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Grundlagen SCH

che Größe wie das Einkommen (Lohn, Gehalt, weit über ein durchschnittliches oder als angemes
Volkseinkommen) oder der Zins unter Berücksichti sen angesehenes Maß hinausgehen.
gung anderer Einflussfaktoren wie der Preisent
wicklung bzw. der Kaufkraft angegeben wird. Ressourcen, die Einsatzmittel oder Güter, die
beim Produktionsvorgang im Unternehmen zur
Realeinkommen, Einkommensgröße, die die Herstellung neuer Güter verbraucht werden, inso
Kaufkraft (siehe Kapitel 3) des Geldes berücksich fern gleichbedeutend mit Produktionsfaktoren. In
tigt. Das Realeinkommen ist somit gleichbedeutend einem engeren Sinne als natürliche Ressourcen nur
mit der Menge an Waren und Dienstleistungen, die die Rohstoffe (z. B. Eisenerz, Rohöl, Wasser).
mit einem bestimmten Nominaleinkommen (z. B.
Sachgüter, im Unterschied zu Dienstleistungen
monatliches Gehalt eines Angestellten) gekauft
und Rechten alle materiellen Güter (siehe dort).
werden kann. Berechnet wird das Realeinkommen
aus dem Nominaleinkommen eines Haushalts ge Schattenwirtschaft, Bezeichnung für alle wirt
teilt durch den Verbraucherpreisindex. schaftlichen Leistungen, die nicht in die Berech
nung des Sozialprodukts eingehen. Dazu gehören
Reichtum, wirtschaftliche Situation einer Person, z. B. Hausarbeit und häusliche Selbstversorgung
einer Gruppe oder sogar eines Landes, in der die oder Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliche Leis
Summe der verfügbaren Güter und Vermögenswer tungen, die als Selbstversorgungswirtschaft von der
te das durchschnittliche Niveau des materiellen Statistik nicht erfasst werden, und illegale wirt
Wohlstands in einer Gesellschaft wesentlich über schaftliche Tätigkeiten, die mit Straftaten (z. B.
steigt. Der Begriff Reichtum ist schwer abzugren Drogenhandel) oder Steuerhinterziehung (z. B.
zen, die Festlegung objektiver Kriterien (z. B. Ein Schwarzarbeit) verbunden sind.
kommensmillionär) problematisch.
Reichtum ermöglicht leichter die Befriedigung so schöpferische Zerstörung, vom österreichischen
genannter Luxusbedürfnisse. Dabei werden als Lu Wirtschaftswissenschaftler Joseph Alois Schum
xus die Verhaltensweisen oder Aufwendungen beim peter (* 1883, † 1950) geprägter Begriff für den
Kauf oder Gebrauch von Gütern angesehen, die durch den Wettbewerb ausgelösten Prozess der

SCHATTENWIRTSCHAFT

Umsatz der Schattenwirtschaft (in Milliarden €) Anteil am Bruttoinlandsprodukt (in %)


16,0 15,4 15,0 14,7 14,6
400 13,9 14,2 13,9 18
12,2 13,7 16
Umsatz in Milliarden €

Anteil am BIP in %
10,8 11,2 14
300
12
5,8 10
200
8
6
100 4
29,6 80,2 102,3 147,91) 241,1 322,3 346,2 345,5 349,0 346,8 351,8 347,6 345,82) 2
0 0
1975 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
1) Von 1995 an Werte für Gesamtdeutschland
2) Wert auf der Basis von aktuellen Prognosen von BIP und Arbeitslosenquote
30
2008
25
20
Schattenwirtschaft

15 Durchschnitt 13,4 %)
Großbritannien
(in % des BIP)

Griechenland
Deutschland
Niederlande
Neuseeland

10
Frankreich
Österreich

Schweden
Dänemark

Norwegen
Australien

Finnland

Portugal
Schweiz

Spanien
Kanada

Belgien

5
Italien
Irland
Japan
USA

0
Quelle: Schneider, Universität Linz.

Schattenwirtschaft. Ausmaß der Schattenwirtschaft

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