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Hypothalamus – Wikipedia

Hypothalamus – Wikipedia aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Der Hypothalamus ist ein Abschnitt des Zwischenhirns

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Der Hypothalamus ist ein Abschnitt des Zwischenhirns im Bereich der Sehnervenkreuzung (Chiasma opticum). Medial wird der Hypothalamus vom dritten Ventrikel, kranial vom Thalamus begrenzt. Das Infundibulum, der sogenannte Hypophysenstiel, verbindet den Hypothalamus mit der Hypophyse, deren Hinterlappen noch als Teil des Hypothalamus bezeichnet wird. Der Hypothalamus bildet Effektorhormone, Releasing und Inhibiting Hormone verschiedene Neuropeptide und Dopamin. Er steuert damit die vegetativen Funktionen des Körpers.

1 Funktion   1.1 Regulation der Körpertemperatur 1.2 Homöostase der Osmolarität 1.3 Regulation der
1 Funktion

1 Funktion

 
  1.1 Regulation der Körpertemperatur

1.1 Regulation der Körpertemperatur

1.2 Homöostase der Osmolarität

1.2 Homöostase der Osmolarität

1.3 Regulation der Nahrungsaufnahme

1.3 Regulation der Nahrungsaufnahme

1.4 Schlaf und circadiane Rhythmik

1.4 Schlaf und circadiane Rhythmik

1.5 Beeinflussung des Sexualverhaltens

1.5 Beeinflussung des Sexualverhaltens

2 Hormone des Hypothalamus

2 Hormone des Hypothalamus

3 Literatur

3 Literatur

4 Weblinks

4 Weblinks

2 Hormone des Hypothalamus 3 Literatur 4 Weblinks http://de.wikipedia.org/wiki/Hypothalamus Lage des

http://de.wikipedia.org/wiki/Hypothalamus

Lage des Hypothalamus

Lage des Hypothalamus

Hypothalamus – Wikipedia

Der Hypothalamus ist das wohl wichtigste Steuerzentrum des vegetativen Nervensystems, das selbst aus verschiedensten homöostatischen Regelkreisen besteht. Selbst geringste Störungen dieses relativ kleinen, äußerst bedeutsamen Zwischenhirnareals wirken sich auf die Lebensfähigkeit des Individuums aus. Das gesamte vegetative System hat unter anderem folgende Aufgaben:

Aufrechterhalten der Homöostase (Temperatur, Blutdruck, Osmolarität)vegetative System hat unter anderem folgende Aufgaben: Regulation der Nahrungs- und Wasseraufnahme Circadiane

Regulation der Nahrungs- und Wasseraufnahmeder Homöostase (Temperatur, Blutdruck, Osmolarität) Circadiane Rhythmik und Schlaf Steuerung des Sexual- und

Circadiane Rhythmik und SchlafOsmolarität) Regulation der Nahrungs- und Wasseraufnahme Steuerung des Sexual- und Fortpflanzungsverhaltens Um seinen

Steuerung des Sexual- und FortpflanzungsverhaltensNahrungs- und Wasseraufnahme Circadiane Rhythmik und Schlaf Um seinen Aufgaben nachzukommen, hat der Hypothalamus

Um seinen Aufgaben nachzukommen, hat der Hypothalamus zahlreiche neuronale Verbindungen zu anderen Hirnzentren. Außerdem steuert er über Releasing- und Release-Inhibiting-Hormone die Hormonabgabe der Adenohypophyse (Hypophysenvorderlappen) bzw. produziert selbst die Hormone, die in der Neurohypophyse (Hypophysenhinterlappen), die ebenfalls zum Hypothalamus gezählt wird, ins Blut abgegeben werden.

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Lage des Hypothalamus

Lage des Hypothalamus

Regulation der Körpertemperatur

An der Steuerung der Körpertemperatur ist der Nucleus preopticus beteiligt. Er liegt am rostralen Ende des Hypothalamus in direkter Nachbarschaft der Septumregion und des Organum vasculosum laminae terminalis. Efferent projiziert der Nucleus preopticus GABAerg in das Periaquäduktale Grau (PAG) und den Nucleus raphe magnus, von wo aus die Thermogenese gesteuert wird. Ebenfalls beeinflusst der Nucleus preopticus die Freisetzung von Thyreoliberin (TRH) aus dem Nucleus paraventricularis. TRH wiederum stimuliert die Thyreotropin-Ausschüttung (TSH), was zu einer Steigerung der Stoffwechselaktivität über die Schilddrüsenhormone führt.

Homöostase der Osmolarität

Der Nucleus paraventricularis vor allem aber der Nucleus supraopticus produzieren das Nonapeptid Vasopressin (Synonym: Antidiuretisches Hormon, ADH oder Adiuretin). Über den axonalen Transport gelangt dieses in den Hypophysenhinterlappen (Synonym: Neurohypophyse) und wird dort in den Hypophysen- Portalkreislauf abgegeben. ADH führt zu einer verstärkten Resorption von Wasser aus dem Primärharn. Somit kommt es zu einer verminderten Wasserausscheidung über die Niere, was einer Hyperosmolarität entgegen wirkt und den Blutdruck steigert.

Regulation der Nahrungsaufnahme

An der Regulation der Nahrungsaufnahme sind mehrere Kerne beteiligt. Sie ist sehr komplex und es existieren verschiedene Theorien. Die zwei wichtigsten seien hier genannt:

Beteiligt sind der Nucleus arcuatus und der Nucleus paraventricularis. Sind die Fettspeicher des Körpers gefüllt, schütten die Fettzellen das Hormon Leptin

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aus. Dieses hemmt im Nucleus arcuatus die Freisetzung von Neuropeptid Y (NPY). NPY wirkt hemmend auf den Nucleus paraventricularis und fördert das Hungergefühl. Leptin inhibiert also die hemmende Wirkung des NPY. Gleichzeitig stimuliert Leptin die Ausschüttung von alpha-MSH, einem Peptid-Hormon, das den Nucleus paraventricularis über den MC-4 Rezeptor stimuliert und Sattheit signalisiert. Funktionsausfall des MC-4 Rezeptors durch Mutationen führt schon im Kindesalter zu starkem Übergewicht und zum early-onset Diabetes mellitus Typ II.

Nach einer zweiten Theorie wird das Hungergefühl von zwei Teilen des Hypothalamus reguliert: Der laterale Hypothalamus regt bei einer Stimulation den Hunger an, der ventromediale Hypothalamus hingegen hemmt das Hungergefühl bei Stimulation. Diese Erkenntnis führte zur dualen Hypothalamustheorie des Hungers, nach der angenommen wird, dass die beiden Zentren den Beginn und die Beendigung der Nahrungsaufnahme steuern.

Schlaf und circadiane Rhythmik

Auch an der Regulation des Schlafs und der circadianen Rhythmik ist der Hypothalamus beteiligt: Der Nucleus tuberomammillaris produziert den Neurotransmitter Histamin und ein Peptid namens Orexin. Orexin wirkt über bestimmte Rezeptoren auf den lateralen Hypothalamus und führt zu gesteigerter Aufmerksamkeit. Mutationen dieses Rezeptors werden für das Krankheitsbild der Narkolepsie verantwortlich gemacht. Außerdem wird Orexin als wake-up-drug z. B. für Kampfjet-Piloten gebraucht. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Schlaflosigkeit zu vermehrter Nahrungsaufnahme und gleichzeitiger Gewichtsabnahme führt, und Orexin Appetit steigernd wirkt. Auch der Nucleus preopticus venterolateralis (VLPO) des Hypothalamus ist beteiligt an der Schlafeinleitung. Läsionen in diesem Kern führen zur Insomnie.

Der Nucleus suprachiasmaticus (SCN) enthält direkte Afferenzen aus der Retina. Hier vermuten Forscher den Sitz der „inneren Uhr“, Neurone, die für die circadiane Rhythmik verantwortlich sind. Der SCN kontrolliert sehr stark die Aktivität des Sympathikus. Über dieses vegetative System stimuliert der SCN die Freisetzung von Melatonin aus der Zirbeldrüse. Melatonin wird in den Abendstunden vermehrt ausgeschüttet und trägt zur Schlafeinleitung bei. Die höchste Konzentration findet sich im Blut um drei Uhr morgens. Die anatomische Verbindung vom SCN zur Zirbeldrüse führt über den Nucleus paraventricularis zum Seitenhorn des Thorakalmarks. Von dort aus erreichen sympathische Nervenfasern über eine Verschaltung im Ganglion cervicale superior begleitend mit den arteriellen Gefäßen die Zirbeldrüse. Diese schüttet circadian mit einem Maximum um drei Uhr morgens Melatonin aus.

Beeinflussung des Sexualverhaltens

An der Beeinflussung des Sexualverhaltens ist u. a. das Corpus mamillare beteiligt. Es ist Teil des Papez-Kreis und wird dem Limbischen System zugerechnet. Der Nucleus preopticus medialis ist an der Varietät des sexuellen Verhaltens beteiligt.

Ferner gibt der Nucleus paraventricularis über Projektionen in die Neurohypophyse das Hormon Oxytocin in den Blutkreislauf ab. Oxytocin ist während der Geburt an der Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur beteiligt, löst die Milchausschüttung aus den Milchdrüsen aus und beeinflusst Partner- und Mutter- Kind-Bindung positiv.

aus den Milchdrüsen aus und beeinflusst Partner- und Mutter- Kind-Bindung positiv. 3 von 5 17.03.2010 15:00

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Hormone des Hypothalamus

Wirkung in der Hypophyse

Endokrine Drüse / Wirkungsort

Wirkung

TRH (Thyreotropin-Releasinghormon, Thyreoliberin)

Ausschüttung von TSH (Thyroidea stimulierendes Hormon, Thyreotropin)

Schilddrüse

Thyroxin und Triiodthyronin

CRH (Corticotropin-releasing Hormone, Corticoliberin)

Ausschüttung von ACTH (Adrenocorticotropes Hormon, Adrenocorticotropin)

Nebennierenrinde

Aldosteron, Cortisol, Sexualhormone

GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormon. Gonadoliberin)

Ausschüttung von FSH und LH

Gonaden

 

GHRH (Growth-hormone-Releasinghormon, Somatoliberin)

Ausschüttung von Wachstumshormon

   

Somatostatin (Growth Hormone- Inhibitinghormon GHIH bezeichnet)

hemmt die Ausschüttung von Wachstumshormonen

   
 

Melanozyten-stimulierendes Hormon (MSH, Melanotropin) aus dem Hypophysenzwischenlappen (Pars intermedia)

 

verstärkte

MSH-RH (MRH, Melanoliberin)

Hautpigmentierung

     

verminderte

MSH-IH (MIH, Melanostatin)

verminderte Ausschüttung von MSH

Hautpigmentierung

vermutet, aber bislang nicht identifiziert:

     

PRL-RH (Prolaktin-Releasinghormon, Prolaktoliberin), TRH kann die PRL-Freisetzung stimulieren

soll die Prolaktinausschüttung fördern.

Milchdrüsen

fördert Laktation

Dopamin (auch als Prolaktin-Inhibiting-Hormon bezeichnet)

kontrolliert die Prolaktinausschüttung

Milchdrüsen

hemmt Laktation

Adiuretin (ADH, Vasopressin)

Hypophysenhinterlappen

 

Effektorhormon: direkter Stoffwechseleffekt ohne Drüse

Oxytocin

Hypophysenhinterlappen

 

Effektorhormon: direkter Stoffwechseleffekt ohne

Hypothalamus – Wikipedia

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Drüse
Drüse
Drüse

Drüse

Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Hypothalamus Drüse Lehrbuch der Physiologie, R. Klinke und S. Silbernagl, 4.

Lehrbuch der Physiologie, R. Klinke und S. Silbernagl, 4. Auflage ThiemeWikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Hypothalamus Drüse Hormone und Hormonsystem, B. Kleine und W.G. Rossmanith,

Hormone und Hormonsystem, B. Kleine und W.G. Rossmanith, Springer 2007Physiologie, R. Klinke und S. Silbernagl, 4. Auflage Thieme „Models of Hypothalamus“

Hormonsystem, B. Kleine und W.G. Rossmanith, Springer 2007 „Models of Hypothalamus“

„Models of Hypothalamus“ (http://www.scholarpedia.org/article/Models_of_Hypothalamus) in Scholarpedia (englisch, inkl. Literaturangaben) Scholarpedia (englisch, inkl. Literaturangaben)

Clifford Saper: „Hypothalamus“ (http://www.scholarpedia.org/article/Hypothalamus) in Scholarpedia (englisch, inkl. Literaturangaben) Scholarpedia (englisch, inkl. Literaturangaben)

in Scholarpedia (englisch, inkl. Literaturangaben) Wikibooks: Topographische Anatomie: Neuroanatomie:

Wikibooks: Topographische Anatomie: Neuroanatomie: Zwischenhirn – Lern- und Lehrmaterialien – Lern- und Lehrmaterialien

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Diese Seite wurde zuletzt am 28. Februar 2010 um 13:06 Uhr geändert.Kategorien: Neurobiologie | Zentralnervensystem | Gehirn Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons

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