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Deutsche Sprachgeschichte

1. Gegenstand der deutschen Sprachgeschichte.


2. Die deutsche Gegenwartssprache, ihre
Existenzformen und die nationalen Varianten der
deutschen Sprache.
3. Verwandtschaftsbeziehungen der deutschen Sprache.
4. Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte.
5. Vorgeschichte der deutschen Sprache.
6. Das Werden der deutschen Sprache.
Das Wort "deutsch ".
• Die deutsche Sprachgeschichte ist ein interdisziplinär orientiertes
Fach und gilt als Verbindungsglied zwischen dem Indoeuropäischen
und Latein über das Urgermanisch bis zur modernen Sprache – dem
Gegenwartsdeutsch.
Moderne Fragestellungen der Allgemeinen Sprachwissenschaft und
Theoretischen Linguistik werden auf germanische und deutsche
Sprachen übertragen, die ihrerseits den beiden genannten
Disziplinen sprachliches Material liefern. Berührungen ergeben sich
weiterhin mit anderen historischen und philologischen Fächern wie
der Klassischen Philologie, der Germanistik, der Anglistik, der
Nordistik, der Alten Geschichte, der Archäologie, der Vor- und
Frühgeschichte. Exemplarisch seien hier einige fächerübergreifende
Themenstellungen aufgelistet: Grundlagen der Allgemeinen
Sprachwissenschaft, Richtungen der Sprachtypologie, theoretische
Grammatikmodelle am einzelsprachlichen Beispiel (darunter das
Neuhochdeutsche), Probleme der Phonologie, Morphologie, Syntax
und Semantik, kulturgeschichtliche Fragestellungen
Gegenstand der deutschen Sprachgeschichte

• Gegenstand der Forschung und des Studiums sind die


deutsche Sprache bis zu den jeweils ausführlich
dokumentierten ältesten Sprachstufen. Im Laufe des
Studiums sollen fundierte Kenntnisse in historischer
Phonologie und Morphologie aller Stufen der deutschen
Sprache - darunter des Althochdeutschen,
Mittelhochdeutschen, Frühneuhochdeutschen und
Neuhochdeutschen erworben werden.
• Die Hauptaufgabe des Lehrgangs ist die Betrachtung der Entwicklung
der Sprache im engen Zusammenhang mit der Entwicklung des
deutschen Volkes und der Geschichte.

• Gegenstand der deutschen Sprachgeschichte


Die Geschichte der deutschen Sprache ist ein Teil der Germanistik. Sie
erforscht und beschreibt aus diachronischer Sicht das phonologische
System, den grammatischen Bau, den Wortschatz und das System der
Stile der deutschen Sprache.
Ihr Forschungsgebiet sind einerseits die konstanten Charakteristiken
des Sprachsystems, andererseits - die Dynamik und die Haupttendenzen
der Sprachveränderung. Gegenstand der Sprachgeschichte sind
außerdem die Existenzformen der deutschen Sprache, ihr
sozialhistorisch bedingter Wandel und das Werden der modernen
deutschen Nationalsprache.
Diachronie – [dia – durch]; [chronos – Zeit] — Darstellung der
geschichtlichen Entwicklung einer Sprache
• Die Aufgaben des Lehrgangs:
1) sprachliche Prozesse zu erklären, welche die deutsche Sprache zu
dem heutigen Zustand gebracht haben;
2) den systematischen Charakter der historischen Wandlungen in der
Sprache und den Charakter der Zusammenhänge zwischen den
Veränderungen im phonetischen und grammatischen Sprachbau
aufzudecken;
3) sprachliche Erscheinungen zu erklären, die heute Überreste der
ehemaligen Perioden der Sprachgeschichte sind;
4) die Beziehungen zwischen der Geschichte der deutschen Sprache
und der Geschichte der deutschsprachigen Gesellschaft zu
verfolgen.
Die deutsche Gegenwartssprache
Deutsch ist
• eine der Kultursprachen der Welt
• Staatssprache in Deutschland , Österreich und Liechtenstein eine der
vier offiziellen Sprachen in der Schweiz und eine der Sprachen in
Luxemburg.
• Für über 110 Millionen Menschen ist Deutsch die Muttersprache
und noch für etwa 110 Millionen Menschen ist Deutsch Amts- und
Verkehrsprache. (Das ist etwa die sechstgrößte Sprachgruppe der
Welt neben Chinesisch, Englisch, Spanisch, Französisch, Russisch)
• Existenzformen der deutschen Gegenwartssprache:
1) die gemeindeutsche nationale Literatursprache,
2) deutsche Territorialdialekte (Lokalmundarten),
3) städtische Halbmundarten und Umgangssprache.
Verwandtschaftsbeziehungen
der deutschen Sprache.
 Beispiel „MUTTER“

• engl. mother
• anord. môdir
• lat. mâter idg. *mâtèr-
• griech. mêtêr (Rekonstruktion)
• ukr. mâteri (Gen.)
• aind. mâtàr-

• vgl. dagegen: baskisch „hiru“, ungarisch


„hàrom“, finnisch „kolme“
Die Urprache - Indoeuropäisch (Indogermanisch).
Das Urfolk, Indoeuropäer.
Idogermanische Wanderung - um 2500 v. Chr.

Indoeuropäisch: keine schriftliche Urkunde.

z.B. *gel (ide.), geln (lat.), kalt (dt.), холод (ukr.)


Die rekonstruierten Formen werden immer mit
dem Sternchen * gekennzeichnet.
Indoeuropäisch

Spracjgeschichte
Deutsche
ТНПУ Бияк Н.Я
Indoeuropäische Sprachfamilie

germanisch schwedisch tre är


deutsch drei ist Mutter
englich three is mother
baltisch litauisch trys esti motyna
slawisch polnisch trzy jest matka
ukrainisch три єсть мати
keltisch altirisch trî as
italisch lateinisch três est mâter
französisch trois est
griechisch treis esti mêtêr
indisch altindisch trayas asti mâtâr
finnisch kolme on
hebräisch salos (hove)
Indoeuropäische Sprachfamilie

Tocharisch  Thrakisch  Hethisch 


Illyrisch  Pelasgisch  Venedisch  Phrigisch 

Griechisch Romanisch Keltisch

Iranisch
Indoeuropäisch Slawisch

Indisch Baltisch

Armenisch Urgermanisch Albanisch

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