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MAR Kapitel 1

MAR KT

Staat schafft Rechtsordnung

Güter- und Faktormarkt

Preis
Private Nachfrage Angebot Unternehmen
Haushalte
Menge

Verhältnis von Angebot und


Nachfrage regelt den Preis
Markt.
Der Markt als Koordinationsinstrument
in der Marktwirtschaft

gestellt. Jedes Unternehmen entscheidet nach be die im Zeitalter des Kapitalismus bestehende freie
triebswirtschaftlichen Gesichtspunkten, welche Marktwirtschaft (siehe dort) und die in der Bundes
Güter und Leistungen produziert werden sollen. republik Deutschland seit 1949 umgesetzte soziale
Der Wettbewerb der Unternehmen um die Verbrau Marktwirtschaft (siehe dort).
cher beeinflusst dabei Qualität, Menge und Preis
der Waren und Leistungen, sodass die Verbraucher Marxismus, von Karl Marx (* 1818, † 1883) und
indirekt Einfluss auf das Angebot der Erzeugnisse Friedrich Engels (* 1820, † 1895) begründete
haben (Konsumfreiheit). Die Preise für Waren und Gesellschaftslehre und Theorie der politischen
Leistungen bilden sich nach Angebot und Nachfra Ökonomie (siehe dort), zu deren Kernpunkt die von
ge auf Märkten. Die volkswirtschaftlichen Produk Karl Marx kritisierten kapitalistischen Produkti
tionsmittel gehören privaten Unternehmen und die onsverhältnisse in seiner Zeit gehören. Danach wird
Höhe des Gewinns ist der entscheidende Auslöser die Gesellschaft nicht durch die politischen, rechtli
für deren wirtschaftliches Handeln. Die Marktwirt chen oder moralischen Vorstellungen bestimmt,
schaft ist die Wirtschaftsordnung, die in den meis sondern durch den Fortschritt der materiellen Pro
ten westlichen Industriestaaten praktiziert wird. duktionstechnik. Die kapitalistischen Produktions
Besondere Formen dieser Wirtschaftsordnung sind verhältnisse bewirken nach marxistischer Auffas

MAR KTWIRTSCHAFT
Idealtyp „Marktwirtschaft“

}
1 Anarchie (totale „Laissez-faire-Wirtschaft“)
2 spezieller staatl. Ordnungsrahmen für die Wirtschaft
(vor allem zur Sicherung des Wettbewerbs) („Liberalismus“)
3 staatl. Steuerung von Nichtwettbewerbsbereichen
(besonders zur Bereitstellung „öffentlicher Güter“)
4 Redistributionspolitik („Soziale Marktwirtschaft“)
5 Globalsteuerung auf Marktebene („gelenkte Marktwirtschaft“)
6 Steuerung bis auf Branchenebene („Planification“)
7 Mikrosteuerung auf Unternehmensebene („gemäßigter Sozialismus“)
(z.B. durch Investitionskontrolle)
Unvereinbarkeit und Dominanz eines Grundtyps?

7 betriebliche Investitionsfreiheiten („Marktsozialismus“)


6 staatl. Produktionssollvorgaben
(nur bis auf Branchenebene)
5 staatl. Planvorgaben mit betrieblichen Produktionsfreiheiten
} („Prager Frühling“)
Marktwirtschaft.
4 Dezentralisierung bei der staatl. Produktionsplanerstellung („Neues ökonomisches System“)
3 Freiheit haushaltlicher Einkommenserzielung (Arbeitsplatzfreiheit) Reale Wirtschaftsordnungen als Abwei
2 Freiheit haushaltlicher Einkommensverwendung (Konsumfreiheit) chungen der Idealtypen Marktwirt
1 vollständige Mikrosteuerung (totale „Kommandowirtschaft“
schaft und Planwirtschaft (Zentralver
Idealtyp „Zentralverwaltungswirtschaft“ Quelle: Bartling/Luzius. waltungswirtschaft)

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