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Trump erneuert Wahlbetrugsvorwurf

 US-Präsident Trump sieht sich trotz seiner klaren Niederlage


gegen Herausforderer Biden weiterhin als Sieger der Wahl.

 Die Trump-Regierung muss nach einem Gerichtsurteil ein


abgesetztes Programm der Obama-Administration wiedereinsetzen,
das minderjährige illegale Einwanderer vor Abschiebung schützt.

 Der gewählte Präsident Biden geht wegen der Pandemie von


einer deutlich veränderten Amtseinführung im Januar aus: Er wolle
die Menschen schützen, aber ihnen dennoch erlauben zu feiern.

 Alle Beiträge zur Wahl in den USA finden Sie hier.


Die US-Amerikaner haben mehrheitlich den Demokraten Joe
Biden zum nächsten US-Präsidenten gewählt. Noch-Amtsinhaber
Donald Trump aber versucht, alle Hebel in Bewegung zu setzen,
um Bidens Sieg auf dem Rechtsweg zu kippen. Alle Nachrichten
und Entwicklungen im Überblick:
Trump sieht sich bei Kundgebung in Georgia weiter als
Sieger
Sonntag, 06. Dezember, 07:11 Uhr: Ungeachtet aller
juristischer Niederlagen hält US-Präsident Donald Trump an
seinem unbelegten Wahlbetrugsvorwurf fest. "Sie haben betrogen
und unsere Präsidentschaftswahl manipuliert, aber wir werden sie
trotzdem gewinnen", sagte Trump am Samstag auf einer
Wahlkampfkundgebung für zwei Senatoren seiner republikanischen
Partei im Bundesstaat Georgia.
"Und sie werden versuchen, auch diese Wahl zu manipulieren",
sagte Trump mit Verweis auf die Anfang Januar anstehenden
Stichwahlen, denen sich die beiden Senatoren stellen müssen und
die über die Mehrheit der Republikaner im Senat
entscheiden werden.

 Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge erinnerte die erste


große Kundgebung seit der Wahl am 3. November an die vielen
Wahlkampfauftritte Trumps vor der Präsidentschaftswahl. Auch
mit Blick auf die Corona-Pandemie: Die Menschen standen Schulter
an Schulter, die meisten von ihnen ohne Maske. Trump kündigte
an, "sehr bald" auch vor dem Obersten Gericht gegen den Sieg des
Demokraten Joe Biden vorzugehen, ohne dies näher zu erläutern.
RTrump und die Wahl: Von Vertrauten verlassen. (SZ Plus)
Biden: Amtseinführung wird wegen Corona kein
Millionen-Event
Samstag, 5. Dezember, 05:00 Uhr: Der gewählte US-Präsident
Joe Biden hat seine Landsleute wegen der Corona-Pandemie auf
eine deutlich andere Amtseinführung eingestimmt als in anderen
Jahren. Es sei "höchst unwahrscheinlich", dass eine Million
Menschen am 20. Januar der Zeremonie beiwohnen würden, sagte
Biden bei einer Pressekonferenz in Wilmington im US-Bundesstaat
Delaware. "Zuallererst ist es mein Ziel, Amerika zu schützen und
den Menschen dennoch zu erlauben zu feiern."
echtsexperten sehen dafür jedoch keine Möglichkeit.

Trump hat bereits zahlreiche Klagen in mehreren Bundesstaaten


gegen den Sieg Bidens angestrengt, bislang aber ohne Erfolg. Auch
eine Neuauszählung in Georgia hatte Bidens Sieg in dem
umkämpften Bundesstaat bestätigt, den ersten eines
demokratischen Präsidentschaftskandidaten dort seit 1992. Am
Freitag hatte Trumps Wahlkampfteam eine Klage gegen den
Wahlausgang in Georgia eingereicht und eine Annullierung des
Ergebnisses verlangt. Aber auch die republikanische Regierung des
Bundesstaates und auch US-Justizminister William Barr hatten
kürzlich erklärt, dass es keine Belege für großen Wahlbetrug gebe.

 Weitere republikanische Führungsfiguren rücken von Donald


Trump ab. (SZ Plus)
Gericht: Trump muss Dreamer-Programm
wiedereinführen
Samstag, 05. Dezember, 12:00 Uhr: Die US-Regierung unter
Donald Trump ist erneut mit einem Angriff auf ein Programm aus
der Obama-Ära zum Schutz von rund 700 000 jungen Migranten
gescheitert. Ein Richter in New York erklärte am Samstag die
Aussetzung des sogenannten DACA-Programms durch den
amtierenden Heimatschutzminister Chad Wolf für ungültig. Wolf
sei widerrechtlich in sein Amt befördert worden, lautete die
Begründung. Das hatte zuvor schon der US-
Rechnungshof festgestellt.
Das DACA-Programm (Deferred Action for Childhood Arrivals)
schützt Migranten, die als Kinder illegal mit ihren Eltern in die USA
eingereist waren, vor einer Abschiebung. Die Trump-Regierung
hatte zunächst versucht, das Programm ganz abzuschaffen, wurde
jedoch im Mai vom Obersten Gericht der USA gestoppt. Danach
setzte Wolf im Juli unter anderem die Annahme neuer Anträge aus.
Richter Nicholas Garaufis stellte nun genauso wie der
Rechnungshof fest, dass bei Wolfs Ernennung zum amtierenden
Heimatschutzminister die geltenden Statuten für die Behörde
missachtet worden seien.

 Trump und die Wahl: Von Vertrauten verlassen. (SZ Plus)


Biden: Amtseinführung wird wegen Corona kein
Millionen-Event
Samstag, 5. Dezember, 05:00 Uhr: Der gewählte US-Präsident
Joe Biden hat seine Landsleute wegen der Corona-Pandemie auf
eine deutlich andere Amtseinführung eingestimmt als in anderen
Jahren. Es sei "höchst unwahrscheinlich", dass eine Million
Menschen am 20. Januar der Zeremonie beiwohnen würden, sagte
Biden bei einer Pressekonferenz in Wilmington im US-Bundesstaat
Delaware. "Zuallererst ist es mein Ziel, Amerika zu schützen und
den Menschen dennoch zu erlauben zu feiern."