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Die Vorgeschichte der

deutschen Sprache.
Die germanischen Stämme
• Nordgermanen
• Die skandinavischen Stämme.
später die Dänen, die Schweden, die Norweger und die
Isländer
• Westgermanen
• elbgermanische Stämme (Sueben): Markomannen, Quaden,
Hermunduren, Semnonen und Langobarden
• nordseegermanische Stämme (bei Tacitus Ingävonen ):
Chauken, Angeln, Warnen, Friesen, und Sachsen
• rheinwesergermanische Stämme (Istväonen): Cherusker,
Bataver, Brukterer, Chamaven, Chattuarier, Chatten, Ubier,
Usipeter, Sigambrer, Angrivarier und Tenkterer
• Ostgermanen
• Ursprünglich Goten, Vandalen, Burgunder, Heruler,
Skiren, Bastarnen, Rugier, Gepiden und andere.
Germanische Sprachen
Nl. vader vier vol huis bruin muis
Dt. Vater vier voll Haus braun Maus
Eng. father four full house brown mouse
Fri. fjou fol hûs brún mûs
Schw. fader wer full hus brun mus
Dä. fader fyra fuld hus brun mus
No. far fire full hus brun mus
Isl. fair fire fullur hús brúnn mús
fjórir

Ahd-1
Völkerwanderung
Die alten Germanen
Geschichtliche Hintergründe
 Im 1. Jh. v. Chr. - die Begegnung der hochentwickelten Zivilisation der Römer mit den germanischen Stämmen
 Tacitus: Germania: die erste Erwähnung der Germanen
 Poseidonius, Caesar, Sallust, Plinius, Plutarch
 Germanen: die Sippe (erweiterte Verwandtschaftsbeziehungen), Landwirtschaft, ein wenig Handel,
eine naturnahe Religion (verschiedene Götter)
Römer und Germanen
 Germanische Provinzen der Römer: Gründung der Städte Colonia Agrippinensis (Köln), Mogontiacum (Mainz),
Augusta Treverorum (Trier)
 Die Teilung des Imperiums
 Die westliche, lateinische Reichshälfte brach auseinander, die Kirche überlebte, Hüterin der lateinischen
Sprache und des kulturellen Erbes der Römer
Völkerwanderung (2-5. Jhrh)
 Goten › Italien, Spanien
 Wandalen › Nordarfika
 Angeln & Sachsen › England
 Franken & Burgunder › Frankreich
 Alemannen & Bajuwaren › Süddtld, Österreich, Elsass, Schweiz
 Hunnen aus Asien › Europa
Ostgermanen
 Versuch, das römische Reich wiederherzustellen: das Gotenreich Theoderichs (473-526), Hauptstadt Ravena in
Italien
Die Karolinger
 Dynastie, von der Elbe bis nach Spanien
 Der fränkische König Karl der Große (768-814) vom Papst in Rom zum Kaiser gekrönt
 Klöster, fränkische u. lateinische Tradition, Heldenlieder der Germanen gesammelt u. niedergeschrieben
URGERMANISCH
(ca 2000 v.Chr.– 500 n. Chr.)

• die erste Lautverschiebung


• der Akzentwandel
• die Vereinfachung des ide. Endungssystems und die
Entwicklungvom syntetischen zum analytischen
Sprachbau
• die Systematisierung des Ablauts bei den starken Verben
• die Herausbildung der schwachen Adjektivflexion
Die 1. (germanische) Lautverschiebung
(das Grimmische Gesetz)
Jakob Grimm, 1822

1. ide. sth. germ. stl. 2. ide. sth. germ. sth.


Explosivlaute Verschlußlaute behauchten Frikativlaute
Verschlußlaute
b > p
bh > b
d > t
dh > d
g > k
gh > g

ide. stl. germ. stl. ide. stl. germ. sth.


3. Verschlußlaute Frikativlaute Verschlußlaute Frikativlaute

p > f p > b
t > þ t > d

k > h k > g
Das Substantiv besaß im Ide. die grammatischen
Kategorien des Genus, des Numerus und des Kasus.

Die Struktur des Wortes bestand im Ide. aus 3


Morphemen:

Wurzel + stammbildendes Suffix + Kasusendung


lup - o - s
 Man unterscheidet:
• Vokalische Stämme:
o-Stämme lat. lup-us (< lupos), gr. lyc-o-s
a-Stämme lat. equ-a, lit. asv-a
u-Stämme got. sun-us
• Konsonantische Stämme:
n-Stämme lat. nomen, ukr. ім’я
r-Stämme lat. mater, ukr. мати – матері
Ahd-1
Zeitliche Gliederung des Deutschen

 Vordeutsch 5. Jhrh. – 750


 Althochdeutsch 750 – 1050
 Mittelhochdeutsch 1050 – 1350
 Frühneuhochdeutsch 1350 – 1650
 Neuhochdeutsch 1650 – heute