Sie sind auf Seite 1von 4

Der Genitiv

Das Deutsche hat vier Fälle: Nominativ, Akkusativ, Dativ und Genitiv. Mit dem
Genitiv kann man Besitz oder Zugehörigkeit ausdrücken.

Man kann ein Nomen (in dem Fall das Bezugswort) durch ein weiteres Nomen
im Genitiv (das Genitivattribut) ergänzen. Das Genitivattribut drückt aus, wem
oder wozu etwas gehört.

Nomen als Genitivattribute

Wenn das Genitivattribut kein Name ist, steht es in der Regel hinter dem


Bezugswort.             

Beispiele:

Das ist das Auto des Chefs.

Der Firmenwagen der Firma ist neu.

Ein Wasserhahn ist ein Teil des Waschbeckens.

Egon wartet die Heizkessel der Kunden aus der Marienstraße.

 
Im Genitiv verändert sich der Artikel des Nomens. Außerdem haben die
meisten maskulinen und neutralen Nomen die Endung -s oder -es.

Bei Nomen, die nur eine Silbe haben, sind oft beide Endungen möglich.

Feminine Nomen und Pluralformen erhalten keine Endung.

 Deklination im Genitiv:

  Genitiv

maskuli des/eines Chefs
n

feminin der/einer Firma

neutral des/eines Waschbeckens

Plural der Kunden*

Bildung des Genitiv mit -s oder -es

 
Meistens ist es möglich, den Genitiv Singular sowohl mit -s als auch mit -es zu
bilden.
 
Beispiele  
Bild Bilds / Bildes
Werk Werks / Werkes
Flugzeug Flugzeugs / Flugzeuges

 
Mit -s wird der Genitiv gebildet, wenn
 
- ein Nomen auf unbetontes e, el, er, en, chen, lein und ling endet.
 
  Beispiele
-e Getue Getues
-el Vogel Vogels
-er Fahrer Fahrers
-en Süden Südens
-chen Mädchen Mädchens
-lein Fräulein Fräuleins
-ling Flüchtling Flüchtlings
 
 
- das Nomen ein Fremdwort ist.
 
Beispiele
Hotel Hotels
Doktor Doktors
Team Teams

 
Der Genitiv Singular wird mit -es gebildet, wenn ein Nomen auf s, ß, x, z, zt
endet.
 
  Beispiel  
-s Kurs Kurses
-ß Strauß Straußes
-x Komplex Komplexes
-z Tanz Tanzes
-zt Arzt Arztes