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ERÖRTERUNG: Sind Hausübungen wirklich notwendig?

E: Gestern hatte ich wieder einmal eine heftige Diskussion mit meiner Mutter. Sie erlaubte
mir nicht, mich mit meinen Freunden zu treffen. Der Grund war, dass ich meine
Hausübungen noch nicht vollständig erledigt hatte.
Ü: Da fragte ich mich natürlich, sind Hausübungen überhaupt sinnvoll?
PRO:
 Eines der wichtigsten Argumente, die für die Übungen zuhause sprechen, ist das
nochmalige Wiederholen des gelernten Stoffes. Verschiedene Studien zu diesem Thema
haben eindeutig nachgewiesen, dass Lerninhalte, mit denen man sich öfter beschäftigt,
besser gemerkt werden.
 Weiters gehören die Übungen auf jeden Fall zu einer Form des aktiven Mitlernens. Es
kann dann nicht passieren, dass man vor einer Schularbeit vor einer nicht mehr
erlernbaren Fülle von Stoff sitzt. Bei verlässlichem Erledigen der Hausübungen braucht
man dann nur mehr die schwierigen oder länger zurückliegenden Inhalte pauken.
 Nicht zu vergessen ist, dass es schlichtweg zu den Pflichten eines jeden Schülers gehört,
die ihm aufgetragenen Übungen auch verlässlich zu erledigen. Wer sich früh daran
gewöhnt, seine Arbeiten gewissenhaft zu machen, wird später in der Arbeit und im
alltäglichen Leben weniger Probleme haben.
 Ein weiterer wichtiger Punkt ist der gute Eindruck, den der Lehrer von Schülern hat, die
ihre Hausübungen regelmäßig abgeben. Diese gelten dann als zuverlässig und eifrig,
Eigenschaften, die jeder sicher gerne über sich hört.
 Außerdem sind die Übungen ein wichtiger Teil der Mitarbeit. Denn neben dem Aufpassen
im Unterricht und den Schularbeiten schlagen sich auch sie ganz entscheidend in der
Note nieder.
 Zuletzt kann nicht bestritten werden, dass das Lernen nicht nur in der Schule sondern
auch zuhause eine sinnvolle Beschäftigung ist. Im Gegensatz zu Play Station, Fernseher
und Co bieten Hausübungen die Gelegenheit die geistige Fitness und Merkfähigkeit zu
trainieren.
Ü: Ich habe nun einige sehr aussagekräftige Standpunkte klargemacht, die für Hausübungen
sprechen. Aber natürlich dürfen auch die negativen Argumente nicht vergessen werden.
KONTRA:
 Als ersten Punkt möchte ich hier erwähnen, dass Wiederholung zwar sehr sinnvoll sein
kann, es aber mühselig wird, wenn im Unterricht ein Kapitel schon sehr ausführlich und
mehrmalig besprochen wurde und dann auch noch eine idente Hausübungen
aufgegeben wird. Man sitzt dann sicher nicht konzentriert bei der Arbeit, sondern eher
gelangweilt.
 Außerdem ist es oft der Fall, dass die Übungen Verschwendung von an sich wertvoller
Zeit sind. Gerade dann, wenn viele Tests und Schularbeiten angesagt sind, sollte man
doch eher für diese lernen und sich nicht mit ganz anderen Fächern beschäftigen
müssen.
 Ein weiteres Problem ist es zuhause einen ruhigen Platz zu finden, an dem man sich
auch wirklich über einen längeren Zeitraum zurückziehen kann. Oft stören ständig
läutende Handys, die laute Musikanlage des großen Bruders oder das weinende
Nachbarbaby, und schon wird die Hausübung zu Qual.
 Besonders unangenehm ist es, wenn der Lehrer die zu erledigenden Aufgaben nicht
ausreichend erklärt hat. Oft kommt es dann vor, dass die ganze Familie zuhause vor den
Schulsachen sitzt und keiner einen brauchbaren Lösungsvorschlag findet, weil einfach
nicht besprochen wurde, was eigentlich zu tun ist.
 Als letztes und für die Schüler wohl wichtigstes Argument möchte ich anmerken, dass die
Konsequenzen für nicht gemachte Hausübungen meist sehr unangenehm sind. Nicht nur
mit einem so genannten „Mitarbeits-Minus“ ist dann zu rechnen, sondern auch damit,
dass die nicht erbrachte Hausarbeit in der Schule nachgeholt werden muss, und zwar
nach der regulären Unterrichtszeit.
Ü: Ich glaube, es wird nun klar, dass man sowohl für als auch gegen Hausübungen
schlagkräftige Argumente aufbringen kann.
M: Meine persönliche Meinung zu diesem Thema ist…..