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Festschrift

30 Jahre

Interessengemeinschaft
Niederösterreichische
Komponistinnen und
Komponisten

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Festschrift
30 Jahre

Interessengemeinschaft
Niederösterreichische
Komponistinnen und
Komponisten

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VORSTAND

Mag. Richard Graf, Präsident

Dr. Leopold Brauneiss

Univ.-Prof. Mag. Johannes Kretz

Adriane Muttenthaler

Mag. Dr. Hubert Pöll

Mag. Wilfried Satke

Mag. Ferdinand Weiss

Förderer

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung Kunst und Kultur


BKA – Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur
AKM – Autoren, Komponisten, Musikverleger

4 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


Grußworte
Johanna Mikl-Leitner
Landeshauptfrau von Niederösterreich

30 Jahre INÖK
Seit 30 Jahren wichtige Plattform für heimische Musik-
schaffende

Kunst und Kultur haben in Niederösterreich einen hohen die Interessengemeinschaft mit der Aufführung hunder-
Stellenwert. Sie sind der Schlüssel für ein Miteinander ter Werke niederösterreichischer Komponistinnen und
sowie Motor für Innovation und Kreativität. Eine beson- Komponisten den heimischen Musikschaffenden eine
dere Bedeutung kommt dabei der Musik zu, denn die Plattform geschaffen, die ihresgleichen sucht.
Musik ist eine Sprache, die jeder versteht und die Men-
schen und Kulturen über Länder und Kontinente hinweg Für dieses großartige Engagement möchte ich dem Prä-
miteinander verbindet. Als Landeshauptfrau bin ich sidenten der Interessengemeinschaft Niederösterreichi-
stolz auf dieses reichhaltige und vielfältige musikalische scher Komponistinnen und Komponisten Richard Graf
Geschehen in unserem Bundesland, das nicht nur natio- und seinem gesamten Team sowie den Künstlerinnen
nal, sondern auch international Anerkennung findet. und Künstlern aufrichtig danken und wünsche weiterhin
viel Erfolg und alles Gute!
Große Anerkennung und Wertschätzung findet auch das
Engagement der Interessengemeinschaft der Niederös- Ich gratuliere der Interessengemeinschaft Niederöster-
terreichischen Komponistinnen und Komponisten. Im reichische KomponistInnen zu ihrem runden Geburtstag
Rahmen von Konzerten und Kooperationsprojekten und danke im Namen des Landes für das an den Tag
werden zahlreiche Werke niederösterreichischer Kompo- gelegte Engagement.
nistinnen und Komponisten national und international
aufgeführt sowie eine Vielzahl von Kooperationen mit
Kunst- und Kultureinrichtungen des Landes Niederöster-
reich durchgeführt. In den 30 Jahren ihres Bestehens hat

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Grußworte
Mag. Richard Graf
Präsident der INÖK

30 Jahre INÖK
in hohem Alter und krank – Ferdinand Weiss zu sich
bat und ihm diese „Arbeit“ anvertraute. Nun dauerte es
Die Tätigkeit der INÖK ist seit Anbeginn von einem beson- noch einige Jahre bis zu einem Schlüsselereignis, das zur
deren Engagement und einer Kontinuität aller Beteiligten Initialzündung und schließlich Gründung der INÖK führte:
geprägt. Die Aktivitäten und Zielsetzungen der als Verein Ende 1986 im Rahmen eines Konzerts der Arbeitsgemein-
organisierten Interessengemeinschaft haben sich im schaft hat der anwesende Geiger Prof. Eduard Melkus
Laufe der Jahre dabei inhaltlich kaum verändert: die (geb. 1928 in Baden bei Wien) angeregt, die Werke – die
Anregung und Aufführung von (neuen) Kompositionen bis dahin meist aus Manuskripten gespielt wurden – in
und deren Verbreitung durch Notenausgaben in der NÖ Form einer Druckausgabe öffentlich zugängig zu machen
Musikedition. 30 Jahre nach ihrer Gründung steht die um damit das Werk eines Komponisten, einer Komponis-
INÖK im Spannungsfeld neuer Technologien, die von der tin leicher verbreiten zu können. Er hat diese Idee auch
Digitalisierung und den sozialen Medien dominiert wird, schriftlich präzisiert und damit den Anstoß zur Gründung
aber auch gleichzeitig neue künstlerische Zugänge und einer Notenedition gegeben. 1989 war es schließlich
musikalische Durchlässigkeit ermöglicht. soweit: ein Proponententeam bestehend aus Ferdinand
Lassen Sie mich an dieser Stelle zurückblicken und die Weiss, Horst Ebenhöh und Werner Schulze haben nach
Geschichte der neuen Musik in Niederösterreich und mehrjähriger Vorbereitungszeit und zahlreichen Verhand-
schließlich der INÖK resümieren: lungen mit dem Land Niederösterreich die Idee einer
professionellen Interessenvertretung verwirklicht.
Niederösterreich und die Stadt Wien – welche bis 1986
Landeshauptstadt des größten Bundeslandes Österreichs Am 29. Juni 1989 wurde die Gründungsversammlung der
war – haben für die Musikgeschichte des 20. Jahrhun- INÖK – Interessengemeinschaft Niederösterreichische
derts, möglicherweise für das 21. Jahrhundert wohl eine Komponisten abgehalten und damit eine langjährige
richtungsweisende Bedeutung: Von der Entwicklung der Idee verwirklicht. Die INÖK sollte die Werke ihrer Mitglie-
Zwölfton-Musik durch Josef Matthias Hauer und Arnold der nicht nur aufführen, sondern auch in hochwertiger
Schönberg (dessen Mödlinger Wohnsitz mitunter auch Druckausgabe überregional und international zur Verfü-
als Geburtsstätte der Zwölfton-Musik bezeichnet wird), gung stellen. Damit war die NÖ Musikedition geboren.
über mannigfaltige Strömungen komponierter Musik
zu denen Komponisten wie Franz Schmidt, Max Brand, Mag. Ferdinand Weiss hat die INÖK von 1989 bis 1997
Theodor Berger und Gottfried von Einem zählen, lässt geleitet. Der logische Nachfolger war Univ.-Prof. Dr.
sich die Liste der mit Niederösterreich verbundenen und Werner Schulze, der auch als Gründungsmitglied der
erfolgreichen Komponisten lange fortsetzen. INÖK eine wesentlichen Beitrag geleistet hat und sich in
weiterer Folge ab 1997 für die internatione Verbreitung
Eine solche Persönlichkeit war der in Mödling lebende und Aufführung bemüht hat, dabei auch immer wieder
Komponist Norbert Sprongl, der 1959 die „Arbeitsge- die Vermittlung von Werken an SchülerInnen zum Thema
meinschaft Niederösterreichischer Komponisten“ gegrün- machte. 2009 wurde mir die INÖK von der Generalver-
det hat. Sprongl leitete diese bis 1972, als er – bereits sammlung einstimmig anvertraut. Meine verdienstvollen

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Vorgänger haben ein wertvolles Fundament geschaffen, die Geschichte gegeben hat, wurde das MAX BRAND
auf dem es nun galt weiterzubauen. Der Generations- Ensemble aus der Taufe gehoben. Ö1 hat dieses Konzert
wechsel brachte einige Umstrukturierungen mit sich, aufgezeichnet und in einer „Langen Nacht der Neuen
die sowohl organisatorischer, aber auch inhaltlicher Musik aus Niederösterreich“ ausgestrahlt. Seitdem
Natur waren. Auch der Name wurde genderkonform auf wurden bereits 150 Werke von über 80 KomponistInnen
„Interessengemeinschaft Niederösterreichische Kompo- aufgeführt, darunter auch 25 Uraufführungen, die vom
nistinnen und Komponisten“ geändert. Das Profil unserer MAX BRAND ­Ensemble in Auftrag gegeben wurden.
künstlerischen Aktivitäten wurde geschärft, neue Akzente
gesetzt und vor allem Randbereiche des kompositori- Dies alles hat dazu geführt, dass sich sowohl junge als
schen Schaffens wurden in den Blickpunkt gerückt. auch international renommierte Musikschaffende ange-
sprochen gefühlt und die INÖK in ihrem Profil wesentlich
Dies führte zu der konkreten Idee, die „Tage der Neuen bereichert und mit ihrer Mitgliedschaft all die genannten
Musik“ ins Leben zu rufen. Dabei erschien es mir sinnvoll, Aktivitäten unterstützt haben. Darüber hinaus repräsen-
nicht zuletzt aus meiner persönlichen Biografie heraus, tiert die Gesamtheit der Mitglieder in ihrem Schaffen eine
musikalische Grenzbereiche auszuloten und dementspre- enorme künstlerische Kreativität und Vielfalt, die mich
chend themenbezogene Symposien, Konzerte, komposi- dazu veranlassen, zu sagen, dass die INÖK mit großer
tionspädagogische Workshops und Vorträge anzubieten: Zuversicht den nächsten 30 Jahren entgegenblicken kann
„Neue Musik und Jazz“ (2010), „plugged – unplugged“ und die Werke ihrer Komponistinnen und Komponisten
(2011), „Neue Musi“ (2012), „Im Ernst“ (2013), „welt/spra- auch im 21. Jahrhundert Spuren hinterlassen werden.
che/musik“ (2014), „spektrum“ (2015) „Klang-Spiele“
(2017) und zuletzt „Frei-Spiel“ (2018) waren die Themen- Gleichzeitig stellt das Jahr 2019 für mich persönlich einen
schwerpunkte, die inhaltlich das bisherige Spektrum Wendepunkt dar, der auch durch das Motto „Neue Wege“
erweiterten. unterstrichen werden soll: die diesjährigen „Tage der
Neuen Musik“ im Palais Niederösterreich ermöglichen
Nachdem 2010 das erste Festival in dieser Form erfolg- eine würdige „Zwischenbilanz“ und stellen gleichzeitig
reich und mit viel positivem Feedback an der Donau Uni- den Startpunkt für eine neue Ära dar. Mit Ende des Jahre
versität und dem Haus der Musik Krems über die Bühne 2019 lege ich das „Ehrenamt“ als Präsident der INÖK
ging, begann ich mit der Umsetzung einer weiteren zurück und widme mich wieder verstärkt meinem eige-
Vision: Ein niederösterreichisches Ensemble zu grün- nen künstlerischen, kompositorischen Schaffen.
den, das nicht nur musikalisch höchste Qualität bietet,
sondern neue Zugänge zur zeitgenössischen Musik auch
unter Berücksichtigung von Elektronik, neuer Formen des
Jazz, freier und idiomatischer Improvisation, ­Rhythmen
der Welt sowie interdisziplinärer Konzepte ermöglicht
und dabei einem zu Unrecht vergessenen Komponisten
Referenz erweisen soll.

Max Brand, der 1980 beinahe unbemerkt in Langen-


zersdorf verstarb, hat mich durch seine Biografie, seinem
besonderen Zugang zur Musik und der damit verbun-
denen Außenseiterrolle seit geraumer Zeit beschäftigt.
Damit stieg das Bedürfnis, diesem Ensemble seinen
Namen zu geben, um die – im wahrsten Sinne des Wortes
– futuristischen Konzepte in der einen oder anderen Form
gegenwärtig werden zu lassen. Am 20. Oktober 2012 war
es dann soweit: Im Rahmen der „Tage der Neuen Musik“
in der Minoritenkirche Krems und in Anwesenheit von
Friedrich Cerha, der auch mit seinen Worten Einblick in

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Die INÖK wurde 1989 gegründet und bietet kreativen Musikschaffenden des
Landes Niederösterreich eine Plattform, um ihre Arbeit und somit das zeitge-
nössische Musikgeschehen zu dokumentieren und zu präsentieren. Jährlich
werden im Rahmen von Konzerten und Kooperationsprojekten zahlreiche
Werke niederösterreichischer Komponistinnen und Komponisten national
und international aufgeführt.

Folgende Initiativen gehen auf die INÖK zurück:

NÖ MUSIKEDITION

TAGE DER NEUEN MUSIK

MAX BRAND Ensemble

MAX BRAND Kompositionspreis

NETZWERK NEUE MUSIK NIEDERÖSTERREICH

Die Herausgabe von Noten im Rahmen der NÖ Musikedition bietet nicht nur
KomponistInnen eine wertvolle Verbreitungsmöglichkeit ihrer Arbeit, sondern
bereichert in Form von Einzelausgaben, Sammelbänden und Wettbewerbs­
literatur das Spektrum der Neuen Musik Österreichs.

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Mitglieder in der Jubiläumssaison 2019/2020
ALBERT Stefan JUFFINGER Corinne SALAMON Michael
ARTMÜLLER Conrad KITZBICHLER Johann Georg SATKE Wilfried
BAUMGARTNER Gerhard KLEIN Hans-Dieter SCHEER Uwe
BEDNARIK Josef KOGLMANN Franz SCHERMANN Dietmar
BERGAUER Karl KRETZ Johannes SCHRÖDL Karlheinz
BLECHINGER Alexander KREUZ Maximilian SCHULZE Werner
BÖTTCHER Eberhard Fritz KREUZPOINTNER Johann Simon SCHWEDIAUER-
BRAUNEISS Leopold KÜCHL Ulrich SOUTHWICK Martha Jean
BRUNNLECHNER Robert KUKELKA Alexander SINGER Pavel
CASTORAL Daniel LAGRANGE Gerhard SKORPIK Peter
CECH Christoph LUKAN Thomas SOMMER Silvia
CERHA Friedrich MANSER Hans-Peter SOYKA Ulf-Diether
CROW Robert Jamieson MANTLER Michael SPRINGER Christian
CVACH Berthold MOHAUPT Günther STEKEL Hanns-Christian
DE PASTEL Karen MUCK Daniel STERK Norbert
DE SURRIS Michael Rayan MUTTENTHALER Adriane STRAUSS Michael
DEUTSCH Bernd Richard NENING Wolfgang STRITZL Gerhard
DIMITROVA Tzveta NEUMANN Helmut SULZBERGER Hermann
EBENHÖH Horst NEUMAYR Albert THÜRAUER Franz
ERHART-SCHWERTMANN Ursula OSTERMANN Oliver TÜRKER Taner
ESSL Karlheinz PAUL Leonhard UNTERPERTINGER Judith
FALB Viola PAULUS Michael VAMI Peter
FIALA Günther PELINKA Werner WAGENDRISTEL Alexander
FROMHUND Hannes PELZL Stefan WAGNER Jakob
GENAHL Martin PINKL Joe WAGNER Wolfram
GRAF Richard PLATT Peter WEIDINGER Georg
GRUBER Heinz Karl PÖLL Hubert WEISS Ferdinand
GUTMANN Philipp Manuel PUBLIG Michael WERKL Heinrich
HAIDMAYER Karl PURGINA Julia WOHLGENANNT ZINCKE Johannes
HANKE Gregor RAFFASEDER Hannes WÜRDINGER Ernst
HASELBÖCK Lukas REKTENWALD Barbara ZAGLER Herbert
HEHER Hannes RICHTER Peter ZAMARIN Arnold
HOLIK Johannes ROPPERT Thomas ZIERHOFER Markus
HUBER Sonja SALAMON Maria

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Leopold brauneiss
Geboren 1961 in Wien

Werke für Orchester, Kammermusik – u. a. Drei Inventionen über Dreiklänge


für zwölf Saxophone, Dodekaharmonia für Akkordeon, Ascensio für Klavier, De
natura harmoniae für Kammerorchester

Verlage
Edition ContempArt, NÖ Musikedition

„Dreiklangsstudien“ für Violine und Klavier, Manuskript

24 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Für die Werke der letzten
Universität Wien: Musikwissenschaft und Kunstgeschichte, Jahre ist in zunehmendem
Lehramt Geschichte Maße die Verbindung von
1988 Dr. phil. (Dissertation „Friedrich Wildgans. Leben, Wirken und Werk“) Kompositionstechniken des
Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien: 20. Jahrhunderts mit traditio-
Musikerziehung (A I) nellem Material, insbesondere
1985 Mag. art. Dreiklängen, charakteristisch;
Instrumentalpädagogik Klavier eine Verbindung, die behutsam
1990 Lehrbefähigung Klavier irritiert und verschiedene, auch
verschieden tief schürfende
Weisen des Hörens und Verste-
hens zulässt.
BERUFLICHE LAUFBAHN

1987–1992 Lehrer an einem Wiener Gymnasium Leopold Brauneiss


seit 1990 Lehrer am Josef Matthias Hauer-Konservatorium bzw.
der Josef Matthias Hauer-Musikschule der Stadt Wiener Neustadt
(Klavier, Korrepetition, bis 2007 auch Theoriefächer)
seit 2007 Lehraufträge für Tonsatz an der Universität Wien und
an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig

Publikationen und Referate zur Musik des 20. Jahrhunderts

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1986 Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft


und Forschung
1993 Anerkennungspreis der Stadt Wiener Neustadt
1993 1. Preis beim Kompositionswettbewerb des ZeitgeNÖssischen
Herbstes
2001 Anerkennungspreis für Musik des Landes Niederösterreich

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friedrich cerha
Geboren 1926 in Wien

Aufträge vieler internationaler renommierter Institutionen, Aufführungen


in aller Welt, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen

Musikdramatische Werke
Spiegel I–VII (UA 1979 Graz), Netzwerk (UA 1981 Wiener Festwochen), Baal
(UA 1981 Salzburger Festspiele), Der Rattenfänger (UA 1987 Steirischer Herbst
Graz), Der Riese vom Steinfeld (UA 2002 Staatsoper Wien), Orchesterwerke
und Instrumentalkonzerte (Violine, Violoncello, Saxophon, Posaune,
Schlagzeug), Ensemblestücke, Kammermusik, Chorwerke, Lieder

Zahlreiche Tonträgeraufnahmen
Cerha-Dokumente (12 CDs ORF Edition Zeitton), col legno, ECM u. v. m.
Portraitfilm: http://felixbreisach.at

Verlage
www.universaledition.com/cerha Universal Edition, Doblinger, edition modern

„Acht Sätze nach Hölderlin-Fragmenten“ für Streichsextett, © Universal Edition

32 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Nach der Auseinandersetzung
1946–1953 Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien: Komposition mit dem Neoklassizismus, der
(Alfred Uhl), Violine (Váša Příhoda), Musikerziehung Wiener Schule, seriellen Techni-
1946–1950 Universität Wien: Philosophie, Musikwissenschaft, Germanistik ken und einer eigenständigen
(Dr. phil.) Anwendung der letzteren um
1960 Entwicklung einer von
traditionellen Formulierungen
völlig freien Art der Klangkom-
BERUFLICHE LAUFBAHN position. In folgenden Werken
erneute Beschäftigung mit Qua-
Musiklehrer und Konzertgeiger litäten der europäischen Tradi-
1958 mit Kurt Schwertsik Gründung des Ensembles für neue tion, aber auch mit der Musik
Musik „die reihe“ außereuropäischer Kulturen mit
ab 1959 Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst dem beständigen Bestreben,
in Wien eine Vielfalt von Erfahrungen
1976–1988 Professor für Komposition, Notation und Interpretation neuer in komplexen musikalischen
Musik Organismen zu bewältigen.
seit 1960 Tätigkeit als Dirigent (Orchester, Ensemble, Oper) bei zahlreichen
international renommierten Institutionen und Festivals
seit 1997 vorwiegend als freischaffender Komponist tätig Friedrich Cerha

Zahlreiche Publikationen, u. a. Friedrich Cerha: Schriften. Ein Netzwerk


(Verlag Lafite)

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1953–1971 Förderungspreise verschiedener österreichischer Institutionen


1974 Würdigungspreis der Stadt Wien
1985 Würdigungspreis des Landes Niederösterreich
1986 Großer Österreichischer Staatspreis
Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold
Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark
2005 Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst
2006 Officier dans l’ordre des Arts et Lettres
Goldener Löwe der Biennale von Venedig für das Lebenswerk
2007 Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
2008 Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
2012 Ernst von Siemens Musikpreis

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Robert Jamieson Crow
Geboren 1956 in London

Werke
Vokal- und Kammermusik, Musiktheater, Werke für Kammerorchester, Lieder.
Auftragskompositionen u.a. für das MAX BRAND Ensemble

Aufführungen in Österreich, Deutschland, England, Frankreich, den Nieder-


landen, Tschechien, Ungarn, Albanien, USA und Japan. Rundfunkaufnahmen:
ORF, SDR

Verlage
Verlag Neue Musik Berlin, AMA Verlag, Innsbruck University Press, NÖ Musike-
dition

„rhyming games“, Eigenverlag

34 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Heterophonie, Zufallselemente,
1974–1977 King’s College Cambridge: Komposition bei Robin Holloway, symmetrische bzw. modale
Gordon Crosse, Alexander Goehr Strukturen, die durchlässig
1977–1978 Royal Academy of Music London: Violine bei Emmanuel Hurwitz sind für unkontrollierte tonale
und Sidney Griller Anspielungen, das Loslassen,
1978–1983 Mozarteum Salzburg: Violine bei Sandòr Vegh, Komposition wie auch das Wiederergreifen
bei Cesar Bresgen einer vertikal-harmonischen
1998–2003 Universität Innsbruck: Musikwissenschaft bzw. metrischen Ordnung: Mit
2003 Promotion diesen und anderen Mitteln
versuche ich meinen durch
unterschiedliche Traditionen
geprägten Zugang zu Tonalität
BERUFLICHE LAUFBAHN noch offen und unvorhersehbar
zu halten.
bis 1990 Geiger in mehreren Ensembles vor allem im Bereich der
zeitgenössischen Musik, u. a. ÖENM (Österreichisches Ensemble
für Neue Musik), Ensemble 20. Jahrhundert, Camerata Academica Robert Jamieson Crow
Salzburg
1996–1997 Lehrbeauftragter für Tonsatz an der Hochschule „Mozarteum“
seit 1996 Gastdozent am Institut für Musikwissenschaft der Universität
Innsbruck
seit 1999 Lehrbeauftragter für Historische Satzlehre am Institut
für Musikwissenschaft der Universität Salzburg

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1977 Churchill Preis für Komposition, Cambridge


1978, 1979 Stipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst
1994 Associate of the Royal College of Music London
1998 1. Preis International Composition Competition
(“Classical Music Magazine”, London)

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BERTHOLD CVACH
Geboren 1948 in Großweikersdorf, Niederösterreich

Werke
5 Stücke für Bläserquintett, Stücke für Flöte und Streicher, Oboe und Streicher,
sowie ein Stück für Orchester, 4 ernste Lieder, sowie Chorwerke. Der Jazz und
Popularbereich umfasst Lieder, auch Wiener Lieder, Stücke für kleine Ensemble
und Bigband, ebenso wie Arrangements von Jazzstandards für Bigband und
Chor.

www.cvachmusic.com

„Bewältigung“ für Orchester

36 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Meine Vorstellung kreative
1967 - 1975 Universität Wien (Mag. der Pharmazie) Musik zu konzipieren versuche
1996 - 1997 Ausbildung zum vertretungsberechtigten Apotheker ich sorgfältig umzusetzen. Mein
2014 - 2018 Privatuniversität JAM MUSIC LAB (Theorie, Arrangement, Stil ist weit gefächert und ich
Komposition) bei Christian Mühlbacher, Abschluss mit BA-M. möchte in keine Schublade ein-
seit 2013 weitere Studien: Privates Kompositionsstudium bei Jaime geordnet werden. Tonale und
Wolfson nicht tonale Räume entstehen
seit 2018 Masterstudium an der Privatuniversität JAM MUSIC LAB im Kopf. Jazz, Popularmusik
und neue Musik sind meine
Genres. „Meine Phantasie soll
keine Grenzen kennen.“
BERUFLICHE LAUFBAHN

1975 - 1996 Manager bei verschiedenen internationalen Pharmafirmen


1996 - 1997 Aspirant in der Apotheke Purkersdorf
1997 - 2006 Angestellter Apotheker in verschiedenen Apotheken Österreichs
1998 - 2013 Leitender Manager in internationalen Pharmaunternehmen
Österreichs
Seit 2014 Pension

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bernd richard deutsch
Geboren 1977 in Mödling

Werke: Kammermusik, „Mad Dog“ für Ensemble (2011), „Dr. Futurity“ für
Ensemble, Orchesterwerke (u. a. „subliminal“ (2010)) und Instrumentalkonzerte,
Oratorium „Martyrium oder die Dinge sind“ (2001-05), Kammeroper
„Die Verwandlung“ nach Franz Kafka (1998)

Aufführungen weltweit und bei zahlreichen Festivals, u. a. bei der Biennale


Neue Musik Hannover, Eclat-Festival Stuttgart, Klangspuren Schwaz,
Foto©Tony Gigov

Schleswig-Holstein-Festival, Wien Modern

Kompositionsaufträge u. a. von Ensemble die reihe, Klangforum Wien,


Klangspuren Schwaz, Land Niederösterreich, ORF, Österreichische
Kammersymphoniker, RSO Wien, SWR Stuttgart, Staatstheater Stuttgart,
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Wien Modern

Interpreten: Aleph Gitarrenquartett, Arditti String Quartet,


www.berndrdeutsch.com Ensemble die reihe, Ensemble Kontrapunkte, Ensemble Lux, Ensemble Wiener
Collage, ensemble xx. jahrhundert, Haydn-Trio Eisenstadt, Klangforum Wien,
Mozarteum Orchester Salzburg, Österreichische Kammersymphoniker, RSO
Stuttgart, RSO Wien, Staatsorchester Stuttgart, Tokyo Philharmonic Orchestra

Verlage
Boosey & Hawkes, Doblinger

„Zwischenräume“ für Violoncello und Klavier (Nr. 4, 1999), © Doblinger

42 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG

1993–1995 Komposition, Klavier und Fagott am Josef-Matthias-Hauer-


Konservatorium in Wiener Neustadt
seit 1995 Kompositionsstudium an der Universität für Musik
und darstellende Kunst Wien (Tonsatz bei Dietmar Scherman,
Komposition bei Erich Urbanner, elektroakustische Komposition
bei Dieter Kaufmann)
1996 Teilnahme an der Internationalen Sommerakademie
Prag-Wien-Budapest (Komposition bei Ivana Loudova)
1999 Teilnahme an der 7. Internationalen Akademie für Neue
Komposition und Audio Art in Schwaz/Tirol (Stipendiat von
„Avantgarde Schwaz 1999“: Instrumentalkomposition bei
Boguslaw Schaeffer und Computermusik bei
Marek Choloniewski)
2000 Teilnahme am Internationalen Bartók-Seminar Szombathely
(Manuel Hidalgo)
2001 Diplomprüfung in Komposition mit einstimmiger Auszeichnung

PREISE UND ANERKENNUNGEN (Auswahl)



1994/2002 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich
1995 2. Preis beim Kompositionswettbewerb der Ernst-Vogel-Stiftung
1997 2. Preis beim Kompositionswettbewerb „Biennale Neue Musik
Hannover“
1997/2011 Theodor-Körner-Preis
2002 Ernst-Krenek-Preis der Stadt Wien
2003 Förderungspreis für Musik der Republik Österreich
2009 Förderungspreis der Stadt Wien für Musik
2010 Staatsstipendium für Komposition
2011 Würdigungspreis des Landes Niederösterreich
2011 2. Preis beim Toru Takemitsu Composition Award
2013 Erste Bank-Kompositionspreis
2014 Hindemith-Preis

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tzveta dimitrova
Geboren 1968 in Stara Zagora, Bulgarien

Werke für Klavier solo, Symphonieorchesterwerke, Streichorchesterwerke,


Kammermusikwerke, elektronische Werke, Chorwerke. Kompositionsauftrag
u.a. für das MAX BRAND Ensemble

Aufführungen
Österreich, Slowakei, Ungarn, Bulgarien

CDs
The Next Generation – ORF Zeitton
Mehrere CDs mit der ÖGZM als Komponistin und Pianistin

„Metamorphose“ für Klavier und Kammerorchester, Eigenverlag

44 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Das Komponieren bedeutet
1987–1994 Musiktheoriestudium an der Staatlichen Musikakademie für mich vor allem, ehrlich
“Pancho Vladigerov“ Sofia/Bulgarien; Diplom mit Auszeichnung gegenüber dem Musikgeist
1992–1997 Kompositionsstudium bei Prof. Alexander Tekeliev an der des Werkes zu bleiben. Das ist
Staatlichen Musikakademie “Pancho Vladigerov“ in Sofia/ eine Art Entdeckungsreise. Je
Bulgarien; Titel der Diplomarbeit „Konzert für Klavier und Orchester“ feiner und vielschichtiger die
seit 1998 Kompositionsstudium bei o.Univ. Prof. Erich Urbanner musikalischen Sinnesorgane
an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien des Autors arbeiten, desto
wahrhaftiger erscheint das
fertige Stück. Meiner Erfahrung
nach existieren die Musikwerke
BERUFLICHE LAUFBAHN im Geist schon länger und der
Komponist gräbt sie langsam
1992 Musikredakteurin des Bulgarischen Privatradiosenders „99“ aus, wobei er die Rolle eines
1994–1998 Korrepetitorin an der Gesangsabteilung der Staatlichen professionellen Archäologen
Musikakademie in Sofia einnimmt. Egal ob von einem
1999 Freiberufliche Tätigkeit als Musik-Korrespondentin Kinderlied, einem Orchester-
des Bulgarischen Nationalradios werk oder elektronischer Musik
2001–2004 Pianistin an der Internationalen Sommerakademie die Rede ist, die Musik bleibt
„Prag-Wien-Budapest“ am Semmering/Kompositionsmeisterkurs für mich auch immer mit den
2010 Klavierbegleiterin beim Vokal Ensemble Mödling Naturprozessen verbunden. Der
Seit 2008 Selbstständige Tätigkeit als Pianistin und Komponistin Interpret beschreitet dabei den
gleichen Weg, aber mit schon
geöffneten Augen.

PREISE UND ANERKENNUNGEN


Tzveta Dimitrova
1994 Spezialpreis für Komposition des Wettbewerbes “Musik
und Erde” (international), sowie Spezialpreis des bulgarischen
Komponistenverbandes (UBC)
1997/98 Außerordentliches Auslandsstipendium des Bundesministeriums
für Wissenschaft und Forschung
2002 Aufführungspreis der SKE/AUSTRO MECHANA für die
Choreographie des eigenen Werkes „Metamorphose“ für Klavier
und Kammerorchester
2003 THEODOR- KÖRNER-FONDS-Förderungspreis für die Komposition
„Chameleon`s Play“ für Klavier und Schlagwerk (2003)
2004, 2005 Stipendiatin der TOKYO FOUNDATION/Japan
2005 Stipendium der Czibulka-Stiftung an der Musikuniversität
für Musik und darstellende Kunst Wien
2007/08 Stipendiatin der Stiftung Dr. Robert und Lina Thyll-Dürr/Schweiz
2008 Förderungspreis der Stadt Wien für besondere Leistungen
auf dem Gebiet der Musik
2017 Bundeskanzleramt, Österreich, Verleihung eines
Arbeitsstipendiums für die kompositorische Tätigkeit
2018 Bundeskanzleramt, Österreich, Verleihung eines
Staatsstipendiums für die kompositorische Tätigkeit

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horst ebenhöh
Geboren 1930 in Wien, lebt derzeit in Dürnstein /NÖ

Werke fast aller Musikgattungen: Solo- und Kammermusik, Orchesterwerke,


Lieder, Opern

Zahlreiche Aufführungen im In- und Ausland

Rundfunkaufnahmen, Schallplatten und CDs

Verlage
Apoll-Edition, Edition Boldo Musikverlag, Edition ContempArt, Verlag
Doblinger, NÖ Musikedition, Musikverlag Portius, Musikverlag Robitschek

www.ebnet.at

Aus: „Melker Orgelstücke op. 83“ – V. Stück

46 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Mein Leben befindet sich ohne
ab 1939 Konservatorium der Stadt Wien: Klavier (Roland Raupenstrauch, Unterlass in einem Rahmen von
Richard Hauser) Erregung und Beruhigung, so
1948–1952 Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien: Klavier wie meine Musik sich zwi-
(Doris Leischner) und Musikpädagogik, Universität Wien: Geographie schen extremer Dynamik und
Kalmierung bewegt. Ich folge
1955, 1960, 1961 und 1962 ausgedehnte Orientreisen, die das Musikempfinden meinen primär empfundenen
nachhaltig beeinflusst haben. musikalischen Vorstellungen,
korrigierend hilft mir die „Ratio“.
Während des Komponierens
bin ich mein eigener und erster
BERUFLICHE LAUFBAHN Zuhörer, nach Gutdünken filtere
ich das heraus, was ich zu hören
um 1950 Mitglied der AG „Junge Komponisten“ mir vorstelle.
1953–1962 Lehrtätigkeit an Gymnasien in Krems, Organisator und
Mitwirkender vieler Aufführungen Alter und Neuer Musik Mein Kompositionsstil hat seine
1962–1966 Lehrtätigkeit am Gymnasium in Baden frühen Wurzeln im ursprünglich
1966–1990 Lehrtätigkeit am Bundesgymnasium Wien VI romantisch-tonalen Empfin-
1989 Gründungs- und Vorstandsmitglied der INÖK den, ich war und bin aber stets
für neue akustische Eindrücke
Vorstandsmitglied und organisatorische Tätigkeit in mehreren aufnahmebereit, ohne mich der
österreichischen Musikorganisationen, Vorträge und Workshops experimentellen Avantgarde
voll anzuschließen. Die Tona-
lität verlor für mich nach und
nach ihre stilprägende Bedeu-
PREISE UND ANERKENNUNGEN tung, der Rhythmus trat in den
Vordergrund (Orientreisen),
1950 Kompositionspreis der Akademie für Musik in Wien Klang- und Geräuschfarben sind
Förderungspreis der Stadt Wien heute den Motivbildungen und
1965 Förderungspreis des Landes Niederösterreich deren Verarbeitungen in meinen
1968 Kompositionspreis der Akademie für Musik Werken ebenbürtig. Langeweile
und darstellende Kunst in Wien mag ich nicht.
Theodor-Körner-Förderungspreis (zweimal)
1979 Award beim Wettbewerb von Los Alamos
1972 Österreichischer Staatspreis (Förderungspreis) Horst Ebenhöh
1975 Premio cittá di Trieste
1980 Würdigungspreis des Landes Niederösterreich

Zahlreiche Kompositionsaufträge aus dem In- und Ausland

www.inoek.at 47
URSULA ERHART-SCHWERTMANN
Geboren 1955 in Wien

Kompositionen vor allem für Soloinstrumente und verschiedene Kammermu-


sikbesetzungen, aber auch Vokalmusik, Orchesterstücke. und Big Band-Kompo-
sitionen

Aufführungen in Österreich, Deutschland, Italien, Großbritannien, Dänemark,


Ungarn, Finnland, Israel und den USA, Kompositionsaufträge für Solisten und
Kammermusikensembles

Diverse CDs, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen als Interpretin und Bearbei-


terin

Verlage: Doblinger, NÖ Musikedition, Bellmann

http://ursula.erhart-schwertmann.com

„PercuCello“ für Violoncello solo

48 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Nach vielen Jahren der Beschäf-
1962-1982 Violoncello-Studium an der heutigen Universität für Musik tigung mit Bearbeitungen
und darstellende Kunst in Wien (F. Litschauer, T. Kühne) „fremder“ Musik reifte in mir der
1977 Lehramtsprüfungen Musik- und Instrumentalmusik- Wunsch, „Eigenes“ zu schaffen.
erziehung sowie Lehrbefähigungsprüfung Violoncello mit Komponieren bedeutet für
Auszeichnung mich, losgelöst von Traditionen
1978 Sponsion zum Mag. art. eigene Ideen zu verwirklichen
1980 künstlerische Diplomprüfung Violoncello und doch die musikalische
2018-2019 Lehrgang „Jazz in contemporary Music“ an der Donau- Erfahrung und das erlernte
Universität Krems Wissen einzubringen. Meine
seit 2019 Master-Studium Komposition an der JAM MUSIC LAB Private Kompositionen sind stilistisch
University nicht in ein Schema einzuord-
nen, es interessiert mich, immer
BERUFLICHE LAUFBAHN wieder Neues auszuprobieren.

1978-1982 Juniorenvertrag als Cellistin im ORF-Symphonieorchester


seit 1983 Mitglied des Tonkünstlerkammerorchesters, vielfach als Ursula Erhart-Schwertmann
Solocellistin (heute Academia Allegro Vivo)
seit 1983 in verschiedenen Kammermusikvereinigungen aktiv
(Wiener Kammersolisten, Hugo Wolf-Quartett, Wiener
Bohème-Quartett, Tonkünstler-Trio etc.)
seit 1987 Mitglied des Tonkünstlerorchesters
1988-1998 Solocellistin des Amadeus-Ensemble Wien (Neue Oper Wien)
seit 1991 umfassende Tätigkeit als Musikbearbeiterin: 30 Veröffentli-
chungen im Verlag Doblinger, zahlreiche Einspielungen von
Bearbeitungen auf CD
2011 in Zusammenarbeit mit der INÖK Einspielung der CD „Neue
Kammermusik aus Niederösterreich“ (mit der Pianistin
Edda Andrea Graf ). Seit damals umfangreiche Konzert-
tätigkeit mit Werken zeitgenössischer (Nieder-)
österreichischer KomponistInnen.
seit 2012 Beschäftigung mit eigenen Kompositionen
seit 2013 Vorstandsmitglied der ÖSTIG (Österreichische
Interpretengesellschaft)
seit 2018 Organisation des Büros der INÖK
Mitarbeit bei der Johann Strauß Gesamtausgabe des
Verlages Doblinger als Herausgeberin

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1977 Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft


und Forschung
1984 Preisträgerin der Badener Beethoventage
2014 Carl von Ossietzky-Kompositionswettbewerb: Auszeichnung
2014 Anerkennungspreis für Musik des Landes Niederösterreich
für die Einspielung der CD „Neue Kammermusik aus
Niederösterreich“ (in Zusammenarbeit mit der INÖK)
2016 Preisträgerin des Timo Korhonen Kompositionswettbewerbes
2018 Preisträgerin des 1. Österreichischen Komponistinnen-
wettbewerbes

www.inoek.at 49
Karlheinz Essl
Geboren 1960 in Wien

Werke
Instrumentalwerke, Kompositionen mit Live-Elektronik und Improvisations-
konzepten, Klanginstallationen, ortsbezogene Musik- und Raum-Performances
sowie Internet-Projekte

CDs (Auszug)
Rudiments (TONOS 1995) – Instrumentalkompositionen
©RUDE (Lotus Records 2011) – elektronische Musik
Gold.Berg.Werk (Preiser Records 2008) – Streichtrio und Live-Elektronik
whatever shall be (Edition Eirelav 2013) – Spielzeuginstrumente
und Live-Elektronik

Verlage
www.essl.at Universal Edition, Breitkopf & Härtel, Apoll-Edition, Donemus

exit*glue for trombone and electric guitar

50 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
1979–1989 Universität Wien: Musikwissenschaft, Kunstgeschichte,
Philosophie (Dr. phil) Dissertation über „Das Synthese-Denken
bei Anton Webern“
1981–1987 Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien: Tonsatz
(Alfred Uhl), Komposition (Friedrich Cerha), Elektroakustische
Musik (Dieter Kaufmann), Kontrabass (Heinrich Schneikart)

BERUFLICHE LAUFBAHN
1992–1993 composer-in-residence am IRCAM (Paris)
1990–1994 composer-in-residence bei den Darmstädter Ferienkursen
für Neue Musik
1997 composer-in-residence der Salzburger Festspiele
(„Next Generation“)
1993–2016 Musikintendant der Sammlung Essl (Schömerhaus, Essl Museum)
1995–2006 Lehrbeauftragter für Algorithmische Komposition
am Brucknerkonservatorium Linz
2007 ff. Professor für Elektroakustische und Experimentelle Komposition
an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien

Ständige Auftritte als Live-Elektroniker und Improvisator mit selbstentwickel-


ten Software-Instrumenten. Entwickelt Computerprogramme für Komposition
und Klangverarbeitung. Internationale Vortragstätigkeit und Konzertreisen.
Zusammenarbeit mit KünstlerInnen unterschiedlichster Genres, u.a.
mit Harald Naegeli (Sprayer), Jonathan Meese (Maler), Andreas Okopenko
(Dichter), Sabina Holzer (Tänzerin).

PREISE UND ANERKENNUNGEN


1987 Internationaler Kompositionswettbewerb für Streichquartett
(Budapest)
1988 Adolf-Schärf Preis (Wien)
2002 Leopold-Preis (NÖN)
2004 Würdigungspreis des Landes Niederösterreich
für Musik (St. Pölten)
2005 Extensible Toy Piano Composition Competition
(Clark University, Worcester, MA)

PUBLIKATIONEN (Auszug)
Zufall und Notwendigkeit; in: Musik-Konzepte 66, „Gottfried Michael Koenig“
(München 1989)
Kompositorische Konsequenzen des Radikalen Konstruktivismus; in:
Positionen 11 (Berlin 1992)
Klangkomposition und Systemtheorie; in: Darmstädter Beiträge
zur Neuen Musik 20 (Mainz 1994)
Strukturgeneratoren. Algorithmische Komposition in Echtzeit (Graz 1996)
Improvisation über „Improvisation“; in: Musik-Wissenschaft an ihren Grenzen
(Wien 2002)
Algorithmic Composition; in: Cambridge Companion to Electronic Music
(Cambridge 2007)
Wandlungen der elektroakustischen Musik; in: ANKLAENGE (Wien 2008)
The Chances of Chance; in: Handbook Of Research On Creativity (Sydney 2012)

www.inoek.at 51
viola falb
Geboren 1980 in Tulln/Donau

Werke
Kammermusik, Jazz, Musk für Kinder, Kompositionen für das European Saxo-
phone Ensemble u.a.

Kompositionsaufträge u.a. für das MAX BRAND Ensemble, Classical:Next

Zahlreiche Aufführungen

Tätigkeit als Interpretin und Ensembleleiterin

www.violafalb.com
www.falbfiction.com
www.kitschandglory.com
www.phoen.at

VIOLA FALB
NEXt:tEN

Aufstellung des Saxophonquartetts: 1. Stock der Säulenhalle, jede/r auf einer Seite des Raumes, Blick in den Saal,
am besten auswendig gespielt, Einsätze immer auf Zeichen (da durchgehendes Tempo auf Grund der Akustik schwer sein wird)

Pausen, die mit einem * versehen sind, sind Klangpausen, d.h. sie werden manchmal länger sein, als notiert; Länge nach
musikalischem Ermessen der Musiker;

SLAP: mit notiertem Ton-Klang, laut;


MP: Multiphonic, nebenstehendes Griffsystem verwenden;
Vibrato steigern: aus einem dezenten Vibrato eine große Amplitude entstehen lassen;
OBERTON: zwischen den Obertönen spielen, Spaltklang erzeugen;

q=74

       
 MP

  
1

      
2
    

3 Bb
Sopransaxophon 4
5
fff 6
f fff

       
         
      

SOLO MP

   
gliss.
   
1

Altsaxophon   2
3
5 C#

6 6 mp 6
fff
fff ppp ff 5 7

   
SOLO...Vibrato steigern

MP
 
          
1

   
4 Bb
Tenorsaxophon

5
6 Eb

mf fff ppp
fff

1
MP

2

      
3 Bb

   
SLAP SLAP
     
4
Baritonsaxophon   
5
6
  
 ff

fff
fff

„NEXt:tEN“ für Saxophonquartett, Eigenverlag

52 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Kompositionsstil: angesiedelt
1998 Studium an der Universität für Musik und d. Kunst Wien – zwischen Jazz, Improvisation
Saxophon Klassik bei Mag. Christian Maurer und zeitgenössischer Klassik, vor
Saxophon Popularmusik bei Klaus Dickbauer, Wolfgang Puschnig; allem Kammermusik
2007 Masterprüfung mit Auszeichnung
2004/05 Auslandsstudien an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Komponieren ist für mich...
Berlin eine Suche nach Klang, Melodie
Unterricht bei Gebhard Ullmann, Jiggs Whigham, Rolf Zielke, ... und Ausdruck, eine Auswahl
2007 Studium Jazzkomposition an der Bruckner Uni Linz zu treffen aus dieser Unzahl an
bei Christoph Cech Möglichkeiten, meine eigene
2010 Studienaufenthalt in New York, Unterricht bei Chris Potter, Stimme zu finden und Gedan-
Greg Osby, Steve, Lehmann, Hal Crook,... ken in meinem Kopf zu ordnen.
2013 Kompositionsunterricht bei Django Bates in Bern Verschiedenste Lebensmomente
in Musik umzudeuten, ihnen
einen Soundtrack zu schreiben
und sie so für mich unsterblich
BERUFLICHE LAUFBAHN zu machen, Geschichten zu
erfinden und sie zu erzählen,
Kompositionsaufträge von Wiener Festwochen (2007), Viertelfestival mir meine innere Welt bewusst
(2009/2018/2019), INÖK, Universität für Musik (2013/2014), machen und mich mit mir zu
Saxophonic Orchestra, Faltenradio, Cross Nova, Zeitgenössische Oper und Kam- beschäftigen...
mermusikstücke für Kinder, … eine Leidenschaft ohne die ich
nicht mehr sein wollen würde!
2013 Mitglied und Komponistin des European Saxophone Ensembles
2014 Uraufführung des Kompositionsauftrages der INÖK
im Arnold Schönberg Center Viola Falb
2014 Kompositionsauftrag von SNIM

Bandleaderin von FALB FICTION, Gründung 2004

Weitere Projekte: Saxophonquartett PHOEN, M:I:O, FS:eins, Falb/Holub/Satzin-


ger, Mitglied bei Studio Dan

PREISE UND ANERKENNUNGEN

2008 Gewinnerin des Hans Koller Preises: Newcomer des Jahres 2008
2013 Gewinnerin des Kompositionswettbewerbes Classical:Next 2013
2013 Gewinnerin des Anerkennungspreises des Landes NÖ –
Sparte Musik 2013
2013 Startstipendium des Bundesministeriums
2015 Staatsstipendium für Komposition 2015
2015 Gewinnerin des Harry Pepl Preises
2018 Nominiert für den STELLA18 - Herausragende Musik

www.inoek.at 53
richard graf
Geboren 1967 in Wiener Neustadt

Werke: Als Komponist und Gitarrist Grenzgänger zwischen musikalischen


Welten, die von Kammermusik, Elektronik, freier Improvisation, Jazz und Welt-
musikeinflüssen bis hin zu Klanginstallationen reichen

Aufführungen in Asien, Australien, Europa und in den USA

Initiator der Tage der Neuen Musik, des MAX BRAND Ensembles und des
MAX BRAND Kompositionspreises

Mehrere CDs und Rundfunkaufnahmen: RICH ART Records, Extraplatte,


ORF Edition Zeitton

Verlage
Universal Edition, SCHOTT MUSIC, Advance Music, NÖ Musikedition

www.richardgraf.com

„Sister“, Eigenverlag

60 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Komponieren bedeutet für
1986–1992 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: mich: Neues zu gestalten,
Instrumentalpädagogik und Konzertfach Gitarre Unerhörtes hörbar zu machen
1986–1993 Universität Wien: Studium Musikwissenschaft und Psychologie und individuelle Erfahrungen zu
1990–1991 Konservatorium Wien: Studium Jazz-Theorie transformieren.
1993–1994 Berklee College of Music, Boston, USA: Komposition, Filmmusik,
Jazz-Gitarre
Richard Graf
BERUFLICHE LAUFBAHN

1995 Lehrauftrag an der University of Southern California, Los Angeles


seit 1996 Gastvorträge an Universitäten und Konservatorien in Chicago,
Berlin, Osnabrück, Bremen usw.
Musiktheoretische und -pädagogische Publikationen.
Kompositionsaufträge: Göttinger Symphonie Orchester, Vienna
Flautists u. a.
2005-2018 Dozent und Abteilungsleiter (ab 2014) am VMI – Vienna Music
Institute für Komposition, Arrangement und IGP
2010 Initiator des ersten Kompositionspädagogik-Studiums Europas
seit 2018 Lehrtätigkeit an der JAM MUSIC LAB UNIVERSITY
seit 2019 Dekan für Musikpädagogik an der JAM MUSIC LAB UNIVERSITY

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1993 Würdigungspreis des BM für Wissenschaft und Forschung


Förderungs-/Leistungsstipendium der Musikhochschule Wien
Arbeitsstipendium des BM für Wissenschaft und Forschung
1994 Förderungsstipendium der austro mechana /SKE-Fonds
1995 „Grants“ der University of Southern California und der
University of South Florida
1996 Förderungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft,
Verkehr und Kunst
1998 Theodor Körner-Preis
1999 Förderungspreis für Musik des Landes Niederösterreich
Kompositionsstipendium des Bundeskanzleramtes
2000 Preisträger des Jeunesse-Wettbewerbs „Find It – Innovative
Ideen zur Musikvermittlung“
2002 Preisträger des Konrad Bayer-Kompositionswettbewerbs
Kompositionsstipendium des Landes Niederösterreich
2003 Kompositionsstipendium des Bundeskanzleramtes
2004 Wiener Symphoniker-Kompositionsstipendium
2006 Kulturpreis (Anerkennung) des Landes Niederösterreich für Musik
2008 EUREGIO Innovationspreis (EU-Preis Sparte Mensch und Kultur)
2009 Award „Projekt Europa“ für DVD „Textil-Musik“ (Musik. Leitung)
2010 Kompositionsauftrag des Landes Niederösterreich
2011 Kompositionsauftrag der Stadt Wien
2011 Maecanas Anerkennungspreis
2012 Nominierung für den Meilenstein 2012
2013 Kompositionsstipendium des BMUKK
2014 Kompositionsstipendium des BMBF

www.inoek.at 61
Heinz Karl Gruber
Geboren 1943 in Wien

Werke
Orchester- und konzertante Werke, Kammermusik, Vokalwerke,
Musikdramatische Werke, „MOB art & tone ART“

Zahlreiche Aufführungen weltweit

Rundfunk- und Fernsehaufnahmen, zahlreiche Tonträger

Verlage
Boosey & Hawkes, Doblinger, edition modern

„Frankenstein!! Ein Pandämonium nach H. C. Artmann“, © Boosey & Hawkes

62 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
HK Gruber entzieht sich jeglicher
1953–1957 Erste Ausbildung bei den Wiener Sängerknaben Einordnung ebenso schnell, wie
(Ferdinand Grossmann) die Kulturexperten sie vorneh-
1957–1963 Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien: men können. Neoromantisch,
Kontrabass (Alfred Planyavsky, Ludwig Streicher), Komposition neotonal, neoexpressionistisch,
(Erwin Ratz, Alfred Uhl, Gottfried von Einem), Zwölftontheorie neuwienerisch: keines dieser
(Hanns Jelinek), Horn, Tanztechnik, Filmmusik, elektronische Etiketten passt auf ihn – viel
Musik mehr ist er ein empfindungsfä-
higer (und rundum vollendeter)
Komponist, welcher auf jeden
musikalischen Stimulus reagiert,
BERUFLICHE LAUFBAHN der ihm begegnet, sei er nun
anspruchsvoll oder anspruchs-
1961–1998 Kontrabassist: die reihe, Niederösterreichisches los, zwölf- oder siebentönig,
Tonkünstlerorchester, ORF-Symphonieorchester (RSO Wien) bitter oder süß, und welcher sich
1968 Mit Otto M. Zykan und Kurt Schwertsik Gründung zu keiner Äußerung mit aufge-
des Ensembles „MOB art & tone ART“ setztem musikalischen Akzent
1998 Artist in Residence „musik aktuell – Neue Musik in Niederösterreich“ verleiten lässt.
2004/2005 Artist in Residence Philharmonie Essen
2006 Workshops an der Folkwang Hochschule Essen
Composer in Residence beim Forum Neue Musik Luzern Paul Driver, 1992
2006/2007 Artist in Residence Schwedisches Kammerorchester

Dirigate bei nationalen und internationalen Orchestern (Wiener


Philharmoniker, Cleveland Orchestra, Radiosymphonieorchester Frankfurt,
BBC Philharmonic Orchestra, London Sinfonietta u. a.)
Auftritte als Chansonnier und Interpret von Werken Kurt Weills, Hans Eislers
und eigener Werke

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1966 Kulturwochenpreis der Stadt Innsbruck


1969 Förderungspreis der Stadt Wien
1970 Förderungspreis der Theodor Körner-Stiftung
1975 Förderungspreis des Bundesministeriums für Unterricht
und Kunst
1977 Förderungspreis der Theodor Körner-Stiftung
1978 Förderungspreis der Stadt Wien
1979 Würdigungspreis des Bundesministeriums für Unterricht
und Kunst
1989 Musikpreis der Stadt Wien
2002 Großer Österreichischer Staatspreis
2004 Silbernes Ehrenzeichen der Stadt Wien

www.inoek.at 63
PHILIPP MANUEL GUTMANN
Geboren 1993 in Zwettl

Mehr als 70 Kompositionen – Orchesterwerke, Kammermusik, Solostücke,


Chorwerke und Liedkompositionen: Periculum – Szenen einer Empörung
für symphonisches Orchester, Das große Schweigen – Melodram für Kam-
merorchester und Erzähler, Silberne Saiten – Liederzyklus für Gesang und
Streichquartett nach ausgewählten Texten von Stefan Zweig, „Kennst Du das
Land…“ – Trio für Violine, Violoncello und Klavier nach einem Gedicht von
Erich Kästner, Lunatico – Bagatelle für Solo-Schlagwerk, Fraktale Fläche – für
Streichquartett u. v. a.

Aufführungen in Europa, u. a. in Deutschland (Staatstheater Cottbus), Italien,


Spanien, Slowakei, vor allem aber in Wien und Niederösterreich

CD-Produktion „Melodic Motion – Tubagschicht’n“

Verlage
Doblinger, Kliment, Universal Edition (als Herausgeber)

Das große Schweigen – Melodram für Kammerorchester und Erzähler

64 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Emotion und Intuition treffen
2011-2017 Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien auf Konzeption und Disposi-
Zürcher Hochschule der Künste (Swiss-European-Mobility- tion - Stets auf der Suche nach
Programme) charakterstarken harmonischen
Master of Arts in Komposition (Dirk D’Ase, Kaspar Ewald, Isabel Strukturen und ausgestattet
Mundry) mit einem entschieden vor-
seit 2015 Universität Wien wärtsgerichteten Blick entste-
Masterstudiengang Musikwissenschaft hen Werke, deren Wurzeln tief
2018-2019 Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in die musikhistorische Erde
Postgradualer Lehrgang Komposition (Iris ter Schiphorst) ragen, sich dabei aber keinem
Klischee unterwerfen. Ange-
sichts der großen Vielfalt an
BERUFLICHE LAUFBAHN künstlerischen und kreativen
Möglichkeiten beim Prozess des
2011 Praktikum im Archiv des Musikverlags Doblinger Komponierens versuche ich die
2015 Praktikum im Editorial Department der Universal Edition Musik an den jeweiligen Kontext
2015-2019 Freiberufliche Tätigkeit als Musiklektor für die Verlage Universal auf organische Weise anzu-
Edition und Kliment Verlag passen, um so ein möglichst
2017-2018 Studentisch-wissenschaftlicher Assistent am Institut für individuelles und eigenständi-
Wissenschaft und Forschung der Musik und Kunst ges Klangerlebnis erschaffen zu
Privatuniversität der Stadt Wien können.
2018 Praktikum im Lektorat der Alban Berg Gesamtausgabe
seit 2019 Obmann des Herzogenburger Sinfonieorchesters
seit 2019 Musiklektor beim Musikverlag Doblinger Philipp Manuel Gutmann

PREISE UND ANERKENNUNGEN

2015 Startstipendium für Musik und darstellende Kunst des


Bundeskanzleramtes Österreich
2016 Förderstipendium der Kulturabteilung der Stadt Wien
(Bachelorarbeit)
2018 Förderstipendium der Kulturabteilung der Stadt Wien
(Masterarbeit)
Wissenschaftsstipendium der Kulturabteilung der Stadt Wien
2019 Kompositionsauftrag des Landes Niederösterreich (Silberne
Saiten)

www.inoek.at 65
johann georg kitzbichler
Geboren 1966 in Niederndorf/Tirol

Werke
Kompositionen verschiedener Gattungen, vorwiegend Kammermusik, Stücke
für den Unterricht

Aufführungen in Österreich, Tschechien, Italien, USA

Verlage
Eigenverlag, Doblinger

„Seelenvogel“ Acht leichte Stücke für Klavier, NÖ Musikedition

80 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Obwohl mein Kompositionsstil
1978–1984 Städtische Musikschule Kufstein sehr von der 2. Wiener Schule
1984–1997 Studien an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst – nicht zuletzt durch meine
in Wien: Klavier bei Anna Pfeiffer, Jochen Köhler langjährige Ausbildung an
und Hans Petermandl; Komposition bei Erich Urbanner der Wiener Musikhochschule
1992–1993 Studium an der University of Miami, USA, im Rahmen – geprägt und beeinflusst ist,
eines Austausch-Programms mit der Musikhochschule Wien will ich mich nicht unbedingt
(u. a. Filmmusik, elektronische Musik) „in eine Schublade verräumen“
1991–1996 Teilnahme an verschiedenen Meisterkursen lassen; das zu Gehör bringen,
was einen im tiefsten Inneren
bewegt, sich immer wieder
neuen Aufgaben stellend.
Ein Schwerpunkt in meinem
BERUFLICHE LAUFBAHN Schaffen hat sich mit der Zeit
herauskristallisiert: Die Arbeit
1989–1995 Klavier und Musikerziehung an Musikschulen und im Gymnasium mit Kindern und SchülerInnen,
1994–2009 Klavier, Komposition an der Beethoven-Musikschule in Mödling mit der stetigen Ambition, die
seit 2000 Klavier, Theorie, Komposition an der Johann Sebastian neue Musik am Leben und
Bach-Musikschule Wien lebendig zu halten. Projekte
seit 2005 Mitarbeit am Lehrplan der Konferenz der Österreichischen in Gymnasien, an Musikschu-
Musikschulwerke (KOMU) für Musikkunde len, Kompositionsworkshops,
Einstudierung neuer Werke mit
SchülerInnen-Ensembles, die
Einbeziehung neuer Musik und
PREISE UND ANERKENNUNGEN kreativen Schaffens in Musik-
kunde bzw. in Musiktheorie und
1987 Förderstipendium des Bundesministeriums für Unterricht vieles mehr begleiten meinen
und Kunst musikalisch-pädagogisch-krea-
tiven Tag.

Johann Georg Kitzbichler

www.inoek.at 81
HANS-DIETER kLEIN
Geboren 1940 in Wien

Werke
Kompositionen verschiedener Gattungen, vorwiegend Kammermusik, Klavier-
werke sowie Vokalmusik

Seit 1992 regelmäßige Aufführungen, zunächst unter der Leitung von Prof.
Walter Veigl, seit Mitte der 90er Jahre im Rahmen der ARGE Klosterneuburger
Komponisten sowie einige andere kleinere Aufführungen (im Rahmen von
Vernissagen, akademischen Feiern sowie am Mozarteum auf Einladung von
Siegfried Mauser)

Streichquartett op. 52

82 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG UND BERUFLICHE LAUFBAHN
„Musica est scientia bene modu-
1953 – 1959 Studium der Satzlehre an der Akademie für Musik und landi“ (Augustinus. De musica
darstellende Kunst in Wien, Klasse Otto Siegl, gemeinsam 2.2)
mit Ferdinand Weiss, mit Reifeprüfung abgeschlossen „Es kann einer die Composition
mit gutem Erfolge gelernet
1958 – 1963 Studium der Philosophie und Musikwissenschaften an der
haben, und gute Proben mit
Universität Wien, 1963 Promotion zum Dr. phil.
der Feder ablegen, und dem
1969 Habilitation in Philosophie ohngeacht schlecht fantasiren.
Hingegen glaube ich, daß man
1975 a. o. Prof. für Philosophie an der Universität Wien einem im fantasiren glücklichen
Kopfe allzeit mit Gewißheit
1982 o. Prof. für Philosophie an der Universität Wien einen guten Fortgang in der
Composition prophezeien kann,
1988 korrespondierendes Mitglied, 1990 wirkliches Mitglied der wenn er nicht zu spät anfänget
Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und wenn er viel schreibet.“
(C. Ph. E. Bach, Versuch über die
1993 –2012 Mitglied der Kommission für Musikforschung der ÖAW
wahre Art das Klavier zu spielen.
1753, S. 326)
1993 -1998 Stellvertretender Obmann dieser Kommission

Einige Aufsätze sowie Vorlesungen zur Philosophie der Musik, bes. Neue Musik.
Hans-Dieter Klein
Ausgewählte Titel von Aufsätzen:

Leibniz und die Krise der seriellen Musik, in: Musicologica Austriaca 2, hg. v. der
Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft, Schriftleitung: Theophil
Antonicek, Christa Harten, Herbert Seifert, München-Salzburg 1979

Philosophische Notizen zum Musiktheater Friedrich Cerhas, in: Oper heute, hg.
Otto Kolleritsch, Wien-Graz 1985

Alles ist Zitat. Zum gegenwärtigen Stand des musikalischen Materials, in: mate-
rial-ton, IGNM-ISCM Winter 1993/94

Friedrich Cerha und das Problem entwickelnder Variation heute, Anzeiger der
phil.-hist. Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 131. Jahr-
gang 1994, Wien 1995

Schubert und die Philosophen, in: Schubert und seine Freunde, hg. Eva
Badura-Skoda, Gerold W. Gruber, Walburga Litschauer, Carmen Ottner, Wien-
Köln-Weimar 1999

Unterstützt den Kleinmeister?, in: Ein Jahrhundert Wiener Symphoniker, hg.


Rainer Bischof, Wien 2000

Bild und Musik, in: Die Reflexivität des Bildes. Texte für Evelin Klein, hg. Hans-
Dieter Klein, Wolfgang Schild, Frankfurt am Main 2004

Was ist erlaubt in der Neuen Musik?, in: Kürzen. Gedenkschrift für Manfred An-
gerer, hg. Wolfgang Fuhrmann, Ioana Geanta, Markus Grassl, Dominik Sedivy,
wird erscheinen.

www.inoek.at 83
Franz koglmann
Geboren 1947 in Mödling bei Wien

Werke und Diskografie:


JOIN! Live – Mitschnitt der Opern-UA, „die reihe“ unter Carsten Paap (2014);
LO-LEE-TA. MUSIC ON NABOKOV mit Monoblue Quartet und Wolfgang Mit-
terer (2009); KOGLMANN – HAYDN: NOCTURNAL WALKS mit exxj ... ensemble
XX. jahrhundert unter Peter Burwik; Haydn Orchestra Bolzano ant Trento
unter Gustav Kuhn (2007); LET’S MAKE LOVE An imaginary play in 12 scenes,
Franz Koglmann Pipetet (2005); FEAR DEATH BY WATER Live – Mitschnitt der
Foto: Heidi Harsieber

Opern-UA, Monoblue Quartet, exxj – ensemble XX. jahrhundert mit Peter


Burwik (2003); DON‘T PLAY, JUST BE mit Klangforum Wien, Ursula Fiedler, Tony
Coe (2002); WE THOUGHT ABOUT DUKE mit Lee Konitz, Monoblue Quartet und
Pipe Trio: Franz Koglmann, Rudolf Ruschel, Raoul Herget (1994, reissued: May
2002); O MOON MY PIN-UP Ezra Pound Cantata mit Phil Minton, Wiener Voka-
listen u.a. (2001); L‘HEURE BLEUE mit Monoblue Quartet und Misha Mengelberg
(1991; reissue 2003);

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„Fear Death by Water“ (2003) 1. Akt , 7. Szene

84 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG UND BERUFLICHE LAUFBAHN
Franz Koglmann, international
Klassisches Musikstudium, Jazzstudium, Studienaufenthalte in New York als wesentlicher Erneuerer der
und Philadelphia. Musik im Grenzbereich von Jazz
Koglmann arbeitete mit namhaften internationalen Musikern wie Lee Konitz, und europäischer Moderne
Derek Bailey, Tony Coe, Steve Lacy, Paul Bley u. v. a. zusammen. rezipiert, bezeichnet selbst seine
Seit Mitte der 80er Jahre liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit im Bereich Musik als „Atypical Jazz“.
der Komposition. Koglmanns Musik wurzelt
Gründung der Ensembles Pipetet, Monoblue Quartet, Pipe Trio u.a. gleichermaßen in Klassik/
contemporary music und Jazz.
Seine Musik klingt nach Jazz,
aber die Atmosphäre europäi-
1986–1996 erschienen seine CDs bei hat ART, Schweiz. scher Kunstmusik schwingt mit,
1999–2004 war er künstlerischer Leiter des Frankfurter CD Labels gibt dieser Musik ihr besonderes
between the lines. Parfum.
1990 UA „The Use of Memory“ (Festival Donaueschingen)
2003 UA der Oper „Fear Death by Water“
2007 UA des Auftragswerks “Nächtliche Spaziergäng”
als österreichischer Beitrag für die europäische Kulturhauptstadt
2007 Sibiu/Hermannstadt
2011 Ballett “Identities”, Dortmund, Choreographie: Xin Peng Wang
2013 UA der Oper “JOIN!” (Wiener Festwochen).
2014 UA „CHROMA“ Kompositionsauftrag des Landes NÖ für das MAX
BRAND Ensemble

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1972, 1976 Förderungspreis aus dem Kunstfond der Stadt Wien


1987 Förderungspreis für Musik der Republik Österreich
1989 Staatsstipendium für Komposition
1992 Förderungspreis der Sparte Musik des Landes Niederösterreich
1995 Staatsstipendium für Komposition
1997 Kompositionspreis der Ersten Österreichischen Spar-Casse
2001 Preis der Stadt Wien für Musik
2003 Hans Koller Preis – CD des Jahres für „Don’t Play, Just Be“
2003 Würdigungspreis für Musik des Landes Niederösterreich
2008 Ernst-Krenek-Preis für „Nocturnal Walks“
2014 Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien

www.inoek.at 85
johannes kretz
Geboren 1968 in Wien

Werke
Orchestermusik, geistliche Musik, Kammermusik, elektronische Musik, Multi-
mediale und kollektive Werke

Aufführungen in Österreich, Deutschland, Frankreich, Ungarn, Tschechien,


Lettland, Litauen, Polen, Türkei, Japan, Südkorea, China, Taiwan, Usbekistan,
Iran, Indien, USA, Kanada, Mexico und Argentinien

Verlage
NÖ Musikedition, Doblinger, Eigenverlag

www.johanneskretz.com

„four sound islands“ für Violine und Elektronik, Eigenverlag

86 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
1974–1986 Konservatorium der Stadt Wien: Violine Charakteristisch für meine
1986–1994 Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien: Kompositionen ist das große
Lehramt Musikerziehung, Universität Wien: Mathematik Augenmerk auf die Gestaltung
1986–1995 Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien: von Klangfarbe und Harmonie,
Komposition (Francis Burt, Michael Jarrell), Elektroakustik die eine untrennbare Einheit
und Experimentelle Musik bilden. Klänge werden als
1992–1993 Studium am Institut de la Recherche et Coordination Acoustique/ Akkorde interpretiert, Akkorde
Musique (IRCAM), Paris so verschmolzen, dass sie als
Klangfarben verständlich
BERUFLICHE LAUFBAHN werden. Die Arbeit mit dem
1994–2003 Assistent/Professor für Computermusik beim Internationalen Computer beinhaltet dabei
Bartók-Seminar in Szombathely Klangsynthese und Klangverar-
1996–2001 Lehrer für Tonsatz/Komposition am Konservatorium der Stadt beitung, findet aber auch in den
Wien kompositorischen Prozess durch
seit 1997 Lehrer für Computermusik an der Musikuniversität Wien, die Techniken der „computer
seit 2001 auch Satzlehre, Formanalyse und Gehörbildung, aided composition“ und der
seit 2004 auch Komposition künstlichen Intelligenz Eingang.
2005/06 Gastprofessor an der Kunstuniversität Graz In den Werken der letzten
seit 2009 ao. Professor für Komposition (Habiliation) Jahre spielen zunehmend auch
seit 2008 Leiter des Zentrums für innovative Musiktechnologie (ZiMT) Mikrotonalität und die Integra-
an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien tion von ethno-musikalischen
seit 2013 Institutsleiter und Studiendekan des Institut 1 für Komposition Paradigmen der Klangartikula-
und Elektroakustik der Universität für Musik und darstellende tion eine große Rolle.
Kunst Wien
seit 1994 Vorstandsmitglied des NewTonEnsemble Wien
seit 2006 Mitbegründer der Internationalen Kulturplattform ikultur.com Johannes Kretz
Mitglied des European Bridges Ensemble und der internationalen
Komponistengruppe PRISMA.
Ko-Kurator von aNOther festival Wien zusammen mit Wei-Ya Lin
und Mahdieh Bayat.
2018-2021 Projektleiter von „creative (mis)understandings, dreijähriges
artistic research-Projekt (PEEK - FWF)
Aufträge: u. a. National Theater Hall, Taipei, Wien Modern Festival, Ars Electronica
Festival, Konzerthaus Wien, Eclat Festival Stuttgart, Klangforum Wien, Ensemble
On Line, Ensemble Reconsil, quartett22, Lemgoer Orgeltage, Haller Bachtage,
Triton Trombone Quartett, Wiener Kammerchor, MAX BRAND Ensemble

PREISE UND ANERKENNUNGEN


1992 Austauschstipendium Österreich-Frankreich
1996 Arbeitsstipendium des Bundesministeriums für Wissenschaft,
Verkehr und Kunst
1996 Arbeitsstipendium der Stadt Wien
1997 Staatsstipendium für Komposition
2001 Arbeitsstipendium des Bundeskanzleramts
2002 Preisträger beim Kompositionswettbewerb Stiftung
Christoph Delz (Schweiz)
2004 Preis der Theodor Körner-Stiftung
2004 Förderungspreis für Musik der Republik Österreich
2005 Forschungsstipendium der Taiwanesischen Regierung
2007 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich

www.inoek.at 87
Johann Simon Kreuzpointner
Geboren 1968 in Altötting/Bayern

Werke: Zahlreiche größere und kleinere Orgelwerke (Sonate über „Stille Nacht,
heilige Nacht”; Sieben Orgelstücke in Form von Choralvorspielen zu Liedern
aus dem „Gotteslob“; Instant Concerto für Orgel, Blechbläser und Schlagwerk
etc.), Werke für Chor und Ensemble (Historia vom brennenden Dornbusch am
Gottesberg Horeb, Kurzoratorium für Soli, Chor und Orgel; memento mori,
Kantate für Soli, Chor und Orgel nach Texten von Abt Notker von Zwiefalten;
…verschwunden… Kantate für Frauenchor, Klarinette, Violine und Violoncello
etc.), Kammermusik in verschiedenen Besetzungen (Drei Außerboarische, für
Flauto dolce, zwei Geigen, Bratsche, Kontrabass und Harfe; Zwee Stifen, eine
Spinnstubengeschichte für sprechendes Fagottquartett; Sonata „Porta itineri
longissima est“ für Trompete und Orgelpositiv etc.), kleinere Orchester- und
Bühnenwerke

Aufführungen in Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Frankreich und


Japan

www.kreuzpointner.at CDs: „Der Herr bricht ein um Mitternacht“ (2003), „vielstimmig 5“ (2010), „200
Jahre Stille-Nacht-Lied“ (2019)

Bücher: Kontrapunkt für Kirchenmusiker (2013) Verlag Goldgruber

Verlage: Doblinger, Carus-Verlag, Verlag Goldgruber St. Pölten, Pastoralamt


(Diözese St. Pölten), NÖ Musikedition, Helbling, Butz, Dehm, Eigenverlag

„MIssa de Beata Maria Virgine“, NÖ Musikedition

90 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Hinter einer unterhaltsam-witzi-
1989–1991 katholische Theologie an der Universität Passau und gen, erweitert-tonalen klassi-
Orgelunterricht bei Domorganist Walter R. Schuster schen Schreibweise verbirgt sich
1991–1999 Musiktheorie und Komposition an der Universität für Musik eine Grundidee von Harmonik.
und darstellende Kunst in Wien (Claus Ganter, Kurt Schwertsik)
1996–2000 Diözesankonservatorium St. Pölten (Orgel bei Michael Kitzinger,
Chorleitung bei Otto Kargl) Johann Simon Kreuzpointner
1999–2004 Kirchenmusik an der Universität für Musik und darstellende Kunst
in Wien (Orgel bei Klaus Kuchling, Improvisation bei Peter Planyavsky)
2004 Ausbildung zum Orgelsachverständigen nach den Richtlinien
der VOD in Ludwigsburg und Neckarzimmern, Deutschland

BERUFLICHE LAUFBAHN

1999 Interimistischer Domorganist in St. Pölten


1999–2002 Unterrichtstätigkeit am Bundesrealgymnasium Wien XIX,
Krottenbachstraße
seit 2000 Unterrichtstätigkeit am Konservatorium für Kirchenmusik
der Diözese St. Pölten für die Fächer Orgel, Kirchliche
Komposition und Musiktheorie
seit 2003 Regionalkantor der Diözese St. Pölten mit Schwerpunkt
Organisten- und Chorleiterausbildung sowie Komposition
und Verlagswesen
2007–2010 Geschäftsführender Kirchenmusikreferent der Diözese St. Pölten
seit 2011 Leitender Kirchenmusikreferent der Diözese St. Pölten

Projekte: Mitglied der AG IVb Klavierbuch zum katholischen Gebet-


und Gesangbuch „Gotteslob“
Geschäftsführung für die Orgelbuchkommission – Österreichteil
zum katholischen Gebet- und Gesangbuch „Gotteslob“

PREISE UND ANERKENNUNGEN

Prof. Barbarino-Preis (1. Preis) für Komposition


Prof. Barbarino-Preis (1. Preis) für Orgel
2006 Bischof Slatkonia-Preis für Komposition
2018 1. Preisträger beim Kompositionswettbewerb “Stille-Nacht” der
Stadt Burghausen
2018 Sieger beim Kompositionswettbewerb des Erzbistums München
für neue Orgelmusik

www.inoek.at 91
Hans-Peter Manser
Geboren 1974 in Bregenz

Werke: Kompositionen für Blaskapellen, Kammerensembles und die Vienna


Sinfonietta Feuerhaus. Arrangements für Ensembles und Blasorchester

Auftritte u. a. im Porgy & Bess (Wien), Joe Zawinul‘s Birdland, beim Carinthi-
schen Sommer, E-Werk Andelsbuch, etc. regelmäßige Asientourneen seit 2010.

CD-Produktion für das Chorwerk Niederösterreich, Konzerte in Asien und im


Wiener Musikverein

www.feuerhaus.org
www.stadtkapelle-tulln.at

Präludium & Fuge & so weiter für Bläserquintett

100 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG

Matura am BORG Egg, bildnerischer Zweig, 1993


Hornstudium bei Josef Sterlinger (Camerata Salzburg) am Konservatorium
Feldkirch/Vorarlberg sowie bei Klaus Zayer (Wiener Staatsoper) und Volker
Altmann (Wiener Philharmoniker) am Konservatorium der Stadt Wien.
1996 bis 2000 Dirigierstudium bei Reinhard Schwarz und Georg Mark am
Konservatorium der Stadt Wien.
Philosophiestudium an der Universität Wien.

BERUFLICHE LAUFBAHN

Tätigkeiten als freier Dirigent


Leiter des Jugendorchesters Bregenz (2000–2001), Assistenzen beim
Sinfonieorchester Vorarlberg und der Oper Klosterneuburg, Stipendiat
des Gustav-Mahler-Jugendsinfonieorchesters.
Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt.
Dirigate beim A Capella Chor Tulln, beim Radiosinfonieorchester Bratislava,
der Philharmonie Bad Reichenhall, der Sinfonietta Stockholm, bei Sinfonia
Vienna, beim National Symphony Orchestra Beijing, weitere Konzertreisen
nach Asien.
Leiter der Stadtkapelle Tulln.

Tätigkeiten als Leiter von Vienna Sinfonietta Feuerhaus


Seit 2002 Gründer, musikalischer und organisatorischer Leiter des Kammer-
orchesters Vienna Sinfonietta Feuerhaus (Kammerorchester für moderne
Musik/Jazz sowie Wiener Klassik): CD-Produktion und Konzertreihe „Rache für
Mozart“, „Suite pour une maison en feu“ für Jazz-Quartett, DJ und Kammer-
orchester, Konzerte mit Sandra Pires, Alegre Corrêa, Martin Reiter, Matthieu
Michel, Peter Herbert, Alex Deutsch, Gerda Struhal, u. a., musikalische Gestal-
tung des Orgien-Mysterien-Theaters von Hermann Nitsch,...
Uraufführungen von Kompositionen der Orchestermitglieder

Unterrichtstätigkeit
Seit 2007 Leiter der Dirigentenklasse der MS Staatz und Leiter der Theorie-
kurse. Privatunterricht zur theoretischen Aufnahmeprüfungsvorbereitung
an Musikuniversitäten. 2007–2009 Lehrer für Musikerziehung an der Bakip
Mistelbach, Seminare und Kurse für das MSM, künstlerischer Leiter
der „Expanding the Horizon“– Meisterkurse in Jakarta

www.inoek.at 101
Michael Mantler
Geboren 1943 in Wien, aufgewachsen in St. Pölten

Zahlreiche Kompositionen

Platten- und CD-Aufnahmen erschienen bei WATT und ECM Records


2017 CD „COMMENT C‘EST“ mit Michael Mantler, Himiko Paganotti und dem
MAX BRAND Ensemble, Leitung: Christoph Cech (in Zusammenarbeit mit der
INÖK)
Foto©Gorm Valentin

www.mantlermusic.com

„UPDATE ELEVEN“, Copyright © 2013 Michael Mantler


Publisher: Ernste Musik All Rights Reserved

102 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG

Trompetenstudium an der Wiener Musikakademie


Studium der Musikwissenschaft an der Universität Wien
1962/63 Studien an der Berklee School of Music in Boston

BERUFLICHE LAUFBAHN

von 1964 an arbeitete er in New York als Musiker und Komponist. Er war
Gründungsmitglied der Jazz Composer‘s Guild und spielte u.a.
in der Cecil Taylor Unit und mit Carla Bley im Jazz Composer‘s
Guild Orchestra, dessen erste LP (Communication) bei Fontana
erschien. Nach der Auflösung der Guild ging er 1965/66
auf Tourneen in Europa mit dem Jazz Realities Quintett
(mit Steve Lacy und Carla Bley).
1968 gründete er die Jazz Composer‘s Orchestra Association (JCOA)
in New York
1972 Etablierung des New Music Distribution Service
1974 gründete er mit Carla Bley die Firma WATT, zu der ein Plattenlabel,
ein Tonstudio und ein Musikverlag gehörten.
1991 kehrte Mantler nach Europa zurück; er lebt und arbeitet seither
in Dänemark und Südfrankreich.
1993 gründete er das Ensemble Chamber Music and Songs
Auftragsarbeiten und Aufführungen von und mit europäischen
Orchestern

PREISE UND ANERKENNUNGEN

Kompositionsstipendium vom Creative Artists Program Service


Kompositionsstipendium vom National Endowment for the Arts
Stipendium von der Ford Foundation für die Einspielung
eines Werkes für Doppelorchester.
1998–2000 3-jähriges Kompositionsstipendium vom Statens Kunstfond
Dänemark
2004 Österreichischer Staatspreis für Improvisierte Musik
2005 Jakob Prandtauer Preis der Stadt St. Pölten
2007 Preis der Stadt Wien für Musik.
2006 war Mantler Gast des Berliner Künstlerprogramms des Deutschen
Akademischen Austauschdienstes (DAAD).
2012 Kompositionsauftrag des Landes Niederösterreich,
UA im Rahmen der „Tage der Neuen Musik“, Gründungskonzert
des MAX BRAND Ensembles

www.inoek.at 103
DANIEL MUCK
Geboren 1990 in Wien

Mehr als 100 Kompositionen – vorwiegend Orchesterwerke, Blasorchesterwer-


ke, Kammermusik und Solokonzerte:
1 Sinfonie, 18 Sinfonische Dichtungen, 1 Messe, 6 Instrumentalkonzerte, Arran-
gements klassischer Orchesterliteratur

Aufführungen in Europa, Nordamerika, Japan und China, u. a. in New York


(Carnegie-Hall)

Verlage: Daniel Muck Manuskriptverlag, Gilgenreiner Verlag Schweiz, Tierolff


Verlag Niederlande

„Sinfonie Nr. 1 - LIMES“, © Daniel Muck Manuskriptverlag

Symphonie Nr. 1

106 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Ich höre sehr gerne die Musik
2005-2010 Musikgymnasium Wien von Bach, Beethoven, Mahler,
seit 2007 gelegentlich Kompositionsunterricht bei Reinhard Süss Orff, John Williams und
und Wolfram Wagner Michael Jackson. Daher denke
2007-2010 Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ich auch, dass mein „Stil“
(Vorstudium Kontrabass)
von all diesen verschiedenen
2010-2015 Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Genres beeinflusst und geprägt
(Konzertfach Kontrabass mit Abschluss als „Magister
artium“) wurde und dass genau diese
Mischung mich als Komponis-
ten ausmacht.
BERUFLICHE LAUFBAHN

seit 2007 Freiberufliche Tätigkeit als Orchestersubstitut, Dirigent, Daniel Muck


Arrangeur und Komponist
seit 2013 Dirigent des Sinfonischen Jugendblasorchesters Wien
seit 2016 Lehrbeauftragter an der Universität für Musik und
darstellende Kunst Wien
seit 2016 Dirigent der Jungen Bläserphilharmonie Niederösterreich
seit 2018 Chefdirigent des Jugendsinfonierochesters Wien
seit 2019 stellvertretender Landeskapellmeister des Wiener
Blasmusikverbandes

PREISE UND ANERKENNUNGEN

2008/09/10 Drei Kompositionspreise des österreichischen


Komponistenbundes
2010/15/17/19 Anerkennungspreise & Aufträge des Landes
Niederösterreich
2011 Preis der Dr. Ernst Koref Stiftung
2012, 2018 Preise des österreichischen Blasmusikverbandes
2013 Respighi Preis des Chamber Orchestra of New York, UA in
der Carnegie Hall, New York
2014 Sonderpreis des Busan Maru International Music Festival
in Südkorea
2015 Brazosport Symphony Orchestra Original Composition
Contest
2015 Murau International Music Festival
2016 Strauß Contest der Wiener Philharmoniker
“BePhilharmonic”
2017 Harmonia Classica
2018 Stipendium beim Wiener Musikseminar
2019 Kulturforum Niederösterreich

www.inoek.at 107
adriane muttenthaler
Geboren 1955 in Kanada

Jazz, Cross-over Projekte, Kammermusik, Filmmusik, Chansons

Aufführungen, Rundfunk- und Fernsehsendungen u. a. in Österreich, Israel,


Deutschland, Kanada, USA, Schweiz, Türkei, Jordanien, Mexiko, Kroatien, Italien

Discografie
CD “Asphalt und Neon“ CRISS-CROSS (gramola) 1993
CD „visions & realities“ CRISS-CROSS (extraplatte) 1997
CD „kaleidoscope“ CRISS-CROSS (extraplatte) 1999
CD „places & faces“ CRISS-CROSS & strings (PG-records) 2001
CD “crazy moon” CRISS-CROSS (extraplatte) 2006
CD “ueberrascht? – die sechste’” CRISS-CROSS (extraplatte) 2009
CD “Black Cherries“ Adriane Muttenthaler & Ali Gaggl (gramola) 1995
CD “klanggesetzt” 14 klangbilder zum minderheiten-artikel 7 (extraplatte)
2000
CD „NEUE KAMMERMUSIK AUS NIEDERÖSTERREICH“ (RICH ART Records) 2012
www.adriane-muttenthaler.at
Verlage
Traunmusik

“To be serious or not to be serious…”, NÖ Musikedition

108 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Musik bedeutet für mich
1973–1977 Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Leben, Ausdruck,
und darstellende Kunst in Wien Kommunikation
1981–1985 Kompositionsstudium am Konservatorium der Stadt Wien und Provokation.

Besuch von Workshops unter der Leitung von Rudi Wilfer, Dieter Glawischnig, Mein Kompositionsstil:
Uli Scherer, Matthias Rüegg Verknüpfung von Jazz,
Klassik, Avantgarde,
Ethno, Elektronischer
Musik, Bilder und Sprache
BERUFLICHE LAUFBAHN

seit 1985 Leitung von Workshops im In- und Ausland Adriane Muttenthaler
Bandleaderin des Jazzsextetts „CRISS-CROSS“
Projekt « Chaos pur! »
seit 1986 Teilnahme an österreichischen und internationalen Tourneen
und Festivals:
1986 Israel-Tournee, 1987 International Jazz Festival Nickelsdorf,
1989 Woche der Begegnung Klagenfurt, 1990 Tournee durch
Deutschland, 1991 Zeitgenössischer Herbst Niederösterreich,
1992 Donauinselfest Wien, Türkei-Tournee, 1994 Jazzfest Vienna,
1995 Türkei-Tournee, Jordanien-Tournee, 1996 Jazzfestival
Zagreb/Kroatien, 1999 Türkei-Tournee, 2000 Mexiko-Tournee,
2002 Serbien-Montenegro-Tournee, 2003 Ungarn & Serbien-
Montenegro-Tournee, Türkei-Tournee, 2004 Mexiko-Tournee,
2005 Italien-Tournee, International Jazzfestival Pančevo in
Serbien-Montenegro, International Jazzdays Zagreb, Timisoara
(Rumänien), 2006 und 2007 Mexiko-Tournee, 2008 Istanbul,
International Jazz Festival Varna (Bulgarien)

Spielte mit Wolfgang Puschnig, Leo Wright, Chet Baker, u.v.a.

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1983, 1992 Preis der Theodor Körner-Stiftung


1999 Staatsstipendium für Komposition
2003 Anerkennungspreis für Musik des Landes Niederösterreich

www.inoek.at 109
Helmut Neumann
Geboren 1938 in Wien

Rund 170 Kompositionen: Lieder und Liederzyklen in Deutsch, Isländisch,


Dänisch, Englisch, teilweise in beiden Sprachen.
Kammermusik: 6 Streichquartette, Streichtrios, Bläserkammermusik, 4 Klavier-
sonaten, 1 Orgelsonate, „Contrapunkte“ für Orgelsolo bzw. Kammerorchester,
Orchesterwerke (drei Symphonien), eine Oper „Die Leute auf Borg“, 3 Messen,
Chormusik, Kantaten, diverse Publikationen (u.a. Lehrbuch der Klangreihen-
Komposition).

Aufführungen in Österreich, Tschechien, Ungarn, Italien, Großbritannien,


Island, Norwegen, Schweden, Dänemark, Russland, Aserbaidschan, Hongkong,
Argentinien

Rundfunkaufnahmen, 6 CDs

Verlage
NÖ Musikedition, Eigenverlag, Monochrom Verlag Wien

„2. Sonate“ für Violoncello und Klavier op. 74, NÖ Musikedition

112 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Für mich ist Musik eine Sprache
1953–1954 Bruckner-Konservatorium Linz: Violoncello (Karl-Maria ohne Worte mit fast unendlich
Schwamberger), Klavier (R. Mayer), Tonsatz (Fritz-Heinrich Klein) vielen Kombinationsmöglich-
1954–1957 Mozarteum Salzburg: Violoncello (Karl-Maria Schwamberger), keiten. Ihre Gesetzmäßigkeiten
Tonsatz (Friedrich Neumann), Klavier (Peter Ronnefeld) sind in den Gegebenheiten der
1958–1962 Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien: Violoncello Natur begründet. Die Nut-
(Frieda Litschauer-Krause), Klavier (Irena Barbag-Drexler), zung ihrer Möglichkeiten für
Komposition (Othmar Steinbauer) schöpferisches Gestalten ist ein
1961 Lehrbefähigungsprüfung für Violoncello Abenteuer. Ich arbeite nach
1962 Reifeprüfung Violoncello den kompositionstheoretischen
1978–1980 Universität Wien: Musikwissenschaft und Altgermanistik Erkenntnissen der Klangrei-
1985–1986 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: henkompositionslehre. Damit
Ergänzungsstudium Harmonikale Grundlagenforschung erschließt sich immer wieder
(Rudolf Haase) Neuland für mich. Die fast
1986 Mag. art. unendlich großen Möglich-
Sommerkurse bei Enrico Mainardi (Violoncello), Klangreihenkomposition keiten für die freie Gestaltung
bei Johann Sengstschmid faszinieren mich.

BERUFLICHE LAUFBAHN Helmut Neumann

1959–1960 Nationales Isländisches Symphonieorchester, Reykjavik


1961–1962 Innsbrucker Städtisches Orchester
1962–1964 Isländisches Rundfunksymphonieorchester, Reykjavik
Lehrer für Violoncello und Musiktheorie an der Musikschule
in Hafnarfjördur, Island
1964–1976 Angestellter u. a. der Niederösterreich-Abteilung
der Bundesländer Versicherungs-AG
1976–1998 Beamter im Bundesministerium für Unterricht und Kunst,
ab 1992 Abteilungsleiter
1980–1983 Direktor des Franz Schubert Konservatoriums in Wien
1983–2005 Lehrer für Violoncello und Komposition am Franz Schubert
Konservatorium in Wien

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1986 Kulturpreis der Stadtgemeinde Klosterneuburg


1986 Ritterkreuz des Isländischen Falkenordens
1990 Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
1994 Förderungspreis des Landes Niederösterreich für Musik
1996 Verleihung des Berufstitels „Professor“
1996 Großritterkreuz des Isländischen Falkenordens
1998 Ehrenring des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft
und kulturelle Angelegenheiten
2003 Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land
Niederösterreich
2007 Ehrenring der Klosterneuburger Zeitung
2008 PaN-Ehrenzeichen des Dachverbandes der Österreichisch-
Ausländischen Gesellschaften

www.inoek.at 113
LEONHARD PAUL
Geboren 1967 in Wien

Werke
Zahlreiche Kompositionen und Arrangements für diverse Besetzungen, über-
wiegend für Blechbläserkammermusik, symphonische Blasmusik…

Auftragskomposition u.a. für die Bühnenmusik „Der Zerrissene“ des Wiener


Burgtheaters

„Oida, geht‘s noch???“ für Flöte, Trompete, Horn, Fagott, Posaune und Kontrabass, Eigenverlag

118 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Mein Zugang zum Komponieren
1986-1990 IGP Studium Posaune an der mdw mit ausgezeichnetem erfolgte nach dem klassischen
Erfolg „Learning by doing“-Prinzip. Die
1989-1993 Konzertfachstudium Posaune an der mdw erste Komposition basierte auf
1993 1. Diplomprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg dem Gedanken... „das kannst
1990-1994 Studium Jazzposaune bei Erich Kleinschuster am du auch selber schreiben, da
Konservatorium der Stadt Wien (MUK) mit brauchst du keinen Komponis-
ausgezeichnetem Erfolg ten beauftragen“. Der Umstand,
als Mitglied der Gruppe „Mnozil
Brass“ permanent die Mög-
BERUFLICHE LAUFBAHN lichkeit zu haben, neue Stücke
sofort ausprobieren zu können,
1992-2005 Unterrichtstätigkeit an den Musikschulen Strasshof, Tulln befeuerte den Mut zum Weiter-
und Mürzzuschlag schreiben.
Ich würde sagen, ich schreibe,
seit 1996 Mitglied der Gruppe Mnozil Brass, weltweite Konzert- wie es mir gefällt, ich nehme
tourneen, zahlreiche CD/DVD Produktionen mit keine Rücksicht auf jedwede Stil-
Mnozil Brass, Co-Komponist der Operette „Das trojanische schranken, ich bin unbedingter
Boot“ (Auftragsarbeit der „Ruhrtriennale“) und der Oper Anhänger der Harmonie, jedoch
„Irmingard“ (Auftragsarbeit der „Salzburger Festspiele“) aber auch ihrer Zerstörung. Ein
„leiwander“ Schlager ist mir
Mitglied als Posaunist und Komponist/Arrangeur der Grup- genausolieb wir ein verkopfter
pen „Die eiserne Zeit“, „Salonorchester Alhambra“ und des Ritt durch die Feuermauer.
Trio „Wieder/Gansch/Paul“ Generell werden meine Kreativ-
geister durch Druck geweckt,
meistens Zeitdruck...aber nur
seit 2005 Lehrauftrag an der mdw für Blechbläserkammermusik, unter Druck entstehen Diaman-
Barockposaune, IGP Popularmusik Posaune ten!
2019 Bestellung zum Leiter des „Joseph Haydn Institutes für
Kammermusik, Alte Musik und Neue Musik“ an der mdw
Leonhard Paul

www.inoek.at 119
JOE PINKL
Geboren 1975 in Peisching

Kompositorisches Schaffen:
Das Spektrum meiner kompositorischen Tätigkeit reicht von Unterrichtsli-
teratur und Solo- sowie Kammermusik für Blechbläser, über Kompositionen
für Jugendblasorchester und Symphonisches Blasorchester, bis zu Musik für
Streichorchester, Jazzbands,…
Meine musikalischen Zugänge sind sowohl der klassischen Musiktradition, wie
auch sämtlichen Aspekten der neuen Musik geschuldet.
Mein zur Zeit an die 300 Werke umfassendes kompositorisches Schaffen reicht
von Filmmusik bis Theatermusik, von Symphonischer Literatur bis zu Vertonun-
gen von Lyrik und von Blasmusik bis Big Band.

www.joepinklmusic.com

„Naddoddur“ für Flöte, Klarinette, Trompete, Posaune und E-Gitarre, Eigenverlag

126 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Musik ist für mich wie eine
1994-1998 Studium Konservatorium / Stadt Wien - Hauptfach Posaune zweite Muttersprache, die ich je
nach Dialekt, sozialem Umfeld
und künstlerischer Betätigung
BERUFLICHE LAUFBAHN nach Belieben anwende. Da mir
sowohl als ausübender Musiker,
1994-1999 Unterrichtstätigkeit Musikschule Neunkirchen (Werksvertrag) als auch als Komponist, Genre-
2000-2013 Unterrichtstätigkeit Musikschulverband Neunkirchen / Umge grenzen und Klassifizierungen
bung jedweder Art zu tiefst wieder-
seit 2013 freischaffender Musiker, Komponist u. Arrangeur streben, probiere ich meine
Musik der Vielfalt des Lebens
künstlerische Tätigkeiten als Musiker: und seiner Eindrücke entspre-
Stadttheater Baden, Kammerspiele Wien, Theater in der Josefstadt, Wolfgang chende entstehen zu lassen und
Lindner Band, Swing Time Big Band, Janus Ensemble Wien, Max Brand Ensem- jene Klänge in und aus mir zum
ble, Erwin Steinhauer, Justus Neumann, Konstanze Breitebner, Martin Weinek, Leben zu erwecken, die es eben
Andy Hallwaxx, Shlomith Butbul, Christoph Cech, Ed Partyka,… erblicken sollen. Die Entschei-
Tourneen & Konzertreisen: Italien, Spanien, Niederlande, BRD, USA, Süd dung ob es gefällt, entspricht
Korea,… oder ankommt, überlasse ich
dabei anderen.
Mein Bedürfnis ist es lediglich,
meine Gedanken und Emotio-
PREISE UND ANERKENNUNGEN nen ihrer Vielfalt entsprechend
ins Außen und zu Gehör zu
2008 Stella (internationaler Jugendtheaterpreis) Circus Elysium – bringen. Die verschiedenen
Justus Neumann Möglichkeiten des Ausdrucks
2014 Hörspielpreis Ö1 – Die letzten Tage der Menschheit sind dabei für mich lediglich
Werkzeug und nicht System, Stil
oder Gesetzmäßigkeit.

Joe Pinkl

www.inoek.at 127
Hubert Pöll
Geboren 1962 in Herzogenburg

Rund 20 Kompositionen, vorwiegend Kammermusik, Instrumentalkonzerte


(Konzert für Schlagwerk und Orchester), Kirchenmusik und Chorwerke (Psalm
57 für die Opfer des 11. September, Magnificat für Chor und Orchester, Beyond
the Gardens für Chor, Orchester und Rock Band), Unterrichtsliteratur.

Aufführungen in Österreich, Deutschland, Schweiz, Tschechien

Verlage
Eigenverlag

„Stahlrohre“, Manuskript

130 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
In der Musik sehe ich einen
1980–1985 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: idealen Weg für Erziehung
Schlagwerk (Walter Veigl), Lehramt für Musikerziehung, jeglicher Art (Selbsterziehung,
Tonsatz und Komposition (Heinz Kratochwil), Diplomarbeit Erziehung Jugendlicher zu
1984–1992 Universität Wien (Geschichte) Gemeinschaft und kulturellen
1993 Mag. art. Werten). Musik ist Erbauung für
seit 1993 Lehramt für Musikerziehung und Geschichte Seele und Geist, eine Quelle, die
die Harmonie der Mitte stärkt
und den Geist schärft.

BERUFLICHE LAUFBAHN
Hubert Pöll
seit 1988 Lehrstelle für Schlagwerk an der Musikschule Krems
1992–1998 Mitglied des NÖ Landesblasorchesters
1994–2004 Musikerzieher am BG/BRG Piaristen in Krems
1989–2002 Dozent beim Symphonischen Jugendorchester
des Niederösterreichischen Musikschulwerkes
seit 2004 Lehramt Musikerziehung am BORG Krems
(Sonderform „besonders-musikalischer Zweig“)
seit 2005 Betreuungslehrer für Unterrichtspraktikanten-Musikerziehung
Direktor der Musikschule Krems
seit 2006 Arbeit an einer Dissertation über Musikschulbauten
seit 2007 AGMÖ-Vorstand für Niederösterreich
2008 Eröffnung der Musikschule Hafnerplatz (Krems)
nach eigenem Infrastrukturmodell mit dazugehöriger
Ausstattung

Mitglied des Niederösterreichischen Landesblasorchesters


Internationale Vorträge und Kurse über Rhythmik und Ensemblespiel
Zahlreiche Platteneinspielungen mit dem NÖ Tonkünstler-Bläserensemble
Leitung eines Instrumentalensembles (Schwerpunkt: Alte Musik
und zeitgenössische Werke)
Referent beim Niederösterreichischen Blasmusikverband
Juror bei den Landes- und Bundeswettbewerben „Prima la Musica“
Auftragskompositionen für Basel, München, Wien, Donaufestival Krems,
Symphonisches Jugendorchester Niederösterreich, Zeitgenössischer Herbst
Zwettl u. a.

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1990 Anerkennungsschreiben des Landesschulrates für Nieder-


österreich für besondere pädagogische Tätigkeit
1992 Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft
und Forschung

www.inoek.at 131
Michael Publig
Geboren 1961 in Wien

Musiker (Komponist, Pianist) in den Bereichen Jazz, Ernste Musik, Brasiliani-


sche Musik, Tango Nuevo und Flamenco mit dem Schwerpunkt Jazz Chamber
Music

Aufführungen in Europa, Asien, Australien und den USA

CD-Label: Gramola
Foto ©Renate Publig

Verlage
Doblinger, People´s Music Publishing u.a. (Österreich, Deutschland, USA, China)

www.michaelpublig.com

time in_time out


O Tempo II (excerpt)
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„time in_time out“ für Flöte, Cello und Klavier (Fassung für Klaviertrio bei Doblinger)

132 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Als Komponist steht Michael
Pianist; Diplom bei Roland Batik (Konservatorium Privatuniversität Wien); Publig für musikalische Vielfalt
Projekte u. a. in den Bereichen Ernste Musik, Jazz, Brasilianische Musik und verfolgt einen stilistisch
und Flamenco. Diplom in Handelswissenschaften an der WU Wien. offenen Weg „zwischen den
Welten“. Seine Musik ist eine
Symbiose von Elementen des
Jazz, zeitgenössischer (E-)Musik
BERUFLICHE LAUFBAHN und lateinamerikanischer
Musik.
Arrangeur, Herausgeber: Veröffentlichungen in allen Bereichen bei mehreren Ein besonderes Anliegen ist es
internationalen Verlagen (Österreich, Deutschland, USA, China). ihm, die Jazz- und Latin-Ele-
mente klassischen Interpreten
Pädagogische Tätigkeiten: Lehrauftrag an der Musikuniversität Wien für Arran- näherzubringen.
gieren (Anton Bruckner Institut). Dozent an der Amadeus Vienna International
School für Komposition, Film Music Composition und Klavier. Workshops und
Masterclasses für Klavier, Improvisation und Jazz-Harmonielehre (u.a. am MUK Michael Publig
Wien) international.

Langjähriger Verlagsleiter bei Doblinger, Jurymitglied in diversen Institutionen;


Produzent zahlreicher CDs; Tourneen nach China.
Head of Music Preparation für Hollywood in Vienna
Veranstalter mehrerer Konzerte mit dem Schwerpunkt „Jazz Chamber Music“

PREISE UND ANERKENNUNGEN

Komponist (zahlreiche Werke in beiden Sparten, „E“- und „U“-Musik);


Gewinner mehrerer Kompositionswettbewerbe. Aufführungen in Europa,
Asien, Australien und den USA; Rundfunkausstrahlungen.

www.inoek.at 133
Julia Purgina
Geboren 1980 in Straubing

Repräsentative Werke: Vortex Peccatorum für Orchester (UA Mai 2018, Hel-
singborg Symphony Orchestra/Stefan Solyom/Helsingborg Konserthuset),
Akatelepsia für Orchester (UA Oktober 2018, Wiener Symphoniker/Sylvain
Cambreling/Wien Modern/Konzerthaus Wien), musique noire II für Flöte und
Ensemble (UA 2020 Wien, Ensemble Kontrapunkte/Peter Keuschnig/Eric Lamb/
Musikverein Wien)

Aufführungen bei wichtigen Festivals im Inland (Wien Modern, styriarte, Carin-


thischer Sommer, Aspekte Festival...) und im Ausland (composer in residence in
Helsingborg/Schweden, Oberon-Trio/Deutschland...)

Zahlreiche Aufnahmen: spektral-records: Ensemble LUX und Maria Fedotova:


IN FLUX: zeitgenössische österreichische Flötenquartette; Orlando-records:
Ensemble Reconsil: Exploring the world – The Kick Off (darauf: Flötenkonzert);
Orlando records: Reconsil-Exploring the world; Orlando records: enSuite für
Violine und Viola (Bojidara Kouzmanova-Vladar und Julia Purgina): Werke von
J. Purgina, R. Freisitzer, J. Sanchez-Chiong, M. Amann und J. S. Bach

Verlage
apoll edition, paladino media, Eigenverlag
Universal Edition (Bearbeitungen, keine Eigenkompositionen)

„Akatalepsia“ für Orchester/2018/Auftragswerk Wien Modern für die Wiener Symphoniker

134 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Komponieren bedeutet für
ab 1985 Klavierunterricht, ab 1988 Geigenunterricht mich vor allem eines: offen
1997 Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: sein, sich von sich selbst und
Studium Viola bei Wolfgang Klos und Ulrich Schönauer der Umwelt immer wieder
2000–2002 Komposition bei Claus Ganter überraschen lassen, Lösungen
2002/2003 Auslandsjahr in Berlin, Universität der Künste: finden, die nicht nahe liegend
Viola bei Ulrich Knörzer sind. Das beginnt schon vor
seit 2003 Studium Komposition bei Erich Urbanner und Chaya Czernowin dem eigentlichen Komponieren,
2004 2. Diplomprüfung Viola mit Auszeichnung wenn es um die Idee oder die
2006 2. Diplomprüfung Komposition mit Auszeichnung Konzeption eines Stückes geht.
2007 Postgraduales Kompositionsstudium bei Chaya Czernowin Je nachdem wofür ich mich
derzeit Doktoratsstudium im Fach Musiktheorie an gerade interessiere, wird das
der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien Stück eine ganz eigene Richtung
2011-2020 Studium der Germanistik und Slowakistik an der Universität Wien einschlagen. Dennoch muss
ich gestehen, dass es natürlich
BERUFLICHE LAUFBAHN Klänge und Formen gibt, die
mich derzeit mehr als andere
1999–2004 Mitglied im European Union Youth Orchestra interessieren, ich glaube auch,
(2004 Solobratschistin) dass meine Stücke gewisse
2001 Mitglied im Gustav-Mahler-Jugendorchester Ähnlichkeiten aufweisen, auch
2002/2003 Mitglied der Wiener Bachsolisten (2003 Solobratschistin) wenn sie sehr unterschiedlich
2004–2007 Orchesterakademie beim Radio-Symphonieorchester Wien sind. Doch diese Ähnlichkeiten
derzeit freischaffende Musikerin und Komponistin in Wien sind mehr im Hintergrund der
2016 Berufung zur Professorin und Studiengangsleiterin für Komposition zu finden und sind
Saiteninstrumente an der Musik und Kunst Privatuniversität der nicht das, was man einen Stil
Stadt Wien nennt. Meinen Stücken gemein
ist, dass sie in irgendeiner Form
Früh Beschäftigung mit Kammermusik und Mitwirkung in Quartettformatio- Sinneseindrücke einfangen und
nen sowie Spezialensembles in Musik transformieren, es ist
also die Wandlung von einem
PREISE UND ANERKENNUNGEN Sinneseindruck zum nächs-
ten. Welche Sinneseindrücke
1997 „Youngster of art“ der Stadt St. Pölten transformiert werden, ist ganz
2001 Kulturförderpreis des Landes Niederösterreich verschieden, aber vor allem
2006 Preisträgerin beim Intern. Salieri-Kompositionswettbewerb Geschmacksrichtungen lassen
2007 Preis der Theodor Körner-Stiftung, Stipendium der Fohn-Stiftung sich gut in eine Komposition
2008 Kompositionsförderung des Bundesministeriums für Kunst übertragen und so könnte mein
2009 ausgesuchte Komponistin beim internationalen Festival in Oslip Stil vielleicht doch noch mit
2010 Startstipendium des bmukk einem Schlagwort überschrie-
2011 Kompositionsförderung des bmukk ben werden: transformierte
2011 ausgesuchte Komponistin beim internationalen Sinnlichkeit.
Komponistenforum Mittersill
2012 NASOM-Förderung für Konzertreisen des Aussenministeriums
2013 composer in residence beim Wiener Concertverein, Julia Purgina
Staatsstipendium des bmukk
2014 composer in residence bei Soundings, London
2017 composer in residence beim Helsingborg Symphony Orchestra
2018 Kompositionsauftrag von Wien Modern für die Wiener
Symphoniker, das Ensemble Kontrapunkte und eine Kammeroper
für Sirene Operntheater

www.inoek.at 135
Hannes Raffaseder
Geboren 1970 in Freistadt

Werke: Kompositionen vorwiegend für Kammermusik, Vokalmusik, Orchester


und Ensembles, Live-Elektronik, Multi- bzw. intermediale Projekte,
Klanginstallationen

Aufführungen in Österreich, Deutschland, Schweiz, Großbritannien,


Tschechien, Polen, Bulgarien, Ukraine, USA, Mexiko und Brasilien

Verlage
Doblinger, Eigenverlag

www.raffaseder.com

„staTdT - streifen:durchlaufen“ für Orchester, Eigenverlag

136 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Musik als Mittel zum persönli-
1988–1995 Technische Universität Wien: Nachrichtentechnik chen Ausdruck, zur Kommuni-
1993 Universität für Musik Wien: Lehrgang Computermusik kation. Stilistische Vielfalt statt
ästhetischer Engstirnigkeit.

BERUFLICHE LAUFBAHN
Hannes Raffaseder
1998–2004 Lehrauftrag für Audiodesign an der Fachhochschule Hagenberg
1999-2017 Mitarbeit bzw. Co-Organisator beim KomponistInnenforum
Mittersill
2000–2001 Lehrauftrag für Audiodesign an der Fachhochschule St. Pölten
seit 2002 Autor des Fachbuchs „Audiodesign“ und zahlreicher Beiträge
über akustische Mediengestaltung
seit 2004 künstlerische Leitung des CD-Labels „einklang_records“
(gemeinsam mit Wolfgang Seierl)
seit 2004 FH-Dozent an der Fachhochschule St. Pölten
2005-2013 Kurator des Klangturms St. Pölten
seit 2005 Leiter des FHplus Forschungsprojekts „AllThatSounds“
seit 2005 Vortragstätigkeit bei internationalen Konferenzen
und Medienfestivals
2006–2007 Leiter des Fachbereichs Audio an der Fachhochschule St. Pölten
2007-2011 Leitung des Instituts für Medienproduktion an der
Fachhochschule St. Pölten
2009 – 2012 Leitung des Masterstudiengangs Telekommunikation und
Medien bzw. für Digitale Medientechnologien (nach
erfolgreicher Weiterentwicklung des Studiengang)
2011 – 2015 Leitung des Forschungsinstituts IC\M/T – Institut für Creative\
Media/Technologies
2010 – 2012 stellvertretender Leiter des FH-Kollegiums / FH-Vizerektor für
Forschung und Internationales an der Fachhochschule St. Pölten
2012 – 2014 Leiter des FH-Kollegiums / FH-Rektor der Fachhochschule St.
Pölten
2014 – 2019 Prokurist, Mitglied des Hochschulmanagement der FH St. Pölten
2017 – 2018 interimistischer Geschäftsführer der Bertha von Suttner
Privatuniversität St. Pölten GmbH
seit 2019 Mitglied der Geschäftsführung der Fachhochschule St. Pölten

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1994 Preis der Theodor-Körner-Stiftung


1995 Kunstförderungspreis Freistadt
1998 Förderungspreis des Landes Oberösterreich
1999 Österreichisches Staatsstipendium für Komposition
2002 Österreichisches Staatsstipendium für Komposition
2004 Arbeitsstipendium für Komposition der Republik Österreich
2005 Anton-Bruckner-Stipendium des Landes Oberösterreich
2006 Arbeitsstipendium für Komposition der Republik Österreich,
Oberösterreichischer Landeskulturpreis
2018 Anerkennungspreis für Musik des Landes Niederösterreich

www.inoek.at 137
Barbara Rektenwald
Geboren 1970 in Wien

Kompositionen und Arrangements für Jazzbands in diversen Besetzungen,


Dino‘s Parade und Bean‘s Waltz für Streichorchester, Klavierstücke
für 2- und 4-Hände.

Tonträger: „Moods“, „Auf nach Spitzbergen“

Rundfunk- und CD Aufnahmen: „Klavierhits für Kinder“ mit Marco Simsa,


„Pas de deux“– Klaviermusik des 20. Jahrhunderts, „Ladies Surprise“,
„Katharsis“, Ein Toter fährt gern Ringelspiel, 2011 „Moods“,
2012 “Klavierstücke von B. Smetana für Kinder“, 2013 „Auf nach Spitzbergen“

www.rektenwald.at
www.thefemalejazzart.com

„Dino‘s Parade“ für Streichorchester, Eigenverlag

138 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Ich schreibe das auf, was mir
gefällt. Die besten Kompositio-
1989–1999 Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst nen sind die, die einfach passie-
Wien (IGPI/II klassisches Klavier, Jazzklavier, Schul- und ren ohne nachzudenken!
Instrumentalmusik) zahlreiche Meisterkurse vor allem im
Bereich Liedbegleitung und Kammermusik, diverse Jazz-
workshops. Barbara Rektenwald

BERUFLICHE LAUFBAHN

seit 1995 Lehrtätigkeit an der Musikschule Wolkersdorf in den Fächer


Klavier, Korrepetition und Ensemble.

seit 1995 regelmäßig Korrepetitionstätigkeit: bei Sommerkursen,


bei Musicalproduktionen, bei Wettbewerben und
Opernproduktionen.

Auftritte als Kammermusikerin und Solistin: mit den Nieder-
österreichischen Tonkünstler Orchester, Sinfonietta da Camera
Salzburg, Ensemble Neue Streicher, Camerata Wien, bei den
Wiener Bezirksfestwochen, Musik Aktuell, Hallstatt Classics,
Jeunesse u.a. 2012 Duo FunTasten (Klavier vierhändig)
Begleiterin vieler Sänger
Mitwirkung in diversen Jazzformationen

2013 Aufnahme der CD „Auf nach Spitzbergen“ mit dem Female Jazz
Art Quartett. Einladung in die Ö1 Jazznight
2014 Auftritt im Kulturcafe und Live- Rundfunkübertragung
2014 Konzert in New York

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1997 Anerkennungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft


und Verkehr für besondere künstlerische Leistungen

www.inoek.at 139
Peter Richter de Rangenier
Geboren 1930 in Prag

Rund 300 Kompositionen: 9 Sinfonien, „7. Brandenburgisches Konzert“,


19 Instrumentalkonzerte (u. a. für Orgel, Tuba, Harfe, Pauke), Orchester-
variationen „Chattanooga Choo Choo“, Kammersinfonie für Streicher,
Trompete und Pauke, Konzertstück für vier Hörner und Orchester,
3 Streichquartette, Streichquintett, Bläserquintett, Klavier-, Solo- und
Kammermusikwerke, Lyrische Szenen und Rosenarie für Sopran und Orchester,
Tedeum, Magnifikat, Michaelskonzert, Requiem für den Heiligen Nepomuk,
Requiem für ein Kind, Messen, Motetten und andere Chöre,
Liederzyklen (Shakespeare-Songs), Passion für Soli, Chor und Orchester,
4 Opern (Dr. Allwissend, Die Raben von Holland, Und Pippa tanzt!,
Draußen vor der Tür) u.v.a.

Aufführungen in Österreich, Deutschland, Schweiz, Tschechien, Slowakei,


Ungarn, ehemaliges Jugoslawien, Bulgarien, Rumänien, Estland, Norwegen,
England, Südamerika, Chile, Korea, Japan

Rundfunkaufnahmen: ORF, BR, HR, NDR, WDR, Tschechischer Rundfunk,


Radio Luxembourg, Chilenisches Fernsehen

Verlage
NÖ Musikedition u. a.

„Passion“ für Soli, Chor und Orchester, Manuskript

140 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG Musik bedeutet für mich,
Unaussprechliches durch Musik
1950–1954 Musikakademie Detmold (Hochschule), Hochschule Hamburg, begreifbar zu machen. – Musik,
Mozarteum Salzburg: Chor- und Orchesterdirigieren welche nicht im inneren Gehör
(Kurt Thomas, Eugen Papst, Hans Schmidt-Isserstedt), eines Menschen entstanden
Opernschule, Klavier (Hans Richter-Haaser), Horn (Fritz Huth), und zu äußerer Gestaltung
Orgel (Michael Schneider), Komposition (Wilhelm Maler, gewachsen ist, kann auch nicht
Wolfgang Fortner, Philipp Jarnach) bis ins Innere des hörenden
1954 Konzertreifeprüfung Musikhochschule Detmold Menschen eindringen. – Nur
1960–1961 Internationaler Dirigier- und Interpretationskurs die im Inneren entstandene
der Luzerner Musikfestwochen Musik ist die „natürliche“,
lebendige und kann wieder das
Innere im anderen Menschen
erreichen und ansprechen - oder
BERUFLICHE LAUFBAHN sogar erregen. – In Hans-Chris-
tian Andersens Märchen von
1950–1957 Dirigent in Lübeck, Hagen und Wuppertal des Kaisers Nachtigall wird
1957–1960 Gründung und Leitung der Jungen Philharmonie Siegen der Gesang einer künstlichen
1960–1965 Musikalischer Leiter beim Theater des Westens Berlin und der lebendigen Nachti-
1966–1974 Generalmusikdirektor in Hof, ständiger Gastdirigent beim gall treffend und wirklich zu
Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks München Herzen gehend geschildert: Ich
1978–1981 Direktor der Oper und Philharmonie in Santiago de Chile, sehe als wesentliches Merkmal
Professor für Dirigieren und Komposition meiner Musik den Versuch einer
an der Universidad de Chile Ausschöpfung aller, auch noch
ab 1981 Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik der unentdeckten Möglichkei-
und darstellende Kunst in Wien ten weit gefasster Tonalität.
Der rhythmisch-melodische,
Tätigkeit als Gastdirigent u. a. bei den Wiener Symphonikern. Internationale natürliche Einfall allein gibt uns
Dirigenten-Kurse in Plovdiv und Vraza (Bulgarien). Kompositionsaufträge die Berechtigung, überhaupt
für zahlreiche Kammerensembles, Staatliche Philharmonie Vraza und Plovdid, noch etwas zu komponieren
Hofer Symphoniker, Akademie der Künste Berlin – im Sinne verständlicher und
vor allem berührender musi-
kalischer Aussage. Dass ich
hierbei gesangliche Melismen
PREISE UND ANERKENNUNGEN gewahrt wissen möchte, deutet
auf meine Verbundenheit mit
1960 Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen einer Tradition hin, die mir
1961 Förderungspreis der Hansestadt Lübeck sowohl durch das frühe Erleben
1980 Ehrenmitglied der Philharmonie Santiago de Chile sakraler Musik als auch durch
1982 Preis der Theodor Körner-Stiftung die langjährigen Erfahrungen
1993 Ehrengabe des Johann-Wenzel-Stamitz-Preises der Deutschen als interpretierender Musiker
Künstlergilde (für das künstlerische Gesamtschaffen) vermittelt wurden. Im rhythmi-
1993 Preis der Theodor Körner-Stiftung schen Bereich der Werke findet
2007 Orgelwettbewerb Saarlouis die eigentlich slawische Her-
kunft ihren Niederschlag. Innere
Vorbilder sind Bach, Bartók,
Janáček und (bei musikalischer
Dramatisierung) Weber wie
auch Beethoven und Wagner.

Peter Richter de Rangenier

www.inoek.at 141
MARIA Salamon
Geboren 1989 in Baden

Werke
Zahlreiche Kompositionen in den Stilrichtungen zeitgenössische Musik, Jazz,
Weltmusik und Pop für verschiedenste Besetzungen: Violine Solo, Violine &
Violoncello, E-Violine und Gesang, Klaviertrio, Jazzquartett, Trio mit Violine,
Bassgitarre und Gitarre/Klarinette/Flöte/Percussion, Oktett, Big Band u.v.a.
Aufführungen in Österreich, Deutschland, Tschechien, Ungarn, Italien,
Schweiz, Frankreich, Niederlande, Griechenland, USA, Kanada, Japan und China

Aufnahmen eigener Werke für Rundfunk und CD-Produktionen. Auftrags-


kompositionen für Wettbewerbe, Festivals sowie für Kurzfilme (Traum und
Wahnsinn Medienkollektiv)

Aufführungen im In- und Ausland. Referenzen (Auswahl): Jazz Fest Wien, Wir
Sind Wien Festival, Porgy&Bess Wien, Sommerkonzerte Melk, Jazz Spring Bish-
kek (Kirgistan), Jazz Festival Astana (Kasachstan), Dunav Art Festival (Kroatien),
Summerwinds Festival Münster (Deutschland), u.a.

aus „Im-Puls“ für Orgel Solo, uraufgeführt beim internationalen Orgelkammermusikestival


„RUK“ in Faak am See / Kärnten, Eigenverlag

144 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


aufgewachsen in Wiener Neustadt/NÖ

AUSBILDUNG Mein Kompositionsstil zeichnet


sich durch große stilistische
2005-2007 Vorbereitungslehrgang Violine am J.M. Hauer-Konservatorium Wr. Flexibilität aus. Ich bin sowohl
Neustadt in der zeitgenössischen Musik
2007-2015 Studien Konzertfach Violine (Universität für Musik und als auch in Jazz, Pop und Welt-
darstellende Kunst), Jazzgeige (Alternative Strings Institut) sowie musik zuhause. Die Balance
Jazzkomposition und Arrangement in Wien (Musik und Kunst zwischen eingängigen Melo-
Universität der Stadt Wien) und Amsterdam (Conservatorium van dien, klaren Harmonien und
Amsterdam, Schwerpunkt Filmmusik und Big Band) musikalischer Komplexität sind
ein zentrales Element meiner
Weiterbildungen und Kurse in Europa und USA Komposition. Ich schreibe für
vielfältige Besetzungen von
Solo bis zu orchestralen Beset-
zungen und bin auch regel-
BERUFLICHE LAUFBAHN mäßig als Arrangeurin tätig.
Kompositionsaufträge werden
seit 2005 eigene Ensembles StraussArt Octet, Alternative Strings Trio, gerne angenommen.
highdentity, Square Waltz, Klaviertrio Triosphere, Duophon,
Mitglied der Wiener Neustädter Instrumentalisten

gefragte Live- und Studiomusikerin sowie Arrangeurin Maria Salamon

PREISE UND ANERKENNUNGEN

Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe (u.a. Prof. Dichler Competition,


Fidelio Competition, New Austrian Sound Of Music 2017/2018)

www.inoek.at 145
Michael Salamon
Geboren 1957 in Wiener Neustadt

Werke
Kammermusik, Konzerte (Klarinette, Violine, 2 Violinen, Klavier),
kleine Orchesterwerke, Lieder

Aufführungen in Österreich, Deutschland, Tschechien, Ungarn, Italien,


Schweiz, Frankreich, Niederlande, Griechenland, USA, Kanada, Japan und China

Rundfunkaufnahmen, 3 CDs, 2013 CD mit dem Staatsoperntenor Norbert


Ernst erschienen bei Gramola

Verlage
NÖ Musikedition

„Sonatina giocosoa“ für Violine (Flöte) und Klavier, NÖ Musikedition

146 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
1976–1982 Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien: Musik ist mein Leben! Ich versu-
Schulmusik, Tonsatz (Herbert Tachezi), Violine (Eva Braun), che im Sinne der alten Meister
Klavier (Harald Ossberger) Musiker in einer umfassend-
ganzheitlichen Weise (nämlich
komponierend, konzertierend,
dirigierend und lehrend) zu sein,
BERUFLICHE LAUFBAHN um glaubwürdig als Musiker wie
als Mensch mit anderen durch
1982–1987 Musiklehrer im BG und BORG Wiener Neustadt dieses, mein Medium Musik
1979–1987 Musiklehrer an der Musikschule Wiener Neustadt zu kommunizieren. In meinen
seit 1988 Professor am Josef Matthias Hauer-Konservatorium Wiener Kompositionen versuche ich
Neustadt: Vorbereitungsklasse Violine, Klavierkorrepetition, daher auch verschiedenste Stile-
Ensembleleitung, Didaktik, Abteilungsleiter der Streicherklassen, lemente des 20. Jahrhunderts zu
Dirigent des Konservatoriumsorchesters und -Chores einen einheitlichen persönlichen
1989–2003 Dozent beim Kinderkurs des Internationalen Stil zu verschmelzen (Impressio-
Kammermusikfestivals in Horn nismus, Expressionismus, Jazz,
seit 1982 Mitwirkender bei verschiedenen Kammerorchestern und Ensemble Klangflächen...)
2005 Gründung des Wr. Neustädter Strauß-Ensembles,
2011 umbenannt in StraussArt Octett (www.straussartoctett.at):
Spezialisierung auf Tanzmusik des 19. und 20. Jahrhunderts; Michael Salamon
Konzerte in Österreich, Deutschland, Italien, Japan und China

Als Dirigent Aufführungen u. a. von Johann Sebastian Bach: Weihnachts-


oratorium, Johannespassion, Matthäuspassion, Georg Friedrich Händel:
Der Messias, Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem, Joseph Haydn: Die Schöp-
fung, Leonard Bernstein: Chichester Psalms, Josef Matthias Hauer:
Apokalyptische Phantasie

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1985 Anerkennungspreis für Musik der Stadt Wiener Neustadt


1988 Kompositionsauftrag des Landes Niederösterreich
1997 Finalist beim Kompositionswettbewerb des Bildungs- und
Heimatwerks Niederösterreich und bei ICA Composition
Competition, Miami University

www.inoek.at 147
Wilfried Satke
Geboren 1955 in Mödling

Über 100 Kompositionen, Vokal- und Instrumentalmusik: Musik für polyphone


Soloinstrumente, für Kammer-Ensembles (vielfach für ungewöhnliche Beset-
zungen), (Big-) Band, Traditionelles Chinesisches Orchester...
ab 1999 auch algorithmische und elektronische Musik, seit 2012 auch Medien-
kunst.

Aufführungen in Österreich, Dänemark, Deutschland, Großbritannien,


ehemaliges Jugoslawien, Polen, Ungarn, Türkei, Argentinien, USA

Verlage
NÖ Musikedition, Edition ContempArt, Eigenverlag

www.satke.ws

„Gendhing“, Eigenverlag

148 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Konstanter Faktor ist die
1974–1983 Universität Wien: Biologie Bewegung, der Wille zum (Stil-)
1976–1983 Konservatorium der Stadt Wien: Gitarre (Robert Brojer) Wandel. (Poly-)Modale Struk-
1980-1983 Konservatorium der Stadt Wien: Gitarre (Robert Wolff) turen können sowohl tonal, als
1983 Staatliche Lehrbefähigungsprüfung in Gitarre auch atonal klingen, und die
1983–1986 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Gegenüberstellung von Tonali-
Akademisches Hauptseminar für Musiklehrberufe – Gitarre tät und Atonalität macht beide
(Robert Wolff) erst so richtig interessant. Spiel-
1986 Pädagogische Diplomprüfung in Gitarre, Mag. art. und andere Körperbewegungen
1980–1995 Konservatorium der Stadt Wien: (ob hörbar oder stumm) sind
Tonsatz und Komposition (Kurt Schwertsik, Reinhold Portisch) Teil der Musik, werden einkalku-
1992 Diplomprüfungen in Tonsatz und Komposition mit Auszeichnung liert und bis zur rhythmischen
seit 1979 (Meister-)Kurse bei Karl Scheit, Melitta Heinzmann, Hans Hein, Pantomime ausgebaut. Die
Robert Wolff, Hubert Käppel, Gunter Schneider, Dieter Kreidler Musikkulturen, die außerhalb
und unabhängig von Europa
entstanden, sind viel zu kostbar
und interessant, als dass sie
BERUFLICHE LAUFBAHN ignoriert werden könnten.
Die Verwendung mathema-
seit 1979 als Gitarrist sowohl solistisch als auch in Ensembles tätig tischer und systematischer
seit 1983 Instrumentalpädagoge an Musikschulen Methoden führte ab 1999 kon-
1987–2002 Theorie- und Instrumentallehrer an der Pädagogischen sequent zu computergestützter
Akademie Baden algorithmischer Komposition.
1993–1995 Dozent bei der Sommerakademie in Iaşi (Rumänien) Kompositorisches Vorbild
1996–2006 Arbeit mit dem Avantgarde-Gitarrenensemble Cone-Quartet bleibt dabei das Universum,
bzw. Cone_3 das aufgrund ganz weniger
seit 2001 Arbeit mit dem Jazz-Sextett bow jangle Axiome einen reichen, stimmi-
2004-2010 Projekt gam-e-lab (mechatronic gamelan) gen Kosmos hervorzubringen
vermag.

PREISE UND ANERKENNUNGEN Wilfried Satke

1982, 1983 Anerkennungspreis der Niederösterreichischen Landesregierung


1984 Förderungspreis der Niederösterreichischen Landesregierung
1987 Staatsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht
und Kunst
2008 Anerkennungspreis der Niederösterreichischen Landesregierung

www.inoek.at 149
dietmar schermann
Geboren 1957 in Mödling

Werke: Orchester- und Vokalwerke, Kammermusik, Musikdramatische Werke

Aufführungen im In- und Ausland

Rundfunkaufnahmen, Tonträger

„Szenario I“ für Violoncello und Orchester op. 20, Eigenverlag

152 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Komponieren ist für mich eine
Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Gratwanderung zwischen
Komposition (Heinrich Gattermeyer), Korrepetition Offenheit gegenüber der Welt
(Harald Goertz), Orchesterdirigieren (Karl Österreicher) (der Welt der Erscheinungen)
und Chorleitung (Günther Theuring) und der Konzentration auf
subjektive Befindlichkeiten,
ohne jedoch in austauschbare
Oberflächlichkeit oder egoma-
BERUFLICHE LAUFBAHN nische Nabelschau abzusinken.
Die Frage nach dem zu ver-
seit 1982 Lehrbeauftragter für Tonsatz an der Hochschule für Musik wendenden Tonmaterial tritt
und darstellende Kunst in Wien in den Hintergrund, da in jeder
seit 1992 o. Hochschulprofessor (ab 1998 o. Universitätsprofessor) Komposition neue Wege zur
und Leiter einer Lehrkanzel für Harmonielehre-Kontrapunkt momentan gültigen Antwort
(Tonsatz) gefunden werden müssen. Als
seit 2006 Vorstand des Instituts für Komposition und Elektroakustik Kristallisationspunkt meiner
an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien musikalischen Ideen ist der
Dialog mit den Interpreten von
besonderer Bedeutung. Klarheit
und Fasslichkeit sowie ein
PREISE UND ANERKENNUNGEN sinnlich-musikantischer Gestus
bilden die Paradigmen meiner
1980 Arbeitsstipendium der Stadt Wien Kompositionen.
1981 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich
1982 Würdigungspreis des Bundesministeriums
für Wissenschaft und Forschung Dietmar Schermann
1988 Förderungspreis des Landes Niederösterreich,
Arbeitsstipendium der Stadt Wien
1990 Arbeitsstipendium der Stadt Wien

www.inoek.at 153
Karlheinz Schrödl
Geboren 1937 in Wien

Über 100 Kompositionen: Orchesterwerke (1. Sinfonie op. 76, Horror vacui.
Rezitativ für Sprechstimme und Orchester op. 97, Impressionen du chateau op.
119, Requiem für Roger op. 128, Ouvertüre E+E op. 132, Köszeg-Bilder op. 139),
Instrumentalkonzerte (Konzert für Flöte, Oboe und Orchester op. 88, Konzert
für Klarinette und Streicher op. 82, Trompetenkonzert op. 104), Kammermusik
(Streichquartett op. 77, Tre Movimenti für Viola und Klavier op. 143), Vokalmu-
sik, Ballette, 5 Opern (Don Quijote op. 96)
In den letzten Jahren Schwergewicht auf die Kammermusik: (insgesamt 7
Streichquartette). Stücke für Englischhorn und Klavier, Saxophon und Klavier,
Klarinette und Klavier, Streichorchester (Feldkirchner Sinfonietta, Ouvertüre für
Streicher, Musik für H., Romanze für Violine und Streichorchester), Serenade für
Violine und Violoncello u.a. Liederzyklen nach Gedichten von Susanne Goed-
hart und weitere Lieder.

Aufführungen in Österreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Schweiz


und Ungarn

1 Rundfunkaufnahme, 1 CD (Preiser Records)

Verlage: NÖ Musikedition, Weinberger, Eigenverlag

„Köszeg-Bilder“ op. 139, Eigenverlag

154 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Dodekaphonisch beeinflusst,
1955–1960 Universität Wien: Rechtswissenschaften, Dr. jur. expressiv und gestisch mit
1950–1958 Konservatorium der Stadt Wien: Klarinette, Posaune, Kontrabass, einem Zug zum Grotesken.
Klavier Hang zur Musikdramatik, auch
1965–1970 Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien: bei Instrumentalmusik.
Komposition (Erich Urbanner)
1987–1988 Konservatorium der Stadt Wien:
Komposition, Analyseseminar (Reinhold Portisch) Karlheinz Schrödl

BERUFLICHE LAUFBAHN

ab 1963 Richter
1968 Gründer und Leiter der Kammermusikgruppe „Die Kontraste“;
Unterrichts- und Vortragstätigkeit
1982, 1983 Künstlerischer Leiter des Festes Neue Musik in Niederösterreich

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1978 Preis des Wiener Kunstfonds


1979 Preis beim Kompositionswettbewerb „Zeitgenössische Hausmusik“
1982 Preis des Carl Maria von Weber-Wettbewerbs für Kammeropern
der Staatsoper Dresden
1992 1. Preis des Kammermusikwettbewerbs des Konservatoriums
der Stadt Wien

www.inoek.at 155
Werner Schulze
Geboren 1952 in Wiener Neustadt

Studien an der Universität Wien (Philosophie, Akkadistik) und an der Hochschule


für Musik und darstellende Kunst Wien (Fagott, Harmonik) fanden zu glücklicher
Fügung im Berufsleben: Schulze ist Autor, Komponist und Wissenschafter und war
bis 2014 Universitätsprofessor (Internationales Harmonik Zentrum, Universität für
Musik und darstellende Kunst Wien). 1995 war er Gastprofessor am Institut Seni
Indonesia in Jogjakarta/Indonesien.

Von seiner langjährigen Tätigkeit als Kammermusiker, die ihn zu über 400 Auf-
tritten auf 4 Kontinenten geführt hat, hat er sich ebenso zurückgezogen wie von
seiner ehemals regen internationalen Vortrags- und Publikationstätigkeit, um dem
kompositorischen Schaffen mehr Raum gewähren zu können. Als Vertrauter färöi-
scher Kultur und als Förderer des Musiklebens auf den Färöern hat Schulze seit
1976 eine enge Verbindung zu dieser nordatlantischen Inselgruppe aufgebaut.

Unter den Kompositionen Schulzes befinden sich Werke für Orchester – hervor-
zuheben sind vier Symphonien - sowie Kammermusik, Solo- und Studienwerke
sowie Musik zu (eigener) Poesie und Theatertexten. Seit 1998 kristallisieren sich
www.werner-schulze.at drei Schwerpunkte heraus: 1. Gesamtkunstwerke philosophisch-theologischer
Richtung, die unter den Oberbegriffen „Philosophy on Stage“ und „Theology on
Stage“ zusammengefasst werden: LOGOS, Il Cantico di Frate Sole, LLULL, sowie
„Science-based-Art“: KALKÜL. 2. Der griechischen Antike verbundene Werke:
Sokrates (Text, Musik), Anchibasíe (Musik), Oidipus Tyrannos (Musik, Aufführungs-
konzept), Passio (Musik) und Prometheus Desmotes (Musik- und Aufführungskon-
zept, Regie). Mit Trygaios holte er den Bereich der ernsten Komödie nach.
3. Tanz·Musik·Sprach·Werke: Anchibasíe, Me>le<A, sowie in Kooperation mit dem
in Jakarta beheimateten Theater-Tanz-Musik-Ensemble TEATER TETAS, dessen
künstlerischer Leiter er 2012-2018 war, die beiden Werke Mimpi und 13 jendela.
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Sinfonietta - Wandlung für Orchester, LOGOS edition 24 /2019

156 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG UND BERUFLICHE LAUFBAHN

1968–1974 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien:


Fagott (Karl Öhlberger), Harmonik (Rudolf Haase)
1970–1976 Universität Wien: Philosophie (Leo Gabriel), Psychologie,
Altbabylonisch. Dr. phil.

Interpret
1973–1988 Fagottist des Austrian Wind Quintet (NÖ. Bläserquintett):
250 Konzerte in 23 Staaten Europas, des Nahen Ostens
& Südamerikas. Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen
1977–1985 Gründer und Mitglied im Österreichisch-Ungarischen Bläser-
ensemble („Bläserquintett der Ungarischen Staatsoper Budapest“
gemeinsam mit dem „NÖ. Bläserquintett“)
1985–1996 Kontrafagottist des Duos ZWIO und Fagottist des LOGOS
QUARTETT: Konzerte, Aufnahmen und Workshops in 17 Staaten
Europas und Asiens
2001–2007 Mit-Initiator des Griechisch-Chores DITHYRAMBOS

Komponist
1976–2005 Künstlerische Freundschaft mit Jenö Takács (1902-2005)
seit 1977 600 Aufführungen in 49 Staaten (Europa, Amerika, Asien)

Lehrtätigkeit an Universitäten
1974–2014 40 Jahre an der Universität für Musik und darstellende Kunst
Wien (Internationales Harmonik Zentrum)
1995 Gastprofessor am Institut Seni Indonesia in Jogjakarta/
Indonesien (Komposition, Musiktheorie, Harmonik,
Bläser & Bläserensemble)

Autor und Vortragender


seit 1978 Wissenschaft: 5 Einzelpublikationen und 100 Beiträge in
Sammelschriften in 15 Sprachen. Literatur: philosophische
Dramen, Erzählungen, Gedichte.
180 Vorträge in 27 Staaten. Themenschwerpunkte:
philosophische Theologie, heraklitisch-pythagoreischer
Platonismus, Architekturtheorie, Theorie der Musik, Kontrafagott

PREISE UND AUSZEICHNUNGEN, AKTIVITÄTEN

5 Wettbewerbserfolge, 6 Förderungs- und Würdigungspreise in Komposition, 2


in Wissenschaft und 1 in Darstellender Kunst.

seit 1996 Mitglied der International Association of Greek Philosophy, Athen


seit 2002 Ehrenvorstand der Österreichisch-Indonesischen Gesellschaft,
Wien
seit 2008 Mitglied im Kuratorium der Jenö-Takács-Stiftung, Sopron
seit 2010 Ehrenmitglied der International Society for the Interdisciplinary
Study of Symmetry, Budapest

www.inoek.at 157
Silvia Sommer
Geboren 1944 in Wien

Werke: Chor-, Orchester- und Kammermusikwerke, Duos (u. a. Sonatine für


Flöte und Klavier), Solowerke, Lieder, Bühnen-, Unterhaltungs-, Filmmusik
und Backgroundmusic

Zahlreiche Aufführungen in Europa, Amerika und Japan

Rundfunk- und Fernsehaufnahmen, Schallplatten, Musikkassetten, CDs

Verlage
Arcadia, Bellaphon, Cosmos, DMM, Doblinger, Esovision, HeY U Music,
Jet-Sound-Music, KKM, Lesborne, Star Music, Thema, Victory, Weltmusik,
Eigenverlag

„VASTATIO – Die Zerstörung der Natur durch den Menschen“,


Ex-Silva-Edition (Eigenverlag) 1991

164 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Musik ist mein Lebensinhalt.
ab 1952 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Ich kann mir ein Leben ohne
Klavier (Marianne Lauda) sie nicht vorstellen. Meine
ab 1957 Klavier (Josef Dichler) Kompositionen sind vielfältig
ab 1959 Harmonielehre, Kontrapunkt, Komposition (Alfred Uhl) und unterschiedlichst in Form
1970 Diplomprüfung Klavier und Inhalt, im Aufbau und der
Aussage und können keinem
„Kompositionsstil“ zugeordnet
werden. Musik bedarf keiner
BERUFLICHE LAUFBAHN Erklärung und Analyse. Man
braucht nur Ohren und Gefühl
1960–1996 Freischaffende Komponistin, zahlreiche Kompositionen um sie zu empfinden und sie zu
in den Bereichen „E“ und „U“ verstehen.
Konzerttätigkeit als Interpretin eigener Werke
in vielen Ländern Europas
ab 1989 Background-Musik für das Fernsehen (195 Titel auf CD) Silvia Sommer

Zahlreiche Auftragskompositionen, Rundfunkaufnahmen und Konzerte


(u. a. Musikverein Wien, ORF-RadioKulturhaus Wien Sitzendorfer Kulturtage)

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1970 Förderungspreis der Stadt Wien für Musik


1982 Förderungspreis des Landes Niederösterreich
1982 Einladung zum Enconctre de Compositors in Palma de Mallorca
1994 1. Preis beim Kompositionswettbewerb
der Franz Josef Reinl-Stiftung
1994 Preisträgerin beim „Internationalen Kompositionswettbewerb
für Streichorchester zu Ehren Ernest Bloch“

www.inoek.at 165
Ulf-Diether Soyka
Geboren 1954 in Wien

Mehr als 100 Kompositionen: Opern, Ballett (Das Idol), Instrumental-


konzerte (Klavier, Violine, Violoncello, Flöte), Kammermusik, Oratorium,
Messkompositionen, Lieder, Chorwerke u. a.

Über 200 Aufführungen in Australien, Aserbaidschan, Bulgarien, Brasilien,


Côte d’Yvoir, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kroatien,
Kuba, Norwegen, Österreich (u. a. Mozarteum Salzburg, Wiener Festwochen,
Musikverein), Rumänien, Spanien, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn,
USA

Rundfunksendungen in Österreich, 3-SAT, Ungarn, England, Norwegen,


Australien, Japan u. a.

1 Schallplatte, CDs (KKM-Records, Birmingham Concert Orchester,


Schola Cantorum, IMAGO)

www.soyka-musik.at Verlage
Ars musica – Florian Noetzel GmbH, KKM-Records, Thomas Sessler-Verlag,
Wiener Waldhorn Verlag, Echo-Musik, Edition rogelton, NÖ Musikedition, A.
Robitschek, traunmusik, Copy-us-Verlag, musicaxxl.com, Eigenverlag u. a.

„Fünf Motetten“ für gemischten Chor, Nr. V (Text Augustinus), Manuskript

166 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Ich fühle mich als demütig
1974–1981 Studienabschlüsse an der Hochschule für Musik und darstellende staunender Forscher in den
Kunst in Wien: Komposition (Friedrich Cerha), Mag. art. Wundern der Tonwelt und ihrer
Orchesterdirigieren (Otmar Suitner) Ordnung – heute z. B. beim
Musikpädagogik (AHS) mit Auszeichnung Finden ganz neuer mikro-tona-
Weitere Studien in Philosophie, Psychologie, Pädagogik, ler Möglichkeiten.
Musikalische Graphik u. a.

Ulf-Diether Soyka

BERUFLICHE LAUFBAHN

1979–1981 Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Soykas Musik ist der Dodeka-
und darstellende Kunst in Wien (Dirigentenklasse) phonie verpflichtet, aber nicht
seit 1981 freischaffender Komponist der dogmatischen seriellen, son-
seit 1998 Fallweise internationale Dirigententätigkeit dern einer erweiterten zwölftö-
(eigene Erstauf führungen und Klassik) nigen Schreibweise, welche vom
seit 2000 Dozent für Tonsatz und Komposition melodischen und rhythmischen
am Prayner-Konservatorium Wien Einfall, vom Gefühl determiniert
seit 2002 Dirigententätigkeit (bevorzugt eigene Werke, Romantik, ist. Diese, der „emotio“ verbun-
Erstaufführungen und Musik von 1938 vertriebenen dene Komponente, bewirkt ein
Komponisten) spontanes Verständnis beim
seit 2006 Leitung des Seminars für Mikrotonale Musik Zuhörer, auch wenn dieser
die von der „ratio“ geleiteten
Kompositionsaufträge: Bühne Amstetten (Oper Malya), DieTheater Künstler- Strukturen und Details nicht
haus Wien (Oper Leyla), Alma Sauer (Klavierkonzert), ZeitgeNÖssischer Herbst zu verfolgen vermag. Seine
(Romantic Mashines), Stadttheater Klagenfurt (Das Idol), Osterfestival Inns- Tonsprache ist abwechslungs-
bruck (Pfingstoratorium), Hofmusikkapelle Wien (missa confort@mini), Stadt reich, sowohl melodiös und
Göppingen (Suite), Baku Arts Centre (2. Klavierkonzert), Musiktage in Bulgarien klangschön als auch rhythmisch
(Violinkonzert) u. v. a. lebendig und kraftvoll.

Gewählter Vertreter in verschiedenen Berufsvertretungen für Komposition


Werner Pelinka, in: Morgen

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1975, 1977 Stipendiat der Alban Berg-Stiftung


1978 Würdigungspreis des Bundesministeriums für Unterricht
und Kunst
1980 Preis der Theodor Körner-Stiftung
1981 Arbeitsstipendium für Komposition der Stadt Wien
1983 Österreichisches Staatsstipendium für Komposition
1983 Förderungspreis für Komposition des Landes Niederösterreich
1985 Kulturpreis der Stadt Klosterneuburg
1986 Kompositionspreis in Tolima, Kolumbien

www.inoek.at 167
Christian Springer
Geboren 1966 in Mödling

Rund 90 Kompositionen, vor allem Werke mit Orgel (solo, Chor, Orchester),
Kammermusik, Chorwerke: Fantasie für Orgel und Orchester,
Ballade für Flöte und Orchester, Psalm 100, 148, 150 für Chor und Orgel, Ballade
für Klarinette und Klavier, Kanon und Fanfare für 3 Trompeten u. a.

Aufführungen in Österreich, Tschechien und Deutschland


Tonträger: Orgelaufnahmen aus Sollenau

Verlage
Eigenverlag

www.springerweb.at

„Intrada“ für Posaune und Orgel

168 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG Nach jahrelanger intensiver
Beschäftigung mit der Harmo-
1984–1987 Pädagogische Akademie des Bundes in Wien: nielehre von Frank Martin
Lehramt für Sonder-, Gehörlosen-, Hauptschule, Sprachheillehrer und Olivier Messiaen fand ich
Klavier und Chorunterricht bei Prof. Friedrich Wolf, Wien zu meiner eigenen Musikspra-
1992–1994 Orgelunterricht bei Albert Mülleder, Wiener Neustadt che. Während meine Werke der
frühen Jahre durch Experimente
mit unterschiedlichen Klang-
körpern (Orgel, Orchester, Chor,
Instrumente) geprägt sind, habe
ich mich ab dem Jahr 2000 auf
BERUFLICHE LAUFBAHN Kompositionen für Kirchenorgel
konzentriert.
seit 1983 Organist in Sollenau, Gründung der „Sollenauer Adventkonzerte“
1984–1987 Erzieher bei der Lebenshilfe Niederösterreich (in Wien)
1985 Klavierlehrer in Niederösterreich Christian Springer
1987–2000 Organist bei der „Ökumenischen Passionsmusik“ in Felixdorf
1988–2003 Lehrer im BIG Wien, ab 1997 Professor
1989 Gründung des Ensembles Musica ecclesia
2001–2003 Selbstständiger EDV-Trainer
2003-2014 Serviceberater bei Orange/Hutchison Drei
seit 2014 Serviceberater und Ausbilder bei EVN
2007–2009 Organist in Baden (Frauenkirche)
seit 2001 Organist in Enzesfeld
seit 2011 Organist in Lindabrunn

Orgelkonzerte in Sollenau, Theresienfeld, Leobersdorf, Ternitz, Piesting,


Scheuchenstein, Enzesfeld, Mödling und Wien
Uraufführungen der meisten Kompositionen in Sollenau, Theresienfeld,
Mödling und Wien

www.inoek.at 169
Hanns Christian Stekel
Geboren 1961 in Wien

Mehr als 40 Kompositionen und Arrangements: Orchesterwerke, Kammer-


musik, pädagogische Werke, Hymnen, Kinderlieder, Filmmusik

Aufführungen in Österreich, Japan, China, Indien und Südamerika

Rundfunk-, Fernsehaufnahmen und CD

www.bach-musikschule.at

„Sudoku“ in Es, Eigenverlag

170 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Musik ist für mich – der Sprache
1975–1980 private Kompositionsstudien bei Otto Schneider verwandt – ein elementares
1980–1986 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Ausdrucksmittel des Menschen.
Musikpädagogik: Blockflöte (Rudolf Hofstötter), Sie kann und soll vielgestaltig
Violine (Erich Schagerl, Klaus Maetzl) sein. Sie muss gelehrt, kompo-
1980–1987 Studium Evangelische Theologie an den Universitäten Wien niert, gespielt und verstanden
und Leipzig werden. Als Komponist möchte
ich in einen Dialog treten mit
anderen musikalischen Spra-
chen dieser Welt und damit
BERUFLICHE LAUFBAHN auch mit möglichst vielen
Menschen.
1987–1991 Lehrer an Musikschulen in Ober- und Niederösterreich
1989-2000 Lehrer am Konservatorium Wiener Neustadt für Violine,
Blockflöte, Musikethnologie, Aufführungspraxis und Pädagogik Hanns Christian Stekel
Aufbau des Josef Matthias-Hauer-Jugendorchesters, Tourneen
nach Japan und China
seit 2000 Gründung und Leitung der Joh. Seb. Bach-Musikschule Wien
seit 2006 Lehrerfortbildung im Rahmen der Pädagogischen Hochschule
Wien, Kurse und Workshops in Uruguay, Chile, Indien und
europäischen Ländern
seit 2011 Lehrauftrag an der Universität f. Musik und darst. Kunst Wien,
künstlerischer Leiter des Young Masters Ensembles Wien
2013 Gründung der POP Akademie Wien

PREISE UND ANERKENNUNGEN

2006 Teacher of the Year (Bundesministerin Elisabeth Gehrer)


2010 Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst

Vorträge, Masterclasses und Seminare in Europa, Japan und in den USA

Gründer und Präsident des IMEN (International Music Education Network) mit
Projekten in Afrika, Asien und Südamerika

Zahlreiche Publikationen zu den Themen Musikpädagogik, Musikgeschichte


der Reformation, Neue Musik und Religionpädagogik

www.inoek.at 171
NORBERT STERK
Geboren 1968 in Wien

„Er ist einer der vielen Individualisten innerhalb der gegenwärtigen öster-
reichischen Musikszene. Keiner Gruppe, keiner Schule angehörend, ist ihm
auch die Positionierung innerhalb eines Lagerdenkens zwischen ästheti-
schen Weltanschauungen, wie es die siebziger und achtziger Jahre des 20.
Jahrhunderts prägte, völlig fremd: 1968 geboren, zählt Norbert Sterk bereits
zu jener Generation, die kein Interesse für Grabenkämpfe innerhalb einer
ohnedies für das Neue begrenzt offenen Umgebung aufbringen. Für den
Wiener lag es nahe, seine Ausbildung in der Heimatstadt – immerhin einer
der Welthauptstädte der Musik – zu absolvieren, wobei das Spektrum seiner
Fächer ebenso vielfältig war wie die Persönlichkeiten seiner Lehrer. Am
Konservatorium der Stadt Wien studierte er Klavier, Tonsatz sowie Komposi-
tion bei Heinz Karl Gruber, an der Universität Wien Philosophie, Musik- und
Theaterwissenschaft. Weiters besuchte er Seminare bei Ivan Eröd, Karl Heinz
Füssl, Alfred Schnittke und Kurt Schwertsik. Neben seinem künstlerischen
Schaffen arbeitet er als diplomierter Logopäde.
Die verschiedenen Ansätze seiner Lehrer stehen symbolhaft für Sterks
eigene Stilformung. Expressive melodische Entwicklung einerseits und
primär klanglich ausgerichtete musikalische Prozesse andererseits sind
ebenso wichtige Bestandteile seines Schaffens, wie insbesondere in einer
frühen Phase auch originelle Neuinstrumentierungen von Klassikern des 20.
Jahrhunderts.“ (Christian Heindl)

Aufführungen im In- und Ausland, u.a. mit den Ensembles „die reihe“,
Wiener Collage (mit Pierre Boulez), PHACE, ensemble LUX, Meitar Ensemble
(Israel), „Studio für Neue Musik Moskau“, Argento Chamber Ensemble (USA),
Ensemble Kontrapunkte, Oslo Sinfonietta, KammarensembleN (Stockholm),
Stuttgarter Kammerorchester, Haydn Trio Eisenstadt, Trio Accanto und mit
den Vokalensembles Stimmwerck und Cinquecento.

Verlage: Doblinger und Apoll-Edition, CDs: Capriccio, Phoenix Edition,


Spektral und einklang records

Auschnitt aus: Notturno estinguendo „Ae fareweel, alas!“ (2012/13) © Doblinger

172 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG Komponieren ist der Ver-
such, die Stille in mir – und
1983 Musikalische Studien am Konservatorium der Stadt Wien: Tonsatz den Lärm – aufleben zu
(Reinhold Portisch), Klavier (Otto Probst), Kontrabass (Burkhardt lassen, ihren Farben und
Kräutler), Instrumentation (Walter Breitner) Klängen zu trauen – ohne
1985–1986 Carinthischer Sommer: Seminar in Analyse und Formenlehre bei sie in ein Korsett zu zwingen
Karl Heinz Füssl und Ivan Eröd – und sie auf behutsame,
1989-1992 Studien an der Universität Wien (Philosophie, Musik- und vielfältige Weise wahrzu-
Theaterwissenschaft) nehmen. Die Komposition
1990 Kompositionsseminar bei Alfred Schnittke (Sommerakademie selbst ist ein sorgfältiges
Salzburg) Protokoll dieses langsamen
1992-1994 Ausbildung zum Logopäden, seit 1995 in diesem Beruf v.a. als Wahrnehmens und be-
Stimmtherapeut tätig schreibt einen Prozess des
1994-1999 Kompositionsstudien bei Heinz Karl Gruber am Konservatorium Hörens.
der Stadt Wien
1995 Seminar mit Kurt Schwertsik (Musikfabrik Tulln)
1996 Stimmseminar mit Maria Teresa Escribano Norbert Sterk
2003-2005 Funktionale Stimmarbeit (Ausbildung bei Michael Heptner)

BERUFLICHE LAUFBAHN

2001 „composer in residence“ beim 6. Komponistenforum Mittersill


seit 2009 Vorstandsmitglied der ÖGZM
2014 „21st century portraits“ des Labels Capriccio
2017 Einer der künstlerischen Leiter des Wiener Ensembles „Reconsil“

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1995 Arbeitsstipendium der Stadt Wien für die Oper „Die


Narrenmaschine“ nach Jan Christ
2004, 2008 Österreichisches Staatsstipendium für Komposition
2006 Komponistenportrait ZeitTon/Ö1
2008 Theodor-Körner-Preis

www.inoek.at 173
Michael Josef Strauss
Geboren 1966 in Pöchlarn

Werke verschiedener Besetzung, vor allem Ensemble- und Solostücke:


H. S. für Violine, Flöte, Klarinette, Violoncello und Vibraphon,
Doppelspalttableau für Flöte, Bassklarinette, Horn, Cello, Kontrabass
und Vibraphon, In The Mode (A Dice Game) für zehn Musiker und zwei Würfel,
Dicke Luft am Bassgeigensee für Kontrabass solo.
Für Big Band: Do You Need Ants?, Bopsie, Are You There?
Für Jazzensemble: Waves, Nebelzeit, Nice View
Kammermusik: Doppelspalttableau (Kontrabass solo), In The Mode, Nonanett
Scary Mary, Schnopfhagen, Textures, Rubatostückchen (Flöte Solo)

Aufführungen
Fragmente (zu Eröffnung der Klangskulptur von Atanas Kolev, Pöchlarn 2012)

Verlage
Eigenverlag

„La tempesta del basso“, Manuskript

174 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG

1987–1995 Studium Saxophon und Jazztheorie am Konservatorium


der Stadt Wien
Lehrbefähigung Saxophon, Diplomprüfungen
in Jazzsaxophon und Jazztheorie
seit 2007 Masterstudium Jazzkomposition an der Anton Bruckner
Privatuniversität Linz

derzeit intensive Beschäftigung mit der Zwölftontechnik Josef Matthias


Hauers, der Tonsprache Pendereckis und computerunterstützter
Kompositionssoftware (Max/Msp, Open Music);

BERUFLICHE LAUFBAHN

seit 1978 Beginn reger Konzerttätigkeit als Saxophonist, Tourneen u. a.


nach New York, Tokyo, Singapur
seit 1989 Unterricht an Musikschulen und Gymnasien
seit 1997 Ehrenamtliche Tätigkeit bei der „Kultur.Werk.Stadt“ Pöchlarn
seit 2012 Dirigent des „Divine Musical Bureau“, Conducted Improvisation

www.inoek.at 175
franz thürauer
Geboren 1953 in Wolfenreith

Werke: Opern (Leonce und Lena, Wein und Wasser, Der Landsknecht aus
Kärnten), Bühnen- und Kabarettmusik, Lukas-Passion, Ostermesse, Requiem,
Orchesterwerke, Kammermusik, Solostücke, Chorwerke, Lieder

Aufführungen in Wien (Musikverein, Konzerthaus, RadioKulturhaus, Wiener


Musiksommer), Carinthischer Sommer, Bregenzer Festspiele, Pfingstkonzerte
Melk, NÖ Donaufestival, Linz (Brucknerhaus), Japan, Amerika

Rundfunkaufnahmen, mehrere CDs

Verlage
Eirich, Apoll-Edition, Eigenverlag

„Ballade“ für Violoncello und Klavier, NÖ Musikedition

180 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
„[…] Eben darum geht es auch
in der Familie Volksmusikpflege, früh Unterricht in Klarinette und Klavier Franz Thürauer: um die Kompo-
sition von Stücken, die sich zwar
1969–1972 Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck: Orgel, Violine klar strukturell nachvollziehen
1973–1981 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Kirchenmusik lassen, vorweg aber durch ihre
(Anton Heiller, Hans Gillesberger), Komposition (Francis Burt, emotionale Aussage anspre-
Kurt Schwertsik) chen. Folgerichtig ist Thürauer
auch ein Anhänger der Tonali-
tät. Er beschreibt sie nicht nur
als ‚faszinierenden Begriff’,
BERUFLICHE LAUFBAHN sondern sieht ‚in einer neuen
Spielform dieser Tonalität, wie
1978/1979 Klavierlehrer an der Musikschule St. Pölten immer sie sich letztlich auch
seit 1979 Musikerzieher am Stiftsgymnasium Melk präsentieren wird, eine Möglich-
1991/1992 Lehrauftrag an der Hochschule für Musik keit, die musikalische Entwick-
und darstellende Kunst Wien (Gehörbildung, Solfeggio) lung voranzutreiben’“.

Aufträge u. a. durch die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Wiener


Konzerthausgesellschaft, Wiener Kammerorchester, Melker Pfingstkonzerte, Walter Dobner, in:
Carinthischer Sommer, Ensemble Kontrapunkte, Doris Adam, Bregenzer Fest- Musikfreunde 12/1993
spiele, Jeunesse musicales, Wiener Jeunesse Orchester, Mariahilf-Kultur Graz,
Pueri Cantores Austria, NÖ Kulturszene, Stadttheater St. Pölten

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1982 Förderungspreis der Theodor Körner-Stiftung


1983 Preis des Landes Niederösterreich
1984 Staatsstipendium für Komposition der Republik Österreich
1990 Hanns Koren-Preis, Förderungspreis des Bundesministeriums
für Unterricht und Kultur
2012 Preis des Südtiroler Blasmusikverbandes für symphonische
Blasmusik
2013 ZEITklang Kompositionspreis (INÖK, Musikfabrik NÖ) für neue
Blasmusik
2013 Würdigungspreis des Landes Niederösterreich

www.inoek.at 181
JUDITH UNTERPERTINGER
Geboren 1977 in Hall/Tirol

Werke
Die Werkliste umfasst Ensemblestücke, Solowerke, Tanzopern, Klanginstallatio-
nen, Konzeptimprovisationen sowie Kompositionen für Kammerorchester und
Performances.

Kompositionen (Auswahl)
Modified Grounds #1 Formwork, für Paetzoldflöten, Bassklarinette, Schlagzeug
und Tape
wall study VI, für Oboe da Caccia, Klarinette, Fagott
PIANO SUBLIMATION. Objekt / Sound / Grafik, für Klavier und Tape
JUDITH | Schnitt_Blende. Tanzoper, für Tanz, Video, 3 Stimmen und Ensemble
perception and communication, für Kammerorchester
zone3#1.10, für akustisch/elektronisches Ensemble
quasi amore - love fields, Wandelkonzert für 5 Stimmen, Kammerorchester und 2
DirigentInen Libretto: B. Hundegger
MIND THE GAP, für Kammerensemble
The House... (Part I), ...of Leaves (Part II), für 2 Stimmen, Flöte, Klarinette

Publikationen:
JUUN/Wegerer: PIANO SUBLIMATION, Vinyl, erschienen auf GODrecords, 2016
JUUN/Wegerer: PIANO SUBLIMATION, Buch, Verlag Künstlerhaus, 2016
deepseafishK: offshore zone, Vinyl, erschienen auf chmafu nocords, 2015
no business for dogs: lovely objects, Vinyl, erschienen auf GODrecords, 2012
Hauf / Hess / Jackson / Juun: Proxemics, CD, erschienen bei creative sources
recordings, 2011
Der böse Zustand: Schlund, CD, erschienen bei Ostblock Rekords, 2005
fruitmarket gallery: au’i-o’i, CD, erschienen bei Ostblock Rekords, 2005

wallstudy 1 for Bb-clarinet

184 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Im Mittelpunkt meiner kompo-
sitorischen Arbeit steht die
1996-2002 Studium Philosophie bei Michael Benedikt an der Universität Auseinandersetzung mit dem
Wien Verhältnis der Künste zueinan-
2000-05 Studium Klavier an der Bruckner Universität Linz bei Christoph der, etwa in der Verschränkung
Cech und Martin Stepanik von Musik, Tanz, Performance
2001-06 Studium Komposition an der Bruckner Universität Linz bei und bildender Kunst.
Gunter Waldek

Judith Unterpertinger
BERUFLICHE LAUFBAHN

Kompositions- und Performanceaufträge u. a. vom Janus Ensemble, ORF,
Klangspuren Schwaz, Festival 4020, Soundings London, Kulturhauptstadt
Linz09, Wiener Nobelpreisträgerinnen Seminar, Festival E_May, Tanzzone3,
Chicago Sound Map, Künstlerhaus Wien, Festival Musica Sacra, Neue Oper
Wien, Brucknerfest und Wien Modern.

Kooperationen u.a. mit Katrin Hornek (Konzept- und Videokünstlerin), Michael


Wegerer (Bildender Künstler), Katharina Weinhuber (Tänzerin und Choreogra-
fin) und Catherine Ludwig (Videokünstlerin).

Als Instrumentalistin - unter dem Namen JUUN auftretend - in Ensembles


verschiedenster Ausprägung von filigraner Improvisation bis zu Industrial und
Noise tätig: deepseafishK, tütü, No Business for Dogs, The London Improvisers
Orchestra u.a.

PREISE UND ANERKENNUNGEN

2006 Jahresstipendium des SKE-Fonds


2006 3. Platz beim Gustav Mahler Kompositionswettbewerb für
Splitter zerfressener Steine
2009 Startstipendium für Komposition
2009 Theodor Körner Preis
2012 Anton Buckner Stipendium
2015 Staatsstipendium für Komposition
2017 Theodor Körner Preis
2017 Anerkennungspreis des Landes NÖ

www.inoek.at 185
Alexander Wagendristel
Geboren 1965 in Wien

Werke: bisher etwa 200 Kompositionen: gemischte Ensemblewerke und


Kammermusik, aber auch Bühnen-, Orchester-, Vokal- und Solowerke: u. a. 3
Opern, 2 Symphonien, TYPHON für Klavier und Orchester, WING für Harfe und
Kammerorchester, 4 Streichquartette, 3 Saxophonquartette, außerdem viele
Bearbeitungen fremder Werke

Aufführungen in Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Slowenien,


Tschechien, Ungarn, Ägypten, Taiwan und USA

Rundfunkaufnahmen (ORF), 9 CDs

Verlage
Universal Edition, Doblinger, Apoll-Edition, Edition ContempArt, Urbanek,
BNOKmusic

www.reconsil.com

„URBAN LEGENDS”, Partiturausschnitt

186 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Meine Arbeiten seit 1988 haben
1974–1980 Franz Schmidt-Musikschule Perchtoldsdorf: Flöte (Robert Wolf) durchwegs, ungeachtet der
1980–1990 Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien: Flöte großen Individualität jedes
(Werner Tripp), Komposition (Heinrich Gattermeyer, Stückes, folgende Merkmale: 1.
Friedrich Neumann, Erich Urbanner), hoher Grad von rhythmischer
Diplome mit einstimmiger Auszeichnung Flexibilität, bis hin zu Polymetrik
1988 Flötenseminar (Aurèle Nicolet) und Tempoüberlagerungen;
1988 Teilnahme bei den Internationalen Ferienkursen 2. häufge Verwendung von
für Neue Musik Darmstadt (Helmut Lachenmann, Heterophonie, Mikropolyphonie
Wolfgang Rihm u. a.) und Hoketustechniken; 3. Ton-
höhen seit 1993 auf Basis der
Obertonreihe organisiert, was
vom Dreiklang bis zum Mikro-
BERUFLICHE LAUFBAHN toncluster ein breites Spektrum
an Zusammenklängen bietet.
1986–2003 Lehrtätigkeit bei Sommerkursen, in Musikschulen
und privaten Konservatorien sowie Vertretungen
am Konservatorium der Stadt Wien: Flöte, Theorie, Alexander Wagendristel
Improvisation
seit 1987 Mitglied des Orchesters der Vereinigten Bühnen Wien
1988–1992 Flötist der Improvisationsgruppe „Things of NowNow“
2002-2016 gemeinsam mit Roland Freisitzer und Thomas Heinisch Leitung
des ensemble reconsil wien, das sich neuer und neuester Musik
widmet
seit 2003 Arbeit als Arrangeur für die Vienna Horns (Pausenfilm
Neujahrskonzert 2007), Art of Brass Vienna, Wiener Symphoniker,
Ensemble Kontrapunkte
Arbeit als Komponist im Bereich Musical (u. a. für die Vereinigten
Bühnen Wien)
seit 2017 Leitung des Ensemble Reconsil mit neuem Team

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1985 Preisträger des ORF-Kompositionswettbewerbs „Hast du Töne?“,


1. Preis beim Kompositionswettbewerb „Neue Hausmusik“
1989 Förderungspreis der Stadt Wien
1990 Förderungspreis des Landes Niederösterreich
1992 Staatsstipendium für Komponisten
1995 Preis der Theodor Körner-Stiftung
1996 Förderungspreis des Wissenschaftsministeriums
1997 3. Preis beim Kurzopernwettbewerb der Neuköllner Oper Berlin
2001 Preis der IGNM Sektion Österreich

www.inoek.at 187
wolfram Wagner
Geboren 1962 in Wien

Werke: Opern (Ödipus, Wenn der Teufel tanzt, Endlich Schluss!, Türkenkind,
Maria Magdalena), Orchesterwerke, Werke für Soli, Chor und Orchester (Orato-
rium Hiob, Psalm 27: Ad te, Domine), Chorwerke (u. a. „Secundum Scripturas“),
Kammermusik, Solostücke, Lieder

Aufführungen und Rundfunkaufnahmen in vielen Ländern Europas, USA,


Südamerika, Indien und Japan

CD-Produktionen: ORF-Edition Zeitton, Gramola, Extraplatte, INÖK, RICH ART


Records, Vienna Modern Masters u. a.

Verlage
Doblinger, NÖ Musikedition, Helbling, Apoll-Edition, Edition ContempArt,
www.wolfram-wagner.com Eigenverlag

„Ad te, Domine – Psalm 27“ für Soli, Chor und Orchester, Manuskript

190 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Musik ist ein den ganzen Men-
Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien: schen betreffendes Phänomen,
1976–1985 Flöte (Louis Rivière) und so will ich mit meinen
1980–1990 Tonsatz und Komposition (Erich Urbanner, Francis Burt) Kompositionen den Kompo-
1984–1991 Musikerziehung, Instrumentalmusikerziehung, Mag. art. nenten Klanglichkeit, formale
1990–1992 Guildhall School of Music and Drama, London: Struktur und Emotionalität in
Post Graduate-Studium Komposition (Robert Saxton) jeweils gleichem Maß Rechnung
1991–1992 Musikhochschule Frankfurt: Gasthörer Komposition tragen.
(Hans Zender)

Teilnahme bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt Wolfram Wagner
Sommerkurs in Hoy, Schottland (Peter Maxwell Davies)

BERUFLICHE LAUFBAHN

seit 1991 Lehrtätigkeit für Tonsatz und Komposition an der Abteilung


Musikpädagogik der Universität für Musik und darstellende Kunst
in Wien.
seit 2005 Professor für Tonsatz und Komposition an der Wiener
Musikuniversität

Auftragskompositionen für die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien,


Wiener Konzerthausgesellschaft, Academy of St. Martin-in-the-Fields,
Carinthischer Sommer, Donaufestival, Europäischer Musikmonat Basel, Neue
Oper Wien, Neue Oper Austria, sireneOperntheater, Spirit of Europe, Passions-
spiele Erl, St. Stephan, Wien, und St. Augustin, Wien.
Aufführungen durch das Radio-Symphonieorchester Wien, Residenz Orchester
Den Haag, Academy of St. Martin-in-the-Fields, Wiener Jeunesse Orchester,
Wiener Kammerorchester, Ensemble Kontrapunkte, Spirit of Europe, Haydn-
Trio Wien, Küchl-Quartett Wien, Artemis Quartett Berlin, Wiener Streichsextett,
Haydn-Trio Eisenstadt, Wiener Saxophonquartett, Wiener Kammerchor,
Wiener Singverein, Chorus sine nomine, Concentus Vocalis,
Christian Altenburger, Ernst Kovacic, Wolfgang Panhofer, Milan Turkovic u. v. a.

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1992 1. Preis beim Kompositionswettbewerb


für Saxophonensemble Melk
1992–1993 Composer in Residence der Academy
of St. Martin-in-the-Fields, London
1983 Förderungspreis des Landes Oberösterreich
1986 Förderungspreis der Stadt Wien
1990–1992 Auslandsstipendium des Bundesministeriums
für Unterricht und Kunst
1993 Förderungspreis der Niederösterreichischen Landesregierung
1995 Publicity-Preis der Austro Mechana, Preis der Theodor Körner-
Stiftung
1997 Internationaler Anton Bruckner Preis für Kirchenmusik, Linz
1998 Förderungspreis der Republik Österreich
2008 Würdigungspreis für Musik des Landes Niederösterreich

www.inoek.at 191
Georg Weidinger
Geboren 1968 in Wien

Werke
Chor- und Orchesterwerke, Kammermusik, Klavierstücke, Lieder,
elektro-akustische Stücke, Filmmusik

Aufführungen in Österreich und im benachbarten Ausland

Mehrere CDs
Klaviermusik, Extraplatte, ORF

Verlage
Eigenverlag

www.klaviermusik.at

„Schmutzige Schuhe“ für Klavier, Manuskript

192 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Mit meiner Musik versuche ich,
1974–1992 Klavierstudien an Musikschulen und privat (Christiane Karajeva, Menschen zu berühren. Ich
Marialena Fernandes, Otto Probst) erzähle einfach: von meinem
Konservatorium der Stadt Wien: Leben, meiner Welt, und das
1992–1996 Konzertfach Klavier bei Otto Probst, Pia Söndergaard Klavier leiht mir seine Stimme...
1992–1996 Tonsatz und Komposition (Reinhold Portisch, Als Pianist möchte ich am
Christian Minkowitsch, Heinz Karl Gruber) Klavier die unterschiedlichsten
1995 Kompositionsseminar bei Kurt Schwertsik Stile, die auf diesem Instrument
1987–1995 Universität Wien: Medizin, Psychologie, Dr. med. univ. möglich sind, beherrschen, egal,
1995–1999 Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien: ob ich meine eigenen Werke
Lehrgang für Computermusik und elektronische Medien spiele oder einen Blues, einen
(Tamas Ungvary), Diplomarbeit „Xenakis und die Stochastische Standard oder Schubert.
Musik“ Improvisation ist für mich
2000–2005 Studium der Traditionellen Chinesischen Medizin und genauso wichtig wie Komposi-
Akupunktur bei François Ramaker und Gertrude Kubiena, tion; nur die Kombination der
2005 Österreichische Ärztekammerdiplome für Akupunktur und beiden bringt mich voran.
Chinesische Arzneimitteltherapie, Diplom für TCM der Med Chin Ich möchte meine Musik in
2005–2007 Meisterkurs für Traditionelle Chinesische Medizin bei Gunther keine Kategorie pressen müssen.
Neeb, Diplom der ARGE TCM Ich hoffe, sie spricht für sich
selbst.

BERUFLICHE LAUFBAHN Georg Weidinger

seit 1994 Freischaffender Komponist und Pianist, Vorträge über eigenes


Schaffen und Iannis Xenakis und die Stochastische Musik
(Verbindung von naturwissenschaftlichem Denken und Kom-
position), Vorträge über Traditionelle Chinesische Medizin
seit 1996 Tätigkeit als Arzt
1998 Gründung der Labels „klaviermusik“, seither zahlreiche
CD-Veröffentlichungen
seit 2002 Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin in Wien

Aufführungen bei Festivals: Elektronischer Frühling Wien, Wien Modern,


Festival für Absolute Musik Allensteig, Filmfestival Györ, Festival „Luigi Russolo“
in Varese, Festival für Moderne Musik Stockholm, Wiener Festwochen,
Elektrokomplex Wien, Elektrokomplex Linz, Musik Aktuell Niederösterreich,
Intersonanzen Potsdam (Brandenburgisches Fest der Neuen Musik),
audio-visuell Niederösterreich

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1995 Preis der „Musikfabrik Niederösterreich“


und Auftrag für ein Chor-Orchesterstück
1996/1998 Als erster Österreicher Gewinner des Internationalen
Kompositionswettbewerbes „Luigi Russolo“ Varese, Italien

www.inoek.at 193
Ferdinand Weiss
Geboren 1933 in Wien

Mehr als 300 Kompositionen – vorwiegend Orchesterwerke, Kammermusik,


Solostücke, Unterrichtswerke. 3 Sinfonien, Relazioni Variabili, …à sa fin …, Fan-
tasia Concertante für Violine und Orchester, Konzert für Flöte und Orchester, 6
Streichquartette, Quattrofonia für Saxophonquartett, Chansons nach Texten
von Erich Kästner u. v. a.

1512 Aufführungen (Stand 14. 7. 2019) in Europa, Afrika, Nord- und Südamerika,
Japan und Australien, u. a. in New York (Carnegie-Hall), Buenos Aires (Teatro
Colon), Kairo (Opera House), Shanghai

Rundfunkaufnahmen, zahlreiche Schallplatten und CDs

Verlage
Apoll-Edition, Edipan, Edition ContempArt, Engels, Doblinger, Reischl, Hermann
Schneider, Tonger, Apoll-Edition Wien, Echo-Verlag, Apollon Musikoffizin Austria,
NÖ Musikedition

„…à sa fin…“, © Doblinger

194 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Stilistisch bin ich eher schwer
1951–1953 Universität Wien (Geschichte, Musikwissenschaft) einzuordnen: Könnte man
1953–1961 Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien: meine Anfänge eventuell mit
Diplome: Komposition (Otto Siegl), Dirigieren (Hans Swarowsky), dem Schlagwort „neoklassi-
Flöte (Hans Reznicek), Komposition und Dirigieren zistisch“ charakterisieren (auf
mit Abgangspreis tonaler Basis beruhend, mit
weitere Studien: Chordirigentenschule, Musiktherapie freier Dissonanzbehandlung
1962–1963 Einjähriger Studienaufenthalt in Rom und in vorwiegend kontra-
(Stipendium der Akademie der Wissenschaften) punktischer Schreibweise), so
1985 Mag. art. treten etwa ab 1966/67 andere
stilistische Komponenten in
BERUFLICHE LAUFBAHN den Vordergrund: differenzierte
Klanglichkeit und sehr frei
bis 1967 Freiberufliche Tätigkeit als Orchestersubstitut, angewendete Dodekaphonik,
Theaterkapellmeister, Dirigent, unter Einbeziehung von aleato-
Privatlehrer für Musiktheorie und Komponist rischen- und Jazzelementen. Es
1967–1975 Lehrtätigkeit an der Musikschule III des Konservatoriums kommt immer auf das einzelne
der Stadt Wien (Flöte, Musiktheorie, Kammermusik, Ensemble, Sujet an, welche stilistische
Früherziehung) Ausprägung es erfährt.
1970–1998 Musikprofessor an der Pädagogischen Akademie in Baden
1972–1997 Leiter der ARGE NÖ Komponisten
1989–1997 Obmann der INÖK Ferdinand Weiss

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1957 1. Preis beim Kompositionswettbewerb der Burgenländischen


Landesregierung zum Haydn-Gedenkjahr
1959 Preis beim Kompositionswettbewerb der Wiener Musikakademie
1960 Förderungspreis für Musik der Stadt Wien, Preis beim Wett-
bewerb des Verlags Engels, Preis beim Wettbewerb
„Konzert der Nationen“, USA
1965 Förderungspreis für Musik des Wiener Kunstfonds
1970 Förderungspreis für Musik der Niederösterreichischen
Landesregierung
1971 Förderungspreis der Stadt Baden
1972 Staatlicher Förderungspreis für Musik des Bundesministeriums
für Unterricht und Kunst für die 2. Symphonie
1980 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich
1984 Würdigungspreis für Musik der Niederösterreichischen
Landesregierung
1987 Kulturpreis der Stadt Baden
1990 Anerkennungspreis der Austro mechana
1992 3. Preis beim Kompositionswettbewerb
für Saxophonensemble Melk
1993 Special Commendation beim „Vienna Modern Masters Recording
Award“ (Relazioni variabili)
1996 Preis beim Niederösterreichischen Fanfarenwettbewerb
2009 1. Preis für das 7. Streichquartett – Kompositionswettbewerb
der Burgenländischen Regierung zum Haydn-Jahr 2009

www.inoek.at 195
Herbert Zagler
Geboren 1940 in Pernitz, NÖ

Über 300 Kompositionen, darunter 4 Oratorien, 6 Messen, zahlreiche sym-


phonische Werke, Instrumentalkonzerte (für: Violine, Viola, Violoncello, Flöte,
Klarinette, Fagott, Trompete, Klavier, Orgel, Gitarre, Percussion; Doppelkonzert
für Violine und Violoncello; Quadrupelkonzert für Vl., Cl., Hr. und Perc.), Kam-
mermusik (darunter 12 Streichquartette, Werke mit integriertem Schlagwerk,
Duos mit Klavier für fast jedes Instrument), Klavier- und Orgelwerke, Lieder und
Chöre. Abendfüllende Oper: „Rübezahl“ (Libretto und Bühnenbild: Birgit Zagler)

Mehr als 600 Aufführungen auf vier Kontinenten, u. a. durch das Niederöster-
reichische Tonkünstlerorchester, das ORF-Symphonieorchester,
EUROPASYMPHONY, Philharmonie der Eremitage St. Petersburg u.a.

Rundfunkaufnahmen, 14 CDs

www.zagler-art.at Verlage
NÖ Musikedition, A. Robitschek, Eigenverlag

In der Homepage können die Titel aller 330 Werke samt Interpreten der
Uraufführung aufgerufen werden

„Im großen Garten“ (Bruno Ertler) op. 51/1

200 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG
Meine musikalische Denkweise
1959–1963 Universität Wien: Germanistik, Katholische Theologie, ist motiv-thematisch, die Wahl
Musikwissenschaft meiner Gestaltungsmittel evolu-
Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien: torisch. Als Organist liegt mir
1964 Lehramtsprüfung Musikerziehung mit Auszeichnung eine differenzierte, farbige Har-
1966 Diplomprüfung Komposition mit Auszeichnung (Otto Siegl) monik am Herzen. Durch Takt-
1979 Instrumentalmusikerziehung: Lehramtsprüfungen Orgel wechsel und variable Metren
(Rudolf Scholz) und Schlagwerk (Richard Hochrainer) möchte ich das motivische
1980 Mag. art. Material variieren und kompri-
1986 Diplomprüfung Chorleitung (Günther Theuring) mieren. Als Form bevorzuge ich
und Orchesterdirigieren (Karl Österreicher) symmetrische, analoge oder
progressive Strukturen, deren
Teile deutlich kontrastieren.

BERUFLICHE LAUFBAHN
Herbert Zagler
seit 1957 Organist der Pfarre Pernitz, Niederösterreich
1974–1981 Musikpräfekt am Burgenländischen Knabenseminar
in Mattersburg
1975–1991 Musikerzieher am Gymnasium Mattersburg
seit 1997 Konzertmeister des Wiener Neustädter Sinfonieorchesters
„Merkur“

Tätigkeit als Kirchen- und Orchestermusiker sowie als Chor- und Ensembleleiter

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1969 Förderungspreis für Musik des Landes Niederösterreich


1989 Förderungspreis für Musik des Landes Burgenland
1997 Kulturpreis der Stadt Wiener Neustadt
2002 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich
2008 Kulturpreis der Gemeinde Pernitz

www.inoek.at 201
Arnold zamarin
Geboren 1978 in Waidhofen/Ybbs

Werke
- Konzert für Altsaxophon und Streichorchester
- Adagio für Streichorchester
- Variation eines eigenen Themas für Sinfonisches Blasorchester
- Toccata für Klavier
- div. Stücke für Big Band/gem. Ensemble
- Stücke für Saxophonquartett/Klarinettenquartett
- Filmmusik für div. Kurzfilme od. Videoclips

CDs
- Talking Snowflakes, Split Time, Jössass Urschnö, Jonathans Flight auf „Verdreht“
(Saxophonquartett Phoen)
www.zamarin.at - Ybbsitzer Schmiede-Lied (auf „Vü Arbat schwa und hoaß“)
www.phoen.at
Aufführungen: Österreich, Deutschland, Italien, Zypern

„Toccata“ für Klavier

202 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG und BERUFLICHE LAUFBAHN
Für mich ist Komponieren Aus-
Arnold Zamarin verbrachte seine Pflichtschuljahre in seinem Heimatort Ybb- druck dessen, was mich bewegt
sitz. Am BORG in Krems vertiefte er sein musikalisches Können im Klavier- und oder kalt lässt. Es kann ein Spiel
Saxophonspiel. Zamarin studierte Instrumentalpädagogik für populäres Saxo- mit Strukturen, Klängen, Stim-
phon an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Wolfgang mungen oder Regeln sein oder
Puschnig, Martin Fuss und Klaus Dickbauer. Von 2008 bis 2013 widmete er sich genau das Gegenteil davon.
dem Studium von Komposition/Medienmusik an der Hochschule für Musik Durch die unendlichen Mög-
„Hanns Eisler“ in Berlin bei Maria Baptist und Prof. Wolfgang Thiel. lichkeiten sich auszudrücken,
erfahre ich eine Freiheit, die
Während der Wiener Studienzeit entstanden viele Kompositionen für das eigene Welten kreiert. Die
„Saxophonquartett Phoen“, dessen Mitglied er ist. Während der Zusammen- Beschreibung eines eigenen
arbeit mit der Jazzwerkstatt Wien/Graz sowie den „Vienna Jazz Composers“ Kompositionsstils entspricht für
konnten viele Erfahrungen im Umgang mit größeren Ensembles gesammelt mich derselben Frage nach der
werden. Diese macht er sich vor allem in seiner Formation „Add-On Orchestra“ eigenen Persönlichkeit und ist
zu eigen. somit eine der schwierigsten
überhaupt.
Die während der Berliner Studienzeit entstandenen Werke orientieren sich
an der Klassischen Musik. So entstanden verstärkt kammermusikalische
Stücke. Während des Komponistenforums 2011/2012 in Bad Lausick mit der Arnold Zamarin
Sächsischen Bläserphilharmonie konnte Zamarin erste Erfahrungen mit dem
Klangapparat des Sinfonischen Blasorchesters sammeln.

www.inoek.at 203
Markus Zierhofer
Geboren 1993 in Wr. Neustadt

Werke
Kammermusik, Orchester, Filmmusik, Big Band, Solowerke, etc.

Nationale und internationale Aufführungen

Transposed Score
EnLivening
"The Awakening Brings The Clarity"
Markus Zierhofer (1993*)
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Trumpet in Bb &2 2 Ú 2 4 2 Ú 2 2

Trombone
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Copyright © by Markus Zierhofer

„ENLIVING“ für Kammerorchester, Eigenverlag

204 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


AUSBILDUNG UND BERUFLICHE LAUFBAHN
Von Jazz über klassische Kom-
Der Komponist, Pianist und Kontrabassist begann schon sehr früh mit seiner position bis hin zur Avantgarde
musikalischen Ausbildung. In seiner Heimatstadt Wiener Neustadt erhielt er sind seinen Kompositionen
bereits mit drei Jahren Klavierunterricht und komponierte seine ersten Stücke stilistisch keine Grenzen gesetzt.
am Computer im Volksschulalter. Seit Oktober 2011 studiert er IGP Klavier/ Neben wiederkehrenden
klassisch (Prof. N. Vejlkovic) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Elementen aus der Filmmusik
in Wien und Komposition (Prof. Ch. Minkowitsch) am Konservatorium Wien werden seine Werke oftmals mit
Privatuniversität. Geschichten versehen, welche
auch nicht selten eine humoris-
Sein musikalisches Interesse liegt auch sehr in der Filmmusik. Unter anderem tische Note besitzen.
werden derzeit Werke mit dem Jugendsinfonieorchster NÖ und Tonkünstler- Obwohl oft sehr zwiegespalten,
orchester (Workshop „Ink Still Wet 2013“) aufgeführt. Derzeit komponiert er von sehr avantgardistischen
für internationale Orchester und Ensembles, wie zum Beispiel das St. Peters & Klangstrukturen zu romanti-
St. Mary College Orchestra (Auckland/NZ) oder das Sonus Saxophonquartett schen Melodien, steht der Spaß
(Wien). am Spielen der Musik immer im
Vordergrund.

Markus Zierhofer
PREISE UND ANERKENNUNGEN

Zahlreiche Teilnahme bei Wettbewerben (u.a. 4 mal 1. Preis beim Landes-


wettbewerb „prima la musica“– Land NÖ, „ZEITklang – Neue Musi“, „Wiener
Filmmusikpreis 2011/2012“ – jeweils 2. Preis).

www.inoek.at 205
CD-Produktionen

  NÖM-MIX
Doppel-CD © 1997 by INÖK

Werkausschnitte von:
Stefan Albert, Alexander Blechinger, Leopold Brauneiss,
Walter Breitner, Friedrich Cerha, Karin de Pastel, Heimo Erbse,
Heinrich Gattermeyer, Heinz Karl Gruber, Karl Haidmayer,
Hannes Heher, Johannes Holik, Johannes Kretz, Ulrich Küchl,
Gerhard Lagrange, Helmut Neumann, Albert Neumayr,
Werner Pelinka, Peter Platt, Peter Richter, Michael Salamon,
Wilfried Satke, Karlheinz Schrödl, Werner Schulze,
Wolfgang Seierl, Peter Skorpik, Bernd Hannes Sollfelner,
Ulf-Diether Soyka, Herbert Zagler

  VIENNA FLAUTISTS
© 2002 by RICH ART Records

Werke von:
Richard Graf
Peter Richter
Silvia Sommer
Wolfram Wagner
Ferdinand Weiss

Neue Kammermusik aus Niederösterreich


© 2012 by RICH ART Records

Werke von:
Andreas Baksa, Horst Ebenhöh, Lukas Haselböck,
Hannes Heher, Heinz Kratochwil, Adriane Muttenthaler,
Michael Publig, Julia Purgina, Wolfgang Nening, Silvia Sommer,
Wolfram Wagner, Ferdinand Weiss

206 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


MICHAEL MANTLER – COMMENT C‘EST
Himiko Paganotti & MAX BRAND Ensemble
ECM-Records © 2017

Kompositionen von
Michael Mantler

www.inoek.at 207
NÖ MUSIKEDITION

Die Herausgabe von Noten im Rahmen der NÖ Musikedition bietet nicht nur
Komponistinnen und Komponisten eine wertvolle Verbreitungsmöglichkeit
ihrer Arbeit, sondern bereichert in Form von Einzelausgaben, Sammelbänden
und Wettbewerbsliteratur das Spektrum der Neuen Musik Österreichs.

Die aktuellen Ausgaben sind auf www.inoek.at zu finden und können online
oder telefonisch bestellt werden. Eine Suchfunktion erleichtert das Finden
bestimmter Ausgaben oder Besetzungen.

208 Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


INÖK-Präsidenten 1989 - 2019

Werner Schulze Richard Graf Ferdinand Weiss

www.inoek.at 209
Bildnachweis:

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung (Mikl-Leitner), Stephanie Bendekovics (Castoral), Martin Bilinovac
(Muttenthaler), Viktor Brazdil (Essl), James Crow (Crow), Martin Datzinger (Skorpik), Reza Eshtehardi (Kretz), Fotostudio
Beer (Böttcher), Fotostudio Lesch (Brunnlechner), Foto Maruschka (Sulzberger), Maria Frodl (Wagendristel), Agnes Führlin-
ger (Soyka, Sommer), Tony Gigov (Deutsch), Valentin Gorm (Mantler), Hannibie (Scheer), Heidi Harsieber (Koglmann),
Christian Heindl (Gruber), Kurt Hörbst (Raffaseder), Viktoria Hofmarcher (Pinkl), Michi Hummel (Mohaupt), INÖK/Joanna
Pianka (Baumgartner, Erhart-Schwertmann, Graf, Heher, Schrödl, Schulze, Schwediauer-Southwick, Weiss), Lisa Kainz-
bauer (Gutmann), Erich Kreutzer (Cvach), Michael Kritzinger (Kreuzpointner), Helmut Lackinger (Unterpertinger), Walter
Leitner (Bednarik), nafezrerhuf (Purgina), Barbara Palffy (Kukelka), Nikolaus Pedarnig (Pelzl), Verena Planck (Wagner W.),
privat (Albert, Artmüller, Bergauer, Blechinger, Brauneiss, Cech, Cerha, de Pastel, de Surris, Dimitrova, Ebenhöh, Ellmaut-
haler, Falb, Fromhund, Genahl, Haidmayer, Hanke, Haselböck, Holik, Huber, Juffinger, Kitzbichler, Küchl, Lagrange, Manser,
Muck, Nening, Neumann, Neumayr, Ostermann, Paulus, Pelinka, Platt, Richter de Rangenier, Roppert, Salamon, Satke,
Schermann, Singer, Strauss, Stritzl, Thürauer, Türker, Wagner J., Weidinger, Werkl, Würdinger, Zagler, Zamarin, Zierhofer),
Renate Publig (Lukan, Publig), Martina Rathberger (Fiala), Walter Rehorska (Pöll), Raimo Rumpler (Springer), Stephan
Trierenberg (Sterk), Verena Tscherner (Maria Salamon), Volkskultur NÖ/Lackinger (Kreuz), Peter Weinhofer (Stekel), Robert
Wimberger (Rektenwald).

Notenbeispiele:

Boosey & Hawkes/Thomas Sessler Verlag (Gruber)


Edition ContempArt (Sulzberger)
Karthause-Schmülling (Bednarik)
LOGOS edition (Schulze)
Ludwig Doblinger/Bernhard Herzmansky KG (Deutsch, Küchl, Kukelka, Weiss)
A. Robitschek (Ebenhöh)
Universal Edition (Cerha)

Wir danken den Verlagen für die Genehmigung zum Abdruck der Notenbeispiele.

Impressum:

30 Jahre Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen 1989–2019


herausgegeben von der

INÖK – Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen


Ölzeltgasse 4/5
1030 Wien
Mobil +43 (0) 676 5569249
Tel/Fax +43 (0) 1 7129177
Homepage: www.inoek.at
E-Mail: office@inoek.at

Redaktion: Richard Graf, Ursula Erhart


Layout und Grafik: Atelier Am Stein – Marlies Kirchler, Wolfgang Hartl

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