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Diese Informationen aus meiner KRISEN-TOOLBOX 


könnten eventuell auch noch hilfreich sein  
 
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Krisen Survival Package 
(Das Unternehmerhandbuch zur Krisenbewältigung) 
 
Krisen Situations-Checklisten 
(Mit Schritt für Schritt Anleitungen durch die Krise) 

Welche Banken sind in dieser Krise noch sicher? Welche solltest Du unbedingt meiden? 
(Wie kann ich Geldwerte und Barmittel vor Bankencrash, Liquidation etc. effektiv absichern?) 

Wie werden sich die einzelnen Immobilienmärkte in/nach dieser Krise entwickeln? 
(Chancen und Risiken - “Behind the scenes”- Einblicke) 
  
Mietverluste in der Corona Krise? So gehst Du damit um... 
(Prävention, Abwehr, Gefahren, Chancen) 
 
Wie sichere ich meine Immobilien und Vermögen vor staatlichem Zugriff ab?  
(Zwangshypotheken, Enteignung, Bankenrettung etc.) 

Einzelhandel  und  Gastronomie:  Versicherung  zahlt  nicht  für  Betriebsschließung?  Hier 


bekommst Du Hilfe! 
(So können sich Einzelhändler und Gastronomen wehren) 
 
Kostenloses Buch: “Reicher als die Geissens” 
Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilienmillionär 
 
 
 
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jeweils aktuellste Version, wenn wir Anpassungen vornehmen: 

Wohin kann man in der Corona Krise (je nach Risikobereitschaft) überhaupt noch 
investieren? 
(Theorie UND Praxis: Börse, Immobilien, (strategische) Beteiligungen etc.)   

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Inhaltsverzeichnis 
Warum ich dieses Booklet geschrieben habe 6 
Meine sieben Krisen 6 
Ohne meine damaligen Mentoren wäre ich heute am A…. 6 
Es geht oft um Millimeter 6 
Mein Schwur am Tiefpunkt 7 
Was mich bewegt und zugleich ärgert 7 
Vier Jahre, die mir heute zugute kommen 8 
 
Wohin kann man in der Corona Krise (je nach Risikobereitschaft) überhaupt noch investieren? 9 
Die Situation vor der Krise 9 
Was ist Geld? 9 
Deflationärer Druck (= Cash für Investitionen wird knapp) 9 
 
Börse 10 
Ein Überblick 10 
Risk On / Risk Off Effekt 10 
Warte nicht auf den richtigen Kaufzeitpunkt 11 
Die Qual der Wahl - Was kaufen? 12 
Was viele Anleger beim DAX übersehen 12 
Kenne die Regeln der Gaußschen Normalverteilung 13 
Aktienanlage für sicherheitsorientierte Anleger 14 
Achtung vor Fake-Produkten 14 
Weltwirtschaft mit extremster Streuung (10.000 Aktien, 100% rein, keine Derivate  
oder Swaps) 14 
Fokus auf Öl 15 
Zur Beimischung (maximal 10%) Gold oder Goldminenaktien 15 
 
Der träge “Immobilienmarkt” und seine Risiken 1 6 
Es gibt keinen Immobilienmarkt 16 
Konsequenzen von Krisen 16 
Weitere Immobiliennischen at risk 16 
Warum A-Standorte krisensicherer sind 17 
Warum ich Immobilien liebe: Meine beste Investment-Regel 18 
Chancen nutzen durch Bankkontakte und hohe Liquidität 18 
Auslandsimmobilien (z.B. Mallorca oder USA) 19 
Nutze die Regeln der Märkte 19 
Keine Zeit? Kein Netzwerk? 20 
 
   

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Weitere Investments/Nischeninvestments 2 1 
Photovoltaikanlagen auf fremden Dächern 21 
Container 21 
Finger weg von offenen/geschlossenen Immobilienfonds 21 
Strategische Investments, wenn du selbst Unternehmer bist 21 
 
Sichere dein Vermögen 2 3 
Ein Gesetz, das kaum jemand kennt, aber fatal für dich werden kann 23 
Die mögliche Konsequenz für dich 23 
Welches Vermögen ist betroffen? 23 
Sondervermögen, das nicht in einen Sanierungsfall hinein gerechnet werden dürfte 24 
Meine Empfehlung 24 
 
Resümee 2 5 
Über den Autor 2 6 
Bonuskapitel & weitere kostenlose Informationen für dich 2 8 
 

   

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Warum ich dieses Booklet geschrieben habe 

Meine sieben Krisen 


Ich  habe in diesem Leben bereits sieben große Krisen mitmachen müssen. Zwei davon waren 
extern  (Dotcom-Krise  im  Jahr  2000  und  Lehman  Brothers-Pleite  im  Jahr  2009  mit 
anschließender Finanzkrise), fünf Krisen davon trafen mich eher persönlich.  
 
So  bekam  ich  im  Jahr  2003  von  heute  auf  morgen  einen  voll besicherten Kontokorrentkredit 
über 200.000 Euro gekündigt, der dummerweise komplett ausgeschöpft war.  
 
Ich  wurde  in  die  “Abwicklungsabteilung” der Bank geschickt (dort landen die Fälle, die bereits 
“abgeschrieben”  sind)  und  somit  war  meine  ganze  Existenz  bedroht.  Denn  als 
Immobilieninvestor  und  Initiator  von  Immobilienprojekten  hätte  ich  mit  einem  drohenden 
Schufa-Eintrag natürlich einpacken können. 
  
Ich  habe  eine  Scheidung  hinter  mich  gebracht,  wurde  von  Geschäftspartnern  betrogen  und 
von  Führungskräften  in  schweren  Zeiten  im  Stich  gelassen.  Ich  erzähle  dir  diese  „traurige 
Geschichte“, nicht um Mitleid zu bekommen, sondern weil ich dir eine Sache vermitteln will: 

Jede dieser Krisen war (als sie stattfanden) dramatisch und niederschmetternd für mich.  

Ohne meine damaligen Mentoren wäre ich heute am A…. 


Da  ich  allerdings  ein  paar  wirklich  gute  Mentoren  hatte,  die  mir  die  richtigen Fragen stellten, 
meinen  Blick  auf  die  richtigen  Dinge  richteten  und  auch  die  richtigen  Antworten  gaben,  kam 
ich aus jeder Krise sogar noch gestärkt hervor. 
  
Und  glaube  mir,  ich  kenne  das  Problem,  wenn  du  keine  Ahnung  hast,  wovon  du  deine 
Rechnungen  oder  Mitarbeiter  bezahlen  sollst.  Ich  weiß,  wie  sich  Existenzangst  anfühlt  und 
wie  der  Puls  steigt,  weil  man  Angst  hat,  dass  die  EC-Karte  nicht  mehr  aus  dem  Automaten 
herauskommt. 

Heute,  rückblickend  auf  meine  28  Jahre  Unternehmer-  und  Investoren-Dasein,  kann  ich  eine 
Sache von mir behaupten:  
 
Ich  kenne  inzwischen  die  Business  Welt  von  oben,  von  unten  und  auch  in  sehr  stürmischen 
Zeiten.  Man  könnte  sogar  sagen,  dass  ich im Feuer diverser Krisen zu dem geschmiedet wurde, 
was ich heute bin.  

Es geht oft um Millimeter  


Eine  Sache  haben  mich  meine  7  Krisen  gelehrt  -  Du  hast  drei  Möglichkeiten,  die  meist  nur 
Millimeter auseinander liegen: 
 
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● Die erste Möglichkeit ist es, einfach irgendwie durch die Krise hindurchzukommen.  
● Die zweite Möglichkeit ist, als strahlender Sieger daraus hervorzugehen.  
● Die dritte Möglichkeit ist leider oft die völlige Zerstörung.  
 
Die  gute  und  zugleich  schlechte  Nachricht  ist:  Diese  drei  Varianten  liegen  oft  nur  wenige 
Millimeter  oder  ein  paar  Grad  auseinander.  Bei  mir  war  es  oft  nur  ein  letztes  Stückchen 
Anstrengung oder eine Idee in letzter Minute, die den Unterschied ausmachten. 
 
Das  Wort  Krise  kommt  aus  dem  Griechischen  “crisis”  und  bedeutet  so  viel  wie 
„Wendepunkt“,  „Entscheidungspunkt“  oder  auch  „Neuanfang“.  Die  Frage  lautet  also: 
“Bekomme ich, wenn die Dinge außer Kontrolle geraten, die Kurve?”

Mein Schwur am Tiefpunkt 


Ich  wende  mich  mit  diesem  Booklet  heute  an  dich,  da  ich  dir  etwas von meinen Erfahrungen 
und  Learnings  aus  Krisenzeiten  mitgeben  möchte.  Learnings  und  Erfahrungen,  welche  mich 
(im Nachhinein betrachtet) sehr erfolgreich durch meine großen Krisen gebracht haben.  
 
Ich  hätte  es  damals  ohne  die  Hilfe  meiner  Freunde,  Geschäftspartner  und  teils  sehr  weisen 
Mentoren  niemals  geschafft.  Und  gerade  in  der  schwierigsten  der  schwierigen  Zeiten,  an 
meinem  absoluten  Tiefpunkt,  habe  ich damals etwas entschieden. Ich schwor mir: „Wenn ich 
es  schaffen  sollte,  hier  wirklich  wieder  herauszukommen, dann gelobte ich vor Gott, dass ich 
irgendwann das zurückgeben werde, was ich einst an erfolgreicher Hilfe bekam“.  
  
Diesen heiligen Schwur von damals möchte ich jetzt, heute und hier einlösen.  

Was mich bewegt und zugleich ärgert 


Das  allein  ist  es  aber  nicht.  Es  ist  mir  tatsächlich  eine  Herzensangelegenheit, Selbständige, 
Freiberufler  und  Unternehmer  zu  unterstützen.  Unternehmer  sein ist für mich keine Frage des 
Berufsverhältnisses,  sondern  eine  Frage  der  Einstellung.  Bin  ich  passiver  Zuschauer  oder 
unternehme ich etwas? 
 
Ich  glaube  nämlich  fest  daran,  dass  Selbständige  und  Unternehmer,  die  auf  eigenes  Risiko 
etwas  erschaffen,  um  ihre  Vision  zu  realisieren,  tatsächlich  diejenigen  sind,  die  die  Welt  auf 
ihren Schultern tragen.  
 
Die  Unternehmer,  Freiberuflichen  und  Selbständigen  sind  es,  die  tatsächlich  die  Welt  zum 
Besseren verändern können. Sie tun es täglich und werden es auch in Zukunft immer tun.  
 
Es  sind  die  Selbständigen  und  Unternehmer  die  am  meisten  vernachlässigt  und  oft  sogar 
bestraft  werden.  Die  Konzerne  bekommen  die  Zuschüsse,  Steuervorteile  und  Staatshilfen, 
die Angestellten die sozialen Sicherungssysteme. Was bekommen die “Macher”? 

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Fährst  du  nach  endlosen  Arbeitsstunden  ein dickes Auto, so schlägt Dir Sozialneid entgegen, 
scheiterst  du  mit  einem  riesigen  Schuldenberg,  so  gibt  es  Häme.  Anerkennung? 
Pustekuchen! 
 
Ich  möchte  dir  diese,  dir zustehende, Anerkennung geben. Als jemand, der etwas unternimmt 
und nicht einfach “zuschaut”, will ich Dich unterstützen, so gut ich es zumindest kann. 
  
Wenn  dir  dieses  Booklet  also  helfen  sollte  und  dir  etwas  mehr  Stabilität  gibt,  dann  hilf  mir 
bitte  dabei,  auch  andere  Unternehmer  und  Selbständige  zu  stabilisieren,  denn  wir  alle 
hängen voneinander ab. 

Vier Jahre, die mir heute zugute kommen 


Das  Jahr  2007/2008  war  für  mich  damals  ein  sehr  erfolgreiches  Jahr  und  ich  dachte,  es 
ginge  immer so weiter. Die Wirtschafts- und Finanzkrise 2009, eingeleitet durch die Pleite von 
Lehman-Brothers,  hat  mich  damals  eiskalt  erwischt. Meine Kosten waren viel zu hoch, meine 
Margen  zu  gering  und  meine  Prozesse  und  Abläufe  für  eine  Krise  viel  zu  instabil.  Vier  Jahre 
und ein paar graue Haare haben mich die “Aufräumarbeiten” gekostet. 
  
Ich  habe  diese  Krise  überstanden  (so  wie  die  anderen davor) und auch daraus meine Lehren 
gezogen.  Heute  sind  meine  Fixkosten  sehr  niedrig,  ich  habe  genug  Reserven,  um 
Durststrecken  überstehen  zu  können  und  somit  auch  die  Zeit,  dieses  Büchlein  schreiben  zu 
können.  
  
Die  damaligen  Krisen,  die  Hinweise  meiner  Mentoren  und  die  Analysen  der  eigenen  Fehler, 
ließen  mich  Regeln  und  geänderte  Abläufe  aufstellen.  Diese  Regeln  und  Prozesse  sorgen 
heute dafür, dass ich nicht eiskalt erwischt werde und wurde.  
 
Diese  Learnings  und  auch  die  Techniken,  die  mich  durch  die  vergangenen  Krisen  gebracht 
haben  (trotz  mangelnder  Vorbereitung),  möchte  ich  in  diesem  Büchlein,  das  ein  kleiner  Teil 
meiner  kostenlosen  “Krisen  Toolbox”  (https://AF-Krisentoolbox.de)  ist,  mit  dir  teilen.  Es  wäre 
mir  eine  Ehre  die  “wenigen  Millimeter”  oder  “paar  Grad”  zu  deinem  Erfolg  beitragen  zu 
dürfen. 
 
Viel Erfolg bei der Umsetzung und ein starkes Rückgrat wünscht dir 
 
 
Dein 

Alex Düsseldorf Fischer 

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Wohin kann man in der Corona Krise (je nach 


Risikobereitschaft) überhaupt noch investieren? 

Die Situation vor der Krise 


Der  Coronavirus  wird  in  den  Mainstream-Medien  als  “Verursacher  der  aktuellen 
Wirtschaftskrise”  verteufelt.  Was  die  meisten  dabei  nicht  bedenken  ist,  dass  die  Wirtschaft 
bereits  vor  der Krise in keinem überragenden Zustand gewesen ist. Viele Unternehmen waren 
überfinanziert  und  hielten  sich  nur  durch  billige  Kredite  und  die  Hochkonjunktur  am  Leben. 
Bei den europäischen Staaten, sieht es dabei noch viel düsterer aus als in Deutschland. Man 
denke hierbei nur an die hohen Staatsverschuldungen von Italien, Spanien, Frankreich, etc. 
 
Die  Behauptung,  ein  Virus hätte uns in die Wirtschaftskrise geführt, ist meiner Meinung nach 
nur  ein  schwacher  Versuch  jemand  anderem  (am  besten  etwas,  was  man  gar  nicht 
beeinflussen  kann,  wie  höhere  Gewalt  oder  eben  einem  Virus),  die  Schuld  am  eigenen 
Versagen  in die Schuhe zu schieben. Die Krise war von vornherein absehbar – Corona ist jetzt 
nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. 

Was ist Geld? 


Geld  ist  nichts  anderes  als  Vertrauen  und  Vorhersagbarkeit.  Und  wenn  “alles  unsicher”  ist 
und  die  Menschen  kein  Vertrauen  mehr  (in  die  Wirtschaft,  in  die  gesellschaftliche  und 
politische  Ordnung,  etc.)  haben,  gibt  es  so  gut  wie  keine  Entscheidungsfreudigkeit. 
Unvorhersagbarkeit ist nämlich der Feind von Entscheidung und Vertrauen.  
 
Immer  wenn  die  Leute  also  nicht  wissen,  was  sie  tun  sollen,  bleiben  sie  in  Cash  (halten  ihr 
Geld zusammen), machen nichts oder kaufen sich Gold.  

Deflationärer Druck (= Cash für Investitionen wird knapp) 


Wenn  Leute  nicht  genügend  Liquidität  besitzen  (durch  die  Krise  oder  weil  sie  überfinanziert 
sind),  führt  das  zu  Liquiditätsschwierigkeiten  und  sie  werden  gezwungen  sein,  ihre  Assets, 
z.B.  Immobilien,  Aktien,  Anlagen,  Edelmetalle, etc. zu verkaufen - egal, ob es sinnvoll ist oder 
nicht.  
 
Der  Abverkauf  wird  in  Teilsegmenten  (z.B.  überfinanzierte  Immobilien,  die  sich  z.B.  nur  über 
“Airbnb”  Vermietungen  rechen,  Büroimmobilien,  etc.)  zu  fallenden  Preisen  führen.  In  der 
Volkswirtschaft spricht man vom sogenannten deflationären Druck.   
 
Gleichzeitig  gibt  es  viele  Leute,  die  sich  Sorgen  vor  staatlichem  Zugriff  auf  ihre  Gelder  und 
Vermögenswerte  machen.  In  meiner  Corona  Krise  Toolbox  habe  ich  weitere  kostenlose 
Booklets  zusammengestellt,  die sich mit dem Thema Immobilien- und Vermögenssicherung in 
der Krise beschäftigen. 
 

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Bei  deflationärem  Druck  lautet  die  Devise:  “Cash  is  King”.  Wenn  du  in  dieser  Phase  gut 
aufgestellt  bist,  die  richtigen  Kontakte  zu  “behind  the  scenes”-Wissen  hast  und  über 
genügend  Geldreserven  verfügst,  kannst  du  von  einer  Vielzahl  an  Chancen  profitieren.  Und 
auf diese gehen wir jetzt im Detail ein. Viel Spaß! 

Börse   

Ein Überblick 
Der  Deutsche-  und  der  US-Markt  sind  (wie  fast  alle  Aktienmärkte)  von  ihren  Allzeithochs  im 
Februar 2020 dieses Jahres weit entfernt (DAX per 30.03.20 ca. -30%, DOW US ca. -25%).  
 
Ich  nenne  diese  beiden  Börsen,  weil  der  US-Markt  der  weltweit  größte  Aktienmarkt  ist 
(höchste  Kapitalisierung,  größter  Umsatz,  die  meisten  weltweit  führenden Unternehmen) und 
deutsche  Investoren  evtl.  zum  deutschen Markt eher einen Bezug haben bzw. sich womöglich 
am ehesten auf die Erholung der deutschen Wirtschaft verlassen. 
 
Die  internationalen  Aktienmärkte,  vor  allem  die  der  Länder  mit  ähnlichen  wirtschaftlichen 
Strukturen  (z.B.  westliche  Welt  wie  EU  und  USA),  bewegen  sich  tendenziell  in  ähnliche 
Richtungen,  weil  das  Großkapital  international  investiert  und  in  den  verschiedenen  Ländern 
gleichzeitig entweder gekauft oder verkauft wird.  

Risk On / Risk Off Effekt 


Bei einer grundsätzlich positiven Marktstimmung, spricht man von “Risk On”. Das bedeutet,
dass Investoren in Kauflaune sind, meist risikofreudiger werden und die Aktienmärkte
steigen. Anleger setzen bei “ Risk On” auf Aktien, Industrierohstoffe (kein Gold) und
hochverzinsliche Anlagen (z.B. Australischer Dollar oder Neuseeland Dollar). Defensive
Anlageinstrumente, wie Staatsanleihen, sind in dieser Zeit weniger gefragt und können an
Wert verlieren.

Bei einer negativen oder unsicheren Marktstimmung spricht man von “Risk Off”. Die Anleger
setzen eher auf Kapitalerhalt, statt auf Kapitalzuwachs und Spekulation. Aktien verlieren an
Wert und die Anleger steigen eher auf sogenannte “sichere Häfen” um. Dazu zählen:
Staatsanleihen, Gold, schweizer Franken oder japanischer Yen.

Aus diesem Grund ist es immer schlau, sich zu überlegen, in welcher Stimmung der Markt
gerade ist. Steigt er? Fällt er? Stagniert er? Besteht Unsicherheit? Man spricht in diesem
Kontext auch vom Marktsentiment. Berücksichtige dieses Konzept vor allem in
Kombination mit der Gaußschen Normalverteilung (siehe weiter unten).
 

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Warte nicht auf den richtigen Kaufzeitpunkt 


Grundsätzlich  ist  nicht  abzusehen,  ob  es  eine  V-  bzw.  U-förmige  Erholung  (V=  schneller  Peak 
nach  unten,  der  sich  schnell  wieder  erholt;  U=  Kurse  bleiben  länger  unten,  bevor  sie  sich 
erholen)  der  Märkte  geben  wird  oder  eine  längerfristige  Baisse  (=  Periode  der  fallenden 
Börsenkurse) eintritt. Für Ersteres würde ich persönlich meine Hand nicht unbedingt ins Feuer 
legen.  
 
Daher  solltest  du  –  gerade  bei  Aktieninvestments  –  nicht  zu  früh  einsteigen  und  deine  Käufe 
über mindestens 6 Monate (besser eher 12-24 Monate) strecken. 
 
Beispiel:  Anstatt  100.000  EUR  auf  eine  Schlag  zu  investieren,  solltest  du  sie  z.B.  in  fünf 
Tranchen à 20.000 EUR investieren. 
 
Ein  Trend  hält  nämlich  meistens  länger  an,  als  sich  die  meisten  vorstellen  können.  Das  gilt 
sowohl  für  den  Aufwärtstrend,  als  auch  für  den  Abwärtstrend.  Zur  Erinnerung:  Die  letzten 
beiden  Bärenmärkte  streckten  sich  über  mehrere  Jahre:  März  2000  bis  März  2003  (DAX: 
-70%) und Juli 2007 bis März 2009 (DAX: -50%). 
 
Den  richtigen  Kaufzeitpunkt  zu  finden,  ist  schon  für  Börsianer  sehr  schwierig.  Die  meisten 
sogenannten  Börsenprofis  finden  ihn nämlich nicht. Für einen Nicht-Börsianer ist es demnach 
kaum möglich. Deshalb würde ich in Etappen (Tranchen) kaufen: 
 
1. Bestimme  eine  feste  Summe,  die  du  investieren  möchtest.  Und  GANZ  WICHTIG: 
Dieser  Betrag  muss  langfristig  zur  Verfügung  stehen  und  darf  keinesfalls  anderweitig 
verplant sein oder zu einem gewissen Zeitpunkt benötigt werden! Der Zeitfaktor hat an 
der Börse schon vielen Menschen die Performance kaputt gemacht. 
2. Lege  fest,  an  welchen  Tagen  und  über  welchen  Zeitraum  gekauft  werden  soll.  Zum 
Beispiel:  Über  24  Monate  hinweg  jeden  zweiten  Montag  im  Monat.  Teile  dann  die 
Summe entsprechend auf.  
3. Halte  konsequent  an  deinem  Ursprungsplan  fest  und  kaufe  an  jedem  Kauftag  Aktien 
für  dieselbe  Summe.  So  kannst  du  von  dem  Cost-Average-Effekt  profitieren  und  bei 
niedrigeren Kursen entsprechend mehr Anteile kaufen. 
 
Das  Prinzip  dahinter:  Stelle  im Vorhinein feste Regeln auf, wie Du in welcher Situation reagieren 
solltest.  Berücksichtige  dabei  Best-,  Mid-  und  Worst-Case-Szenarien.  Handle dann nach deinem 
Plan und lass dich nicht von den Emotionen steigender oder fallender Märkte mitreißen. 
 
Vielleicht  können  wir  schon  in  einigen  Wochen  oder  Monaten  eine  stabile  Bodenbildung bzw. 
Umkehr  erkennen  und  können  dann  aggressiver  zukaufen.  Per  Stand  heute  ist  die 
Kursentwicklung der nächsten Monate und Jahre jedoch nicht absehbar. 

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Die Qual der Wahl - Was kaufen? 


Wem  es  Spaß  macht,  kann  sich  natürlich  Aktien  aussuchen,  deren  Produkte  er  kennt  oder 
mag.  Aus  meiner  Erfahrung  heraus  schlagen  allerdings die wenigsten Börsenspekulanten bei 
Einzelauswahl  den  zugrundeliegenden  Index.  Selbst  ein  Großteil  der  Fondsmanager  schafft 
das nicht.  
 
Als  Nicht-Profi  solltest  du  daher  nicht  auf  Einzelwerte  setzen,  sondern  es  einfach  halten und 
Indexfonds  kaufen.  Sogenannte  ETFs  (Exchange  traded  Funds)  bilden  zum  Beispiel  Indizes 
1:1  ab  und  unterliegen  normalerweise  keinem  Ausgabeaufschlag  (=  keine  Agio,  keine 
Ankaufskosten).  Du  partizipierst  an  den  Dividenden  genauso  wie  an  Aktien,  die  du  selbst 
kaufen würdest.  

Der  S&P  500  stellt  den  wichtigsten  Index  der  Welt  dar,  da  er  die  500-größten  Unternehmen, 
die  in  den  USA  an  der  Börse  gehandelt  werden,  beinhaltet.  In  den  letzten  5,  10,  15  und  20 
Jahren  hat  der  S&P  500  eine  wesentlich  bessere  Performance  als  der  deutsche  Leitindex 
DAX  erzielt  (dicht  gefolgt  vom  MSCI  World).  Auch  der  MDAX  (spiegelt  die  Entwicklung  der  50 
deutschen  Unternehmen  wieder,  die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Börsenumsatz auf die
30 DAX-Unternehmen folgen),  stieg  deutlich  höher  als  der  DAX.  Was  in  der  Vergangenheit 
relative  Stärke  hatte,  wird  auch  in  der  Regel  weiterhin  stark  bleiben,  daher  würde  ich  die 
letztgenannten  3  Indizes  klar dem DAX vorziehen. Um immer up to date zu bleiben, kannst du 
Kursentwicklungen  beispielsweise  hier  verfolgen:  Börse  Aktuell  |  Börse  Frankfurt  | 
Börsenkurse - boerse.de  

Was viele Anleger beim DAX übersehen 


Wenn  die  Medien  uns  die  Dax  Entwicklung  präsentieren,  zeigen  sie  uns  den  sogenannten 
Dax-Performance-Index.  Dieser  hat  allerdings  einen  großen  Teil  seiner  Wertentwicklung  den 
wieder  angelegten  Dividenden  zu  verdanken  (Zinseszinseffekt).  Das  macht  ihn  schwer 
vergleichbar  mit  anderen  Indizes,  wie  dem  Dow  Jones  Industrial  Average oder Euro Stoxx 50, 
die  die  reine  Kursentwicklung  anzeigen.  Nochmal:  Im  “DAX”  sind  die  ausgeschütteten 
Dividenden der Vergangenheit mit einberechnet und kumuliert! 
 
Es  gibt  allerdings  auch  den  DAX  als  reinen  Kurswert  (der  sogenannte  “Dax-Kurs-Index”),  der 
die  Dividendenzahlungen  komplett  außen  vor  lässt  und  somit  die  reine  Kursentwicklung 
widerspiegelt.  Die  aktuellen  Werte  findest  du  hier:  DAX  Kursindex  aktuell  |  Index  |  Stand  | 
Kurs | (846744,DE0008467440) 
 
Wenn  man  sich  den  Unterschied  der  Entwicklung  näher  anschaut,  ist  es  erstaunlich,  wie 
stark  die  Einberechnung  der  Dividenden  den  Kursverlauf  beeinflusst.  Als  beide  Indizes  (DAX 
Performance  und  Kursindex)  am  31.12.1987  gestartet  sind,  lagen  beide  bei  1000  Punkten. 
Heute  liegt  der  Dax-Performance-Index  bei  9.598  und  der  reine  Kurswert  bei  4.267 Punkten. 
Damit übersteigt der Dax-Performance-Index den reinen Kurswert um mehr als das doppelte!  
 
   
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Vergleich Kursentwicklung: Dax-Performance-Index, DAX Kursindex und S&P 500 

 
Quelle: So groß ist der Dividenden-Effekt beim Dax | DAS INVESTMENT 
 
Vergleichen  wir  die  Kursentwicklung  mit  dem  amerikanischen  Leitindex  S&P  500,  sehen  wir, 
dass  der  Dax  ihn  nur  auf  Grund  der  wieder  angelegten  Dividenden  schlägt.  Ohne Dividenden 
ist die Performance des DAX im Vergleich ernüchternd. 
 
Wenn  du  also  den  Kursrückgang  des  Dax-Performance-Index  analysierst,  solltest  du 
beachten,  dass  er  (durch  die  hohe  Anzahl  an wieder angelegten Dividenden) rein rechnerisch 
gar  nicht  auf  null  fallen  kann.  Es  gibt  hierzu  verschiedene  Aussagen,  bei  welchem  Wert  die 
Bodenbildung  erreicht  wäre  (man  kann  nicht  einfach  den  Wert  des  Dax  Kursindex  vom  Wert 
des  Dax-Performance-Index  abziehen),  dennoch  sollte  dies  grundsätzlich  mitberücksichtigt 
werden.  
 
Fazit:  Wenn  du  die  Kursentwicklung  des  Dax  mit  anderen  Indizes  vergleichen  möchtest, 
solltest  du  den  “Dax  Kursindex”  als  Vergleichswert  nehmen,  da  du  sonst  Äpfel  mit  Birnen 
vergleichen würdest. 

Kenne die Regeln der Gaußschen Normalverteilung 


In  Kurzform  besagt  die  Gaußsche  Normalverteilung 
Folgendes:  Das,  was  die  Masse  (die  rote  Fläche  in  der 
Grafik)  macht,  ist  schon  deswegen  schlecht,  weil  es  alle 
machen.  Dort  gibt  es  zu  viel  Konkurrenz  und  aus  diesem 
Grund  kannst  du  dort  nicht  erfolgreich  werden.  Die 
erfolgreichen  Player  agieren  an  den  äußeren  Linien 
(orange), an denen sich keiner aufhält. Auf den nächsten Seiten Quelle: Vecteezy.com  
habe ich dir deswegen weitere “behind the scenes” Profi-Investment-Tipps zusammengestellt. 

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Aktienanlage für sicherheitsorientierte Anleger  


Trotz  Zeiten von Nullzinsen sind für viele Anleger Aktien zu risikoreich. Es gibt Mischfonds, die 
zu  50%  weltweit  in  Value  Aktien  (Aktien  deren  Wert  an  der  Börse  niedriger  ist  als  der 
faktische  Wert  des  Unternehmens,  z.B.  Cash  +  Rücklagen  +  Assets),  im  Stil  von  Warren 
Buffett  anlegt.  Bei  unserer  Analyse  im  Vergleich  mit anderen Mischfonds und Indexprodukten 
hat er überdurchschnittlich abgeschnitten.  
 
Das  Besondere:  Diese  werden  in  einem  Versicherungsmantel  mit  1%  Garantie  pro  Jahr  zum 
Laufzeitende  angeboten,  wobei  man  den  Garantiezeitpunkt  selbst  bestimmen  kann.  Dabei 
wird  zum  Laufzeitende  derjenige  Wert  ausgezahlt,  der  höher  ist.  Ist der Aktienmarkt kurz vor 
Auszahlung  noch  einmal  eingebrochen,  wird  die  1%  Garantie  pro  Jahr  ausbezahlt. Ansonsten 
wird  der  tatsächliche  höhere  Fondswert  ausbezahlt.  Zusätzlich  kann  dieses  Produkt  sehr  gut 
als Eigenkapitalersatz bei den Banken eingesetzt werden.  
 
Die wichtigsten Fakten nochmal dargestellt:  
● 1% Rendite-Garantie pro Jahr 
● Garantiezeitpunkt kann selbst bestimmt werden 
● Am  Laufzeitende  wird  der  höhere  Wert  (Performance  des  Index  oder Mindestgarantie) 
ausgezahlt 
● Sehr gut als Eigenkapitalersatz 
 
Tipp:  Bei  den  meisten  Banken  wird  diese  Art  Fonds  zu  100%  als  Ersatzsicherheit  anerkannt 
(normale  Fonds  werden  meist  nur  zu  60%  anerkannt).  Somit  ist  er  auch  zur  Verwendung  als 
rollierendes  Eigenkapital  (also  wiederverwertbares  Eigenkapital,  siehe  dazu  mein  YouTube 
Video) einsetzbar. 

Achtung vor Fake-Produkten 


Einige  Versicherer bieten Produkte an, die lediglich den Eindruck erwecken, man sei an einem 
Index  beteiligt.  Tatsächlich  haben  unsere  Recherchen  (ich  habe  vor  fast  30  Jahren  eine 
Ausbildung  zum  Lebensversicherungs-Kaufmann  gemacht)  folgende  inakzeptable 
Ausgestaltungen ergeben: 
● Tatsächlich wird nur ein minimaler Anteil des Versicherungsbeitrages (die 
sogenannten Überschüsse) in den Index angelegt 
● Als Index wird ein Kursindex (konkret der EURO STOXX 50®) verwendet, der KEINE 
Dividenden hat 
● Dieser Index lag z.B. vor dem Corona-Crash über 10% unter seinem Hoch 2007, 
aktuell (27.03.2020) sogar knapp 40% darunter 

Weltwirtschaft  mit  extremster  Streuung  (10.000  Aktien,  100%  rein,  keine 


Derivate oder Swaps) 
Einzelne  Fonds  werden  auf  wissenschaftlicher  Basis  extrem  diversifiziert,  um  Einzelrisiken 
weitestgehend  auszuschließen.  Beispielsweise  ist  VW  nur  mit  0,1%  beigemischt,  das 

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bedeutet:  bei  einem  Anlagebetrag  von  100.000  €  waren  nur  100  €  in  VW  investiert.  Nach 
Bekanntwerden des Abgasskandals ist die VW Aktie um 50% gefallen. Das Minus hat sich mit 
50 € im Depot sehr in Grenzen gehalten. 
 
Die  Kostenquote  liegt  teilweise  auf  ETF-Niveau,  obwohl  diese  Fonds  nicht  einfach  in  einen 
Index  investieren,  sondern  bei  der  Zusammenstellung  und  Gewichtung  die  Erkenntnisse  der 
Finanzwissenschaft  (NICHT  der  Finanzwirtschaft!)  nutzt,  die  auch  mit  dem  Nobelpreis 
ausgezeichnet wurden!  

Fokus auf Öl 


In  einer  Krise  ist  es  immer  gut,  auf  Dinge  zu  setzen,  die  niemand  auf  dem  Schirm  hat,  wie 
zum  Beispiel  Öl.  Die  meisten  wissen nämlich gar nicht, wie sie in Öl investieren können (bzw. 
wie es funktioniert). 
 
Öl  kauft  man in Form eines Zertifikats. Die Ölpreise befinden sich auf dem tiefsten Stand seit 
circa  18  Jahren.  Zum  Vergleich  lag  der  tiefste  Preis  in  diesem  Jahrtausend  bei  18  Dollar, 
(aktuell ca. 20 Dollar) und der höchste Preis dagegen bei 150 Dollar. 
 
Hierzu  muß  man  wissen,  dass  es  eine  Untergrenze  bei  Öl  gibt:  Die Kosten der Förderung! So 
liegen  diese  bei  Saudi-Arabien  (hat  die  günstigsten  Förderkosten,  da  Öl  praktisch  an  der 
Oberfläche)  irgendwo  zwischen  10  und  15  USD  pro  Barrel.  Die  USA  liegen  bei  ca.  40  USD 
pro Barrel mit Fracking & Co, kaum ein Land kann langfristig unter diesem Betrag fördern. 
 
Interessant  zu  wissen: Der extreme Ölpreisverfall liegt nicht nur an der Corona Krise, sondern 
an  einem  politisch  motivierten  Preiskampf  zwischen  Russland  und  Saudi-Arabien.  Beide 
Staaten  waren  nicht  bereit  die  Ölförderung  zu  drosseln  und  dadurch  den  Preis  zu 
stabilisieren.  Zusätzlich  zu  den  konjunkturellen  Schwächen  der  Corona  Krise  findet  also  ein 
politisch motivierter Preiskampf statt, der den Ölpreis drückt. 
 
Im  Moment  könnte  ein  Investment in Öl also eine interessante Beimischung für dein Portfolio 
sein.  

Zur Beimischung (maximal 10%) Gold oder Goldminenaktien 


Das  beste  Umfeld für Gold sind niedrige Zinsen in Verbindung mit Inflation. Die Zinsen sollten 
unter  den  vorherrschenden  Bedingungen  aller  Voraussicht  nach  dauerhaft  niedrig  bleiben. 
Vermutlich  werden  wir  in  nächster  Zeit  eine  Phase  mit  deflationären  Tendenzen  erleben,  in 
denen  es  auch  (!)  beim  Gold  und  den  Minenaktien  größere  Rückschläge  geben  kann.  Diese 
können auf lange Sicht gute Einstiegszeitpunkte sein.  
 
Minenaktien  bewegen  sich  häufig  ähnlich  wie  die  Rohstoffe  selbst,  nur  mit  einem  Hebel. 
Produkte  auf  die  Minenindizes  wie  den  HUI  oder  Nyse  Arca  Gold  Bugs  findest  du  ebenfalls 
auf: https://www.wallstreet-online.de/ 

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Der träge “Immobilienmarkt” und seine Risiken 

Es gibt keinen Immobilienmarkt 


Wichtig: Es gibt faktisch keinen “Immobilienmarkt” in Deutschland, es gibt nur Teilmärkte: 
 
● A-/B-/C-Standorte (München oder Castrop-Rauxel?) 
● A-/B-/C-Lagen (Königsallee oder neben Auffanglager für Flüchtlinge?) 
● Größe (Appartements, 1-6 Zimmer, etc.) 
● Art (Wohnung, Haus, Doppelhaus, Mehrfamilienhaus, etc.) 
● Segmente wie Wohnen, Büro, Ladengewerbe, etc. 
● etc.  
 
Falle  also  keinesfalls  auf  Pauschalierungen  von  “klickgeilen  Experten”  herein,  die 
Immobilienmärkte haben sehr viele Dimensionen. 

Konsequenzen von Krisen 


Die  wirtschaftliche  Situation  macht  sich  immer  erst  mit  einer  bestimmten  Verzögerung  auf 
den Immobilienmärkten bemerkbar.  
 
Hier  gibt  es  nämlich  feste  Darlehenslaufzeiten  und  außerordentliche  Verkäufe finden erstmal 
nur  in  Notfällen  statt  (zum  Beispiel  im  Fall  einer  Insolvenz).  Selbst  dann,  wenn  die 
Entscheidung  zum Verkauf gefallen ist, dauert es, bis die Abwicklung tatsächlich durchgeführt 
wurde.  
 
Dennoch gibt es bereits jetzt Entwicklungen, die man im Immobilienmarkt beobachten kann: 
 
Gerade  in  dem  Segment  der  Kurzzeit  -  und  Sondervermietung  (Airbnb,  Ferienwohnungen, 
Monteurswohnungen,  etc.)  gibt  es  enorme  Mietausfälle. Wer hier zu teuer eingekauft hat und 
bis  ans  Limit  finanziert  ist (,sodass sich nur eine Sondervermietung rechnet), hat definitiv ein 
Problem.  
 
Denn  bei  Mietausfällen  fehlen  nicht  nur  die  Mieten,  sondern  auch  die  Nebenkosten,  die  die 
Versorger  weiterhin  brav  abbuchen.  In diesen Nischenmärkten wird es demnächst einige gute 
Deals zu machen geben. Ob Du an diese herankommst, hängt stark von deinem Netzwerk ab. 

Weitere Immobiliennischen at risk 


Manche  “Experten”  behaupten,  dass  Gewerbeimmobilien  besonders  von  der  Krise  betroffen 
sein  werden.  Das  ist so nicht ganz korrekt, denn “Gewerbeimmobilien” ist ein sehr dehnbarer 
Begriff.  Darunter  fallen  nämlich  Logistikimmobilien,  Ladengeschäfte,  Werkhallen  aber  auch 
Büroimmobilien.  Hast du eine Logistikimmobilie die von Amazon oder für E-Commerce genutzt 
werden kann ist das sicher ein Jackpot!  

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Nicht  alle  Gewerbeimmobilien  werden  gleichermaßen  betroffen  sein,  aber  wenn  Arbeitgeber 
erkennen,  dass  Homeoffice  gut  funktioniert,  werden  sie  sich  auch  darüber  Gedanken 
machen,  ihre  Büroflächen  zu  reduzieren.  Ein  Freund  von  mir  hat  600  Angestellte in München 
und  er  hat  bereits  jetzt  beschlossen,  4  Büroetagen  zurückzugeben,  da  “Homeoffice  so 
hervorragend  funktioniert”.  Wenn  dieser  Trend  steigt,  wird  es  auch  im  großen  Stil  Leute 
treffen,  die  Büroräume  vermieten.  Warum  also  nicht  Büroimmobilien  günstig  kaufen  und  sie 
später in Wohnungen umbauen/umnutzen? 
 
Eine  weitere  Nische  sind  Immobilien  mit  Ankermietern  (=  Mieter,  der  einen  Großteil  der 
Gesamtmiete  ausmacht)  aus  dem  Gastrobereich  (Restaurants,  Cafes,  etc.).  Eine  Masse  an 
Insolvenzen  sind  hier  nicht  auszuschließen.  Da  wäre  es  natürlich  von  Vorteil,  wenn  du 
Connections  zu  betroffenen  Immobilieneigentümern  hättest  um  Schnäppchen  machen  zu 
können.  (Wie  du  deine  eigene  Immobilie  absichern  kannst,  beschreibe  ich  ausführlich  in 
einem separaten Buch meiner Krisen - Toolbox) 
 
Auch  Garagen  und  Stellplätze  sind  mittel-  bis  langfristig  von  Veränderungen  betroffen.  Da  es 
immer  mehr  Carsharing-Projekte  gibt  und  autonomes  Fahren  auf  dem  Vormarsch  ist,  werden 
Parkplätze langfristig höchstwahrscheinlich weniger benötigt. 
 
Eine  weitere  interessante Investitionsmöglichkeit sind überfinanzierte Mehrfamilienhäuser mit 
hohem  Ladenanteil  (Gewerbeanteil).  Vernetze  dich  mit  Unternehmern  mit  Immobilien  (oder 
Leuten,  die  solche  kennen,  z.B.  Finanzierungsvermittler),  die  jetzt  verkaufen  müssen  um  ihre 
Liquidität  zu  sichern  oder  beteilige  dich  an  Projekten  von  Immobilieninvestoren  (A-  Standorte 
und A-Lagen only!). 
 
Gleiches  gilt  für  überfinanzierte  Sondervermietungsmodelle  wie  Airbnb,  Ferienimmobilien  & 
Co.  Mit  überfinanziert  meine  ich  hier  “ursprünglich  zu  teuer  eingekauft,  so  dass  es  sich  nur 
mit  Sondervermietung  rechnet”.  Auch  hier  werden  Eigentümer  in  Schwierigkeiten  kommen 
und gute Deals zu machen sein. 

Warum A-Standorte krisensicherer sind 


Je  schlechter  die  Standorte/Lagen,  desto  schlechter  die  Mieter-Qualität.  Hier  kommt  es, 
gerade  in  Krisenzeiten,  besonders  oft  zu  Zahlungsausfällen.  Außerdem  ist  Neuvermietung  in 
C-Lagen/-Standorten  schwieriger,  weil  es  auch  schon  zu  normalen  Zeiten  oft  wenige 
Interessenten gibt.  
 
A-Standorte  werden,  egal  ob  Krise  oder  nicht,  weiterhin  gefragt  sein.  In  München  war  es  in 
der  Vergangenheit  beispielsweise  so,  dass  selbst  wenn  alle  Konjunkturdaten  gefallen  sind, 
die  Immobilienpreise  kaum  bzw.  garnicht  gefallen  sind.  Und  selbst  wenn  sie  fallen,  können 
die  Besitzer  es sich erlauben zu sagen: “Dann verkaufe ich eben nicht und warte auf bessere 
Zeiten”.  
 

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Außerdem  haben  A-Standorte  eine  zusätzliche  Nachfrage  von  ausländischen  Investoren,  weil 
sie  weltweit  bekannt  sind.  Auf  diese Weise hast du mehr Verhandlungsspielraum, da du nicht 
auf den erstbesten Interessenten angewiesen bist.  
 
Das,  was  an  der  Börse  für  Haupt-  und  Nebenwerte  gilt,  gilt  bei  Immobilien  für  A  und  C 
Standorte.  A-Standorte  sind  also  (im  übertragenen  Sinne)  die  Blue  Chips  unter  den 
Immobilienstandorten,  während  C-Standorte  die  Nebenwerte  abbilden  und  diese  schwanken 
in Krisenzeiten nunmal immer stärker! 

Warum ich Immobilien liebe: Meine beste Investment-Regel 


Ein  sehr  vermögender  Mentor  nannte  mir  einst  eine  Regel:  “Geld  =  Kontrollbereich”.  Alles, 
was  ich  selbst  unter  Kontrolle  hatte  (Definition  hier:  “vorhersagbare  Veränderung  erzielend”) 
brachte  Geld.  Alle  Bereiche,  in  denen  ich  nicht  die  Kontrolle  hatte,  waren  rückblickend  die 
Bereiche, in denen ich Geld verlor. 
 
Das  ist  übrigens  auch  der  Unterschied  zu  “Spekulation”:  Hier  hoffen  (=  keine  Kontrolle) 
Menschen  darauf,  dass  sich  ein  Wert  entwickelt.  Das  ist  Glücksspiel  und  kein  Investment. 
Selbst  Intraday-Trader  (=  handeln  in  Echtzeit  Wertpapiere  “im  Tag”.  Halten  nicht,  sondern 
handeln  immer  nur  für  wenige  Minuten/Stunden)  “spekulieren”  nicht,  sondern  arbeiten  mit 
mathematischen Wahrscheinlichkeiten, die sie von Charts (Statistiken) abzuleiten versuchen. 
 
Ich  werde  oft  gefragt  “Alex,  was  hältst  du  von  Bitcoin  &  Co?”.  Meine  Antwort  “Wenn  Du  so 
vernetzt  bist,  dass  du  “vorhersagbare  Veränderung  erzielend”  bist,  dann  mach’  es.  Ich  kann 
das leider nicht von mir behaupten…”.  
 
Bei  Immobilien  kann  man  (wenn  man  die  Faktoren  und  Kennzahlen  kennt)  wunderbar 
vorhersagen. Auch jetzt in der Krise. Stell dir doch mal folgende Fragen: 
 
● In welchen Bereichen kann ich Veränderung vorhersagen? 
● Wen  kenne  ich,  bei  dem  ich  einsteigen  könnte,  der  in  seinem  Bereich  die  volle 
Kontrolle hat? 
● Wie  könnte  ich  mir  so  ein  Netzwerk  erschaffen?  (im  Anhang  findest  Du  ein 
Bonuskapitel “Die Sieben-Kontakte-Regel”, das dir dabei helfen wird) 
● Kann  ich  mich  in  Netzwerke  “einschleusen”,  wo  viele  Spezialisten  sind,  die  jeweils 
ihren Bereich unter Kontrolle haben? 

Chancen nutzen durch Bankkontakte und hohe Liquidität 


Ein  weiterer  Punkt,  der  die  Immobilienpreise  beeinflussen  kann,  ist  die Liquidität der Banken 
und  ihre  Bereitschaft  Kredite  zu  vergeben.  In  der  Vergangenheit  gab  es  oft  Situationen,  in 
denen  es  zwar  viele  Schnäppchen  auf  dem  Markt  gab  (2008-2011),  aber  trotzdem  kaum 
jemand investieren konnte, weil Banken keine Kredite vergeben haben.  
 
Hier  gewinnen  die  mit  den  besseren  Bankkontakten,  Finanzierungsvermittlern  und  Insidern. 
Denn  wenn  du  weisst,  welche  Banken  in  Krisenzeiten  Geschäfte  machen  wollen  (und 
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können),  kannst  du  von  den  niedrigen  Preisen  profitieren,  während  den  anderen  die  Hände 
gebunden sind. 
 
Wichtig:  Gehe  in  Krisenzeiten  nie  zum  Notar  ohne  eine  belastbare  Finanzierungsbestätigung 
(ohne  Gremienvorbehalt  “Wir  sagen  zu…  vorbehaltlich  abschließender  Prüfung  durch  unsere 
Gremien”) oder einem von der Bank unterschriebenen Darlehensvertrag.   
 
Hinweis:  Notare  gelten  als  systemrelevant  und  müssen  Kunden  auch  in  Krisenzeiten  zur 
Verfügung stehen. Deswegen sollte das keinen Engpass darstellen. 

Auslandsimmobilien (z.B. Mallorca oder USA) 


Das  sieht  jetzt  sicher  nach  einer  Nischen- Empfehlung aus – aber, weil ich seit Jahren vor Ort 
bin und die Märkte kenne, kann ich dir dazu ein paar Insights geben: 
 
Mallorca  ist  der  “Hotspot”  für  Erholung  der  Schönen  und  Reichen.  Wenn  du  dort  in 
A-Standorte  (wie  Südwesten  zwischen  Palma  und  Port  d‘Andratx)  und  in  A-Lagen  (Hafen  und 
Meerblick) investierst, wirst du nie Geld verlieren.  
 
Die allgemeinen Vorteile einer Mallorca-Immobilie sind: 
● Insel liegt in der EU 
● Von allen Großstädten Europas leicht zu erreichen 
● Tolle Natur 
● Unabhängig  von  demographischer  Entwicklung  vieler  Europäischer  Länder  mit 
sinkenden  Einwohnerzahlen.  Die  Inselbevölkerung  steigt  stetig.  Besonders Menschen 
mit höherem Vermögen zieht es immer häufiger nach Mallorca. 
● Hohe Infrastruktur mit vielen internationalen Schulen 
● Hoher Lebensstandard 
● Sehr gute ärztliche Versorgung 
● Internationales Publikum 
● Und  vor  allem:  Begrenzter  Raum  und  kein  neues  Bauland  mehr, was dem Grundstück 
zusätzliche Wertstabilität gibt 
 
Besonders  Grundstücke  und  hochwertige  Immobilien  im  Südwesten  der  Insel,  waren  in  der 
spanienweiten  Immobilienkrise  2008/2009  am  wertstabilsten und haben auch anschließend 
am schnellsten neue Höchstpreise erzielt. 
 
Ein  Freund  von  mir  ist deutscher Immobilieninvestor in den USA. Seine Informationen sind für 
mich  oft  unermesslich  wertvoll,  denn  Wissensvorsprünge  machen  den  Unterschied  zwischen 
guten und sehr guten Deals.  

Nutze die Regeln der Märkte  


Die  Regeln  der  Märkte  gelten  übergreifend  –  egal  ob  bei  Aktien  oder  bei  Immobilien:  Was 
teuer  ist,  bleibt  im  Allgemeinen  teuer.  Was  in  einer  Krise  relative  Stärke  zeigt  (also  weniger 

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fällt  als  der Gesamtmarkt), wird sich am schnellsten erholen und vor dem Gesamtmarkt neue 
Höchstkurse erzielen.  
 
Ich  gehe  davon  aus,  dass  sich  Immobilien  gerade  jetzt  als  “wertstabil”  erweisen.  Einer 
meiner Vermittler will gerade ein Haus bei Düsseldorf verkaufen und hat einige Interessenten. 
Zweien  davon  konnte  es  in  den  letzten  Wochen  gar  nicht  schnell  genug  gehen.  Beide  haben 
Bedenken, in bzw. nach der Corona Krise ihr Geld auf der Bank zu lassen.  
 

Keine Zeit? Kein Netzwerk? 


Du  hast  dir  beim  Lesen  vielleicht  schon  einmal  folgende  Fragen  gestellt  oder  Gedanken 
gehabt  “Wie  soll  das  gehen?  Ich  habe  nicht  die  Zeit,  mich  so  intensiv  mit  der  Akquise  von 
guten  Deals  zu  beschäftigen…”  oder  “Bis  ich mich in diesem Bereich/dieser Nische vernetzt 
bzw. fit gemacht habe, sind die ganzen guten Deals schon wieder weg…”. 
 
Dafür möchte ich dir hier ein paar Lösungsansätze liefern: 
 
● Versuche  in  (elitäre)  Netzwerke  bzw.  Communities  vorzudringen,  so  dass  du nur sagst 
“Ich  suche  XXX”  und  dich  die  Mitglieder  dann  dabei  unterstützen  bzw.  in  der 
Community selbst eine Art “Marktplatz” entsteht. 
● Besuche  “Masterminds”  (=  kleinere  Treffen,  meist  10-20  Personen,  vorselektiert,  die 
gleiche  Ziele  haben aber nicht in Konkurrenz stehen). Jeder sagt dort a) sein Problem, 
das  er  gelöst  haben  möchte  und  b) welches sein aktuell coolster Insider-Hack ist. Die 
Teilnehmer  bewerfen  ihn  dann  mit  Kontakten  und  Lösungsansätzen.  Regel:  Je  höher 
das “Eintrittsgeld” und die “Aufnahmekriterien”, desto hochwertiger das Publikum. 
● Suche  nach  Insidern  aus  den  jeweiligen  Nischen/Branchen  und  beteilige  dich  als 
Co-Investor (= der eine hat das Knowhow, der andere das Geld) 
 
In  der  Immobilienbranche  ist  es  z.B.  üblich  mit  Co-Investoren  zu  arbeiten. Ich trete selbst oft 
als  Co-Investor  auf,  nehme  aber  auch  Co-Investoren  bei  bestimmten  Deals  mit  rein.  Meist in 
Form eines Darlehens, einer Gewinnbeteiligung oder in Form von Anteilen.   

   

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Weitere Investments/Nischeninvestments 

Photovoltaikanlagen auf fremden Dächern 


Photovoltaikanlagen  auf  fremden  Dächern  sind  ein  tolles  Investment,  denn  sie  haben  eine 
6-8%  staatlich  garantierte  Rendite,  sind  Sachwerte  und  lassen  sich  gut fremdfinanzieren. Sie 
gehören  dir  allein und sind nicht Teil eines Fonds, über den du keine volle Kontrolle hast. Hier 
gibt  es  verschiedene  Anbieter  und  Kostenstrukturen  -  wie  immer  gilt  auch  hier:  Die  besten 
Angebote kommen durch gutes Netzwerk und Insiderwissen. Hör dich also gut um! 

Container 
Von  Insidern  aus  meinem  Netzwerk  weiß  ich,  dass  Schiffs-Container  gerade  große 
Mangelware  in  Deutschland  sind.  Das  liegt  den  unverladenen  Containern,  die  seit  Monaten 
vor  Chinas  Küste  vor  Anker  liegen.  Wer  gerade  an  Container  herankommt,  der  hat  richtig 
Spaß. 

Finger weg von offenen/geschlossenen Immobilienfonds 


Zunächst  einmal  solltest  du  alles  meiden,  wo  du  nicht  die  volle  Kontrolle  hast.  Das  ist  bei 
nicht  börsengehandelten  Fonds  leider  fast  immer  so.  Offene  Immobilienfonds  klingen 
zunächst  einmal  verlockend,  da  “man  ja  jederzeit  an  sein  Geld  herankommt”  und  “in 
Sachwerte investiert ist”. Hä? “Jederzeit” und “Sachwerte” widersprechen sich schon in sich. 
Deshalb  halten  diese  Art  von  Fonds  auch  über  50%  in  festverzinslichen  Wertpapieren. 
2008/2009  war  es  so,  dass  zu  viele  Anleger  ihr  Geld  abzogen  und  somit  selbst  offene 
Immobilienfonds  von  namhaften  Initiatoren  und  Banken  von  ihrer  “Liquiditätsklausel” 
Gebrauch  machen  mußten:  Auszahlungsstopp  auf  unbestimmte  Zeit,  verhökern  in  der  Krise 
von  Gewerbeimmobilien  etc.  Wo  das  hinführte,  kannst  du  dir  selbst  ausmalen.  Weiß  nur 
heute kaum noch jemand. 

Strategische Investments, wenn du selbst Unternehmer bist 


Was sind strategische investments? 
Bei  strategischen  Investments  steht  nicht  die  direkte  Rendite,  sondern  die  indirekte  Rendite 
(der  Wert, den du oder dein Unternehmen durch den Kauf eines anderen Geschäfts langfristig 
bekommt) im Vordergrund.  
 
Beispiel:  Du  hast  ein  laufendes  Geschäft  und  kaufst  ein  bzw.  beteiligst  dich  an  einem 
Callcenter  als  strategisches  Investment.  Das  Callcenter  als  solches  muss  dir  nicht  viel 
Rendite  einbringen,  aber  dadurch,  dass  deine  Produkte  nun  auch  über  Telefon  verkauft 
werden, steigen deine Umsätze und du verdienst sehr viel mehr Geld.  
 
Stelle  dir  einfach  vor,  wie  cool  es  wäre,  wenn  du  dich  als  Export/Import  Business  am  TV 
Shopping Kanal QVC beteiligen könntest?  
 

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Liquiditätsschwierigkeiten durch Umsatzeinbußen 
Falls  du  zum  Beispiel  Vertriebsleute  benötigst,  könntest  du  dich  auf  die  Suche  nach  einem 
erfolgreichen  Vertrieb  in  Liquiditätsschwierigkeiten  machen.  Das  wird  dein  Geschäft  in  und 
besonders nach der Krise befeuern. 
 
Liquiditätsschwierigkeiten durch zu schnelle Expansion 
Manchmal  kommen  Unternehmen  durch  zu  schnelle  Expansion  in  Liquiditätsschwierigkeiten. 
Beispiel:  Die  Importeure  von  Mundschutzmasken  könnten  durch  eine  zu  hohe  Nachfrage  in 
Probleme  geraten.  Produzenten  wollen  fast  immer  Vorkasse,  die  Abnehmer  (z.B. 
Krankenhäuser)  bestehen  auf  Zahlung  per  Rechnung,  weil  sie  keinem  Betrug  aufsitzen 
wollen.  Das  kann  zu  Engpässen  führen.  Wenn  du  weißt,  dass  die  Handelsspannen  bei 
Textilien  (auch  Mundschutzmasken  sind  Textilien)  bei  400-800%  liegen,  dann  wird  dir  sicher 
klar, welche Renditen hier winken können.  
 
Tipp:  Gerade  bei  Import/Exportgeschäften  ist  es  wichtig,  die  Zahlungsflüsse  abzusichern. 
Das  kannst  du  zum  Beispiel  über  Treuhänder  machen  (gibt  Zahlung  erst  frei,  wenn  Ware 
angekommen  ist).  Abnehmer  kannst  du  fest  vertraglich  binden  und  einer  Bonitätsprüfung 
unterziehen. 
 
   

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Sichere dein Vermögen 


Was  kaum  jemand  weiß:  Guthaben  auf  Konten,  Sparbüchern,  etc.  sind  nichts  anderes  als 
unbesicherte  Kredite,  die  der Inhaber dem jeweiligen Finanzinstitut gewährt hat. Solange alles 
gut  läuft,  interessiert  das  in  der  Praxis  niemanden,  wenn  aber  Zweifel  an  der  Stabilität  der 
Banken aufkommen, kann das sehr entscheidend werden. 

Ein Gesetz, das kaum jemand kennt, aber fatal für dich werden kann 
Bereits  am  10.12.2014  verabschiedete  der  Bundestag  das  “Gesetz  zur  Sanierung  und 
Abwicklung  von  Instituten  und  Finanzgruppen”  (Kurz:  Sanierungs-  und  Abwicklungsgesetz, 
SAG), welches ab dem 01.01.2015 in Kraft trat: https://www.gesetze-im-internet.de/sag/ 
 
“Sanierung”  bedeutet  in  diesem  Zusammenhang,  ein  insolventes  Unternehmen  wieder  zum 
Laufen  zu  bringen.  Mit  “Abwicklung”  ist  die  Liquidation  (Auflösung)  des  Unternehmens 
gemeint,  wobei  sämtliche  Vermögenswerte  verkauft  werden,  um  Gläubiger  auszahlen  zu 
können. 
 
Das  Sanierungs-  und  Abwicklungsgesetz  hat  der  “Bundesanstalt  für 
Finanzmarktstabilisierung”  (bereits  während  der  Finanzkrise  2008  gegründet),  weitere 
Kompetenzen  übertragen.  Sie  kann  –  sobald  eine  systemrelevante  Bank  in  finanzielle 
Probleme  gerät  und  und  damit  das  gesamte  System  gefährdet  –  eine  sogenannte 
Abwicklungsanordnung herausgeben. 

Die mögliche Konsequenz für dich 


Das  bedeutet:  Das  Gesetz  ermöglicht  es  bei  möglicher  Insolvenz  einer  systemrelevanten 
Bank  Kundengelder  ab  einer  Summe  von  100.000  Euro  einzuziehen  oder  in  Aktien  der Bank 
zu  einem,  von  ihr  festgelegten  Nennwert  umzuwandeln.  Wenn  du  (oder  dein  Unternehmen) 
also  mehr  als  100.000  Euro  auf  der  betroffenen  Bank  liegen  hast,  kann  das  Geld  teilweise 
enteignet oder in Aktien umgewandelt werden. 
 
Vielleicht  erinnerst  du  dich  an  das  Jahr  2013  und  Zypern,  als  zypriotische  Banken  Teile  der 
Guthaben  ihrer  Kunden  dafür  genutzt  haben,  um  die  Bank  vor  dem  Konkurs  zu  retten.  Was 
damals  für  Deutschland  absolut  unmöglich  schien  und  von  Wolfgang  Schäuble  auch 
vehement dementiert wurde, ist heute mit dem SAG sogar gesetzlich geregelt!  
 
Ich  sage  nicht,  dass  es  soweit  kommen  muss,  denn  niemand kann die Zukunft vorhersagen. 
Doch  ich  möchte  dich  dafür  sensibilisieren  dich  vorzubereiten.  Denn  besonders  in  der 
aktuellen  Lage  ist  eine  Welle  von  systemrelevanten  Bankenpleiten  grundsätzlich  nicht 
auszuschließen.  
 
Welches Vermögen ist betroffen? 
Nach  der  Finanzkrise  2008  waren  Sparer  und  Anleger  sehr  verunsichert.  Aus  diesem  Grund 
hat  die  Europäische  Union  eine  Richtlinie  (Richtlinie  2014/49/EU)  eingeführt,  nach  der  jede 

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EU  Bank  dem  Anleger  eine  Rückzahlung  seiner  Einlagen  bis  zu  einer  Summe  von  100.000 
Euro garantieren muss. Alle weiteren Einlagen sind von der Garantie ausgeschlossen.  
 
Wichtig:  Die  Summe  aller  Einlagen  ist  hierbei  relevant.  Diese  setzt  sich  sich  aus 
verschiedenen Positionen zusammen, zum Beispiel: 
● Sparbuchguthaben 
● Festgeld 
● Tagesgeld 
● Girokonto Guthaben 
● Sparverträge (auch vermögenswirksame Leistungen) 
● Namensschuldverschreibungen 
● und oft übersehen: zwischen geparkte Beträge aus Aktienverkäufen 

Sondervermögen, das nicht in einen Sanierungsfall hinein gerechnet 


werden dürfte 
Eine  Ausnahme  bildet  dabei  das  Sondervermögen,  wie  Wertsachen  im  Bankschließfach oder 
Unternehmensbeteiligungen  (Aktien,  Fonds  &  ETFs).  Diese  werden  nicht  zur  Einlagesumme 
hinzugerechnet. 
 
Bedeutet  übersetzt: ALLES WAS IN EINEM DEPOT VERWALTET WIRD, IST “TREUHÄNDERISCH” 
GEHALTENES  VERMÖGEN  UND  IST  UNABHÄNGIG  VON  DER  100.000  EURO  GRENZE!  Es  ist 
also kein “unbesicherter Kredit”. 
 
Dies beinhaltet unter anderem: 
● Geldmarktfonds (Investmentfonds, die in Geldmarkttitel und liquide Wertpapiere mit
kurzer Restlaufzeit (unter 12 Monaten) investieren. Beispiel: Tagesgeld, Termingelder,
Schuldscheindarlehen, Anleihen, etc.)  
● ETFs 
● Aktienfonds 
● Rentenpapiere & festverzinsliche Wertpapiere 
● etc. 

Meine Empfehlung 
Solltest  du  mehr  als  100.000  Euro  auf  deinem  Konto  haben,  verteile  es  auf  mehrere 
(vorzugsweise  nicht  systemrelevante)  Banken,  wie  Sparkassen  und  Volks-  und 
Raiffeisenbanken. Achte darauf, dass dein Guthaben bei keiner der Banken die 100.000 Euro 
Grenze überschreitet und verteile es ggf. in Sondervermögen (wie Geldmarktfonds etc.) um. 

   

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Resümee 
Wenn  du  Unternehmer  bist,  wirst  du  mir  Recht  geben,  dass  schlaue  Investments  oft  durch 
Beziehungen,  Kontakte  und  Insiderinformationen  entstehen.  Bei  welchen  Meinungsführern 
und  Zielgruppenbesitzern  (in  Bezug  auf  dein  Geschäft),  könntest  du  dich  jetzt  günstig 
einkaufen, sodass du Stimmrechte bekommst, mitentscheiden kannst und zum “VIP” wirst?  
 
Baue  dir  ein  Netzwerk  an  Superhubs  auf.  Superhubs  sind  Menschen,  die  eine  Art 
Knotenpunkt  darstellen  und  sehr  gut  in  verschiedenen  Bereichen  vernetzt  sind,  z.B. 
Finanzierungsvermittler, Aktienhändler an der Börse, Unternehmensberater, etc. 
 
Habe  deine  “Informanten”  in  interessanten  Branchen  (z.B.  Kammern,  Ärztebund, 
Arbeitgeberverbände, etc.), um auch dort “behind the scenes” Einblicke zu erhalten.  
 
Besonders  interessant  sind  auch  Tippgeber,  die  (wie  zum  Beispiel  ich)  so  viele  Angebote 
bekommen,  die  sie  gar  nicht  alle  bedienen  wollen  (oder  können),  die  aber  für  dich 
hochinteressant sein könnten. 
 
Wie du siehst, gibt es reichlich Investitionsmöglichkeiten – selbst in einer Krise wie jetzt. 

   

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Über den Autor 


 
„In  meinem  Leben  musste  ich  bereits  sieben  heftige  Krisen  bewältigen.  Zwei 
Krisen  (Dotcom-Krise  2000  und  Finanzkrise  2007-2009)  betrafen  die 
Gesamtwirtschaft,  fünf  Krisen meine Branche, meine Unternehmen und mich als 
Person.  
Ich  wurde  also  im  Feuer  diverser  Krisen  geschmiedet  und  bin  dank  der  Hilfe 
zahlreicher Mentoren dabei nicht verglüht….“  
Alex Düsseldorf Fischer  
 
Alex  Fischer  wurde  1973  in München geboren. Schon seine Eltern (beide Lehrer) kauften und 
bewirtschafteten  Immobilien  –  so  wurde  ihm  diese  Leidenschaft  in  die  Wiege  gelegt.  Nach 
Abitur,  Lehre  zum  Versicherungskaufmann  und  diversen  Studiengängen  zog  es  den  Praktiker 
in  die  aufregende  Welt  der  Unternehmer:  Es  folgte  die  Selbständigkeit  im  Bereich 
Finanzierungsvermittlung  für  Makler  und  Bauträger,  bald  darauf  Immobilienberatungen  und 
1996 gründete Alex Fischer eine eigene Vermögensberatungs GmbH.  
 
„Schon  während  meiner  Ausbildung  zum  Versicherungskaufmann  hatte  ich  bereits  durch 
Vermittlungen  von  Immobilien  und Finanzierungen ein kleines Vermögen verdient, das meinen 
Mit-Azubis und Ausbildern feuchte Augen bereitete.“  
 
Wer  jetzt  denkt,  dass  bei  Alex  alles  eine  einzige Erfolgsstory war, der irrt sich gewaltig. Es ist 
nämlich  ein  riesen  Unterschied,  ob  man  ein  paar  Glückstreffer  landet  oder  vorhersagbare, 
wiederholbare  Ergebnisse  erzielen  kann:  “So  kam  ich  schnell  herunter,  von  meinem 
jugendlichen  Höhenflug.”  -  schreibt  Alex  Fischer.  “Tatsächlich  war mein hauptberuflicher Start 
in  der  Selbständigkeit  ein  böses  Erwachen,  fast  sogar  ein  Alptraum.  Es  hagelte  geradezu 
Rückschläge und ich kam sehr hart auf dem Boden der Tatsachen auf.  
 
Ich  mußte  erst  einmal  lernen  “zu  wissen,  dass  ich  nichts  weiß”.  Zu  meinem  Glück  traf  ich 
irgendwann  einen  Branchenkenner, der mich unter seine Fittiche nahm. Nicht nur das, mit der 
Zeit  stellte  er  mich  anderen  Top-Unternehmern,  Maklern,  Investoren,  Bauträgern  und 
Steuerprofis  vor.  Letztlich  ergab  sich  daraus  ein  Netzwerk  von  27  Mentoren,  die  zusammen 
eine  Erfahrung  von  über 800 Jahren hatten. Und damals habe ich mir geschworen: “Wenn ich 
es  jemals  schaffen  sollte  auf  das Level meiner Mentoren zu kommen, dann würde ich, genau 
wie  sie  damals  bei  mir,  mein  Wissen  genauso  offen  und  freigiebig  an  meine  Mitmenschen 
weitergeben”.  
 
All  diese  Menschen  hatten  übrigens  eine  Sache  gemeinsam:  Sie  glaubten  fest  daran,  dass 
man  nur  dann  wirklichen  Erfolg  haben  kann,  wenn  man  auch  seine  eigene  Umgebung 
erfolgreich  macht.  Das  war  wahrscheinlich  die  wichtigste  Lektion,  die  ich  damals  lernen 
durfte…. 
 

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Die  Wahrheit  ist:  Ohne  die  Hilfsbereitschaft,  Unterstützung  und  Freigebigkeit  meiner 
Mentoren  hätte  ich  damals  niemals die Kurve gekriegt. Heute stehe ich ähnlich da wie meine 
damaligen Mentoren und teile somit gerne mein Wissen.” 
 
In  seiner  25-jährigen  Praxis  als  Unternehmer  und  Immobilieninvestor  veranstaltete  Alex 
Fischer  rund  850  Seminare  für  Kunden  und  Geschäftspartner  und  führte  diverse 
Unternehmensberatungen  sowie  Prozessoptimierungen  für  befreundete  Firmen  aus  dem 
Immobilien-  und  Nichtimmobilienbereich  durch.  Außerdem  entwickelte  er  das  „Kleine 
Immobilienseminar“, welches allein in München über 250 Mal veranstaltet wurde. Auf seinem 
Youtube-Kanal  veröffentlicht  der  Unternehmer  regelmäßig  Inhalte,  für  die  andere  ein 
Vermögen nehmen würden. 
 
Alex  hat  mittlerweile  über  2.000  Wohnungen  sowohl  im  Ankauf, der Entwicklung, als auch im 
Abverkauf  betreut,  ein  privates  Immobilienvermögen  im  zweistelligen  Millionenbereich 
aufgebaut und über 523 Publikationen zu Fachthemen veröffentlicht.  
 
Alex  Fischer  lebt  heute  im  Düsseldorfer  Zentrum  und  projektiert  neben  hochwertigen 
Renovierungs-  und  Neubaumaßnahmen  im  In-  &  Ausland  auch  Immobilien  speziell  für 
Kapitalanleger.  Mehr  über  den  Autor  und  viele  kostenlose  Inhalte  bekommst  Du  unter 
www.alex-fischer-duesseldorf.de. 
Mehr  kostenlosen  Content  zu  den  Themen  Steuerfallen,  Steuern  in  privates  Vermögen 
umwandeln etc. findest Du unter: https://www.af-steuercoaching.de/steuerfallen 
 
YouTube: Alex Düsseldorf Fischer 
Facebook: Alex Düsseldorf Fischer 
Instagram: Alex Düsseldorf Fischer 
iTunes*: Immobilien Investor Podcast 
iTunes*: Reicher als die Geissens Hörbuch als Podcast  
Kostenlose Softcover-Version von Reicher als die Geissens  
Buch: Steuerlexikon der Grundlagen 
Kindle: Reicher als die Geissens Buch 
Kindle: Steuerlexikon der Grundlagen 
 
* neben iTunes gibt es diese Inhalte natürlich auch noch auf Spotify, Google Play etc.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
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Dieses Buch widme ich meinem tollen und
extrem wissbegierigen Sohn Tom Fischer.

Schön, dass es dich gibt und du da bist.

Meiner geliebten Tochter widme ich dann das nächste Buch ... ;)
INHALT

Einführung 11

Eine wirklich wichtige WARNUNG 17

TEIL 1: Mindset & wichtiges Wissen als 20


Unternehmer deines Lebens

01 Deine persönlichen Immobilienmöglichkeiten 23

02 Macht Geld (wirklich) glücklich? 27

03 Warum dein Mindset (fast) der wichtigste Faktor ist 37

04 Was ist Mut? 39

05 Wie dein Verstand auswertet und welche Streiche er dir 43


dabei spielt

06 Das Glück liegt außerhalb der Komfortzone 51

07 Was ich anhand von Verkehrsregeln fürs Leben lernen 55


konnte

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Inhalt

08 Wenn du das Gleiche machst wie alle anderen 63

09 Kenne dein Warum 71

10 Was ist Geld und warum haben die meisten keines? 77

11 Wie du deinen Purpose (Ziel im Leben, Berufung, 87


Bestimmung) findest

12 Über Zeitverschwendung, Geduld und unnötigen Stress 101

13 It’s a „Hell yeah, baby!“ or a „No!“ 105

14 Du hast mehr Abteilungen, als du denkst … 109

15 Bin ich ein guter Lebensinvestor? 115

16 Analysiere deine Glaubenssätze: Kann ich haben? 121

17 Alles ist Ursache/Wirkung (Aktion/Reaktion aus der 127


Physik)

18 Wenn du dir das abgewöhnst, wirst du unglaublich 133


charismatisch

19 Wenn du den Rhein flussaufwärts schwimmst ... 139

20 Bauanleitung für einen Geldmagneten 145

21 Ein Auszug aus einigen Geldgesetzen 151

22 Was Wasserhähne und Eisberge gemeinsam haben 163

23 Wie DU ein echter Profi wirst 167

6 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
TEIL 2: Die Werkzeuge als Manager deines Lebens 170

01 Deine Werkzeugkiste 173

02 Kenne die Basics von Marketing und Vertrieb 179

03 Ein Problem besteht nur so lange, bis du die 189


richtige Frage stellst …

04 Sei ehrlich und authentisch! 195

05 Wähle deine Partner mit Bedacht 201

06 Gutes Benehmen? Ohne ist doch viel cooler … 207

07 Ziele? Ziele setzen? Hör mir auf, da schlaf ’ ich 211


ein …

08 Wie die Macht mit dir ist 217

09 Pareto in der Anwendung 223

10 Die Sieben-Kontakte-Regel 229

11 Der blinde Schwimmer 233

12 Wie schweißt man ein Team zusammen und was 245


sind gute Führer?

13 Von Stühlen und Maschinen 251

14 Warum viele Ideen nur Träume bleiben 257

15 Meine schlimmsten Fehler 263

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Inhalt

16 Wie man Prioritäten setzt 269

17 Keine Disziplin? Daran liegt es … 277

18 With great power comes great responsibility … 281

19 Wie du „viral gehst“ 287

20 Die Königsdisziplin: strategische Planung 291

TEIL 3: Wie man eine Geldmaschine baut 302

01 Die Unterziele auf deinem Weg zur finanziellen 305


Freiheit. Ein Überblick

02 Den Geldmagneten einrichten 309

03 Kosten analysieren und reduzieren 311

04 Einkommen und kreative Zeit steigern nach Pareto 315

05 Deinen Purpose finden 321

06 Deine Ressourcenliste 323

07 Deine Stärkenliste 327

08 Die Branchen-/Marktnischenliste 331

09 Cashflow steigern 335

10 Eigenkapital steigern 351

11 Handelsgeschäfte 357

8 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
12 Bonitätsaufbau (Steigerung der Kreditwürdigkeit) 363

13 Finanzierte Handelsgeschäfte 375

14 Permanentes Lernen und immaterieller Vermögensaufbau 379

15 Wie man Milliardär wird ... 387

16 Deine Vermögensbilanz analysieren und optimieren 389

17 Deine immateriellen Assets analysieren und aufbauen 395

18 Wie man Investoren und Kickstarter findet 401

19 Der Aufbau deines Powernetzwerks 407

20 Die Känguru-Finanzierung – große Sprünge trotz leerem 413


Beutel …

21 Die erste Immobilie – leg dir die weiße Kugel zurecht 421

22 Wert und Cashflow steigern 425

23 Expansion und weiter 427

Nachwort und Umsetzung

Mein Appell an dich 431

Wenn du das, was ich tue, unterstützen möchtest ... 433

Anhang 437

Index 439

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Einführung
Warum ich dieses Buch geschrieben habe
und warum es so aufgebaut ist, wie es ist

Der Titel

D u findest den Titel dieses Buches reißerisch und vielleicht unglaub-


würdig? Du denkst: „Schon wieder so ein obskurer Quatsch, das
funktioniert doch eh nicht“? Und du erwartest vielleicht jetzt, dass ich
dir alles über Immobilien erzähle und wie man damit reich wird? Warte
ab, das Buch hat sehr viel mehr Tiefgang, als du dir vorstellen kannst.

Beginnen wir mit dem größten Fehler, der alles zum


Scheitern verurteilt
Ich habe immer wieder festgestellt, dass viele Leute auf der Suche
nach einer Geldmaschine sind. Schaut man jedoch mal in München
(Prinzregentenstraße) bei der Firma Giesecke & Devrient vorbei (die
beschäftigen sich mit dem Druck der Euroscheine), so stellt man eines
fest:

Gelddruckmaschinen sind tonnenschwer und


stehen auf sehr dicken Betonfundamenten!

Außerdem gibt es Kabel, Wartung, Logistik, EDV und in Drucktech-


niken ausgebildete Mitarbeiter. Was will ich damit sagen?

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Selbst wenn dir jemand eine Gelddruckmaschine schenken würde, was
könntest du dann damit tun? In den Garten stellen? Wie würdest du sie
gegen Witterung schützen? Wie würdest du verhindern, dass sie bricht
(weil kein Fundament vorhanden ist, auf dem sie sicher stehen kann)?
Wie wartest du sie? Und am wichtigsten: Wie nimmt man sie überhaupt
in Betrieb?

Was ich damit sagen will? Selbst wenn du eine Geldmaschine hättest,
brächte dir das gar nichts, wenn sie nicht auf einem stabilen Fundament
steht und die Umgebung geschaffen wurde, die einen Betrieb möglich
macht.

Folgende Erfahrung habe ich mit meinem Immobilien-Know-how


gemacht: Einige werden damit sofort erfolgreich, die meisten nie. Woran
liegt das?

Meine Recherchearbeit hat Folgendes hervorgebracht: Diejenigen, die


sofort Erfolge hatten, hatten bereits ein Fundament! Ein unternehmeri-
sches Fundament.

Du bist gar kein Unternehmer? Wirklich? Bist du nicht wenigstens der


Unternehmer deines Lebens? Willst du nicht mit deinem Leben etwas
unternehmen, anstatt nur herumgeschubst zu werden?

Fragt man Unternehmer nach ihren Erfolgsrezepten, so erzählen sie nur


von der „Geldmaschine“, nie vom Fundament und von der Logistik.
Warum? Weil das Letzte, das ein Fisch wahrnehmen wird, das Wasser
um ihn herum ist. Es ist für ihn selbstverständlich. Außer das Wasser ist
nicht da, dann merkt es der Fisch schnell und ist vertrocknet.

Es ist also keine böse Absicht, dass dich viele Bücher nicht weiterbringen;
das Fundament ist nur für die meisten, die solche Bücher schreiben, „zu
selbstverständlich“.

12 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Einführung

Darum hat dieses Buch drei Teile und folgenden Anspruch


1. Mindset & wichtiges Grundlagenwissen als Unternehmer deines Lebens

2. Die grundlegenden Werkzeuge als Manager deines Lebens

3. Wie man eine Geldmaschine erkennt, baut und betreibt (am Beispiel
Immobilien)

Anfangs habe ich dieses Buch geschrieben, weil ich es leid war, immer
die gleichen Fragen zu beantworten. Als ich dann beim Schreiben war,
dachte ich mir: „Wow, ich werde in den ersten beiden Teilen all das
schreiben, was man im Leben wirklich wissen muss. Das, was man in der
Schule und Uni ‚vergessen‘ hat den Leuten beizubringen.“

Und das völlig unabhängig davon, ob man in Immobilien investieren


möchte oder nicht. Denn auch von meiner direkten (nicht unterneh-
merischen Umgebung) wurden mir immer die gleichen Fragen gestellt.

Als ich weiterschrieb, war ich so begeistert, dass ich begann, den Anspruch
weiter zu heben: Angenommen, jemand würde zu mir sagen: „Alex,
du hast 450 Seiten, um alles wirklich Wichtige an deinen Sohn
weiterzugeben, was würdest du aufschreiben?“

Daraus ist dieses Buch entstanden. Mein ganzes Herzblut steckt


darin, verschwende es bitte nicht.

Die 43 Regeln, die du besser kennen solltest


Ich war nämlich immer auf der Suche nach der „ultimativen Lösung“,
nach dem „Ding, das mein Leben verändert“. Und das war mein Fehler.
Es gibt nicht „das eine Ding“. Niemals und bei niemandem. Es ist
nämlich nicht ein einzelner Ton, den man anspielen muss, sondern eher
ein Akkord, ein Mehrklang.

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Tatsächlich fand ich nach jahrzehntelanger Suche Folgendes heraus:
Es gibt 43 Gesetzmäßigkeiten, die man unbedingt gleichzeitig „erklingen“ lassen muss.
Dann ist man toperfolgreich, hat Spaß, ist glücklich und hat jede Menge Geld. Man
kann es sich auch leisten, drei bis vier davon nicht zu beachten. Ab fünf missachteten
Regeln/Gesetzen beginnt man auf der Bremse zu stehen.

Fehlen einem 15 Gesetze, dann ist das Leben anstrengend, mühsam und frustrierend.
Beachtet man nur fünf davon, so endet man als alkoholisierter Obdachloser auf der
Straße.

Dieses Buch hat nicht den Anspruch, „völlig Neues“ zu erzählen.


Manche Prinzipien sind Tausende von Jahren alt. Dieses Buch hat aber
sehr wohl den Anspruch, komplett zu sein. Es hat den Anspruch, zu 100
Prozent anwendbar zu sein und Ergebnisse zu liefern:

Viele Menschen haben in der „Werkzeugkiste“ zum Erschaffen ihres


Lebens gerade mal 15 Werkzeuge, manche 20, manche 30. Willst du
wirklich erfüllt, glücklich und erfolgreich sein, dann brauchst du aber
ALLE Werkzeuge in deiner Kiste. Du versuchst sonst an einer Kette zu
ziehen, in deren Mitte ein paar wichtige Glieder fehlen. Wie willst du
damit Erfolge an Land ziehen?

Diese 43 Regeln, Werkzeuge und Gesetzmäßigkeiten sind in Teil 1 und


2 dieses Buches beschrieben. In Teil 3 zeige ich dir dann, wie man auf
der Basis dieser 43 Gesetze und Prinzipien eine wirkliche Freiheits- und
Geldmaschine baut, am Beispiel von Immobilien.

Jetzt bringen wir auch das Grundwissen der ersten beiden Teile in
konkret abzuarbeitende Schritte, wie bei einer Checkliste. Diese Prin-
zipien (auch die von Teil 3) kannst du aber auf jeden anderen Bereich
übertragen, sie sind sogar auf der ganzen Welt gültig.

14 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Einführung

Warum ich mir die Mühe mache


und so viel kostenlos herausgebe
Ich fand die Vision von Apple immer toll, die in etwa so lautet: „Unsere
Kunden sind die Kreativen und die Rebellen. Wir bauen für sie die coolen
Werkzeuge, mit denen sie eine Delle ins Universum hauen können ...“

Meine Vision ist heute: „Den Kreativen und den Rebellen die Werk-
zeugkiste, die fehlenden Kettenglieder und das Know-how zu geben, so
dass sie wirklich wertvolle Dellen in ihr Leben und ins Universum
hauen können ...“

Außerdem will ich das komplettieren, was in der schulischen und univer-
sitären Ausbildung leider fast komplett fehlt: anwendbare finanzielle und
unternehmerische Bildung. Das fehlende Fachgebiet „Erfolg im Leben“.

Ich werde oft gefragt: „Alex, warum machst du so viel kostenlos?“

Das ist die Antwort: Vor ein paar Monaten habe ich ein kleines
Einkaufszentrum mit 6.500 Quadratmetern gekauft, für 1,2 Millionen
Euro. Dieses Investment hat eine jährliche Zielmiete von 500.000 Euro.
Man braucht nicht das Rechengenie Adam Riese zu sein, um zu sehen,
dass sich diese Immobilie in 2,5 Jahren selbst abbezahlt.

Dann ein weiteres Jahr für die Steuer, und ab da kommen jedes Jahr
500.000 Euro Cashflow zur freien Verfügung. Solche Investments kann
ich aufgrund meiner Kontakte jedes Jahr tätigen. Wenn ich also Geld
verdienen will, mache ich Immobiliengeschäfte.

Und dann? Ich habe bereits eine tolle Wohnung, ein tolles Auto, ein
Motorrad und einen wirklich lukrativen Cashflow. Eine Jacht und teure
Urlaube brauche ich nicht, ich bin nämlich eigentlich eher so der Pfad-
finder- und Naturtyp. In Bayern sagt man: „Jeder kann auch nur ein
Schnitzel fressen ...“

Die meisten meiner Kollegen in einer ähnlichen Situation fangen dann


an, komische Spiele zu spielen: 5 Frauen gleichzeitig, das 8. Auto, die

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13. Uhr, Drogen oder wilde Partys. Andere spielen, wenn ihnen lang-
weilig ist, „World of Warcraft“ (ein Kultspiel, das Millionen von Usern
an die Bildschirme fesselt; man kann sich mit anderen über das Netz
verbünden, Gegner attackieren und in den Ranglisten aufsteigen).

Ich bevorzuge es hingegen, mein eigenes „World of Warcraft“ zu


bauen: Ich will, dass coole Leute das Wissen bekommen, um Dellen
ins Universum hauen zu können. Darum baue ich an Webseiten, an
meinem YouTube-Channel und an meinem Podcast. Meine Download-
zahlen sind mein Punktestand, andere YouTuber meine „Mitspieler“ auf
der Rangliste.

Doch was gibt es bei „World of Warcraft“ final zu gewinnen? Letztlich


nur den Ruhm, die Nummer eins zu sein. Trotzdem macht „World of
Warcraft“ wirklich süchtig.

Wenn ich es schaffe, in meinem Spiel die Nummer eins zu sein, dann
habe ich meine Umgebung wirklich nachhaltig verändert und hinter-
lasse im Universum so viele Dellen wie ein Hagelsturm. Ich hinterlasse
vielleicht eine Umgebung, die ich meinen Kindern und deren Kindern
für später einmal wünsche.

Das ist mein Spiel, es macht richtig süchtig, und ich liebe es. Vielleicht
hast du ja eines Tages Lust, dabei mitzuspielen?

Viel Spaß beim Lesen, und möge dein Leben so sein, wie du es dir immer
gewünscht hast.

Dein

Alex Fischer aus Düsseldorf

PS: Und noch eine Bitte: Wenn dir an den Leuten in deiner direkten
Umgebung etwas liegt und dir dieses Buch ein paar Erkenntnisse für
dein Leben verschafft, dann hilf mir später vielleicht, die Lücken in
deren Ausbildung zu schließen. Okay?

16 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Eine wirklich
wichtige WARNUNG

»
W enn du die Einführung überblättert hast, dann gehe bitte
zurück und lies sie. Du verstehst sonst den Aufbau des
Buches nicht und somit auch nicht den Inhalt.

» Von den meisten Büchern werden nur die ersten beiden Kapitel
gelesen. Glaube mir, du würdest es in diesem Fall bereuen.

» Dies ist kein „normales“ Buch, es kann wirklich dein Leben massiv
zum Positiven verändern. Die ersten Probeleser bezeichneten es gar
als eine Art „Hogwarts-Ausbildung“ (die Zauberausbildung von
Harry Potter).

» Dieses Buch enthält eine extrem hohe Daten- und Informations-


dichte: Kein Absatz enthält auch nur einen unnötigen Satz.

» Kein Satz enthält ein unnötiges Wort. Jedes Wort steht da, weil es
einen Sinn hat.

» Wenn du aktuelle Bücher gewohnt bist, dann weißt du, dass sie
üblicherweise fünf interessante Informationen enthalten. Der Rest
ist Blabla, weil man für fünf Seiten keine 30 Euro verlangen kann.

» Andere hätten aus den einzelnen Kapiteln jeweils ein eigenes Buch
gemacht. So erkläre ich zum Beispiel in einem Kapitel alles, was

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es zum Thema „Glücklichsein“ zu wissen gibt. Und das inklusive
aller Punkte, die man selbst aktiv beeinflussen kann.

» Trotz der hohen Datendichte habe ich mir die Mühe gemacht, es
leicht verständlich zu schreiben. So nehme ich dich mit auf die
Reise zurück zu meinen eigenen Erkenntnisprozessen und Erleb-
nissen, die mich erfolgreich gemacht haben.

» Wenn du dieses Buch wie die üblichen Bücher nebenbei konsu-


mierst, dann verpasst du 90 % des Inhaltes.

» Alles, was darin steht, ist ausschließlich auf Anwendung


geschrieben worden. Wenn etwas theoretisch klingt, lies es bitte
noch einmal und überlege dir, wie du es anwenden könntest.

» Dieses Buch kann man nicht einfach nur „lesen“, es sollte wirklich
durchgearbeitet werden: mit Notizen, eigenen Beispielen, Zusam-
menschriften und Skizzen. Behalte dabei immer eine Frage im
Kopf: „Wie kann ich das Gelesene für mich genau anwenden?“

» Du solltest die Informationen mit deiner Vergangenheit verglei-


chen und ausschließlich mit der Frage lesen: „Wie kann ich das für
mich und meine Umgebung anwenden?“

» Wenn du beginnst „querzulesen“, verpasst du mindestens 50 %


des Inhaltes, da die Kapitel exakt aufeinander aufbauen. Fange
bitte vorne an und gehe dieses Buch Seite für Seite durch.

» Da du Dinge erst anwenden kannst, wenn du sie immer und


immer wieder wiederholst, mache bitte Folgendes: Hole dir das
Hörbuch (gesprochen von mir persönlich und der deutschen
Stimme von „Gordon Gekko“ (Michael Douglas) aus dem Film
„Wall Street“) und höre es sooft du kannst (z. B. im Auto).
Du findest es auf meiner Webseite unter:
www.alex-fischer-duesseldorf.de/HB-bestellen

18 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Eine wirklich wichtige WARNUNG

» Lies das Buch einmal bis zum Ende. Dir werden ein paar Dinge
klar werden, einige werden dir noch nicht so wichtig erscheinen.

» Lies es (und/oder höre es) noch einmal und du wirst feststellen,


dass „da auf einmal Dinge drinstehen, die du vorher gar nicht
wahrgenommen hast“.

» Dieses Buch enthält über 668 sehr wichtige Informationen für


dein Leben. Tests auf meinen Workshops haben gezeigt, dass
Leser vor allem das nachvollziehen können, was sie a) bereits selbst
erlebt haben, b) bei anderen beobachtet haben oder c) bei einem
gerade aktuellen Problem einsetzen können.

Leider werden rund 90 % der Inhalte selbst bei aufmerksamen


Lesern faktisch nur „angeklebt“ statt in Fleisch und Blut über-
nommen. Echte Gelegenheiten zeigen sich oft völlig unverhofft
und nur kurz, darum solltest du entsprechend vorbereitet sein. Aus
diesem Grund habe ich für dich die „90-Tage-Challenge“ (drei
Workbooks und diverse Videos) erstellt.

Stelle dir vor, ich persönlich würde dich über 90 Tage, jeden
Tag 30–60 Minuten, coachen. Mit Aufgaben und Fragen, die
sicherstellen, dass du wirklich alles vollständig verstanden hast. Ein
Coaching, das diese über 668 extrem wichtigen Informationen
komplett in deine Art zu denken einbaut. Du wärst für jede Situ-
ation gewappnet. Willst du also wirklich im „driver‘s seat“ deines
Lebens sitzen? Dann starte noch heute die „90-Tage-Challenge“
unter: www.alex-fischer-duesseldorf.de/90TC-erklaervideo

» Die höchste Form des Verstehens bringt (neben mehrmaliger


Wiederholung) übrigens Folgendes: Erkläre den Inhalt anderen
anhand des Buches. Arbeite mit Leuten, die Probleme im Leben
haben, dieses Buch durch. Du selbst wirst am meisten davon
profitieren.

» Viel Erfolg!

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KAPITEL 08

Wenn du das
Gleiche machst
wie alle anderen
Das Pareto-Prinzip – ich dachte lange,
ich hätte es verstanden

V ilfredo Pareto war ein italienischer Ingenieur, Ökonom und Soziologe


im 19. Jahrhundert. Er entwickelte das sogenannte Pareto-Prinzip,
das einige Leute bereits zu kennen glauben. Genau genommen ist das
allerdings kein Prinzip, sondern eine mathematische Formel.

Pareto fand heraus, dass sich alles 80/20 teilt:

» 20 % der Weltbevölkerung halten 80 % des Vermögens.

» Umgekehrt halten 80 % der Bevölkerung nur 20 % des Vermö-


gens.

» 20 % der Kunden machen 80 % des Ertrags für ein Geschäft,

» wogegen 80 % der Kunden nur 20 % des Ertrags machen.

» Umgekehrt machen auch 20 % der Menschen 80 % des Ärgers


etc.

Aber Pareto gilt nicht nur für Wirtschaft, Menschen und Verkäufer,
sondern auch für Pflanzen, Bäume und sogar Planeten.

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Teil 1 – Kapitel 08

Der Baum vor meiner Tür produziert mit 20 % seiner gesamten Blätter
80 % seiner Nährstoffe. 20 % der Flüsse transportieren 80 % des Wassers
etc.

So weit, so gut, das wirst du vielleicht schon kennen. Allerdings ist den
meisten Leuten nicht bewusst, dass Pareto kein nettes Prinzip, sondern
tatsächlich eine mathematische Formel ist. Denn auch 80/20 teilt sich
wieder 80/20, mit folgender Konsequenz:

» Mit 20 % deiner Aktionen machst du 80 % deines Ergebnisses,


» mit 4 % deiner Aktionen machst du 64 % deines Ergebnisses und
» mit knapp 1 % deiner Aktionen machst du gut 51 % deines
Ergebnisses.

Gleiches gilt natürlich wieder für Kunden, Geld, Flüsse, Bäume etc.

Das Pareto-Prinzip

20 % 80 %

Aufwände Ergebnisse

20 % 80 %

4 % 64 %

Ergebnisse

20 % 80 %

1 % 51 %

Ergebnisse

64 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wenn du das Gleiche machst wie alle anderen

Irgendwann musst du für dich die Entscheidung treffen, auf welcher


Seite du stehen möchtest. Möchtest du die 20 % oder die 80 % sein?

Hierzu später mehr.

Lass dich nicht verarschen


Entschuldige bitte die Wortwahl, jedoch sagt kein anderer Satz es besser
aus. Was meine ich damit? Ich meine, dass ich im Laufe meiner Unter-
nehmerkarriere eins gelernt habe: Selten ist etwas so, wie es scheint.
Nichts passiert zufällig, und glaube auf keinen Fall Dinge blind mit der
Begründung „Ist halt so“!

De Beers
In unserer Gesellschaft ist es komplett üblich, dass ein Mann beim
Heiratsantrag seiner zukünftigen Frau einen Diamantring schenkt.
Forscht man in der Geschichte ein wenig nach, findet man heraus,
dass das vor den 60er-Jahren überhaupt nicht der Fall war. In den
60er-Jahren stellte sich der Quasi-Monopolist für Diamanten De
Beers mit seinem Marketingteam die Frage: „Wie können wir mehr
Diamanten verkaufen?“

Das Marketingteam hatte folgende Idee: Wie wäre es, wenn wir eine
massive Kampagne fahren, die folgenden Inhalt hat: „Wenn du als Mann
wirklich etwas auf dich hältst und deine Frau tatsächlich liebst, dann
gehört es sich, ihr beim Heiratsantrag einen Diamantring zu schenken.“
Gesagt, getan. Die Kampagne war gut gemacht, und somit stiegen die
Verkaufszahlen stark an.

Doch das reichte De Beers nicht. Deswegen änderte man nachfolgend


die Kampagne ein wenig ab: „Ein Mann, der wirklich etwas auf sich
hält, investiert mindestens einen Monatslohn in den Diamantring für
seine Angebetete.“

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Teil 1 – Kapitel 08

Als De Beers bemerkte, dass auch diese Kampagne funktionierte, wurde


sie wieder geändert: „Ein Mann, der etwas auf sich hält und seine Ange-
betete wirklich liebt, sollte auf jeden Fall zwei bis drei Monatsgehälter
in den Diamantring investieren.“ Klingt das romantisch? Als ich das
herausfand, konnte ich es kaum glauben.

Körperbehaarung
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stellte die Rasierklingenindustrie fest,
dass ihre Zahlen stagnierten. Der Grund dafür war einfach der gesättigte
Markt. Was tun? Schlaue Marketingleute hatten dann die Idee, dass man
es einfach nur schaffen müsste, Körper- und Genitalbehaarung in der
öffentlichen Wahrnehmung mit „eklig“ zu verbinden. Schon würden
dreimal so viele Rasierklingen verkauft werden wie bisher. Gesagt, getan.
Der Rest ist Geschichte.

Versteh mich bitte nicht falsch, auch ich finde exzessive Körperbehaa-
rung nicht unbedingt schön. Ich finde es aber genauso merkwürdig, dass
man durch irgendwelche äußeren Zwänge dazu gebracht wird, „blitz-
blank“ zu sein, damit man nicht schräg angeschaut wird.

Hierzu benutzen die Marketingstrategen gewisse Mechanismen aus der


Gruppenpsychologie. Es werden über gewisse Mittel Trends installiert,
bis hin zum sozialen Zwang, einfach nur um Geld zu verdienen.

Die Geburt des Weihnachtsmannes


Inzwischen hat es sich schon langsam herumgesprochen, dass der
Weihnachtsmann keine biblische Figur ist und auch überhaupt nichts
mit unserer Kultur oder sonst was zu tun hat. Tatsächlich ist der Weih-
nachtsmann von Coca-Cola erfunden worden, mit dem Zweck, die
Markenfarbe positiv zu assoziieren (in Verbindung zu bringen).

Ist das nicht interessant, wie einem nach einer gewissen Zeit Dinge als
„natürlich“ erscheinen, obwohl sie künstlich installiert wurden?

66 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wenn du das Gleiche machst wie alle anderen

Lemminge
Vielleicht hast du schon einmal den Spruch „wie die Lemminge“ gehört.
Das bedeutet so viel wie „hirnlos ins Verderben stürzen“. Lemminge
sind so eine Art Meerschweinchen, denen man nachsagt, dass sie Selbst-
mord begehen und sich ins Meer stürzen würden, wenn sie sich zu stark
vermehren. Viele Leute glauben das.

Das ist jedoch keine zoologische Erkenntnis, sondern entstand in einem


Walt-Disney-Film. In diesem wurde das Ganze so dargestellt, als wäre es
Fakt. Tatsächlich wurden die Lemminge sogar mit ziemlicher Anstren-
gung über die Klippe geschubst und zum Abstürzen gebracht. Und das,
gekoppelt mit guter Kameraführung, bringt die Leute zu dem Glauben,
Lemminge würden tatsächlich Selbstmord begehen. Nein, leider wurde
wieder aus finanziellen Gründen ein Trugbild geschaffen.

Die Medien/Finanzmedien
An oben genannten Beispielen habe ich versucht darzustellen, wie
leicht es passieren kann, dass man falsche Informationen untergejubelt
bekommt. Man hört sie einfach sehr oft und nimmt sie deswegen als
gegeben (oder sogar als wahr) hin. Einer meiner Mentoren sagte einmal:
„Deine Entscheidungen sind nur so gut wie die Informationen, aufgrund
deren du sie triffst.“

Ich musste mich oft bei Fehlschlägen daran erinnern, wie recht er hatte.
Was will ich damit sagen? Die Antwort ist einfach! Woher bezieht man
üblicherweise seine Informationen? Von Medien, Blogs, Hörensagen
etc. Und glaube mir eines: Informationen werden nicht wahrer dadurch,
dass sie öfters wiederholt werden.

Gerade Zeitschriften und andere Medien müssen auch ihre Rech-


nung bezahlen und können nicht wirklich schreiben, was sie denken.
Das könnten sie nur, wenn sie wirklich finanziell unabhängig wären,
von Politik, Wirtschaft, Finanzwesen und den Marschrouten ihrer
Eigentümer.

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Teil 1 – Kapitel 08

BSE, Vogelgrippe und andere Feindbilder


„Divide et impera“ (lateinisch für „Zerschlage und herrsche“ oder „Teile
und herrsche“) ist eine beliebte Technik, mit der man Leute beschäf-
tigt hält. Die Schwarzen gegen die Weißen, die Republikaner gegen
die Demokraten, die Muslime gegen die Christen. Schon die Römer
herrschten mit diesem Leitsatz. Sie hetzten Völker gegeneinander auf,
was diese natürlich schwächte. So waren sie keine Bedrohung für die
Interessen Roms.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass ständig Angstszenarien aufgebaut


werden und dann wieder völlig vergessen sind? Zuerst das schreckliche
BSE bei Rindern. Dann die Vogelgrippe. Und heutzutage? Plötzlich alles
weg?

Vor Jahren waren die Zeugen Jehovas sehr gefährlich, dann die Sciento-
logen und jetzt die Muslime ... Könnte es sein, dass solche „Hypes“ auch
nichts anderes als geschickt gesteuerte Marketingkampagnen sind, um
zum Beispiel Medikamente zu verkaufen (Medikament Tamiflu gegen
Vogelgrippe) oder Rindfleischpreise an den Börsen zu beeinflussen?

Innovationen und weltverändernde Ideen werden dagegen oft ange-


griffen, da das Establishment oder wichtigtuerische „Autoritäten“ um
ihre Positionen fürchten. Wenn man im Mittelalter nicht glauben wollte,
dass die Erde eine Scheibe sei, sondern sich gar traute zu behaupten,
sie sei eine Kugel, dann wurde man als Ketzer auf dem Scheiterhaufen
verbrannt.

Heute ist das nicht unbedingt anders, die Methoden haben sich nur
geändert: Wenn du heute aus der Reihe tanzt, dann versuchen diese
Typen deine Reputation zu „kreuzigen“ oder deine Geschäftsgrundlagen
zu sabotieren. Beliebt ist auch immer, den Dissidenten als Witzfigur
oder Betrüger darzustellen. Es ist schon oft eine „verkehrte Welt“, in der
man die Guten angreift und die Bösen (sofern sie genug Geld haben)
beschützt.

68 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wenn du das Gleiche machst wie alle anderen

Also:
» Glaube nichts, was dir nicht bewiesen wurde!
» Wenn du Dinge öfters hörst, dann heißt das nicht, dass sie wahr sind.
Gerade Geheimdienste arbeiten mit der Technik, dieselbe Lüge an
verschiedenen Orten zu verbreiten. Man will den Eindruck erwecken,
dass die Information wahr wäre, weil verschiedene Quellen das Gleiche
sagen.
» Hinterfrage auch das, bei dem du gar nicht auf die Idee kämest, es zu
hinterfragen!
» Lass dich nicht aufhetzen und bleib cool, wenn das nächste Mal eine
neue „Sau durchs Dorf getrieben“ wird.
» Reduziere passiven Nachrichtenkonsum (Fernsehen und Soziale Medien)
und beschäftige dich mehr mit nutzbringendem Wissen.
» Be a rulebreaker! Wenn du heutzutage nicht auf irgendeiner schwarzen
Liste stehst oder manche Leute sich nicht von dir auf die Füße getreten
fühlen, solltest du dir die Frage stellen, ob du wirklich aktiv genug bist,
um es zu etwas zu bringen.

Teste dein Verstehen:


+ Wie lautet die Pareto-Grundregel?
+ Wie errechnen sich die 4 % und das 1 %?
+ Warum wäre es schlau, seinen Fokus auf die 20/4/1 % zu richten?
+ Was passiert, wenn du diese Regel nicht anwendest?
+ Warum sollten bei dir „alle Alarmglocken läuten“, wenn alle in eine Richtung
rennen oder „Kreuzigt ihn!“ rufen?
+ Welche Entscheidungen solltest du treffen, damit du in Zukunft möglichst
wenig manipulierbar bist?
+ Im Workbook Nr. I der „90-Tage-Challenge“ auf Seite 33 findest du 20
Coachingfragen und Übungen, die dir dabei helfen werden, dass dir Pareto
wirklich in Fleisch und Blut übergeht, du jede Menge Zeit sparst, du wirklich
unbeeinflusst Entscheidungen treffen und Manipulation durchschauen wirst.

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KAPITEL 15

Bin ich ein guter


Lebensinvestor?

E iner meiner Mentoren fragte mich einmal: „Sag mal, Alex, was denkst
du eigentlich, was der Unterschied ist, warum die einen schneller
vorankommen und die anderen nur sehr langsam oder gar nicht?“

Das war eine gute Frage; wenn ich darauf die Antwort hätte, wäre ich
sicher schon ein gutes Stück weiter, dachte ich mir damals. Natürlich
hatte ich vage Vorstellungen und Ideen darüber, was das sein könnte.
Kennst du das Gefühl, wenn es manchmal schwierig ist, Beobachtungen
in eine Gesetzmäßigkeit umzuwandeln? Man kann es einfach nicht
wirklich greifen. Ich verneinte also.

„Eigentlich ist es so einfach, dass man es leicht übersieht“, sagte er. „Die
einen investieren das, was sie haben (Zeit, Geld, Kontakte, Wissen etc.)
einfach besser als andere. Es sind einfach bessere Investoren.“

„Soll das heißen, dass man zum guten Investor geboren ist? Dass man
dafür entweder Talent hat oder nicht?“, fragte ich.

Er lachte. „Nein, eigentlich hat das nur mit zwei Sachen zu tun:

1. genau zu wissen, was eine Investition und was ein Verlust/eine


Ausgabe ist,

2. sich die Denkweise anzugewöhnen, alles im Leben unter diesem


Gesichtspunkt anzuschauen.“

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Teil 1 – Kapitel 15

Das klang irgendwie interessant. Man konnte es also lernen. Es hatte


offenbar nichts mit Glück, Talent oder angeborenen Fähigkeiten zu tun.
Ich bat ihn, mehr zu erzählen. Er malte mir Folgendes auf:

Was ist eine Investition, was eine Ausgabe? Gilt nicht nur für Geld!
Investition: X -> X + Y
Ausgabe: X -> X – Y

Er sagte: „Schau, Alex, eine Investition ist einfach, wenn du irgend-


etwas investierst (deine Zeit, dein Geld, deine Kontakte, deine
Aufmerksamkeit etc.) und anschließend das Gleiche plus mehr dazu
bekommst.

Eine Ausgabe ist es, wenn du etwas investierst und danach einfach
weniger herausbekommst, als du ursprünglich investiert hast, oder
im schlimmsten Fall gar nichts.“

Ich dachte mir, na ja, das ist eine sehr simple Formel, darauf hätte ich
eigentlich auch selber kommen können. Aber so ganz begriffen hatte ich
es noch nicht, und ich bat ihn, das genauer auszuführen.

Das solltest du unbedingt auch machen


Er sagte mir: „Ich denke, bei dem Thema Geld sollte es klar sein. Eine
Investition muss mehr Geld zurückbringen, als ursprünglich investiert
wurde. Aber das ist nicht der Punkt. Alex, du solltest dir eine Liste deiner
Aktivitäten machen und diese anhand dieser Formel auswerten. Jene
Aktivitäten, die Investitionen sind, bekommen ein Plus, Aktivitäten, die
eine Ausgabe sind, bekommen ein Minus.“

Ich machte mich daran, und auf einmal erkannte ich, was er meinte:
Es gab sowohl Menschen als auch Aktivitäten, nach denen man sich

116 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Bin ich ein guter Lebensinvestor?

viel besser fühlte als vorher. Sie waren also Investitionen. Es gab aber
auch jede Menge andere Aktivitäten. Diese raubten Energie oder sorgten
dafür, dass ich mich schlapp fühlte.

Schaut man sich beispielsweise Schulungsvideos auf YouTube an, so ist


das eine Investition. Wenn man Zeit investiert und wenn das Video gut
war, hat man anschließend mehr Wissen, was einem wiederum Zeit
spart. Schaut man dagegen zwei Stunden fern, ist die Zeit einfach weg
und man fühlt sich tatsächlich danach inaktiver als vorher.

Ich begann mir also folgende Fragen zu stellen:

» Welche Aktivitäten sind Investitionen, welche sind Ausgaben?


» Welche persönlichen Kontakte sind Investitionen, welche sind Ausgaben?
» Welche geschäftlichen Kontakte sind Investitionen, welche sind Ausgaben?
» Welche meiner Bekannten saugen nur Energie (Ausgaben) aus mir und bei
welchen fühle ich mich nach einem Kontakt besser als vorher?

Schön langsam hatte ich es verstanden.

Tipps dazu
Er gab mir hierzu jedoch noch ein paar Tipps: „Wichtig ist, dass du
diesen Investitions-/Ausgabengesichtspunkt permanent im Kopf hast
und so deine Aktivitäten, Geschäfte und auch deine Freizeit immer im
Blick behältst.

Wenn du zum Beispiel Zeit in Sport investierst, fühlst du dich danach


energiegeladen und kannst andere Dinge viel schneller machen. Somit
ist es definitiv eine Investition. Außerdem ist es sehr wichtig, dass du
das Pareto-Gesetz bzw. die Pareto-Formel wirklich gut verstanden hast.“

Ich verstand, was er mit der Pareto-Formel meinte (den betreffenden


Abschnitt dieses Buches solltest du wirklich genauestens studiert haben).

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Teil 1 – Kapitel 15

Die 20 %, die 80 % des Ergebnisses bringen, sind natürlich eine sehr


gute Investition. Die 20 %, die 80 % des Ärgers machen, sind natürlich
eine Ausgabe. Die mittleren 60 % sind zwar keine Ausgabe, aber auch
keine gute Investition.

Jedoch die 4 %, die 64 % des Ergebnisses bringen, beziehungsweise das


1 %, das 51 % des Ergebnisses bringt, sind hervorragende Investitionen.
Ich begann also, auch wieder erfolgreiche Menschen unter diesen neu
gelernten Gesichtspunkten zu beobachten, und stellte Folgendes fest:
Entweder kannten sie Pareto sehr genau und konzentrierten sich immer
auf die 20, 4 oder auch 1 %. Oder sie kannten Pareto nicht und hatten
es einfach aus Erfahrung (die meist sehr teuer war) gelernt.

Da ich nicht zu den Leuten gehöre, die sich theoretisches Wissen des
Wissens wegen reinpfeifen, machte ich mich sofort an meine Liste und
begann alle Ausgaben „auszumisten“. Dazu zählten beispielsweise die
Angewohnheiten, sich alle drei Jahre ein neues Leasingfahrzeug zu holen
und meine Zeit mit Miesmachern und Energievampiren zu verbringen.

Ich analysierte auch sehr genau, welche Personen am meisten zu meinen


bisherigen Erfolgen beigetragen haben, und begann diese Menschen
nun mit voller Energie zu unterstützen.

In Bezug auf Geld und Cashflow muss man natürlich wissen, dass eine
Investition den Cashflow mittel- oder kurzfristig erhöht/erhöhen sollte.
Eine Ausgabe wäre eine Verpflichtung, ohne dass sie mehr Cashflow
bringt (zum Beispiel eigengenutzte Wohnung, schönes Auto, Luxus
etc.). Ich will damit nicht sagen, dass ich inzwischen keine Ausgaben
mehr tätigen würde. Denn auch ich liebe schöne Autos, habe ein tolles
Motorrad und eine sehr hübsche Wohnung.

Aber: Ausgaben sollte man erst tätigen, wenn man bereits genügend sehr
gute Investitionen getätigt hat, auf keinen Fall andersherum.

118 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Bin ich ein guter Lebensinvestor?

Noch ein Tipp: Stell dir die Frage „Wie kann ich mich zu einer guten
Investition für meine Umwelt machen?“. Leute lieben gute Investi-
tionen, und du willst doch sicher, dass Leute in dich investieren ...

Resümee:
1. Investition & Ausgabe verstehen
2. Gelder, Tätigkeiten, Personen etc. analysieren
3. Ausmisten & korrekt investieren
4. Sich selbst zur Investition machen

Teste dein Verstehen:


+ Wie genau definiert man eine Investition?
+ Wie genau definiert man eine Ausgabe?
+ Finde drei Beispiele für Ausgaben und Investitionen.
+ Schaue in der „90-Tage-Challenge“ auf Seite 60 (Workbook Nr. I). Hier
bekommst du 15 Aufgaben und Coachingfragen, die dir das Thema
„Investitionen“ in Bezug auf Zeit, Geld und alles andere in Fleisch und
Blut übergehen lassen werden. Falls du die „90-Tage-Challenge“ noch
nicht kennst, zeige ich dir in diesem kurzen Erklärvideo, wie du alle über
668 wichtigen Tipps dieses Buches in dein Bewusstsein „einbrennst“,
damit du sie jederzeit abrufen und deine Ziele schneller erreichen kannst:
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KAPITEL 21

Ein Auszug aus


einigen Geldgesetzen
Das Parkinsonsche Gesetz

J a, du hast richtig gehört, es gibt Gesetze zu Geld. Ich wollte es


anfangs auch nicht glauben, habe es allerdings auf die harte Tour
gelernt. So schreibt C. Northcote Parkinson (ein britischer Soziologe)
in seinen sogenannten Parkinsonschen Gesetzen sinngemäß Folgendes:

„Die Ausgaben werden das Einkommen immer auffressen,


egal wie hoch die Einnahmen steigen. Der Mensch neigt also
dazu, gemäß Parkinson mit seinen Einnahmen auch immer
gleich die Ausgaben (seinen Lebensstandard) zu erhöhen.“

Ich fragte einen meiner reichen Berater, wie er denn das Parkinsonsche
Gesetz für sich angewendet hätte. Er lachte auf und sagte: „Na ja, ich
verstecke das Geld immer vor mir selbst und rechne mich arm.“

Ich verstand nicht, wie er das meinte.

Man konnte mir mein Nichtverstehen offenbar ansehen, also fuhr er


fort: „Um das wirklich zu verstehen, musst du erst mal verstehen, warum
Leute pleitegehen. Pleite oder zahlungsunfähig wird man, wenn man
einen Euro mehr ausgibt, als man einnimmt. So weit nichts Neues und
jedem bekannt. Doch wie sieht das in der Praxis aus? Wie ermittelst zum
Beispiel du deine Ausgaben?“

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Teil 1 – Kapitel 21

Ich antwortete: „Ich würde meine Kontoauszüge nehmen, würde


schauen, wie viel ich an fixen Kosten abgezogen bekomme, würde
Pauschalen für Lebenshaltung im Durchschnitt errechnen und wüsste
dann, wie viel ich ausgebe.“

Der Fehler, der dich insolvent macht


Er lachte. „Siehst du, genau das ist der Fehler, den sie alle machen.“
Fehler? Welcher Fehler? Was war falsch? „Na, nehmen wir doch zum
Beispiel mal die Waschmaschine. Hat die ein ewiges Leben oder geht
sie nach fünf Jahren irgendwann kaputt? Oder der Fernseher, hält der
ewig oder gibt der irgendwann seinen Geist auf ? Was ist mit deinem
Auto? Brauchst du nicht alle fünf Jahre ein neues oder werden nicht
irgendwann unerwartete Reparaturen fällig?“

Langsam dämmert mir, was er meinte. Er sagte: „Sieh mal, die meisten
Leute machen die Rechnung mit ihren Kontoauszügen, und dann
passieren lauter ‚unvorhersehbare Dinge‘, die den Dispokredit immer
mehr ins Minus treiben, der dann früher oder später in einen Privat-
kredit umgeschuldet wird. Die meisten machen ja noch nicht einmal
eine Aufstellung gemäß ihren Kontoauszügen.“

Ich begann zu verstehen und sagte: „Du meinst also, dass diese ‚Notsi-
tuationen‘ nichts anderes sind als Dinge, die sowieso früher oder später
passieren, aber einen kalt erwischen, weil man sie nicht eingeplant hat?“
Er stimmte mir 100-prozentig zu.

„Wenn du jetzt wieder das Parkinsonsche Gesetz nimmst, dann wird


das besonders fatal, weil man nicht genau weiß, wie viel man eigentlich
wirklich an tatsächlichen, ehrlichen Ausgaben hat. Rechne dich immer
arm.“

Man denkt also, man hätte mehr Geld zur Verfügung, und erhöht die
Ausgaben. Tatsächlich verschwendet man aber Geld, das früher oder
später sowieso (zum Beispiel für die Waschmaschine) fällig wird. So
treibt man sich in die Insolvenz.

152 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Ein Auszug aus einigen Geldgesetzen

Wie man sich durch „armrechnen“ reich macht


Das ergab absolut Sinn für mich. Was ich allerdings noch nicht komplett
verstanden hatte, war, was er mit „sich armrechnen“ meinte.

Er erklärte es mir: „Mit armrechnen meine ich, dass man Rücklagen


für alles Mögliche bildet, was irgendwie kommen kann. Sollte man im
Zweifel sein, ob es eher mehr oder weniger ist, setzt man immer den
höheren Wert bei den Ausgaben an. Auf die Art und Weise stellt man
sicher, dass man in seinen Rücklagen ‚stille Reserven‘ aufbaut und diese
aus den Augen verliert. So baut sich (ohne dass man es merkt) Vermögen
auf, das man gemäß Parkinson nicht ausgibt, da man es nicht dauernd
vor Augen hat.“

Warum so viele Menschen


mit Immobilien Millionäre wurden
Ich dachte darüber nach und verstand langsam, was er damit meinte.
Dann riss er mich aus meinen Gedanken mit „Alex, hast du schon mal
darüber nachgedacht, warum neun von zehn Millionären mit Immobi-
lien reich geworden sind?“. Um ehrlich zu sein, hatte ich mir darüber nie
Gedanken gemacht.

„Der Grund ist der ‚gefühlte‘ Nachteil der Immobilie, doch wenn
man das Parkinsonsche Gesetz kennt, ist es tatsächlich ein riesiger
Vorteil. Die Immobilie zwingt einen dazu, auch in vorübergehenden
Notlagen nicht kurz mal die Rücklagen plattzumachen, weil man
zum Beispiel ein neues Auto braucht. Immobilien üben eine Art
Sparzwang aus und wirken dem Parkinsonschen Gesetz entgegen.“

Wie wir später dann lernen werden, funktioniert das besonders gut,
wenn die Sparraten auch noch der eigene Mieter für dich übernimmt.
Doch dazu später mehr.

Ich begann mich intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen


und entwickelte dazu ein Geldzuteilungsformular in Form einer
Excel-Tabelle.

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Teil 1 – Kapitel 21

Es gibt diese in zwei Versionen: einmal für den Privatmann und einmal
für den Unternehmer (vergiss bitte nicht, dass ein Unternehmer auch
ein Privatmann ist).

Vereinfacht gesagt funktioniert das Ganze folgendermaßen:

Geldmagnet STOP

Steuern Finanzamt

Werbung Werbedienstleister

€ Rechtsfälle/Klagen
Geldeingangs-
konto Risiko
Unerwartetes

Leasing-Gesellschaften
Fuhrpark
Ansparen von Barzahlungen

Charity Wohltätige Zwecke

REST: Laufende Rechnungen

Miete etc.

Büromaterial Laufende Betriebskosten

1. Richte ein reines Geldeingangskonto ein, auf dem sämtliche Geldeingänge


landen und von dem niemals etwas nach außen bezahlt wird. Von diesem Konto
wird nur auf interne Unterkonten verteilt.

154 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Ein Auszug aus einigen Geldgesetzen

2. Jeder Umsatz oder Geldeingang, der auf dem Geldeingangskonto eingeht, wird in
das Zuteilungsformular eingegeben. In diesem sind die entsprechenden Rück-
lagen in Form von Prozentsätzen hinterlegt, so dass man auf einen Blick sieht,
wie man vom Geldeingangskonto auf die entsprechenden Unterkonten verteilen
muss.
3. Die internen Unterkonten wären folgende: Taburücklage (Geldmagnet) 10 %,
Steuern (Umsatzsteuer, Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer
etc.), Rücklagen für Werbung (10–15 %), Rücklagen für Risiko (Rechtsklagen,
Haftungsfälle etc.), Fuhrpark (Kaufpreis/Lebensdauer/12 ist die monatliche
Rücklage), Rücklage für Charity (alle erfolgreichen Menschen spenden einen
gewissen Prozentsatz ihres Einkommens) etc.
4. Der verbleibende Rest landet auf dem laufenden Rechnungskonto. Von diesem
zahle ich Rechnungen nach außen, ebenso wie Miete etc.

Jetzt wird dir wahrscheinlich die eine oder andere Frage kommen, denn
das Kontensystem muss man natürlich an seine persönlichen Bedürfnisse
und Geschäftsmodelle anpassen. Hier kommst du nicht umhin, es für
dich anzupassen und zu modifizieren. Ich habe dir hier nur gezeigt, wie
ich es mache. Hierzu musst du allerdings Folgendes im Blick behalten:

Zwecke des Kontensystems:


1. Parkinson entgegenzuwirken, um keine Anschaffungen und Verpflich-
tungen einzugehen, die man sich bei genauem Hinsehen gar nicht leisten
kann;
2. kein Geld auszugeben, das einem eigentlich nicht gehört, sondern
jemand anderem (zum Beispiel dem Finanzamt, dem Autohändler etc.);
3. seine Ausgaben ehrlich und transparent zu machen;
4. „unvorhersehbaren Ausgaben“ durch Planung entgegenzuwirken;
5. sich armzurechnen, um immer wieder neues Geld anzuziehen (Erklärung
folgt).

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Teil 1 – Kapitel 21

Vielleicht hast du auch schon mal folgende Beobachtung gemacht: Du


hattest einfach kein Geld mehr zum Ausgeben und wusstest, du musst
jetzt etwas unternehmen.

Durch den Druck, neues Geld zu brauchen, machst du es irgendwie


„go right“ (kriegst es also irgendwie hin), schließt ein Geschäft ab oder
machst irgendetwas, und wie von Zauberhand kriegst du gerade noch so
die Kurve? Gerade die selbstständigen Unternehmer unter euch werden
das definitiv bezeugen können.

100.000 Euro auf dem Konto sind aber nur 50.000 Euro
Stell dir vor, du hast als Selbstständiger einen Geldeingang von 100.000
Euro auf deinem Konto. Du denkst dir: „Ach, ist das Leben schön, so
viel Geld!“ Du beginnst gemäß Parkinson die Ausgaben zu erhöhen,
schöne Dinge zu kaufen, den langersehnten Urlaub etc. Du hast nur
vergessen, dass schon allein 19 % Umsatzsteuer darin enthalten sind,
plus Einkommenssteuer und Gewerbesteuer. Von den 100.000 Euro
gehören also auf jeden Fall 50.000 Euro dem Finanzamt.

Angenommen, du hast jetzt für Urlaube, schöne Anschaffungen etc.


50.000 Euro ausgegeben, dann denkst du dir normalerweise: „Noch ist
alles gut, ich habe ja noch 50.000 Euro …“ Bildest du dagegen mit
dem Zuteilungsformular Rücklagen, erkennst du sehr schnell, dass du
inzwischen kein Geld mehr hast.

Du kannst dir also frühzeitig Gedanken machen, wie du neues Geld


produzieren kannst. Und, oh Wunder, oh Wunder, du wirst es irgendwie
hinbekommen. Das ist der Grund, warum man sich armrechnen sollte.

Heizöl-Frust als Immobilienbesitzer


Ich zum Beispiel hatte bei meinen Immobilien oft folgende Situation,
die mir richtig den Tag vermieste: Einige meiner Mehrfamilienhäuser
werden mit Öl beheizt. Die Mieter zahlen brav ihre Nebenkostenvoraus-
zahlungen, jeden Monat. Jetzt muss man sich natürlich bewusst machen,

156 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Ein Auszug aus einigen Geldgesetzen

dass Öl hauptsächlich im Winter verbraucht wird. Im Sommer stapelt


sich derweil das Geld auf dem Mieteingangskonto. Hat man jetzt kein
Kontensystem und keine Zuteilungsformulare, denkt man sich: „Oh,
da ist ja wirklich viel Geld auf dem Konto, wir könnten ja mal die eine
oder andere Renovierung oder ähnliche Maßnahme machen oder zum
Beispiel Balkone anbringen …“

Gesagt, getan usw., alles ganz schön. Dann ist es irgendwann November
und die Assistentin ruft an: „Hey Alex, der Öltank ist leer, wir müssen
für 30.000 Euro Öl kaufen.“ Auf dem Konto sind aber nur 5.000 Euro.
Sofort vermieste mir das den Tag, und ich hatte das Gefühl, dass mir
etwas weggenommen wird.

Nein, mir wurde nichts weggenommen, ich hatte nur Geld ausgegeben,
das mir genau genommen gar nicht gehörte. Wie mache ich das heute?
In meiner privaten Vermögensverwaltung für Immobilien habe ich
ein gesondertes Ölrücklagen-Konto. Ein normales Mehrfamilienhaus
verbraucht durchschnittlich 16 Liter Öl pro Quadratmeter pro Jahr.

Man rechnet also einfach die Anzahl der Quadratmeter des Hauses mal
16 Liter mal aktuellen Ölpreis durch 12 Monate. Diesen Betrag richtet
man als Dauerauftrag vom laufenden Mietkonto ein und transferiert das
Geld auf das Ölkonto. Schon ist kein Geld mehr da, das fälschlicher-
weise ausgegeben werden kann.

Und es gibt einen weiteren Faktor: Ich beobachtete an mir etwas


Bestimmtes, wenn „unerwartete Dinge“ passierten, wie zum Beispiel:
Eine Wohnung musste renoviert werden, eine Heizung fiel aus, ein
Fenster ging kaputt …

Jedes Mal, wenn so etwas passierte, vermieste es mir den Tag. Ich hatte
die Idee, mir würde etwas weggenommen, ich würde vom Pech verfolgt.
Und natürlich wusste ich, dass das nicht gerade sinnvolle Glaubenssätze
sind. Doch woher kam das?

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Teil 1 – Kapitel 21

Richtig. Ich hatte das Geld einfach nicht eingeplant, obwohl ja bei
genauem Hinsehen klar ist, dass diese Dinge passieren müssen. Heute
habe ich für jeden Quadratmeter Wohnfläche einen Dauerauftrag von
dem Mieteingangskonto zum allgemeinen Instandhaltungsrücklagen-
konto für meine Immobilien. Ich lege also einen Euro pro Quadratmeter
pro Monat zurück. Das ist mehr als empfohlen, aber wir wissen ja, wir
sollen stille Rücklagen schaffen. Und weißt du, was das Beste ist?

Das Beste ist, dass ich mich jetzt beim Rechnungen Zahlen happy fühle,
denn ich werde nicht kalt erwischt. Ich fühle mich als Verursacher und
nicht als Opfer „widriger“ Umstände.

Abgesehen davon, dass ich mich seitdem viel besser fühle in Bezug auf
meine Konten, bin ich auch der Meinung, dass sich negative Assoziati-
onen zu Geld und zum Zahlen von Rechnungen nicht positiv auf die
finanzielle Freiheit auswirken. Das kann ich nicht beweisen, ich glaube
allerdings fest daran.

Im Anhang findest du die Links für die Zuteilungsformulare und auch


Hinweise auf Videos, die das noch detaillierter erklären.

158 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Ein Auszug aus einigen Geldgesetzen

Resümee:
Geld und Wohlstand lieben Ordnung. Geld wächst dort, wo Ordnung
herrscht. Pleite geht man, indem man denkt, Geld ausgeben zu können,
das aber aufgrund mangelnder Transparenz tatsächlich jemand anderem
gehört.

Das Parkinsonsche Gesetz arbeitet permanent gegen deine Absicht,


Wohlstand und Unabhängigkeit zu erreichen. Um dies zu verhindern,
brauchst du ein festes Kontensystem, das Transparenz schafft und dich im
Zweifel lieber ärmer rechnet als reich.

Teste dein Verstehen:


+ Was ist die Gefahr, wenn deine Einnahmen steigen?
+ Wie dämmt man diese Gefahr ein?
+ Warum sind viele Menschen mit Immobilien zu Vermögen gekommen?
+ Warum muss man sich „armrechnen“, um wohlhabend zu werden?
+ Um die wichtigsten Geldgesetze sofort umzusetzen, sie noch besser zu verstehen
und finanzielle Fehler zu vermeiden, solltest du die 18 Coachingfragen und
Übungen auf Seite 76 des Workbooks Nr. I der „90-Tage-Challenge“ abarbeiten.
Um nicht versehentlich gegen die allgemeingültigen Geldgesetze zu verstoßen
und dich dadurch selbst zu sabotieren (oder vielleicht sogar in die Pleite zu
stürzen), schaue dir dieses Erklärvideo über die „90-Tage-Challenge“ auf meiner
Webseite an: www.alex-fischer-duesseldorf.de/90TC-erklaervideo

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Teil 1 – Kapitel 21

Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Zuteilungsformular für Privatpersonen (Beispiel):
Muss je nach Situation individuell angepasst werden.
BETEILIGTE KONTEN ZAHLUNGSEINGÄNGE
Kontoname Bank IBAN Gehalt Geschenk Weitere ...
NETTOEINNAHMEN Gehaltskonto ... ... 1.900,00 € 50,00 € ...
Darlehen/Kredite Dauerauftrag ... ... 200,00 € 0,00 € ...
Miete Dauerauftrag ... ... 600,00 € 0,00 € ...
Sparverträge/Lebensversicherung usw. Dauerauftrag ... ... 100,00 € 0,00 € ...
RÜCKLAGEN RÜCK- RÜCK- RÜCKLAGEN
Bereinigte Bruttoeinnahmen LAGEN LAGEN 1.000,00 € 50,00 €
RÜCKLAGEN
10 % Rücklage tabu (Geldmagnet) Geldmagnet ... ... 100,00 € 5,00 € ...
Risiko (unerwartete Dinge) Rücklagen ... ... 50,00 € 2,50 € ...
Anschaffungen (Auto, Möbel usw.) Rücklagen ... ... 30,00 € 1,50 € ...
Urlaub Rücklagen ... ... 100,00 € 5,00 € ...
Charity (wohltätige Zwecke) Rücklagen ... ... 50,00 € 2,50 € ...
Gesamt Rücklagen 480,00 € 33,50 € ...
VERBLEIBENDER BETRAG
Gehaltskonto ... ... 520,00 € 16,50 € ...
DER NETTOEINNAHMEN =
(für allgemeine Lebenshaltung)

160
Zuteilungsformular für Unternehmer (Beispiel):
Muss je nach Situation individuell angepasst werden.
BETEILIGTE KONTEN ZAHLUNGSEINGÄNGE
Kontoname Bank IBAN Auftrag 1 Produktverkauf Weitere ...
BRUTTOEINNAHMEN Eingang ... ... 7.000,00 € 3.000,00 € ...
Eigenkapitalrückfluss (Gesell./CEO) Eigenkapital ... ... 1.500,00 € 0,00 € ...
Zins/Tilgung Direktzahlung ... ... 200,00 € 0,00 € ...
Büromiete Direktzahlung ... ... 800,00 € 0,00 € ...
5 % Rücklage für Gewährleistungen Rücklagen ... ... 350,00 € 150,00 € ...
Ein Auszug aus einigen Geldgesetzen

Bereinigte Bruttoeinnahmen 4.150,00 € 2.850,00 € ...


ÜCKLAGEN
RÜCKLAGEN
19 % Umsatzsteuer Steuern ... ... 788,50 € 541,50 € ...
30 % Einkommens-/Körperschaftssteuer Steuern ... ... 1.245,00 € 855,00 € ...
10 % Rücklage tabu (Geldmagnet) Geldmagnet ... ... 700,00 € 300,00 € ...
10 % RL Werbung Rücklagen ... ... 415,00 € 285,00 € ...
5 % Risiko (unerwartete Dinge) Risiko ... ... 207,50 € 142,50 € ...
Personalkosten Personal ... ... 350,00 € 200,00 € ...
5 % RL Charity (wohltätige Zwecke) Rücklagen ... ... 207,50 € 142,50 € ...
3 % Anschaffungen (Maschinen, Auto, Rücklagen ... ... 124,50 € 85,50 € ...

Teile deine neuen Erkenntnisse aus diesem Buch auf: www.alex-fischer-duesseldorf.de/facebook


EDV, Möbel usw.)

Gesamt Rücklagen ... ... 4.038,00 € 2.552,00 € ...

161
VERBLEIBENDER BETRAG
Rechnungen ... ... 112,00 € 298,00 € ...
DER BRUTTOEINNAHMEN =
(für allgemeine Rechnungen)
Teil 1 – Kapitel 21

Kontensystem: Privatperson

Geldmagnet STOP

Miete

Nettoeinnahmen Darlehen/Kredite

Auto, Möbel, etc.

€ Rücklagenkonto Rechtsfälle/Klagen
Gehaltskonto

Unerwartetes

Wohltätige Zwecke

Aus Überschuss Zur freien Verfügung

Kontensystem: Investment-Immobilie

Zins/Tilgung
Mieteinnahmen

Steuerkonto Finanzamt

€ Rücklagenkonto Instandhaltung, Öl-Rücklagen


Hauptkonto
pro Objekt
Risikokonto Rechtsfälle/Klagen

Unerwartetes
Aus Überschuss

Geldmagnet STOP

162 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
KAPITEL 09

Pareto in der
Anwendung
Viele reden über Pareto, aber wie genau wendet man die
Regeln an?

D ie nächste Nuss, die es für mich zu knacken gab: Irgendwie wusste


ich, „mit Pareto liege ich richtig“, aber ich wusste nicht die genauen
Schritte, mit denen ich diese Formel anwenden sollte.

Ich fragte alle möglichen Leute, aber diesmal konnte mir wirklich gar
keiner helfen. Also musste ich es alleine ausknobeln. Darin hatte ich
ja schon Erfahrung und mich auch mit einigen wichtigen Prinzipien
vertraut gemacht.

So funktioniert’s
Stellen wir uns einmal vor, du bist Bäcker und hast 100 Kunden. Dann
wissen wir gemäß Pareto, dass 20 % von ihnen 80 % des Umsatzes
machen, während 20 % deiner Kunden 80 % der Arbeit machen. So
kann man das folgendermaßen unterteilen:

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Teil 2 – Kapitel 09

Das Pareto-Prinzip

20 % 60 % 20 %

Kunden GOOD MID BAD

Wir sehen hier also auf der linken Seite deine „Good 20“, auf der
rechten Seite sehen wir deine „Bad 20“ (die 80 % der Arbeit machen)
und irgendwo in der Mitte die verbleibenden 60 % („Mid 60“).

Als ich Pareto zwar kannte, aber nicht wirklich verstand, sagte ich
immer: „Nächstes Jahr werden wir die Kundenanzahl verdoppeln.“
Was ich dabei vergaß: Ich verdopple nicht nur die „Good 20“, sondern
vor allem auch die Arbeit/den Ärger („Bad 20“). Und das ist eine sehr
beliebte Art und Weise, den Rhein flussaufwärts zu schwimmen und
ungeheuer gestresst zu werden.

Du hast aber dieses Buch von Anfang an sehr genau gelesen, und
deswegen weißt du Folgendes:

1. 20 % der 100 Kunden machen 80 % des Umsatzes.


2. 20 % machen 80 % der Arbeit.

Folgende Vorgehensweise praktiziere ich nunmehr seit einigen Jahren,


und seitdem fühlt es sich an, als wenn ich mit einem Schnellboot den
Rhein nach unten fahren würde:

1. Trenne dich aktiv von den „Bad 20“, indem du sie entweder
aus deiner Mailingliste streichst oder dich aktiv von ihnen
verabschiedest.

20 % 60 % 20 %

Kunden GOOD MID BAD

224 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Pareto in der Anwendung

Vielleicht in der Art: „Es tut mir leid, aber irgendwie hat das mit
uns beiden nie wirklich geklappt, und das liegt wahrscheinlich
daran, dass wir von der Zielgruppe her nicht perfekt auf Sie aus-
gerichtet sind. Deswegen möchte ich Sie bitten, zum Mitbewerber
XY zu gehen, der, glaube ich, wirklich besser für Sie geeignet ist.“

2. Die „Mid 60“ versuchst du zu automatisieren oder zu delegieren.


Hier gilt die Regel: Sie werden geserviced (ich mache das mit
vollautomatisierten Serviceabläufen, bei Anrufen zum Beispiel
sind wir natürlich hilfsbereit), aber wir bewerben diese Zielgruppe
nicht proaktiv.

Automatisieren

20 % 60 %

Kunden GOOD MID

3. Jetzt kommen wir zu den „Good 20“, und hier wird es interessant.
Bei denen setzt du dich auf den Schoß. Geh mit ihnen essen,
werde ihr bester Freund, finde heraus, was sie wirklich für Pro-
bleme haben, was ihre Schwachstellen sind, welche Bedürfnisse
sie haben etc. Das sind deine VIPs. Wenn die VIPs Schnupfen
bekommen, stehst du mit der Apotheke da.

20 %

Kunden GOOD Fokussierung auf VIPs!

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Teil 2 – Kapitel 09

Energie wird ausschließlich auf die „Good 20“ gerichtet,


mit dem Ziel, diese zu vermehren
Erinnere dich daran, dass das, worauf du deine Energie richtest, mehr
wird, wie im vorherigen Kapitel beschrieben. Du beginnst also deine
Energie ausschließlich auf die „Good 20“ zu richten, mit dem Ziel, bis
zum nächsten Jahr aus den „Good 20“ wieder volle 100 Kunden zu
machen.

Ziel: „Good 20“ auf 100 % vermehren


20 %

Kunden GOOD

Bedenke auch, wie zuvor im Buch beschrieben: Die Zielgruppe kennt die
Zielgruppe.

Es kommt hierbei nicht darauf an, ob du exakt bis Ende des Jahres aus
den 20 dann 50 oder 100 gemacht hast. Es geht um das Prinzip, dass die
„Good 20“ in Zukunft deine neue 100-%-Basis werden sollen. Damit
hast du das Niveau extrem angehoben (Fokus auf die „Good 20“), und
außerdem hast du ab jetzt 80 % mehr Zeit, da du die „Bad 20“ losge-
worden bist.

Alle Jahre wieder


Am nächsten Jahresende hätte unser Bäcker aus den „Good 20“ in
unserem Beispiel wieder 100 gemacht, indem er seine ganze Energie
ausschließlich in sie investiert. Und sobald er das erreicht hätte, würde
er das gleiche Spiel wieder machen:

Er würde wieder unterteilen in „Good 20“, „Mid 60“ und „Bad 20“.
Vergiss aber nicht, du bist jetzt auf einem viel höheren Niveau als vorher.
Was vorher deine Top 20 waren, sind jetzt deine 100. Diese Durch-
schnitts-100 unterteilen sich wieder in „Good 20“, „Bad 20“ und „Mid
60“. Und dann machst du die Schritte 1 bis 3 und wiederholst das Jahr

226 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Pareto in der Anwendung

für Jahr. Ich habe jetzt dieses Beispiel nur in Bezug auf Kunden ange-
führt. Aber denk daran: Pareto gilt nun mal für alles. Du kannst das
Wort Kunden auch ersetzen durch:

» Aktivitäten
» Ernährungsgewohnheiten
» Sport
» Freunde
» etc.

Bedenke dabei, dass ich diese Regel nicht erfunden habe und Pareto
auch nicht. Pareto hat sie nur festgestellt. Wer sie installiert hat, weiß
ich nicht. Ich weiß aber, dass sie existiert wie ein Naturgesetz. Springst
du aus dem Fenster, schlägst du auf dem Boden auf. Verstößt du gegen
Pareto, schwimmst du den Rhein flussaufwärts.

Und nach diesen Prinzipien sind auch dieses Buch und all mein Content
aufbereitet. Ich versuche dir immer die wichtigsten Sachen zu geben
(„Good 20“), mit denen du den größten Nutzen erzielen kannst (80 %
des Ergebnisses), ohne dass du dich in sinnlosen Details verlierst („Bad
20“).

Teste dein Verstehen:


+ Definiere für dich die „Good 20“, „Mid 60“ und „Bad 20“.
+ Welche drei Schritte solltest du an jedem Jahresende an deinen Kontakten/
Aktivitäten etc. durchführen?
+ Worauf richtest du deine Energie und welches Ziel hast du dabei?
+ Um wirklich viel Zeit zu sparen und deutlich mehr Ergebnisse in der gleichen
Zeit zu erhalten, solltest du dir meine „90-Tage-Challenge“ anschauen und die
6 Übungen und Coachingfragen auf Seite 32 durcharbeiten.

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KAPITEL 10

Die
Sieben-Kontakte-Regel

D iese Regel ist das Fundament, auf dem ich mein doch sehr weitläu-
figes Netzwerk aufgebaut habe. Websitebetreibern ist diese Regel
sehr gut bekannt, nämlich dass der Interessent im Durchschnitt erst
beim siebten Besuch auf der Website kauft. Zunächst zur Regel. Diese
lautet:

Jeder neue Kontakt ist wie ein Reispflänzchen. Wenn du ihn zu


früh belastest, machst du ihn kaputt (am Reis ziehen). Ein Kontakt
braucht mindestens sieben Kontaktaufnahmen, bis er „reif“ ist. Erst
dann kann man anfangen, ihn mit „schwerer Kost“ zu belasten (zum
Beispiel um Gefallen fragen etc.).

Vielleicht hast du ja auch so einen Freund, von dem du jetzt schon ein
Jahr nichts mehr gehört hast. Nicht weil es Streit gab, sondern weil
beide einfach beschäftigt waren. Du rufst bei ihm an, weil du seine Hilfe
brauchst, kannst ihn direkt ansprechen ohne große Umschweife und er
sagt: „Ja klar, morgen bin ich da.“ So einen Kontakt würde ich in diesem
Sinne als „gereift“ bezeichnen.

Wie man es auf keinen Fall macht


Wie machen das die meisten Leute, wenn sie einen neuen Kontakt
(besonders schlimm bei VIPs) herstellen? So ist zum Beispiel Kris
Stelljes, einer der erfolgreichsten und bekanntesten Internetmarketer
im deutschsprachigen Raum, auf jedem seiner Seminare damit beschäf-

Teile deine neuen Erkenntnisse aus diesem Buch auf: www.alex-fischer-duesseldorf.de/facebook 229
Teil 2 – Kapitel 10

tigt, Anfragen abzuwehren. Die Leute zeigen ihm ihre Produkte und
Dienstleistungen und sagen Dinge wie: „Ich habe da ein cooles Produkt,
bewirb das doch mal …“ Diese Leute hätten lieber mal dieses Buch
(siehe „Kannst du wirklich durch die Brille jeder Person schauen?“ in
Teil 2/Kapitel 2) oder zumindest diesen Abschnitt hier lesen sollen.

Noch einmal: Direkte Anfragen à la „Hey, lass uns doch Geschäfte


machen“ beim ersten Kontakt sind immer zum Scheitern verurteilt (harte
Kost). Menschen machen Geschäfte mit Menschen, für Menschen. Und
natürlich bin ich in meiner Anfangszeit auch mit meinen Kontakten
umgegangen wie der Elefant mit der Ming-Vase im Porzellanladen.
Und genau das ist der Grund, warum ich dieses Buch schreibe: um
meine Leser davor zu bewahren, die gleichen, im Nachhinein betrachtet
unglaublich hirnlosen, Fehler zu machen wie ich.

Der Profinetzwerker
Aber kommen wir zur Umsetzung der Sieben-Kontakte-Regel. Ein Freund von mir
ist ein wirklicher Meister darin und geht immer folgendermaßen vor:

1. Sobald er einen neuen Kontakt findet, verfolgt er mit dem Erstkontakt nichts
anderes, als dass sein Gegenüber ein wenig besser drauf ist als vorher.

2. Direkt nach dem Gespräch schickt er eine SMS oder WhatsApp-Nachricht und
bedankt sich für das angenehme Gespräch.

3. Nach einer gewissen Zeit (auf keinen Fall zu schnell!) ruft er den Kontakt an und
vereinbart einen neuen Termin, mit dem Tenor: „Ich fand unser letztes Gespräch
so interessant und auch die Themen, über die Sie zu erzählen hatten. Ich hätte
da ein, zwei Ideen zu und ich würde gerne noch ein bisschen mehr von Ihnen
erfahren …“

4. Am dann stattfindenden Termin verfolgt mein Freund ausschließlich die Absicht,


den KBF (Kittelbrennfaktor, siehe entsprechendes Kapitel) oder den Engpass
seines Gegenübers zu finden. Er achtet auch immer darauf, dass er nur 30 %

230 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Die Sieben-Kontakte-Regel

spricht und sein Gegenüber 70 % sprechen lässt. Er stellt permanent Fragen mit
der Absicht, den „Denkkosmos“ (jeder hat seinen eigenen Gesichtspunkt und
seine Denkweise) des anderen zu ergründen.

5. Er überlegt sich zu Hause etwas zu dem Problem (KBF, Engpass etc.) seines
Kontaktes, macht sich Arbeit, recherchiert für ihn und kramt in seinen Assets
( = Werte, die man einsetzen kann, wird im Buch weiter hinten sehr detailliert
erklärt). Er tut das mit der Absicht, seinem Gegenüber wirklich helfen zu können
(damit unterscheidet er sich stark von allen anderen, die immer nur an sich und
ihren eigenen Gesichtspunkt denken).

6. Üblicherweise meldet sich der Kontakt dann von selber und bedankt sich. Mein
Freund sagt immer: „Wenn sich der Kontakt von sich aus meldet, ist das immer
ein gutes Zeichen des Reifeprozesses.“

7. Irgendwann wird ein Termin vereinbart mit dem Tenor: „Hey, es macht mir
wirklich Spaß, mit Ihnen zu arbeiten, sollen wir uns nicht mal zusammensetzen
und ein lockeres Brainstorming machen, wie wir vielleicht zueinanderkommen
können …“

Erst wenn dieser Prozess durchlaufen ist, kann man davon ausgehen, dass
eine gegenseitige Beziehung so gereift ist, dass man jetzt auch schwerere
Kost besprechen kann.

Jetzt mag dir ja vielleicht der Einwand kommen: „Das ist ja Manipula-
tion …“

So kann man das sehen. Man kann es aber auch so sehen, dass es einfach
die Anwendung von Wissen über menschliches Sozialverhalten ist, das
in unserer heutigen stressigen Zeit oft völlig vernachlässigt und vergessen
wird. Siehe hierzu den Abschnitt „Manieren“. Und auch beim Aufbau
von Netzwerken gilt das Prinzip: Geben ist seliger denn Nehmen.

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Teil 2 – Kapitel 10

Wenn du noch mehr über das Thema Netzwerken erfahren möchtest,


kannst du an meinem Gewinnspiel teilnehmen und durch die aktive
Weiterempfehlung meines Buchs den exklusiven Videokurs „Der
Power-Netzwerker“ erhalten.

Falls du außerdem wissen möchtest, wie du mit deinen neuen Netz-


werk-Partnern verhandelst, kannst du dir im Verbreitungsspiel auch
den Videokurs „Verhandeln wie der Pate“ verdienen. Mehr dazu unter:
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Teste dein Verstehen:


+ Was ist mit „gereifter Kontakt“ gemeint und warum braucht es dafür sieben
Kontakte?
+ Wie genau verbrennt man Kontakte?
+ Zur Sieben-Kontakte-Regel habe ich 4 weitere Coachingfragen und Übungen
erstellt, die dir dabei helfen sollen, ein Power-Netzwerk aufzubauen. Schaue
dafür in meine „90-Tage-Challenge“ auf Seite 32 des Workbooks Nr. II.

232 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
KAPITEL 20

Die Königsdisziplin:
strategische Planung

L eider ist das Wort „Strategie“ das wohl meistmisshandelte im Wirt-


schaftsleben. Und ich kriege regelmäßig Schmerzen, wenn Leute
über „Strategien“ sprechen. Warum das so ist? Weil ganz normale opera-
tive/taktische Vorgehensweisen als „Strategie“ bezeichnet werden.

Unter anderem deswegen blieb mir die Macht des Werkzeuges strate-
gische Planung lange Zeit verborgen. Das führte auch dazu, dass ich
lange Zeit geniale Strategien nicht sehen konnte, was ich dir mit diesem
Abschnitt ersparen möchte.

Zunächst zum besseren Verständnis die Definitionen dazu, auf deren


Anwendung und genaue Verwendung ich dann im Nachfolgenden
eingehen werde.

Definitionen
Strategie von gr. „strategos“ = General, von „stratos“ = Armee und
„agein“ = führen, also der übergeordnete Gesichtspunkt, wie man unter
Ausnutzung der Ressourcen seine (militärischen) Ziele erreicht. Und das
bei minimalem Verlust und maximalen Gewinnen.

Planung = die allgemein formulierte, schlaue Vorgehensweise/Idee,


wie man einen Istzustand möglichst einfach in einen Idealzustand
verwandelt.

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Teil 2 – Kapitel 20

Wahre Expansion = das Ausdehnen des eigenen Einflussbereichs in der


Art und Weise, dass man das eroberte Gebiet anstrengungsfrei aufrecht-
erhalten kann.

Zweck von Strategie = einen Krieg zu gewinnen

Zweck von Taktik = eine Schlacht (als Teil des Krieges) zu gewinnen

Strategische Planung = die übergeordnete, allgemeine Planung, wie


man seine Ziele zu erreichen gedenkt. Hierbei achtet man sehr genau
auf den sinnvollen, cleveren und brillanten Einsatz eigener Ressourcen,
aber auch der Ressourcen und Strömungen, die in der Umgebung
vorhanden sind. Man verfolgt das Ziel, bestehende Energievektoren
(gerichtete Strömungen) zu koordinieren. Nämlich so, dass man bei
seinen Zielsetzungen Rückenwind bekommt, anstatt „gegen den Strom“
zu schwimmen. All das mit der Absicht, die eigene Planung möglichst
ressourcenschonend Wirklichkeit werden zu lassen, entgegen allen
Hindernissen.

Theorie? Nein, es ist Erfolgsdynamit ...


Klingt nach grauer Theorie? Glaube mir, es ist Dynamit. Lass uns also
einsteigen: Man kann das Thema Strategie nicht verstehen, wenn man
nicht weiß, wie es ursprünglich verwendet wurde: im Militär und in
der Kriegsführung. Genau genommen hat sich die Wirtschaft erst seit
der Industriellen Revolution mit Management und Strategie auseinan-
dersetzen müssen. Die zivile Managementkultur ist also gerade einmal
200 Jahre alt, während man im Militär auf Tausende Jahre an Erfahrung
zurückschauen kann.

Um dieses mächtige Werkzeug (strategische Planung) also verstehen zu


können, sollte man sich zunächst einmal anschauen, was ein General
in einer Armee für eine Aufgabe hat: Der General bekommt von seiner
Regierung (im Geschäft wäre das die Geschäftsleitung) eine Zielsetzung,
die es zu erreichen gilt. Bei Apple war es zum Beispiel im Jahr 2001 „den
Musikmarkt erobern“.

292 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Die Königsdisziplin: strategische Planung

Aber bleiben wir zunächst bei der militärischen Verwendung, da man


hier die ganze Sache am leichtesten versteht.

Ein politisch unkorrektes Beispiel,


das dir aber die Augen öffnen wird
Nehmen wir an, du wärest der Generalstabschef von Deutschland, also
der oberste Militärführer. Du würdest von der Regierung den Auftrag
erhalten, Frankreich zu erobern und zu besetzen.

Deine Aufgabe als General wäre es, einen circa zweiseitigen strategi-
schen Plan auszuarbeiten, wie man dieses Ziel mit möglichst geringen
Verlusten und wenig Kraftaufwand erreicht. Und das Ganze gemäß
obenstehender Definition, unter Vorhersehung möglichst aller Eventu-
alitäten und unter Einbeziehung bestehender Kräfte und Strömungen.

Weil du ein sehr schlauer General bist und dir deine Soldaten wirklich am
Herzen liegen, arbeitest du folgenden (wirklich fiesen) strategischen Plan
aus:

1. Zunächst werden wir uns bei Frankreich einschleimen und mit ihnen einen
Freundschafts- und Brüderschaftsvertrag schließen.

2. Gleichzeitig schicken wir Agenten nach Paris, die die Aufgabe haben, innerhalb
des Landes Unruhe zu stiften. Sie werden Widerstand, Demonstrationen und
Unruhen organisieren. Außerdem sollen diese Agenten oppositionelle und revolu-
tionäre Gruppen finanzieren, so dass innerhalb Frankreichs ein möglichst großes
Durcheinander gestiftet wird. Dies stellt sicher, dass Frankreich zu beschäftigt ist,
um zu merken, was hinter seinem Rücken abläuft.

3. Gleichzeitig schließen wir mit den Spaniern, die eine gemeinsame Grenze
mit Frankreich haben, einen Geheimvertrag. Wir wissen, dass die Spanier ein
hohes Interesse am Ausbau ihrer Marine haben. Darum versprechen wir ihnen
Folgendes: Ihr helft uns, Frankreich einzunehmen, und dafür bekommt ihr das
komplette französische Marineequipment.

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Teil 2 – Kapitel 20

4. Dann, wenn unsere Agenten im Inneren Frankreichs genug Durcheinander ange-


richtet haben, bitten wir die Spanier, ihre gesamten Panzer vor der französischen
Grenze aufzufahren und sich möglichst bedrohlich für Frankreich zu verhalten.
Frankreich wird natürlich (durch die inneren Verwirrungen geschwächt, die
Geheimdienstarbeit überlastet) sofort in Alarmbereitschaft versetzt werden.

5. Was werden die Franzosen machen? Natürlich – sie werden ihr gesamtes
Kriegsgerät (Panzer, Artillerie, Bataillone etc.) an der spanischen Grenze zusam-
menziehen. Da mit Deutschland ja ein Brüder- und Freundschaftsvertrag besteht,
wird man diese Grenze natürlich als sicher ansehen.

6. Jetzt würde Deutschland Frankreich kontaktieren, scheinheilig behaupten, wie


böse die Spanier doch seien, und seine Hilfe anbieten.

7. Die Franzosen wären natürlich begeistert und würden ganz freiwillig ihre deut-
sche Grenze für deutsche Panzer und Armeen öffnen.

8. Die deutsche Armee würde in aller Seelenruhe durch Frankreich marschieren und
dann auf Höhe von Paris über Nacht den Regierungssitz übernehmen. Sobald
sich also die Atomwaffenkontrollcodes in unseren Händen befinden, klären wir
den Schwindel auf nach dem Motto „Ätsch, reingefallen ...“.

Wie viele deiner Soldaten wären dabei wohl ums Leben gekommen?
Wahrscheinlich zehn. Sie hätten sich totgelacht ...

Nur zum korrekten Verständnis: Meine Partnerin ist Halbfranzösin und


ich liebe Frankreich. Trotzdem wird auf diese Weise (und glaube mir, das
läuft heute noch immer so) in militärischen Angelegenheiten gehandelt.

Man muss natürlich wissen, dass die Wissenschaft der Militärstrategie


schon Tausende von Jahren alt ist, während die organisatorische und
Business-Strategie erst seit wenigen Jahrhunderten in Anwendung ist.
Ich will dir auch mit diesem Beispiel keine Anregung zu hinterhältigen
Techniken, wie sie im Militär benutzt werden, geben.

294 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Die Königsdisziplin: strategische Planung

Meine Seminare über strategische Planung haben mir aber gezeigt, dass
das Fachgebiet am leichtesten über dieses Beispiel verstanden wird.
Wenn du jetzt noch einmal auf oben genannte Definitionen schaust,
wird dir ziemlich klar werden, was damit gemeint ist.

Die Apple-Strategie
Das beste Beispiel für strategische Planung gibt sicherlich die Firma
Apple. Nehmen wir mal an, Steve Jobs hätte bei seiner Rückkehr zu
Apple 1997 das strategische Ziel ausgerufen, „den PC-Markt zu
erobern“. Wäre Apple dieses Ziel ohne intelligente strategische Planung
angegangen, wäre es ein Desaster geworden. Menschen mögen keine
Veränderung, und warum sollte man sich vom altbekannten Windows
auf das meinetwegen praktischere, aber für die meisten User völlig neue
Apple-System umgewöhnen wollen?

Die genialen Schachzüge


Apple machte also Folgendes: Sie suchten sich einen gänzlich unbe-
setzten Markt (digitale Musik) und bauten nicht einen mp3-Player,
sondern einen gesamten „Musikkosmos“.

Dieser Kosmos beinhaltete, dass man 1.000 Songs in seiner Tasche


dabeihaben, alte CDs archivieren und Musik direkt online kaufen
konnte, die sich voll automatisch mit dem iPod synchronisiert. Apple bot
der Musikindustrie eine Lösung für die Probleme, die sie mit digitalen
Märkten hatte (Raubkopien, keine ausgereiften digitalen Vermarktungs-
möglichkeiten, Einsparung teurer Vertriebswege etc.).

Da der iPod toll designt und dank iTunes extrem leicht zu bedienen
war, wurde dieses Produkt der Verkaufsschlager. Das Ganze war aller-
dings auch nur deswegen möglich, weil Apple einen völlig neuen Markt
eröffnete (das ist übrigens eine strategische Richtlinie von Apple; diese
Firma geht nie auf Verdrängungsmärkte, sondern eröffnet immer eigene
Märkte).

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Teil 2 – Kapitel 20

So ging es auch mir. Ich kaufte mir relativ schnell den iPod. Ich hasste
es nämlich, CDs kaufen zu müssen, auf denen mich eigentlich nur
ein Song interessiert, oder dass ich mir meine Musik nicht individuell
zusammenstellen konnte. Zumindest nicht ohne illegale Downloads.

Einige Zeit später kam das iPhone heraus, als Apple wieder durch eine
Innovation und einen kompletten Kosmos (Musik, Video, Apps und
E-Books) den Telefonmarkt komplett aufrollte. Während Nokia 20
verschiedene Modelle hatte (weil Leute ja individuelle Telefone wollten),
löste Apple das Problem anders.

Apple baute das iPhone so, dass es sich jeder selbst individuell gestalten
konnte. Das gefiel den Usern viel besser, und für Apple war es sehr
vorteilhaft, da die Entwicklungskosten für individuelle Prototypen sehr
hoch sind. Und es hat natürlich Vorteile, nur ein Modell entwickeln zu
müssen anstatt 20. Außerdem kann man natürlich bei einem Produkt
exzellenter sein, als wenn man seine Produktdesigner auf 20 Produkte
aufteilen muss.

Ich wehrte mich damals noch gegen das iPhone, da ich die physische
Tastatur des Nokia Communicator bevorzugte. Doch als immer mehr
Freunde mir zeigten, was für coole Apps es gab, von finanzmathemati-
schen Rechnern bis zu Computerspielen etc., war mir irgendwann klar,
dass jeder Widerstand zwecklos war. Also kaufte ich mir ein iPhone. Die
Bedienung war für mich sehr leicht, da ich ja über den iPod schon an
iTunes gewöhnt war (sehr schlau!).

Hier benutzt Apple übrigens die gute, alte Rockefeller-Strategie:


Verschenke die Öllampe und verdiene am Öl (Rockefeller wurde damals,
als es noch keine Elektrizität gab, reich damit, Öllampen zu verschenken
und das tatsächliche Geld mit der Belieferung mit Öl zu verdienen).

Einige Zeit später kam das iPad heraus, das die logische Weiterentwick-
lung des iPhones war. Natürlich kaufte ich mir das auch, da ich mich
auch hier nicht umstellen musste. Als ich dann mein Loft ausbaute,
fragte mich der Elektriker, ob ich auch gerne „Video on Demand“ hätte.

296 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Die Königsdisziplin: strategische Planung

Ich sagte: „Klar!“ Auf seine Frage, welches System wir denn gerne
nutzen möchten (das der Telekom, eines anderer freier Anbieter oder
Apple-TV), fragte ich ihn, was denn Apple-TV genau wäre.

Er sagte mir: „Es ist das Gleiche wie ein iPad. Die Basis ist iTunes und
die Bedienung erfolgt über das TV-Gerät und eine Fernbedienung.“
Da ich mir bisher gar nicht vorstellen konnte, wie andere „Video on
Demand“-Systeme funktionieren, entschied ich mich natürlich für
Apple-TV. Es war ja wie iTunes ...

Irgendwann brachte Apple immer mehr Funktionen heraus, wie iCloud,


automatische Backups etc. Ich stellte fest, dass die Apple-Systeme dann
am besten zusammenarbeiten würden, wenn ich auch ein MacBook
hätte. Und so war ich bereit, den Aufwand der Umstellung von Windows
auf Apple hinzunehmen. Steve Jobs hatte mich also in ganz kleinen
Schritten von einem mp3-Player- zum Apple-Vollnutzer gemacht. Sehr
schlau.

Weitere geniale Strategien von Steve Jobs


Aber das war nicht die einzige schlaue Strategie: Steve Jobs wusste natür-
lich, dass elektronische Geräte nur so gut sind wie die Software darauf.

Nokia löste dieses Problem, indem es Hunderte festangestellte Program-


mierer hatte, die Software für die eigenen Telefone programmierten.
Das war teuer und musste aufwendig gemanagt werden. Die Arbeit war
natürlich mittelmäßig, da die Programmierer auch nur mittelmäßig
motiviert waren. Sie tauschten nämlich Zeit gegen Geld.

Und deswegen machte Steve Jobs beim iPhone Folgendes: Er ließ ein
paar Apps programmieren, zur Demonstration der Möglichkeiten
des iPhones (Taschenrechner, Aktienkurse, Wetter etc.). Doch anstatt
Hunderte Programmierer einzustellen, fokussierte er sein Team auf nur
zwei Dinge:

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Teil 2 – Kapitel 20

1. einen extrem leicht zu bedienenden App Store zu programmieren,


2. ein Programmierer-Werkzeug zu programmieren, mit dem fremde
Leute nach Lust und Laune Software produzieren können. Er
hatte nämlich herausgefunden, dass es auf der ganzen Welt sehr
viele kreative Programmierer mit tollen Ideen gab, die jedoch alle
ein Problem hatten: keine Vertriebswege für ihre Software. Wie
sollten sie ihre tollen Programme und Apps verkaufen?

Jobs machte also Folgendes: Er stellte einen Marktplatz (iTunes und App
Store) zur Verfügung und ein Programmiertool, mit dem es sehr leicht
war, Apps zu programmieren. Dieses Programmiertool hatte einen Preis
von 450 Dollar und sorgte am ersten Abend dafür, dass 80 Millionen
US-Dollar Einnahmen aus dem Verkauf entstanden.

Wie genial ist das denn? Anstatt sich Fixkosten mit unmotivierten
Programmierern ans Bein zu binden, spannte er einfach alle Program-
mierer der Welt ein, kostenlos Software zu programmieren, die die
Produkte von Apple immer attraktiver machten.

Er sparte sich nicht nur die Kosten für die Softwareentwicklung, nein,
er verdiente auch noch Geld am Programmiertool. Und sobald eine App
über den App Store verkauft wird, kassiert Apple 30 %. Das Lustige
dabei ist aber, dass alle Beteiligten extrem happy sind, weil es Jobs einfach
genial verstand, die unterschiedlichen Bedürfnisse perfekt miteinander
zu verknüpfen. Und in der Mitte aller Verknüpfungen sitzt: Apple.

Ich habe mich sehr lange damit beschäftigt, sämtliche Strategien Apples
auszuknobeln, um von ihnen zu lernen. Ich denke, ich kenne inzwischen
90 %, jedoch würde deren Behandlung den Rahmen dieses Buches weit
sprengen und wäre Stoff für ein getrenntes Buch.

Bill Gates: Durch nur eine geniale Strategie zum Milliardär


Bill Gates von Microsoft brachte im April 1981 die Version 1.0 von
MS-DOS (Microsoft Disk Operating System) heraus. MS-DOS war das
Vorgängerbetriebssystem des späteren Microsoft Windows (das genau

298 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Die Königsdisziplin: strategische Planung

genommen auch ein wenig von Apple abgekupfert wurde). Bill Gates
hatte einem anderen Programmierer die Grundversion von MS-DOS,
die damals anders hieß, für 50.000 US-Dollar abgekauft.

Diese Software stellte er dem damaligen Marktführer für Personal


Computer, IBM, zu einem recht günstigen Preis zur Verfügung. Er
konnte IBM davon überzeugen, dass es wesentlich schlauer wäre, seine
PCs von Anfang an mit einem Betriebssystem auszustatten. Zu diesem
Zeitpunkt war es nämlich üblich, bloß die reine Hardware auszuliefern.

Er erklärte den Managern von IBM, dass sie sich viel größere Märkte
erschließen könnten (nicht nur von Computerfreaks, da man ja Infor-
matiker sein musste, um einen Computer überhaupt mal zum Laufen zu
kriegen), auch den breiten Markt der allgemeinen User. Das überzeugte
IBM, und „zufällig“ hatte er auch schon eine Lösung dafür … Der Rest
ist Geschichte.

Anstatt also mit MS-DOS loszumarschieren, eigene Vertriebsstrukturen


aufzubauen, Werbung zu machen etc., übernahm er in gewisser Weise
einfach die bestehende riesige geschäftliche Infrastruktur von IBM.
IBM verkaufte nämlich mit seinen Tausenden Außendienstmitarbeitern
und über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen mal so ganz nebenbei das
Microsoft-Produkt. Ohne diese Strategie wäre Bill Gates nur ein kleiner
Fisch mit einer mittelmäßig erfolgreichen Softwarefirma.

Die Oprah-Strategie
Weißt du, wer aktuell die mächtigste Frau der Welt ist? Nein, es ist nicht
die amerikanische First Lady, sondern es ist die amerikanische Talk-
show-Moderatorin Oprah Winfrey. Warum, fragst du dich jetzt?

Ganz einfach: Oprah ist inzwischen so einflussreich, dass, wenn sie einen
amerikanischen Präsidentschaftskandidaten favorisiert, er mit an Sicher-
heit grenzender Wahrscheinlichkeit gewinnen wird. Wie hat sie das
geschafft? Wenn man weiß, dass Oprah aus ganz einfachen, niedrigen
Verhältnissen kam, ist das umso verwunderlicher.

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Teil 2 – Kapitel 20

Oprah hat jedoch eine einzige Strategie seit Jahren konsequent gefahren:
Wenn man prominente Persönlichkeiten interviewt, strahlt ein Teil der
Prominenz und Öffentlichkeitswirksamkeit auf den Interviewer ab.
Wenn man dann noch als Interviewer darauf achtet, dass man seinen
Interviewpartner stets gut dastehen lässt, so zieht einen dies automatisch
mit nach oben.

Würdest du zum Beispiel ein professionell produziertes Video-Interview


mit einem Prominenten aufnehmen und der Prominente würde in einem
sehr guten Licht dastehen, was würde dieser dann machen? Richtig – er
würde dieses Video an seine Kontakte weiterleiten. Und wen sehen seine
Kontakte neben ihm? Richtig. Sie würden dann dich sehen.

Natürlich hat Oprah nicht bei Präsidentschaftskandidaten angefangen


(wie auch, ohne Namen am Anfang?), sondern vielleicht erst einmal bei
Bürgermeistern. Und so hat sie sich dann Stück für Stück von Bürger-
meistern zu Senatoren bis zu Präsidentschaftskandidaten hochgearbeitet
(bzw. bei Schauspielern von C-Promis über B-Promis zu A-Promis …).
Du siehst also, fast alle großen Erfolgsgeschichten haben immer eine
Strategie, ohne die sie nie so groß geworden wären.

Ich habe in den letzten 15 Jahren 27 Hauptstrategien isolieren


können, plus die dazugehörigen Grundlagen und Fundamente.
Daraus ist eine elfseitige Checkliste entstanden, anhand derer
man sein Leben und sein Business strategisch überarbeiten kann.
Inzwischen muss ich feststellen, dass in letzter Zeit kaum noch neue
Strategien dazugekommen sind. Sämtliche neuen Erfolgsmodelle
scheinen immer nur eine Kombination dieser Hauptbausteine zu
sein.

Um ehrlich zu sein, ist mein Lieblingsfachgebiet strategische Planung


und schlaue Strategien zu entwickeln, so dass man extrem leicht an
sein Ziel kommt. Wenn dich dies auch interessiert, dann schau mal
auf meine Website. Denn dort werde ich diese strategische Checkliste
in Form eines Videokurses veröffentlichen, der jeden einzelnen Punkt
genau erklärt.

300 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Die Königsdisziplin: strategische Planung

Resümee von Teil 1 und 2 dieses Buches:


Du siehst also, Erfolg hat sehr viel mit Wissen, Strategie und Durchhalte-
vermögen zu tun. Tatsächlich sind der Erfolg und das daraus resultierende
Geld in keiner Weise anrüchig. Das denken nur die Ahnungslosen, die
einfach nicht wissen, was alles hinter einem großen Erfolg steht. Sie sehen
nur die Spitze des Eisberges.

Du hast jetzt schon etwas mehr als die Spitze des Eisberges gesehen,
jedoch konnte ich in dieses Buch nur etwa 5 % dessen packen, was es
meiner Meinung nach zu wissen gibt.

Du musst auch nicht alles wissen. Wie viel, hängt natürlich davon ab,
welche Ziele du verfolgst und wo du irgendwann mal sein möchtest.
Wenn du aber diesen Content bisher cool fandest, dann kann ich dir
versichern, dass das, woran ich gerade an meiner Seite baue, dir wirklich
Spaß machen wird.

Dort will ich nämlich zu allen Sektionen des Lebens gemäß Pareto die
wichtigsten Informationen zusammentragen, die ich alle persönlich auf
Anwendbarkeit und Durchführbarkeit getestet habe. Jetzt hast du all
die Grundlagen, um gemäß Teil 3 dieses Buches die Geldmaschine
erfolgreich bauen und betreiben zu können.

Teste dein Verstehen:


+ Wie lauten die sechs unumgänglichen Definitionen, die du zu „strategischer
Planung“ kennen solltest?
+ Warum ist es sinnvoll, sich mit „strategischer Planung“ auseinanderzusetzen,
wenn man nicht „den Rhein flussaufwärts schwimmen“ möchte?
+ Liste fünf schlaue Strategien auf, die du kennst.
+ 14 weitere Coachingfragen und Übungen zum Kapitel findest du auf Seite 55
der „90-Tage-Challenge“ im Workbook Nr. II. Wenn du es vorziehst smart zu
sein, statt ein schwitzender „Galeerensklave“, solltest du diese durcharbeiten.

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