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Vorwort

Heutzutage kommt es den Menschen immer schwer ein Buch zu lessen. Auf Grund des
Stresses, der Zeit oder der Problemen vergessen die Menschen ein Buch zu lesen. Wenn sie
aus der Arbeit kommen, kommt es ihnen sehr schwer ein Buch in der Hand zu nehmen und
es einzusehen. Fals sie ein Buch unbedingt lesen müssen, suchen sie sehr schnell im
Internet nach eine Verfilmung des Buches.
Heute kann man auf dem Internet Verfilmungen von fast allle Bücher finden. Auf
dem Internet habe ich mehrere Verfilmungen von der Nibelungensage gefunden. Von
denen habe ich die Verfilmungen „Die Nibelungen“ von Harald Reinl und „Der Ring der
Nibelungen“ von Uli Edel geschaut.
In diesem Referat soll dargestellt werden, welche die Ähnlichkeiten und
Unterschiede der zwei Verfilmungen der Nibelungensage sind. Wie viel sie an der Sage
der Nibelungen hängen und wie viel der „Gefühl“ des Regisseurs ist.
Das Thema die Nibelungen hat mir immer Spaẞ gemacht. Immmer war ich an der
Sage der Nibelungen interessiert. Nachdem ich das Buch „Die Nibelungen“ von Auguste
Lechner in der neuten Klasse gelesen habe, wollte ich immer mehr mit diessem Buch
„arbeiten“. So bin ich auf die Idee gekommen, ein Vergleich zwischen der Verfilmungen
der Nibelungensage zu schreiben.

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1 Űber die Nibelungen

1.1 Historischer Hintergrund

Die Nibelungen gehört zu den Hauptwerken der höfischen Literaturperiode zwischen 1170
und 1230, die oft analog zur „Weimarer Klassik“ als „Klassik des Mittelalters“
apostrophiert wird.
Die Nibelungen ist ein Hauptwerk der Literatur des Mittelalters.
Die Entstehung des Werkes wird in die Zeit um das 12. Jahrhundert eingeordnet,
wobei der genaue Zeitpunkt nicht überliefert ist. Ein direkter Verfasser ist nicht bekannt.
Es wird aber vermutet, dass ein höfischer Dichter dieses Werk geschaffen hat.
Das Werk besitzt nachweisbar einen reellen historischen Bezug. Dieser wird im
Nibelungen nur angedeutet und ist z. B. an historisch bekannten Persönlichkeiten
erkennbar: „[…] die Namen der burgundischen Könige gehen auf identifizierbare Personen
zurück […]“1. Auch die Schauplätze – Worms am Rhein, Island, Passau oder das
Hunnenland (Ungarn) - sind identisch mit der Realität und existieren auch heute noch. Es
sind demnach keine fiktiven Orte.
In den Jahrzehnten, um 1200 wurde das deutsche Heldenepos von höfischen
Dichtern in die uns heute vorliegende Form gebracht. In seinen Wurzeln reicht das
Heldenepos mit seinen Motiven und Gestallten in die Ereignisse der Völkerwanderungszeit
zurück, in die Zeiten, in denen Attilas Scharen zum Schrecken Europas wurden, Dietrich
von Bern sein Reich auf römischem Boden errichtete.
Die Schrecken dieser Zeiten waren nicht vergessen, aber in der Erinnerung
blieben vor allem die Züge, die bezeichnend waren für den Karakter der germanischen
Helden: die Bindungen an Gevolgsschaft und Sippe die Züge unbeugsamer Tapferkeit und
Treue. Ursprüngliche Einzellieder, in der Zeit der Völkerwanderung entstanden sind in den
höfischen Zeit zu Epen ausgeweitet und der höfischen Anschauungsweise angepasst.
Die Nibelungen ist aus deutschem Boden das großartigste Beispiel eines
Heldenepos.
Die Sage ist Grundlage dieser Dichtung. Märchenmotive sind in dieses Sagenetz
verflochten.

1
SCHULZE, U. (2003): Das Nibelungenlied, Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart, S.60.

6
Die geschichtlichen Ereignisse, die sich in der Sage niedergeschlagen haben, sind
noch erkennbar:
-407 unserer Zeit, Eroberung von Worms durch die Burgunden
-436 zerstörten die Hunnen das Reich der Burgunden am Rhein.In diesem
Kampf fiel der König Gundahari.Diese Tatsachen wurden in der mündlichen Überlieferung
verschoben.Man lies Attila selbst, der am diesem Kampf beteiligt war, das Burgunden
Reich zerstören
-453 starb der Hunnenherscher, Attila plötzlich an einem Blutsturz
-50 Jahre später war die Sage im Umlauf, dass er von einer Frau ungebracht
worden sei (und zwar von Hildiko,einem germanischen Mädchen)
Später stellte man eine Verbindung zw. den beiden Überlieferungen her:Attilas
Galtin sei Kriemhild, die Schwester des Burgundenkönigs,Gunther gewesen.Sie habe auf
solcher Weise den Tod ihrer Bruder gerächt.
Im Nibelunegn sind auch ältere Heldenlieder enthalten:
-aus dem „Altilied“ wurde der Untergang der Burgunden und Kriemhilds
Rache übernommen
-aus dem „Siegurdlied“ wurde die Geschichte von Siegfried und der
Walküre Brunhild, der Kampf mit Brunhild auf den Isenstein, Gunthers Werbung um
Brunhild, der Streit der Königinen, Kriemhilds Rache übernommen.
Beide Quellen haben eine beierisch-österreichischer Dichter, wohl in Passau
beheimatet, um 1200 im Nibelungenepos verbunden.

Das Nibelungenlied läßt sich nicht wie die Texte der gepriesenen Autoren auf schriftliche Quellen, seien es
lateinische, romanische oder deutsche, zurückführen, sondern gilt als Verschriftlichung mündlicher
Dictungstradition.Kein Autor zeichnet mit seinem Namen für das Nibelungenlied verantwortlich, und das
überrascht in einer Zeit, in der die Dichter Personalstile entwickeln und in stolzer Selbstnennung
hervortreten...2

1.2 Die erzählte Geschichte

Die Nibelungensage verbindet zwei Erzählstoffe zu einer zusammenhängenden Handlung:


die Geschichte von Siegfrieds Tod und von dem daraus resultierenden Untergang der
Burgunden im Hunnenreich.
Siegfried, ein Königssohn aus den Niederlanden, wirbt um die burgundische
Königstochter Kriemhild bei ihren Brüdern in Worms.Gleichsam als Gegenleistung für die

2
SCHULZE, U. (2003): Das Nibelungenlied, Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart, S.19

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eigene Braut muss er Brunhild für den künftigen Schwager, König Gunther, gewinnen.
Brunhild herrscht auf dem fernen Isenstein. Als sagenhaft starke Frau will sie nur
den zum Mann akzeptieren, der sie im sportlichen Wettkampf besiegt. Das vermag allein
Siegfried, der-märchenhaft-über einen kraftverleihenden,unsichtbarmachenden Tarnmantel
verfügt. Brunhlid wird getäuscht, indem man ihr vorspielt, Gunther sei der siegreiche
Kämpfer und Siegfried sein Vasall.
Eine zweite Täuschung folgt, indem wieder Siegfried für Gunther eintreten muss,
als Brunhild sich diesem in der Brautnacht verweigert. Der mehrfache Betrug bildet den
Keim des künftigen Unheils, zumal die wahre gesellschaftliche Stellung Siegfrieds und die
Voraussetzung für seine Heirat mit Kriemhild vor Brunhilds verborgen bleiben.
Die Doppelhochzeit ist von Brunhilds Tränen gezeichnet. Nachdem Siegfried und
Kriemhild zehn Jahre in den Niederlanden verbracht haben, holt Brunhilds Einladung das
Paar wiederum nach Worms. Hier kommt es zum Streit der Frauen um den Vorrang der
Männer und um ihre eigene Position. Brunhild degradiert Siegfried zum eigenman und
beschimpft Kriemhild als „eigen diu“3, unfreie Magd. Kriemhild setzt als Gegenschlag ein
vages Wissen des Brautnachtbetruges und ihren Besitz von Brunhilds Ring und Gürtel als
sprechende Zeichen ein, sie nennt Brunhild „kebse“4, Nebenfrau, des als unfrei
bezeichneten Siegfried. Der zunächst unter vier Augen begonnene Streit erhält eine
öffentliche Fortsetzung und Versinnlichung, indem Kriemhild vor Brunhild das Münster
betritt. Die Beleidigung Brunhilds im Angesicht des Hofes führt zum Eingreifen der
Männer.
Hagen, der wichtigste Vasall am Burgundenhof, schmiedet den Plan , Siegfried zu
ermorden, die Könige willigen halbwiderstrebend ein. Hagen tötet Siegfried hinterrücks
auf der Jagd, indem er ihn an der einzigen verwunderbaren Stelle seines sonst
unverletzbaren Körpers tritt. Die Bezeichnung dieser Stelle hatte er Kriemhild zum
angeblichen Schutz des geliebten Mannes für den Fall eines Krieges entlockt.
Auf Siegfrieds Ermordung folgen der Raub seines Goldschatzes und dessen
Versenkung im Rhein. Wiederum ist Hagen der Täter.Ihm gilt Kriemhilds lang anhaltender
Rachewille.
Nach 13 Jahren der Trauer eröffnet die Werbung des Hunnenkönigs für Kriemhilds
Rache eine Chance durch einen neuen Machtstatus. Mit ahnungsloser Zustimmung ihrer
Familie wird sie die Frau des mächtigen Königs Etzel, um nach 13 Ehejahren in fremden
3
LECHNER, A. (2010): Die Nibelungen, Arena Verlag, Würzburg, Kap.IV.
4
LECHNER, A. (2010): Die Nibelungen, Arena Verlag, Würzburg, Kap.IV.

8
Land die Brüder mit einer betrügerischen Einladung in die Falle zu locken. Sie will Hagens
Tod, doch- wie oft im Nibelungenlied -driften planende Absicht und der Lauf der Dinge
auseinander. Die Brüder folgen der Einladung und Hagen mit ihnen. Er allein weiß, was
gespielt wird. Zwar kann er die Reise in Hunnenland nicht verhindern, aber doch erreichen,
dass 1000 Ritter und 9000 Knappen mitziehen. So wird der Besuch zum Kampf der
Burgunden gegen die Hunnen. Kriemhild stiftet ihn an, und Hagen repliziert, indem er
Etzel und Kriemhilds Sohn den Kopf abschlägt, so dass auch für den lange ahnungslosen
Hunnenkönig keine Befriedung mehr denkbar ist.
Kriemhilds Forderung, ihr Hagen auszuliefern, weisen die Burgundenkönige gemäß
ihrer lehnsrechtlichen Treuepflicht gegenüber dem Vasallen zurück. Der gegenseitige
Kampf verursacht Ströme von Blut und löscht in zwei Tagen und drei Nächten die
Burgunden aus, bis zuletzt nur noch Gunther und Hagen am Leben sind. Die beiden
überwindet Dietrich von Bern, der an Etzels Hof als Exulant lebt, und er übergibt sie an die
Königin Kriemhild. Sie übt nicht sofort ihre tödliche Rache an Hagen, sondern fordert in
dramatischer Konfrontation mit dem Gegenspieler den geraubten Schatz zurück. Sie läßt
ihren Bruder Gunther töten, um das angebliche Hindernis der Hortrückgabe zu beseitigen,
doch Hagen versagt ihn, endgültig triumphierend. Kriemhild reagiert, indem sie Hagen mit
Siegfrieds Schwert eigenhändig den Kopf abschlägt. Ein Horror für Etzel, doch den
Gegenschlag führt Hildebrand, der Waffenmeister Dietrichs von Bern, aus. Er schlägt
Kriemhild in Stücke. So holt die Rache die Königin schließlich selbst ein und vernichtet
auch sie wie den männlichen Teil ihrer Familie und deren Gefolge. Es ist eine grauenvolle
Geschichte von Betrug, Mord und Rache, in der das Lied letzlich alle Freude aufhebt.
Die Schlußstrophe bietet das trostlose,sprachlose machende Bild der Trauernden
und fast alles in der abschließenden Halbzeile zusammen: „daz ist der Nibelunge nôt“5.

1.3 Der Name „Nibelungen“

Nibelungen meint im Schlußvers die burgundische Königsfamilie und deren Volk.In diesem Sinne wird der
Name in zweiten Teil des Nibelungenliedes verwendet, die Nibelungen helde, als die Burgunden zur Fahrt
ins Hunnenland rüsten.Damit stimmt der Namensgebrauch im Alten Atlilied überein, wo Nibelungen
synonym für Burgunden steht und speziell in Verbindung mit deren Schatz erscheint, den Atli ihnen
abnehmen will.6

5
GROSSE, S. (1999): Nibelungenlied -nach dem Text von Karl Bartsch und Helmut de Boor ins
Neuhochdeutsche übersetzt und kommentiert, Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgard, V.2379,4.
6
SCHULZE, U. (2003): Das Nibelungenlied, Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart, S.89.

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1.4 Erzählstruktur und Kapiteleinteilung der Nibelungensage

Die Nibelungensage besteht aus zwei Teilen.Der este Teil umfast die Aventiuren 1-19:die
Werbungen und Vermählungen der beiden königlichen Paare Gunther und Brunhild,
Siegfried und Kriemhild, den Streit der beiden Königinnen, Siegfrieds Tod(Plan und
Mord) und die Versenkung des Nibelungenhortes im Rhein.Der zweite Teil mit den
Aventiuren 20-39 enthält:Etzel Werbung durch Rüdiger, Kriemhilds zweite Eheschließung
in Wien, die Einladung Kriemhilds an ihre Brüder, den Zug der Burgunden an die Donau
und schließlich sie alles vernichtende Rache Kriemhilds für Siegfrieds Tod und den
Verlust des Horts.

Beide Teile entstammen unterschiedlichen Stoff- und Sagenkreisen, die ein Dichter
zwischen 1190 und 1205 zu einer durchgehenden Handlung zusammengefügt hat.Die
Verschmelzung ist nicht restlos gelungen.Denn es zeigen sich Unterschiede und
Abweichungen im Personeninventar, in den Schauplätzen im Rheinland und Hunnenreich
an der Donau, und bei einzelnen Motiven gibt es Widersprüche und Unstimmigkeiten.Es
lassen sich folgenden Stoffkreise erkennen:

-Siegfrieds Jugend und Heldentaten (Drachenkampf,Hort)

-die Werbung um Brunhild(Gunther-Brunhild, Siegfried-Gudrun/Kriemhild,


der Frauenstreit, Siegfrieds Tod)

-der Burgundenuntergang an Etzel Hof

-Dietrich von Bern

-Etzels Tod

Die Werbung um Brunhild und der Burgundenuntergang sind die beiden


Kernbereiche des mittelhochdeutschen Epos. Die anderen Stoffkreise sind randständig und
lediglich als Vor-oder Nachgeschichte mit wichtigen Handlungsträgern verbunden. Man
kann noch den Waltharius nennen, in dem Hagen, Etzel und Gunther vorkommen. Aber
das Geschehen liegt vor dem Beginn der Nibelungenhandlung, und es bleibt für sie ohne
Relevanz (außer der kurzen Erwähnung, Etzel und Hagen kennten einander von früher).

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2 Was ist die Literaturverfilmung

Die Umsetzung einer literarischen Vorlage im Film wird als Literaturverfilmung


bezeichnet. Sowohl eine Kurzgeschichte, eine Erzählung, ein Märchen, ein Drama als auch
ein Roman kann verfilmt werden. Aber nicht alle literarische Werke werden verfilmt. Am
meisten werden die literarischen Vorlagen, die ein erkannt hoher Rang messen, verfilmt.
„Der imaginative Charakter des literarischen Textes muss bei der
Literaturverfilmung mit filmischen Mitteln in die Visualität umgesetzt werden. Ton und
Musik, Montage und Cadrage ersetzen das geschriebene Wort”7.

Im Film wird der Ausdruck von Gefühlen, der in der Literatur durch die
erzählerische Innenwahrnehmung der Figuren erreicht wird, in Körpersprache und
Handlung umgesetzt .

„Die Umgebungswelt, die im literarischen Kontext ausgeblendet werden kann, ist


im Film zwangsläufig Teil der Narration, was den Charakter des Vorlagewerks unter
Umständen deutlich verändert.”8

3 Wer waren Harald Reinl und Uli Edel?

3.1 Harald Reinl

Harald Reinl ist am 8. Juli 1908 in Bad Ischl, Ősterreich geboren und am 9. Oktober 1986
in Purto de la Cruz, Teneriffa gestorben. Er wurde als österreichischer Regisseur sowie als
Drehbuchautor und Cutter bekannt. „Im Jahre 1949 stellte er als Regisseur seinen ersten
Langfilm ‚Bergkristall‘ fertig, der bereits ein typischer Reinl-Film ist“ 9. Reinl ist am
meisten für seinen naiven Erzählstil als auch für seine romantische Atmosphäre seiner
Filme bekannt. Im Jahr 1966-1967 veröffentlichte Reinl die zwei Teile der Nibelungen:

o 1966-Die Nibelungen, Teil 1: Siegfried


o 1967- Die Nibelungen, Teil 2: Kriemhilds Rache
7
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/verfilmung.html (20.06.2012)
8
Ebenda (20.06.2012)
9
http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Reinl (22.06.2012)

11
„Sein Leben nahm ein tragisches Ende im Haus von Bekannten auf Teneriffa, als er
während der Vorbereitungen für den Film Attila, der Mörderwolf von seiner dritten Frau,
der ehemaligen tschechischen Schauspielerin Daniela Maria Delis im Streit erstochen
wurde“10.

3.2 Uli Edel


Uli Edel ist am 11. April 1947 in Neuenburg am Rhein, Deutschland geboren. Er ist als
deutscher Fernseh- und Filmregisseur bekannt. Seine bekannte Filme sind „Christiane F. –
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, „Letzte Ausfahrt Brooklyn“ und „Der Baader Meinhof
Komplex“. Im Jahr 2004 führte Edel „Regie im TV-Zweiteiler Der Ring der Nibelungen,
basierend auf der Nibelungensage“11.

4 Vergleich zwischen den Verfilmungen: „Die Nibelungen“ von Harald Reinl und „Der
Ring der Nibelungen“ von Uli Edel

Zwischen den beiden Filmen lassen sich verschiedene Aspekte vergleichen. Zwischen den
Filmen gibt sowohl Ähnlichkeiten als auch Unterschiede.
Eine entscheidende Ähnlichkeit der beiden Filmen wäre es die Namen der
Filmfiguren. Sowohl Harald Reinl als auch Uli Edel haben die selben Namen für die
Personen gewählt. Die Namen der Filmfiguren entsprechen den Namen der Gestalten, die
in dem Buch von Auguste Lechner vorkommen.
Aber zwischen den zwei Verfilmungen gibt es auch zahlreiche Unterschiede.
Ein wichtiger Unterschied ist der Anfang der beiden Filme. Während Harald Reinl
seine Verfilmung mit der Beschreibung der Burgunden, die von einem Troubadour am
Hofe der König Gunther vorgestellt wird, anfängt, beginnt Uli Edel seine Verfilmmung mit
dem kleinen Siegfried.
Der kleine Siegfried erwachte aus dem Schlaf und bemerkte, dass sein elterliches
Schloss in Xanten von einer großen Armee Sachsen angegriffen wurde. Siegfired konnte
sehen wie sein Vater, der König Sigmund, von den Brüdern Thorkwin und Thorkil, den

10
http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Reinl (22.06.2012)
11
http://de.wikipedia.org/wiki/Uli_Edel (22.06.2012)

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Anführern der Feinde, ermordert wurde. Damit sie ihren Kind hüten konnte, flüchtete
Königin Sieglind mit ihm und einigen Leibwächtern durch eine Geheimpforte aus der
Burg. Bevor sie von den Sachsen ermordert wurde, konnte sie mit letzter Kraft Siegfried an
einem Baumstamm den Fluss entlang in Sicherheit zu schicken. Am Nächsten Morgen
wurde Siegfired von dem Waffenschmied Eyvind gefunden. Leider konnte sich Siegfried
nicht von seiner Familie erinnern. Eyvind beschloẞ das Kind zu sich zu nehmen und ihn
als seinen eigenen Sohn aufzuziehen. Er gab ihm den Namen Erik und brachte ihm das
Schmiedehandwerk bei.
Zwölf Jahre später als ein Schiff mit Nordmännern am Fluss der Schmiede vorbei
fuhr, erblickte Erik in der Ferne an Bord eine wunderschöne, blonde Kriegerin. In der
Nacht stürzte ein Meteor auf die Erde und landete in der Nähe der Schmiede. Erik lief sehr
fasziniert um sich die Sache anzusehen. An dem Platz kämpfte er mit einem Gegner. Als er
ihn zu Boden warf, konnte er sehr leicht bemerkten, dass der Gegner eigentlich die schöne
Frau von dem Schiff war. Die beiden verliebten sich ineinander und verbrachten eine
gemeinsame Nacht. Die schöne Frau gab sich ihm als Brunhild, die Königin Islands zu
erkennen und verriet ihm, dass er der erste Mann sei, der sie bisher im Kampf besiegt
hätte. Am Morgen war die schöne Brunhild schon weg, aber sie haben sich ewige Liebe
versprochen und haben sich verschwört, dass sie eines Tages, wenn sie sich wieder finden
werden, zusammen heiraten werden.
Erik riss mit seinem Vater Eyvind nach Worms, um an den König Gunther von
Burgund eine bestellte Waffenlieferung zu überbringen. Am Hofe des Königs erfuhr Erik
von dem Drachen, Fafnir, der wieder wach war und alles im Land zerstörte. Auch am
Hofe des Königs begegnete Erik die hübsche Kriemhild, die Schwester des Königs. Nach
dem ersten Blick verliebte sich die junge Kriemhild in den schönen Erik. Erik aber konnte
Kriemhild nicht mit dem selben Gefühl antworten, denn seinen Herz gehörte für immer
Brunhild.
Aus dem Metall des Meteors, schmiedete er sich ein Schwert und taufte es auf den
Namen Balmung, nach dem Schwert des letzten Königs von Xanten. Mit diesem Schwert
wollte er die Drache, Fafnir, töten.
In der Verfilmung „Die Nibelungen“ von Harald Reinl singt der Troubadour auch
von einem Mann, der den Drachen getötet hat.
Im Vergleich zu dem Drachen aus der Verfilmung von Uli Edel hat der Drache
aus dem Film „Die Nibelungen“ kein Name.

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Der Troubadour erzählt von einem Siegfried, der Sohn des Königs Sigmund, der an
einem Waffenmeister Mimer das Schmiedhandwerk lernte. Mit einem selbst geschmiedten
Schwert wollte er den Drachen töten. Siegfried tötete den Drachen und badete in seinem
Blut, was ihn unverwundbar machte bis auf eine Stelle am Rücken, auf die sich ein
herabfallendes Blatt gelegt hatte.
Auch in der Verfilmung von Uli Edel badete Siegfried in dem Blut des Drachen,
nachdem er ihn getötet hat, und bekam dadurch eine stahlharte, undurchdringliche Haut.
Nur ein Fleck an der Hinterschulter bliebt durch ein Versehen verwundbar, da sich beim
Bade dort unbemerkt ein Lindenblatt auf die Haut legte.
Ein beachtlicher Unterschied der beiden Verfilmungen ist die Kraft der Tarnkappe.
Während in der Verfilmung von Harald Reinl die Tarnkappe Siegfied unsichtbar machen
kann, kann Siegfried aus der Verfilmung von Uli Edel mit Hilfe der Tarnkappe jede andere
Gestalt annehmen.
Siegfried alias Erik ( „Der Ring der Nibelungen“) erinnerte sich während eines
Duells, gegen Thorkwin und Thorkilt, seine Herkunft und erkannte in den Gegnern die
Mörder seiner leiblichen Eltern.
Während Siegfried aus „Die Nibelungen“ von Harals Reinl von alleine im
Kriemhild verliebt, grief Kriemhild aus „Der Ring der Nibelungen“ durch das Hagen
Beharren an einen Zaubertrank. Mit Hilfe dieses Zaubertrankes lassen sich alle Gefühle für
andere Frauen vergessen und er wird sofort in Kriemhild verlieben.
Zunächst kann man gesagt werde, dass sowohl in der Verfilmung „Die Nibelungen“
als auch in der Verfilmung „Der Ring der Nibelungen“ wird der König Gunther von
Siegfried geholfen, damit er die Hand Brunnhilds gewonnen konnte.
Weiterhin muss man gesagt werden, dass in alle beiden Verfilmungen Siegfried viel
mehr Gunther geholfen hat. In der ersten gemeinsamen Nacht lies Brunhild Gunther nicht
zu sich ins Bett sondern überwältigte und fesselte ihn. Sie erklärte ihm, dass ihre
übernatürliche Stärke von ihrem Zaubergürtel stammte und er ihr den Gürtel schon
abnehmen müsse, wenn er sie als normale Gemahlin gefügig machen wollte. Gunther sah
sich daher gezwungen, erneut Siegfried um Hilfe zu bitten. Nur widerwillig half dieser
seinem Schwager erneut aus und dank seiner Tarnkappe nahm er Brunhilds Gürtel ab. Am
nächsten Tag gab Kreimhild alles zu. Brunhild war voll vor Wut und sannt auf Rache an
Siegfried.
In den beiden Verfilmungen wird Siegfried auf einer groẞen Jagd von Hagen
ermordert.

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Während die Handlung der Verfilmung „Der Ring der Nibelungen“ von Uli Edel
mit der Zurückkehrung des toten Siegfrieds als auch mit der Ermordung Gunther, Hagen
und mit dem Selbstmord Brunhild endete, führt Harald Reinl die Handlung seiner
Verfilmung „Die Nibelungen“ein wenig weiter.
Der zweite Teil der Verfilmung von Harald Reinl heiẞt „Kriemhilds Rache“. In
dieser Teil ist die Rede über Kriemhild, die den Tod ihres Mannes rächen wollte. Nach
dem Tod Siegfrieds schwörte Kreimhild Rache und begab sich nach Xanten. Hagen und
Gunther verabredeten, Siegfrieds Sohn entführten und in einem Kloster erzogen zu lassen,
damit er ihnen nicht eines Tages gefährlich werden konnte. Durch einen Unglücksfall starb
Siegfrieds Sohn bei dem Überfall von Hagens Schergen auf Kriemhilds Reisegruppe.
Rüdiger von Bechlarn fand Kriemhild und nahm sie mit an die Donau, wo sie den
mächtigen Hunnenkönig Etzel ("Attila") heiratete, um mit seiner Hilfe Rache nehmen zu
können.
Mehrere Jahre später wurden die Burgunden zur Taufe von Etzels und Kriemhilds
Sohn auf die Etzelburg eingeladen. An der Taufe kam es zu einem Kampf gegen die
Burgunden. Hagen tötete Kriemhilds Sohn und Gunther. Kriemhild erschlug Hagen und
nahm sich daraufhin mit Hildebrands Hilfe das Leben, indem sie sich in Siegfrieds Schwert
Balmung stürzte. Als einzige Mitglieder des ganzen Burgundertrosses durften Rüdigers
Tochter Hildegund und der bei den Kämpfen geblendete Sänger Volker von Alzey zu Fuß
den Heimweg antreten.

5 Gesamtaussagen

Nach Abwägen der genannten Ähnlichkeiten und Unterschiede kann es eigentlcih nur eine
Schlussfolgerung geben, die zwei Verfilmungen sind sehr originäl und obwohl die
Regisseur mehr oder wenig von der Sage weit gehen, stellen die zwei Verfilmungen dem
Schauer die wichtigen Aspekte der Nibelungensage dar. Damit man die Sage in allen ihren
Apekte kennt, entschiede ich für das Lesen des Buches. Das Lesen des Buches lässt dem
Leser selbst ein Bild von der Ausschauung der Personen, von dem Charakter der Personen
sowie von der Handlung „bemalen“.

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