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DEUTSCHE NORM August 2000

Sportböden D
Bestimmung der Dicke von Kunststoffbelägen
Deutsche Fassung EN 1969:2000 EN 1969
ICS 97.150; 97.220.10

Surfaces for sports areas — Determination of thickness


of synthetic sports surfaces;
German version EN 1969:2000
Sols sportifs — Détermination de l'épaisseur des
sols sportifs synthétiques;
Version allemande EN 1969:2000

Die Europäische Norm EN 1969:2000 hat den Status einer Deutschen Norm.

Nationales Vorwort
Diese Europäische Norm wurde von der Arbeitsgruppe 5 „Kunststoffflächen“ des Technischen
Komitees CEN/TC 217 „Sportböden“ (Sekretariat: Vereinigtes Königreich) unter deutscher Mitwirkung
erarbeitet.
Der für die deutsche Mitarbeit zuständige Arbeitsausschuss im DIN Deutsches Institut für Normung
e. V. ist der als Spiegelausschuss zum CEN/TC 217/WG 5 eingesetzte Arbeitsausschuss 01.20.00
„Kunststoffflächen“ des Normenausschusses Bauwesen (NABau).

Fortsetzung 5 Seiten EN

Normenausschuss Bauwesen (NABau) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V.


— Leerseite —
EUROPÄISCHE NORM EN 1969
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE Januar 2000

ICS 97.150; 97.220.10

Deutsche Fassung

Sportböden
Bestimmung der Dicke von Kunststoffbelägen

Surfaces for sports areas — Determination of Sols sportifs — Détermination de l'épaisseur des sols
thickness of synthetic sports surfaces sportifs synthétiques

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 1999-12-04 angenommen.


Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen
festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu
geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim
Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer
anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache
gemacht und dem Zentralsekretariat mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich,
Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz,
Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich.

R
EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG
EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Zentralsekretariat: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2000 CEN — Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren, Ref.-Nr. EN 1969:2000 D
sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
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EN 1969:2000

Vorwort
Diese Europäische Norm wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 217 „Sportböden“ erarbeitet, dessen
Sekretariat vom BSI gehalten wird.
Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffent-
lichung eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis 2000-07, und etwaige entgegenstehende
nationale Normen müssen bis 2002-11 zurückgezogen werden.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgen-
den Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik
und das Vereinigte Königreich.

1 Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm legt zwei Verfahren zur Bestimmung der Dicke von Kunststoffbelägen fest, die
sowohl im Labor als auch als Feldmessungen angewendet werden können.
Verfahren A, eine zerstörende Prüfung, dient zur
– Bestimmung der Gesamtdicke, gemessen mit einer Genauigkeit von ± 0,1 mm,
– Bestimmung der Dicke einzelner Schichten.
Verfahren B, eine zerstörungsfreie Prüfung, dient zur routinemäßigen Überprüfung der Dicke, z. B. für
Kontrollprüfungen oder bei der Vermessung von großflächig ausgelegten Kunststoffbelägen. Je nach der
Oberflächenstruktur liegt die Genauigkeit der Messwerte zwischen ± 0,5 mm und ± 1,5 mm.

2 Prüfgerät
2.1 Verfahren A
2.1.1 Ebene Auflagerplatte

2.1.2 Dickenmessgerät mit einer Skalenteilung von 0,01 mm, einem Stempel mit einer ebenen Auf-
lagefläche mit einem Durchmesser von …4 ± 0,1† mm und einer Prüfkraft zwischen 0,8 N und 1,0 N.

2.2 Verfahren B
2.2.1 Dickenmessgerät mit drei Dornen aus Stahl mit einem Durchmesser von etwa 2 mm und mit
flachen Enden, die dreiecksförmig mit einem Abstand von jeweils 15 mm bis 20 mm voneinander ange-
ordnet sind, so dass die Dorne in den zu prüfenden Belag eingedrückt werden und die Mindesteindring-
tiefe auf einer verschiebbaren Messskala mit ebener, kreisförmiger Kontaktfläche mit einem Durchmes-
ser von 25 mm bis 30 mm abgelesen werden kann (siehe Bild 1).

3 Probekörper für Verfahren A


3.1 Probenvorbereitung
Aus dem Belag werden Bohrkerne mit einem Durchmesser von 20 mm bis 25 mm (Probekörper) entnom-
men. Ober- und Unterseite des Bohrkerns werden, soweit erforderlich, mit Schleifpapier, Körnung 60, so
bearbeitet, dass die Oberfläche zu 50 % geglättet ist.

3.2 Anzahl der Probekörper


Es werden mindestens fünf Probekörper vorbereitet.
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Maße in Millimeter

Bild 1 — Beispiel für ein Gerät zur Messung der Dicke nach Verfahren B
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4 Durchführung
4.1 Prüfbedingungen
Sofern vom Hersteller nichts anderes festgelegt worden ist, werden die Prüfungen bei einer Temperatur
von …23 ± 2† ºC und einer relativen Luftfeuchte von …50 ± 5† % durchgeführt.

4.2 Verfahren A
4.2.1 Gesamtdicke
Der Stempel des Dickenmessgerätes wird direkt auf die Auflagerplatte gesetzt und der Wert am Mess-
gerät abgelesen (Nullmessung). Dann wird der Probekörper zwischen Stempel und Platte eingebaut und
die Dicke gemessen (Messung 1).

4.2.2 Schichtdicke
Die Oberschicht wird mit Schleifpapier, Körnung 60, bearbeitet, bis etwa 50 % der darunter liegenden
Schicht sichtbar sind. Dann wird der Probekörper wieder zwischen Stempel und Platte eingebaut und die
Dicke gemessen (Messung 2).

4.3 Verfahren B
4.3.1 Die Dorne des Dickenmessgerätes werden von Hand in den zu prüfenden Belag gedrückt, so
dass mindestens einer der Dorne die Basisschicht berührt.
ANMERKUNG Bei der Prüfung von Belägen auf Makadam oder Asphalt ist sicherzustellen, dass die Dorne nicht in
weiche Flächen oder Hohlräume der Basisschicht eindringen.
Die zu verschiebende Messskala wird auf die Oberfläche des zu prüfenden Belages gedrückt und die
Dicke vom geeichten Zylinder abgelesen. Dabei dürfen die Dorne nicht verschoben werden.

4.3.2 Falls erforderlich, wird zur Berücksichtigung strukturierter Oberflächen eine Vergleichsprobe mit
der gleichen Oberflächenbeschaffenheit auf eine Stahlplatte neben den zu prüfenden Belag gelegt und
die Dicke nach 4.3.1 gemessen. Die Dickenmessung an der Vergleichsprobe ist nach 4.2 zu wieder-
holen.

5 Berechnung und Angabe der Ergebnisse


5.1 Verfahren A
Die Gesamtdicke und die Schichtdicke jedes Probekörpers werden wie folgt berechnet:
Gesamtdicke: Gesamtdicke, in Millimeter, durch Angabe der Dicke aus Messung 1 abzüglich der Dicke
aus der Nullmessung.
Schichtdicke: Schichtdicke, in Millimeter, durch Angabe der Gesamtdicke abzüglich der Dicke aus
Messung 2.
Die Ergebnisse sind auf 0,1 mm anzugeben.

5.2 Verfahren B
Falls erforderlich, ist für jede Einzelmessung folgender Korrekturfaktor zu berücksichtigen:
Korrekturfaktor, in Millimeter, durch Angabe der Dicke der Vergleichsprobe nach Verfahren B, in Milli-
meter, abzüglich der Dicke der Vergleichsprobe, in Millimeter, nach Verfahren A.
Die Ergebnisse sind auf 0,5 mm anzugeben.
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6 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss folgende Angaben enthalten:
a) die Nummer und das Datum dieser Europäischen Norm, das heißt EN 1969:2000;
b) die Art und Bezeichnung des Materials, bei Feldmessungen Lageplan der Untersuchungsstelle;
c) die Prüfbedingungen einschließlich Angabe der Witterungsverhältnisse bei Feldmessungen;
d) Einzelwerte und Mittelwerte;
e) Prüfdatum und Bezugsnummer.