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HALFEN KONSOLANKER Z_LSA-DW-250_08/15

FA S S A D E
Deutsches
Institut
für
Bautechnik DIBt
Zulassungsstelle für Bauprodukte und Bauarten
Bautechnisches Prüfamt
Eine vom Bund und den Ländern
gemeinsam getragene Anstalt des öffentlichen Rechts
Allgemeine M itgli ed der EOTA, der UEAtc und derWFTAO

bauaufsichtliche
Zulassung Datum: Geschäftszeichen:

03.08.2015 162-1 .17.1-95/15

Zulassungsnummer: Geltungsdauer
Z-17.1-1138 vom: 3. August 2015
bis: 3. August 2020
Antragsteller:
BEVER
Gesellschaft für Befestigungsteile
Verbindungselemente mbH
Auf dem niedern Bruch 12
57399 Kirchhundem-Würdinghausen

Zulassungsgegenstand:
Drahtanker mit Durchmesser 4 mm
für zweischaliges Mauerwerk
mit Schalenabständen > 200 mm bis 250 mm

Der oben genannte Zulassungsgegenstand wird hiermit allgemein bauaufsichtlich zugelassen .


Diese allgemeine bauaufsichtliche Zulassung umfasst acht Seiten und zwei Anlagen.

DIBt I Kolonn enstraße 30 BI 0 -10829 Berlin I Tel. : + 49 3078730-0 I Fax: + ~93078730-320 I E-Mail: dibt @dibt.de I www.dibt.de
Deutsches
Institut
für
Bautechnik OIBt
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung
Nr. Z-17.1-1138 Seite 2 von 8 I 3. August 2015

ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN

Mit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung ist die Verwendbarkeit bzw. Anwendbarkeit
des Zulassungsgegenstandes im Sinne der Landesbauordnungen nachgewiesen.

2 Sofern in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Anforderungen an die besondere


Sachkunde und Erfahrung der mit der Herstellung von Bauprodukten und Bauarten
betrauten Personen nach den § 17 Abs. 5 Musterbauordnung entsprechenden
Länderregelungen gestellt werden, ist zu beachten, dass diese Sachkunde und Erfahrung
auch durch gleichwertige Nachweise anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union belegt
werden kann . Dies gilt ggf. auch für im Rahmen des Abkommens über den Europäischen
Wirtschafts raum (EWR) oder anderer bilateraler Abkommen vorgelegte gleichwertige
Nachweise.

3 Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung ersetzt nicht die für die Durchführung von
Bauvorhaben gesetzlich vorgeschriebenen Genehmigungen , Zustimmungen und
Bescheinigungen.

4 Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung wird unbeschadet der Rechte Dritter,


insbesondere privater Schutzrechte, erteilt.

5 Hersteller und Vertreiber des Zulassungsgegenstandes haben, unbeschadet weiter


gehender Regelungen in den "Besonderen Bestimmungen", dem Verwender bzw. Anwender
des Zulassungsgegenstandes Kopien der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung zur
Verfügung zu stellen und darauf hinzuweisen, dass die allgemeine bauaufsichtliche
Zulassung an der Verwendungsstelle vorliegen muss . Auf Anforderung sind den beteiligten
Behörden Kopien der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung zur Verfügung zu stellen.

6 Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung darf nur vollständig vervielfältigt werden. Eine
auszugsweise Veröffentlichung bedarf der Zustimmung des Deutschen Instituts für
Bautechnik. Texte und Zeichnungen von Werbeschriften dürfen der allgemeinen
bauaufsichtlichen Zulassung nicht widersprechen. Im Falle von Unterschieden zwischen der
deutschen Fassung der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung und ihrer englischen
Übersetzung hat die deutsche Fassung Vorrang . Übersetzungen der allgemeinen
bauaufsichtlichen Zulassung müssen den Hinweis "Vom Deutschen Institut für Bautechnik
nicht geprüfte Übersetzung der deutschen Originalfassung" enthalten.

7 Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung wird widerruflich erteilt. Die Bestimmungen der
allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung können nachträglich ergänzt und geändert
werden, insbesondere, wenn neue technische Erkenntnisse dies erfordern .

Z52017.15 1.17.1-95/15
Deutsches
Institut
Bautechnik
für
018t
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung
Nr. Z-17.1-1138 Seite 3 von 8 I 3. August 2015

11 BESONDERE BESTIMMUNGEN

1 Zulassungsgegenstand und Anwendungsbereich

Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung erstreckt sich auf die Herstellung von
Drahtankern 0 4 mm (siehe z. B. Anlage 1) aus nichtrostendem Stahl - bezeichnet als
Maueranker bzw. Dübelanker - und Ihre Verwendung für die Verbindung von Außen- und
Innenschalen von zweischaligen Außenwänden (zweischaliges Mauerwerk) nach
DIN 1053-1 1 bzw. nach DIN EN 1996-1-1 2 in Verbindung mit DIN EN 1996-1-1/NA3 und nach
DIN EN 1996-24 in Verbindung mit DIN EN 1996-2/NA5 .
Die Maueranker sind Drahtanker 0 4 mm und sind für die Verankerung in den Mörtelfugen
der Außen- und Innenschale zweischaliger Außenwände aus Mauerwerk vorgesehen . Die
Maueranker werden in zwei Ausführungen - Verankerung in der Vormauerschale mit
L-Haken (Typ "L-Form") oder Verankerung in der Vormauerschale mit Wellen
(Typ "Well-L") - hergestellt.
Die Dübelanker sind Drahtanker 0 4 mm , die in einer Außenschale aus Mauerwerk in den
Mörtelfugen verankert werden; sie werden bei entsprechender einseitiger Ausbildung der
Anker mit Dübeln gemäß der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Nr. Z-21 .2-1 009 oder
Nr. Z-21 .2-1546 in der Innenschale verankert. Für die Art der Innenschale der zweischaligen
Außenwände und die Verwendung der Dübelverankerungen gilt die allgemeine bauauf-
sichtliche Zulassung für das betreffende Verankerungssystem. Die Dübelanker werden zur
Verankerung in der Vormauerschale ebenfalls in zwei Ausführungen - Verankerung in der
Vormauerschale mit L-Haken (Typ "ZV") oder Verankerung in der Vormauerschale mit
Wellen (Typ "ZV" mit drei Wellen und Typ "UHSG - PB 10" mit zwei Wellen) - hergestellt.
Die Drahtanker dürfen für Schalenabstände > 200 mm bis 250 mm verwendet werden.
Das zweischalige Mauerwerk muss mit Kerndämmung - ohne verbleibende Luft-
schicht - ausgeführt werden; als Kerndämmung dürfen nur nichtbrennbare Dämmstoffe
(Baustoffklasse A1 oder A2 nach DIN 4102-1 6 ) verwendet werden.
Die Drahtanker dürfen für Wandbereiche bis zu einer Höhe von 25 m über Gelände
verwendet werden .
Die bauordnungsrechtlichen Bestimmungen zu Außenwänden, hier insbesondere zu den zu
verwendenden Baustoffen und zu gegebenenfalls erforderlichen Vorkehrungen gegen die
Brandausbreitung in Abhängigkeit von den Gebäudeklassen, sind zu beachten .

DIN 1053-1 :1996-11 - Mauerwerk; Teil 1: Berechnung und Ausführung-


DIN EN 1996-1-1:2013-02 - Eurocode 6: Bemessung und Konstruktion von Mauerwerksbauten - Teil 1-1 :
Allgemeine Regeln für bewehrtes und unbewehrtes Mauerwerk -
DIN EN 1996-1 -1/NA:2012-05 - Nationaler Anhang - National festgelegte Parameter - Eurocode 6: Bemessung
und Konstruktion von Mauerwerksbauten - Teil 1-1 : Allgemeine Regeln für bewehrtes und unbewehrtes
Mauerwerk -
4
DIN EN 1996-2:2010-12 - Eurocode 6: Bemessung und Konstruktion von Mauerwerksbauten - Teil 2: Planung,
Auswahl der Baustoffe und Ausführung von Mauerwerk -
DIN EN 1996-2/NA:2012-01 - Nationaler Anhang - National festgelegte Parameter - Eurocode 6: Bemessung und
Konstruktion von Mauerwerksbauten - Teil 2: Planung, Auswahl der Baustoffe und Ausführung von Mauerwerk -
DIN 4102-1 :1998-05 - Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen ; Teil 1: Baustoffe - Begriffe, Anforderungen
und Prüfungen -

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Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung
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2 Bestimmungen tür die Drahtanker

2.1 Eigenschaften und Zusammensetzung


2.1.1 Werkstoffe
Für die Herstellung der Drahtanker ist gezogener Draht aus nichtrostendem Stahl Werkstoff-
Nr. 1.4401 , 1.4571 oder 1.4362 nach DIN EN 10088-37 zu verwenden.
Die Materialeigenschaften des Ausgangsmaterials sind vom Hersteller bei jeder Lieferung
durch ein Abnahmeprüfzeugnis "3 .1" nach DIN EN 102048 nachzuweisen.
2.1.2 Form und Maße
Die Maueranker müssen in ihrer Form und in den Maßen der Anlage 1 entsprechen. Die
Dübelanker müssen in Ihrer Form und in den Maßen der Anlage 2 entsprechen.
Die Ankerlänge ist bei Mauerankern in Abhängigkeit von dem Schalenabstand so auszu-
führen, dass die Anforderungen von Bild 9 DIN 1053-1 1 bzw. Bild NAD.1
5
DIN EN 1996-2/NA hinsichtlich der Verankerung der Anker in den Mörtelfugen der Innen-
bzw. Außenschale erfüllt werden . Dabei ist insbesondere auf die Einhaltung einer seitlichen
Mörteldeckung ;:: 30 mm in der Vormauerschale zu achten. Die Ankerlänge der Dübelanker
ergibt sich aus dem Schalenabstand und der Verankerungslänge der Anker in der
Vormauerschale entsprechend Bild 9 von DIN 1053-1 1 bzw. Bild NAD.1 DIN EN 1996-2/NA5
zuzüglich der für die Verankerung in der Innenschale mit Dübeln erforderlichen Ankerlänge
gemäß der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Nr. Z-21.2-1 009 bzw. Nr. Z-21.2-1546.
2.2 Kennzeichnung
Jede Liefereinheit muss auf der Verpackung oder einem mindestens A4 großen Beipack-
zettel und auf dem Lieferschein vom Hersteller mit dem Übereinstimmungszeichen
(Ü-Zeichen) nach den Übereinstimmungszeichen-Verordnungen der Länder gekennzeichnet
werden . Die Kennzeichnung darf nur erfolgen, wenn die Voraussetzungen nach
Abschnitt 2.3 erfüllt sind.
Außerdem sind der Lieferschein und jede Liefereinheit auf der Verpackung oder dem
Beipackzettel mit folgenden Angaben zu versehen :
- Bezeichnung des Zulassungsgegenstandes unter Hinzufügung der jeweiligen Typ-
bezeichnung der Anker
- Zulassungsnummer: Z-17.1-1138
- Herstellerzeichen
- Hersteller und Herstellwerk
- Werkstoffnummer: (1.4401, 1.4571 bzw. 1.4362)
Die Abmessungen und Materialeigenschaften der Drahtanker sind vom Hersteller mit einer
Werksbescheinigung "2.1" nach DIN EN 102048 zu belegen.

DIN EN 10088-3:2005-09 - Nichtrostende Stahle; Teil 3: Technische Lieferbedingungen für Halbzeug, Stabe,
Walzdraht, gezogenen Draht, Profile und Blankstahlerzeugnisse aus korrosionsbestandigen Stahlen für allgemeine
Verwendung -
DIN EN 10204:2005-01 - Metallische Erzeugnisse; Arten von Prüfbescheinigungen -

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2.3 Übereinstimmungsnachweis
2.3.1 Allgemeines
Die Bestätigung der Übereinstimmung der Drahtanker mit den Bestimmungen dieser
allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung muss für jedes Herstellwerk mit einer Überein-
stimmungserklärung des Herstellers auf der Grundlage einer werkseigenen Produktions-
kontrolle und einer Erstprüfung der Drahtanker durch eine hierfür anerkannte Prüfstelle
erfolgen. Die Übereinstimmungserklärung hat der Hersteller durch Kennzeichnung der
Bauprodukte mit dem Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) unter Hinweis auf den
Verwendungszweck abzugeben.
2.3.2 Werkseigene Produktionskontrolle
In jedem Herstellwerk ist eine werkseigene Produktionskontrolle einzurichten und durchzu-
führen . Unter werkseigener Produktionskontrolle wird die vom Hersteller vorzunehmende
kontinuierliche Überwachung der Produktion verstanden , mit der dieser sicherstellt, dass die
von ihm hergestellten Bauprodukte den Bestimmungen dieser allgemeinen bauaufsichtlichen
Zulassung entsprechen .
Im Rahmen der werkseigenen Produktionskontrolle sind für die Ausgangsmaterialien die
nach Abschnitt 2.1 geforderten Übereinstimmungsnachweise und Prüfbescheinigungen auf
Vollständigkeit und Richtigkeit zu überprüfen und an mindestens drei Proben je gefertigtem
Ankertyp und Ankerlänge mindestens einmal je Fertigungstag Form und Maße zu prüfen.
Die Ergebnisse der werkseigenen Produktionskontrolle sind aufzuzeichnen. Die Aufzeich-
nungen müssen mindestens folgende Angaben enthalten:
- Bezeichnung des Bauprodukts bzw. des Ausgangsmaterials und der Bestandteile
- Art der Kontrolle oder Prüfung
- Datum der Herstellung und der Prüfung des Bauprodukts bzw. des Ausgangsmaterials
oder der Bestandteile
- Ergebnis der Kontrollen und Prüfungen und, soweit zutreffend, Vergleich mit den
Anforderu ngen
- Unterschrift des für die werkseigene Produktionskontrolle Verantwortlichen.
Die Aufzeichnungen sind mindestens fünf Jahre aufzubewahren . Sie sind dem Deutschen
Institut für Bautechnik und der zuständigen obersten Bauaufsichtsbehörde auf Verlangen
vorzulegen .
Bei ungenügendem Prüfergebnis sind vom Hersteller unverzüglich die erforderlichen
Maßnahmen zur Abstellung des Mangels zu treffen . Bauprodukte, die den Anforderungen
nicht entsprechen, sind so zu handhaben, dass Verwechslungen mit übereinstimmenden
ausgeschlossen werden . Nach Abstellung des Mangels ist - soweit technisch möglich und
zum Nachweis der Mängelbeseitigung erforderlich - die betreffende Prüfung unverzüglich zu
wiederholen .
2.3.3 Erstprüfung der Drahtanker durch eine anerkannte Prüfstelle
Im Rahmen der Erstprüfung sind die in dem Abschnitt 2.1 genannten Produkteigenschaften
zu prüfen .

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3 Bestimmungen für Entwurf und Bemessung

3.1 Zweischaliges Mauerwerk nach DIN 1053-1 1


3.1 .1 Soweit nachfolgend nichts anderes bestimmt ist, gelten die Bestimmungen der Norm
DIN 1053-1 1 für Drahtanker mit einem Durchmesser 4 mm .
Die Drahtanker dürfen für Schalenabstände > 200 mm bis 250 mm verwendet werden.
3.1.2 Bei Verwendung von Mauerankern nach Anlage 1 dieser allgemeinen bauaufsichtlichen
Zulassung muss die nichttragende Außenschale (Verblendschale oder geputzte Vormauer-
schale)
a) bei Mauerankern des Typs "L-Form" eine nichttragende Außenschale nach
DIN 1053-1 1 mit Normalmauermörtel der Mörtelgruppe lIa nach DIN V 185809 bzw.
DIN EN 998-2 10 in Verbindung mit DIN V 20000-412 11 sein und
b) bei Mauerankern des Typs "Well-L" aus
Mauerziegeln (Vormauerziegel, Klinker) nach DIN 105-10012 bzw. DIN EN 771-1 13
in Verbindung mit DIN 20000-401 14
Kalksandsteinen (Vormauersteine und Verblender) nach DIN V 10615 bzw.
DIN EN 771_2 16 in Verbindung mit DIN V 20000-402 17
oder
Vormauersteinen aus Beton (ohne Kammern) nach DIN V 18153-10018 bzw.
DIN EN 771_3 19 in Verbindung mit DIN V 20000-403 20
und
Normalmauermörtel der Mörtelgruppe lIa nach DIN V 185809 bzw. DIN EN 998-2 10 in
Verbindung mit DIN V 20000-412 11
bestehen.
Die tragende Innenschale (Hintermauerschale) muss aus Mauerwerk nach DIN 1053-1 1 mit
Normalmauermörtel mindestens der Mörtelgruppe Ila nach DIN V 185809 bzw.
DIN EN 998-2 10 in Verbindung mit DIN V 20000412 11 bestehen , wobei jedoch die Verwen-
dung von Hohlblöcken aus Leichtbeton nach DIN V 18151-10021 und Hohlblöcken aus Beton
nach DIN V 18153-10018 bzw. DIN EN 771_3 19 in Verbindung mit DIN V 20000-403 20 und
Kalksand-Lochsteinen und -Hohlblocksteinen nach DIN V 10615 bzw. DIN EN 771_2 16 in
Verbindung mit DIN V 20000-402 17 nicht zulässig ist.

9
DIN V 18580:2007-03 - Mauermörtel mit besonderen Eigenschaften-
10
DIN EN 998-2:2010-12 - Festlegungen für Mörtel im Mauerwerksbau - Teil 2: Mauermörtel-
11
DIN V 20000-412:2004-03 -Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken - Teil 412: Regeln für die Verwendung
von Mauermörtel nach DIN EN 998-2:2003-09
12
DIN 105-100:2012-01 - Mauerziegel; Teil 100: Mauerziegel mit besonderen Eigenschaften-
13
DIN EN 771-1 :2011-07 - Festlegungen für Mauersteine - Teil 1: Mauerziegel -
14
DIN 20000-401 :2012-11 - Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken - Teil 401 : Regeln für die Verwendung von
Mauerziegeln nach DIN EN 771-1 :2011 -07-
15
DIN V 106:2005-10 - Kalksandsteine mit besonderen Eigenschaften -
16
DIN EN 771-2 :2011-07 - Festlegungen für Mauersteine - Teil 2: Kalksandsteine-
17
DIN V 20000-402:2005-06 - Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken - Teil 402: Regeln für die Verwendung
von Kalksandsteinen nach DIN EN 771 -2:2005-05
18
DIN V 18153-100:2005-10 - Mauersteine aus Beton (Normalbeton); Teil 100: Mauersteine mit besonderen
Eigenschaften -
19
DIN EN 771-3:2001-07 - Festlegungen für Mauersteine - Teil 3: Mauersteine aus Beton (mit dichten und porigen
Zuschlägen) -
20
DIN V 20000-403:2005-06 - Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken - Teil 403: Regeln für die Verwendung
von Mauersteinen aus Beton nach DIN EN 771-3:2005-05 -
21
DIN V 18151-100:2005-10 - Hohlblöcke aus Leichtbeton - Teil 100: Hohlblöcke mit besonderen Eigenschaften -

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Bautechnik OIEt
A"gemeine bauaufsichtliche Zulassung
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3.1 .3 Für die Mindestanzahl der Anker je m 3 Wandfläche gilt Tabelle 1.


Tabelle 1: Mindestanzahl der Anker je m2 Wandfläche (Windzonen nach
DIN EN 1991-1-4/NA22 )

Gebäudehöhe Windzonen 1 bis 3 Windzone 4 Windzone 4


Windzone4 Küste der Nord- und Inseln der Nordsee
Binnenland Ostsee und Inseln der
Ostsee
h::; 10 m y" 8 9
10m<h::;18m yb 9 10
18m<h::;25m 8 10 -
"b In Windzone 1 und Windzone 2 Binnenland : 5 Anker/m 2 •
In Windzone 3 KOsten und Inseln der Ostsee: 8 Anker/m 2 .

An allen freien Rändern (von Öffnungen, an Gebäudeecken, entlang von Dehnungsfugen


und an den oberen Enden der Außenschalen) sind zusätzlich zu Tabelle 1 drei Drahtanker
je m Randlänge anzuordnen .
3.1.4 Dübelanker nach Anlage 2 sind mit Dübeln gemäß der allgemeinen bauaufsichtlichen
Zulassung Nr. Z-21 .2-1 009 bzw. Nr. Z-21.2-1546 in der Innenschale der zweischaligen
Außenwände zu verankern. Die Art der Innenschale richtet sich nach der allgemeinen
bauaufsichtlichen Zulassung für das Verankerungssystem.
Die Außenschale muss bei Verankerung in der Vormauerschale mit L-Haken (Typ "ZV") eine
solche nach Abschnitt 3.1.2, Punkt a), und bei Verankerung in der Vormauerschale mit
Wellen (Typ "ZV-Welle" und Typ "UHSG - PB 10") eine solche nach Abschnitt 3.1.2,
Punkt b), sein.
Für die erforderliche Anzahl der Dübelanker gilt ebenfalls Abschnitt 3.1.3 dieser allgemeinen
bauaufsichtlichen Zulassung.
3.1.5 Die Drahtanker dürfen nur dort verwendet werden, wo ein waagerechter Einbau zwischen
den Mauerwerksschalen möglich ist.
3.2 Zweischaliges Mauerwerk nach DIN EN 1996 (Eurocode 6)
3.2.1 Soweit nachfolgend nichts anderes bestimmt ist, gelten die Bestimmungen der Norm
DIN EN 1996-1-1 2 in Verbindung mit DIN EN 1996-1-1/NA3, für Drahtanker nach Bild NA.9
und DIN EN 1996-24 in Verbindung mit DIN EN 1996-2/NA5 , NCI Anhang NA.D, für Draht-
anker nach Bild NA.D.1.
Die Drahtanker dürfen für Schalenabstände > 200 mm bis 250 mm verwendet werden.
3.2.2 Bei Verwendung von Mauerankern nach Anlage 1 dieser allgemeinen bauaufsichtlichen
Zulassung muss die nichttragende Außenschale (Verblendschale oder geputzte Vormauer-
schale)
a) bei Mauerankern des Typs "L-Form" eine nichttragende Außenschale nach
DIN EN 1996-2/NA5 , NCI Anhang NA.D.1 , Abschnitt (4) c) mit Normalmauermörtel der
Mörtelgruppe Ila nach DIN V 18580 sein und

22
DIN EN 1991-1-4/NA:2010-12 - Eurocode 1: Einwirkungen auf Tragwerke - Teil 1-4: Allgemeine Einwirkungen-
Windlasten -

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b) bei Mauerankern des Typs "Well-L" aus


- Mauerziegeln (Vormauerziegel, Klinker) nach DIN 105-10012 bzw. DIN EN 771_1 13 in
Verbindung mit DIN 20000-401 14
- Kalksandsteinen (Vormauersteine und Verblender) nach DIN V 10615 bzw.
DIN EN 771_2 16 in Verbindung mit DIN V 20000-402 17
oder
Vormauersteinen aus Beton (ohne Kammern) nach DIN V 18153-10018 bzw.
DIN EN 771_3 19 in Verbindung mit DIN V 20000-403 20
und
Normalmauermörtel der Mörtelgruppe lIa nach DIN V 185809 bzw. DIN EN 998-2 10 in
Verbindung mit DIN V 20000-412 11
bestehen.
Die tragende Innenschale (Hintermauerschale) muss aus Mauerwerk nach
DIN EN 1996-1-1 2 in Verbindung mit DIN EN 1996-1 -1/NA3 mit Normalmauermörtel
mindestens der Mörtelgruppe lIa nach DIN V 185809 bzw. DIN EN 998-2 10 in Verbindung mit
DIN V 20000412 11 bestehen, wobei jedoch die Verwendung von Hohlblöcken aus Leicht-
beton nach DIN V 18151-10021 und Hohlblöcken aus Beton nach DIN V 18153-10018 bzw.
DIN EN 771_3 19 in Verbindung mit DIN V 20000-403 20 und Kalksand-Lochsteinen
bzw. -Hohlblocksteinen nach DIN V 10615 bzw. DIN EN 771 _216 in Verbindung mit
DIN V 20000-402 17 nicht zulässig ist.
3.2 .3 Es gelten die Abschnitte 3.1.3 bis 3.1.5 sinngemäß auch für Mauerwerk nach DIN EN 1996.

4 Bestimmungen für die Ausführung

4.1 Zweischaliges Mauerwerk nach DIN 1053-1 1


4.1 .1 Für die Ausführung des zweischaligen Mauerwerks gelten , soweit nachfolgend nichts
anderes bestimmt ist, die Bestimmungen der Norm DIN 1053-1 1 .
4.1.2 Der Einbau der Maueranker in der Innen- und Außenschale und der Einbau von Dübel-
ankern in der Außenschale muss in den Mörtelfugen so erfolgen, dass sie mittig in der Fuge
liegen und allseitig von Mörtel umschlossen sind.
Die Anker sind waagerecht einzubauen .
4.1.3 Die Ausführung des zweischaligen Mauerwerks muss mit Kerndämmung - ohne
verbleibende Luftschicht - erfolgen ; als Kerndämmung dürfen nur nichtbrennbare Dämm-
stoffe (Baustoffklasse A1 oder A2 nach DIN 4102-1 6) verwendet werden .
4.1.4 Für den Einbau von Dübelankern in der Innenschale gelten die Bestimmungen der allge-
meinen bauaufsichtlichen Zulassung für das verwendete Verankerungssystem .
4.2 Zweischaliges Mauerwerk nach DIN EN 1996 (Eurocode 6)
4.2.1 Für die Ausführung des zweischaligen Mauerwerks gelten, soweit nachfolgend nichts
anderes bestimmt ist, die Bestimmungen der Norm DIN EN 1996-2/NA5 , Nel Anhang NA.D.
4.2.2 Es gelten die Abschnitte 4 .1.2 bis 4.1.4 auch für Mauerwerk nach DIN EN 1996
(Eurocode 6) .

Anneliese Böttcher
Referatsleiterin

Z52017 .15 1.17.1-95/15


Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Deutsches
Nr. Z-17.1-1138 vom 3. August 2015 Institut

Bautechnik
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für zweischaliges Mauerwerk
Anlage 1
Form und Ausbildung Maueranker Typ "Well-L" und "L-Form"

Z55163.15 1.17.1-95/15
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Deutsches
Nr. Z-17.1-1138 vom 3. August 2015 Institut
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Dübelanker "ZV" Dübelanker Dübelanker "ZV"


(mit L-Haken) "UHSG - PB 10" (mit Wellen)
(mit Wellen)

All e Mo.ße sind In I"ll"l

Drahtanker mit Durchmesser 4 mm


für zweischaliges Mauerwerk
Anlage 2
Form und Ausbildung Dübelanker Typ "ZV" mit L-Haken, Typ "UHSG - PB 10" mit zwei
Wellen und Typ "ZV" mit drei Wellen

Z55163.15 1.17.1-95/15
ADRESSEN

VERTRIEB
HALFEN Vertriebsgesellschaft mbH · Liebigstr. 14 · 40764 Langenfeld
Telefon: 02173/970 - 0, Telefax: 02173/970 - 225, E-Mail: info@halfen.de

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gilt auch für auszugsweise Vervielfältigung


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PDF 08/15

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F - 216 08/15

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