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El Guerguarat: Mehrere Europaabgeordnete und hochrangige europäische

Politiker fordern zur Unterstützung Marokkos auf

Brüssel-Mehrere Abgeordnete und hochrangige europäische Politiker haben an


den Hochvertreter Joseph Borell appelliert, Marokko bei seinen Bemühungen
um den freizügigen Verkehr von Gütern und Individuen in der entmilitarisierten
Zone El Guerguarat zu unterstützen.

„Europäische Parlamentarier der Europäischen Volkspartei, der Sozialisten und


der Demokraten, Renew Europe sowie mehrere politische Persönlichkeiten
forderten den Hochvertreter für Auswärtige Angelegenheiten, Josep Borell, dazu
auf, das Neuingangbringen der Friedensgespräche zur Sahara-Frage unter der
Schirmherrschaft der Vereinten Nationen zu unterstützen“, berichtet das in
Brüssel ansässige Nachrichtenportal EU Political Report.

Der Autor des Artikels, Gary Cartwright, merkte an, dass diese Abgeordneten
"ihre Besorgnis im Hinblick auf das Anfachen der Spannungen nach der
Verletzung der entmilitarisierten Zone durch die bewehrten Milizen der Front
Polisario zur Sprache brachten".

„Sie begrüßten die Einrichtung einer Sicherheitskette durch Marokko, die die
Wiedereröffnung des Grenzpostens El Guerguarat bewerkstelligt, des einzigen
Grenzübergangs zwischen Europa, Marokko und Afrika südlich der Sahara, an
dem jährlich mehr als 4 Millionen Tonnen Waren verkauft werden-einer
wichtigen wirtschaftlichen Lebensader für die Region und einer strategischen
Verbindung zwischen Europa, Marokko und Afrika südlich der Sahara“.

In den letzten Wochen, so erinnert das Portal daran, traten in der 3,5-
kilometrigen langen entmilitarisierten Zone an der Grenze zu Mauretanien, die
die MINURSO seit 1991 überwacht, eine Reihe von Vorfällen ein.

"Diese entmilitarisierte Pufferzone war Gegenstand anhaltender militärischer


Eingriffe bewehrter Milizen der Front Polisario, die die Beförderung von Waren
nach Mauretanien, Afrika südlich der Sahara, lahmgelegt haben und sie de facto
untersagten", dem Autor des Artikels zufolge.

Trotz der Versöhnungsversuche des UNO-Generalsekretärs Antonio Guterres


und der von der internationalen Gemeinschaft bekundeten Bedenken wurde die
Wiedereröffnung des Grenzpostens wiederholt von den bewehrten Milizen der
Front Polisario gesperrt.
"Das Königreich Marokko hat daher nach der Verletzung dieses
entmilitarisierten Gebiets seine Verantwortung übernommen, indem es eine
Sicherheitskette eingerichtet hat, die die Wiedereröffnung der Grenze zu
Mauretanien und Afrika südlich der Sahara bewerkstelligt", ließ er bemerken.

Die Unterzeichner erinnerten daran, dass "es für uns wichtig sei, Ordnung in
diesem Gebiet zu gewährleisten und einen sicheren Verkehr in diesem
strategischen Gebiet sicherzustellen", und brachten gleichzeitig ihr Engagement
für das Waffenstillstand, das in 1991 für rechtsgültig erklärt wurde, zum
Ausdruck.

"Wir wiederholen die notwendigen Reaktionen auf jede Gefährdung der


Sicherheit und des friedlichen Lebens der Bürger der Region", hoben sie hervor,
die Wiederaufnahme des Weges des Dialogs und der Verhandlungen
einfordernd.

Sie erinnerten daran, dass „Ende 2018 zwei UNO-Begegnungen in Genf, bei
denen alle Konfliktparteien zusammenkamen, es bewerkstelligten, in einer
Perspektive des Friedens voranzukommen“, und baten Herrn Borrell und die
Vertretern der 27 EU-Mitgliedstaaten sowie des Europäischen Parlaments, alles
Möglichste zu unternehmen, „um sicherzustellen, dass die Vereinten Nationen
umgehend eine neue Verhandlungsrunde organisieren“.

Sie forderten "alle Konfliktparteien dazu auf, ihre Anstrengungen in einem


politischen Friedensprozess zu vervielfachen" und "diese Wiederaufnahme der
Verhandlungen auf der Grundlage klardefinierter Parameter wieder
aufzunehmen, woran die tatsächlichen Parteien dieses regionalen Konflikts
beteiligt sind".

Auf der Liste der Unterzeichner fungieren der Europaabgeordnete Frédérique


Ries MEP (Renew Europe), der Europaabgeordnete (PPE) und ehemaliger
Minister Brice Hortefeux, Mitglied der für die Beziehungen zum Maghreb
zuständigen parlamentarischen Delegation (Frankreich), der Europaabgeordnete
und ehemaliger Minister Paolo De Castro (S&D) (Italien) und Cristian Busoi,
MEP (PPE), Vorsitzender des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie
des Europäischen Parlaments (Rumänien).

Dazu kommen die Abgeordneten Pierre Karleskind (Renew Europe), Ilhan


Kyuchyuk (Renew Europe), Marc Tarabella, Abgeordneter und ehemaliger
Minister (S&D) sowie Dominique Riquet hinzu.
Es sind überdies Sandro Gozi (Renew Europe), Jo Leinen, Abgeordneter und
ehemaliger Minister (S&D) (Deutschland), Ramona Manescu (PPE), ehemaliges
Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Europäischen
Parlaments, Vizepräsidentin der Delegation für Beziehungen mit den Mashreq-
Staaten (Rumänien), Jean Pierre Audy (PPE), Vorstandsmitglied der
Vereinigung ehemaliger Abgeordneter, ehemaliger Delegationsleiter
(Frankreich), Cristian Dan Preda (PPE), ehemaliges Mitglied des Ausschusses
für auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments (Rumänien) und
Cécile Kyenge (S&D), ehemalige Ministerin (Italien).

Die Liste beinhaltet daneben Philippe Boulland (PPE), ehemaliger


Bürgermeister Betz (Frankreich), Hugues Bayet, (S&D) Bundesabgeordneter
(Belgien), Paul Rubig (PPE), ehemaliges Mitglied des Ausschusses für
internationalen Handel des Europäischen Parlaments, Mitglied des Wirtschafts-
und-Sozialausschuss (Österreich), Mercedes Bresso (S&D), ehemalige
Präsidentin des Ausschusses der Regionen (Italien), Tomas Zdechovsky,
Europaabgeordneter (PPE) Vizepräsident des Ausschusses für Beschäftigung
und Soziales (Tschechische Republik), und Ilana Cicurel, MEP, (Renew Europe)
Delegation für die Beziehungen zu den Maghreb-Staaten (Frankreich).

Quellen:

http://www.corcas.com

http://www.sahara-online.net

http://www.sahara-culture.com

http://www.sahara-villes.com

http://www.sahara-developpement.com

http://www.sahara-social.com

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