Sie sind auf Seite 1von 31

Quelle:

www.roewaplan.de

Stand September 2006


© RÖWAPLAN
PIB
Elektrotechnik
„Von der Trafostation bis zur Steckdose“

RÖWAPLAN
© RÖWAPLAN

Ingenieurbüro - Unternehmensberatung
Datennetze und Kommunikationsnetze

73453 Abtsgmünd Brahmsweg 4


Tel.: 07366 9626 0 Fax: 07366 9626 26
Email: info@roewaplan.de
2
© RÖWAPLAN
Prinzip der Stromversorgung
PIB
NSHV

© RÖWAPLAN
NEA

3
Welche Arten von Spannungsnetzen gibt es?
PIB
z Höchstspannung
z 400 kV bis 520 kV
z Freileitungen
z Hochspannung
z 80kV bis 240kV
z Freileitungen und teilweise Erdkabel
z Mittelspannung
z 6kV bis 20kV
z Freileitungen und in Stadtgebieten Erdkabel
© RÖWAPLAN

z Niederspannung
z 12V bis 700V
z Selten Freileitungen, meistens Erdkabel

4
Welche Versorgungsnetze gibt es?
PIB
z Strahlennetze
Netztrafo

z Ringnetze

z Maschennetze
© RÖWAPLAN

5
Was ist eine NSHV?
PIB
z NSHV = Niederspannungshauptverteilung
auch HV = Hauptverteilung oder GHV = Gebäudehauptverteilung
z Erste Aufteilungsstelle im Gebäude nach dem Hausanschlußkasten
z Standort: Keller oder separater Anschlußraum
z Eingebaute Geräte:
z Stromzähler
z Hauptschalter, Trenner
z Leistungsschalter, Sicherungen
z Schutzeinrichtungen z.B. FI-Schutzschalter
z Blitz- und Überspannungsschutz
z Relais, Schütze, Zeitschaltuhren
z Klemmen, Stromschienen
z EIB Komponenten
© RÖWAPLAN

z Gehäuse je nach Einsatzzweck und –ort


z Stahlblechgehäuse
z Isolierstoffgehäuse
z Standschrank oder Wandschrank
z Aufputz oder Unterputz
6
Welche Netzsysteme gibt es?
PIB
Unterscheidung der Netzsysteme
in drei Typen:
TN-System
TT-System
IT-System
Aufgabe:
© RÖWAPLAN

Durch entsprechende Koordination von Netzsystem und


Schutzeinrichtung den Schutz durch automatisches
Abschalten zu realisieren.
7
Was bedeuten die Buchstaben?
PIB
1. Buchstabe beschreibt die Erdungsverhältnisse der Stromquelle
z T = direkte Verbindung eines Netzpunktes mit der Erde
(Betriebserde)
z I = alle aktiven Teile der Stromquelle sind gegen Erde getrennt
(isoliert)
2. Buchstabe beschreibt die Erdungsverhältnisse der Betriebsmittel
z T = Körper der elektrischen Betriebsmittel sind direkt geerdet
z N = Körper der elektrischen Betriebsmittel sind direkt mit dem
geerdeten Netzpunkt (Betriebserde) verbunden

Zwei weitere Buchstaben für das TN-System


z C = Neutralleiter (N) und Schutzleiter (PE) sind in einem Leiter
© RÖWAPLAN

kombiniert (PEN)
z S = Neutralleiter (N) und Schutzleiter (PE) sind ab der
Stromquelle getrennt verlegt

8
TN-C Netzsystem?
PIB

1. Buchstabe: T = direkte Verbindung eines Netzpunktes mit der Betriebserde

2. Buchstabe: N = Körper der elektrischen Betriebsmittel sind direkt mit dem


© RÖWAPLAN

geerdeten Netzpunkt (Betriebserde) verbunden


3. Buchstabe: C = Neutralleiter (N) und Schutzleiter (PE) sind in einem Leiter
kombiniert (PEN)

9
TN-C-S Netzsystem?
PIB

1. Buchstabe: T = direkte Verbindung eines Netzpunktes mit der Betriebserde

2. Buchstabe: N = Körper der elektrischen Betriebsmittel sind direkt mit dem


© RÖWAPLAN

geerdeten Netzpunkt (Betriebserde) verbunden


Buchstaben:CS = Neutralleiter (N) und Schutzleiter (PE) sind in einem Teil des
Systems kombiniert (PEN), im anderen Teil getrennt (N+PE)

10
TN-S Netzsystem?
PIB

1. Buchstabe: T = direkte Verbindung eines Netzpunktes mit der Betriebserde

2. Buchstabe: N = Körper der elektrischen Betriebsmittel sind direkt mit dem


© RÖWAPLAN

geerdeten Netzpunkt (Betriebserde) verbunden


3. Buchstabe: S = Neutralleiter (N) und Schutzleiter (PE) sind ab der
Stromquelle getrennt verlegt.

11
TT- Netzsystem?
PIB

1. Buchstabe: T = direkte Verbindung eines Netzpunktes mit der Betriebserde

2. Buchstabe: T = Körper der elektrischen Betriebsmittel sind direkt geerdet


© RÖWAPLAN

12
IT- Netzsystem?
PIB

1. Buchstabe: I = alle aktiven Teile der Stromquelle sind gegen Erde getrennt
(isoliert), oder über eine hohe Impedanz mit Erde verbunden
© RÖWAPLAN

2. Buchstabe: T = Körper der elektrischen Betriebsmittel sind direkt geerdet

13
Welches sind die „Standardnetzsysteme“?
PIB
In der Praxis am häufigsten vorkommende
Netzsysteme:

Î TN-C-S Netzsystem

Î TN-S Netzsystem

z „Schutz gegen elektrischen Schlag unter


© RÖWAPLAN

Fehlerbedingungen“ für Menschen und Tiere

14
Wie wirkt sich das TN-C-S Netzsysteme auf die IT-Technik
aus?
PIB
• Rückleiterströme fließen über den
PEN-Leiter

• Verteilung der Rückleiterströme über


alle Potentialausgleichsleitungen
Î „vagabundierende Ströme“

• Potenzialdifferenzen zwischen den


Unterverteilern

• Stromfluß in Abhängigkeit vom


Widerstand auch auf niederohmige
Abschirmungen von Datenleitungen
© RÖWAPLAN

• zum Teil starke magnetische Felder

Î IT ungünstiges Netzsystem

15
Wie wirkt sich das TN-S Netzsysteme auf die IT-
Technik aus?
PIB
• durchgängig getrennte Verlegung von
Neutralleiter und Schutzleiter

• nur eine Verbindung von PE und N-


Leiter

• Rückleitungsströme fließen gezielt über


den N-Leiter zur Stromquelle zurück

• keine „vagabundierenden“ Ströme


© RÖWAPLAN

Î IT günstiges Netzsystem

16
Was sind Schutzklassen?
PIB
Zum Schutz gegen elektrischen Schlag werden die Betriebsmittel nach ihrer
Konstruktion gegen direktes und indirektes Berühren in die Schutzklassen I, II
und III eingeteilt.
© RÖWAPLAN

17
Was versteht man unter Schutzarten?
PIB
Der Schutz elektrischer Betriebsmittel gegen Berührung, Fremdkörper und
Wasserschutz wird durch die Schutzart (IP-Code) definiert.
© RÖWAPLAN

18
Was ist eine Überstromschutzeinrichtung?
PIB
Schutzeinrichtung für Personen, Nutztiere und Anlagen durch
automatisches Abschalten des fehlerbehafteten Stromkreises.

z Schmelzsicherungen
enthalten einen thermischen Auslöser

- NH-Messerkontaktsicherungen
NH00, NH0, NH1 – NH4a
(6 – 1250 A)

- Schraubsicherungen
D-/D0-System
(2 – 100A)
© RÖWAPLAN

- Geräteschutzsicherungen
(Feinsicherungen)

19
Was ist eine Überstromschutzeinrichtung?
PIB
z Leitungsschutzschalter
(Automaten)
- enthalten einen thermischen und einen
magnetischen Auslöser
(0,2 – 63A)
- Unterscheidung in
Auslösecharakteristiken B,C;D;G;U;K:

B C D
© RÖWAPLAN

20
Was bedeutet Selektivität?
PIB
z Zwei oder mehr Sicherungen werden so ausgewählt, dass der fehlerhafte
Stromkreis durch das Ausschalten einer Sicherung getrennt wird, ohne dass
die vorgeschalteten Sicherungen mit größeren Bemessungswerten
ansprechen. Es wird so die Abschaltung der Energieversorgung fehlerfreier
Stromkreise vermieden.

z Eine Selektivität bei Schmelzsicherungen wird in der Regel dann erreicht,


wenn die Stromwerte der eingesetzten Sicherungen im Verhältnis 1:1,6-1:2
gewählt werden.

z Selektivitätsabstufung von Schmelzsicherungen und Leitungsschutzschalter:

Bemessungsstrom des Mindestgröße der Vorsicherung in A

LS-Schalters in A Typ D Typ NH

10 25 36
© RÖWAPLAN

16 35 50

20 35 50

25 35 50

32 50 63

21
Was ist ein FI?
PIB
z FI = Fehlerstrom- Schutzschalter
auch RCD-Schalter (Residual Current Device)
z Aufgabe:
Verhindert im Fehlerfall das Bestehen bleiben zu hoher Berührungsspannungen zwischen dem
Verbraucher und der Erde

z Funktionsprinzip:
Ein Summenstromwandler vergleicht die vom und zum Verbraucher fließenden Ströme.
Im Fehlerfall ist die Summe der hin- und rückfließenden Ströme nicht mehr Null.
Es entsteht eine Stromdifferenz ∆I , die zur Auslösung des FI-Schalters führt.
© RÖWAPLAN

22
Wo wird ein FI benötigt?
PIB
z Einsatzbereich:
Vorschrift:
z Steckdose in Feuchträumen
z Außenbereiche
Empfehlenswert:
z Kinderzimmern
z Labor-Arbeitsplätze
z Steckdosen in Küchen

z In der EDV möglichst zu vermeiden!


z Praxis, Vorschriften, Normen
z zwei und vierpolig FI-Schutzschalter
z Bemessungsdifferenzströme von ∆I = 10 mA, 30 mA, 100 mA, 300 mA, 500 mA
© RÖWAPLAN

z Vorraussetzung: TN-S Netz


z Vorschrift: DIN VDE 0100 Teil 700

23
Was ist eine UV?
PIB
z UV = Unterverteilung
z dienen zur Verteilung der Stromkreise
z Zuleitung von der NSHV
z Aderquerschnitt je nach Leistungsbedarf 5 x 10 -
50mm²
z Standort: je Stockwerk, je Bereich, je Raum
z Eingebaute Geräte:
z Leitungsschutzschalter, Sicherungen
z Schutzeinrichtungen z.B. FI-Schutzschalter
z Relais, Schütze, Zeitschaltuhren
z Entstörfilter
z Gehäuse:
© RÖWAPLAN

z Kunststoff oder Metall


z Aufputz oder Unterputz
z Je nach Standort mit Brandschutzvorsatztüre

24
Wozu werden Entstörfilter benötigt?
PIB
Entstörfilter (Netzfilter) werden benötigt um:
z elektrische Störungen aus dem öffentlichen Stromversorgungsnetz zu
unterdrücken
z die Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) elektrischer Geräte
sicher stellen.
z Störungen die von elektronischen Geräten verursacht werden nicht
an das Stromnetz abzugeben
z aufmodulierte Signale aus dem Stromnetz herauszufiltern

Störungen können sein:


z Oberschwingungen
z Aufmodulierte Störsignale
© RÖWAPLAN

z Transienten
z Stromschwankungen
z Asymmetrien
z Flicker
25
Was bedeuten die Bezeichnungen von Kabeln
und Leitungen?
PIB
z NYM-J 3x1,5mm²
N = Normenleitung
Y = Kunststoffisolierung
M = Mantelleitung
J = mit grüngelben Schutzleiter
3 = Aderzahl
1,5 = Leiterquerschnitt 1,5 mm²

z H05VV-F 3G0,75mm²
H = Harmonisierte Bestimmung
05 = Nennspannung 300V/500V
V = Isolierhülle aus PVC
V = Mantel und Beflechtungen aus PVC
© RÖWAPLAN

F = Feindrähtiger Leiter
3 = Aderzahl
G = mit grüngelben Schutzleiter
0,75 = Leiterquerschnitt 0,75mm²

26
Wie werden Leitungen dimensioniert?
PIB
Querschnittsdimensionierung von Kabel und
Leitungen ist abhängig von:
z Verlegeart
z max. Strombelastbarkeit des Kabels/Leitung
z max. zulässigem Spannungsfall
z max. zulässigen Abschaltzeit im Fehlerfall
z Umgebungstemperatur
z Kabelhäufungen
© RÖWAPLAN

27
© RÖWAPLAN
Was sind Verlegearten?
PIB

28
PIB
Welche Ausstattung hat ein Arbeitsplatz?

z Einzelarbeitsplatz:
z 1 x 3-fach Steckdose EDV
z 1 x 2-fach Steckdose Normalnetz

z Doppelarbeitsplatz:
z 2 x 3-fach Steckdose EDV
z 1 x 3-fach Steckdose Normalnetz

z Wieviel Steckdosen pro Stromkreis?


z Maximal 12 Steckdosen pro Stromkreis (bei einer Absicherung
© RÖWAPLAN

mit 16 A LS-Schalter)

29
Was ist eine bildschirmgerechte
Arbeitsplatzbeleuchtung?
PIB
z Nennbeleuchtungsstärke 500 Lux
z Keine Lichtreflexionen (Blendung) auf dem
Bildschirm
z Begrenzung der Direkt-
blendung auf 60° durch
Einsatz von Leuchten
mit Spiegelrastern
© RÖWAPLAN

z Auf Lichtfarbe und Farbwiedergabe achten


z Arbeitshöhe und Reflexionen beachten

30
PIB

Vielen Dank
für Ihre Aufmerksamkeit!

RÖWAPLAN
Ingenieurbüro - Unternehmensberatung
© RÖWAPLAN

Datennetze und Kommunikationsnetze

73453 Abtsgmünd Brahmsweg 4


Tel.: 07366 9626 0 Fax: 07366 9626 26
Email: info@roewaplan.de

31