt aufgetragene
• Die seitliche Kantenoberfläche als Abziehlehre benutzen Spachtelung ausgetrocknet sein, da anderenfalls Schwindungen
(nicht breit spachteln). (Fuge fällt ein oder ist hohl) auftreten können.

Rigips-Tipps
• Beim Vorspachteln sollten immer zuerst die Querfugen
verspachtelt werden.
• Die Verwendung des VARIO Kantenhobels gewährleistet
beste Fugenfestigkeiten an der Querkante.
• Um höchste Fugenfestigkeit zu erreichen, müssen die Kanten
von Gips- und Baustaub befreit und unmittelbar vor der
Verspachtelung mit einem Schwamm bzw. Pinsel leicht be-
feuchtet werden.

97
Arbeitstechniken mit Rigips-Platten

Verspachtelung von normal beanspruchten Konstruktionen mit Rigips-Produkten

• Verarbeitung ohne
Pulvermaterial
Bewehrungsstreifen
• Verarbeitung mit
Super VARIO
Papierbewehrungsstreifen
• Verarbeitung mit
Gitterbewehrungsstreifen
• Verarbeitung mit
Glasfaserbewehrungsstreifen
• Geeignet für die jeweiligen
Qualitätsstufen

Gebindegröße 25 kg; 5 kg 25 kg; 5 kg


Verarbeitung manuell manuell
Anwendungsgebiet Fuge und Finish Fuge und Finish
Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4
(HRAK) VARIO-System

VARIO Längskante • • • • • • • •
VARIO Schnittkante gefast • • • • • • • •
AK-System
Gipsplatten

AK-Längskante • • • • • • • •
AK-Schnittkante gefast • • • • • • • •
HRK-System

HRK-Längskanten
– – – – • • • •
HRK-Schnittkanten gefast
– – – – • • • •
AK-System
Gipsfaser-

• • • •
platten

AK-Längskante
– – – –
SK-Schnittkanten
– – – – • • • •
SK-System
gipsplatten
Spezial-

Glasroc F – Längs- und


Schnittkanten
– – – – • • • •
98
Fertigspachtelmassen
ProMix Plus ProMix Finish ProMix Airless F

18 kg; 5 kg 25 kg; 15 kg 25 kg
manuell manuell maschinell
Fuge und Finish Finish Finish
Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4

• • • • – • • • – – • •
• • • • – • • • – – • •
• • • • – • • • – – • •
• • • • – • • • – – • •
– • • • – • • • – – • •
• • • • – • • • – – • •
– • • • – • • • – – • •
– • • • – • • • – – • •
– – – – – – – – – – – –

99
Arbeitstechniken mit Rigips-Platten

Fugenverspachtelung ohne Bewehrungsstreifen für Rigips-Platten mit VARIO-Kante

Fugensystem VARIO

• Längskanten VARIO
Halbrund und abgeflacht,
kartonummantelt
(siehe Standard-Systeme)

• Querkanten SK
Bündelschnitt scharfkantig
(vor Montage mit VARIO
Kantenhobel anfasen)

VARIO Spachtelsystem ohne Bewehrungsstreifen


• VARIO Fugenspachtel oder Fugenspachtel VARIO 30
• Bietet gleiche Fugenfestigkeiten wie die konventionelle Ver-
spachtelung (SUPER Fugenfüller mit Bewehrungsstreifen).
• Nicht unter + 5 °C (Raum- und Plattentemperatur) verfugen!

Arbeitsgänge
• Vorspachtelung:
Fugen mit VARIO Fugenspachtel oder Fugenspachtel VARIO 30
ausdrücken. Geschnittene Querkanten
• Nachspachtelung: Schnittkanten mit Rigips Kantenhobel anfasen. Durch die Doppel-
Nach ca. 40 Minuten bzw. ca. 30 Minuten überstehende Spach- klinge entsteht eine zweifach gebrochene Kante. Die Platten
telmasse abstoßen und nach dem Aushärten Nachspachtelung werden stumpf ohne Fugenabstand gestoßen. Durch leichtes
beginnen bis eine ebene Fläche erreicht ist. Vornässen werden optimale Fugenfestigkeiten erzielt, da hier-
• Bei Bedarf schleifen. durch mögliche Gipsstaub-Ablagerungen gebunden werden.
Verspachtelung von Inneneckanschlüssen, vorspringenden Ecken
und Anschlüssen an Putz, Beton o. Ä. siehe Seite 104.
Rigips-Tipp
Bei komplexen Deckenkonstruktionen, z. B. mit vielen
Ausschnitten etc., empfehlen wir, die Querfugen mit gefasten
VARIO-Kanten und Bewehrungsstreifen vorzusehen.

100
Fugenverspachtelung ohne Bewehrungsstreifen für Rigicell-Ausbauplatten

Ausbauplatten Rigicell

• Längskanten HRK
Halbrund, kartonummantelt

• Querkanten SK F
scharfkantig mit Fase

VARIO Fugenspachtel

• Für die Fugenverspachtelung von Rigicell Ausbauplatten ohne


Bewehrungsstreifen.
• Verarbeitungszeit mind. 40 min.
• Nicht unter + 5 °C (Raum- und Plattentemperatur) verarbeiten!

Arbeitsgänge Zuschnitte
• Fugen mit VARIO Fugenspachtel ausdrücken. Bei bauseits geschnittenen Plattenkanten ist an den Schnitt-
• Nach etwa 40 Minuten überstehende Masse abstoßen und kanten, die SK F-Kante auszubilden oder eine Fase mit dem
Nachspachtelung vornehmen. VARIO Kantenhobel auszubilden.

45°

23°

Kantenausbildung VARIO-
Querkante mit VARIO Kanten-
hobel anfasen (23° + 45°)

101
Arbeitstechniken mit Rigips-Platten

Fugenverspachtelung mit Bewehrungsstreifen für Rigips-Platten mit VARIO-Kante

Fugensystem VARIO

• Längskanten VARIO
Halbrund und abgeflacht,
kartonummantelt
(siehe Standard-Systeme)

• Querkanten SK
Bündelschnitt scharfkantig

VARIO-Spachtelsystem mit Bewehrungsstreifen


• VARIO Fugenspachtel oder Fugenspachtel VARIO 30 mit Rigips
Glasfaserbewehrungsstreifen.
• Nicht unter + 5 °C (Raum- und Plattentemperatur) verarbeiten!

Arbeitsgänge Fugenverspachtelung mit Bewehrungsstreifen


• Rigips-Platten mit VARIO-Kante können auch mit VARIO Fugen-
spachtel mit Rigips Glasfaserbewehrungsstreifen verspachtelt
werden.
• Die VARIO-Plattenkante schließt auch eine herkömmliche Geschnittene Querkanten
Verspachtelung mit SUPER Fugenfüller und Rigips Glasfaser- • Schnittkanten durch Anschleifen brechen.
bewehrungsstreifen nicht aus. • Platten stumpf stoßen.
• Bewehrungsstreifen in Spachtelmasse einbetten und glattstrei-
Arbeitsgänge für Deckenverspachtelung chen. Beim Nachspachteln Spachtelränder bis zur Planebenheit
1. Längs- und Querfugen (mit gefasten Kanten) vorspachteln und verziehen.
mit VARIO Fugenspachtel oder Fugenspachtel VARIO 30 aus-
drücken und trocknen lassen.
2. Fugenbett bilden, an Querkante max. 1 mm dick, an Längskante
Abflachung füllen, Bewehrungsstreifen einlegen, nicht über-
spachteln. Nach dem Abbinden überstehendes Material abstoßen.
Nach dem Erhärten wird die Nachspachtelung übergangslos auf-
getragen.
3. Nach Abbinden der Spachtelmasse Ausgleichsspachtelung vor-
nehmen. Bei Bedarf schleifen.

102
Spachtelfugentechnik und Klebefugentechnik für Rigidur-Gipsfaserplatten

Rigidur-Gipsfaserplatten lassen sich auf zwei unterschiedliche Daraus ergeben sich dann die Fugentechniken bzw. auch die
Montagearten erstellen: 1. Spachtelfugentechnik mit einem Verspachtelungen der Platten.
Fugenspalt von 5-7 mm oder 2. Stoßfugenverklebung Beachten Sie die Grundregeln der Verspachtelung auf Seite 104.

Montageart 1: Spachtelfugentechnik mit einem Fugenspalt von 5-7 mm

Der Plattenabstand der jewei-


1
ligen Rigidur-Gipsfaserplatten
Verarbeitungs-Tipp
bzw. der Fugenspalt beträgt Dieses Fugenmaß ist bei der
5-7 mm. Diese Fugenbreite ist Montage der Unterkonstruk-
zwingend notwendig für die tion im Vorfeld beim Ausrich-
Spachtelfugentechnik. ten der Unterkonstruktion zu
berücksichtigen.

5-7 mm

Um eine einwandfreie Ver- Zur Erzielung einer perfekten


2 3
spachtelung zu erreichen, ist Wandoberfläche wird noch-
der VARIO Fugenspachtel zu mals VARIO Fugenspachtel zur
verwenden. Die Verspachtelung Nachspachtelung eingesetzt.
erfolgt ohne Bewehrungsstrei- Die Befestigungsmittel sind
fen. Die Längs- und Querfugen ebenfalls mit VARIO Fugen-
werden ausgefüllt und flächen- spachtel zu überspachteln.
bündig abgezogen.

Montageart 2: Stoßfugenverklebung

Bei der Klebefugentechnik wird Die nächste Rigidur-Platte wird


4 5
der Rigidur Fugenkleber auf die gegen den Fugenkleber ge-
saubere, staubfreie Strinkante drückt. Der Fugenspalt muss
der zuerst montierten Rigidur- weniger als 1 mm betragen.
Gipsfaserplatte aufgetragen. Der Fugenkleber sollte aus der
Fuge herausquellen. So wird
Wichtiger Hinweis sichergestellt, dass die Fuge
Keinesfalls Rigidur Fugen- < 1 mm richtig ausgefüllt wurde.
kleber auf die Unterkonstruk-
tion aufbringen.

Der überschüssige Rigidur-


6
Fugenkleber wird nach ca. 2
Stunden bündig mit einem
Spachtel abgestoßen. Verarbeitungs-Tipps
• Nur absolut gerade Plattenkanten, d.h. werkseitig geschnittene
Kanten oder mit einer geführten Tauchsäge geschnittene
Kanten sind in Klebefugentechnik zu verarbeiten.
• Für eine einwandfreie Fugenverklebung sind ausschließlich die
Rigidur Fugenkleber zu verwenden.
• Die Verarbeitungsrichtlinien auf den Verpackungen der Rigidur
Fugenkleber sind unbedingt zu beachten.

103
Arbeitstechniken mit Rigips-Platten

Tipps für die Verspachtelung

Bei der Fugenverspachtelung sind folgende Grundregeln zu nicht sofort verspachtelt werden. Es sollte das vollständige
beachten: Abbinden und Austrocknen des Ansetzbinders abgewartet
• Die Fassade muss geschlossen sein, der Nassestrich einge- werden.
bracht und Nassputz ausgeführt sein, da anhaltende Feuch- • Plattenkanten, die beim Zuschnitt der Rigips-Platten entste-
te nicht nur das Trocknen der Spachtelmasse behindert, son- hen, sollten vor der Verspachtelung mit dem VARIO Kanten-
dern auch Fugenquellungen hervorrufen kann. hobel ebenfalls angefast werden.
• Feucht gewordene Rigips-Platten sollten erst nach völligem • Querkanten sollten mit dem VARIO Kantenhobel angefast
Austrocknen verspachtelt werden. werden. Wird nicht angefast, muss in jedem Fall mit einem
• Gussasphalt-Estrich muss vor der Verspachtelung eingebracht Rigips Bewehrungsstreifen gearbeitet werden.
sein, da sonst durch die Wärmeeinwirkung die Fugen reißen • Spachtelungen nicht unter einer dauerhaften Temperatur
können. von + 5 °C (Platten- und Raumtemperatur) ausführen.
• Bei angesetzten Rigips-Platten im Trockenputzverfahren darf

Verspachtelung von Eckanschlüsse an Putz etc.


1 4
Befestigungsmitteln Bei Anschluss an Putz, Beton
Vor Beginn der Spachtelarbei- o. Ä. sollte vor dem Verspachteln
ten ist zu prüfen, ob die der Rigips TrennFix verwendet
Befestigungsmittel richtig ver- werden, welcher für eine Tren-
senkt sind. Sobald die Vor- nung der unterschiedlichen
spachtelung der Plattenfugen Materialien sorgt. Der sichtbare
abgeschlossen ist, werden an- Teil des Rigips TrennFix wird
schließend die Köpfe der Befe- nach der Verspachtelung ent-
stigungsmittel vorgespachtelt. fernt.
Als letzter Arbeitsgang werden
im Zuge der Nachspachtelung
alle Befestigungsmittel ab-
schließend ebenfalls nachge-
spachtelt und falls nötig nach-
geschliffen.

Eckanschlüsse stumpf Wand-Außenecke mit


2 5
Längskante an Längskante Kantenschutzleiste
Bei Inneneckanschlüssen wer- Bei vorspringenden Wandecken
den Rigips-Platten mit karton- wird zweckmäßigerweise eine
ummantelten VARIO-Kanten Rigips Kantenschutzleiste (z. B.
stumpf – ohne Fugenabstand – Rigips AquaBead oder Rigips
gestoßen. Die Verspachtelung EasyFlex) eingespachtelt. Für
erfolgt mit stumpf gestoßenem extrem stark beanspruchte
Glasfaserbewehrungsstreifen Außenecken, z. B. in Kliniken
(Risskontrolle) bzw. unter Ver- oder Pflegebereichen (Betten-
wendung des Rigips TrennFix. transport), sollte im Zuge der
Wandbeplankung ein spezieller
schwerer Rammschutz mon-
Eckanschlüsse bei tiert werden.
3
geschnittenen Kanten
Rigips VARIO-Platten mit ge-
Rigips-Tipp
schnittenen Kanten werden
ungefast mit ca. 5 mm Fugen- Rigips bietet mit dem neuen Rigips AquaBead einen innovativen
abstand verlegt. Die Verspach- Kantenschutz an. Weitere Informationen unter: www.rigips.de
telung erfolgt mit stumpf
gestoßenem Glasfaserbeweh-
rungsstreifen (Risskontrolle)
bzw. unter Verwendung des
Rigips TrennFix.
104
Arbeitstechniken im Trockenbau

Oberflächenbehandlung

Grundierung
Produkt Anwendung Technische Daten Hinweis
Rikombi Grund Für stark saugende Der Verbrauch liegt bei ca. Das Konzentrat ist vor
Untergründe, wie z. B. 150 g/m2, somit reicht der Anwendung mit Wasser zu
Porenbetonflächen oder 12 kg-Eimer für eine Fläche verdünnen.
Kalksandstein, sowie als von ca. 80 m2. Rikombi Grund
Oberflächengrundierung ist gelb eingefärbt.
für sämtliche Gipsputze
und Gipsplatten.

Vorbehandlung • Bei Anstrichen, die eine besondere Anforde-


• Mörtelspritzer, Spachtelgrate und dgl. müssen rung an die Beschaffenheit des Untergrundes
von der Platten-Oberfläche entfernt werden. stellen, empfiehlt sich eine vollflächige Über-
Spachtelstellen müssen trocken und ggf. gratfrei spachtelung.
geschliffen sein.
• Beim Schleifen darf der Karton neben den
Spachtelstellen nicht aufgerauht werden.

Grundierung • Bei wasserbeaufschlagten Wandflächen im


• Auf die fugenverspachtelten Rigips-Platten häuslichen Bereich (z. B. Duschen) ist das Auf-
einen Grundanstrich aufbringen. tragen einer flexiblen Flächendichtung oder
• Durch die Grundierung wird ein unterschied- einer dünnen ganzflächigen Dichtschicht zu
liches Saugverhalten von Karton- und Spach- berücksichtigen.
telflächen ausgeglichen. • Voranstriche mit verdünnter Binderfarbe wir-
• Hierfür ist einzusetzen: Rikombi Grund. ken nicht als Grundierung.
• Grundanstriche müssen vor der Weiter-
verarbeitung durchgetrocknet sein. Rigips-Tipp
Rigips bietet mit dem „System Grün“ ein eigenes
Abdichtungssystem an. Weitere Informationen
unter: www.rigips.de

105
Arbeitstechniken im Trockenbau

Oberflächenbehandlung

Anstriche • Dispersions-Silikatfarben dürfen nur dann ver-


• Für den Anstrich eignen sich alle handelsübli- wendet werden, wenn der Hersteller die Eig-
chen Farben, z. B. Leimfarbe, Dispersionsfarbe, nung ausdrücklich zusichert und dazu genaue
Dispersionslacke, Ölfarbe, Alkydharzfarbe, Poly- Verarbeitungshinweise gibt. Sofern bestimmte
merisatharzfarbe, Polyuhrethanfarbe, Epoxyd- Gebrauchseigenschaften von diesen Farben er-
harzfarbe. füllt werden müssen (z. B. Waschbeständigkeit
• Silikonfarbe kann nur mit entsprechendem nach DIN EN ISO 11998), sollten diese aus-
Voranstrich aufgetragen werden. drücklich zugesichert sein.
• Nicht geeignet sind Anstriche auf Mineral-
basis, wie Kalk-, Wasserglas- und Silikatfarben,
Organo-Silikatfarben. Ungeeignet sind auch
Nitro-Kombilacke.
• Bei Lackierungen (doppelt beplanken!) etc.
ist die Fugenverspachtelung immer mit Be-
wehrungsstreifen herzustellen.

Tapeten • Nur Kleber auf Basis von Methylcellulose


• Alle handelsüblichen Tapeten können verwendet und/oder geeigneten Kunstharzen sind zu
werden. verwenden.
• Durch die Grundierung wird bei späterer Er- Es wird empfohlen, Kleber und Oberflächen-
neuerung der Tapezierung der Plattenkarton beschichtung auf ihre Eignung zu prüfen.
beim Ablösen der Tapete nicht beschädigt. Das Merkblatt Nr. 16, techn. Richtlinien für
• Werkseitig grundierte Platten, z. B. Rigicell- Tapezier- und Klebearbeiten (2002), vom
Ausbauplatten und Rigips „Die Dicke“ RF 20 Bundesausschuss Farbe- und Sachwertschutz
sind nur noch an den Spachtelstellen zu grun- ist zu beachten.
dieren. • Bei Beschichtungen mit großen Spannungen,
• Durch Auftragen von Tapeten-Wechselgrund wie z. B. Metalltapeten, ist eine Doppelbeplan-
kann die Tapete bei Erneuerungsarbeiten ohne kung vorzusehen.
Befeuchtung im trockenen Zustand von den
Rigips-Platten entfernt werden.

Fliesen • Fliesenverfugung
• Für häusliche Bäder sind imprägnierte Platten Fugen der Fliesenflächen mit Fugenmaterial
(RBI bzw. RFI) zu verwenden. Hier sind auch auf Zementbasis verfüllen.
die vorgrundierten Ausbauplatten Rigicell • Tipps für wasserbeaufschlagte Flächen
(Rigidur) zu empfehlen. Grundierung mit Tiefengrund sowie Dichtkleber
• Zu verfliesende Wände mit Rigips-Platten, - Feuchtigkeitssperrende Dichtkleber, z. B. von
12,5 mm, sind grundsätzlich doppelt beplankt Saint-Gobain Weber GmbH, verwenden.
auszuführen. - Durchlässe, Anschlüsse und Ecken mit plasto-
• Hier bieten sich aber auch Rigips „Die Dicke“ elastischem Fugenkitt wasserdicht verschließen.
RFI 20 oder Rigips „Die Leichte“ RBI 25 in Ein- - Fungizid eingestellte Sanitär-Dichtungsmassen
fachbeplankung an. verwenden.
• Geeignete Fliesen - Armaturen erhalten Schraubmanschetten
Keramische Fliesen (DIN 18 155), Steinzeug- mit hinterlegter Gummidichtung.
fliesen, Glasmosaik. • Klebetechnik
• Klebetechnik Kleber im Dünnbettverfahren mit glatter Kelle
Kleber im Dünnbettverfahren vollflächig auf- vollflächig auftragen und mit Zahnkelle (5 mm
tragen und mit feinzahniger Kelle im oberen abgeflachte Zähne) Rillen aufziehen, im oberen
Bereich horizontal abkämmen. Entweder han- Bereich horizontal. Es muss eine durchlaufende
delsübliche Kunststoffkleber auf Dispersions- Kleberschicht erhalten bleiben.
basis oder hydraulisch erhärtende Kleber ver-
wenden. Unverspachtelte Rigips-Fugen können
mit gleichem Material aus- und übergespach-
telt werden.
106
Anschlüsse Montagewände, Einbauten und gleitender Deckenanschluss

Damit die konstruktiven und bauphysikalischen Vorteile der mind. R’w 37 dB betragen. Zum Schutz gegen Schallübertra-
Rigips-Montagewände voll zur Geltung kommen, sind bei der gungen aus einem fremden Wohn- und Arbeitsbereich werden
Montage wichtige Details zu beachten. Mindestanforderungen gestellt. Wohnungstrennwände müssen
danach mind. R’w 53 dB, Wände neben Hausfluren mindestens
Schallschutz-Anforderungen R’w 52 dB erreichen. Die Anforderungen beziehen sich auf das
DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) stellt den Schutz des resultierende Schalldämmmaß im Objekt, unter Berücksichti-
Menschen gegen unzumutbare Schallbelästigungen in Auf- gung der flankierenden Bauteile (Fußboden, Decke, Seiten-
enthaltsräumen als wichtigste Forderung an Bauplanung und wände).
Ausführung. Zum Schutz gegen Schallübertragungen werden Empfehlungen für den Schallschutz im eigenen Bereich sowie
in der DIN 4109 Mindestanforderungen aufgeführt. Danach erhöhte Anforderungen siehe DIN 4109, Beiblatt 2 sowie VDI
soll die Schalldämmung zwischen Räumen normaler Nutzung 4100.

Nebenwegübertragungen (flankierende Bauteile) Hohlwanddosen ≥ 40 mm dicken Mineralwolle-


• Die Luftschalldämmung eines trennenden Bauteils wird in • In Rigips-Montagewände mit dämmstoffen (Schmelzpunkt
hohem Maße auch von Einflüssen aus den flankierenden Brandschutzanforderungen < 1000° C, Baustoffklasse A
Bauteilen, wie Flurwand, Fassade, Boden und Decke bestimmt. dürfen Elt.-Dosen (Steckdosen, gemäß DIN 4102-1:1998-5,
Dies sind Einflussfaktoren, die unabhängig von der Rigips- Schalterdosen, Verteilerdosen) Rohdichte ≥ 15 kg/m³) ange-
Montagewand aufgrund baulicher Gegebenheiten positiv oder an beliebiger Stelle eingebaut ordnet werden.
negativ wirksam werden können. werden, jedoch nicht un-
• In den nachfolgend aufgelisteten Anschlussdetails wurden mittelbar gegenüberliegend.
1
diese Erkenntnisse weitgehend berücksichtigt. Über spezielle • Werden auf beiden Wand-
Ausführungen berät der Rigips-Beratungs-Service. seiten Elt.-Dosen angeordnet,
müssen sie mind. durch ein
Anschlüsse Ständerprofil getrennt sein.
• Für den Schallschutz sind dichte Anschlüsse erforderlich. Die • Sofern Elektrodosen in Brand-
Anordnung einer Rigips Anschlussdichtung ist daher zwingend schutzwände nach DIN 4102-4
notwendig, ebenso das Ausdrücken der Anschlussfugen mit Tab. 48, mit entsprechender
Rigips-Spachtelmasse. Werden Anforderungen an den Brand- Hohlraumdämmung
schutz gestellt, so sind Anschlussdichtungen der Baustoffklasse (Mineralwolle nach DIN EN
A zu verwenden (Mineralwolle aus Stein- und Schlackenfasern). 13162, Baustoffklasse A,
Rigips-Anschlussdichtungen können verwendet werden, wenn Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C
2
sie durch Verspachtelung in Beplankungsdicke dicht abge- nach DIN 4102-17) eingebaut
schlossen bzw. von der Beplankung ganz abgedeckt sind. werden, kann die brandschutz-
• Wenn eine rechnerische Deckendurchbiegung von mehr als 10 mm technisch notwendige Dämm-
vorliegt, ist beim Wand-Deckenanschluss zwischen OK-Beplankung schicht hinter den Dosen auf
und UK-Decke eine Bewegungsfuge (Deckenanschluss gleitend) ≥ 30 mm zusammengedrückt
vorzusehen. Die freien Plattenkanten der Wandbeplankung werden (s. Bild 1). Bei Ver-
können mit einem eingespachtelten Alu-Kantenschutzprofil ver- wendung anderer Hohlraum-
sehen werden. dämmungen oder bei Verzicht
• Der gleitende Deckenanschluss vermindert den Schallschutz um auf Hohlraumdämmungen
ca. 2 – 3 db. sind Elt.-Dosen generell in
Gipsbaustoffe einzubetten
3
Leitungsführung (s. Bild 2) bzw. einzuhausen
Die Installationsführung bei (s. Bild 3).
Rigips-Montagewänden er- • Bei Trennwänden „F 30“ mit
folgt im Wandhohlraum, nach- Beplankungen auf jeder Wand-
dem die Wandunterkonstruk- seite aus 2 x 12,5 mm dicken
tion einseitig beplankt ist. In Rigips Bauplatten (RB) kann
den Stegen der CW-Ständer- in den Feldern, wo die Elt.-
profile sind H-förmige Aus- Dosen eingebaut werden,
stanzungen vorgesehen, die für eine Hohlraumdämmung mit
Installationsdurchführungen
aufgebogen werden. Je nach
Leitungsdichte wird der Schall-
schutz beeinträchtigt.

107
Arbeitstechniken im Trockenbau

Anschlüsse Montagewände, Einbauten und gleitender Deckenanschluss

Fußbodenanschluss Fußbodenanschluss
Der schalltechnisch günstigste Bei durchlaufendem schwim-
Fußbodenanschluss einer Rigips- menden Zement-Estrich sollte
Montagewand wird erzielt, bei Schallschutz-Anforderungen
wenn der schwimmende Estrich R’L,w,R ≥ 38 dB (Gussasphalt
gegen die Trennwand läuft. R’L,w,R ≥ 44 dB) eine Trennfuge
Dadurch werden die Schall- im Bereich des Wandanschlusses
nebenwegübertragungen vorgesehen werden. Damit die
weitgehend unterbunden. Anschlussprofil-Befestigung in
der Wandachse erfolgen kann,
wird die Trennfuge außerhalb
der Wandachse gelegt. Dabei
muss sichergestellt sein, dass
die Trennfuge frei von Staub-
und Bauschuttteilchen bleibt.

Deckenanschluss Deckenanschluss
Bei durchlaufendem Nassputz Beim Trennwandanschluss an
oder Sichtbetondecken wird ein später zu verputzende Roh-
Bewehrungsstreifen stumpf decken ist am Wandanschluss
eingespachtelt. Dadurch erfolgt ein selbstklebendes Malerband
ein geradlinig verlaufender Ab- auf die Beplankung aufzu-
riss der unterschiedlichen Bau- bringen. Der sichtbare Teil des
teile und Materialien. Soll aus Klebestreifens wird nach dem
optischen Gründen – z. B. bei Erhärten des Nassputzes wieder
nachfolgenden Anstrichen – entfernt. Alternativ kann ein
kein Abriss sichtbar werden, so Kellenschnitt erfolgen. Zusätz-
ist zusätzlich eine Hohlkehle lich kann eine Hohlkehle aus
aus überstreichbarem plasto- überstreichbarem plastoelasti-
elastischem Kitt vorzusehen. schem Kitt vorgesehen werden.
Der Anschluss an flankierende
Wände erfolgt sinngemäß.

Gleitende Anschlüsse
a Es ist zu beachten, dass bei
einer errechneten Deckendurch-
biegung von a ≥ 10 mm ohne
Fugen- a
spachtel
Gleitmöglichkeit erheblicher
(Pressfuge) Schaden entstehen kann. Sind
Bauteilbewegungen über 10 mm
zu erwarten (z. B. Deckendurch-
biegung), sind gleitende An-
schlüsse auszubilden. Zwischen
Oberkante Beplankung und
Unterkante Decke wird eine
Bewegungsfuge vorgesehen,
die der zu erwartenden Decken-
durchbiegung entspricht. Um
ein einwandfreies Gleiten zu
ermöglichen, werden etwas
Hinweis
schmaler als die Stegbreite des
Rigips Wandprofils UW bemes- Nähere Informationen entnehmen Sie dem Merkblatt Nr. 3 des
sene Gipsstreifen (GKB bzw. GKF) Bundesverbandes der Gipsindustrie e.V. Industriegruppe Gips-
zu Bündeln zusammengefasst. platten „Gipsplattenkonstruktionen, Fugen und Anschlüsse“.

108
Anschlüsse Wandabzweig und Wandecke

Wandabzweig Wandabzweig
Die Ausführung eines Wand- Bei mittleren Schallschutzan-
abzweigs in Verbindung mit forderungen ist es in der Regel
LW-Profilen verhält sich schall- ausreichend, die Beplankung
technisch am günstigsten, der flankierenden Wand durch
weil dadurch die Schalllängs- eine Fuge akustisch wirksam zu
leitung optimal unterbrochen trennen. Damit die Anschluss-
wird. profil-Befestigung in der Wand-
achse erfolgen kann, wird die
Trennfuge außerhalb der Wand-
achse gelegt.

Wandabzweig
Eine durchlaufende 1-lagige
Beplankung als Wandabschluss
sollte nur bei geringen Schall-
schutzanforderungen vorge-
sehen werden.

Wandecke Wandecke
Bei der konstruktiven Ausbildung Alternativ können im Eckbereich
von Wandecken sind hinsicht- zwei CW-Ständerprofile ange-
lich der Unterkonstruktion zwei ordnet werden. Hierbei muss die
Ausführungsvarianten möglich. Platte zwischen den Ständern
Im Außeneckenbereich wird ein berührungsfrei zur flankieren-
CW-Ständerprofil entsprechend den Platte bleiben.
der nebenstehenden Darstellung
angeordnet. Innenecken können
besonders einfach durch Ver-
wendung eines LW-Profils aus-
gebildet werden.

109
Arbeitstechniken im Trockenbau

Türöffnungen

Sind Türöffnungen in Rigips Montagewänden vorzusehen, so der unteren Türfuge. Entsprechende Schallschutz-Nachweise
sind die Lasten (Türblätter) daraus entsprechend abzutragen. sind von den Türen- bzw. Fenster-Herstellern zu führen.
Der Einfluss von Flächen mit geringer Schalldämmung, wie
Hinweise für den Schallschutz Türen oder Fenster, auf die resultierende Luftschalldämmung
Durch Tür- oder Fensteröffnungen wird die Schalldämmung eines Bauteils kann durch ein im Beiblatt 1 zu DIN 4109 darge-
einer Trennwand ungünstig beeinflußt. stelltes Rechenverfahren abgeschätzt werden.
Die Schallschutz-Anforderungen der DIN 4109 beziehen sich Dabei sind folgende Werte zu ermitteln:
grundsätzlich auf Türen im eingebauten Zustand (Türblatt ein- • Verhältnis der gesamten Wandfläche zur Tür- oder Fensterfläche
schließlich Rahmen und Zarge). Die Schalldämmung hängt so- • Unterschied zwischen dem bewerteten Schalldämm-Maß der
wohl von der Schalldämmung des Türblatts als auch von der Wand und dem bewerteten Schalldämm-Maß der Tür oder
Qualität der Falzdichtungen ab, insbesondere von der Dichtung des Fensters.

Türöffnung mit U-Aussteifungsprofilen


1 2
• Für zu erwartende Durchbiegung der Decke sind die Rigips Aus- A
steifungsprofile UA entsprechend kürzer zu zuschneiden. Den
A
Deckenwinkel hierfür nur handfest an den Langlöchern der B
Rigips Aussteifungsprofile UA verschrauben (siehe Punkt A). B
• Die Befestigungen müssen aus selbstsichernden Schrauben be-
stehen. Normale Schrauben sind mit Kontermuttern zu versehen. C
• Der Türsturz wird waagerecht mit einem Rigips Wandprofil UW C
ausgebildet. Hierbei werden die Flansche der Profilenden einge-
schnitten, umgebogen und mit den Rigips Aussteifungsprofilen Türöffnungen mit U-Aus- Profil-Details A, B, C
UA mit geeigneten Blechschrauben (siehe Punkt B) verbunden. steifungsprofilen
• Die Beplankung wird im Rigips Aussteifungsprofil UA mit
Schnellbauschrauben TB, die eine Bohrspitze vorweisen, problem-
los befestigt.
3
• Längsfugen oder nicht zu vermeidende Querfugen sind mit
mind. 150 mm Abstand von der Tür vorzusehen (siehe Bild 3).
• Für schwere Türkonstruktionen werden die Zargen an Rigips
Aussteifungsprofilen UA, 2 mm dick, befestigt. Um unvorherzu-
sehenden Belastungen vorzubeugen, empfehlen wir grund- ≥ 150
sätzlich die Verwendung von Rigips Aussteifungsprofilen UA!
• CW-Profile mit Holzpfosten ersetzen kein U-Aussteifungsprofil.
• Rigips Aussteifungsprofile UA werden mit dem dazugehörigen
Anschlusswinkel-Montageset direkt mit dem tragfähigen Rohfuß- Beplankungsfugen in jedem
boden und der Rohdecke mit je 2 x 6er Dübel + Schrauben kraft- Fall mind. 150 mm von der Tür-
schlüssig befestigt (siehe Punkt C). öffnung entfernt vorsehen

Türpfostenberechnung (siehe Seite 111)

Hinweise
• Rigips Wandprofile CW mit Holzpfosten ersetzen kein Rigips
Aussteifungsprofil UA.
• Bei einer Raumhöhe von max. 260 cm, einer Türbreite von max.
88,5 cm und einem Türblattgewicht von max. 25 kg können
Türzargen an normalen Rigips Wandprofilen CW (Blechdicke
0,6 mm) befestigt werden.

110
Einbau von Türzargen

Einbau von Türzargen


1 2
• Einteilige Zargen werden vor der Beplankung montiert.
• Nach Fertigstellung der Montagewand und entsprechender
Türausbildung erfolgt der Einbau mehrteiliger Türzargen.
• Der Hohlraum zwischen Profil und Zarge ist mit einer Däm-
mung auszufüllen. Werden Brandschutztüren eingebaut, kann
auch eine Vermörtelung notwendig werden. Hierbei ist die
Türzulassung zu beachten.

Einbau Stahlzarge – Beispiel Einbau Aluzarge – Beispiel


Wichtig mit U-Aussteifungsprofilen (UA) mit U-Aussteifungsprofilen (UA)
(Dämmung nicht dargestellt) (Dämmung nicht dargestellt)
• Wichtig ist, den Zargeneinbau sowie die Dämmung entspre-
chend den Anforderungen (lt. Ausschreibung) zu berücksichtigen.
• Des Weiteren sind die Einbauhinweise der Zargenhersteller zu
beachten. 3

Einbau Holzzarge – Beispiel


mit U-Aussteifungsprofilen (UA)
und Holzpfosten (Dämmung
nicht dargestellt)

Befestigung von Türzargen


Zur Befestigung von Türzargen empfiehlt Rigips grundsätzlich die Verwendung von
Rigips Aussteifungsprofilen UA als Türpfosten.

Türblattgewichte – konstruktive Maßnahmen für Montagewände nach DIN 18183 (Gipsplatten-Montagewände)


Türblatt- Türpfosten- Ständerprofil Beplankung Wandhöhe im
gewicht G profil 1) in der Wand Einbaubereich 1 Einbaubereich 2
kg mm mm mm
≤ 50,0 UA 50-20 CW 50 1 x 12,5 siehe Tabelle 1, DIN 18 183
≤ 50,0 UA 50-20 CW 50 2 x 12,5 siehe Tabelle 1, DIN 18 183
≤ 75,0 UA 75-20 CW 75 1 x 12,5 siehe Tabelle 1, DIN 18 183
≤ 75,0 UA 75-20 CW 75 2 x 12,5 siehe Tabelle 1, DIN 18 183
≤ 100,0 UA 100-20 CW 100 1 x 12,5 siehe Tabelle 1, DIN 18 183
≤ 100,0 UA 100-20 CW 100 2 x 12,5 siehe Tabelle 1, DIN 18 183
1)
Die Türpfostenprofile sind mittels Anschlusswinkel (z.B. Steckwinkel) am Boden und an Rohdecken zu befestigen.
Diese Tabelle dient als Einbauempfehlung der Firma Rigips. Beim Einbau anderer Türdimensionen oder Anforderungen, siehe: „Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für Türen“.

Maximale Abmessungen
• 1-flügelige Türen: Breite b T ≤ 1.500 mm = Höhe h T < 2.500 mm
• 2-flügelige Türen: Breite b T ≤ 2.500 mm = Höhe h T < 2.500 mm
• Türblattgewichte: G ≤ 150 kg je Flügel

111
Arbeitstechniken im Trockenbau

Lasten an Wänden

An Rigips-Bauteilen können Konsollasten mit handelsüblichen


Befestigungsmitteln an beliebiger Stelle der Beplankung befes-
tigt werden.
• Die Wahl der geeigneten Befestigungsmittel ist dabei einer-
seits abhängig von der Lastentiefe t (bei Wänden) und dem
Gewicht der anzubringenden Last und andererseits von der
Beplankungsdicke.
• Unabhängig von der zulässigen Belastung F zul. pro Dübel,
sind nach DIN 18183 zulässige Konsollasten pro Meter Wand
zu berücksichtigen (siehe Tabelle 2 auf folgender Seite).

Bilderhaken (X-Haken)
1 2 3
Zur Befestigung leichter Einzellasten (t ≤ 100 mm) an Rigips-
Beplankungen

• Zul. Belastung/Befestigungsmittel
Haken 1 bei 1-lagiger Beplankung ca. 50 N (5 kg)
Haken 2 bei 1-lagiger Beplankung ca. 100 N (10 kg)
Haken 3 bei 1-lagiger Beplankung ca. 150 N (15 kg)
Haken 3 bei 2-lagiger Beplankung ca. 200 N (20 kg)

Hohlraumdübel für Wand-Konstruktionen


• Nach DIN 18183 „Montagewände aus Gipsplatten; Ausführung
von Metallständer-Wänden“ dürfen Rigips-Montagewände und
Vorsatzschalen mit Konsollasten F ≤ 0,4 kN/m Wand (entspricht
40 kg/m) an beliebiger Stelle belastet werden. Dabei wird eine
max. Lasttiefe (hier: t = 300 mm) zugrunde gelegt.
• Bei kürzeren Lasttiefen (t) kann die zulässige Konsollast mit max. Expandet-Dübel Molly-Schraubanker Spreizdübel
Belastung pro Meter erhöht werden (siehe Tabelle 2 auf folgen- (vergleichbar Hilti
der Seite). HHD)
• Für Montagewände und Wandbekleidung (Vorsatzschalen mit
zugfester Verbindung zur Massivwand) mit Beplankung ≥ 18 mm
gilt F ≤ 0,7 kN/m Wand (entspricht 70 kg/m).
• Bei Doppelständerwänden sind die beiden Ständerreihen mit
zweiseitig selbstklebenden Rigips Anschlussdichtungen Filz zu
verbinden.
• Auseinanderstehende Ständer von Installationswänden sind
mit Laschen, z. B. Plattenstücken zu verschrauben.

Schwere Konsollasten > 0,7 kN/m


Beispielsweise Sanitär-Keramikteile
• müssen generell an gesonderten Tragständern oder Traversen ≤ 625
befestigt und in die flankierenden Bauteile eingeleitet werden.
• Bei Rigips-Wandbekleidungen auf massivem Untergrund
(z. B. Wandtrockenputz) sind Konsollasten mit entsprechenden
Befestigungsmitteln direkt im Massivbauteil zu verankern.

Beispiel:
Verstellbare Rigips Traverse

112
Tabelle 1: Zul. Belastung F zul. (umgerechnet in kg) je Dübel bei verschiedenen Lasttiefen (t)
Plattendicke Dübel1) Lastentiefe (t) in mm
ø 50 100 150 200
mm mm Zul. Belastung (F zul.) umgerechnet in kg
9,5 (Verbundplatten) Molly S8 Expandet, blau 55 45 35 30
HHD-S Hohlraumdübel
Fischer HM 6 x 50 45 35 30 25
12,5 Molly S8 Expandet, blau 65 55 40 35
HHD-S Hohlraumdübel
Fischer HM 6 x 50 55 45 35 30
20 Molly 8 L Expandet, rot 90 80 50 35
HHD-S Hohlraumdübel
Fischer HM 6 x 60 80 70 50 35
2 x 12,5 Molly 8 L Expandet, rot 100 85 60 50
HHD-S Hohlraumdübel
Fischer HM 6 x 60 110 90 75 60
1)
Dübelabstand untereinander:Plattendicke 12,5 mm nicht kleiner als 150 mm
Plattendicke ≥ 20 mm nicht kleiner als 75 mm
Nebeneinander hängende Einzellasten, z. B. Wandschränke: Befestigung an Zahnleisten

Tabelle 2: Max. Belastung (umgerechnet in kg) pro Meter Wandlänge nach DIN 18183,
bezogen auf Lasttiefen (t)
Plattendicke Lastentiefe (t) in mm
50 100 150 200 300
mm Max. Belastung pro Meter Wandlänge, umgerechnet in kg
12,5 77 70 62 55 40
≥ 18 110 100 95 85 70

113
Arbeitstechniken im Trockenbau

Lasten an Decken

Hinweis
An Rigips-Decken (ohne Brandschutzanforderungen) können
Einbauteile wie Lampen etc. an beliebiger Stelle der Beplankung
befestigt werden. Hierfür stehen je nach Bedarf die hier auf-
geführten Hohlraumdübel für Deckenkonstruktionen zur Ver-
fügung. Dabei ist zu beachten, dass die zulässige Belastung von
6 kg je Dübel nach DIN 18 181 je Plattenfeld und Meter nicht
überschritten wird. Für Rigips-Decken mit Brandschutzanfor-
derungen: Prüfzeugnis beachten.

Hohlraumdübel für Decken-Konstruktionen


Das Sortiment dieser hier gezeigten handelsüblichen Hohlraum-
dübel könnte durch gleichwertige herstellerspezifische Dübel er-
gänzt werden.

Expandet-Dübel Molly-Schraubanker
(vergleichbar Hilti HHD)

Kippdübel Federklappdübel

Schwere Lasten
Schwere Gegenstände, die über die zulässige Belastung der
Montagedecken hinausgehen, müssen direkt an der Rohdecke
oder an einer Hilfskonstruktion angeschlossen werden, die
eine Lasteinleitung in die Rohdecke sicherstellt.

114
RiKS 2.0 – Rigips KalkulationsService

Mit dem erweiterten KalkulationsService RiKS 2.0 von Rigips können Sie Ihren Materialbedarf, die
Materialkosten sowie den Zeitaufwand Ihrer Projekte kalkulieren.

RiKS 2.0 bietet Ihnen folgende Vorteile:


• Einfache kostenfreie Anmeldung unter • Errechnung der notwendigen Tätigkeiten
www.rigips.de mit entsprechenden Verarbeitungszeiten in
• Speicherfunktion online und lokal Stunden oder Minuten
• Vorgabe von Montagezeiten • Automatische Errechnung der Lohnkosten
• Ausgaben vollständiger Materialstücklisten bei Eingabe des Stundenlohns
mit Artikelnummern, Artikelbezeichnungen, • Ausgabe eines Kalkulationsblattes mit dem
Verbrauchsmengen und Listenpreisen Ergebnis und den Systemzeichnungen
• Systemsuche über die Eingabe der System- • Ausgabe der Materialbedarfsliste
nummer, Stichwortsuche oder per Auswahl • Ausgabe der Materialbestellliste
der gewünschten Eigenschaften • Ausgabe der Zeitbedarfsliste
• Individuelle Anpassungsmöglichkeiten aller • Einfache Angebotserstellung
Werte mit Lernfunktion • Kalkulation vollständiger Projekte

115
Materialbedarf

… für Rigips-Systeme mit kartonummantelten Gipsplatten

Rigips-Hinweis

Mit dem speziell entwickelten und aktualisierten KalkulationsService RiKS 2.0 von Rigips können Sie Ihren Material-
bedarf, die Materialkosten sowie den Zeitaufwand Ihrer Projekte kalkulieren. Weitere Informationen finden Sie
auf Seite 115.

Dachgeschoss pro m2 Fläche


Abseitenwand Dachschräge Kehlbalkendecke
2 2
Rigips-Platten 12,5 mm 1,0 m 1,0 m 1,0 m2
Rigips Wandprofil UW 2.000 mm – –
Rigips Wandprofil CW 1.800 mm – –
Rigips Anschlussdichtung 1.000 mm – –
Rigips Hutdeckenprofil,
CD-Profile bzw. Holzlatten 3.000 mm 3.200 mm 3.200 mm
Mineralwolle 1,0 m² 1,0 m2 1,0 m2
Dampfbremse 1,1 m² 1,1 m2 1,1 m2
Klebeband 2.400 mm 1.600 mm 1.600 mm
Verankerungselement 0,7 Stück 3,8 Stück 3,8 Stück
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm 9 Stück – –
Rigips Schnellbauschrauben 35 mm 12 Stück 19 Stück 19 Stück
Rigips Nageldübel 1,2 Stück – –
Nägel 1,2 Stück – –
VARIO Fugenspachtel 0,3 kg 0,3 kg 0,3 kg
Rigips Bewehrungsstreifen 600 mm 600 mm 600 mm
(soweit erforderlich)

Trennwände pro m2
Einfachständerwand Einfachständerwand Doppelständerwand
1-lagig beplankt 2-lagig beplankt 2-lagig beplankt
3.40.01, 3.40.02 3.40.04, 3.40.05 3.41.01, 3.41.02
3.40.03 3.40.06 3.41.03
Rigips-Platten 12,5 mm 2,0 m2 4,0 m2 4,0 m2
Rigips Wandprofil CW 1.800 mm 1.800 mm 3.600 mm
Rigips Wandprofil UW 800 mm 800 mm 1.600 mm
Rigips Nageldübel 1,6 Stück 1,6 Stück 3,2 Stück
Rigips Anschlussdichtung einseitig kl. 1.200 mm 1.200 mm 2.400 mm
Rigips Anschlussdichtung beidseitig kl. – – 1.800 mm
Mineralwolle 1,0 m² 1,0 m² 1,0 m²
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm 20 Stück 8 Stück 8 Stück
Rigips Schnellbauschrauben 35 mm – 20 Stück 20 Stück
VARIO Fugenspachtel 0,6 kg 0,98 kg 0,98 kg
Rigips Bewehrungsstreifen 1.200 mm 1.200 mm 1.200 mm
(soweit erforderlich)

116
Installationswand – Ausbau von Bädern pro m2
Doppelständerwand
2-lagig beplankt
3.41.04
Rigips-Platten (RBI) 12,5 mm 4,25 m2
Rigips Wandprofil CW 3.600 mm
Rigips Wandprofil UW 1.600 mm
Rigips Nageldübel 3,2 Stück
Rigips Anschlussdichtung 2.400 mm
Mineralwolle 1,0 m2
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm 12 Stück
Rigips Schnellbauschrauben 35 mm 20 Stück
VARIO Fugenspachtel 0,98 kg
Rigips Bewehrungsstreifen
(soweit erforderlich) 1.200 mm

Wandbekleidungen pro m2
Trockenputz Rigitherm MW Rigitherm Freistehende Vorsatzschale Vorsatzschale
angesetzt 032/040 Vorsatzschale mit Justier- auf Hut-
angesetzt Schwingbügel Deckenprofilen
Rigips-Platten 9,5 mm 1,0 m2 – – – – –
Rigips-Platten 12,5 mm 1,0 m2 – – 1,0 m2 1,0 m2 1,0 m2
Verbundplatten – 1,0 m2 1,0 m2 – – –
Rifix Ansetzbinder 5,0 kg – – – – –
Rifix ThermoPlus – 6,0 kg 5,0 kg – – –
Rigips Wandprofil CW – – – 1.800 mm – –
Rigips Wandprofil UW – – – 800 mm 2.600 mm –
Rigips Hutdeckenprofil – – – – – 2.000 mm
Rigips Justierschwingbügel – – – – 2,2 Stück –
Nageldügel – – – 1,6 Stück 3,2 Stück 2,4 Stück
Rigips Anschlussdichtung – – – 1.200 mm 800 mm –
Mineralwolle – – – 1,0 m2 1,0 m2 –
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm – – – 10 Stück 11 Stück –
Rigips Schnellbauschrauben 35 mm – – – – – 9 Stück
VARIO Fugenspachtel 0,3 kg 0,3 kg 0,3 kg 0,3 kg 0,3kg 0,3 kg
Rigips Bewehrungsstreifen 600 mm 600 mm 600 mm 600 mm 600 mm 600 mm
(soweit erforderlich)

117
Materialbedarf

… für Rigips-Systeme mit kartonummantelten Gipsplatten

Decken pro m2
Holz- Metall- Metall-
Unterkonstruktion Unterkonstruktion Unterkonstruktion
direktbefestigt direktbefestigt abgehängt
Rigips-Platten 12,5 mm 1,0 m2 1,0 m2 1,0 m2
Grundlatten 3.600 mm – –
Rigips Deckenprofil CD 60/27 – – 3.200 mm
Rigips Hutdeckenprofil – 2.400 mm –
Rigips Anschlussprofil UD 28 – 400 mm 1.200 mm
Rigips Deckenprofilverbinder – – 0,5 Stück
Rigips Kreuzschnellverbinder – – 1,9 Stück
Rigips Verankerungselement 1,9 Stück 6 Stück 0,6 Stück
Rigips Abhänger – – 0,6 Stück
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm – 16 Stück 16 Stück
Rigips Schnellbauschrauben 35 mm 16 Stück – –
Rigips Schnellbauschrauben 75 mm 3 Stück – –
VARIO Fugenspachtel 0,3 kg 0,3 kg 0,3 kg
Rigips Bewehrungsstreifen 600 mm 600 mm 600 mm
(soweit erforderlich)

Brandschutz-Decken, selbstständig F 90-A pro m2


Konstruktion Konstruktion Konstruktion
abgehängt befestigt direkt befestigt höhengleich
Rigips „Die Dicke“ RF 20 2,0 m2 2,0 m2 2,0 m2
Rigips Deckenprofil CD 60/27 3.400 mm – 3.400 mm
Rigips Hutdeckenprofil – 2.400 mm –
Rigips Anschlussprofil UD 28 1.200 mm 400 mm 1.200 mm
Rigips Deckenprofilverbinder 0,5 Stück – 0,25 Stück
Rigips Sicherheitsquerverbinder – – 4,8 Stück
Rigips Kreuzschnellverbinder 2,4 Stück – –
Rigips Verankerungselement 1,2 Stück 8 Stück 1,2 Stück
Rigips Abhänger 1,2 Stück – 1,2 Stück
Rigips Bauschraube – – 12 Stück
Rigips Schnellbauschrauben 35 mm 9 Stück 9 Stück 9 Stück
Rigips Schnellbauschrauben 55 mm 18 Stückk 18 Stück 18 Stück
VARIO Fugenspachtel 0,75 kg 0,75 kg 0,75 kg
Rigips Bewehrungsstreifen 1.400 mm 1.400 mm 1.400 mm
(soweit erforderlich)

118
… für Rigips Glasroc F (Riflex)

Materialbedarf Decken pro m2 Decke


Abgehängt befestigt
Beplankung Beplankung
1-lagig 2-lagig
Glasroc F (Riflex) 1,0 m2 2,0 m2
Rigips Tragprofil CD 60/27 3.600 mm 3.600 mm
Rigips Grundprofil CD 60/27 1.400 mm 1.400 mm
Rigips Anschlussprofil UD 28 1.200 mm 1.200 mm
Rigips Verankerungselement 4,5 Stück 4,5 Stück
Rigips Abhänger 4,5 Stück 4,5 Stück
Rigips Kreuzschnellverbinder 5 Stück 5 Stück
Glasroc F (Riflex) Spezialschrauben 19 mm 23 Stück 13 Stück
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm – 23 Stück
VARIO Fugenspachtel 0,15 kg 0,3 kg
Rigips Bewehrungsstreifen (soweit erforderlich) 1.200 mm 1.200 mm

Materialbedarf Wände pro m2 Wand


Einfach-Ständerwand
Beplankung Beplankung Beplankung
1-lagig 2-lagig 3-lagig
Glasroc F (Riflex) 2,0 m2 4,0 m2 6,0 m2
Rigips Wandprofil CW 3.600 mm 3.600 mm 3.600 mm
Rigips Wandprofil UW 800 mm 800 mm 800 mm
Rigips Nageldübel 1,6 Stück 1,6 Stück 1,6 Stück
Rigips Anschlussdichtung 1.200 mm 1.200 mm 1.200 mm
Mineralwolle 1,0 m² 1,0 m² 1,0 m²
Glasroc F (Riflex) Spezialschrauben 19 mm 46 Stück 18 Stück 18 Stück
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm – 46 Stück 18 Stück
Rigips Schnellbauschrauben 35 mm – – 46 Stück
VARIO Fugenspachtel 0,3 kg 0,6 kg 0,9 kg
Rigips Bewehrungsstreifen (soweit erforderlich) 2.400 mm 2.400 mm 2.400 mm

119
Materialbedarf

… für Rigips-Systeme mit Rigidur H-Gipsfaserplatten

Dachgeschoss pro m2 Fläche


Abseitenwand Dachschräge Kehlbalkendecke
mit Rigidur mit Rigidur mit Rigidur
Rigidur H 10/12,5 1,0 m2 1,0 m2 1,0 m2
Rigips Wandprofil CW 1.800 mm – –
Rigips Wandprofil UW 2.000 mm – –
Rigips Anschlussdichtung 1.000 mm – –
Rigips Hutdeckenprofil,
CD-Profile bzw. Holzlatten 3.000 mm 3.200 mm 3.200 mm
Mineralwolle 1,0 m2 1,0 m2 1,0 m2
Dampfbremse 1,1 m² 1,1 m² 1,1 m²
Klebeband 2.400 mm 1.600 mm 1.600 mm
Rigips Verankerungselement 0,7 Stück 3,8 Stück 3,8 Stück
Rigidur Fix Schnellbauschraube 30 mm 9 Stück – –
Rigidur Fix Schnellbauschraube 40 mm 12 Stück 19 Stück 19 Stück
Rigips Nageldübel 1,2 Stück – –
Nägel 1,2 Stück – –
VARIO Fugenspachtel (Spachtelfugentechnik) 0,2 kg 0,2 kg 0,2 kg
Rigidur Fugenkleber (Klebefugentechnik) 15 ml/lfm Fuge 15 ml/lfm Fuge 15 ml/lfm Fuge

Trennwände pro m2
Einfach-Ständerwand Einfach-Ständerwand Doppelständerwand
1-lagig beplankt 2-lagig beplankt 2-lagig beplankt
3.65.03 3.65.06 3.66.01
Rigidur H 10/12,5/15 2,0 m2 4,0 m2 4,0 m2
Rigips Wandprofil CW 1.800 mm 1.800 mm 3.600 mm
Rigips Wandprofil UW 800 mm 800 mm 1.600 mm
Rigips Nageldübel 1,6 Stück 1,6 Stück 3,2 Stück
Rigips Anschlussdichtung 1.200 mm 1.200 mm 2.400 mm
Filzstreifen – – 1.800 mm
Mineralwolle 1,0 m² 1,0 m² 1,0 m²
Rigidur Fix Schnellbauschrauben 30 mm 20 Stück 28 Stück 28 Stück
VARIO Fugenspachtel (Spachtelfugentechnik) 0,4 kg 0,5 kg 0,5 kg
Rigidur Fugenkleber (Klebefugentechnik) 15 ml/lfm Fuge 15 ml/lfm Fuge 15 ml/lfm Fuge

Wandbekleidungen pro m2
Trockenputz Vorsatzschale mit
Justierschwingbügeln
Rigidur H 10/12,5/15 1,0 m2 1,0 m2
Rigips Anschlussprofil UD 28 – 800 mm
Rigips Deckenprofil CD 60/27 – 1.800 mm
Rigips Justierschwingbügel – 2,2 Stück
Rigips Nageldübel – 3,2 Stück
Rigips Anschlussdichtung – 400 mm
Mineralwolle – 1,0 m2
Rigidur Fix Schnellbauschraube 30 mm – 11 Stück
Rigips Bauschraube – 8 Stück
VARIO Fugenspachtel (Spachtelfugentechnik) 0,2 kg 0,2 kg
Rigidur Fugenkleber (Klebefugentechnik) nicht zulässig 15 ml/lfm Fuge

120
… für Rigips-Systeme mit Rigidur H-Gipsfaserplatten

Decken pro m2
Holz-Unterkonstruktion Metall-Unterkonstruktion Metall-Unterkonstruktion
direktbefestigt direktbefestigt abgehängt
Rigidur H 10/12,5/15 1,0 m2 1,0 m2 1,0 m2
Grundlatten 2.400 mm – –
Rigips Deckenprofil CD 60/27 – – 3.400 mm
Rigips Hutdeckenprofil – 2.400 mm 1.200 mm
Rigips Anschlussprofil UD 28 – – –
Rigips Deckenprofilverbinder – – 0,5 Stück
Rigips Kreuzschnellverbinder – – 2,4 Stück
Rigips Verankerungselement 2 Stück 3 Stück 1,6 Stück
Rigips Abhänger – – 1,6 Stück
Rigidur Fix Schnellbauschrauben 30 mm – – 15 Stück
Rigidur Fix Schnellbauschrauben 40 mm 15 Stück 15 Stück –
VARIO Fugenspachtel 0,2 kg 0,2 kg 0,2 kg
(Spachtelfugentechnik)
Rigidur Fugenkleber 15 ml/lfm Fuge 15 ml/lfm Fuge 15 ml/lfm Fuge
(Klebefugentechnik)

Trockenestrich pro m2 Fußbodenfläche


Rigidur Estrich- Rigidur Estrich- Rigidur Estrich-
elemente 20/25 elemente 30 bzw. 35 MW elemente 40/50 PS
und 30 bzw. 35 HF
Rigidur Estrichelemente 1 m2 1 m2 1 m2
Rigidur Estrichkleber 0,04 kg 0,04 kg 0,04 kg
Rigidur Schnellbauschrauben 22 mm 14 Stück 14 Stück 14 Stück
optional Spreizklammer 16 Stück 16 Stück 16 Stück
VARIO Fugenspachtel 0,2 kg 0,2 kg 0,2 kg
Mineralwolle-Randstreifen 1.000 mm 1.000 mm 1.000 mm

121
Materialbedarf

… für Rigips-Systeme mit Rigicell

Dachgeschoss pro m2 Fläche


Abseitenwand Dachschräge Kehlbalkendecke
Rigicell Rigicell Rigicell
10 10 10
Rigicell-Platten 1,0 m2 1,0 m2 1,0 m2
Rigips Wandprofil CW 1.800 mm – –
Rigips Wandprofil UW 2.000 mm – –
Rigips Anschlussdichtung 1.000 mm – –
Rigips Hutdeckenprofil,
CD-Profile bzw. Holzlatten 3.000 mm 3.200 mm 3.200 mm
Mineralwolle 1,0 m2 1.0 m2 1,0 m2
Dampfbremse 1,1 m2 1,1 m2 1,1 m2
Klebeband 2.400 mm 1.600 mm 1.600 mm
Rigips Verankerungselement 0,7 Stück 3,8 Stück 3,8 Stück
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm 9 Stück – –
Rigips Schnellbauschrauben 35 mm 12 Stück 19 Stück 19 Stück
Rigips Nageldübel 1,2 Stück – –
Nägel 1,2 Stück – –
VARIO Fugenspachtel 0,25 kg 0,25 kg 0,25 kg
Rigips Bewehrungsstreifen 600 mm 600 mm 600 mm
(soweit erforderlich)

Trennwände pro m2
Rigicell
10
Rigicell-Platten 2,0 m2
Rigips Wandprofil CW 2.200 mm
Rigips Wandprofil UW 800 mm
Rigips Nageldübel 1,6 Stück
Rigips Anschlussdichtung 1.200 mm
Mineralwolle 1,0 m2
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm 25 Stück
VARIO Fugenspachtel 0,5 kg
Rigips Bewehrungsstreifen 1.200 mm
(soweit erforderlich)

122
Wandbekleidungen pro m2
Trockenputz freistehende Vorsatzschale mit
Vorsatzschale Justierschwingbügel
Rigicell 10 Rigicell 10 Rigicell 10
Rigicell-Platten 1,0 m2 1,0 m2 1,0 m2
Rifix Ansetzbinder 5,0 kg – –
Rigips Wandprofil CW – 1.800 mm –
Rigips Wandprofil UW – 800 mm 2.600 mm
Rigips Justierschwingbügel – – 2,2 Stück
Rigips Nageldübel – 1,6 Stück 3,2 Stück
Rigips Anschlussdichtung – 1.200 mm 800 mm
Mineralwolle – 1,0 m2 1,0 m2
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm – 10 Stück 11 Stück
VARIO Fugenspachtel 0,25 kg 0,25 kg 0,25 kg
Rigips Bewehrungsstreifen 600 mm 600 mm 600 mm
(soweit erforderlich)

Decken pro m2
Holzbalkendecke Massivdecke Massivdecke
direktbefestigt direktbefestigt abgehängt
einfache Lattung doppelte Lattung Metall-Unterkonst.
Rigicell 10 Rigicell 10 Rigicell 10
Rigicell-Platten 1,0 m2 1,0 m2 1,0 m2
Grundlatten – 1.600 mm –
Traglatten 2.800 mm 2.800 mm –
Rigips Deckenprofil CD 60/27 – – 3.200 mm
Rigips Anschlussprofil UD 28 – – 1.200 mm
Rigips Deckenprofilverbinder – – 0,5 Stück
Rigips Kreuzschnellverbinder – – 1,9 Stück
Rigips Verankerungselement 3,4 Stück 2,6 Stück 0,6 Stück
Rigips Abhänger – – 0,6 Stück
Rigips Schnellbauschrauben 25 mm – – 16 Stück
Rigips Schnellbauschrauben 35 mm 22 Stück 22 Stück –
Rigips Schnellbauschrauben 75 mm – 5 Stück –
VARIO Fugenspachtel 0,25 kg 0,25 kg 0,25 kg
Rigips Bewehrungsstreifen 1.200 mm 1.200 mm 1.200 mm
(soweit erforderlich)

123
Rigips-Vertriebsorganisation

Region Anschrift Telefon Telefax


Süd Saint-Gobain Rigips GmbH, Verkaufsbüro 1 07032 999410 07032 999444
Kappstr. 70, 71083 Herrenberg (Gültstein)
Süd Saint-Gobain Rigips GmbH, Verkaufsbüro 2 07032 999410 07032 999444
Kappstr. 70, 71083 Herrenberg (Gültstein)
Mitte Saint-Gobain Rigips GmbH, Verkaufsbüro 3 06074 919820 06074 9198220
Paul-Ehrlich-Str. 34, 63322 Rödermark / Ober-Roden
Mitte Saint-Gobain Rigips GmbH, Verkaufsbüro 5 0341 520110 0341 5201122
Fuggerstr. 1, 04158 Leipzig
Nord Saint-Gobain Rigips GmbH, Verkaufsbüro 4 02304 936213 02304 936234
An der Silberkuhle 17, 58239 Schwerte
Nord Saint-Gobain Rigips GmbH, Verkaufsbüro 6 03321 411550 03321 411556
Rigipsstraße 1, 14656 Brieselang

Kundenservicezentrum Telefon Telefax


Serviceline (Mo - Do: 7:30 - 17:00 Uhr, Fr. bis 15:00 Uhr) 01805 345670* 01805 335670*
* 14 Ct/ Min. im deutschen Festnetz, höchstens 42 Ct/Min. aus Mobilfunknetzen

Nord 6
Neustadt/Rbg. Brieselang/Berlin

4
Bodenwerder Vetschau

Gelsenkirchen- Rheda-Wiedenbrück
Scholven

Düsseldorf
Schwerte
Mitte 5
3 Hauptverwaltung

Produktionsstandorte
Gipsplatten

Ebrach Produktionsstandorte
Gipsputze
Nürnberg
Grombach Logistikzentrum

2 Süd 1
Herrenberg
Produktionsstandorte
Dämmstoffe
Gültstein
Produktionsstandorte
Profile

124
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1. Auflage, Mai 2013.

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Telefax +49 (0)211 5503-208 Servicefax +49 (0)1805 335670*

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