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Grundlagen LAN

Verbote, z. B. aus wirtschaftlichen, religiösen oder Konsumverzicht, volkswirtschaftlicher Begriff für


politischen Gründen, ausgeschlossen. Die Konsum Sparen (siehe dort); nicht für den Verbrauch verwen
freiheit, Güter nach seinem persönlichen Ge dete Teile des Einkommens eines Haushalts.
schmack zu erwerben, ist dagegen ein wichtiges Ge
staltungsmerkmal einer Marktwirtschaft. Der Staat Konvergenztheorie, Ansicht, nach der sich in In
greift hier in die Konsumfreiheit der Verbraucher in dustriestaaten die Wirtschaftsordnungen, die zu
der Regel nicht mittels Verboten ein, sondern ver Beginn unterschiedlich aufgebaut sind, mit zuneh
teuert bestimmte Güter durch steuerliche Maßnah mender Zeit einander allmählich annähern, weil sie
men (z. B. Zigaretten oder Benzin) oder bindet den gleichen oder ähnlichen Problemen gegenüberste
Verkauf bestimmter Güter an Bedingungen (z. B. hen. Die Konvergenztheorie unterstellt dabei für
den Verkauf von Medikamenten in Apotheken oder Marktwirtschaften (siehe dort) einen zunehmenden
nur gegen Rezept). staatlichen Einfluss auf die Wirtschaft und für zen
tral gelenkte Planwirtschaften eine langsame Ab
Konsumgüter, Sachgüter, die unmittelbar der Be kehr vom Prinzip der zentralen Wirtschaftspla
friedigung menschlicher Bedürfnisse dienen und im nung. Allgemein wird mit Konvergenz auch die (ge
Gegensatz zu den Investitionsgütern nicht als Pro wünschte) Annäherung wirtschaftlicher Größen
duktionsmittel eingesetzt werden. Unterschieden (Pro Kopf Einkommen, Inflationsraten) in ver
wird in über einen längeren Zeitraum nutzbare Ge schiedenen Staaten (Staaten der Europäischen Uni
brauchsgüter (z. B. Wohnungseinrichtung oder Be on) oder Regionen (deutsche Bundesländer) be
kleidung) und Verbrauchsgüter (z. B. Lebensmittel), zeichnet.
die nur einmal genutzt werden können.
Laissez faire, Bezeichnung des wirtschaftlichen
Konsumquote, Verhältnis von Konsumausgaben Liberalismus (siehe dort) für eine extreme Ansicht,
eines oder aller privaten Haushalte und verfügba der zufolge der Staat nicht in das wirtschaftliche
rem Einkommen. Unterschieden wird zwischen Geschehen eingreifen sollte, um so die ökonomi
durchschnittlicher Konsumquote (Anteil der Kon sche Entwicklung und den Wohlstand der Bevölke
sumausgaben am verfügbaren Einkommen), ge rung am besten zu fördern. Eine am Prinzip des
samtwirtschaftlicher Konsumquote (Anteil der Laissez faire orientierte Wirtschaftspolitik wurde
Konsumausgaben an einer Sozialproduktgröße) und insbesondere im 19. Jahrhundert in Westeuropa
marginaler Konsumquote (Veränderung der Kon betrieben. Diese extreme Form des Liberalismus
sumausgaben bei Veränderung des Einkommens). (auch Manchesterliberalismus genannt), bei der
der Staat nicht in die Wirtschaft eingreift, sondern
KONSUMQUOTE lediglich die Rolle eines Beobachters einnimmt
(›Nachtwächterstaat‹) und alles dem freien Spiel
C
S
der wirtschaftlichen Kräfte überlässt, bewirkte
C = C0 + c . Y
zwar einerseits eine schnelle wirtschaftliche Auf
wärtsentwicklung, führte aber andererseits auch zu
Wirtschaftskrisen und zur Ausbeutung und Ver

{
S = - C0 + (1 - c) . Y
elendung der Arbeiter.
C0
45°
Landwirtschaft, die wirtschaftliche Nutzung des

{
Y
Bodens zur Erzeugung von pflanzlichen (Ackerbau)
- C0
und tierischen (Viehwirtschaft) Produkten. Nach
C0 = absoluter Konsum
Y = Einkommen
C = Konsum c = marginale der Einteilung in Wirtschaftssektoren gehört die
S = Sparen Konsumquote Landwirtschaft zur Urproduktion (primärer Sek
Quelle: Gabler 1997.
tor). Im weiteren Sinn gehören zur Landwirtschaft
auch Forstwirtschaft, Gartenbau einschließlich
Konsumquote. Nach J. M. Keynes nimmt der Konsum mit Zierpflanzen und Gemüsebau, Obstbau sowie wei
steigendem Einkommen zu, allerdings nur unterproportional.
Die durchschnittliche Konsumquote sinkt mit steigendem
tere Bereiche wie Fischerei, Jagd und landwirt
Einkommen. Die tatsächlichen Daten von privatem Verbrauch schaftliche Nebengewerbe (z. B. Molkerei, Brenne
und verfügbarem Einkommen entsprechen diesen Annahmen. rei, Kellerei).

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