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Was drin ist für dich: Wirksame Methoden, um dein Selbstwertgefühl zu stärken.

Gehörst du zu den Menschen, die in Konfliktgesprächen viel zu schnell einlenken, einfach um


der Harmonie willen? Scheiterst du oft an deinen perfektionistischen Ansprüchen oder hast
insgeheim längst resigniert, weil dir das Leben ungerecht vorkommt? Hinter all diesen
Problemen könnte ein niedriges Selbstwertgefühl stecken.

In den Blinks zu So stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl verraten wir, warum manche Menschen vor
allem ihre Schwächen sehen, sich mit Selbstzweifeln im Weg stehen und kein Vertrauen ins
Leben haben. Du erfährst, was du ganz konkret tun kannst, um dein Selbstwertgefühl
nachhaltig zu stärken, Selbstzweifel zu beseitigen und dich besser gegenüber anderen zu
behaupten. Denn ein starker Selbstwert ist in allen Lebenslagen ein Gewinn.

Außerdem lernst du,

welche Charakterzüge für einen niedrigen Selbstwert anfällig machen,


wie du mit klaren Zielen deine Selbstzweifel beseitigst und
warum Wut auch Vorteile haben kann.

Ein niedriges Selbstwertgefühl ist mehr als nur ein Gefühl – es sind viele Gefühle.

Ein niedriger Selbstwert an sich ist nicht problematisch, sondern die intensiven Gefühle, die
daraus entstehen – so wie die diffuse Grundangst, nicht willkommen zu sein. Selbstunsichere
Menschen sind ständig darauf bedacht, ihr Inneres vor vermeintlichen Angriffen von außen zu
schützen. Daher haben sie große Angst, Fehler zu begehen und falsche Entscheidungen zu
treffen.

Man kann sich ein niedriges Selbstwertgefühl wie eine psychische Wunde vorstellen, die nicht
verheilt ist. Auch wenn wir selbstsicher sind, können uns kritische Bemerkungen verletzen. Aber
nach kurzer Zeit rappeln wir uns wieder auf, lernen aus der Erfahrung und machen weiter. Sind
wir hingegen selbstunsicher, streut jede Kritik Salz in die bereits offene Wunde und der
Schmerz fällt ungleich größer aus. Auch Misserfolge und Fehler treffen uns dann viel härter als
andere.

Um weitere Verletzungen zu vermeiden, entwickeln wir häufig ein ausgeprägtes


Harmoniestreben. Wir wollen es allen recht machen, um bloß keine Angriffsfläche zu bieten.
Diese Strategie, den eigenen Selbstwert zu stabilisieren, hat allerdings einen hohen Preis:
Oftmals stellen wir unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche so weit hintenan, dass wir
irgendwann gar nicht mehr wissen, was wir selbst eigentlich für unser Leben wollen. Damit
bereiten wir den Boden für Resignation und Depression. Manche versuchen auch, sich mit
Perfektionsstreben unangreifbar zu machen, scheitern dann aber regelmäßig an ihren
unrealistischen und überhöhten Erwartungen.
Indem wir ständig nach Perfektion streben und Fehler zu vermeiden suchen, trainieren wir
nämlich in erster Linie unsere Defizitwahrnehmung: Wir sehen nur noch, was uns fehlt oder
misslingt, und verlieren den Blick für unsere Stärken und Erfolge. Selbstzweifel können so weit
gehen, dass wir Karrierechancen bewusst vorbeiziehen lassen. Aus Angst zu scheitern
bewerben wir uns zum Beispiel nicht auf unseren Traumjob, sondern wählen lieber die sichere
Option und bleiben so weit hinter unseren Möglichkeiten zurück.

In Beziehungen führen die Selbstzweifel dazu, dass wir uns von unserem Partner vieles bieten
lassen, ohne ihn in die Schranken zu weisen. Wir haben kein Gefühl dafür, was unsere Rechte
sind, und wehren uns daher nicht. Das Gleiche gilt in beruflichen Situationen: Statt Grenzen zu
ziehen, schlucken wir Ungerechtigkeiten und verspielen so den Respekt unseres Gegenübers.

Selbstunsicherheit verzerrt unsere Wahrnehmung und beeinträchtigt unsere sozialen


Beziehungen​.

Selbstunsichere gehen oft hart mit sich selbst ins Gericht und nehmen jede vermeintliche
Schwäche, jeden Fehler genau unter die Lupe. Zugleich sind sie blind dafür, dass sie mit ihrer
ständigen Abwehrhaltung gegen Verletzungen und Kritik ihre Beziehungen belasten.

Hand aufs Herz: Hast du dich in der Ausbildung oder im Beruf auch schon über Mitstreiter
beschwert, weil sie an dir vorbeiziehen? Oft werfen wir anderen Ellenbogenmentalität und
Rücksichtslosigkeit vor, übersehen aber völlig, dass wir selbst wenig dafür tun, die eigenen
Ziele zu erreichen – oder uns gar nicht erst welche setzen. Doch vor uns selbst deuten wir das
gern um: „Ich bin einfach zu sensibel und gutmütig, um Erfolg zu haben.“

Selbstunsichere fühlen sich anderen grundsätzlich unterlegen. Sie scheuen die Diskussion, weil
sie glauben, ohnehin nicht gehört zu werden. Dass sie sich zu viel gefallen lassen, werfen sie
sich insgeheim selbst vor, aber machen es auch ihrem als dominant erlebten Gegenüber zum
Vorwurf. Statt ihre Unzufriedenheit offen anzusprechen, schweigen sie. Sie meinen, die
anderen müssten ihre Erwartungen und Wünsche doch kennen, und nehmen es ihren
Mitmenschen übel, wenn diese ihre Gedanken falsch erraten.

Gleichzeitig sehen sie Angriffe, wo gar keine sind. So kann manchem selbstunsicheren
Menschen schon bei einer harmlosen Nachfrage die Hutschnur platzen. Will eine Kollegin
beispielsweise nur wissen, ob die E-Mail an Frau Müller schon raus ist, sieht der
Selbstunsichere gleich sein Zeitmanagement infrage gestellt und schnappt zurück: „Ich habe
heute nonstop gearbeitet. Wann hätte ich das bitte erledigen sollen?“

Aufgrund ihrer Harmoniesucht sind Selbstunsichere in Beziehungen oft nicht ganz aufrichtig und
sagen nicht ehrlich, was sie denken. Statt Kritik offen auszusprechen, staut sich ihr Ärger auf
oder sie lassen ihn auf Nebenschauplätzen in bissigen Kommentaren heraus. Platzt ihnen dann
doch der Kragen, werden dem Gesprächspartner schon mal Fehler von vor einem Jahr
vorgerechnet.
Ja, nicht nur bei sich selbst, auch bei anderen führen Selbstunsichere oft genau Buch über
Schwächen und Fehler. Wer wenig Eigenliebe übrig hat, hat noch weniger an andere zu
verschenken. Entdecken selbstunsichere Menschen Fehler bei anderen, sehen sie darin ihre
Chance, ihre Unterlegenheit abzubauen und auf Augenhöhe zu kommen. Anderen ihre Fehler
vorzurechnen mag kurzfristig entlasten – selbstsicherer und glücklicher macht diese Strategie
aber nicht. Dazu braucht es eine Auseinandersetzung mit den Ursachen des niedrigen
Selbstwertgefühls.

Unser Selbstwert wird durch unsere Gene und unsere frühkindlichen Erfahrungen
bestimmt​.

Wer über einen starken Selbstwert verfügt, akzeptiert sich mit seinen Schwächen. Menschen
mit einem niedrigen Selbstwertgefühl hingegen laufen einem Idealbild hinterher und kämpfen
mit sich.

Du möchtest dein Selbstwertgefühl verbessern? Dann stell ab sofort den Kampf ein und
akzeptiere, dass du manchmal eben unsicher bist, zweifelst oder Angst hast! Unsicherheit ist
nichts Schlimmes. Sie wird erst zum Problem, wenn du dich in deinem Leben blind von deinem
niedrigen Selbstwert leiten lässt und dir selbst und anderen dadurch Schaden zufügst.

Wenn du dich im Alltag mal wieder innerlich sagen hörst: „Das schaffe ich nicht“ oder „Dafür bin
ich nicht gut genug“, dann höre dieser Stimme freundlich zu und akzeptiere, dass sie da ist.
Begrüße sie innerlich: „Ja, das ist wieder meine Unsicherheit. So redet sie mit mir und bringt
mich zu einer falschen Selbsteinschätzung.“ Manchmal reicht es schon, unsere Selbstzweifel zu
erkennen und anzunehmen, um sie aufzulösen.

Ein niedriges Selbstwertgefühl ist fast immer das Ergebnis einer psychologischen
Fehlprogrammierung: Du meinst, du seist nicht gut genug, doch diese Grundüberzeugung ist
falsch. Du hast sie bisher nur für wahr gehalten, weil sie dir so vertraut ist. Versuche, dich daran
zu erinnern, wo du diesen Satz in deiner Kindheit aufgeschnappt hast. Kam er von deinen
Eltern, Großeltern oder Lehrern? Schon sich daran zu erinnern, wer uns eine bestimmte
Botschaft eingepflanzt hat, kann helfen, die Fehlprogrammierung zu korrigieren.

Wenn dich in einer Situation Angst, Unsicherheit und Zweifel überkommen, nimm bewusst
Abstand zu deinem Innenleben. Mach dir klar, dass die unangenehmen Emotionen nur
psychologische Anteile von dir sind. Stelle sie dir wie ein inneres Kind vor. Daneben gibt es
immer auch einen psychologischen Teil in dir, der erwachsen, rational und handlungsfähig ist.
Verbinde dich mit diesem erwachsenen Anteil und kümmere dich dann um dein inneres Kind.
Mach ihm Mut und sprich liebevoll mit ihm, bis sich deine Angst legt. Statt deine
Entscheidungen von Selbstzweifeln lenken zu lassen, frage dich: Was ist im Sinne der Sache
richtig? Welches Handeln entspricht meinen Werten?

Mit der folgenden Übung kannst du besonders schnell in einen anderen emotionalen Zustand
kommen: Erinnere dich an eine Situation zurück, in der du dich selbstbewusst gefühlt hast. Male
sie dir genau aus und versetze dich noch einmal in das Gefühl hinein. Je öfter du die
Erinnerung emotional durchlebst, desto leichter wird es dir fallen, dieses „Ich bin gut“-Gefühl im
Alltag abzurufen.

Selbstannahme ist ein wichtiger Schritt zur Selbstheilung.

Wer über einen starken Selbstwert verfügt, akzeptiert sich mit seinen Schwächen. Menschen
mit einem niedrigen Selbstwertgefühl hingegen laufen einem Idealbild hinterher und kämpfen
mit sich.

Du möchtest dein Selbstwertgefühl verbessern? Dann stell ab sofort den Kampf ein und
akzeptiere, dass du manchmal eben unsicher bist, zweifelst oder Angst hast! Unsicherheit ist
nichts Schlimmes. Sie wird erst zum Problem, wenn du dich in deinem Leben blind von deinem
niedrigen Selbstwert leiten lässt und dir selbst und anderen dadurch Schaden zufügst.

Wenn du dich im Alltag mal wieder innerlich sagen hörst: „Das schaffe ich nicht“ oder „Dafür bin
ich nicht gut genug“, dann höre dieser Stimme freundlich zu und akzeptiere, dass sie da ist.
Begrüße sie innerlich: „Ja, das ist wieder meine Unsicherheit. So redet sie mit mir und bringt
mich zu einer falschen Selbsteinschätzung.“ Manchmal reicht es schon, unsere Selbstzweifel zu
erkennen und anzunehmen, um sie aufzulösen.

Ein niedriges Selbstwertgefühl ist fast immer das Ergebnis einer psychologischen
Fehlprogrammierung: Du meinst, du seist nicht gut genug, doch diese Grundüberzeugung ist
falsch. Du hast sie bisher nur für wahr gehalten, weil sie dir so vertraut ist. Versuche, dich daran
zu erinnern, wo du diesen Satz in deiner Kindheit aufgeschnappt hast. Kam er von deinen
Eltern, Großeltern oder Lehrern? Schon sich daran zu erinnern, wer uns eine bestimmte
Botschaft eingepflanzt hat, kann helfen, die Fehlprogrammierung zu korrigieren.

Wenn dich in einer Situation Angst, Unsicherheit und Zweifel überkommen, nimm bewusst
Abstand zu deinem Innenleben. Mach dir klar, dass die unangenehmen Emotionen nur
psychologische Anteile von dir sind. Stelle sie dir wie ein inneres Kind vor. Daneben gibt es
immer auch einen psychologischen Teil in dir, der erwachsen, rational und handlungsfähig ist.
Verbinde dich mit diesem erwachsenen Anteil und kümmere dich dann um dein inneres Kind.
Mach ihm Mut und sprich liebevoll mit ihm, bis sich deine Angst legt. Statt deine
Entscheidungen von Selbstzweifeln lenken zu lassen, frage dich: Was ist im Sinne der Sache
richtig? Welches Handeln entspricht meinen Werten?

Mit der folgenden Übung kannst du besonders schnell in einen anderen emotionalen Zustand
kommen: Erinnere dich an eine Situation zurück, in der du dich selbstbewusst gefühlt hast. Male
sie dir genau aus und versetze dich noch einmal in das Gefühl hinein. Je öfter du die
Erinnerung emotional durchlebst, desto leichter wird es dir fallen, dieses „Ich bin gut“-Gefühl im
Alltag abzurufen.

Lerne, dich in der Kommunikation mit anderen zu behaupten.


Menschen mit einem niedrigen Selbstwertgefühl zeigen sich in Beziehungen nie ganz. Aus
Angst, verletzt zu werden, bleiben sie verschlossen, verleugnen ihre Bedürfnisse und halten mit
ihrer Meinung hinterm Berg. Dabei macht diese Strategie, wie wir bereits erfahren haben, auf
lange Sicht nur Probleme.

Wenn du dein Selbstwertgefühl verbessern willst, trau dich aus der Deckung. Lerne, deine
Bedürfnisse angemessen zu äußern und deine Gesprächspartner richtig einzuschätzen. Wenn
du klar und offen mit anderen redest, gewinnst du Selbstsicherheit und bekommst mehr Einfluss
auf dein Leben.

Wer einen geringen Selbstwert mitbringt, ist meistens auch ungeübt darin, den eigenen
Standpunkt angemessen zu vertreten, und tut sich schwer, die richtigen Worte zu finden.
Wichtiger als spezielle Kommunikationstechniken ist aber die grundsätzliche Einstellung:
Erkenne deine eigenen Bedürfnisse genauso an wie die deines Gegenübers. Beginne auch
schwierige Gespräche immer mit dem Ziel, einen friedlichen Konsens herzustellen, statt einen
Sieg davontragen zu wollen.

Versuche nicht krampfhaft schlagfertig zu sein, denn das blockiert nur dein Denken. Sage
stattdessen sachlich und direkt, was du sagen möchtest. Wenn dich die spitzen Kommentare
einer Kollegin kränken, warte nicht, bis dir eine redegewandte Antwort einfällt, sondern halte es
simpel: „Lass doch solche Kommentare, damit vergiftest du unnötig das Arbeitsklima.“ Damit
hast du klar und sachlich eine Grenze gezogen. Da Selbstunsichere dazu neigen, Angriffe zu
wittern, wo keine sind, frage dich vorher, ob deine Wahrnehmung hier verzerrt sein könnte.

Weil das nicht immer so klar und eindeutig ist, bietet es sich an, Kritik als Ich-Botschaften zu
formulieren. Damit bleibst du friedfertig und gibst deinem Gegenüber die Chance, sich zu
erklären. „Wenn du mir solche Kommentare quer durchs Büro zurufst, verletzt mich das.“
Vielleicht ist die Kollegin gedankenlos oder mit einem seltsamen Humor gesegnet und hat sich
bisher nichts bei ihrem Verhalten gedacht. Eine Ich-Botschaft bringt sie eher zum Umdenken,
als wenn du verbal zurückschießt.

Du hast dich über das Verhalten eines anderen geärgert? Bevor du die Person konfrontierst,
überlege dir, welche Gründe sie für ihr Handeln gehabt haben könnte. Prüfe, ob du diese
nachvollziehen kannst und deine Meinung überdenken willst – oder ob du gute
Gegenargumente vorzutragen hast. Das Gespräch mental durchzuspielen hilft dir, dich deines
Rechts zu vergewissern, für deine Wünsche und Standpunkte einzutreten.

Gestalte dein Leben eigenverantwortlich und nach deinen Werten und Wünschen.

Selbstunsichere Menschen werden ständig von Angst beherrscht. Eine gute Grundlage für ein
glückliches Leben ist das nicht. Doch es gibt ein einfaches Mittel, um die Angst zu vertreiben,
und das heißt: Sinn. Selbstbewusste Menschen setzen sich motivierende Ziele und haben eine
klare Vision für ihr Leben.
Als Selbstunsichere leben wir permanent in der Defensive. Wir zweifeln unablässig an uns
selbst, haben Angst, nicht gemocht zu werden, zittern vor Fehlern und Ablehnung und erleben
uns als Opfer. Das schlaucht. Wäre es nicht viel schöner, selbst das Steuer in die Hand zu
nehmen, statt nur Beifahrer deiner Angst zu sein? Wenn du dein Selbstwertgefühl verbessern
willst, ist es an der Zeit, Verantwortung für dein Leben zu übernehmen: Wofür willst du deine
Lebenszeit einsetzen? Welche Werte sind dir wichtig?

Vielleicht stellst du an dieser Stelle fest, dass dein aktuelles Leben von deinen Werten
abweicht. Das ist halb so schlimm, denn wenn du solche Diskrepanzen erst erkennst, kannst du
dir Ziele setzen, um sie zu verringern. Und vergiss nicht, dir einen konkreten Plan zu machen,
wie du deine Ziele Schritt für Schritt erreichst. Du wirst staunen, welchen Unterschied eine klare
Vision in deinem Leben machen kann. Studien belegen sogar, dass ein gelebter Lebenssinn
einer der nachhaltigsten Glücksfaktoren ist.

Ein Problem wäre da allerdings noch: Als Selbstunsichere haben wir uns so lange den
Wünschen anderer untergeordnet, um bloß nicht anzuecken, dass wir den Kontakt zu unseren
eigenen Bedürfnissen und seelischen Vorgängen verloren haben.

Wenn du nicht weißt, was du eigentlich willst, und es dir schwerfällt, Entscheidungen zu treffen,
trainiere deine Intuition an kleinen Alltagsentscheidungen: Willst du Kaffee oder Tee trinken?
Welcher Brotaufstrich darf es sein? Höre auf dein Bauchgefühl! Unsere Gefühle sind bei allen
Entscheidungen ausschlaggebend – selbst bei rationalen Überlegungen geben sie uns Signale,
welche Argumente für uns wirklich zählen. Der Verstand ordnet sich unseren Gefühlen unter.
Deswegen lohnt es sich, den Kontakt zu ihnen zu trainieren, denn sonst segeln wir führerlos
durchs Leben.

Viele Selbstunsichere haben Angst, sich falsch zu entscheiden. Du kannst diese Angst rational
aushebeln. Mach dir klar, dass kaum eine Entscheidung endgültig ist und dass selbst eine
falsche Entscheidung etwas Gutes hat: Du kannst aus ihr lernen. Nur wenn du nichts
entscheidest, sondern über dich entscheiden lässt, wirst du garantiert nicht glücklicher.

Lerne, deine Emotionen anzuerkennen – auch die weniger erfreulichen.

Kennst du das? Mal fühlst du dich abgeschnitten von deinen Gefühlen, mal überschwemmen
sie dich. Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl stehen mit ihrem Gefühlsleben auf
Kriegsfuß. Sie fühlen sich als Opfer und glauben, Angst, Scham und Aggressionen hilflos
ausgeliefert zu sein. Dabei kann jeder lernen, mit seinen Emotionen konstruktiv umzugehen und
sie für sich zu nutzen.

Selbstunsichere Menschen werden in ihrem Handeln oft von Nervosität, Beklemmung oder
anderen Formen der Angst gesteuert. Dabei bezieht sich Angst immer auf die Zukunft: „Ich
könnte mich blamieren.“ „Ich könnte die Entscheidung bereuen.“ Mach dir bewusst, dass Angst
immer von deinen Gedanken und deiner Bewertung einer Situation abhängig ist. Wenn du deine
angstauslösenden Gedanken erkennst, akzeptiere sie.

Oft fühlt sich Angst lebensbedrohlich an. Darum überlege dir, was im schlimmsten Fall
passieren könnte: Verlierst du deinen Job? Lachen dich die anderen aus? In den allermeisten
Fällen wirst du durch dieses Gedankenspiel zu der Einsicht kommen: So schlimm ist das
Worst-Case-Szenario auch nicht, ich werde es überleben. Das entlastet und macht dir Mut, trotz
anfänglicher Angst etwas Neues zu wagen.

Eine andere Emotion, die uns als Selbstunsichere in Beziehungen behindert, ist Wut – sei es
aufgestaute oder außer Kontrolle geratene. Weil wir nicht sicher sind, ob wir Situationen richtig
deuten, oder weil Aggressionsausbrüche unserem Harmoniestreben im Weg stehen, schlucken
wir unsere Wut einfach herunter. Doch sie verschwindet nicht, sondern sucht sich
Schlupflöcher: Unbewusst richten wir unsere Aggressionen gegen uns selbst, entwickeln zum
Beispiel eine Depression. Oder wir lassen der Wut an falscher Stelle unkontrolliert ihren Lauf.

Für einen zivilisierten Umgang mit der Wut ist es auch hier wichtig, sie zunächst anzuerkennen.
Wut ist eine gesunde Emotion. Sie kann dir den nötigen Antrieb geben, um dich aus toxischen
Beziehungen zu lösen. Und sie kann dir innere Stärke verleihen, um für dich selbst einzustehen.

Du fühlst dich permanent gestresst, unzufrieden und erschöpft? Dann leidest du womöglich wie
viele Selbstunsichere am sogenannten Freudemangel-Syndrom. Dabei sind Freude und
Sinnerfüllung der beste Schutz gegen Krankheiten. Wie du mehr davon bekommst? Ganz
einfach: Lenke deine Aufmerksamkeit bewusst auf deine Stärken und das, was du bisher
erreicht hast. Spiele sie nicht herunter, sondern sei stolz auf dich und feiere dich für deine
Erfolge! Und selbst wenn dein Plan trotz aller Bemühungen diesmal nicht aufgegangen ist, sei
trotzdem stolz darauf, dass du es versucht hast. Denn Freude und Stolz stärken dein
Selbstwertgefühl, und das ist mindestens ebenso viel wert.

Zusammenfassung

Die Kernaussage dieser Blinks ist:

Ein niedriges Selbstwertgefühl belastet und beeinträchtigt die Lebensqualität in allen Bereichen.
Statt das eigene Tun an motivierenden Zielen und Werten auszurichten, leben selbstunsichere
Menschen oft in der Defensive. Die Ursachen für ein niedriges Selbstwertgefühl liegen meist in
der frühen Kindheit, sind zum Teil aber auch genetisch bedingt. Wer sich seine Ängste und
Unsicherheiten jedoch bewusst macht, eine gesunde Distanz zu ihnen herstellt und mehr und
mehr Verantwortung für sein Leben übernimmt, kann sein Selbstwertgefühl stärken und mit
mehr Freude durchs Leben gehen.

Was du konkret umsetzen kannst:

Schreibe dir einen Brief.


Um zu üben, mehr Verständnis für dich aufzubringen, schreibe dir einen Brief, so wie du ihn an
einen guten Freund schreiben würdest. Beschreibe darin, was dir Sorge bereitet, wenn du dein
Leben betrachtest. Erwähne aber auch, welche Stärken du in dir siehst und welche
Lösungswege dir einfallen, um die vorhandenen Probleme anzugehen.

Paparazzi-Übung

Stell dir vor, du bist ein Hollywood-Star und überall lauern Paparazzi. Natürlich willst du
selbstbewusst wirken. Wähle also ein schickes Outfit, achte auf deine Körpersprache und
Mimik, wenn du das Haus verlässt. Da Körper und Geist verbunden sind, wird deine
Körperhaltung auf deine Stimmung abfärben. Nach kurzer Zeit wirst du dich tatsächlich
selbstbewusster fühlen.

Dankbarkeitsliste

Wenn du zum Schwarzsehen neigst und dich vom Leben ungerecht behandelt fühlst, kann es
hilfreich sein, einmal eine Liste zu schreiben mit allen Dingen, für die du in deinem Leben
dankbar bist. Behalte im Blick, wie viel Gutes dir auch schon widerfahren ist, und verliere dich
nicht in Selbstmitleid.

Hast du Feedback?

Wir sind gespannt und freuen uns zu hören, wie dir unsere Blinks gefallen! Schreib einfach eine
E-Mail an remember@blinkist.com mit So stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl und teile deine
Gedanken mit uns.

Zum Weiterlesen: Jein! von Stefanie Stahl

Du hast an deinem Selbstwertgefühl gearbeitet, aber in deinen Beziehungen läuft es immer


noch nicht rund? Wenn du Angst hast, dich voll du ganz auf eine Partnerschaft einzulassen,
kannst du in den Blinks zu Jein! (2020) herausfinden, ob du unter Bindungsangst leidest. Du
erfährst auch, was Bindungsangst und niedriger Selbstwert gemeinsam haben und was du tun
kannst, um einem erfüllten Beziehungsleben näherzukommen.