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AF KRISEN-TOOLBOX 

    ALEX DÜSSELDORF FISCHER 

Disclaimer / Haftungsausschluss 
 
Die  Erstellung  dieses  Dokumentes  erfolgte  mit  höchster  Sorgfalt,  dennoch  behalten  wir  uns 
ausdrücklich Änderungen, Irrtümer, Auslassungen und Fehler vor.  
 
Dieses  Dokument  gibt  unsere  persönlichen  Erfahrungen  und  Interpretationen  der 
Rechtsprechung,  Literatur,  Gesetze  und  rechtlichen  Kommentare  wieder.  Es  basiert  auf 
unserem  Wissensstand  zum  Zeitpunkt  der  Erstellung.  Aktuelle  Änderungen  der  gesetzlichen 
Lage sind jederzeit möglich. Dies kann auch rückwirkend geschehen.  
 
Eine  Nachsorgeverpflichtung  (die  Pflicht, dass wir über eventuell später eintretende rechtliche 
oder  tatsächliche  Veränderungen  oder  neue  Erkenntnisse  zu  informieren  haben)  besteht 
nicht.  
 
Die  Zurverfügungstellung  dieses  Dokumentes  führt  weder  zu  einer  vertraglichen  Bindung, 
noch  wird  eine  sonstige  Haftung  gegenüber  dem  Empfänger,  Zuschauer  oder  Dritten 
begründet. 

 
 
In Kooperation mit 

 
 
 
   

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AF KRISEN-TOOLBOX      ALEX DÜSSELDORF FISCHER 

Diese Informationen aus meiner KRISEN-TOOLBOX 


könnten eventuell auch noch hilfreich sein  
 
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Krisen Survival Package 
(Das Unternehmerhandbuch zur Krisenbewältigung) 
 
Krisen Situations-Checklisten 
(Mit Schritt für Schritt Anleitungen durch die Krise) 

Welche Banken sind in dieser Krise noch sicher? Welche solltest Du unbedingt meiden? 
(Wie kann ich Geldwerte und Barmittel vor Bankencrash, Liquidation etc. effektiv absichern?) 
 
Wohin kann man in der Corona Krise (je nach Risikobereitschaft) überhaupt noch 
investieren? 
(Theorie UND Praxis: Börse, Immobilien, (strategische) Beteiligungen etc.) 
 
Wie nutze ich die aktuelle Krise als Chance für Investments?  
(Börse, DAX, ETFs, Immobilien, Krisen Gewinner etc.) 

Wie werden sich die einzelnen Immobilienmärkte in/nach dieser Krise entwickeln? 
(Chancen und Risiken - “Behind the scenes”- Einblicke) 
  
Mietverluste in der Corona Krise? So gehst Du damit um... 
(Prävention, Abwehr, Gefahren, Chancen) 
 
Wie sichere ich meine Immobilien und Vermögen vor staatlichem Zugriff ab?  
(Zwangshypotheken, Enteignung, Bankenrettung etc.) 
 
Kostenloses Buch: “Reicher als die Geissens” 
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jeweils aktuellste Version, wenn wir Anpassungen vornehmen: 
 
Einzelhandel  und  Gastronomie:  Versicherung  zahlt  nicht  für  Betriebsschließung?  Hier 
bekommst Du Hilfe! 
(So können sich Einzelhändler und Gastronomen wehren) 

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Inhaltsverzeichnis 
 

Warum ich dieses Booklet geschrieben habe 5 


Meine sieben Krisen 5 
Ohne meine damaligen Mentoren wäre ich heute am A…. 5 
Es geht oft um Millimeter 5 
Mein Schwur am Tiefpunkt 6 
Was mich bewegt und zugleich ärgert 6 
Vier Jahre, die mir heute zugute kommen 7 
 
Überblick 8 
Welche Versicherungen stehen aktuell zu ihrem Wort? 8 
Musterschadesnmeldung inklusive Checkliste 9 
Diesen Deal habe ich für dich ausgehandelt 9 
FAQ Corona und Betriebsschließungsversicherung 10 
FAQ-Liste mit weiteren Informationen zur Coronakrise für Arbeitgeber 14 
Musterschadensmeldung 18 
Bonuskapitel & weitere kostenlose Informationen für dich 20 
   

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AF KRISEN-TOOLBOX      ALEX DÜSSELDORF FISCHER 

Warum ich dieses Booklet geschrieben habe 

Meine sieben Krisen 


Ich  habe in diesem Leben bereits sieben große Krisen mitmachen müssen. Zwei davon waren 
extern  (Dotcom-Krise  im  Jahr  2000  und  Lehman  Brothers-Pleite  im  Jahr  2009  mit 
anschließender Finanzkrise), fünf Krisen davon trafen mich eher persönlich.  
 
So  bekam  ich  im  Jahr  2003  von  heute  auf  morgen  einen  voll besicherten Kontokorrentkredit 
über 200.000 Euro gekündigt, der dummerweise komplett ausgeschöpft war.  
 
Ich  wurde  in  die  “Abwicklungsabteilung” der Bank geschickt (dort landen die Fälle, die bereits 
“abgeschrieben”  sind)  und  somit  war  meine  ganze  Existenz  bedroht.  Denn  als 
Immobilieninvestor  und  Initiator  von  Immobilienprojekten  hätte  ich  mit  einem  drohenden 
Schufa-Eintrag natürlich einpacken können. 
  Ich  habe  eine  Scheidung  hinter  mich  gebracht,  wurde  von  Geschäftspartnern  betrogen  und 
von  Führungskräften  in  schweren  Zeiten  im  Stich  gelassen.  Ich  erzähle  dir  diese  „traurige 
Geschichte“, nicht um Mitleid zu bekommen, sondern weil ich dir eine Sache vermitteln will: 

Jede dieser Krisen war (als sie stattfanden) dramatisch und niederschmetternd für mich.  

Ohne meine damaligen Mentoren wäre ich heute am A…. 


Da  ich  allerdings  ein  paar  wirklich  gute  Mentoren  hatte,  die  mir  die  richtigen Fragen stellten, 
meinen  Blick  auf  die  richtigen  Dinge  richteten  und  auch  die  richtigen  Antworten  gaben,  kam 
ich aus jeder Krise sogar noch gestärkt hervor. 
  
Und  glaube  mir,  ich  kenne  das  Problem,  wenn  du  keine  Ahnung  hast,  wovon  du  deine 
Rechnungen  oder  Mitarbeiter  bezahlen  sollst.  Ich  weiß,  wie  sich  Existenzangst  anfühlt  und 
wie  der  Puls  steigt,  weil  man  Angst  hat,  dass  die  EC-Karte  nicht  mehr  aus  dem  Automaten 
herauskommt. 

Heute,  rückblickend  auf  meine  28  Jahre  Unternehmer-  und  Investoren-Dasein,  kann  ich  eine 
Sache von mir behaupten:  
 
Ich  kenne  inzwischen  die  Business  Welt  von  oben,  von  unten  und  auch  in  sehr  stürmischen 
Zeiten.  Man  könnte  sogar  sagen,  dass  ich im Feuer diverser Krisen zu dem geschmiedet wurde, 
was ich heute bin.  

Es geht oft um Millimeter  


Eine  Sache  haben  mich  meine  7  Krisen  gelehrt  -  Du  hast  drei  Möglichkeiten,  die  meist  nur 
Millimeter auseinander liegen: 
 

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AF KRISEN-TOOLBOX      ALEX DÜSSELDORF FISCHER 

● Die erste Möglichkeit ist es, einfach irgendwie durch die Krise hindurchzukommen.  
● Die zweite Möglichkeit ist, als strahlender Sieger daraus hervorzugehen.  
● Die dritte Möglichkeit ist leider oft die völlige Zerstörung.  
 
Die  gute  und  zugleich  schlechte  Nachricht  ist:  Diese  drei  Varianten  liegen  oft  nur  wenige 
Millimeter  oder  ein  paar  Grad  auseinander.  Bei  mir  war  es  oft  nur  ein  letztes  Stückchen 
Anstrengung oder eine Idee in letzter Minute, die den Unterschied ausmachten. 
 
Das  Wort  Krise  kommt  aus  dem  Griechischen  “crisis”  und  bedeutet  so  viel  wie 
„Wendepunkt“,  „Entscheidungspunkt“  oder  auch  „Neuanfang“.  Die  Frage  lautet  also: 
“Bekomme ich, wenn die Dinge außer Kontrolle geraten, die Kurve?”

Mein Schwur am Tiefpunkt 


Ich  wende  mich  mit  diesem  Booklet  heute  an  dich,  da  ich  dir  etwas von meinen Erfahrungen 
und  Learnings  aus  Krisenzeiten  mitgeben  möchte.  Learnings  und  Erfahrungen,  welche  mich 
(im Nachhinein betrachtet) sehr erfolgreich durch meine großen Krisen gebracht haben.  
 
Ich  hätte  es  damals  ohne  die  Hilfe  meiner  Freunde,  Geschäftspartner  und  teils  sehr  weisen 
Mentoren  niemals  geschafft.  Und  gerade  in  der  schwierigsten  der  schwierigen  Zeiten,  an 
meinem  absoluten  Tiefpunkt,  habe  ich damals etwas entschieden. Ich schwor mir: „Wenn ich 
es  schaffen  sollte,  hier  wirklich  wieder  herauszukommen, dann gelobte ich vor Gott, dass ich 
irgendwann das zurückgeben werde, was ich einst an erfolgreicher Hilfe bekam“.  
  
Diesen heiligen Schwur von damals möchte ich jetzt, heute und hier einlösen.  

Was mich bewegt und zugleich ärgert 


Das  allein  ist  es  aber  nicht.  Es  ist  mir  tatsächlich  eine  Herzensangelegenheit, Selbständige, 
Freiberufler  und  Unternehmer  zu  unterstützen.  Unternehmer  sein ist für mich keine Frage des 
Berufsverhältnisses,  sondern  eine  Frage  der  Einstellung.  Bin  ich  passiver  Zuschauer  oder 
unternehme ich etwas? 
 
Ich  glaube  nämlich  fest  daran,  dass  Selbständige  und  Unternehmer,  die  auf  eigenes  Risiko 
etwas  erschaffen,  um  ihre  Vision  zu  realisieren,  tatsächlich  diejenigen  sind,  die  die  Welt  auf 
ihren Schultern tragen.  
 
Die  Unternehmer,  Freiberuflichen  und  Selbständigen  sind  es,  die  tatsächlich  die  Welt  zum 
Besseren verändern können. Sie tun es täglich und werden es auch in Zukunft immer tun.  
 
Es  sind  die  Selbständigen  und  Unternehmer,  die  am  meisten  vernachlässigt  und  oft  sogar 
bestraft  werden.  Die  Konzerne  bekommen  die  Zuschüsse,  Steuervorteile  und  Staatshilfen, 
die Angestellten die sozialen Sicherungssysteme. Was bekommen die “Macher”? 

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Fährst  du  nach  endlosen  Arbeitsstunden  ein  dickes  Auto, so schlägt dir Sozialneid entgegen, 


scheiterst  du  mit  einem  riesigen  Schuldenberg,  so  gibt  es  Häme.  Anerkennung? 
Pustekuchen! 
 
Ich möchte Dir diese, Dir zustehende, Anerkennung geben. Als jemand, der etwas unternimmt 
und nicht einfach “zuschaut”, will ich Dich unterstützen, so gut ich es zumindest kann. 
  
Wenn  Dir  dieses  Booklet  also  helfen  sollte  und  Dir  etwas  mehr  Stabilität  gibt,  dann  hilf  mir 
bitte  dabei,  auch  andere  Unternehmer  und  Selbständige  zu  stabilisieren,  denn  wir  alle 
hängen voneinander ab. 

Vier Jahre, die mir heute zugute kommen 


Das  Jahr  2007/2008  war  für  mich  damals  ein  sehr  erfolgreiches  Jahr  und  ich  dachte,  es 
ginge  immer so weiter. Die Wirtschafts- und Finanzkrise 2009, eingeleitet durch die Pleite von 
Lehman-Brothers,  hat  mich  damals  eiskalt  erwischt. Meine Kosten waren viel zu hoch, meine 
Margen  zu  gering  und  meine  Prozesse  und  Abläufe  für  eine  Krise  viel  zu  instabil.  Vier  Jahre 
und ein paar graue Haare haben mich die “Aufräumarbeiten” gekostet. 
  
Ich  habe  diese  Krise  überstanden  (so  wie  die  anderen davor) und auch daraus meine Lehren 
gezogen.  Heute  sind  meine  Fixkosten  sehr  niedrig,  ich  habe  genug  Reserven,  um 
Durststrecken  überstehen  zu  können  und  somit  auch  die  Zeit,  dieses  Büchlein  schreiben  zu 
können.  
  
Die  damaligen  Krisen,  die  Hinweise  meiner  Mentoren  und  die  Analysen  der  eigenen  Fehler, 
ließen  mich  Regeln  und  geänderte  Abläufe  aufstellen.  Diese  Regeln  und  Prozesse  sorgen 
heute dafür, dass ich nicht eiskalt erwischt werde und wurde.  
 
Diese  Learnings  und  auch  die  Techniken,  die  mich  durch  die  vergangenen  Krisen  gebracht 
haben  (trotz  mangelnder  Vorbereitung),  möchte  ich  in  diesem  Büchlein,  das  ein  kleiner  Teil 
meiner  kostenlosen  “Krisen  Toolbox”  (https://AF-Krisentoolbox.de)  ist,  mit  dir  teilen.  Es  wäre 
mir  eine  Ehre  die  “wenigen  Millimeter”  oder  “paar  Grad”  zu  deinem  Erfolg  beitragen  zu 
dürfen. 
 
 
Viel Erfolg bei der Umsetzung und ein starkes Rückgrat wünscht dir 
 
 
 
 
Dein 

Alex Düsseldorf Fischer  


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Einzelhandel und Gastronomie: Versicherung zahlt nicht 
für Betriebsschließung? Hier bekommst du Hilfe.

Überblick 
Der Corona-Virus sorgt bei vielen Betrieben für hohe wirtschaftliche Schäden. Betriebe,
Kitas, Schulen, Einkaufszentren oder andere öffentliche Gebäude müssen geschlossen
bleiben. Veranstaltungen werden abgesagt – wie die Internationale Tourismusbörse ITB oder
die Leipziger Buchmesse. Der Verkehr wird eingeschränkt, Gebiete oder einzelne Gebäude
wie Hotels, werden unter Zwangs-Quarantäne gestellt.

Wenn du für dein Geschäft, Firma oder Veranstaltung mit einer Versicherung für diesen Fall
vorgesorgt hast, kannst du dich glücklich schätzen, denn aktuell sind solche Versicherungen
nicht mehr erhältlich.

Aber: Nicht alle am Markt angebotenen und abgeschlossenen Versicherungen haben dieses
aktuell vorhandene Risiko abgedeckt. Oft gibt es auch Unklarheiten, da die Verträge teilweise
nicht ganz eindeutig formuliert sind und die Versicherer aufgrund des hohen Schaden
Volumens versuchen, sich aus ihrer vertraglichen Verpflichtung zu “schleichen”.

Wenn das bei Dir der Fall sein könnte, solltest du dich auf keinen Fall mit einem einfachen
„Das ist von Ihrer Versicherung nicht umfasst...“ abspeisen lassen.

Welche Versicherungen stehen aktuell zu ihrem Wort? 


Zu den Versicherungen, die entstandene Schäden aus Betriebsschließungen und
Betriebsunterbrechungen abdecken, zählen:
● Betriebsausfallversicherung
● Betriebsunterbrechungsversicherung
● Betriebsschließungsversicherung
● Veranstaltungsversicherung bzw. Eventversicherung
 
In  der  Betriebsunterbrechungsversicherung  muss  aber  zumindest  eine  (zusätzliche) 
Deckungserweiterung  für  behördliche  Schließungen  nach  dem  Infektionsschutzgesetz 
vereinbart  sein.  Teilweise  greifen  auch  Deckungserweiterung  auf  sogenannte  unbenannte 
Gefahren. 

Nach unseren Recherchen halten sich aktuell nur die Barmenia, Nürnberger
Versicherung, Signal Iduna und die HDI an ihre Vertragsvereinbarungen. Andere

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Versicherer lehnen meist ab und versuchen sich herauszureden. Verständlich aus Sicht des
Versicherers - eine Frechheit aus Sicht des Gastronomen und Ladenbesitzers.

Die Strategie und Denkweise dahinter ist offensichtlich: Viele Deutsche haben eine gewisse
“Obrigkeitshörigkeit” und sind z.B. nicht so wehrhaft wie die Franzosen. “Wenn also nur 50%
aufgeben, hat sich unsere Schadenssumme halbiert…” dürfte die Denkweise sein.
 
Musterschadesnmeldung inklusive Checkliste 

Eine Musterschadensmeldung und eine Checkliste der benötigten Dokumente findest du im


Anhang.

Diesen Deal habe ich für dich ausgehandelt 


Die  Wirth  Rechtsanwälte  haben  sich  bereit  erklärt,  dir  eine  kostenlose  Ersteinschätzung 
deiner Ansprüche zu geben. Schicke dafür deinen  
- Versicherungsvertrag (vollständig, inklusive aller Anlagen!) 
- und ggf. den Schadensantrag  
- inklusive (falls vorhanden) der Ablehnung  
an  gastroundretail@alex-fischer-duesseldorf.de.  Wir  leiten  es  für  dich  weiter,  damit  es 
bevorzugt  behandelt  wird.  Falls du noch keinen Schadensantrag gestellt hast, bekommst du 
eine kostenlose Vorabeinschätzung, wie groß deine Chancen sind den Fall zu gewinnen.  
 

   

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FAQ Corona und Betriebsschließungsversicherung  

Mein  Betrieb  muss wegen SARS Cov-2 (Corona) geschlossen bleiben. Welche Versicherung zahlt 


meine Schäden?  
Grundsätzlich  tritt  dafür  die  Betriebsunterbrechungsversicherung  oder  eine 
Praxisausfallversicherung  ein.  In  der  Betriebsunterbrechungsversicherung  muss  aber 
mindestens  eine  zusätzliche  Deckungserweiterung  für  behördliche  Schließungen  nach  dem 
Infektionsschutzgesetz  vereinbart  sein.  Teilweise  greifen  auch  Deckungserweiterung  auf 
sogenannte unbenannte Gefahren. 
 
Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit die Versicherung zahlt? 
Das  hängt  von  den  Versicherungsbedingungen  ab,  die  du  vereinbart  hast.  Welche 
Voraussetzungen  vorliegen müssen, kannst du deinen Versicherungsbedingungen entnehmen. 
In  vielen,  wenn  nicht  sogar  den  meisten  Fällen  ist  aber  vereinbart,  dass  die  “zuständige 
Behörde  den  Betrieb  geschlossen  haben  muss”.  In  vielen  Bundesländern  wurde  mit  so 
genannten  "Allgemeinverfügungen"  die  Schließung  bestimmter  Unternehmen,  wie 
Restaurants,  Gaststätten,  Hotels  und  mittlerweile  auch  Friseuren  angeordnet.  Damit  dürfte 
bei einer entsprechenden Versicherung grundsätzlich Versicherungsschutz bestehen. 
 
Reichen  die  bisher erlassenen allgemeinen Anordnungen und/oder Verfügungen zur Schließung 
aus  oder  muss sich die Anordnung zur Schließung konkret an mein Unternehmen richten, damit 
ich Versicherungsschutz habe? 
Auch  das  hängt  von  den  einzelnen  Versicherungsbedingungen  ab  und  ist  gegenwärtig  in 
vielen  Fällen  streitig.  Es  dürfte  in  sehr  vielen  Fällen  aber  so  sein,  dass  allgemeine  und  zum 
Teil  überregionale  Anordnungen  und/oder  Verfügungen  ausreichen,  damit 
Versicherungsschutz  besteht.  In  den  meisten  Versicherungsbedingungen  ist  gerade  nicht 
geregelt,  dass  sich  die  behördliche  Anordnung  und/oder  Verfügung  unmittelbar  an  das 
betroffene Unternehmen richten muss. 
 

Welche  Behörde  ist  zuständig  für  die  Schließung  und  hat  die  Zuständigkeit  “Auswirkung  auf 
meinen Versicherungsschutz”? 
Maßnahmen  zur  Schließung  von  Unternehmen  dürfen  die  Bundesländer  aufgrund  des 
Infektionsschutzgesetzes  (IfSG)  erlassen.  Dort  ist  unter  anderem  auch  geregelt,  dass  die 
jeweiligen  Landesregierungen  durch  Rechtsverordnungen  bestimmen  können,  welche 
Behörden  entsprechende  Gebot  und  Verbote  aussprechen  dürfen.  In  den  letzten  Wochen 
wurden  zahlreiche  Rechtsverordnungen  erlassen,  in  denen  diese  Zuständigkeiten  geregelt 
wurden.  Insoweit  gibt  es  von  Bundesland  zu  Bundesland  unterschiedliche  Regelungen.  Allen 
Regelungen  haben  aber  gemeinsam,  dass  Schließungen  von  Gesundheitsministerien,  den 
Landesregierungen  oder  unteren  Behörden  angeordnet  wurden.  Auf  den  Versicherungsschutz 
hat  die  Zuständigkeit  in  der  Regel  keine  Auswirkung,  weil  sämtliche  Schließungen  von  den 
“zuständigen Behörden” angeordnet wurden. 
 
In  meinen Versicherungsbedingungen wird SARS Cov-2 (Corona) nicht aufgelistet. Wie wirkt sich 
das auf meinen Versicherungsschutz aus? 

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In  den  meisten  Fällen  dürfte  das  keinen  Einfluss  auf  den  Versicherungsschutz  haben.  Auch 
hier  muss  man aber sehr genau in die Versicherungsbedingungen schauen oder diese besser 
durch  einen  Profi  prüfen  lassen.  Es gibt Versicherungsbedingungen, die nur pauschal auf das 
Infektionsschutzgesetz  (IfSG)  verweisen  und  Versicherungsschutz  bieten,  wenn  eine  in 
diesem  Gesetz  genannte  meldepflichtige  Krankheit  zu  einer  Schließung  führt.  Dann  dürfte 
dem Grunde nach Versicherungsschutz bestehen.  
 
Daneben  gibt  es  aber  Versicherungsbedingungen,  die  auf  das  IfSG  verweisen  und  dann 
zusätzlich  in  den  Bedingungen  bestimmte Krankheiten auflisten, die versichert sein sollen. In 
dieser  Auflistung  ist  SARS  Cov-2  (Corona)  regelmäßig  nicht  enthalten.  Einige  Versicherer, 
unter  anderem  die  AXA,  Allianz,  Helvetia,  Gothaer,  nehmen  das  zum  Anlass  die  Deckung 
abzulehnen,  weil  SARS  Cov-2  (Corona)  dort  nicht aufgelistet wurde. In sehr vielen Fälle dürfte 
dieses  Argument  aber  nicht  durchgreifen.  Da  die  Bedingungen  in  den  meisten  Fällen  ganz 
ausdrücklich  Bezug  auf  das  IfSG  nehmen,  bringen  sie  damit  zum  Ausdruck,  dass  die  in 
diesem Gesetz aufgelisteten Krankheiten maßgeblich sein sollen.  
 
Hinzu  kommt,  dass  die  in  den  Versicherungsbedingungen  aufgelisteten  Krankheiten  bis 
Februar  2020  sehr  oft  auch  absolut  deckungsgleich  mit  den  im  IfSG  aufgelisteten 
Krankheiten  waren.  Auch  das  spricht  gegen  eine  abschließende  Regelungen  in  den 
Versicherungsbedingungen.  SARS  Cov-2  (Covid-19)  ist  mittlerweile  eine  nach  dem  IfSG 
meldepflichtige  Krankheit  und  wir  gehen  davon  aus,  dass  auch  diese  Krankheit  in  vielen 
Versicherungsbedingungen  mitversichert  ist  und  die  aktuellen  Aussage  einiger  Versicherer 
angreifbar sein dürften.  

Ein Mitarbeiter ist in Quarantäne. Was muss ich tun? 


Auch  in  diesem  Fall  sollte  die  Betriebsschließungsversicherung  darüber  informiert  werden, 
weil  in  diesem  Fall  oftmals  Lohnkosten  abgesichert  sind.  Bitte denke daran der Versicherung 
Lohnabrechnungen zu übersenden, um die Regulierung zu beschleunigen. 

Welche Anzeigepflichten muss ich beachten? 


Hier  sollte  man  sehr genau seinen Vertrag prüfen oder von einem Spezialisten prüfen lassen. 
Viele  Versicherer  haben  verschiedene  Anzeigepflichten  geregelt,  die  beachtet  werden 
müssen,  um  den  Versicherungsschutz  nicht  zu  gefährden.  Zum  einen  muss  der 
Versicherungsfall,  nämlich  die  Schließung,  unverzüglich  der  Versicherung  angezeigt  werden. 
Zum  anderen  verlangen  aber  auch  einige  Versicherer,  dass  man  entsprechende  Meldungen 
an  die  Behörden  (oft  die  Gesundheitsämter)  vornehmen  muss.  Schließlich  verlangen 
Versicherer  teilweise,  dass  etwaige  Entschädigungsansprüche  nach  dem  IfSG  bei  den 
zuständigen  Behörden  angemeldet  werden.  Das  sollte  ebenfalls  unverzüglich  erfolgen. 
Idealerweise  lässt  du  dich  dazu  von  Anfang  an  durch  einen  spezialisierten  Vermittler  oder 
Rechtsanwalt  (Fachanwalt  für  Versicherungsrecht)  beraten,  um nicht durch Fristversäumnisse 
den Versicherungsschutz zu gefährden. 

Mein  Betrieb  ist  nur  teilweise  geschlossen.  Zahlt  eine  Betriebsschließungsversicherung  dann 
auch? 
Teilweise  zahlen  Betriebsschließungsversicherungen  auch  in  diesen  Fällen.  Das  ergibt  sich 
aus den Versicherungsbedingungen. 

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Was zahlt so eine Betriebsschließungsversicherung? 


Das  kommt  darauf  an,  was  du  vereinbart  hast.  Wenn  ein  Mitarbeiter  wegen  SARS-CoV-2 
(Corona)  in  Quarantäne  ist,  dann  übernehmen  viele  Versicherer  dessen  Lohnkosten,  soweit 
diese  nicht  über  Kurzarbeit  vom  Staat  übernommen  werden.  Wenn  der  ganze  Betrieb 
schließen  muss,  werden  meistens  bestimmte  Tagessätze  für  den  Zeitraum  gezahlt,  den  du 
mit  der  Versicherung  vereinbart  hast.  Einige  Versicherungsbedingungen  sehen  aber  auch vor, 
dass  für  den  im  Versicherungsvertrag  vereinbarten  Zeitraum  die  weiterlaufenden  Kosten  und 
der Gewinn gezahlt wird, der Ihnen im Zeitraum der Schließung entgeht. 
 
Haben Entschädigungsansprüche nach dem IfSG Einfluss auf den Versicherungsschutz?  
Ja.  Teilweise  ist  vereinbart,  dass  keine  Versicherungsleistung  erbracht  wird,  wenn  aufgrund 
der  Schließung  ein  Entschädigungsanspruch  bei  den  entsprechenden  Behörden  besteht.  In 
vielen  Fällen  dürfte  ein  solcher  Entschädigungsanspruch  allerdings  nicht  bestehen.  Selbst 
wenn  so  ein  Entschädigungsanspruch  bestehen  sollte,  ist  in  vielen 
Versicherungsbedingungen  vereinbart,  dass  Versicherungsnehmer  berechtigt  sind,  vom 
Versicherer  ein  zinsloses  Darlehen  in  Höhe  der  Versicherungsleistung  zu  verlangen. 
Hintergrund  dieser  Regelung  ist  es  versicherten  Unternehmen  eine  schnelle  Hilfe  zu 
ermöglichen. 

Die Versicherung hat den Schaden abgelehnt oder reagiert nicht. Was ist zu tun? 
Du  solltest  unbedingt  einen  erfahrenen  Fachanwalt  für  Versicherungsrecht  beauftragen.  Wir 
stehen mit unserem Know How selbstverständlich zur Verfügung! 

Ich habe den Schaden angemeldet und die Versicherung reagiert nicht. Was kann ich tun? 
Setze  deiner  Versicherung  eine  Frist.  In  den  Versicherungsbedingungen  sind  zwar  oft  keine 
Fristen  geregelt  und  auch  die  Rechtsprechung  gesteht  Versicherungen  immer  auch  einen  so 
genannten  Überlegungs-  und  Prüfzeitraum  zu.  Welcher  Zeitraum aber angemessen ist, richtet 
sich  immer  nach  dem  Einzelfall  und  unter  anderem  auch  danach,  wie  komplex  der 
Versicherungsfall  ist.  In  der  aktuellen  Situation  muss  zudem  berücksichtigt  werden,  dass 
Betriebe  und  Unternehmen  sehr schnelle Hilfe benötigen, um ihre Liquidität aufrecht erhalten 
zu  können.  Gemessen  daran  sollten  Regulierungsentscheidungen  sehr  zügig  innerhalb  von 1 
bis  2  Wochen  erfolgen,  zumal  in  den  meisten  Fälle  auch  keine  Sachverständigengutachten 
oder  umfangreiche  Ermittlungen  zum  Versicherungsfall  erforderlich  sein  dürften.  Beachte 
dabei  aber  auch,  dass  alle  Unterlagen  vollständig  an  die  Versicherung  geschickt  werden, 
damit diese über die Leistung zügig entscheiden kann. 

Was muss ich bei der Schadenmeldung beachten? 


Achte  darauf,  dass  du  alle  Anzeigepflichten  und  Obliegenheiten  erfüllst  und  dem  Versicherer 
auch alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung stellst. 
  
Denke bitte unter anderem an folgende Informationen und Unterlagen: 

● unverzüglich  Meldung  des  Versicherungsfalls  (innerhalb  von  1  bis  2  Wochen  nach 


Schließung des Betriebs) 
● unverzüglich  Meldung  der  Schließung  an  das  Gesundheitsamt  und  Geltendmachung 
von Entschädigungsansprüchen 

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● gegebenenfalls  sollten  Lohnabrechnungen  der  von  der  Schließung  betroffenen 


Mitarbeiter übersandt werden 
● gegebenenfalls  sollten  betriebswirtschaftliche  Unterlagen  wie  BWAs  übersandt 
werden,  um  den  entgangenen  Gewinn  belegen  zu  können;  üblich  ist die Übersendung 
der BWAs der letzten drei Geschäftsjahre 
● gegebenenfalls  sollte  die  weiterlaufenden  Kosten  aufgelistet  und  durch 
entsprechende Unterlagen belegt werden 
● bereits  bei  der  Schadenmeldung  empfiehlt  es  sich,  eine  Frist  von  1  -  2  Wochen  zur 
Regulierung des Schadens zu setzen 

Ich bin Versicherungsvermittler. Was muss ich beachten? 


Auch  nach  der  Vermittlung einer Versicherung bist du gegenüber deinen Kunden in der Pflicht. 
Maklerverträge  sind  eben  auch  Dauerschuldverhältnisse  und  werden  in  der  aktuellen 
Situation  nicht  außer  Kraft  gesetzt.  Du  dürftest  in  vielen  Fällen  sogar  verpflichtet  sein, 
proaktiv  auf  Kunden  zuzugehen,  die  von  einer  Schließung  betroffen  sind  und  entsprechende 
Versicherungen  abgeschlossen  haben.  Sprich  daher  deine  Kunden  an  und  sorge  dafür,  dass 
Schadenmeldungen unverzüglich an die Versicherungen weitergeleitet werden. 
  
Denken  bitte  auch  daran,  dass  viele  Betriebe  keinen  Publikumsverkehr  mehr  haben  und leer 
stehen.  Hier  könnte  die  Gefahr  von  Einbrüchen  und  Vandalismus  erhöht  sein,  so  dass  auch 
beispielsweise  die  Geschäftsinhalts-  und/oder  die  Gebäudeversicherung  über  den  Leerstand 
informiert werden sollte. 

 
   

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FAQ-Liste  mit  weiteren  Informationen  zur  Coronakrise  für 


Arbeitgeber 

Wenn  eine  Behörde  die  Schließung  meines  Betriebes  anordnet,  muss  ich  meinen  Mitarbeitern 
weiterhin Lohnfortzahlung leisten? 
Ja,  du  als  Betriebsinhaber  kannst  dir  die  geleisteten  Lohnfortzahlungen  aber  von  der 
zuständigen  Behörde  erstatten  lassen,  §  56  Abs.  5  Satz  1  IfSG.  Du  musst  einen  Antrag  bei 
der  zuständigen Behörde einzureichen, § 56 Abs. 5 Satz 2 IfSG. Außerdem bist du gem. § 56 
Abs. 5 Satz 1 IfSG zur Vorleistung der Lohnfortzahlung verpflichtet. Wenn du nicht vorgeleistet 
hast,  kannst  auch  du  den  Antrag  auf  Lohnfortzahlung  bei der zuständigen Behörde stellen, § 
56 Abs. 5 Satz 3 ifSG.  
 
Muss  ich  als  Arbeitgeber  weiterhin Lohnfortzahlung leisten, wenn ich meine Arbeitnehmer nicht 
beschäftigen  kann  –  in  Folge  von  Auftragsmängeln  und/oder  weil  der  Betrieb  geschlossen 
werden muss?  
Ja.  Erleidest  du  als  Betriebsinhaber  und  Arbeitgeber  einen  Auftragsmangel  (weil  die 
Menschen  wegen  Angst  vor  einer  Pandemie  ihr  Konsumverhalten  einschränken  oder  der 
Betrieb  nicht  mehr  beliefert  wird,  weil  Landesgrenzen  geschlossen  werden  und  die 
Lieferanten  nicht  mehr  anliefern  können,  was  zum  Absatzmangel  führt),  trägst  du  als 
Betriebsinhaber das Betriebs- bzw. Wirtschaftsrisiko. 
 
Wie  hoch  fällt  die  Lohnfortzahlung  für  die  Mitarbeiter  aus,  wenn  durch  Anordnung  der 
zuständigen Behörde mein Betrieb geschlossen bleibt? 
Gemäß  §  56  Abs.  2  IfSG  bemisst  sich  die  Entschädigung nach dem Verdienstausfall. Für die 
ersten  sechs  Wochen  wird  sie  in  Höhe  des  Verdienstausfalls  gewährt.  Vom  Beginn  der 
siebten Woche wird sie in Höhe des Krankengeldes gewährt.  
Ist  ein  Arbeitnehmer  am  Coronavirus  erkrankt,  erhält  er/sie,  wie  in  jedem  anderen 
Krankheitsfall auch, die Lohnfortzahlung gem. § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG). 
 
Erstattet das zuständige Gesundheitsamt auch die Rohkosten der Betriebsunterbrechung? 
Nein. Für den Rohertrag des Geschäfts könnte eine entsprechende Versicherung aufkommen.  
 
(1) Die Betriebskostenversicherung 
Die  Betriebskostenversicherung  kommt  für  die  Kosten  eines  Betriebsausfalls  auf,  wenn 
weder  du  als  Betriebsinhaber, noch ein Approbierter vor Ort ist, sodass der Betrieb durch den 
krankheitsbedingten  Personenausfall  geschlossen  bleibt.  Je  nach  Versicherungsschutz 
können auch Sachschäden mitversichert sein. 
 
(2) Die Berufshaftpflicht- oder Betriebshaftpflichtversicherung  
 
Die  Berufshaftpflicht-  oder  Betriebshaftpflichtversicherung  zahlt  grundsätzlich  nur  bei 
Drittschäden,  also  bei  Schäden  an  einer  dritten  Person.  Solltest  du  wissentlich  mit  dem 
Coronavirus  infiziert  sein  und  steckst  einen  Kunden  bei  der  Ausübung  deiner  beruflichen 
Tätigkeit  mit  dem  Coronavirus  an,  haftet  die  Berufshaftpflicht-  oder 

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Betriebshaftpflichtversicherung  für  die  bei  der  Drittperson  entstandenen  Schäden. Jedoch ist 


der  Versicherungsschutz  für  die  Übertragung  von  Krankheiten  häufig  ausgeschlossen  oder 
eingeschränkt.  
 
(3) Die Inhalts- oder Werteversicherung bzw. die Betriebsunterbrechungsversicherung 
Die  Inhalts-  oder  Werteversicherung  greift  bei  Schäden  der Einrichtung eines Betriebs und ist 
bei  einer  ansteckenden  Krankheit  wie  dem  Coronavirus  nicht  betroffen,  genauso  wie  die 
Betriebsunterbrechungsversicherung.  Wird  dein  Betrieb  wegen  eines  versicherten  Schadens 
geschlossen  –  üblicherweise  Feuer,  Wasser  Sturm  –,  zahlt  die 
Betriebsunterbrechungsversicherung  den  Rohertrag  des  Geschäfts.  In  speziellen  Fällen  einer 
Epidemie/Pandemie  wie  dem  Coronavirus  könnte  die  Betriebsunterbrechung  wegen 
Seuchengefahr  greifen,  die  allerdings  üblicherweise  bei  Betrieben  der 
Lebensmittelverarbeitung abgeschlossen ist, wie z.B. Fleischereien, Metzgereien. 
 
(4)  Solche  Fälle  wie  der  des  Coronavirus  könnten  einen  Fall  für  deine 
Betriebsunterbrechungsversicherung  wegen Seuchengefahr darstellen. Solche Pandemien wie 
der  Coronavirus  zeigen  auf,  dass  die  Betriebsunterbrechungsversicherung  wegen 
Seuchengefahr  für  Betriebe  über solche der Lebensmittelverarbeitung hinaus relevant werden 
könnten.  In  der  Inhalts-  oder  Werteversicherung  sind  solche  Schäden  der 
Betriebsunterbrechungsversicherung grundsätzlich miteingeschlossen. 
 
(5) Die „Force-Majeure-Klausel“ 
In  bestimmten  Versicherungspolicen  kann  eine  „Force-Majeure-Klausel“  inbegriffen  sein. 
Dann  zahlt  die Versicherung die Kosten des Betriebsausfalls, wenn dieser auf höherer Gewalt 
beruht.  Ob  die  Stilllegung  eines  Betriebs  wegen  des  Coronavirus´  unter  dem  Begriff  der 
höheren  Gewalt  im  Sinne  einer  Force-Majeure-Klausel  fällt,  ist  noch  offen.  Dies  müsste  im 
Einzelfall ein Gericht bewerten. 
 
WICHTIG  FÜR  DIE  PRAXIS:  Eine  Versicherung  zahlt  grundsätzlich  nur  in  solchen  Fällen,  in 
denen  ein  Geschäft  aufgrund  einer  behördlichen  Anordnung  geschlossen  wird und sich diese 
behördliche  Anordnung  gegen  das  Geschäft  selbst  oder  den  Inhaber  /  die  Inhaber  selbst 
richtet.  Ist  dein  Unternehmen  nicht  selbst  betroffen,  sondern  ordnet  die  zuständige  Behörde 
regional  die  Schließung  von  Betrieben  an,  kann  möglicherweise  kein  Versicherungsschutz 
bestehen. Dies muss im Einzelfall überprüft werden.  
 
Gibt  es  über  die  bereits  genannten  Versicherungen  hinaus  weitere  Policen,  nach  denen  ein 
Corona-Fall einen Schadensfall für die Versicherung begründet?  
Ja:  die  Lebensversicherung.  Sollte  ein  Kunden  sterben,  zahlt  die  Lebensversicherung  in 
Erfüllung  des Vertrages – irrelevant des Umstandes einer noch nicht dagewesenen Pandemie. 
Das  könnte  dann  zu  einem  Problem  für die Lebensversicherer werden, wenn gerade bei einer 
solchen Epidemie oder Pandemie die Todesfallzahlen plötzlich ansteigen. 
Besteht  seitens  des  Arbeitnehmers  Anspruch  auf  Lohnfortzahlung,  wenn  er/sie  aus  eigenen 
Stücken zu Hause bleibt, beispielsweise aus Angst vor einer Ansteckung?  
Nein.  Ein  Leistungsverweigerungsrecht  besteht  im  Rahmen  einer  Pandemie  nicht.  Ein  Fehlen 
kann  mit  einer  Abmahnung  oder  einer  Kündigung  geahndet  werden.  Als  Arbeitnehmer  darfst 

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du  also  nicht  zu  Hause  bleiben  aus  Angst  vor  einer  Ansteckung.  Je  nach  Person  des 
Arbeitnehmers  und  je  nach  betrieblicher  Situation  können  Plusstunden  abgebaut  / 
Minusstunden aufgebaut oder Urlaub gewährt werden.  
 
Besteht seitens des Arbeitnehmers Anspruch auf Home-Office?  
Nein.  In  diesem  Fall  läge  eine  Arbeitspflichtverletzung  vor.  Allerdings  kannst  du  dich  mit 
deinem  Arbeitgeber  oder  deinen Arbeitnehmern einigen, dass im Home-Office gearbeitet wird. 
Dies  ist  je  nach  Art  und  Inhalt  der Tätigkeiten individuell zu vereinbaren – insbesondere unter 
Bezugnahme auf Datenschutz und Qualität der vorhandenen Arbeitsmittel.  
 
Inwiefern kann Kurzarbeit relevant werden?  
Bei  Kurzarbeit  im  Arbeitsverhältnis  werden  vorübergehend  die  regelmäßigen  Arbeitsstunden 
verringert  –  wegen  eines  erheblichen Arbeitsausfalls. Die Arbeitsagentur stockt den Lohn des 
Kurzarbeiters  um  bis  zu  60%  des  Nettolohns  auf,  welcher  dem  Arbeitnehmer  wegen  der 
Verringerung  der  Arbeitszeit  auf  Kurzarbeit  entgangen  ist,  damit  der  Arbeitnehmer  seinen 
Lebensunterhalt  weiterhin  bestreiten  kann.  Wenn  die  Voraussetzungen  des  §  96  SGB  III 
vorliegen,  kannst  du  als  Arbeitgeber  das  Kurzarbeitergeld  bei  der  Agentur  für  Arbeit 
beantragen.  Rechtfertigungsgründe  für  Kurzarbeit  können  sein:  Die  konjunkturelle  Kurzarbeit 
aufgrund  nicht  gelieferter  Rohstoffe  mithin  der  Einschränkung  der  Produktion  und  des 
Absatzmangels  oder  unabwendbare  Ereignisse  wie  ein  erheblicher  krankheitsbedingter 
Arbeitsausfall  von  Arbeitnehmern,  sodass  deswegen  die  Produktion  eingeschränkt  und 
anderen Arbeitnehmern Kurzarbeit angeordnet wird.  
 
WICHTIG:  Die  Möglichkeit  für  Kurzarbeit  muss  zwischen  Arbeitgeber  und  Arbeitnehmer vorher 
vereinbart  sein;  für  gewöhnlich  im  Arbeitsvertrag  selbst  oder  in  den  Betriebsvereinbarungen 
o.ä. 
Bin ich als Arbeitgeber zu Schutzmaßnahmen hinsichtlich des Coronavirus verpflichtet?  
Ja, die arbeitsrechtlichen Schutzpflichten musst du einhalten. Hinsichtlich des Coronavirus ist 
die  Schutzpflicht  der  Gesundheit  deiner  Arbeitnehmer  betroffen.  Methodisch  könnte  diese 
Schutzpflicht  umgesetzt  werden,  indem  du  Desinfektionsmittel  bereit  stellst  und  deine 
Mitarbeiter über die korrekte Einhaltung der Hygiene belehrst..  
 
Warum sind Epidemien/Pandemien/Virusausbrüche nur in Ausnahmen versichert?  
In  den  Versicherungspolicen sind üblicherweise die standardmäßigen Schäden Feuer, Wasser, 
Sturm,  Diebstahl  abgesichert.  Epidemien,  Pandemien,  übertragbare  Krankheiten,  Seuchen 
sind  unüblich;  in  der  Betriebsunterbrechungsversicherung  wegen  Seuchengefahr  sind  die 
Folgen  einer  Seuche  abgesichert,  allerdings  ist  die  Betriebsunterbrechungsversicherung 
wegen Seuchengefahr gewöhnlich in Betrieben der Lebensmittelverarbeitung zu finden.  
 
Pandemien  gehören  zu  den  Kumulrisiken  der  Versicherer.  Ein  Kumulrisiko  bezeichnet  ein 
Risiko  über  ein  Ereignis,  welches  gleichzeitig  bzw.  in  kurzer  Zeit  bei  vielen  Versicherten  zum 
Schaden  führt.  Hinzu  kommt,  dass  sich  eine  Epidemie  zu  einer  Pandemie  entwickeln  kann, 
die  sich  über  mehrere  Kontinente  streckt  und  im  Gegensatz  zu  Schäden  durch  eine 
Naturkatastrophe  wie  z.B.  Hochwasser,  nicht  regionalbedingt  ist.  Die  Folgen  eines 
Virusausbruchs  verhalten  sich  gegenteilig  zur  Risikostreuung  und  die  Schäden  könnten  die 

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Versicherer  überfordern.  Je  nach  Größe  eines  Versicherungsunternehmens  bieten  manche 


Versicherer  entsprechende  Policen  über  Schäden  eines  Kumulrisikos  nicht  an,  weil  das 
Unternehmen  der  Größe  nach  einem  solchen  Schaden  nicht  begleichen  könnte.  Die  Folgen 
einer Pandemie sind schwer zu kalkulieren.  
 
Darüber  hinaus  bedürfen  betriebliche  Versicherungen  einer  individuelleren  und  abdeckenden 
Prüfung  eines  möglichen  Schadens.  Je  nach  Unternehmen  ist  die  Wahrscheinlichkeit  eines 
bestimmten  Schadens  höher  oder  niedriger.  Außerdem  wird  ein  bestimmter  Schaden  für 
einen  bestimmten  Betrieb  eingeschätzt, sodass diese Einschätzung mit dem nun kalkulierten 
Schaden  individuell  auf  den  Betrieb  berechnet  wurde  –  je  nach  Größe  des  Unternehmens, 
Häufigkeit  der  Lieferungen,  Art  des  Produkts,  etc.  Zudem  stellen  Versicherer  je  nach  Art des 
Unternehmens  und  je  nach  individueller  Versicherungspolice  und  möglicher 
Schadenswahrscheinlichkeit  Anforderungen  an  ein  Notfall-Management  mit  regelmäßiger 
Überprüfung und Übung. 
   

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Musterschadensmeldung   
Absender 
 
Empfänger (Versicherer)   
Ort, Datum  
 
Betreff: Versicherungsscheinnummer und (soweit vorhanden) Schadennummer  
 
 
Sehr  geehrte  Damen  und  Herren,  in  der  Anlage  sende  ich/senden  wir  Ihnen  die 
Schließungsanordnung  des  (…)  und  melde/melden  Ihnen  die  Schließung  meines/unseres 
Betriebs/meiner/unserer  Firma.  Ich  bitte/Wir  bitten  Sie  um  sehr  zügige  Prüfung  sowie 
Regulierung des Versicherungsfalls, da meine/unsere Existenz bedroht ist.  
 
Ausweislich  der  mir/uns  vorliegenden  Versicherungsbedingungen  liegt  ein  versichertes 
Ereignis vor. 
I. 
Zunächst  dürfte  die  Schließung  meines/unseres  Geschäftsbetriebs  im  Sinne  der 
Versicherungsbedingungen  unproblematisch  gegeben  sein.  Ich  verweise/Wir  verweisen 
insofern  auf  die  beigefügte  Schließungsanordnung/Verordnung  des  Landes  (…).  Aufgrund 
dieser  Anordnung  ist  mein/unser  Geschäftsbetrieb  seit  dem  (…)  eingestellt.  Eine 
Wiederaufnahme ist momentan noch nicht absehbar. 
 
Die  Schließung  erfolgte  zudem  aufgrund  einer  im  Infektionsschutzgesetz  genannten 
meldepflichtigen  Krankheit  (§  6  Abs.  1  s)  IfSG),  da  nach  meinem/unserem  Verständnis  das 
Corona-Virus  (COVID-19)  mit  Wirkung  zum  01.02.2020  in  das  Infektionsschutzgesetz 
aufgenommen wurde. 
 
Ich  verstehe/wir  verstehen  die  Versicherungsbedingungen  so,  dass  Sie  für  alle  Krankheiten 
Versicherungsschutz gewähren wollten, die nach diesem Gesetz meldepflichtig sind.  
 
II. 
 
 
Alternative  1:  Versicherungsleistung  Tagessatz  Soweit  der  Vertrag  die  Versicherungsleistung 
als  Tagesentschädigung  vorsieht,  bitte  ich/bitten  wir  um  Auszahlung  der  bislang 
entstandenen Ausfalltage. 
 
 
 
Alternative  2:  Versicherungsleistung  Betriebsunterbrechungsschaden  Soweit  als 
Versicherungsleistung  der  konkret  zu  beziffernden  Ausfallschaden  vereinbart  ist,  überreiche 
ich/überreichen  wir:  •  eine  Auflistung  der  laufenden  Kosten  inklusive  Belegen,  •  BWAs  der 
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letzten  zwei  Jahre,  denen  Sie  einen  durchschnittlichen  monatlichen  Gewinn  Monat  von  (…) 
EUR entnehmen können. 
 
 
 
Höchst  vorsorglich  und hilfsweise verlange ich/verlangen wir einen angemessenen Vorschuss 
auf die zu erwartende Versicherungsleistung, der mindestens (…) EUR betragen sollte.  
 
Weiterhin  hilfsweise  verlange  ich/verlangen  wir  die  Gewährung  eines  zinslosen  Darlehens  in 
Höhe  der  zu  erwartenden  Versicherungsleistung.  Etwaige  Entschädigungsansprüche  habe 
ich/haben  wir  bereits  beim  örtlichen  Gesundheitsamt  angemeldet.  Das  entsprechende 
Schreiben füge ich/fügen wir bei. 

Bitte  teilen  Sie  mir/uns  innerhalb von drei Tagen ab Zugang dieses Schreibens bei Ihnen mit, 


welche  weiteren  Unterlagen  und  Informationen  Sie  noch  benötigen.  Andernfalls  gehe 
ich/gehen  wir  davon aus, dass alle Unterlagen vollständig sind und die Versicherungsleistung 
damit fällig geworden ist. 

Bitte  haben  Sie  Verständnis  dafür,  dass  mir/uns  aufgrund  der  finanziellen  Situation  ein 
weiteres  Zuwarten  nicht  möglich  ist.  Aufgrund  der  Geschäftsschließung  fallen  täglich 
Einnahmen  aus,  indes  sind  weiterhin  die  laufenden  Kosten  zu  bedienen.  Es  handelt  sich 
insofern um eine existenziell gefährliche Situation. 

Ich setze/Wir setzen Ihnen daher eine Frist zur Zahlung bis zum (...) hier eingehend. 

Für Rückfragen stehe ich/stehen wir Ihnen jederzeit – gern auch telefonisch – zur Verfügung.  

Mit freundlichen Grüßen

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Dieses Buch widme ich meinem tollen und
extrem wissbegierigen Sohn Tom Fischer.

Schön, dass es dich gibt und du da bist.

Meiner geliebten Tochter widme ich dann das nächste Buch ... ;)
INHALT

Einführung 11

Eine wirklich wichtige WARNUNG 17

TEIL 1: Mindset & wichtiges Wissen als 20


Unternehmer deines Lebens

01 Deine persönlichen Immobilienmöglichkeiten 23

02 Macht Geld (wirklich) glücklich? 27

03 Warum dein Mindset (fast) der wichtigste Faktor ist 37

04 Was ist Mut? 39

05 Wie dein Verstand auswertet und welche Streiche er dir 43


dabei spielt

06 Das Glück liegt außerhalb der Komfortzone 51

07 Was ich anhand von Verkehrsregeln fürs Leben lernen 55


konnte

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Inhalt

08 Wenn du das Gleiche machst wie alle anderen 63

09 Kenne dein Warum 71

10 Was ist Geld und warum haben die meisten keines? 77

11 Wie du deinen Purpose (Ziel im Leben, Berufung, 87


Bestimmung) findest

12 Über Zeitverschwendung, Geduld und unnötigen Stress 101

13 It’s a „Hell yeah, baby!“ or a „No!“ 105

14 Du hast mehr Abteilungen, als du denkst … 109

15 Bin ich ein guter Lebensinvestor? 115

16 Analysiere deine Glaubenssätze: Kann ich haben? 121

17 Alles ist Ursache/Wirkung (Aktion/Reaktion aus der 127


Physik)

18 Wenn du dir das abgewöhnst, wirst du unglaublich 133


charismatisch

19 Wenn du den Rhein flussaufwärts schwimmst ... 139

20 Bauanleitung für einen Geldmagneten 145

21 Ein Auszug aus einigen Geldgesetzen 151

22 Was Wasserhähne und Eisberge gemeinsam haben 163

23 Wie DU ein echter Profi wirst 167

6 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
TEIL 2: Die Werkzeuge als Manager deines Lebens 170

01 Deine Werkzeugkiste 173

02 Kenne die Basics von Marketing und Vertrieb 179

03 Ein Problem besteht nur so lange, bis du die 189


richtige Frage stellst …

04 Sei ehrlich und authentisch! 195

05 Wähle deine Partner mit Bedacht 201

06 Gutes Benehmen? Ohne ist doch viel cooler … 207

07 Ziele? Ziele setzen? Hör mir auf, da schlaf ’ ich 211


ein …

08 Wie die Macht mit dir ist 217

09 Pareto in der Anwendung 223

10 Die Sieben-Kontakte-Regel 229

11 Der blinde Schwimmer 233

12 Wie schweißt man ein Team zusammen und was 245


sind gute Führer?

13 Von Stühlen und Maschinen 251

14 Warum viele Ideen nur Träume bleiben 257

15 Meine schlimmsten Fehler 263

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Inhalt

16 Wie man Prioritäten setzt 269

17 Keine Disziplin? Daran liegt es … 277

18 With great power comes great responsibility … 281

19 Wie du „viral gehst“ 287

20 Die Königsdisziplin: strategische Planung 291

TEIL 3: Wie man eine Geldmaschine baut 302

01 Die Unterziele auf deinem Weg zur finanziellen 305


Freiheit. Ein Überblick

02 Den Geldmagneten einrichten 309

03 Kosten analysieren und reduzieren 311

04 Einkommen und kreative Zeit steigern nach Pareto 315

05 Deinen Purpose finden 321

06 Deine Ressourcenliste 323

07 Deine Stärkenliste 327

08 Die Branchen-/Marktnischenliste 331

09 Cashflow steigern 335

10 Eigenkapital steigern 351

11 Handelsgeschäfte 357

8 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
12 Bonitätsaufbau (Steigerung der Kreditwürdigkeit) 363

13 Finanzierte Handelsgeschäfte 375

14 Permanentes Lernen und immaterieller Vermögensaufbau 379

15 Wie man Milliardär wird ... 387

16 Deine Vermögensbilanz analysieren und optimieren 389

17 Deine immateriellen Assets analysieren und aufbauen 395

18 Wie man Investoren und Kickstarter findet 401

19 Der Aufbau deines Powernetzwerks 407

20 Die Känguru-Finanzierung – große Sprünge trotz leerem 413


Beutel …

21 Die erste Immobilie – leg dir die weiße Kugel zurecht 421

22 Wert und Cashflow steigern 425

23 Expansion und weiter 427

Nachwort und Umsetzung

Mein Appell an dich 431

Wenn du das, was ich tue, unterstützen möchtest ... 433

Anhang 437

Index 439

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Einführung
Warum ich dieses Buch geschrieben habe
und warum es so aufgebaut ist, wie es ist

Der Titel

D u findest den Titel dieses Buches reißerisch und vielleicht unglaub-


würdig? Du denkst: „Schon wieder so ein obskurer Quatsch, das
funktioniert doch eh nicht“? Und du erwartest vielleicht jetzt, dass ich
dir alles über Immobilien erzähle und wie man damit reich wird? Warte
ab, das Buch hat sehr viel mehr Tiefgang, als du dir vorstellen kannst.

Beginnen wir mit dem größten Fehler, der alles zum


Scheitern verurteilt
Ich habe immer wieder festgestellt, dass viele Leute auf der Suche
nach einer Geldmaschine sind. Schaut man jedoch mal in München
(Prinzregentenstraße) bei der Firma Giesecke & Devrient vorbei (die
beschäftigen sich mit dem Druck der Euroscheine), so stellt man eines
fest:

Gelddruckmaschinen sind tonnenschwer und


stehen auf sehr dicken Betonfundamenten!

Außerdem gibt es Kabel, Wartung, Logistik, EDV und in Drucktech-


niken ausgebildete Mitarbeiter. Was will ich damit sagen?

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Selbst wenn dir jemand eine Gelddruckmaschine schenken würde, was
könntest du dann damit tun? In den Garten stellen? Wie würdest du sie
gegen Witterung schützen? Wie würdest du verhindern, dass sie bricht
(weil kein Fundament vorhanden ist, auf dem sie sicher stehen kann)?
Wie wartest du sie? Und am wichtigsten: Wie nimmt man sie überhaupt
in Betrieb?

Was ich damit sagen will? Selbst wenn du eine Geldmaschine hättest,
brächte dir das gar nichts, wenn sie nicht auf einem stabilen Fundament
steht und die Umgebung geschaffen wurde, die einen Betrieb möglich
macht.

Folgende Erfahrung habe ich mit meinem Immobilien-Know-how


gemacht: Einige werden damit sofort erfolgreich, die meisten nie. Woran
liegt das?

Meine Recherchearbeit hat Folgendes hervorgebracht: Diejenigen, die


sofort Erfolge hatten, hatten bereits ein Fundament! Ein unternehmeri-
sches Fundament.

Du bist gar kein Unternehmer? Wirklich? Bist du nicht wenigstens der


Unternehmer deines Lebens? Willst du nicht mit deinem Leben etwas
unternehmen, anstatt nur herumgeschubst zu werden?

Fragt man Unternehmer nach ihren Erfolgsrezepten, so erzählen sie nur


von der „Geldmaschine“, nie vom Fundament und von der Logistik.
Warum? Weil das Letzte, das ein Fisch wahrnehmen wird, das Wasser
um ihn herum ist. Es ist für ihn selbstverständlich. Außer das Wasser ist
nicht da, dann merkt es der Fisch schnell und ist vertrocknet.

Es ist also keine böse Absicht, dass dich viele Bücher nicht weiterbringen;
das Fundament ist nur für die meisten, die solche Bücher schreiben, „zu
selbstverständlich“.

12 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Einführung

Darum hat dieses Buch drei Teile und folgenden Anspruch


1. Mindset & wichtiges Grundlagenwissen als Unternehmer deines Lebens

2. Die grundlegenden Werkzeuge als Manager deines Lebens

3. Wie man eine Geldmaschine erkennt, baut und betreibt (am Beispiel
Immobilien)

Anfangs habe ich dieses Buch geschrieben, weil ich es leid war, immer
die gleichen Fragen zu beantworten. Als ich dann beim Schreiben war,
dachte ich mir: „Wow, ich werde in den ersten beiden Teilen all das
schreiben, was man im Leben wirklich wissen muss. Das, was man in der
Schule und Uni ‚vergessen‘ hat den Leuten beizubringen.“

Und das völlig unabhängig davon, ob man in Immobilien investieren


möchte oder nicht. Denn auch von meiner direkten (nicht unterneh-
merischen Umgebung) wurden mir immer die gleichen Fragen gestellt.

Als ich weiterschrieb, war ich so begeistert, dass ich begann, den Anspruch
weiter zu heben: Angenommen, jemand würde zu mir sagen: „Alex,
du hast 450 Seiten, um alles wirklich Wichtige an deinen Sohn
weiterzugeben, was würdest du aufschreiben?“

Daraus ist dieses Buch entstanden. Mein ganzes Herzblut steckt


darin, verschwende es bitte nicht.

Die 43 Regeln, die du besser kennen solltest


Ich war nämlich immer auf der Suche nach der „ultimativen Lösung“,
nach dem „Ding, das mein Leben verändert“. Und das war mein Fehler.
Es gibt nicht „das eine Ding“. Niemals und bei niemandem. Es ist
nämlich nicht ein einzelner Ton, den man anspielen muss, sondern eher
ein Akkord, ein Mehrklang.

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Tatsächlich fand ich nach jahrzehntelanger Suche Folgendes heraus:
Es gibt 43 Gesetzmäßigkeiten, die man unbedingt gleichzeitig „erklingen“ lassen muss.
Dann ist man toperfolgreich, hat Spaß, ist glücklich und hat jede Menge Geld. Man
kann es sich auch leisten, drei bis vier davon nicht zu beachten. Ab fünf missachteten
Regeln/Gesetzen beginnt man auf der Bremse zu stehen.

Fehlen einem 15 Gesetze, dann ist das Leben anstrengend, mühsam und frustrierend.
Beachtet man nur fünf davon, so endet man als alkoholisierter Obdachloser auf der
Straße.

Dieses Buch hat nicht den Anspruch, „völlig Neues“ zu erzählen.


Manche Prinzipien sind Tausende von Jahren alt. Dieses Buch hat aber
sehr wohl den Anspruch, komplett zu sein. Es hat den Anspruch, zu 100
Prozent anwendbar zu sein und Ergebnisse zu liefern:

Viele Menschen haben in der „Werkzeugkiste“ zum Erschaffen ihres


Lebens gerade mal 15 Werkzeuge, manche 20, manche 30. Willst du
wirklich erfüllt, glücklich und erfolgreich sein, dann brauchst du aber
ALLE Werkzeuge in deiner Kiste. Du versuchst sonst an einer Kette zu
ziehen, in deren Mitte ein paar wichtige Glieder fehlen. Wie willst du
damit Erfolge an Land ziehen?

Diese 43 Regeln, Werkzeuge und Gesetzmäßigkeiten sind in Teil 1 und


2 dieses Buches beschrieben. In Teil 3 zeige ich dir dann, wie man auf
der Basis dieser 43 Gesetze und Prinzipien eine wirkliche Freiheits- und
Geldmaschine baut, am Beispiel von Immobilien.

Jetzt bringen wir auch das Grundwissen der ersten beiden Teile in
konkret abzuarbeitende Schritte, wie bei einer Checkliste. Diese Prin-
zipien (auch die von Teil 3) kannst du aber auf jeden anderen Bereich
übertragen, sie sind sogar auf der ganzen Welt gültig.

14 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Einführung

Warum ich mir die Mühe mache


und so viel kostenlos herausgebe
Ich fand die Vision von Apple immer toll, die in etwa so lautet: „Unsere
Kunden sind die Kreativen und die Rebellen. Wir bauen für sie die coolen
Werkzeuge, mit denen sie eine Delle ins Universum hauen können ...“

Meine Vision ist heute: „Den Kreativen und den Rebellen die Werk-
zeugkiste, die fehlenden Kettenglieder und das Know-how zu geben, so
dass sie wirklich wertvolle Dellen in ihr Leben und ins Universum
hauen können ...“

Außerdem will ich das komplettieren, was in der schulischen und univer-
sitären Ausbildung leider fast komplett fehlt: anwendbare finanzielle und
unternehmerische Bildung. Das fehlende Fachgebiet „Erfolg im Leben“.

Ich werde oft gefragt: „Alex, warum machst du so viel kostenlos?“

Das ist die Antwort: Vor ein paar Monaten habe ich ein kleines
Einkaufszentrum mit 6.500 Quadratmetern gekauft, für 1,2 Millionen
Euro. Dieses Investment hat eine jährliche Zielmiete von 500.000 Euro.
Man braucht nicht das Rechengenie Adam Riese zu sein, um zu sehen,
dass sich diese Immobilie in 2,5 Jahren selbst abbezahlt.

Dann ein weiteres Jahr für die Steuer, und ab da kommen jedes Jahr
500.000 Euro Cashflow zur freien Verfügung. Solche Investments kann
ich aufgrund meiner Kontakte jedes Jahr tätigen. Wenn ich also Geld
verdienen will, mache ich Immobiliengeschäfte.

Und dann? Ich habe bereits eine tolle Wohnung, ein tolles Auto, ein
Motorrad und einen wirklich lukrativen Cashflow. Eine Jacht und teure
Urlaube brauche ich nicht, ich bin nämlich eigentlich eher so der Pfad-
finder- und Naturtyp. In Bayern sagt man: „Jeder kann auch nur ein
Schnitzel fressen ...“

Die meisten meiner Kollegen in einer ähnlichen Situation fangen dann


an, komische Spiele zu spielen: 5 Frauen gleichzeitig, das 8. Auto, die

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13. Uhr, Drogen oder wilde Partys. Andere spielen, wenn ihnen lang-
weilig ist, „World of Warcraft“ (ein Kultspiel, das Millionen von Usern
an die Bildschirme fesselt; man kann sich mit anderen über das Netz
verbünden, Gegner attackieren und in den Ranglisten aufsteigen).

Ich bevorzuge es hingegen, mein eigenes „World of Warcraft“ zu


bauen: Ich will, dass coole Leute das Wissen bekommen, um Dellen
ins Universum hauen zu können. Darum baue ich an Webseiten, an
meinem YouTube-Channel und an meinem Podcast. Meine Download-
zahlen sind mein Punktestand, andere YouTuber meine „Mitspieler“ auf
der Rangliste.

Doch was gibt es bei „World of Warcraft“ final zu gewinnen? Letztlich


nur den Ruhm, die Nummer eins zu sein. Trotzdem macht „World of
Warcraft“ wirklich süchtig.

Wenn ich es schaffe, in meinem Spiel die Nummer eins zu sein, dann
habe ich meine Umgebung wirklich nachhaltig verändert und hinter-
lasse im Universum so viele Dellen wie ein Hagelsturm. Ich hinterlasse
vielleicht eine Umgebung, die ich meinen Kindern und deren Kindern
für später einmal wünsche.

Das ist mein Spiel, es macht richtig süchtig, und ich liebe es. Vielleicht
hast du ja eines Tages Lust, dabei mitzuspielen?

Viel Spaß beim Lesen, und möge dein Leben so sein, wie du es dir immer
gewünscht hast.

Dein

Alex Fischer aus Düsseldorf

PS: Und noch eine Bitte: Wenn dir an den Leuten in deiner direkten
Umgebung etwas liegt und dir dieses Buch ein paar Erkenntnisse für
dein Leben verschafft, dann hilf mir später vielleicht, die Lücken in
deren Ausbildung zu schließen. Okay?

16 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Eine wirklich
wichtige WARNUNG

»
W enn du die Einführung überblättert hast, dann gehe bitte
zurück und lies sie. Du verstehst sonst den Aufbau des
Buches nicht und somit auch nicht den Inhalt.

» Von den meisten Büchern werden nur die ersten beiden Kapitel
gelesen. Glaube mir, du würdest es in diesem Fall bereuen.

» Dies ist kein „normales“ Buch, es kann wirklich dein Leben massiv
zum Positiven verändern. Die ersten Probeleser bezeichneten es gar
als eine Art „Hogwarts-Ausbildung“ (die Zauberausbildung von
Harry Potter).

» Dieses Buch enthält eine extrem hohe Daten- und Informations-


dichte: Kein Absatz enthält auch nur einen unnötigen Satz.

» Kein Satz enthält ein unnötiges Wort. Jedes Wort steht da, weil es
einen Sinn hat.

» Wenn du aktuelle Bücher gewohnt bist, dann weißt du, dass sie
üblicherweise fünf interessante Informationen enthalten. Der Rest
ist Blabla, weil man für fünf Seiten keine 30 Euro verlangen kann.

» Andere hätten aus den einzelnen Kapiteln jeweils ein eigenes Buch
gemacht. So erkläre ich zum Beispiel in einem Kapitel alles, was

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es zum Thema „Glücklichsein“ zu wissen gibt. Und das inklusive
aller Punkte, die man selbst aktiv beeinflussen kann.

» Trotz der hohen Datendichte habe ich mir die Mühe gemacht, es
leicht verständlich zu schreiben. So nehme ich dich mit auf die
Reise zurück zu meinen eigenen Erkenntnisprozessen und Erleb-
nissen, die mich erfolgreich gemacht haben.

» Wenn du dieses Buch wie die üblichen Bücher nebenbei konsu-


mierst, dann verpasst du 90 % des Inhaltes.

» Alles, was darin steht, ist ausschließlich auf Anwendung


geschrieben worden. Wenn etwas theoretisch klingt, lies es bitte
noch einmal und überlege dir, wie du es anwenden könntest.

» Dieses Buch kann man nicht einfach nur „lesen“, es sollte wirklich
durchgearbeitet werden: mit Notizen, eigenen Beispielen, Zusam-
menschriften und Skizzen. Behalte dabei immer eine Frage im
Kopf: „Wie kann ich das Gelesene für mich genau anwenden?“

» Du solltest die Informationen mit deiner Vergangenheit verglei-


chen und ausschließlich mit der Frage lesen: „Wie kann ich das für
mich und meine Umgebung anwenden?“

» Wenn du beginnst „querzulesen“, verpasst du mindestens 50 %


des Inhaltes, da die Kapitel exakt aufeinander aufbauen. Fange
bitte vorne an und gehe dieses Buch Seite für Seite durch.

» Da du Dinge erst anwenden kannst, wenn du sie immer und


immer wieder wiederholst, mache bitte Folgendes: Hole dir das
Hörbuch (gesprochen von mir persönlich und der deutschen
Stimme von „Gordon Gekko“ (Michael Douglas) aus dem Film
„Wall Street“) und höre es sooft du kannst (z. B. im Auto).
Du findest es auf meiner Webseite unter:
www.alex-fischer-duesseldorf.de/HB-bestellen

18 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Eine wirklich wichtige WARNUNG

» Lies das Buch einmal bis zum Ende. Dir werden ein paar Dinge
klar werden, einige werden dir noch nicht so wichtig erscheinen.

» Lies es (und/oder höre es) noch einmal und du wirst feststellen,


dass „da auf einmal Dinge drinstehen, die du vorher gar nicht
wahrgenommen hast“.

» Dieses Buch enthält über 668 sehr wichtige Informationen für


dein Leben. Tests auf meinen Workshops haben gezeigt, dass
Leser vor allem das nachvollziehen können, was sie a) bereits selbst
erlebt haben, b) bei anderen beobachtet haben oder c) bei einem
gerade aktuellen Problem einsetzen können.

Leider werden rund 90 % der Inhalte selbst bei aufmerksamen


Lesern faktisch nur „angeklebt“ statt in Fleisch und Blut über-
nommen. Echte Gelegenheiten zeigen sich oft völlig unverhofft
und nur kurz, darum solltest du entsprechend vorbereitet sein. Aus
diesem Grund habe ich für dich die „90-Tage-Challenge“ (drei
Workbooks und diverse Videos) erstellt.

Stelle dir vor, ich persönlich würde dich über 90 Tage, jeden
Tag 30–60 Minuten, coachen. Mit Aufgaben und Fragen, die
sicherstellen, dass du wirklich alles vollständig verstanden hast. Ein
Coaching, das diese über 668 extrem wichtigen Informationen
komplett in deine Art zu denken einbaut. Du wärst für jede Situ-
ation gewappnet. Willst du also wirklich im „driver‘s seat“ deines
Lebens sitzen? Dann starte noch heute die „90-Tage-Challenge“
unter: www.alex-fischer-duesseldorf.de/90TC-erklaervideo

» Die höchste Form des Verstehens bringt (neben mehrmaliger


Wiederholung) übrigens Folgendes: Erkläre den Inhalt anderen
anhand des Buches. Arbeite mit Leuten, die Probleme im Leben
haben, dieses Buch durch. Du selbst wirst am meisten davon
profitieren.

» Viel Erfolg!

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KAPITEL 19

Wenn du den
Rhein flussaufwärts
schwimmst ...
Am Kaugummi kleben

K ennst du das: Du hast eine Aktivität (ein Business, eine Unterneh-


mung oder einfach etwas, das du dir vorgenommen hast) und es
fühlt sich an, als würdest du an Kaugummi kleben? Es ist unglaublich
zäh und braucht extreme Anstrengung, Fortschritte zu erzielen. Wenn
du es nicht kennst, herzlichen Glückwunsch, dann machst du viel
richtig. Ich kannte es zur Genüge.

Auch das lernte ich leider erst relativ spät. Ich hatte mich schon an die
gesamte Anstrengung des Lebens gewöhnt. Heute zurückblickend lache
ich darüber, wie die heutige Medizin über die Medizin des Mittelalters
lacht.

Wenn jeder das gleiche Problem hat,


erscheint es „normal“
Das Problem war aber bei mir, dass alle in meiner Umgebung ähnlich zu
kämpfen hatten. Sie hatten alle ähnliche Probleme mit Stress, Zeit, noch
mehr zu tun, Zeitmanagement etc. Irgendwie schien es für mich auch
nicht zu funktionieren, dass man sich tolle neue Geräte (Diktiergerät,
iPhone etc.) zulegte, mit der ursprünglichen Absicht, Zeit zu sparen.
Genau das Gegenteil war irgendwie der Fall. Je mehr Zeit ich „sparte“,
desto beschäftigter wurde ich.

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Teil 1 – Kapitel 19

Und jetzt passierte mit das Schlimmste, das einem eigentlich passieren
kann: Man hat tatsächlich ein Problem und denkt: „Das ist halt so ...“
Man kommt überhaupt nicht auf die Idee, dass dort etwas verkehrt
sein könnte. Woran das liegt, findest du im Kapitel „Wie der Verstand
auswertet und welche Streiche er dir dabei spielt ...“.

Zwei Arten von Faktoren,


die den Kaugummieffekt ausmachen
Aber bleiben wir zunächst bei dem Thema „anstrengend sein“. Irgend-
wann gelang mir ein kleiner Durchbruch. Nämlich die Erkenntnis, dass
es zwei Arten von Faktoren gibt:

1. interne Faktoren (in mir liegende Faktoren, Mindset),


2. externe Faktoren (Marktbedingungen, Ressourcen etc.).

Ich hatte ja, wie ich dir früher schon beschrieben habe, die Erkenntnis,
dass ich mir mit meinem Mindset selbst im Weg stehe (zum Beispiel
gegen meinen eigenen Purpose arbeite, nicht meine Stärken nutze, die
grundlegenden Erfolgsfaktoren zu Geld etc. nicht kenne etc.).

Durch diese Erkenntnis verbesserte sich mein Leben durchaus spürbar.


Aber es war immer noch Anstrengung vonnöten. Nicht mehr so überwäl-
tigend wie früher, aber irgendwie immer noch unangenehm. Jedenfalls
war ich noch nicht da, wo ich heute bin. Nämlich „mein Hobby zu
leben und damit Geld zu verdienen“.

Die Lösung liegt in der Physik


Doch wie so oft brauchte ich auch mal wieder einen Anstoß von außen.
Ich klagte mein Leid mit der immer noch vorhandenen Anstrengung
einem guten Freund und Philosophen, und der antwortete mir darauf
Folgendes: „Erinnere dich doch mal an den Physikunterricht.“

Hä? Physikunterricht?

140 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wenn du den Rhein flussaufwärts schwimmst ...

Er sagte: „Na ja, vielleicht erinnerst du dich noch an den Satz, der besagt:
‚Jeder Kraft wirkt eine Gegenkraft entgegen.‘“

Ich sagte: „Ja, undeutlich erinnere ich mich daran zurück. Aber jetzt,
wo du es sagst, fällt es mir wieder ein.“ Klar, wenn ein Schrank auf dem
Boden steht, dann wirkt das Gewicht des Schrankes gegen den Boden.

Damit der Schrank dort stehen bleibt, muss der Boden die gleiche Kraft
dem Schrank entgegensetzen. Okay, so weit, so gut. Aber wie sollte mir
das helfen?

„Sieh mal, Alex, du fühlst doch Anstrengung, richtig?“ Ich antwortete:


„Ja klar, darüber beschwere ich mich ja.“

„Das bedeutet also übersetzt, du musst sehr viel Kraft aufwenden. Was
bedeutet das dann?“

Und auf einmal wusste ich, was er meinte. Klar, wenn ich sehr viel Kraft
aufwenden musste, musste entsprechende Gegenkraft vorhanden sein.
Wenn keine Kraft vorhanden wäre, würden meine Ziele und Absichten
ja einfach so durchflutschen.

Sofort fragte ich, deutlich interessierter, nach: „Wie meinst du das


genau?“ Er gab mir nur zur Antwort: „Denk darüber nach, du wirst es
jetzt schon selber ausknobeln ...“

Ich wusste, er hatte mich auf die richtige Spur gebracht, aber so
richtig verstand ich es noch immer nicht. Dann sah ich zufälligerweise
im Fernsehen einen Bericht über die vielen Todesfälle während der
Schwimmsaison im Rhein. Und auf einmal fiel der Satz, der mein Leben
veränderte:

„Jahr für Jahr ertrinken viele Menschen im Rhein, die plötzlich von der Strö-
mung erfasst werden. Diese Menschen beginnen dann gegen die Strömung
anzuschwimmen und nach einiger Zeit vor Erschöpfung zu ertrinken.“

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Teil 1 – Kapitel 19

Und genauso fühlte ich mich auch oft: als wenn ich gegen den Strom
schwömme. Und jetzt begann mir langsam Folgendes zu dämmern:
Könnte es sein, dass ich geschäftlich und auch in einigen privaten Berei-
chen „den Rhein flussaufwärts schwimme“, ohne es zu merken?

Sehr erfolgreiche, mittelmäßig


erfolgreiche und erfolglose Unternehmen
Ich begann Hunderte erfolgreicher Unternehmen zu analysieren, aber
auch gescheiterte Unternehmungen. Und ich begann sie anzuschauen
unter dem Gesichtspunkt: Lassen sie sich vom Rhein nach unten tragen
(nutzen sie also die vorhandenen Energieströme)? Oder gehen sie gegen
Energieströme vor, und wenn ja, gegen welche und was sind diese
Energieströme?

Über dieses Thema könnte ich wahrscheinlich allein zwei weitere Bücher
schreiben, aber ich kann dir nur sagen: Das, was ich fand, war fantas-
tisch. Darum füge ich diesen Passus hier ein. Damit du auch mal aus
diesem Gesichtspunkt auf dein Business und deine Unternehmungen in
deinem Leben schaust.

In diesem Buch wird natürlich schon ein kleiner Teil der Gesetzmäßig-
keiten beschrieben. Mit diesen solltest du dich besser nicht anlegen, da
du sonst verlierst, ohne es zu wissen.

Also, betrachte mal diesen Gesichtspunkt „den Rhein flussaufwärts oder


flussabwärts schwimmen“ und schau mal, ob du da Strömungen iden-
tifizieren kannst. Auch später im Buch werde ich noch mehrere Sachen
dazu verraten.

Beispiele für „Gegenströmungen“:


» die falsche Zielgruppe (meist nicht eng genug definiert -> jede
Menge Individualentscheidungen -> kann nur ein Genie)

» nicht automatisierte Standardabläufe, die 80 % deiner Zeit klauen

142 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wenn du den Rhein flussaufwärts schwimmst ...

» Kühlschränke in Sibirien verkaufen

» falscher Umgang mit wertvollen Kunden und Kontakten (kommt


später im Buch)

» Missachtung von Pareto im Leben

» und 47 andere Strömungen, die ich in einem Kurs zusammenge-


fasst habe

Resümee:
Immer dort, wo du besonders viel Kraft aufwenden musst, bedeutet es,
dass entsprechende Gegenkräfte am Arbeiten sind. Identifiziere sie und
versuche, sie so zu wandeln, dass du von ihnen getragen werden kannst.
Mache nicht den gleichen Fehler wie ich: dich mit dauerhafter Anstren-
gung abzufinden.

Sei aber bereit, Anstrengung zu unternehmen auf dem Weg zum letzt-
endlichen Surfen auf dem Rhein (alles muss anfangs mit Anstrengung in
Bewegung gesetzt werden; das heißt aber nicht, dass es dann immer so
bleiben sollte).

Diese Strategie und die Forschungsergebnisse, die ich dadurch erlangte,


waren genau wie Schwimmen im Rhein. Selbst für Profischwimmer gilt:
Schwimmt man in Bereichen mit viel Gegenströmung, kommt man nur
mühsam vorwärts. Wenn man aufhört, wie wild zu paddeln, wird man
wieder dorthin getragen, wo man vorher war, oder sogar zurückgeworfen.

Schwimmt jedoch ein wenig geübter Schwimmer in der richtigen Rich-


tung und nutzt die Kräfte und Energieströme des Rheins für sich, so
passiert Folgendes: Entweder er schwimmt, dann kommt er trotz mäßiger
Skills (Fähigkeiten) extrem effektiv voran und macht gute Fortschritte.
Oder unser ungeübter Schwimmer beschließt, ein Päuschen zu machen
und sich die Umgebung anzuschauen – dann wird er trotzdem von der

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Teil 1 – Kapitel 19

externen Energie in die richtige Richtung getragen. In diesem Buch zeige


ich dir viele dieser Energieströme auf, die dich stoppen oder pushen
können, je nachdem, wie du sie nutzt.

Teste dein Verstehen:


+ Wann scheinen Probleme keine zu sein (also normal)?
+ Woher kommt Anstrengung?
+ Welche „Gegenströmungen“ hast du für dich erkannt? Wie könntest du sie
drehen?
+ Auf Seite 71 meiner „90-Tage-Challenge“ (Workbook Nr. I) bekommst du 11
weitere Coachingfragen und Übungen, nach denen du bestehende Strömungen
noch besser erkennen und für deine Ziele (mit maximaler Aufwandseffizienz)
einsetzen kannst. Diese 11 Coachingfragen sind speziell für Menschen, die
Schlauheit harter Arbeit vorziehen.

144 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
KAPITEL 20

Bauanleitung für
einen Geldmagneten

G eldmagnet? Hört sich nach Quatsch an? Glaube mir, die


kommenden Absätze solltest du sehr sorgfältig lesen. Es gibt eine
Möglichkeit, wirklich einen Geldmagneten einzurichten, der Geld auf
scheinbar magische Weise anzieht. Tests und Erfolgsberichte haben das
Tausende Male eindeutig bewiesen.

Der Geldmagnet hat nur zwei Nachteile:

1. Er ist so simpel, dass er leicht unterschätzt wird.


2. Gerade weil er so gut funktioniert, beginnt man ihn zu
zerstören.

Der Geldmagnet funktioniert folgendermaßen: Nimm 10 % aller


Eingänge auf deinem Privatkonto (oder als Selbstständiger/Unternehmer
10 % der Deckungsbeiträge ( = das, was ein einzelner Geschäftsvorgang
nach Abzug der Herstellungskosten an Ertrag macht, jedoch vor Deckung
der Allgemeinkosten/Fixkosten)) und lege sie auf ein Sparkonto.

Dieses fasst du NIEMALS, NIEMALS, NIEMALS, NIEMALS an – du


nimmst nicht einmal einen Euro davon.

„Tolle Wurst …“, denkst du dir jetzt sicher. Doch bevor du dir ein
abschließendes Urteil bildest, bitte ich dich zu Ende zu lesen. Es gibt
hierzu nämlich wesentlich mehr zu wissen.

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Teil 1 – Kapitel 20

Wenn du dieses spezielle Konto (Rücklagenkonto, das du niemals


anfasst, auf das du 10 % aller Einnahmen bzw. Deckungsbeiträge über-
weist) einrichtest, installierst du den magischen Geldmagneten.

Wenn du bereits einige Finanzbücher gelesen hast, dann sagst du jetzt:


„Na toll, das haben ja schon viele vor dir geschrieben …“ Das ist leider
nicht ganz korrekt, denn die Leute haben zwar die 10 % beschrieben,
aber nicht, dass es ein Geldmagnet ist. Also auch nicht, warum er funk-
tioniert und warum er üblicherweise zerstört wird.

Warum der Geldmagnet funktioniert


Ich las ebenso diese Finanzbücher, und darin stand, dass man über das
Rücklagenkonto reich werde („Man bezahlt zuerst sich selber“). Das ist
falsch. Hierzu möchte ich mit dir den Rat teilen, den mir ein sehr, sehr
weiser Mann im März 2000 in den USA gegeben hat:

„Alex, es geht hier in keiner Weise darum, durch diese Rücklagen reich zu
werden. Diese Rücklagen, wenn du sie auf diese Art und Weise bildest,
sorgen dafür, dass immer mehr Geld angezogen wird.“

Ich fragte ihn, wie er das meinte: „Schau mal, es gibt universelle Gesetze,
die wir mit unseren heutigen Technologien noch nicht nachvollziehen
können (da war es wieder – das Beispiel mit dem Kindbettfieber). Auch
die Schwerkraft existierte schon lange, bevor Newton sie entdeckt hat.

Es scheint irgendwie in den Köpfen der Menschen verankert zu sein,


dass Geld knapp ist und immer von ihnen abhaut. Indem man diesen
Geldmagneten installiert und niemals einen Cent herunternimmt, führt
das zu einem Konto, dessen Guthaben immer nur steigt, steigt, steigt
und mehr wird. Ihr Deutschen habt sogar den Spruch ‚Geld kommt zu
Geld‘.

Und so scheint es hier auch zu sein. Aus irgendwelchen Gründen verän-


dert dieses Konto das Mindset der Leute und sorgt dafür, dass sie sich
dem Geld nicht verschließen, sondern es anziehen.“

146 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Bauanleitung für einen Geldmagneten

Sofort als ich wieder in Deutschland war, begann ich diesen Geldmag-
neten einzurichten. Damals waren die Geschäfte okay. Ich verdiente gut,
aber es war anstrengend, und Geld schien immer irgendwie knapp zu
sein. Ich ging also strikt jede Woche her und schaute, welche Deckungs-
beiträge beziehungsweise Geldeingänge ich hatte, und verteilte jeweils
10 % davon. Selbst wenn ich einen alten Stuhl für 100 Euro bei Ebay
verkaufte, legte ich 10 % davon zurück.

Drei Jahre später hatte ich so viel Geld auf meinen Konten (damit meine
ich nicht auf dem Geldmagnetenkonto, das war okay, aber auf allen
Konten häufte sich das Geld), dass ich den ersten und fatalen Fehler
machte:

Der fatale Fehler mit dem Geldmagneten


Ich dachte mir: „Warum noch weiter Rücklagen bilden? Ich habe ja
sowieso so viel Geld auf meinem Konto, das kann ich gar nicht ausgeben.“
Meine damalige Frau war übrigens gemeinsam mit mir mit den Rück-
lagen gestartet, und sie hatte das gleiche Phänomen: ein unglaublicher
Überfluss an Geld. Und sie machte den gleichen Gedankengang und
den gleichen Fehler.

Wieder drei Jahre später war so gut wie kein Geld mehr da. So magisch
es vorher nach oben ging (natürlich steckte viel Arbeit dahinter), so
schien jetzt irgendwie das Pech an meinen Händen zu kleben.

Ich konnte einfach nicht verstehen, wie sich alles von sehr einfach und
easy zu kompliziert und vom Pech verfolgt wandeln konnte.

Eines Nachts im Bett fielen mir wieder die Worte meines weisen Ratge-
bers aus den USA ein. Ich begann meine Umsatz- und Ertragsstatistiken
noch in der Nacht herauszukramen und zu vergleichen. Das tat ich in
Bezug auf die Zeitpunkte (die mir damals nicht bewusst waren), als
ich den Geldmagneten eingerichtet hatte und als ich aufhörte, ihn mit
„Strom“ zu versorgen. Und man konnte es absolut an den Statistiken
sehen.

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Teil 1 – Kapitel 20

Kurz nachdem ich den Geldmagneten eingerichtet hatte, gingen die


Erträge und Gewinne nach oben. Sobald ich aufgehört hatte, fingen sie
an nachzulassen. Kein Zweifel, totale zeitliche Übereinstimmung.

Am nächsten Morgen sprach ich meine damalige Frau darauf an, dass sie
mir auch ihre Zahlen zeigen sollte, und ich war fassungslos. Das exakt
gleiche Muster, das gleiche Phänomen.

Sofort begann ich natürlich den Geldmagneten wieder zu installieren


und mit Strom zu versorgen. Meine damalige Frau natürlich auch. Und
vier Jahre später … Was denkst du? Genau, vier Jahre später war wieder
so viel Geld da, dass es sich eigentlich nicht mehr gelohnt hätte, Rück-
lagen zu bilden.

Doch dieses Mal war ich schlauer, ich machte weiter damit. Um mich
nicht in Versuchung zu führen, jemals wieder dieses Konto anzufassen,
warf ich damals sogar PIN und TAN in den Schredder.

Eine weitere Geschichte möchte ich dir nicht vorenthalten, da es so


wichtig ist, dass du das wirklich völlig verinnerlichst. Im Jahr 2014 gab
ich meinem Freund und Geschäftspartner Hendrik Klöters vom Unter-
nehmerkanal den Tipp vom Geldmagneten.

Was ich an meinem Freund Hendrik wirklich schätze, ist, dass er zu


den Leuten gehört, die die Dinge sofort umsetzen. Gesagt, getan, der
Geldmagnet war installiert. Ein Jahr später erzählte er mir folgende
Geschichte:

„Alex, du glaubst nicht, was passiert ist. Ich habe den Geldmagneten
eingerichtet und es mindestens ein halbes Jahr lang einfach so gemacht,
wie du es gesagt hattest. Dann hatte ich auf einmal so viel Umsatz, dass
ich vor lauter Arbeit nicht mehr dazu kam, die Rücklagen zu bilden.
Ich hatte schlichtweg keine Zeit mehr, mich um die Überweisungen zu
kümmern.

148 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Bauanleitung für einen Geldmagneten

Irgendwann zwei Monate später, als es wieder etwas ruhiger wurde, erin-
nerte ich mich daran, dass ich zwei Monate keine Rücklagen gebildet
hatte. Ich begann diese nachzuholen und von da ab wieder zu bilden.
Es vergingen wieder zwei Monate. Dann war es Jahresende und Zeit für
eine Umsatzstatistikanalyse.

Ich schaute mir die Zahlen an und wunderte mich über zwei Punkte:
erstens, die Umsätze waren stetig nach oben gegangen; zweitens, in der
Mitte des Jahres war eine zwei Monate lange Delle.

Ich versuchte herauszubekommen, woran das gelegen haben könnte,


und es war für mich auch von den anderen Zahlen (und im E-Com-
merce gibt es sehr viele Zahlen) überhaupt nicht nachvollziehbar. Auf
einmal fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Wann waren noch
einmal die zwei Monate, in denen ich vergessen hatte, die Rücklagen zu
bilden? Bingo! Die Delle war genau in diesem Zeitraum.“

Das Lustige an Hendriks Story ist, dass er es ja nicht bewusst nicht


gemacht hatte und auch nicht wie ich den Fehler gefunden und korri-
giert hatte.

Er hatte einfach zwei Monate ausgesetzt, dann wieder weitergemacht


und gar keine besondere Aufmerksamkeit darauf verwendet. Erst im
Nachhinein wunderte er sich über die Delle und stellte auch wieder die
zeitliche Übereinstimmung mit dem Geldmagneten fest.

Wie man den Geldmagneten sehen muss


Der Geldmagnet scheint also wie eine Art elektromagnetischer Geldma-
gnet zu sein. Er bezieht seinen „Strom“ aus dem Zufluss der regelmäßigen
10-%-Zuführung.

Intern in meinem Business nenne ich den Geldmagneten „Tabu-Rück-


lage“. Tabu-Rücklage deswegen, weil es absolut tabu ist, einen Euro von
dieser Rücklage zu nehmen, und weil es absolut tabu ist, die Stromver-
sorgung abebben zu lassen.

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Teil 1 – Kapitel 20

Einer meiner schlausten Mentoren ließ mir sinngemäß angedeihen:


„Eine Gesetzmäßigkeit erkennt man daran, dass sie bekannte
Phänomene/Erscheinungen erklärt und zukünftige Phänomene/
Erscheinungen vorhersagbar macht.“ Berücksichtige hierbei bitte
unbedingt den Abschnitt „Kindbettfieber“ in diesem Buch.

Der Geldmagnet und Schulden


Solltest du bereits Schulden haben, die du abbezahlst, wirst du jetzt
sicher denken: „Den Geldmagneten richte ich natürlich ein, nachdem
die Schulden bezahlt sind, denn auf Guthabenkonten bekommt man
so gut wie keine Zinsen. Ich zahle erst mal meine Schulden ab, da die
Schuldzinsen ja viel höher sind …“

Rein mathematisch hast du völlig recht. Das wäre auch logisch zu denken.
Ich empfehle dir (auch aus Hunderten von Tests) Folgendes: Nimm 5 %
zur Schuldentilgung und 5 % zur Einrichtung des Geldmagneten. Der
Geldmagnet funktioniert nicht über Mathematik, Schuld- und Gutha-
benzinsen, Kapitalertragssteuer etc.

Es ist einfach ein Konto, auf dem Geld liegt, dessen Guthaben perma-
nent ansteigt und das dafür sorgt, dass mehr Geld hereinkommt. Mache
bitte nicht diesen Fehler. Rechnerisch ist dieses Argument natürlich
völlig okay. In der Praxis wirst du einige Jahre später feststellen, dass
Mathematik, Guthaben- und Schuldzinsen nicht alles sind.

Teste dein Verstehen:


+ Was ist ein Geldmagnet und wodurch bekommt er seinen „Saft“?
+ Warum installiert man einen Geldmagneten, selbst wenn man Schulden abzahlt?
+ Was ist der größte Fehler, den man nicht machen sollte, sobald der Geldmagnet
seine Wirkung zeigt?
+ Schaue in das Workbook Nr. I auf Seite 74 für 9 weitere Coachingfragen und
Übungen, wie du den Geldmagneten richtig nutzt (welche Anlageformen sich
für das Rücklagenkonto eignen etc.).

150 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
KAPITEL 21

Ein Auszug aus


einigen Geldgesetzen
Das Parkinsonsche Gesetz

J a, du hast richtig gehört, es gibt Gesetze zu Geld. Ich wollte es


anfangs auch nicht glauben, habe es allerdings auf die harte Tour
gelernt. So schreibt C. Northcote Parkinson (ein britischer Soziologe)
in seinen sogenannten Parkinsonschen Gesetzen sinngemäß Folgendes:

„Die Ausgaben werden das Einkommen immer auffressen,


egal wie hoch die Einnahmen steigen. Der Mensch neigt also
dazu, gemäß Parkinson mit seinen Einnahmen auch immer
gleich die Ausgaben (seinen Lebensstandard) zu erhöhen.“

Ich fragte einen meiner reichen Berater, wie er denn das Parkinsonsche
Gesetz für sich angewendet hätte. Er lachte auf und sagte: „Na ja, ich
verstecke das Geld immer vor mir selbst und rechne mich arm.“

Ich verstand nicht, wie er das meinte.

Man konnte mir mein Nichtverstehen offenbar ansehen, also fuhr er


fort: „Um das wirklich zu verstehen, musst du erst mal verstehen, warum
Leute pleitegehen. Pleite oder zahlungsunfähig wird man, wenn man
einen Euro mehr ausgibt, als man einnimmt. So weit nichts Neues und
jedem bekannt. Doch wie sieht das in der Praxis aus? Wie ermittelst zum
Beispiel du deine Ausgaben?“

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Teil 1 – Kapitel 21

Ich antwortete: „Ich würde meine Kontoauszüge nehmen, würde


schauen, wie viel ich an fixen Kosten abgezogen bekomme, würde
Pauschalen für Lebenshaltung im Durchschnitt errechnen und wüsste
dann, wie viel ich ausgebe.“

Der Fehler, der dich insolvent macht


Er lachte. „Siehst du, genau das ist der Fehler, den sie alle machen.“
Fehler? Welcher Fehler? Was war falsch? „Na, nehmen wir doch zum
Beispiel mal die Waschmaschine. Hat die ein ewiges Leben oder geht
sie nach fünf Jahren irgendwann kaputt? Oder der Fernseher, hält der
ewig oder gibt der irgendwann seinen Geist auf ? Was ist mit deinem
Auto? Brauchst du nicht alle fünf Jahre ein neues oder werden nicht
irgendwann unerwartete Reparaturen fällig?“

Langsam dämmert mir, was er meinte. Er sagte: „Sieh mal, die meisten
Leute machen die Rechnung mit ihren Kontoauszügen, und dann
passieren lauter ‚unvorhersehbare Dinge‘, die den Dispokredit immer
mehr ins Minus treiben, der dann früher oder später in einen Privat-
kredit umgeschuldet wird. Die meisten machen ja noch nicht einmal
eine Aufstellung gemäß ihren Kontoauszügen.“

Ich begann zu verstehen und sagte: „Du meinst also, dass diese ‚Notsi-
tuationen‘ nichts anderes sind als Dinge, die sowieso früher oder später
passieren, aber einen kalt erwischen, weil man sie nicht eingeplant hat?“
Er stimmte mir 100-prozentig zu.

„Wenn du jetzt wieder das Parkinsonsche Gesetz nimmst, dann wird


das besonders fatal, weil man nicht genau weiß, wie viel man eigentlich
wirklich an tatsächlichen, ehrlichen Ausgaben hat. Rechne dich immer
arm.“

Man denkt also, man hätte mehr Geld zur Verfügung, und erhöht die
Ausgaben. Tatsächlich verschwendet man aber Geld, das früher oder
später sowieso (zum Beispiel für die Waschmaschine) fällig wird. So
treibt man sich in die Insolvenz.

152 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Ein Auszug aus einigen Geldgesetzen

Wie man sich durch „armrechnen“ reich macht


Das ergab absolut Sinn für mich. Was ich allerdings noch nicht komplett
verstanden hatte, war, was er mit „sich armrechnen“ meinte.

Er erklärte es mir: „Mit armrechnen meine ich, dass man Rücklagen


für alles Mögliche bildet, was irgendwie kommen kann. Sollte man im
Zweifel sein, ob es eher mehr oder weniger ist, setzt man immer den
höheren Wert bei den Ausgaben an. Auf die Art und Weise stellt man
sicher, dass man in seinen Rücklagen ‚stille Reserven‘ aufbaut und diese
aus den Augen verliert. So baut sich (ohne dass man es merkt) Vermögen
auf, das man gemäß Parkinson nicht ausgibt, da man es nicht dauernd
vor Augen hat.“

Warum so viele Menschen


mit Immobilien Millionäre wurden
Ich dachte darüber nach und verstand langsam, was er damit meinte.
Dann riss er mich aus meinen Gedanken mit „Alex, hast du schon mal
darüber nachgedacht, warum neun von zehn Millionären mit Immobi-
lien reich geworden sind?“. Um ehrlich zu sein, hatte ich mir darüber nie
Gedanken gemacht.

„Der Grund ist der ‚gefühlte‘ Nachteil der Immobilie, doch wenn
man das Parkinsonsche Gesetz kennt, ist es tatsächlich ein riesiger
Vorteil. Die Immobilie zwingt einen dazu, auch in vorübergehenden
Notlagen nicht kurz mal die Rücklagen plattzumachen, weil man
zum Beispiel ein neues Auto braucht. Immobilien üben eine Art
Sparzwang aus und wirken dem Parkinsonschen Gesetz entgegen.“

Wie wir später dann lernen werden, funktioniert das besonders gut,
wenn die Sparraten auch noch der eigene Mieter für dich übernimmt.
Doch dazu später mehr.

Ich begann mich intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen


und entwickelte dazu ein Geldzuteilungsformular in Form einer
Excel-Tabelle.

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Teil 1 – Kapitel 21

Es gibt diese in zwei Versionen: einmal für den Privatmann und einmal
für den Unternehmer (vergiss bitte nicht, dass ein Unternehmer auch
ein Privatmann ist).

Vereinfacht gesagt funktioniert das Ganze folgendermaßen:

Geldmagnet STOP

Steuern Finanzamt

Werbung Werbedienstleister

€ Rechtsfälle/Klagen
Geldeingangs-
konto Risiko
Unerwartetes

Leasing-Gesellschaften
Fuhrpark
Ansparen von Barzahlungen

Charity Wohltätige Zwecke

REST: Laufende Rechnungen

Miete etc.

Büromaterial Laufende Betriebskosten

1. Richte ein reines Geldeingangskonto ein, auf dem sämtliche Geldeingänge


landen und von dem niemals etwas nach außen bezahlt wird. Von diesem Konto
wird nur auf interne Unterkonten verteilt.

154 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Ein Auszug aus einigen Geldgesetzen

2. Jeder Umsatz oder Geldeingang, der auf dem Geldeingangskonto eingeht, wird in
das Zuteilungsformular eingegeben. In diesem sind die entsprechenden Rück-
lagen in Form von Prozentsätzen hinterlegt, so dass man auf einen Blick sieht,
wie man vom Geldeingangskonto auf die entsprechenden Unterkonten verteilen
muss.
3. Die internen Unterkonten wären folgende: Taburücklage (Geldmagnet) 10 %,
Steuern (Umsatzsteuer, Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer
etc.), Rücklagen für Werbung (10–15 %), Rücklagen für Risiko (Rechtsklagen,
Haftungsfälle etc.), Fuhrpark (Kaufpreis/Lebensdauer/12 ist die monatliche
Rücklage), Rücklage für Charity (alle erfolgreichen Menschen spenden einen
gewissen Prozentsatz ihres Einkommens) etc.
4. Der verbleibende Rest landet auf dem laufenden Rechnungskonto. Von diesem
zahle ich Rechnungen nach außen, ebenso wie Miete etc.

Jetzt wird dir wahrscheinlich die eine oder andere Frage kommen, denn
das Kontensystem muss man natürlich an seine persönlichen Bedürfnisse
und Geschäftsmodelle anpassen. Hier kommst du nicht umhin, es für
dich anzupassen und zu modifizieren. Ich habe dir hier nur gezeigt, wie
ich es mache. Hierzu musst du allerdings Folgendes im Blick behalten:

Zwecke des Kontensystems:


1. Parkinson entgegenzuwirken, um keine Anschaffungen und Verpflich-
tungen einzugehen, die man sich bei genauem Hinsehen gar nicht leisten
kann;
2. kein Geld auszugeben, das einem eigentlich nicht gehört, sondern
jemand anderem (zum Beispiel dem Finanzamt, dem Autohändler etc.);
3. seine Ausgaben ehrlich und transparent zu machen;
4. „unvorhersehbaren Ausgaben“ durch Planung entgegenzuwirken;
5. sich armzurechnen, um immer wieder neues Geld anzuziehen (Erklärung
folgt).

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Teil 1 – Kapitel 21

Vielleicht hast du auch schon mal folgende Beobachtung gemacht: Du


hattest einfach kein Geld mehr zum Ausgeben und wusstest, du musst
jetzt etwas unternehmen.

Durch den Druck, neues Geld zu brauchen, machst du es irgendwie


„go right“ (kriegst es also irgendwie hin), schließt ein Geschäft ab oder
machst irgendetwas, und wie von Zauberhand kriegst du gerade noch so
die Kurve? Gerade die selbstständigen Unternehmer unter euch werden
das definitiv bezeugen können.

100.000 Euro auf dem Konto sind aber nur 50.000 Euro
Stell dir vor, du hast als Selbstständiger einen Geldeingang von 100.000
Euro auf deinem Konto. Du denkst dir: „Ach, ist das Leben schön, so
viel Geld!“ Du beginnst gemäß Parkinson die Ausgaben zu erhöhen,
schöne Dinge zu kaufen, den langersehnten Urlaub etc. Du hast nur
vergessen, dass schon allein 19 % Umsatzsteuer darin enthalten sind,
plus Einkommenssteuer und Gewerbesteuer. Von den 100.000 Euro
gehören also auf jeden Fall 50.000 Euro dem Finanzamt.

Angenommen, du hast jetzt für Urlaube, schöne Anschaffungen etc.


50.000 Euro ausgegeben, dann denkst du dir normalerweise: „Noch ist
alles gut, ich habe ja noch 50.000 Euro …“ Bildest du dagegen mit
dem Zuteilungsformular Rücklagen, erkennst du sehr schnell, dass du
inzwischen kein Geld mehr hast.

Du kannst dir also frühzeitig Gedanken machen, wie du neues Geld


produzieren kannst. Und, oh Wunder, oh Wunder, du wirst es irgendwie
hinbekommen. Das ist der Grund, warum man sich armrechnen sollte.

Heizöl-Frust als Immobilienbesitzer


Ich zum Beispiel hatte bei meinen Immobilien oft folgende Situation,
die mir richtig den Tag vermieste: Einige meiner Mehrfamilienhäuser
werden mit Öl beheizt. Die Mieter zahlen brav ihre Nebenkostenvoraus-
zahlungen, jeden Monat. Jetzt muss man sich natürlich bewusst machen,

156 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Ein Auszug aus einigen Geldgesetzen

dass Öl hauptsächlich im Winter verbraucht wird. Im Sommer stapelt


sich derweil das Geld auf dem Mieteingangskonto. Hat man jetzt kein
Kontensystem und keine Zuteilungsformulare, denkt man sich: „Oh,
da ist ja wirklich viel Geld auf dem Konto, wir könnten ja mal die eine
oder andere Renovierung oder ähnliche Maßnahme machen oder zum
Beispiel Balkone anbringen …“

Gesagt, getan usw., alles ganz schön. Dann ist es irgendwann November
und die Assistentin ruft an: „Hey Alex, der Öltank ist leer, wir müssen
für 30.000 Euro Öl kaufen.“ Auf dem Konto sind aber nur 5.000 Euro.
Sofort vermieste mir das den Tag, und ich hatte das Gefühl, dass mir
etwas weggenommen wird.

Nein, mir wurde nichts weggenommen, ich hatte nur Geld ausgegeben,
das mir genau genommen gar nicht gehörte. Wie mache ich das heute?
In meiner privaten Vermögensverwaltung für Immobilien habe ich
ein gesondertes Ölrücklagen-Konto. Ein normales Mehrfamilienhaus
verbraucht durchschnittlich 16 Liter Öl pro Quadratmeter pro Jahr.

Man rechnet also einfach die Anzahl der Quadratmeter des Hauses mal
16 Liter mal aktuellen Ölpreis durch 12 Monate. Diesen Betrag richtet
man als Dauerauftrag vom laufenden Mietkonto ein und transferiert das
Geld auf das Ölkonto. Schon ist kein Geld mehr da, das fälschlicher-
weise ausgegeben werden kann.

Und es gibt einen weiteren Faktor: Ich beobachtete an mir etwas


Bestimmtes, wenn „unerwartete Dinge“ passierten, wie zum Beispiel:
Eine Wohnung musste renoviert werden, eine Heizung fiel aus, ein
Fenster ging kaputt …

Jedes Mal, wenn so etwas passierte, vermieste es mir den Tag. Ich hatte
die Idee, mir würde etwas weggenommen, ich würde vom Pech verfolgt.
Und natürlich wusste ich, dass das nicht gerade sinnvolle Glaubenssätze
sind. Doch woher kam das?

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Teil 1 – Kapitel 21

Richtig. Ich hatte das Geld einfach nicht eingeplant, obwohl ja bei
genauem Hinsehen klar ist, dass diese Dinge passieren müssen. Heute
habe ich für jeden Quadratmeter Wohnfläche einen Dauerauftrag von
dem Mieteingangskonto zum allgemeinen Instandhaltungsrücklagen-
konto für meine Immobilien. Ich lege also einen Euro pro Quadratmeter
pro Monat zurück. Das ist mehr als empfohlen, aber wir wissen ja, wir
sollen stille Rücklagen schaffen. Und weißt du, was das Beste ist?

Das Beste ist, dass ich mich jetzt beim Rechnungen Zahlen happy fühle,
denn ich werde nicht kalt erwischt. Ich fühle mich als Verursacher und
nicht als Opfer „widriger“ Umstände.

Abgesehen davon, dass ich mich seitdem viel besser fühle in Bezug auf
meine Konten, bin ich auch der Meinung, dass sich negative Assoziati-
onen zu Geld und zum Zahlen von Rechnungen nicht positiv auf die
finanzielle Freiheit auswirken. Das kann ich nicht beweisen, ich glaube
allerdings fest daran.

Im Anhang findest du die Links für die Zuteilungsformulare und auch


Hinweise auf Videos, die das noch detaillierter erklären.

158 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Ein Auszug aus einigen Geldgesetzen

Resümee:
Geld und Wohlstand lieben Ordnung. Geld wächst dort, wo Ordnung
herrscht. Pleite geht man, indem man denkt, Geld ausgeben zu können,
das aber aufgrund mangelnder Transparenz tatsächlich jemand anderem
gehört.

Das Parkinsonsche Gesetz arbeitet permanent gegen deine Absicht,


Wohlstand und Unabhängigkeit zu erreichen. Um dies zu verhindern,
brauchst du ein festes Kontensystem, das Transparenz schafft und dich im
Zweifel lieber ärmer rechnet als reich.

Teste dein Verstehen:


+ Was ist die Gefahr, wenn deine Einnahmen steigen?
+ Wie dämmt man diese Gefahr ein?
+ Warum sind viele Menschen mit Immobilien zu Vermögen gekommen?
+ Warum muss man sich „armrechnen“, um wohlhabend zu werden?
+ Um die wichtigsten Geldgesetze sofort umzusetzen, sie noch besser zu verstehen
und finanzielle Fehler zu vermeiden, solltest du die 18 Coachingfragen und
Übungen auf Seite 76 des Workbooks Nr. I der „90-Tage-Challenge“ abarbeiten.
Um nicht versehentlich gegen die allgemeingültigen Geldgesetze zu verstoßen
und dich dadurch selbst zu sabotieren (oder vielleicht sogar in die Pleite zu
stürzen), schaue dir dieses Erklärvideo über die „90-Tage-Challenge“ auf meiner
Webseite an: www.alex-fischer-duesseldorf.de/90TC-erklaervideo

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Teil 1 – Kapitel 21

Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Zuteilungsformular für Privatpersonen (Beispiel):
Muss je nach Situation individuell angepasst werden.
BETEILIGTE KONTEN ZAHLUNGSEINGÄNGE
Kontoname Bank IBAN Gehalt Geschenk Weitere ...
NETTOEINNAHMEN Gehaltskonto ... ... 1.900,00 € 50,00 € ...
Darlehen/Kredite Dauerauftrag ... ... 200,00 € 0,00 € ...
Miete Dauerauftrag ... ... 600,00 € 0,00 € ...
Sparverträge/Lebensversicherung usw. Dauerauftrag ... ... 100,00 € 0,00 € ...
RÜCKLAGEN RÜCK- RÜCK- RÜCKLAGEN
Bereinigte Bruttoeinnahmen LAGEN LAGEN 1.000,00 € 50,00 €
RÜCKLAGEN
10 % Rücklage tabu (Geldmagnet) Geldmagnet ... ... 100,00 € 5,00 € ...
Risiko (unerwartete Dinge) Rücklagen ... ... 50,00 € 2,50 € ...
Anschaffungen (Auto, Möbel usw.) Rücklagen ... ... 30,00 € 1,50 € ...
Urlaub Rücklagen ... ... 100,00 € 5,00 € ...
Charity (wohltätige Zwecke) Rücklagen ... ... 50,00 € 2,50 € ...
Gesamt Rücklagen 480,00 € 33,50 € ...
VERBLEIBENDER BETRAG
Gehaltskonto ... ... 520,00 € 16,50 € ...
DER NETTOEINNAHMEN =
(für allgemeine Lebenshaltung)

160
Zuteilungsformular für Unternehmer (Beispiel):
Muss je nach Situation individuell angepasst werden.
BETEILIGTE KONTEN ZAHLUNGSEINGÄNGE
Kontoname Bank IBAN Auftrag 1 Produktverkauf Weitere ...
BRUTTOEINNAHMEN Eingang ... ... 7.000,00 € 3.000,00 € ...
Eigenkapitalrückfluss (Gesell./CEO) Eigenkapital ... ... 1.500,00 € 0,00 € ...
Zins/Tilgung Direktzahlung ... ... 200,00 € 0,00 € ...
Büromiete Direktzahlung ... ... 800,00 € 0,00 € ...
5 % Rücklage für Gewährleistungen Rücklagen ... ... 350,00 € 150,00 € ...
Ein Auszug aus einigen Geldgesetzen

Bereinigte Bruttoeinnahmen 4.150,00 € 2.850,00 € ...


ÜCKLAGEN
RÜCKLAGEN
19 % Umsatzsteuer Steuern ... ... 788,50 € 541,50 € ...
30 % Einkommens-/Körperschaftssteuer Steuern ... ... 1.245,00 € 855,00 € ...
10 % Rücklage tabu (Geldmagnet) Geldmagnet ... ... 700,00 € 300,00 € ...
10 % RL Werbung Rücklagen ... ... 415,00 € 285,00 € ...
5 % Risiko (unerwartete Dinge) Risiko ... ... 207,50 € 142,50 € ...
Personalkosten Personal ... ... 350,00 € 200,00 € ...
5 % RL Charity (wohltätige Zwecke) Rücklagen ... ... 207,50 € 142,50 € ...
3 % Anschaffungen (Maschinen, Auto, Rücklagen ... ... 124,50 € 85,50 € ...

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EDV, Möbel usw.)

Gesamt Rücklagen ... ... 4.038,00 € 2.552,00 € ...

161
VERBLEIBENDER BETRAG
Rechnungen ... ... 112,00 € 298,00 € ...
DER BRUTTOEINNAHMEN =
(für allgemeine Rechnungen)
Teil 1 – Kapitel 21

Kontensystem: Privatperson

Geldmagnet STOP

Miete

Nettoeinnahmen Darlehen/Kredite

Auto, Möbel, etc.

€ Rücklagenkonto Rechtsfälle/Klagen
Gehaltskonto

Unerwartetes

Wohltätige Zwecke

Aus Überschuss Zur freien Verfügung

Kontensystem: Investment-Immobilie

Zins/Tilgung
Mieteinnahmen

Steuerkonto Finanzamt

€ Rücklagenkonto Instandhaltung, Öl-Rücklagen


Hauptkonto
pro Objekt
Risikokonto Rechtsfälle/Klagen

Unerwartetes
Aus Überschuss

Geldmagnet STOP

162 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
KAPITEL 08

Wie die Macht


mit dir ist

Ich liebe coole Überschriften. Aber Spaß beiseite. Langsam dämmerte


mir anhand der vorherigen Beispiele, dass ich vielleicht nicht die übli-
chen Fragen stellen sollte, die jeder stellt. Und vor allem, dass ich nicht
die üblichen Leute fragen sollte, die jeder fragt.

Ein ebenfalls sehr erfahrener Freund und Partner von mir meinte:
„Alex, das ist sehr schlau, denn die Leute, die wirklich etwas können in
Management, Marketing etc., stellen sich nicht für 5.000 Euro an die
Uni. Leute, die etwas können, machen eigene Projekte und tauschen
nicht Zeit gegen Geld.“ Hier gibt es sicher Ausnahmen, die das aus
Berufung tun, aber grundsätzlich hatte er sicher recht.

Außerdem hatten die vorherigen Beispiele gezeigt, dass die Lösungen für
viele geschäftliche und private Probleme oft in ganz anderen Fachgebieten
lagen, als man hätte denken sollen. Dass sich meine größten Business-
probleme nicht durch Volkswirtschafts- oder Betriebswirtschaftslehre
lösen lassen würden, sondern durch Philosophie oder Physik, hätte ich
nie für möglich gehalten.

Also machte ich es wie Steve Jobs, begann mich auch in ganz anderen
Branchen umzuschauen und nicht nur mit den „Business-Nerds“ zu
sprechen.

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Teil 2 – Kapitel 08

Die ultimative Erfolgsregel


Ich hatte Gott sei Dank trotz der Fehler, die ich alle machte, eine Eigen-
schaft, die mich (ohne dass ich es willentlich tat) von vielen anderen
unterschied. Ich war extrem zäh. Und ich hatte schon in der Schule
gelernt, dass der gewinnt, der den längeren Atem hat.

Das, was ich dir jetzt nachfolgend erklären werde, ist eine einfache
Erfolgsregel, die sehr leicht durchzuführen ist – auch ganz ohne persön-
liche Fähigkeiten. Man muss nur verstehen, was es ist und dass es
existiert.

Zunächst ein paar Definitionen aus der Physik


Zunächst muss ich allerdings ein wenig allgemeiner ausholen und wieder
zurück in die Physik marschieren: Wie wir vorher schon beim Thema
Geld festgestellt haben, ist die Definition von Energie: „Teilchen in
Bewegung“.

Ich war immer auf der Suche nach einer Methode, mit der ich meine
Ziele mit 100-prozentiger Zuverlässigkeit Wirklichkeit werden lassen
könnte. Und dazu muss man nur eine Sache wissen. Wirklichkeit werden
heißt eigentlich „sich materialisieren“.

Und somit wären wir bei der Definition von Materie: Materie ist
„verdichtete Energie“.

Würde man also in ein Stück Stein mit einem (bisher noch nicht
gebauten) Superelektronenmikroskop hineinschauen, so würde man
dort sehen, dass die Moleküle allesamt nur aus zusammengepresster
Energie bestehen.

Der Beweis dafür ist das (radioaktive) Metall Uran, aus dem man
Atombomben baut. Es hat eine spezielle Eigenschaft: Es ist nicht sehr
„beständig“. Was bedeutet, dass die energetischen Teilchen keine stabile
Bindung haben und leicht zerfallen (die Verdichtung der Energie ist

218 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wie die Macht mit dir ist

instabil). Hierbei wird Energie frei (Explosion). Das heißt vereinfacht


gesagt: Der Übergang zwischen Materie und Energie ist bei Uran „auf
der Kippe“.

Und das war das, was ich unbewusst richtig gemacht habe: Ich setzte
mir ein Ziel und richtete meine Energie darauf. Ich begann also darauf
hinzuarbeiten, meine Energie dort hinzuschieben und Aktionen in
Richtung Ziel zu unternehmen (Werbung, Anrufe, Termine, Planungen,
Ausarbeitungen etc.).

Ich ließ mich durch nichts frustrieren, sondern blieb immer am Ball.
Und nach vielen Rückschlägen (Rückschläge sind erstaunlicherweise
auch etwas ganz anderes, als man ursprünglich denkt – doch dazu später
mehr) machte es auf einmal wie magisch „Plopp“ und das Ziel war da
(hatte sich materialisiert).

Was will ich damit sagen? Halte dich an folgende gültige Gesetzmä-
ßigkeit und du wirst Dinge erreichen können, die dir bisher komplett
vorenthalten waren:

Richte deine Energie auf ein lohnenswertes Ziel und lasse sie lange
genug darauf, bis es sich materialisiert. Denn Materie ist ja verdich-
tete Energie.

Früher hatte ich auch einmal einen Spruch aufgeschnappt: „Setze dir
hohe Ziele, dann hast du die wenigste Konkurrenz …“ Und auch dieser
Spruch ergab für mich jetzt Sinn, aus zwei Gründen:

1. Die meisten Leute trauen sich große Ziele gar nicht zu, deswegen
gibt es da kaum Konkurrenz. Viele arbeiten an mittelmäßigen
Zielen, die aufgrund der hohen Konkurrenz viel schwerer zu errei-
chen sind.

2. Die, die sich die großen Ziele zutrauen, haben aber selten genug
Durchhaltevermögen. Sie können nicht lange genug Energie auf
das Ziel richten, bis es sich materialisiert.

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Teil 2 – Kapitel 08

Der Fehler, der gemacht wird


Wie läuft es in der Praxis, wenn man dieses Gesetz nicht kennt?

1. Man setzt sich ein Ziel.


2. Man beginnt auf dieses Ziel Energie und Aufmerksamkeit zu
richten.
3. Dann tauchen Probleme auf.
4. Man beginnt seine Aufmerksamkeit und Energie auf die Probleme
zu richten und vom Ziel wegzunehmen.
5. Die Probleme werden größer und die Hindernisse ebenso.

Es dauerte lange Zeit, bis ich erkannte, dass ich oft den Fehler machte,
meine Energie von den Zielen herunterzunehmen. Das geschah natür-
lich, ohne dass ich es merkte. Ich gab mich exzessiv dem Lösen von
Problemen hin, anstatt mein Ziel weiterzuverfolgen.

Tatsächlich zog ich damit meinem Ziel den Stecker. Stattdessen fing ich
an, die Probleme und Hindernisse mit Energie zu versorgen (die sich
dann durch meine eigene Energie immer mehr „materialisierten“).

Energie Energie

Ein Problem tritt auf

Problem

Ziel Problem
Ziel

Verdichtete Energie auf das Ziel wird das Fehler: Dem Ziel wird der Stecker gezogen. Die
Ziel „materialisieren“. Probleme dagegen „materialisieren“ sich immer
stärker, weil zu viel Energie darauf gerichtet wird.

220 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wie die Macht mit dir ist

Ich weiß, das klingt etwas theoretisch. Aber schau doch mal aus diesem
Gesichtspunkt auf deine Erfahrungen der letzten Jahre. Könnte es sein,
dass du

» a) die Dinge nicht lange genug mit Energie versorgt hast,

» b) deine Energie auf die falschen Sachen gerichtet hast,

» c) die Energie vom ursprünglichen Ziel auf andere Sachen


gerichtet hast oder

» d) deine Energie gegen andere Energie gerichtet hast (den Rhein


flussaufwärts schwimmen)?

In den nachfolgenden Kapiteln werde ich dir mehr darüber erzählen,


wie du es schaffst, deine Energie weiter fokussiert zu halten und „den
Rhein in Richtung deiner Zielsetzungen umzuleiten“. Dort wird diese
Theorie dann auch mit konkreten Beispielen untermauert.

Teste dein Verstehen:


+ Warum musst du ein klar umrissenes Ziel möglichst lange mit Energie versorgen?
+ Wie kann das in der Praxis aussehen, „Teilchen in Richtung Ziel“ zu schieben?
+ Welchen Fehler darfst du niemals machen, wenn Probleme oder Ablenkungen
auftreten?
+ An welchen vier Fehlern kann es liegen, wenn du ein Ziel nicht erreichst?
+ Wenn du in Zukunft viel schneller deine Ziele materialisieren und deinen
Hindernissen die Luft herauslassen möchtest, solltest du außerdem die 15
weiteren Coachingfragen und Übungen auf Seite 28 aus dem Workbook Nr. II
der „90-Tage-Challenge“ bearbeiten.

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KAPITEL 11

Der blinde Schwimmer


Bin ich ein blinder Schwimmer?

A ls ich einem meiner Vorbilder mal mein Leid klagte, wie schwierig
es doch sei, sich in der Geschäftswelt nach vorne zu boxen, antwor-
tete er lapidar mit:

„Alex, sei nicht der blinde Schwimmer …“

Was für ein blinder Schwimmer? Was meinte er damit? Er sagte:


„Alex, was die erfolgreichen Leute von den nicht erfolgreichen unter-
scheidet, sind nicht ihre Fähigkeiten. Es ist ausschließlich, ob sie blinde
Schwimmer sind oder nicht.“

Ich verstand noch immer kein Wort. Er fuhr fort: „Stell dir vor, du bist
ein blinder Schwimmer und gehst an einen See. Du steigst ins Wasser
und möchtest zum anderen Ufer schwimmen, kannst es aber logischer-
weise nicht sehen. Du schwimmst und schwimmst und bist inzwischen
(ohne es zu wissen) schon über die Hälfte des Sees geschwommen.
Langsam bekommst du Zweifel. ‚Was, wenn es noch weit ist? Schaffe
ich es dann noch zurück? Also, wenn jetzt nicht gleich das Ufer kommt,
dann muss ich umkehren, sonst reicht meine Kraft nicht mehr.‘“

„Ja und?“, fragte ich. Er sagte: „Bei den erfolglosen Leuten passiert
meistens Folgendes: Sie sind ungefähr zehn Meter vom anderen Ufer
entfernt, verlieren den Mut und haben Angst, alles zu verlieren. Sie
wenden fünf Meter vorm Ufer und schwimmen den ganzen harten Weg
wieder zurück.“

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Teil 2 – Kapitel 11

Wow, das war hart. Konnte das stimmen? War das wirklich so? Ich
begann wieder einmal in meinem Gedächtnis zu kramen, ob ich dafür
Beispiele finden könnte. Mir kamen ein paar, aber es ergab für mich
noch nicht 100-prozentig Sinn.

Also begann ich, Leute in der Gegenwart zu beobachten: erfolgreiche,


erfolglose oder Ausgang unbekannt. Und wieder einmal hatte er recht.
Jetzt, nachdem er mir dieses Gleichnis erzählt hatte, wurde es mir völlig
klar:

Jeder hat seine ganz privaten Gefängnismauern


Die Leute sind von Gefängnismauern umgeben. Diese Gefängnismauern
repräsentieren die Hindernisse auf unserem Weg zum Glück. Und da
gibt es zwei Arten von Menschentypen:

Typ Nummer 1 macht Folgendes: Er sucht sich einen Vorschlag-


hammer und einen Teil der Mauer, von dem er annimmt (wie dick die
Mauer ist, kann man von innen nicht sehen), dass sie dort möglichst
instabil sein könnte.

Er beginnt dann mit aller Inbrunst auf die Mauer einzuschlagen. Eine
Stunde schweißtreibender Arbeit später und schon mit Schwielen an
den Händen sagt unser Freund: „Nee, hier geht es irgendwie nicht so
gut. Ich gehe mal woandershin und schaue, ob es da besser ist.“

Was unser Freund nicht weiß, ist, dass er die Betonwand schon sehr
geschwächt hat, dass die Stahlstreben im Inneren inzwischen schon
ermüdet und kurz vorm Reißen sind. All die investierte Energie bringt
keinen Return. Und so rennt unser Freund von „Gelegenheit“ zu „Gele-
genheit“. Er investiert andauernd Energie in wechselnde Gelegenheiten
und bekommt niemals das Ergebnis.

Und dann gibt es die anderen Leute (Typ Nummer 2). Die suchen
sehr bedächtig den Punkt ihrer Mauer, suchen sich das Handwerkszeug
sehr genau aus und treffen dann eine unwiderrufliche Entscheidung.

234 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Der blinde Schwimmer

Und dann beißen sie sich wie ein Terrier an dieser einen Stelle der
Betonwand fest. Diese Menschen wissen genau: Früher oder später gibt
die Betonwand nach. Und so ist es dann auch. Immer.

Der Wanderer und der Terrier


Es gibt also zwei Arten von Mindsets, das des Wanderers (rennt von
einer Gelegenheit zur anderen) und das des Terriers (sucht sich die Gele-
genheit sehr genau aus und verbeißt sich dann). Ich denke, ich habe
meine Terrierfähigkeiten inzwischen ziemlich gut entwickelt und halte
mich auch für einen inzwischen sehr zähen und durchhaltekräftigen
Kerl. Aber ich habe auch einen Trick. Immer wenn ich merke, dass
Selbstmitleid aufkeimt oder die Idee aufzugeben, denke ich an folgende
Geschichte:

Mein persönliches Durchhalte-Doping


Irgendwann in den 70er-Jahren lebte ein Inder namens Dashrath
Manjhi glücklich in seinem Dorf mit seiner geliebten Ehefrau. Das Dorf
war durch einen Berg von der nächstgrößeren Stadt abgeschnitten. Die
Luftlinie vom Dorf zu dieser Stadt betrug nur einen Kilometer, man
musste dafür jedoch über den gefährlichen Berg.

Eines Tages verletzte sich die Frau beim Überqueren des steilen Berges
schwer, und Manjhi musste sie auf seinen Händen in die Stadt tragen.
Da der Berg im Weg stand, musste er sie 70 Kilometer um den Berg
herumtragen, um sie ins nächste Krankenhaus zu bringen. Diesen
langen Weg überlebte seine Frau leider nicht.

Er traf den festen Entschluss, dass ein solches Unglück wie das seiner
Frau niemand anderem mehr beim Überqueren des Berges passieren
sollte. Er schnappte sich Hammer, Meißel und Brecheisen und begann
ausschließlich per Hand (Elektrizität war nicht vorhanden) und ohne
weitere technische Hilfsmittel, den Berg abzutragen. 90 Meter hohe
Felswände, Stück für Stück.

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Teil 2 – Kapitel 11

So fräste er sich einen Kilometer mit einer Breite von ca. 10 Metern
durch den Berg. Es dauerte ganze 22 Jahre, bis er es geschafft hatte. Was
für eine Leistung!

Aber was waren seine stärksten Werkzeuge? Hammer, Meißel, Brecheisen?

Nein, es waren Entschlossenheit, Durchhaltevermögen und die unglaub-


liche Liebe zu seiner Zielsetzung: dass niemand anderem mehr das gleiche
Leid widerfahren sollte wie ihm damals mit seiner Frau. Jedes Mal, wenn
ich also weinerlich werde, erinnere ich mich an Manjhi. Danach komme
ich mir vor wie eine Heulsuse und ziehe es einfach durch.

Was macht den Schwimmer blind?


Einer meiner besonders erfolgreichen Kontakte sagte einmal zu mir:
„Alex, hast du dich schon einmal gefragt, woran es liegt, dass der blinde
Schwimmer nicht sehen kann?“

„Keine Ahnung, was meinst du damit?“

„Das, was dich blind werden lässt, ist die Größe des Projekts.“

Ich verstand kein Wort, was er mir wohl ansah. Er fuhr fort: „Alex,
nehmen wir mal an, du hast zwei Jobs: Vormittags verkaufst du
Tennisbälle, am Nachmittag sollst du dich um den Verkauf einer
Acht-Millionen-Immobilie kümmern. Du bist bei beiden Jobs neu, hast
keine Erfahrung und auch keine Kontakte. Schauen wir uns zunächst
den Halbtagsjob des Tennisballverkäufers an: Würdest du gleich in den
ersten zwei Tagen Tausende von Tennisbällen verkaufen?“

Ich antwortete: „Unwahrscheinlich, ich wäre vermutlich froh, wenn ich


am ersten Tag vier oder fünf verkaufen würde, am zweiten zehn Stück,
und nach einer Woche würde ich eigentlich ganz gerne pro Tag mindes-
tens bei 50 sein.“

236 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Der blinde Schwimmer

„Genau, du würdest dich also erst einmal Stück für Stück hocharbeiten
müssen und würdest dabei in etwa folgende Phasen durchlaufen:

Die erste Phase wäre, überhaupt mal den ersten Tennisball verkauft zu
bekommen.

Die nächste, irgendwie rauszubekommen, wie man Tennisbälle relativ


schnell verkauft und sich nicht stundenlang damit aufhält, das Hand-
werkszeug zu lernen. Also die Kontakte aufzubauen und herauszukriegen,
worauf Kunden wirklich abfahren.

Danach würde man irgendwann ausrechnen, wie viele Tennisbälle man


pro Tag verkaufen müsste, damit man gut davon leben könnte. Sagen
wir beispielsweise: 100 Stück.

Und dann würdest du eine Statistik machen und immer weiter analy-
sieren, auswerten und daran arbeiten. Alles mit dem Zweck, den täglichen
Umsatz über 100 zu bekommen, weil es ab da lebensfähig wäre.“

Ab wann lohnt sich ein Projekt?


Ich verstand nicht ganz: „Was meinst du denn mit lebensfähig?“

Worauf er erwiderte: „Na ja, mit lebensfähig meine ich, dass sich der
ganze Aufwand überhaupt lohnt, um ein lohnendes Geschäft zu sein.
Du könntest dir auch die Frage stellen: ‚Ab wann hat sich das Invest-
ment gerechnet?‘“

Das klang logisch. Er fuhr fort: „Wir sind uns also einig, dass man
mit einem Projekt, mit dem man sich nicht auskennt, nicht direkt am
Anfang von 0 auf 100 durchstarten kann. Es ist unrealistisch, dass man
ab dem zweiten Tag gleich die bestmöglichen Ergebnisse erzielt, richtig?“

Ich antwortete: „Na klar, ich würde mir einfach ausrechnen, ab welchem
Bereich der Tennisballverkauf wirklich ein lohnendes Geschäft ist. Dann

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Teil 2 – Kapitel 11

würde ich einfach darauf achten, dass meine Statistik Stück für Stück
immer weiter nach oben geht, bis ich in diesem Bereich bin, korrekt?“

„Ja, genau so macht man das. Man achtet einfach Stück für Stück darauf,
dass sich die Ergebnisse jeden Tag und jede Woche verbessern und
niemals nach unten gehen. Irgendwann ist man im überlebensfähigen
Bereich.“

Die Phasen jedes Projektes


So weit konnte ich das alles nachvollziehen. Ich verstand nur immer
noch nicht, was die Punkte sind, die mich blind machten. Darauf ange-
sprochen sagte er Folgendes:

„Wir fassen zusammen: Normalerweise hat man die Phase, dass man
erst mal in Bewegung kommen muss. Dann muss man rauskriegen, wie
das Ganze funktioniert. Dann strebt man sowohl durch Kraft als auch
Schlauheit an, dass die Statistik Stück für Stück in die Richtung geht, wo
der Bereich sich lohnt, korrekt?“ Ich stimmte zu.

„Und warum gibst du nicht einfach mittendrin auf?“

Ich dachte laut: „Warum sollte ich? Ich sehe ja die Fortschritte und dass
es in die richtige Richtung geht.“

Das Problem bei „Alles-oder-nichts-Projekten“


„Und genau das ist das Problem: Denk mal an den zweiten Job – eine
große Wohnanlage für acht Millionen Euro zu verkaufen. Hier hast
du ein klassisches Alles-oder-nichts-Projekt. Wird es verkauft, hast du
250.000 Euro verdient. Wird es nicht verkauft, hast du gar nichts. Es
gibt also offenbar keine Statistik, die du Stück für Stück nach oben
treiben kannst, was wahnsinnig frustrierend ist.“

Ich begann zu verstehen, deutete ihm aber an, er möge weitersprechen.


„Na, bei dem Beispiel mit den Tennisbällen dauert es vielleicht auch

238 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Der blinde Schwimmer

zwei Jahre, in denen du investieren musst (Zeit, Nerven, Kontaktaufbau,


Verluste etc.). So lange, bis der Tennisballverkauf ein wirklich lohnendes
Geschäft ist. Allerdings haben kleinteilige Geschäfte einen Riesenvorteil:
Du siehst den Fortschritt.“

„Aber das ist ja total frustrierend, wenn es keinen Fortschritt gibt“, erwi-
derte ich.

„Nein, nein“, korrigierte er mich, „es gibt sehr wohl Fortschritt, du


weißt nur nicht, wie du ihn erkennst. Die meisten machen den Fehler
zu sagen: ‚Mensch, jetzt habe ich es schon fünfmal versucht und habe
noch immer keinen Verkauf gemacht, das ist schlecht.‘ Sie fangen an ‚zu
wandern‘ und klopfen an einer anderen Stelle in die Betonmauer.“

„Eigentlich ist das wie bei dem Chinesischen Bambus, der drei Jahre
unterirdisch wächst und scheinbar keinen Fortschritt macht. Du musst
nur auf das Richtige schauen (beim Bambus in das Erdreich). Aber es
gibt halt offenbar keine Fortschrittsstatistik im klassischen Sinn.“

Hatte ich das richtig verstanden? Es gab schon Fortschritt, aber man sah
ihn nicht, ähnlich wie beim Chinesischen Bambus? Ich wollte es genauer
wissen: „Okay, aber woran erkenne ich denn jetzt, dass ich Fortschritte
mache?“

Woran ich bei großen Projekten erkenne,


dass ich auf dem richtigen Weg bin
„Du würdest Fortschritt daran erkennen, dass deine Versuche, zum
Ziel zu kommen, immer näher am Ziel scheitern.“

Hä? Er sah die Verwirrung in meinem Gesicht. „Alex, wenn du dieses


Immobilienobjekt in einem durchschnittlichen bis schwierigen Markt
(also kein Hype und auch kein toter Markt) das erste Mal vermarkten
würdest, würde Folgendes passieren:

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Teil 2 – Kapitel 11

» Du schaltest Werbung und kein Mensch meldet sich.

» Du schaltest weiter Werbung, auf einmal melden sich Leute per


E-Mail, die aber auf deine Anrufe nicht reagieren. Du machst
weiter.

» Auf einmal melden sich Leute, die auf deine Anrufe reagieren,
jedoch dann das Interesse sofort wieder verlieren. Du machst
weiter.

» Es melden sich Leute, die auf deine Anrufe reagieren und Interesse
an einem Termin haben. Bei der Besichtigung stellen sie jedoch
innerhalb von zwei Minuten fest, dass das Objekt nicht gefällt,
und brechen die Besichtigung ab. Du machst weiter.

» Die nächsten besichtigen ausgiebiger und sagen dann ab. Du


machst weiter.

» Die nächsten besichtigen bis zu Ende, machen die genaue Prüfung


und fordern auch ein Notarvertragsmuster an, um dann abzu-
sagen. Du machst weiter.

» Bei den nächsten steht dann schon der Notartermin und wird zwei
Tage vorher abgesagt.

Und das ist der Punkt, an dem selbst die Härtesten üblicherweise vor
Frust aufgeben. Sie wissen nicht, dass es vergleichbar ist mit einer
Statistik, die Stück für Stück nach oben geht.

Ich dagegen weiß: ‚Ha, dieses Mal ist es kurz vor dem endgültigen
Ergebnis gescheitert. Der nächste oder übernächste Anlauf wird zum
Ergebnis führen!‘ Und, lieber Alex, glaube mir, ich arbeite seit 30 Jahren
nach diesem Prinzip und es läuft immer auf die gleiche Art und Weise.

Ich habe auch jede Menge Freunde aus anderen Branchen.

240 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Der blinde Schwimmer

Immer wenn es um große Projekte geht, kannst du diesen Teil beob-


achten. Es ist die Wurzelbildung, die man auf den ersten Blick nicht
sieht, und das scheinbar andauernde ‚Scheitern kurz vor dem Ziel‘
ist kein schlechtes Zeichen, sondern ein gutes!“

Ich begann diese These zu beobachten


Ich nahm das erst mal so zur Kenntnis und wusste noch nicht, ob
ich das so recht glauben sollte. Gut, dieser Typ war ein sehr erfolgrei-
cher Mann und hatte mir schon viele hilfreiche Tipps gegeben. Aber
konnte das wirklich so sein? Fortan begann ich zu beobachten, ob diese
Gesetzmäßigkeit wirklich so ist. Und heute, fast 20 Jahre später, kann
ich dir eine Sache sagen. Es ist immer das Gleiche und es ist exakt so:

Bei großen Projekten erkennt man den Fortschritt (Vorgang der


Wurzelbildung) daran, dass sich der Punkt des Scheiterns immer
näher in Richtung Endergebnis (Ziel) bewegt.

Wenn du den Abschnitt „Wie die Macht mit dir ist“ genau gelesen
hast, verstehst du jetzt auch, warum. Jedes Projekt muss lange genug
energetisiert werden, um dahin zu kommen, wo man es haben möchte
(Ziel). Man muss also lange genug Energie hineinstecken, damit sich das
gewünschte Endergebnis materialisiert.

Den Fortschritt der Energetisierung erkennt man an oben genannter Regel.

Und das ist wirklich fies! Die Wurzelbildung (das scheinbare Scheitern
und der scheinbar nicht vorhandene Fortschritt) wird als Frustrations-
faktor wahrgenommen anstatt als Fortschritt wie bei der Statistik der
Tennisbälle. Kaum jemand kennt diese extrem wichtige Gesetzmäßig-
keit. Ich habe sie für dich veröffentlicht. Also, benutze sie weise, mein
Freund!

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Teil 2 – Kapitel 11

Resümee:
Je höher und je größer dein Ziel ist, desto länger muss Energie hineinge-
steckt werden (muss es energetisiert werden), damit es sich materialisiert.
Je größer das Ziel, desto länger dauern üblicherweise die Wurzelbildung
und der scheinbar nicht sichtbare Fortschritt. Fortschritt erkennst du
daran, dass dein Projekt immer näher am Ziel scheitert.

Purpose ist der Schlüssel


Du solltest in diesem Buch auf keinen Fall von Kapitel zu Kapitel
springen, sondern vorn anfangen und dich Stück für Stück nach hinten
vorarbeiten. Der Grund, warum ich das sage, ist, dass alle Beispiele und
Gesetze aufeinander aufbauen und du beim Querlesen zwei Drittel
verpassen würdest, die dich ein Vermögen kosten können.

Wenn du also bisher brav warst, dann weißt du, dass gemäß der vorher
beschriebenen Studie (Teil 1, „Kenne dein Warum“) die Chance, finan-
ziell unabhängig zu werden, 1 zu 1.350 gegen dich steht, wenn du nicht
deiner Passion folgst. Dieser Faktor wird sehr vernachlässigt, fast alle
konzentrieren sich auf „finanzielle Freiheit“. Auch die persönlichen
Beobachtungen, die ich gemacht habe, zeigen es eindeutig. Die Leute,
die ihren Job wirklich lieben, ihr persönliches Warum kennen und ihre
Passion leben, werden allesamt in recht kurzer Zeit finanziell frei.

Ein Beispiel dafür ist der bekannte Internetunternehmer Kris Stelljes,


den man von jedem noch so spannenden Fußballspiel ablenken kann,
indem man ihm einfach Fragen zu seinem Business stellt. Man sieht
einfach: Das ist seine Leidenschaft.

Wie du ja vorher gelesen hast, müssen gerade größere Herausforderungen


teilweise länger energetisiert werden, was sehr frustrierend sein kann.
Hierzu sagte ein Mentor von mir Folgendes: „Wenn du wirklich deiner
Passion folgst, dann fällt es dir total leicht, jeden noch so großen Frust zu
ertragen.“ Und das ist der Schlüssel. Ohne Energetisierung erfüllen sich

242 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Der blinde Schwimmer

keine großen Träume. Und ohne Passion keine Energetisierung. Also:


Finde und folge deinem Purpose. Ich habe die genauen Schritte für dich
dargelegt (das wurde vorher noch nie getan), also nutze sie.

Die Anti-Frust-Regel bei Projekten


Bei einem Mastermind (einem Treffen erfahrener Unternehmer zu einem
speziellen Thema mit dem Zweck, Erfahrungen auszutauschen und sich
gegenseitig zu inspirieren) ließ ein Unternehmer den Satz fallen: „Jaja, es
ist schon richtig: Man überschätzt völlig, was man an einem Tag getan
bekommt. Aber man unterschätzt total, was man in einem Jahr erledigt
bekommt.“

Lass diesen Satz mal eine Sekunde auf dich wirken. Blicke mal auf die
letzten Jahre zurück und schau, ob dieser Satz wahr sein könnte. Mir hat
diese Aussage total die Augen geöffnet. Ich rufe mir diese Regel jedes Mal
zurück, wenn ich gerade darüber genervt bin, dass ich wieder einmal
nicht geschafft habe, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Und
es ist absolut richtig: Wenn ich ein Jahr zurückschaue, bin ich wirklich
baff, was wir (mein Team und ich) da alles erledigt haben.

Teste dein Verstehen:


+ Was ist mit „blinder Schwimmer“ gemeint?
+ Welche zwei Mindsets gibt es, mit denen man an große Herausforderungen
herangehen kann, und warum funktioniert nur eines davon?
+ Woran genau erkennt man bei großen Projekten den Fortschritt, auch wenn
scheinbar keine Ergebnisse da sind?
+ Welche drei Phasen muss jedes größere Projekt durchlaufen?
+ 13 weitere Coachingfragen und Übungen, mit denen du die Ausdauer und das
Durchhaltevermögen eines Marathonläufers bei deinen Projekten entwickelst,
findest du auf Seite 35 im Workbook Nr. II der „90-Tage-Challenge“.

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KAPITEL 12

Wie schweißt man ein


Team zusammen und
was sind gute Führer?

D as ist eine Frage, an der ich lange geknobelt habe. Doch zunächst
einmal sollte man sich die Frage stellen: Warum ist das so wichtig?
Weil effektive Teams mit inspirierenden Führungskräften wirklich
„Dellen ins Universum hauen“ können, siehe Apple. Aber das war
schon im Altertum so.

Hannibal aus Tunesien


Circa im Jahr 218 v. Chr. beschloss Hannibal aus Cartagena (nahe
Tunis im heutigen Tunesien/Nordafrika), mit Elefanten und einem wild
entschlossenen Team in Richtung Rom loszumarschieren. Er war fest
entschlossen, Rom einzunehmen. Um nach Italien zu kommen, musste
er die Alpen überqueren (damals gab es noch kein ausgebautes Auto-
bahnnetz), was eine unglaubliche Strapaze war.

Auf dem Weg über die Alpen verhungerten und erfroren 30 % seiner
Männer und auch viele der Elefanten, Transport- und Nutztiere. Und
trotz der Strapazen, der Tausenden von Kilometern und der völligen
Ortsunkenntnis heizte Hannibal den Römern kräftig ein. Die ganzen
Legionen, die Mauern und auch die Ausgeruhtheit halfen den Römern
nicht. Wow, was für eine Führungsleistung.

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Teil 2 – Kapitel 12

Will man also Außergewöhnliches schaffen, braucht man ein außerge-


wöhnliches Team. Doch wie schweißt man solch ein Team zusammen? Das
ist eine Frage, die mich über Jahre beschäftigte. Die Antwort sollte wie
so oft in jahrelanger Beobachtung von Vorbildern liegen.

Simon Sinek und die US-Marines


Auf YouTube fand ich irgendwann einen Menschen, der ein Seelenver-
wandter von mir hätte sein können: Simon Sinek. Er hatte, wie sich
herausstellte, sehr ähnliche Werte und Interessen wie ich. Also begann
ich, seine Materialien zu studieren.

Simon hatte die Möglichkeit, das komplette Ausbildungsprogramm der


US-Marines zu beobachten und zu analysieren. Ich glaube, wir sind uns
einig, dass es die Ausbilder der US-Marines ziemlich gut hinbekommen,
effektive und schlagkräftige Teams zu formen. Simon interviewte also
Marines, die besonders heldenhafte Taten für ihre Kameraden begangen
hatten und auch mit Orden dafür ausgezeichnet worden waren. Er
wollte wissen, warum Leute bereit waren, ihr eigenes Leben zu riskieren,
um das anderer zu retten.

Keine der Antworten lautete erstaunlicherweise „Wegen der Medaille“


oder „Wegen des Ruhms“ oder „Weil es mir befohlen wurde“. Nein, die
Antwort war immer gleich. Alle antworteten sinngemäß: „Weil meine
Kameraden das Gleiche für mich gemacht hätten.“

Ich hatte mich oft gefragt, warum es mir immer sehr leicht gefallen ist,
effektive Teams aufzubauen. Wobei viele meiner Geschäftspartner damit
riesige Schwierigkeiten zu haben schienen. Da ich natürlich auch von
meinen Geschäftspartnern abhänge (Vermittler, Vertriebe, Handwerks-
firmen etc.), lag es natürlich in meinem Interesse, diesen Partnern zu
helfen. Aber ich wusste einfach nicht, was der entscheidende Faktor war.
Wieder einmal bemerkte der Fisch das Wasser um ihn herum nicht.

Der Faktor, der mir nicht bewusst war, bestand darin, dass ich stets bereit
war (und es auch oft getan habe), für meine Mitarbeiter die Extrameile

246 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wie schweißt man ein Team zusammen und was sind gute Führer?

zu gehen. Darum waren diese auch bereit, für mich Außergewöhnli-


ches zu leisten. „Weil meine Kameraden das Gleiche für mich gemacht
hätten.“

Wie echte Führungskräfte führen


Hannibal saß damals also sicher nicht in seinem weich gepolsterten
Feldherrenzelt und aß Trauben und Gänseleber. Nein, es war eher folgen-
dermaßen: Während er mit seinen Soldaten die Wüste durchquerte
und langsam das Wasser zur Neige ging, brachten ihm seine Soldaten
den letzten Wasserschlauch mit den Worten: „Hannibal, du bist unser
Anführer, darum steht dir der letzte Wasserschlauch zu.“

Ein guter Anführer, und das war Hannibal ganz sicher, hätte also wohl
eher folgendermaßen reagiert: „Wenn ihr kein Wasser mehr habt, dann
brauche ich auch keines“, und hätte den Wasserschlauch in den Wüsten-
sand entleert.

Doch waren das alle Eigenschaften? Nein, es gab noch jede Menge
weitere. Nehmen wir doch einmal die deutsche Fußballnationalmann-
schaft. Die Spieler kommen aus völlig unterschiedlichen Vereinen,
kennen sich teilweise nicht, sind oft Gegner. Was macht sie zu solch
einem hochkarätigen Team, dass sie sich gegen alle anderen Länder der
Welt durchsetzen? Das gemeinsame Ziel: Weltmeister zu sein!

Der Coach (die Führungskraft, der Anführer) muss also zuallererst


in der Lage sein:

» a) ein erstrebenswertes Ziel hinzustellen,

» b) viele Gründe zu finden, warum man das Ziel erreichen sollte,

» c) die passenden Individuen zu rekrutieren,

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Teil 2 – Kapitel 12

» d) das Ziel trotz aller Schwierigkeiten und Hindernisse aufrechtzu-


erhalten und die Teammitglieder darauf zu fokussieren (trotz der
individuellen Ziele jedes einzelnen).

Und gerade darin liegt die Kunst der großen Anführer. Alle (von
Hannibal über Martin Luther King bis Mahatma Gandhi) hatten eines
gemeinsam: eine sehr konkrete Zielvorstellung und ein sehr starkes
„Warum“. Sie hatten also ein inspirierendes Ziel und jede Menge
Gründe, warum es erstrebenswert war, es zu erreichen.

Durch dieses Ziel und das Warum, zusammen mit ihren hohen Wert-
vorstellungen, sammelten sich Menschen um sie. Diese hatten ähnlich
hohe Ziele und ähnlich hohe Gründe, warum jene erstrebenswert seien.
Natürlich hatten sie auch ähnliche Wertvorstellungen.

Irgendwann in diesem Erkenntnisprozess dachte ich mir: „Jaja, in dem


alten deutschen Sprichwort ‚Wie der Herr, so’s Gescherr ( = Gefolg-
schaft)‘ steckt wohl viel mehr Wahrheit, als ich zunächst vermutete.“

Ein weiterer Faktor, der große Anführer ausmacht


Doch Simon brachte einen weiteren Faktor auf, der mir so auch nicht
vollständig bewusst war. Als er eines Tages im Flughafen das Boarding
beobachtete, hatte sich ein Mann bei der ersten Gruppe angestellt,
obwohl er gemäß seinem Ticket erst mit der letzten Gruppe an der Reihe
war. Der zuständige Sicherheitsmann fuhr den Passagier an und machte
ihn zur Sau. Warum sollte man so seine Kunden behandeln? Simon
wollte es genau wissen und sprach den Sicherheitsmann an.

Dieser antwortete sinngemäß: „Wenn ich die Regeln nicht durchsetze,


bekomme ich Ärger und verliere eventuell meinen Job.“ Simon zog
daraus und aus anderen Beobachtungen den Schluss, dass Mitarbeiter,
wenn sie sich nicht sicher fühlen, das Ziel der Firma aus den Augen
verlieren. Stattdessen arbeiten sie so, dass sie sich selbst absichern. Wenn
die Marines nach den gleichen Prinzipien arbeiten würden, wären wahr-
scheinlich früher oder später alle Teammitglieder tot.

248 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wie schweißt man ein Team zusammen und was sind gute Führer?

Seine Beobachtungen deckten sich mit meinen. Gute Führungskräfte


schaffen Sicherheit, Klarheit und Vorhersagbarkeit für ihre Mitar-
beiter. Sie ziehen, wie Simon es nennt, „einen Sicherheitskreis“ um ihre
Teammitglieder.

Das erklärt übrigens auch, warum sich in großen Konzernen Mitarbeiter


und Management oft nicht „grün“ sind. Das Management zieht sehr
wohl einen Sicherheitskreis, jedoch nur um das Management (Abfin-
dungen etc.), nicht jedoch um die weitere Belegschaft.

Resümee:
Wirklich hochklassige Anführer haben einen Traum (nicht einen Plan)
und eine sehr hohe Motivation, aus der heraus sie etwas verwirklichen
wollen. Das sorgt dafür, dass sie ähnliche Leute mit den gleichen Zielen
und Werten um sich scharen. Wenn die Leute dann noch das Gefühl
haben, dass der Anführer für sie das Gleiche machen würde wie sie für ihn
und er ihnen Sicherheit wie in einer Familie gibt, dann kann man auch
die schwierigsten Gegner niederringen.

Teste dein Verstehen:


+ Warum sind Menschen bereit Heldentaten zu vollbringen?
+ Welche vier Punkte müssen wirkliche Führungskräfte angehen, um ein schlag-
kräftiges Team zusammenzustellen und es erfolgreich zu machen?
+ Warum sollten Führungskräfte einen „Sicherheitskreis“ ziehen?
+ 7 weitere Übungen und Coachingfragen, die dir dabei helfen werden, eine
bessere Führungskraft zu werden, findest du in der „90-Tage-Challenge“ im
Workbook Nr. II auf Seite 38.

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KAPITEL 01

Die Unterziele auf


deinem Weg zur
finanziellen Freiheit.
Ein Überblick

Das sinnvolle Ziel, das du anstreben solltest


Finanzielle und persönliche Freiheit, die es einem ermöglicht, seinem
Purpose (dem wahren Ziel, der Bestimmung) zu folgen.

G rundsätzlich erreicht man dieses Ziel, indem man Tage sammelt.


Wie ich das meine? Stell dir vor, du hast im Monat 3.000 Euro
Kosten und etwas über 3.000 Euro netto (wir nehmen hier 3.000 Euro,
da sich diese Summe leicht durch 30 Tage teilen lässt).

Dann bedeutet das, dass du pro Tag 100 Euro verdienen musst, um
deine Kosten decken zu können.

Ziel ist es jetzt, passive Einkommensströme zu sammeln, mit dem Zweck,


„immer mehr Tage zu sammeln“, an denen du nicht arbeiten musst.
Und zwar deshalb, weil sich diese Tage über feste, passive Einnahmen
finanzieren.

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Teil 3 – Kapitel 01

Hättest du beispielsweise Einnahmen aus der Vermietung einer


Münzwaschmaschine in Höhe von 500 Euro pro Monat, so hättest du
damit 5 Tage gesammelt.

Finanziell frei bist du dann, wenn deine passiven Einnahmen (ohne


dafür arbeiten zu müssen) deine festen Kosten übersteigen. Und dann
bist du wirklich auf der Überholspur.

Warum bist du auf der Überholspur, wenn du alle 30 Tage komplett aus
passiven Einnahmen finanzieren kannst? Weil du dann nicht mehr Zeit
gegen Geld tauschen musst, keine Dinge mehr machen musst, auf die
du eigentlich keine Lust hast, und endlich genug Zeit hast, echte Werte
aufzubauen (Assets wie zum Beispiel Wissen, Kontakte, Maschinchen,
die für dich produzieren, etc.). Denn Kostendruck bringt dich dazu,
dass du Dinge tun musst, auf die du keine Lust hast. Das wäre zum
Beispiel ein Job, aus dem du schon längst herausgewachsen bist. Dieser
Kostendruck hält dich im Hamsterrad und kettet dich am Boden fest.

Gemäß meiner Erfahrung kommt Burn-out nämlich nicht von „zu viel
arbeiten“. Meiner Meinung nach kommt er daher, dass man gezwungen
ist eine Arbeit zu machen, die man eigentlich nicht tun möchte.

Wie wir ja inzwischen wissen, ist es unfassbar wichtig, die Zwecke


eines Ziels zu kennen. Diese Zwecke sind die Gründe, warum du trotz
Schwierigkeiten und Gegenwind an deinem Goal festhalten wirst
(„Energizing Phase“).

Arbeite also sehr genau für dich aus, warum du das oben genannte,
sinnvolle Ziel wirklich erreichen willst. Was würde es für dich und dein
Leben bedeuten? Für deine Lieben und deine Umgebung? Wie könnte
es sein? Warum wäre das toll? Etc.

306 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Die Unterziele auf deinem Weg zur finanziellen Freiheit. Ein Überblick

Beispiel: Wie du finanzielle Freiheit erreichst

30 Tage = 3.000 € Fixkosten/Monat = 100 € Fixkosten/Tag

+ 500 € Mieteinnahmen/Monat

Gesammelte Tage durch passive Einnahmen = 5 Tage

Überblick über die konkreten Schritte zur finanziellen Freiheit


Du musst eigentlich nur folgende Ziffern Schritt für Schritt durchziehen:

1. Das sinnvolle Ziel, das du anstreben solltest, und die Gründe


2. Den Geldmagneten einrichten
3. Deine Kosten kennen und reduzieren
4. Einkommen und freie kreative Zeit steigern mithilfe von Pareto
5. Deinen Purpose finden und verfolgen
6. Ressourcenliste erstellen (welche Werte habe ich, die ich nicht kannte?)
7. Stärkenliste erstellen (welche Stärken habe ich, die mich wertvoll
machen, ohne dass ich es gemerkt habe?)
8. Die Branchen-/Marktnischenliste
9. Cashflow steigern (feste, positive, laufende Einnahmen)
10. Eigenkapital steigern
11. Handelsgeschäfte
12. Bonitätsaufbau (Steigerung der Kreditwürdigkeit)
13. Finanzierte Handelsgeschäfte (durch Kredite)
14. Permanentes Investieren in Cashflow und andere Assets (Werte)

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Teil 3 – Kapitel 01

Wenn du jetzt noch nicht alles verstanden hast, ist das kein Problem, da
ich die einzelnen Punkte auf den folgenden Seiten sehr ausführlich in
einzelnen Kapiteln beschreiben werde.

Um das Thema finanzielle Freiheit noch besser zu verinnerlichen:


+ Im Workbook Nr. III der „90-Tage-Challenge“ auf Seite 7 findest du 5 Übungen,
um die Kernprinzipien für finanzielle Freiheit zu verinnerlichen und deinem
Traum der Freiheit einen Riesensprung näher zu kommen.

308 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
KAPITEL 09

Cashflow steigern

D u hast also inzwischen deinen Geldmagneten eingerichtet und bist


dir deiner Kosten bewusst. Du kennst jetzt deine Assets (Stärken
und Ressourcen) sowie deinen Purpose. Durch die Anwendung von
Pareto und die Wahl der richtigen Marktnische, in der du extrem wert-
voll bist, solltest du nun zwei Dinge eventuell schon geschafft haben:

» a) mehr Einnahmen zu generieren, da du inzwischen dort arbei-


test, wo du den höchsten Wert hast.

» b) Durch die konsequente Anwendung von Pareto auf deine


Arbeit, deine Freizeit und dein Privatleben solltest du dir inzwi-
schen ein wenig Zeit freigeschaufelt haben. Diese verwendest du
nun, um den laufenden monatlichen Cashflow zu erhöhen.

Und auch hier gilt das gleiche Phänomen wie bei der Ressourcen-
und Stärkenliste: Man muss den Blick für „Cashflow Opportunities“
(Möglichkeiten, passiven Cashflow zu erzielen) erst schärfen.

Der altbekannte Spruch „Das Geld liegt auf der Straße“ ist tatsächlich
wahr. Mir selbst fehlte nur sehr oft der „richtige Filter auf meiner Brille“,
so dass ich diese Möglichkeiten nicht wahrnehmen (sehen) konnte.

Beispielsweise angle ich seit meinem sechsten Lebensjahr. Wenn ich mit
Freunden auf einer Brücke stehend in einen Fluss schaue, sehe ich sofort
alle Fische, die dort vorhanden sind.

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Teil 3 – Kapitel 09

Meine Freunde dagegen sehen den Fisch selbst dann nicht, wenn ich
darauf zeige. Oder der indianische Fährtenleser, der jeden umgeknickten
Grashalm wahrnimmt. Woher kommen diese Fähigkeiten?

1. Man muss wirklich an dem Thema interessiert sein.

2. Man „energetisiert“ die Fähigkeit, diese Dinge wahrzunehmen,


indem man sich permanent damit beschäftigt.

3. Durch die aus 1 und 2 resultierende Übung erreicht man dann


eines Tages den geschärften Blick des Anglers oder des Fährtenle-
sers für Cashflow Opportunities.

Tipp: Nutze auch hier wieder die IHK-Liste, aber schaue sie aus
diesem Blickwinkel an: „Welche Cashflow Opportunities könnten
hier vorhanden sein?“

Zunächst ein paar Anwendungsbeispiele:

1. Gehaltserhöhung
Steigere deinen Wert, indem du dir zum Beispiel als Angestellter
zusätzliche Fähigkeiten (wirkliche Werte, nicht nur Ausbildungs-
zertifikate!) zulegst. Das Erste jedoch wäre, dass du ein A-Mitarbeiter
wirst. Chefs lieben A-Mitarbeiter, weil sie wertvoll sind.

Wer wertvoll ist, bekommt Gehaltserhöhungen.

Was die Werkzeuge eines A-Mitarbeiters sind und wie du ein solcher
werden kannst, beschreibe ich in dem kostenlosen „Karrierepower
Masterkurs“, den du auf meiner Website findest. Dann befrage deinen
Chef sehr interessiert und intensiv, was sein Kittelbrennfaktor ist, welche
Probleme er hat und wie du ihm dabei helfen kannst. Benutze dabei
bitte sehr intensiv die Definitionen und Hinweise, die ich dir im Kapitel
„Was ist Geld?“ gegeben habe.

336 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Cashflow steigern

Sollte dein jetziger Chef deine Assets und Skills nicht zu schätzen wissen,
so bist du dort am falschen Ort. Suche dir gemäß den Schritten des
Abschnitts „IHK-Branchenliste“ einfach einen Bereich oder eine Firma
aus, die a) einen möglichst hohen Kittelbrennfaktor hat und bei der du b)
besonders wertvoll für die Lösung dieses Kittelbrennfaktors sein kannst.

Achte jedoch darauf, dass du dort idealerweise mit sehr wenig Aufwand
ein großes Ergebnis erzielen kannst. So könnte zum Beispiel jemand, der
einen sehr gut laufenden YouTube-Channel zu IT-Problemen hat, ohne
viel Aufwand Recruitment oder Headhunting (die richtigen Mitarbeiter
für von Firmen ausgeschriebene Stellen finden) für IT-Leute betreiben etc.

2. Als Selbstständiger
Als Selbstständiger solltest du alles automatisieren, was du nicht wirk-
lich persönlich tun musst. Ein plastischer Chirurg muss beispielsweise
sehr große Teile seines Beratungsgesprächs immer wieder wie vom Band
herunterspulen: Risiken einer Schönheits-OP, welche Möglichkeiten
gibt es, welche Formen der Implantate gibt es, welche Techniken etc.

Würde er diesen Teil des Beratungsgesprächs auf Video aufnehmen und


in seinen Beratungsprozess automatisiert einbauen (wie zum Beispiel
anhand automatisierter E-Mail-Sequenzen), dann würde er sich pro Tag
mindestens zwei bis drei Stunden Zeit sparen.

Hier höre ich oft den Einwand: „Aber meine Kunden wollen doch auch
die persönliche Bindung.“ Korrekt. Wenn man also den 08/15-Teil (und
glaube mir, egal in welcher Branche, es gibt immer Bereiche, die man
einfach nur wie „vom Band herunterspulen“ kann) automatisiert, bleibt
sogar viel mehr Zeit für das Individuelle und Persönliche. Die hieraus
gewonnene Zeit nutzt du, um Cashflow Opportunities zu finden und
zu installieren.

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Teil 3 – Kapitel 09

Beispiele für Möglichkeiten,


deinen Cashflow sofort zu steigern

Zusatzjobs mit minimalem Zeitaufwand


Dahinter steckt die Frage: „Für wen ist mein Guano braunes Gold?“
Bist du beispielsweise Versicherungsvermittler (wie vorher schon
beschrieben), kannst du ohne viel Zeitaufwand zusätzlichen Cashflow
generieren, indem du etwa eine Kooperation mit einem Immobilienver-
trieb eingehst.

Ich kenne zum Beispiel eine Dame, die angestellt Vermietungen für eine
große Immobiliengesellschaft durchführt. Jedem neuen Mieter macht
sie beim Einzug auch gleich das Angebot, zu einem günstigeren Strom-
anbieter zu wechseln.

90 % der Mieter nutzen diese Chance und sie verdient pro Vertrag
über 100 Euro. Zusätzlicher Zeitaufwand? Drei Minuten. Die Dame
könnte übrigens auch noch Verträge für schnelles, günstiges Internet
und Pay-on-Demand-TV anbieten. Damit könnte sie ihren Ertrag noch
verdoppeln und verdreifachen.

Sie verdient heute wesentlich mehr durch ihre „Nebenbeivermittlungen“


als in ihrem (nicht schlecht bezahlten) Hauptjob. Auch hier sieht man
Pareto: Mit nur 1 % Aufwand kann man 51 % seines Ertrages generieren.

Vermittlungsgeschäfte
Vermittlungsgeschäfte jeglicher Art, die zu deinen Stärken, Ressourcen
und deinem Purpose passen: Du kennst viele Leute, die Darlehen brau-
chen? Besorg dir einen Darlehensvermittlervertrag.

So hat beispielsweise mein guter Freund und Geschäftspartner Thorben


Höfer ein System entwickelt, das sich „1-2-3 beitragsfrei“ nennt. Er hat
viele nebenberufliche Vermittler, die Folgendes tun:

338 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Cashflow steigern

Jeder Mensch hat im Durchschnitt acht Versicherungsverträge. Seine


nebenberuflichen Vermittler nehmen einfach nur einen sogenannten
„Maklervertrag“ auf, so dass die Verträge in Zukunft von einem echten
und professionellen (nicht an eine Gesellschaft gebundenen) Versiche-
rungsgroßmakler betreut werden.

Zum richtigen Verständnis: Es wird weder ein Neuvertrag abgeschlossen


noch irgendetwas gekündigt. Es werden lediglich die bestehenden
Verträge zu einem großen, professionellen Versicherungsmakler transfe-
riert. Dieser analysiert sie dann und holt üblicherweise Beitragsersparnisse
von bis zu 25 % heraus. Aufgabe des nebenberuflichen Vermittlers ist es
einzig und allein, den Maklerauftrag aufzunehmen und unterschreiben
zu lassen. Keine Neuabschlüsse, keine Kündigung, nur Beitragserspar-
nisse von 25 % auf die bestehenden Verträge.

Für diesen Maklervertrag gibt es eine Provision in Höhe von 350 Euro
und ab dem dritten Jahr durchschnittlich ca. 100 Euro im Jahr. Eine
schöne Art und Weise, sich echten passiven Cashflow aufzubauen. Der
ganze Papierkram wird nämlich allein von dem Versicherungsgroßmakler
gehandhabt. Das ist zum Beispiel eine schöne Möglichkeit, die eigenen
Versicherungsbeiträge durch laufende, feste Folgeprovisionseinnahmen
gegenzufinanzieren.

Automatisiertes Online-Marketing mit Informationsprodukten


Kris Stelljes hat es innerhalb von fünf Jahren vom Fließbandarbeiter
zum bekanntesten und wahrscheinlich sogar besten Internetmarketer
Deutschlands geschafft. Er hat einfach sein Wissen über Internet und
Marketing in Informationsprodukte gepackt und diese dann automati-
siert verkauft.

Automatisiert heißt: Er schreibt ein E-Book, dreht Videos und baut


um diese Informationen herum einen Online-Kurs. Dieser wird dann
über diverse Internetwerbewege bekannt gemacht und voll automatisiert
verkauft. Natürlich inklusive vollautomatisierter Zahlungsabwicklung
und Rechnungsstellung. Wenn du genau wissen möchtest, wie Kris

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Teil 3 – Kapitel 09

Stelljes es gemacht hat, empfehle ich dir sein Buch „Der Internet-
visionär“, in dem die Grundlagen beschrieben sind.

Affiliate-Marketing
Affiliate-Marketing könnte man ins Deutsche mit „Tippgeber-Mar-
keting“ übersetzen. Das Ganze läuft in etwa so: Anbieter zahlen
Tippgeber-/Vermittlungsprovisionen dafür, dass du ihnen Kunden per
Internet zuführst. Solltest du beispielsweise einen Blog oder einen gut
laufenden Video-Channel haben, ist das die Monetarisierungsart deiner
Wahl.

Amazon ist übrigens mit Affiliate-Marketing groß geworden. Du kannst


also beispielsweise mit Amazon einen Affiliate-Vertrag schließen und
bekommst dann je nach Produktart zwischen 3 und 10 % Provision.

Gerade Software-Anbieter zahlen meist 25 bis 50 % Affiliate-Provision.


Wenn du dazu mehr wissen willst, gib einfach mal in YouTube das Wort
„Affiliate-Marketing“ ein. Ralf Schmitz (findest du auch ganz leicht bei
YouTube) hat es sich auf die Mütze geschrieben, neue Leute ins Affiliate-
Marketing einzuführen.

Anmietung von Dachflächen


Und das ist wirklich wieder ein super Beispiel für die Guano-Strategie.
Ein Bekannter von mir beschäftigt sich damit, ungenutzte Dachflächen
(ja, du hast richtig gehört: Dachflächen!) für kleines Geld anzumieten.
Da sich Dachflächen üblicherweise sowieso nicht vermieten lassen, sind
die Eigentümer dieser Häuser natürlich hoch erfreut.

Mein Bekannter, der inzwischen gute Kontakte zu Mobilfunkanbietern


aufgebaut hat, vermietet diese Dachflächen dann weiter. Die Anmiet-
kosten pro Jahr betragen üblicherweise zwischen 200 und maximal 500
Euro. Die Mobilfunkanbieter zahlen jedoch je nachdem, was sie auf
diesem Dach installieren können, bis zu 5.000 Euro pro Jahr. Diesmal
liegt das Geld nicht auf der Straße, sondern auf den Dächern.

340 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Cashflow steigern

Werbeflächen
Ein guter Freund von mir aus Düsseldorf akquiriert (wirbt an) Werbe-
flächen an Hausfassaden. Jene vermietet er weiter an Werbetreibende
oder an Werbenetzwerke. Auch hier liegt das Geld nicht auf der Straße,
sondern klebt an der Hausfassade.

Tippgeber für Immobilien


Ich habe einen Vermittler, der über Jahre Tippgeber in großen Firmen
aufgebaut hat. Sie sind meistens selbst zufriedene Kunden und verdienen
sich ein (teilweise gar nicht schlechtes) Taschengeld, indem sie in ihrer
Firma das weiterempfehlen, was sie selbst umgesetzt haben. Und 1 %
Tippgeberprovision kann sich bei Immobilien durchaus lohnen, vor
allem wenn du zum Beispiel bei Ford, AEG oder einem sonstigen Groß-
betrieb arbeitest.

Vermietung von WG-Zimmern


Eine Freundin von mir ist kaufmännische Angestellte. Inzwischen
verdient sie passiv mehr als in ihrem Job. Sie mietet in Düsseldorf Fünf-
und Sechs-Zimmer-Wohnungen günstig an. Da diese relativ groß sind
und in der Gesamtsumme den meisten Menschen zu teuer, kriegt man
hier einen relativ günstigen Quadratmeterpreis. Sie sichert sich aller-
dings im Mietvertrag die Möglichkeit zur Untervermietung.

Meine Bekannte richtet eine Gemeinschaftsküche ein und vermietet die


restlichen Zimmer einzeln als Studentenwohnungen für 250 bis 350
Euro pro Zimmer. Die Studenten sind happy, weil sie gerne in WGs
wohnen und für ein Appartement 500 bis 600 Euro ausgeben müssten.

Meine Freundin ist auch happy, da sie pro angemieteter Wohnung


mit relativ wenig Aufwand rund 1.000 Euro Cashflow pro Monat
erwirtschaftet.

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Teil 3 – Kapitel 09

Programmierer
Du bist Programmierer? Spezialist in einem Bereich und hast Fähigkeiten
und Wissen, das sonst kaum einer hat? Baue einen Schulungskurs, eine
DVD oder schreibe ein Buch. Wenn du dich dann noch ein wenig mit
Online-Marketing auskennst (was heute eigentlich immer mehr zur
Pflichtübung wird), dann steht deinem passiven Cashflow nichts im
Wege.

Münzwaschautomaten/Waschsalons
Ich betreibe beispielsweise in einigen meiner Häuser Münzwasch-
automaten und Münztrockner. Die Leute brauchen keine eigene
Waschmaschine in ihre Wohnung zu stellen und ich bekomme laufenden
Cashflow.

Freunde von mir betreiben auch sehr profitabel Waschsalons: Leute


können dort ihre Klamotten waschen, trocknen etc. Der Personalauf-
wand ist minimal, der Cashflow sehr hübsch.

Snackautomaten
Ein anderer Freund von mir stellt beispielsweise gegen eine kleine Miete
Snackautomaten in größeren Mehrfamilienhäusern auf. Jene befüllt
er regelmäßig und erzielt dadurch einen sehr hübschen monatlichen
Cashflow.

Immobilien
Das Problem mit Immobilien ist, dass die meisten Leute die Immobilie
als Investmentwerkzeug nicht verstanden haben. Am leichtesten zu
verstehen ist sie, wenn man sie sich wie ein Unternehmen vorstellt:

Ein Unternehmen hat

» einen Unternehmenswert,
» Einnahmen,

342 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Cashflow steigern

» Ausgaben
» und sollte einen Gewinn abwerfen.

Das Gleiche gilt für die Immobilie: Sie hat Mieteinnahmen, sie hat
Kosten und sie hat einen Wert.

So macht es ein Freund von mir mit Firmen


Ein Freund von mir kauft regelmäßig Firmen. Er selbst untersucht
sie genau, prüft sie auf Herz und Nieren und ermittelt ihren wahren
Wert. Dabei schaut er natürlich auch sehr genau auf sogenannte „stille
Reserven“.

Das sind Potenziale, die in der Firma stecken und die man mit wenig
Aufwand herausholen kann. Oft ist es so, dass Firmen zum Beispiel
ein tolles Produkt haben, aber eine steinzeitliche Marketingabteilung.
Kennt man sich jetzt ein wenig mit Marketing aus, kann man durch
ganz kleine Veränderungen eine Verdopplung oder Verdreifachung des
Umsatzes hervorrufen.

Nun gut. Mit dieser Bewertung geht mein Freund zusammen mit allen
Bilanzen, Buchungslisten etc. zur Bank und leiht sich dort das Geld für
den Kauf der Firma. Die Bank bekommt als Sicherheit die Firmenan-
teile bis zur vollständigen Rückführung des Darlehens. Unser Freund
„beleiht“ (holt sich Geld durch Hinterlegen einer Sicherheit) also den
Firmenwert über die Anteile.

Wenn man sich ein Darlehen holt, muss man natürlich Schuldzinsen
zahlen (die Leihgebühr für das Geld) und das Darlehen Stück für Stück
wieder zurückzahlen (Tilgung = Rückzahlung des Schuldbetrages).

Nehmen wir an, die Firma kostet eine Million Euro und wirft einen
jährlichen Gewinn von 100.000 Euro ab. Die Bank stellt also eine
Million Euro Darlehen zur Verfügung (mit den Firmenanteilen als
Sicherheit), möchte von unserem Freund jedoch noch ein Aktiendepot

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Teil 3 – Kapitel 09

über 100.000 Euro als zusätzliche Sicherheit verpfändet (als Sicherheit


hinterlegt) haben.

Der Zinssatz beträgt 5 % und die Bank möchte 5 % jährliche Rückzah-


lung. Nachdem der Gewinn der Firma 100.000 Euro beträgt, werden
die Zinsen und die Rückzahlung mehr oder weniger aus den Erträgen
der Firma bedient.

Das bedeutet: Die gekaufte und komplett finanzierte Firma zahlt sich
selbst ab. Reduzierte Schulden (5 % Tilgung = 50.000 Euro pro Jahr)
bedeuten erhöhtes Vermögen unseres Freundes. Er baut sich also selbst
abzahlende Vermögenswerte.

Das ist jedoch nur Schritt eins! Im nächsten Schritt versucht er, die
Kosten der Firma zu senken und die Erträge zu erhöhen (die „stillen
Reserven“ und die versteckten Potenziale heben). Somit kann es sein,
dass die Firma nach vier, fünf Jahren nicht mehr 100.000 Euro Gewinn
im Jahr abwirft, sondern 200.000 Euro.

Jetzt strahlt unser Freund über beide Ohren:

1. Er hat eine Firma, die sich selber abzahlt.

2. Er hat einen zusätzlichen passiven Cashflow von 100.000 Euro im


Jahr, die er jetzt entweder zur schnelleren Schuldentilgung nutzen
kann oder einfach für neue Projekte oder für was auch immer.

3. Dadurch, dass er den Ertrag der Firma verdoppelt hat, ist die
Firma jetzt natürlich auch wesentlich mehr wert. Firmenkaufpreise
werden primär anhand der Erträge errechnet, was vereinfacht
gesagt bedeutet: doppelter Ertrag = doppelter Firmenwert.

So, und jetzt nimm das obere Beispiel und ersetze einfach „Firma“ durch
„Immobilie“.

344 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Cashflow steigern

1. Die Immobilie stellt einen Vermögenswert dar, der beliehen


werden kann ( = die Bank gibt dafür Geld).
2. Die zu zahlenden Schuldzinsen und die Rückzahlung (Tilgung)
werden idealerweise aus den „Gewinnen“ ( = Erträge) der
Immobilie getätigt.
3. Durch geschicktes Heben versteckter Potenziale (zum Beispiel
Einbauküchen, Verbesserung von Bädern und Energieeffizienz,
möbliertes Wohnen etc.) wird die Ertragskraft der Immobilie
gesteigert. Das führt dazu, dass der Cashflow positiv wird und
gleichzeitig der innere Wert (Wiederverkaufswert) der Immobilie
steigt.

Beispiel: Firmenfinanzierung
1. Schritt: Setup und Firmenkauf
Kapital für Firma Kauft Firma

Bank Käufer Verkäufer


Firmenanteile + 10 % vom Überträgt Anteile
Kaufpreis als Sicherheit

Firma

+ Einnahmen

– Ausgaben

Zins & Tilgung des Kredits Cashflow Überschuss für den Käufer

2. Schritt: Cashflow-Optimierung

+ Einnahmen erhöhen (z. B. durch Marketing) Mehr Cashflow


& Ertrag

bedeutet
– Ausgaben verringern (z. B. durch IT-Optimierung)

Wertsteigerung
der Firma

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Teil 3 – Kapitel 09

Beispiel: Immobilienfinanzierung
1. Schritt: Setup und Immobilienkauf

Kapital für Immobilie Zahlt Kaufpreis

Bank Käufer Verkäufer


Grundschuld auf Immobilie + Überträgt Eigentum
x % vom Kaufpreis als Sicherheit

Immo

+ Einnahmen

– Ausgaben

Zins & Tilgung des Kredits Cashflow + / – für den Käufer

2. Schritt: Cashflow-Optimierung

+ Einnahmen erhöhen (z. B. durch Mieterhöhung) Mehr Cashflow


& Ertrag

bedeutet
– Ausgaben verringern
(z. B. durch günstigere Wartungsverträge)
Wertsteigerung
der Immobilie

Wichtig:
In meinen über 20 Jahren Erfahrung habe ich sehr viele Leute gesehen,
die sich schon lange mit Immobilien beschäftigen. Jedoch haben die
meisten die wirklich wichtigen Grundprinzipien (gemäß Pareto) nicht
vollständig verstanden. Es ist wirklich essenziell, dass du mit dem Prinzip
„der Immobilie als Cashflow-Maschine“ denken kannst.

346 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Cashflow steigern

Darum schau dir bitte unbedingt die Grundlagenvideos in meiner


Playlist auf YouTube an. Außerdem habe ich zusätzliche Aspekte
der absoluten Immobiliengrundlagen in den ersten zehn Podcasts
der „Immobilien Investor-Podcast“-Reihe genauestens erklärt.

Du kannst zehn Jahre Immobilienwirtschaft studieren – wenn du diese


zehn Punkte nicht wirklich verinnerlicht hast, ist das alles für die Katz
und du wirst mit Immobilien kein Geld verdienen.

Im Anhang findest du die Links zu meinen YouTube-Kanälen und zum


kostenlosen Immobilieninvestor-Podcast bei iTunes oder Google Play.

Was Immobilien besonders sexy macht,


sofern man die Risiken im Griff hat, ist Folgendes:
1. Man kann Geld investieren, das einem gar nicht gehört.

2. Man hat einen realen Wert, so dass man im Falle von Inflation oder
Währungscrash sogar Gewinne macht (siehe Grundlagenvideos &
Podcast).

3. Man kann aktiv in das Investment eingreifen, hat es unter Kontrolle und
kann somit Zusatzerträge erwirtschaften.

4. Man kann mit der Inflation sogar richtig Geld verdienen, anstatt sich nur
dagegen abzusichern (siehe Podcast).

5. Man kann mit ein wenig Aufwand und Know-how sowohl das eigene
Vermögen (Immobilienwert) steigern als auch gleichzeitig zusätzlichen
laufenden Cashflow vereinnahmen.

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Teil 3 – Kapitel 09

Das unterscheidet Immobilien


von fast allen anderen Geldanlagen
Deswegen meine Empfehlung: Egal aus welcher Branche du bist, du
solltest dir Renditeimmobilien zulegen. Warum? Die Antwort gab mir
vor 20 Jahren ein Immobilienmultimillionär, der aber im Hauptberuf
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer war:

„Alex, was haben Fonds, Lebensversicherungen, Bausparverträge und


eigentlich jede andere Form von Geldanlage gemeinsam?“

Keine Ahnung, was er meinte.

„Sie haben alle eine Sache gemeinsam: Der Einzige, der hier bezahlt, ist
wer?“

Ich verstand noch immer nicht genau, was er meinte. „Na, ich natür-
lich!“, sagte ich.

Er bestätigte mich und fuhr fort: „Siehst du, Alex, und das ist bei der
Immobilie anders: Die muss man nur ein wenig anschubfinanzieren und
ab da bezahlen der Mieter und das Finanzamt für dich das Investment.
In gewisser Weise sind das einfach sich selbst abzahlende Rentenver-
sicherungen, die auch noch inflationsgeschützt sind.“ (Ich war ja
Versicherungskaufmann und deswegen zog er wohl diesen Vergleich …)

Als ich genau nachfragte, erklärte er mir, dass er einfach jedes Jahr eine
Immobilie gekauft und sie innerhalb von ein paar Jahren auf null bzw.
in den positiven Bereich gesetzt habe (Cashflow).

Er hat also jedes Jahr eine Immobilie gekauft, sie zum „Selbstläufer“
gemacht und dann wieder die nächste gekauft. Irgendwann werden die
Selbstläufer zu Cashflow-Überschuss, und dann geht das Spiel natürlich
immer schneller.

Ich habe vor 20 Jahren angefangen, ihm das nachzumachen. Ich kann dir
sagen, ich bin ihm sehr dankbar für diesen damaligen Rat. Ich bedaure

348 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Cashflow steigern

nur eine Sache: Ich habe zwar jedes Jahr viele Immobilien in meinen
GmbHs gekauft, saniert und anschließend weiterverkauft.

Wenn ich es wie er gemacht hätte und mir wirklich jedes Jahr einfach
privat eine Immobilie gekauft hätte (habe ich natürlich auch, aber eben
nicht jedes Jahr), dann würde ich heute aus dem Lachen überhaupt
nicht mehr herauskommen.

Im Anhang findest du Links zu unserer „RADG-Facebook-Club“-


Community. Dort diskutieren wir weitere Cashflow Opportunities
und geben uns gegenseitig Tipps. Das ist eine geschlossene Gruppe,
die nur Leute kennen, die dieses Buch bis zu dieser Stelle gelesen
haben.

Wie du neue Cashflow-Möglichkeiten identifizierst:


+ Die 16 Coachingfragen und Übungen auf Seite 25 im Workbook Nr. III der
„90-Tage-Challenge“ helfen dir dabei, diverse neue Cashflow-Möglichkeiten zu
identifizieren und dadurch konstante Einnahmen zu generieren. Hier arbeitest
du konkrete Schritte für mehr passiven Cashflow aus.

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