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Ausbildung der Ausbilder

Handlungsfeld 2

Themen:

1. Mitbestimmung in der Ausbildung


2. Planung/Durchführung Einstellungsverfahren
3. Abschluss Ausbildungsvertrag
4. Gestaltung der Probezeit
5. Ausbildungsteile im Ausland
Der Betriebsrat

1.) Mitbestimmungsrechte in der Berufsausbildung


Aufgaben der Zusammenarbeit von
Arbeitgeber und Betriebsrat

• Der Betriebsrat hat mit dem Arbeitgeber in


vertrauensvoller Zusammenarbeit zum Wohle der
Belegschaft und des Betriebes zusammenzuarbeiten.

Diese Zusammenarbeit ist im Betriebsverfassungsgesetz


geregelt.

• Er unterliegt der Friedenspflicht

• Der Betriebsrat bildet auch eine Einigungsstelle zur


Beilegung von Meinungsverschiedenheiten

Betriebsrat.com

Sackmann Seite 102


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Der Betriebsrat

 Die Vorraussetzungen:
In Betrieben mit mindestens 5 ständig wahlberechtigten
Arbeitnehmern/Innen, von denen drei wählbar sein müssen,
kann ein Betriebsrat gegründet werden.

 Wahlberechtigt sind (aktives Wahlrecht):


jeder volljährige Arbeitnehmer und Azubi des Betriebes
unabhängig der Dauer der Betriebszugehörigkeit
(bei Leiharbeitern ab 3 Monate)

 Wählbar ist (passives Wahlrecht):


Volljährige Arbeitnehmer, die dem Betrieb länger als sechs
(6) Monate angehören

 Amtszeit:
Die Amtszeit beträgt 4 Jahre

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Der Betriebsrat

Anzahl
Betriebsratsvertreter:

Bei 5 bis 20 wahlberechtigten


Arbeitnehmern, kann 1
Mitglied gewählt
werden…..usw.

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Mitbestimmungsrechte z.B.:

 Fragen der Ordnung  Thema Unfallverhütung


(Sicherung eines ungestörten Arbeitsablaufs,
reibungslosen Zusammenleben und allgemeingültigen
Verhaltensregeln)  Ausgestaltungen der
Sozialeinrichtungen
 Arbeitszeit und
Pausenregelung  Festsetzung von Akkord-
und Prämiensätzen
 Zahlung Arbeitsentgelte
 auf das betriebliche
 Urlaubsregelung Vorschlagswesen
 Einführung und Anwendung
technischer Einrichtungen zur
Überwachung der
Arbeitnehmer/Innen
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Der Betriebsrat muss informiert werden bei:

• Der Planung von betrieblichen Räumen

• Der Planung von technischen Anlagen und Fertigungsverfahren

• Fragen der Arbeitsplatzumgebung

• Personellen Einzelmaßnahmen

• Einstellung von Mitarbeitern und Auszubildenden

• Eingruppierungen, Umgruppierungen, Versetzungen

• Kündigungen

In diesen Fällen hat er das Recht, seine Zustimmung zu verweigern!


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Die Jugend- und Auszubildendenvertretung
JAV
Jugend- und Auszubildendenvertretung JAV

Kann gegründet werden:

In Betrieben (in denen ein Betriebsrat besteht) mit mindestens 5

Arbeitnehmern, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben

oder die zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind und das

25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können Jugend- und

Auszubildendenvertreter gewählt werden.

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Jugend- und Auszubildendenvertretung

• Wählbar (können gewählt werden):


Sind alle Arbeitnehmer des Betriebes, die das 25. Lebensjahr noch
nicht vollendet haben. (min. 6 Monate Betriebszugehörigkeit)

• Wahlberechtigt (können wählen):


Sind alle Arbeitnehmern, die das 18. Lebensjahr noch nicht
vollendet haben oder sich in Ihrer Berufsausbildung befinden und
das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

• Amtszeit
2 Jahre

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Jugend- und Auszubildendenvertretung

• Die Organisation der (JAV) Wahl ist Aufgabe des


Betriebsrates.

• Auch hier richtet sich die Anzahl der Mitglieder nach


Anzahl der wahlberechtigten Arbeitnehmern.
5-20 Wahlberechtigte: 1 JAV-Mitglied
21-50 Wahlberechtigte: 3 JAV-Mitglieder…. usw.

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Es lohnt sich zu kandidieren!

• Während und bis zu einem Jahr nach Ende der Amtszeit in


der Jugendvertretung besteht ein besonderer
Kündigungsschutz. (Ausnahme – wichtiger Grund)

• Regelanspruch: nach Beendigung der Ausbildung auf


Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis!

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Maßnahmen JAV

• Beantragung von Maßnahmen zur Berufsausbildung beim


Betriebsrat

• Überwachung der Durchführung der zugunsten der Jugendlichen


und Auszubildenden geltenden Gesetze, Verordnungen,
Unfallverhütungsvorschriften, Tarifverträge und
Betriebsvereinbarungen

• Entgegennahme von Anregungen der Jugendlichen in Fragen der


Berufsbildung

• Die Jugendvertretung hat keine Möglichkeit der unmittelbaren


Einwirkung auf die Geschäftsführung eines Unternehmens,
sondern kann nur über den Betriebsrat Einfluss nehmen

Film JAV

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Übung zu „Mitbestimmungsrechte in der
Berufsausbildung“
• Seite 50.
Bitte bearbeiten Sie Aufgabe 2.1 und Aufgabe
2.2 in Ihren ZWH Unterlagen!

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