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DaimlerChrysler

Adaptionsmodul als Fahrzeugregelung


ADM2

Steuergerät Betriebsanleitung
Umweltschutz

DaimlerChrysler bekennt sich zu einem integrierten Umweltschutz, der


an den Ursachen ansetzt und alle Auswirkungen der

H Produktionsprozesse und des Produktes auf die Umwelt in die


unternehmerischen Entscheidungen einbezieht.
Ziele sind der sparsame Einsatz der Ressourcen und ein schonender
Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen, deren Erhaltung
Mensch und Natur dient.

Bestell-Nr. xxxx xx xx xx

Printed in Germany
Änderungen von technischen Details der Steuergeräte und Motoren
gegenüber den Angaben und Abbildungen der vorliegenden
Betriebsanleitung sind vorbehalten.
Nachdruck, Vervielfältigung oder Übersetzung, auch auszugsweise, ist
ohne schriftliche Genehmigung nicht erlaubt.

Redaktionsschluss: xx.xx.xx
Customer Service Powertrain Business Unit
PBE/MSS

Für den Inhalt verantwortlich: PBE/DBE


Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis .....................................................................................7

1. Sicherheit............................................................................................................9
1.1. Symbole ................................................................................................................................................... 9
1.2. Allgemeines ............................................................................................................................................ 9
1.3. Bestimmungsgemäße Verwendung..................................................................................................10
1.4. Anforderungen an das Personal........................................................................................................10
1.5. Umbauten und Veränderungen des ADM2.....................................................................................10
1.6. Einbau....................................................................................................................................................10
1.7. Organisatorische Maßnahmen ..........................................................................................................10
1.8. Sicherheitsmaßnahmen bei Motoren mit elektronischen Steuergeräten..................................11
1.9. DaimlerChrysler Originalteile ...........................................................................................................12
1.10. Sicherheits- und Notlaufprogramm.................................................................................................12

2. Funktion .......................................................................................................... 13
2.1. Einleitung..............................................................................................................................................13
2.2. Aufgaben ...............................................................................................................................................15
2.2.1. Funktionen ..................................................................................................................................................15
2.2.2. Eingänge ......................................................................................................................................................15
2.2.3. Ausgänge .....................................................................................................................................................15

3. Aufbau.............................................................................................................. 16
3.1. Bilder des Adaptionsmodules als Fahrzeugregler ADM2.............................................................16
3.2. Funktionsbeschreibungen der Steckerbelegung ...........................................................................19
3.3. Technische Daten der Steckerbelegung ..........................................................................................27

4. Parameter ........................................................................................................ 35
4.1. Parameterliste ......................................................................................................................................35
4.2. Parameterbeschreibung .....................................................................................................................53
Gruppe 1: CAN-Konfiguration ...........................................................................................................................53
Gruppe 2: Fahrbetrieb-Konfiguration...............................................................................................................54
Gruppe 3: allgemeine Begrenzungen ...............................................................................................................57
Gruppe 4: Antiruckeldämpfer aus der PLD-MR..............................................................................................59
Gruppe 5: Schaltbare Begrenzungen Nr. 0 (Pin LIM0) und Nr.1 (Pin LIM1) ............................................60
Gruppe 6: Schaltbare Begrenzungen Nr. 2 (Leerlaufdrehzahl-Anhebung)(Pin KLIMA) .........................61
Gruppe 7: Konfiguration Arbeitsdrehzahlregelung (ADR) ...........................................................................62
Gruppe 8: Geschwindigkeitssignal ...................................................................................................................65
Gruppe 9: Istwertausgabe ..................................................................................................................................66
Gruppe 10: Konfiguration Motorbremse..........................................................................................................68
Gruppe 11: Konfiguration Fußfahrgeber .........................................................................................................69
Gruppe 12: Konfiguration Lastschlagen ..........................................................................................................71
Gruppe 13: Konfiguration Eingänge.................................................................................................................71
Gruppe 14: Schaltschwellen Relais 3 + Relais 4 ............................................................................................75
Gruppe 15 Tempomat..........................................................................................................................................79
Gruppe 16: Konfiguration Relais 1 ...................................................................................................................79
Gruppe 17: Leerlaufabschaltung .......................................................................................................................80
Gruppe 18: Motor-Not-Aus .................................................................................................................................81
Gruppe 19: Lüfteranforderung ..........................................................................................................................82
Gruppe 20: Handfahrgeber (HFG, Handgas) ...................................................................................................83
Gruppe 21: Fahren mit Arbeitsdrehzahl (ADR)..............................................................................................83
Gruppe 22: Geschwindigkeit Impulsgeber......................................................................................................84
Gruppe 23: Geschwindigkeitsbegrenzer extra (Zugriff nicht möglich) .....................................................84
Gruppe 24: Fußfahrgeber extra .........................................................................................................................84

3
Inhaltsverzeichnis

5. Montage und Anschluss.................................................................................. 85


5.1. Betriebsdaten .......................................................................................................................................85
5.2. Montage.................................................................................................................................................85
5.2.1. Einsatz in Fahrzeugen...............................................................................................................................87
5.2.2. Einsatz bei Stationärantrieben ................................................................................................................87
5.3. Anschluss..............................................................................................................................................88

6. Parametrierung mit dem Minidiag 2 ............................................................. 89

7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen........ 91


7.1. Fahrbetrieb ...........................................................................................................................................91
7.1.1. Die drei Anwendungsfälle der Tempomat-Tippschalter CC+ und CC- .............................................92
7.1.1.1. Leerlaufdrehzahlverstellung.................................................................................................................92
7.1.1.2. ADR-Drehzahlauswahl im Stillstand ...................................................................................................92
7.1.1.3. Geschwindigkeitsauswahl für Tempomat im Fahrbetrieb ..............................................................92
7.1.2. Bedingungen für den Leerlauf ................................................................................................................92
7.1.3. Tempomat................................................................................................................................................... 93
7.1.3.1. Bedingungen für den Tempomatbetrieb ............................................................................................ 93
7.1.3.2. Minimal- und Maximalgeschwindigkeit des Tempomaten ........................................................... 93
7.1.3.3. Übertreten des Tempomaten mit Fußfahrgeber oder Handfahrgeber ........................................ 93
7.1.3.4. Möglichkeiten für das Außerkraftsetzen des Tempomaten .......................................................... 93
7.1.3.5. Zwei Möglichkeiten der Tempomat-Wiederaufnahme.....................................................................94
7.1.3.6. Parametrierung von Tempomat mit Motorbremse ......................................................................... 94
7.1.4. Temposet......................................................................................................................................................94
7.1.4.1. Zwei Möglichkeiten der Parametrierung des Temposet ..................................................................94
7.1.4.2. Außerkraftsetzen des Temposet...........................................................................................................94
7.2. Arbeitsdrehzahlregelung (ADR)........................................................................................................95
7.2.1. Die drei Betriebsarten der Arbeitsdrehzahlregelung ..........................................................................96
7.2.1.1. Fahrerhaus ADR......................................................................................................................................96
7.2.1.2. ADR mit Festdrehzahlen über den Schalter PTO ..............................................................................96
7.2.1.3. Fahren mit ADR bei Sonderanwendungen.........................................................................................96
7.2.2. PID-Drehzahlregler im PLD-MR ..............................................................................................................97
7.2.2.1. Parametrierung der PLD-MR-Drehzahlregler ...................................................................................97
7.2.2.2. Gegenüberstellung der PLD-MR-Drehzahlregler...............................................................................97
7.2.2.3. Unmöglichkeit der Zuordnung der PLD-MR-Reglertypen zu den ADR-Betriebsarten ...............98
7.2.3. Parametrieren der Betriebsart Fahrerhaus ADR ..................................................................................99
7.2.3.1. Drei alternative Möglichkeiten, um das ADR freizugeben ..............................................................99
7.2.3.2. Parametrieren und Auswählen von Drehzahl, Reglertyp und Drehmoment
mit den Tastern CC+ oder CC- ...........................................................................................................................99
7.2.3.3. Zwei alternative Möglichkeiten, um das ADR zu beenden (Panikabschaltung)........................100
7.2.4. Parametrieren der Betriebsart ADR mit Festdrehzahlen über den Schalter PTO ........................100
7.2.4.1. Drei alternative Möglichkeiten, um das ADR freizugeben ............................................................100
7.2.4.2. Parametrieren und Auswählen von Drehzahl, Reglertyp und Drehmoment
mit dem Schalter PTO .......................................................................................................................................100
7.2.4.3. Zwei alternative Möglichkeiten, um das ADR zu beenden (Panikabschaltung)........................101
7.2.5. Parametrieren der Betriebsart Fahren mit ADR bei Sonderanwendungen ...................................101
7.3. Fußfahrgeber/Handfahrgeber ........................................................................................................ 102
7.3.1. PWM Fußfahrgeber Einlernroutine und Parametrierungshinweise...............................................102
7.3.2. analoger Fußfahrgeber Einlernroutine und Parametrierungshinweise .........................................102
7.3.3. analoger Handfahrgeber (Handgas)......................................................................................................103

4
Inhaltsverzeichnis

7.4 Motorstart/Motorstopp .................................................................................................................... 104


7.4.1. Zwei Alternativen zum Motorstart........................................................................................................104
7.4.1.1. Motorstart über Klemme 50................................................................................................................104
7.4.1.2. Motorstart durch ADM2 direkt über CAN........................................................................................105
7.4.1.3. Kaltstart mit Heizflansch.....................................................................................................................105
7.4.1.4. Temperaturkorrektur Blockheizgerät ...............................................................................................106
7.4.2. Drei Alternativen zum Motorstopp .......................................................................................................107
7.4.2.1. Motorstopp über Klemme 15 (AUS) ..................................................................................................107
7.4.2.2. Motorstopp über den externen Stopptaster des ADM2..................................................................107
7.4.2.3. Motorstopp über CAN SAE J1939 ......................................................................................................107
7.4.3. Service-Start-Taster und Service-Stop-Taster am Motorblock..........................................................108
7.4.3.1. Service-Start-Taster am Motorblock ..................................................................................................108
7.4.3.2. Service-Stop-Taster am Motorblock ...................................................................................................108
7.5 Motorbremse/ABS/Retarder........................................................................................................... 109
7.5.1. Motorbremse .............................................................................................................................................109
7.5.2. ABS .............................................................................................................................................................111
7.5.3. Retarder .....................................................................................................................................................111
7.5.4. Lüfteranforderung....................................................................................................................................112
7.6 Instrumente/Anzeigen .................................................................................................................... 113
7.6.1. Drehzahlanzeige.......................................................................................................................................113
7.6.2. Kühlmitteltemperaturanzeige................................................................................................................113
7.6.3. Öldruckanzeige.........................................................................................................................................113
7.6.4. Warnleuchte Kühlmitteltemperatur .....................................................................................................114
7.6.5. Warnleuchte Öldruck ..............................................................................................................................114
7.6.6. Kombination von Warnleuchten und Anzeigeinstrumenten
Anmerkungen zu den Punkten 7.6.2. und 7.6.3. und 7.6.4. und 7.6.5............................................115
7.6.7. Kontrollleuchte Heizflansch...................................................................................................................116
7.6.8. Warnleuchte Luftfilter.............................................................................................................................116
7.6.9. Warnleuchte Ölstand...............................................................................................................................116
7.6.10. Störleuchte ..............................................................................................................................................117
7.6.11. Lampe Motorstopp (Summer) ..............................................................................................................118
7.7. Getriebe .............................................................................................................................................. 119
7.8. Istwertausgabe .................................................................................................................................. 121
7.9. Tachograf (Geschwindigkeit).......................................................................................................... 122
7.10. Schaltbare Begrenzungen .............................................................................................................. 123
7.11. Diagnose............................................................................................................................................ 124
7.12. Motorschutz....................................................................................................................................... 125
7.12.1. Motor-Not-Aus ........................................................................................................................................125
7.12.2. Motor-Notlauf..........................................................................................................................................126

8. Messwerte ...................................................................................................... 127


8.1. Analoge Messwerte .......................................................................................................................... 127
8.2. Binäre Messwerte ............................................................................................................................. 129

9. Fehlercodes.................................................................................................... 131
9.1. Fehlercodes der Diagnoseversion 202 .......................................................................................... 133
9.2. Fehlercodes der Diagnoseversion 203 .......................................................................................... 139
9.5. Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939 ........................................................ 145

10. Routinen des ADM2 ..................................................................................... 157

11. CAN Telegramme nach SAE J1939 .............................................................. 159

12. Anhang: Steckersatz..................................................................................... 169

5
Inhaltsverzeichnis

6
Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung

ABS Antiblockiersystem

ADM2 Adaptionsmodul als Fahrzeugregler, Neuversion

ADR Arbeitsdrehzahlregelung

BK Bremsklappe, auch MBR-BK

C3/B7 Geschwindigkeitssignal C3/B7

CAN Control Area Network

CC+ Cruise Control Resume, Tempomat Wiederaufnahme und beschleunigen

CC- Cruise Control Set, Tempomat setzen und verzögern

CC_EIN Cruise Control, Tempomat Ein- und Ausschalter

EEPROM electrical erasable and programmable read only memory

EMV Elektromagnetische Verträglichkeit

EWG Europäische Wirtschaftsgemeinschaften in der EG, Vorläufer der EU

FFG Der Fußfahrgeber ist das Fahrpedal.

FMR Fahrzeugregler für Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge Typ Actros oder Typ Atego

FSBE Eingang für den Schaltzustand der Feststellbremse

HFG Der Handfahrgeber ist das Handgas.

Highside Schalter Plusschaltender Schalter

IWA Istwertausgabe

K-Leitung serielle Kommunikations- und Diagnoseleitung

KD Konstantdrossel, auch MBR-KD

Lowside Schalter Masseschaltender Schalter

MBR Motorbremse

MCAN Motor CAN Datenbus zwischen ADM2 und PLD-MR

Minidiag 2 Diagnose- und Parametrierungsgerät für das ADM2

NE Eingang für Getriebestellung Neutral

PLD-MR Motorregelung Typ PLD (für das Einspritzprinzip Pumpe-Leitung-Düse)

PTO Festdrehzahl für Nebenabtriebe, Power Turn off

PWM Pulsweitenmodulation

SAE J1939 CAN Datenbus nach Standard SAE J1939

7
Abkürzungsverzeichnis

8
1. Sicherheit

1. Sicherheit

1.1. Symbole
Die nachfolgend aufgeführten Hinweise sind mit unterschiedlichen Symbolen versehen.

G Verletzungsgefahr!
Dieses Symbol wird bei allen Sicherheitshinweisen verwendet, bei deren Missachtung eine unmittelbare
Gefahr für Leib und Leben von Menschen besteht.

Dieses Symbol wird für alle Sicherheitshinweise verwendet, bei deren Missachtung hauptsächlich die Gefahr
von Material- und Funktionsschäden besteht.

1.2. Allgemeines

GUnfall- und Lebensgefahr!


Das Adaptionsmodul als Fahrzeugregelung ADM2 ist funktionsbestimmend für Motor und Fahrzeug.
Funktionen wie Motorstart, Motorstopp, Fußfahrgeberauswertung, Ansteuerung von Motorbremse usw. sind
sicherheitsrelevant.
Unsachgemäßes Verändern von Parametern oder unsachgemäße Eingriffe in die Verdrahtung können das
Verhalten des Motors bzw. des Fahrzeuges massiv verändern. Dadurch können Personen- und Sachschäden
verursacht werden.

Das Steuergerät ADM2 wurde nach den DaimlerChrysler Richtlinien für Betriebssicherheit und EMV-Verhalten
entwickelt und geprüft. Für die Einhaltung und Überprüfung der für das Fahrzeug bzw. für die Anwendung geltenden
rechtlichen Vorschriften und gesetzlichen Bestimmungen ist der Hersteller des Fahrzeuges bzw. der sonstigen
Anwendungen allein verantwortlich.

9
1. Sicherheit

1.3. Bestimmungsgemäße Verwendung


Der DaimlerChrysler Motor und das Steuergerät ADM2 sind ausschliesslich für den vertraglich festgelegten
Verwendungszweck bestimmt. Eine andere oder darüber hinausgehende Verwendung gilt als nicht
bestimmungsgemäß.
Für hieraus resultierende Schäden übernimmt DaimlerChrysler AG keine Haftung.

Die Haftung für evtl. aus dieser Verwendung resultierende Schäden trägt allein der Hersteller der fertigen
Maschine/des Fahrzeuges.

Die vorliegende Betriebsanleitung des ADM2 und die Betriebsanleitung des Motors sind zu beachten.

1.4. Anforderungen an das Personal


Arbeiten an Elektrik und Parametrierungen dürfen nur von einschlägig ausgebildetem oder von DaimlerChrysler
geschultem Personal sowie von Fachpersonal in von DaimlerChrysler autorisierten Werkstätten ausgeführt werden.

1.5. Umbauten und Veränderungen des ADM2


Eigenmächtige Veränderungen am ADM2 können die Funktion und Sicherheit von Motor bzw. Fahrzeug/Maschine
beeinträchtigen. Eine Haftung für daraus resultierende Schäden wird ausgeschlossen.

1.6. Einbau
Richtlinien und Hinweise im 5. Kapitel sind zu beachten.

1.7. Organisatorische Maßnahmen


Die Betriebsanleitung ist dem mit den Arbeiten am ADM2 betrauten Personal auszuhändigen und sollte möglichst
griffbereit aufbewahrt werden.

Das Personal muss mit Hilfe der Betriebsanleitung in die Handhabung des ADM2 eingewiesen werden, wobei
insbesondere die sicherheitstechnischen Hinweise im Zusammenhang mit dem Motor erläutert werden müssen.

Dies gilt in besonderem Maße für nur gelegentlich an Motor und ADM2 tätigem Personal. Ergänzend zur
Betriebsanleitung sind die allgemeingültigen, länderspezifischen, gesetzlichen und sonstigen verbindlichen
Regelungen zur Unfallverhütung und zum Umweltschutz einzuhalten.

10
1. Sicherheit

1.8. Sicherheitsmaßnahmen bei Motoren mit


elektronischen Steuergeräten

G Unfallgefahr!
Bei der Erstinbetriebnahme der Fahrzeugelektrik muss der Antriebsstrang offen sein (Getriebe in Neutral).
Aufgrund von Verdrahtungsfehlern oder ungeeigneten Parametereinstellungen könnte der Motor
unbeabsichtigt starten. Bei geschlossenem Antriebsstrang (Getriebe nicht in Neutral) könnte dadurch das
Fahrzeug ungewollt in Bewegung oder die Arbeitsmaschine in Betrieb genommen werden und Menschenleben
gefährden.

Nachfolgend aufgeführte Sicherheitsmaßnahmen unbedingt beachten, um Schäden an Motor, Komponenten und


Kabelsatz zu vermeiden und um möglichen Personenschäden vorzubeugen.

– Motor nur mit fest angeschlossenen Batterien starten.


– Batterien bei laufendem Motor nicht abklemmen.
– Motor nur mit angeschlossenem Drehzahlgeber starten.
– Zum Starten des Motors kein Schnell-Ladegerät verwenden.
Starthilfe nur mit separaten Batterien.
– Zum Schnell-Laden der Batterien müssen die Batterieklemmen
abgenommen werden. Bedienungsanleitung des Schnell-Ladegerätes beachten.
– Bei Elektroschweissarbeiten müssen die Batterien abgeklemmt und die
beiden Kabel (+ und -) fest miteinander verbunden werden.
– Arbeiten an der Verdrahtung sowie das Trennen und Verbinden von Steckern
dürfen nur bei ausgeschalteter elektrischer Anlage durchgeführt werden.
– Bei der Erstinbetriebnahme des Motors muss die Möglichkeit bestehen, im Notfall
die Versorgungsspannung der Motorregelung PLD-MR und des Adaptionsmoduls
ADM2 abzuschalten.
Aufgrund von Verdrahtungsfehlern könnte ein laufender Motor nicht mehr
abstellbar sein.
– Falschpolung der Steuergeräte-Versorgungsspannung (z. B. durch
Falschpolung der Batterien) kann zur Zerstörung der Steuergeräte führen.
– Verbindungen am Einspritzsystem mit dem vorgeschriebenen
Anziehdrehmoment festschrauben.
– Für Messungen an Steckverbindungen nur passende Prüfleitungen
(DaimlerChrysler Anschlussset) verwenden.

Bei zu erwartenden Temperaturen über 80 °C (z. B. im Trockenofen) müssen die Steuergeräte ausgebaut
werden, da sie bei diesen Temperaturen beschädigt werden können.

Telefone und Funkgeräte, die nicht an einer Außenantenne angeschlossen sind, können zu Funktionsstörungen
der Fahrzeugelektronik führen und dadurch die Betriebssicherheit des Motors gefährden.

11
1. Sicherheit

1.9. DaimlerChrysler Originalteile


DaimlerChrysler Originalteile unterliegen schärfsten Qualitätskontrollen und garantieren höchstmögliche
Funktionalität, Sicherheit und Werterhaltung.

Jedes Teil wird speziell für DaimlerChrysler konstruiert, produziert, ausgewählt und freigegeben.
Wir müssen deshalb jede Verantwortung ablehnen für Schäden infolge der Verwendung von Teilen und Zubehör,
welche diesen Voraussetzungen nicht entsprechen.

In der Bundesrepublik Deutschland und in einigen anderen Ländern sind bestimmte Teile, zum Beispiel Sicherheits-
teile, zum Ein- und Umbau nur dann zugelassen, wenn sie geltenden gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
Diese Voraussetzung wird in jedem Fall durch DaimlerChrysler Originalteile erfüllt.

Bei der Verwendung anderer, nicht von DaimlerChrysler geprüfter und freigegebener Teile kann dies – auch wenn im
Einzelfall eine Abnahme oder eine behördliche Genehmigung vorliegen sollte – trotz laufender Marktbeobachtung
nicht beurteilt bzw. garantiert werden. Gewährleistungsansprüche könnten deshalb von DaimlerChrysler einseitig
eingeschränkt werden.

1.10. Sicherheits- und Notlaufprogramm


Die elektronischen Steuergeräte ADM2, FMR und PLD-MR überwachen den Motor und führen Eigendiagnosen durch.
Sobald eine Störung erkannt wird, bewertet das Steuergerät die aufgetretene Störung und leitet automatisch eine der
folgenden Maßnahmen ein:
– Anzeige von Fehlern während des Betriebes durch Ansteuerung von Warnleuchten.
– Umschaltung auf geeignete Ersatzfunktion für weiteren, jedoch eingeschränkten Betrieb des Motors (z. B. konstante
Notlaufdrehzahl).

Störungen umgehend von der zuständigen DaimlerChrysler Service-Station beseitigen lassen.

Hinweis:
Das DaimlerChrysler Diagnosegerät Minidiag 2 wird an die 14poligen Diagnose-Steckdose geräteseitig angeschlossen.
Das Minidiag 2 ermöglicht es, die Fehlercodes des ADM2 auszulesen. Die Bedeutungen der Fehlercodes des ADM2 sind
im 9. Kapitel aufgeführt.

Hinweis:
Defekte Geräte sind innerhalb der Garantiezeit (6 Monate ab DaimlerChrysler Versandsdatum) an die DaimlerChrysler
Außenorganisation einzusenden.

12
2. Funktion

2. Funktion

2.1. Einleitung

Die DaimlerChrysler Motoren der Baureihe 500, 900 und 450 sind mit einer elektronischen Motorregelung (PLD-MR)
ausgestattet. Die PLD-MR überwacht und bestimmt alle Werte, die für den Motorbetrieb erforderlich sind (z. B.
Spritzbeginn, Lastzustand, Umgebungsbedingungen, Sensorauswertung, usw.).
Die Verbindung zum Fahrzeug ist mit einer CAN-Schnittstelle realisiert, die die Sollwerte (z. B. Drehmomentvorgabe,
Drehzahlvorgabe, usw.) und Istwerte (z. B. Motordrehzahl, Öldruck, usw.) in digitaler Form überträgt.
Das Adaptionsmodul als Fahrzeugregelung (ADM2) besitzt die für die PLD-MR notwendige CAN-Schnittstelle und
ermöglicht dem Benutzer die motorseitige Umsetzung seiner Anforderungen. Das ADM2 erlaubt einerseits den Einsatz
konventioneller Anzeigegeräte und bietet gleichzeitig eine konventionelle Schnittstelle für Sonderfunktionen. Über
Schaltersignale lassen sich vordefinierte Betriebszustände der Motorregelung, wie z. B. Drehmomenten- und
Drehzahlbegrenzungen oder eine Vorgabe von vordefinierten Solldrehzahlen, auswählen. Über eine Parametrierung
lassen sich die im Steuergerät abgelegten Routinen optimal an den jeweiligen Einsatz anpassen. Für den Anschluss
eines externen Diagnosegerätes (z. B. Minidiag 2) steht eine Diagnose-Schnittstelle zur Verfügung.

13
2. Funktion

Adaptionsmodul als Fahrzeugregelung (ADM2):


ABS = Anti-Blockier-System
ADR = Arbeitsdrehzahlregelung
ABS/ASR = Steuergerät für Anti-Blockier-System bzw. Antriebs-Schlupf-Regelung
BGR = Begrenzungen
FFG = Fußfahrgeber: Momentenvorgabe (Fahrbetrieb) oder Drehzahlvorgabe (ADR-Betrieb)
FLA = Flammstart-Anlage
Getriebe = Steuergerät für das Getriebe
ISO = International Organization for Standardization
IWA = Istwertausgabe (für Automatikgetriebe, kundenspezifische Elektronik,...)
MBR = Motorbremse
MR ist hier PLD-MR = Motorregelung für das Einspritzprinzip Pumpe-Leitung-Düse
Retarder = Steuergerät für einen Retarder
SAE J1939 = Datenbus gemäß Standard SAE J1939

14
2. Funktion

2.2. Aufgaben

Die Aufgaben des ADM2 können in drei Bereiche eingeteilt werden:


– Funktionen
– Eingänge
– Ausgänge

2.2.1. Funktionen

• Fahrbetrieb: Momentenvorgabe an Motorregelung (PLD-MR)


• Arbeitsdrehzahlregelung: Drehzahlvorgabe an Motorregelung (PLD-MR)
• Motorstart, Motorstopp
• Fußfahrgeber-Auswertung, -Überwachung, -Fehlerbildung
• Motorbremsen
• Geschwindigkeitsbegrenzung
• Tempomat
• Temposet
• Parameterspeicher
• Fehlerspeicher
• Diagnoseschnittstelle für ein Diagnosegerät z. B. Minidiag 2
• Diagnose-Knoten: Umsetzung der K-Leitungsdiagnose auf CAN-Diagnose nur für die Motorregelung PLD-MR
• Anbindung an SAE J1939 (High-Speed-CAN-Bus)

2.2.2. Eingänge

Das ADM2 hat digitale Eingänge für


• Sonderfunktionen, z. B. die Kopplung mit konventionellem ABS-Steuergerät
• externer Motorstart und Motorstopp
• Motornotabschaltung
• die Aktivierung von Begrenzungen
• die Drehzahlverstellung
• Feststellbremse und Betriebsbremse
• Tempomat
• Motorbremsen (Stufe 1 und Stufe 2)
• die Getriebestellung Neutral
• Hinterachse
Hinweis: Für die Eingänge Rückwärtgang, Kupplung 2 und Generator Klemme W
ist die Funktion zur Zeit noch nicht unterstützt.

Das ADM2 hat analoge Eingänge für


• Fahrpedal (analoger Fußfahrgeber)
• Handgas (analoger Handfahrgeber)
• Kühlwasserstandssensor
• Luftfiltersensor

2.2.3. Ausgänge

Das ADM2 hat Ausgänge für


• Motorbremsen (Bremsklappe und Konstantdrossel)
• den Anschluss von Kontroll- und Warnleuchten
– Ölstand
– Leuchte Rot mit Summer (Maschinenstopp)
– Leuchte Gelb für Störung (z. B. Öldruck zu gering)
– Heizflansch (Kaltstarteinrichtung)
– Luftfilter
• den Anschluss von Messinstrumenten
– Öldruck*
– Kühlmitteltemperatur*
– Motordrehzahl
• kundenspezifische Elektronik
– Istwertausgabe IWA (z. B. für Automatikgetriebe)
– Relaisausgänge (z. B. für Kickdown)
Hinweis*: Bei den Instrumentenausgängen für Öldruck und für Kühlmitteltemperatur können entweder
Messinstrumente oder Warnleuchten angeschlossen werden.

15
3.1. Bilder des Adaptionsmodules als Fahrzeugregler ADM2

15
3.1. Bilder des Adaptionsmodules als Fahrzeugregler ADM2

3. Aufbau

3.1. Bilder des Adaptionsmodules als Fahrzeugregler ADM2

Schrägansicht des ADM2


Schwarzes Feld für das Typenschild
Steckergrößen von links nach rechts:
Stecker 15 Pin
Stecker 18 Pin
Stecker 12 Pin
Stecker 21 Pin

16
3.1. Bilder des Adaptionsmodules als Fahrzeugregler ADM2

Einbaulage im Fahrzeug oder Rückenansicht des ADM2

Steckergrößen von links nach rechts:


Stecker 21 Pin
Stecker 12 Pin
Stecker 18 Pin
Stecker 15 Pin

17
3.1. Bilder des Adaptionsmodules als Fahrzeugregler ADM2

Ansicht der Steckerseite des ADM2

Steckergrößen von links nach rechts:


Stecker 15 Pin
Stecker 18 Pin
Stecker 12 Pin
Stecker 21 Pin

18
3.2. Funktionsbeschreibungen der Steckerbelegung

3.2. Funktionsbeschreibungen der Steckerbelegung

Stecker 21 PIN
Ab-
Pin Typ Funktion kürz- Beschreibung
ung

21/01 Batteriespannung Kl. 30 Versorgungsspannung 12 V oder 24 V.

Eingang für Signal „Klemme 15 EIN“ vom Startschalter.


Batteriespannung
21/02 DE Kl. 15 Dieses Signal ist auch an der Motorregelung PLD-MR
geschaltet
anzuschließen.

21/03 Masse Kl. 31 Masse zur Batterie.

Der Ausgang ist aktiv, wenn der Motor-Ölstand unzulässig


weit abgesunken ist. Diese Funktion ist nur bei Motoren mit
Ölstandssensorik verfügbar.
LA_
21/04 A Warnleuchte Ölstand
OELST
Ist der Ausgang bei laufendem Motor aktiv, den
Motor sofort abstellen. Schnellstmöglich eine
Wartung bzw. Fehlerdiagnose durchführen.

Der Ausgang ist aktiv, wenn schwere Fehler vorliegen, z. B.


Öldruck zu niedrig.
Lampe Motorstopp LA_
21/05 A
(Summer) STOP Ist der Ausgang bei laufendem Motor aktiv, den
Motor sofort abstellen. Schnellstmöglich eine
Wartung bzw. Fehlerdiagnose durchführen.

Der Ausgang „LA_ADM meldet unzulässige Betriebs-


zustände des Motors (z. B. Öldruck zu gering) und aktive
Fehler, die durch die Steuergeräte aufgrund der perma-
nenten Überwachung der Ein- und Ausgänge erkannt
LA_ werden.
21/06 A Störleuchte
ADM
Ist der Ausgang bei laufendem Motor aktiv, den
Motor sofort abstellen. Schnellstmöglich eine
Wartung bzw. Fehlerdiagnose durchführen.

Kontrollleuchte LA_ Der Ausgang ist aktiv während des Vorglühens. Die Leuchte
21/07 A
Heizflansch GRID erlischt, wenn der Motor gestartet werden kann.

Warnleuchte LA_
21/08 A Der Ausgang ist aktiv, wenn der Luftfilter verschmutzt ist.
Luftfilter LUFT

Versorgung für
Spannungsversorgung des analogen FFG, z. B. Williams-
21/09 analogen AFP+
FFG, Anschluss C.
Fußfahrgeber (FFG)

21/10 reserviert

A = Ausgang
E/A = Eingang/Ausgang (bidirektional)
DE = Digitaleingang
AE = Analogeingang
IE = Impulseingang

19
3.2. Funktionsbeschreibungen der Steckerbelegung

Stecker 21 PIN (Fortsetzung)


Ab-
Pin Typ Funktion kürz- Beschreibung
ung

Signal analoger Spannung ist proportional der Position des Pedales.


21/11 AE AFPS
Fußfahrgeber Eingang z. B. für Williams FFG, Anschluss A.

Signalinformation vom PWM FFG, 1. Zweig, z.B.


PWM FFG, Zweig 1
VDO FFG, Anschluss 2/9.
21/12 IE GAS1
Leerlaufschalter 2
z. B. Williams FFG, Anschluss D.
bei analogem FFG

Signalinformation vom PWM FFG, 2. Zweig, z. B. VDO FFG,


PWM FFG, Zweig 2
Anschluss 4/9.
21/13 IE GAS2
Leerlaufschalter 1
z. B. Williams FFG, Anschluss E.
bei analogem FFG

Masseanschluss für PWM FFG, z.B. VDO FFG, Anschluss


1/9 und 3/9.
21/14 Masse Fußfahrgeber FP-
Masseanschluss für analogen FFG, z.B. Williams FFG
Anschluss B.

Schalter nach Masse. Schalter offen bei betätigter Betriebs-


21/15 DE Betriebsbremse BRE
bremse.

Schalter nach Masse. Schalter geschlossen bei betätigter


21/16 DE Feststellbremse FSBE
Feststellbremse.

21/17 E/A SAE 1708, A 1708A Funktion ist zur Zeit noch nicht realisiert.

21/18 E/A SAE 1708, B 1708B Funktion ist zur Zeit noch nicht realisiert.

SAE J1939 CAN 1939_


21/19 E/A CAN (High-Leitung) Datenbus nach SAE J1939.
(High) H

1939_
21/20 CAN-HF-Ground Datenbus nach SAE J1939 (HF-Masse).
GND

SAE J1939 CAN 1939_


21/21 E/A CAN (Low-Leitung) Datenbus nach SAE J1939.
( Low) L

A = Ausgang
E/A = Eingang/Ausgang (bidirektional)
DE = Digitaleingang
AE = Analogeingang
IE = Impulseingang

20
3.2. Funktionsbeschreibungen der Steckerbelegung

Stecker 18 PIN
Ab-
Pin Typ Funktion kürz- Beschreibung
ung

Ausgang des Ist-Wert-Komparators 4 (IWK4):


Parametrierbare Grössen: Parameterwerte:
0 = FFG Kickdown Position
1 = Istmoment
2 = Geschwindigkeit
Ansteuerung Relais
18/01 A REL4 3 = Drehzahl
4
4 = Kühlmitteltemperatur
5 = FFG Moment
6 = Ladelufttemperatur
7 = Warnleuchte Öldruck
8 = Warnleuchte Kühlmitteltemperatur

Schalter nach Masse. Schalter öffnet bei Betätigung der


18/02 DE Kupplungsschalter 1 KUP1
Kupplung.

Masse LG_ Getrennte Masserückführung für Leerlaufschalter bei


18/03 A
Leerlaufschalter GND analogem FFG, z. B. Williams FFG, Anschluss F.

Taster nach Masse, schließt bei Betätigung, für Soll-


18/04 DE Tempomat - CC- geschwindigkeit fallend, für Tempomat setzen und ver-
zögern.

Taster nach Masse, schließt bei Betätigung, für Soll-


18/05 DE Tempomat + CC+ geschwindigkeit steigend, für Tempomat Wiederaufnahme
und beschleunigen.

CC_ Schalter nach Masse, schließt bei Betätigung, gibt die


18/06 DE Tempomat ein/aus
EIN Tempomatfunktion frei.

Auswahl FG_ Schalter nach Masse, schaltet bei Betätigung vom


18/07 DE
Handfahrgeber WAHL Fußfahrgeber (FFG) auf den HFG (Handgas) um.

MBR_ Schaltzustände der Eingänge MBR_H und MBR_L:


18/08 DE Motorbremse L
L 0 für unbetätigt und 1 für betätigt, Schalter ist Schließer
und schaltet bei Betätigung auf Masse:
HL
0 0 Motorbremse aus
MBR_ 0 1 Motorbremse Stufe 1: nur Konstantdrossel
18/09 DE Motorbremse H
H 1 0 Motorbremse Stufe 2: Konstantdrossel und
Bremsklappe
1 1 zur Zeit nicht implementiert

18/10 DE Festdrehzahl PTO Dieser Eingang aktiviert die Arbeitsdrehzahlregelung.

Eingang zur Aktivierung der schaltbaren Begrenzungen Pin


18/11 DE Begrenzung 0 LIM0 LIM0. Bei aktivem Eingang sind diese Begrenzungen immer
wirksam.

Eingang zur Aktivierung der schaltbaren Begrenzungen Pin


18/12 DE Begrenzung 1 LIM1 LIM1. Bei aktivem Eingang sind diese Begrenzungen immer
wirksam.

A = Ausgang
E/A = Eingang/Ausgang (bidirektional)
DE = Digitaleingang
AE = Analogeingang
IE = Impulseingang

21
3.2. Funktionsbeschreibungen der Steckerbelegung

Stecker 18 PIN (Fortsetzung)


Ab-
Pin Typ Funktion kürz- Beschreibung
ung

M
Dieser Eingang verhindert ein automatisches Abschalten
Abschaltsperre bei AB
18/13 DE des Motors, wenn die Funktion Motor-NOT-AUS para-
Motor-Not-Aus SCH
metriert ist.
_SP

Eingang zur Aktivierung der schaltbaren Begrenzungen Pin


KLIMA (z. B. Leerlaufdrehzahl-Anhebung für Klimaanlage).
18/14 DE Begrenzung 2 KLIMA
Bei aktivem Eingang sind diese Begrenzungen immer
wirksam.

LUEF-
18/15 DE Lüfter Dieser Eingang schaltet den Lüfter ein.
TER

Eingang für FFG Sperre. Bei aktivem Eingang sind Fuß-


18/16 DE FFG Sperre FP_SP
fahrgeber (FFG) und Handfahrgeber (HFG) nicht wirksam.

Versorgung
Versorgungsspannung für analogen Handfahrgeber
18/17 Handfahrgeber, HFG+
(Handgas) und Luftfiltersensor.
Luftfiltersensor

Signal Die Spannung am Sensor ist proportional der Hand-


18/18 AE HFGS
Handfahrgeber fahrgeberstellung.

A = Ausgang
E/A = Eingang/Ausgang (bidirektional)
DE = Digitaleingang
AE = Analogeingang
IE = Impulseingang

22
3.2. Funktionsbeschreibungen der Steckerbelegung

Stecker 12 PIN
Ab-
Pin Typ Funktion kürz- Beschreibung
ung

Klemme 50, Eingang


12/01 IE Kl. 50 Eingang für Signal Motorstart vom Startschalter.
Motorstart

K_
12/02 E/A K-Leitung Diagnose Leitung.
DIAG

a) Ansteuerung analoges Öldruck-Anzeigeinstrument,


kurzschlussfest.
12/03 A Öldruck P_OEL
b) Ansteuerung einer Warnleuchte (für Druck zu niedrig).
Ausgang masseschaltend für Warnleuchte.

a) Ansteuerung analoges Kühlmitteltemperatur-


Anzeigeinstrument, kurzschlussfest.
Kühlmittel-
12/04 A T_MOT
temperatur
b) Ansteuerung einer Warnleuchte (für Temperatur zu
hoch). Ausgang masseschaltend für Warnleuchte.

Parametrierbare Istwertausgabe für kundenspezifische


Elektronik oder Automatikgetriebe.
Ausgebbare Grössen: Parameterwerte:
0 = keine Ausgabe
1 = FFG Moment (10 ... 90 %)
12/05 A Istwertausgabe IWA 2 = Differenzmoment (Grenzlastsignal)
3 = FFG Moment invertiert (90 ... 10 %)
4 = Istmoment
5 = Lastsignal (Automatikgetriebe)
6 = Fahrzeuggeschwindigkeit
7 = Solldrehzahl

Drehzahlinformation für Klemme W kompatiblen Drehzahl-


N_
12/06 A Motordrehzahl messer. Die Zuordnung Motordrehzahl zu Ausgabefrequenz
MOT
ist parametrierbar.

12/07 DE Kupplungsschalter 2 KUP2 Funktion ist zur Zeit noch nicht realisiert.

RE-
12/08 DE Rückwärtsgang Funktion ist zur Zeit noch nicht realisiert.
VERSE

A = Ausgang
E/A = Eingang/Ausgang (bidirektional)
DE = Digitaleingang
AE = Analogeingang
IE = Impulseingang

23
3.2. Funktionsbeschreibungen der Steckerbelegung

Stecker 12 PIN (Fortsetzung)


Ab-
Pin Typ Funktion kürz- Beschreibung
ung

Eingang masseschaltend mit parametrierbaren Funktionen:


Parameterwerte:
0 = Aus
1 = ABS
12/09 DE Sonderfunktion 1 DSF1 2 = Retarder
3 = Temposet (setzbare Geschwindigkeitsbegrenzung)
4 = Überwachung Heizflansch
5 = schaltbare Momentenvorgabe
6 = Fahren vom Oberwagen

Eingang plusschaltend mit parametrierbaren Funktionen:


Parameterwerte:
0 = Aus
1 = ABS
12/10 DE Sonderfunktion 0 DSF0 2 = Retarder
3 = Temposet (setzbare Geschwindigkeitsbegrenzung)
4 = Überwachung Heizflansch
5 = schaltbare Momentenvorgabe
6 = Fahren vom Oberwagen

STOP_ Dieser Eingang ist plusschaltend und ermöglicht das


12/11 DE Motorstopp extern
EXT Abschalten des Motors.

Generator Klemme
12/12 IE Kl. W Funktion ist zur Zeit noch nicht realisiert.
W

A = Ausgang
E/A = Eingang/Ausgang (bidirektional)
DE = Digitaleingang
AE = Analogeingang
IE = Impulseingang

24
3.2. Funktionsbeschreibungen der Steckerbelegung

Stecker 15 PIN
Ab-
Pin Typ Funktion kürz- Beschreibung
ung

Information „Neutral“ vom Getriebe. Dieser Eingang


15/01 DE Neutralstellung NE
beeinflusst den Motorstart.

Dieser Eingang korrigiert die Geschwindigkeitserfassung


15/02 DE Hinterachse HA
bei einer Hinterachse mit schaltbarer Übersetzung.

Geschwindigkeits- Eingang Geschwindigkeit vom Tachografen für


15/03 IE C3/B7
signal, Tachograf Geschwindigkeitssignal C3 (B7).

15/04 reserviert

PWM FFG PWM FFG Versorgungsspannung, z. B. VDO FFG,


Versorgung Anschluss 5/9 und 6/9.
15/05 A FP+
Schaltausgang für Modulationsventil Automat-Getriebe
Getriebeausgang 1
(z. B. Allison).

Dieser plusschaltende Ausgang steuert über ein


Magnetventil die Bremsklappe an.

Motorbremse MBR_ Hinweis zur Stufe 2, Eingang 18/09:


15/06 A
Bremsklappe BK Bei der Kombination von Bremsklappe und Konstantdrossel
über ein Magnetventil bleibt dieser Ausgang unbeschaltet
und der Ausgang 15/10 treibt beide Motorbremsen (bei
Stufe 2 der Motorbremse, Eingang 18/09).

Kühlwasserstands- KW_ Widerstandscodierter zweistufiger Sensor für den


15/07 AE
sensor SE Kühlwasserstand.

LF_
15/08 AE Luftfiltersensor Der Sensor misst einen Differenzdruck im Luftfilter.
SE

Parametrierbarer Ausgang: Parameterwerte:


Ansteuerung Relais 0 = inaktiv
15/09 A REL2
2 1 = Heizflansch
2 = FFG Leerlauf Position

Dieser plusschaltende Ausgang steuert über ein


Magnetventil die Konstantdrossel an.
Motorbremse MBR_
15/10 A Hinweis zur Stufe 2, Eingang 18/09:
Konstantdrossel KD
Bei der Kombination von Bremsklappe und Konstantdrossel
über ein Magnetventil treibt dieser Ausgang beide Motor-
bremsen (bei Stufe 2 der Motorbremse, Eingang 18/09).

A = Ausgang
E/A = Eingang/Ausgang (bidirektional)
DE = Digitaleingang
AE = Analogeingang
IE = Impulseingang

25
3.2. Funktionsbeschreibungen der Steckerbelegung

Stecker 15 PIN (Fortsetzung)


Ab-
Pin Typ Funktion kürz- Beschreibung
ung

Ausgang des Ist-Wert-Komparators 3 (IWK3):


Parametrierbare Grössen: Parameterwerte:
0 = FFG Leerlauf Position
1 = Istmoment
2 = Geschwindigkeit
Ansteuerung Relais
15/11 A REL3 3 = Drehzahl
3
4 = Kühlmitteltemperatur
5 = FFG Moment
6 = Ladelufttemperatur
7 = Warnleuchte Öldruck
8 = Warnleuchte Kühlmitteltemperatur

Dieser Ausgang ist parametrierbar für die Funktionen:


Parameterwerte:
Ansteuerung Relais 0 = inaktiv
15/12 A REL1
1 1 = Starterschutz
2 = FFG Kickdown Position
3 = Getriebeausgang 1

MCAN
15/13 E/A Motor-CAN (High) CAN- (High-Leitung) zur Motorelektronik PLD-MR
_H

MCAN
15/14 CAN-HF-Ground CAN- (HF-Masse) zur Motorelektronik PLD-MR
_GND

MCAN
15/15 E/A Motor-CAN (Low) CAN- (Low-Leitung) zur Motorelektronik PLD-MR
_L

A = Ausgang
E/A = Eingang/Ausgang (bidirektional)
DE = Digitaleingang
AE = Analogeingang
IE = Impulseingang

26
3.3. Technische Daten der Steckerbelegung

3.3. Technische Daten der Steckerbelegung

Stromversorgung
Abkürz-
Pin Funktion UMAX UMIN IMAX sonstige Daten
ung

alle Ausgänge des


32 V bei 16 V b ei
300 mA ADM2 abgeschaltet
Batteriespannung UB=24 V, UB=24 V,
21/01 Kl. 30 (Eigenverbrauch)
(24V oder 12V) 16 V bei 10 V bei
UB=12V UB=12V
50 µA ADM2 abgeschaltet

plusschaltend,
Batteriespannung
21/02 Kl. 15 UB intern 30 kOhm
geschaltet, Zündung
nach Masse.

21/03 Masse Kl. 31 Masse zur Batterie

Versorgung für stabilisiert und


21/09 AFP+ 5V 5V 10 mA
analogen Fußfahrgeber kurzschlussfest

kurzschlussfest,
Masseanschluss für
100 mA PWM FFG, z.B.
VDO FFG, Anschluss
1/9 und 3/9.
21/14 Masse Fußfahrgeber FP-
kurzschlussfest,
Masseanschluss für
100 mA analogen FFG, z.B.
Williams FFG
Anschluss B.

Versorgung
stabilisiert und
18/17 Handfahrgeber, HFG+ 5V 5V 10 mA
kurzschlussfest.
Luftfiltersensor

15/04 reserviert

27
3.3. Technische Daten der Steckerbelegung

Dynamische Eingänge (IE)


Ab-
Pin Funktion kürz- f ULOW UHIGH sonstige Daten
ung

masseschaltend,
PWM FFG, Zweig 1 220 Hz intern 39 kOhm
nach UB.
21/12 GAS1 < 1,5 V > 5,5 V
Leerlaufschalter
Leerlaufschalter 2 ist Schließer.
bei analogem FFG Umax = UB,
Umin= 0 V.

masseschaltend,
PWM FFG, Zweig 2 220 Hz intern 39 kOhm
nach UB.
21/13 GAS2 < 1,5 V > 5,5 V
Leerlaufschalter
Leerlaufschalter 1 ist Öffner.
bei analogem FFG Umax = UB,
Umin= 0 V.

masseschaltend,
intern 47 kOhm
nach UB.
Geschwindigkeits- Geschwindig-
15/03 C3/B7 < 2,5 V > 6,4 V
signal, Tachograf keitssignal
C3 (B7).
Umax = UB,
Umin= 0 V.

Flanken-
auswertung,
Schließer,
Klemme 50, Eingang plusschaltend,
12/01 Kl. 50 < 4,0 V > 6,6 V
Motorstart intern 7,7 kOhm
nach Masse.
Umax = UB,
Umin= 0 V.

Funktion ist zur Zeit


12/12
noch nicht realisiert.

28
3.3. Technische Daten der Steckerbelegung

Digitale Eingänge (DE)


Ab-
Pin Funktion kürz- UMAX UMIN ULOW UHIGH sonstige Daten
ung

Öffner, masseschaltend,
21/15 Betriebsbremse BRE UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
intern 2,35 kOhm nach UB.

Schließer, masseschaltend,
21/16 Feststellbremse FSBE UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
intern 2,35 kOhm nach UB.

Öffner, masseschaltend,
18/02 Kupplungsschalter 1 KUP1 UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
intern 5 kOhm nach UB.

Schließer, masseschaltend,
18/04 Tempomat - CC- UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
intern 5 kOhm nach UB.

Schließer, masseschaltend,
18/05 Tempomat + CC+ UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
intern 5 kOhm nach UB.

CC_ Schließer, masseschaltend,


18/06 Tempomat ein/aus UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
EIN intern 5 kOhm nach UB.

Auswahl FG_ Schließer, masseschaltend,


18/07 UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
Handfahrgeber WAHL intern 5 kOhm nach UB.

MBR_ Schließer, masseschaltend,


18/08 Motorbremse L UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
L intern 5 kOhm nach UB.

MBR_ Schließer, masseschaltend,


18/09 Motorbremse H UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
H intern 2,35 kOhm nach UB.

Schließer, masseschaltend,
18/10 Festdrehzahl PTO UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
intern 5 kOhm nach UB.

Schließer, masseschaltend,
18/11 Begrenzung 0 LIM0 UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
intern 5 kOhm nach UB.

Schließer, masseschaltend,
18/12 Begrenzung 1 LIM1 UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
intern 2,35 kOhm nach UB.

M
Abschaltsperre bei AB Schließer, masseschaltend,
18/13 UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
Motor-NOT-AUS SCH intern 5 kOhm nach UB.
_SP

Schließer, masseschaltend,
18/14 Begrenzung 2 KLIMA UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
intern 2,35 kOhm nach UB.

LUEF- Schließer, masseschaltend,


18/15 Lüfter UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
TER intern 5 kOhm nach UB.

Schließer, masseschaltend,
intern 5 kOhm nach UB.

18/16 FFG Sperre FP_SP UB 0V < 3,0 V > 7,0 V

29
3.3. Technische Daten der Steckerbelegung

Digitale Eingänge (DE) (Fortsetzung)


Ab-
Pin Funktion kürz- UMAX UMIN ULOW UHIGH sonstige Daten
ung

Schließer, masseschaltend,
15/01 Neutralstellung NE UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
intern 2,35 kOhm nach UB.

Schließer, masseschaltend,
15/02 Hinterachse HA UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
intern 5 kOhm nach UB.

Funktion ist zur Zeit


12/07
noch nicht realisiert.

Funktion ist zur Zeit


12/08
noch nicht realisiert.

Schließer, masseschaltend,
12/09 Sonderfunktion 1 DSF1 UB 0V < 3,0 V > 7,0 V
intern 2,35 kOhm nach UB.

Schließer, plusschaltend,
12/10 Sonderfunktion 0 DSF0 UB 0V < 3,5 V > 8,2 V intern 7,7 kOhm nach
Masse.

Schließer, plusschaltend,
STOP_
12/11 Motorstopp extern UB 0V < 3,5 V > 8,2 V intern 7,7 kOhm nach
EXT
Masse.

Analoge Eingänge (AE)

Pin Funktion Abkürzung UMIN UMAX sonstige Daten

Eingang für analogen


FFG, z. B. für Williams
Signal analoger
21/11 AFPS 0V 5V FFG, Anschluss A,
Fußfahrgeber
intern 47 kOhm
nach Masse.

Eingang analoger
Handfahrgeber,
18/18 Signal Handfahrgeber HFGS 0V 5V
intern 200 kOhm
nach 5 V.

intern 440 Ohm


15/07 Kühlwasserstandssensor KW_SE 0V 5V
nach 5 V.

intern 200kOhm
15/08 Luftfiltersensor LF_SE 0V 5V
nach 5 V.

30
3.3. Technische Daten der Steckerbelegung

Instrumentenausgänge (A)
St./ Abkür
Funktion IMAX UMAX UMIN f sonstige Daten
Pin zung

a) Ansteuerung analoges
Öldruck-Anzeige-
instrument. Ausgang ist
120
12/03 Öldruck P_OEL UB 0V kurzschlussfest.
mA
b) Ausgang masseschaltend
für Warnleuchte.

a) Ansteuerung analoges
Kühlmitteltemperatur-
Anzeigeinstrument,
Kühlmittel- 120
12/04 T_MOT UB 0V kurzschlussfest.
temperatur mA
b) Ausgang masseschaltend
für Warnleuchte.

PWM,
masseschaltend,
50
12/05 Istwertausgabe IWA UB 0V 300 Hz intern 4,7 kOhm auf UB.
mA
Ausgang ist
kurzschlussfest.

Frequenzausgang für
konventionelles
Drehzahlinstrument,
N_ 50 0...8
12/06 Motordrehzahl UB 0V masseschaltend,
MOT mA kHz
intern 4,7 kOhm auf UB.
Ausgang ist
kurzschlussfest.

31
3.3. Technische Daten der Steckerbelegung

Treiber-Ausgänge (A)
Abkür- PMAX
Pin Funktion IMAX UMAX sonstige Daten
zung Lampe

masseschaltend,
LA_ 2 W bei kurzschlussfest,
21/04 Warnleuchte Ölstand 250 mA UB
OELST 12 V induktive Last
(Relais) möglich

masseschaltend,
Lampe Motorstopp LA_ 2 W bei kurzschlussfest,
21/05 250 mA UB
(Summer) STOP 12 V induktive Last
(Relais) möglich

masseschaltend,
LA_ 2 W bei kurzschlussfest,
21/06 Störleuchte 150 mA UB
ADM 12 V induktive Last
(Relais) möglich

masseschaltend,
Kontrollleuchte LA_ 2 W bei kurzschlussfest,
21/07 250 mA UB
Heizflansch GRID 12 V induktive Last
(Relais) möglich

masseschaltend,
LA_ 2 W bei kurzschlussfest,
21/08 Warnleuchte Luftfilter 250 mA UB
LUFT 12 V induktive Last
(Relais) möglich

masseschaltend,
induktive Last,
18/01 Ansteuerung Relais 4 REL4 1,3 A UB
Schalter ist
Schließer.

masseschaltend,
LG_
18/03 Masse Leerlaufschalter 250 mA 0V Williams FFG,
GND
Anschluss F

PWM FFG Versorgung plusschaltend


15/05 FP+ 2A UB
nur Elektronik-
Getriebeausgang 1
versorgung

plusschaltend,
Motorbremse
15/06 MBR-BK 2A UB induktive Last
Bremsklappe
(Magnetventil)

masseschaltend, in-
15/09 Ansteuerung Relais 2 REL2 2A UB
duktive Last (Relais)

plusschaltend,
Motorbremse
15/10 MBR-KD 1,8 A UB induktive Last
Konstantdrossel
(Magnetventil)

masseschaltend, in-
15/11 Ansteuerung Relais 3 REL3 250 mA UB
duktive Last (Relais)

masseschaltend, in-
15/12 Ansteuerung Relais 1 REL1 1,3 A UB
duktive Last (Relais)

32
3.3. Technische Daten der Steckerbelegung

Schnittstellen (E/A)
Pin Funktion Abkürzung Pegel UMAX UMIN sonstige Daten

Funktion ist zur Zeit


21/17 SAE 1708, A 1708A
noch nicht realisiert.

Funktion ist zur Zeit


21/18 SAE 1708, B 1708B
noch nicht realisiert.

SAE J1939 CAN


21/19 1939_H 5V
(High)

21/20 CAN-HF-Ground 1939_GND GND 100 nF nach Masse

SAE J1939 CAN


21/21 1939_L 5V
( Low)

ISO/DIS 11992,
15/13 Motor-CAN (High) MCAN_H 2/3 UB 1/3 UB
eindrahtfähig

15/14 CAN-HF-Ground MCAN_GND GND 100 nF nach Masse

ISO/DIS 11992,
15/15 Motor-CAN (Low) MCAN_L 2/3 UB 1/3 UB
eindrahtfähig

12/02 K-Leitung K_DIAG UB UB 0V Diagnoseleitung

33
3.3. Technische Daten der Steckerbelegung

34
4.1 Parameterliste

4. Parameter

Die Parameter des ADM2 sind in 24 Gruppen eingeteilt. Jede Parametergruppe entspricht einer Funktionsgruppe.

4.1. Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Eindrahtbetrieb
Motor-CAN (MCAN)
1 0 1 -
1=mit Eindraht,
0=nur Zweidraht.

02 CAN Adresse
3. Teilnehmer TSC1
231 0 255 -
(z. B. Knickwinkel-
1 CAN-Konfiguration steuerung)

(** gültig ab der Diagnose- 03 CAN Adresse


0 0 255 -
version 203 mit den Para- Motor **
metern 1/03 bis 1/06)
04 CAN Adresse
15 0 255 -
Motorbremse **

05 CAN Adresse
3 0 255 -
Getriebe **

06 CAN Adresse
11 0 255 -
ABS **

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Schrittweite
Leerlaufdrehzahl- 10 0 100 1/min
verstellung

02 Rampe
1/min/
Leerlaufdrehzahl- 1 0 1000
10ms
2 Fahrbetrieb- verstellung
Konfiguration
03 maximale
850 0 4000 1/min
Leerlaufdrehzahl

04 Grenzgeschwindigkeit
für Leerlaufdrehzahl- 10 0 48 km/h
verstellung

35
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

05 Getriebetyp:
0=mechanisch
0 0 2 -
1=automatisiert
2=automatisch

06 ABS-Typ:
0=ohne ABS 0 0 1 -
1=mit ABS

07 Relais 2:
0=inaktiv
2 0 2 -
1=Heizflansch
2=FFG Leerlauf Position

08 24/12 Volt-Einsatz:
0= 24 V 0 0 1 -
1= 12 V

09 Reaktion PLD-MR auf


2 Fahrbetrieb- Ausfall Motor-CAN
Konfiguration (MCAN):
0=Leerlauf 3 0 3 -
(** gültig ab der Diagnose- 1=Motorstopp
version 203 mit dem 2=Notlaufdrehzahl
neuen Parameter 2/14) 3=Notlaufdrehzahl

10 Standdrehzahl-
3000 0 4000 1/min
begrenzung

11 Rampe
10 0 100 Nm/10ms
Rauchbegrenzung

12 Konfiguration FP+:
0=Ausgang inaktiv
2 0 2 -
1=Getriebeausgang 1
2=FFG Versorgung

13 Konfiguration
Motorbremse MBR:
1 0 4 -
(siehe Beschreibung
in Kapitel 4.2)

14 Temperaturkorrektur
0 0 140 °C
Blockheizgerät **

36
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Minimaldrehzahl 500 0 4000 1/min

02 Maximaldrehzahl 3000 0 4000 1/min

03 gesetzliche Höchst-
85 48 152 km/h
geschwindigkeit

3 allgemeine 04 Maximalmoment 5000 0 5000 Nm


Begrenzungen
05 Geschwindigkeits-
begrenzer 8 0 100 km/h
Einschaltschwelle
--Abstimmung der
Parameter 3/05 bis 06 Geschwindigkeits-
3/10 nur im Fahr- begrenzer 100 0 500 Nm/km/h
versuch und nur Proportional-Anteil
durch Fachkräfte mit
regelungstechnisch- 07 Geschwindigkeits-
Nm/km/
em Know-how. begrenzer 150 0 500
h/s
Integral-Anteil

08 Geschwindigkeits-
begrenzer 0,050 0,000 1,000 -
Tiefpassfaktor

09 Momentband
0 0 2000 Nm
Schubruckeln

10 Faktor Schubruckeln 1 1 50 -

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Funktion aktivieren
0=nicht aktiv 0 0 1 -
4 Antiruckeldämpfer 1=aktiv
aus der PLD-MR
02 Verstärkung 0,30 0,00 5,00 %/1/min

03 Grenzfrequenz 1,0 0,0 25,0 Hz


--Abstimmung der
Parameter 4/01 bis 04 Maximalstellung
4/06 nur im Fußfahrgeber 25 0 100 %
Fahrversuch und nur für Antiruckeldämpfer
durch Fachkräfte mit
regelungstechnisch-
05 Maximaldrehzahl
em Know-how. 900 0 4000 1/min
für Antiruckeldämpfer

06 Maximalmoment
50 0 5000 Nm
für Antiruckeldämpfer

37
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Minimaldrehzahl LIM0 500 0 4000 1/min

02 Maximaldrehzahl LIM0 4000 0 4000 1/min

03 Maximal-
200 0 200 km/h
geschwindigkeit LIM0
5 schaltbare 04 Maximalmoment LIM0 5000 0 5000 Nm
Begrenzungen
Nr. 0 (Pin LIM0) und
Nr.1 (Pin LIM1) 05 Minimaldrehzahl LIM1 500 0 4000 1/min

06 Maximaldrehzahl LIM1 4000 0 4000 1/min

07 Maximal-
200 0 200 km/h
geschwindigkeit LIM1

08 Maximalmoment LIM1 5000 0 5000 Nm

01 Minimaldrehzahl Klima 500 0 4000 1/min

02 Maximaldrehzahl Klima 4000 0 4000 1/min


6 schaltbare
Begrenzungen
Nr. 2 (Pin KLIMA) 03 Maximal-
200 0 200 km/h
geschwindigkeit Klima

04 Maximalmoment Klima 5000 0 5000 Nm

38
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 ADR Funktion:
0=gesperrt
1=freigegeben
2=nur wenn Neutral
0 0 3 -
(Eingang NE)
3=nur wenn Neutral
und Feststellbremse
(Eingang NE und FSBE)

02 Maximaldrehzahl bei
3000 500 3000 1/min
ADR-Vorgabe durch CC+

03 Minimaldrehzahl bei
500 500 3000 1/min
ADR-Vorgabe durch CC-

04 Drehzahlvorgabe durch
Fußfahrgeber
1 0 1 -
0=nicht aktiv
7 Konfiguration 1=aktiv
Arbeitsdrehzahl (ADR)
05 Maximaldrehzahl
3000 0 3000 1/min
(* gültig nur in der Fußfahrgeber bei ADR
Diagnoseversion 202
mit den alten Parameter- 06 Abschaltung ADR bei
werten von 7/10) Betätigung von
Feststellbremse oder 0 0 1 -
(** gültig ab der Diagnose- Betriebsbremse
version 203 mit den neuen 0=nein; 1= ja
Parameterwerten von
7/10) 07 Abschaltung ADR bei
Betätigung Kupplung 0 0 1 -
0=nein; 1= ja

08 Maximale Fahrzeug-
geschwindigkeit 10 0 128 km/h
bei ADR

09 Startdrehzahl bei
ADR-Aktivierung 500 0 3000 1/min
über CC-

10 Reglertyp bei 1 0 14 *
ADR-Aktivierung
über CC- 1 1 5 **

11 Maximalmoment bei
ADR-Aktivierung 5000 0 5000 Nm
über CC-

39
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

12 Startdrehzahl bei
ADR-Aktivierung 500 0 3000 1/min
über CC+

13 Reglertyp bei 1 0 14 *
ADR-Aktivierung
über CC+ 1 1 5 **

14 Maximalmoment bei
ADR-Aktivierung 5000 0 5000 Nm
über CC+

15 ADR Drehzahlrampe 1000 25 2500 1/min/s

16 Anzahl
Festdrehzahlen
1 1 3 -
bei Aktivierung
7 Konfiguration über Eingang PTO
Arbeitsdrehzahl (ADR)
17 Drehzahl für
950 500 3000 1/min
(* gültig nur in der Festdrehzahl #1
Diagnoseversion 202
mit den alten Parameter- 1 0 14 *
18 Reglertyp
werten von 7/13, 7/18, für Festdrehzahl #1
7/21 und 7/24) 1 1 5 **

(** gültig ab der Diagnose- 19 Maximalmoment


version 203 mit den neuen 5000 0 5000 Nm
für Festdrehzahl #1
Parameterwerten von
7/13, 7/18, 7/21 und 20 Drehzahl für
7/24) 1250 500 3000 1/min
Festdrehzahl #2

1 1 14 *
21 Reglertyp
für Festdrehzahl #2
1 1 5 **

22 Maximalmoment
5000 0 5000 Nm
für Festdrehzahl #2

23 Drehzahl für
1850 500 3000 1/min
Festdrehzahl #3

1 1 14 *
24 Reglertyp
für Festdrehzahl #3
1 1 5 **

25 Maximalmoment
5000 0 5000 Nm
für Festdrehzahl #3

40
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Geschwindigkeitsgeber:
0=keine
1=C3
8 Geschwindigkeitssignal 2=Rechteck- 1 0 3 -
Impulsgeber
3=vom Datenbus
SAE J1939

01 Konfiguration
Istwertausgabe (IWA):
0=keine Ausgabe
1=FFG Moment
(10 ... 90 %)
2=Differenzmoment
(Grenzlastsignal)
3=FFG Moment 1 0 7 -
invertiert (90 ... 10 %)
4=Istmoment
5=Lastsignal
(Automatikgetriebe)
6=Fahrzeug-
geschwindigkeit
7=Solldrehzahl

9 Istwertausgabe 02 Anzeige Motordrehzahl


Ausgang N_MOT
(Formel als angepasste 2173 200 15000 -
Größengleichung
siehe im Kapitel 4.2)

03 Anzeige Öldruck
Ausgang P_OEL
0=Lampe 1 0 2 -
1=5 bar Instrument
2=10 bar Instrument

04 Anzeige
Kühlmitteltemperatur
Ausgang T_MOT 1 0 1 -
0=Lampe
1=Instrument

41
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Minimaldrehzahl
1100 0 4000 1/min
MBR

02 Maximalstellung
Fußfahrgeber 4 0 100 %
bei MBR

03 MBR bei
Betriebsbremsung:
0 0 1
0=nicht aktiv
1=aktiv

04 Minimalgeschwindig-
0 0 200 km/h
keit für MBR

05 Tempomat
mit MBR:
10 Konfiguration 0 0 1 -
0=nicht aktiv
Motorbremse
1=aktiv

06 Tempomat MBR_L Ein 5 0 48 km/h


---Abstimmung der
Parameter 10/01 bis 07 Tempomat MBR_L Aus 2 0 48 km/h
10/21 nur im Fahr-
versuch und nur
08 Tempomat MBR_H Ein 7 0 48 km/h
durch Fachkräfte mit
regelungstechnisch-
em Know-how. 09 Tempomat MBR_H Aus 5 0 48 km/h

(Für die Parameter 10/11 10 Geschwingigkeits-


bis 10/21 vergleiche die begrenzung mit MBR 5 0 48 km/h
Norm SAE J1939/71, 0 km/h = AUS
Ausgabe 10/1998).
11 Typ Motorbremse,
siehe Norm SAE J1939
Kapitel 5.2.2.2 und
Kapitel 5.2.2.3
3 = MBR_KD 255 0 255 -
(Konstantdrossel)
4 = MBR_BK
(Bremsklappe)
255=nicht definiert

12 Stufen Motorbremse
Info für SAE J1939
Datenbus,
Norm-Kapitel 5.2.1.50 255 0 255 -
0=stufenlos
1..n=ein-..n-stufig
255=nicht definiert

42
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

13 Referenz-
bremsmoment
Info MBR-Kennlinie an 65535 0 65535 Nm
SAE J1939 Datenbus,
Norm-Kapitel 5.2.1.49

14 Drehzahl 1
10 Konfiguration Info MBR-Kennlinie an
65535 0 65535 1/min
Motorbremse SAE J1939 Datenbus,
Norm-Kapitel 5.2.1.41

15 Drehmoment 1
Info MBR-Kennlinie an
---Abstimmung der 255 0 255 %
SAE J1939 Datenbus,
Parameter 10/01 bis
Norm-Kapitel 5.2.1.45
10/21 nur im Fahr-
versuch und nur
durch Fachkräfte mit 16 Drehzahl 2
regelungstechnisch- Info MBR-Kennlinie an
65535 0 65535 1/min
em Know-how. SAE J1939 Datenbus,
Norm-Kapitel 5.2.1.43

17 Drehmoment 2
Info MBR-Kennlinie an
---Die Grundwerte der 255 0 255 %
SAE J1939 Datenbus,
Parameter 10/12 bis Norm-Kapitel 5.2.1.46
10/21 bedeuten,
dass ihr Wert nicht 18 Drehzahl 3
definiert ist, sodass Info MBR-Kennlinie an
alle diese Werte 65535 0 65535 1/min
SAE J1939 Datenbus,
parametriert werden Norm-Kapitel 5.2.1.44
müssen.
19 Drehmoment 3
(Für die Parameter 10/11
Info MBR-Kennlinie an
bis 10/21 vergleiche die 255 0 255 %
SAE J1939 Datenbus,
Norm SAE J1939/71,
Norm-Kapitel 5.2.1.47
Ausgabe 10/1998).
20 Drehzahl 4
Info MBR-Kennlinie an
65535 0 65535 1/min
SAE J1939 Datenbus,
Norm-Kapitel 5.2.1.44

21 Drehmoment 4
Info MBR-Kennlinie an
255 0 255 %
SAE J1939 Datenbus,
Norm-Kapitel 5.2.1.47

43
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Typ Fußfahrgeber:
11 Konfiguration 0=nicht vorhanden
Fußfahrgeber 2 0 2 -
1=PWM FFG
2=analog FFG

---Abstimmung der 02 Analog FFG Kickdown 22 0 40 %


Parameter 11/01 bis
11/08 nur im Fahr- 03 Notlauf-Drehzahl 1300 0 4000 1/min
versuch und nur
durch Fachkräfte mit 04 Rampe Notlauf Ein 250 0 1000 1/min/s
regelungstechnisch-
em Know-how. 05 Rampe Notlauf Aus 100 0 1000 1/min/s
(* gültig nur für die
06 Rampe FFG Notlauf Aus 50 0 100 %/s
Diagnoseversion 202
ohne die Parameter 11/20
bis 11/24) 07 PWM FFG
4 0 40 %
Kickdown Ein

---Die Parameter 11/09 08 PWM FFG


bis 11/10 sind nur 14 0 40 %
Kickdown Aus
lesbar und nicht
parametrierbar. 09 *analog FFG eingelernt,
0 0 1 -
Parameter nur lesbar!

10 *PWM FFG eingelernt,


---Abstimmung der 0 0 1 -
Parameter nur lesbar!
Parameter 11/20 bis
11/24 nur im Fahr- 20 FFG Tiefpass Tau
versuch und nur 0,00 0,00 10,00 s
Großsignal **
durch Fachkräfte mit
regelungstechnisch- 21 FFG Tiefpass Tau
em Know-how. 0,00 0,00 10,00 s
Kleinsignal **
(** gültig ab der Diagnose-
22 FFG Tiefpass
version 203 mit den neuen 0 0 100 %
Kleinsignalband **
Parametern 11/20 bis
11/24 und den nun
gesperrten Parametern 23 FFG Rampe % AUF ** 0 0 100 %/10ms
11/09, 11/10 und 11/19)
24 FFG Rampe % AB ** 0 0 100 %/10ms

01 Momentenschwelle 25 0 5000 Nm

02 Hysterese 50 0 5000 Nm

03 negativer Gradient
1 0 5000 Nm/10ms
12 Konfiguration innerhalb Band
Lastschlagen
04 positiver Gradient
5 0 5000 Nm/10ms
innerhalb Band

05 positiver Gradient
45 0 5000 Nm/10ms
außerhalb Band

44
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Sensor
Kühlwasserstand,
Eingang KW_SE: 0 0 1 -
0=kein Sensor
1=Sensor vorhanden

02 Luftfiltersensor,
Eingang LF_SE:
0 0 1 -
0=kein Sensor
1=Sensor vorhanden

03 Betriebsbremse,
Eingang BRE:
1 0 1 -
0=nicht vorhanden
1=vorhanden

04 Getriebe
Neutralstellung,
Eingang NE: 1 0 1 -
0=nicht vorhanden
1=vorhanden

05 Feststellbremse,
Eingang FSBE:
1 0 1 -
0=nicht vorhanden
13 Konfiguration
1=vorhanden
Eingänge

(** gültig ab der 06 Funktion DSF0


Diagnoseversion 203 Konfiguration:
mit den Parametern 13/08 0=Aus
und 13/09 und den neuen 1=ABS-Eingriff
Werten 5 und 6 der Para- 2=Retarder-Eingriff
meter 13/06 und 13/07) 3=Temposet
0 0 6 -
4=Überwachung
Heizflansch
5=schaltbare
Momentenvorgabe **
6=Fahren vom
Oberwagen **

07 Funktion DSF1
Konfiguration:
0=Aus
1=ABS-Eingriff
2=Retarder-Eingriff
3=Temposet
1 0 6 -
4=Überwachung
Heizflansch
5=schaltbare
Momentenvorgabe **
6=Fahren vom
Oberwagen **

08 schaltbare Momenten-
-5000 -5000 5000 Nm
vorgabe mit DSF0 **

09 schaltbare Momenten-
-5000 -5000 5000 Nm
vorgabe mit DSF1 **

45
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Konfiguration (IWK3)
Ist-Wert-Komparator 3:
0=FFG Leerlauf Position
1=Istmoment
2=Geschwindigkeit
3=Drehzahl
4=Kühlmitteltemperatur 0 0 8 -
5=FFG Moment
6=Ladelufttemperatur
7=Warnleuchte
Öldruck
8=Warnleuchte
Kühlmitteltemperatur

14 Schaltschwellen 02 IWK3 Moment M 4999 0 5000 Nm


Relais 3 + Relais 4
03 IWK3 Hysterese M 50 0 5000 Nm

04 IWK3
150 0 150 km/h
Geschwindigkeit v

05 IWK3 Hysterese v 5 0 150 km/h

06 IWK3 Drehzahl n 3998 0 4000 1/min

07 IWK3 Hysterese n 50 0 4000 1/min

08 IWK3 Temperatur 200 -50 200 °C

09 IWK3 Hysterese T 5 0 200 °C

46
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

10 Konfiguration (IWK4)
Ist-Wert-Komparator 4:
0=FFG Kickdown Position
1=Istmoment
2=Geschwindigkeit
3=Drehzahl
4=Kühlmitteltemperatur 0 0 8 -
5=FFG Moment
6=Ladelufttemperatur
7=Warnleuchte
Öldruck
8=Warnleuchte
Kühlmitteltemperatur

14 Schaltschwellen 11 IWK4 Moment M 4999 0 5000 Nm


Relais 3 + Relais 4
12 IWK4 Hysterese M 50 0 5000 Nm

13 IWK4
150 0 150 km/h
Geschwindigkeit v

14 IWK4 Hysterese v 5 0 150 km/h

15 IWK4 Drehzahl n 3998 0 4000 1/min

16 IWK4 Hysterese n 50 0 4000 1/min

17 IWK4 Temperatur 200 -50 200 °C

18 IWK4 Hysterese T 5 0 200 °C

47
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Minimal-
geschwindigkeit 48 38 152 km/h
für Tempomat

02 Maximal-
geschwindigkeit 152 48 152 km/h
für Tempomat

03 Schrittweite
2 0 10 km/h
Geschwindigkeit CC+

15 Tempomat 04 Schrittweite
2 0 10 km/h
Geschwindigkeit CC-

05 Rampe steigend 2 0 20 km/h/s

06 Rampe fallend 2 0 20 km/h/s

07 automatische
Wiederaufnahme
nach Gangwechsel: 0 0 1 -
0=inaktiv
1=aktiv

16 Konfiguration Relais 1 01 Relais 1:


0=inaktiv
1=Starterschutz
2 0 3 -
2=FFG Kickdown
---Abstimmung der Position
3=Getriebeausgang 1
Parameter 16/01
und 16/18 bis 16/20
nur im Fahrversuch 18 Maximale
30 0 120 s
und nur durch Starterzeit
Fachkräfte mit
regelungstech- 19 Minimaldrehzahl 80 0 500 1/min
nischem Know-how.
20 Abschaltzeit 1 0 30 s

48
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Leerlaufabschaltung:
0=inaktiv 0 0 1 -
1=aktiv

02 maximale
60 1 1000 s
Leerlaufzeit

03 ADR-Abschaltung:
17 Leerlaufabschaltung 0=inaktiv 0 0 1
1=aktiv

04 Maximalzeit ADR 60 1 100 s


---Abstimmung der
Parameter 17/01 bis 05 Momentenschwelle
100 0 5000 Nm
17/09 nur im Fahr- ADR-Abschaltung
versuch und nur
durch Fachkräfte mit 06 Warnzeit Störleuchte 20 3 120 s
regelungstechnisch-
em Know-how. 07 Warnzeit
10 3 120 s
Lampe Motorstopp

08 minimale Kühlmittel-
temperatur für -10 -40 200 °C
Motorabschaltung

09 Abschaltsperre,
Eingang MABSCH_SP:
1 0 1 -
0=inaktiv
1=aktiv

01 Motortemperatur-
abschaltung: 0 0 1 -
0=inaktiv, 1=aktiv

02 Kühlwasserstand:
0 0 1 -
0=inaktiv, 1=aktiv
18 Motor-Not-Aus
03 Öldruck:
0 0 1 -
0=inaktiv, 1=aktiv

---Abstimmung der 04 Ölstand:


Parameter 18/01 bis 0 0 1 -
0=inaktiv, 1=aktiv
18/09 nur im Fahr-
versuch und nur 05 Abschaltzeit 60 1 120 s
durch Fachkräfte mit
regelungstechnisch- 06 Abschaltzeit Öldruck 30 1 120 s
em Know-how.
07 Betätigungszähler
0 0 255 -
Abschaltsperre

08 Warnzeit Störleuchte 20 3 120 s

09 Warnzeit
10 3 120 s
Lampe Motorstopp

49
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Lüfterzuschaltung
bei MBR:

ADM2, Diag.-Vers. 202:


0 0 1 -
0=inaktiv, 1=aktiv

ADM2, Diag.-Vers. 203: 0 0 100 %

02 Lüfterzuschaltung
bei Klimaanlage:

ADM2, Diag.-Vers. 202:


0 0 1 -
0=inaktiv, 1=aktiv

ADM2, Diag.-Vers. 203: 0 0 100 %


19 Lüfteranforderung
03 Lüfterzuschaltung bei
( gültig nur für die ADR:
Diagnoseversion 202
mit den alten Parametern ADM2, Diag.-Vers. 202:
0 0 1 -
19/01 bis 19/05) 0=inaktiv, 1=aktiv

(gültig ab der Diagnose- ADM2, Diag.-Vers. 203: 0 0 100 %


version 203 mit den neuen
Parametern 19/06 bis 04 Einschalt-
19/10 und den geänderten temperatur Lüfter 40
Parametern 19/01 bis ADM2, Diag.-Vers. 202:
19/05) -40 200 °C
04 Tmot 0% Lüfter
(Diag.-Vers. = 80
ADM2, Diag.-Vers. 203:
Diagnoseversion des ADM2)
05 Ausschalt-
temperatur Lüfter 37
ADM2, Diag.-Vers. 202:
-40 200 °C
05 Tmot 100% Lüfter
100
ADM2, Diag.-Vers. 203:

06 DSF0 Lüfter
50 0 100 %
ADM2, Diag.-Vers. 203:

07 DSF1 Lüfter
50 0 100 %
ADM2, Diag.-Vers. 203:

08 Haltezeit Lüfter
10 0 600 s
ADM2, Diag.-Vers. 203:

09 Rampe Lüfter
25 1 100 %/s
ADM2, Diag.-Vers. 203:

10 Lüfterzuschaltung
über Eingang Lüfter 100 0 100 %
ADM2, Diag.-Vers. 203:

50
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Handfahrgeber:
20 Handfahrgeber 0=nein 0 0 1 -
(HFG, Handgas) 1=vorhanden

02 HFG Kalibrierung:
1,00 0,00 5,00 s
Zeit
---Abstimmung der
Parameter 20/02 bis 03 HFG Kalibrierung:
20/06 nur im Fahr- 1 0 15 %
maximales Delta
versuch und nur
durch Fachkräfte mit 04 HFG Filter 0,500 0,000 1,000 -
regelungstechnisch-
em Know-how.
05 HFG Leerlauf Position 10 0 20 %

06 HFG Volllast Position 78 70 85 %

21 Fahren mit 01 Fahrbetrieb mit ADR


Arbeitsdrehzahl (ADR) aktivieren:
0 0 1 -
0=gesperrt
(* gültig nur in der 1=freigegeben
Diagnoseversion 202
mit den alten Parameter- 1 0 15 *
02 Fahrbetrieb ADR
werten 21/02)
Reglertyp
1 1 5 **
(** gültig ab der Diagnose-
version 203 mit den neuen 03 Fahrbetrieb ADR
Parameterwerten 21/02) 5000 0 5000 Nm
Maximalmoment

51
4.1 Parameterliste

Grund- Bereich Bereich Einheit


Parametergruppe Parameter
wert Min Max

01 Achsübersetzung 5,290 1,000 20,000 -

02 Zähnezahl 16 0 250 -

22 Geschwindigkeit 03 Radkonstante 312 160 1599 1/km/h


Impulsgeber
04 Gangverhältnis 1,000 0,100 2,550 -

05 2. Achsübersetzung
5,290 1,000 20,000 -
(Hinterachse)

24 Fußfahrgeber extra Nm/


01 Momentenrampe 1 0 5000
100 ms

02 FFG Minimaldrehzahl 0 0 100 %


---Abstimmung der
Parameter 24/01 bis 03 FFG Maximaldrehzahl 100 0 100 %
24/05 nur im Fahr-
versuch und nur 04 P-Faktor 4000 20 20000 -
durch Fachkräfte mit
regelungstechnisch-
em Know-how.
05 FFG-Filter 0,500 0,000 1,000 -

Parametergruppe 23: Geschwindigkeitsbegrenzer Extra:


Ein Zugriff auf diese Gruppe ist nicht möglich.

52
4.2 Parameterbeschreibung

4.2. Parameterbeschreibung

1 CAN-Konfiguration

Parameter Beschreibung

Gemäß CAN-Definition übertragen die Datenleitungen CAN-High und CAN-Low


die gleiche Information mit komplementären physikalischen Pegeln. Diese Art
der Übertragung gilt bezüglich Beeinflussung (Störeinstrahlung) als sehr sicher.
Die CAN-Verbindung zwischen der Fahrzeugregelung ADM2 und der
Motorregelung PLD-MR ist eindrahtfähig ausgeführt. Dadurch kann bei
01 Eindrahtbetrieb Kurzschluss oder Unterbrechung einer Leitung die Kommunikation auf der
Motor-CAN (MCAN) anderen, intakten Leitung weitergeführt werden. Somit wird eine hohe
1=mit Eindraht, Verfügbarkeit erreicht.
0=nur Zweidraht.
Sind mehr als zwei Teilnehmer am Motor-CAN angeschlossen, muß die
Eindrahtfähigkeit abgeschaltet werden (Parameterwert 0).

Fahrzeugregelung ADM2 und Motorregelung PLD-MR müssen bezüglich der


Eindrahtfähigkeit gleich eingestellt werden.

02 CAN Adresse
3. Teilnehmer TSC1 Es ist die Adresse des CAN-Teilnehmers im Datenbus SAE J1939.
(z. B. Knickwinkel- Die Adresse ist parametrierbar für die Knickwinkelsteuerung.
steuerung)

03 CAN Adresse
Motor **

04 CAN Adresse
Motorbremse ** Es ist jeweils die Adresse des CAN-Teilnehmers im Datenbus SAE J1939.
** Diese Adressen sind erst parametrierbar ab der Diagnoseversion 203 des
05 CAN Adresse ADM2.
Getriebe **

06 CAN Adresse
ABS **

53
4.2 Parameterbeschreibung

2 Fahrbetrieb-Konfiguration
In dieser Gruppe sind Parameter zusammengefaßt, welche die Funktionalität beim Fahrbetrieb bestimmen.
Das Adaptionsmodul als Fahrzeugregelung (ADM2) unterscheidet Fahrbetrieb und Arbeitsdrehzahl-
regelung (ADR-Betrieb).

Der Fahrbetrieb wird bei Straßenfahrzeugen angewendet.


Ausgangs- bzw. Stellgröße bei Fahrbetrieb ist das Motormoment.
Der Drehmomentsollwert wird vom ADM2 ermittelt und der Motorelektronik PLD-MR über die CAN-Verbindung
vorgegeben.

In der Funktion der Tempomat-Tippschalter CC+ und CC- gibt es drei Anwendungsfälle:

Fall 1: Leerlaufdrehzahlverstellung

Der Tempomatschalter (Pin 18/06) wird ausgeschaltet. Dann lässt sich mit den Tempomat-Tippschalter CC+
(Pin 18/05) oder CC- (Pin 18/04) die Leerlaufdrehzahl verstellen, mit CC+ nach oben und mit CC- nach unten.
Auf diesen Betriebsfall bezieht sich die Parametergruppe 2.
Weiteres zu den Bedingungen des Leerlaufes siehe Kapitel 7.1.2. Leerlauf.

Fall 2: ADR-Drehzahlauswahl im Stillstand

Der Tempomatschalter (Pin 18/06) wird eingeschaltet und das ADR aktiviert. Dann lässt sich mit den Tempomat-
Tippschaltern CC+ (Pin 18/05) oder CC- (Pin 18/04) die ADR-Drehzahl verstellen, mit CC+ nach oben und mit CC-
nach unten. Auf diesen Betriebsfall beziehen sich die Parametergruppe 7 und 21 für Sonderanwendungen.
Weiteres zu den Parametrierungsmöglichkeiten und den drei Betriebsarten der Arbeitsdrehzahlregelung siehe im Kapitel
7.2. Arbeitsdrehzahlregelung.

Fall 3: Geschwindigkeitsauswahl für Tempomat im Fahrbetrieb

Der Tempomatschalter (Pin 18/06) eingeschaltet lässt sich mit den Tempomat-Tippschaltern CC+ (Pin 18/05) oder
CC- (Pin 18/04) die Fahrzeugsollgeschwindigkeit verstellen, mit CC+ steigend und Tempomat Wiederaufnahme und
beschleunigen bzw. mit CC- fallend, Tempomat setzen und verzögern.
Auf diesen Betriebsfall bezieht sich die Parametergruppe 15.
Weiteres zu den Bedingungen des Tempomatbetriebes und die Beschreibung des Tempomaten siehe im Kapitel
7.1.3. Tempomat.

Parameter Beschreibung

Mit dem Tempomat-Tippschalter CC+ (Pin 18/05) oder CC- (Pin 18/04) und
01 Schrittweite jeweils bei ausgeschaltetem Tempomatschalter (Pin18/06), kann die
Leerlaufdrehzahl- Leerlaufdrehzahl verstellt werden. Dieser Parameter gibt dabei die Schrittweite
verstellung vor, die für beide Tempomat-Tippschalter gilt und beim Hochtasten CC+ und
Heruntertasten CC- gleich groß ist.

02 Rampe
Leerlaufdrehzahl- Dieser Parameter gibt die Rampe vor, mit der die Leerlaufdrehzahl verstellt wird.
verstellung

03 maximale Definition des oberen Endwertes der Leerlaufverstellung bei Fahrbetrieb.


Leerlaufdrehzahl Diese Funktion wird über Parametrierung aktiviert.

04 Grenzgeschwindigkeit
Definition der Geschwindigkeit des Fahrzeuges, bei der die Grenze für die
für Leerlaufdrehzahl-
Leerlaufdrehzahlverstellung liegt.
verstellung

54
4.2 Parameterbeschreibung

2 Fahrbetrieb-Konfiguration (Fortsetzung)

Parameter Beschreibung

Parameterwerte 0 oder 1: Liegt ein mechanisches Schaltgetriebe oder ein


automatisiertes Getriebe vor, dann ist der Motorstart bei betätigter Kupplung
05 Getriebetyp:
immer möglich, unabhängig von der Neutralstellung des Getriebes, Eingang NE,
0=mechanisch
über den Eingang Klemme 50.
1=automatisiert
Parameterwert 2: Handelt es sich um ein Automatikgetriebe, ist ein Motorstart
2=automatisch
über den Eingang Klemme 50 nur dann möglich, wenn der Eingang NE
(Neutralstellung) aktiv ist.

06 ABS-Typ:
0=ohne ABS Dieser Parameter sagt aus, ob der Motor ein ABS hat oder nicht.
1=mit ABS

07 Relais 2: Parameterwert 0: Der Treiberausgang für das Relais 2 ist unbeschaltet.


0=inaktiv Parameterwert 1: Der Treiberausgang steuert über ein Relais einen
1=Heizflansch Heizflansch.
2=FFG Leerlauf Position Parameterwert 2: Der Fußfahrgeber befindet sich in der Leerlauf-Position.

Diesen Parameter auf die Bordnetz-Nennspannung einstellen. Der


08 24/12 Volt-Einsatz:
Parameterwert 0 bedeutet die gängige Nennspannung von 24 V
0= 24 V; 1=12 V
(Voreinstellwert).

Beim Parameterwert 0 geht der Motor über in den Zustand „Leerlaufbetrieb mit
09 Reaktion PLD-MR bei Fußfahrgebersperre“.
Ausfall Motor-CAN Beim Parameterwert 1 geht der Motor über in den Zustand „Motorstopp mit
(MCAN): Sperrung der Einspritzung und Sperrung des Starters“.
0=Leerlauf Beim Parameterwert 2 nimmt der Motor eine Notlaufdrehzahl an im „Standard-
1=Motorstopp Notlauf mit erhöhter Drehzahl“.
2=Notlaufdrehzahl Beim Parameterwert 3 nimmt der Motor den Voreinstellwert von der
3=Notlaufdrehzahl Motorelektronik PLD-MR an. Also hat der Motor eine Notlaufdrehzahl im
Zustand „Standard-Notlauf mit erhöhter Drehzahl“.

Die Motordrehzahl wird im Fahrbetrieb bei Fahrzeugstillstand


10 Standdrehzahl-
(Geschwindigkeit = 0) auf den hier eingestellten Wert begrenzt. Das Hochdrehen
begrenzung
des Motors bei stillstehendem Fahrzeug kann so vermieden werden.

11 Rampe Bei offener Kupplung und betätigtem Fußfahrgeber (FFG) wird die Rauch-
Rauchbegrenzung begrenzung über eine Rampe gefahren.

12 Konfiguration FP+: Parameterwert 0: Der Treiberausgang ist unbeschaltet (inaktiv).


0=Ausgang inaktiv Parameterwert 1: Der Treiberausgang ist ein Schaltausgang für das
1=Getriebeausgang 1 Modulationsventil eines Automat-Getriebes (z.B. Allison).
2=FFG Versorgung Parameterwert 2: Der Treiberausgang ist die Versorgung für den FFG.

55
4.2 Parameterbeschreibung

2 Fahrbetrieb-Konfiguration (Fortsetzung)

Parameter Beschreibung

In Abhängigkeit dieses Parameters sind folgende Konfigurationen der


Motorbremse möglich:

Wert Ausgang MBR-BK Ausgang MBR-KD Hinweis


0 Ausgang offen Ausgang offen keine Motorbremse
vorhanden oder
Motorbremse aus

1 Ausgang offen 1 Ventil Konstantdrossel und


Bremsklappe an einem
Ausgang auf einem
Ventil am ADM2
13 Konfiguration
Motorbremse MBR
2 1 Ventil (BK) Ausgang offen Bremsklappe am ADM2
und hydraulische
Konstantdrossel
an der PLD-MR

3 Ausgang offen 1 Ventil (KD) Konstantdrossel am


ADM2

4 1 Ventil (BK) 1 Ventil (KD) Konstantdrossel und


Bremsklappe an je
einem Ausgang auf
2 Ventilen am ADM2

**Diesen Parameter gibt es erst ab der Diagnoseversion 203 des ADM2.

- Der Parameter kompensiert die durch ein Blockheizgerät vom Kühlmittel-


temperatursensor fälschlicherweise zu hoch ermittelte Motortemperatur.
14 Temperaturkorrektur
- Ist der Temperaturkorrekturwert zu klein, so wird es beim Kaltstart zu
Blockheizgerät **
Rauchentwicklung kommen, da fälschlicherweise der Motor als wärmer
angesehen wird.
- Ist kein Blockheizgerät verbaut, so ist der Temperaturkorrekturwert auf
0° Celsius einzustellen (Grundwert oder Voreinstellwert).

56
4.2 Parameterbeschreibung

3 allgemeine Begrenzungen
In dieser Gruppe sind allgemeine Begrenzungen zusammengefaßt, die die Eigenschaften des Fahrzeuges bzw. des
Aggregates bestimmen.
Eine Veränderung der in der Motorelektronik PLD-MR festgelegten Grenzen ist nur dahingehend möglich, daß
Maximalwerte nur verringert und Minimalwerte nur erhöht werden können.

Parameter Beschreibung

Definition der Minimaldrehzahl des Motors, sofern der eingestellte Wert über
der Leerlaufdrehzahl der Motorelektronik PLD-MR liegt.
Der eingestellte Wert ist immer gültig und kann mit Hilfe der schaltbaren
01 Minimaldrehzahl
Begrenzungen nur durch höhere Drehzahlen abgelöst werden.
Eine Anhebung der Leerlaufdrehzahl kann erforderlich werden, wenn der Motor
ständig mit erhöhter Grundlast (Aggregate, Wandlergetriebe) betrieben wird.

Definition der Maximaldrehzahl des Motors, sofern der eingestellte Wert unter
der Abregeldrehzahl der Motorelektronik PLD-MR liegt.
Der eingestellte Wert ist immer gültig und kann mit Hilfe der schaltbaren
02 Maximaldrehzahl
Begrenzungen nur durch kleinere Drehzahlen abgelöst werden.
Eine Absenkung der Maximaldrehzahl ist z. B. bei einem hydrostatischen
Antrieb zur Einhaltung der Maximaldrehzahl der Hydraulikpumpe denkbar.

Das Adaptionsmodul als Fahrzeugregelung (ADM2) ist gemäß der


Richtlinie 92/24/EWG als Geschwindigkeitsbegrenzer zur Einhaltung der
gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit zertifiziert. Eine Veränderung dieses
03 gesetzliche Parameters ist nur mit entsprechender Berechtigung möglich. Diese
Höchstgeschwindigkeit Berechtigung kann für Fahrzeughersteller auf Anfrage bei DaimlerChrysler
erteilt werden.
Der eingestellte Wert ist immer gültig und kann mit Hilfe der schaltbaren
Begrenzungen nur durch kleinere Geschwindigkeiten abgelöst werden.

Begrenzung des maximalen Motormoments, sofern der eingestellte Wert unter


dem Maximalmoment der Motorelektronik PLD-MR liegt.
04 Maximalmoment
Der eingestellte Wert ist immer gültig und kann mit Hilfe der schaltbaren
Begrenzungen nur durch kleinere Momente abgelöst werden.

57
4.2 Parameterbeschreibung

3 allgemeine Begrenzungen (Fortsetzung)

Parameter Beschreibung

Dieser Parameter gibt den Einschaltschwelle für den


Geschwindigkeitsbegrenzer an, d. h. die Geschwindigkeit unterhalb der
05 Geschwindigkeits- gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit, bei der sich der Begrenzer zuschaltet.
begrenzer
Einschaltschwelle
Abstimmung der Parameter 3/05 bis 3/10 nur im Fahrversuch und nur
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.

Dieser Parameter gibt die Reglerkonstante des Proportionalteiles vom


06 Geschwindigkeits- Geschwindigkeitsbegrenzer an.
begrenzer
Proportional-Anteil Abstimmung der Parameter 3/05 bis 3/10 nur im Fahrversuch und nur
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.

Dieser Parameter gibt die Reglerkonstante des Integralteiles vom


07 Geschwindigkeits- Geschwindigkeitsbegrenzer an.
begrenzer
Integral-Anteil Abstimmung der Parameter 3/05 bis 3/10 nur im Fahrversuch und nur
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.

Dieser Parameter gibt den Tiefpassfaktor vom Geschwindigkeitsbegrenzer an.


08 Geschwindigkeits-
begrenzer
Tiefpassfaktor Abstimmung der Parameter 3/05 bis 3/10 nur im Fahrversuch und nur
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.

Dieser Parameter gibt das Momentband beim Schubruckeln an, also beim Fahren
um das Nullmoment.
09 Momentband
Schubruckeln
Abstimmung der Parameter 3/05 bis 3/10 nur im Fahrversuch und nur
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.

Dieser Parameter gibt den Faktor beim Schubruckeln an, also beim Fahren um
das Nullmoment.
10 Faktor Schubruckeln
Abstimmung der Parameter 3/05 bis 3/10 nur im Fahrversuch und nur
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.

58
4.2 Parameterbeschreibung

4 Antiruckeldämpfer aus der PLD-MR

Parameter Beschreibung

Mit diesem Parameter wird der Antiruckeldämpfer eingeschaltet.


01 Funktion aktivieren
Abstimmung der Parameter 4/01 bis 4/06 nur im Fahrversuch und nur
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.

Dieser Parameter gibt die Verstärkung des Reglers für den Antiruckeldämpfer
an.
02 Verstärkung
Abstimmung der Parameter 4/01 bis 4/06 nur im Fahrversuch und nur
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.

Dieser Parameter gibt die Grenzfrequenz des Reglers für den Antiruckeldämpfer
an.
03 Grenzfrequenz
Abstimmung der Parameter 4/01 bis 4/06 nur im Fahrversuch und nur
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.

Dieser Parameter gibt die Maximalstellung des Fußfahrgebers für den


04 Maximalstellung Antiruckeldämpfer an.
Fußfahrgeber
für Antiruckeldämpfer Abstimmung der Parameter 4/01 bis 4/06 nur im Fahrversuch und nur
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.

Dieser Parameter gibt die Maximaldrehzahl für den Antiruckeldämfer an.


05 Maximaldrehzahl
für Antiruckeldämpfer Abstimmung der Parameter 4/01 bis 4/06 nur im Fahrversuch und nur
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.

Dieser Parameter gibt das Maximalmoment für den Antiruckeldämfer an.


06 Maximalmoment
für Antiruckeldämpfer Abstimmung der Parameter 4/01 bis 4/06 nur im Fahrversuch und nur
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.

59
4.2 Parameterbeschreibung

5 Schaltbare Begrenzungen Nr. 0 (Pin LIM0) und Nr. 1 (Pin LIM1)


In Abhängigkeit des Schaltzustandes des Digitaleinganges LIM0 (Begrenzung 0) oder in Abhängigkeit des
Schaltzustandes des Digitaleinganges LIM1 (Begrenzung 1) werden diese Begrenzungen wirksam.

Diese Werte sind sowohl bei Fahrbetrieb als auch bei Arbeitsdrehzahlregelung (ADR-Betrieb) wirksam und
können Minimal- und Maximaldrehzahl, Maximalgeschwindigkeit und Maximalmoment beeinflussen.

Die in Parametergruppe 3 (allgemeingültige Begrenzungen) bzw. in der Motorelektronik PLD-MR wirksamen


Maximalwerte werden nur durch kleinere, Minimalwerte nur durch größere Werte abgelöst
– d. h. die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit kann bei aktivem Eingang LIM0 oder LIM1 nur verringert
werden.
Obergrenzen werden stets Minimalwert verknüpft. Untergrenzen werden Maximalwert verknüpft. Dies gilt auch,
wenn mehrere schaltbare Begrenzungen aktiv sind.

Parameter Beschreibung

Definition einer Leerlaufdrehzahl-Anhebung. Der eingestellte Wert ist über den


01 Minimaldrehzahl LIM0
Eingang LIM0 (Begrenzung 0) schaltbar.

Definition einer Drehzahlbegrenzung. Der eingestellte Wert ist über den Eingang
02 Maximaldrehzahl LIM0
LIM0 (Begrenzung 0) schaltbar.

03 Maximal- Definition einer abgesenkten Höchstgeschwindigkeit. Der eingestellte Wert ist


geschwindigkeit LIM0 über den Eingang LIM0 (Begrenzung 0) schaltbar.

Definition einer Momentenbegrenzung. Der eingestellte Wert ist über den


04 Maximalmoment LIM0
Eingang LIM0 (Begrenzung 0) schaltbar.

Definition einer Leerlaufdrehzahl-Anhebung. Der eingestellte Wert ist über den


05 Minimaldrehzahl LIM1
Eingang LIM1 (Begrenzung 1) schaltbar.

Definition einer Drehzahlbegrenzung. Der eingestellte Wert ist über den Eingang
06 Maximaldrehzahl LIM1
LIM1 (Begrenzung 1) schaltbar.

07 Maximal- Definition einer abgesenkten Höchstgeschwindigkeit. Der eingestellte Wert ist


geschwindigkeit LIM1 über den Eingang LIM1 (Begrenzung 1) schaltbar.

Definition einer Momentenbegrenzung. Der eingestellte Wert ist über den


08 Maximalmoment LIM1
Eingang LIM1 (Begrenzung 1) schaltbar.

60
4.2 Parameterbeschreibung

6 Schaltbare Begrenzungen Nr. 2 (Leerlaufdrehzahl-Anhebung) (Pin KLIMA)


In Abhängigkeit des Schaltzustandes des Digitaleinganges KLIMA (Begrenzung 2), Klimaanlage, werden diese
Begrenzungen wirksam.
Funktion und Eingriff der Begrenzungen sind identisch mit 5 Schaltbare Begrenzungen Nr. 0 und Nr. 1.
Einziger Unterschied ist die Aktivierung der Werte über den Eingang KLIMA.

Obergrenzen werden stets Minimalwert verknüpft. Untergrenzen werden Maximalwert verknüpft. Dies gilt auch,
wenn mehrere schaltbare Begrenzungen aktiv sind.

Parameter Beschreibung

Definition einer Leerlaufdrehzahl-Anhebung. Der eingestellte Wert ist über den


01 Minimaldrehzahl Klima
Eingang KLIMA (Begrenzung 2), Klimaanlage, schaltbar.

Definition einer Drehzahlbegrenzung. Der eingestellte Wert ist über den Eingang
02 Maximaldrehzahl Klima
KLIMA (Begrenzung 2), Klimaanlage, schaltbar.

03 Maximal- Definition einer abgesenkten Höchstgeschwindigkeit. Der eingestellte Wert ist


geschwindigkeit Klima über den Eingang KLIMA (Begrenzung 2), Klimaanlage, schaltbar.

Definition einer Momentenbegrenzung. Der eingestellte Wert ist über den


04 Maximalmoment Klima
Eingang KLIMA (Begrenzung 2), Klimaanlage, schaltbar.

61
4.2 Parameterbeschreibung

7 Konfiguration Arbeitsdrehzahlregelung (ADR)


In dieser Gruppe sind Parameter zusammengefaßt, die die Funktionalität bei der Arbeitsdrehzahlregelung
bestimmen. Das Adaptionsmodul als Fahrzeugregelung (ADM2) unterscheidet Fahrbetrieb und Arbeitsdrehzahl-
regelung (ADR-Betrieb).

Die Arbeitsdrehzahlregelung wird bei Nebenabtrieben, Arbeitsmaschinen (z. B. Kräne, Pistenpflegegeräte,


Erntemaschinen, usw.) und Stationärantrieben (z. B. Kompressoren, Stromaggregate, Pumpen, usw.) angewendet.
Ausgangs- bzw. Stellgröße bei ADR-Betrieb ist die Motordrehzahl.
Der Drehzahlsollwert wird vom ADM2 ermittelt und der Motorelektronik PLD-MR über die CAN-Verbindung
vorgegeben.

Man unterscheidet drei Betriebsarten im ADR-Betrieb:


1) Fahrerhaus-ADR (Bedienung im ADR-Betrieb vom Fahrerhaus aus)
2) ADR mit Festdrehzahlen über den Schalter PTO (Bedienung im ADR-Betrieb von außerhalb des Fahrerhauses)
3) Fahren mit ADR bei Sonderanwendungen

Betriebsart 1: Fahrerhaus-ADR
Diese Betriebsart schaltet man mit dem Tempomatschalter CC_EIN (Pin 18/06) ein und lässt ihn eingeschaltet.
Dann tippt man entweder den Tempomat-Tippschalter CC+ (Pin 18/04) für eine Solldrehzahlerhöhung oder den
Tempomat-Tippschalter CC- (Pin 18/05) für eine Solldrehzahlherabsetzung. Die Anfangsdrehzahl des ADR lässt
sich also mit CC+ und CC- parametrieren. Danach schaltet man diese Betriebsart mit dem Tempomatschalter
CC_EIN (Pin 18/06) wieder aus. Parametrierungshinweise finden sich im Kapitel 7.2.3.

Auf die Betriebsart 1 bezieht sich die Parametergruppe 7, Parameter 1 bis 15.
Einsatzmöglichkeiten des Fahrerhaus-ADR können z. B. Kräne, Erntemaschinen (z. B. Mähdrescher) oder
Müllfahrzeuge, usw. sein.

Betriebsart 2: ADR mit Festdrehzahlen über den Schalter PTO


Diese Betriebsart aktiviert man über den Schalter PTO (Pin 18/10): Ein- und ausgeschaltet wird über diesen
Schalter. Betätigt man kurz, also weniger als 1 Sekunde, den Schalter Pin 18/10, dann lässt sich die Solldrehzahl
hochtasten, indem aus bis zu drei voreingestellten Festdrehzahlen die nächsthöhere gewählt werden kann,
durch kurzes (weniger als 1 Sekunde) Aus- und Einschalten des PTO-Schalters Pin 18/10 oder von der höchsten in
die niedrigste Festdrehzahl umgeschaltet werden kann. Betätigt man ihn länger als 1 Sekunde, dann schaltet man
diese ADR-Betriebsart aus, wobei dann eine Entprellzeit von 2 Sekunden abzuwarten ist, bis das ADR aus ist.
Hinweis: Der Tempomatschalter CC_EIN wird ersetzt durch den Schalter PTO.
Über die Taster CC+ oder CC- kann die Drehzahl in dieser Betriebsart nicht verstellt werden, da hierzu
ausschließlich der Schalter PTO gedacht ist und es sich um Festdrehzahlen handelt.
Diese Betriebsart ist für Nebenabtriebe gedacht. Parametrierungshinweise finden sich im Kapitel 7.2.4.

Auf die Betriebsart 2 bezieht sich die Parametergruppe 7, Parameter 16 bis 25.
Einsatzmöglichkeiten der Festdrehzahl PTO können Nebenabtriebe wie z. B. Betonmischer oder Betonpumpen oder
Heizölpumpen, usw. oder Stationärantriebe, z. B. Kompressoren oder Pumpen oder Stromerzeugungsaggregate
oder z. B. Kehrmaschinen sein.

Betriebsart 3: Fahren mit ADR bei Sonderanwendungen


Diese Betriebsart wählt man dann, wenn die Anwendung immer im ADR-Betrieb sein soll.
Parametrierungshinweise finden sich im Kapitel 7.2.5.
Auf die Betriebsart 3 bezieht sich die Parametergruppe 21.
Einsatzmöglichkeiten dieser Betriebsart können z. B. hydraulische Antriebe (z. B. Pistenpflegegeräte)
oder z. B. Oberwagenmotoren in Kränen sein.

Parameter Beschreibung

01 ADR Funktion:
0=gesperrt Parameterwert 1: Der ADR-Betrieb wird freigegeben.
1=freigegeben Parameterwert 2: Sollte als Vorbedingung für den ADR-Betrieb das Getriebe in
2=nur wenn Neutral der Neutralstellung sein müssen, so wählt man diesen Wert.
(Eingang NE) Parameterwert 3: Sollte als Vorbedingung für den ADR-Betrieb sowohl das
3= nur wenn Neutral Getriebe in der Neutralstellung sein müssen als auch die Feststellbremse
und Feststellbremse angezogen sein müssen, dann wählt man diesen Wert.
(Eingang NE und FSBE)

62
4.2 Parameterbeschreibung

7 Konfiguration Arbeitsdrehzahlregelung (ADR) (Fortsetzung)

Parameter Beschreibung

Höchste Drehzahl, die beim Hochtasten der Solldrehzahl durch den Tempomat-
02 Maximaldrehzahl bei Tippschalter CC+ für den ADR-Betrieb erreicht werden kann. Diese
ADR-Vorgabe durch CC+ Maximaldrehzahl ergibt sich aus den angeschlossenen Aggregaten am Motor.
Der Minimalwert aller Maximalwerte aller Aggregate wird wirksam.

Niedrigste Drehzahl, die beim Heruntertasten der Solldrehzahl durch den


03 Minimaldrehzahl bei Tempomat-Tippschalter CC- für den ADR-Betrieb erreicht werden kann. Diese
ADR-Vorgabe durch CC- Minimaldrehzahl ergibt sich aus den angeschlossenen Aggregaten am Motor.
Der Maximalwert aller Minimalwerte aller Aggregate wird wirksam.

04 Drehzahlvorgabe durch Dieser Parameter sagt aus, ob mit dem Fußfahrgeber die ADR-Drehzahl
Fußfahrgeber vorgegeben werden kann oder nicht.

05 Maximaldrehzahl Dieser Parameter zeigt die Maximaldrehzahl bei betätigtem Fußfahrgeber im


Fußfahrgeber bei ADR ADR-Betrieb.

06 Abschaltung ADR bei


Betätigung von Dieser Parameter sagt aus, ob bei betätigter Feststellbremse oder bei betätigter
Feststellbremse oder Betriebsbremse der ADR-Betrieb unterbrochen werden kann oder nicht.
Betriebsbremse

07 Abschaltung ADR bei Dieser Parameter sagt aus, ob bei betätigter Kupplung der ADR-Betrieb
Betätigung Kupplung unterbrochen werden kann oder nicht.

08 Maximale Fahrzeug- Es gibt eine maximale Fahrzeuggeschwindigkeit, bis zu der ein ADR-Betrieb
geschwindigkeit bei ADR möglich ist.

Diese Betriebsart (Kabinen-ADR) schaltet man mit dem Tempomatschalter


CC_EIN (Pin 18/06) ein und lässt ihn eingeschaltet.
09 Startdrehzahl bei ADR- Dann tippt man den Tempomat-Tippschalter CC- (Pin 18/05) für eine
Aktivierung über CC- Solldrehzahlherabsetzung. Die Startdrehzahl des ADR lässt sich also mit CC-
parametrieren. Danach schaltet man diese Betriebsart mit dem Tempomat-
schalter CC_EIN (Pin 18/06) wieder aus.

10 Reglertyp bei ADR- Auswahl des Reglertypes für Fahrbetrieb ADR in der Motorelektronik PLD-MR
Aktivierung über CC- entsprechend der jeweiligen Anwendung.

11 Maximalmoment bei ADR- Das Maximalmoment gibt der Motor mit seinen angeschlossenen Aggregaten
Aktivierung über CC- vor. Der Minimalwert aller Maximalwerte aller Aggregate wird wirksam.

Diese Betriebsart (Kabinen-ADR) schaltet man mit dem Tempomatschalter


CC_EIN (Pin 18/06) ein und lässt ihn eingeschaltet.
12 Startdrehzahl bei ADR- Dann tippt man den Tempomat-Tippschalter CC+ (Pin 18/04) für eine
Aktivierung über CC+ Solldrehzahlerhöhung. Die Startdrehzahl des ADR lässt sich also mit CC+
parametrieren. Danach schaltet man diese Betriebsart mit dem Tempomat-
schalter CC_EIN (Pin 18/06) wieder aus.

13 Reglertyp bei ADR- Auswahl des Reglertypes für Fahrbetrieb ADR in der Motorelektronik PLD-MR
Aktivierung über CC+ entsprechend der jeweiligen Anwendung.

14 Maximalmoment bei ADR- Das Maximalmoment gibt der Motor mit seinen angeschlossenen Aggregaten
Aktivierung über CC+ vor. Der Minimalwert aller Maximalwerte aller Aggregate wird wirksam.

15 ADR Drehzahlrampe Rampe zum Anfahren einer Drehzahl.

63
4.2 Parameterbeschreibung

7 Konfiguration Arbeitsdrehzahlregelung (ADR) (Fortsetzung)

Parameter Beschreibung

Hier wählt man die Anzahl der benötigten Festdrehzahlen aus:

Wahl einer Festdrehzahl: Man nimmt den Voreinstellwert=1:


Dann sind nur die Parameter 7/17 bis 7/19 wirksam, aber die Parameter 7/20
bis 7/25 unwirksam.

Wahl von zwei Festdrehzahlen: Man nimmt den Wert=2:


Dann sind nur die Parameter 7/17 bis 7/19 und 7/20 bis 7/22 wirksam, aber die
Parameter 7/23 bis 7/25 unwirksam.
16 Anzahl
Festdrehzahlen Wahl von drei Festdrehzahlen: Man nimmt den Wert=3:
bei Aktivierung Dann sind alle Parameter 7/17 bis 7/25 wirksam.
über Eingang PTO
Diese Betriebsart aktiviert man über den Schalter PTO (Pin 18/10): Ein- und
ausgeschaltet wird über diesen Schalter. Betätigt man kurz, also weniger als 1
Sekunde, den Schalter Pin 18/10, dann lässt sich die Solldrehzahl hochtasten,
indem aus bis zu drei voreingestellten Festdrehzahlen die nächsthöhere
gewählt werden kann, durch kurzes (weniger als 1 Sekunde) Aus- und Ein-
schalten des PTO-Schalters Pin 18/10 oder von der höchsten in die niedrigste
Festdrehzahl umgeschaltet werden kann. Betätigt man ihn länger als 1 Sekunde,
dann schaltet man diese ADR-Betriebsart aus, wobei dann eine Entprellzeit von
2 Sekunden abzuwarten ist, bis das ADR aus ist.

Parametrierbare, also voreinstellbare, 1. Drehzahl für Festdrehzahl PTO.


Die Maximaldrehzahl ergibt sich aus den angeschlossenen Aggregaten am
17 Drehzahl für
Motor. Der Minimalwert aller Maximalwerte aller Aggregate wird wirksam.
Festdrehzahl #1
Die Minimaldrehzahl ergibt sich aus den angeschlossenen Aggregaten am
Motor. Der Maximalwert aller Minimalwerte aller Aggregate wird wirksam.

18 Reglertyp Auswahl des Reglertypes für Festdrehzahl PTO in der Motorelektronik PLD-MR
für Festdrehzahl #1 entsprechend der jeweiligen Anwendung.

19 Maximalmoment Das Maximalmoment gibt der Motor mit seinen angeschlossenen Aggregaten
für Festdrehzahl #1 vor. Der Minimalwert aller Maximalwerte aller Aggregate wird wirksam.

Parametrierbare, also voreinstellbare, 2. Drehzahl für Festdrehzahl PTO.


Die Maximaldrehzahl ergibt sich aus den angeschlossenen Aggregaten am
20 Drehzahl für
Motor. Der Minimalwert aller Maximalwerte aller Aggregate wird wirksam.
Festdrehzahl #2
Die Minimaldrehzahl ergibt sich aus den angeschlossenen Aggregaten am
Motor. Der Maximalwert aller Minimalwerte aller Aggregate wird wirksam.

21 Reglertyp
Auswahl des Reglertypes für Festdrehzahl PTO in der Motorelektronik PLD-MR.
für Festdrehzahl #2

22 Maximalmoment Das Maximalmoment gibt der Motor mit seinen angeschlossenen Aggregaten
für Festdrehzahl #2 vor. Der Minimalwert aller Maximalwerte aller Aggregate wird wirksam.

Parametrierbare, also voreinstellbare, 3. Drehzahl für Festdrehzahl PTO.


Die Maximaldrehzahl ergibt sich aus den angeschlossenen Aggregaten am
23 Drehzahl für
Motor. Der Minimalwert aller Maximalwerte aller Aggregate wird wirksam.
Festdrehzahl #3
Die Minimaldrehzahl ergibt sich aus den angeschlossenen Aggregaten am
Motor. Der Maximalwert aller Minimalwerte aller Aggregate wird wirksam.

24 Reglertyp
Auswahl des Reglertypes für Festdrehzahl PTO in der Motorelektronik PLD-MR.
für Festdrehzahl #3

25 Maximalmoment Das Maximalmoment gibt der Motor mit seinen angeschlossenen Aggregaten
für Festdrehzahl #3 vor. Der Minimalwert aller Maximalwerte aller Aggregate wird wirksam.

64
4.2 Parameterbeschreibung

8 Geschwindigkeitssignal
In dieser Gruppe sind Parameter der Geschwindigkeitserfassung zusammengefasst.
Zur Realisierung einer Geschwindigkeitsbegrenzung benötigt das ADM2 ein Geschwindigkeitssignal.
Weiteres zu der Beschreibung der Funktion Geschwindigkeitssignal siehe im Kapitel 7.9. Tachograf.
Die Parametergruppe 22 Geschwindigkeit Impulsgeber wird nur wirksam bei entsprechender Parametrierung der
Parametergruppe 8 entweder für Rechteck-Impulsgeber (wenn Parameter 8/01 mit dem Wert=2) oder für SAE J1939
Datenbus (wenn Parameter 8/01 mit dem Wert=3).

Parameter Beschreibung

Dieser Parameter bestimmt, ob und welche Art eines Geschwindigkeitssignals


vorliegt.

Eine Veränderung dieses Wertes ist nur mit entsprechender Berechtigung


möglich. Diese Berechtigung kann für Fahrzeughersteller auf Anfrage bei
DaimlerChrysler erteilt werden.
01 Geschwindigkeitsgeber
Einstellbare Werte:
0=Aus, kein Geschwindigkeitssignal, z. B. bei Stationärantrieb
1=C3 (B7) - Geschwindigkeitssignal vom Ausgang des Tachografen
2=Rechteck-Impulsgeber (z. B. HALL-Sensor oder z. B. Abreißoszillator)
3=vom Datenbus SAE J1939 übertragener Geschwindigkeitswert vom
Getriebeausgangsgeber

65
4.2 Parameterbeschreibung

9 Istwertausgabe

Parameter Beschreibung

Die am Ausgang IWA auszugebende physikalische Größe ist wählbar.


Tastverhältnisse < 5 % und > 95 % sind von der hier angeschlossenen
Folgeelektronik als Fehler bzw. Signalausfall zu bewerten.
Einstellbare Werte:

Wert Bedeutung Hinweis

0 keine Ausgabe

1 FFG Moment Abbildung der Fußfahrgeberstellung


(10 % ...90 %) Leerlauf - Vollgas auf 10 % ...90 %
Tastverhältnis.

2 Differenzmoment Signal zur Beurteilung der


(Grenzlastsignal) Motorauslastung
z. B. für Grenzlastregelung
90 % : Maximales Motormoment
erreicht (Antrieb)
50 % : Motor unbelastet
01 Istwertausgabe
10 % : Maximales Schleppmoment
erreicht
Weiteres zu der Beschreibung der
Funktion IWA siehe im Kapitel
3 FFG Moment Abbildung der Fußfahrgeberstellung
7.8 Istwertausgabe.
invertiert Leerlauf - Vollgas auf 90 % ...10 %
(90 % ...10 %) Tastverhältnis.

4 Istmoment Abbildung des Istmoments


von 0 ... M max
auf 10 % ...90 % Tastverhältnis.

5 Lastsignal Lastsignal zur Ankopplung eines


Automatikgetriebes mit PWM-
Schnittstelle. Ausgabegröße ist das
Minimum von Istmoment und
Fußfahrgeberposition.

6 Fahrzeug- Bildung eines C3-Signals für andere


geschwindigkeit Elektroniken.

7 Solldrehzahl Abbildung der Minimaldrehzahl bis


Maximaldrehzahl aus Begrenzungen
auf 10 % ...90 % Tastverhältnis.

66
4.2 Parameterbeschreibung

9 Istwertausgabe (Fortsetzung)

Parameter Beschreibung

Am Ausgang N_MOT steht ein der Motordrehzahl proportionales Rechtecksignal


zur Verfügung. Tastverhältnis ca. 50 %.
Die Skalierung, d. h. Zuordnung Frequenz - Motordrehzahl ist einstellbar.

02 Anzeige Motordrehzahl
Ausgang N_MOT
n MOT [ min –1 ]
Weiteres zu der Beschreibung fMOT [ Hz ] = k • ----------------------------------
6000
dieser Funktion siehe im Kapitel
7.6.1. Drehzahlanzeige.

fMOT : Frequenz am Ausgang N_MOT


k : Impulszahl Drehzahlmesser, Anzahl Impulse pro 100 Umdrehungen
nMOT: Aktuelle Motordrehzahl, Istwert

Konfiguration des Ausgangs P_OEL (Öldruck) entsprechend des


angeschlossenen analogen Öldruck-Anzeigeinstrumentes:

Parameterwert = 0 : Warnleuchte am Ausgang angeschlossen.

Parameterwert = 1 : analoges 5 bar Anzeigeinstrument angeschlossen:

Öldruck (bar) Vergleichswiderstand (Ohm)


0 10
03 Anzeige Öldruck 1 48
Ausgang P_OEL 2 82
3 116
Weiteres zu der Beschreibung 4 151
dieser Funktion siehe im Kapitel 5 184
7.6.3. oder 7.6.5. oder 7.6.6.
Parameterwert = 2 : analoges 10 bar Anzeigeinstrument angeschlossen:

Öldruck (bar) Vergleichswiderstand (Ohm)


0 10
2 52
4 88
6 124
8 155
10 184

Konfiguration des Ausgangs T_MOT (Kühlmitteltemperatur) entsprechend des


angeschlossenen analogen Kühlmitteltemperatur-Anzeigeinstrumentes:

04 Anzeige Parameterwert = 0 : Warnleuchte am Ausgang angeschlossen.


Kühlmitteltemperatur
Ausgang T_MOT Parameterwert = 1 : analoges Anzeigeinstrument angeschlossen:

Weiteres zu der Beschreibung Temperatur (°C) Vergleichswiderstand (Ohm)


dieser Funktion siehe im Kapitel 40 287,4
7.6.2. oder 7.6.4. oder 7.6.6. 60 134
80 69,1
100 38,5
120 22,7

67
4.2 Parameterbeschreibung

10 Konfiguration Motorbremse
In dieser Gruppe sind Parameter zusammengefaßt, die das Verhalten und die Funktion eines Eingriffes der
Motorbremse definieren. Weiteres zu der Beschreibung der Funktion Motorbremse siehe im Kapitel 7.5. Motorbremse/
ABS/Retarder.

G Unfallgefahr!
Die Motorbremse ist eine sicherheitsrelevante Funktion für das
Nutzfahrzeug.
Durch falsche oder ungeeignete Parametrierung kann die
Motorbremse nicht mehr ansteuerbar sein. Die fehlende oder
verminderte Dauerbremsleistung kann zur Überlastung der
Fahrzeugbremse führen. Das Fahrzeug kann dadurch nicht
mehr abgebremst werden.

Änderungen der Parameter dieser Gruppe dürfen nur von


speziell geschultem Personal oder nach Absprache mit dem
Motorhersteller durchgeführt werden.
Eine Änderung dieser Parameter ist in der Regel nicht
erforderlich.

Parameter Beschreibung

Der Eingriff der Motorbremse ist nur möglich, wenn die Motordrehzahl über der
01 Minimaldrehzahl hier eingestellten Drehzahl liegt.
MBR Das Abstellen des Motors durch den Eingriff der Motorbremse bei zu niedrigen
Drehzahlen kann so vermieden werden.

02 Maximalstellung
Dieser Parameter gibt die Maximalstellung des Fußfahrgebers bei Motor-
Fußfahrgeber
bremsung (MBR) an, in % der Vollauslenkung des Fußfahrgebers.
bei MBR

03 MBR bei
Dieser Parameter sagt aus, ob die Betriebsbremse aktiviert ist, wenn die
Betriebsbremsung:
Motorbremse geschaltet wird.
0=nicht aktiv; 1=aktiv

Der Eingriff der Motorbremse ist nur möglich, wenn die Fahrzeug-
04 Minimalgeschwindig- geschwindigkeit über der hier eingestellten Fahrzeuggeschwindigkeit liegt.
keit für MBR Das Abstellen des Motors durch den Eingriff der Motorbremse bei zu niedrigen
Fahrzeuggeschwindigkeit kann so vermieden werden.

05 Tempomat mit MBR:


Unterstützung von MBR durch Tempomatfunktion.
0=nicht aktiv; 1=aktiv

06 Tempomat MBR_L Ein

07 Tempomat MBR_L Aus Einschalt- und Ausschaltgeschwindigkeiten (Schwellwerte) für die


Motorbremsstufen 1 (MBR_L) und 2 (MBR_H). Dabei sind die Parameterwerte
Differenz-Geschwindigkeiten bezogen auf die Setzgeschwindigkeit des
08 Tempomat MBR_H Ein Tempomaten.
09 Tempomat MBR_H Aus

10 Geschwingigkeits-
Unterstützung von MBR durch die Geschwindigkeitsbegrenzer für die
begrenzung mit MBR
Fahrzeuggeschwindigkeit.
0 km/h = AUS

68
4.2 Parameterbeschreibung

11 Konfiguration Fußfahrgeber
In dieser Gruppe sind Parameter zusammengefaßt, die die Fußfahrgeberauswertung bestimmen.
Weiteres zu der Beschreibung der Funktion Fußfahrgeber siehe im Kapitel 7.3. Fußfahrgeber/Handfahrgeber.

G Unfallgefahr!
Das Fußfahrgeber ist eine sicherheitsrelevante Funktion für das
Nutzfahrzeug.
Durch falsche oder ungeeignete Parametrierung kann die
Reaktion des Fußfahrgebers stark beeinträchtigt werden.
Dadurch kann der Fahrerwunsch (z. B. Gas-Rücknahme)
unvollständig oder verspätet umgesetzt werden.

Änderungen der Parameter dieser Gruppe dürfen nur von


speziell geschultem Personal oder nach Absprache mit dem
Motorhersteller durchgeführt werden.
Eine Änderung dieser Parameter ist in der Regel nicht
erforderlich.

Parameter Beschreibung

Bei Fahrzeugen dient im allgemeinen der Fußfahrgeber zur Übertragung des


Fahrerwunsches an den Motor.
01 Typ Fußfahrgeber:
Parameterwert 0:
0=nicht vorhanden
Bei Systemen ohne Fußfahrgeber, wie z. B. Stationärantrieben, muss die
1=PWM FFG
Auswertung und Überwachung der FFG-Signale deaktiviert werden.
2=analog FFG
Parameterwert 1 oder 2:
Damit wird der Typ des angeschlossenen FFG ausgewählt.

Definition der Fußfahrgeberstellung beim analogen FFG unterhalb der (in % der
02 Analog FFG Kickdown Vollauslenkung) der Zustand „Kickdown“ gesetzt wird. Der Bezugspunkt
(0 %) ist dabei der Maximalanschlag des Fußfahrgebers.

Je nach Anwendungsfall des Kunden ergibt sich eine Drehzahl, die der Motor
beim Ausfall des FFG haben soll. Der Fehlerfall tritt dann auf, wenn die Sensor-
03 Notlauf-Drehzahl
leitung zum FFG defekt ist, aber die Leerlaufschalter noch gehen (vgl. hier die
Doppelfunktionen des Pin Gas1 oder Pin Gas2, Kapitel 3).

Die Rampe für den Übergang vom Normalbetrieb in den Notlaufbetrieb wird hier
04 Rampe Notlauf Ein
gewählt. Bezugsdrehzahl ist die Leerlaufdrehzahl.

Die Rampe für den Übergang vom Notlaufbetrieb in den Normalbetrieb wird hier
05 Rampe Notlauf Aus
gewählt. Bezugsdrehzahl ist die Leerlaufdrehzahl.

06 Rampe FFG Notlauf Aus Freigabe über eine Rampe, wenn das FFG wieder als gut erkannt wird.

Definition der Fußfahrgeberstellung des PWM FFG unterhalb der (in % der
07 PWM FFG
Vollauslenkung) der Zustand „Kickdown“ gesetzt wird. Der Bezugspunkt
Kickdown Ein
(0 %) ist dabei der Maximalanschlag des Fußfahrgebers.

Definition der Fußfahrgeberstellung des PWM FFG oberhalb der (in % der
08 PWM FFG
Vollauslenkung) der Zustand „Kickdown“ zurückgesetzt wird. Der Bezugspunkt
Kickdown Aus
(0 %) ist dabei der Maximalanschlag des Fußfahrgebers.

69
4.2 Parameterbeschreibung

11 Konfiguration Fußfahrgeber (Fortsetzung)

Parameter Beschreibung

09 *analog FFG eingelernt, Beim Tausch von Fußfahrgeber oder Steuergerät ist das Einlernen zu
(Parameter nur lesbar!) wiederholen.

Der Einlernvorgang ist beim analogen Fußfahrgeber und beim beim PWM-
Fußfahrgeber gleich!

Zunächst den Motor abstellen, da der Fußfahrgeber nur bei stillstehendem


Motor eingelernt werden kann.
10 *PWM FFG eingelernt, Als Geräte zum Einlernen des Fußfahrgebers werden benötigt:
(Parameter nur lesbar!) 1. Spannungsversorgung für ADM2
2. ADM2 Steuergerät
3. analoger FFG oder PWM FFG
4. Minidiag 2 Diagnosegerät

Im Minidiag 2 wird das Menü Nr. 3 gewählt: „Routinen“ und dann das
(* gültig für die Diagnose- Untermenü Nr. 1: „FFG einlernen“. Eingelernt wird zuerst der Minimalanschlag
version 202 des ADM2 des FFG (0 %) und als zweites der Maximalanschlag des FFG (100%). Dabei ist zu
ohne die Parameter 11/20 bis beachten, das der FFG voll durchgetreten wird, um noch die Kickdown-Stellung
11/24). mitzunehmen, um spätere Fehlermeldungen zu vermeiden, weil sich sonst die
Maximalstellung noch übertreten lassen würde.

Vorsicht: Die ADM2 Routine Nr.2 „Parameter auf Defaultwerte zurück-


setzen“ setzt auch die Parameter des Fußfahrgebers zurück, als wäre er
nicht eingelernt worden!

20 **FFG Tiefpass Tau (** gültig für die Diagnoseversion 203 des ADM2 mit den Parametern
Großsignal 11/20 bis 11/24 und den nun gesperrten Parametern 11/09, 11/10, 11/19).

21 **FFG Tiefpass Tau Die Parameter 11/20 bis 11/22 sind die Filter der Änderungen der Signals des
Kleinsignal Fahrgebers (analoger oder PWM Fußfahrgeber oder Handfahrgeber,
Handgas): Liegt die Änderung des Signals innerhalb des Kleinsignalbandes, so
22 **FFG Tiefpass filtert man mit kleiner Zeitkonstante (Kleinsignal Zeitkonstante, Parameter 11/
Kleinsignalband 21). Liegt die Änderung des Signals außerhalb des Kleinsignalbandes, so filtert
man mit großen Zeitkonstante (Großsignal Zeitkonstante, Parameter 11/20). Der
Grenzwert ist der Schwellwert des Kleinsignalbandes. Das Ziel ist es, Brummen
zu filtern und schlagartigen Fahrgeberänderungen ebensoschnell zu folgen.

23 **FFG Rampe % AUF (** gültig für die Diagnoseversion 203 des ADM2 mit den Parametern
11/20 bis 11/24 und den nun gesperrten Parametern 11/09, 11/10, 11/19).
Es gibt Anwendungen, bei denen der Fußfahrgeber mit einer Rampe herauf und
24 **FFG Rampe % AB getrennt davon mit einer Rampe herunter angefahren werden können muss.

70
4.2 Parameterbeschreibung

12 Konfiguration Lastschlagen
In dieser Gruppe sind die Parameter zur Beeinflussung des Momentennulldurchgangs zusammengefasst.
Dadurch kann das Lastschlagen im Getriebe minimiert werden.

Parameter Beschreibung

01 Momentenschwelle Definition eines Momentenbands um das Nullmoment.

Hysterese für das Momentenband um das Nullmoment.


02 Hysterese Dieser Parameter dient der Optimierung des Lastschlagverhaltens.
Eine Änderung dieses Wertes ist in der Regel nicht erforderlich.

03 negativer Gradient
(dM/dt < 0) innerhalb Band

04 positiver Gradient Diese Parameter dienen auch der Optimierung des Lastschlagverhaltens.
(dM/dt > 0) innerhalb Band Eine Änderung dieser Werte ist in der Regel nicht erforderlich.

05 positiver Gradient
(dM/dt > 0) außerhalb Band

13 Konfiguration Eingänge

Die Parameter dieser Gruppe definieren die Funktion von Analog- und Digitaleingängen des ADM2.

Parameter Beschreibung

01 Sensor
Der Parameterwert=1 sagt hier aus, dass ein Eingang für den Kühlwasserstands-
Kühlwasserstand,
sensor vorhanden ist.
Eingang KW_SE

02 Luftfiltersensor, Der Parameterwert=1 sagt hier aus, dass ein Eingang für den Luftfiltersensor
Eingang LF_SE vorhanden ist.

03 Betriebsbremse, Der Parameterwert=1 sagt hier aus, dass ein Eingang für den Schaltzustand der
Eingang BRE Betriebsbremse vorhanden ist.

04 Getriebe
Der Parameterwert=1 sagt hier aus, dass ein Eingang für die Erfassung der
Neutralstellung,
Neutralstellung des Getriebes vorhanden ist.
Eingang NE

05 Feststellbremse, Der Parameterwert=1 sagt hier aus, dass ein Eingang für den Schaltzustand der
Eingang FSBE Feststellbremse vorhanden ist.

71
4.2 Parameterbeschreibung

13 Konfiguration Eingänge (Fortsetzung)

Parameter Beschreibung

In Abhängigkeit dieses Parameters werden mit dem plusschaltenden


Digitaleingang DSF0 (Sonderfunktion 0) bestimmte Funktionen aktiv.

Einstellbare Werte:

Wert Bedeutung Hinweis

0 Eingang DSF0 nicht aktiv

1 ABS-Eingriff Der Eingang DSF0 steht zur Kopplung


eines konventionellen ABS-
Steuergerätes zur Verfügung.
Bei aktivem Eingang DSF0 werden die
Motorbremsausgänge deaktiviert.

2 Retarder-Eingriff Der Eingang DSF0 steht zur Kopplung


eines konventionellen Retarders zur
Verfügung.
06 Funktion DSF0
Bei aktivem Eingang DSF0 wird die
Konfiguration:
Information „Retarder-Eingriff“ an die
0=Aus
Motorregelung PLD-MR gemeldet.
1=ABS-Eingriff
Diese Einstellung ist nur bei
2=Retarder-Eingriff
Aggregaten mit einer Lüftersteuerung
3=Temposet
über die Motorregelung PLD-MR
4=Überwachung
sinnvoll.
Heizflansch
5=schaltbare
3 Temposet Der Eingang DSF0 steht zum Setzen
Momentenvorgabe **
oder zum Löschen einer temporären
6=Fahren vom
Maximalgeschwindigkeit zur
Oberwagen**
Verfügung.
Die Temposet-Geschwindigkeit wird
(** gültig ab der Diagnose-
auch bei Betätigen von Kickdown
version 203 des ADM2 mit
gelöscht.
den Werten 5 und 6 der
Parameter 13/06 und 13/07)
4 Überwachung Der Eingang DSF0 überwacht die
Heizflansch Funktion des Heizflansches.
Weitere Erläuterungen
zu den Funktionen von ABS,
5 schaltbare Wenn man den Schalter DSF0 betätigt,
Retarder, Temposet und
Momentenvorgabe dann wird dem Motor soviel Moment
Heizflansch siehe Kapitel 7.
vorgegeben wie im Parameter 13/08
eingestellt ist.
(Anwendung z. B. bei Erntemaschinen,
um ein maximales Moment beim Ernten
vorzugeben, ohne einen Fußfahrgeber
(FFG) verbauen zu müssen.)

6 Oberwagen Fahren vom Oberwagen


Einstellung der Adressen im CAN SAE
J1939: Oberwagenmotor auf Adresse 1
und Fahrmotor auf Adresse 0
(Voreinstellwert).
Umschalten vom Fußfahrgeber (FFG) im
Unterwagen auf den FFG im Oberwagen
durch Betätigen des Schalters DSF0.
Nun Gasgeben des Fahrmotors möglich
mit dem FFG im Oberwagen durch
Betätigen des Schalters DSF0.

72
4.2 Parameterbeschreibung

13 Konfiguration Eingänge (Fortsetzung)

Parameter Beschreibung

In Abhängigkeit dieses Parameters werden mit dem masseschaltenden


Digitaleingang DSF1 (Sonderfunktion 1) bestimmte Funktionen aktiv.

Einstellbare Werte:

Wert Bedeutung Hinweis

0 Eingang DSF1 nicht aktiv

1 ABS-Eingriff Der Eingang DSF1 steht zur Kopplung


eines konventionellen ABS-
Steuergerätes zur Verfügung.
Bei aktivem Eingang DSF0 werden die
Motorbremsausgänge deaktiviert.

2 Retarder-Eingriff Der Eingang DSF1 steht zur Kopplung


eines konventionellen Retarders zur
Verfügung.
07 Funktion DSF1
Bei aktivem Eingang DSF1 wird die
Konfiguration:
Information „Retarder-Eingriff“ an die
0=Aus
Motorregelung PLD-MR gemeldet.
1=ABS-Eingriff
Diese Einstellung ist nur bei
2=Retarder-Eingriff
Aggregaten mit einer Lüftersteuerung
3=Temposet
über die Motorregelung PLD-MR
4=Überwachung
sinnvoll.
Heizflansch
5=schaltbare
3 Temposet Der Eingang DSF1 steht zum Setzen
Momentenvorgabe **
oder zum Löschen einer temporären
6=Fahren vom
Maximalgeschwindigkeit zur
Oberwagen**
Verfügung.
Die Temposet-Geschwindigkeit wird
(** gültig ab der Diagnose-
auch bei Betätigen von Kickdown
version 203 des ADM2 mit
gelöscht.
den Werten 5 und 6 der
Parameter 13/06 und 13/07)
4 Überwachung Der Eingang DSF1 überwacht die
Heizflansch Funktion des Heizflansches.
Weitere Erläuterungen
zu den Funktionen von ABS,
5 schaltbare Wenn man den Schalter DSF1 betätigt,
Retarder, Temposet und
Momentenvorgabe dann wird dem Motor soviel Moment
Heizflansch siehe Kapitel 7.
vorgegeben wie im Parameter 13/09
eingestellt ist.
(Anwendung z. B. bei Erntemaschinen,
um ein maximales Moment beim Ernten
vorzugeben, ohne einen Fußfahrgeber
(FFG) verbauen zu müssen.)

6 Oberwagen Fahren vom Oberwagen


Einstellung der Adressen im CAN SAE
J1939: Oberwagenmotor auf Adresse 1
und Fahrmotor auf Adresse 0
(Voreinstellwert).
Umschalten vom Fußfahrgeber (FFG) im
Unterwagen auf den FFG im Oberwagen
durch Betätigen des Schalters DSF1.
Nun Gasgeben des Fahrmotors möglich
mit dem FFG im Oberwagen durch
Betätigen des Schalters DSF1.

73
4.2 Parameterbeschreibung

13 Konfiguration Eingänge (Fortsetzung)

Die Parameter dieser Gruppe definieren die Funktion von Analog- und Digitaleingängen des ADM2.

Parameter Beschreibung

Hier wählt man die Größe des Drehmomentes für die schaltbare Momenten-
08 schaltbare Momenten-
vorgabe, wenn sie über den Digitaleingang DSF0 geschaltet wird im Parameter
vorgabe mit DSF0
13/06.

Hier wählt man die Größe des Drehmomentes für die schaltbare Momenten-
09 schaltbare Momenten-
vorgabe, wenn sie über den Digitaleingang DSF1 geschaltet wird im Parameter
vorgabe mit DSF1
13/07.

74
4.2 Parameterbeschreibung

4.2. Parameterbeschreibung (Fortsetzung)

14 Schaltschwellen Relais 3 + Relais 4


Die Parameter dieser Gruppe definieren zwei Ist-Wert-Komparatoren (IWK). Mit Hilfe der Komparatoren können
wahlweise Istmoment, Geschwindigkeit, Drehzahl, Kühlmitteltemperatur, Fußfahrgeber-Moment und
Ladelufttemperatur auf Überschreitung von parametrierbaren Werten überprüft werden. Bei Überschreitung wird
der entsprechende Ausgang aktiviert.

Parameter Beschreibung

Parameter für die Konfiguration des Digitalausgangs REL3 (Ausgang


Relais 3).

Einstellbare Werte:

Wert Bedeutung Hinweis

0 FFG Leerlauf Der Ausgang REL3 ist aktiv, sofern FFG in


Position in Leerlauf-Stellung ist.

1 Mist > M_KOMP3 Vergleich des Istmoments mit den


Werten 02 IWK3 Moment M und
03 IWK3 Hysterese M. Der Ausgang
REL3 ist aktiv, sofern das Istmoment
größer ist als 02 IWK3, Moment M.
Der Ausgang REL3 ist nicht aktiv, sofern
das Istmoment kleiner ist als die
Differenz von 02 IWK3 Moment M
und 03 IWK3 Hysterese M.
01 Konfiguration (IWK3)
2 Vist > V_KOMP3 Vergleich der Ist-Geschwindigkeit mit den
Ist-Wert-Komparator 3:
Werten 04 IWK3 Geschwindigkeit v und
0=FFG Leerlauf Position
05 IWK3 Hysterese v. Der Ausgang
1=Istmoment
REL3 ist aktiv, sofern die Ist-
2=Geschwindigkeit
Geschwindigkeit größer ist als 04 IWK3
3=Drehzahl
Geschwindigkeit v.
4=Kühlmitteltemperatur
Der Ausgang REL3 ist nicht aktiv, sofern
5=FFG Moment
die Ist-Geschwindigkeit kleiner ist als die
6=Ladelufttemperatur
Differenz von 04 IWK3 Geschwindigkeit v
7=Warnleuchte
und 05 IWK3 Hysterese v.
Öldruck
8=Warnleuchte
3 Nist > N_KOMP3 Vergleich der Motor-Istdrehzahl mit den
Kühlmitteltemperatur
Werten 06 IWK3 Drehzahl n und
07 IWK3 Hysterese n.
Der Ausgang REL3 ist aktiv, sofern die
Motor-Istdrehzahl größer ist als
06 IWK3 Drehzahl n.
Der Ausgang REL3 ist nicht aktiv, sofern
die Motor-Istdrehzahl kleiner ist als die
Differenz von 06 IWK3 Drehzahl n
und 07 IWK3 Hysterese n.

4 Tist > T_KOMP3 Vergleich der Kühlmittel-Isttemperatur mit


den Werten 08 IWK3 Kühlmittel-
temperatur und 09 IWK3 Hysterese T.
Der Ausgang REL3 ist aktiv, sofern die
Kühlmittel-Isttemperatur größer ist als
08 IWK3 Kühlmitteltemperatur.
Der Ausgang REL3 ist nicht aktiv, sofern
die Kühlmittel-Isttemperatur kleiner ist als
die Differenz von 08 IWK3 Kühlmittel-
temperatur und 09 IWK3 Hysterese T.

75
4.2 Parameterbeschreibung

14 Schaltschwellen Relais 3 + Relais 4 (Fortsetzung)

Parameter Beschreibung

5 Mist > M_KOMP3 Vergleich des FFG Moments mit den


Werten 02 IWK3 Moment M und
03 IWK3 Hysterese M. Der Ausgang
REL3 ist aktiv, sofern das FFG Moment
größer ist als 02 IWK3 Moment M.
Der Ausgang REL3 ist nicht aktiv, sofern
das FFG Moment kleiner ist als die
Differenz von 02 IWK3 Moment M und
03 IWK3 Hysterese M.

6 Tist > T_KOMP3 Vergleich Ladeluft-Isttemperatur mit den


01 Konfiguration (IWK3)
Werten 08 IWK3 Temperatur und
Ist-Wert-Komparator 3:
09 IWK3 Hysterese T. Der Ausgang
0=FFG Leerlauf Position
REL3 ist aktiv, sofern die Ladeluft-
1=Istmoment
Isttemperatur größer ist als die
2=Geschwindigkeit
08 IWK3 Temperatur.
3=Drehzahl
Der Ausgang REL3 ist nicht aktiv, sofern
4=Kühlmitteltemperatur
die Ladeluft-Isttemperatur kleiner ist als
5=FFG Moment
die Differenz von 08 IWK3 Temperatur
6=Ladelufttemperatur
und 09 IWK3 Hysterese T.
7=Warnleuchte
Öldruck
7 Der Ausgang ist aktiv, wenn ein Signal von
8=Warnleuchte
der PLD-MR kommt. Die Funktion 7 wird
Kühlmitteltemperatur
parametriert, wenn der Kunde am Ausgang
P_OEL zusätzlich zum Öldruck-
Anzeigeinstrument eine Warnleuchte
zur Anzeige wünscht.

8 Der Ausgang ist aktiv, wenn ein Signal von


der PLD-MR kommt. Die Funktion 8 wird
parametriert, wenn der Kunde am Ausgang
T_MOT zusätzlich zum Kühlmittel-
temperatur-Anzeigeinstrument eine
Warnleuchte zur Anzeige wünscht.

02 IWK3: Moment M Definition des Vergleichswertes für das Istmoment oder FFG Moment.

Definition der Hysterese für den Vergleich des Istmoments oder FFG Moments
03 IWK3: Hysterese M
mit 02 IWK3 Moment M.

04 IWK3: Geschwindigkeit v Definition des Vergleichswertes für die Ist-Geschwindigkeit.

Definition der Hysterese für den Vergleich der Ist-Geschwindigkeit mit


05 IWK3: Hysterese v
04 IWK3 Geschwindigkeit.

06 IWK3: Drehzahl n Definition des Vergleichswertes für die Motor-Istdrehzahl.

Definition der Hysterese für den Vergleich der Motor-Istdrehzahl mit


07 IWK3: Hysterese n
06 IWK3 Drehzahl n.

Definition des Vergleichswertes für die Kühlmittel-Isttemperatur oder die


08 IWK3: Temperatur
Ladeluft-Isttemperatur.

Definition der Hysterese für den Vergleich der Kühlmittel-Isttemperatur oder der
09 IWK3: Hysterese T
Ladeluft-Isttemperatur mit 08 IWK3 Temperatur.

76
4.2 Parameterbeschreibung

14 Schaltschwellen Relais 3 + Relais 4 (Fortsetzung)

Parameter Beschreibung

Parameter für die Konfiguration des Digitalausgangs REL4 (Ausgang Relais 4).

Einstellbare Werte:

Wert Bedeutung Hinweis

0 FFG Kickdown Der Ausgang REL4 ist aktiv, sofern FFG in


Position in Kickdown-Stellung ist.

1 Mist > M_KOMP4 Vergleich des Istmoments mit den


Werten 11 IWK4, Moment M und
12 IWK4 Hysterese M. Der Ausgang
REL4 ist aktiv, sofern das Istmoment
größer ist als 11 IWK4 Moment M.
Der Ausgang REL4 ist nicht aktiv, sofern
das Istmoment kleiner als die Differenz
von 11 IWK4 Moment M und
und 12 IWK4 Hysterese M.

10 Konfiguration (IWK4) 2 Vist > V_KOMP4 Vergleich der Ist-Geschwindigkeit mit den
Ist-Wert-Komparator 4: Werten 13 IWK4 Geschwindigkeit v und
0=FFG Kickdown 14 IWK4 Hysterese v.
Position Der Ausgang REL4 ist aktiv, sofern die
1=Istmoment Ist -Geschwindigkeit größer ist als
2=Geschwindigkeit 13 IWK4, Geschwindigkeit v.
3=Drehzahl Der Ausgang REL4 ist nicht aktiv, sofern
4=Kühlmitteltemperatur die Ist-Geschwindigkeit kleiner ist als die
5=FFG Moment Differenz von 13 IWK4 Geschwindigkeit v
6=Ladelufttemperatur und 14 IWK4 Hysterese v.
7=Warnleuchte
Öldruck 3 Nist > N_KOMP4 Vergleich der Motor-Istdrehzahl mit den
8=Warnleuchte Werten 15 IWK4 Drehzahl n und
Kühlmitteltemperatur 16 IWK4 Hysterese n.
Dwer Ausgang REL4 ist aktiv, sofern
die Motor-Istdrehzahl größer ist als
15 IWK4 Drehzahl n.
Der Ausgang REL4 ist nicht aktiv, sofern
die Motor-Istdrehzahl kleiner ist als
die Differenz von 15 IWK4 Drehzahl n
und 16 IWK4 Hysterese n.

4 Tist > T_KOMP4 Vergleich der Kühlmittel-Isttemperatur mit


den Werten 17 IWK4 Kühlmittel-
temperatur und 18 IWK4 Hysterese T.
und 18 IWK4 Hysterese T. Der Ausgang
REL4 ist aktiv, sofern die Kühlmittel-
Isttemperatur größer ist ist als
17 IWK4 Kühlmitteltemperatur.
Der Ausgang REL4 ist nicht aktiv, sofern
die Kühlmittel-Isttemperatur kleiner ist als
die Differenz von 17 IWK4 Kühlmittel-
temperatur und 18 IWK4 Hysterese T.

77
4.2 Parameterbeschreibung

14 Schaltschwellen Relais 3 + Relais 4 (Fortsetzung)

Parameter Beschreibung

5 Mist > M_KOMP4 Vergleich des FFG Moments mit den


Werten 11 IWK4 Moment M und
12 IWK4 Hysterese M. Der Ausgang
REL4 ist aktiv, sofern das FFG Moment
größer ist als 11 IWK4 Moment M.
Der Ausgang REL4 ist nicht aktiv, sofern
das FFG Moment kleiner ist als
die Differenz von 11 IWK4 Moment M
und 12 IWK4 Hysterese M.

10 Konfiguration (IWK4) 6 Tist > T_KOMP4 Vergleich Ladeluft-Isttemperatur mit den


Ist-Wert-Komparator 4: Werten 17 IWK4 Temperatur und
0=FFG Kickdown 18 IWK4 Hysterese T. Der Ausgang
Position REL4 ist aktiv, sofern die Ladeluft-
1=Istmoment Isttemperatur größer ist als die
2=Geschwindigkeit 17 IWK4 Temperatur.
3=Drehzahl Der Ausgang REL4 ist nicht aktiv, sofern
4=Kühlmitteltemperatur die Ladeluft-Isttemperatur kleiner ist als
5=FFG Moment die Differenz von 17 IWK4 Temperatur
6=Ladelufttemperatur und 18 IWK4 Hysterese T.
7=Warnleuchte
Öldruck 7 Der Ausgang ist aktiv, wenn ein Signal von
8=Warnleuchte der PLD-MR kommt. Die Funktion 7 wird
Kühlmitteltemperatur parametriert, wenn der Kunde am Ausgang
P_OEL zusätzlich zum Öldruck-
Anzeigeinstrument eine Warnleuchte
zur Anzeige wünscht.

8 Der Ausgang ist aktiv, wenn ein Signal von


der PLD-MR kommt. Die Funktion 8 wird
parametriert, wenn der Kunde am Ausgang
T_MOT zusätzlich zum Kühlmittel-
temperatur-Anzeigeinstrument eine
Warnleuchte zur Anzeige wünscht.

11 IWK4: Moment M Definition des Vergleichswertes für das Istmoment oder FFG Moment.

Definition der Hysterese für den Vergleich des Istmoments oder FFG Moments
12 IWK4: Hysterese M
mit 11 IWK4 Moment M.

13 IWK4: Geschwindigkeit v Definition des Vergleichswertes für die Ist-Geschwindigkeit.

Definition der Hysterese für den Vergleich der Ist-Geschwindigkeit mit


14 IWK4: Hysterese v
13 IWK4 Geschwindigkeit v.

15 IWK4: Drehzahl n Definition des Vergleichswertes für die Motor-Istdrehzahl.

Definition der Hysterese für den Vergleich der Motor-Istdrehzahl mit


16 IWK4: Hysterese n
15 IWK4 Drehzahl n.

Definition des Vergleichswertes für die Kühlmittel-Isttemperatur oder die


17 IWK4: Temperatur
Ladeluft-Isttemperatur.

Definition der Hysterese für den Vergleich der Kühlmittel-Isttemperatur oder der
18 IWK4: Hysterese T
Ladeluft-Isttemperatur mit 17 IWK4 Temperatur.

78
4.2 Parameterbeschreibung

15 Tempomat
Den Tempomaten schaltet man mit dem Tempomatschalter CC_EIN (Pin 18/06) ein und lässt ihn eingeschaltet.
Dann tippt man entweder den Tempomat-Tippschalter CC+ (Pin 18/04) für eine Sollgeschwindigkeitserhöhung
oder den Tempomat-Tippschalter CC- (Pin 18/05) für eine Sollgeschwindigkeitsherabsetzung.
Die Anfangsgeschwindigkeit zum Setzen des Tempomaten lässt sich also mit CC+ und CC- parametrieren.
Danach schaltet man diese Betriebsart mit dem Tempomatschalter CC_EIN (Pin 18/06) wieder aus.
Weiteres zu den Bedingungen des Tempomatbetriebes und die Beschreibung des Tempomaten siehe im Kapitel
7.1.3. Tempomat.

Parameter Beschreibung

01 Minimal- Dieser Parameter sagt aus, ab welcher Geschwindigkeit sich der Tempomat
geschwindigkeit setzen lässt. Es ist die Grenzgeschwindigkeit für die Leerlaufdrehzahl-
für Tempomat verstellung (Parameter 2/04).

02 Maximal- Dieser Parameter sagt aus, bis zu welcher Geschwindigkeit sich der Tempomat
geschwindigkeit setzen lässt. Es ist bis zur gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit (Parameter 3/03)
für Tempomat möglich.

03 Schrittweite Hiermit wählt man die Schrittweite für den Tempomat-Tippschalter CC+.
Geschwindigkeit CC+ In der Regel ist sie gleichgroß wie bei CC-.

04 Schrittweite Hiermit wählt man die Schrittweite für den Tempomat-Tippschalter CC-.
Geschwindigkeit CC- In der Regel ist sie gleichgroß wie bei CC+.

05 Rampe steigend Wahl der Rampe für den Tempomat-Tippschalter CC+.

06 Rampe fallend Wahl der Rampe für den Tempomat-Tippschalter CC-.

07 automatische
Wiederaufnahme Aktivierung einer automatischen Tempomat-Wiederaufnahme nach einem
nach Gangwechsel: Gangwechsel.
0=inaktiv, 1=aktiv

16 Konfiguration Relais 1

Abstimmung der Parameter 16/01 und 16/18 bis 16/20 nur im Fahrversuch und nur durch Fachkräfte mit
regelungstechnischem Know-how.

Parameter Beschreibung

01 Relais 1:
Parameterwert 0: Der Treiberausgang für das Relais 1 ist unbeschaltet.
0=inaktiv
Parameterwert 1: Der Ausgang übernimmt die Starterschutzfunktion.
1=Starterschutz
Parameterwert 2: Der Fußfahrgeber befindet sich in der Kickdown-Position.
2=FFG Kickdown
Parameterwert 3: Der Treiberausgang wird mit einem Relais zum Schalt-
Position
ausgang für das Modulationsventil beim Automat-Getriebe (z. B. Allison).
3=Getriebeausgang 1

18 Maximale
Starterzeit Diese Parameter sind relevant, wenn der Starter über die ADM2 verdrahtet ist.
Dann erfolgt der Starterschutz über das ADM2.
19 Minimaldrehzahl Die Parameter sind irrelevant, wenn der Starter über die Motorregelung PLD-
MR verdrahtet ist. Dann erfolgt der Starterschutz über die PLD-MR.
20 Abschaltzeit

79
4.2 Parameterbeschreibung

17 Leerlaufabschaltung

---Abstimmung der Parameter 17/01 bis 17/09 nur im Fahrversuch und nur durch Fachkräfte mit
regelungstechnischem Know-how.

Parameter Beschreibung

01 Leerlaufabschaltung:
Mit diesem Parameter wird die Leerlaufabschaltung aktiviert.
0=inaktiv; 1=aktiv

02 maximale Dieser Parameter bestimmt die maximale Zeit des Leerlaufs bis zur Leerlauf-
Leerlaufzeit abschaltung.

03 ADR-Abschaltung: Dieser Parameter aktiviert die Leerlaufabschaltung für den Fall, das die
0=inaktiv; 1=aktiv Anwendung im ADR-Betrieb war und zuletzt im Leerlauf war.

Dieser Parameter aktiviert die Maximalzeit bei Leerlaufabschaltung für den Fall,
04 Maximalzeit ADR
das die Anwendung im ADR-Betrieb war und zuletzt im Leerlauf war.

Dieser Parameter aktiviert die Momentenschwelle bei der Leerlaufabschaltung


05 Momentenschwelle
für den Fall, dass die Anwendung im ADR-Betrieb war und zuletzt im Leerlauf
ADR-Abschaltung
war.

Wahl der Warnzeit der Störleuchte. Es ist die Zeit, wielange die Störleuchte
06 Warnzeit Störleuchte
blinkt bis zur Leerlaufabschaltung.

07 Warnzeit Wahl der Warnzeit der Lampe Motorstopp. Es ist die Zeit, wielange die Lampe
Lampe Motorstopp Motorstopp blinkt bis zur Leerlaufabschaltung.

08 minimale Kühlmittel-
Wahl der minimalen Kühlmitteltemperatur für die Motorabschaltung aus dem
temperatur für
Leerlauf.
Motorabschaltung

09 Abschaltsperre,
Eingang MABSCH_SP: Dieser Parameter aktiviert die Abschaltsperre mit dem Eingang MABSCH_SP.
0=inaktiv; 1=aktiv

80
4.2 Parameterbeschreibung

18 Motor-Not-Aus

---Abstimmung der Parameter 18/01 bis 18/09 nur im Fahrversuch und nur durch Fachkräfte mit
regelungstechnischem Know-how.

Diese Funktion ist gedacht für nicht überwachte Motoren, z. B. bei Notstromaggregaten oder anderen
Stationärantrieben, z.B. bei Pumpen, bei Kompressoren oder bei Stromerzeugungsaggregaten in Containern.

Weiteres zu der Beschreibung der Funktion Motor-Not-Aus siehe im Kapitel 7.12.1. Motor-Not-Aus.

Parameter Beschreibung

01 Motortemperatur-
abschaltung: Aktivieren der Abschaltung durch Motortemperaturfehlermeldung.
0=inaktiv, 1=aktiv

02 Kühlwasserstand: Aktivieren der Abschaltung durch Kühlwasserstandsfehlermeldung.


0=inaktiv, 1=aktiv

03 Öldruck:
Aktivieren der Abschaltung durch Öldruckfehlermeldung.
0=inaktiv, 1=aktiv

04 Ölstand:
Aktivieren der Abschaltung durch Ölstandsfehlermeldung.
0=inaktiv, 1=aktiv

Wahl der Abschaltzeit für Motor-Not-Aus für alle Bedingungen nach Parameter
05 Abschaltzeit 18/01 bis 18/04 außer Abschaltung durch Öldruckfehlermeldung (18/03).
Diese Zeit ist größer als die Zeit nach Parameter 18/06.

Wahl der Abschaltzeit für Motor-Not-Aus durch Öldruckfehlermeldung.


06 Abschaltzeit Öldruck
Diese Zeit ist kleiner als die Zeit nach Parameter 18/05.

Betätigungszähler für die Abschaltsperre bei Motor-Not-Aus. Der Betätigungs-


07 Betätigungszähler
zähler zählt wie oft das Motorausschalten durch den Taster Abschaltsperre
Abschaltsperre
(Pin 18/13) verhindert wurde.

Wahl der Warnzeit der Störleuchte. Es ist die Zeit, wielange die Störleuchte
08 Warnzeit Störleuchte
blinkt bis zum Motorstopp.

Wahl der Warnzeit der Lampe Motorstopp. Es ist die Zeit, wielange die Lampe
09 Warnzeit
Motorstopp blinkt bis zum Motorstopp. Es ist die Zeit bis der Motor ausgeht
Lampe Motorstopp
bei einem nicht überwachten Motor.

81
4.2 Parameterbeschreibung

19 Lüfteranforderung

Weiteres zu der Beschreibung der Funktion Lüfteranforderung siehe im Kapitel 7.5.4. Lüfteranforderung.

Parameter Beschreibung

01 Lüfterzuschaltung bei MBR Aktivieren der Lüfterzuschaltung bei Betrieb der Motorbremse (MBR).

ADM2, Diag.-Vers. 202:


Man unterscheidet nur Lüfter zugeschaltet ja (=aktiv) oder nein (=inaktiv).
0=inaktiv, 1=aktiv

ADM2, Diag.-Vers. 203: Wahl der prozentualen Lüfterleistung bei Motorbremse.

02 Lüfterzuschaltung
Aktivieren der Lüfterzuschaltung bei Betrieb der Klimaanlage.
bei Klimaanlage:

ADM2, Diag.-Vers. 202:


Man unterscheidet nur Lüfter zugeschaltet ja (=aktiv) oder nein (=inaktiv).
0=inaktiv, 1=aktiv

ADM2, Diag.-Vers. 203: Wahl der prozentualen Lüfterleistung bei Klimaanlage.

03 Lüfterzuschaltung bei
Aktivieren der Lüfterzuschaltung bei Arbeitsdrehzahlregelung (ADR-Betrieb).
Arbeitsdrehzahlregelung:

ADM2, Diag.-Vers. 202:


Man unterscheidet nur Lüfter zugeschaltet ja (=aktiv) oder nein (=inaktiv).
0=inaktiv, 1=aktiv

ADM2, Diag.-Vers. 203: Wahl der prozentualen Lüfterleistung bei Arbeitsdrehzahlregelung.

04 Einschalttemperatur Lüfter
Wahl der Einschalttemperatur des Lüfters.
ADM2, Diag.-Vers. 202:

04 Tmot 0% Lüfter
Wahl der Kühlmitteltemperatur, wenn der Lüfter aus ist (0% Lüfterleistung).
ADM2, Diag.-Vers. 203:

05 Ausschalttemperatur Lüfter
Wahl der Ausschalttemperatur des Lüfters.
ADM2, Diag.-Vers. 202:

05 Tmot 100% Lüfter


Wahl der Kühlmitteltemperatur, wenn der Lüfter an ist (100% Lüfterleistung).
ADM2, Diag.-Vers. 203:

Wenn über den Schalteingang DSF0 der Lüfter angefordert wird und wenn DSF0
06 DSF0 Lüfter
auf Retardereingriff konfiguriert wurde (Parameter 13/06, Wert=2), dann gibt
ADM2, Diag.-Vers. 203:
dieser Parameter die prozentuale Lüfterleistung an bei aktivem Eingang DSF0.

Wenn über den Schalteingang DSF1 der Lüfter angefordert wird und wenn DSF1
07 DSF1 Lüfter
auf Retardereingriff konfiguriert wurde (Parameter 13/07, Wert=2), dann gibt
ADM2, Diag.-Vers. 203:
dieser Parameter die prozentuale Lüfterleistung an bei aktivem Eingang DSF1.

Maximalwertbildung aus den Parametern 19/1 bis 19/3, 19/6 und 19/7, der als
08 Haltezeit Lüfter resultierende Lüfteranforderung betrachtet wird. Sinkt der resultierende Wert,
ADM2, Diag.-Vers. 203: dann reduziert sich die Lüfterleistung zeitverzögert. Dies verhindert bei häufiger
Lüfteranforderung schnelle Leistungssprünge des Lüfters.

09 Rampe Lüfter Mit dieser Rampe werden neue Werte (prozentuale Lüfterleistung) angefahren.
ADM2, Diag.-Vers. 203: Die Rampe ist gleich bei steigenden Werten wie bei fallenden Werten.

10 Lüfterzuschaltung Wenn über den Schalteingang Lüfter (Pin 18/15) der Lüfter angefordert wird,
über Eingang Lüfter dann gibt dieser Parameter die prozentuale Lüfterleistung an bei aktivem
ADM2, Diag.-Vers. 203: Eingang Lüfter.

82
4.2 Parameterbeschreibung

20 Handfahrgeber (HFG, Handgas)


In dieser Gruppe sind Parameter zusammengefaßt, die die Handfahrgeberauswertung bestimmen.
Weiteres zu der Beschreibung der Funktion Handfahrgeber siehe im Kapitel 7.3. Fußfahrgeber/Handfahrgeber.

G Unfallgefahr!
Änderungen der Parameter dieser Gruppe dürfen nur von
speziell geschultem Personal oder nach Absprache mit dem
Motorhersteller durchgeführt werden.
Eine Änderung dieser Parameter ist in der Regel nicht
erforderlich.

Parameter Beschreibung

Dieser Parameter sagt aus, ob ein Handfahrgeber vorhanden ist oder nicht.
01 Handfahrgeber:
0=nein
Bei Systemen ohne Handfahrgeber muss die Auswertung und Überwachung der
1=vorhanden
HFG-Signale deaktiviert werden. Dazu wählt man den Parameterwert 0.

02 HFG Kalibrierung:
Zeit
Abstimmung der Parameter 20/02 bis 20/06 nur im Fahrversuch und nur
03 HFG Kalibrierung:
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.
maximales Delta

04 HFG Filter

Definition der oberen Grenze der Handfahrgeberstellung für den Zustand


05 HFG Leerlauf Position „Leerlauf“. Der Bezugspunkt (0 %) ist dabei der Minimalanschlag des
Handfahrgebers.

Definition der unteren Grenze der Handfahrgeberstellung für den Zustand


06 HFG Volllast Position „Volllast“. Der Bezugspunkt (0 %) ist dabei der Minimalanschlag des
Handfahrgebers.

21 Fahren mit Arbeitsdrehzahl (ADR)


Diese Betriebsart wählt man dann, wenn die Anwendung immer im ADR-Betrieb sein soll.
Einsatzmöglichkeiten dieser Betriebsart können z. B. hydraulische Antriebe (z. B. Pistenpflegegeräte)
oder z. B. Oberwagenmotoren in Kränen. Weiteres zu der Beschreibung der Funktion Fahren mit Arbeitsdrehzahl siehe
im Kapitel 7.2.5. Parametrieren der Betriebsart Fahren mit ADR bei Sonderanwendungen.

Parameter Beschreibung

01 Fahrbetrieb mit ADR Aktivieren des Fahrbetriebs mit ADR, wenn die Anwendung immer im ADR
aktivieren: laufen soll. Diese Betriebsart wird freigegeben durch den Parameter 21/01, wenn
0=gesperrt dieser den Wert 1 hat und sie lässt sich nur beenden oder sperren durch Ändern
1=freigegeben der Parametrierung des Parameters 21/01 vom Wert=1 zum Wert=0.

02 Fahrbetrieb ADR Auswahl des Reglertypes für Fahrbetrieb ADR in der Motorelektronik PLD-MR
Reglertyp entsprechend der jeweiligen Anwendung.

03 Fahrbetrieb ADR Das Maximalmoment gibt der Motor mit seinen angeschlossenen Aggregaten
Maximalmoment vor. Der Minimalwert aller Maximalwerte aller Aggregate wird wirksam.

83
4.2 Parameterbeschreibung

22 Geschwindigkeit Impulsgeber
Diese Parametergruppe wird angewendet, wenn es kein C3-Geschwindigkeitssignal gibt, sondern die Getriebe-
abtriebsdrehzahl vom CAN SAE J1939 (PGN 61442) oder die Geschwindigkeit vom Rechteck-Impulsgeber
gewählt wird. Die Parametergruppe 22 wird nur wirksam bei entsprechender Parametrierung der Parametergrupppe 8
entweder für Rechteck-Impulsgeber (wenn Parameter 8/01 mit Wert=2) oder für SAE J1939 Datenbus (wenn Parameter
8/01 mit Wert=3). Bei Nutzung des CAN SAE J1939 ohne den Parameter 22/02. Siehe Kapitel 7.9. Tachograf.

Parameter Beschreibung

01 Achsübersetzung Übersetzung der Hinterachse

02 Zähnezahl Zähnezahl am Getriebeabtriebssensor

03 Radkonstante Radumdrehungen pro Kilometer

Übersetzungsverhältnis des Getriebes im höchsten Gang.


04 Gangverhältnis
Es wird zur Geschwindigkeitsbegrenzung bei defektem Sensor verwendet.

05 2. Achsübersetzung Bei schaltbarem Hinterachsgetriebe ist es die 2. geschaltete Übersetzung


(Hinterachse) (häufig bei Geländefahrzeugen).

Parametergruppe 23: Geschwindigkeitsbegrenzer Extra:


Ein Zugriff auf diese Gruppe ist nicht möglich.

24 Fußfahrgeber extra
In dieser Gruppe sind Parameter zusammengefaßt, die die Fußfahrgeberauswertung bestimmen.

G Unfallgefahr!
Das Fußfahrgeber ist eine sicherheitsrelevante Funktion für das
Nutzfahrzeug.
Durch falsche oder ungeeignete Parametrierung kann die Reak-
tion des Fußfahrgebers stark beeinträchtigt werden. Dadurch
kann der Fahrerwunsch (z. B. Gas-Rücknahme) unvollständig
oder verspätet umgesetzt werden.
Änderungen der Parameter dieser Gruppe dürfen nur von
speziell geschultem Personal oder nach Absprache mit dem
Motorhersteller durchgeführt werden.
Eine Änderung dieser Parameter ist in der Regel nicht
erforderlich.

Parameter Beschreibung

01 Momentenrampe Wahl der Momentenrampe für den Fußfahrgeber.

Definition der Minimaldrehzahl des Fußfahrgebers in % der Vollauslenkung. Der


02 FFG Minimaldrehzahl
Bezugspunkt (0 %) ist dabei der Minimalanschlag des Fußfahrgebers.

Definition der Maximaldrehzahl des Fußfahrgebers in % der Vollauslenkung. Der


03 FFG Maximaldrehzahl
Bezugspunkt (0 %) ist dabei der Minimalanschlag des Fußfahrgebers.

04 P-Faktor

05 FFG-Filter Abstimmung der Parameter 24/01 bis 24/05 nur im Fahrversuch und nur
durch Fachkräfte mit regelungstechnischem Know-how.

84
4.2 Parameterbeschreibung

85
5. Montage und Anschluss

5. Montage und Anschluss

5.1. Betriebsdaten
Geräteschutzart des ADM2 mit aufgesetzten Steckerkörben: IP 30:
Umgebungstemperatur für den Einsatz und die Lagerung des ADM2:
– Funktionstemperaturbereich: von -40 °C bis +70 °C
– Lagertemperaturbereich: von -50 °C bis +80 °C

5.2. Montage
Das ADM2 mit nach unten zeigenden Steckern in trockener Umgebung auf glatter Fläche montieren.
Die zentrale Diagnosesteckdose an einer gut zugänglichen Stelle anbringen.

Nr. 1 Montagebügel

Für die Montage des ADM2 nur DaimlerChrysler Montagebügel verwenden. Somit ist ein sicherer Halt des
ADM2 gewährleistet.

Hinweise zum Montieren:

1 Das ADM2 mit den Montagefedern gegen den oberen Montagebügel drücken.
2 Die Stütznasen in die Aussparungen des unteren Montagebügels einführen.

Hinweise zum Abmontieren:

Das ADM2 mit den Montagefedern gegen den oberen Montagebügel drücken,
bis die Stütznasen aus den Aussparungen des unteren Montagebügels herausgezogen werden können.

85
5. Montage und Anschluss

Bemaßte Zeichnung des Montagebügels

Alle Bohrungen Ø = 5,5mm


Nr. 1 Montagebügel MB - Sach-Nr. A 670 542 06 40
Nr. 2 Montagefläche
Nr. 3 Montagebügel MB - Sach-Nr. A 670 542 05 40
Die Montagebügel sind auf glatten Flächen nach den angegebenen Maßen anzuschrauben.

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5. Montage und Anschluss

Einbaulage im Fahrzeug oder Rückenansicht des ADM2

Steckergrößen von links nach rechts:


- Stecker 21 Pin
- Stecker 12 Pin
- Stecker 18 Pin
- Stecker 15 Pin

5.2.1. Einsatz in Fahrzeugen

Hier empfiehlt sich der Einbau des ADM2 in der Fahrerkabine im unteren Bereich des Armaturenbretts.

Die Montage des ADM2 im Motorraum ist nicht zulässig.

5.2.2. Einsatz bei Stationärantrieben

In diesem Fall muss man für entsprechende Umgebungsbedingungen für das ADM2 sorgen, z. B.
– durch ein separates Gehäuse,
– oder durch die Montage in Schaltschränken.

87
5. Montage und Anschluss

5.3. Anschluss

G Unfallgefahr!
Die Signaleingänge Kl. 15 und Kl. 50 der Steuergeräte sind hochohmig und nehmen Ströme im mA-Bereich auf.
Unzulässige Restspannungen an diesen Eingängen können das Erkennen des LOW-Pegels beeinflussen.
Die Folge ist:
– Motor startet ungewollt (Kl. 50)
– Motor läßt sich nicht mehr abstellen (Kl. 15)

Startet der Motor unbeabsichtigt, kann bei geschlossenem Antriebsstrang (Getriebe nicht in Neutral) das
Fahrzeug ungewollt in Bewegung oder die Arbeitsmaschine in Betrieb genommen werden und Menschenleben
gefährden.

Batterietrennschalter dürfen nur einpolig (nur Pluspol) ausgeführt werden.


Das Schalten der Masseverbindung ist nicht zulässig und kann zur Beschädigung der Steuergeräte PLD-MR und
ADM2 führen.

Beim Anschluß des ADM2 sind folgende Richtlinien zu beachten:


– Für die Verdrahtung von CAN-Anschlüssen nur DaimlerChrysler Sternviererkabel
verwenden. Dieses Kabel ist speziell für die CAN-Anwendung im Fahrzeug ausgelegt (EMV).
– Die CAN-Verbindung zwischen PLD-MR und ADM2 darf die Länge von 15 Metern nicht überschreiten.
– Das Abschalten der Versorgungsspannung (Kl. 30) ist nur nach Beenden der Nachlaufphase der Steuergeräte
zulässig. Die Nachlaufphase beginnt mit dem Abschalten von Kl. 15 und dauert ca. 5 Sekunden.
Während der Nachlaufphase werden gegebenenfalls neue Fehlercodes und Parameter in den Speicher geschrieben
und fest eingespeichert im Steuergerät ADM2, sodass diese neuen Werte beim Abschalten des ADM2 nicht verloren
gehen.
– Um Fehlereinträge zu vermeiden, ist der Eingang Kl. 15 (Klemme 15) bei allen Steuergeräten zeitgleich zu schalten.
– Um Fehlereinträge zu vermeiden, ist der Eingang Kl. 50 (Motorstart) bei ADM2 und PLD-MR zeitgleich zu schalten.
– Bei der Verdrahtung der Ladekontrolleuchte ist unbedingt eine Sperrdiode erforderlich, da sonst der Motorstopp
über Kl. 15 nicht möglich ist.
– Die Masseverbindung aller elektrischen Verbraucher sollte von einem zentralen Masseanschluß sternförmig verteilt
werden.
Bei nicht sternförmiger Masseführung oder Stromfluß über schlecht leitende Rahmenteile kann es zu Störungen
durch Masseversatz oder EMV-Einfluß kommen.

88
6. Parametrierung mit dem Diagnosegerät Minidiag 2

6. Parametrierung mit dem Diagnosegerät Minidiag 2

Mit Hilfe des Diagnosegerätes Minidiag 2 sind folgende Funktionen möglich:


–Auslesen der Steuergeräte-Version
–Auslesen/Löschen des Fehlerspeichers
–Auslesen von Istwerten (z. B. Zustände von Parametern, Analogwerte, Binärwerte von Eingängen oder Ausgängen)
–Einlernen des Fußfahrgebers (als Routine des ADM2)
–Alle Parameterwerte auf ihre Defaultwerte zurücksetzen (als Routine des ADM2)
–Parametrierung des ADM2

Die Durchführung der obigen Funktionen wird in der Betriebsanleitung des Minidiag 2 beschrieben.

89
6. Parametrierung mit dem Diagnosegerät Minidiag 2

90
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

Nachfolgend sind die Anwendungsbereiche des ADM2 und die damit verbundenen Eingänge/Eingangsgrößen,
Ausgänge/Ausgangsgrößen und Parameter aufgeführt.

7.1. Fahrbetrieb
Das Adaptionsmodul als Fahrzeugregelung (ADM2) unterscheidet Fahrbetrieb und Arbeitsdrehzahlregelung
(ADR-Betrieb).

Der Fahrbetrieb wird bei Straßenfahrzeugen angewendet.

Die Ausgangs- bzw. Stellgröße bei Fahrbetrieb ist das Motormoment.

Das ADM2 berechnet aus der Fußfahrgeberstellung einen Drehmomentsollwert für die Motorregelung PLD-MR
und teilt ihn der PLD-MR über den CAN-Bus mit. Der Verstellbereich des Drehmomentsollwertes liegt zwischen dem
momentan aktiven Minimal- und Maximalmoment. Diese Grenzen werden durch die Parameter der Gruppe
3 allgemeingültige Begrenzungen oder der Gruppe 5 Schaltbare Begrenzungen Nr. 0 und Nr. 1 oder der Gruppe
6 Schaltbare Begrenzungen Nr. 2 definiert.

Das Minimalmoment ergibt sich aus den angeschlossenen Aggregaten.

Beim Fahrbetrieb sind nachfolgende Anwendungen möglich, die in den aufgeführten Kapiteln beschrieben werden.

Anwendung

Motorstart/Motorstopp Kapitel 7.4.

Fußfahrgeber/Handfahrgeber Kapitel 7.3.

Instrumente/Anzeigen * Kapitel 7.6.

Motorbremse/ABS/Retarder Kapitel 7.5.

Getriebe Kapitel 7.7.

Istwertausgabe Kapitel 7.8.

Tachograf (Geschwindigkeit) Kapitel 7.9.

Schaltbare Begrenzungen Kapitel 7.10.

Die fettgedruckten Anwendungen sind beim Fahrbetrieb unbedingt erforderlich.

* Bei Instrumente/Anzeigen sind die Anwendungen Störleuchte und Lampe Motorstopp (Summer)
beim Fahrbetrieb unbedingt erforderlich.

91
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.1.1. Die drei Anwendungsfälle der Tempomat-Tippschalter CC+ und CC- :

1) Leerlaufdrehzahlverstellung
2) ADR-Drehzahlauswahl im Stillstand
3) Geschwindigkeitsauswahl für Tempomat im Fahrbetrieb

7.1.1.1. Leerlaufdrehzahlverstellung

Der Tempomatschalter (Pin 18/06) wird ausgeschaltet. Dann lässt sich mit den Tempomat-Tippschalter CC+
(Pin 18/05) oder CC- (Pin 18/04) die Leerlaufdrehzahl verstellen, mit CC+ nach oben und mit CC- nach unten.
Auf diesen Betriebsfall bezieht sich die Parametergruppe 2.
Weiteres zu den Bedingungen des Leerlaufes siehe Kapitel 7.1.2. Leerlauf.

7.1.1.2. ADR-Drehzahlauswahl im Stillstand

Der Tempomatschalter (Pin 18/06) wird eingeschaltet und das ADR aktiviert. Dann lässt sich mit den Tempomat-
Tippschaltern CC+ (Pin 18/05) oder CC- (Pin 18/04) die ADR-Drehzahl verstellen, mit CC+ nach oben und mit CC- nach
unten. Auf diesen Betriebsfall beziehen sich die Parametergruppe 7 und 21 für Sonderanwendungen.
Weiteres zu den Parametrierungsmöglichkeiten und den drei Betriebsarten der Arbeitsdrehzahlregelung siehe im Kapitel
7.2. Arbeitsdrehzahlregelung.

7.1.1.3. Geschwindigkeitsauswahl für Tempomat im Fahrbetrieb

Der Tempomatschalter (Pin 18/06) eingeschaltet lässt sich mit den Tempomat-Tippschaltern CC+ (Pin 18/05) oder CC-
(Pin 18/04) die Fahrzeugsollgeschwindigkeit verstellen, mit CC+ steigend und Tempomat Wiederaufnahme und
beschleunigen bzw. mit CC- fallend, Tempomat setzen und verzögern.
Auf diesen Betriebsfall bezieht sich die Parametergruppe 15.
Weiteres zu den Bedingungen des Tempomatbetriebes und die Beschreibung des Tempomaten siehe im Kapitel
7.1.3. Tempomat.

7.1.2. Bedingungen für den Leerlauf

Die Bedingungen für den Leerlauf sind:


1. Feststellbremse angezogen
2. Getriebe in Neutralstellung
3. Kupplung offen
4. Motorstart

Dann dreht der Motor hoch und erreicht seine aktuelle Leerlaufdrehzahl.
Nun kann man die Leerlaufdrehzahl über die Tempomat-Tippschalter CC- oder CC+ verstellen,
siehe unter dem Kapitel 7.1.1.1. Leerlaufdrehzahlverstellung.

92
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.1.3. Tempomat

7.1.3.1. Bedingungen für den Tempomatbetrieb:


1. Der Motorstart ist nur über das Getriebe in Neutralstellung möglich
2. Kupplungsschalter betätigt beim Schaltgetriebe oder beim Automatikgetriebe keine Abfrage des
Kupplungsschalters nötig
3. Das Fahrzeug befindet sich im Fahrbetrieb, also weder im Leerlauf noch im ADR-Betrieb
4. Die Geschwindigkeit des Fahrzeuges liegt oberhalb der Minimalgeschwindigkeit des Tempomaten
5. Der Tempomat Ein- und Ausschalter CC_EIN ist betätigt (Pin 18/06)

Sind alle Bedingungen erfüllt, kommen die Tempomat-Tippschalter CC+ oder CC- zum Einsatz:
CC+, Pin 18/05, (cruise control resume, accelerate) ist die Tempomat Wiederaufnahme und beschleunigen
CC- , Pin 18/04, (cruise control set, decelerate) ist Tempomat setzen und verzögern

7.1.3.2. Minimal- und Maximalgeschwindigkeit des Tempomaten:


Minimalgeschwindigkeit: 48 km/h siehe Defaultwert im Parameter 15/01
Maximalgeschwindigkeit: 85 km/h als gesetzliche Höchstgeschwindigkeit, wie sie in der
Parametergruppe 3, allgemeine Begrenzungen, abgelegt ist.

7.1.3.3. Übertreten des Tempomaten mit Fußfahrgeber oder Handfahrgeber:


Beim Tempomaten kann die gewählte Geschwindigkeitsbegrenzung durch den Fußfahrgeber übertreten werden, sowohl
durch die Vollgas als auch durch die Kickdown-Stellung des Fußfahrgebers, aber nur solange wie die Geschwindigkeit
kleiner ist als die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit.

Das Übertreten der Tempomat-Geschwindigkeit kann auch mit einem Handfahrgeber (Handgas) passieren.

Um Tempomat mit einen Handfahrgeber statt mit einem Fußfahrgeber zu machen, sind zwei Bedingungen nötig:
1) Handfahrgeber am ADM2 angeschlossen
2) Betätigen des Schalters FG_WAHL (Pin 18/07, masseschaltend), um vom Fußfahrgeber (FFG) auf den
Handfahrgeber (HFG) umzuschalten

Das Übertreten der Tempomat-Geschwindigkeit durch FFG oder HFG bewirkt kein Vergessen der gewählten Tempomat-
geschwindigkeit. Nach kurzzeitigem Betätigen von FFG oder HFG fällt die Geschwindigkeit wieder zurück auf die vorher
gewählte Tempomat -Geschwindigkeit.

Erst wenn der Tempomat Ein- und Ausschalter CC_EIN gedrückt wird und damit der Tempomat ausgeschaltet ist,
geht die Information der gewählten Tempomat-Geschwindigkeit verloren.

7.1.3.4. Möglichkeiten für das Außerkraftsetzen des Tempomaten


Es gibt hier drei Fälle:
1) durch Betätigen eines Bremsschalters am ADM2
2) durch Betätigen des Kupplungsschalters am ADM2
3) durch starkes Verzögern des Fahrzeuges

zu Fall 1) Hierbei ist es gleichgültig, ob es sich bei der Bremse um die Feststellbremse oder die Betriebsbremse handelt.
Der Bremsschalter der Betriebsbremse (Pin 21/15, masseschaltend) muss als Öffner verdrahtet werden und der
Bremsschalter der Feststellbremse (Pin 21/16, masseschaltend) muss als Schliesser verdrahtet werden.
Der Bremsschalter muss verdrahtet sein, um den Tempomaten wirksam außer Kraft setzen zu können.
Weil der Tempomat nicht weiß, dass der Bremsschalter zum Bremsen betätigt wurde, gibt er Gas und würde den Motor
gegen die Bremse beschleunigen. Aber weil Bremsen ein mechanischer Vorgang ist, geht es auch ohne einen
vorhandenen Bremsschalter. Der Bremsschalter zeigt an, dass das Bremspedal leicht angetippt und dadurch schon der
Tempomat außerkraftgesetzt wurde, noch bevor sich mechanisch die Bremswirkung entfaltet.

zu Fall 2) Der Kupplungsschalter zeigt an, dass die Kupplung nicht mehr geschlossen ist, sondern leicht geöffnet.
Diese Stellung des Kupplungspedals setzt den Tempomaten außer Kraft. Zur Ansteuerung eines Getriebes ist ein
weiterer Kupplungsschalter nötig, der mechanisch die Kupplung öffnet, so dass das Getriebe die Information erhält,
das die Kupplung geöffnet ist.

zu Fall 3) Wenn sich das Fahrzeug stark verzögert, wird der Tempomat außerkraftgesetzt.

93
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.1.3.5. Zwei Möglichkeiten der Tempomat-Wiederaufnahme:


Unter Stand-by versteht man die Möglichkeit die gewählte Tempomat-Geschwindigkeit wiederaufzunehmen.
Das Stand-by ist nur mit betätigtem CC_EIN (Tempomat Ein- und Ausschalter, Pin 18/06) möglich.

Es gibt zwei Möglichkeiten für einen Stand-by:


1) Der Tempomat nimmt die, vor dem Außerkraftsetzen durch die Bremse oder die Kupplung, gewählte
Tempomat-Geschwindigkeit wieder an, wenn der Tempomat-Tippschalter CC+ gedrückt wird.
2) Die automatische Wiederaufnahme des Tempomaten ist einstellbar über den Parameter 15/07.
Dadurch erspart man sich das Betätigen des Tempomat-Tippschalters CC+.

7.1.3.6. Parametrieren von Tempomat mit Motorbremse


In der Parametergruppe 10 (Konfiguratioin Motorbremse) ist festgelegt, wie die Motorbremse den Tempomaten
unterstützt. Mit dem Parameter 10/05 (Wert=1) wird gesetzt, dass die Motorbremse den Tempomaten unterstützen
soll.

Die Parameter 10/06 bis 10/09 sind die Ein- und Ausschaltgeschwindigkeiten (Schwellwerte) für die
Motorbremsstufe 1 (MBR_L) und Motorbremsstufe 2 (MBR_H). Dabei sind die Parameterwerte die
Differenzgeschwindigkeiten bezogen auf die Setzgeschwindigkeit des Tempomaten.

Damit beim Tempomatbetrieb sich die Motorbremse_Low zuschaltet, muss die Differenzgeschwindigkeit im Parameter
10/06 überschritten werden. Wird die Differenzgeschwindigkeit im Parameter 10/07 unterschritten, dann schaltet
sich die Motorbremse_Low wieder aus.

Damit beim Tempomatbetrieb sich die Motorbremse_High zuschaltet, muss die Differenzgeschwindigkeit im
Parameter 10/08 überschritten werden. Wird die Differenzgeschwindigkeit im Parameter 10/09 unterschritten, dann
schaltet sich die Motorbremse_High wieder aus.

Die Parameterwerte, speziell die Defaultwerte der Parameter 10/06, 10/078, 10/08 , 10/09 der Motorbremse, dürfen, vor
allem wegen der Reihenfolge der Motorbremsstufen, nur von speziell geschultem Personal verändert werden
oder erst nach Absprache mit dem Motorenhersteller. Eine Änderung der Parameter ist in der Regel nicht erforderlich.

7.1.4. Temposet

7.1.4.1. Zwei Möglichkeiten der Parametrierung des Temposet:


Das Temposet ist eine temporäre Maximalgeschwindigkeit.
Mit den digitalen Eingängen DSF0 oder DSF1 des ADM2 kann die aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit
zur temporären Maximalgeschwindigkeit des Fahrzeuges werden.

Die Schalter DSF0 oder DSF1 benutzt man zum Setzen oder zum Löschen der temporären Maximalgeschwindigkeit.
Es gibt beim ADM2 keine Lampe, die anzeigt, ob man mit dem Temposet fährt oder nicht.

Eingänge (Alternativen)
– Pin 12/10 Digitale Sonderfunktion 0 (DSF0), plusschaltender Eingang
– Pin 12/09 Digitale Sonderfunktion 1 (DSF1), masseschaltender Eingang
Parameter (Alternativen)
– 13/06 DSF0:
Parameterwert 3 = Temposet
– 13/07 DSF1:
Parameterwert 3 = Temposet
Entsprechend der Parametrierung des Temposet unter DSF0 oder DSF1 müssen die Eingänge DSF0 oder DSF1 beschaltet
werden: Dabei ist zu bedenken, dass der digitale Eingang DSF0 auf Plus zu schalten ist, auf die Batteriespannung, und
dass der digitale Eingang DSF1 auf Masse zu schalten ist.

7.1.4.2. Außerkraftsetzen des Temposet:


Ist ein Fußfahrgeber angeschlossen, dann kann mit seiner Kickdown-Stellung die temporeäre Maximal-
geschwindigkeit gelöscht werden, als Alternative zum Löschen durch nochmaliges Drücken des Schalters DSF0 oder
DSF1.

Um Temposet mit einen Handfahrgeber statt mit einem Fußfahrgeber zu machen, sind zwei Bedingungen nötig:
1) Handfahrgeber am ADM2 angeschlossen
2) Betätigen des Schalters FG_WAHL (Pin 18/07, masseschaltend), um vom Fußfahrgeber (FFG) auf den
Handfahrgeber (HFG) umzuschalten

Ist ein Handfahrgeber angeschlossen, der bekanntlich keine Kickdown-Stellung hat, dann kann nur durch
nochmaliges Drücken des Schalters DSF0 oder DSF1 die temporäre Maximalgeschwindigkeit gelöscht werden.

94
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.2. Arbeitsdrehzahlregelung (ADR)


Das Adaptionsmodul als Fahrzeugregelung (ADM2) unterscheidet Fahrbetrieb und Arbeitsdrehzahlregelung
(ADR-Betrieb).

Die Arbeitsdrehzahlregelung wird angewendet:


- bei Nebenabtrieben und Arbeitsmaschinen
(z. B. Kräne, Pistenpflegegeräte, Erntemaschinen, Kehrmaschinen, Müllfahrzeuge, usw.)
- bei Stationärantrieben
(z. B. Kompressoren, Stromerzeugungsaggregate, Pumpen, usw.)

Die Ausgangs- bzw. Stellgröße bei ADR-Betrieb ist die Motordrehzahl.

Der Drehzahlsollwert wird vom ADM2 aus den unten aufgeführten Eingangsgrößen ermittelt und der Motorregelung
PLD-MR über den CAN-Datenbus vorgegeben. Der Verstellbereich des Drehzahlsollwertes liegt zwischen der
momentan aktiven Minimal- und Maximaldrehzahl. Diese Grenzen werden, wie beim Fahrbetrieb, durch die Parameter
der Gruppe 3 allgemeingültige Begrenzungen oder der Gruppe 5 Schaltbare
Begrenzungen Nr. 0 und Nr. 1 oder der Gruppe 6 Schaltbare Begrenzungen Nr. 2 definiert.

Die Eingangsgröße für die Drehzahlvorgabe ist über die Parametrierung wählbar.
Es gibt die folgenden Eingangsgrößen:

– Fußfahrgeber, FFG
– Handfahrgeber, HFG
– Festdrehzahl über den Eingang PTO
– Die Kombination von Fußfahrgeber (FFG) und/oder Tippschaltereingängen CC-/CC+ ist möglich.
– Die Kombination von Handfahrgeber (HFG) und/oder Tippschaltereingängen CC-/CC+ ist möglich.
Die Kombinationen sind wirksam, wenn ein Übertreten der ADR-Drehzahl möglich sein soll durch FFG oder HFG.

Der Drehzahlsollwert wird aus dem Maximum aller gewählten Eingangsgrößen gebildet.

Bei der Arbeitsdrehzahlregelung sind nachfolgende Anwendungen möglich, die in den aufgeführten Kapiteln
beschrieben werden.

Anwendung

Motorstart/Motorstopp Kapitel 7.4.

Instrumente/Anzeigen * Kapitel 7.6.

Fußfahrgeber/Handfahrgeber Kapitel 7.3.

Istwertausgabe Kapitel 7.8.

Schaltbare Begrenzungen Kapitel 7.10.

Die fettgedruckten Anwendungen sind bei der Arbeitsdrehzahlregelung unbedingt erforderlich.

95
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.2.1. Die drei Betriebsarten der Arbeitsdrehzahlregelung:

1) Fahrerhaus-ADR (Bedienung im ADR-Betrieb vom Fahrerhaus aus)


2) ADR mit Festdrehzahlen über den Schalter PTO (Bedienung im ADR-Betrieb von außerhalb des Fahrerhauses)
3) Fahren mit ADR bei Sonderanwendungen

7.2.1.1. Fahrerhaus-ADR

Diese Betriebsart schaltet man mit dem Tempomatschalter CC_EIN (Pin 18/06) ein und lässt ihn eingeschaltet. Dann
tippt man entweder den Tempomat-Tippschalter CC+ (Pin 18/04) für eine Solldrehzahlerhöhung oder den Tempomat-
Tippschalter CC- (Pin 18/05) für eine Solldrehzahlherabsetzung. Die Anfangsdrehzahl des ADR lässt sich also mit den
Tippschaltern CC+ und CC- parametrieren. Danach schaltet man diese Betriebsart mit dem Tempomatschalter CC_EIN
(Pin 18/06) wieder aus. Parametrierungshinweise finden sich im Kapitel 7.2.3.

Auf die Betriebsart 1 bezieht sich die Parametergruppe 7, Parameter 1 bis 15.

Einsatzmöglichkeiten des Fahrerhaus-ADR können z. B. Kräne, Erntemaschinen (z. B. Mähdrescher) oder Müllfahrzeuge,
usw. sein.

7.2.1.2. ADR mit Festdrehzahlen über den Schalter PTO

Diese Betriebsart aktiviert man über den Schalter PTO (Pin 18/10): Ein- und ausgeschaltet wird über diesen Schalter.
Betätigt man kurz, also weniger als 1 Sekunde, den Schalter Pin 18/10, dann lässt sich die Solldrehzahl hochtasten,
indem aus bis zu drei voreingestellten Festdrehzahlen die nächsthöhere gewählt werden kann, durch kurzes
(weniger als 1 Sekunde) Aus- und Einschalten des PTO-Schalters Pin 18/10 oder von der höchsten in die niedrigste
Festdrehzahl umgeschaltet werden kann. Betätigt man ihn länger als 1 Sekunde, dann schaltet man diese ADR-
Betriebsart aus, wobei dann eine Entprellzeit von 2 Sekunden abzuwarten ist, bis das ADR aus ist.

Hinweis: Der Tempomatschalter CC_EIN wird ersetzt durch den Schalter PTO.
Über die Taster CC+ oder CC- kann die Drehzahl in dieser Betriebsart nicht verstellt werden, da hierzu
ausschließlich der Schalter PTO gedacht ist und es sich um Festdrehzahlen handelt.

Diese Betriebsart ist für Nebenabtriebe gedacht. Parametrierungshinweise finden sich im Kapitel 7.2.4.

Auf die Betriebsart 2 bezieht sich die Parametergruppe 7, Parameter 16 bis 25.

Einsatzmöglichkeiten der Festdrehzahl PTO können Nebenabtriebe wie z. B. Betonmischer oder Betonpumpen oder
Heizölpumpen, usw. oder Stationärantriebe, z. B. Kompressoren oder Pumpen oder Stromerzeugungsaggregate
oder z. B. Kehrmaschinen sein.

7.2.1.3. Fahren mit ADR bei Sonderanwendungen

Diese Betriebsart wählt man dann, wenn die Anwendung immer im ADR-Betrieb sein soll.

Parametrierungshinweise finden sich im Kapitel 7.2.5.

Auf die Betriebsart 3 bezieht sich die Parametergruppe 21.

Einsatzmöglichkeiten dieser Betriebsart können z. B. hydraulische Antriebe (z. B. Pistenpflegegeräte)


oder z. B. Oberwagenmotoren in Kränen.

96
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.2.2. PID-Drehzahlregler im PLD-MR in Bezug auf die ADR-Betriebsarten:

7.2.2.1. Parametrierung der PLD-MR Drehzahlregler

Im PLD-MR sind fünf auswählbare Reglertypen, der Leerlaufregler und der Endabregler realisiert.
Jeder dieser auswählbaren Regler kann durch einen der folgenden Parameter des ADM2 zum ADR-Regler bestimmt
werden:
1) Fahrerhaus-ADR:
Die Reglertypauswahl erfolgt durch den Parameter 07/10 (für Aktivieren des ADR durch CC-)
oder durch den Parameter 07/13 (für Aktivieren des ADR durch CC+).

2) ADR mit Festdrehzahlen über den Schalter PTO:


Die Reglertypauswahl erfolgt durch den Parameter 07/18 (für die Festdrehzahl #1) oder durch den Parameter 07/21
(für die Festdrehzahl #2) oder durch den Parameter 07/24 (für die Festdrehzahl #3).

3) Fahren mit ADR bei Sonderanwendungen:


Die Reglertypauswahl erfolgt durch den Parameter 21/02.

7.2.2.2. Gegenüberstellung der PLD-MR Drehzahlregler

Reglertyp-
Eigenschaft Anwendung
nummer

PID Regler Drehzahlangleichung beim Schalten.


0 1 Satz Parameter (fest) Reserviert für die DaimlerChrysler
Motorbremse kann angefordert werden Entwicklung.

PID Regler Nebenabtriebsregelung


1 2 Parametersätze (fest) Arbeitsdrehzahlregelung
für Großsignal und Kleinsignal Standard ADR-Regler

PID Regler
Hochdynamische Anwendungen
2 Parameter sind kennliniengeführt
z. B. Betonpumpen
1 Satz Kennlinien-Parameter

PID Regler Nebenabtriebsregelung


3 1 Satz Parameter (fest) Arbeitsdrehzahlregelung
für Großsignal und Kleinsignal 25% dynamischer als Typ 1

Nebenabtriebsregelung
PID Regler
4 Arbeitsdrehzahlregelung
entspricht Typ 3
25% schwächer als Typ 1

Nebenabtriebsregelung
PID Regler
5 Arbeitsdrehzahlregelung
entspricht Typ 1
50% schwächer als Typ 1

PID Regler
Leerlaufregler
15 Parameter sind kennliniengeführt
Notlaufregler bei CAN-Ausfall und/oder
Leerlaufregler 2 Satz Kennlinien-Parameter
FMR- bzw. ADM2-Ausfall
getrennt nach Motor-kalt und Motor-warm

PI Regler Endabregler
Endabregler Parameter sind kennliniengeführt Abregelverlauf ist über die Kennlinie
1 Satz Kennlinien-Parameter formbar.

PID-Regler sind parameteroptimierte Regler:


Mit festen Parametern können sie nur auf einen (linearisierten) Arbeitspunkt optimal eingestellt werden.

P: Proportional-Anteil: Grobe Ausregelung: Stellgröße = Regelabweichung * KP

I: Integral-Anteil: Stationäre Genauigkeit: Stellgröße = (Aufsummierte/integrierte Regelabweichung) * KI

D: Differential-Anteil: Dynamik: Stellgröße = Änderungsgeschwindigkeit der Regelabweichung * KD


(Alle D-Regler sind als D-T1-Regler ausgeführt)

97
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.2.2.3. Unmöglichkeit der Zuordnung der PLD-MR-Reglertypen zu ADR-Betriebsarten:

Die Applikationsingenieure bei DaimlerChrysler stellen die Regler, je nach Kundenanforderungen und
Kundenwünschen, ein bei der passenden Betriebsart der Arbeitsdrehzahlregelung.

Es kann sich bei jeder der drei Betriebsarten der ADR jede Reglertypnummer wiederfinden.
Eine direkte Zuordnung bestimmter Reglertypen der PID-Regler des PLD-MR zu einer bestimmten Betriebsart der ADR ist
daher nicht möglich.

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7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.2.3. Parametrieren der Betriebsart Fahrerhaus ADR

Auf diese Betriebsart bezieht sich die Parametergruppe 7, Parameter 1 bis 15.

Einsatzmöglichkeiten des Fahrerhaus-ADR können z. B. Kräne, Erntemaschinen (z. B. Mähdrescher) oder Müllfahrzeuge,
usw. sein.

Liegt die Fahrzeuggeschwindigkeit unterhalb der parametrierten Schwelle (Parameter 7/08), dann ist das Fahrzeug im
ADR-Betrieb, aber nur dann, wenn gleichzeitig das ADR aktiviert ist (Parameter 7/01).
Liegt die Fahrzeuggeschwindigkeit oberhalb der parametrierten Schwelle (Parameter 7/08), dann ist das Fahrzeug aus
dem ADR-Betrieb heraus.

7.2.3.1. Drei alternative Möglichkeiten, um das ADR freizugeben:


Nur für die Parametergruppe 7 gibt es die drei Möglichkeiten der Freigabe des ADR, also nur in den Betriebsarten
Fahrerhaus-ADR oder ADR mit Festdrehzahlen über den Schalter PTO, aber bei der Parametergruppe 21 Fahren
mit ADR gibt es diese Freigabe-Möglichkeiten nicht.

1) Freigabe des ADR ohne Bedingungen (Parameter 7/01, Wert=1)


2) Freigabe des ADR nur mit Neutral (Parameter 7/01, Wert=2)
3) Freigabe des ADR mit Neutral und Feststellbremse (Parameter 7/01, Wert=3)

Wert 1 bedeutet, dass die ADR aktiviert wird, wobei die Neutralstellung des Getriebes oder die Feststellbremse keine
Rolle spielen.

Wert 2 bedeutet, dass die ADR nur aktiviert werden kann, wenn das Getriebe in seiner Neutralstellung ist.

Wert 3 bedeutet, dass die ADR nur aktiviert werden kann, wenn das Getriebe in seiner Neutralstellung ist
und die Feststellbremse betätigt ist („angezogene Handbremse“).

Vorsicht ist geboten bei der Kombination dieses Parameters 7/01 (eingestellt auf Wert=3) mit dem Parameter 7/06
(eingestellt auf Wert =1). Das geht nicht zusammen, denn die Freigabebedingung nach dem Parameter 7/01 widerspricht
der Abschaltbedingung nach Parameter 7/06.
Fazit: Wird die Feststellbremse betätigt zum Freigeben der ADR kann nicht gleichzeitig die Feststellbremse betätigt werden
zum Abschalten der ADR.

7.2.3.2. Parametrieren und Auswählen von Drehzahl, Reglertyp und Drehmoment mit den Tastern
CC+ oder CC-:
Diese Betriebsart schaltet man mit dem Tempomatschalter CC_EIN (Pin 18/06) ein und lässt ihn eingeschaltet. Dann
tippt man entweder den Tempomat-Tippschalter CC+ (Pin 18/04) für eine Solldrehzahlerhöhung oder den Tempomat-
Tippschalter CC- (Pin 18/05) für eine Solldrehzahlherabsetzung. Die Anfangsdrehzahl des ADR lässt sich also mit den
Tippschaltern CC+ und CC- parametrieren, je nach dem, welche Drehzahl das angeschlossenen Aggregat benötigt.

Mit den Tastern CC+ oder CC- wird nicht nur eine Drehzahl für die Betriebsart Fahrerhaus ADR gewählt, sondern eine
Kombination aus Anfangsdrehzahl, Reglertyp und Maximalmoment, durch kurzes Antippen für weniger als 0,2 s.

Aktiviert man das ADR über CC- bei gedrücktem Tempomatschalter CC_Ein, dann kann man im Parameter 7/09 die
Startdrehzahl, die in den Grenzen der Parameter 7/02 und 7/03 liegt, im Diagnosegerät Minidiag 2 oder mit den Tasten
CC+ und CC- voreinstellen. Dann wählt man im Parameter 7/10 die Reglertypnummer des Drehzahlreglers aus,
wodurch ein Drehzahlregler im PLD-MR angesprochen wird. Danach stellt man im Parameter 7/11 das Maximal-
moment ein, dass bei der Aktivierung des ADR über CC- wirksam werden soll. Eine Drehzahlvorgabe mit dem Fuß-
fahrgeber (FFG) ist möglich, wenn die Parameter 7/04 und 7/05 eingestellt wird.

Aktiviert man das ADR über CC+ bei gedrücktem Tempomatschalter CC_Ein, dann kann man im Parameter 7/12 die
Startdrehzahl, die in den Grenzen der Parameter 7/02 und 7/03 liegt, im Diagnosegerät Minidiag 2 oder mit den Tasten
CC+ und CC- voreinstellen. Dann wählt man im Parameter 7/13 die Reglertypnummer des Drehzahlreglers aus,
wodurch ein Drehzahlregler im PLD-MR angesprochen wird. Danach stellt man im Parameter 7/14 das Maximal-
moment ein, dass bei der Aktivierung des ADR über CC+ wirksam werden soll. Eine Drehzahlvorgabe mit dem Fuß-
fahrgeber (FFG) ist möglich, wenn die Parameter 7/04 und 7/05 eingestellt wird.

Danach schaltet man diese Betriebsart mit dem Tempomatschalter CC_EIN (Pin 18/06) wieder aus.

Hinweis: Die Parameter 7/16 bis 7/25 sind nicht für diese Betriebsart Fahrerhaus ADR gedacht und brauchen
daher hier nicht berücksichtigt zu werden.

99
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.2.3.3. Zwei alternative Möglichkeiten, um das ADR zu beenden (Panikabschaltung):


Nur für die Parametergruppe 7 gibt es die zwei Möglichkeiten der Abschaltung des ADR, also nur in den
Betriebsarten Fahrerhaus ADR oder ADR mit Festdrehzahlen über den Schalter PTO, aber bei der Parameter-
gruppe 21 Fahren mit ADR gibt es diese Abschalt-Möglichkeiten nicht.

1) Abschaltung über eine Bremse (Parameter 7/06, Wert=1)


2) Abschaltung über die Kupplung (Parameter 7/07, Wert=1)

Fall 1 gibt es, wenn man beim Parameter 7/06 den Wert auf 1 stellt. Mit „Bremse“ sind im Parameter 7/06 sind die
Betriebsbremse oder die Feststellbremse gemeint. Betätigt man eine der beiden Bremsen oder beide Bremsen gleich-
zeitig, dann wird die ADR beendet.
Vorsicht ist geboten bei der Kombination dieses Parameters 7/01 (eingestellt auf Wert=3) mit dem Parameter 7/06
(eingestellt auf Wert =1). Das geht nicht zusammen, denn die Freigabebedingung nach dem Parameter 7/01 widerspricht
der Abschaltbedingung nach Parameter 7/06.
Fazit: Wird die Feststellbremse betätigt zum Freigeben der ADR kann nicht gleichzeitig die Feststellbremse betätigt werden
zum Abschalten der ADR.

Fall 2 gibt es, wenn man beim Parameter 7/07 den Wert auf 1 stellt. Betätigt man die Kupplung, dann wird die ADR
beendet.

7.2.4. Parametrieren der Betriebsart ADR mit Festdrehzahlen über den Schalter PTO

Diese Betriebsart ist für Nebenabtriebe gedacht.

Auf diese Betriebsart bezieht sich die Parametergruppe 7, Parameter 16 bis 25.

Einsatzmöglichkeiten der Festdrehzahl PTO können Nebenabtriebe wie z. B. Betonmischer oder Betonpumpen oder
Heizölpumpen, usw. oder Stationärantriebe, z. B. Kompressoren oder Pumpen oder Stromerzeugungsaggregate
oder z. B. Kehrmaschinen sein.

7.2.4.1. Drei alternative Möglichkeiten, um das ADR freizugeben:


vergleiche dazu Kapitel 7.2.3.1.

7.2.4.2. Parametrieren und Auswählen von Drehzahl, Reglertyp und Drehmoment mit dem Schalter
PTO:
Diese Betriebsart aktiviert man über den Schalter PTO (Pin 18/10): Ein- und ausgeschaltet wird über diesen Schalter.
Betätigt man kurz, also weniger als 1 Sekunde, den Schalter Pin 18/10, dann lässt sich die Solldrehzahl hochtasten,
indem aus bis zu drei voreingestellten Festdrehzahlen die nächsthöhere gewählt werden kann, durch kurzes
(weniger als 1 Sekunde) Aus- und Einschalten des PTO-Schalters Pin 18/10 oder von der höchsten in die niedrigste
Festdrehzahl umgeschaltet werden kann. Betätigt man ihn länger als 1 Sekunde, dann schaltet man diese ADR-
Betriebsart aus, wobei dann eine Entprellzeit von 2 Sekunden abzuwarten ist, bis das ADR aus ist.

Hinweis: Der Tempomatschalter CC_EIN wird ersetzt durch den Schalter PTO.
Über die Taster CC+ oder CC- kann die Drehzahl in dieser Betriebsart nicht verstellt werden, da hierzu
ausschließlich der Schalter PTO gedacht ist und es sich um Festdrehzahlen handelt.

Es werden immer Dreiergruppen gewählt aus Festdrehzahl, Reglertyp und Maximalmoment, z. B. Parameter 7/17, 7/18,
7/19 oder 7/20, 7/21, 7/22 oder 7/23, 7/24, 7/25.

Die auswählbaren Festdrehzahlen in den Parametern 7/17, 7/20 und 7/23 liegen in den gleichen Grenzen der
Minimaldrehzahl und Maximaldrehzahl wie die Parameter 7/02 und 7/03 und hängen vom Arbeitsbereich des
angeschlossenen Aggregates ab.
Die auswählbaren Reglertypnummern der Drehzahlregler in den Parametern 7/18, 7/21 und 7/24 sind die gleichen
wie in den Parametern 7/10 und 7/13, wodurch die Drehzahlregler im PLD-MR angewählt werden.
Die auswählbaren Maximalmomente in den Parametern 7/19, 7/22 und 7/25 sind die gleichen wie in den Parametern
7/11 und 7/14 und hängen vom angeschlossenen Aggregat ab.
Im Parameter 7/16 wird vorgewählt, wieviele Festdrehzahlen es geben soll. Es können bis zu drei Festdrehzahlen sein:

Wahl einer Festdrehzahl: Man nimmt den Voreinstellwert=1 in Parameter 7/16:


Dann sind nur die Parameter 7/17 bis 7/19 wirksam, aber die Parameter 7/20 bis 7/25 unwirksam.
Wahl von zwei Festdrehzahlen: Man nimmt den Wert=2 in Parameter 7/16:
Dann sind nur die Parameter 7/17 bis 7/19 und 7/20 bis 7/22 wirksam, aber die Parameter 7/23 bis 7/25 unwirksam.
Wahl von drei Festdrehzahlen: Man nimmt den Wert=3 in Parameter 7/16:
Dann sind alle Parameter 7/17 bis 7/25 wirksam.

100
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.2.4.3. Zwei alternative Möglichkeiten, um das ADR zu beenden (Panikabschaltung):


vergleiche dazu Kapitel 7.2.3.3.

7.2.5.Parametrieren der Betriebsart Fahren mit ADR bei Sonderanwendungen

Diese Betriebsart wählt man dann, wenn die Anwendung immer im ADR-Betrieb sein soll.

Auf diese Betriebsart bezieht sich die Parametergruppe 21.

Einsatzmöglichkeiten dieser Betriebsart können z. B. hydraulische Antriebe (z. B. Pistenpflegegeräte)


oder z. B. Oberwagenmotoren in Kränen.

Diese Betriebsart wird freigegeben durch den Parameter 21/01, wenn dieser den Wert 1 hat und sie lässt sich nur
beenden oder sperren durch Ändern der Parametrierung des Parameters 21/01 vom Wert=1 zum Wert=0.

Im Parameter 21/02 wird die Reglertypnummer des Drehzahlreglers, wodurch ein Drehzahlregler im PLD-MR
angewählt wird.

Im Parameter 21/03 lässt sich das Maximalmoment für diese Betriebsart einstellen, dass vom angeschlossenen
Aggregat abhängt.

Die Parametrierung erfolgt im Stillstand des Fahrzeuges.

101
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.3. Fußfahrgeber/Handfahrgeber
7.3.1. PWM Fußfahrgeber Einlernroutine und Parametrierungshinweise
7.3.2. analoger Fußfahrgeber Einlernroutine und Parametrierungshinweise

G Unfallgefahr!
Der Fußfahrgeber ist eine sicherheitsrelevante Funktion für das Nutzfahrzeug. Durch falsche Verdrahtung
oder Parametrierung kann die Reaktion des Fußfahrgebers stark beeinträchtigt werden. Dadurch kann der
Fahrerwunsch (z. B. Gas-Rücknahme) unvollständig oder verspätet umgesetzt werden.

Änderungen der Fußfahrgeber-Parameter dürfen nur von speziell geschultem Personal oder nach Absprache
mit dem Motorhersteller durchgeführt werden.
Eine Änderung der Fußfahrgeber-Parameter ist in der Regel nicht erforderlich.

Nur von DaimlerChrysler freigegebene Fußfahrgeber verwenden. Die Verwendung eines anderen
Fußfahrgebers könnte zu Funktionsstörungen oder Beschädigungen des ADM2 führen.

Als Fußfahrgeber kann entweder ein analoger Fußfahrgeber oder ein PWM Fußfahrgeber am ADM2 angeschlossen sein:
Ein analoger Fußfahrgeber ist z. B. das Williams Fahrpedal, ein PWM Fußfahrgeber ist z. B. das VDO Fahrpedal, wo aus
der Pedalstellung ein pulsweitenmoduliertes Signal erzeugt wird, das dann am Ausgang anliegt.

Der Fahrerwunsch (Fußfahrgeberstellung) wird beim PWM-FFG von zwei unabhängig arbeitenden
Elektronikmodulen erfaßt und über zwei PWM-Signale mit gegenläufigem Tastverhältnis übertragen.
Die Auswerte-Elektronik überprüft die Plausibilität der Fußfahrgebersignale und generiert bei Abweichungen
Fehlercodes.

Den Fußfahrgeber-Anschlägen (Leerlauf, Vollgas) sind keine konstanten Signalwerte zugeordnet. Aus diesem Grund
ist ein einmaliges Einlernen des Fußfahrgebers am Steuergerät ADM2 erforderlich, das mit dem Diagnosegerät
Minidiag 2 durchgeführt wird. Diese Prozedur legt die Fußfahrgeber-Extremwerte im nicht flüchtigen Speicher des
Steuergeräts ab.

Beim Tausch von Fußfahrgeber oder Steuergerät ist das Einlernen zu wiederholen.

Der Einlernvorgang ist beim analogen Fußfahrgeber und beim beim PWM-Fußfahrgeber gleich!

Zunächst den Motor abstellen, da der Fußfahrgeber nur bei stillstehendem Motor eingelernt werden kann.

Als Geräte zum Einlernen des Fußfahrgebers werden benötigt:


1. Spannungsversorgung für ADM2
2. ADM2 Steuergerät
3. analoger FFG oder PWM FFG
4. Minidiag 2 Diagnosegerät

Im Minidiag 2 wird das Menü „Routinen“ und dann das Untermenü Nr. 1: „FFG einlernen“ gewählt.
Der Einlernvorgang des FFG wird durch die Anzeigen des Diagnosegerätes Minidiag 2 beschrieben.

Eingelernt wird zuerst der Minimalanschlag des FFG (0 %) und als zweites der Maximalanschlag des FFG (100%). Dabei
ist zu beachten, das der FFG voll durchgetreten wird, um noch die Kickdown-Stellung mitzunehmen, um spätere
Fehlermeldungen zu vermeiden, weil sich sonst die Maximalstellung noch übertreten lassen würde.

Vorsicht: Die ADM2 Routine Nr.2 „Parameter auf Defaultwerte zurücksetzen“ setzt auch die Parameter des
Fußfahrgebers zurück, als wäre er nicht eingelernt worden!
Dies betrifft die Parameter 11/09 analog FFG eingelernt (Parameter nur lesbar!) und 11/10 PWM FFG eingelernt
(Parameter nur lesbar!).

Der Fußfahrgeber kann sowohl beim Fahrbetrieb als auch bei der Arbeitsdrehzahlregelung eingesetzt werden.
Entsprechend der Fußfahrgeberposition kann beim Fahrbetrieb ein Drehmomentsollwert, bei der Arbeitsdrehzahl-
regelung ein Drehzahlsollwert vorgegeben werden.

Für die Funktion Fußfahrgebersperre gibt es den Eingang Pin 18/16 (FFG Sperre):
Bei aktivem Eingang sind Fußfahrgeber (FFG) und Handfahrgeber (HFG) nicht wirksam.

102
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

Versorgungsspannungen
– Pin 21/09: AFP+ : Versorgung für analogen Fußfahrgeber
– Pin 15/05: FP+ : PWM FFG Versorgung
– Pin 21/14: FP- : Masse Fußfahrgeber

Eingänge
– Pin 18/07: FG_Wahl: Auswahl Handfahrgeber schaltet bei Betätigung um vom FFG auf HFG
– Pin 21/12: GAS1: PWM FFG, Zweig 1
– Pin 21/13: GAS2: PWM FFG. Zweig 2
– Pin 21/11: AFPS: Signal analoger FFG

Parameter
– 11/01 Fußfahrgeber vorhanden:
Parameterwert 1 = PWM FFG
Parameterwert 2 = analog FFG (Voreinstellwert)

Die Parameter der Gruppe 11 Fußfahrgeber und der Gruppe 24 Fußfahrgeber extra beeinflussen ebenfalls das
Fußfahrgeberverhalten. Änderungen dieser Parameter sind jedoch nicht erforderlich.

7.3.1. analoger Handfahrgeber (Handgas)

G Unfallgefahr!
Änderungen der Parameter dieser Gruppe dürfen nur von speziell geschultem Personal oder nach Absprache
mit dem Motorhersteller durchgeführt werden.
Eine Änderung dieser Parameter ist in der Regel nicht erforderlich.

Versorgungsspannung
– Pin 18/17: HFG+ : Versorgung Handfahrgeber, Luftfiltersensor
– Pin 21/03: Kl. 31 : Masse

Eingänge
– Pin 18/07: FG_Wahl: Auswahl Handfahrgeber schaltet bei Betätigung um vom FFG auf HFG
– Pin 18/18: HFGS: Signal Handfahrgeber

Parameter
– 20/01 Handfahrgeber (HFG) vorhanden:
Parameterwert 0 = HFG nicht vorhanden
Parameterwert 1 = HFG vorhanden
– 20/05 Handfahrgeber Leerlauf Position
– 20/06 Handfahrgeber Volllast Position

Der analoge Handfahrgeber kann nicht eingelernt werden:


In der Parametergruppe 20 werden die Anschläge des Handfahrgebers für seine Leerlauf Position
(Parameter 20/05) und seine Volllast Position (Parameter 20/06) parametriert.

Der analoge Handfahrgeber kann bei ADR-Betrieb (Arbeitsdrehzahlregelung) oder, wenn die
Kundenanwendung es erfordert, auch bei Fahrbetrieb eingesetzt werden.
Beides ist beim Oberwagenbetrieb möglich.

Für die Funktion Handfahrgebersperre gibt es den Eingang Pin 18/16 (FFG Sperre):
Bei aktivem Eingang sind Fußfahrgeber (FFG) und Handfahrgeber (HFG) nicht wirksam.

Wichtiger Hinweis:
Bei angeschlossenem Handfahrgeber und betätigen des Umschalters FG_Wahl (PIN 18/07)
gelten alle Parametrierungsmöglichkeiten, die laut Parameterliste im Kapitel 4.1. mit dem Fußfahrgeber (FFG)
aktiviert oder beeinflusst werden konnten, dann ausschließlich mit dem Handfahrgeber (HFG) aktiviert oder
beeinflusst werden können, mit den gleichen Parametern wie beim FFG vorher.

103
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.4. Motorstart/Motorstopp

G Unfallgefahr!
Die Funktionen „Startsperre“ und „Motorstart bei Automatikgetriebe“ sind bei Motor-Notlauf ohne Steuergerät
ADM2 bzw. bei defekter CAN-Verbindung unwirksam. Der Motorstart erfolgt in diesen Fällen nur durch die
Motorregelung PLD-MR und kann nicht mehr durch das ADM2 beeinflußt werden. Der Motor könnte
unbeabsichtigt durch die PLD-MR gestartet werden. Bei geschlossenem Antriebsstrang (Getriebe nicht in
Neutral) könnte dadurch das Fahrzeug ungewollt in Bewegung oder die Arbeitsmaschine in Betrieb genommen
werden und Menschenleben gefährden.

7.4.1. Zwei Alternativen zum Motorstart

7.4.1.1. Motorstart über Klemme 50

Der Startertyp JE ist vorzuziehen. Der jeweilige Startertyp ist im PLD-MR zu parametrieren.
(Parameter 06/09 der PLD-MR: JE/KB Konfiguration: Wert = 0 bedeutet JE und Wert = 1 bedeutet KB)

Startertyp JE:
Bei DaimlerChrysler Motoren mit Startertyp JE steuert die Motorregelung PLD-MR den Motorstart. Dabei wird der
Anlasser direkt von einem Ausgang der PLD-MR angesteuert. Der Motorstart ist über die Verdrahtung und Schaltung
des Eingangs Kl. 50 am ADM2 und des Eingangs Kl. 50 der Motorregelung PLD-MR möglich. Die Eingänge Kl. 50
müssen bei ADM2 und PLD-MR parallel geschaltet werden.

Startertyp KB:
Der Starter geht direkt auf die Klemme 50 der PLD-MR Motorregelung.
Die Klemme 50 wird bei diesem Startertyp nicht auf die PLD-MR und nicht auf das ADM2 verdrahtet.
Die Klemme 15 wird auf die PLD-MR und auf das ADM2 verdrahtet.

Hinweise zum Getriebetyp


Bei einem Automatikgetriebe (Parameter 2/05 Getriebetyp: Parameterwert 2) ist ein Motorstart nur möglich, wenn der
Eingang NE (Neutralstellung) auch aktiv ist. Liegt ein mechanisches Schaltgetriebe (Getriebetyp: Parameterwert 0)
oder ein automatisiertes Getriebe (Getriebetyp: Parameterwert 1) vor, dann ist der Motorstart bei betätigter Kupplung
immer möglich, unabhängig von der Neutralstellung des Getriebes, Eingang NE, über den Eingang Klemme 50.

Eingänge
– Pin 15/01, NE, Neutralstellung
– Pin 12/01, Klemme 50, Eingang Motorstart

Parameter
– 02/05 Getriebetyp:
Parameterwert 0 = mechanisch (mechanisches Schaltgetriebe vorhanden)
Parameterwert 1 = automatisiert (automatisiertes Getriebe vorhanden)
Parameterwert 2 = automatisch (Automatikgetriebe vorhanden)

Ausgangsgröße
– Anforderung Motorstart an PLD-MR über CAN-Verbindung

104
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.4.1.2. Motorstart durch ADM2 direkt über CAN

Eingänge
– Pin 15/01, NE, Neutralstellung
– Pin 12/01, Klemme 50, Eingang Motorstart

Ausgangsgröße
– Anforderung Motorstart an PLD-MR über CAN-Verbindung

Voraussetzung ist, dass das Getriebe in der Neutralstellung ist.


Das ADM2 startet den Motor direkt über den CAN, wenn sie über diesen eine Startanforderung an die PLD-MR sendet
und diese kein Signal vom Service-Start-Taster am Motorblock bekommt oder die Kl. 50 nicht als EIN erkennt.
In diesem Fall wird der Motor mit 1 Sekunde Verzögerung gestartet, sofern dies zulässig ist (Neutralstellung).

Hinweis: Das ADM2 hat eine höhere Priorität gegenüber der PLD-MR, da es im geschützten Bereich des
Fahrerhauses angeordnet ist und somit keinen äußeren Einflüssen ausgesetzt ist.

7.4.1.3.Kaltstart mit Heizflansch

Eingänge
– Pin 12/10 Digitale Sonderfunktion 0 (DSF0), plusschaltender Eingang
– Pin 12/09 Digitale Sonderfunktion 1 (DSF1), masseschaltender Eingang

Ausgänge
– Pin 15/09, REL2, Ansteuerung Relais 2, masseschaltender Ausgang
– Pin 21/07, LA_GRID, Kontrollleuchte Heizflansch

Zur Kontrolleuchte Heizflansch siehe Kapitel 7.6.7.


Wenn die Leuchte am Ausgang LA_GRID angeht, ist eine Kaltstarteinrichtung, hier ein Heizflansch aktiv.
Dann muss mit dem Starten des Motors solange gewartet werden, bis die Leuchte erlischt.
Mit dem Eingang DSF0 oder DSF1 werden die Zustände des Heizflansches überwacht.

Parameter
– 2/07 Konfiguration Relais 2:
Parameterwert 1 = Heizflansch
– 13/06 DSF0:
Parameterwert 4 = Überwachung Heizflansch
– 13/07 DSF1:
Parameterwert 4 = Überwachung Heizflansch

Verdrahtung des Heizflanschrelais

Wenn der Lastkreis des Heizflanschrelais plusschaltend ist, dann den Eingang DSF1 benützen und DSF1 auf die
Plusseite des Heizflansches verdrahten.

Wenn der Lastkreis des Heizflanschrelais masseschaltend ist, dann den Eingang DSF0 benützen und DSF0 auf die
Masseseite des Heizflansches verdrahten.

Diese Verdrahtung soll deshalb gewählt werden, um das Heizflanschrelais auf Kleben eines Kontaktes hin zu
überwachen.

Durchlaufen der Phasen des Kaltstarts


Im Analogwert 35 im Kapitel 8 sind die Phasen des Kaltstarts abgelegt.
Mit dem Diagnosegerät Minidiag 2 lassen sich die Zustände des Heizflansches auslesen.

Analogwert 35 im Kapitel 8:
Zustand Heizflansch,
Heizflansch Ablauf:
0=Init,
1=Vorheizung,
2=Startbereitschaft,
3=Start,
4=Nachheizung,
5=Abkühlung,
6=Ende.

105
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

Zustand 0 = Init: Initialisierung der Kaltstartfunktion

Zustand 1 = Vorheizung: Während der Vorheizphase leuchte die Kontrollleuchte Heizflansch und während dieser
Phase soll der Motor nicht gestartet werden.

Zustand 2 = Startbereitschaft: Die Vorheizphase ist abgeschlossen und der Motor kann gestartet werden.
Das Erlöschen der Kontrollleuchte Heizflansch zeigt die Startbereitschaft an.

Zustand 3 = Start: Hier erfolgt der Motorstart

Zustand 4 = Nachheizung: Das ist das Heizen nach dem Motorstart zur Vermeidung von Weißrauch.

Zustand 5 = Abkühlung: Während der Abkühlphase wird der Heizflansch nicht mehr angesteuert.

Zustand 6 = Ende: Ende des Kaltstarts.

7.4.1.4. Temperaturkorrektur Blockheizgerät

Das Blockheizgerät erleichtert den Kaltstart des Motors und verhindert die Rauchentwicklung in den Fällen, wo der
Motorblock über eine gewisse Dauer warm gehalten werden muss, um das Fahrzeuig einsatzfähig zu halten, z. B.
Feuerwehrfahrzeuge.

Parameter
– 2/14 Temperaturkorrektur Blockheizgerät
Diesen Parameter 2/14 gibt es erst ab der Diagnoseversion 203 des ADM2:

- Der Parameter kompensiert die durch ein Blockheizgerät vom Kühlmitteltemperatursensor fälschlicherweise zu hoch
ermittelte Motortemperatur.
- Ist der Temperaturkorrekturwert zu klein, so wird es beim Kaltstart zu Rauchentwicklung kommen, da
fälschlicherweise der Motor als wärmer angesehen wird.
- Ist kein Blockheizgerät verbaut, so ist der Temperaturkorrekturwert auf 0° Celsius einzustellen (Grundwert oder
Voreinstellwert).

106
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.4.2. Drei Alternativen für Motorstopp

7.4.2.1.Motorstopp über Klemme 15 (AUS)

Eingang
– Pin 21/02: Klemme 15 (AUS)

Ausgangsgröße
– Anforderung Motorstopp an PLD-MR (Senden Nullmenge via Motor-CAN)
vergleiche: Kapitel 8 Binäre Messwert Nr. 7/1 Nullmenge

Der Motorstopp erfolgt durch Abschalten der Steuereingänge Kl. 15 (Klemme 15) von ADM2 und PLD-MR.
Die PLD-MR bekommt das Signal vom ADM2 über den Motor-CAN, keine Einspritzung zu machen, also Nullmenge zu
geben.

Die Hinweise im Kapitel 5.3 zum Anschluss des ADM2 (bezüglich der Nachlaufphase, Eingangswiderstand der
Eingänge, Sperrdiode, usw.) sind zu beachten.

7.4.2.2.Motorstopp über den externen Stoptaster des ADM2

Eingang
– Pin 12/11: Motorstopp extern (plusschaltender Eingang)
Dieser Eingang muss verdrahtet werden auf den externen Taster für Motorstopp.

Ausgangsgröße
– Anforderung Motorstopp an PLD-MR (Senden Nullmenge via Motor-CAN)
vergleiche: Kapitel 8 Binäre Messwert Nr. 7/1 Nullmenge

Solange der externe Taster gedrückt ist, bekommt die PLD-MR das Signal vom ADM2, keine Einspritzung zu geben,
also Nullmenge. Das Signal liefert der Motor-CAN. Der Taster muss solange gedrückt bleiben bis der Motor steht.
Solange die Motordrehzahl über 50 1/min liegt springt der Motor wieder an. Dadurch wird durch kurzzeitiges,
versehentliches Betätigen des externen Stoptasters der Motor nicht abgestellt.

7.4.2.3.Motorstopp über CAN SAE J1939

Eingangsgröße
Meldung an ADM2 via CAN SAE J1939 Motorstopp mit PGN 61184

Ausgangsgröße
– Anforderung Motorstopp an PLD-MR (Senden Nullmenge J 1939 via CAN SAE J1939)
vergleiche: Kapitel 8 Binäre Messwert Nr. 7/2 Nullmenge J1939 und Kapitel 11 CAN Telegramme nach SAE J1939

Der CAN SAE J1939 meldet an das ADM2 die Anforderung Motorstopp mit PGN 61184.
Das ADM2 sendet an die PLD-MR die Anforderung Motorstopp mit der Nullmenge J1939.
Das PLD-MR spritzt nun nicht mehr ein, was zum Motorstopp führt.

107
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.4.3.Service-Start-Taster und Service-Stop-Taster am Motorblock

Nähere Erläuterungen zu diesen beiden Tastern sind in der Dokumentation der PLD-MR Motorregelung zu
finden!

7.4.3.1.Service-Start-Taster am Motorblock

Sofern der Starter nicht gesperrt ist, kann ein ’’Taster-Start’’ über den Service-Start-Taster vom Motorsteuergerät (PLD-
MR), bei eingeschalteter Zündung eingeleitet werden.

G Verletzungsgefahr!
Aus Sicherheitsgründen wird bei eingelegtem Gang ein Start über den Service -Start-Taster am Motorblock von
der Fahrzeugregelung ADM2 unterbunden. Ein Start über den Service-Start-Taster ist nur in Neutralstellung
des Getriebes und nur bei intaktem Motor-CAN möglich (im CAN-Notlauf und bei Betrieb ohne CAN ist kein
Start möglich).

Wird der Service-Start-Taster gedrückt, fordert die PLD-MR über den CAN einen Motorstart an. Das ADM2
prüft dei Zulässigkeit (z. B. Neutralstellung usw.) und bestätigt die Anforderung. Daraufhin steuert die PLD-MR den
Starter an.

Ausgespurt wird der Starter, wenn der Service-Start-Taster losgelassen wird oder die Starterschutzfunktion aktiv ist.
Wird der Service-Start-Taster losgelassen und ist die Startanforderung vom Motor-CAN (PLD-MR zu ADM2) noch aktiv,
dann wird diese Anforderung bis zur Rücknahme ignoriert (’’CAN-Startverriegelung’’).
Somit kann einer Selbsthaltung des Starters vorgebeugt werden.

7.4.3.2.Service-Stop-Taster am Motorblock

Der Motor kann über den Service-Stop-Taster abgestellt werden. Das Abstellen des Motors (Motorstopp, Nullmenge)
wird dem ADM2 mitgeteilt.

108
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.5. Motorbremse/ABS/Retarder

7.5.1. Motorbremse

G Unfallgefahr!
Die Motorbremse ist eine sicherheitsrelevante Funktion für das Nutzfahrzeug. Durch falsche Verdrahtung oder
Parametrierung kann die Motorbremse nicht mehr ansteuerbar sein. Die fehlende oder verminderte
Dauerbremsleistung kann zur Überlastung der Fahrzeugbremse führen. Das Fahrzeug kann dadurch nicht
mehr abgebremst werden.

Änderungen der Parameter für die Motorbremse dürfen nur von speziell geschultem Personal oder nach
Absprache mit dem Motorhersteller durchgeführt werden.
Eine Änderung der Parameter für die Motorbremse ist in der Regel nicht erforderlich.

Die Motorbremse wird über die Eingänge MBR_L oder MBR_H aktiviert.
Hierbei müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
– Fahrbetrieb (keine Arbeitsdrehzahlregelung)
– kein ABS-Eingriff
– Motordrehzahl größer als Parameter 10/01 Minimaldrehzahl MBR
– Fußfahrgeber nicht betätigt

In der Parametergruppe 2 Fahrbetrieb-Konfiguration ist der Parameter 2/13 Konfiguration Motorbremse MBR
entsprechend der Motorausstattung einzustellen (vergleiche hierzu die Tabelle im Kapitel 4.2).

Die Ansteuerung der Motorbremse erfolgt einstufig oder mehrstufig


(vergleiche hierzu die Parametereinstellung des Parameters 10/12 Stufen Motorbremse).
Die Anzahl der Stufen der Motorbremse ist abhängig von der Anwendung, z. B. ein Stromaggregat ohne Motorbremse
oder z. B. ein LKW mit 2 Motorbremsen.

In der Arbeitsdrehzahlregelung (ADR-Betrieb) ist die Ansteuerung der Motorbremse nicht möglich.
Dies ist bei der Parametrierung der Arbeitsdrehzahlregelung zu berücksichtigen.

Eingänge
– Pin 18/08 MBR_L
– Pin 18/09 MBR_H

Schaltzustände der Eingänge MBR_H und MBR_L:


0 für unbetätigt und 1 für betätigt, Schalter ist Schließer und schaltet bei Betätigung auf Masse:
HL
0 0 Motorbremse aus
0 1 Motorbremse Stufe 1: nur Konstantdrossel
1 0 Motorbremse Stufe 2: Konstantdrossel und Bremsklappe
1 1 zur Zeit nicht implementiert

Parameter
– 02/13 Konfiguration Motorbremse MBR
– 10/01 Minimaldrehzahl MBR
– 10/04 Minimalgeschwindigkeit für MBR
– 10/11 Typ Motorbremse (vgl. Norm SAE J1939)
– 10/12 Stufen Motorbremse (Info für SAE J1939 Datenbus)

Ausgänge
– Pin 15/06 MBR_BK (Bremsklappe)
– Pin 15/10 MBR_KD (Konstantdrossel)

Motorbremse Stufe 2:
Mit dem Eingang 18/09 wird die Motorbremse Stufe 2 gewählt.
Bei der Kombination von Bremsklappe und Konstantdrossel über ein Magnetventil bleibt der Ausgang 15/06
unbeschaltet und der Ausgang 15/10 treibt beide Motorbremsen.

109
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

In der Parametergruppe 2 Fahrbetrieb-Konfiguration ist der Parameter 2/13


Konfiguration Motorbremse MBR entsprechend der Motorausstattung einzustellen:

In Abhängigkeit dieses Parameters sind folgende Konfigurationen der


Motorbremse möglich:

Wert Ausgang MBR-BK Ausgang MBR-KD Hinweis


0 Ausgang offen Ausgang offen keine Motorbremse
vorhanden oder
Motorbremse aus

1 Ausgang offen 1 Ventil Konstantdrossel und


Bremsklappe an einem
Ausgang auf einem
Ventil am ADM2
02/13 Konfiguration
Motorbremse MBR
2 1 Ventil (BK) Ausgang offen Bremsklappe am ADM2
und hydraulische
Konstantdrossel
an der PLD-MR

3 Ausgang offen 1 Ventil (KD) Konstantdrossel am


ADM2

4 1 Ventil (BK) 1 Ventil (KD) Konstantdrossel und


Bremsklappe an je
einem Ausgang auf
2 Ventilen am ADM2

Parameterwert 0: keine Motorbremse vorhanden oder Motorbremse ausgeschaltet


Der Eingang 18/08 MBR_L ist inaktiv.
Der Eingang 18/09 MBR_H ist inaktiv.
Der Ausgang 15/06 MBR_BK ist inaktiv.
Der Ausgang 15/10 MBR_KD ist inaktiv.

Parameterwert 1: Motorbremse Stufe 2


Mit dem Eingang 18/09 MBR_H aktiviert man die Motorbremse Stufe 2 (Konstantdrossel und Bremsklappe am ADM2).
Der Eingang 18/08 MBR_L ist inaktiv.
Der Ausgang 15/06 MBR_BK bleibt unbeschaltet.
Der Ausgang 15/10 MBR_KD treibt beide Motorbremsen, also die Konstantdrossel und die Bremsklappe.

Parameterwert 2: Motorbremse Stufe 2 aber nur Bremsklappe am ADM2


Mit dem Eingang 18/09 MBR_H aktiviert man die Bremsklappe und eine Konstantdrossel, sofern eine vorhanden wäre,
was hier nicht der Fall ist.
Der Eingang 18/08 MBR_L ist inaktiv.
Der Ausgang 15/06 MBR_BK treibt die Bremsklappe.
Der Ausgang 15/10 MBR_KD bleibt unbeschaltet.
Die hydraulische Konstantdrossel wird vom PLD_MR angesteuert.

Parameterwert 3: Motorbremse Stufe 1


Mit dem Eingang 18/08 MBR_L aktiviert man die Motorbremse Stufe 1 (nur die Konstantdrossel am ADM2).
Der Eingang 18/09 MBR_H ist inaktiv.
Der Ausgang 15/06 MBR_BK bleibt unbeschaltet.
Der Ausgang 15/10 MBR_KD treibt die Konstantdrossel.

Parameterwert 4: Motorbremse Stufe 2


Mit dem Eingang 18/09 MBR_H aktiviert man die Motorbremse Stufe 2 (Konstantdrossel und Bremsklappe am ADM2).
Der Eingang 18/08 MBR_L ist inaktiv.
Der Ausgang 15/06 MBR_BK treibt die Bremsklappe.
Der Ausgang 15/10 MBR_KD treibt die Konstantdrossel.

110
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.5.2. ABS

Das ABS deaktiviert die Motorbremse.

Eingänge
– Pin 12/10 Digitale Sonderfunktion 0 (DSF0), plusschaltender Eingang
– Pin 12/09 Digitale Sonderfunktion 1 (DSF1), masseschaltender Eingang

Parameter
– 13/06 DSF0:
Parameterwert 0 = Aus (Voreinstellwert)
Parameterwert 1 = ABS-Eingriff
– 13/07 DSF1:
Parameterwert 0 = Aus
Parameterwert 1 = ABS-Eingriff (Voreinstellwert)

Entsprechend der Parametrierung des ABS unter DSF0 oder DSF1 müssen die Eingänge DSF0 oder DSF1 beschaltet
werden.

7.5.3. Retarder

Der Eingang DSF0 oder DSF1 steht zur Kopplung eines konventionellen Retarders zur Verfügung.
Bei aktivem Eingang DSF0 oder DSF1 wird die Information „Retarder-Eingriff“ an die Motorregelung
PLD-MR gemeldet. Diese Einstellung ist nur bei Aggregaten mit einer Lüftersteuerung über die Motorregelung PLD-
MR sinnvoll.

Eingänge
– Pin 12/10 Digitale Sonderfunktion 0 (DSF0), plusschaltender Eingang
– Pin 12/09 Digitale Sonderfunktion 1 (DSF1), masseschaltender Eingang

Parameter für die Diagnoseversion 202:


– 13/06 DSF0:
Parameterwert 2 = Retarder
– 13/07 DSF1:
Parameterwert 2 = Retarder

Entsprechend der Parametrierung des Retarders unter DSF0 oder DSF1 müssen die Eingänge DSF0 oder DSF1
beschaltet werden.

Parameter zusätzlich ab der Diagnoseversion 203:


Ab der Diagnoseversion 203 gibt es vom ADM2 her eine Lüftersteuerung bei Retarder-Eingriff, die eine Zwangs-
kühlung bei Bergabfahrten realisiert.

– 19/06 DSF0 Lüfter:


Wenn über den Schalteingang DSF0 der Lüfter angefordert wird und wenn DSF0 auf Retardereingriff konfiguriert
wurde (Parameter 13/06, Wert=2), dann gibt dieser Parameter die prozentuale Lüfterleistung an bei aktivem Eingang
DSF0.

– 19/07 DSF1 Lüfter:


Wenn über den Schalteingang DSF1 der Lüfter angefordert wird und wenn DSF1 auf Retardereingriff konfiguriert
wurde (Parameter 13/07, Wert=2), dann gibt dieser Parameter die prozentuale Lüfterleistung an bei aktivem Eingang
DSF1.

– 19/08 Haltezeit Lüfter:


Maximalwertbildung aus den Parametern 19/1 bis 19/3, 19/6 und 19/7, der als resultierende Lüfteranforderung
betrachtet wird. Sinkt der resultierende Wert, dann reduziert sich die Lüfterleistung zeitverzögert. Dies verhindert bei
häufiger Lüfteranforderung schnelle Leistungssprünge des Lüfters.

– 19/09 Rampe Lüfter:


Mit dieser Rampe werden neue Werte (prozentuale Lüfterleistung) angefahren. Die Rampe ist gleich bei steigenden
Werten wie bei fallenden Werten.

111
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.5.4. Lüfteranforderung

Da sich die Diagnoseversionen 202 und 203 im Funktionsumfang der Lüfterzuschaltung unterscheiden,
folgt hier eine Gegenüberstellung beider Versionen:

Version 202:
Man unterscheidet nur ob der Lüfter zugeschaltet ist (1=aktiv) oder nicht (0=inaktiv)
im Parameter 19/01 für die Lüfterzuschaltung bei Motorbremse (MBR) oder
im Parameter 19/02 für die Lüfterzuschaltung bei Klimaanlage oder
im Parameter 19/03 für die Lüfterzuschaltung bei Arbeitsdrehzahlregelung (ADR).

Die prozentuale Lüfterleistung ist ein Wert, der im Datensatz des PLD-MR eingetragen ist.

Wenn der Parameter auf den Wert 1 parametriert wurde (z. B. 19/01 auf 1 parametriert) und der Zustand gerade aktiv
ist (z. B. Motorbremse aktiv), dann fordert das ADM2 den Lüfter an.

Das ADM2 meldet der PLD-MR über den CAN-Datenbus die Lüfteranforderung und die PLD-MR steuert
daraufhin den Lüfter elektrisch an.

Über den Schalteingang Pin 18/15, Lüfter, ist ein hartes Zuschalten des Lüfters möglich (ohne weitere
Vorbedingung).

Version 203:
Für den jeweiligern Anforderungsfall lässt sich im ADM2 die prozentuale Lüfterleistung einstellen
im Parameter 19/01 für die Lüfterzuschaltung bei Motorbremse (MBR) oder
im Parameter 19/02 für die Lüfterzuschaltung bei Klimaanlage oder
im Parameter 19/03 für die Lüfterzuschaltung bei Arbeitsdrehzahlregelung (ADR).

Wenn der Parameter auf den Wert 1 parametriert wurde (z. B. 19/01 auf 1 parametriert) und der Zustand gerade aktiv
ist (z. B. Motorbremse aktiv), dann fordert das ADM2 den Lüfter an.

Das ADM2 meldet der PLD-MR über den CAN-Datenbus den Lüftersollwert und die PLD-MR steuert daraufhin
den Lüfter elektrisch an.

Ein Zuschalten des Lüfters über diesen Schalteingang Pin 18/15, Lüfter, ist möglich und die prozentuale
Lüfterleistung bei aktivem Eingang 18/15 ist parametrierbar mit dem Parameter 19/10.

112
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.6. Instrumente/Anzeigen

7.6.1. Drehzahlanzeige

Am Ausgang N_MOT (Motordrehzahl) steht ein Signal zur Ansteuerung eines Drehzahlmessers zur Verfügung.

Eingangsgröße
– Motordrehzahlinformation von PLD-MR über CAN-Verbindung

Parameter
– 09/02 Anzeige Motordrehzahl Ausgang N_MOT

Ausgang
– Pin 12/06 N_MOT Motordrehzahl

7.6.2. Kühlmitteltemperaturanzeige

Am Ausgang T_MOT (Kühlmitteltemperatur) steht ein temperatursensorkompatibles Signal für den Anschluss eines
konventionellen analogen Zeigermessinstruments zur Verfügung.

Eingangsgröße
– Kühlmitteltemperatur-Information von PLD-MR über CAN-Verbindung

Parameter
– 09/04 Anzeige Kühlmitteltemperatur Ausgang T_MOT (Auswahl Kennlinie Kühlwasser)
Parameterwert 0 = Warnleuchte am Ausgang angeschlossen (hier nicht wählen)
Parameterwert 1 = analoges Anzeigeinstrument angeschlossen

Ausgang
– Pin 12/04 T_MOT Kühlmitteltemperatur

7.6.3. Öldruckanzeige

Am Ausgang P_OEL (Öldruck) steht ein öldrucksensorkompatibles Signal für den Anschluss eines konventionellen
analogen Zeigermessinstruments zur Verfügung.

Eingangsgröße
– Öldruckinformation von PLD-MR über CAN-Verbindung

Parameter
– 09/03 Anzeige Öldruck Ausgang P_OEL (Auswahl Kennlinie Öldruck)
Parameterwert 0 = Warnleuchte am Ausgang angeschlossen (hier nicht wählen)
Parameterwert 1 = analoges 5 bar Anzeigeinstrument angeschlossen
Parameterwert 2 = analoges 10 bar Anzeigeinstrument angeschlossen

Ausgang
– Pin 12/03 P_OEL Öldruck

113
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.6.4. Warnleuchte Kühlmitteltemperatur

Die Warnleuchte am Ausgang T_MOT leuchtet bei unzulässig hoher Kühlmitteltemperatur, weil die Motortemperatur
zu hoch ist. Hierbei wird zusätzlich der Ausgang LA_ADM (Störleuchte) angesteuert.
Der Temperaturgrenzwert ist Bestandteil des Motordatensatzes.

Eingangsgröße
– Meldung „Kühlmitteltemperatur zu hoch“ vom PLD-MR über CAN-Verbindung

Parameter
– 09/04 Anzeige Kühlmitteltemperatur Ausgang T_MOT (Auswahl Kennlinie Kühlwasser)
Parameterwert 0 = Warnleuchte am Ausgang angeschlossen
Parameterwert 1 = analoges Anzeigeinstrument angeschlossen (hier nicht wählen)

Ausgänge
– Pin 12/04 T_MOT Kühlmitteltemperatur
– Pin 21/06 LA_ADM Störleuchte

7.6.5. Warnleuchte Öldruck

Die Warnleuchte am Ausgang P_OEL leuchtet bei unzulässig niedrigem Öldruck. Hierbei wird zusätzlich der Ausgang
LA_ADM (Störleuchte) angesteuert. Der Öldruckgrenzwert ist Bestandteil des Motordatensatzes.

Eingangsgröße
– Meldung „Öldruck zu niedrig“ vom PLD-MR über CAN-Verbindung

Parameter
– 09/03 Anzeige Öldruck Ausgang P_OEL (Auswahl Kennlinie Öldruck)
Parameterwert 0 = Warnleuchte am Ausgang angeschlossen
Parameterwert 1 = analoges 5 bar Anzeigeinstrument angeschlossen (hier nicht wählen)
Parameterwert 2 = analoges 10 bar Anzeigeinstrument angeschlossen (hier nicht wählen)

Ausgänge
– Pin 12/03 P_OEL Öldruck
– Pin 21/06 LA_ADM Störleuchte

114
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.6.6. Kombination von Warnleuchten und Anzeigeinstrumenten

(Anmerkungen zu den Punkten 7.6.2. und 7.6.3. und 7.6.4. und 7.6.5.):

Es gibt Anwendungen, die eine Kombination von Warnleuchten und Anzeigeinstrumenten für Öldruck und/
oder Kühlmitteltemperatur erfordern.

Das Parametrierungsprinzip lautet dann, die Relaisausgänge als Ansteuerungen für die Warnleuchten zu
nehmen und die Instrumentenausgänge als Ansteuerungen der Anzeigeinstrumente zu wählen.

Parameter
– 09/03 Anzeige Öldruck Ausgang P_OEL (Auswahl Kennlinie Öldruck)
Parameterwert 0 = Warnleuchte am Ausgang angeschlossen (hier nicht wählen)
Parameterwert 1 = analoges 5 bar Anzeigeinstrument angeschlossen
Parameterwert 2 = analoges 10 bar Anzeigeinstrument angeschlossen

– 09/04 Anzeige Kühlmitteltemperatur Ausgang T_MOT (Auswahl Kennlinie Kühlwasser)


Parameterwert 0 = Warnleuchte am Ausgang angeschlossen (hier nicht wählen)
Parameterwert 1 = analoges Anzeigeinstrument angeschlossen

– 14/01 Istwertkomparator 3 (IWK3):


Parameterwert 7 = Warnleuchte Öldruck
Parameterwert 8 = Warnleuchte Kühlmitteltemperatur

– 14/10 Istwertkomparator 4 (IWK4)


Parameterwert 7 = Warnleuchte Öldruck
Parameterwert 8 = Warnleuchte Kühlmitteltemperatur

Ausgänge
– Pin 15/11 Ansteuerung Relais 3
– Pin 18/01 Ansteuerung Relais 4
– Pin 12/03 P_OEL
– Pin 12/04 T_MOT

Möglichkeiten der Ansteuerungen:


1) Parameter 14/01 (IWK3) mit dem Wert 7 (Warnleuchte Öldruck) am Ausgang Ansteuerung Relais 3 und
Parameter 14/10 (IWK4) mit Wert 8 (Warnleuchte Kühlmitteltemperatur) am Ausgang Ansteuerung Relais 4.

2) Parameter 14/01 (IWK3) mit dem Wert 8 (Warnleuchte Kühlmitteltemperatur) am Ausgang Ansteuerung Relais 3
und Parameter 14/10 (IWK4) mit Wert 7 (Warnleuchte Öldruck) am Ausgang Ansteuerung Relais 4.

Bei der Ansteuerung der Anzeigeinstrumente für Kühlmitteltemperatur und Öldruck verfährt man beim
Anschluss und bei der Parametrierung wie unter den Kapiteln 7.6.2. und 7.6.3. beschrieben.

115
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.6.7. Kontrollleuchte Heizflansch

Wenn die Leuchte am Ausgang LA_GRID angeht, ist eine Kaltstarteinrichtung, hier ein Heizflansch aktiv.
Dann muss mit dem Starten des Motors solange gewartet werden, bis die Leuchte erlischt.
Mit dem Eingang DSF0 oder DSF1 werden die Zustände des Heizflansches überwacht.

Eingangsgröße
– Meldung „Kaltstarteinrichtung aktiv“ vom PLD-MR über CAN-Verbindung

Eingänge
– Pin 12/10 Digitale Sonderfunktion 0 (DSF0), plusschaltender Eingang
– Pin 12/09 Digitale Sonderfunktion 1 (DSF1), masseschaltender Eingang

Parameter
– 02/07 Relais 2: Parameterwert 1 = Heizflansch
– 13/06 DSF0: Digitale Sonderfunktion 0: Parameterwert 4 = Überwachung Heizflansch
– 13/07 DSF1: Digitale Sonderfunktion 0: Parameterwert 4 = Überwachung Heizflansch

Ausgang
– Pin 21/07 LA_GRID Kontrollleuchte Heizflansch

7.6.8. Warnleuchte Luftfilter

Die Warnleuchte am Ausgang LA_LUFT leuchtet, wenn der Luftfilter verschmutzt ist und der Luftfilter getauscht
werden muss. Ein Luftfiltersensor ist am Eingang LF_SE angeschlossen, der einen Differenzdruck misst.

Versorgungsspannung
– Pin 18/17: HFG+ : Versorgung Handfahrgeber, Luftfiltersensor
– Pin 21/03: Kl. 31 : Masse

Eingang
– Pin 15/08 LF_SE Luftfiltersensor

Ausgang
– Pin 21/08 LA_LUFT Warnleuchte Luftfilter

7.6.9. Warnleuchte Ölstand

Die Warnleuchte am Ausgang LA_OELST leuchtet, wenn der Motor-Ölstand unzulässig niedrig ist. Hierbei wird
zusätzlich der Ausgang LA_ADM (Störleuchte) angesteuert. Die Funktion ist nur bei Motoren mit Ölstandssensorik
verfügbar. Der Ölstandsgrenzwert ist Bestandteil des Motordatensatzes.

Eingangsgröße
– Meldung „Ölstand zu niedrig“ vom PLD-MR über CAN-Verbindung

Ausgänge
– Pin 21/04 LA_OELST Warnleuchte Ölstand
– Pin 21/06 LA_ADM Störleuchte

116
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.6.10. Störleuchte

Der Ausgang LA_ADM meldet unzulässige Betriebszustände des Motors (z. B. Öldruck zu gering) und aktive Fehler,
die durch die Steuergeräte aufgrund der permanenten Überwachung der Ein- und Ausgänge erkannt werden.

Der Ausgang LA_ADM muss an eine geeignete Störleuchte angeschlossen werden. Leuchtet die Störleuchte
während des Motorbetriebs auf, müssen Motor und Elektronik überprüft werden.

Bei folgenden Fehlern wird der Ausgang LA_ADM angesteuert:


– Kühlmitteltemperatur zu hoch oder Temperatursignal nicht verfügbar
– Öldruck zu gering oder Öldrucksignal nicht verfügbar
– Ölstand zu niedrig

Bei zu hoher Kühlmitteltemperatur, zu geringem Öldruck oder zu niedrigem Ölstand Motor sofort abstellen. Die
Betriebssicherheit des Motors ist gefährdet (Motorschaden möglich).

– Keine CAN-Verbindung zur Motorelektronik PLD-MR oder CAN-Daten unplausibel


– Aktive Fehler im Fehlerspeicher der Motorregelung PLD-MR, Fehlerpriorität mittel
oder hoch
– Aktive Fehler im Fehlerspeicher des ADM2, Fehlerpriorität mittel oder hoch

Hinweis zu den Abschaltmodi:


Wenn der Abschaltmodus Leerlaufabschaltung (Parametergruppe 17) oder der Abschaltmodus Motor-Not-Aus
(Parametergruppe 18 mit dem Parameter 18/01 oder 18/02 oder 18/03 oder 18/04) parametriert ist, dann zeigt das
Blinken der Lampe an, dass der Motor in kurzer Zeit abgeschaltet wird.
Im Parameter 17/06 kann die Warnzeit der Störleuchte eingestellt werden: Es ist die Zeit, wielange die Störleuchte
blinkt bis zur Leerlaufabschaltung.
Im Parameter 18/08 kann die Warnzeit der Störleuchte eingestellt werden: Es ist die Zeit, wielange die Störleuchte
blinkt bis zum Motorstopp.

Eingangsgrößen
– Motordrehzahl-Information von PLD-MR über CAN-Verbindung
– CAN-Information „Kühlmitteltemperatur zu hoch“ von PLD-MR
– CAN-Information „Öldruck zu niedrig“ von PLD-MR
– CAN-Information „Ölstand zu niedrig“ von PLD-MR
– CAN-Information „Aktiver Fehler der Motorregelung“ PLD-MR mit der Fehlerpriorität mittel oder hoch
– Aktiver Fehler des ADM2, Fehlerpriorität mittel oder hoch.
– CAN-Information „Summeranforderung“

Parameter
-- 17/01 Leerlaufabschaltung: Parameterwert 1 = aktiv
– 17/06 Warnzeit Störleuchte: Wahl der Warnzeit der Störleuchte.
Es ist die Zeit, wielange die Störleuchte blinkt bis zur Leerlaufabschaltung.
– Parametergruppe 18: Motor-Not-Aus:
– 18/01 Motortemperaturabschaltung: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Motortemperaturfehlermeldung
– 18/02 Kühlwasserstand: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Kühlwasserstandsfehlermeldung
– 18/03 Öldruck: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Öldruckfehlermeldung
– 18/04 Ölstand: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Ölstandsfehlermeldung
– 18/08 Warnzeit Störleuchte: Wahl der Warnzeit der Störleuchte.
Es ist die Zeit, wielange die Störleuchte blinkt bis zum Motorstopp.

Ausgang
– Pin 21/06 LA_ADM Störleuchte

117
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.6.11. Lampe Motorstopp (Summer)

Der Ausgang LA_STOP meldet schwerwiegende Fehler, die ein sofortiges Abstellen des Motors erfordern. Wird
der Motor nicht abgestellt, können größere Schäden auftreten, die den Motor zerstören können. Der Ausgang
LA_STOP muss angeschlossen werden. Für den Anschluss sind ein Warnsummer oder eine Warnleuchte
möglich.

Hinweis zu den Abschaltmodi:


Wenn der Abschaltmodus Leerlaufabschaltung (Parmetergruppe 17) oder der Abschaltmodus Motor-Not-Aus
(Parametergruppe 18 mit dem Parameter 18/01 oder 18/02 oder 18/03 oder 18/04) parametriert ist, dann zeigt das
Blinken der Lampe an, dass der Motor in kurzer Zeit abgeschaltet wird.
Im Parameter 17/07 kann die Warnzeit der Lampe Motorstopp eingestellt werden: Es ist die Zeit, wielange die Lampe
Motorstopp blinkt bis zur Leerlaufabschaltung.
Im Parameter 18/09 kann die Warnzeit der Lampe Motorstopp eingestellt werden: Es ist die Zeit, wielange die Lampe
blinkt bis zum Motorstopp. Es ist die Zeit bis der Motor ausgeht bei einem nicht überwachten Motor.

Eingangsgrößen
CAN-Anforderung „Summer“ von PLD-MR bei:
– Überdrehzahl des Motors
– Ölstand unzulässig niedrig
– Öldruck unzulässig niedrig
– Kühlmitteltemperatur unzulässig hoch
Die Grenzwerte von Überdrehzahl, Ölstand, Öldruck und Kühlmitteltemperatur sind Bestandteile des Motor-
datensatzes. Am PLD-MR sind der Ölstandssensor, der Öldrucksensor und der Kühlmitteltemperatursensor
angeschlossen. Die Überdrehzahlüberwachung des Starters ist im PLD-MR realisiert!

Eingang
– Pin 15/07 KW_SE Kühlwasserstandssensor

Sinkt der Kühlwasserstand zu weit ab, dann erfolgt ein Eintrag in den Fehlerspeicher des ADM2.
Ist zusätzlich der Parameter 18/02 aktiviert, dann zeigt das Blinken der Lampe Motorstopp an, dass der Motor in
kurzer Zeit abgeschaltet wird.

Parameter
-- 17/01 Leerlaufabschaltung: Parameterwert 1 = aktiv
– 17/07 Warnzeit Lampe Motorstopp: Wahl der Warnzeit der Lampe Motorstopp.
Es ist die Zeit, wielange die Lampe Motorstopp blinkt bis zur Leerlaufabschaltung.
– Parametergruppe 18: Motor-Not-Aus:
– 18/01 Motortemperaturabschaltung: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Motortemperaturfehlermeldung
– 18/02 Kühlwasserstand: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Kühlwasserstandsfehlermeldung
– 18/03 Öldruck: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Öldruckfehlermeldung
– 18/04 Ölstand: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Ölstandsfehlermeldung
– 18/09 Warnzeit Lampe Motorstopp: Wahl der Warnzeit der Lampe Motorstopp.
Es ist die Zeit, wielange die Lampe blinkt bis zum Motorstopp.
Es ist die Zeit bis der Motor ausgeht bei einem nicht überwachten Motor.

Ausgang
– Pin 21/05 LA_STOP Lampe Motorstopp (Summer)

118
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.7. Getriebe
Es gibt Automatikgetriebe mit einer konventionellen Schnittstelle, also ohne Anbindung an einen Datenbus nach SAE
J1939, und Automatikgetriebe mit einer Schnittstelle zum CAN Datenbus nach SAE J1939.

Für die Anbindung des Getriebes stehen beim ADM2 folgende Eingänge/Ausgänge und Funktionen zur Verfügung:

Eingang NE (Neutralstellung):
Die Neutralstellung ist eine Bedingung für den Motorstart beim Automatikgetriebe.
Notwendig ist die Verdrahtung des Getriebausgangs Neutral auf den ADM2 Eingang Neutralstellung (NE).

Das ADM2 unterstützt Getriebe mit einer Schnittstelle nach SAE J1939.

Für Getriebe ohne eine SAE J1939-Schnittstelle stehen zusätzlich die folgenden Ausgänge
zur Kopplung Motor/Getriebe zur Verfügung:

- Der Ausgang REL1 (Ansteuerung Relais 1): Information „FFG Kickdown Position“ für Automatikgetriebe
oder Ausgang REL1 (Ansteuerung Relais 1) für ein Automatikgetriebe mit Modulationsventil
- Der Ausgang REL2 (Ansteuerung Relais 2): Information „FFG Leerlauf Position“ für Automatikgetriebe
- Der Ausgang REL3 (Ansteuerung Relais 3): Information „FFG Leerlauf Position“ für Automatikgetriebe
- Der Ausgang REL4 (Ansteuerung Relais 4): Information „FFG Kickdown Position“ für Automatikgetriebe
- Der Ausgang IWA (Istwertausgabe): Lastsignal für Automatikgetriebe

Weil der Fußfahrgeber keinen Schalter hat für die Kickdown Stellung und keinen Schalter hat für die Leerlauf Stellung,
liefern die Relais Ausgänge des ADM2 die Information der Kickdown Stellung oder der Leerlauf Stellung an den Eingang
des Automatikgetriebes.

Eingänge Parameter Ausgänge/Ausgangsgrößen

02/05 Getriebetyp, siehe unter


Parameter –Pin 15/05, FP+ oder
Pin 15/01, NE
02/12 Konfiguration FP+, siehe unter Getriebeausgang 1
Parameter

16/01 Konfiguration Relais 1, siehe unter - Pin 15/12,


-
Parameter Ansteuerung Relais 1

02/07 Konfiguration Relais 2, siehe unter - Pin 15/09,


-
Parameter Ansteuerung Relais 2

14/01 Konfiguration Relais 3, siehe unter - Pin 15/11,


-
Parameter Ansteuerung Relais 3

14/10 Konfiguration Relais 4, siehe unter - Pin 18/01,


-
Parameter Ansteuerung Relais 4

09/01 Istwertausgabe IWA,


Parameterwert 5 = Lastsignal - Pin 12/05,
-
(Automatikgetriebe), siehe unter Istwertausgabe
Parameter

119
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

Parameter

– 02/05 Getriebetyp:
Parameterwert 0 = mechanisch (mechanisches Schaltgetriebe vorhanden) (Voreinstellwert)
Parameterwert 1 = automatisiert (automatisiertes Getriebe vorhanden)
Parameterwert 2 = automatisch (Automatikgetriebe vorhanden)

– 02/12 Konfiguration FP+:


Parameterwert 0 = Ausgang inaktiv
Parameterwert 1 = Getriebeausgang 1
Parameterwert 2 = FFG Versorgung (Voreinstellwert)

– 16/01 Relais 1:
Parameterwert 0 = inaktiv
Parameterwert 2 = FFG Kickdown Position (Voreinstellwert)
Parameterwert 3 = Getriebeausgang 1

– 02/07 Relais 2:
Parameterwert 2 = FFG Leerlauf Position (Voreinstellwert)

– 14/01 Relais 3:
Parameterwert 0 = FFG Leerlauf Position (Voreinstellwert)

– 14/10 Relais 4:
Parameterwert 0 = FFG Kickdown Position (Voreinstellwert)

Ausgänge

– Pin 15/05: FP+


Je nach Anwendung ist dieser Ausgang entweder die PWM- Fußfahrgeber-Versorgung oder der Getriebeausgang 1
zur Ansteuerung eines Modulationventils für ein Automat-Getriebe (z. B. Allison). Entsprechend ist mit dem Parameter
02/12 einzustellen (Konfiguration FP+).

– Pin 15/12: Ansteuerung Relais 1:


Je nach Anwendung dieses Ausganges wird unter den Parameterwerten des Parameter 16/01 ausgewählt.
Die Information „FFG Kickdown Position“ wird als Voreinstellwert=2 geliefert.

Anmerkung zu den Funktionen der Pins 15/05 und 15/12:


Im Falle der PWM- Fußfahrgeber- Versorgung für Pin 15/05 und wenn der Pin 15/12 nicht zum Starterschutz oder nicht
für FFG Kickdown Position vorgesehen ist, dann kann Pin 15/12 der Getriebeausgang 1 werden.

– Pin 15/09: Ansteuerung Relais 2:


Je nach Anwendung dieses Ausganges wird unter den Parameterwerten des Parameter 02/07 ausgewählt.
Die Information „FFG Leerlauf Position“ wird als Voreinstellwert=2 geliefert.

– Pin 15/11: Ansteuerung Relais 3:


Je nach Anwendung dieses Ausganges wird unter den Parameterwerten des Parameter 14/01 ausgewählt.
Die Information „FFG Leerlauf Position“ wird als Voreinstellwert=0 geliefert.

– Pin 18/01: Ansteuerung Relais 4:


Je nach Anwendung dieses Ausganges wird unter den Parameterwerten des Parameter 14/10 ausgewählt.
Die Information „FFG Kickdown Position“ wird als Voreinstellwert=0 geliefert.

– Pin 12/05: IWA Istwertausgabe:


Dieser Ausgang liefert das Lastsignal für ein Automatikgetriebe ohne SAE J1939, wenn beim Parameter 09/01 der
Parameterwert 5 = Lastsignal gewählt wurde.

120
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.8. Istwertausgabe (IWA)


Am Ausgang IWA, Pin 12/05, stehen ausgebbare physikalische Größen, entsprechend der Parametrierung mit dem
Parameter 09/01, zur Anbindung kundenspezifischer Elektronik zur Verfügung:

Die am Ausgang IWA auszugebende physikalische Größe ist wählbar.


Tastverhältnisse < 5 % und > 95 % sind von der hier angeschlossenen
Folgeelektronik als Fehler bzw. Signalausfall zu bewerten.
Einstellbare Werte:

Wert Bedeutung Hinweis

0 keine Ausgabe

1 FFG Moment Abbildung der Fußfahrgeberstellung


(10 % ...90 %) Leerlauf - Vollgas auf 10 % ...90 %
Tastverhältnis.

2 Differenzmoment Signal zur Beurteilung der


(Grenzlastsignal) Motorauslastung
z. B. für Grenzlastregelung
90 % : Maximales Motormoment
erreicht (Antrieb)
50 % : Motor unbelastet
10 % : Maximales Schleppmoment
erreicht
09/01 Istwertausgabe
3 FFG Moment Abbildung der Fußfahrgeberstellung
invertiert Leerlauf - Vollgas auf 90 % ...10 %
(90 % ...10 %) Tastverhältnis.

4 Istmoment Abbildung des Istmoments


von 0 ... M max
auf 10 % ...90 % Tastverhältnis.

5 Lastsignal Lastsignal zur Ankopplung eines


Automatikgetriebes mit PWM-
Schnittstelle. Ausgabegröße ist das
Minimum von Istmoment und
Fußfahrgeberposition.

6 Fahrzeug- Bildung eines C3-Signals für andere


geschwindigkeit Elektroniken.

7 Solldrehzahl Abbildung der Minimaldrehzahl bis


Maximaldrehzahl aus Begrenzungen
auf 10 % ...90 % Tastverhältnis.

121
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.9. Tachograf (Geschwindigkeit)


Für die Realisierung der Funktionen
– gesetzliche Geschwindigkeitsbegrenzung
– schaltbare Geschwindigkeitsbegrenzung

ist am Eingang C3 (Geschwindigkeit Tachograf) des ADM2 das Geschwindigkeitssignal C3/B7 eines Tachographen
anzuschließen. Der Eingang C3 wird auf Kurzschluß oder Unterbrechung überwacht.

Bei Anwendungen ohne Geschwindigkeitssignal muß die Geschwindigkeitserfassung des ADM2 durch entsprechende
Parametrierung deaktiviert werden im Parameter 08/01 mit dem Parameterwert 0.

---Die Parametrierung der Geschwindigkeitsbegrenzung (gesetzliche Höchstgeschwindigkeit) und die


Deaktivierung der Geschwindigkeitserfassung ist nur mit spezieller Berechtigung möglich. Diese
Berechtigung kann für Fahrzeughersteller auf Anfrage bei DaimlerChrysler erteilt werden.

Eingänge Parameter Ausgangsgröße

03/03 gesetzliche Höchstgeschwindigkeit


- Pin 15/03, C3/B7,
Geschwindigkeitssignal
08/01 Geschwindigkeitsgeber,
Tachograf
Parameterwert 1 = C3/B7
Geschwindigkeitsbegrenzung
- Pin 18/11, LIM0,
05/03 Maximalgeschwindigkeit LIM0 über Vorgabe des Soll-Moments
Begrenzung 0
an PLD-MR über die CAN-
- Pin 18/12, LIM1, Verbindung
05/07 Maximalgeschwindigkeit LIM1
Begrenzung 1

- Pin 18/14, KLIMA,


06/03 Maximalgeschwindigkeit Klima
Begrenzung 2

8 Geschwindigkeitssignal
n dieser Gruppe sind Parameter der Geschwindigkeitserfassung zusammengefasst.
Zur Realisierung einer Geschwindigkeitsbegrenzung benötigt das ADM2 ein Geschwindigkeitssignal.

Parameter Beschreibung

Dieser Parameter bestimmt, ob und welche Art eines Geschwindigkeitssignals


vorliegt.

Eine Veränderung dieses Wertes ist nur mit entsprechender Berechtigung


möglich. Diese Berechtigung kann für Fahrzeughersteller auf Anfrage bei
DaimlerChrysler erteilt werden.
01 Geschwindigkeitsgeber
Einstellbare Werte:
0=Aus, kein Geschwindigkeitssignal, z. B. bei Stationärantrieb
1=C3 (B7) - Geschwindigkeitssignal vom Ausgang des Tachografen
2=Rechteck-Impulsgeber (z. B. HALL-Sensor oder z. B. Abreißoszillator)
3=vom Datenbus SAE J1939 übertragener Geschwindigkeitswert vom
Getriebeausgangsgeber

Parametergruppe 22 Geschwindigkeit Impulsgeber:


Diese Parametergruppe wird angewendet, wenn es kein C3-Geschwindigkeitssignal gibt, sondern die Getriebe-
abtriebsdrehzahl vom CAN SAE J1939 (PGN 61442) oder die Geschwindigkeit vom Rechteck-Impulsgeber gewählt
wird. Die Parametergruppe 22 wird nur wirksam bei entsprechender Parametrierung der Parametergrupppe 8 entweder für
Rechteck-Impulsgeber (wenn Parameter 8/01 mit Wert=2) oder für SAE J1939 Datenbus (wenn Parameter 8/01 mit
Wert=3). Bei Nutzung des CAN SAE J1939 ohne den Parameter 22/02. Siehe Kapitel 7.9. Tachograf.

122
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.10. Schaltbare Begrenzungen


Die Eingänge LIM0 (Begrenzung 0), LIM1 (Begrenzung 1) oder KLIMA (Begrenzung 2, Klimaanlage) können zur
Realisierung von schaltbaren Begrenzungen benutzt werden.

Bei aktivem Eingang können folgende Begrenzungen realisiert werden:


- Anhebung der Leerlaufdrehzahl z. B. bei Zuschaltung einer Klimaanlage
- Begrenzung der Maximaldrehzahl z. B. für Pumpen oder zugeschaltete Nebenabtriebe
- Begrenzung der Fahrzeug-Geschwindigkeit z. B. für Arbeitsbetrieb bei Kehrmaschinen oder Müllfahrzeugen
- Begrenzung des maximalen Drehmoments z. B. als Überlastschutz für Nebenabtriebe, Getriebe usw.

Die Begrenzungen sind sowohl bei Fahrbetrieb als auch bei Arbeitsdrehzahlregelung wirksam.
Die in Parametergruppe 3 allgemeine Begrenzungen bzw. in der Motorelektronik wirksamen Maximalwerte werden
nur durch kleinere, Minimalwerte nur durch größere Werte abgelöst.

Eingänge Parameter Ausgangsgrößen

Definition einer Leerlauf-


05/01 Minimaldrehzahl LIM0 drehzahl-Anhebung für die
PLD-MR.

Definition einer Drehzahl-


05/02 Maximaldrehzahl LIM0
begrenzung für die PLD-MR.
- Pin 18/11, LIM0,
schaltbare Begrenzungen Nr.0
Definition einer abgesenkten
05/03 Maximalgeschwindigkeit LIM0 Höchstgeschwindigkeit für das
PLD-MR.

Definition einer Momenten-


05/04 Maximalmoment LIM0
begrenzung für das PLD-MR.

Definition einer Leerlauf-


05/05 Minimaldrehzahl LIM1 drehzahl-Anhebung für die
PLD-MR.

Definition einer Drehzahl-


05/06 Maximaldrehzahl LIM1
begrenzung für die PLD-MR.
- Pin 18/12, LIM1,
schaltbare Begrenzungen Nr.1
Definition einer abgesenkten
05/07 Maximalgeschwindigkeit LIM1 Höchstgeschwindigkeit für das
PLD-MR.

Definition einer Momenten-


05/08 Maximalmoment LIM1
begrenzung für das PLD-MR.

Definition einer Leerlauf-


06/01 Minimaldrehzahl Klima drehzahl-Anhebung für die
PLD-MR.

Definition einer Drehzahl-


06/02 Maximaldrehzahl Klima
begrenzung für die PLD-MR.
- Pin 18/14, Klima,
schaltbare Begrenzungen Nr.2
Definition einer abgesenkten
06/03 Maximalgeschwindigkeit Klima Höchstgeschwindigkeit für das
PLD-MR.

Definition einer Momenten-


06/04 Maximalmoment Klima
begrenzung für das PLD-MR.

123
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.11. Diagnose

Die Diagnoseleitung K-DIAG des ADM2 und die Diagnoseleitung der Motorregelung PLD-MR müssen
entsprechend den elektrischen Schaltplänen an die 14polige zentrale Diagnose-Steckdose angeschlossen
werden.

Über die Diagnose-Steckdose können mit Hilfe von DaimlerChrysler Diagnose-Werkzeugen (z. B. Minidiag 2)
Parameter, Istwerte und Fehlercodes vom ADM2 und vom PLD-MR ausgelesen und beeinflußt werden.

Eingang/Ausgang
– Pin 12/02 K-DIAG, K-Leitung

124
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

7.12. Motorschutz

7.12.1. Motor-Not-Aus

Die Funktion im Parametergruppe 18 ist gedacht für die sogenannten nicht überwachten Motoren.
Diese Motoren gibt es z. B. bei Notstromaggregaten oder bei anderen Stationärantrieben z. B. Kompressoren oder
Pumpen oder Stromerzeugungsaggregaten in Containerbauweise, usw.).

G Verletzungsgefahr!
Bei Straßenfahrzeugen ist zu bedenken, dass beim Motor-Not-Aus die Lenkunterstützung und die Bremsen
fehlen, weshalb es bei diesen Fahrzeugen keinen automatischen Motor-Not-Aus gibt.

Lampe Motorstopp (Summer)

Der Ausgang LA_STOP meldet schwerwiegende Fehler, die ein sofortiges Abstellen des Motors erfordern. Wird
der Motor nicht abgestellt, können größere Schäden auftreten, die den Motor zerstören können. Der Ausgang
LA_STOP muss angeschlossen werden. Für den Anschluss sind ein Warnsummer oder eine Warnleuchte
möglich.

Hinweis zu den Abschaltmodi:


Wenn der Abschaltmodus Motor-Not-Aus (Parametergruppe 18 mit dem Parameter 18/01 oder 18/02 oder 18/03 oder
18/04) parametriert ist, dann zeigt das Blinken der Lampe an, dass der Motor in kurzer Zeit abgeschaltet wird.

Eingangsgrößen
CAN-Anforderung „Summer“ von PLD-MR bei:
– Überdrehzahl des Motors
– Ölstand unzulässig niedrig
– Öldruck unzulässig niedrig
– Kühlmitteltemperatur unzulässig hoch
Die Grenzwerte von Überdrehzahl, Ölstand, Öldruck und Kühlmitteltemperatur sind Bestandteile des Motor-
datensatzes. Am PLD-MR sind der Ölstandssensor, der Öldrucksensor und der Kühlmitteltemperatursensor
angeschlossen. Die Überdrehzahlüberwachung des Starters ist im PLD-MR realisiert!

Eingang
– Pin 15/07 KW_SE Kühlwasserstandssensor
Sinkt der Kühlwasserstand zu weit ab, dann erfolgt ein Eintrag in den Fehlerspeicher des ADM2.
Ist zusätzlich der Parameter 18/02 aktiviert, dann zeigt das Blinken der Lampe Motorstopp an, dass der Motor in
kurzer Zeit abgeschaltet wird.

Parameter
– Parametergruppe 18: Motor-Not-Aus:
– 18/01 Motortemperaturabschaltung: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Motortemperaturfehlermeldung
– 18/02 Kühlwasserstand: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Kühlwasserstandsfehlermeldung
– 18/03 Öldruck: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Öldruckfehlermeldung
– 18/04 Ölstand: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Ölstandsfehlermeldung
– 18/09 Warnzeit Lampe Motorstopp: Wahl der Warnzeit der Lampe Motorstopp.
Es ist die Zeit, wielange die Lampe blinkt bis zum Motorstopp.
Es ist die Zeit bis der Motor ausgeht bei einem nicht überwachten Motor.

Ausgang
– Pin 21/05 LA_STOP Lampe Motorstopp (Summer)

125
7. Anwendungen und Funktionen mit Parametrierungshilfestellungen

Störleuchte

Der Ausgang LA_ADM meldet unzulässige Betriebszustände des Motors (z. B. Öldruck zu gering) und aktive Fehler,
die durch die Steuergeräte aufgrund der permanenten Überwachung der Ein- und Ausgänge erkannt werden.

Der Ausgang LA_ADM muss an eine geeignete Störleuchte angeschlossen werden. Leuchtet die Störleuchte
während des Motorbetriebs auf, müssen Motor und Elektronik überprüft werden.

Bei folgenden Fehlern wird der Ausgang LA_ADM angesteuert:


– Kühlmitteltemperatur zu hoch oder Temperatursignal nicht verfügbar
– Öldruck zu gering oder Öldrucksignal nicht verfügbar
– Ölstand zu niedrig

Bei zu hoher Kühlmitteltemperatur, zu geringem Öldruck oder zu niedrigem Ölstand Motor sofort abstellen. Die
Betriebssicherheit des Motors ist gefährdet (Motorschaden möglich).

– Keine CAN-Verbindung zur Motorelektronik PLD-MR oder CAN-Daten unplausibel


– Aktive Fehler im Fehlerspeicher der Motorregelung PLD-MR, Fehlerpriorität mittel
oder hoch
– Aktive Fehler im Fehlerspeicher des ADM2, Fehlerpriorität mittel oder hoch

Hinweis zu den Abschaltmodi:


Wenn der Abschaltmodus Motor-Not-Aus (Parametergruppe 18 mit dem Parameter 18/01 oder 18/02 oder 18/03 oder
18/04) parametriert ist, dann zeigt das Blinken der Lampe an, dass der Motor in kurzer Zeit abgeschaltet wird.

Eingangsgrößen
– Motordrehzahl-Information von PLD-MR über CAN-Verbindung
– CAN-Information „Kühlmitteltemperatur zu hoch“ von PLD-MR
– CAN-Information „Öldruck zu niedrig“ von PLD-MR
– CAN-Information „Ölstand zu niedrig“ von PLD-MR
– CAN-Information „Aktiver Fehler der Motorregelung“ PLD-MR mit der Fehlerpriorität mittel oder hoch
– Aktiver Fehler des ADM2, Fehlerpriorität mittel oder hoch.
– CAN-Information „Summeranforderung“

Parameter
– Parametergruppe 18: Motor-Not-Aus:
– 18/01 Motortemperaturabschaltung: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Motortemperaturfehlermeldung
– 18/02 Kühlwasserstand: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Kühlwasserstandsfehlermeldung
– 18/03 Öldruck: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Öldruckfehlermeldung
– 18/04 Ölstand: Parameterwert 1 = Abschaltung durch Ölstandsfehlermeldung
– 18/08 Warnzeit Störleuchte: Wahl der Warnzeit der Störleuchte.
Es ist die Zeit, wielange die Störleuchte blinkt bis zum Motorstopp.

Ausgang
– Pin 21/06 LA_ADM Störleuchte

7.12.2.Motor-Notlauf

Der Fall Motor-Notlauf tritt ein, wenn der sogenannte Motor-CAN, also der CAN-Datenbus zwischen dem ADM2 und
der PLD-MR, ausgefallen ist. Dann geht der Motor in die Notlaufbetriebsart, die im Parameter 2/09 eingestellt ist.

Parameter
– 2/09 Reaktion PLD-MR bei Ausfall Motor-CAN (MCAN):
0=Leerlauf
1=Motorstopp
2=Notlaufdrehzahl
3=Notlaufdrehzahl (Voreinstellwert)

Beim Parameterwert 0 geht der Motor über in den Zustand „Leerlaufbetrieb mit Fußfahrgebersperre“.
Beim Parameterwert 1 geht der Motor über in den Zustand „Motorstopp mit Sperrung der Einspritzung und Sperrung
des Starters“.
Beim Parameterwert 2 nimmt der Motor eine Notlaufdrehzahl an im „Standard-Notlauf mit erhöhter Drehzahl“.
Beim Parameterwert 3 nimmt der Motor den Voreinstellwert von der Motorelektronik PLD-MR an. Also hat der Motor
eine Notlaufdrehzahl im Zustand „Standard-Notlauf mit erhöhter Drehzahl“.

126
8. Messwerte

8. Messwerte

Die Messwerte (Istwerte) sind momentane (aktuelle) Betriebswerte des Motors bzw. des Fahrzeugs/der
Maschine. Sie können mit Hilfe des Diagnosegerätes Minidiag 2 ausgelesen werden.

8.1. Analoge Messwerte

Bereich Bereich
Nr. Messwert Einheit Pin
Min Max

1 analoger FFG, Eingang AFPS 0 100 % 21/11

Versorgung analoger FFG, AFP+,


2 4,500 5,500 V 21/09
Sollwert 5,000 V

3 analoger HFG, Eingang HFGS 0 100 % 18/18

4 Versorgung analoger HFG, HFG+ 5,000 6,000 V 18/17

5 Position aktiver Fahrgeber (FFG oder HFG) 0 100 % -

6 Moment Fahrgeber -5000 5000 Nm -

7 Istdrehzahl 0 3000 1/min -

8 Istmoment -5000 5000 Nm -

9 Schleppmoment -5000 0 Nm -

Reglertypnummer des Drehzahlreglers:


10 0 15 - -
15=Momentvorgabe

11 Solldrehzahl 0 3000 1/min -

12 Sollmoment -5000 5000 Nm -

13 Minimaldrehzahl 0 3000 1/min -

14 Maximaldrehzahl 0 3000 1/min -

15 Geschwindigkeit 0 150 km/h -

16 Soll-Geschwindigkeit (Tempomat) 0 150 km/h -

17 Sensor Kühlwasserstand Spannung 0 5,000 V -

Sensor Kühlwasserstand
0=Schalter defekt,
18 1=Warnung, 0 3 - -
2=Vorwarnung,
3=Kühlwasserstand normal.

19 Luftfiltersensor Spannung 0 5,000 V -

20 Luftfiltersensor Druck 0 5000 mbar -

21 Kühlmitteltemperatur -40 150 °C

22 Öldruck 0 5000 mbar -

127
8. Messwerte

Bereich Bereich
Nr. Messwert Einheit Pin
Min Max

23 Öltemperatur -40 150 °C -

24 Zündung, Klemme 15 0 30,000 V 21/02

25 Versorgung, Klemme 30 0 30,000 V 21/01

26 C3-Signal Frequenz 0 10000 Hz -

27 C3-Signal Diagnosespannung 0 5,000 V -

28 SAE J1939-Eingriff Absender 0 255 - -

29 SAE J1939 Solldrehzahl 0 3000 1/min -

30 SAE J1939 Sollmoment -125 125 % -

31 SAE J1939 Maximaldrehzahl 0 3000 1/min -

32 SAE J1939 Maximalmoment -125 125 % -

33 PWM FFG1, Eingang GAS1 0 100 % 21/12

34 PWM FFG2, Eingang GAS2 0 100 % 21/13

Zustand Heizflansch,
Heizflansch Ablauf:
0=Init,
1=Vorheizung,
35 2=Startbereitschaft, 0 6 - -
3=Start,
4=Nachheizung,
5=Abkühlung,
6=Ende.

36 Ladelufttemperatur -50 200 °C -

*Software-Version - - - -
37
**IWA-Ausgang (Istwertausgabe) 0 100 % 12/05

38 **Software-Version - - - -

* realisiert in der Diagnoseversion 202 des ADM2


** erst realisiert ab der Diagnoseversion 203 des ADM2

128
8. Messwerte

8.2. Binäre Messwerte

Zustände
Nr. Messwert Pin Erläuterung
00/01

1/1 Zündung Aus/Ein 21/02 Klemme 15

1/2 Betriebsbremse Aus/Ein 21/15 -

1/3 Feststellbremse Aus/Ein 21/16 -

1/4 Kupplung 1 Zu/Auf 18/02 -

2/1 Tempomat CC- Aus/Ein 18/04 Tempomat setzen und verzögern

Tempomat Wiederaufnahme und


2/2 Tempomat CC+ Aus/Ein 18/05
beschleunigen

2/3 Tempomat CC_EIN Aus/Ein 18/06 Tempomat aktivieren

2/4 Auswahl Handfahrgeber FFG/HFG 18/07 Umschaltung FFG zu HFG

3/1 Motorbremse Low Aus/Ein 18/08 -

3/2 Motorbremse High Aus/Ein 18/09 -

3/3 Festdrehzahl Aus/Ein 18/10 PTO aktivieren

3/4 Begrenzung 0 Aus/Ein 18/11 -

4/1 Begrenzung 1 Aus/Ein 18/12 -

4/2 Abschaltsperre bei Motor-NOT-AUS Aus/Ein 18/13 -

4/3 Begrenzung 2 Aus/Ein 18/14 -

4/4 Lüfter Aus/Ein 18/15 -

Bei aktivem Eingang sind FFG und


5/1 FFG Sperre Nein/Ja 18/16
HFG nicht wirksam.

5/2 Neutralstellung Aus/Ein 15/01 -

5/3 Hinterachse Aus/Ein 15/02 -

5/4 ABS Aus/Ein - Vorläufig SAE J1939

6/1 GAS2 (analog) Aus/Ein 21/13 Leerlaufschalter 1

6/2 GAS1 (analog) Aus/Ein 21/12 Leerlaufschalter 2

6/3 MBR Abschaltung Nein/Ja - SAE J1939-Eingriff

6/4 Kickdown Nein/Ja - FFG Kickdown

129
8. Messwerte

Zustände
Nr. Messwert Pin Erläuterung
00/01

Motorstoppvorgabe an PLD-MR über


7/1 Nullmenge Nein/Ja - Motor-CAN, siehe Kapitel 7 der
Betriebsanleitung ADM2

Motorstopp vom CAN SAE J 1939 mit


7/2 Nullmenge J 1939 Nein/Ja - PGN 61184, siehe Kapitel 7 und 11 der
Betriebsanleitung ADM2

7/3 Klemme 50 Aus/Ein 12/01 Signal Motorstart vom Startschalter

7/4 DSF 0 Aus/Ein 12/10 Digitale Sonderfunktion 0

8/1 DSF 1 Aus/Ein 12/09 Digitale Sonderfunktion 1

8/2 **MBR-BK Aus/Ein 15/06 Motorbremse Bremsklappe

8/3 **MBR-KD Aus/Ein 15/10 Motorbremse Konstantdrossel

8/4 **Relais 1 Aus/Ein 15/12 Ansteuerung Relais 1

9/1 **Relais 2 Aus/Ein 15/09 Ansteuerung Relais 2

9/2 **Relais 3 Aus/Ein 15/11 Ansteuerung Relais 3

9/3 **Relais 4 Aus/Ein 18/01 Ansteuerung Relais 4

9/4 z. Zt. nicht belegt

** erst realisiert in der Diagnoseversion 203 des ADM2

130
9. Fehlercodes

9. Fehlercodes
Die Fehlercodes können mit Hilfe des Diagnosegerätes Minidiag 2 ausgelesen werden.

Aktuelle und nicht aktuelle Fehler werden bei der Anzeige unterschieden.
Aktuelle Fehlercodes können nicht gelöscht werden.
Die aufgeführten Fehlercodes gelten für das ADM2.

Die im Steuergerät gespeicherten Fehlercodes beschreiben Fehlerpriorität, Fehlerpfad und Fehlerart der aufgetretenen
Fehler.
Beispiel eines Fehlercodes: 12312
1 = Fehlerpriorität
23 = Fehlerpfad
12 = Fehlerart
Bei den 5stelligen Fehlercode-Nummern zeigt die erste Ziffer die Fehlerpriorität (0, 1 bzw. 2) an.

Je nach Fehlerpriorität wird wie folgt verfahren:

Fehlerpriorität 0
Die Beseitigung der Störung kann nötigenfalls erst beim nächsten Wartungsdienst erfolgen.

Fehlerpriorität 1
Die Störung muss so schnell wie möglich behoben werden.

G Unfallgefahr!
Mit veränderten Laufeigenschaften des Motors muss gerechnet werden.
Dadurch können sich bei Fahrbetrieb die Fahr- und Bremseigenschaften des Fahrzeugs bzw. bei
Arbeitsdrehzahlregelung die Betriebseigenschaften der Arbeitsmaschine ändern.

Fehlerpriorität 2
Die Störung muss sofort behoben werden.

G Unfallgefahr!
Die Laufeigenschaften des Motors sind verändert (Notlaufprogramm).
Dadurch ändern sich bei Fahrbetrieb die Fahr- und Bremseigenschaften des Fahrzeugs bzw. bei
Arbeitsdrehzahlregelung die Betriebseigenschaften der Arbeitsmaschine.
Störungen der Priorität 2 müssen sofort in einer DaimlerChrysler Service-Station oder Fachwerkstatt
beseitigen lassen.

131
9. Fehlercodes

132
9.1 Fehlercodes der Diagnoseversion 202

9.1 Fehlercodes der Diagnoseversion 202

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes des Bedeutung Abhilfe Pin
J1939
ADM2
SPN/FMI

Konstant- - Verdrahtung überprüfen


45/3 10003 drossel Kabelbruch1 - Einheit für Konstantdrossel auf 15/10
MBR_KD Defekt prüfen

Konstant- - Verdrahtung überprüfen


45/4 10004 drossel Kurzschluss2 - Einheit für Konstantdrossel auf 15/10
MBR_KD Defekt prüfen

- Verdrahtung des Geschwindigkeits-


signals C3 vom Tachograph über-
Geschwindig- prüfen
84/3 10103 keitssensor Kabelbruch1 - Sofern kein Tachosignal vorhanden 15/03
C3 ist, dann Parametergruppe 8:
Geschwindigkeitssignal prüfen
(z.B. bei Stationärantrieben)

Geschwindig- - Verdrahtung des Geschwindigkeits-


84/4 10104 keitssensor Kurzschluss2 signals C3 vom Tachograph über- 15/03
C3 prüfen.

- Pedaleinheit tauschen, falls defekt


analoger
Spannung - Verdrahtung überprüfen
91/2 10202 Fußfahrgeber 21/11
falsch - Grenzwert für Leerlaufpunkt: 5,0 V
AFPS
- Grenzwert für Kickdownpunkt: 4,9 V

- Pedaleinheit tauschen, falls defekt


analoger
Spannung zu - Verdrahtung überprüfen
91/3 10203 Fußfahrgeber 21/11
hoch - Grenzwert für Leerlaufpunkt: 5,0 V
AFPS
- Grenzwert für Kickdownpunkt: 4,9 V

- Pedaleinheit tauschen, falls defekt


analoger
Spannung zu - Verdrahtung überprüfen
91/4 10204 Fußfahrgeber 21/11
niedrig - Grenzwert für Leerlaufpunkt: 5,0 V
AFPS
- Grenzwert für Kickdownpunkt: 4,9 V

- Öl ablassen bei zu starker Über-


füllung.
- Bemerkung: Dieses Problem kann
98/0 10400 Ölstand Überfüllung PLD-MR
auch dann auftreten, wenn im PLD-MR
der falsche Ölwannentyp parametriert
wurde.

niedriger - Öl nachfüllen.
98/1 10401 Ölstand PLD-MR
Ölstand

- Öl nachfüllen.
- Bemerkung: Dieses Problem kann
sehr niedriger
98/14 10414 Ölstand auch dann auftreten, wenn im PLD-MR PLD-MR
Ölstand
der falsche Ölwannentyp parametriert
wurde.

1 Bei
einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2
Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

133
9.1 Fehlercodes der Diagnoseversion 202

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes des Bedeutung Abhilfe Pin
J1939
ADM2
SPN/FMI

niedriger - Pumpe und Ölkreislauf überprüfen.


100/1 10501 Öldruck PLD-MR
Öldruck

sehr niedriger - Pumpe und Ölkreislauf überprüfen.


100/14 10514 Öldruck PLD-MR
Öldruck

Luftfilter
107/3 10803 Kabelbruch1 - Verdrahtung überprüfen. 15/08
LF_SE

Luftfilter
107/4 10804 Kurzschluss2 - Verdrahtung überprüfen. 15/08
LF_SE

Kühlmittel-
Motor- - Kühlwasserstand und Kühlkreislauf
110/0 10900 temperatur PLD-MR
temperatur überprüfen.
zu hoch

Kühlmittel-
Motor- - Kühlwasserstand und Kühlkreislauf
110/14 10914 temperatur PLD-MR
temperatur überprüfen.
viel zu hoch

- Kühlwasser nachfüllen
niedriger
Kühlwasser- - Verdrahtung überprüfen, falls trotz
111/1 11001 Kühlwasser- 15/07
stand KW_SE nachgefülltem Kühlwasser der Fehler
stand
stehen bleibt

Kühlwasser- - Verdrahtung überprüfen


111/3 11003 Kabelbruch1 15/07
stand KW_SE - Spannung muss größer als 2,0 V sein

Kühlwasser-
111/4 11004 Kurzschluss2 - Verdrahtung überprüfen. 15/07
stand KW_SE

- Bordspannung überprüfen
Über- - Parameter 2/08: 24/12 V-Einsatz
158/0 11100 Klemme 30 21/01
spannung auf Übereinstimmung mit Bord-
spannung überprüfen

- Bordspannung überprüfen
Unter- - Parameter 2/08: 24/12 V-Einsatz
158/1 11101 Klemme 30 21/01
spannung auf Übereinstimmung mit Bord-
spannung überprüfen

Leerlauf- Kabelbruch1 - Verdrahtung überprüfen 21/12 und


558/5 11705 schalter bei (GAS2 + GAS1 - Pedaleinheit tauschen, falls defekt
analogem FFG offen) 21/13

beide - Verdrahtung überprüfen


Leerlauf- Kontakte - Pedaleinheit tauschen, falls defekt 21/12 und
558/12 11712 schalter bei geschlossen2
analogem FFG (GAS2 + GAS1 21/13
geschlossen)

1
Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

134
9.1 Fehlercodes der Diagnoseversion 202

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes des Bedeutung Abhilfe Pin
J1939
ADM2
SPN/FMI

Tempomat - Verdrahtung überprüfen 18/04


Schalter beide - Tempomatschalter auf Defekt prüfen
599/12 11812 Schalter CC- und
geschlossen
und CC+ 18/05

Tempomat - Verdrahtung überprüfen 18/04


Schalter beide - Tempomatschalter auf Defekt prüfen
601/12 11912 Schalter CC- und
geschlossen
und CC+ 18/05

Versorgungs- - Versorgungsspannung < 4,8 V.


spannung Spannung zu
620/3 12103 21/09
analoger FFG niedrig
(AFP+)

Versorgungs- - Versorgungsspannung > 5,2 V.


spannung Spannung zu
620/4 12104 21/09
analoger FFG hoch
(AFP+)

- Verdrahtung Motor-CAN überprüfen


- Verdrahtung PLD-MR überprüfen
keine
CAN zu PLD- - PLD-MR Parameter der Eindraht-
625/2 12202 Verbindung -
MR fähigkeit und Parameter 1/01 des
zur PLD-MR
ADM2 (Eindrahtfähigkeit) auf eine
identische Einstellung hin überprüfen

Eindraht- - PLD-MR Parameter der Eindraht-


CAN zu PLD- betrieb fähigkeit und Parameter 1/01 des
625/14 12214 -
MR (MCAN ADM2 (Eindrahtfähigkeit) auf eine
gestört) identische Einstellung hin überprüfen.

interner VCU-
629/12 12312 VCU-Intern -
Fehler

- Verdrahtung überprüfen
677/5 13305 Relais 1 Kabelbruch1 15/12
- Relais 1 auf Defekt prüfen

- Verdrahtung überprüfen
677/6 13306 Relais 1 Kurzschluss2 - Relais 1 auf Kurzschluss der Spule 15/12
prüfen

Heizflansch, - Verdrahtung zum Heizflansch


Ausgang keine überprüfen
730/0 13900 15/09
Relais 2 Temperatur- - Relais 2 auf Defekt prüfen
erhöhung

Heizflansch, - Verdrahtung zum Heizflansch


Ausgang
730/1 13901 Arbeits- überprüfen 15/09
Relais 2
kontakt klebt - Relais 2 auf Defekt prüfen

1
Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2
Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

135
9.1 Fehlercodes der Diagnoseversion 202

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes des Bedeutung Abhilfe Pin
J1939
ADM2
SPN/FMI

Heizflansch, - Verdrahtung zum Heizflansch


Ausgang Arbeits- überprüfen
730/2 13902 15/09
Relais 2 kontakt - Relais 2 auf Defekt prüfen
schliesst nicht

Kurzschluss2 - Verdrahtung überprüfen


Ausgang
730/3 13903 Ansteuerung - Relais 2 auf Kurzschluss der Spule 15/09
Relais 2
Relais 2 prüfen

Kabelbruch1 - Verdrahtung überprüfen


Ausgang
730/4 13904 Ansteuerung - Relais 2 auf Defekt prüfen 15/09
Relais 2
Relais 2

- Grenzwerte für Versorgungs-


Versorgungss
Handfahr- spannung:
974/2 14202 pannung 18/17
geber HFG Minimalwert: 4,8 V und
falsch, HFG+
Maximalwert: 5,2 V.

Handfahr- Kabelbruch1 - Verdrahtung überprüfen


974/3 14203 18/18
geber HFG HFGS - HFG Einheit auf Defekt prüfen

Handfahr- Kurzschluss2 - Verdrahtung überprüfen


974/4 14204 18/18
geber HFG HFGS - HFG Einheit auf Defekt prüfen

Ausgang - Verdrahtung überprüfen


1004/3 14403 Kabelbruch1 18/01
Relais 4 - Relais 4 auf Defekt prüfen

- Verdrahtung überprüfen
Ausgang
1004/4 14404 Kurzschluss2 - Relais 4 auf Kurzschluss der Spule 18/01
Relais 4
prüfen

Getriebe-
ausgang 1
1005/3 14503 Kabelbruch1 - Verdrahtung überprüfen. 15/05
(PWM FFG
Versorgung)

Getriebe-
ausgang 1
1005/4 14504 Kurzschluss2 - Verdrahtung überprüfen. 15/05
(PWM FFG
Versorgung)

- Verdrahtung überprüfen
Bremsklappe
1006/3 14603 Kabelbruch1 - Einheit für Bremsklappe auf Defekt 15/06
MBR_BK
prüfen

- Verdrahtung überprüfen
Bremsklappe
1006/4 14604 Kurzschluss2 - Einheit für Bremsklappe auf Defekt 15/06
MBR_BK
prüfen

1
Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

136
9.1 Fehlercodes der Diagnoseversion 202

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes des Bedeutung Abhilfe Pin
J1939
ADM2
SPN/FMI

PWM FFG - Verdrahtung überprüfen


PWM
Versorgungs- - Sollwert UB
1015/1 15001 Fußfahrgeber 15/05
spannung
(PWM FFG)
(FP+) fehlt

Signal PWM -FFG Anschlüsse überprüfen der


PWM
FFG, Zweig 1, Pins 21/12, 15/05 , 21/14.
1015/3 15003 Fußfahrgeber siehe links
GAS1, nicht
(PWM FFG)
vorhanden

Signal PWM - FFG Anschlüsse überprüfen der


PWM
FFG, Zweig 2, Pins 21/13, 15/05 , 21/14.
1015/4 15004 Fußfahrgeber siehe links
GAS2, nicht
(PWM FFG)
vorhanden

PWM
FFG nicht
1015/5 15005 Fußfahrgeber - FFG einlernen! -
eingelernt
(PWM FFG)

PWM Leerlauf-
1015/6 15006 Fußfahrgeber anschlag - FFG einlernen! -
(PWM FFG) eingeschränkt

FFG aus-
PWM
serhalb
1015/7 15007 Fußfahrgeber - FFG einlernen! -
eingelernter
(PWM FFG)
Bereich

1
Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2
Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

137
9.1 Fehlercodes der Diagnoseversion 202

138
9.2 Fehlercodes der Diagnoseversion 203

9.2 Fehlercodes der Diagnoseversion 203

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes des Bedeutung Abhilfe Pin
J1939
ADM2
SPN/FMI

Konstant- - Verdrahtung überprüfen


45/3 10003 drossel Kabelbruch1 - Einheit für die Konstantdrossel auf 15/10
MBR_KD einen Defekt prüfen

Konstant- - Verdrahtung überprüfen


Kurzschluss2
45/4 10004 drossel - Einheit für die Konstantdrossel auf 15/10
nach Masse
MBR_KD einen Defekt prüfen

- Verdrahtung des Signals C3


vom Tachografen überprüfen
Geschwindig-
84/3 10103 Kabelbruch1 - Sofern kein Tachosignal vorhanden 15/03
keitssignal C3
ist, dann den Parameter 08/01 prüfen
(z. B. bei Stationärantrieben)

Geschwindig- Kurzschluss2 - Verdrahtung des Signals C3 vom


84/4 10104 15/03
keitssignal C3 nach Masse Tachografen überprüfen.

- Sofern das Tachosignal unplausibel


Geschwindig- Signal
84/14 10114 ist, dann den Parameter 08/01 prüfen 15/03
keitssignal C3 unplausibel
(z. B. bei Stationärantrieben)

- Pedaleinheit neu einlernen


analoger
FFG nicht - Verdrahtung überprüfen
91/0 10200 Fußfahrgeber 21/11
eingelernt - Grenzwert Leerlauf Position: 5,0 V
AFPS
- Grenzwert Kickdown Position: 4,9 V

- Pedaleinheit tauschen, falls defekt


analoger
Spannung - Verdrahtung überprüfen
91/2 10202 Fußfahrgeber 21/11
falsch - Grenzwert Leerlauf Position: 5,0 V
AFPS
- Grenzwert Kickdown Position: 4,9 V

Spannung - Pedaleinheit tauschen, falls defekt


analoger
zu hoch oder - Verdrahtung überprüfen
91/3 10203 Fußfahrgeber 21/11
Kurzschluss2 - Grenzwert Leerlauf Position: 5,0 V
AFPS
nach UB - Grenzwert Kickdown Position: 4,9 V

Spannung - Pedaleinheit tauschen, falls defekt


analoger zu niedrig - Verdrahtung überprüfen
91/4 10204 Fußfahrgeber oder - Grenzwert Leerlauf Position: 5,0 V 21/11
AFPS Kurzschluss2 - Grenzwert Kickdown Position: 4,9 V
nach Masse

- Öl ablassen bei zu starker Über-


füllung.
- Bemerkung: Dieses Problem kann
98/0 10400 Ölstand Überfüllung PLD-MR
auch dann auftreten, wenn im PLD-MR
der falsche Ölwannentyp parametriert
wurde.

niedriger - Öl nachfüllen.
98/1 10401 Ölstand PLD-MR
Ölstand

1 Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

139
9.2 Fehlercodes der Diagnoseversion 203

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes des Bedeutung Abhilfe Pin
J1939
ADM2
SPN/FMI

- Öl nachfüllen.
- Bemerkung: Dieses Problem kann
sehr niedriger
98/14 10414 Ölstand auch dann auftreten, wenn im PLD-MR PLD-MR
Ölstand
der falsche Ölwannentyp parametriert
wurde.

niedriger - Pumpe und Ölkreislauf überprüfen.


100/1 10501 Öldruck PLD-MR
Öldruck

sehr niedriger - Pumpe und Ölkreislauf überprüfen.


100/14 10514 Öldruck PLD-MR
Öldruck

Luftfilter Differenz-
107/0 10800 - Verdrahtung überprüfen. 15/08
LF_SE druck zu hoch

Luftfilter
107/3 10803 Kabelbruch1 - Verdrahtung überprüfen. 15/08
LF_SE

Luftfilter Kurzschluss2
107/4 10804 - Verdrahtung überprüfen. 15/08
LF_SE nach Masse

Kühlmittel-
Motor- - Kühlwasserstand und Kühlkreislauf
110/0 10900 temperatur PLD-MR
temperatur überprüfen.
zu hoch

Kühlmittel-
Motor- - Kühlwasserstand und Kühlkreislauf
110/14 10914 temperatur PLD-MR
temperatur überprüfen.
viel zu hoch

- Kühlwasser nachfüllen
niedriger
Kühlwasser- - Verdrahtung überprüfen, falls trotz
111/1 11001 Kühlwasser- 15/07
stand KW_SE nachgefülltem Kühlwasser der Fehler
stand
stehen bleibt

Kühlwasser- - Verdrahtung überprüfen


111/3 11003 Kabelbruch1 15/07
stand KW_SE - Spannung muss größer als 2,0 V sein

Kühlwasser- Kurzschluss2
111/4 11004 - Verdrahtung überprüfen. 15/07
stand KW_SE nach Masse

- Bordspannung überprüfen
Über- - Parameter 2/08: 24/12 V-Einsatz
158/0 11100 Klemme 15 21/02
spannung auf Übereinstimmung mit Bord-
spannung überprüfen

- Bordspannung überprüfen
Unter- - Parameter 2/08: 24/12 V-Einsatz
158/1 11101 Klemme 15 21/02
spannung auf Übereinstimmung mit Bord-
spannung überprüfen

1 Bei
einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

140
9.2 Fehlercodes der Diagnoseversion 203

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes des Bedeutung Abhilfe Pin
J1939
ADM2
SPN/FMI

Leerlauf- Kabelbruch1 - Verdrahtung überprüfen 21/12 und


558/5 11705 schalter beim (GAS2 + GAS1 - Pedaleinheit tauschen, falls defekt
analogen FFG offen) 21/13

beide - Verdrahtung überprüfen


Leerlauf- Kontakte - Pedaleinheit tauschen, falls defekt 21/12 und
558/12 11712 schalter beim geschlossen2
analogen FFG (GAS2 + GAS1 21/13
geschlossen)

Tempomat - Verdrahtung überprüfen 18/04


Schalter beide - Tempomatschalter auf Defekt prüfen
599/12 11812 Schalter CC- und
geschlossen
und CC+ 18/05

Tempomat - Verdrahtung überprüfen 18/04


Schalter beide - Tempomatschalter auf Defekt prüfen
601/12 11912 Schalter CC- und
geschlossen
und CC+ 18/05

Versorgungs- - Versorgungsspannung > 5,2 V.


spannung Spannung
620/3 12103 21/09
analoger FFG zu hoch
(AFP+)

Versorgungs- - Versorgungsspannung < 4,8 V.


spannung Spannung
620/4 12104 21/09
analoger FFG zu niedrig
(AFP+)

- Verdrahtung Motor-CAN überprüfen


- Verdrahtung PLD-MR überprüfen
keine
CAN zu PLD- - PLD-MR Parameter der Eindraht-
625/2 12202 Verbindung -
MR fähigkeit und Parameter 1/01 des
zur PLD-MR
ADM2 (Eindrahtfähigkeit) auf eine
identische Einstellung hin überprüfen

Eindraht- - PLD-MR Parameter der Eindraht-


CAN zu PLD- betrieb fähigkeit und Parameter 1/01 des
625/14 12214 -
MR (MCAN ADM2 (Eindrahtfähigkeit) auf eine
gestört) identische Einstellung hin überprüfen.

interner
629/12 12312 VCU-Intern - -
VCU-Fehler

Ansteuerung - Verdrahtung überprüfen


677/5 13305 Kabelbruch1 15/12
Relais 1 - Relais 1 auf Defekt prüfen

- Verdrahtung überprüfen
Ansteuerung Kurzschluss2
677/6 13306 - Relais 1 auf Kurzschluss2 der Spule 15/12
Relais 1 nach Masse
prüfen

1
Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

141
9.2 Fehlercodes der Diagnoseversion 203

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes des Bedeutung Abhilfe Pin
J1939
ADM2
SPN/FMI

Heizflansch, - Verdrahtung zum Heizflansch


keine überprüfen
Ansteuerung
730/0 13900 Ladeluft- - Relais 2 auf Defekt prüfen 15/09
Relais 2
temperatur-
erhöhung

Heizflansch, - Verdrahtung zum Heizflansch


Ansteuerung
730/1 13901 Arbeits- überprüfen 15/09
Relais 2
kontakt klebt - Relais 2 auf Defekt prüfen

Heizflansch, - Verdrahtung zum Heizflansch


Ansteuerung Arbeits- überprüfen
730/2 13902 15/09
Relais 2 kontakt - Relais 2 auf Defekt prüfen
schliesst nicht

Ansteuerung - Verdrahtung überprüfen


Relais 2 mit - Relais 2 auf Defekt prüfen
Ansteuerung Spannung zu
730/3 13903 15/09
Relais 2 hoch oder
Kurzschluss2
nach UB

Ansteuerung - Verdrahtung überprüfen


Relais 2 mit - Relais 2 auf Kurzschluss2 der Spule
Ansteuerung Spannung zu prüfen
730/4 13904 15/09
Relais 2 niedrig oder
Kurzschluss2
nach Masse

- Grenzwerte für die Versorgungs-


Versorgungs-
Handfahr- spannung des HFG:
974/2 14202 spannung 18/17
geber HFG Minimalwert: 4,8 V und
falsch, HFG+
Maximalwert: 5,2 V.

Spannung zu - Verdrahtung überprüfen


Handfahr- hoch oder - HFG Einheit auf Defekt prüfen
974/3 14203 18/18
geber HFGS Kurzschluss2
nach UB

Spannung zu - Verdrahtung überprüfen


Handfahr- niedrig oder - HFG Einheit auf Defekt prüfen
974/4 14204 18/18
geber HFGS Kurzschluss2
nach Masse

Ansteuerung - Verdrahtung überprüfen


1004/3 14403 Kabelbruch1 18/01
Relais 4 - Relais 4 auf Defekt prüfen

- Verdrahtung überprüfen
Ansteuerung Kurzschluss2
1004/4 14404 - Relais 4 auf Kurzschluss der Spule 18/01
Relais 4 nach Masse
prüfen

1 Bei
einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2
Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

142
9.2 Fehlercodes der Diagnoseversion 203

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes des Bedeutung Abhilfe Pin
J1939
ADM2
SPN/FMI

Getriebe-
ausgang 1
1005/3 14503 Kabelbruch1 - Verdrahtung überprüfen. 15/05
(PWM FFG
Versorgung)

Getriebe-
ausgang 1 Kurzschluss2
1005/4 14504 - Verdrahtung überprüfen. 15/05
(PWM FFG nach Masse
Versorgung)

- Verdrahtung überprüfen
Bremsklappe
1006/3 14603 Kabelbruch1 - Einheit für Bremsklappe auf Defekt 15/06
MBR_BK
prüfen

- Verdrahtung überprüfen
Bremsklappe Kurzschluss2
1006/4 14604 - Einheit für Bremsklappe auf Defekt 15/06
MBR_BK nach Masse
prüfen

PWM Versorgungs- - Verdrahtung überprüfen


1015/1 15001 Fußfahrgeber spannung - Sollwert UB 15/05
(PWM FFG) (FP+) fehlt

beide Signale - Verdrahtung überprüfen


PWM
des PWM FFG - FFG Anschlüsse überprüfen der
1015/2 15002 Fußfahrgeber siehe links
fehlen (GAS1 Pins 21/13, 21/12, 15/05 , 21/14.
(PWM FFG)
und GAS2)

PWM Signal GAS2, - FFG Anschlüsse überprüfen der


1015/3 15003 Fußfahrgeber Zweig 2, nicht Pins 21/13, 15/05 , 21/14. siehe links
(PWM FFG) vorhanden

PWM Signal GAS1, -FFG Anschlüsse überprüfen der


1015/4 15004 Fußfahrgeber Zweig 1, nicht Pins 21/12, 15/05 , 21/14. siehe links
(PWM FFG) vorhanden

PWM
FFG nicht
1015/5 15005 Fußfahrgeber - FFG einlernen! -
eingelernt
(PWM FFG)

PWM Leerlauf-
1015/6 15006 Fußfahrgeber anschlag - FFG einlernen! -
(PWM FFG) eingeschränkt

FFG
PWM
außerhalb
1015/7 15007 Fußfahrgeber - FFG einlernen! -
eingelerntem
(PWM FFG)
Bereich

1
Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2
Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

143
9.2 Fehlercodes der Diagnoseversion 203

144
9.5 Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939

9.5 Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes der Bedeutung Abhilfe
J1939
PLD-MR
SPN/FMI

Kraftstoffdruckgeber Messwert Ob ein Kombigeber oder ein einzelner


94/2 11717
oder Kombigeber unplausibel Kraftstoffdruckgeber eingesetzt wird, ist
zur Zeit noch nicht klar!
Spannung zu hoch
Kraftstoffdruckgeber
94/3 11715 oder Kurzschluss2
oder Kombigeber
nach UB

Spannung zu niedrig
Kraftstoffdruckgeber
94/4 11716 oder Kurzschluss2
oder Kombigeber
nach Masse

- Ölstand prüfen
Messwert - elektrische Anschlüsse prüfen
98/2 02517 Motorölstand-Geber
unplausibel - Sensor prüfen, ggf. erneuern
- Sollwert 22 Ohm bei voller Ölwanne

- Ölstand prüfen
- Leitung auf Kabelbruch1oder
98/3 02515 Motorölstand-Geber Messbereich Kurzschluss2 nach UB prüfen
überschritten
- Sensor prüfen, ggf. erneuern
- Sollwert 22-25 Ohm

- Ölstand prüfen
- Leitung auf Kurzschluss2
Messbereich
98/4 02516 Motorölstand-Geber nach Masse prüfen
unterschritten
- Sensor prüfen, ggf. erneuern
- Sollwert 22-25 Ohm

- Ölstand prüfen
98/5 02509 Motorölstand-Geber Kabelbruch1
- Leitung auf Kabelbruch1 prüfen

Messwert - Sensor prüfen, ggf. erneuern


100/2 11617 Motoröldruck-Geber
unplausibel - Leitung auf Kabelbruch1 prüfen

- Sensor prüfen, ggf. erneuern


Messbereich
100/3 11615 Motoröldruck-Geber - Leitung auf Kabelbruch1oder
überschritten
Kurzschluss2 nach UB prüfen

- Sensor prüfen, ggf. erneuern


Messbereich
100/4 11616 Motoröldruck-Geber - Leitung auf Kurzschluss2
unterschritten
nach Masse prüfen

1
Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

145
9.5 Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes der Bedeutung Abhilfe
J1939
PLD-MR
SPN/FMI

Messwert - Sensor prüfen, ggf. erneuern


102/2 11417 Ladeluftdruck-Geber
unplausibel - Leitung auf Kabelbruch1 prüfen

- Sensor prüfen, ggf. erneuern


Messbereich
102/3 11415 Ladeluftdruck-Geber - Leitung auf Kabelbruch1oder
überschritten
Kurzschluss2 nach UB prüfen

- Sensor prüfen, ggf. erneuern


Messbereich
102/4 11416 Ladeluftdruck-Geber - Leitung auf Kurzschluss2
unterschritten
nach Masse prüfen

Ladelufttemperatur- Messbereich Leitung auf Kabelbruch1oder


105/3 11215
Geber überschritten Kurzschluss2 nach UB prüfen

Ladelufttemperatur- Messbereich Leitung auf Kurzschluss2


105/4 11216
Geber unterschritten nach Masse prüfen

- Sensor prüfen, ggf. erneuern


Kühlmittel- Messbereich - Sollwert: 2,4 kOhm (21°C)
110/3 11515
temperatur-Geber überschritten - Leitung auf Kabelbruch1 oder
Kurzschluss2 nach UB prüfen

- Sensor prüfen, ggf. erneuern


Kühlmittel- Messbereich - Sollwert: 2,4 kOhm (21°C)
110/4 11516
temperatur-Geber unterschritten - Leitung auf Kurzschluss2
nach Masse prüfen

Kl. 15 Erkennung mit


- Sicherung F30 überprüfen
158/2 12219 Klemme 15 Unstimmigkeit von
- Leitung auf Kabelbruch1 prüfen
PLD-MR zu ADM2

168/3 07542 Klemme 30 Überspannung - Generator oder Regler defekt

- Batterie zu stark entladen oder defekt


168/4 07543 Klemme 30 Unterspannung
- Generator/Regler/Sicherung defekt

Kraftstofftemperatur Messbereich Leitung auf Kabelbruch1oder


174/3 11115
Geber überschritten Kurzschluss2 nach UB prüfen

Kraftstofftemperatur Messbereich Leitung auf Kurzschluss2


174/4 11116
Geber unterschritten nach Masse prüfen

- Sensor prüfen, ggf. erneuern


Motoröltemperatur- Messbereich - Sollwert: 2,4 kOhm (21°C)
175/3 01015
Geber überschritten - Leitung auf Kabelbruch1oder
Kurzschluss2 nach UB prüfen

- Sensor prüfen, ggf. erneuern


Motoröltemperatur- Messbereich - Sollwert: 2,4 kOhm (21°C)
175/4 01016
Geber unterschritten - Leitung auf Kurzschluss2
nach Masse prüfen

1 Bei
einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2
Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

146
9.5 Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes der Bedeutung Abhilfe
J1939
PLD-MR
SPN/FMI

- Über zulässige Maximaldrehzahl


Messbereich informieren
190/0 10530 Motordrehzahl
überschritten
- Fehlerspeicher löschen

PLD Fehler, - Bei Fehler 11415 oder 11416 dort


Messbereich
609/12 01315 Atmosphärendruck- überschritten - Sonst Probe der Istwerte bei
Geber stehendem Motor auf +/-10% prüfen

PLD Fehler, - Bei Fehler 11415 oder 11416 dort


609/12 01316 Atmosphärendruck- Messbereich - Sonst Probe der Istwerte bei
unterschritten
Geber stehendem Motor auf +/-10% prüfen

Notlaufrechner Steckverbindungen/elektrische
609/12 04024 Interner Fehler
defekt Bauteile überprüfen

Highside-Transistor
D)
Proportionalventil- = gilt nur für die D-Muster der PLD-
609/12 14034D) Interner Fehler
Bank1 (PVB 1) MR Steuergeräte
hochohmig

Highside-Transistor
D)
D) Proportionalventil- = gilt nur für die D-Muster der PLD-
609/12 14035 Interner Fehler
Bank 2 (PVB 2) MR Steuergeräte
hochohmig

Highside-Transistor D) =
gilt nur für die D-Muster der PLD-
609/12 14036D) Interner Fehler Proportionalventil 5
MR Steuergeräte
(PV 5) hochohmig

Starter-Endstufe
609/12 14038 Interner Fehler hochohmig
(Hauptzweig)

Starter-Endstufe Steckverbindungen/elektrische
niederohmig Bauteile überprüfen
609/12 14039 Interner Fehler
(Hauptzweig oder
Notzweig)

Proportionalventil- Steckverbindungen/elektrische
609/12 14041 Interner Fehler Highside-Transistor Bauteile überprüfen
durchlegiert

- Wenn Fehler 07543, dann dort


Starter-Endstufe
nachschauen
609/12 04038 Interner Fehler hochohmig (Redun-
- Steckverbindungen/elektrische
danter-/Notzweig)
Bauteile überprüfen

Pegelerkennung Steckverbindungen/elektrische
609/12 04040 Interner Fehler
Starter defekt Bauteile überprüfen

1 Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2
Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

147
9.5 Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes der Bedeutung Abhilfe
J1939
PLD-MR
SPN/FMI

Zylinderzahl Steckverbindungen/elektrische
609/14 04037 Interner Fehler
unplausibel Bauteile überprüfen

Steckverbindungen/elektrische
609/14 04047 Interner Fehler Kennfeldsatz defekt
Bauteile überprüfen

Zylinderzahl Steckverbindungen/elektrische
609/14 04048 Interner Fehler
unplausibel Bauteile überprüfen

Steckverbindungen/elektrische
609/14 14049 Interner Fehler Parametrierfehler
Bauteile überprüfen

Falsche Hardware- Steckverbindungen/elektrische


609/14 04050 Interner Fehler erkennung Bauteile überprüfen

EEPROM: Fehler Steckverbindungen/elektrische


Checksumme 1 Bauteile überprüfen
609/14 04051 Interner Fehler
(CKS1):
Alle anderen Blöcke

EEPROM: Fehler Steckverbindungen/elektrische


Checksumme 2 Bauteile überprüfen
609/14 14052 Interner Fehler
(CKS 2): Blöcke
Fahrzeugparameter

EEPROM: Fehler Steckverbindungen/elektrische


Checksumme 3 Bauteile überprüfen
609/14 24053 Interner Fehler
(CKS 3): Block Serie
oder Wegfahrsperre

CAN Datenbereich Steckverbindungen/elektrische


609/12 14054 Interner Fehler
defekt Bauteile überprüfen

keine Verbindung zu CAN-Verbindung zum Steuergerät


625/2 10104 CAN Verbindung
CAN prüfen

CAN Daten
625/2 10102 CAN Verbindung Funktionskontrolle durchführen
unplausibel

CAN_High Leitung
CAN auf Leitungsunterbrechung
625/14 10100 CAN Verbindung unterbrochen/
prüfen
kurzgeschlossen

CAN_Low Leitung
CAN auf Leitungsunterbrechung
625/14 10101 CAN Verbindung unterbrochen/kurz-
prüfen
geschlossen

Parametrierfehler Parameter überprüfen, eventuell


625/14 10149 CAN Verbindung
CAN korrigieren

1 Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

148
9.5 Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes der Bedeutung Abhilfe
J1939
PLD-MR
SPN/FMI

Erst Sensor bei Motorstillstand


herausziehen und Sichtprüfen, dann
636/1 10310 Kurbelwellen-Geber Pegel zu gering
Sensor bei Motorstillstand bis zum
mechanischen Anschlag eindrücken.

Leitung und Sensor auf Kabelbruch1


636/3 10309 Kurbelwellen-Geber Kabelbruch1
prüfen mit dem Sollwert 1,2 kOhm.

Leitung und Sensor auf Kurzschluss2


Kurzschluss2 nach
636/4 10308 Kurbelwellen-Geber nach Masse prüfen mit Sollwert 1,2
Masse
kOhm.

Bei Motorstillstand beide Sensoren


herausziehen und Sichtprüfen, dann
KW/NW-Signal Zu- beide bis zum mechanischen Anschlag
636/7 10311 Kurbelwellen-Geber
ordnung unplausibel eindrücken. KW-Sensor und NW-
Sensor am Stecker N3 auf Vertau-
schung prüfen.

Erst Sensor bei Motorstillstand


Timeout herausziehen und Sichtprüfen, dann
636/8 10312 Kurbelwellen-Geber (kein Kurbelwellen-
signal) Sensor bei Motorstillstand bis zum
mechanischen Anschlag eindrücken.

Sensor richtig im Stecker des PLD-MR


636/14 10313 Kurbelwellen-Geber Sensor verpolt
anschliessen

Ansteuerfehler
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
651/5 15027 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 1 Magnetventil
ruheregelung auf Null setzen.
Zylinder 1 gestört

- Elektrische Zuleitungen auf Kurz-


Kurzschluss2 schluss miteinander, Kurzschluss2
Einspritzung Steckpumpen nach Masse, Kurzschluss2 nach UB
651/6 25028
Zylinder 1 Magnetventil prüfen
Zylinder 1 - Elektrische Schraubverbindung
der betroffenen Steckpumpe trennen

Aufschlagerkennung
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
651/7 15026 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 1 Magnetventil kein
ruheregelung auf Null setzen.
Aufschlag Zylinder 1

Laufruheregler- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
651/12 09044 Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 1
Zylinder 1 ruheregelung auf Null setzen.

Einzelzylinder- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
651/14 09045 abgleich-Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 1
Zylinder 1 ruheregelung auf Null setzen.

1 Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters einen niederohmigen Widerstand an, Tendenz Null.

149
9.5 Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes der Bedeutung Abhilfe
J1939
PLD-MR
SPN/FMI

Ansteuerfehler
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
652/5 15127 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 2 Magnetventil
ruheregelung auf Null setzen.
Zylinder 2 gestört

- Elektrische Zuleitungen auf Kurz-


Kurzschluss2 schluss miteinander, Kurzschluss2
Einspritzung Steckpumpen nach Masse, Kurzschluss2 nach UB
652/6 25128
Zylinder 2 Magnetventil prüfen
Zylinder 2 - Elektrische Schraubverbindung
der betroffenen Steckpumpe trennen

Aufschlagerkennung
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
652/7 15126 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 2 Magnetventil kein
ruheregelung auf Null setzen.
Aufschlag Zylinder 2

Laufruheregler- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
652/12 09144 Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 2
Zylinder 2 ruheregelung auf Null setzen.

Einzelzylinder- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
652/14 09145 abgleich-Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 2
Zylinder 2 ruheregelung auf Null setzen.

Ansteuerfehler
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
653/5 15227 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 3 Magnetventil
ruheregelung auf Null setzen.
Zylinder 3 gestört

- Elektrische Zuleitungen auf Kurz-


Kurzschluss2 schluss miteinander, Kurzschluss2
Einspritzung Steckpumpen nach Masse, Kurzschluss2 nach UB
653/6 25228
Zylinder 3 Magnetventil prüfen
Zylinder 3 - Elektrische Schraubverbindung
der betroffenen Steckpumpe trennen

Aufschlagerkennung
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
653/7 15226 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 3 Magnetventil kein
ruheregelung auf Null setzen.
Aufschlag Zylinder 3

Laufruheregler- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
653/12 09244 Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 3
Zylinder 3 ruheregelung auf Null setzen.

Einzelzylinder- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
653/14 09245 abgleich-Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 3
Zylinder 3 ruheregelung auf Null setzen.

1
Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

150
9.5 Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes der Bedeutung Abhilfe
J1939
PLD-MR
SPN/FMI

Ansteuerfehler
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
654/5 15327 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 4 Magnetventil
ruheregelung auf Null setzen.
Zylinder 4 gestört

- Elektrische Zuleitungen auf Kurz-


Kurzschluss2 schluss miteinander, Kurzschluss2
Einspritzung Steckpumpen nach Masse, Kurzschluss2 nach UB
654/6 25328
Zylinder 4 Magnetventil prüfen
Zylinder 4 - Elektrische Schraubverbindung
der betroffenen Steckpumpe trennen

Aufschlagerkennung
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
654/7 15326 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 4 Magnetventil kein
ruheregelung auf Null setzen.
Aufschlag Zylinder 4

Laufruheregler- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
655/12 09344 Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 4
Zylinder 4 ruheregelung auf Null setzen.

Einzelzylinder- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
655/14 09345 abgleich-Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 4
Zylinder 4 ruheregelung auf Null setzen.

Ansteuerfehler
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
655/5 15427 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 5 Magnetventil
ruheregelung auf Null setzen.
Zylinder 5 gestört

- Elektrische Zuleitungen auf Kurz-


Kurzschluss2 schluss miteinander, Kurzschluss2
Einspritzung Steckpumpen nach Masse, Kurzschluss2 nach UB
655/6 25428
Zylinder 5 Magnetventil prüfen
Zylinder 5 - Elektrische Schraubverbindung
der betroffenen Steckpumpe trennen

Aufschlagerkennung
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
655/7 15426 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 5 Magnetventil kein
ruheregelung auf Null setzen.
Aufschlag Zylinder 5

Laufruheregler- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
655/12 09444 Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 5
Zylinder 5 ruheregelung auf Null setzen.

Einzelzylinder- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
655/14 09445 abgleich-Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 5
Zylinder 5 ruheregelung auf Null setzen.

1
Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

151
9.5 Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes der Bedeutung Abhilfe
J1939
PLD-MR
SPN/FMI

Ansteuerfehler
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
656/5 15527 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 6 Magnetventil
ruheregelung auf Null setzen.
Zylinder 6 gestört

- Elektrische Zuleitungen auf Kurz-


Kurzschluss2 schluss miteinander, Kurzschluss2
Einspritzung Steckpumpen nach Masse, Kurzschluss2 nach UB
656/6 25528
Zylinder 6 Magnetventil prüfen
Zylinder 6 - Elektrische Schraubverbindung
der betroffenen Steckpumpe trennen

Aufschlagerkennung
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
656/7 15526 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 6 Magnetventil kein
ruheregelung auf Null setzen.
Aufschlag Zylinder 6

Laufruheregler- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
656/12 09544 Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 6
Zylinder 6 ruheregelung auf Null setzen.

Einzelzylinder- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
656/14 09545 abgleich-Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 6
Zylinder 6 ruheregelung auf Null setzen.

Ansteuerfehler
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
657/5 15627 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 7 Magnetventil
ruheregelung auf Null setzen.
Zylinder 7 gestört

- Elektrische Zuleitungen auf Kurz-


Kurzschluss2 schluss miteinander, Kurzschluss2
Einspritzung Steckpumpen nach Masse, Kurzschluss2 nach UB
657/6 25628
Zylinder 7 Magnetventil prüfen
Zylinder 7 - Elektrische Schraubverbindung
der betroffenen Steckpumpe trennen

Aufschlagerkennung
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
657/7 15626 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 7 Magnetventil kein
ruheregelung auf Null setzen.
Aufschlag Zylinder 7

Laufruheregler- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
657/12 09644 Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 7
Zylinder 7 ruheregelung auf Null setzen.

Einzelzylinder- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
657/14 09645 abgleich-Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 7
Zylinder 7 ruheregelung auf Null setzen.

1 Bei
einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

152
9.5 Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes der Bedeutung Abhilfe
J1939
PLD-MR
SPN/FMI

Ansteuerfehler
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
658/5 15727 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 8 Magnetventil
ruheregelung auf Null setzen.
Zylinder 8 gestört

- Elektrische Zuleitungen auf Kurz-


Kurzschluss2 schluss miteinander, Kurzschluss2
Einspritzung Steckpumpen nach Masse, Kurzschluss2 nach UB
658/6 25728
Zylinder 8 Magnetventil prüfen
Zylinder 8 - Elektrische Schraubverbindung
der betroffenen Steckpumpe trennen

Aufschlagerkennung
Nach Behebung mechanischer und
Einspritzung Steckpumpen
658/7 15726 elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 8 Magnetventil kein
ruheregelung auf Null setzen.
Aufschlag Zylinder 8

Laufruheregler- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
658/12 09744 Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 8
Zylinder 8 ruheregelung auf Null setzen.

Einzelzylinder- Nach Behebung mechanischer und


Einspritzung
658/14 09745 abgleich-Begrenzung elektrischer Störungen die Lauf-
Zylinder 8
Zylinder 8 ruheregelung auf Null setzen.

- Leitung zum Starterrelais auf


Starteransteuerung: Kurzschluss2 nach UB prüfen
Starterrelais - Starterrelais prüfen, ggf. erneuern
677/3 18005 Starterrelais extern
(vom PLD-MR) bestromt - Elektrische Verbindungen wieder-
herstellen

- Batterie abklemmen
Starterrelais Starteransteuerung: - Leitung zum Starterrelais auf
677/5 18009
(vom PLD-MR) Kabelbruch1 Kabelbruch1 prüfen
- Starterrelais prüfen, ggf. erneuern

Starteransteuerung: - Leitung zum Starterrelais auf


Starterrelais
677/6 18008 Kurzschluss2 Kurzschluss2 nach Masse prüfen
(vom PLD-MR)
nach Masse - Starterrelais prüfen, ggf. erneuer

Starteransteuerung: - Starter elektrisch und mechanisch


Starterrelais prüfen
677/7 18086 Starter rastet nicht
(vom PLD-MR)
ein - Funktionskontrolle durchführen

Starterrelais Starteransteuerung: - Starterrelais prüfen, ggf. erneuern


677/14 18033
(vom PLD-MR) Starterrelais klebt - Funktionskontrolle durchführen

1
Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

153
9.5 Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes der Bedeutung Abhilfe
J1939
PLD-MR
SPN/FMI

PWM Treiber 1:
Proportionalventil 1:
Kurzschluss2 D) =
gilt nur für die D-Muster der PLD-
697/3 17007D) Ansteuerung Motor-
nach UB MR Steuergeräte
bremse Bremsklappe
(MBR-BK)

- Parametrierung prüfen: Parameter 6


PWM Treiber 1: Kabelbruch1 muss auf NICHT AKTIV stehen, sonst
Proportionalventil 1: Hinweis: Steuergerät Datensatz falsch
697/5 17009 Ansteuerung Motor- PLD-MR ist falsch - falls Parameter richtig, dann Leitung
bremse Bremsklappe parametriert/ auf Kabelbruch1 prüfen
(MBR-BK) Kabelbruch. - falls Parameter falsch, dann Steuer-
gerät neu parametrieren

High Side Leitung - Parametrierung prüfen: Parameter 6


mit Kurzschluss2 muss auf NICHT AKTIV stehen, sonst
PWM Treiber 1:
nach Masse Datensatz falsch
Proportionalventil 1:
Hinweis: Steuergerät
697/6 17006 Ansteuerung Motor- - falls Parameter richtig, dann Leitung
PLD-MR ist falsch
bremse Bremsklappe auf Kurzschluss2 nach Masse prüfen
parametriert/
(MBR-BK) - falls Parameter falsch, dann Steuer-
Kurzschluss nach
Masse gerät neu parametrieren

PWM Treiber 2:
Proportionalventil 2:
High Side Leitung D)
Ansteuerung = gilt nur für die D-Muster der PLD-
698/3 17307D) Kurzschluss2
Motorbremse MR Steuergeräte
nach UB
Konstantdrossel
(MBR-KD)

Low Side Leitung mit - Parametrierung prüfen: Parameter 7


PWM Treiber 2: Kurzschluss2 nach muss auf NICHT AKTIV stehen, sonst
Proportionalventil 2: Masse oder Datensatz falsch
Ansteuerung Kabelbruch1
698/5 17309 - falls Parameter richtig, dann Leitung
Motorbremse Hinweis: Steuergerät
Konstantdrossel PLD-MR ist falsch auf Kabelbruch1 prüfen
(MBR-KD) parametriert/ - falls Parameter falsch, dann Steuer-
Kabelbruch. gerät neu parametrieren

High Side Leitung - Parametrierung prüfen: Parameter 7


PWM Treiber 2: mit Kurzschluss2 muss auf NICHT AKTIV stehen, sonst
Proportionalventil 2: nach Masse Datensatz falsch
Ansteuerung Hinweis: Steuergerät
698/6 17306 - falls Parameter richtig, dann Leitung
Motorbremse PLD-MR ist falsch
auf Kurzschluss2 nach Masse prüfen
Konstantdrossel parametriert/
(MBR-KD) Kurzschluss nach - falls Parameter falsch, dann Steuer-
Masse gerät neu parametrieren

1 Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

154
9.5 Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes der Bedeutung Abhilfe
J1939
PLD-MR
SPN/FMI

PWM Treiber 3:
Proportionalventil 3: Kurzschluss2 D) =
gilt nur für die D-Muster der PLD-
699/3 17107D)
Ansteuerung nach UB MR Steuergeräte
Lüfter 1

- Parametrierung prüfen: Parameter 8


Kabelbruch1 muss auf NICHT AKTIV stehen, sonst
PWM Treiber 3: Hinweis: Das Datensatz falsch
Proportionalventil 3: Steuergerät PLD-MR
699/5 17109 - falls Parameter richtig, dann Leitung
Ansteuerung ist falsch
Lüfter 1 parametriert/ auf Kabelbruch1 prüfen
Kabelbruch. - falls Parameter falsch, dann Steuer-
gerät neu parametrieren

High Side Leitung - Parametrierung prüfen: Parameter 8


mit Kurzschluss2 muss auf NICHT AKTIV stehen, sonst
PWM Treiber 3: nach Masse Datensatz falsch
Proportionalventil 3: Hinweis: Steuergerät
699/6 17106 - falls Parameter richtig, dann Leitung
Ansteuerung PLD-MR ist falsch
auf Kurzschluss2 nach Masse prüfen
Lüfter 1 parametriert/
Kurzschluss nach - falls Parameter falsch, dann Steuer-
Masse gerät neu parametrieren

PWM Treiber 4:
Proportionalventil 4: Kurzschluss2 D) =
gilt nur für die D-Muster der PLD-
700/3 17207D)
Ansteuerung nach UB MR Steuergeräte
Lüfter 2

- Parametrierung prüfen: Parameter 9


Kabelbruch1 muss auf NICHT AKTIV stehen, sonst
PWM Treiber 4: Hinweis: Das Datensatz falsch
Proportionalventil 4: Steuergerät PLD-MR
700/5 17209 - falls Parameter richtig, dann Leitung
Ansteuerung ist falsch
Lüfter 2 parametriert/ auf Kabelbruch1 prüfen
Kabelbruch. - falls Parameter falsch, dann Steuer-
gerät neu parametrieren

High Side Leitung


mit Kurzschluss2 - Parametrierung prüfen: Parameter 9
nach Masse muss auf NICHT AKTIV stehen, sonst
PWM Treiber 4: Datensatz falsch
Hinweis: Das
Proportionalventil 4:
700/6 17206 Steuergerät PLD-MR - falls Parameter richtig, dann Leitung
Ansteuerung
ist falsch auf Kurzschluss2 nach Masse prüfen
Lüfter 2
parametriert/ - falls Parameter falsch, dann Steuer-
Kurzschluss nach gerät neu parametrieren
Masse

1 Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2 Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

155
9.5 Fehlercodes der Motorregelung (PLD-MR) via SAE J1939

Fehler-
Fehler-
codes SAE
codes der Bedeutung Abhilfe
J1939
PLD-MR
SPN/FMI

Leitung und Sensor auf Kabelbruch1


723/3 10409 Nockenwellen-Geber Kabelbruch1
prüfen mit dem Sollwert 1,2 kOhm.

Leitung und Sensor auf Kurzschluss2


Kurzschluss2 nach
723/4 10408 Nockenwellen-Geber nach Masse prüfen mit Sollwert 1,2
Masse
kOhm.

Erst Sensor bei Motorstillstand


Timeout herausziehen und Sichtprüfen, dann
723/8 10412 Nockenwellen-Geber (kein Nockenwellen-
signal) Sensor bei Motorstillstand bis zum
mechanischen Anschlag eindrücken.

Sensor richtig im Stecker des PLD-MR


723/14 10413 Nockenwellen-Geber Sensor verpolt
anschliessen

Lüfterdrehzahl- Timeout Zur Zeit ist keine Lüfterdrehzahl-


986/8 17112
erfassung (kein Signal) erfassung verbaut!

1
Bei einem Kabelbruch bzw. einer Unterbrechung zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen
hochohmigen Widerstand an, Tendenz unendlich.
2
Bei einem Kurzschluss zeigt das Ohmmeter eines Multimeters (analog oder digital) einen niederohmigen Widerstand
an, Tendenz Null.

156
10. Routinen des ADM2

10.1 Routinen des ADM2, Diagnoseversion 202

Nr. Name Abkürzung Funktionsweise Pin

Bei Erst-Inbetriebnahme, SG-


oder FP-Tausch das FP
21/12
Bei Erst-Inbetriebnahme, SG- einlernen:
1 FP einlernen oder
oder FP -Tausch. siehe Betriebsanleitung ADM2
21/13
im Unterkapitel über den
Fußfahrgeber

2 EEPROM Parameter auf Default Alle Parameter auf ihre


Defaultw. Parameter -
setzen Defaultwerte zurücksetzen.

3 Ansteuerung Ölstandleuchte Ölstandleuchte vergleiche dazu das Kapitel 21/04


Funktionsbeschreibungen der
4 Ansteuerung Motorstopplampe Motorstopplampe Steckerbelegung 21/05

5 Ansteuerung Störleuchte Störleuchte 21/06

6 Ansteuerung
Heizflanschleuchte 21/07
Heizflanschleuchte

7 Ansteuerung Luftfilterleuchte Luftfilterleuchte 21/08

8 Ansteuerung Relais 1 vergleiche Parameter 16/01, im


Relais 1 15/12
Kapitel Parameterbeschreibung

9 Ansteuerung Relais 2 vergleiche Parameter 2/07, im


Relais 2 15/09
Kapitel Parameterbeschreibung

10 Ansteuerung Relais 3 vergleiche Parameter 14/01, im


Relais 3 15/11
Kapitel Parameterbeschreibung

11 Ansteuerung Relais 4 vergleiche Parameter 14/10, im


Relais 4 18/01
Kapitel Parameterbeschreibung

12 Ansteuerung MBR_BK MBR_BK vergleiche dazu das Kapitel 15/06


Funktionsbeschreibungen der
13 Ansteuerung MBR_KD MBR_KD Steckerbelegung 15/10

14 Ansteuerung Istwertausgabe 1 vergleiche Parameter 9/01, im


Istwertausgabe 1 12/05
Kapitel Parameterbeschreibung

15 Ansteuerung vergleiche Parameter 9/02, im


Drehzahlinstrument 12/06
Drehzahlinstrument Kapitel Parameterbeschreibung

16 Ansteuerung Motortemp vergleiche Parameter 9/04, im


Motortemp INS/Lampe 12/04
INS/Lampe Kapitel Parameterbeschreibung

17 Ansteuerung Öldruck INS/ vergleiche Parameter 9/03, im


Öldruck INS/Lampe 12/03
Lampe Kapitel Parameterbeschreibung

157
10. Routinen des ADM2

10.2 Routinen des ADM2, Diagnoseversion 203

Nr. Name Abkürzung Funktionsweise Pin

Bei Erst-Inbetriebnahme, SG-


oder FFG-Tausch das FFG
Fußfahrgeber einlernen bei 21/12
einlernen:
1 Erst-Inbetriebnahme, SG- oder FFG einlernen oder
siehe Betriebsanleitung ADM2
FFG -Tausch. 21/13
im Unterkapitel über den
Fußfahrgeber

2 Parameter auf Defaultwerte Alle Parameter auf ihre


Defaultw. Parameter -
setzen Defaultwerte zurücksetzen.

3 Ansteuerung Warnleuche vergleiche dazu das Kapitel


Ölstandleuchte 21/04
Ölstand Funktionsbeschreibungen der
Steckerbelegung
4 Ansteuerung Lampe
Motorstopplampe 21/05
Motorstopp (Summer)

5 Ansteuerung Störleuchte Störleuchte 21/06

6 Ansteuerung Kontrollleuchte
Heizflanschleuchte 21/07
Heizflansch

7 Ansteuerung Warnleuchte
Luftfilterleuchte 21/08
Luftfilter

8 Ansteuerung Relais 1 vergleiche Parameter 16/01, im


Relais 1 15/12
Kapitel Parameterbeschreibung

9 Ansteuerung Relais 2 vergleiche Parameter 2/07, im


Relais 2 15/09
Kapitel Parameterbeschreibung

10 Ansteuerung Relais 3 vergleiche Parameter 14/01, im


Relais 3 15/11
Kapitel Parameterbeschreibung

11 Ansteuerung Relais 4 vergleiche Parameter 14/10, im


Relais 4 18/01
Kapitel Parameterbeschreibung

12 Ansteuerung MBR_BK MBR_BK vergleiche dazu das Kapitel 15/06


Funktionsbeschreibungen der
13 Ansteuerung MBR_KD MBR_KD Steckerbelegung 15/10

14 Ansteuerung Istwertausgabe vergleiche Parameter 9/01, im


Istwertausgabe 12/05
Kapitel Parameterbeschreibung

15 Ansteuerung vergleiche Parameter 9/02, im


Drehzahlinstrument 12/06
Drehzahlinstrument Kapitel Parameterbeschreibung

16 Ansteuerung
vergleiche Parameter 9/04, im
Kühlmitteltemperatur Kühlmittel Anzeige 12/04
Kapitel Parameterbeschreibung
Instrument/Leuchte

17 Ansteuerung Öldruck vergleiche Parameter 9/03, im


Öldruck Anzeige 12/03
Instrument/Leuchte Kapitel Parameterbeschreibung

158
11. CAN Telegramme nach SAE J1939

Engine
Message Message Definition

DC
DC Engine

Eng.Retarder
Name Identifier Repetition- Byte Bit Comment / Parameter SAE Length or Operating Data Range
[Hex] rate J1939/71 Resolution
Rev.
10/1998
TSC1_ENG 0C 00 00 ?? 10ms ☺ Torque/Speed Control to Engine 5.3.1
1 8, 7
Not defined --- 2 bits 11b
PGN=0 √ 6, 5
Override Control Mode Priority 5.2.3.3 2 bits 00b...11b
√ 4, 3
Requested Speed Control conditions 5.2.3.2 2 bits 00b...11b
√ 2, 1
Override Control Mode 5.2.3.1 2 bits 00b...11b
√ 2, 3 Requested Speed / Speed Limit 5.2.1.19 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
√ 4 Requested Torque / Torque Limit 5.2.1.15 1% 0 to 125%
5..8 Not defined --- 4 Bytes FF.FF.FF.FFh
ESS 0C EF 00 ?? 50ms ☺ Engine Start/Stop
1 8..3 Not defined --- 6 bits 111111b
PGN=61184 √ 2, 1 Inhibit fuel injection --- 2 bits 00b...11b
2..8 Not defined --- 7 Bytes FF.FF.FF.FF.FF.FF.FFh

EEC1 0C F0 04 00 10ms  Electronic Engine Controller 5.3.7


1 8..5 Not defined --- 4 bits 1111b
PGN=61444 √ 4..1 Engine / Retarder Torque Mode 5.2.2.1 4 bits 0000b...1110b
√ 2 Drivers demand engine - percent torque 5.2.1.4 1% 0 to 125%, (0= -125%,
125=0%, 250= +125%)
√ 3 Actual engine - percent torque 5.2.1.5 1% 0 to 125%
√ 4, 5 Engine Speed 5.2.1.9 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
6 Source address of controlling device for 5.2.5.298 1 Byte 0 to 253d
engine control
7, 8 Not defined --- 2 Bytes FF.FFh

159
11. CAN Telegramme nach SAE J1939

Engine
Message Message Definition

DC Engine

DC Eng.Retarder
Name Identifier Repetition- Byte Bit Comment / Parameter SAE Length or Operating Data Range
[Hex] rate J1939/71 Resolution
Rev.
10/1998

EEC2 0C F0 03 00 50ms  Electronic Engine Controller 5.3.6


1 8, 7 Not defined --- 2 bits 00b, 01b
PGN=61443 6, 5 Road speed limit status 5.2.6.76 2 bits 00b, 01b
√ 4, 3 Accelerator pedal (AP) kickdown switch 5.2.2.5 2 bits 00b, 01b

√ 2, 1 Accelerator pedal (AP) low idle switch 5.2.2.4 2 bits 00b, 01b

√ 2 Accelerator pedal (AP) position 5.2.1.8 0.4% 0 to 100%


√ 3 Percent load at current speed 5.2.1.7 1% 0 to 125%
(√) 4 Remote accelerator 5.2.1.59 0.4% 0 to 100%
5..8 Not defined --- 4 Bytes FF.FF.FF.FFh
EEC3 18 FE DF 00 250ms  Electronic Engine Controller 5.3.13
√ 1 Nominal friction - percent torque 5.2.1.6 1% 0 to 125%
PGN=65247 √ 2, 3 Engine's desired operating speed 5.2.1.10 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
√ 4 Engine's operating speed asymmetry 5.2.1.16 1Byte, ratio 0 to 250d
adjustment
5..8 Not defined --- 4 Bytes FF.FF.FF.FFh

160
11. CAN Telegramme nach SAE J1939

Engine
Message Message Definition

DC Engine

DC Eng.Retarder
Name Identifier Repetition- Byte Bit Comment / Parameter SAE Length or Operating Data Range
[Hex] rate J1939/71 Resolutio
Rev. n
10/1998

CCVS 18 FE F1 00 100ms  Cruise Control / Vehicle Speed 5.3.31


1 8..5 Not defined --- 4 bits 1111b
PGN=65265 √ 4, 3 Parking brake switch 5.2.6.8 2 bits 00b, 01b
√ 2, 1 Two speed axle switch 5.2.6.1 2 bits 00b, 01b
√ 2, 3 Wheel-based vehicle speed 5.2.1.12 1/256 0 to 250.996 km/h
km/h,
upper byte
resolution
1.0 km/h
√ 4 8, 7 Clutch switch 5.2.6.12 2 bits 00b, 01b
√ 6, 5 Brake switch 5.2.6.11 2 bits 00b, 01b
√ 4, 3 Cruise Control enable switch 5.2.6.10 2 bits 00b, 01b
√ 2, 1 Cruise Control active 5.2.6.9 2 bits 00b, 01b
√ 5 8, 7 Cruise Control accelerate switch 5.2.6.17 2 bits 00b, 01b
√ 6, 5 Cruise Control resume switch 5.2.6.16 2 bits 00b, 01b
√ 4, 3 Cruise Control coast switch 5.2.6.15 2 bits 00b, 01b
√ 2, 1 Cruise Control set switch 5.2.6.14 2 bits 00b, 01b
√ 6 Cruise Control set speed 5.2.5.47 1 km/h 0 to 250 km/h
√ 7 8..6 Cruise Control state 5.2.2.18 3 bits 000b...110b
(√) 5..1 PTO state 5.2.2.19 5 bits 00000b...11110b
8 8, 7 Engine shutdown override speed 5.2.6.102 2 bits 00b, 01b

6, 5 Engine test mode switch 5.2.6.40 2 bits 00b, 01b


√ 4, 3 Idle decrement switch 5.2.6.41 2 bits 00b, 01b
√ 2, 1 Idle increment switch 5.2.6.42 2 bits 00b, 01b

161
11. CAN Telegramme nach SAE J1939

Engine
Message Message Definition

DC Engine

DC Eng.Retarder
Name Identifier Repetition- Byte Bit Comment / Parameter SAE Length or Operating Data Range
[Hex] rate J1939/71 Resolution
Rev.
10/1998

EET 18 FE EE 00 1s  Electronic Engine Temperature 5.3.28


√ 1 Engine coolant temperature 5.2.5.5 1°C -40 to +210°C
PGN=65262 (√) 2 Fuel temperature 5.2.5.14 1°C -40 to +210°C
√ 3,4 Engine oil temperature 5.2.5.15 0.03125°C -273 to +1735.0°C
5,6 Turbo oil temperature 5.2.5.16 0.03125°C -273 to +1735.0°C
7 Engine intercooler temperature 5.2.5.6 1°C -40 to +210°C
8 Engine intercooler thermostat opening 5.2.5.242 0.4% 0 to 100%

EFL/P 18 FE EF 00 500ms  Engine Fluid Level/Pressure 5.3.29


1 Fuel delivery pressure 5.2.5.27 4kPa 0 to 1000 kPa
PGN=65263 2 Extended crankcase blow-by pressure 5.2.5.241 0.05 kPa 0 to 12.5 kPa

√ 3 Engine oil level 5.2.5.72 0.4% 0 to 100%


√ 4 Engine oil pressure 5.2.5.28 4 kPa 0 to 1000 kPa
5,6 Crankcase pressure 5.2.5.40 1/128 kPa -250 to +251.99 kPa
7 Coolant pressure 5.2.5.38 2 kPa 0 to 500 kPa
8 Coolant level 5.2.5.73 0.4% 0 to 100%

162
11. CAN Telegramme nach SAE J1939

Message Message Definition

DC Engine

DC Eng.Retarder
Name Identifier Repetition- Byte Bit Comment / Parameter SAE Length or Operating Data Range
[Hex] rate J1939/71 Resolution
Rev.
10/1998

CFG_E 18 FE E3 00 every 5 s  Engine Configuration 5.3.17


√ 1, 2 Engine speed at idle, point 1 5.2.1.26 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
PGN=65251 √ 3 Percent torque at idle, point 1 5.2.1.36 1% 0 to 125%
√ 4, 5 Engine speed at point 2 5.2.1.27 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
√ 6 Percent torque at point 2 5.2.1.37 1% 0 to 125%
√ 7, 8 Engine speed at point 3 5.2.1.28 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
√ 9 Percent torque at point 3 5.2.1.38 1% 0 to 125%
√ 10, 11 Engine speed at point 4 5.2.1.28 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
√ 12 Percent torque at point 4 5.2.1.38 1% 0 to 125%
√ 13, 14 Engine speed at point 5 5.2.1.28 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
√ 15 Percent torque at point 5 5.2.1.38 1% 0 to 125%
√ 16, 17 Engine speed at high idle, point 6 5.2.1.29 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
18, 19 Gain (KP) of endspeed governor 5.2.1.40 0.0007813 %/rpm 0 to 50.2 %/rpm
√ 20, 21 Reference engine torque 5.2.1.39 1 Nm 0 to 64255 Nm
√ 22, 23 Maximum momentary engine 5.2.1.30 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
override speed, point 7
√ 24 Maximum momentary engine 5.2.1.31 0.1 s 0 to 25 s, 0=no override
override time limit of high idle allowed,
255=not applicable
25 Requested speed control range 5.2.1.32 10 rpm 0 to 2500 rpm
lower limit
26 Requested speed control range 5.2.1.33 10 rpm 0 to 2500 rpm
upper limit
27 Requested torque control range 5.2.1.34 1% 0 to 125%
lower limit
28 Requested torque control range 5.2.1.35 1% 0 to 125%
upper limit

163
11. CAN Telegramme nach SAE J1939

Engine
Message Message Definition

DC Engine

DC Eng.Retarder
Name Identifier Repetition- Byte Bit Comment / Parameter SAE Length or Operating Data Range
[Hex] rate J1939/71 Resolution
Rev.
10/1998

DM1 18 FE CA 00 1s  Active Diagnostic Trouble Codes SAE


J1939/73
Rev.
10/1998
PGN=65226 √ 1 8, 7 Malfunction Indicator Lamp Status 5.7.1.1 2 bits 00b, 01b

√ 6, 5 Red Stop Lamp Status 5.7.1.2 2 bits 00b, 01b


√ 4, 3 Amber Warning Lamp Status 5.7.1.3 2 bits 00b, 01b
√ 2, 1 Protect Lamp Status 5.7.1.4 2 bits 00b, 01b
2 8..1 Reserved for SAE assignment Lamp --- 1 Byte FFh
status
√ 3 8..1 SPN, 8 least significant bits of SPN 5.7.1.5 1 Byte FFh

√ 4 8..1 SPN, second byte of SPN 5.7.1.5 1 Byte FFh


√ 5 8..6 SPN, 3 most significant bits 5.7.1.5 3 bits 000b...111b
√ 5..1 FMI (most significant at bit 5) 5.7.1.6 5 bits 00000b...11111b
6 8 SPN Conversion method 5.7.1.7 1 bit 1b
√ 7..1 Occurence Count 5.7.1.8 7 bits 0000000b..1111111b

164
11. CAN Telegramme nach SAE J1939

Engine
Message Message Definition

DC Engine

DC Eng.Retarder
Name Identifier Repetition- Byte Bit Comment / Parameter SAE Length or Operating Data Range
[Hex] rate J1939/71 Resolution
Rev.
10/1998

CFG_ER 18 FE E1 0F every 5 s  Engine Retarder Configuration 5.3.15

√ 1 8..5 Retarder location 5.2.2.3 4 bits 0000b...1110b


PGN=65249 √ 4..1 Retarder type 5.2.2.2 4 bits 0000b...1110b
√ 2 Retarder control method 5.2.1.50 1 Step 0 to 250d, 0=continuous
control, 1=on/off control,
2 to 250=number of steps

√ 3, 4 Retarder speed at idle, point 1 5.2.1.41 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm


√ 5 Percent torque at idle, point 1 5.2.1.45 1% -125% to 0%
√ 6, 7 Maximum retarder speed, point 2 5.2.1.43 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
√ 8 Percent torque at maximum speed, 5.2.1.46 1% -125% to 0%
point 2
√ 9, 10 Retarder speed at point 3 5.2.1.44 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
√ 11 Percent torque at point 3 5.2.1.47 1% -125% to 0%
√ 12, 13 Retarder speed at point 4 5.2.1.44 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
√ 14 Percent torque at point 4 5.2.1.47 1% -125% to 0%
√ 15, 16 Retarder speed at peak torque, point 5 5.2.1.42 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm

√ 17, 18 Reference retarder torque 5.2.1.49 1 Nm 0 to 64255 Nm


√ 19 Percent torque at point 5 5.2.1.48 1% -125% to 0%

165
11. CAN Telegramme nach SAE J1939

Engine
Message Message Definition

DC Engine

DC Eng.Retarder
Name Identifier Repetition- Byte Bit Comment / Parameter SAE Length or Operating Data Range
[Hex] rate J1939/71 Resolution
Rev.
10/1998

TSC1_ER 0C 00 0F ?? 50ms ☺ Torque/Speed Control to Engine Retarder 5.3.1


1 8, 7 Not defined --- 2 bits 11b
PGN=0 √ 6, 5 Override control mode priority 5.2.3.3 2 bits 00b...11b
√ 4, 3 Requested speed control conditions 5.2.3.2 2 bits 00b...11b
√ 2, 1 Override control modes 5.2.3.1 2 bits 00b...11b
2, 3 Requested Speed / Speed Limit 5.2.1.19 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm
√ 4 Requested Torque / Torque Limit 5.2.1.15 1% -125 to 0%
5..8 Not defined --- 4 Bytes FF.FF.FF.FFh
ERC1_ER 18 F0 00 0F 100ms  Electronic Retarder Controller 5.3.3
Engine Retarder
PGN=61440 (√) 1 8, 7 Retarder enable - shift assist switch 5.2.2.12 2 bits 00b, 01b
(√) 6, 5 Retarder enable - brake assist switch 5.2.2.11 2 bits 00b, 01b
√ 4..1 Engine / retarder torque mode 5.2.2.1 4 bits 0000b...1110b
√ 2 Actual retarder - percent torque 5.2.1.17 1% -125 to 0 %
3 Intended retarder - percent torque 5.2.5.169 1% -125 to 0 %
4 8..3 Not defined --- 6 bits 000000b...111111b
2,1 Engine coolant load increase 5.2.2.21 2 bits 00b, 11b
5 Source address of controlling device for 5.2.5.300 1 Byte 0 to 253d
retarder control
6..8 Not defined --- 3 Byte FF.FF.FFh

166
11. CAN Telegramme nach SAE J1939

Engine
Message Message Definition

DC Engine

DC Eng.Retarder
Name Identifier Repetition- Byte Bit Comment / Parameter SAE Length or Operating Data Range
[Hex] rate J1939/71 Resolution
Rev.
10/1998

ETC1 0C F0 02 03 10ms ☺ Electronic Transmision Controller 5.3.5

PGN=61442 1 8, 7 Not defined --- 2 bits 11b


6, 5 Shift in process 5.2.2.14 2 bits 00b, 01b
√ 4, 3 Torque converter lockup engaged 5.2.2.13 2 bits 00b, 01b
2, 1 Driveline engaged 5.2.2.6 2 bits 00b, 01b
√ 2, 3 Output shaft speed 5.2.1.14 0.125 rpm, 0 to 8031.875 rpm
upper byte
resolution
32 rpm
√ 4 Percent clutch slip 5.2.1.20 0,4% 0 to 100%
8..5 Not defined --- 4 bits 1111b
4, 3 Progressive shift disable 5.2.3.11 2 bits 00b, 11b
5 2, 1 Momentary engine overspeed enable 5.2.3.12 2 bits 00b, 11b

6, 7 Input shaft speed 5.2.5.55 0.125 rpm 0 to 8031.875 rpm


8 Source address of controlling device 5.2.5.301 1 Byte 0 to 253d
for transmission control

 Transmitter
☺ Receiver
√ Data used in current application
(√) Data received but not used in current application
⊗ data interests for future application

167
11. CAN Telegramme nach SAE J1939

168
12. Anhang: Steckersatz

12. Anhang: Steckersatz

Nr. Anbau Benennung Sach-Nr. Stückzahl

PLD-MR, Stecker 16polig (15 Pole offen, Kammer 16


*000 153 00 22
* den nötigen Stecker geschlossen)**
legt der Kabelsatzbauer
fest! Stecker 16polig (15 Pole offen, Kammer 10 1
1 *000 153 06 22
** nicht benötigte geschlossen)**
Kammern sind mit
Blindstopfen zu Stecker 16polig (alle 16 Pole offen, keine
verschließen! *000 153 11 22
Kammer geschlossen)**

2 PLD-MR Abdeckung 16polig 000 153 00 82 1

3 PLD-MR Blindstopfen 000 545 62 80 5

4 PLD-MR Dichtung 1 mm/2 000 545 28 39 10

5 PLD-MR Dichtung 2,5 mm/2 000 545 29 39 5

6 PLD-MR Kontaktfeder 1 mm/2 011 545 77 26 10

7 PLD-MR Kontaktfeder 2,5 mm/2 011 545 76 26 5

8 ADM2 Stecker 12polig 013 545 62 26 1

9 ADM2 Stecker 15polig 013 545 63 26 1

10 ADM2 Stecker 18polig 013 545 64 26 1

11 ADM2 Stecker 21polig 013 545 65 26 1

12 ADM2 Kontaktbuchse 013 545 76 26 30

13 PWM FFG, z. B. VDO Stecker 9polig 026 545 97 28 1

analog FFG, z. B. Nr. laut FFG


Stecker 9polig 1
Williams Hersteller

14 PWM FFG, z. B. VDO Kontaktfeder 035 545 24 28 6

analog FFG, z. B. Nr. laut FFG


Kontaktfeder 6
Williams Hersteller

15 Minidiag 2 Stecker 14polig 005 545 46 26 1

16 Minidiag 2 Befestigungsring 000 546 04 22 1

17 Minidiag 2 Staubkappe 001 545 00 83 1

18 Minidiag 2 Scheibe 000 545 01 52 1

19 Minidiag 2 Kontaktbuchse 014 545 77 26 5

20 CAN 13 m
CAN-Sternvierer-Kabel 000 546 14 01
Losgröße

21 ADM2 Gerätebestellnummer für das ADM2 541 446 00 35 1

169
12. Anhang: Steckersatz

170