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Sieben Punkte der Praxis

von Uchiyama Kōshō Rōshi

Aus seinem letzten öffentlichen Vortrag in Antaiji, am 23. Februar 1975.

1. Lass dich beim Studium und der Praxis des Buddhadharma nur vom Buddhadharma
selbst leiten, nicht von deinen persönlichen Gefühlen oder weltlichen Ideen.

2. Der Gegenstand deines Respekts muss Zazen selbst sein, denn Zazen ist dein
wahrer Lehrer.

3. Zazen bedeutet die Lehre "Gewinn ist Illusion, Verlust ist Erwachen" konkret
umzusetzen. Zazen muss sich in den beiden Praktiken des Gelübdes und der Reue
manifestieren und durch die drei Herzen im Alltag lebendig sein: das freudige Herz,
alte Herz und große Herz.

4. Mach die Gelübde zu deinem Leben und lass ihre Wurzeln in die Tiefe wachsen.

5. Sei dir darüber im Klaren, dass es nur an dir selbst liegt, ob du mit deiner
Praxis voran kommst oder Rückschritte machst. Tue deshalb dein Bestes, um
voranzukommen.

6. Sitz erst einmal schweigend für zehn Jahre und dann weitere zehn Jahre. Im
Anschluss sitz noch einmal zehn Jahre.

7. Arbeite mit anderen zusammen, um einen Ort für die Praxis zu schaffen, an dem
ernsthafte Übende ohne unnötige Sorgen sich der Praxis widmen können.