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Die Möglichkeit der Schule nach der Abitur

Universität

An der Universität wird vor allem methodisches und theoretisches Wissen vermittelt. Das klassische
Fächerspektrum umfasst Medizin und Rechtswissenschaften, Geistes- und Kulturwissenschaften, oft
auch Natur- und Wirtschaftswissenschaften sowie die Lehrerausbildung.

Forschung soll dabei unabhängig von unmittelbaren gesellschaftlichen Interessen betrieben werden:
zweckfrei und nicht im Streben nach Nutzen, sondern im Streben nach Erkenntnis. Die Studierenden
haben die Freiheit, ihr Studium weitgehend selbst zu gestalten. Sie entscheiden, welche Veranstaltungen
sie besuchen oder bei welchem Professor sie ihre Prüfungen ablegen. Allerdings sind in den jeweiligen
Studienordnungen Rahmen und Umfang in gewissem Maße festgelegt. Ein Universitätsstudium ist keine
Berufsausbildung, es vermittelt jedoch die wissenschaftliche Qualifikation für einen späteren Beruf.

Fachhochschule

Wer ein wissenschaftliches Studium mit einer berufsnahen Ausbildung verbinden möchte, ist an einer
Fachhochschule bestens aufgehoben. Das Studienangebot der knapp 160 deutschen Fachhochschulen
ist schulähnlich organisiert und praxisorientiert. Die Lehrinhalte sind auf die Anforderungen des späteren
Berufslebens zugeschnitten. Zwar wird Forschung auch für die Fachhochschulen immer wichtiger, ihr
Schwerpunkt liegt aber nach wie vor in der Lehre.

Ihre Vorteile für Studierende, aber auch für die künftigen Arbeitgeber: Eine klare Zielorientierung auf ein
konkretes Berufsbild, vorgegebene Lehrpläne und kürzere Studienzeiten als an der Universität.
Fachhochschullehrer sind in der Regel erfahrene Berufspraktiker, häufig auch Manager, die die
Anforderungen der Unternehmen an die späteren Mitarbeiter genau kennen. Entsprechend flexibel und
international ausgerichtet bilden sie aus - und die Fachhochschulabsolventen profitieren davon: Sie
haben gute Aussichten auf einen Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft.

Pädagogischen Hochschule

Aufgabe der Pädagogischen Hochschulen ist die Ausbildung von Grund-, Haupt- und Realschullehrern
und Lehrern an Sonderschulen für geistig oder körperlich Behinderte.

In den gewählten Schulfächern wird Fachdidaktik mit ihren fachwissenschaftlichen Grundlagen studiert.
Außerdem sieht der Studienplan erziehungswissenschaftliche Fächer wie Allgemeine Pädagogik,
Schulpädagogik und Pädagogische Psychologie vor. Künftige Grundschullehrer müssen neben einem
Hauptfach auch einen Gegenstandsbereich (Sachunterricht oder Musisch-Ästhetischer
Gegenstandsbereich) studieren. Hinzu kommt das Fach Anfangsunterricht.

Obligatorische Schulpraktika sind ebenfalls Bestandteil eines PH-Studiums: Für alle


Lehramtsstudiengänge sind vier Tagespraktika (einmal wöchentlich für die Dauer eines Semesters) und
zwei Blockpraktika von je vier Wochen in der vorlesungsfreien Zeit vorgeschrieben. Für viele Studierende
sind diese Praktika eine gute Möglichkeit zu überprüfen, ob sie den Anforderungen des Lehrerberufs
gewachsen sind. An das Studium schließt sich ein 18-monatiger Vorbereitungsdienst an einem Seminar
für Schulpraktische Ausbildung an.

Kunsthochschulen

Bewerber an Kunsthochschulen müssen eine Mappe mit eigenen Arbeiten einreichen und werden dann
gegebenenfalls zu einer Eignungsprüfung eingeladen. Hier sind eine Reihe von praktisch-künstlerischen
und gestalterischen Aufgaben zu erfüllen. Eine Zulassung zum Kunststudium kann in manchen Fällen
auch ohne Abitur oder entsprechenden schulischen Abschluss erfolgen. Über Details der
Zulassungsvoraussetzungen wie Art und Umfang der einzureichenden Arbeitsproben informieren die
jeweiligen Kunsthochschulen.

Den Kern dieser Akademien bilden Studiengänge in Malerei, Grafik, Design und Gestaltung, Bildhauerei
und Lehramt Bildende Kunst. Architektur, Bühnenbild, Keramik, Glasmalerei, Restaurierung oder
Medienkunst runden ein Angebot ab, das von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich sein kann.
Einige Kunsthochschulen haben sich auf spezielle künstlerische Studienschwerpunkte konzentriert.

Das Studium an einer Musikhochschule beinhaltet einerseits künstlerische Studiengänge wie


Instrumentalausbildung, Gesang, Komposition, Dirigieren, an manchen Hochschulen auch Kirchenmusik,
Jazz, Musiktheaterregie oder Bühnentanz, aber auch Musikpädagogik und Lehramt Musik. In einer
Eignungsprüfung werden vor Aufnahme des Studiums Fähigkeiten in mündlicher und schriftlicher
Gehörbildung und Harmonielehre, im Spielen eines Instruments oder in Gesang festgestellt. Für ein
Lehramtsstudium muss das Abitur oder ein entsprechender Schulabschluss nachgewiesen werden, bei
anderen Studiengängen ist die Zulassung auch über eine Begabtenprüfung möglich.

Kirchlichen Hochschule

In Deutschland gibt es mehr als 40 Hochschulen in Trägerschaft der evangelischen oder der katholischen
Kirche, die staatlich anerkannte Studiengänge anbieten.

An den Kirchlichen Hochschulen der Evangelischen Kirche werden Pfarrerinnen und Pfarrer und
Religionslehrer ausgebildet. Auch Kirchenmusik wird an evangelisch getragenen Hochschulen gelehrt.
Darüber hinaus bieten Fachhochschulen in evangelischer Trägerschaft Studiengänge in Sozialwesen,
Pflegewesen und Religionspädagogik an.

Die katholische Kirche ist auch Träger von Fachhochschulen, die in den Berufsfeldern der Sozialen
Arbeit, der Pflege und der Heil-, Religions- und Gemeindepädagogik ausbilden. Die Zahl der
Interessenten für ein Studium an einer Katholischen Fachhochschule ist jedes Jahr höher als die
verfügbaren Studienplätze. Daher haben diese Fachhochschulen ein eigenes Auswahlverfahren
beispielsweise durch Bewerbungsgespräche entwickelt.

Privathochschule

Privathochschulen, die nicht im Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz aufgeführt sind, sind


nicht staatlich anerkannt. Das bedeutet, ihre Definition einer Hochschulausbildung entspricht nicht
unbedingt der unabhängigen wissenschaftlichen oder praxisorientierten Forschung und Lehre von
staatlichen oder kirchlichen Hochschulen.

Die Anzahl der Studierenden ist im Vergleich zu staatlichen Hochschulen übersichtlich bis niedrig, und
Ausbildung und Betreuung finden in sehr individuellem Rahmen statt. Private Hochschulen suchen sich
ihre Studenten in der Regel selbst aus: Gefragt sind nicht nur gute Schulabschlussnoten (in manchen
Fällen auch ein sehr gutes Vordiplom), sondern vor allem persönliches Engagement oder die inhaltliche
Kompetenz, um an der gewählten Hochschule aufgenommen zu werden. Viele der privaten Hochschulen
bieten Praktika an Partnerhochschulen im Ausland an oder arbeiten eng mit Wirtschaftsunternehmen der
jeweiligen Fachrichtung zusammen.

Ein Studium an einer privaten Hochschule garantiert zwar keine spätere Karriere, bereitet aber gründlich
und in einem straff organisierten Zeitrahmen auf dieses Ziel vor.

Berufsakademie

Berufsakademien bieten Studienmöglichkeiten in den Ausbildungsbereichen Sozialwesen, Wirtschaft und


Technik. Voraussetzung zum Studium sind das Abitur oder ein entsprechender Schulabschluss und der
Abschluss eines Ausbildungsvertrags mit einer an der BA beteiligten Ausbildungsstätte.

An einer Berufsakademie wird in sechs Semestern nach dem dualen System studiert. Das bedeutet, ein
wissenschaftliches Studium auf Hochschulniveau wird mit einer praxisbezogenen Ausbildung in einem
Unternehmen oder einer sozialen Einrichtung verknüpft. Die Studierenden stehen einerseits in der
betrieblichen Arbeitswelt mit Kollegen, Kunden und realen Betriebsabläufen und bekommen auf der
anderen Seite eine theoretische Ausbildung an der Akademie - mit festem Stundenplan,
Semesterabschlussklausuren und Hausarbeiten

Nach zwei Jahren ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss erreicht, nach drei Jahren kann das
Diplom (BA) erworben werden. Das Diplom einer Berufsakademie ist dem einer Fachhochschule
gleichgestellt. Viele Firmen messen dieser Alternative zum klassischen Hochschulstudium eine hohe
Bedeutung zu, da beim BA-Studium das erlernte Wissen auch praktisch eingesetzt wird.

Die Übernahmequote in den späteren Beruf liegt bei fast allen Anbietern eines BA-Studienganges bei 90
Prozent. Einige Betriebe haben sich tariflich gebunden, BA-Studenten einen befristeten Arbeitsplatz nach
dem Studium zu geben.

(0902626) ANSAR ZAMZAMI TRIANSAH

(0900472) ARVIANA SHELA ALFITRI

(0902517) GISA INDRIANI

(0906831) HARLAN ADHIATMA

(0906140) IRFAN ANSHORI

(0906650) TIA HADIANTI

(0907362) YULIAN PRATIWI