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DEUTSCHE NORM Oktober 1999

Prüfverfahren für hydraulisch erhärtende


Boden-Spachtelmassen {
Standardmischverfahren
Deutsche Fassung EN 1937 : 1999 EN 1937

ICS 91.100.99

Test method for hydraulic setting floor smoothing and/or levelling


compounds – Standard mixing procedures;
German version EN 1937 : 1999

Méthode d'essai pour les mortiers de lissage et/ou de nivellement à prise


hydraulique – Préparation des mélanges;
Version allemande EN 1937 : 1999

Die Europäische Norm EN 1937 : 1999 hat den Status einer Deutschen Norm.

Nationales Vorwort
Die Europäische Norm ist vom Technischen Komitee CEN/TC 193 "Klebstoffe" unter intensiver deutscher
Mitarbeit ausgearbeitet worden. Für die deutsche Mitarbeit ist der Arbeitsausschuß NMP/FNK 454 "Prüfung von
Klebstoffen für Bodenbeläge, Wand- und Deckenbekleidung" des Normenausschusses Materialprüfung (NMP)
verantwortlich.
Für die im Abschnitt 2 zitierte Internationale Norm wird im folgenden auf die entsprechende Deutsche Norm
hingewiesen:
ISO 554 siehe DIN 50014

Nationaler Anhang NA (informativ)


Literaturhinweis
DIN 50014
Klimate und ihre technische Anwendung – Normalklimate

Fortsetzung 5 Seiten EN

Normenausschuß Materialprüfung (NMP) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V.


Normenausschuß Kunststoffe (FNK) im DIN
– Leerseite –
EUROPÄISCHE NORM EN 1937
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE September 1999

ICS 91.100.99

Deutsche Fassung

Prüfverfahren für hydraulisch erhärtende Boden-Spachtelmassen


Standardmischverfahren

Test method for hydraulic setting floor smoothing Méthode d'essai pour les mortiers de lissage et/ou
and/or levelling compounds – Standard mixing de nivellement à prise hydraulique – Préparation des
procedures mélanges

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 9. August 1999 angenommen.


Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen,
in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne
jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren
bibliographischen Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied
auf Anfrage erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch,
Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied
in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und
dem Zentralsekretariat mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die
offiziellen Fassungen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark,
Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, der
Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich.

ÈÉË
EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG
European Committee for Standardization
Comité Européen de Normalisation

Zentralsekretariat: rue de Stassart 36, B-1050 Brüssel

© 1999 CEN – Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten. Ref. Nr. EN 1937 : 1999 D
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EN 1937 : 1999

Inhalt
Seite
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1 Anwendungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
2 Normative Verweisungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
3 Begriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
4 Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
5 Prüfeinrichtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
6 Materialien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
7 Mischbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
8 Mischverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
9 Prüfbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

Vorwort
Diese Europäische Norm wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 193 "Klebstoffe" erarbeitet, dessen Sekretariat
von AENOR gehalten wird.
Diese Europäische Norm muß den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines
identischen Textes oder durch Anerkennung bis März 2000, und etwaige entgegenstehende nationale Normen
müssen bis März 2000 zurückgezogen werden.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder
gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Kö-
nigreich.
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1 Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm legt das Standardverfahren zum Mischen von Boden-Spachtelmassen mit Wasser und/oder
einer vom Hersteller bereitgestellten flüssigen Komponente fest.

2 Normative Verweisungen
Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder undatierte Verweisungen Festlegungen aus anderen
Publikationen. Diese normativen Verweisungen sind an den jeweiligen Stellen im Text zitiert, und die Publikationen
sind nachstehend aufgeführt. Bei datierten Verweisungen gehören spätere Änderungen oder Überarbeitungen dieser
Publikationen nur zu dieser Europäischen Norm, falls sie durch Änderung oder Überarbeitung eingearbeitet sind. Bei
undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe der in Bezug genommenen Publikation.
EN 196-1
Prüfverfahren für Zement – Teil 1: Bestimmung der Festigkeit
EN 1066
Klebstoffe – Probenahme
EN 1067
Klebstoffe – Untersuchung und Vorbereitung von Proben zur Prüfung
ISO 554
Standard atmospheres for conditioning and/or testing – Specifications

3 Begriffe
Für die Anwendung dieser Norm gilt der folgende Begriff:

3.1 Hydraulisch erhärtende Boden-Spachtelmasse,


im folgenden Boden-Spachtelmasse genannt, ist ein mit hydraulisch erhärtenden Bindemitteln hergestelltes Material
zum Erzeugen glatter ebener Oberflächen für die Aufnahme von Bodenbelägen.
ANMERKUNG: Die Boden-Spachtelmasse wird in Pulverform geliefert und mit einer flüssigen Komponente
gemischt. Die flüssige Komponente kann Wasser und/oder eine vom Hersteller gelieferte gesonderte
Flüssigkeit sein. Boden-Spachtelmassen werden zum Nivellieren üblicherweise in höheren Dicken als zum
Glätten aufgetragen.

4 Sicherheit
Der Anwender dieser Norm muß mit üblicher Laborpraxis vertraut sein. Diese Norm beabsichtigt nicht, alle mit ihrer
Anwendung verbundenen Sicherheitsprobleme, soweit solche gegeben sind, anzusprechen. Es liegt in der
Verantwortung des Anwenders, Verhaltensregeln zur Sicherheit und Gesundheit festzulegen und deren Überein-
stimmung mit den Bestimmungen aller europäischen und nationalen Regelungen sicherzustellen.

5 Prüfeinrichtungen
5.1 Mischer nach EN 196-1 (siehe Bild 1)
Dieser Mischer muß im wesentlichen bestehen aus:
a) einem Trog aus nichtrostendem Stahl mit einem Fassungsvermögen von etwa 5 l und der in Bild 1 dargestell-
ten, allgemeinen Form und Größe. Er muß Haltevorrichtungen besitzen, mit denen er während des Mischens am
Mischergestell sicher befestigt werden kann und mit denen die Höhe des Troges in bezug auf die Schaufel, und
in gewissem Umfange, der Abstand zwischen Trog und Schaufel genau ein- und festzustellen ist.
b) einer Schaufel aus nichtrostendem Stahl der in Bild 1 dargestellten, allgemeinen Form und Größe und mit den
darin angegebenen Grenzabmaßen. Sobald sie von einem Elektromotor geregelter Drehzahl angetrieben wird,
muß sie sich sowohl um ihre eigene Achse als auch in einer Planetenbewegung um die Achse des Troges
drehen. Die beiden Drehbewegungen müssen gegenläufig sein, und das Verhältnis zwischen den beiden
Drehzahlen darf nicht ganzzahlig sein.
Wenn mehr als ein Mischer benutzt wird, müssen Schaufeln und Tröge Einheiten bilden, die immer gemeinsam
verwendet werden.
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EN 1937 : 1999

Die in Bild 1 angegebenen Abstände zwischen Schaufel und Trog müssen monatlich überprüft und erforderlichenfalls
neu eingestellt werden.
Maße in Millimeter

Bild 1: Trog und Schaufel


ANMERKUNG: Der in Bild 1 angegebene Abstand (3,0 ± 1,0) mm bezieht sich auf die Stellung, bei der die
Schaufel in dem leeren Mischtrog so nah wie möglich an die Trogwand gebracht wurde. Einfache Lehren zur
Bestimmung des Abstandes (Fühlerlehren) sind zweckmäßig, wo direkte Messungen schwierig sind.
Der Mischer muß bei den in Tabelle 1 angegebenen Drehzahlen arbeiten.

Tabelle 1: Schaufeldrehzahlen

Drehzahl Planetendrehzahl
min–1 min–1
niedrige Drehzahl 140 ± 5 62 ± 5
hohe Drehzahl 285 ± 10 126 ± 10

5.2 Stoppuhr, Fehlergrenze 1 s.

6 Materialien
6.1 Pulverkomponente für die Boden-Spachtelmasse
Der zu prüfenden Pulverkomponente ist nach EN 1066 eine repräsentative Probe zu entnehmen, nach EN 1067
vorzubereiten und bis zur Prüfung in einem dichtverschlossenen Behälter aufzubewahren.
ANMERKUNG: Die physikalischen Eigenschaften der Pulverkomponente können sich mit zunehmenden Alter
ändern. Das Herstelldatum und die Ansatznummer sollten daher notiert werden.

6.2 Flüssige Komponente für die Boden-Spachtelmasse


Die flüssige Komponente darf Wasser und/oder eine vom Hersteller gelieferte gesonderte Flüssigkeit sein. Das
Wasser muß destilliert oder entmineralisiert vorliegen. Anderes Wasser darf verwendet werden, wenn nachgewiesen
wird, daß gleiche Ergebnisse erzielt werden.
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EN 1937 : 1999

7 Mischbedingungen
Alle Materialien (Prüfeinrichtungen, Produkt, Leitungswasser zur Kalibrierung und/oder gesonderte flüssige
Komponente) müssen vor der Prüfung 24 h im Normalklima bei (23 ± 2) °C und (50 ± 5) % relativer Luftfeuchte
nach ISO 554 gelagert werden.
Die Prüfungen müssen im oben genannten Normalklima in einem Raum durchgeführt werden, in dem die Umwälzge-
schwindigkeit der Luft weniger als 0,2 m/s beträgt.

8 Mischverfahren
Die Boden-Spachtelmassen-Mischung wird unter Verwendung des in 5.1 beschriebenen Mischers durch mechani-
sches Mischen folgendermaßen erhalten:
a) Mischverfahren ohne Wartezeit
Das Wasser und/oder die flüssige Komponente (6.2) sind in der vom Hersteller für 2 kg Pulver (6.1) festgeleg-
ten Menge (oder die mittlere Menge, falls ein Bereich festgelegt ist) in den Trog zu gießen. 2 kg Pulver sind
zuzugeben und 1 min mit niedriger Drehzahl (nach Tabelle 1) zu mischen.
Die Schaufel und die Wände des Troges sind abzuschaben, und eine weitere Minute ist bei hoher Drehzahl
(nach Tabelle 1) zu mischen.
Die gesamte Mischzeit darf 3 min nicht überschreiten, und die Mischung muß frei von Luftblasen sein.
Anderenfalls ist zur Entlüftung eine weitere Minute zu warten und dann die Mischung sofort zu verwenden.
b) Mischverfahren mit Wartezeit
Einige Massen können vor ihrer Verwendung eine Wartezeit oder ein weiteres Mischen benötigen. Wenn dies
der Fall ist, wird es vom Hersteller angegeben. Wenn eine Wartezeit gefordert wird, aber nicht genau
festgelegt ist, ist eine Wartezeit von 5 min einzuhalten, gefolgt von einem weiteren 15 s dauerndem Mischen
bei hoher Drehzahl. Anschließend ist zur Entlüftung eine weitere Minute zu warten, dann ist die Mischung
sofort zu verwenden.

9 Prüfbericht
Dieses Standardmischverfahren ist der weiteren Prüfung vorangestellt. Die angewendeten Mischverfahren a) oder
b) sind mit der bis zum Ende des Mischens benötigten Gesamtzeit im Prüfbericht der nachfolgenden Prüfung
anzugeben.
Für alle anschließenden Prüfungen sollte das gleiche Mischverfahren angewendet werden.