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E DIN EN 1965-1:2010-09 ²(QWZXUI²

Nationales Vorwort
Dieses Dokument (FprEN 1965-1:2010) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 193 „Klebstoffe“
erarbeitet, dessen Sekretariat von AENOR (Spanien) gehalten wird.

Das zuständige deutsche Gremium ist der NA 062-04-55 AA „Prüfung von Konstruktionsklebstoffen,
-klebeverbindungen und Kernverbunden“ im Nomenausschuss Materialprüfung (NMP).

Diese Norm wird DIN EN 1965-1:2001-12 ersetzen.

Änderungen

Gegenüber DIN EN 1965-1:2001-12 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Sicherheitshinweis und Umwelthinweis eingefügt;

b) Normative Verweisungen geändert;

c) Anforderungen an das Lösemittel um die Fähigkeit zum Lösen des ungehärteten Klebstoffs erweitert;

d) Norm redaktionell überarbeitet.

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²(QWZXUI² CEN/TC 193
Datum: 2010-09

FprEN 1965-1:2010

CEN/TC 193

Sekretariat: AENOR

Strukturklebstoffe — Korrosion — Teil 1: Bestimmung und Klassifikation


der Korrosion eines Kupfermaterials
Adhésifs structuraux — Corrosion — Partie 1 : Détermination et classification de la corrosion d'un substrat en
cuivre

Structural adhesives — Corrosion — Part 1: Determination and classification of corrosion to a copper substrate

ICS: 77.060;83.180

Deskriptoren

Dokument-Typ: Europäische Norm


Dokument-Untertyp:
Dokument-Stage: einstufiges Annahmeverfahren
Dokument-Sprache: D
E DIN EN 1965-1:2010-09
FprEN 1965-1:2010 (D) ²(QWZXUI²

Inhalt Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................3
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................4
2 Normative Verweisungen ......................................................................................................................4
3 Begriffe ...................................................................................................................................................4
4 Kurzbeschreibung .................................................................................................................................4
5 Benötigte Materialien ............................................................................................................................4
6 Durchführung .........................................................................................................................................5
6.1 Allgemeines............................................................................................................................................5
6.2 Vorbereitung des Kupfermaterials.......................................................................................................5
6.3 Bestimmung ...........................................................................................................................................5
7 Verfärbung/Korrosion ...........................................................................................................................6
8 Prüfbericht..............................................................................................................................................6

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E DIN EN 1965-1:2010-09
²(QWZXUI² FprEN 1965-1:2010 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (FprEN 1965-1:2010) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 193 „Klebstoffe“
erarbeitet, dessen Sekretariat vom AENOR gehalten wird.

Dieses Dokument ist derzeit zum einstufigen Annahmeverfahren vorgelegt.

Dieses Dokument wird EN 1965-1:2001 ersetzen.

SICHERHEITSERKLÄRUNG — Personen, die dieses Dokument anwenden, sollten gegebenenfalls mit


üblichen Labortätigkeiten vertraut sein. Dieses Dokument erhebt nicht den Anspruch, alle mit seiner
Anwendung eventuell verbundenen Sicherheitsprobleme anzusprechen. Es liegt in der Verantwortung des
Anwenders, angemessene Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen zu treffen und deren
Übereinstimmung mit den Bestimmungen jeglicher Vorschriften sicherzustellen.

UMWELTERKLÄRUNG — Es ist eine Tatsache, dass einige der durch diese Norm zugelassenen Werkstoffe
einen negativen Einfluss auf die Umwelt haben können. Wenn technologische Fortschritte zu annehmbaren
Alternativen zu diesen Werkstoffen führen, werden diese im möglichen Umfang aus dieser Norm entfernt
werden.

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E DIN EN 1965-1:2010-09
FprEN 1965-1:2010 (D) ²(QWZXUI²

1 Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm legt ein Verfahren zur Bestimmung der Fähigkeit eines flüssigen Klebstoffes fest,
um ein Kupfermaterial unter den Bedingungen einer Wärmealterung zu korrodieren. Die Temperaturen und
die Zeitspannen der Alterung sind deshalb so gewählt, um eine maximale Unterscheidung zwischen der
Korrosivität unterschiedlicher Klebstoffe sicherzustellen, und sollen nicht dazu dienen, unterschiedliche
Anwendungsbedingungen nachzustellen.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten
Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte
Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

EN 923:2005+A1:2008, Klebstoffe — Benennungen und Definitionen

ISO 6958, Wrought copper and copper alloys — Drawn rectangular bars — Dimensions and form tolerances

3 Begriffe
Für die Anwendung dieser Norm gelten die Begriffe nach EN 923:2005+A1:2008 und der folgende Begriff:

3.1
Korrosion
zerstörender Angriff auf Metalle, der chemischer oder elektrochemischer Natur sein kann

ANMERKUNG Mit dem beschriebenen Verfahren wird im Wesentlichen der chemische Angriff gemessen. Der elektro-
chemische Beitrag wird so weit wie möglich ausgeschlossen, indem sichergestellt wird, dass kein Elektrolyt vorhanden ist
und das Kupfermaterial, soweit praktisch möglich, frei von metallischen Verunreinigungen ist, die zur Bildung galvanischer
Zellen führen können.

4 Kurzbeschreibung
Auf ein geschliffenes und poliertes Kupfermaterial wird eine dünne Schicht des flüssigen Klebstoffes
aufgetragen und dann 24 h in trockener Wärme bei 50 °C oder 100 °C gealtert. Anschließend wird die Ober-
fläche untersucht und anhand der Verfärbung das Ausmaß des Anlaufens und/oder der Korrosion beurteilt.

5 Benötigte Materialien
5.1 Lösemittel

Verwendbar ist jedes schwefel- und wasserfreie Kohlenwasserstoff-Lösemittel, das auf geschliffenem Kupfer-
material bei 50 °C keine Verfärbung hervorruft. Das Lösemittel sollte den ungehärteten Klebstoff lösen
können.

5.2 Kupfermaterial, Platte

Empfohlener Querschnitt 12 mm 2 mm, ISO 6958 E-Cu F30, hergestellt durch Elektrolyse.

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E DIN EN 1965-1:2010-09
²(QWZXUI² FprEN 1965-1:2010 (D)

5.3 Schleifleinen oder Schmirgelpapier

Typ P240 1) Siliciumkarbid.

5.4 Flüssiges Schleifmittel

(Siliciumkarbid) Typ 1501)

5.5 Pinzette aus nichtrostenden Stahl

5.6 Watte

6 Durchführung

6.1 Allgemeines

Für jede Beurteilung müssen mindestens drei Kupferplatten untersucht werden.

6.2 Vorbereitung des Kupfermaterials

Das Schleifleinen oder das Schmirgelpapier ist auf eine ebene Fläche zu legen und mit dem Lösemittel zu
benetzen. Die Kupferplatte ist darauf zu legen und mit Filterpapier abzudecken, wobei sicherzustellen ist,
dass die Kupferoberfläche vor Verunreinigung durch Fingerabdrücke geschützt ist. Die Kupferplatte ist dann
nach einem Überkreuz-Schema gegen das Schleifmaterial so lange zu reiben, bis eine gleichmäßig
geschliffene Oberfläche entstanden ist.

Es ist notwendig, alle sechs Oberflächen der Prüfplatte zu schleifen, beginnend mit den Kanten und enden mit
den Flächen. Nach diesem Schleifen ist die Kupferplatte in Lösemittel eingetaucht zu lagern.

6.3 Bestimmung

Die Kupferplatte ist nur mit einer Pinzette aus dem Lösemittel zu nehmen und auf eine saubere Glasplatte zu
legen. Das flüssige Schleifmittel ist auf die Kupferplatte aufzutragen, und diese ist mit einem Wattebausch,
der mit einem Tropfen Lösemittel benetzt ist, zu schleifen. Der Schleifvorgang ist durch kräftiges Polieren mit
sauberer und trockener Watte abzuschließen, wobei das Polieren so lange mit neuen Wattebäuschen zu
wiederholen ist, bis ein Wattebausch nach dem Polieren sauber und weiß bleibt.

Nach Abschluss des letzten Schleifvorgangs ist die Kupferplatte sofort, wieder nur mit einer Pinzette, in eine
flache Schale mit dem Klebstoff zu legen und 24 Stunden in einem Wärmeschrank bei 50 °C oder 100 °C zu
lagern.

Die Kupferplatte ist dann mit einer Pinzette aus der Schale zu nehmen, um nicht abgebundenes Material zu
entfernen, mit Lösemittel sorgfältig zu waschen und mit Filterpapier zu trocknen. Die Prüfung ist zu wieder-
holen, wenn während der obigen Vorgänge oder beim Prüfen das Kupfermaterial:

a) unabsichtlich mit Fingern berührt wurde;

b) mit Wasser in Berührung gekommen ist, oder;

c) mit einem anderen Material in Berührung gekommen ist;

d) oder wenn sich das Aussehen der Plattenkanten von dem der Flächen deutlich unterscheidet.

1) Typ definiert durch Fédération Européenne des Fabricants de Produits Abrasifs (FEPA 43).

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E DIN EN 1965-1:2010-09
FprEN 1965-1:2010 (D) ²(QWZXUI²

7 Verfärbung/Korrosion
Die Verfärbung/Korrosion wird bei der Untersuchung der Kupferoberfläche ohne optische Hilfe nach Tabelle 1
klassifiziert.

Tabelle 1 — Klassifizierung der Verfärbung/Korrosion

Korrosionsgrad Bedeutung Beschreibung


Keinerlei Anlaufen oder
0 Unverändert
Korrosion
Schwach/blass orange, kaum verändert im Vergleich zu einer
1 Leichtes Anlaufen leicht polierten Kupferoberfläche. Auch dunkelorange Färbung
möglich.
Weinrot, lavendelblau, viel Lavendelblau und/oder silbern mit
weinrotem Belag.
2 Mäßiges Anlaufen
Silbern.
Messing- oder goldfarben.
Fuchsinrot mit messingfarbener Oberfläche.
3 Starkes Anlaufen
Viel Rot- und Grünschimmer (Schmetterling), aber nicht grau.
Transparent schwarz oder dunkelgrau oder braun mit
„Schmetterling“ mit leichtem Grünschimmer.
4 Korrosion
Graphitschwarz oder mattschwarz.
Glänzend oder pechschwarz.

8 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss folgende Angaben enthalten:

a) Verweisung auf diese Europäische Norm, d. h. EN 1965-1;

b) Art und Bezeichnung des geprüften Produktes;

c) Beschreibung des Kupfermaterial-Vorbehandlungsverfahrens;

d) Beschreibung der Art und Dicke des Kupfermaterials;

e) Einstufung des Grades der Korrosion/Verfärbung;

f) Einzelheiten aller Arbeitsvorgänge, die in diesem Teil der Europäischen Norm nicht festgelegt sind,
zusammen mit Einzelheiten aller Vorkommnisse, die möglicherweise einen Einfluss auf die Ergebnisse
gehabt haben.