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DEUTSCHER KALIBRIERDIENST

Kalibrierung von
Richtlinie
Drehmomentmessgeräten für
DKD-R 3-5
statische Wechseldrehmomente

Ausgabe 12/1998 Seite 1 von 18


DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

Herausgegeben von der Akkreditierungsstelle des Deutschen Kalibrierdienstes (DKD) bei der Physika-
lisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Zusammenarbeit mit seinem Fachausschuss „Mechanische
Größen".

Copyright © 2002 by DKD

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb
der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung unzulässig und strafbar. Das gilt
insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und
Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Deutscher Kalibrierdienst (DKD)


Im DKD sind Kalibrierlaboratorien von Industrieunternehmen, Forschungsinstituten, technischen Be-
hörden, Überwachungs- und Prüfinstitutionen zusammengeschlossen. Sie werden von der Akkreditie-
rungsstelle des DKD bei der PTB akkreditiert und überwacht. Sie führen Kalibrierungen von Messge-
räten und Maßverkörperungen für die bei der Akkreditierung festgelegten Messgrößen und Messberei-
che durch. Die von ihnen ausgestellten DKD-Kalibrierscheine sind ein Nachweis für die Rückführung
auf nationale Normale, wie sie von der Normenfamilie DIN EN ISO 9000 und der DIN EN ISO/IEC
17025 gefordert wird.

Kalibrierungen durch DKD-Laboratorien geben dem Anwender Sicherheit für die Verlässlichkeit von
Messergebnissen, erhöhen das Vertrauen der Kunden und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem natio-
nalen und internationalen Markt und dienen als messtechnische Grundlage für die Mess- und Prüfmit-
telüberwachung im Rahmen von Qualitätssicherungsmaßnahmen.

Im DKD werden Kalibriermöglichkeiten für elektrische Messgrößen, für Länge, Winkel und weitere
geometrische Größen, für Rauheit, Koordinaten- und Formmesstechnik, für Zeit und Frequenz, für
Kraft, Drehmoment, Beschleunigung, Druck, Durchfluss, Temperatur, Feuchte, medizinische Mess-
größen, akustische Messgrößen, optische Messgrößen, ionisierende Strahlung und weitere Messgrö-
ßen angeboten.

Veröffentlichungen: siehe Internet

Anschrift:
Deutscher Kalibrierdienst bei der
Physikalisch-Technischen Bundesanstalt
Bundesallee 100, D-38116 Braunschweig
Postfach 33 45, D-38023 Braunschweig
Telefon Sekretariat: (05 31) 5 92-19 01
Fax: (05 31) 5 92-19 05
E-Mail: dkd@ptb.de
Internet: www.dkd.info

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DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

Inhaltsverzeichnis

Seite
1 Anwendungsbereich 4
2 Symbole und Benennungen (in Ergänzung zu DIN 51309) 4
3 Kalibrierung der Drehmomentmessgeräte 5
3.1 Vorbereitung der Kalibrierung 5
3.2 Messbereichsanfangswert 5
3.3 Kalibrierumfang und -verfahren bei eigenständiger Kalibrierung für
Wechseldrehmoment 5
3.4 Kalibrierumfang und -verfahren bei vorangegangener Kalibrierung für
Rechts-und Linksdrehmoment nach DIN 51309 6
4 Auswertung bei Kalibrierung nach 3.3 6
4.1 Kalibrierergebnis Xrw und mechanische Remanenz t 6
4.2 '
Relative Spannweiten bw und bw 6
4.3 Relative Nullpunktabweichung f0 7
4.4 Relative Umkehrspanne bei Wechseldrehmoment hw 7
4.5 Relative Interpolationsabweichung fa 7
5 Auswertung bei Kalibrierung nach 3.4 8

6 Klassifizierung 8
6.1 Klassifizierung bei eigenständiger Kalibrierung für Wechseldrehmoment 8
6.2 Klassifizierung nach vorangegangener Kalibrierung für Rechts- und
Linksdrehmoment nach DIN 51309 8
7 Dokumentation der Kalibrierergebnisse 8
Anhang A Anwendung von kalibrierten Drehmomentmessgeräten für Wechsel-
drehmoment 9

Anhang B Bestimmung der relativen erweiterten Messunsicherheit U für die


Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten bei Wechseldrehmoment 15
Anhang C Kalibrierablauf 17
Literaturhinweise 18

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DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

Vorwort

DKD-Richtlinien sind Anwendungsdokumente zu den Anforderungen der DIN EN ISO/IEC


17025. In DKD-Richtlinien werden technische und organisatorische Abläufe beschrieben, die
den Kalibrierlaboratorien als Vorbild zur Festlegung interner Verfahren und Regelungen die-
nen. DKD-Richtlinien können zu Bestandteilen der Qualitätsmanagementdokumentation der
Kalibrierlaboratorien werden. Durch die Umsetzung der Richtlinien wird die Gleichbehand-
lung der zu kalibrierenden Geräte in den verschiedenen Kalibrierlaboratorien gefördert und
die Kontinuität und Überprüfbarkeit der Arbeit der Kalibrierlaboratorien verbessert.

Die DKD-Richtlinien sollen nicht die Weiterentwicklung von Kalibrierverfahren und -abläufen
behindern. Abweichungen von Richtlinien und neue Verfahren sind im Einvernehmen mit der
Akkreditierungsstelle zulässig, wenn fachliche Gründe dafür sprechen.

Die Richtlinie wurde vom Fachausschuss „Mechanische Größen“ in Zusammenarbeit mit der
PTB erstellt und vom Beirat des DKD verabschiedet. Mit der Veröffentlichung wird sie für alle
DKD-Kalibrierlaboratorien verbindlich, sofern keine eigene, von der Akkreditierungsstelle ge-
nehmigte Verfahrensanweisung vorliegt.

Die vorliegende geänderte Neuauflage enthält ein aktualisiertes Impressum und aktuelle Be-
züge zu den heutigen internationalen Organisationen.

geänderte Neuauflage: 08/2002

1 Anwendungsbereich
Diese Richtlinie ergänzt DIN 51309 [3] um die Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
mit Wechseldrehmoment.

2 Symbole und Benennungen


siehe DIN 51309 und Tabelle 1

Formel- Benennung Einheit


zeichen
bw relative Spannweite bei Wechseldrehmoment in verschiedenen %
Einbaustellungen
b'w relative Spannweite bei Wechseldrehmoment in gleicher Einbau- %
stellung
t mechanische Remanenz (siehe Anhang A) -
Xrw Kalibrierergebnis bei Wechseldrehmoment -
X_' Anzeigewert für ein Drehmoment bei abnehmender Belastung -
X Mittelwert der Anzeigewerte für ein Drehmoment aus Auf- und -
Abwärtsreihe
hw relative Umkehrspanne bei Wechseldrehmoment %

Tabelle 1: zusätzliche Symbole, Einheiten und Benennung

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DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

3 Kalibrierung der Drehmomentmessgeräte


Nachfolgend wird zwischen einer separaten Kalibrierung für Wechseldrehmoment (Punkt
3.3) und einer Zusatzkalibrierung bei vorangegangener Kalibrierung mit Rechts- und Links-
drehmoment (Punkt 3.4) unterschieden.

3.1. Vorbereitung der Kalibrierung


siehe DIN 51309

3.2 Messbereichsanfangswert
Unter Berücksichtigung der Auflösung r, mit der die Anzeige des Gerätes abgelesen werden
kann, muss das in ein Drehmomentmessgerät eingeleitete Mindestdrehmoment (Messbe-
reichsanfangswert) die beiden folgenden Bedingungen erfüllen:
a) Der Messbereichsanfangswert MA muss den in Tabelle 3 der DIN 51309 angegebenen
Werten entsprechen.
b) Der Messbereichsanfangswert MA sollte größer oder gleich 0,2 Mnom sein.

3.3 Kalibrierumfang und -verfahren bei eigenständiger Kalibrierung für Wech-


seldrehmoment

3.3.1 Vorbelastung
Nach dem Einbau in die Kalibriereinrichtung ist der Drehmomentaufnehmer dreimal, nach
jeder Änderung der Einbaustellung einmal bis zum Endwert des zu kalibrierenden Messbe-
reiches ME mit folgendem Ablauf 0 ⇒ +ME ⇒ 0 ⇒ –ME ⇒ 0 vorzubelasten.

3.3.2 Einbaustellung
Der Drehmomentaufnehmer ist vorzugsweise in drei verschiedenen Einbaustellungen durch
Drehung des Aufnehmers um jeweils 120° um die Messachse zu kalibrieren. Davon abwei-
chend sind vier Einbaustellungen (sinnvoll bei Adaption über Vierkantaufnahme) messtech-
nisch sinnvoll. Bei nur zwei Einbaustellungen (Klassen 1, 2 und 5) müssen sich diese um 90°
oder 120° unterscheiden.

3.3.3 Durchführung der Kalibrierung


Die Anzahl der Messreihen ergibt sich nach Tabelle 2 aus der geforderten Klasse des
Drehmomentmessgerätes; diese bestimmt somit den erforderlichen Kalibrierumfang (siehe
auch Anhang C).

Anzahl der Messreihen


Klasse in gleicher Einbaustellung je weitere Einbaustellung
0,2 und 0,5 2 1
1, 2 und 5 1

Tabelle 2: Anzahl der erforderlichen Messreihen

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DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

Die Mindestanzahl der Drehmomentstufen zusätzlich zur Stufe mit Drehmoment Null muss
für zunehmendes und abnehmendes Drehmoment für die
• Klassen 0,2 und 0,5 10 (z. B. 20, 40, 60, 80, 100, –20, –40, –60, –80 und –100% ME)

• Klassen 1, 2 und 5 6 (20, 60, 100, –20, –60 und –100% ME)

betragen. Der Messbereichsanfangswert MA muss Bestandteil der Kalibrierwerte sein. Ein


Drehmomentmessgerät kann für mehrere Wechseldrehmomentmessbereiche getrennt kali-
briert werden.

3.4 Kalibrierumfang und -verfahren nach vorangegangener Kalibrierung für


Rechts- und Linksdrehmoment nach DIN 51309

Die zusätzlichen Messungen dienen zur experimentellen Bestimmung der mechanischen


Remanenz. Sie wird bestimmt aus einer dreimaligen Vorbelastung nach Punkt 3.3.1. Eine
weitere Kontrollmessreihe in gleicher Einbaustellung dient der experimentellen Überprüfung
des aus der mechanischen Remanenz berechneten Kalibrierergebnisses für Wechsel-
drehmoment. Die Kontrollmessreihe soll den Anforderungen nach Punkt 3.3.3 bzgl. der Min-
destanzahl der Drehmomentstufen entsprechen.

4 Auswertung bei Kalibrierung nach 3.3

4.1 Kalibrierergebnis Xrw und mechanische Remanenz t


Das Kalibrierergebnis einer Drehmomentstufe berechnet sich nach Gleichung (1) als Mittel-
wert der Anzeigewerte aus den Auf- und Abwärtsreihen aller Einbaustellungen (ohne Wie-
derholungsreihe in gleicher Einbaustellung), reduziert um den halben Remanenzwert.

X rw =
1 n
∑X ( ) − 2t
n j =1
j mit X =
1
2
( )
I + I ' − I0 (1)

2 n
t = ∑ X 0, j (2)
n j =1
Dabei ist:

n Anzahl der Messreihen bei verschiedenen Einbaustellungen


Von den Messergebnissen der 0°-Stellung werden die Wiederholungsmessungen zur Be-
stimmung von b'w (Klasse 0,2 und 0,5) nicht in die Berechnung von Xrw einbezogen.

4.2 '
Relative Spannweiten bw und bw
Die relativen Spannweiten in verschiedenen Einbaustellungen ( bw) und in gleicher Einbau-
stellung (b'w ) werden für jede Drehmomentstufe i aus den Mittelwerten der Aufwärts- und
Abwärtsmessung nach den Gleichungen (3) und (4) errechnet.

X max − X min (3)


bw = ⋅ 100%
X rw

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DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

Dabei sind:

X max bzw. X min die in verschiedenen Einbaustellungen gemessenen Extremwerte der


Mittelwerte aus Auf- und Abwärtsreihe.

X max − X min
bw' ,i = ⋅ 100% (4)
X rw

Dabei sind:

X max bzw. X min die in gleicher Einbaustellung gemessenen Extremwerte.


Die zweite Aufwärtsreihe der 0°-Stellung (Klasse 0,2 bis 0,5) wird nicht in die Berechnung
von bw einbezogen.
Für den Fall m = 1 (Klasse 1 bis 5) wird der Wert für b'w gleich dem errechneten Wert für bw
gesetzt (die Formel (4) ist für diesen Fall nicht anwendbar).

4.3 Relative Nullpunktabweichung f0

Die Nullpunktanzeige wird vor jeder Messreihe und nach jeder Messreihe aufgezeichnet. Die
Nullpunktablesung ist ungefähr 30 s nach völliger Entlastung vorzunehmen. Die relative
Nullpunktabweichung wird nach Gleichung (5) für jede Einbaustellung berechnet.

If − I0
f 0 = max ⋅ 100% . (5)
XE

4.4 Relative Umkehrspanne bei Wechseldrehmoment hw


Die relative Umkehrspanne hw wird nach Gleichung (6) als Mittelwert der Absolutwerte der
relativen Differenzen zwischen den Anzeigen der Aufwärts- und der Abwärtsreihen für jede
Drehmomentstufe i ermittelt. Im Nullpunkt entspricht dieser Wert betragsmäßig dem relati-
ven mechanischen Remanenzwert (hw,0 = t / Xrw).

n
1
n

j =1
I j − I 'j (6)
hw = ⋅ 100%
X rw, j

Dabei ist:
n Anzahl vergleichbarer Messreihen bei verschiedenen Einbaustellungen.

4.5 Relative Interpolationsabweichung fa


Die relative Interpolationsabweichung wird für jede Drehmomentstufe i mit Hilfe einer Glei-
chung ersten Grades ohne Absolutglied für den Anzeigewert in Abhängigkeit vom Drehmo-
ment ermittelt. Die benutzte Gleichung ist im Kalibrierschein anzugeben.

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DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

Die mathematische Bestimmung der Interpolationsgleichung muss so erfolgen, dass die


Summe der Quadrate der absoluten Abweichungen im kalibrierten Messbereich ein Mini-
mum ergibt.
Die relative Interpolationsabweichung errechnet sich aus Gleichung (7).

X rw − X a
fa = ⋅ 100% . (7)
Xa
5 Auswertung bei Kalibrierung nach 3.4, Berechnung der zusätzlichen Parameter
Der mechanische Remanenzwert bestimmt sich aus den Nullanzeigen der zweiten und drit-
ten Vorbelastung mit Wechseldrehmoment nach Gleichung (8) zu

1 3 '
(
t = ∑ I 0, j − I 0 , j
2 j =2
) (8)

Hierin bedeuten:
I0 Anzeige vor Beginn des Wechseldrehmomentzyklus (mit Rechtsdrehmoment beginnend)
I 0' Anzeige bei Drehmoment Null nach Entlastung aus Rechtsdrehmoment

Das Kalibrierergebnis X rw einer Drehmomentstufe für Wechseldrehmoment berechnet sich


nach Gleichung (9) aus dem Mittelwert der Anzeigewerte aus den Auf- und Abwärtsreihen
der gedrehten Einbaustellungen bei Kalibrierung mit Rechts- und Linksdrehmoment und
dem Wert der mechanischen Remanenz t nach Gleichung (8).

X rw =
t MK 1 n  1

2 M E n j =1  2
( ) 
+ ∑  I j + I 'j − I 0, j 
 (9)

6 Klassifizierung

6.1 Klassifizierung bei eigenständiger Kalibrierung für Wechseldrehmoment

Grundlage der Klassifizierung für Wechseldrehmoment ist Tabelle 3 der DIN 51309. Anstelle
der bei Rechts- bzw. Linksdrehmoment ermittelten Werte für b , b' und h werden die bei
Wechseldrehmoment bestimmten Werte für bw ,b'w und hw für die Klassifizierung benutzt.

6.2 Klassifizierung nach vorangegangener Kalibrierung für Rechts- und


Linksdrehmoment nach DIN 51309

Grundlage der Klassifizierung für Wechseldrehmoment ist Tabelle 3 der DIN 51309. Anstelle
der bei Rechts- bzw. Linksdrehmoment ermittelten Werte für h wird der ermittelte Wert der
relativen mechanischen Remanenz t / Xrw für die Klassifizierung benutzt.

7 Dokumentation der Kalibrierergebnisse

Über das Ergebnis der Kalibrierung mit Wechseldrehmoment stellt das Kalibrierlaboratorium
einen Kalibrierschein nach DKD-5 [5] und Punkt 6.3 der DIN 51309 [3] aus.

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DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

Anhang A
Anwendung von kalibrierten Drehmomentmessgeräten für Wechseldrehmoment
Zusammenfassung: Drehmomentaufnehmer, die für quasistatische Anwendungen mit Wech-
seldrehmomentbelastung vorgesehen sind, werden auch quasistatisch mit Wechseldrehmoment
kalibriert. Es werden Vorschläge für eine effiziente Gewinnung der Wechseldrehmomentkali-
brierkurve aus den Kurven für die einfache Rechts- bzw. Linksdrehmomentkalibrierung diskutiert.
Die mechanische Remanenz genannte Hysterese im Nullpunkt gibt Aufschluss über die Mess-
unsicherheit bei Wechseldrehmomentbelastung und damit über die Eignung eines Aufnehmers
für diesen Anwendungsfall. Im allgemeinen werden bei der Verwendung eines solchen Aufneh-
mers keine Untersuchungen zur Lage des Nullpunktes, auf den sich die Messergebnisse bezie-
hen, durchgeführt. Das führt dazu, dass mit dem doppelten Wert der bei der Wechseldrehmo-
mentkalibrierung bestimmten Hysterese gerechnet werden muss.
Schlüsselwörter: Drehmomentkalibrierung, Wechseldrehmoment, mechanische Remanenz

1 Einleitung
Bei der einfachen Rechts- bzw. Linksdrehmomentkalibrierung wird der Aufnehmer für jede
Richtung getrennt kalibriert. Auch hier werden Ausgleichskurven - bzw. Kalibrierwerte für den
Fall einer linearen Interpolation - berechnet. Dieser Wert kann für Rechts- bzw. für Links-
drehmoment einzeln oder aber für beide Richtungen gemeinsam angegeben werden. Da mit ta-
rierten Werten gerechnet werden muss, um ein von Null verschiedenes Aufnehmernullsignal
bzw. den Einfluss der Einspannung des Aufnehmers auf dieses zu eliminieren, geht im Kali-
brierwert die Information über das Nullsignal vor bzw. nach einer Belastung mit Rechts- oder
Linksdrehmoment verloren. Der Kennwert "Rückkehr zur Null" beschreibt die Reproduzierbarkeit
des Nullsignals für Belastungen mit Drehmomenten in nur einer Richtung bzw. Kriecheinflüsse.
Untersuchungen an verschiedenen Aufnehmern haben nun aber gezeigt, dass das Nullsignal ei-
nes Aufnehmers - abhängig u.a. von den Materialien des Aufnehmers und der Dehnungsmess-
streifen sowie von der Applikation - stark variieren kann, wenn der Aufnehmer einen Wech-
seldrehmomentzyklus durchfährt. Daraus resultieren für den Fall einer Wechselbelastung große
Unterschiede im angezeigten Signal bei gleich wirkendem Drehmoment und starke Abweichun-
gen von den für einseitige Kalibrierung ermittelten Kennwerten für die Umkehrspanne bzw. die
Rückkehr zur Null.
2 Kalibrierung mit Wechseldrehmoment
Bei den folgenden Ausführungen wird davon ausgegangen, dass die betrachteten Aufnehmer ein
verschwindend kleines Kriechen aufweisen, so dass dessen Einfluss auf das Kalibrierergebnis
vernachlässigt werden kann. Während einer einfachen Kalibrierung wird das Aufnehmernullsi-
gnal im Laufe der Vorbelastungen und auch nach den Messreihen einen Wert annehmen und ihn
im Rahmen der Reproduzierunsicherheit auch beibehalten. Dieser Wert kann für Rechts- (be-
zeichnet mit I0+) bzw. für Linksdrehmoment (I0-) sehr verschieden sein. Dabei ist die Differenz
t = I0+ - I0- dieser beiden Werte ein typischer, mechanische Remanenz genannter Kennwert des
Aufnehmers. Die Lage der Nullsignale auf der Messsignalachse ist allerdings von den Einbaube-
dingungen, der Vorlast, der Temperatur und anderen Faktoren abhängig, d.h. beide Werte kön-
nen um einen gleichen Betrag größer oder kleiner sein.
Die Werte von Messreihen einer Rechtsdrehmomentkalibrierung werden bezüglich I0+ tariert, die
für eine Linksdrehmomentkalibrierung bezüglich I0-. Da die Interpolationsabweichungen in ein
und dasselbe Diagramm (Bild 1a) eingezeichnet werden können, hat man den Eindruck, dass
beide Kurven durch denselben Nullpunkt verlaufen. In Wirklichkeit muss man sich beide Kur-
venäste um die Differenz der Nullpunkte versetzt denken (Bild 1b).
Von dieser Darstellung ausgehend gelangt man auch direkt zum Diagramm für die Wechsel-
drehmomentkalibrierung: die Endpunkte der Kurven bei maximalem Rechts- oder Linksdrehmo-
ment werden durch Kurvenzüge mit den Nullpunkten der gegenüberliegenden Kurven verbunden
(Bild 2a).

Ausgabe 12/1998 Seite 9 von 18


DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

1,5 E-4

Interpolationsabweichung

5,0 E-5

-50 -30 -10 10 30 Nm 50


-5,0 E-5

-1,5 E-4
Drehmoment

Bild 1a. Kalibrierkurven für Rechts- und Linksdrehmoment, bezogen auf die jeweils zuge-
hörigen Nullpunkte (volle Symbole: steigender Betrag des Drehmomentes, leere
Symbole: fallender Betrag)

1,5 E-4
Interpolationsabweichung

5,0 E-5

-50 -30 -10 10 30 Nm 50


-5,0 E-5

-1,5 E-4
Drehmoment

Bild 1b. Kalibrierkurven für Rechts- und Linksdrehmoment, bezogen auf den Mittelwert der
zugehörigen Nullpunkte

1,5 E-4
Interpolationsabweichung

5,0 E-5

-50 -30 -10 10 30 Nm 50


-5,0 E-5

-1,5 E-4
Drehmoment

Bild 2a. Beispiel für einen Drehmomentaufnehmer mit einem großen Wert der mechani-
schen Remanenz, gemessen am Wert der Umkehrspanne bei Rechts- bzw.
Linksdrehmoment

Ausgabe 12/1998 Seite 10 von 18


DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

In Bild 2a ist eine Kurve für einen Aufnehmer mit großem Wert der mechanischen Rema-
nenz dargestellt, in Bild 2b ein Beispiel für einen kleinen Wert der mechanischen Remanenz.
Wie man erkennen kann, sind die zusätzlichen Unsicherheitsanteile infolge der Wechsel-
drehmomentbelastung im ersten Fall mehrfach größer als die Umkehrspanne, die in reiner
Rechts- oder Linksdrehmomentkalibrierung ermittelt wurde.

1,5 E-4

5,0 E-5
Interpolationsabweichung

-50 -30 -10 10 30 Nm 50


-5,0 E-5

-1,5 E-4
Drehmoment

Bild 2b. Beispiel für einen Drehmomentaufnehmer mit einem kleinen Wert der mechani-
schen Remanenz, gemessen am Wert der Umkehrspanne bei Rechts- bzw.
Linksdrehmoment - dafür aber mit größerem Kriechen

3 Vorschlag für die Definition eines charakteristischen Parameters für


Wechseldrehmoment
Wie Untersuchungen an einer Reihe von Drehmomentaufnehmern gezeigt haben, muss bei
einem für Rechts- und Linksdrehmoment kalibrierten Aufnehmer nicht unbedingt eine voll-
ständige Wechseldrehmomentkalibrierung durchgeführt werden. Im Rahmen der Reprodu-
zierbarkeit können aus den einfachen Rechts- und Linksdrehmomentkalibrierungen sowie
aus Vorbelastungen in den entsprechenden Richtungen und aus der Bestimmung der Nullsi-
gnale I0+ und I0- die Wechseldrehmomentkurve und die Wechseldrehmomentparameter mit
akzeptabler Genauigkeit berechnet werden.

1,5 E-4

5,0 E-5
Interpolationsabweichung

-50 -30 -10 10 30 Nm 50


-5,0 E-5

-1,5 E-4
Drehmoment

Bild 3. Berechnung des Kalibrierergebnisses für Wechseldrehmoment aus den Ergebnis-


sen der Kalibrierung für Rechts- und Linksdrehmoment

Ausgabe 12/1998 Seite 11 von 18


DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

Dabei ergibt sich die Wechseldrehmomentkurve aus folgenden Kurvenästen: die Teilkurven
für betragsmäßig fallendes Drehmoment (von +ME bis 0 Nm und von –ME bis 0 Nm) ent-
sprechen den Teilkurven für Rechts- (von +ME bis 0 Nm) bzw. Linksdrehmoment (von –ME
bis 0 Nm), wobei diese im Nullpunkt um den Remanenzwert versetzt sind. Die Verbindung
zwischen dem Nullpunkt der Rechtsdrehmomentkurve und dem Endpunkt der Links-
drehmomentkurve ergibt sich duch punktweise Subtraktion des (1 – M / ME)-fachen des
Remanenzwertes t vom entsprechenden Kurvenast für ansteigendes Drehmoment (Bild 3,
rechts). Analog gilt für Linksdrehmoment, dass sich die Verbindung zwischen dem Nullpunkt
der Linksdrehmomentkurve und dem Endpunkt der Rechtsdrehmomentkurve durch punkt-
weise
1,5 E-4
berechnet

5,0 E-5
Interpolationsabweichung

-50 -30 -10 10 30 Nm 50


-5,0 E-5

-1,5 E-4
Drehmoment

Bild 4a. Kalibrierkurve mit berechneten Kurvenästen (Erläuterungen siehe Text) - 1 Schleife

berechnet 6,0 E-4


kalibriert
3,0 E-4
Interpolationsabweichung

0,0 E+0
-10 -6 -2 2 6 Nm 10
-3,0 E-4

-6,0 E-4
Drehmoment

Bild 4b. Kalibrierkurve mit berechneten Kurvenästen (Erläuterungen siehe Text) - 2 Schleifen
angepasst an das Diagramm im Kalibrierschein

Addition des (1 – |M|/ |ME|)-fachen des Remanenzwertes t zum entsprechenden Kurvenast


für betragsmäßig ansteigendes Drehmoment (Bild 3, links) ergibt. Wenn der Remanenzwert
negativ ist, wird aus der Subtraktion im ersten Fall eine Addition, im zweiten Fall aus der Ad-
dition eine Subtraktion. Die in Experimenten ermittelten Differenzen zwischen der berech-
neten und der gemessenen Wechseldrehmomentkurve betragen in den meisten Fällen we-
niger als 1.10–4 (Bilder 4a und 4b).

Ausgabe 12/1998 Seite 12 von 18


DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

4 Anwendung von Drehmomentmessgeräten für Wechseldrehmoment


Wenn ein Drehmomentaufnehmer mit Wechseldrehmoment kalibriert und die daraus folgen-
den Messunsicherheiten bestimmt wurden, können beim Einsatz dieses Aufnehmers zusätz-
liche Fehlereinflüsse auftreten, die aus folgendem Umstand resultieren: im allgemeinen wird
im eingebauten Zustand des Aufnehmers eine Tarierung der Anzeige ausgelöst. Da in den
seltensten Fällen vorher Belastungen durchgeführt werden, um die Lage des Nullpunktes in-
nerhalb der durch den Remanenzwert gegebenen Spanne festzulegen, mit anderen Worten
also die Vorgeschichte des Aufnehmers nicht bekannt ist, muss man davon ausgehen, dass
der gefundene Nullpunkt auch um den Remanenzwert größer oder kleiner hätte sein kön-
nen.
2,0 E-4

1,0 E-4
Interpolationsabweichung

0,0 E+0
-50 -30 -10 10 30 Nm 50

-1,0 E-4

-2,0 E-4
Drehmoment

Bild 5a. Bereich der Interpolationsabweichung (dicke Linien) für einen Wechseldrehmo-
mentaufnehmer mit unbekannter Vorgeschichte

Die Kurve aus Bild 2a könnte also die im Bild 5a dargestellten Extremallagen bezüglich des
willkürlich gefundenen Nullpunktes haben. Daraus folgt, dass die Interpolationsabweichun-
gen sogar das Doppelte des in der Wechseldrehmomentkalibrierung gefundenen Wertes
betragen können! Während in der Kalibrierung die endwertbezogenen Messunsicherheiten
in der Nähe der maximalen Drehmomentbeträge gegen Null gehen, muss bei der Anwen-
dung der volle Remanenzwert angesetzt werden. Messwertbezogen spielen jedoch die Ab-
weichungen bei kleinen Drehmomentbeträgen die dominierende Rolle.

1,5 E-4

5,0 E-5
Interpolationsabweichung

-50 -30 -10 10 30 Nm 50


-5,0 E-5

-1,5 E-4
Drehmoment

Bild 5b. Bereich der Interpolationsabweichung (dicke Linien) für einen Wechseldrehmo-
mentaufnehmer mit bekannter Vorgeschichte

Ausgabe 12/1998 Seite 13 von 18


DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

Bild 6a zeigt das Beispiel eines großen Rechtsdrehmomentes und nach Rückkehr kleine
Schwingungen um den Nullpunkt bzw. das Gegenbeispiel - kleine Schwingungen um den
Nullpunkt nach einem großen Linksdrehmoment und Rückkehr zur Null. Die absoluten Ab-
weichungen sind so groß wie der Remanenzwert und können messwertbezogen Werte von
einigen Prozent erreichen. Gerade bei den sehr viel interessanteren Messungen im Teillast-
bereich (kleine Drehmomente in unterschiedlichen Richtungen) können die Abweichungen -
abhängig von der Vorgeschichte - sehr groß werden.

1,5 E-4

5,0 E-5
Interpolationsabweichung

-50 -30 -10 10 30 Nm 50


-5,0 E-5

-1,5 E-4
Drehmoment

Bild 6a. Wechseldrehmomentzyklen mit kleiner Amplitude für verschiedene Arten von Vor-
geschichte

1,5 E-4

5,0 E-5
Interpolationsabweichung

-50 -30 -10 10 30 Nm 50


-5,0 E-5

-1,5 E-4
Drehmoment

Bild 6b. Wechseldrehmomentzyklen mit fallender Amplitude des Drehmomentes

Bild 6b zeigt den Fall sich wiederholt wechselnder Belastungszyklen zwischen – ME und + ME,
wobei der Betrag von ME mit jedem Zyklus kleiner wird. Wie man erkennt, ist jeder Punkt in-
nerhalb der Wechseldrehmomentkurve erreichbar. Außerdem wird die Differenz zwischen
aufeinanderfolgenden Nulldurchgängen mit sinkender Messbereichsspanne kleiner und be-
trägt z. B. bei einem Zyklus zwischen -20 % und +20 % nur noch 5 % des Remanenzwertes.

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DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

Anhang B

Bestimmung der relativen erweiterten Messunsicherheit U für die Kalibrierung


von Drehmomentmessgeräten bei Wechseldrehmoment [4] [6] [7] [8] 1

Die relative erweiterte Messunsicherheit U einer Wechseldrehmomentkalibrierung berechnet


sich nach Gleichung (B.1) unter der Voraussetzung einer bekannten Vorgeschichte der Be-
lastungsrichtung (siehe Anhang A, Punkt 4) aus der relativen erweiterten Messunsicherheit
des Drehmomentmessgerätes
U MG,i = t + k ⋅ u MG,i k=2 (B.1)

und der akkreditierten (bzw. im Kalibrierlaboratorium selbst bestimmten) relativen erweiter-


ten Messunsicherheit der Drehmoment-Kalibriereinrichtung UKE nach der Gleichung (B.2)

U = U MG
2
+ U KE
2
(B.2)

uMG wird aus den Messunsicherheitsbeiträgen berechnet, die sich aus den berechneten
Kennwerten nach DIN 51309, Punkt 5.4.7, ergeben. Für die Unsicherheitsbeiträge werden
die Verteilungsfunktionen und Werte der Standardmessunsicherheiten nach Tabelle B.1 be-
nutzt.
Die relative Messunsicherheit wird für jede Kalibrierstufe i errechnet.
2
1 2 1 ' 2 1 2 1 2 1  r 

u 2
MG,i = f 0 + bw + bw + f a,i +  
(B.3)
12 12 8 24 12  M K ,i 

Für den Fall der zielgerichteten Kalibrierung in den Klassen 1 bis 5 ist im Kalibrierablauf kei-
ne Wiederholung der Messung in gleicher Einbaulage vorgesehen. Für die Berechnung
sollte deshalb die Spannweite bei verschiedenen Einbaustellungen ebenfalls für den nicht
ermittelten Wert bei gleicher Einbaustellung eingesetzt werden. Damit liegt das Ergebnis der
Berechnung etwas sicherer, was bei Geräten dieser Klasse sinnvoll erscheint. Somit ergibt
sich für die Klassen 1 bis 5:
2
1 2 1 2 1 2 1  r 

u 2
MG,i = f 0 + bw + f a,i +  
(B.4)
12 4 24 12  M K ,i 
Bei der Klasseneinteilung bestimmen die Einzelkriterien die Einhaltung einer Klasse, unab-
hängig von einem möglichen besseren Ergebnis aller weiteren Kennwerte. Im Gegensatz
dazu wird bei der Messunsicherheitsberechnung ein aus allen Kennwerten berechneter Wert
der Messunsicherheit bestimmt. Entsprechend der Verwendung des zu kalibrierenden Mess-
gerätes kann der berechnete Wert der Messunsicherheit oder die ermittelte Klasse Priorität
haben.

1 Die hier vorgestellte Messunsicherheitsberechnung ist als vorläufige anzusehen. Sie ist konform mit
der Betrachtungsweise in der DIN 51309 [3], die durch diese Richtlinie ergänzt wird (s. Abschnitt 1),
und entspricht der Messunsicherheitsberechnung in der Richtlinie DKD-R 3-8 (Januar 1997) [1], folgt
aber nicht streng der Schrift DKD-3 (1998) [4], welche die deutsche Übersetzung von EA-4/02
(EAL-R2) darstellt. Sie wird zu gegebener Zeit durch eine neue ersetzt.

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DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

Kennwert Verteilungsfunktion relative Varianz u2


2
1 f 
relative Nullpunktabweichung f0 Rechteckverteilung u02 =  0 
3 2 
2
relative Spannweite in verschiedenen 1  b
U-Verteilung u b2 =  
Einbaustellungen bw 2  2
2
relative Spannweite in gleicher Ein- 1  b' 
Rechteckverteilung u =  
2
baustellung b'w 3 2 
b'

2
1  fa 
relative Interpolationsabweichung fa Dreieckverteilung u a2 =  
6 2 
2
1 r 
Auflösung r Rechteckverteilung u = 
2

r
3  2 ⋅ M K,i 

Tabelle B.1: Verteilungsfunktionen für die Berechnung der Varianzen für die aus
den experimentell bestimmten Spannweiten berechneten Kennwerte

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DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

Anhang C
Kalibrierablauf
Die nachfolgenden Bilder zeigen Varianten des Kalibrierablaufes für eine separate Wechsel-
drehmoment-Kalibrierung nach Punkt 3.3 und eine Variante mit Zusatzuntersuchung nach
Punkt 3.4 als Ergänzung zu einer Kalibrierung nach DIN 51309 [3] für Rechts- und Links-
drehmoment.

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DKD-R 3-5 ◆ Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten
für statische Wechseldrehmomente

Literaturhinweise

[1] DKD-R 3-8 Statische Kalibrierung von Drehmomentschlüssel-Kalibriereinrichtungen,


Ausgabe Januar 1997

[2] DIN ISO 6789 Handbetätigte Drehmomentwerkzeuge; Anforderungen und Prüfungen


(ISO 6789: 1992)

[3] DIN 51309:1997 Kalibrierung von Drehmomentmeßgeräten für statische Drehmomente

[4] DKD-3 Angabe der Meßunsicherheit bei Kalibrierungen, Ausgabe 1998 (deutsche Über-
setzung von EA-4/02 [EAL-R2] Expression of the Uncertainty of Measurement in Cali-
bration, edition 1, April 1997 [revision of WECC Doc. 19-1990])

[5] DKD-5 Anleitung zum Erstellen eines Kalibrierscheines, Ausgabe 1993

[6] Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement, first edition, 1993, corrected and
reprinted 1995, International Organisation for Standardisation (Geneva, Switzerland).

[7] Sawla, A.: Guidance for the determination of the best measurement capability of force
calibration machines and uncertainty of calibration results of force measuring devices,
PTB-Mitteilungen 104 (1994) Heft 4, S. 237-242

[8] EA-4/15 (EAL-G22) Uncertainty of Calibration Results in Force Measurements,


edition 1, August 1996

[9] DKD-R 3-7 Statische Kalibrierung von Referenz-Drehmomentschlüsseln,


Ausgabe Januar 1997

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