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Beschreibung I

Digitale Schnittstelle DI B000 de


Profibus Schnittstelle

Protokollspezifikation der Schnittstelle zur Software


ZC4085-8012F_ZC

1 Allgemein 4
1.1 Gliederung der Schnittstelle 4
1.2 Objekte 5
1.2.1 Übersicht der Empfangsobjekte 6
1.2.2 Übersicht der Sendeobjekte 7
2 Parameter und Inbetriebnahme 8
2.1 Allgemeiner Konfigurationsblock 8
2.1.1 Parameter ‘OwnNodeNr‘ 8
2.1.2 Parameter 'data format' 8
2.1.3 Parameter ‚Baudrate‘ 9
2.1.4 Parameter ‚error EL_Net intf.’ 9
2.2 Konfigurationsblock für Empfangsdaten 9
2.2.1 Parameter 'rec. obj.0xFF key' 9
2.2.2 Parameter 'rec. object xx' 10
2.3 Konfigurationsblock für Sendedaten 11
2.3.1 Parameter 'form.contr.obj.no.' 11
2.3.2 Parameter 'tr. object xx' 11
2.4 Konfigurationsbeispiele DI B000 und SPS 13
2.4.1 Konfiguration der Empfangs- und Sendeobjekte 13
2.4.2 Beispiel 15
2.4.3 Fehlerdiagnose bei Problemen mit der
Verbindungsaufnahme 16
2.5 Anzeigeblock für Empfangsdaten 18
2.5.1 Parameter 'rec. displ.obj.no.' 19
2.5.2 Parameter 'rec. byte xx' 19
2.6 Anzeigeblock für Sendedaten 19
2.6.1 Parameter 'tr. displ.obj.no.' 20
2.6.2 Parameter 'tr. byte xx' 20
2.7 Parameterblock für 'mount positions' 20
2.8 Parameterblöcke mit Inbetriebnahmehilfen 23

BEA--250859-DE-01
Digitale Schnittstelle DI B000

2.8.1 Parameter 'rec. obj.no. error' 24


2.8.2 Parameter 'tr. obj.no. error' 24
2.8.3 Parameter 'state re.tr obj.no' und 'state CAN command' 24
2.8.4 Parameter 'db_level' 25
2.9 Parameterblock mit Allgemeinen Informationen 25
2.9.1 Parameter 'rec. data len word' 26
2.9.2 Parameter 'tr. data len word' 26
2.9.3 Parameter '... cycletime' 26
3 Empfangsobjekte 27
3.1 Objektcode 01 hex 1 Byte Leerobjekt 27
3.2 Objektcode 02 hex 2 Byte Leerobjekt 27
3.3 Objektcode 03 hex Setzen digitaler Ausgänge 28
3.4 Objektcode 06 hex 6 Byte oder 3 Worte Leerobjekt 29
3.5 Objektcode 08 hex 8 Byte Leerobjekt 30
3.6 Objektcode 0C hex Steuerwort für Bahnlaufregler und der
Supporte 30
3.7 Objektcode 16 hex linken Support positionieren 32
3.8 Objektcode 17 hex rechten Support positionieren 33
3.9 Objektcode 18 hex Stellglied positionieren 34
3.10 Objektcode 19 hex Bahnoffset setzen 36
3.11 Objektcode 20 hex Führungsposition setzen (nur neues
Datenprotokoll) 37
3.12 Objektcode 21hex Changierung setzen 39
3.13 Objektcode 1C hex Breitenüberwachung setzen 42
3.14 Objektcode A0 hex Steuert den Bahnkraftregler DC 6... 44
3.15 Objektcode F0 hex Transparentobjekt für Datenmastermodule
47
3.16 Objektcode FF hex Parameter Lesen/Schreiben 48
3.16.1 Funktionsablauf 49
3.16.2 Geschützte Parameter 50
4 Sendeobjekte 52
4.1 Objektcode 01 hex 1 Byte Leerobjekt 52
4.2 Objektcode 02 hex 2 Byte Leerobjekt 52
4.3 Objektcode 03 hex Lesen digitaler Eingänge 53
4.4 Objektcode 06 hex 6 Byte oder 3 Worte Leerobjekt 54
4.5 Objektcode 07 hex Objekt virtuelle digitale Ausgänge LK4203
lesen 55
4.6 Objektcode 08 hex 8 Byte Leerobjekt 55
4.7 Objektcode 0C hex Statuswort vom Bahnlaufregler und den
Supporten 55

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Digitale Schnittstelle DI B000

4.8 Objektcode 12 hex Signal Sensor Linie (x.3) Objektcode 14


hex Signal Sensor links (x.2) Objektcode 15 hex Signal Sensor
rechts (x.1) Objektcode 24 hex Signal Sensor links (x.4)
Objektcode 25 hex Signal Sensor rechts (x.3) 57
4.9 Objektcode 16 hex Position Support links (x.7) Objektcode 17
hex Position Support rechts (x.6) Objektcode 26 hex Position
Support links (x.9) Objektcode 27 hex Position Support rechts
(x.8) 59
4.10 Objektcode 18 hex Position Stellglied 61
4.11 Objektcode 19 hex Bahnoffset lesen 62
4.12 Objektcode 20 hex Führungsposition lesen (NUR neues
DATENPROTOKOLL) 63
4.13 Objektcode 21 hex Changierdaten lesen 64
4.14 Objektcode 1A hex Position Bahnkante links (x.2 & x.7)
Objektcode 1B hex Position Bahnkante rechts (x.1 & x.6)
Objektcode 2A hex Position Bahnkante links(x.4 & x.9)
Objektcode 2B hex Position Bahnkante rechts (x.3 & x.8) 65
4.15 Objektcode 1C hex Bahnbreite/Breitenüberwachung lesen
Objektcode 2C hex Bahnbreite lesen 67
4.16 Objektcode A0 hex Status des Bahnkraftreglers DC 6... 69
4.17 Objektcode EE hex 1-2-bahnige Breitenmessung 72
4.18 Objektcode F0 hex Transparentobjekt für Datenmastermodule
74
4.19 Objektcode FF hex Parameter Lesen/Schreiben 75
5 Ansicht der Objektdaten 77
5.1 trace object 79
6 Anzeigen 81
6.1 CAN - Adresse 81
6.2 LED’s 81
6.2.1 Versorgungsspannung 81
6.2.2 Datenaustausch 82
6.2.3 Modulstatus LED’s 82
7 Stecker 83
7.1 Profibus 83

3
Digitale Schnittstelle DI B000

1 Allgemein
Diese Schnittstellenreihe mit dem ‚Objektorientierten Protokoll’ dient als Bindeglied
zwischen kundenseitigen Netzwerk und dem CAN-Netzwerk von Erhardt+Leimer mit
dem normalen (älteren) CAN-Protokoll. Zum kundenseitigen Netz stehen Schnittstellen
für Profibus DP, ControlNet, DeviceNet, CanOpen, EtherNet/IP und dem EGD-
Protokoll zur Verfügung.
Das in der Schnittstelle implementierte Protokoll vereint die Einfachheit eines
Prozessabbildes mit einer hohen Flexibilität an Datenart und Datenmenge. Der zu
sendende und der empfangene Datensatz setzen sich aus einzelnen kleineren
Datensätzen (Objekte) zusammen. Aus welchen Objekten der Datensatz besteht,
hängt von der Kundenapplikation (Anwendung) ab und wird über die Parameterliste in
der Schnittstelle definiert.
Die Objektdefinition ist so aufgebaut, dass die Schnittstelle um neue Objektarten
erweitert werden kann. Dazu ist ein Softwareupdate notwendig.

Wird in folgender Dokumentation von Empfangs- oder Sendeobjekten gesprochen, so


geschieht dies aus der Sicht der Schnittstelle selbst und nicht aus der Sicht des
Scanners.
Bei den Objektnummern ist zu unterscheiden, ob es sich um eine Objektnummer für
ein Sende- oder ein Empfangsobjekt handelt. Eine Objektnummer für ein Sendeobjekt
hat nicht immer die gleiche Bedeutung wie die gleiche Nummer für das
Empfangsobjekt.

1.1 Gliederung der Schnittstelle

Die Schnittstelle wurde in logische Teile aufgegliedert. Die Aufteilung ist in folgendem
Bild (Ausschnitt aus JavaCanmon-Programm am Beispiel einer Profibus-Schnittstelle)
zu sehen:

Module in runden Klammern sind physikalisch vorhanden und Module in eckigen


Klammern stellen logische Module dar. Das Modul ZC4085 (hier mit der CAN-Adresse
0.B) ist die CPU selbst. Das CPU-Modul kann sich je nach Schnittstellentyp auch mit
ZC4080, PC0016, etc. melden. Diesem Modul sind die logischen Module 'Config-
Modul', Objekt-Modul', ‚ObjPar-Modul’ und 'Mount Position' angegliedert. Ist die
Feldbuskarte ein eigenständiges Modul kann noch ein weiteres Modul erscheinen.
Zum Beispiel ist beim ControlNet-Interface noch das Modul 'COM-CNS' zu sehen.
Dem 'Config-Modul' sind feldbusspezifische Parameter zugeordnet, im 'Objekt-Modul'
können die benötigten Datensätze zusammengestellt (konfiguriert) und angesehen
werden, im ‚ObjPar-Modul’ können zu manchen Objekten im ‚Objekt-Modul’ noch
Zusatzparameter angegeben werden und im Modul 'Mount Position' werden
Offsetwerte eingegeben.

4
Digitale Schnittstelle DI B000

Hinweis: Für die Parametrierung der logischen Module wird das CANMON-Programm
(PC) oder das DO 2000 benötigt.
Für die Darstellung der logischen Module wird beim CANMON-Programm
eine Version ab 'PC001-0004MxZG' und beim DO 2000 eine Version ab
'ZC4070-0002F_ZJ' benötigt.

1.2 Objekte

Die Schnittstelle ist auf der E+L Seite objektgesteuert und wird für seine Anwendung
(Datenmenge) konfiguriert, indem die gewünschten Objektcodes in den zuständigen
Parameterblock im 'Objekt-Modul' geschrieben werden. Es gibt einen Parameterblock
für die zu sendenden und einen Parameterblock für die zu empfangenen Daten. Die
Objektlisten für Senden und Empfangen werden jeweils mit einem Parameter, der den
Wert Null beinhaltet, abgeschlossen. Jedes Objekt übernimmt eine Aufgabe bzw.
liefert einen Wert mit den dazugehörigen Stati. Die meisten Objekte sind so
programmiert, dass jedes für sich allein anwendbar ist, und Signale in
unterschiedlichen Objekten nicht voneinander abhängig sind. Eine Ausnahme ist z.B.
das schreiben bzw. lesen von Parameterwerten. Hier arbeiten das Empfangs- und das
Sendeobjekt zusammen.
Die einzelnen Objekte besitzen unterschiedliche Datenlängen, die 1, 2, 6 oder 8 Byte
lang sein können.

Objekte mit Steuerbits führen zu Problemen, wenn sie in einer Objektliste doppelt für
die gleiche CAN Gruppe angelegt werden. Erkennt die Schnittstelle nach einem Start
ein doppeltes oder unbekanntes Objekt, wird dies intern durch ein ‚Leerobjekt ersetzt‘
und die Eintragsnummer des betroffenen Objekts wird in einem Parameter angezeigt.
Das Anlegen der Objekte liegt in der Verantwortung des Inbetriebnahmetechnikers.

Für viele Empfangsobjekte (Kommandos vom Host bzw. Scanner) wird ein
Übernahmebit verwendet, welches das Kommando (Wert oder Funktion übernehmen)
auslöst. Die Übernahme erfolgt, wenn das Übernahmebit (Bit 14 im Steuerwort; 6-Byte
Objekte) von ‚0‘ auf ‚1‘ gesetzt wird (positive Flanke).
Damit diese Flanken sicher erkannt werden, sollten für das Übernahmebit folgende
minimale Zeiten eingehalten werden:
• Steuerbit auf HIGH (1-Signal) 4 x MainloopMaxTime (Kontrollparameter)
• Steuerbit auf LOW (0-Signal) 4 x MainloopMaxTime (Kontrollparameter)

5
Digitale Schnittstelle DI B000

1.2.1 Übersicht der Empfangsobjekte

Objekt-Nr. Objektlänge Funktion des Objekts


[hex] [Bytes]
0 0 Diese Objektnummer wird als Abschlusskennung für die Objektliste
verwendet.
1 1 Leerobjekt
2 2 Leerobjekt
3 2 Objekt zum Setzen digitaler Ausgänge (LK usage 4)
6 6 Leerobjekt
8 8 Leerobjekt
C 2 Objekt zum Steuern eines Bahnlaufreglers und der Supporte.
16 6 Objekt zum Positionieren des linken Supports (Device x.7).
17 6 Objekt zum Positionieren des rechten Supports (Device x.6).
18 6 Objekt zum Positionieren des Stellgliedes (Device x.5).
19 6 Objekt zum Setzen des Bahnoffsets (Device x.5).
20 6 Objekt zum Setzen der Führungsposition (Device x.5).
21 6 Objekt zum Setzen der Changierfunktionen (Device x.5)
1C 6 Objekt für Setzen der Breitenüberwachung
60 8 Reserviert für VB3-Datenmastermodule (Transparentobjekt)
..
69
A0 8 Objekt zum Steuern des Bahnkraftreglers DC 6...
F0 8 Objekt für Datenmastermodule (Transparentobjekt)
F1
.. 8 Reserviert für Objekt für Datenmastermodule (Transparentobjekte)
FE
FF 8 Lesen und Beschreiben von Parametern. Dieses Objekt ist nicht
selbständig, sondern arbeitet mit dem Sendeobjekt 'FF'
zusammen.

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Digitale Schnittstelle DI B000

1.2.2 Übersicht der Sendeobjekte

Objekt-Nr. Objektlänge Funktion


[hex] [Bytes]
0 0 Diese Objektnummer wird als Abschlusskennung für die Objektliste
verwendet.
1 1 Leerobjekt
2 2 Leerobjekt
3 2 Objekt zum Lesen digitaler Eingänge (LK usage 4)
6 6 Leerobjekt
7 2 Objekt virtuelle digitale Ausgänge LK4203 lesen
8 8 Leerobjekt
C 2 Objekt liefert Zustande eines Bahnlaufreglers und der Supporte.
12 6 Objekt liefert Signal des Liniensensors FE5002 (Device x.3)
14 6 Objekt liefert Signal des linken Sensors (Device x.2).
15 6 Objekt liefert Signal des rechten Sensors (Device x.1).
16 6 Objekt liefert Position des linken Supports (Device x.7).
17 6 Objekt liefert Position des rechten Supports (Device x.6).
18 6 Objekt liefert Position des Stellgliedes (Device x.5).
19 6 Objekt liefert Bahnoffset des Reglers (Device x.5).
20 6 Objekt liefert Führungsposition des Reglers (Device x.5).
21 6 Objekt liefert Status der Changierfunktionen (Device x.5)
1A 6 Objekt liefert Position der linken Bahnkante (Device x.2 und x.7).
1B 6 Objekt liefert Position der rechten Bahnkante (Device x.1 und x.6).
1C 6 Objekt liefert die Bahnbreite (Device x.1 und x.2). Oder liefert den
Status der Breitenüberwachung
24 6 Objekt liefert Signal des linken Sensors (Device x.4)
25 6 Objekt liefert Signal des rechten Sensors (Device x.3)
26 6 Objekt liefert Position des linken Supports (Device x.9).
27 6 Objekt liefert Position des rechten Supports (Device x.8).
2A 6 Objekt liefert Position der linken Bahnkante (Device x.4 und x.9).
2B 6 Objekt liefert Position der rechten Bahnkante (Device x.3 und x.8).
2C 6 Objekt liefert die alternative Bahnbreite (Device x.3 und x.4).
60 8 Objekte für VB3-Datenmastermodule (Transparentobjekt)
..
69
A0 8 Objekt für Bahnkraftregler DC 6...
EE 12 Objekt liefert 1-2bahnige Breitenmessung
F0 8 Objekt für Datenmastermodule (Transparentobjekt)
F1
.. 8 Reserviert für Objekt für Datenmastermodule (Transparentobjekte)
FE
FF 8 Lesen und Beschreiben von Parametern. Dieses Objekt ist nicht
selbständig, sondern arbeitet mit dem Sendeobjekt 'FF'
zusammen.

7
Digitale Schnittstelle DI B000

2 Parameter und Inbetriebnahme


Innerhalb der Schnittstelle sind Parameter zur Konfiguration der Schnittstelle und zur
Anzeige von Daten implementiert. Die Parameter sind in mehrere Funktionsblöcke
unterteilt, deren Funktion folgend beschrieben wird:

2.1 Allgemeiner Konfigurationsblock

Dieser Parameterblock ist im logischen 'Config-Modul' zu finden:

Nr. Name Wert Default Min. Max. Ein- Beschreibung


heit
5 OwNodeNr 6 6 0 125 Profibus-Adresse
6 data format 1 1 0 1 0 Format der
Datenübertragung
0 = Motorola-Format
1 = Intel-Format
7 Baudrate -- -- -- -- -- Baudrate Profibus
(nur Anzeigefeld)
0= 12 MBaud
1= 6 Mbaud
2= 3 MBaud
3= 1,5 MBaud
4= 500 kBaud
5 = 187,5 kBaud
6 = 93,75 kBaud
7 = (45,45 kBaud)
8= 19,2 kBaud
9= 9,6 kBaud
8 gen. service field Allgemeines Feld für
Inbetriebnahme
9 error EL_Net intf. -- -- -- -- -- Fehlercode bei
Initialisierung der
ProfibusKarte
(nur Anzeigefeld)
0 = o.k.
1 = Parameter Fehler
2 = Konfigurations Fehler
4 = No Master

2.1.1 Parameter ‘OwnNodeNr‘


Unter diesem Parameter wird die Geräte-Adresse für den Profibus eingestellt. Wird
diese Adresse geändert, muss für die interne Übernahme das Modul neu gestartet
werden.

2.1.2 Parameter 'data format'


Mit diesem Parameter wird konfiguriert, wie die Daten übertragen werden, wenn ein
Wert mehr als 1 Byte hat.
Beim Profibus werden die Daten im 'Motorola-Format' (big endian) übertragen. Auf
dem Bus wird das 'high Byte' vor dem ‚low Byte’ übertragen.
Bei anderen Feldbussen (z.B. ControlNet oder DeviceNet) werden die Daten im 'Intel-
Format' übertragen. Dabei wird das 'low Byte' vor dem 'high Byte' übertragen.
Dieser Parameter sollte auf seinem ‚default-Wert’ belassen werden. Wird er bei Bedarf
umgestellt ist kein Neustart der Schnittstelle notwendig.

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Digitale Schnittstelle DI B000

2.1.3 Parameter ‚Baudrate‘


Bei der Profibus-Schnittstelle DIB000 stellt sich die Baudrate automatisch auf die
Baudrate des Masters ein. Der Parameter dient nur als Anzeige. D.h die Baudrate
welche im Master (SPS) eingestellt ist kann in diesem Parameter abgelesen werden.
Genaue Zuordnung welcher Wert welcher Baudrate entspricht kann aus der
Parameterliste entnommen werden.

2.1.4 Parameter ‚error EL_Net intf.’


In diesem Parameter können zur Inbetriebnahme FehlerCodes ausgelesen werden.
Hier kann der Kommunikationszustand der Schnittstellen abgelesen werden.
Beim Profibus sollte vorab sichergestellt sein, dass die Adressen im Slave (DI B000)
und im Master gleich konfiguriert sind. Nur dann kann ein Fehler angezeigt werden.
Hat der Master (SPS) das Modul erkannt, zeigt dieser Parameter den
Kommunikationsstatus an.
Wert 0 bedeutet Kommunikation läuft.
Wert 1 bedeutet keine Kommunikation wegen Parametrierungsfehler.
Wert 2 bedeutet keine Kommunikation wegen Konfigurationsfehler. Die Eingangs-
und oder- Ausgangsdaten stimmen nicht mit dem des Masters überein.
Wert 4 ist der Anfangszustand. Er ändert sich, sobald das Modul von einem Master
angesprochen wird.

2.2 Konfigurationsblock für Empfangsdaten

Dieser Parameterblock ist dem logischen 'Objekt-Modul' zugeordnet:

Nr. Name Wert Default Min. Max. Ein- Beschreibung


heit
5 receive obj. list Einstellungen für
Empf.daten
(aus Sicht der Schnittstelle)
6 rec. obj.0xFF key -1 -1 -1 1 hex Schutzparameter
(Schlüssel) für
Parameter
beschreiben
7 rec. object 1 0000 0000 0000 FFFF hex Eintrag für
1. Empfangsobjekt
8 rec. object 2 0000 0000 0000 FFFF hex Eintrag für
2. Empfangsobjekt
.... ... ... ... ... ... ... ...
38 rec. object 32 0000 0000 0000 FFFF hex Eintrag für
32. Empfangsobjekt

2.2.1 Parameter 'rec. obj.0xFF key'


Dieser Parameter steuert das Beschreiben von Parametern durch das Objekt 'FF'. Er
kann als Freigabe- oder Schutzparameter betrachtet werden.
Die Werte haben folgende Bedeutung:
• '-1' bedeutet, das Schreiben auf Parameter ist nicht erlaubt.
• '0' bedeutet, das Schreiben auf ungeschützte Parameter ist erlaubt
• '1' bedeutet, das Schreiben auf einen der geschützten Parameter ist erlaubt (in
eigener Verantwortung).

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Digitale Schnittstelle DI B000

2.2.2 Parameter 'rec. object xx'


Mit dieser Liste werden der Aufbau und die Bedeutung des Datensatzes, den der Host
bzw. Scanner zur Schnittstelle sendet, festgelegt. In diesen Parametern können bis
maximal 32 Objekte zusammengestellt werden. Der Inhalt eines Parameters
repräsentiert ein gewähltes Objekt. Die Objekte werden in der Reihenfolge der
Einträge zu einem Datensatz zusammengestellt. Das Ende der Liste wird mit einem
Nullwort abgeschlossen. Die Länge des konfigurierten Datensatzes wird im Parameter
' rec. data len word' angezeigt.
Die Objekte werden aus Sicht der Schnittstelle als Empfangsobjekte bezeichnet.

Der Aufbau des Objektcodes für die Parameter ist wie folgt:
HIGH Byte LOW Byte
1 Bit 3 Bit 1 Bit 3 Bit 8 Bit
(15) (14, 13, 12) (11) (10, 9, 8) (7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, 0)
Reserve CAN Gruppe Reserve Reserve Objektart für Übertragung

• Die Bits (Reserve) werden z. Z. nicht genützt. Diese Bits sollen immer mit dem
Wert '0' gesetzt werden.
• Mit den 3 Bit (GRP) wird die für das Objekt gültige CAN-Gruppe gesetzt.
• Die 8 Bits (Objektart) legt die Funktion des Objektes fest. Die einzelnen Objekte
selbst werden noch folgend in dieser Dokumentation beschrieben.

Beispiel: In CAN-Gruppe 5 linken Support positionieren


CAN-Gruppe = 5, Empfangsobjekt 'linken Support Positionieren' = 16 hex;
Einzutragender Wert für Parameter: 5016 (hex)

Achtung: Objekte gleicher Art dürfen pro CAN- Gruppe max. 1-mal adressiert
werden (für 8 Gruppen 8-mal).
Für die Leerobjekte '01', '02’, '06’ und '08' gilt diese Einschränkung nicht.

Wird in der Objektliste ein fehlerhaftes Objekt erkannt, wird die Nummer (Zeiger) des
Objekteintrages (1..32) im Parameter 'rec. obj.no. error' (P 136) abgelegt. Das Objekt
selbst wird wie ein Leerobjekt für 2 Bytes (Code 02 hex) behandelt.
Wird die Objektliste geändert, wird die Änderung erst beim Neustart (Reset) der
Schnittstelle übernommen.

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Digitale Schnittstelle DI B000

2.3 Konfigurationsblock für Sendedaten

Dieser Parameterblock ist dem logischen 'Objekt-Modul' zugeordnet:

Nr. Name Wert Defaul Min. Max. Ein- Beschreibung


t heit
39 transmit obj. list Einstellungen für
Sendeobjekte
(aus Sicht der Schnittstelle)
40 form.contr.obj.no. 00 00 -1 64 Sendeobjekteintrags-
nummer von dem
Formatkontrolle
gesendet wird
-1 = alle Objekte
0 = kein Objekt
n = Nummer (Liste)
dessen Objekt mit
Formatkontrolle gesendet
wird
41 tr. object 1 0000 0000 0000 FFFF hex Eintrag für
1. Sendeobjekt
42 tr. object 2 0000 0000 0000 FFFF hex Eintrag für
2. Sendeobjekt
.... ... ... ... ... ... ... ...
104 tr. object 64 0000 0000 0000 FFFF hex Eintrag für
64. Sendeobjekt

2.3.1 Parameter 'form.contr.obj.no.'


Wird dieser Parameter ungleich '0' gesetzt, werden ein oder alle Sendeobjekte
'Formatkontrolle' gesetzt. Bei der Formatkontrolle werden nicht die Daten des Objektes
selbst, sondern Bytes mit aufsteigenden Werten gesendet. Das erste Byte (linkes Byte
in der Dokumentation) wird als '01' oder '81', das zweite Byte als '02', das dritte Byte
als '03', usw. gesendet. Dies dient dazu, dass im Scanner (Host) erkannt werden kann,
in welcher Reihenfolge (high- oder low-Byte) die Daten in Bezug auf die
Dokumentation eingelesen werden. Die genauen Bytewerte für die Formatkontrolle
werden bei der Beschreibung der einzelnen Sendeobjekte aufgeführt.
Die Parameterwerte haben folgende Bedeutung:
• '-1' bedeutet: alle Sendeobjekte werden auf Formatkontrolle geschaltet.
• '0' bedeutet: alle Sendeobjekte werden auf normal Betrieb geschaltet
• '1' .. '64' bedeutet: das angegebene Objekt (Zeiger) wird auf Formatkontrolle
geschaltet.
Dieser Parameter wird bei jedem Neustart der Schnittstelle auf 0 zurückgesetzt.

2.3.2 Parameter 'tr. object xx'


Mit der Liste werden der Aufbau und die Bedeutung des Datensatzes, den die
Schnittstelle zum Host bzw. Scanner sendet, festgelegt. In diesen Parametern können
bis maximal 64 Objekte zusammengestellt werden. Der Inhalt eines Parameters
repräsentiert ein gewähltes Objekt. Die Objekte werden in der Reihenfolge der
Einträge zu einem Datensatz zusammengestellt. Das Ende der Liste wird mit einem
Nullwort abgeschlossen. Die Länge des konfigurierten Datensatzes wird im Parameter
'tr. data len word' angezeigt.
Die Objekte werden aus Sicht der Schnittstelle als Sendeobjekte bezeichnet.

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Digitale Schnittstelle DI B000

Der Aufbau des Objektcodes für die Parameter ist wie folgt:
HIGH Byte LOW Byte
1 Bit 3 Bit 1 Bit 3 Bit 8 Bit
(15) (14, 13, 12) (11) (10, 9, 8) (7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, 0)
Reserve CAN Gruppe Mittelwert Time Objektart für Übertragung

• Die Bits (Reserve) werden z. Z. nicht genützt. Diese Bits sollen immer mit dem
Wert '0' gesetzt werden.
• Mit den 3 Bit (GRP) wird die für das Objekt gültige CAN-Gruppe gesetzt.
• Mit dem Bit Mittelwert kann eine Mittelwertbildung der Werte aktiviert werden. Die
Mittelwertbildung erfolgt linear innerhalb eines Zeittaktes, der in den folgenden 3
Bits eingestellt wird.
Dieses Bit wird nur von manchen Sendeobjekten unterstützt. Ist dies der Fall, wird
bei der Objektbeschreibung darauf hingewiesen.
• Die drei Bits (Time) setzen den Zeittakt, wie oft der Ausgabewert aktualisiert wird.
Diese Bits werden nur von manchen Sendeobjekten unterstützt. Ist dies der Fall,
wird bei der Objektbeschreibung darauf hingewiesen.
(Bin) 000 = Aktualisierung in jedem MAINLOOP
(Bin) 001 = Aktualisierung ca. alle 10 ms (Millisekunden)
(Bin) 010 = Aktualisierung ca. alle 20 ms (Millisekunden)
(Bin) 011 = Aktualisierung ca. alle 50 ms (Millisekunden)
(Bin) 100 = Aktualisierung ca. alle 100 ms (Millisekunden)
(Bin) 101 = Aktualisierung ca. alle 200 ms (Millisekunden)
(Bin) 110 = Aktualisierung ca. alle 500 ms (Millisekunden)
(Bin) 111 = Aktualisierung ca. alle 1000 ms (Millisekunden)
• Die 8 Bits (Objektart) legt die Funktion des Objektes fest. Die einzelnen Objekte
selbst werden noch folgend in dieser Dokumentation beschrieben

Beispiel: Von CAN-Gruppe 0 die Bahnbreite lesen


CAN-Gruppe = 0, Sendeobjekt 'Bahnbreite' = 1C hex;
Einzutragender Wert für Parameter: 001C (hex)

Achtung: Das Objekt '03' und 'FF' darf pro CAN- Gruppe max. 1 mal adressiert
werden (für 8 Gruppen 8 mal).
Andere Objekte dürfen mehrfach gesetzt werden.

Wird in der Objektliste ein fehlerhaftes Objekt erkannt, wird die Nummer (Zeiger) des
Objekteintrages (1..64) im Parameter 'tr. obj.no. error' (P 137) abgelegt. Das Objekt
selbst wird wie ein Leerobjekt für 2 Bytes (Code 02 hex) behandelt.
Wird die Objektliste geändert, wird die Änderung erst beim Neustart (Reset) der
Schnittstelle übernommen.

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Digitale Schnittstelle DI B000

2.4 Konfigurationsbeispiele DI B000 und SPS

2.4.1 Konfiguration der Empfangs- und Sendeobjekte


Bei der Konfiguration der Profibus Schnittstelle ist jeder Datenlänge und jedem Format
eine spezielle Kennungsnummer zugeteilt. Zum Beispiel hat ein Empfangsobjekt mit 2
Byte Länge die Output-Kennungsnummer 161 dez. Ein 2 BYTE SendeObjekt hat die
Kennungsnummer 145 dez.
Beim Profibus-Master müssen immer zuerst die EmpfangsObjekte und danach die
Sendeobjekte (aus der Sicht der Schnittstelle) konfiguriert werden. Sie dürfen nur mit
den Output-Kennungen in der SPS konfiguriert werden. Es ist zu beachten, dass die
OutputDaten von der SPS in der Schnittstelle die Empfangsobjekte darstellen !
Die Sendeobjekte (aus der Sicht der Schnittstelle) dürfen nur mit Input-Kennungen in
der SPS konfigurierte werden. InputDaten in die SPS werden von der Schnittstelle
gesendet (Sendeobjekte).

Übersicht der Output-Kennungen zu den Profibus Empfangsobjekten:

Objekt-Nr. Objektlänge Funktion des Objekts Kennungs


[hex] [Bytes] -nummer
0 0 Diese Objektnummer wird als Abschlusskennung für die ---
Objektliste verwendet.
1 1 BYTE Leerobjekt 160dez
2 2 BYTE Leerobjekt 161dez
3 2 BYTE Objekt zum Setzen digitaler Ausgänge (LK usage 4) 161dez
6 3 WORTE Leerobjekt 226dez
8 8 BYTE Leerobjekt 167dez
C 2 BYTE Objekt zum Steuern eines Bahnlaufreglers und der Supporte. 161dez
16 3 WORTE Objekt zum Positionieren des linken Supports (Device x.7). 226dez
17 3 WORTE Objekt zum Positionieren des rechten Supports (Device x.6). 226dez
18 3 WORTE Objekt zum Positionieren des Stellgliedes (Device x.5). 226dez
19 3 WORTE Objekt zum Setzen des Bahnoffsets (Device x.5). 226dez
20 3 WORTE Objekt zum Setzen der Führungsposition (Device x.5). 226dez
21 3 WORTE Objekt zum setzen der Changierfunktionen (Device x.5) 226dez
1C 3 WORTE Objekt für Setzen der Breitenüberwachung 226dez
60 8 BYTE Reserviert für VB3-Datenmastermodule (Transparentobjekt) 167dez
..
69
A0 8 BYTE Objekt zum Steuern des Bahnkraftreglers DC 6... 167dez
F0 8 BYTE Objekt für Datenmastermodule (Transparentobjekt) 167dez
F1 8 BYTE Reserviert für Objekt für Datenmastermodule 167dez
.. (Transparentobjekte)
FE
FF 8 BYTE Lesen und Beschreiben von Parametern. Dieses Objekt ist 167dez
nicht selbständig, sondern arbeitet mit dem Sendeobjekt 'FF'
zusammen.

13
Digitale Schnittstelle DI B000

Übersicht der Input-Kennungen zu den Profibus Sendeobjekten:

Objekt-Nr. Objektlänge Funktion Funktion


[hex] [Bytes]
0 0 Diese Objektnummer wird als Abschlusskennung für die ---
Objektliste verwendet.
1 1 BYTE Leerobjekt 144dez
2 2 BYTE Leerobjekt 145dez
3 2 BYTE Objekt zum Lesen digitaler Eingänge (LK usage 4) 145dez
6 3 WORTE Leerobjekt 210dez
7 2 BYTE Objekt virtuelle digitale Ausgänge LK4203 lesen (speziell 145dez
OL81)
8 8 BYTE Leerobjekt 151dez
C 2 BYTE Objekt liefert Zustande eines Bahnlaufreglers und der 145dez
Supporte.
12 3 WORTE Objekt liefert Signal des Liniensensors FE5002 (Device x.3). 210dez
14 3 WORTE Objekt liefert Signal des linken Sensors (Device x.2). 210dez
15 3 WORTE Objekt liefert Signal des rechten Sensors (Device x.1). 210dez
16 3 WORTE Objekt liefert Position des linken Supports (Device x.7). 210dez
17 3 WORTE Objekt liefert Position des rechten Supports (Device x.6). 210dez
18 3 WORTE Objekt liefert Position des Stellgliedes (Device x.5). 210dez
19 3 WORTE Objekt liefert Bahnoffset des Reglers (Device x.5). 210dez
1A 3 WORTE Objekt liefert Position der linken Bahnkante (Device x.2 und 210dez
x.7).
1B 3 WORTE Objekt liefert Position der rechten Bahnkante (Device x.1 und 210dez
x.6).
1C 3 WORTE Objekt liefert die Bahnbreite (Device x.1 und x.2). Oder liefert 210dez
den Status der Breitenüberwachung
20 3 WORTE Objekt liefert Führungsposition des Reglers (Device x.5). 210dez
21 3 WORTE Objekt liefert den Status für Changierung 210dez
24 3 WORTE Objekt liefert Signal des linken Sensors (Device x.4) 210dez
25 3 WORTE Objekt liefert Signal des rechten Sensors (Device x.3) 210dez
26 3 WORTE Objekt liefert Position des linken Supports (Device x.9). 210dez
27 3 WORTE Objekt liefert Position des rechten Supports (Device x.8). 210dez
2A 3 WORTE Objekt liefert Position der linken Bahnkante (Device x.4 und 210dez
x.9).
2B 3 WORTE Objekt liefert Position der rechten Bahnkante (Device x.3 und 210dez
x.8).
2C 3 WORTE Objekt liefert die Bahnbreite (Device x.3 und x.4). 210dez
A0 8 BYTE Objekt für Bahnkraftregler DC 6... 151dez
EE 12 BYTE Objekt liefert 1-2bahnige Breitenmessung 155dez
F0 8 BYTE Objekt für Datenmastermodule (Transparentobjekt) 151dez
F1 151dez
.. 8 BYTE Reserviert für Objekt für Datenmastermodule
FE (Transparentobjekte)
FF 8 BYTE Lesen und Beschreiben von Parametern. Dieses Objekt ist 151dez
nicht selbständig, sondern arbeitet mit dem Sendeobjekt 'FF'
zusammen.

14
Digitale Schnittstelle DI B000

2.4.2 Beispiel
In der Schnittstelle DI B000 wurden für ein Projekt folgende Objekte konfiguriert:
Konfiguration der Empfangsobjekte des Slaves (DIB000):

Es sind insgesamt 7 Objekte konfiguriert. In der Hardwarekonfiguration der SPS muss


für jedes Objekt eine Outputkennung eingetragen werden.

Konfiguration der Sendeobjekte des Slaves (DIB000):

Es sind insgesamt 11 Objekte konfiguriert. In der Hardwarekonfiguration der SPS


muss für jedes Objekt eine Input-Kennung eingetragen werden.

Dazu passende Hardwarekonfiguration des Masters (S7-SPS):

15
Digitale Schnittstelle DI B000

Insgesamt sind 18 Objekte im Slave konfiguriert worden. Im Master müssen dann auch
exakt 18 DP-Kennungen eingetragen sein.

2.4.3 Fehlerdiagnose bei Problemen mit der Verbindungsaufnahme


Um eine Kommunikation mit einer SPS aufzunehmen müssen 4 Bedingungen erfüllt
sein:
(1) Die DI B000 muss über ein Profibuskabel mit der SPS verbunden sein.
(2) Die Profibusadresse des DI B000 (Slave) muss der konfigurierten Adresse im
Master (SPS) entsprechen.
(3) Die richtigen GSD-Files für das DI B000 müssen in der SPS installiert sein.
(4) Die Konfiguration von Master und Slave müssen exakt gleich sein.

Falls Probleme mit der Aufnahme der Kommunikation zwischen SPS und der DI B000
bestehen gehen Sie bitte wie folgt vor:

1. Gehen Sie in die Parameterliste vom ‚Config-Modul’ der DI B000:

16
Digitale Schnittstelle DI B000

2. Überprüfen Sie die Parameter Nr. 7 (Baudrate):


Nach ‚Power On’ versucht die Schnittstelle sich auf die richtige Baudrate vom
Profibusnetz zu synchronisieren. Dazu verändert die Schnittstelle selbst ständig
ihre eigene Baudrate, bis die richtige gefunden ist. Dies ist am Parameterwert der
‚Baudrate’ zu sehen.
Verändert sich dieser Wert, überprüfen Sie, ob die DI B000 mit dem Master über
ein Profibuskabel verbunden ist. Eine häufige Ursache für diesen Zustand ist auch,
dass die Einzeldrähte des Profibuskabels im Stecker vertauscht sind.
Zeigt dieser Parameter einen konstanten Wert an, hat die DI B000 eine
physikalische Verbindung zum Profibus und kann die Daten interpretieren. In
diesem Fall fahren Sie mit Punkt 3 fort.

3. Überprüfen Sie die Parameter Nr. 9 (error EL_Net intf.):

3.1 Der Parameter zeigt den Wert 4 (No Master):


Die Schnittstelle wird nicht vom Master angesprochen. Dies deutet darauf hin,
dass die im Master (SPS) konfigurierte Adresse für die DI B000 nicht mit der
Profibusadresse der DI B000 übereinstimmt. Korrigieren Sie die Profibusadresse in
der SPS oder im Config-Modul der Schnittstelle (DI B000) im Parameter Nr. 5
„OwnNodeNr“. Wird die Profibusadresse in der Schnittstelle geändert, muss zur
Übernahme der Adresse die Schnittstelle neu gestartet werden (Reset).

3.2 Der Parameter zeigt den Wert 1 (Param. Error):


In diesem Fall überprüfen Sie, ob in der SPS das richtige Profibusmodul (GSD-
Datei) für die DIB000 eingebunden wurde.

3.3 Der Parameter zeigt den Wert 2 (Config Error):


Die letzte Möglichkeit warum die SPS eine Kommunikation mit der DI B000
verweigert sind falsche Konfigurationsdaten.
Bei der DI B000 können die gewünschten Datensätze (Objekte) je nach
Applikation frei zusammengestellt (konfiguriert) werden. Dieser Konfiguration
(Objektzusammenstellung in der DI B000) müssen die Konfigurationsdaten in der
SPS entsprechen. Beim Verbindungsaufbau werden die Konfigurationsdaten der
SPS mit den Konfigurationsdaten (Objektzusammenstellung) in der DI B000
verglichen. Sind beide nicht exakt gleich verweigert der Master (SPS) einen
Kommunikationsaufbau.
Zur Lösung des Problems muss die Konfiguration im Master (SPS) mit dem
Objektaufbau im Slave (DI B000) verglichen werden. Siehe dazu obigen Abschnitt
2.4.1 und das Beispiel im Abschnitt 2.4.2.
Wenn trotz genauer Überprüfung der Konfiguration noch kein Datenaustausch
möglich ist. Könnte in der DI B000 noch ein Objekt konfiguriert worden sein das es
nicht gibt oder es sind Objekte eingetragen die weitere Objekte benötigen. In
beiden Fällen wird im Objekt-Modul Parameter 136 und 137 der DIB000 ein Wert
angezeigt. Dieser Wert gibt an in welchem Objekt der Fehler ist. In folgendem Bild
Fall zeigt er an, dass im Parametereintrag für ‚rec.object 2’ ein Fehler vorliegt:

17
Digitale Schnittstelle DI B000

Wenn der vorhandene Fehler korrigiert und die Schnittstelle neu gestartet wurde
(Reset), müssen beide Parameter den Wert 0 anzeigen.

3.4 Der Parameter zeigt den Wert 0 (no Error):


In diesem Fall läuft bereits der Datenaustausch zwischen dem Master (SPS) und
der DI B000. Die auf der DI B000 entsprechende LED für ‚Data Exchange’ leuchtet
grün.

4. Falls die LED für ‚Data Exchange’ leuchtet und die (scheinbar) gesendeten Daten
von der SPS in der DI B000 nicht ankommen, bzw. Sie die Sendedaten der DI
B000 in der SPS nicht sehen, liegt meist ein Problem mit dem Datenhandling in
der SPS vor. In der Schnittstelle können Sie die Daten in den ‚Anzeigeparametern’
überprüfen. Siehe dazu die folgenden Abschnitte 2.5 und 2.6.
Bei der S7 von Siemens müssen oft spezielle in der SPS integrierte
Funktionsbausteine zum Lesen und Schreiben der ‚konsistenten’ Profibusdaten
verwendet werden. Dies hängt von der Firmware der SPS ab.
Ist in der S7 die Profibusschnittstelle integriert (Kompakt-SPS), müssen die
integrierten Bausteine ‚SFC14’ und ‚SFC15’ verwendet werden. Ist es eine
steckbare Profibusschnittstelle, heißen die Entsprechenden Funktionen ‚dp_send’
und ‚db_receive’.

2.5 Anzeigeblock für Empfangsdaten

Im folgenden Parameterblock kann der Dateninhalt eines Empfangsobjektes angezeigt


werden. Die Ausgabe kann direkt mit den meisten Empfangsobjekten (vom Scanner)
durch Setzen des Bits Formatkontrolle im Steuerwort oder durch einen Eintrag einer
Objekteintragsnummer veranlasst werden.

Nr. Name Wert Default Min. Max. Ein- Beschreibung


heit
105. receive data Dateninhalt eines
Empfangobjektes
(aus Sicht der Schnittstelle)
106 rec. displ.obj.no. 0 0 0 32 Empfangobjekteintrag
snummer dessen
Objektdaten angezeigt
werden
107. rec. byte 1 00 00 00 FF hex Byte 1
(nur Anzeigefeld;
Aufbau wie in Doku)
108. rec. byte 2 00 00 00 FF hex Byte 2
(nur Anzeigefeld;
Aufbau wie in Doku)
.... ... ... ... ... ... ... ...

116. rec. byte 10 00 00 00 FF hex Byte 10


(nur Anzeigefeld;
Aufbau wie in Doku)

18
Digitale Schnittstelle DI B000

2.5.1 Parameter 'rec. displ.obj.no.'


Dieser Parameter zeigt an, welches Empfangsobjekt in den folgenden Parametern
abgebildet wird. Der Wert ist ein Zeiger in die Empfangsobjekttabelle. In dieser steht, um
welche Objektart es sich handelt.
• 0 bedeutet, dass kein Empfangsobjekt für die Anzeige angewählt ist.
• 1.. 32 bedeutet, dass die Daten des angegebene Objektzeigers ausgegeben werden.
Viele Empfangsobjekte können direkt von der Kunden SPS auf Formatkontrolle gesetzt
werden. Das erste Objekt im Mainloop (Durchlauf), welches mit gesetztem Steuerbit
Formatkontrolle eingeht, wird in den Anzeige Parametern abgebildet und der Zeiger vom
Objekt im Parameter 106 online eingetragen. Sind zwei Objekte mit den Steuerbits
Formatkontrolle gesetzt, wird das zweite ignoriert. Ist im Objekt kein Steuerbit gesetzt
wird das im Parameter 106 bezifferte Objekt online angezeigt. Werden die Steuerbits für
die Anzeige zurückgesetzt, wird das zuletzt angewählte Objekt ausgegeben.
Bei den Empfangsobjekten, bei denen die Formatkontrolle über ein Steuerbit gesetzt
werden kann, ist dies unabhängig vom Übernahmebit im Steuerwort möglich.

2.5.2 Parameter 'rec. byte xx'


Diese Parameter sind Anzeigeparameter. Die Ausgabe erfolgt byteweise.
• 1. Byte nach Dokument das links stehende Byte
• 10. Byte nach Dokument das rechts stehende Byte

Vom ausgewählten Empfangsdatensatz werden max. 10 Byte angezeigt. Hat das


Objekt weniger Bytes, wird in den nicht benützten Parametern der Wert als '00'
angezeigt. Die Reihenfolge der Anzeige entspricht der Reihenfolge der Bytes in der
Dokumentation (von links nach rechts) und nicht der Reihenfolge, wie sie auf dem
Netzwerk übertragen werden. Damit kann der Kunde überprüfen, ob der Datensatz in
der richtigen Bytereihenfolge gesendet wird.

2.6 Anzeigeblock für Sendedaten

Im folgenden Parameterblock kann der Dateninhalt eines Sendeobjektes angezeigt


werden. Die Ausgabe kann durch einen Eintrag einer Objekteintragsnummer
veranlasst werden.

Nr. Name Wert Default Min. Max. Ein- Beschreibung


heit
117 transmit data Dateninhalt eines
Sendeobjektes
(aus Sicht der Schnittstelle)
118 tr. displ.obj.no. 0 0 0 64 Sendeobjekteintragsn
ummer dessen
Objektdaten angezeigt
werden
119 tr. byte 1 00 00 00 FF hex Byte 1
(nur Anzeigefeld;
Aufbau wie in Doku)
120 tr. byte 2 00 00 00 FF hex Byte 2
(nur Anzeigefeld;
Aufbau wie in Doku)
.... ... ... ... ... ... ... ...

128 tr. byte 10 00 00 00 FF hex Byte 10


(nur Anzeigefeld;
Aufbau wie in Doku)

19
Digitale Schnittstelle DI B000

2.6.1 Parameter 'tr. displ.obj.no.'


Dieser Parameter zeigt an, welches Sendeobjekt in den folgenden Parametern
abgebildet wird. Der Wert ist ein Zeiger in die Sendeobjekttabelle. In dieser steht, um
welche Objektart es sich handelt.
• 0 bedeutet, dass kein Sendeobjekt für die Anzeige angewählt ist.
• 1.. 64 bedeutet, dass die Daten des Objekts auf das der Objektzeiger zeigt,
ausgegeben werden.

2.6.2 Parameter 'tr. byte xx'


Diese Parameter sind Anzeigeparameter. Die Ausgabe erfolgt byteweise.
• 1. Byte nach Dokument das links stehende Byte
• 10. Byte nach Dokument das rechts stehende Byte

Für jedes Objekt werden nur die vorhandene Anzahl der Bytes, ausgehend vom linken
geschrieben. In nicht benützten Parametern wird der Wert '00' ausgegeben.

2.7 Parameterblock für 'mount positions'

Für manche Objekte benötigt das System noch ‘Offsetwerte’, die den Abstand
zwischen einem Referenzpunkt in der Maschine und dem linken und rechten Sensor
bzw. Support angeben.
Die betroffenen Sendeobjekte sind:
• Objekt 16 hex (Position Support links)
• Objekt 17 hex (Position Support rechts)
• Objekt 1A hex (Position Bahnkante links)
• Objekt 1B hex (Position Bahnkante rechts)
• Objekt 1C hex (Bahnbreite)

Die betroffenen Empfangsobjekte sind:


• Objekt 16 hex (linken Support positionieren; nur wenn 'mit mountposition' )
• Objekt 17 hex (rechten Support positionieren; nur wenn 'mit mountposition' )

Diese Abstandswerte liegen im logischen Modul 'Mount Position'. Die Werte werden in
diesem Modul in den Parametern 7..22 eingegeben. Für jede CAN-Gruppe sind zwei
Parameterfelder vorhanden. Ein Wert gibt den Offset des linken Sensors bzw.
Supports zum Referenzpunkt und der andere Wert gibt den Offset des rechten
Sensors bzw. Supports zum Referenzpunkt an. Als Referenzpunkt wird häufig die
Maschinenmitte herangezogen. Offsetwerte die links vom Referenzpunkt liegen,
werden als negative Zahl eingegeben.
Sind die Sensoren auf Stellsupporte montiert, so ist der Offsetwert der Abstand
zwischen Referenzpunkt und Sensoren, wenn die Stellsupporte auf ihrer Nullposition
stehen.
Damit diese ‘Offsetwerte’ ins DCS-System gesendet werden, muss der Parameter 6
(send mount pos.) der Schnittstelle eingestellt werden. Dieser Parameter ist als Bitfeld
aufgebaut. Jedes Bit steht für das Senden der ‘Offsetwerte’ für eine der 8 Gruppen,
wobei Bit 0 der Gruppe 0 entspricht.

20
Digitale Schnittstelle DI B000

Nr. Name Wert Default Min. Max. Ein- Beschreibung


heit
5. mount positions Einbauoffsets

6 send mount pos. 00 00 00 FF hex Sendeaktivierung


folgender
‘MountPositions’
Bitfeld; im CAN-Netz darf jede
Gruppe nur 1mal gesendet
werden
7 mount pos. left 0 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support links
der Grp. 0
Abstand Referenzpunkt
(z.B. Maschinenmitte) zum
Sensor-/Supportsignal ‘0’
8 mount pos. right 0 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support
rechts der Grp. 0
Abstand Referenzpunkt
(z.B. Maschinenmitte) zum
Sensor-/Supportsignal ‘0’
9 mount pos. left 1 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support links
der Grp. 1
10 mount pos. right 1 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support
rechts der Grp. 1
11 mount pos. left 2 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support links
der Grp. 2
12 mount pos. right 2 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support
rechts der Grp. 2
13 mount pos. left 3 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support links
der Grp. 3
14 mount pos. right 3 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support
rechts der Grp. 3
15 mount pos. left 4 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support links
der Grp. 4
16 mount pos. right 4 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support
rechts der Grp. 4
17 mount pos. left 5 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support links
der Grp. 5
18 mount pos. right 5 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support
rechts der Grp. 5
19 mount pos. left 6 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support links
der Grp. 6
20 mount pos. right 6 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support
rechts der Grp. 6

21
Digitale Schnittstelle DI B000

21 mount pos. left 7 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum


Sensor / Support links
der Grp. 7
22 mount pos. right 7 0.0 0.0 -3000.0 3000.0 mm MountPosition zum
Sensor / Support
rechts der Grp. 7

Aufbau von Parameter ‘send mount pos’:


Bit 7 Bit 0
Grp.7 Grp.6 Grp.5 Grp.4 Grp.3 Grp.2 Grp.1 Grp.0
|<--------------------------------------- Bitfeld ------------------------------------>|

Ist in einer Gruppe für die Breitenmessung nur 1 physikalischer Sensor vorhanden
(z.B. Kamera mit virtuellem Sensor), muss der Parameter 6 (‘send mount pos.)
ebenfalls eingestellt werden. Die Offsetwerte werden in diesem Fall auf ‘0’ eingestellt.

Beispiel: Maschinen-
mitte
li. Sensor re. Sensor
Dev. 0.2 Dev. 0.1

-250 mm
+250 mm

500 mm

Einstellungen:
• Par. 6 (‘send mount. pos’) : 00000001 -> 1
• Par. 7 (‘mount pos. left 0’) : -250.0 mm
• Par. 8 (‘mount pos. right 0’) : 250.0 mm

In der Praxis werden die obigen Werte geschätzt und später korrigiert (Differenz von
gemessener und wirklicher Bahnbreite).

Achtung: Verschiedene Sensoren von E+L (z.B. die CCD-Kamera OL 80 )


können ihre ‘mount position’ selbst an den CAN-Bus senden. Das
heißt die ‘mount position’ des Sensors kann wahlweise bei der
Inbetriebnahme des Sensors oder bei der Inbetriebnahme der
Schnittstelle eingegeben werden.
Soll der Sensor die ‘mount position’ senden, muss der Parameter
‘send mount position’ des Sensors auf 1 gestellt werden (0= nicht
senden, 1=senden). Gleichzeitig muss an der Schnittstelle das Senden
der ‘mount position’ gesperrt werden. Dies geschieht mit Parameter
133 der Schnittstelle.

22
Digitale Schnittstelle DI B000

2.8 Parameterblöcke mit Inbetriebnahmehilfen

Im logischen 'Config-Modul' ist der Parameter 'error EL_Net intf.' vorhanden. In diesem
Parameter werden profibusspezifische Status- bzw. Fehlernummern abgelegt, die
während der Profibusinitialisierung auftreten. Siehe dazu Abschnitt 2.1.4 Parameter
‚error EL_Net intf.’.

Ein weiterer Block ist dem logischen 'Objekt-Modul' zugeordnet. Dieser Parameterblock besteht
hauptsächlich aus Anzeigefeldern und dient als Hilfe bei der Inbetriebnahme der Schnittstelle.
Nr. Name Wert Default Min. Max. Ein- Beschreibung
heit
135 gen. service field Allgemeines Feld für
Inbetriebnahme
136 rec. obj.no. error 0 0 0 32 Empfangobjekteintrag
snummer dessen
Objekteintragswert
nicht o.k. ist
(nur Anzeigefeld)
137 tr. obj.no. error 0 0 0 62 Sendeobjekteintragsn
ummer dessen
Objekteintragswert
nicht o.k. ist
(nur Anzeigefeld)
138 state re.tr obj.no 0.00 0.00 0.00 32.64 Objekteintragsnumme
r zum Parameter 'state
CAN command'
(nur Anzeigefeld, wird ca.
3 Sek. angezeigt)
1.00 .. 32.00 = Empfangs-
objekteintragsnummer
00.01 .. 00.64 =
Sendeobjekteintragsnummer

23
Digitale Schnittstelle DI B000

139 state CAN command 0 0 0 255 Status- , Fehlercode


im CAN-
Interfacebereich
(nur Anzeigefeld, wird ca. 5
Sek. angezeigt)0 = o.k.
140 db_level 0000 0000 0000 FFFF hex nur für interne
Verwendung
(Hilfsmittel für Entwicklung u.
Service)

2.8.1 Parameter 'rec. obj.no. error'


Beim Start der Schnittstelle wird der Konfigurationsblock für die Empfangsdaten überprüft.
Wird in der Objektkonfiguration ein Fehler entdeckt, wird in diesem Parameter die
Eintragsnummer des fehlerhaften Objekteintrages angezeigt. Das Objekt selbst wird wie ein
Leerobjekt für 2 Bytes behandelt. Sind im Konfigurationsblock mehrere fehlerhafte Einträge
vorhanden, wird der erste fehlerhafte Eintrag angezeigt. Ist der Wert '0' eingetragen, wurde
kein Fehler gefunden.

2.8.2 Parameter 'tr. obj.no. error'


In diesem Parameter wird die Eintragsnummer eines fehlerhaften Objekteintrages für die
Sendedaten angezeigt. Siehe auch Abschnitt 2.8.1.

2.8.3 Parameter 'state re.tr obj.no' und 'state CAN command'


Hier werden Status- oder Fehlernummern abgelegt, die dem CAN-Interface zugeordnet
werden können. Im Parameter 'state re.tr obj.no' wird eingetragen zu welcher
Objekteintragsnummer im Parameter 'state CAN command' eine Eintragung erfolgte. Beim
Parameter 'state re.tr obj.no' wird zur Trennung der Nummern der beiden Objekteintragsfelder
ein Dezimalpunkt angezeigt. Links vom Dezimalpunkt werden die
Empfangobjekteintragsnummern und rechts vom Dezimalpunkt die
Sendeobjekteintragsnummern eingetragen.
Eingetragen werden Fehler oder Hinweise die während des Datenaustausches auftreten. Tritt
ein Fehler etc. auf, wird die entsprechende Objekteintragsnummer mit der zugehörigen
Fehlernummer ca. 5 Sekunden lang angezeigt.

Fehlertabelle
Fehler Nr. Fehlerart
[dezimal]
4 Adressierte CAN-Gruppe nicht vorhanden oder nicht mehr aktiv
7 interner Pufferüberlauf für Befehlsabarbeitung
17 Befehl kann nicht abgesetzt werden; keine CAN-Verbindung;
18 angesprochenes CAN-Device lehnt Befehl ab; (nicht
Hostschnittstelle);

24
Digitale Schnittstelle DI B000

2.8.4 Parameter 'db_level'


Mit diesem Parameter können Ausgaben von internen Datenfeldern veranlasst
werden. Dies dient als zusätzliche Inbetriebnahmehilfe. Die Ausgabe erfolgt über die
integrierte serielle Schnittstelle. Als Ausgabegerät kann das CANMON-Programm (PC)
oder ein Terminal verwendet werden. Siehe dazu auch Abschnitt: '5 Ansicht der
Objektdaten’.
Die RS232-spezifischen Einstellungen sind fix eingestellt:
• 115200 Baud
• 8 Datenbits
• 1 Stopbit
• no parity

Als Kabel zum PC wird ein MODEM-Kabel (nicht gekreuzt) benötigt. Für die Ausgabe
werden minimal die Pins 2 und 5 vom 9-pol. Sub-D-Stecker gebraucht.

Folgende Datenfelder können ausgegeben werden:


• definierte 'Receive Objekte'
• definierte 'Transmit Objekte'
• Datenänderungen von Objekten
• Softwareversionen

2.9 Parameterblock mit Allgemeinen Informationen

Dieser Parameterblock besteht aus Anzeigefeldern.


Nr. Name Wert Default Min. Max. Ein- Beschreibung
heit
129 general info field Allgemeines
Informationsfeld
130 rec. data len word 0 0 0 240 Datenlänge der
Empfangsobjektdaten
in Worten
(nur Anzeigefeld;
ohne Header)
131 tr. data len word 0 0 0 240 Datenlänge der
Sendeobjektdaten in
Worten
(nur Anzeigefeld)
132 shortest cycletime 0 0 0 255 ms kürzeste
Bearbeitungszeit eines
Empfang- und Sende-
datensatzes innerhalb
einer Sekunde
(nur Anzeigefeld)
133 longest cycletime 0 0 0 255 ms längste
Bearbeitungszeit eines
Empfang- und Sende-
datensatzes innerhalb
einer Sekunde
(nur Anzeigefeld)
134 average cycletime 0 0 0 255 ms durchschnittliche
Bearbeitungszeit eines
Empfang- und Sende-
datensatzes innerhalb
einer Sekunde
(nur Anzeigefeld)

25
Digitale Schnittstelle DI B000

2.9.1 Parameter 'rec. data len word'


In diesem Parameter wird die Länge des Empfangsdatenblocks (Scanner -> E+L-
Schnittstelle) in Worten (16 Bit) angezeigt. Dieser ist die Gesamtlänge aller
konfigurierten Objekte im Konfigurationsblock für die Empfangsdaten.
Wird die Objektliste geändert, wird diese erst bei einem Neustart der Schnittstelle
übernommen. Dann wird auch der Parameter 'rec. data len word' neu gesetzt.
Dieser Wert kann für die Konfiguration des Scanners verwendet werden. Beim
ControlNet-Scanner ist zu beachten, dass bei diesem 2 Worte zusätzlich konfiguriert
werden müssen. In diesen 2 Worten überträgt der Scanner zusätzlich einen 'Header'
vor dem eigentlichen Datenblock.

2.9.2 Parameter 'tr. data len word'


In diesem Parameter wird die Länge des Sendedatenblocksblocks (E+L-Schnittstelle -
> Scanner) in Worten (16 Bit) angezeigt. Dieser ist die Gesamtlänge aller
konfigurierten Objekte im Konfigurationsblock für die Sendedaten.
Wird die Objektliste geändert, wird diese erst bei einem Neustart der Schnittstelle
übernommen. Dann wird auch der Parameter 'tr. data len word' neu gesetzt.
Dieser Wert kann direkt für die Konfiguration des Scanners verwendet werden.

2.9.3 Parameter '... cycletime'


Zur Kontrolle, welche Zeit die Schnittstelle braucht, um die Empfangs- bzw.
Sendeobjektliste zu bearbeiten (1 Mainloop), wird im Sekundentakt die langsamste die
schnellste, und die durchschnittliche Bearbeitungszeit in Millisekunden angezeigt. Die
Messung erfolgt jede Sekunde aufs Neue.

26
Digitale Schnittstelle DI B000

3 Empfangsobjekte
Folgend werden die einzelnen Objekte vom HOST (Kundensteuerung) zum E+L
Device beschrieben. Im Parameterblock 'receive obj. list' können maximal 32 Objekte
angelegt werden.
Diese Objekte werden aus Sicht der E+L-Schnittstelle als Empfangsobjekte
bezeichnet.

3.1 Objektcode 01 hex 1 Byte Leerobjekt

Das Objekt wird als Platzhalter im Empfangsdatensatz verwendet. Es wird


angewendet, wenn ein anderes Objekt eine ungerade Länge (Bytes) hat und die
kundenseitige Steuerung die Daten nur wortweise (2Byte) bearbeiten und schreiben
kann oder die Einschränkung besitzt, dass die Startadresse der Datenwörter immer
gerade oder ungerade sein muss.
Das Leerobjekt wird von der Schnittstelle nicht bearbeitet.
Bei den Leerobjekten (Objekt 01 und 02) wird in der Objektinformation die CAN
Gruppe etc. nicht bewertet. Leerobjekte dürfen in der Objektliste mehrfach angelegt
werden.

Länge 1 Byte Datenformat feste Zahl

LOW Byte
Byte (1)

3.2 Objektcode 02 hex 2 Byte Leerobjekt

Das Objekt wird als Platzhalter im Empfangsdatensatz verwendet. Es wird


angewendet, wenn die kundenseitige Steuerung die Daten nur als Doppelwort (4 Byte)
bearbeiten und schreiben kann oder die Einschränkung besitzt, dass die Startadresse
der Datenwörter auf einer Doppelwortadresse liegen muss.
Diesem Objekt kann auch zum 'reservieren' von Datenbytes verwendet werden. Sind
z.B. mehrere solcher Objekte am Ende der Objektliste angelegt, können diese mit
anderen Objekten beschrieben werden ohne dass sich die Länge des gesamten
Empfangsdatensatzes ändert. In diesem Fall muss der Scanner nicht neu konfiguriert
werden.
Das Leerobjekt wird von der Schnittstelle nicht bearbeitet.
Bei den Leerobjekten (Objekt 01 und 02) wird in der Objektinformation die CAN
Gruppe etc. nicht bewertet. Leerobjekte dürfen in der Objektliste mehrfach angelegt
werden.

Länge 2 Byte Datenformat feste Zahl

HIGH Byte LOW Byte


Byte (1) Byte (2)

27
Digitale Schnittstelle DI B000

3.3 Objektcode 03 hex Setzen digitaler Ausgänge

Mit diesem Objekt werden 2 Bytes übergeben, die von der Schnittstelle direkt an die
Ausgänge von 2 unabhängigen Logikmodulen vom Typ ‘LK 4002’ oder 'LK 4203'
weitergeleitet werden. Die Daten werden von der Schnittstelle nicht weiter bewertet.
Sie stehen dem Anwender frei zur Verfügung. Die beiden Ausgangbytes (Byte 1 und
Byte 2) sind zueinander auf dem CAN-Bus nicht konsistent.
Die CAN-Adressen der LK-Module werden im logischen Modul ‚ObjPar-Modul’
angegeben. Dort kann für das Objekt nur eine Adresse oder es können 2 Adressen
angegeben werden. Wird nur 1 Datenbyte verwendet, wird für das andere Datenbyte
als Adresse der Wert '00’ eingetragen. Dann wird das zugehörige Datenbyte nicht
bearbeitet. Die Adressen können unabhängig von den Adressen zum Lesen der
Eingänge (Sendeobjekt 03) angegeben werden. Wird für das Objekt keine Adresse
oder eine Adresse angegeben, die bereits vorher bei einem Empfangsobjekt '03’
vergeben wurde, wird dies im Parameter 'rec. obj,no. error’ angezeigt (siehe Abschnitt
2.8.1).

Bei den für die Ausgabe verwendeten I/O-Modulen ‘LK4002’ oder LK4203’ muss
der Parameter Nr. 5 (IO card usage) der Wert ‘4’ eingestellt werden.

Länge 2 Byte Datenformat feste Zahl

HIGH Byte LOW Byte


Byte 1 Byte 2
Bit 7 .. Bit 0 Bit 7 .. Bit 0

Beispiel: Parametrierung für Ausgabe der Daten an Module mit CAN-Adresse 1.A und
1.B:

Im folgenden Bild wird im ‚Objekt-Modul’ unter 'rec. Object 2’ der Wert 1003
eingetragen. Für die CAN-Gruppe 1 ist das Objekt '03’ für 'digitale Ausgänge setzen’
aktiviert:

28
Digitale Schnittstelle DI B000

Weiter müssen im 'ObjPar-Modul’ die CAN-Adressen der Ausgabemodule angegeben


werden, an die die Daten gesendet werden. In diesem Beispiel wird 'Byte 1’ an das
Ausgabemodul mit der CAN-Adresse 1.A und 'Byte 2’ an das Ausgabemodul mit der
CAN-Adresse 1.B gesendet. Die Adresseingabe hat in dem zum Objekt passenden
Parameter zu erfolgen ('rec. object 2’ -> 'par. rec.obj. 2’):

Hinweis: Aus Gründen der besseren Übersicht empfehlen wir, bei den Adressen die
Gruppe zu verwenden, die im Objekt-Code angegeben wurde (im obigen
Beispiel CAN-Gruppe 1).
Die Eingabe wurde jedoch nicht auf die Gruppe in der Objektangabe limitiert.
Dadurch besteht die Möglichkeit mit einem Objekt 2 Ausgabemodule in
unterschiedlichen CAN-Gruppen zu beschreiben oder in eine CAN-Gruppe
mehr als 2 Ausgabemodule zu verwenden. Im 2. Fall müssen in der
Objektangabe unterschiedliche Gruppen verwendet werden, weil gleiche
Objekte nicht mehrfach in einer CAN-Gruppe angelegt werden dürfen.

3.4 Objektcode 06 hex 6 Byte oder 3 Worte Leerobjekt

Das Objekt wird als Platzhalter im Empfangsdatensatz verwendet. Diesem Objekt kann
auch zum 'reservieren' von Datenbytes verwendet werden. Sind z.B. mehrere solcher
Objekte am Ende der Objektliste angelegt, können diese mit anderen Objekten
beschrieben werden ohne dass sich die Länge des gesamten Empfangsdatensatzes
ändert. In diesem Fall muss der Scanner nicht neu konfiguriert werden.
Das Leerobjekt wird von der Schnittstelle nicht bearbeitet.
Bei den Leerobjekten wird in der Objektinformation die CAN Gruppe etc. nicht
bewertet. Leerobjekte dürfen in der Objektliste mehrfach angelegt werden.

29
Digitale Schnittstelle DI B000

3.5 Länge 6 Byte Datenformat feste Zahl

HIGH Byte LOW Byte High Byte LOW Byte High Byte LOW Byte
Byte (1) Byte (2) Byte (3) Byte (4) Byte (5) Byte (6)

Objektcode 08 hex 8 Byte Leerobjekt


Das Objekt wird als Platzhalter im Empfangsdatensatz verwendet. Diesem Objekt kann
auch zum 'reservieren' von Datenbytes verwendet werden. Sind z.B. mehrere solcher
Objekte am Ende der Objektliste angelegt, können diese mit anderen Objekten
beschrieben werden ohne dass sich die Länge des gesamten Empfangsdatensatzes
ändert. In diesem Fall muss der Scanner nicht neu konfiguriert werden.
Das Leerobjekt wird von der Schnittstelle nicht bearbeitet.
Bei den Leerobjekten wird in der Objektinformation die CAN Gruppe etc. nicht
bewertet. Leerobjekte dürfen in der Objektliste mehrfach angelegt werden.

Länge 8 Byte Datenformat feste Zahl


HIGH Byte LOW Byte High Byte LOW Byte High Byte LOW Byte High Byte LOW Byte
Byte (1) Byte (2) Byte (3) Byte (4) Byte (5) Byte (6) Byte (7) Byte (8)

3.6 Objektcode 0C hex Steuerwort für Bahnlaufregler und der Supporte

Mit diesem Objekt kann ein Bahnlaufregler (mit oder ohne Verstellsupporte für
Sensoren) gesteuert werden. Den dazugehörigen Status liefert das Sendeobjekt '0C
hex'. Das Empfangs- und das Sendeobjekt werden von der Schnittstelle voneinander
unabhängig bearbeitet.
Das Objekt besitzt das Bit 'Action'. Ist dieses Bit gesetzt, übernimmt die Schnittstelle
die Kontrolle über den Regler und überwacht ständig den übergebenen Sollzustand mit
dem Reglerzustand. Wird der Reglerzustand über eine weitere Bedieneinheit (DI ...
oder DO ...) geändert, setzt die Schnittstelle den Regler wieder in den Sollzustand
zurück. Wird das Bit 'Action' zurückgesetzt, gibt die Schnittstelle die Reglerkontrolle ab.
Dann kann der Regler über eine andere Bedieneinheit gesteuert werden.
Achtung: Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.

Länge 2 Byte Datenformat Bit orientiert


Wort
HIGH Byte (1) LOW Byte (2)
Bit 15 ... Bit 0

Bit Name Eigenschaft Funktion


0 Aktion Statisch Ist 'Aktion' gesetzt, wird das Steuerwort bearbeitet.
(6).
1 Reglerfreigabe Statisch 0 = Regler verblockt 1 = Regler freigegeben
(die Reglerfreigabe wirkt nur im Automatikbetrieb)
(7)
2 Auto/Hand Statisch Regler schalten ( 0 = Hand / 1 = Automatik) (5) (7)
3 Zentrieren Statisch Regler auf Zentrieren schalten
4 Sensor rechts Übernahme bei Sensor rechts wird angewählt. (1) (4)
Automatik
5 Sensor links Übernahme bei Sensor links wird angewählt (1) (4)
Automatik

30
Digitale Schnittstelle DI B000

6 Verlagerung Statisch 1 Signal Direkte Verstellung des Antriebes im Stellbereich


rechts Key Code (Hand) (3)
Bahnverlagerung in 1/10 mm vom Sollwert
(Automatik) (3)
7 Verlagerung Statisch 1 Signal Direkte Verstellung des Antriebes im Stellbereich
links Key Code (Hand)
Bahnverlagerung in 1/10 mm vom Sollwert
(Automatik)
8 Support rechts Statisch Support rechts angewählt (2) (4)
9 Support links Statisch Support links angewählt (2) (4)
10
11 Kante Suchen Statisch Sensoren suchen die Bahnkante (5) (7)
12
13 Freifahren Statisch Der Support fährt die Sensoren nach außen
(Freifahrposition)
14 Support Statisch Verlagerung des Supports(e) nach rechts (3)
Verstellung Key Code
rechts
15 Support Statisch Verlagerung des Supports(e) nach links (3)
Verstellung Key-Code
links

(1) Sind beide Sensorbits gesetzt (Bit 4; 5 = 1), so wird Führung nach Mitte angewählt. Ist
keines der beiden Bits gesetzt (Bit 4; 5 = 0), wird die aktuelle Anwahl im Regler belassen.
Wird für die Führungsaufnahme das TxObjekt 20 verwendet, sollten diese Bits auf ‚0’
gesetzt werden (inaktiv).
(2) Sind beide Supportbits gesetzt (Bit 8; 9 = 1), werden beide Supporte angewählt und die
Verlagerungsbits wirken auf beide Supporte. Ist keines der Bits gesetzt (Bit 8; 9 = 0), so
wird die aktuelle Supportanwahl im Regler belassen.
(3) Die Verlagerungsbits für die Supporte und dem Regler dürfen bei einer Änderung des
Betriebsmodus (Auto, Hand, Zentrieren, Kante Suchen, Freifahren) nicht gesetzt sein.
(4) Wird der Regler im HybridMode (control mode = 1) betrieben, wählt der Regler beim
Übergang nach Automatik von selbst beide Supporte und beide Sensoren an. Beim
Übergang von Auto nach Hand etc., wirkt die Sensor- und Supportvorgabe.
(5) Wird der Regler im HybridMode (control mode = 1) betrieben, geht der Regler mit dem
Steuerbit 'Automatik' oder 'Kante Suchen' in den Zustand 'Automatik' und 'Kante suchen'.
(6) Wird das Bit 'Aktion' zurückgesetzt und es ist ein 'KeyCode' gesetzt (ausgelöst über
Verlagerungsbits), wird anschließend noch ein 'Release Code' gesendet.
Ansonst werden nach dem Zurücksetzen des Bits keine Kommandos mehr, die dieses
Objekt betreffen, zum Regler gesendet. Dadurch wird ein definierter 'Abschaltzeitpunkt'
erreicht.
(7) Arbeitet der Regler mit dem CAN-Protokoll 1.0 (z.B. RK4004-0003F_ZO) und die
Reglerbetriebsart (Par. 'controller operate') ist auf den Wert 1 (Maschinenmittenführung)
gestellt, wirkt 'Kante Suchen' wie 'Automatik'. Wird die 'Reglerfreigabe' zurückgesetzt,
verblockt das Stellglied (Drehrahmen) einschließlich der Verstellsupporte für die
Sensoren.
Ist die Reglerbetriebsart auf 1 (Maschinemittenführung) eingestellt, wirkt diese nur, wenn
der Regler 2 Sensoren angewählt hat.

Die Signale Freifahren und Zentrieren, sowie die Signale Automatik und Kante
suchen dürfen zeitgleich gesetzt werden.
Werden Signale gleichzeitig gesetzt und unmittelbar danach soll das Bit 'Aktion'
zurückgesetzt werden, ist zu überprüfen, ob die gewünschten Kommandos zum Regler
bereits abgeschickt worden sind. Dies kann über das Sendeobjekt '0C hex (Statuswort
vom Bahnlaufregler)' erfolgen.

31
Digitale Schnittstelle DI B000

3.7 Objektcode 16 hex linken Support positionieren

Mit diesem Objekt kann der linke Support mit der Device-Adresse x.7 positioniert
werden. Positionswerte die sich links vom Bezugspunkt befinden, werden als negative
Zahl übertragen.
Mit dem Steuerwort können unterschiedliche Bezugspunkte, auf die sich der
Positionswert bezieht, angewählt werden. Dies sind die Bits 0 bis 4. Mit dem Bit 5 kann
eine aktuelle Positionierung abgebrochen werden.
Achtung: Für die Positionierung muss sich der Regler im Handmodus befinden.
Siehe dazu Empfangsobjekt '12 hex'.
Ist beim Flankenwechsel Übernahme kein weiteres Bit (Bit 0 bis Bit 5)
gesetzt, wird der Befehl nicht ausgeführt.
Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.

Länge 6 Byte Datenformat Steuerwort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)

Doppelwort
Steuerwort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Steuerwort:
Bit Name Funktion Wert
0 absolut Der Bezugspunkt ist die supporteigene 0-Position. in 1/100 mm
1 relativ Der Bezugspunkt ist die momentane Supportposition. in 1/100 mm
2 absolut in steps Der Bezugspunkt ist die supporteigene 0-Position. Der in steps
Wert wird in der supporteigenen Auflösung
übergeben. Diese Positionierungsart wird für normale
Applikationen nicht benötigt.
3 relativ in steps Der Bezugspunkt ist die momentane Supportposition. in steps
Der Wert wird in der supporteigenen Auflösung
übergeben. Diese Positionierungsart wird für normale
Applikationen nicht benötigt.
4 absolut mit Der Bezugspunkt ist der über die 'mount position' in 1/100 mm
mountposition festgelegte Referenzpunkt der Maschine. (*)
5 Abbruch Mit diesem Befehl wird eine aktuelle Positionierung ---
abgebrochen. Der übergebene Wert wird nicht
verwendet.
6 Reserve (1)
.. ... ...
13 Reserve (1)
14 Übernahmebit Beim Signalwechsel von '0' auf '1' wird der
Positionswert übernommen und die Positionierung
gestartet.
15 Formatkontrolle Die eingehenden Daten dieses Objekts werden auf
dem Anzeigeparameterblock in der oben
angegebenen Reihenfolge abgebildet.

(*) Für diese Positionierungsart muss eine 'mount position' auf dem CAN-Bus
verfügbar sein. Siehe Abschnitt '2.7 Parameterblock für 'mount positions'.

32
Digitale Schnittstelle DI B000

(1) Diese Bits sollten mit '0' beschrieben werden, damit bei Erweiterungen die
Kompatibilität erhalten bleibt.

Beispiel: Support absolut Positionieren auf Position 2910,88 mm:


0100 0000 0000 0001 00 04 71 10
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
40 01 00 04 71 10

3.8 Objektcode 17 hex rechten Support positionieren

Mit diesem Objekt kann der rechte Support mit der Device-Adresse x.6 positioniert
werden. Positionswerte die sich links vom Bezugspunkt befinden, werden als negative
Zahl übertragen.
Mit dem Steuerwort können unterschiedliche Bezugspunkte, auf die sich der
Positionswert bezieht, angewählt werden. Dies sind die Bits 0 bis 4. Mit dem Bit 5 kann
eine aktuelle Positionierung abgebrochen werden.
Achtung: Für die Positionierung muss sich der Regler im Handmodus befinden.
Siehe dazu Empfangsobjekt 12 hex.
Ist beim Flankenwechsel Übernahme kein weiteres Bit (Bit 0 bis Bit 5)
gesetzt, wird der Befehl nicht ausgeführt.
Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.

Länge 6 Byte Datenformat Steuerwort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)

Doppelwort
Steuerwort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Steuerwort:
Bit Name Funktion Wert
0 absolut Der Bezugspunkt ist die supporteigene 0-Position. in 1/100 mm
1 relativ Der Bezugspunkt ist die momentane Supportposition. in 1/100 mm
2 absolut in steps Der Bezugspunkt ist die supporteigene 0-Position. Der in steps
Wert wird in der supporteigenen Auflösung
übergeben. Diese Positionierungsart wird für normale
Applikationen nicht benötigt.
3 relativ in steps Der Bezugspunkt ist die momentane Supportposition. in steps
Der Wert wird in der supporteigenen Auflösung
übergeben. Diese Positionierungsart wird für normale
Applikationen nicht benötigt.
4 absolut mit Der Bezugspunkt ist der über die 'mount position' in 1/100 mm
mountposition festgelegte Referenzpunkt der Maschine. (*)
5 Abbruch Mit diesem Befehl wird eine aktuelle Positionierung ---
abgebrochen. Der übergebene Wert wird nicht
verwendet.
6 Reserve (1)
.. ... ...
13 Reserve (1)

33
Digitale Schnittstelle DI B000

14 Übernahmebit Beim Signalwechsel von '0' auf '1' wird der


Positionswert übernommen und die Positionierung
gestartet.
15 Formatkontrolle Die eingehenden Daten dieses Objekts werden auf
dem Anzeigeparameterblock in der oben
angegebenen Reihenfolge abgebildet.

(*) Für diese Positionierungsart muss eine 'mount position' auf dem CAN-Bus
verfügbar sein. Siehe Abschnitt '2.7 Parameterblock für 'mount positions'.
(1) Diese Bits sollten mit '0' beschrieben werden, damit bei Erweiterungen die
Kompatibilität erhalten bleibt.

Beispiel: Support relativ Positionieren auf Position –40,50 mm (nach links):


0100 0000 0000 0010 FF FF F0 2E
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
40 02 FF FF F0 2E

3.9 Objektcode 18 hex Stellglied positionieren

Mit diesem Objekt kann das Stellglied mit der Device-Adresse x.5 positioniert werden.
Positionswerte die sich links vom Bezugspunkt befinden, werden als negative Zahl
übertragen.
Mit dem Steuerwort können unterschiedliche Bezugspunkte, auf die sich der
Positionswert bezieht, angewählt werden. Dies sind die Bits 0 bis 3 Mit dem Bit 5 kann
eine aktuelle Positionierung abgebrochen werden.
Achtung: Für die Positionierung muss sich der Regler im Handmodus befinden.
Siehe dazu Empfangsobjekt 12 hex.
Ist beim Flankenwechsel Übernahme kein weiteres Bit (Bit 0 bis Bit 3 oder Bit 5)
gesetzt, wird der Befehl nicht ausgeführt.
Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.

Länge 6 Byte Datenformat Steuerwort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)

Doppelwort
Steuerwort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

34
Digitale Schnittstelle DI B000

Steuerwort:
Bit Name Funktion Wert
0 absolut Der Bezugspunkt ist die stellgliedeigene 0-Position. in 1/100 mm
1 relativ Der Bezugspunkt ist die momentane in 1/100 mm
Stellgliedposition.
2 absolut in steps Der Bezugspunkt ist die stellgliedeigene 0-Position. in steps
Der Wert wird in der stellgliedeigenen Auflösung
übergeben. Diese Positionierungsart wird für normale
Applikationen nicht benötigt.
3 relativ in steps Der Bezugspunkt ist die stellgliedeigene in steps
Supportposition. Der Wert wird in der
stellgliedeigenen Auflösung übergeben. Diese
Positionierungsart wird für normale Applikationen
nicht benötigt.
4 Reserve (1)
5 Abbruch Mit diesem Befehl wird eine aktuelle Positionierung ---
abgebrochen. Der übergebene Wert wird nicht
verwendet.
6 Reserve (1)
.. ... ...
13 Reserve (1)
14 Übernahmebit Beim Signalwechsel von '0' auf '1' wird der
Positionswert übernommen und die Positionierung
gestartet.
15 Formatkontrolle Die eingehenden Daten dieses Objekts werden auf
dem Anzeigeparameterblock in der oben
angegebenen Reihenfolge abgebildet.

(1) Diese Bits sollten mit '0' beschrieben werden, damit bei Erweiterungen die
Kompatibilität erhalten bleibt.

Beispiel: Stellglied relativ Positionieren auf Position –10,00 mm (nach links):


0100 0000 0000 0010 FF FF FC 18
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
40 02 FF FF FC 18

35
Digitale Schnittstelle DI B000

3.10 Objektcode 19 hex Bahnoffset setzen

Mit diesem Objekt kann im Regler ein Bahnoffset gesetzt werden. Der Wert wird binär
(2-Komplement) in 1/100mm übertragen. In Bahnlaufrichtung gesehen bewirken
positivere Werte eine Verlagerung der Bahn nach rechts und kleinere bzw. negativere
Werte eine Verlagerung nach links. Der Bahnoffset wird auch übernommen, wenn sich
der Regler im Zustand ‘Hand’ befindet. Der Offset wird erst bei ‘Automatik’ wirksam.
Mit dem Steuerwort kann gewählt werden, ob der Bahnoffset absolut oder relativ
gesetzt werden soll.
Achtung: Ist beim Flankenwechsel Übernahme kein weiteres Bit (Bit 0 bis Bit 1)
gesetzt, wird der Befehl nicht ausgeführt. Dabei wird das Übernahmebit
intern für die Flankenerkennung übernommen (Schutzfunktion gegen
versehentliches Setzen des Bahnoffsets).
Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.

Länge 6 Byte Datenformat Steuerwort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)

Doppelwort
Steuerwort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Steuerwort:
Bit Name Funktion Wert
0 absolut Der Bezugspunkt ist die stellgliedeigene 0-Position. in 1/100 mm
1 relativ Der Bezugspunkt ist die momentane in 1/100 mm
Stellgliedposition.
2 Reserve (1)
.. ... ...
13 Reserve (1)
14 Übernahmebit Beim Signalwechsel von '0' auf '1' wird der
Bahnoffsetwert übernommen und gesetzt.
15 Formatkontrolle Die eingehenden Daten dieses Objekts werden auf
dem Anzeigeparameterblock in der oben
angegebenen Reihenfolge abgebildet.

(1) Diese Bits sollten mit '0' beschrieben werden, damit bei Erweiterungen die
Kompatibilität erhalten bleibt.

Beispiel: Bahnoffset relativ um +3 mm verändern (Bahnverlagerung nach rechts):


0100 0000 0000 0010 00 00 01 2C
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
40 02 00 00 01 2C

36
Digitale Schnittstelle DI B000

3.11 Objektcode 20 hex Führungsposition setzen (nur neues Datenprotokoll)

Achtung: Ist beim Flankenwechsel Übernahme kein weiteres Bit (Bit 4 bis Bit 7)
gesetzt, wird der Befehl nicht ausgeführt. Dabei wird das Übernahmebit intern für die
Flankenerkennung übernommen (Schutzfunktion gegen versehentliches Setzen der
Führungsposition).
Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.

Länge 6 Byte Datenformat Steuerwort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)

Doppelwort
Steuerwort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Steuerwort:
Bit Name Funktion Wert
0
1
2
3
4 SetBit0 Codierung Wertdefinition Bit 0 Vorgabewert
5 SetBit1 Codierung Wertdefinition Bit 1 Vorgabewert
6 SetBit2 Codierung Wertdefinition Bit 2 Vorgabewert
7 SetBit3 Codierung Wertdefinition Bit 3 Vorgabewert
8 Reserve (1)
9 Reserve (1)
10 Reserve (1)
11 Reserve (1)
12
13
14 Übernahmebit Beim Signalwechsel von '0' auf '1' werden die
Wertevorgaben (SetBit_; CodeBit_) übernommen und
der zu den SetBits zugehörige Wert zum Datenmaster
gesendet.
15 Formatkontrolle Die eingehenden Daten dieses Objekts werden auf
dem Anzeigeparameterblock in der oben
angegebenen Reihenfolge abgebildet.
(1) Diese Bits sollten mit '0' beschrieben werden, damit bei Erweiterungen die
Kompatibilität erhalten bleibt.

37
Digitale Schnittstelle DI B000

Codierung Wertdefinition Vorgabewert

Anhand der Bitkombination wird der angewählte Parameter mit dem Vorgabewert
gesetzt.

0000(0) Keine Anwahl


0001(1) Führung links mit support Positionierung
0010(2) Führung rechts mit support Positionierung
0011(3) Führung mitte mit support Positionierung
0100(4) Führung links ohne support Positionierung
0101(5) Führung rechts ohne support Positionierung
0110(6) Führung mitte ohne support Positionierung
0111(7) RESERVE
1000(8) Führung nach aktueller Position mit aktuell angew. Sensorik
1001(9) Führung links alternativer Sensor (x.4) mit support Positionierung
1010(10) Führung rechts alternativer Sensor (x.3) mit support Positionierung
1011(11) Führung mitte alternatives Sensorpaar (x.3&x.4) mit support Positionierung

1100(12) Führung links alternativer Sensor (x.4) ohne support Positionierung


1101(13) Führung rechts alternativer Sensor (x.3) ohne support Positionierung
1110(14) Führung mitte alternatives Sensorpaar (x.3&x.4) ohne support Positionierung
1111(15) RESERVE

Achtung:
Bei den Vorgaben 0001..0110 und 1001..1110 müssen die Bits für die Sensoranwahl
im TxObjekt 0x0C inaktiv sein, weil diese mit den obigen Befehlen konkurrieren.

Beispiel: Guidposition
Führung nach Mitte mit Support Positionierung auf 100.00mm

0100 0000 0011 0000


Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
40 30 00 00 27 10

38
Digitale Schnittstelle DI B000

3.12 Objektcode 21hex Changierung setzen

Dieses Objekt ist funktionsfähig ab der Softwareversion RK4004-8003f_zL und


RK4004_0003f_zt. Es ist allein nicht funktionsfähig und arbeitet mit dem Sendeobjekt
'21 hex' zusammen. Weiterhin muss im Regler par. 11 „osc. Triggermode“ auf 0 „time-
osc-ext-cmd gesetzt sein.
Achtung: Ist beim Flankenwechsel Übernahme kein weiteres Bit (Bit 4 bis Bit 7)
gesetzt, wird der Befehl nicht ausgeführt. Dabei wird das Übernahmebit intern für die
Flankenerkennung übernommen (Schutzfunktion gegen versehentliches Setzen).
Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.
Länge 6 Byte Datenformat 1 Steuerwort (Bit orientiert), Wert

Doppelwort
Steuerwort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Steuerwort:
Bit Name Funktion Wert
0 Changierung Changierung einschalten Setbits
On/Off Changierung ausschalten müssen mit
dem Wert 4
gesetzt sein
0=Off
1=ON
1 Changierbasis Zeit- oder Impulsbasis Setbits
müssen mit
dem Wert 4
gesetzt sein
0=Zeitbasis
1=Impulsbasis
2
3
4 SetBit0 Codierung Wertdefinition Bit 0 Vorgabewert
5 SetBit1 Codierung Wertdefinition Bit 1 Vorgabewert
6 SetBit2 Codierung Wertdefinition Bit 2 Vorgabewert
7 SetBit3 Codierung Wertdefinition Bit 3 Vorgabewert
8 CodeBit0 Codierung Bit 0 Vorgabewert für SendeObjekt
9 CodeBit1 Codierung Bit 1 Vorgabewert für SendeObjekt
10 CodeBit2 Codierung Bit 2 Vorgabewert für SendeObjekt
11 CodeBit3 Codierung Bit 3 Vorgabewert für SendeObjekt
12
13
14 Übernahmebit Beim Signalwechsel von '0' auf '1' werden die
Wertevorgaben (SetBit_; CodeBit_) übernommen
und der zu den SetBits zugehörige Wert zum
Datenmaster gesendet.

39
Digitale Schnittstelle DI B000

15 Formatkontrolle Die eingehenden Daten dieses Objekts werden auf


dem Anzeigeparameterblock in der oben
angegebenen Reihenfolge abgebildet.

Codierung Wertdefinition Vorgabewert: SetBit0-SetBit3

Anhand der Bitkombination wird der angewählte Parameter mit dem Vorgabewert
gesetzt.

0000(0) Keine Anwahl


0001(1) Changierzeit setzen ( in s) min=1, max=700
0010(2) Changieramplitude setzen (in 1/100 mm) min=0, max=500mm
0011(3) Changierwaveform setzen (in %)
min=5 ! Rechteckform, max=95!Dreieckform
0100(4) Changiercontrole setzen
0101(5)
0110(6)
0111(7)
1000(8)
1001(9)
1010(10)
1011(11)
1100(12)
1101(13)
1110(14).
1111(15)

Codierung Wertdefinition für Sendeobjekt: CodeBit0-CodeBit3


Anhand der Bitkombination wird die Ausgabe im Sendeobjekt entsprechend gesetzt.

0000(0) Keine Anwahl


0001(1) Changierzeit lesen (in s)
0010(2) Changieramplitude lesen (in 1/100 mm)
0011(3) Changierwaveform lesen (in %)
0100(4)
0101(5)
0110(6)
0111(7)
1000(8)
1001(9)
1010(10)
1011(11)
1100(12)
1101(13)
1110(14).
1111(15)

40
Digitale Schnittstelle DI B000

Beispiel:
0100 0000 0100 0001
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
40 41 00 00 00 00
Steuer: Changierung ein 0,00 mm

Beispiel:
0100 0000 0001 0000
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
40 10 00 00 00 0A
Steuer: Changierzeit 10s
setzen

41
Digitale Schnittstelle DI B000

3.13 Objektcode 1C hex Breitenüberwachung setzen

Mit diesem Objekt können die Breitenüberwachungsdaten (Sollbreite, Toleranz-


Grenzen plus/minus für Alarm und Vorwarnung) gesetzt werden. Eine 4 stellige
Bitkombination (SetBitx -- Codierung Wertdefinition) sagt aus, welcher Wert
vorgegeben wird.
Für die Breitenüberwachung selbst muss ein weiteres Device im E+L CAN-Netz
vorhanden sein. Dies kann ein ZC 4013 – Modul ( Software ZC 4013-9029U_Z. ) oder
ein ZC 4081 – Modul ( Software ZC 4081-9001F_Z. ) sein.

Dieses Objekt arbeitet mit dem Sendeobjekt 028 ( 1C hex ) zusammen


Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.

Dieses Objekt ist in Softwareversionen ab dem 20.10.2003 implementiert:

Länge 6 Byte Datenformat Steuerwort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)
Doppelwort
Steuerwort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Steuerwort:
Bit Name Funktion Wert
0 Breitenüberwachung EIN
1 Breitenüberwachung AUS
2 Sollbreite = Istbreite setzen
3 Min/Max Wert Speicher Löschen
(noch nicht implementiert)
4 SetBit0 Codierung Wertdefinition Bit 0 Vorgabewert
5 SetBit1 Codierung Wertdefinition Bit 1 Vorgabewert
6 SetBit2 Codierung Wertdefinition Bit 2 Vorgabewert
7 SetBit3 Codierung Wertdefinition Bit 3 Vorgabewert
8 CodeBit0 Codierung Wertdefinition Bit 0 für Sendeobjekt 028
9 CodeBit1 Codierung Wertdefinition Bit 1 für Sendeobjekt 028
10 CodeBit2 Codierung Wertdefinition Bit 2 für Sendeobjekt 028
11 CodeBit3 Codierung Wertdefinition Bit 3 für Sendeobjekt 028
12
13 Lampentest Schaltet Lampentest an der Zc4081 ein/aus
On/Off
14 Übernahmebit Beim Signalwechsel von '0' auf '1' werden die
Wertevorgaben (SetBit_; CodeBit_) übernommen und
der zu den SetBits zugehörige Wert zum Datenmaster
gesendet.
15 Formatkontrolle Die eingehenden Daten dieses Objekts werden auf
dem Anzeigeparameterblock in der oben
angegebenen Reihenfolge abgebildet.

42
Digitale Schnittstelle DI B000

Codierung Wertdefinition Vorgabewert

Anhand der Bitkombination wird der angewählte Parameter mit dem Vorgabewert
gesetzt.

0000 Keine Anwahl


0001 Sollbreite
0010 Toleranz Plus Alarm
0011 Toleranz Minus Alarm
0100 Toleranz Plus Vorwarnung
0101 Toleranz Minus Vorwarnung
0110 Hysterese für Schaltvorgang

Beispiel: Sollbreite = Istbreite


0100 0000 0000 0101
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
40 05 00 03 B2 12
Status: Wert vorhanden Breite: +2421,94 mm
Sollbreite = Istbreite wird nur bei aktivierter Breitenüberwachung und gültigem
Messsignal gesetzt

Codierung Wertdefinition für Sendeobjekt 028

Anhand der Bitkombination wird die Ausgabe im Sendeobjekt entsprechend gesetzt.

0000 Das Sendeobjekt wird auf interne Breitenmessung geschaltet Kamera oder/
Support(*)
0001 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Bahnbreite von der externen
Breitenüberwachung geschaltet ZC4081(*)
0010 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Sollbreite geschaltet
0011 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Toleranz Plus Alarm geschaltet
0100 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Toleranz Minus Alarm geschaltet
0101 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Toleranz Plus Vorwarnung geschaltet
0110 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Toleranz Minus Vorwarnung geschaltet
0111 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Hysterese für Schaltvorgang geschaltet
(1)
1000 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der maximalen Differenz geschaltet (1)
1001 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der minimalen Differenz geschaltet (1)
1010 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der maximalen IST Breite geschaltet (1)
1011 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der minimalen IST Breite geschaltet (1)

(*) wird eine Breitenüberwachung verwendet, sollte der Breitenwert von der
Breitenüberwachung genommen werden
(1) noch nicht implementiert

43
Digitale Schnittstelle DI B000

3.14 Objektcode A0 hex Steuert den Bahnkraftregler DC 6...

Mit diesem Objekt kann der Bahnkraftregler DC 6... gesteuert werden. Der Bahnkraftregler
kann als Reglertyp 0 (Stellglied Bremse) oder als Reglertyp 1 (Stellglied elektrischer Antrieb'
arbeiten.
Wird dieses Objekt verwendet, muss zusätzlich das Sendeobjekt 'A0 hex' angelegt
werden, mit dem es zusammenarbeitet (siehe Abschnitt: 4.16).
Achtung: Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.

Im Normalbetrieb wird der Bahnkraftregler über digitale Maschinenkontakte gesteuert. Die


digitalen Signale haben höchste Priorität und können über die Schnittstelle nicht außer Kraft
gesetzt werden. Über ein Bit im Steuerwort (Bit 0) wird der Schnittstelle signalisiert, ob die
Steuerbits für den Betriebsmodus des Bahnkraftreglers (BKR) aktiv sein sollen. Wird der BKR
über die Schnittstelle gesteuert, dürfen die digitalen Maschinenkontakte nicht angeschlossen
sein. Mit Bit 0 werden die Bits 1 bis 5 aktiv geschaltet.

Im Einzelfall wird die Parallelbedienung über Maschinensignale und Schnittstelle


(Empfangsobjekt) gewünscht. Aber dies ist problembehaftet, denn es kann nur eine “ODER“
Verknüpfung der gleichartigen Signale gemacht werden. Einige Betriebsmodi schließen aus
Sicherheitsgründen bestimmte Steuermöglichkeiten aus, wodurch der gewünschte Betrieb
nicht aufgenommen werden kann. Im Sendeobjekt wird der aktuelle Betriebszustand gemeldet.

Länge 8 Byte Datenformat 2 Steuerworte (Bit orientiert), Wert (binär)


Steuerwort 1 Steuerwort 2 Doppelwort
HIGH LOW Byte HIGH LOW Byte HIGH Byte Byte LOW Byte
Byte (1) (2) Byte (3) (4) Byte (3) (4) (5) (6)
Bit 31 .. Bit 16 Bit 15 .. Bit 0 Wert

Steuerwort 1:
Bit Name Funktion Wert
16 --- (1)
.. .. (1)
19 --- (1)
20 SetBit0 Codierung Wertdefinition Bit 0 Vorgabewert
21 SetBit1 Codierung Wertdefinition Bit 1 Vorgabewert
22 SetBit2 Codierung Wertdefinition Bit 2 Vorgabewert
23 SetBit3 Codierung Wertdefinition Bit 3 Vorgabewert
24 CodeBit0 Codierung Wertdefinition Bit 0 für Sendeobjekt A0 hex
25 CodeBit1 Codierung Wertdefinition Bit 1 für Sendeobjekt A0 hex
26 CodeBit2 Codierung Wertdefinition Bit 2 für Sendeobjekt A0 hex
27 CodeBit3 Codierung Wertdefinition Bit 3 für Sendeobjekt A0 hex
28 --- (1)
29 --- (1)
30 Übernahmebit Beim Signalwechsel von '0' auf '1' werden die Werte-
vorgaben (SetBit_; CodeBit_) übernommen und der zu den
SetBits zugehörige Wert zum Bahnkraftregler gesendet.
31 Formatkontrolle Die eingehenden Daten dieses Objekts werden auf dem
Anzeigeparameterblock in der oben angegebenen
Reihenfolge abgebildet.

44
Digitale Schnittstelle DI B000

(1) Diese Bits sollten mit '0' beschrieben werden, damit bei Erweiterungen die
Kompatibilität erhalten bleibt.

Codierung Wertdefinition Vorgabewert (SetBit3 .. SetBit0)

Anhand der Bitkombination wird nach der Datenübernahme (Übernahmebit; Bit 30) der
angewählte Parameter mit dem Vorgabewert gesetzt.

0000 (00) Keine Anwahl (Wert im Doppelwort wird ignoriert)


0001 (01) ---
0010 (02) ---
0011 (03) Durchmesser bei Start (akt. Datensatz) (Wert in 1/100 mm)
0100 (04) Bahnkraft Sollwert (akt. Datensatz)
0101 (05) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 0 % (akt. Datensatz)
0110 (06) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 20 % (akt. Datensatz)
0111 (07) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 40 % (akt. Datensatz)
1000 (08) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 60 % (akt. Datensatz)
1001 (09) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 80 % (akt. Datensatz)
1010 (10) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 100 % (akt. Datensatz)
1011 (11) P-Anteil in Prozent (akt. Datensatz)
1100 (12) I -Anteil in ms (akt. Datensatz)
1101 (13) D-Anteil in ms (aktueller Datensatz)
1110 (14) Parametersatz “x“ (0 ..7) aktuell schalten (1)
1111 (15) ---

(1) der zuvor aktuelle Parametersatz (Rezepturblock) wird wieder zurück in seinen
Herkunftsort kopiert. Siehe dazu auch die Beschreibung des Bahnkraftreglers
DC 6...

Codierung Wertdefinition für Sendeobjekt A0 (CodeBit3 .. CodeBit0)

Anhand der Bitkombination wird nach der Datenübernahme (Übernahmebit; Bit 30) die
Ausgabe im Sendeobjekt entsprechend gesetzt.

0000 (00) Bahnkraft F–IST


0001 (01) Durchmesser D–IST in 1/100 mm
0010 (02) Stellsignal für Regler in 1/1000 V (0-10V bzw. +/-10V) (1)
0011 (03) Durchmesser bei Start (akt. Datensatz) in 1/100 mm
0100 (04) Bahnkraft Sollwert (akt. Datensatz)
0101 (05) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 0 % (akt. Datensatz)
0110 (06) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 20 % (akt. Datensatz)
0111 (07) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 40 % (akt. Datensatz)
1000 (08) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 60 % (akt. Datensatz)
1001 (09) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 80 % (akt. Datensatz)
1010 (10) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 100 % (akt. Datensatz)
1011 (11) P-Anteil in Prozent (akt. Datensatz)
1100 (12) I -Anteil in ms (akt. Datensatz)
1101 (13) D-Anteil in ms (aktueller Datensatz
1110 (14) ---
1111 (15) Ausgabe Errorcode (Par. Nr. 5 vom Bahnkraftregler)

(1) dieser Wert steht in Softwareversionen ab dem 23.03.2007 zur Verfügung.

45
Digitale Schnittstelle DI B000

Steuerwort 2:
Bit Name Funktion Wert
0 Aktion Bedienung: 0 = Maschinenkontakt; 1 = Steuerbits
1 Hand
2 Automatik
3 Geregelter Stop Regelung bis zum Stillstand (Bit ist nur bei Reglertyp 0
gültig) (2)
4 Bremse lösen löst die Bremse (Bit ist nur bei Reglertyp 0 gültig) (2)
5 Synchronlauf Synchronlauf aktivieren (Bit ist nur bei Reglertyp 1
gültig) (2)
6 --- (1)
7 --- (1)
8 Wickelwechsel Bei Signalwechsel von '0' auf '1'
9 --- (1)
.. .. (1)
15 --- (1)

(2) Diese Bits sollten mit '0' beschrieben werden, damit bei Erweiterungen die
Kompatibilität erhalten bleibt.
(3) Der Reglertyp ist im Bahnkraftregler in Parameter Nr. 33 eingestellt.

Ist im Steuerwort 2 das Bit 'Aktion' gesetzt, erfolgt die Steuerung des Bahnkraftreglers
über die Bits 1 bis 5. Von diesen Bits darf immer nur eines gesetzt sein.

Für den Wickelwechsel muss sich der Bahnkraftregler im Zustand 'Hand' befinden. Mit
dem Wickelwechsel setzt der Bahnkraftregler seine Durchmesserberechnung zurück.
Das Bit für den Wickelwechsel ist unabhängig von den anderen Bits. Es darf auch
parallel zu eines der anderen Bits gesetzt werden.
Der Wickelwechsel kann unabhängig vom Bit 'Aktion' auch durch einen
Maschinenkontakt am Bahnkraftregler ausgelöst werden. In diesem Fall erfolgt im
Statuswort des zugehörigen Sendeobjekts der Schnittstelle keine Rückmeldung.

Beispiel: Ausgabewert vom Sendeobjekt soll 'Bahnkraft F-IST' sein;


Startdurchmesser auf 800 mm setzen;
Bedienung über Schnittstelle aktiviert und Bahnkraftregler auf 'Hand' setzen;

0100 0000 0011 0000 0000 0000 0000 0011 00 01 38 80 (hex)


Bit 31 .. Bit 16 Bit 15 .. Bit 0 Wert
40 30 00 03 00 01 38 80

46
Digitale Schnittstelle DI B000

3.15 Objektcode F0 hex Transparentobjekt für Datenmastermodule

Mit diesem Objekt werden Daten vom Kunden (z.B. PLC) direkt an einen E+L –
Datenmaster mit spezieller Kundenapplikationssoftware durchgereicht. Nur die Bits 14
und 15 im Steuerwort haben eine feste Bedeutung. Ansonst wird der Inhalte des
Datenblocks, einschließlich der Steuerbits, mit 8 Byte bzw. 4 Worte direkt (transparent)
übertragen. Der Aufbau und die Bedeutung der Daten ist unterschiedlich und kann der
Applikationsbeschreibung entnommen werden. Dieses Objekt ist allein nicht
funktionsfähig. Es arbeitet mit dem Sendeobjekt 'F0 hex' zusammen.
Achtung: Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.

Länge 8 Byte Datenformat ist applikationsabhängig

Steuerwort Wort 2 Wort 3 Wort 4


HIGH LOW Byte HIGH LOW HIGH LOW HIGH LOW
Byte (1) (2) Byte (3) Byte (4) Byte (5) Byte (6) Byte (7) Byte (8)
Bit 15 .. Bit 0 applikationsabhängig

Steuerwort:
Bit Name Funktion Wert
0 ---
.. ..
13 ---
14 Übernahmebit Beim Signalwechsel von '0' auf '1' werden die Daten
übernommen und zum Datenmaster weitergereicht.
15 Formatkontrolle Die eingehenden Daten dieses Objekts werden auf
dem Anzeigeparameterblock in der oben
angegebenen Reihenfolge abgebildet.

Steht der Parameter 'data format' (siehe Abschnitt ‚2.1.2’) auf 'Intel-Format', wird
obiger Datenblock für die Übertragung wortweise gedreht.

Nr. Name Wert Default Min. Max. Ein- Beschreibung


heit
6 data format 1 1 0 1 0 Format der
Datenübertragung
0 = Motorola-Format
1 = Intel-Format

47
Digitale Schnittstelle DI B000

3.16 Objektcode FF hex Parameter Lesen/Schreiben

Mit diesem Objekt können Parameter gelesen und beschrieben werden. Einige
Parameter haben einen Schutz vor versehentliches Beschreiben. Beim Beschreiben
dieser Parameter ist ein besonderer Ablauf notwendig, der folgend beschrieben wird.
Dieses Objekt ist allein nicht funktionsfähig. Es arbeitet mit dem Sendeobjekt 'FF
hex' zusammen (siehe Abschnitt: 4.19).
Beim Schreiben von Parametern ist in der Schnittstelle der Parameter ' rec. obj.0xFF
key' zu beachten ! Siehe dazu Abschnitt '2.2.1 Parameter 'rec. obj.0xFF key'.
Achtung: Ist beim Flankenwechsel Übernahme kein weiteres Bit (Bit 0 bis Bit 1)
gesetzt, wird der Befehl nicht ausgeführt. Dabei wird das Übernahmebit
intern für die Flankenerkennung übernommen (Schutzfunktion gegen
versehentliches Auslösen des Befehls).
Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.
Beim Beschreiben von Parametern können Funktionen ausgelöst oder
Parameterwerte verändert werden, welche die Funktion der Anlage
bzw. Geräte beeinträchtigen. Bei einigen Funktionen kann sogar ein
Einsenden der Geräte zu E+L notwendig werden. Aus diesem Grund
sollten keine Parameter ohne Rücksprache mit E+L beschrieben
werden.

Länge 8 Byte Datenformat Bitfeld, Zahl, Werte

Doppelwort Doppelwort
Steuerwort Adresswort HIGH Wort LOW Wort
HIGH LOW HIGH LOW Byte HIGH LOW HIGH Byte LOW
Byte (1) Byte (2) Byte (3) (4) Byte (5) Byte (6) (7) Byte (8)
Bitfeld Mutter Ziel Adr. Parameter Nr. Neuer Wert
Adr.

Bitfeld Steuerbits für die Aktion


Mutter Adr. die Gruppen Nr. und Device Nr. des Gerätes, an dem das Ziel Device
angeschlossen ist. Hängt das Ziel Device direkt am CAN- Netz, ist die
Adresse vom Ziel Device und vom Mutter Device gleich.
Ziel Adr. ist die Gruppen Nr. und Device Nr. des zu editierenden Gerätes (35 ist
z.B. Gruppe 3, Gerät 5)
PARA Nr. ist die Parameternummer, die editiert werden soll
WERT ist der neue Wert, der in den Parameter geschrieben wird

Hinweis: Die Bytes ‚Mutter Adr‘ und ‚Ziel Adr.‘ Werden bei der Übertragung als Wort
behandelt. Wird im Intel-Format übertragen (ControlNet), werden diese
beiden Bytes für die Übertragung getauscht.

48
Digitale Schnittstelle DI B000

Steuerwort:
Bit Name Funktion Wert
0 lesen Parameter wird gelesen. abhängig
vom
Parameter
1 schreiben Parameter wird geschrieben. abhängig
vom
Parameter
2 Reserve (1)
.. ... ...
13 Reserve (1)
14 Übernahmebit Beim Signalwechsel von '0' auf '1' wird Parameter
lesen / schreiben ausgeführt.
15 Formatkontrolle Die eingehenden Daten dieses Objekts werden auf
dem Anzeigeparameterblock in der oben
angegebenen Reihenfolge abgebildet.

(1) Diese Bits sollten mit '0' beschrieben werden, damit bei Erweiterungen die
Kompatibilität erhalten bleibt.

3.16.1 Funktionsablauf
Ein Parameter schreiben oder ein Parameter Lesen wird mit folgender Sequenz (aus
Sicht der Kunden SPS) durchgeführt.

• Im Objekt Parameter Lesen/Schreiben die Parameter Mutteradresse, Zieladresse,


Parameter Nr. des Zielgerätes, den neuen Parameterwert (nur für schreiben) und
die Funktion (lesen oder schreiben) vorgeben; danach mittels Übernahme Bit die
Operation auslösen.
• Im Objekt Antwort Parameter Lesen/Schreiben wird durch Setzen der Quittung
angezeigt, dass eine Antwort bereitsteht. Jetzt kann durch die übrigen Bits
überprüft werden, ob der Befehl ausgeführt werden konnte.
Wurde ein Parameterwert geschrieben, kann der gesendete und der
empfangenen Wert verglichen werden. Sind die Werte unterschiedlich, wurde der
Wert durch die Parametergrenzwerte limitiert.
• Jetzt kann das Übernahmebit zurückgesetzt werden.
• Darauf setzt die E+L – Schnittstelle in der Antwort das Quittungsbit ebenfalls
zurück.
• Der Ablaufzyklus für Parameter lesen / schreiben ist beendet. Erst nachdem das
Quittungsbit Wert gültig wieder das Signal 0 angenommen hat, kann (darf) ein
neuer Parameter geschrieben oder gelesen werden.

Dieser Schrittablauf (handshake) ist unbedingt erforderlich, um die Übertragung


sicherer zu gestalten und eine mögliche Fehlfunktion auszuschließen.

49
Digitale Schnittstelle DI B000

Beispiel: Wert von Paramter Nr. 5 lesen, von einem passiven (virtuelles) Device mit
der Adresse 1.E, dass an der CPU mit der Adresse 1.8 angeschlossen ist:

Die Tabelle zeigt die Sequenz (Ablauf) von oben nach unten.

Empfangsobjekt FF hex vom Scanner: Sendeobjekt FF von E+L Schnittstelle:


Bit- Mut- Ziel Par.Nr. Neuer Bit- Mut- Ziel Par.Nr. Neuer
feld ter Adr. Wert feld ter Adr. Wert
DEV DEV
40 01 18 1E 00 05 00 00
40 01 18 1E 00 05 00 08
00 01 18 1E 00 05 00 00
00 01 18 1E 00 05 00 08

3.16.2 Geschützte Parameter


Im DCS System / Geräten gibt es Funktionen und Parameter die, einmal ausgeführt
oder einmal fehlerhaft verändert werden, einen irreparablen Schaden in den CAN-
Geräten (Regler, Sensor, usw.) hinterlassen können und sogar eine Reparatur bei E+L
erzwingen.

Um der Gefahr entgegen zu treten, werden bestimmte Parameter und Funktionen


geschützt, damit bei der Erstinbetriebnahme nicht aus Versehen ungewollt ein
Schaden in den einzelnen Geräten zugefügt wird. Unter geschützte Parameter fallen:
• Generell die Parameter 2 und 3 jedes CAN Gerätes
• Parameter der Objektliste innerhalb der Schnittstelle
• Funktionsparameter der Schnittstelle (Bus Adresse)

Für das Beschreiben von Parametern ist in der Schnittstelle der Parameter 'rec.
obj.0xFF key' hinterlegt, dessen Werte folgende Eigenschaft haben:
• – 1: dieser Wert unterbindet jeden Schreibvorgang mit dem Objekt 255
(lesen ist erlaubt)
• 0: dieser Wert erlaubt das Schreiben auf ungeschützte Parameter, sowie
über eine Einleitung (Freigabesequenz) das Schreiben auf geschützte
Parameter
• 1: dieser Wert öffnet das Tor für einen Schreibversuch auf einen
geschützten Parameter

Um einen geschützten Parameter verändern zu können, muss zuerst die Freigabe


eingeholt werden. Dies geschieht, indem der Parameter Parameter 'rec. obj.0xFF key'
innerhalb der Schnittstelle mit dem Wert 1 beschrieben wird. Diese Freigabe währt nur
für den nächsten Zyklus und wird automatisch wieder gesperrt. Die Freigabe wird auch
zurückgesetzt, wenn der nächste Zyklus 'Parameter lesen' ist. Nicht geschützte
Parameter können, sofern der Parameter Parameter 'rec. obj.0xFF key' auf 0 gesetzt
ist jederzeit beschrieben werden.

Generell ist die Funktion Parameter schreiben immer in der Verantwortung des
jeweiligen Anwenders und muss explizit vom Anwender selbst auch frei
geschaltet werden (den Parameter 'rec. obj.0xFF key' von –1 auf 0 ändern). Im
Auslieferungszustand steht im Parameter 'rec. obj.0xFF key' als Defaultwert
immer –1. Die Ausnahme ist, die Schnittstelle wird in einer von E+L
projektierten und gefertigten Anlage geliefert.
Steht der Parameter auf Wert 1 wird er bei einem RESET der Schnittstelle wieder
auf Wert 0 zurückgesetzt.

50
Digitale Schnittstelle DI B000

Über die Schreiboperation und den eventuellen Folgen bei fehlerhafter


Anwendung hat der Anwender selber die Verantwortung zu tragen.

Beispiel: Initialisierungslauf des Bahnlaufreglers in CAN-Gruppe 4 (über


Getriebekonstante) starten:

Die Tabelle zeigt die Sequenz (Ablauf) von oben nach unten. Die Schnittstelle hat die
Adresse 1.B mit der virtuellen Adresse 8.2 für das Objekt-Modul im dem der Parameter
'rec. obj.0xFF key' angelegt ist. Zuerst wird im Objekt-Modul der Schnittstelle das
Schreiben auf einen geschützten Parameter freigeschalten und anschließend wird
durch Schreiben des Wertes 12 dezimal (0C hex) in Parameter Nr. 3 des
Bahnlaufreglers der Initialisierungslauf gestartet.

Empfangsobjekt FF hex Sendeobjekt FF hex


(Daten vom Scanner): (Daten von E+L Schnittstelle):
Bit- Mut- Ziel Par.Nr. Neuer Bit- Mut- Ziel Par.Nr. Neuer
feld ter Adr. Wert feld ter Adr. Wert
DEV DEV
40 02 1B 82 00 06 00 01
40 02 1B 82 00 06 00 01
00 02 1B 82 00 06 00 01
00 02 1B 82 00 06 00 01
40 02 45 45 00 03 00 0C
40 02 45 45 00 03 00 0C
00 02 45 45 00 03 00 0C
00 02 45 45 00 03 00 0C

Hinweis: Bei diesem Objekt ist das Lesen und Schreiben von Parametern nicht auf die
im Objektcode definierte CAN-Gruppe beschränkt. Damit besteht die
Möglichkeit, mit einem Objektpaar (Sende- und Empfangsobjekt) in einem
CAN-Netz gruppenübergreifend zu arbeiten. Dieses Objektpaar kann
trotzdem 8-mal definiert werden (Gruppe 0..7). Dabei arbeiten jeweils das
Sende- und das Empfangsobjekt mit der gleich definierten CAN-Gruppe
zusammen.

51
Digitale Schnittstelle DI B000

4 Sendeobjekte
Folgend werden die einzelnen Objekte vom E+L Device zum HOST
(Kundensteuerung) beschrieben. Im Parameterblock 'transmit obj. list' können maximal
64 Objekte angelegt werden.
Diese Objekte werden aus Sicht der E+L-Schnittstelle als Sendeobjekte bezeichnet.

4.1 Objektcode 01 hex 1 Byte Leerobjekt

Das Objekt wird als Platzhalter im Sendedatensatz verwendet. Es wird angewendet,


wenn ein anderes Objekt eine ungerade Länge (Bytes) hat und die kundenseitige
Steuerung die Daten nur wortweise (2Byte) bearbeiten und lesen kann oder die
Einschränkung besitzt, dass die Startadresse der Datenwörter immer gerade oder
ungerade sein muss.
Das Leerobjekt wird von der Schnittstelle mit dem Wert '00' übertragen.
Bei den Leerobjekten (Objekt 01 und 02) wird in der Objektinformation die CAN
Gruppe etc. nicht bewertet. Leerobjekte dürfen in der Objektliste mehrfach angelegt
werden.

Länge 1 Byte Datenformat feste Zahl

LOW Byte
Byte (1)

4.2 Objektcode 02 hex 2 Byte Leerobjekt

Das Objekt wird als Platzhalter im Sendedatensatz verwendet. Es wird angewendet,


wenn die kundenseitige Steuerung die Daten nur als Doppelwort (4 Byte) bearbeiten
und lesen kann oder die Einschränkung besitzt, dass die Startadresse der Datenwörter
auf einer Doppelwortadresse liegen muss.
Diesem Objekt kann auch zum 'reservieren' von Datenbytes verwendet werden. Sind
z.B. mehrere solcher Objekte am Ende der Objektliste angelegt, können diese mit
anderen Objekten beschrieben werden ohne dass sich die Länge des gesamten
Sendedatensatzes ändert. In diesem Fall muss der Scanner nicht neu konfiguriert
werden.
Das Leerobjekt wird von der Schnittstelle mit dem Wert '00 00' übertragen.
Bei den Leerobjekten (Objekt 01 und 02) wird in der Objektinformation die CAN
Gruppe etc. nicht bewertet. Leerobjekte dürfen in der Objektliste mehrfach angelegt
werden.

Länge 2 Byte Datenformat feste Zahl

HIGH Byte LOW Byte


Byte (1) Byte (2)

52
Digitale Schnittstelle DI B000

4.3 Objektcode 03 hex Lesen digitaler Eingänge

Mit diesem Objekt werden 2 Bytes gelesen, die direkt von den Eingängen von 2
unabhängigen Logikmodulen vom Typ ‘LK 4002’ oder 'LK 4203' stammen. Die
Eingangsdaten werden von der Schnittstelle nicht weiter bewertet, sondern werden
direkt weitergegeben. Sie stehen dem Anwender frei zur Verfügung. Die beiden Bytes
(InByte 1 und InByte 2) sind zueinander nicht konsistent.
Die CAN-Adressen der LK-Module werden im logischen Modul ‚ObjPar-Modul’
angegeben. Dort kann für das Objekt nur eine Adresse oder es können 2 Adressen
angegeben werden. Wird nur 1 Datenbyte verwendet, wird für das andere Datenbyte
als Adresse der Wert '00’ eingetragen. Dann wird für das zugehörge Datenbyte der
Wert '00' übergeben. Die Adressen können unabhängig von den Adressen zum
Schreiben der Ausgänge (Empfangsobjekt '03') angegeben werden. Wird für das
Objekt keine Adresse oder eine Adresse angegeben, die bereits vorher bei einem
Sendeobjekt ‚03’ vergeben wurde, wird dies im Parameter 'tr. obj.no. error’ angezeigt
(siehe Abschnitt 2.8.2).

Bei den für das Einlesen verwendeten I/O-Modulen ‘LK4002’ oder 'LK4203’ muss
der Parameter Nr. 5 (IO card usage) der Wert ‘4’ eingestellt werden.

Die Eingangsmodule stellen ihre digitalen Eingangsdaten zyklisch und bei Änderung
eines Einganges sofort zur Verfügung.
In der Schnittstelle ist für die Eingangsdaten eine 'timeout-Überwachung'
implementiert. Wird von einem in der Objektliste definierten Eingangsmodul 10
Sekunden kein Wert empfangen, werden im 'gen. service field' entsprechende Fehler
gesetzt (siehe dazu Abschnitt 2.8.3 Parameter 'state re.tr obj.no' und 'state CAN
command').

Länge 2 Byte Datenformat feste Zahl

HIGH Byte LOW Byte


Byte (1) Byte (2)
Bit 7 .. Bit 0 Bit 7 .. Bit 0

Beispiel: Parametrierung für Ausgabe der Daten an Module mit CAN-Adresse 1.A und
1.B:

Im folgenden Bild wird im ‚Objekt-Modul’ unter 'tr. object 3’ der Wert 1003 eingetragen.
Für die CAN-Gruppe 1 ist das Objekt '03’ für ‚digitale Eingänge lesen’ aktiviert:

53
Digitale Schnittstelle DI B000

Weiter müssen im 'ObjPar-Modul’ die CAN-Adressen der Eingabemodule angegeben


werden, von denen die Daten gelesen werden. In diesem Beispiel werden die 8
Eingänge vom Eingabemodul mit der CAN-Adresse 1.A auf 'Byte 1’ an die Eingänge
vom Eingabemodul mit der CAN-Adresse 1.B auf 'Byte 2’ abgebildet. Die
Adresseingabe hat in dem zum Objekt passenden Parameter zu erfolgen ('tr. object 3’
-> 'par. tr. obj. 3’).

Hinweis: Aus Gründen der besseren Übersicht empfehlen wir, bei den Adressen die
Gruppe zu verwenden, die im Objekt-Code angegeben wurde (im obigen
Beispiel CAN-Gruppe 1).
Die Eingabe wurde jedoch nicht auf die Gruppe in der Objektangabe limitiert.
Dadurch besteht die Möglichkeit mit einem Objekt 2 Eingabemodule in
unterschiedlichen CAN-Gruppen einzulesen oder in einer CAN-Gruppe mehr
als 2 Eingabemodule zu verwenden. Im 2. Fall müssen in der Objektangabe
unterschiedliche Gruppen verwendet werden, weil bei diesem Objekt ('03')
gleiche Objekte nicht mehrfach in einer CAN-Gruppe angelegt werden
dürfen.

4.4 Objektcode 06 hex 6 Byte oder 3 Worte Leerobjekt

Das Objekt wird als Platzhalter im Sendedatensatz verwendet. Diesem Objekt kann
auch zum 'reservieren' von Datenbytes verwendet werden. Sind z.B. mehrere solcher
Objekte am Ende der Objektliste angelegt, können diese mit anderen Objekten
beschrieben werden ohne dass sich die Länge des gesamten Sendedatensatzes
ändert. In diesem Fall muss der Scanner nicht neu konfiguriert werden.
Das Leerobjekt wird von der Schnittstelle mit dem Wert '00 00' übertragen.
Bei den Leerobjekten wird in der Objektinformation die CAN Gruppe etc. nicht
bewertet. Leerobjekte dürfen in der Objektliste mehrfach angelegt werden.

Länge 6 Byte Datenformat feste Zahl

HIGH Byte LOW Byte High Byte LOW Byte High Byte LOW Byte
Byte (1) Byte (2) Byte (3) Byte (4) Byte (5) Byte (6)

54
Digitale Schnittstelle DI B000

4.5 Objektcode 07 hex Objekt virtuelle digitale Ausgänge LK4203 lesen

Mit diesem Objekt werden 2 Bytes gelesen, die direkt von den Ausgängen von 2
unabhängigen Logikmodulen vom Typ 'LK 4203' stammen. Die Ausgangsdaten
werden von der Schnittstelle nicht weiter bewertet, sondern werden direkt
weitergegeben. Sie stehen dem Anwender frei zur Verfügung. Die beiden Bytes
(OutByte 1 und OutByte 2) sind zueinander nicht konsistent.
Die CAN-Adressen der LK-Module werden im logischen Modul ‚ObjPar-Modul’
angegeben. Dort kann für das Objekt nur eine Adresse oder es können 2 Adressen
angegeben werden. Wird nur 1 Datenbyte verwendet, wird für das andere Datenbyte
als Adresse der Wert '00’ eingetragen. Dann wird für das zugehörge Datenbyte der
Wert '00' übergeben.

In der Schnittstelle ist für die Eingangsdaten eine 'timeout-Überwachung'


implementiert. Wird von einem in der Objektliste definierten Eingangsmodul 10
Sekunden kein Wert empfangen, werden im 'gen. service field' entsprechende Fehler
gesetzt (siehe dazu Abschnitt 2.8.3 Parameter 'state re.tr obj.no' und 'state CAN
command').

Länge 2 Byte Datenformat feste Zahl

HIGH Byte LOW Byte


Byte (1) Byte (2)
Bit 7 .. Bit 0 Bit 7 .. Bit 0

4.6 Objektcode 08 hex 8 Byte Leerobjekt

Das Objekt wird als Platzhalter im Sendedatensatz verwendet. Diesem Objekt kann
auch zum 'reservieren' von Datenbytes verwendet werden. Sind z.B. mehrere solcher
Objekte am Ende der Objektliste angelegt, können diese mit anderen Objekten
beschrieben werden ohne dass sich die Länge des gesamten Sendedatensatzes
ändert. In diesem Fall muss der Scanner nicht neu konfiguriert werden.
Das Leerobjekt wird von der Schnittstelle mit dem Wert '00 00' übertragen.
Bei den Leerobjekten wird in der Objektinformation die CAN Gruppe etc. nicht
bewertet. Leerobjekte dürfen in der Objektliste mehrfach angelegt werden.
Länge 8 Byte Datenformat feste Zahl

HIGH Byte LOW Byte High Byte LOW Byte High Byte LOW Byte High Byte LOW Byte
Byte (1) Byte (2) Byte (3) Byte (4) Byte (5) Byte (6) Byte (7) Byte (8)

4.7 Objektcode 0C hex Statuswort vom Bahnlaufregler und den Supporten

Dieses Objekt liefert den Funktionsstatus des Bahnlaufreglers einschließlich der


Verstellsupporte für die Sensoren. Das dazugehörige Steuerwort stellt das
Empfangsobjekt '0C hex' zur Verfügung. Das Empfangs- und das Sendeobjekt werden
von der Schnittstelle voneinander unabhängig bearbeitet.
Dieses Objekt kann pro CAN-Gruppe mehrfach angelegt werden.

55
Digitale Schnittstelle DI B000

Länge 2 Byte Datenformat Bit orientiert

Wort
HIGH Byte (1) LOW Byte (2)
Bit 15 ... Bit 0

Bit Name Eigenschaft Funktion


0 Reglerfreigabe Statisch 0 = Regler verblockt 1 = Regler freigegeben (*)
1 Automatik Statisch 1 Signal Regler ist in Automatik Betrieb
2 Hand Statisch 1 Signal Regler ist in Hand Betrieb
3 Zentriert Statisch 1 Signal Regler ist Zentriert (Mittenstellung) (3)
4 Sensor rechts Statisch 1 Signal Sensor ist angewählt (1)
5 Sensor links Statisch 1 Signal Sensor ist angewählt (1)
6 Verlagerung Statisch 1 Signal Dauersignal solange Verlagerung rechts gedrückt
rechts wird (Hand)
7 Verlagerung Statisch 1 Signal Dauersignal solange Verlagerung links gedrückt wird
links (Hand)
8 Support rechts Statisch 1 Signal Support rechts ist angewählt
9 Support links Statisch 1 Signal Support links ist angewählt
10 Kante gefunden Statisch 1 Signal Sensoren der angewählten Supporte haben die
Bahnkante gefunden (2)
11 Kante Suchen Statisch 1 Signal Sensoren der angewählten Supporte suchen die
Bahnkante bzw. 'Kante Suchen' ist aktiv (4)
12 Frei gefahren Statisch 1 Signal Angewählte Supporte sind Frei gefahren
(Freifahrposition erreicht)
13 Support Frei Statisch 1 Signal Angewählte Supporte werden freigefahren
fahren
14 Support Dauersignal solange Verstellung rechts gedrückt
Verstellung wird (Hand)
rechts
15 Support Dauersignal solange Verstellung links gedrückt wird
Verstellung (Hand)
links

(*) Dieses Bit kann von der Schnittstelle nur im Automatik–Modus sicher bestimmt und
angezeigt werden.
(1) Sind beide Sensorbits (Bit 4 und 5) gesetzt, Führung nach Mitte ist gewählt.
(2) Das Bit 'Kante gefunden' wird nur kurzzeitig angezeigt. Geht der Regler in den Zustand
Automatik, wird diese Information zurückgesetzt.
(3) In neueren Softwareversionen, ab dem 04.08.2003, wird dieses Bit zusätzlich gesetzt,
wenn der Regler sich in einer Betriebsart befindet in der er steht und sich in der Nähe des
Zentrierpunktes befindet.
(4) Bei Softwareversionen ab 03.2005 bleibt dieses Bit auch gesetzt, wenn die Kante
gefunden wurde und sich der Support noch in der Betriebsart 'Kante suchen'
befindet. Das Bit 'EdgeFound' wird zusätzlich zu 'EdgeSearch' gesetzt.

56
Digitale Schnittstelle DI B000

4.8 Objektcode 12 hex Signal Sensor Linie (x.3)


Objektcode 14 hex Signal Sensor links (x.2)
Objektcode 15 hex Signal Sensor rechts (x.1)
Objektcode 24 hex Signal Sensor links (x.4)
Objektcode 25 hex Signal Sensor rechts (x.3)

Mit diesen Objekten kann das Signal vom linken Sensor mit der Device-Adresse x.2
und x.4 oder vom rechten Sensor (Dev.Adr. x.1 und x.3) ausgelesen werden.
Signalwerte die sich links vom Nullpunkt des Sensors befinden, werden als negative
Zahl übertragen. Dieser Nullpunkt ist typisch in der Sensormitte.
Zusätzlich zum Sensorsignal wird ein Statusfeld geliefert, dass je nach Sensorart
Statusinformationen zum Sensor enthält.
Im Objekteintrag kann bei Softwareversionen ab dem 22.12.2005 für die Objekte 14
und 15 die Mittelwertbildung und die Zykluszeit aktiviert werden (siehe Abschnitt 2.3.2
Parameter 'tr. object xx').
Ab den Softwareversionen vom 12.04.2006 ist das Objekte 0x12 für den Liniensensor
FE5002 integriert.
Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe mehrfach angelegt werden.

Länge 6 Byte Datenformat Statuswort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)

Doppelwort
Statuswort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Statuswort:
Die Statusbits sind vom Sensortyp abhängig, d. h., einige werden unterschiedlich
interpretiert oder nicht unterstützt.
Die Bits 0 bis 7 liefern den Hauptstatus zum Sensorsignal. Bei diesen ist immer nur 1
Bit gesetzt. In den Bits 8 bis 14 werden Zusatzinformationen bereitgestellt, die
abhängig vom Sensortyp unterstützt werden.
Bit Name Bedeutung
0 NoDevice In der dem Objekt zugeordneten CAN-Gruppe ist kein linker
Sensor (Dev. x.2), bzw. rechter Sensor (Dev. x.1)
vorhanden.
1 RangeOK Das Signal befindet sich im Arbeitsbereich des Sensors.
2 RightSide Die Bahnkante befindet sich rechts außerhalb des
Sichtbereichs (ist das Bit gesetzt, wird als Wert “0“
übertragen). (*)
3 LeftSide Die Bahnkante befindet sich links außerhalb des
Sichtbereichs (ist das Bit gesetzt, wird als Wert “0“
übertragen). (*)

57
Digitale Schnittstelle DI B000

4 NearRightSide Die Bahnkante befindet sich im rechten Endbereich des


Sensors. (*)
5 NearLeftSide Die Bahnkante befindet sich im linken Endbereich des
Sensors. (*)
6 Invalid Das Sensorsignal ist ungültig.

7 Warning Warnung (das Sensorsignal ist noch gültig !)


8 verschmutzt Zusatzstatus: 'Sensor ist verschmutzt' (CCD-Kamera und
Sensor FR 5001). Das Signal hat je nach Sensor eine
unterschiedliche Bedeutung:
CCD Kamera: zu wenig Licht
FR 5001: zwei Kanten im Sichtfeld
9 unterbelichtet Zusatzstatus: 'Sensor ist unterbelichtet' (CCD-Kamera und
Sensor FR 5001).
10 überbelichtet Zusatzstatus: 'Sensor ist überbelichtet' (nur CCD-Kamera).
11 Temperatur Zusatzstatus: 'Temperatur im Sensor zu hoch'.

12 NotFührung Zusatzstatus: 'Sensor Notführung aktiviert' (nur CCD-


Kamera).
13 Reserve
14 geeicht Zusatzstatus: 'Sensor geeicht' (noch nicht implementiert).
15 Formatkontrolle Für dieses Objekt ist die Formatkontrolle aktiviert. Zu
obigen Bytes wird die Datensequenz '81 02 03 04 05 06'
übertragen.
(*) Diese Hauptstati werden nicht von allen Sensoren unterstützt.

Beispiel:
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
00 02 00 00 02 30
Status: RangeOK Wert: 5,60 mm

58
Digitale Schnittstelle DI B000

4.9 Objektcode 16 hex Position Support links (x.7)


Objektcode 17 hex Position Support rechts (x.6)
Objektcode 26 hex Position Support links (x.9)
Objektcode 27 hex Position Support rechts (x.8)

Mit diesen Objekten kann die Position vom linken Support mit der Device-Adresse x.7
& x.9 oder die Position vom rechten Support (Dev.Adr. x.6 und Dev.Adr. x.8)
ausgelesen werden. Die Positionswerte beziehen sich auf den Referenzpunkt der
Maschine (einschließlich ‚mount position‘ ! siehe Abschnitt 2.7 Parameterblock für
'mount positions'). Der Referenzpunkt ist normal die Maschinenmitte. Positionswerte
die links vom Referenzpunkt der Maschine liegen, werden als negative Zahl und
Positionswerte die rechts vom Referenzpunkt liegen als positive Zahl übertragen. Aus
diesem Grund hat der Positionswert vom linken Support typischerweise einen
negativen Wert.
Zusätzlich zum Positionswert wird ein Statusfeld geliefert, dass Statusinformationen
zum Support enthält.
Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe mehrfach angelegt werden.

Länge 6 Byte Datenformat Statuswort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)

Doppelwort
Statuswort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Statuswort:
Die Bits 0 bis 6 liefern den Hauptstatus der Supporte. Bei diesen ist immer nur 1 Bit
gesetzt. In den Bits 7 bis 14 werden Zusatzinformationen bereitgestellt.
Bit Name Bedeutung
0 NoDevice In der dem Objekt zugeordneten CAN-Gruppe ist kein linker
Support (Dev. x.7), bzw. rechter Support (Dev. x.6)
vorhanden.
1 RangeOK Das Position des Supports befindet sich im Arbeitsbereich.
2 RightSide Der Support befindet sich in der rechten Endposition. (4)
3 LeftSide Der Support befindet sich in der linken Endposition. (4)
4 NearRightSide Der Support befindet sich im rechten Endbereich. (*)
5 NearLeftSide Der Support befindet sich im linken Endbereich. (*)
6 Invalid Der Positionswert ist ungültig. (1)

7 SupMove Zusatzstatus: Support fährt (Handbetrieb) (5)


8 EdgeFound Zusatzstatus: Sensor hat Kante gefunden (3)
9 EdgeSearch Zusatzstatus: Support im Kantensuchbetrieb (6)
10 SensorIsFree Zusatzstatus: Support ist frei gefahren (Position erreicht)
11 SensorFree Zusatzstatus: Support wird gerade freigefahren.
12 SupSelect Zusatzstatus: Support ist angewählt.
13 SupSetup Zusatzstatus: Support befindet sich im Initialisierungslauf
14 geeicht Zusatzstatus: 'Support geeicht' (2)

59
Digitale Schnittstelle DI B000

15 Formatkontrolle Für dieses Objekt ist die Formatkontrolle aktiviert. Zu


obigen Bytes wird die Datensequenz '81 02 03 04 05 06'
übertragen.

(*) Reserviert; Signal wird vom Support nicht gemeldet; für diese Position wird der
Status 'RangeOK' gemeldet;
(1) z.B. mountposition fehlt: Das Senden der ‚mont position‘ wird in der Schnittstelle
eingestellt. Wichtig ist, dass die ‚mount position‘ gesendet wird. Dies kann mit dem
Parameter “send mount pos.“ in der Schnittstelle für jede CAN Gruppe einzeln
aktiviert werden.
(2) Reserviert; noch nicht implementiert;
(3) Das Bit 'EdgeFound' wird nur im 'control mode' '0' des Reglers während der
Kannntensuche dauerhaft gesetzt. Arbeitet der Regler im 'control mode' '1' (Hybrid
Mode), ist dies nur ein kurzer Zwischenzustand.
(4) Werden die Supporte im Handmodus verstellt, fahren die Supporte (Sensoren) nur
bis zur Warenkante. In diesem Fall werden die Bits 'RightSide' beim linken Support
bzw. 'LeftSide' beim rechten Support nicht gesetzt.
(5) dieses Signal wird gemeldet, wenn der Support im Handbetrieb verstellt wird;
(6) Bei Softwareversionen ab 03.2005 bleibt dieses Bit auch gesetzt, wenn die Kante
gefunden wurde und sich der Support noch in der Betriebsart 'Kante suchen'
befindet. Das Bit 'EdgeFound' wird zusätzlich zu 'EdgeSearch' gesetzt.

Während des Eichlaufs werden die Bits ' SupSetup' und 'Invalid' gesetzt. Zusätzlich
wird z.B. beim Objekt 16 hex 'LeftSide' vom Support gemeldet und angezeigt. Die
Positionswerte werden abgestrahlt. Wurde noch kein Eichlauf durchgeführt (falsche
Eichwerte), sind die Positionswerte nicht richtig.

Beispiel Support links:


Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
00 04 FF FF D1 20
Status: RightSide Positionswert: -120,00 mm

Beispiel Support rechts:


Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
00 02 00 00 A4 74
Status: RangeOK Positionswert: +421,00 mm

60
Digitale Schnittstelle DI B000

4.10 Objektcode 18 hex Position Stellglied

Mit diesem Objekte kann die Position vom Stellglied mit der Device-Adresse x.5
ausgelesen werden. Der Bezugspunkt für die Positionswerte ist die stellgliedeigene 0-
Position. Für dieses Objekt wird keine 'mount position' verwendet.
Positionswerte die links vom Bezugspunkt liegen, werden als negative Zahl und
Positionswerte die rechts vom Bezugspunkt liegen als positive Zahl übertragen.
Zusätzlich zum Positionswert wird ein Statusfeld geliefert, dass Statusinformationen
zum Stellglied enthält.
Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe mehrfach angelegt werden.

Länge 6 Byte Datenformat Statuswort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)

Doppelwort
Statuswort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Statuswort:
Die Bits 0 bis 6 liefern den Hauptstatus des Stellgliedes. Bei diesen ist immer nur 1 Bit
gesetzt. In den Bits 7 bis 14 werden Zusatzinformationen bereitgestellt.
Bit Name Bedeutung
0 NoDevice In der dem Objekt zugeordneten CAN-Gruppe ist kein
Stellglied (Dev. x.5) vorhanden.
1 RangeOK Das Stellglied befindet sich im Arbeitsbereich.
2 RightSide Das Stellglied befindet sich in der rechten Endposition.
3 LeftSide Das Stellglied befindet sich in der linken Endposition.
4 NearRightSide Das Stellglied befindet sich im rechten Endbereich.
5 NearLeftSide Das Stellglied befindet sich im linken Endbereich.
6 Invalid Der Positionswert ist ungültig. (1)

7 Move Zusatzstatus: Stellglied fährt (Handbetrieb) (2)


8 Reserve ---
.. ... ...
12 Reserve ---
13 Setup Zusatzstatus: Stellglied befindet sich im Initialisierungslauf
14 kalibriert Zusatzstatus: Stellglied kalibriert (3)
15 Formatkontrolle Für dieses Objekt ist die Formatkontrolle aktiviert. Zu
obigen Bytes wird die Datensequenz '81 02 03 04 05 06'
übertragen.

(1) Reserviert; dieses Signal wird zur Zeit nicht unterstützt;


(2) dieses Signal wird gemeldet, wenn das Stellglied im Handbetrieb verstellt wird;
(3) Reserviert; zur Zeit wird die Kalibriermeldung nicht unterstützt;

61
Digitale Schnittstelle DI B000

Während des Kalibrierlaufs wird zusätzlich das Bit ' Invalid ' gesetzt. Die
Positionswerte werden weiterhin abgestrahlt. Wurde noch kein Kalibrierlauf
durchgeführt (falsche Kalibrierwerte), sind die Positionswerte nicht richtig.

Beispiel:
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
00 02 FF FF FF 21
Status: RangeOK Positionswert: -2,23 mm

4.11 Objektcode 19 hex Bahnoffset lesen

Mit diesem Objekte kann der aktuelle Bahnoffset vom Bahnlaufregler ausgelesen
werden.
Ein positiver Bahnoffset bedeutet eine Verlagerung der Bahn nach rechts und ein
negativer Werte eine Verlagerung nach links.
Zusätzlich zum Bahnoffset wird ein Statusfeld geliefert, dass Statusinformationen zum
Bahnoffset enthält.
Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe mehrfach angelegt werden.

Länge 6 Byte Datenformat Statuswort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)

Doppelwort
Statuswort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Statuswort:
Bit Name Bedeutung
0 NoWebOffset Kein gültiger Bahnoffset vorhanden.
1 Reserve ---
.. ... ...
14 Reserve ---
15 Formatkontrolle Für dieses Objekt ist die Formatkontrolle aktiviert. Zu
obigen Bytes wird die Datensequenz '81 02 03 04 05 06'
übertragen.

Beispiel:
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
00 00 00 00 01 F4
Status: Wert vorhanden Bahnoffset: +5,00 mm

62
Digitale Schnittstelle DI B000

4.12 Objektcode 20 hex Führungsposition lesen (NUR neues DATENPROTOKOLL)

Mit diesem Objekte kann die aktuelle Guidposition vom Bahnlaufregler ausgelesen werden.
Zusätzlich zur Guideposition wird ein Statusfeld geliefert, dass Statusinformationen zur
Guideposition enthält.
Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe mehrfach angelegt werden.

Länge 6 Byte Datenformat Statuswort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)
Doppelwort
Statuswort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Statuswort:
Bit Name Bedeutung
0 Support rechts Support rechts (x.6) angewählt (1)
1 Support rechts 1 Alternativer Support rechts (x.8) angewählt (1)
2 Support links Support links (x.7) angewählt (1)
3 Support links 1 Alternativer Support links (x.9) angewählt (1)
4 Sensor rechts Sensor rechts (x.1) angewählt (2)
5 Sensor rechts 1 Alternativer Sensor rechts (x.3) angewählt (2)
6 Sensor links Sensor links (x.2) angewählt (2)
7 Sensor links 1 Alternativer Sensor links (x.4) angewählt (2)
8 Guide OK Führungsposition OK
9 NOGUIDE DR verblockt
10 NoDevice Kein gerät vorhanden.
11 Target Changed Der Führungswert hat sich geändert (steht nur kurze Zeit
an)
12 Command error Ungültiges Kommando
13
14
15 Formatkontrolle Für dieses Objekt ist die Formatkontrolle aktiviert. Zu
obigen Bytes wird die Datensequenz '81 02 03 04 05 06'
übertragen.

Beispiel:
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
00 20 00 00 27 10
Status: Wert vorhanden Führungsposition: +100,00 mm

(1) Sind die Supportbits (Bit0 und Bit2) gesetzt so wird nach Supportmitte device
x.6 und x.7 geführt
Sind die Supportbits (Bit1 und Bit3) gesetzt so wird nach alternativem Support
device x.8 und x.9 geführt

63
Digitale Schnittstelle DI B000

(2) Sind die Sensorbits (Bit4 und Bit6) gesetzt so wird nach Sensormitte device x.1
und x.2 geführt
Sind die Sensorbits (Bit5 und Bit7) gesetzt so wird nach alternativem
Sensormitte device x.3 und x.4 geführt

4.13 Objektcode 21 hex Changierdaten lesen

Dieses Objekt ist funktionsfähig ab der Softwareversion RK4004-8003f_zL und


RK4004_0003f_zt. Es ist allein nicht funktionsfähig und arbeitet mit dem
Empfangsobjekt '21 hex' zusammen.
Achtung: Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.

Länge 6 Byte Datenformat Statuswort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)
Doppelwort
Statuswort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Statuswort:
Bit Name Bedeutung Wert
0 Changierung Changierung ist ein-oder ausgeschaltet 0=Off
ON/OFF
1=On
1 Changierbasis Zeitbasis oder Impulsbasis 0=Zeitbasis
1=Impulsbasis
2
3
4
5
6
7
8 Codebit0 Codierung Bit 0 Vorgabewert für Sendeobjekt
9 Codebit1 Codierung Bit 1 Vorgabewert für Sendeobjekt
10 Codebit2 Codierung Bit 2 Vorgabewert für Sendeobjekt
11 Codebit3 Codierung Bit 3 Vorgabewert für Sendeobjekt
12 Time_out
13 No_Device
14
15 Formatkontrolle Für dieses Objekt ist die Formatkontrolle aktiviert. Zu
obigen Bytes wird die Datensequenz '81 02 03 04 05
06' übertragen.

64
Digitale Schnittstelle DI B000

Codierung Wertdefinition für Sendeobjekt: CodeBit0-CodeBit3

Anhand der Bitkombination wird die Ausgabe im Sendeobjekt entsprechend gesetzt.

0000(0) Keine Anwahl


0001(1) Changierzeit lesen (in s)
0010(2) Changieramplitude lesen (in 1/100 mm)
0011(3) Changierwaveform lesen (in %)
0100(4)
0101(5)
0110(6)
0111(7)
1000(8)
1001(9)
1010(10)
1011(11)
1100(12)
1101(13)
1110(14).
1111(15)

Beispiel:
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
01 01 00 00 00 14
Status: Chang.On Wert: 20 s
Zeitbasis
Changierzeit lesen

4.14 Objektcode 1A hex Position Bahnkante links (x.2 & x.7)


Objektcode 1B hex Position Bahnkante rechts (x.1 & x.6)
Objektcode 2A hex Position Bahnkante links(x.4 & x.9)
Objektcode 2B hex Position Bahnkante rechts (x.3 & x.8)

Mit diesen Objekten können die linken und die rechten Bahnkantenpositionen gelesen
werden. Bei den Bahnkantenpositionen werden die Sensor-, die Supportwerte und die
'mount positions' verrechnet. Die Schnittstelle erkennt von selbst, ob für die Messung
der Bahnkante kein Support, nur ein Support auf der anderen Seite (1-motorig mit 2
Schlitten) oder ein Support auf der zu messenden Seite vorhanden ist. Bei einem 1-
motorigen Support mit 2 Sensoren wird die Supportposition der anderen Seite gelesen
und verrechnet.
Die Positionswerte beziehen sich auf den Referenzpunkt der Maschine
(einschließlich ‚mount position‘ ! siehe Abschnitt 2.7 Parameterblock für 'mount
positions'). Der Referenzpunkt ist normal die Maschinenmitte. Positionswerte die links
vom Referenzpunkt der Maschine liegen, werden als negative Zahl und Positionswerte
die rechts vom Referenzpunkt liegen als positive Zahl übertragen. Aus diesem Grund
hat die linke Bahnkantenposition typischerweise einen negativen und die rechte
Bahnkante einen positiven Wert.
Zusätzlich zum Positionswert wird ein Statusfeld geliefert, dass Statusinformationen
zum Positionswert enthält.
Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe mehrfach angelegt werden.

65
Digitale Schnittstelle DI B000

Länge 6 Byte Datenformat Statuswort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)

Doppelwort
Statuswort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Statuswort:
Bit Name Bedeutung
0 NoValue Kein gültiger Wert verfügbar. (*)
1 NoSensorValue Positionswert des Sensors ist ungültig oder kein Sensor
vorhanden. (1)
2 NoMountPos 'mount position' fehlt. (1)
3 Reserve ...
.. ... ...
14 Reserve ---
15 Formatkontrolle Für dieses Objekt ist die Formatkontrolle aktiviert. Zu
obigen Bytes wird die Datensequenz '81 02 03 04 05 06'
übertragen.

(*) Die Ursache für einen ungültigen Wert kann eine fehlende 'mount position' sein
oder dass der Sensor keine Bahnkante erkennt.
(1) Zusatzinformation, wenn Bit 0 (NoValue) gesetzt ist.

Beispiel Bahnkante links:


Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
00 00 FF FE 34 7E
Status: Wert vorhanden Bahnkantenposition: -1176,34 mm

Beispiel Bahnkante rechts:


Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
00 00 00 01 E6 90
Status: Wert vorhanden Bahnkantenposition: +1245,60 mm

66
Digitale Schnittstelle DI B000

4.15 Objektcode 1C hex Bahnbreite/Breitenüberwachung lesen


Objektcode 2C hex Bahnbreite lesen

Ist das Empfangsobjekt 028 (1C hex) nicht vorhanden, schaltet dieses Sendeobjekt
automatisch auf interne Breitenmessung um. Die Breitenüberwachungsfunktionen
stehen dann nicht zur Verfügung.
Beim Objekt 2C hex ist NUR die Breitenmessung in Funktion. Es werden die
alternativen Sensor (x.3 & x.4)und Supportdaten(x.8 & x.9) verrechnet.
Mit diesem Objekt können die Bahnbreite und die Einstelldaten der
Breitenüberwachung gelesen werden. Bei der Bahnbreite werden die Sensor-, die
Supportwerte und die 'mount positions' verrechnet. Die Schnittstelle erkennt von
selbst, ob für die Messung der Bahnbreite kein Support, nur ein Support (1-motorig mit
2 Schlitten) oder zwei Supporte für die Sensoren vorhanden sind. Bei einem 1-
motorigen Support mit 2 Sensoren wird die Supportposition der anderen Seite gelesen
und verrechnet.
Für das Einstellen der 'mount position'-Werte siehe Abschnitt 2.7 Parameterblock für
'mount positions'.
Zusätzlich zur Bahnbreite wird ein Statusfeld geliefert, das Statusinformationen zur
Bahnbreite enthält.

Länge 6 Byte Datenformat Statuswort (Bit orientiert), Wert (binär in 1/100 mm)

Doppelwort
Statuswort HIGH Wort LOW Wort
HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte HIGH Byte LOW Byte
(1) (2) (3) (4) (5) (6)
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm

Statuswort:
Bit Name Bedeutung
0 NoValue Kein gültiger Wert verfügbar. (*)
1 NoRightValue Positionswert der rechten Seite ist ungültig. (1)
2 NoLeftValue Positionswert der linken Seite ist ungültig. (1)
3 Status Gut Gutbereich ( Soll – Ist Vergleich in Toleranz (2)(3)
4 Status Alarm Überbreite Alarm (2) (3)
5 Status Alarm Unterbreite Alarm (2) (3)
6 Status Vorwar. Überbreite Vorwarnung (2) (3)
7 Status Vorwar. Unterbreite Vorwarnung (2) (3)
8 CodeBit0 Codierung Wertdefinition Bit 0 für Ausgabewert (2) (3)
9 CodeBit1 Codierung Wertdefinition Bit 1 für Ausgabewert (2) (3)
10 CodeBit2 Codierung Wertdefinition Bit 2 für Ausgabewert (2) (3)
11 CodeBit3 Codierung Wertdefinition Bit 3 für Ausgabewert (2) (3)
12 Aktiv Breitenüberwachung aktiv (2) (3)
13 No Device Breitenüberwachungsmodul ZC 40.. wird nicht erkannt (3)
14 Lampentest Lampentest eingeschaltet
15 Formatkontrolle Für dieses Objekt ist die Formatkontrolle aktiviert. Zu
obigen Bytes wird die Datensequenz '81 02 03 04 05 06'
übertragen.

67
Digitale Schnittstelle DI B000

(*) Die Ursache für einen ungültigen Wert kann eine fehlende 'mount position' sein,
dass keine 2 Sensoren (Dev. x.1 und x.2) vorhanden sind oder dass ein Sensor
keine Bahnkante erkennt.
(1) Zusatzinformation, wenn Bit 0 (NoValue) gesetzt ist.
(2) Diese Objektdaten sind ab folgenden Softwareversionen in der Schnittstelle
implementiert:
DI B000 Profibus-Schnittstelle ZC 4080-0012F_ZC
DI D000 ControlNet-Schnitstelle ZC 4080-0009F_ZC
DI E000 DeviceNet-Schnitstelle ZC 4080-0010F_ZD
DI F000 CanOpen-Schnittstelle ZC 4080-0013F_ZA
(3) Nur relevant wenn Breitenüberwachung vorhanden ist

Codierung Wertdefinition für Sendeobjekt 028

Anhand der Bitkombination wird die Ausgabe im Sendeobjekt entsprechend gesetzt.

0000 Das Sendeobjekt wird auf interne Breitenmessung geschaltet (*)


0001 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Bahnbreite von der externen
Breitenüberwachung geschaltet (*)
0010 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Sollbreite geschaltet
0011 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Toleranz Plus Alarm geschaltet
0100 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Toleranz Minus Alarm geschaltet
0101 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Toleranz Plus Vorwarnung geschaltet
0110 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Toleranz Minus Vorwarnung geschaltet
0111 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der Hysterese für Schaltvorgang geschaltet
(1)
1000 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der maximalen Differenz geschaltet (1)
1001 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der minimalen Differenz geschaltet (1)
1010 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der maximalen IST Breite geschaltet (1)
1011 Das Sendeobjekt wird auf Ausgabe der minimalen IST Breite geschaltet (1)

(*) wird eine Breitenüberwachung verwendet, sollte der Breitenwert von der
Breitenüberwachung genommen werden
(1) noch nicht implementiert

Beispiel: Bahnbreite mit Breitenüberwachung


0100 0001 0000 0001
Bit 15 .. Bit 0 Wert in 1/100 mm
41 01 00 03 B2 12
Status: Wert vorhanden Bahnbreite: +2421,94 mm

68
Digitale Schnittstelle DI B000

4.16 Objektcode A0 hex Status des Bahnkraftreglers DC 6...

Dieses Objekt arbeitet mit dem Empfangsobjekt 'A0 hex' zusammen (siehe Abschnitt:
3.14). Es liefert Betriebsmeldungen (Status) und Daten vom Bahnkraftregler DC 6....
Die Datenart (Ausgabewert) wird über die 'CodeBits' im Empfangsobjekt vorgegeben
und im Sendeobjekt wird dazu der passende Wert mit den CodeBits als Bestätigung
zurückgegeben.
Die Zykluszeit des Ausgabewertes wird mit dem Objekteintrag festgelegt (siehe
Abschnitt 2.3.2 Parameter 'tr. object xx'). Die minimal zulässige Zykluszeit beträgt 20
ms. Wird diese im Objekteintrag kleiner 20 ms eingestellt, ändert die Schnittstelle den
Eintrag von selbst auf 20 ms ab.
Im Objekteintrag kann für dieses Objekt die Mittelwertbildung aktiviert werden. Diese
wird auf die Werte 'Bahnkraft F-IST' und 'Durchmesser D-IST' angewendet.

Achtung: Dieses Objekt ist allein nicht funktionsfähig. Es darf pro CAN-Gruppe nur
1-mal angelegt werden.

Länge 8 Byte Datenformat 2 Statusworte (Bit orientiert), Wert (binär)

Statuswort 1 Statuswort 2 Doppelwort


HIGH LOW Byte HIGH LOW Byte HIGH Byte Byte LOW Byte
Byte (1) (2) Byte (3) (4) Byte (3) (4) (5) (6)
Bit 31 .. Bit 16 Bit 15 .. Bit 0 Wert

Statuswort 1:
Bit Name Funktion Wert
16 ---
.. ..
23 ---
24 CodeBit0 Codierung Wertdefinition Bit 0 für Ausgabewert
25 CodeBit1 Codierung Wertdefinition Bit 1 für Ausgabewert
26 CodeBit2 Codierung Wertdefinition Bit 2 für Ausgabewert
27 CodeBit3 Codierung Wertdefinition Bit 3 für Ausgabewert
28 ---
29 ---
30 ---
31 Formatkontrolle Für dieses Objekt ist die Formatkontrolle aktiviert. Zu
obigen Bytes wird die Datensequenz '81 02 03 04 05
06 07 08' übertragen.

69
Digitale Schnittstelle DI B000

Codierung Wertdefinition für Wert (CodeBit3 .. CodeBit0)

Wird im Empfangsobjekt mit den Bits CodeBit3 .. CodeBit0 eine neue Werteart für das
Sendeobjekt eingestellt, werden diese im Sendeobjekt gespiegelt. Die Bits zeigen die
Werteart zum Wert an. Anhand der Bitkombination wird nach der Datenübernahme
(Übernahmebit; Bit 30) die Ausgabe im Sendeobjekt entsprechend gesetzt.
Die Bits in diesem Sendeobjekt haben die gleiche Bedeutung wie im Empfangsobjekt.

0000 (00) Bahnkraft F–IST


0001 (01) Durchmesser D–IST (Wert in 1/100 mm)
0010 (02) Stellsignal für Regler in 1/1000 V (0-10V bzw. +/-10V) (1)
0011 (03) Durchmesser bei Start (akt. Datensatz); (Wert in 1/100 mm)
0100 (04) Bahnkraft Sollwert (akt. Datensatz)
0101 (05) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 0 % (akt. Datensatz)
0110 (06) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 20 % (akt. Datensatz)
0111 (07) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 40 % (akt. Datensatz)
1000 (08) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 60 % (akt. Datensatz)
1001 (09) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 80 % (akt. Datensatz)
1010 (10) Bahnkraft Sollwert bei Durchmesser = 100 % (akt. Datensatz)
1011 (11) P-Anteil in Prozent (akt. Datensatz)
1100 (12) I -Anteil in ms (akt. Datensatz)
1101 (13) D-Anteil in ms (aktueller Datensatz
1110 (14) ---
1111 (15) Ausgabe Errorcode (Par. Nr. 5 vom Bahnkraftregler)

(1) dieser Wert steht in Softwareversionen ab dem 23.03.2007 zur Verfügung.

Statuswort 2:
Bit Name Funktion Wert
0 ---
1 Hand Bahnkraftregler ist im Handbetrieb
2 Automatik Bahnkraftregler ist in Automatik
3 Geregelter Stop Regelung bis zum Stillstand (Bit ist nur bei Reglertyp 0
vorhanden)
4 Bremse lösen löst die Bremse (Bit ist nur bei Reglertyp 0 vorhanden)
5 Synchronlauf Synchronlauf aktiv (Bit ist nur bei Reglertyp 1
vorhanden)
6 ---
7 ---
8 Wickelwechsel Wickelwechsel wird ausgeführt (1)
9 System OK Bahnkraftregler betriebsbereit; keine Störung
vorhanden; Regler ist geeicht;
10 Ø Wickel OK Wickeldurchmesser ist o.k.
11 V Bahn nicht OK Bahngeschwindigkeit hat den unteren Grenzwert
unterschritten
12 N Wickel nicht Wicklerdrehzahl hat den unteren Grenzwert
OK unterschritten
13 F-Ist nicht OK Bahnkraft hat den unteren Grenzwert unterschritten
14 NoDevice kein Regler in der CAN-Gruppe vorhanden
15 TimeOut Befehl wurde vom Bahnkraftregler nicht angenommen
oder auf Befehl vom Regler keine Antwort erhalten;

70
Digitale Schnittstelle DI B000

(1) Wird über das Empfangsobjekt der Schnittstelle ein Wickelwechsel ausgelöst, wird
dieses Bit für 5 Sekunden gesetzt. Wird der Wickelwechsel über den
Maschinenkontakt direkt am Bahnkraftregler ausgelöst, erfolgt über dieses Bit
keine Rückmeldung.

Beispiel: Ausgabewerteart ist 'Bahnkraft F-IST';


Bahnkraftregler und Wickeldurchmesser sind o.k.;
Bahnkraftregler ist im Hnadmodus;
Wert von F-IST beträgt 250 Newton;

0000 0000 0000 0000 0000 0000 0110 0010 00 00 00 FA (hex)


Bit 31 .. Bit 16 Bit 15 .. Bit 0 Wert
00 00 00 03 00 00 00 FA

71
Digitale Schnittstelle DI B000

4.17 Objektcode EE hex 1-2-bahnige Breitenmessung

Die Bahn(en) könne mit einer CCD-Kamera oder mit zwei CCD Kameras abgetastet
werden. Das Objekt arbeitet nicht mit Kantensensoren Fr 5001 und Support VS 35..
zusammen.
Das SendeObjekt wird in der Gruppe konfiguriert, in der die CCD Kameras adressiert
sind. Das Objekt erkennt selbständig die Kamerakonfiguration anhand des Status der
Mountpositions und dessen Werte oder der Sichtbereiche beim CAN-Protokoll 2.0. Es
erkennt anhand der Anzahl der vorhandenen gültigen Kanten wie viel Bahnen sich im
Kamerasichtbereich befinden und meldet es anhand einer Bitkombination zurück.
Die Zykluszeit des Ausgabewertes wird mit dem Objekteintrag festgelegt (siehe
Abschnitt 2.3.2 Parameter 'tr. object xx'). Die minimal zulässige Zykluszeit beträgt 20
ms. Wird diese im Objekteintrag kleiner 20 ms eingestellt, ändert die Schnittstelle den
Eintrag von selbst auf 20 ms ab.

Dieses Objekt ist ab folgenden Softwareversionen in der Schnittstelle implementiert:


DI B000 Profibus-Schnittstelle ZC 4080-0012F_ZD
DI D000 ControlNet-Schnitstelle ZC 4080-0009F_ZC
DI E000 DeviceNet-Schnitstelle ZC 4080-0010F_ZD
DI F000 CanOpen-Schnittstelle ZC 4080-0013F_ZA

Ab Softwareversionen vom 26.10.2005 kann dieses Objekt auch mit Kameras arbeiten,
die die Daten im CAN-Protokoll 2.0 senden.

Dieses Objekt liefert 12 Bytes mit folgender Aufteilung:


Länge 12 Byte Datenformat 2 Statusworte (Bit orientiert), 2 Werte (binär in 1/100 mm)

Statuswort 1 Statuswort 2 Doppelwort 1 Doppelwort 2


HIGH LOW HIGH LOW 32 Bit Long Wert 32 Bit Long Wert
Byte (1) Byte (2) Byte (3) Byte (4) Byte (5) – Byte (8) Byte (9 )- Byte (12)
Bit 31 .. Bit 16 Bit 15 .. Bit 0 IST Breite 1 Streifen IST Breite 2 Streifen
rechts in 1/100 mm links in 1/100 mm

Statuswort:
Bit Name Bedeutung
0 NoRightValue Grpx Fehler an der rechten Kamera (CCD x.1). (1)
1 NoLeftValue Grpx Fehler an der linken Kamera (CCD x.2). (1)
2 NoRightValue1 Grpx Fehler an der rechten Kamera (CCD x.3). (1)
3 NoLeftValue1 Grpx Fehler an der linken Kamera (CCD x.4). (1)
4 NOT USED
5 NOT USED
6 NOT USED
7 NOT USED
8 Verschmutzt Status:‘CCD Kamera ist verschmutzt‘ (1)
9 Unterbelichtet Status:‘CCD Kamera ist unterbelichtet‘ (1)
10 Überbelichtet Status:‘CCD Kamera ist überbelichtet‘ (1)
11 Invalid Status:‘SensorSignal ist Invalid‘ (1)
12 Reserve ---

72
Digitale Schnittstelle DI B000

13 No Device Status:‘CCD Kamera kein Device vorhanden‘ (1)


14 Geeicht(nicht ---
implementiert)
15 Störung Sammelstörung bei Fehler
16 AnzahlBahnBit0 Binärcode für Anzahl der Bahnen Bit0
17 AnzahlBahnBit1 Binärcode für Anzahl der Bahnen Bit1
18 AnzahlBahnBit2 Binärcode für Anzahl der Bahnen Bit2
19 Reserve ---
20 Signalfehler Wird gesetzt, wenn die Zuordnung der
Kantenpositionen nicht passt (2)
21 Breitenfehler Zum angewähltem Betrieb sind unterschiedliche
Anzahl von Kanten vorhanden
22 MountposError Mountpositions der Gruppe ist nicht aktiviert
23 Reserve ---
24 SensorModus0 Binärcode für Kamerakonfiguration Bit0
25 SensorModus1 Binärcode für Kamerakonfiguration Bit1
26 SensorModus2 Binärcode für Kamerakonfiguration Bit2
27 Reserve ---
28 Reserve ---
29 Reserve ---
30 Reserve ---
31 Formatkontrolle Für dieses Objekt ist die Formatkontrolle aktiviert. Zu
obigen Bytes wird die Datensequenz '81 02 03 04 05
06 07 08 09 0A 0B 0C' übertragen.

Codierung für SensorModus (SensorModus2 .. SensorModus0)

000 (0) eine physikalische CCD-Kamera + eine virtuelle Kamera


001 (1) eine physikalische CCD-Kamera + drei virtuelle Kameras
010 (2) zwei physikalische CCD-Kameras + keine virtuelle Kamera
011 (3) zwei physikalische CCD-Kameras + zwei virtuelle Kameras
100 (4)
101 (5)
111 (7) Fehler in der Sensorkonfiguration

BinärCode für Anzahl der Bahnen Wertdefinition für Sendeobjekt EE

000 (0) Keine Bahn vorhanden


001 (1) einbahnig
010 (2) zweibahnig

(1) Logische Zuordnung der Fehlermeldungen ‘verschmutzt, unterbelichtet,


überbelichtet, Invalid und No Device’.
Die jeweiligen Fehler werden gemeinsam mit den entsprechenden Bits der
Kamera (Bit0-4) übertragen. Sind mehrere Fehler in unterschiedlichen Kameras
werden die entsprechenden Fehler Zyklisch alle 3 sekunden durchgetaktet.
(2) Das deutet auf eine fehlerhafte Konfiguration der Sensoren hin. Das ist, wenn z.B.
eine innen liegende Kante eine Positionswert hat, der rechts vom der rechten
Außenkante liegt.

Sonstige Hinweise:

73
Digitale Schnittstelle DI B000

• Wird nur ein rechter (Adr. x.1) und ein linker (Adr. x.2) Sensor erkannt, wird der
Sensormodus passend angezeigt.
Die Bits ‚Störung’, ‚No Device’, ‚Fehler an Kamera x.3’ und ‚Fehler an Kamera x.4’
werden gesetzt, weil für eine 2-bahnige Breitenmessung die zugehörigen
Sensorsignale erwartet werden.
• Sind alle Sensorsignale vorhanden (x.1 .. x.4) und es wird nur 1 Bahn erkannt, wird
diese Bahnbreite geliefert und die fehlenden Kanten werden als ‚Störung’
angezeigt.

4.18 Objektcode F0 hex Transparentobjekt für Datenmastermodule

Mit diesem Objekt werden Daten von einem E+L – Datenmaster mit spezieller
Kundenapplikationssoftware gelesen. Die Daten werden direkt (transparent)
durchgereicht. Nur das Bit 15 im Steuerwort hat eine feste Bedeutung. Ansonst ist der
Aufbau und die Bedeutung der Daten unterschiedlich und kann der
Applikationsbeschreibung entnommen werden. Die Daten werden zyklisch gesendet
bzw. bereitgestellt. Die Zykluszeit wird mit dem Objekteintrag festgelegt (siehe
Abschnitt 2.3.2 Parameter 'tr. object xx').
Dieses Objekt ist allein nicht funktionsfähig. Es arbeitet mit dem
Empfangsobjekt 'F0 hex' zusammen.
Achtung: Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.

Länge 8 Byte Datenformat ist applikationsabhängig

Steuerwort Wort 2 Wort 3 Wort 4


HIGH LOW Byte HIGH LOW HIGH LOW HIGH LOW
Byte (1) (2) Byte (3) Byte (4) Byte (5) Byte (6) Byte (7) Byte (8)
Bit 15 .. Bit 0 applikationsabhängig

Steuerwort:
Bit Name Funktion Wert
0 ---
.. ..
14 ---
15 Formatkontrolle Die eingehenden Daten dieses Objekts werden auf
dem Anzeigeparameterblock in der oben
angegebenen Reihenfolge abgebildet.

Steht der Parameter 'data format' (siehe Abschnitt 'Fehler! Verweisquelle konnte
nicht gefunden werden.) auf 'Intel-Format', wird obiger Datenblock für die
Übertragung wortweise gedreht.

Nr. Name Wert Default Min. Max. Ein- Beschreibung


heit
6 data format 1 1 0 1 0 Format der
Datenübertragung
0 = Motorola-Format
1 = Intel-Format

74
Digitale Schnittstelle DI B000

4.19 Objektcode FF hex Parameter Lesen/Schreiben

Dieses Objekt liefert die Antwort auf das Empfangsobjekt 'FF hex' (siehe Abschnitt:
3.16) für Parameter lesen und Parameter schreiben. Dieses Objekt ist allein nicht
funktionsfähig.
Der Funktionsweise der Objekte ist im Abschnitt '3.16 Objektcode FF hex
Parameter Lesen/Schreiben' beschrieben.
Achtung: Dieses Objekt darf pro CAN-Gruppe nur 1-mal angelegt werden.

Länge 8 Byte Datenformat Bitfeld, Zahl, Werte

Doppelwort Doppelwort
Statuswort Adresswort HIGH Wort LOW Wort
HIGH LOW HIGH LOW Byte HIGH LOW HIGH Byte LOW
Byte (1) Byte (2) Byte (3) (4) Byte (5) Byte (6) (7) Byte (8)
Bitfeld Mutter Ziel Adr. Parameter Nr. Neuer Wert
Adr.

Bitfeld Steuerbits für die Aktion


Mutter Adr. Gruppen Nr. und Device Nr. des Gerätes, an dem das Ziel Device
angeschlossen ist. Hängt das Ziel Device direkt am CAN- Netz, ist die
Adressangabe vom Ziel Device und vom Mutter Device gleich.
Ziel Adr. ist die Gruppen Nr. und Device Nr. des zu editierenden Gerätes (35 ist
z.B. Gruppe 3, Gerät 5)
PARA Nr. ist die Parameternummer, die editiert werden soll
WERT ist der gelesene oder neu gesetzte Parameterwert

Hinweis: Die Bytes ‚Mutter Dev‘ und ‚Ziel Adr.‘ Werden bei der Übertragung als Wort
behandelt. Wird im Intel-Format übertragen (ControlNet), werden diese
beiden Bytes für die Übertragung getauscht.

Statuswort:
Bit Name Funktion Wert
0 Parameter Parameter wurde gelesen. (1) abhängig
gelesen vom
Parameter
1 Parameter Parameter wurde geschrieben. Evtl. wurde der abhängig
geschrieben gewünschte Vorgabewert (Empfangsdatensatz) vom
limitiert. In diesem Fall weicht der neue Wert dieses Parameter
Objekts vom Vorgabewert ab. (1)
2 Reserve ---
3 Reserve ---
4 Kommando- Wird z.B. gesetzt, wenn im Empfangsobjekt die
fehler Kommandobits für Lesen und Schreiben gleichzeitig
gesetzt waren. (3)
5 WriteProtect Parameter schreiben ist nicht möglich oder nicht
erlaubt. (4)
6 Reserve ---
.. ... ...
13 Reserve ---

75
Digitale Schnittstelle DI B000

14 Handshake dieses Bit wird gesetzt, wenn eine Antwort bereitsteht.


Übernahme (1)
15 Formatkontrolle Für dieses Objekt ist die Formatkontrolle aktiviert. Zu
obigen Bytes wird die Datensequenz '81 02 03 04 05
06 07 08' übertragen. (2)

(1) Wurde das Handshake Bit gesetzt und es ist keines der Bits Parameter wurde
gelesen oder Parameter wurde geschrieben gesetzt, dann ist ein Fehler
aufgetreten. In diesem Fall bleiben die restlichen Daten unverändert.
(2) Wird bei diesem Objekt das Senden der Formatkontrolle aktiviert und dieses
wieder zurückgenommen, bleiben die 'Datenbytes der Formatkontrolle' erhalten.
Erst wenn ein neues Empfangsobjekt 'FF hex' kommt, dass das Beschreiben des
Sendeobjektes auslöst, werden die 'Formatkontrollbytes' durch neue Daten
ersetzt.
(3) Dieses Bit wird gesetzt wenn:
- im Empfangsobjekt die Kommandobits für Lesen und Schreiben gleichzeitig
gesetzt waren.
- auf einen Parameter der eigenen Schnittstelle geschrieben oder von einem
Parameter der eigenen Schnittstelle gelesen werden soll und die Zieladresse
nicht vorhanden ist.
- auf einen Parameter der eigenen Schnittstelle geschrieben oder von einem
Parameter der eigenen Schnittstelle gelesen werden soll und die angegebene
Parameternummer größer als die Anzahl der Parameter ist.
(4) Beim Schutzparameter 'rec. obj.0xFF key' fehlt die Freigabe.
Eine weitere Möglichkeit ist, wenn auf einen Parameter der Schnittstelle
geschrieben werden soll (Mutteradresse). In diesem Fall wird zusätzlich überprüft:
- ob der Parameter 'rec. obj.0xFF key' auf 0 steht und der zu beschreibende
Parameter geschützt ist
- der Parameterwert verändert werden kann

Beispiel:
Siehe Abschnitte '3.16.1 Funktionsablauf' und '3.16.2 Geschützte Parameter'.

76
Digitale Schnittstelle DI B000

5 Ansicht der Objektdaten


Um die Datensätze der Objekte ansehen zu können, wurden in der Schnittstelle
unterschiedliche Möglichkeiten geschaffen.

Eine Möglichkeit ist die Ansicht über die Parameterblöcke 'receive data' und 'transmit
data' im 'Objekt-Modul' (siehe auch Abschnitte: 2.5 Anzeigeblock für Empfangsdaten
und 2.6 Anzeigeblock für Sendedaten). In diesen Feldern sind die Datenbytes in der
Reihenfolge angereiht, wie sie in der Dokumentation beschrieben und von der
Schnittstelle ausgewertet werden. Stimmt hier die Reihenfolge nicht mit der
Dokumentation überein (Bytes von links nach rechts), ist eine Verdrehung der Daten
vorhanden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Ausgabe der definierten Objekte und der
dazugehörigen aktuellen Daten über die RS232-Schnittstelle. Der Trigger für die
Ausgabe der Daten erfolgt über den Parameter 'db_level' im 'Objekt-Modul' (siehe
auch Abschnitt: 2.8.4 Parameter 'db_level' ). Hier werden die Daten byteweise in der
Reihenfolge ausgegeben, wie sie im Gesamtdatensatz übertragen werden.
Für die Anzeige der Daten kann ein Terminal oder das CANMON-Programm (PC)
verwendet werden.
Als Schnittstellenkabel wird ein MODEM-Kabel benötigt. Für die Ausgabe der Daten
werden nur die Pins 2 und 5 benötigt.
Hinweis: Bei einem MODEM-Kabel werden diese Pins im Kabel ohne 'logische
Kreuzung' verbunden.

Vorbereitung des CANMON als Ausgabegerät:

Zuerst wird im CANMON ein COM-Fenster geöffnet. Dies erfolgt unter 'Debugger' ->
'COM-Fenster öffnen':

Nach obigem Fenster muss noch der verwendete COM-Port ausgewählt werden:

77
Digitale Schnittstelle DI B000

Darauf erscheint ein Fenster auf dem die Daten ausgegeben werden. Für dieses
Fenster müssen noch die RS232-Schnittstellenparameter eingestellt werden. Dies
erfolgt über 'Debugger' -> 'COM-Einstellungen' oder durch einen 'Doppelklick' mit der
Maus auf das Fenster. Die Parameter wie folgt einstellen:

Ausgabe der Daten:

Danach kann die Ausgabe erfolgen. Der Trigger erfolgt über den Parameter 'db_level'.
Hier werden einzelne Bits gesetzt, die nach der Ausgabe wieder automatisch
zurückgesetzt werden (außer 'trace object'):

Beispiel:

Im folgenden Beispiel werden die Daten der 'receice objects' ausgegeben. Im Objekt-
Modul sind 2 Objekte definiert:

Die Ausgabe auf dem COM-Fenster erfolgte über den Trigger 'Rx objects' des
Parameters 'db_level'.

Der Adressoffset gibt an, nach wie viel Byte der entsprechende Datensatz in Bezug
zum Anfang des gesamten Datenblocks beginnt.

78
Digitale Schnittstelle DI B000

Die Daten selbst werden byteweise in der Reihenfolge ausgegeben, wie diese von der
Schnittstelle übertragen werden.

Folgend sehen Sie die dazugehörige Abbildung im RSLogix (ControlNet-Scanner):

Sollen die Daten in der formatrichtigen Reihenfolge, wie in der Dokumentation'


beschrieben, angesehen werden, kann dies im Parameterblock 'receive data' des
Objekt-Moduls erfolgen:

Im obigen Fall werden die Daten des zweiten Objekts angesehen.

5.1 trace object

Mit dieser Einstellungen können Datenänderungen innerhalb eines Empfangs- und /


oder eines Sendeobjektes aufgezeichnet werden. Bei jeder Änderung des Datensatzes
erfolgt eine Ausgabe. Die Ausgabe erfolgt in der logisch richtigen Reihenfolge wie im
Anzeigeblock für die Empfangs- bzw. den Sendedaten. Welches Objekt ausgegeben
werden soll wird in den Parametern 'rec. displ.obj.no.' und 'tr. displ.obj.no' über die
Objekteintragsnummer festgelegt.

Anwahl von 'trace object' mit dem CANMON:

Die Anwahl bleibt so lange aktiv, bis sie wieder zurückgesetzt wird. Bei einem Neustart
der Schnittstille (z.B. Reset) wird die Anwahl im Parameter 'db_level' automatisch
zurückgesetzt.

79
Digitale Schnittstelle DI B000

Beispiel:
Es sollen ein Empfangs- und ein Sendeobjekt mitgeschrieben werden.

Jeweils unter der Objekteintragsnummer 2 sind die Objekte für Parameter lesen und
schreiben angelegt:

In den Anzeigeblöcken wird jeweils die Objekteintragsnummer 2 eingetragen:

Folgend ist im COM-Fenster des CANMON die dazugehörige Ausgabe zu sehen:

Im obigen Beispiel wird der Wert einer 'mount position' in der Schnittstelle gesetzt.
1. Zeile: Schreiben auf Parameter Nr. 11 der Zieladresse 8.3 mit der Mutteradresse
0.5. Der Wert beträgt 100,0 mm.
2. Zeile: Antwort der Schnittstelle mit Quittierung des Übernahmebits und dem
Statusbit 'Parameter geschrieben'.
3. Zeile: Das Übernahmebit wird vom Scanner zurückgesetzt.
4. Zeile: Die Schnittstelle setzt das Übernahmebit ebenfalls zurück .

Die Angabe 'Rx:' und 'Tx:' zeigt an, ob es sich um die Daten des Empfangsobjekts (Rx)
oder ob es sich um die Daten des Sendeobjekts (Tx) handelt. Dies erfolgt aus der
Sicht der Schnittstelle. Dann kommen die Daten in hexadezimaler Darstellung, in
diesem Fall je 8 Byte, und anschließend kommt ein 'timestamp' (geklammert).
Die Ausgabe des 'timestamp' erfolgt dezimal in ms. Dies ist ein Zeitzähler der von 0 bis
65535 läuft und dann wieder mit 0 beginnt. Der 'timestamp' zeigt den
Ausgabezeitpunkt der Daten an. Die Ausgabe erfolgt direkt nach jedem
Bearbeitungszyklus der Empfangs- und der Sendeobjekte.

80
Digitale Schnittstelle DI B000

6 Anzeigen
Im Bereich des oberen Teils der Schnittstelle sind diverse Anzeigen und LEDs
vorhanden:

E+L ZC4085 H2 H3 H4 H5 H6 H7 H8

H9 … H14

S2 S3

6.1 CAN - Adresse

Mit den Anzeigen H2 und H3 wird die CAN-Adresse des Moduls angezeigt.
Diese kann mit den zugehörigen Tasten S2 und S3 geändert werden. Dazu werden
beide Taster gleichzeitig gedrückt, bis die Anzeigen blinken. Dann kann mit dem
Taster S2 die Gruppen- und mit dem Taster S3 die Device-Adresse eingestellt werden.

6.2 LED’s

Anzeige Signal Farbe - LED Zustand Bedeutung


H4 U1 grün ein Versorgung Logik-Seite Ok
aus Versorgung Logig-Seite fehlt
H5 U2 grün ein Versorgung Profibus-Seite OK
aus Versorgung Profibus-Seite fehlt
H6 DATA grün ein Kommunikation läuft
aus Keine Kommunikation
H7 CAN grün ein Modul fehlerfrei gestartet
H8 CAN rot ein Fehler
H9 4 * grün Diese LED’s werden nicht
.. --- 2 * rot --- verwendet
H14

6.2.1 Versorgungsspannung
• U1 Versorgungsspannung auf der 'Logik-Seite'
• U2 Versorgungsspannung auf der 'Profibus-Seite' (Potentialtrennung)

Die Leuchtdioden 'U1' und 'U2' leuchten sofort, nachdem das Modul an Spannung
gelegt wurde.

81
Digitale Schnittstelle DI B000

6.2.2 Datenaustausch
• DATA Anzeige für den Profibus-Datenaustausch

Leuchtet die LED 'DATA', befindet sich das Profibusmodul im Zustand des
Datenaustausches (Data Exchange). Die Parametrierung und die Konfiguration wurde
von der DI B000 – Firmware als richtig akzeptiert und das Modul tauscht die Nutzdaten
mit dem Master (PC, SPS) aus.

6.2.3 Modulstatus LED’s


Diese LED’s (H7 und H8) entsprechen der 2-farbigen LED zwischen den CAN-
Steckverbindern. Beim Start des Moduls schaltet diese kurz auf rot und dann weiter
auf grün. Diese LED’s sind unabhängig vom Profibus.

82
Digitale Schnittstelle DI B000

7 Stecker

7.1 Profibus

Potentialfreie RS 485-Schnittstelle gemäß EN 50 170.


Zu beachten ist, dass an beiden Enden des Kabels Abschlusswiderstände vorhanden
sind. Wenn spezielle Profibus Stecker verwendet werden, lassen sich die Widerstände
oft innerhalb des Steckers zu- oder abschalten. Für Baudraten über 1.5Mbaud nur
Stecker verwenden, die zusätzliche Induktivitäten enthalten. Außerdem ist es nicht
zulässig, Stichleitungen bei diesen hohen Baudraten zu verwenden. Nur Kabel
verwenden, welche für Profibus-DP zugelassen sind.

83
Digitale Schnittstelle DI B000

Die maximale Länge eines Bussegments ist abhängig von der verwendeten Baudrate.
Bitte verwenden Sie nur spezielles für Profibus zugelassenes Kabel

84